Nr. 39 Erstes Blatt 1S8. Jahrgang Samstag 18. Februar! 908 ®’"r"mal' wöck-n?m fr A A JkA AJ«k A y^x AA jährlich durch ksä■ WHIizupiipi /■ llZPhlprSLÄL MÄNMV1 LvllVILvl 4JLIliBll|l■ A?> wtttlchaMtcheSeittragen V W W W M M W IS W d- W Zellenprers: lokal 15Pf^ Fenifpreck-Anschlüsse: B jy auswärts 20 Pfennig. für die Redaktion 112, _ IV^r Verantwortlich -E General-Anzeiger für Oberheffen MW Bnnoifntc Don Anzeigen W f " Land" und „(flevichtS* j" “nä»Z Hotßfionsörud und Verlag der vrühl'schen Unlv.-Vuch- und Stelndruckerel. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei- Schuistratze 7. H^ck Die heutige Nummer umfaht 18 Seiten. Oesterreich und der Balkan. Die auswärtige Politik Oesterreichs war in den letzten Jahren sehr wenig in den Vordergrund getreten. Einmal nahmen die inneren Wirren das Hauptinteresse in Anspruch, dann aber hatte im Lause der Jahrzehnte die Großmachtsstellung Oesterreichs doch Einbuße erlitten. Graf Goluchowski war an sich eine durchaus tüchtige Kraft, aber er vermochte nicht durchzudringen; eine bedeutendere Rolle spielte die Donaumonarchie erst wieder auf der Konferenz von Algeciras, wo die entschiedene Stellungnahme Oesterreich-Ungarns für Deutschland nicht ohne Eindruck blieb und vielleicht mit dazu beigetragen hat, gewisse Pläne gegen uns zu hintertreiben. Im allgemeinen aber liefen die Geschäfte in dem ausgetretenen Gleise, und für das Hauptinteressengebiet, den Balkan, hatte man ja das sogen. Mürzsteger Programm. Inzwischen ist Goluchowski gegangen und Aehrenthal an seine Stelle getreten; anfangs schien er dieselben Bahnen wie sein Vorgänger einschlagen zu wollen, mit einemmal entpuppte er sich aber als ein Mann von nicht zu unterschätzender Initiative, und alle Welt ist baff vor Erstaunen, daß Oesterreich-Ungarn aus seinem Winterschlaf zu erwachen scheint. Namentlich an der Newa ist man starr vor Entsetzen und dazu stellt sich lebhaftes Mißbehagen ein, das sehr deutlich in den Auslassungen der Presse zum Ausdruck kommt. Offiziell hat sich Rußland zu den Balkanplänen Oesterreichs, wie sie Baron Aehrenthal in seiner bekannten Delegationsrede darlegte, noch nicht geäußert, daß man aber recht unangenehm von der Sache berührt ist, geht daraus hervor, daß man die panslavistische Presse unter Zeter mordio über Oesterreich-Ungarn herfallen läßt, ohne diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Dabei liegt keinerlei Grund zur Annahme vor, daß Oesterreich territoriale Absichten verfolge, denn bei den Verhältnissen auf dem Balkan kann den Herren in Wien an neuen Gebietserwerbungen nicht allzu viel liegen; von großem Wert dagegen ist die wirtschaftliche Er sch ließung jener Gegenden, da die Balkanländer das natürliche Absatzgebiet für die Donaumonarchie bilden. Mit der projektierten Sandschakbahn ergeht es Oesterreich ähnlich wie uns mit der Bagdadbahn, die in der politischen Welt schon so viel Staub auf- gewirbelt hat; allerlei politische Ziele werden hinter diesem Projekt gewittert, insbesondere wird behauptet, daß Oesterreich die Bahn aus strategischen Gründen bauen wolle, um den Zugang nach Saloniki in die Hand zu bekommen. Varon Aehrenthal hat es im Hinblick auf die Angriffe gegen das Projekt mehrfach unternommen, die österreichischen Absichten klar darzulcgen, in dem er immer wieder darauf hinwies, daß die Entente zwischen Rußland und Oesterreich auf dem übereinstimmenden Entschlüsse beider Regierungen beruhe, die Unabhängigkeit und das Selbstbestim- Drungsrecht der Balkanstaaten striktest zu achten, unter Zurückweisung des Gedankens jedweder territorialen Er- vberung auf dem Balkan. Energisch betont der österreichische Staatsmann aber, daß die Frage des Bahnbaues gänzlich außerhalb dieses Uebereinkommens liege. Objektive Beobachter werden die Berechtigung des österreichischen Vor- Lehens^ ohne weiteres zugeben, aber an der Newa ist man rben nicht objektiv, wahrscheinlich, weil man selbst heimlich irgendwelche Pläne verfolgte, die durch das friedliche Borchen Frankreichs konterkariert werden. Deutscherseits Wilhelm Backhaus. Es wird uns geschrieben: Man kann B a ck h a u s getrost den Heroen seines Faches c • •e‘ncc Seele; aber keiner kommt der Seele des Kom- nahe wie Backhaus — ein Zuschuß Gesundheit hinzu- WÄrfA 'k. enu alles Krankhafte liegt dieser Natur gänzlich fern. >3 dem Künstler erhalten bleiben; unsere Zeit lechzt ™'2a) wla;er Gesundheit gerade hier! Backhaus ist am 26. März 1884 zu Leipzig geboren, war n erstaunlich begabtes. Kind und kam mit 10 Jahren in STWp .rühmte Konservatorium seiner Vaterstadt. In Aloys j-aenoors fand er einen ausgezeichneten Lehrer und erhielt so systematische Erziehung. Später studierte er bei SK < "wert in Frankfurt a. M. — von hier kam er zum - nmal auch zu uns nach Gießen 1899, noch nicht löjährig — » 'baler_m Varis im letzten Wettkampf den Rubinstein- n l^m bmstimmig zuerkannt wurde. Von seinem Fleiß, sei- ^ronnen und seinen musikalischen Fähigkeiten bekommt man Re- dagegen erkennt man die österreichischen Pläne als durchaus loyale an und der deutsche Botschafter in Konstantinopel Freiherr von Marschall scheint sie sehr energisch unterstützt zu haben, und dem deutschen Einflüsse am Goldenen Horn dürfte es wohl nicht zuletzt zuzuschreiben sein, daß die Türkei so schnell ihre Zustimmung zu dem österreichischen Bahnprojekt gegeben hat; daß Baron Aehrenthal mehrfach in seinen letzten Reden hohe Worte der Anerkennung für die deutsche Politik gefunden hat, war wohl ein Ausdruck des Dankes für die erwiesene Unterstützung. Daß man an der Newa scheel zusieht, ist begreiflich, aber Baron Aehrenthal wird sich wohl kaum irren, wenn er sagte, daß die in Rußland herrschende Erregung sich sehr bald legen wird, denn die augenblickliche Ohnmacht nach außen, wie die Zustände im Innern zwingen Rußland, die Dinge ungestört ihren Weg gehen zu lassen. * Wien, 14. Febr. Eine wichtige Wendung in der Orient-Frage steht nahe bevor. Rußland beabsichtigt, im Verein mit Frankreich einen Schachzug gegen das Bahnprojekt Oesterreich-Ungarns auf dem Balkan aus- zuführen und den Plan der Balkan-Transversalbahn zu verwirklichen. Dieser Plan strebt eine Verbindung der Adria mit der Donau an. Durch die Bahn würde ein großer Teil des Balkanverkehrs für Oesterreich-Ungarn und das übrige Mitteleuropa abgelcnkt. Dieser russische Schachzug ruft hier peinliches Befremden hervor. Stimmungsbild aus dem Reichstage. Berlin, 14. Februar. Die Fortsetzung der Postdebatte. Drei Redner aus dem Hause sind das Pensum der fünfstündigen Sitzungen beim Postetat. Heute kamen Zentrum, Nationalliberale und Neichspartei an die Reihe. Das Zentrum konnte einen Spezialsachvcrständigen vorschicken, den Postsekretär und früheren Vorsitzenden des Postassv- stentenverbandes H a m e ch e r. Indes auch die Abgeordneten Linz und Beck-Heidelberg ließen es an Gründlichkeit in der Behandlung all der Beamtenfragen nicht fehlen. Der nationalliberalc Beck erörterte aber die Angelegenheiten der Post auch eingehend aus dem Gesichtspunkte des Verkehrsbedürfnijses und den Rücksichten auf Handel und Industrie, und erfreulicherweise schloß sich ihm Herr Linz, der freilich in einzelnen dieser Punkte nicht im Namen der Reichspartei, sondern nur für seinen eigenen Standpunkt sprach, mit großer Entschiedenheit an. Wie gestern Herr Kopsch, so beschäftigte er sich besonders mit der drohenden Verteuerung des Fernsprechwesens, und er hatte sehr scharfe Worte gegen die Verwaltung des Verkehrsinstitut, dessen Maßnahmen der kleine und mittlere Handelsstand geradezu als rücksichtslose Ausbeutung und Uebervorteilung empfinden müsse. Auch der Staatssekretär nahnr Anlaß, in die Aussprache einzugreifen. Er äußerte sich nochmals über den Verkehr seiner Beamten mit den Abgeordneten, und was er sagte, war auch heute nur ein starres Nein. Es klang sehr einleuchtend, daß er den Abgeordneten die Mühe ersparen möchte, Dinge vorzubringen, von denen sie ja gar nicht wüßten, ob er nicht mit ihnen und den Beamten bereits ein Herz und eine Seele sei; aber er unterließ es, die Schlußfolgerung zu ziehen, nämlich die allgemeine Besprechung beim Ausruf seines Gehaltstitels mit einem progrannnatischen Vortrag zu eröffnen, der die zum Wort spekt, wenn man erfährt, daß er über 300 Werke, darunter 21 Klavierkonzerte größten Stiles auswendig spielt und Bachsche Fugen nach jeder beliebigen Tonart transponiert. Heute ist er anerkannter Meister; in Sondershausen wurde er im Vorjahre zu einem Meisterkurs verpflichtet, die Kritik in England stellt ihn höher als den dort so vergötterten Paderewski. In Paris schrieb der „Figaro" über ihn, eine so großartige Wiedergabe des Beethovenschen Ls-cknr-Kvnzertes sei seit Rubinstein in Paris nicht zu Gehör gebracht worden. Und Auer bricht in den Ruf aus: „Verzeih der .Herr mir die Sünde, aber das ist wahrhaftig ein Rub.nstein redivivus!" In W en f ndef er begeistert, u Anklang: teujiiiid) mit gieicysqszinierendem Gelingen, musikalisch aber dem Virtuosen der Virtuosen Moritz Rosenthal überlegen, spielt er dort die Brahmsschen Paganinivariationen, ein Werk, das Schwierigkeiten auf Schwierigkeiten häuft. Dresden, Karlsruhe, unser Darmstadt sind einig über die Bedeutung des Künstlers. Ueber das auch bei uns zum Vortrag gelangende Klavierkonzert in B-molI von Tschaikowski urteilt die Breslauer Kritik: Tas effektvolle, mit technischen Blendern aller Art und einer unverwüstlichen Ausdauer rechnende Konzert ist ein Werk so recht nach dem Herzen des großen Publikums, an das es sich auch mit seiner farbigen Orchestriation und seiner sentimentalen slavischen Melodik wendet. Backhaus verschaffte dem Werk dank seiner stupenden Bravour und seines sprühenden Temperaments einen durchschlagenden Erfolg. Enthusiastischer Beifall ward endlos gespendet. — Nach alledem ist ein Kunstgenuß allerersten Ranges zu erwarten, den sich niemand entgehen lassen sollte. Wie vor einigen Wock>en mitgeteilt wurde, steht die eheliche Verbindung des Künstlers mit einer reichen amerikanischen Erbin bevor — wer weiß, ob Backhaus dem Kontinent erhalten bleibt, ob wir in absehbarer Zeit Gelegenheit haben werden, ihn wieder bei uns zu hören. * — D i e Verwitterung des Kölner Domes, die unaufhaltsam vorwärts schreitet, entsteht dadurch, daß die in der Luft befindliche schweflige Säure, ein Produkt des Rauches, in den Stein embrinflt und ihn zersetzt. Die Schutzmittel hiergegen bestehen darin, daß der Stein entweder mit einem wetterfesten Anstrich versehen oder mit einer chemischen Lösung getränkt wird, wodurch er gegen die Säure unempfindlich wird. Auch in London hat man an verschiedenen historischen Bauwerken die zerstörende Wirkung der schwefligen Säure erfahren. Professor A. H. Church gemeldeten Abgeordneten von vornherein darüber aufklärt, wie er sich zu jeder einzelnen Frage stellt und wessen sich die einzelnen Beamtenklassen von ihm zu versehen haben oder nicht. Es würde sich ein solches Verfahren auch sonst für die Etatsberatung empfehlen; wenn man den Volksvertretern auch nicht die Entsagung zumuten will, daß sie hie und da ihre Namen von der Rednerliste streichen lassen, so würde sich doch manche Frage aus den Debatten ausscheiden lassen und manche Rede kürzer werden — vielleicht! Noch eine Erklärung bekam man vom Bundesratstische zu hören. Herr Twele, der Unterstaatssckretär und Verweser des Reichsschatzamts, nahm bei der Eröffnung der Sitzung das Wort zu einer Antwort auf die Frage, w a nn der Reichstag die Einbringung der Besoldungsvorlage zu erwarten habe. Seine Antwort war keine Antwort; denn daß die Sache schwierig sei, und daß sie die Ressorts durchpassieren müsse und daß man den Wunsch habe, die Vorlage recht bald eingebracht zu sehen, war nicht gerade das, was Reichstag und Beamtenschaft zu hören verlangen. Der Rede kurzer Sinn war der, der Zeitpunkt der Einbringung ist völlig ungewiß. Da stellte denn hernach der Abg. Hamecher eine bestimmtere Frage; er richtete an den Unterstaatssekretär das formelle Ersuchen, mitzuteilen, ob die Vorlage wenigstens noch in dieser Wintertagung erscheinen werde. Herr Twele saß am Bundesratstisch, und Herr Twele schwieg. Keine Antwort ist leider auch eine Antwort. Stimmungsbild aus dem preust. Abgeordnetenhaus. Berlin, 14. Februar. War es der Gedanke an die Sonntagspause, die diesmal zwei Tage dauern sollte, oder war es ein Llbslauen des Interesses, was den dritten Tag der Kultus-Debatte im Abgeordnctenhause so friedsam verlaufen ließ? Glatt strömten die Wogen parlamentarischer Beredsamkeit dahin, zu glatt, um die Aufmerksamkeit zu fesseln. Kein Elan in den Reden; dafür das sichtliche Bestreben, kurz zu sein. Ein Bestreben, das niemand tadeln ivird. Noch am interessantesten war die Rede des Konservativen Stroßer, die an nationalem Eifer ersetzte, was ihr an neuen Gesichtspunkten abging. Herr Stroßer knöpfte sich die Polen vor: Auf ihre Klagen über die Feindseligkeit der Deutschen pfropfte er eine Parallele zwischen der Behandlung, die die deutschfeindlichen Polen von den Deutschen, und die Behandlung, die die friedfertigen Ruthenen in Galizien von der dort allmächtigen Szlachta erfahren. Die Sache ist nicht neu, aber wahr, und die Polen schwiegen fein stille. In der Tat ist nichts so geeignet, die Unehrlichkeit der Klagen der preußischen Polen zu illustrieren, wie der Hinweis auf die schändliche Vergewaltigung der galizischen Ruthenen durch die stammverwandten Polen. In der weiteren Debatte war noch eine Rede des Freisinnigen Hoff- Kiel bemerkenswert, der, selbst ein Lehrer an5 der materiellen und sozialen Not des Lehrerstarides, die vielbeklagte Not der Schule, den Lehrermangel und die pädagogisch so unheilvolle Ueberfüllung der Schulen mit Recht ableitete. Pestalozzis Geist möchte der Friese wieder im Kultusministerium herrschen sehen, dann, hofft er, wird auch der preuß. Volksschule ein neuer Lenz erblühen! Ach ja, Pestalozzis Geist in einem preußischen Kultusministerium! Das war einmal, in Falks Tagen und vielleicht hier und da auch noch zu Goßlers Zeiten. Aber seitdem? Und ist unter Holle, dem Widersacher der Volksbildungsgesellschaft, denkbar, was unter Studt ein Ding der Unmöglichkeit war? Mühlers Geist herrscht in unserer Unternichtsverwaltung — wo ist der Mann, der ihn mit kräftigem Exorzismus austriebe? Ein interessantes Moment bot die Debatte noch: hat nun bei dem Kapitelhause in Westminster das Barytverfahren angewandt. Hierbei wird Wasser mit Baryumhydrat (80 Prozent) gemischt und mehrere Male auf den Stern aufgetragen. Dadurch wird er gleichsam neu zementiert. Wie die „Bauztg." berichtet, sind die Erfahrungen, die man hiermit gemacht hat, bts jetzt sehr befriedigend. C. K. (Jin juristisches Musenm. Aus Paris wird berichtet: Der Justizpalast wird nun, gleich der Polizeipräfektur, sein eigenes Museum haben, in dem die Fülle interessanter Akten und Gegenstände, die geschichtliche oder kulturgeschichtliche Wichtigkeit haben, vereinigt und der Ocffentlichkeit und der Forschung zugänglich gemacht werden soll. Eine Organisationskommission ist bereits von der Gesellschaft der Juristen ernannt und sie wird schon in allernächster Zeit mit den Arbeiten beginnen. Der Gedanke der Gründung eines juristischen Museums, das gewlssermaßen das Kriminalmuseum ergänzen wird, ist schon seit längerer Zeit von mehreren Juristen angeregt worden, die nun rhr Ziel erreicht haben. ipc. Zur Freiheit der Kritik. Die Parifer Schriftstellerin Reg ine Martial hatte eine Schadenersatzklage gegen den Theaterkritiker des /Slatin" erhoben, welcher nach ihrer Behauptung das von ihr verfaßte Stück „Sacha" in rmgebnhrlrcher und über die berechtigten Grenzen der Kritik hurausgehenden Weise heruutergerlssen haben soll. Regine Martial betrachtete diese Kritik als Ursache ihres Mißerfolges. Vom Gerichtshöfe wurden Sachverständige vernommen und die Schriftstellerin jchlreßlich mit ihrer Klage abgewiesen. — K l ern e Kun st ch ron ik. Da? „B. T/ kann die schon früher gebrachte Nachricht bestätigen, daß die Tagebücher des Geheimrats Hinzpeter auf Wunsch des Verstorbenen v e r- brannt worden sind. — Beim nächsten Shakespeare-Tag den die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft am 23. April in Weimar abhält, wird der Göttinger Vro'essor Lorenz Morsbach die Festrede halten. Auch ist die Ausführung eines Shakespeare-Stückes im neuen Weimarer Theater in Aussicht genommen, dessen stattliche Vordcrbiihne gerade für Shakespeare-Darstellungen besondere Vorteile bietet. — Trotz ungenügender Darstellung, die das Publicum wiederholt zu Mißbilligung hinriß, sanden Sudermanns „Rosen" im Ärgentinatheater zu Rom eine warme Aufnahme. Die Übersetzung rührt vom Grafen Nani her. Die Besprechung der Interpellation Schissa-Viereck, die die schleunige .Heranziehung der Mitglieder des Kgl. Hauses, der Standesherrcn, Staatsbeamten und sonstigen kommu- nalstenerfreicn Personen zu den Bolksschullasten forderte. Ohne Unterschied der Partei war man sich einig über die ^Notwendigkeit, diese Kreise zur Tragung der VolksschuL- lasten heranzuziehen, und auch die Regierung konnte sich dieser Erkenntnis nicht verschließen. Aber sie zaudert noch, an die heikle Frage sich heranzmnachcn, und sie verschanzt sich hinter formale Gründe: Erst mit der Neuregelung des Kommunaläbgabengesetzes töiute man über die Schulunterhaltungspflicht der „privilegierten Stände" unb der Beamten neue Bestimmungen erlassen. Ein Standpunkt, der sich am Ende vertreten läßt. Aber nur dann, wenn die Regierung mit der Kommunalsteuerreform bald Ernst macht! Hoffenwirs! Herr v. Kracher, der arbeitsame, wollte am Samstag weiter verhandeln. Das Haus wallte anders, uiid so einigte man sich auf den Montag als nächsten Sitzungstag. Ob wohl viele kommen werden? Deutsches Reich. Berlin, 14. Febr. Zu der in wenigen Wochen bevorstehenden Mittelmeerreise des Ka isers wird aus Kiel berichtet: In Venedig geht das Kaiserpaar an Bord, um zunächst auf Korfu Aufenthalt zu nehmen. Die Kaiserjacht „Hohenzollern" tritt am 26. Februar von Kiel die Ausreise nach dem Mittelmeer an. — StaatssekretärDernburg wird nach Angabe einer hiesigen Korrespondenz feine Reise nach Deutsch- Südwestafrika im Juni antrelen und von dem früheren Bezirksamtmann von Swakopmund, Dr. Bongard, begleitet sein. — Die Bestimmungen des Vereinsgesetzes über die Versammlungen unter freiem Himmel wurden in der Reichstagskommission im wesentlichen nach den Anträgen der Freisinnigen angenommen. — Durch Verfügung des Gouverneurs von Schuckmann ist vom Geburtstage des Kaisers an die Kriegsgefangenschaft der Hereros aufgehoben worden. — Zu den in der Presse bereits erörterten Abänderungen des voraussichtlich im März dem Reichstage zu- gehenden Gesetzentwurfes über die Zivilprozeßreform erfährt die „9L.-Z." von unterrichteter Seite weiter, daß auch im Bundesrate eine Bestimmung auf Annahme zu rechnen hat, nach der die Gebühren der Anwälte in Berufungssachen um s/io des bisherigen Tarifs erhöht werden sollen. — Tie Sozialdemokratie veranstaltete am Dienstag den 13. d. M. in und um Berlin M a s s e n v e r s a m m l u n g e n gegen das neue Reichsvereinsgesetz. Köln, 14. Febr. Zum Wechsel im Reichs s chatz- a m t meldet die „Köln. Volksztg.", man unterhandele jetzt m i t e i n e r h o ch a n g e s e h e n e u P e r s ö n l i ch k e i t, die früher dem Bundesräte angehörte, zwecks Ucbcruahme des Reichsschatzamtes. Die Persönlichkeit stellt aber Bedingungen, über die bisher eine Einigung nicht erzielt werden tonnte. Diese Bedingungen zielen auf eine selbständigere Stellung des Reichsschatzsekretärs ab. — Zu dem © t u b i u m des Kronprinzen an der Technischen Hochschule zu Charlotten bürg bemerkt die „Köln. Ztg.", daß die tiefere Bedeutung dieses Vorganges darin zu suchen sei, daß man es mit einem Ausgangspunkt für eine Wandlung in der Erziehung der Staatsbeamten im allgemeinen ansehen müsse. Ein neuer Pfad sei gangbar gemacht und damit auch eine Setzlinie für jeden, der sehen wolle. Straßburg (Elsaß), 14. Febr. Auch die Schulbehörde hat jetzt allen katholischen Schülern den Besuch der Gottesdienste des Pfarrers M a n - s e y in Ars wegen seiner bekannten Kaiserpredigt untersagt. Bamberg, 14. Febr. Landtagsavgeordneter Pfarrer Grandinger hat die Befolgung des Befehles des Erzbischofs Albert, in der Schulfrage nicht mit der liberalen Partei zu stimmen, ab gelehnt, da es sich um einen nicht kirchlichen Befehl handle. Auch gegen den Pfarrer Grandinger steht nunmehr die kirchliche Maßregelung bevor. München, 15. Febr. Gestern nachmittag kam es wieder in großem Umfange zu Demonstrationen an der Universität gegen den Professor der TheologieBardenhewer. Der Rektor mußte wiederholt einschreiten, um die erregten Gemüter zu beruhigen. Wie ein Augenzeuge berichtet, drohte der Rektor schließlich sogar mit Polizeimaßnahmen. Die freiheitlich gesinnte Studentenschaft wird dem Professor Schnitzer einen Fackel- zug bringen. _________________ AusLanS. Wien, 15. Febr. Hier waren gestern abend Gerüchte verbreitet, daß der Schah von Persien einem Atteiuat zum Opfer gefallen sei. Bis in die f r ü h e n M o r g e n st u n d e n des heutigen Tages war jedoch eine Bestätigung dieser Nachricht nicht zu erhalten. Amsterdam, 14. Febr. In der hiesigen Diamantindustrie sind zurzeit 4500 von den 8000 Arbeitern arbeitslos. Brüssel, 14. Febr. Deutschland ratifizierte heute die Brüsseler Zusatzakte vom 28. August 1907 und das Protokoll vom 18. Dezember 1907 über den Beitritt Rußlands zur Brüsseler Zuckerkonvention. EiseubahB-Zeitnrrg. Frankfurt a. Bi., 14. Febr. Heute fand eine Besprechung zwischen Ministerialkommissareu und Mitgliedern von den Direktionen der preußisch-hefsischen und der süddeutschen StaatS- bahncn statt. Es handelte sich, laut „Frankfurter Zeitung", um Tarifangelegenheiten. Gießener Strafkammer. ) ( Gießen, 14. Febr. Fahrlässige Transportgefährdung. , der Frühe des 22 Oktober vorigen Jahres wollte der bei dem Müller Ch zu Lollar beoieiiftcte Knecht M. N. aus Leuncrtowitz Schlesien) einen mit zwei Pferden bespannten Mistwagen ins Feld fahren Er halb dn in der Nähe von. Daubringen bet dem Dausterschen Steinklopfwerk bnutblidM Uebergangsstelle der Bahn strecke Lollar-Londorf u pa>fie. n die nicht mit .Schranken versehen ist. Tas Gejährt wurde von dem herannatzcndcn Zug erfaßt, die Weichsel wurde abgebrochen und das eine Pferd ein Stück Wegs geschleift, baß es auf der Stelle tot blieb. Tas Zugpersonal brachte den Zug zum Stehen, der dann mit einer Verspätung von fünf Minuten weiterfahren konnte. Der unter Anklage gestellte Knecht bestritt vor dem Schöffengericht jedes Verschulden, indem er angab, er habe an der in der Nähe des Bahnkörpers befindlichen Warnungstafel gehalten und sich nach beiden Seiten umgcsehen. Es sei weder ein Zug zu sehen gewesen, noch habe er ein Läuten wahrgenommcn. Er fuhr dann weiter, das Sattclpfecd am Zaume führend, bis auf die Schienen, wo er sich noch einmal umsah. In der Richtung nach Lollar sei der Zug nun auf eine Entfernung von 20 bis 30 Schritte herangekommen und habe er zuerst beabsichtigt, noch durchzufahren. Er gab dies jedoch auf und versuchte, die Pferde zurückzudrängen, indem er ihnen von vorne auf die Beine schlug. In diesem Augenblick sei er auf die Seite geschleudert worden und verlor die Besinnung, so daß er keine weitere Beobachtung machen konnte. Als er wieder zu sich kam, und ausstand, lag das eine Pferd mit der abgebrochenen Deichsel tot auf den Schienen und das andere lief im Feld umher. Durch den starken Nebel habe er das Herannahen des Zuges nicht gemerkt und Läuteii wegen dem Lärm der im Betrieb befindlichen Steiubrechmaschine überhört. Ta die Angaben des Angeklagten nicht zu widerlegen waren, hielt das S ck> ö f f enge r i ch t k e i n V e r s ch u l d e n für nachgewiesen. Nack den Angaben des Lokomotivführers, war der, Nebel so dicht, daß man kaum 30—40 Meter wett sehen konnte. Wenn der als Sachverständiger vernommene Vertreter der Eisenbahnbehörde auch angab, der Angeklagte hätte die Laterne der Lokomotive schon auf 50 Nieter Entfernung sehen müssen, so wäre dies dem Gerichte doch fraglich, da der Angeklagte vorzugsweise fein Augenmerk auf sein Gefährt gerichtet hatte, wozu er beruflich verpflichtet ist, so daß er das Herannahen des Zuges nicht merkte. Tie ungünstige Lage des Uebergangs, der Samt der im Betrieb befindlichen Steinbrechmaichine und das Geräusch des eigenen Gefährts haben zu dem Unfall beigetragen, für den der Angeklagte nicht haftbar gemacht werden kann. Es hob ausdrücklich hervor, daß der Angeklagte alles getan hat, was in seinen Kräften stand, um einen Unfall zu verhüten und daß er nicht habe voraussehen können, daß durch, seine Handlungsweise ein Zug gefährdet würde, was Voraussetzung znr Bestrafung ist. Tiefes Urteil wurde von der Staatsanwaltschaft auf Anregung der Eisenbahnbehörde angefochten, da nach Ansicht der Letzteren, der dichte Nebel und der Lärm bei dem Uebergaitg, den Angeklagten zur besonderen Vorsicht hätte veranlassen müssen. Ter Vertreter der Staatsanwaltschaft erklärte, Daß er im öffentlichen Interesse dem Wunsch der Eisenbahnbe- hörde nachgekommen fei damit auch ein höheres Gericht Ge- legeiihnt hat, in der Sache eine Entscheidung treffen zu können. Er hielt die in erster Instanz beantragte Geldstrafe von 50 Mark für entsprechend. Tas Gericht schloß sich dem erstinstanzlichen Urteil, unter Bestätigung desselben, an, indem es weiter ausführte, daß der Eisenbahnbetrieb ohne Schranken zwar mit großer Gefahr verbunden ist; da dieser aber zugelassen sei, müsse sich auch das Publikum darnach richten. Im vorliegenden Falle habe der Angeklagte alles getan, was die Bahn vorschreibt, weshalb eine Bestrafung nicht eintreten könne. s. Marburg, 14. Febr. Dc« t r a ff am m e r Verurteilte heute im> Wiederaufnahme-Verfahren den Fruchthänd- ler Köhler aus Lützelwig, der sich von eüienv Gläubiger einen Wechsel auf 169,40 Mk. unterschreiben ließ und diese Ziffer in 1869,40 Mk. uinanberte, wegen Wechselfälschimg und Betrug zu sechs Monaten Gefängnis. Berlin, 14. Febr. Heute vormittag begann vor dem Schwurgericht des Landgerichts I die Verhandlung gegen den ehemaligen Studenten Demetrius Mirsky, der unter der Anklage des Verbrechens gegen das Spreng st offgesctz steht. Im November v. I. wurde Mirsky in einer Pension in der El- 1 aff er Straße verhaftet. Er steht unter dem Verdacht, einer russischen Terroristenbande anzugehören und man fand auch bei ihm einen Koffer mit doppeltem Boden. In diesem Koffer wurden von der Kriminalpolizei eletlrische Apparate entdeckt, wie sie zum Entzünden von Sprengstoffen benutzt werden. Ter Angeklagte, der aus der Untersuchnngshafr vorgeführt wird, macht einen etwas verfallenen Eindruck. Er betritt den Anklageraum in gebeugter Stellung. In den letzten Tagen litt er an Tobsuchtsanfällen. Die Vernehmung des Angeklagten über seine Personalien gestaltet fich sehr umständlich. Er will nicht wissen, wie er heißt, wo er geboren ist und wer seine Ettern sind. Sein Alter gibt er auf 26—27 Jahre an. Auf Gerrchtsvefchluß wurde die Verhandlung vertagt, weck nach dem Gutachten der Sachverständigen Zweifel an feiner Zurechnungsfähigkeit bestehen. Mirsky soll noch einige Zeit auf seinen Geisteszustand hin beobachtet werden. R Flensburg, 14. Februar. Ter Musketier Zeglalis, der als Adveuust trotz erhaltener Vorstrafen die Samstagsarbeit ver- »veigert, wurde vom Kriegsgericht zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Universitäts-Nachrichten. — Ter Oberlehrer an der Kgl. Baugewerkschule in Kassel Dr.« Jng. Rudolf Saliger ist als außerordentlicher Professor der Baumecharnk und des Eijenhochbaues an die deutsche Technische Hochschule in Prag berufen worden und wird mtt 1. März das neue Lehramt übernehmen. — Exzellenz Professor Tr. Ernst Haeckel in Jena vollendet am 16. d. MlS. das 74. Lebensjahr. bo. Die Besoldungen und Remunerationen an den preußischen Unioerjitäten für das Etats- fahr 1 908. 4 691 805 Mk. beträgt der Besolduirgsfouds der Prosefforen unb Lehrer an den 11 preußischen Universitäten (einschließlich Bralmsberg) für das Etatsjahr 1908 (gegen 4 643 796 Mart un Vorjahre). 4 327 282 Alk. (gegen 4 312 072) beträgt die Lumme der zahlbaren Besoldungen, 3b4 5^3 All. (gegen 331 723 Mark) sind zur Ttsposition gestellt. Tie p h i l o s o p h i s ch e tt Fakultäten mit 359 ordentlichen und 230 außerordentlichen Pro- sesjoren, einschließlich den Abteilnngsvorslehern an Unioersitäts- Instituten eriordern 2 383 900 Mk. Auf die >n e d i z i n i s ch e n Fakultäten, die 124 Ordinarien und 131 a. o. Professoren und Ab- teilungsvorfteher zählen, entfallen 784 750 Mk. Es folgen die j u t i |t i j et) e n Fakultäten mit 84 ordentlichen und 38 außerordentlichen Professoren. Für diese sind 511 268 Alk. vorgesehen. Tie Belolbnng der 67 Ordinarien und 33 Extraordinarien in den evangelisch-theologischen Fakultäten beträgt 430 099 Alk. LchUeßlich kostet die Erhaltung der 4 k a t h o l i s ch - t h e o l o g i - I ck) e n Fakultäten mit 28 ordentlichen und 14 außerordentlichen Professoren 141 800 Mk. Auf die einzelnen Universitäten verteilt sich die Gesamtsumme der Besoldungsionbs wie folgt: Königsberg 402 ;,90 Alk., Berlin 95u 600 Alk., Greiiswalb 332 950 Mk., Breslau 471800 Mk., Halle 429 950 Alk., Kiel 359 750 Alk., Göttmaeu 4o7 310 Alk., Marburg 337 250 Alk., Bonn 526 990 Alk., Münster 251 700 Alk., uiid das Lyceum Hosianmn in Braunsberg 46 750 Alk. Bon den 111465 Alk. die für bie Remnneratlon der Lektoren, Lprachmeister nsw. verwendet werben sollen, entfalle» ans Königsberg 114U0 Alk., Berlin 17 700 Alk., Greiiswalb 8100 Alk Breslau 12 650 Alk., Halle 15 700 Akk., Kiel 8670 Mk., Göttingen 10 99o Alk., Marburg 8700 Mk., Bonn 10 950 Alk., Munster 6300 Alk. und Brauns berg 3ü0 Alk. handel. ** Konkurse in Hessen, lieber den Nachlaß des Peter Adam VII., Steinichläger zu K le i n-S te i n h e i m wurde am 3. öebr. das ^ionkursveriahren eröffnet Gerichtstaxator Johannes Ni e berho s zu Offenbach wurde zum .Konkursverwalter ernannt. Nvnkursforderungen find bis zum 16. März bei dem Amtsgericht Offenbach anzumelvcn. - lieber das Vermögen der Firma F r i tz I n d e r w i e f c n in Bingen und deren Inhabers uiöcnoicien, ^chrechwawn Handlung in Btngen, Schmttt- Itro&c, wurde am u. Feor. das Koniursverfahren eröffnet. Rechts- cmiralt Rech in Bingen wurde zum' Konkursverwalter ernannt. Kvnkursforderüngen sind bis zum 28. Febr. bet dem Amtsgericht Bingen anzumeldcn. — lieber das Vermögen des mit unbekanntem Ausenthaltablveseuben Johannes Gölz I. aus Mörlenbach wurde am 6. Febr. das Kvnkursverfalfren eröffnet. Ter seitherige Abwefenlfeitspfleger Abraham Schmitt II. zu Mörlenbach wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 26. Febr. bei teilt Amtsgericht Fürth anzumelden. — lieber das Vermögen des Buchbinders Emil Körper in Fürfeld wurde am 6. Febr. das Kvnkursverfahrcn eröffnet, da zwei Gläubiger wegen Ueberfchuldung und Zahlungsunfähigkeit des Gemein- schulbners das Konkursverfahren über dessen Vermögen beantragt haben, Gem-einschuldner auch seine Ueberschuldung und Zahlung« Unfähigkeit an sich nicht bestritten hat. Rechtspraktikant Lahr in Wöllstein wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs- fotberungen find bis zum 25. Febr. bei dem Amtsgericht Wöllstein anzumelden. — Die Hypothekenbank in Hamburg veröffentlicht im Anzeigenteil der heutigen Nummer ihre Bilanz ultimo Dezember 1907. Die Bank verteilt für 1907 eine Dividende von 9 Prozent; in den Jahren 1889 bis 1906 kamen nur 8 Proz. zur Verteilung. Vermischte». * E in „steinretcher" Student. Aus Jena wird berichtet : Zu einer lustigen Auktion kam es Ende voriger Woche in Ziegenhain. Zu einer Gruudsiücksversteigerung fand sich auch eine Schar lebenslustiger Jenaer Stnbenien em, von denen einer eifrig mitbot. Er erstand auch ein Grundstück, das 1600 Quadratmeter umfaßt und hoch oben auf der Kernberghöhe liegt, — dort, wo die Füchie sich gute Nacht jagen. Auper drei verkümnierten Bäumchen enthalt das Grundstück, das dein Studio 14 Mk. fofieic, nur Unkraut und Sterne. Ter neue Grundstücksbesitzer von Ziegenhain freut sich ob seines Erwerbes unb renommiert, bereits -fetzt cm „steinreicher Kerl" geworden zu jem. *Die böse Stiefmutter. In einem Torse des Kreises Schabrinsk (Rußland) lebte em Witwer mit fünf Kindern. Kürzlich verheiratete der Bauer sich wieder mit einem jungen Weib, das die Kinder nicht leiden mochte. Sie quälte ihren Mann, er möge die Kinder fortgeben. Dem beständigen Drängen des Weibes gab der Mann nach und brachte drei seiner Kinder in der Stadt unter. Die Stiefmutter drang auch aus die Entfernung der beiden andern Kinder. In seiner Verzweiflung wußte der Bauer sich nicht anders zu helfen, als daß er an einem Frojttage die halbnackten Kinderchen auf einem Schlitten in den Wold führte nnb sie dort ihrem Schicksal überließ. Die Kinder wurden später erfroren au (gefunden. An den Spuren sah man, daß die Kinder dem davonfahrenden entmenschten Vater so lange nachgelaufen waren, bis ihre Kräfte versagten. Kleine Tageschronil. Als in der Bäder gaffe zu Kassel eine Frau zum Anfachen des Feuers Petroleum verwendete, explodierte die Pc-- troleumtanne und setzte die Kleider der Frau in Brand. Diese erlag wenige Stunden später ihren Wunden. Beim Fällen einer Rieseneiche wurde bei Stormbruck in Waldeck der 80 jährige Grundbesitzer Biederbick vor den Augen seiner beiden Söhne, die den Baum fällten, getötet. In Sonder nach bei Metzcral im Eifaß wurde die 21- jährige Marie Oberlin erdrosselt aufgefunöcn. Als der Tat verdächtig wurde ein Wirtssohn aus dem Torfe verhafiek, der mit dem Mädchen ein Verhältnis unterhalten hatte, dessen Folgen wohl die Veranlassung gebildet haben können. In Glogau wurde der Oelmühlenbesitzer Getzel, der kürz-- lich fallierte und 11/2 Millionen Mark Verbindlichkeiten hinterließ, tot aus der Oder gezogen. Ter Gemeinderat von London hat beschlossen, einem F r l. Nightingale in Anerkennung ihrer großen Verdienste auf dem Gebiete der Philanthropie unb der Krankenpflege das (£1) re n bürge rrecht der City zu verleihen. Tie Urkunde soll ihr in einem kostbaren, goldenen Kästchen überreicht werden. Tie einzige Frau, die sich fünft noch der gleichen Auszeichnung rühmen durfte, war die bereits verstorbene Baronin Burdett Coutts, eine Freundin von Miß Nightingale. Man meldet aus Pietermaritzburg: Auf der Glencoe-Kohlengrube sand eine Explosion von Gasen statt, wodurch 12 Europäer und 40 Eingeborene verschüttet wurden. Die Fahrstuhlmaschinerie flog in die Luft. Ein heftiger Tornado suchte verschiedene Teile der nord-- amerifan. Substaaten heim. B^ Tyler (Texas) wurden mehrere Personen getötet. Auch in yatneduurg un Staate Mississippi richtete der Tornado große Verheerungen an; die Ortjchast Meß 0 il 1 e ist zerstört. Fanrilien-Nachrlchten. Verlobte: Fräulein Eleiuemuie Stein m Hungen mit Henn Ludivlg StrauB in Frankfurt a. Ai. — Fräulein Ellje Strait in Bernshaujen mit Herrn Johann Weppler in Schlitz. Gestorbene: Fräulein Dorochea Kunze m Friedberg. — Herr Wilhelm Schwarz, Semluarlehrer 1. P., in Büdingen. — Frau Karolme Nagel, geb. Knierim, ui Alsfeld. Die nach- A p r 7 t P sintl ^ODntaS den 16. Februar stehenden Äv i li l V vou 12 Lhr miuags bis 12 Lhr nachts nur iür dringende Fälle sicher anzutrett'en. |D15/, I>re Plocb, Asterweg 9. — Dr. Schliephake, Goethestr. 44 — JF. Wagoer, West-Anlage 51. Sonntag den 16. Februar 1908 ircoh nnthpkp nur von 4—9 Uhr nachmittags offen: nilDvlldpOlllünüi Giessen, den 15. Februar 1908. Grossh. Polizeiaiut, Reinhart. D“/i Tetetomsche üursteertcote des Giessener Anzeigers, mitgeteik vou der Bank litt Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, 15. Februar. 1.15 Uhr. 3%°l0 Reichsanleihe . . 92.70 3% do. . . 82.75 3J$°/0 Konsols .... 92.80 do 82.70 o>$°/e Hessen —.— 3>j°/0 Oberliessen . . . 92.00 4% Uesterr. Goldrente* . 99 20 4l/6 % Uesterr. 6ilbetreute 99.70 4% Ungar. Goldrente . . 94 40 4% Italien. Rente . . . —.— 3-6 Portugiesen Serie I 62.40 3-6 Portugiesen „ 111 62.90 4>6 °/0 russ.btaatsaul. 19Uo 94 20 4>6uy0 Japan, ätaatsanleibe 88.70 4-o Uonv. Türken von 1903 96.10 Türkeuiose 145.40 4-6 Griech. Monopol-Aul. . 49.50 4% äussere Argentinier . 86.60 d°/0 Mexikaner .... 65.80 4>au/o Chinesen .... 96.30 Aktien: Bochum Guss 199.00 Buderus E. W 112.40 Tendenz: fester. Elektriz. Lahmeyer . . . 120.20 Elektnz. Schlickert . . . 105.00 Eschweiler Bergwerk . . 205.70 Gelsenkirchen Bergwerk . 18400 Hamburg-Amenk. PaketL 119.60 Harpener Bergwerk. . . 198.60 La urah litte 216.00 >ordä. Lloyd .... 106.10 Obeischles. Eisen-Industr-ie 96.00 Berliner Handelsges. . . 159.00 Darmstädter Bank . . . 126.10 Deutsche Bank .... 236.25 Deutsch-Asiat. Bank . . 139.00 Diskunto-Kommaudit. . . 175.00 Dresdner Bank .... 138.25 Kreaitaktieu 201.90 Baltimore- und Uhio- EisenLuhn 81.70 Uottnardbahn — Lombard. Eisenbahn . . 25 64 Uesterr. titaaisbunu . . , 144.60 1 nuce-Henn-Eisenbaliu . 116.00 Berliner Canada K B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fester. Börse, 15. Februar. Anfangskurse. . . 142.70 Harpener Bergwerk. . . 198.20 . - —.— Laurahütte .....215.30 • . —.— ..uinbarden E. B. ... — . • 58.20 Xordd. Lloyd..... 106 23 • * 138.10 1 ürkenluse ...... 146.70 Heute verschied plötzlich unser inniggeliebter Gatte, Vater und Bruder der Giessen, den 14. Februar 1908, Giessen, den 15. Februar 1908. 01069 1 Ladeneinrtchtunj In tiefer Trauer [1027 330 3300 Wellen ounu81 kraße an der 10. Schneise. Gieren, den 11. Februar 1908 (B15 / t'ebrosr bis'18 Kaspar Becker u. Familie Wolfstr. 17, 15. Febr. 1908. 11,8 2890 2070 eu Unen fc *’ ^eubabu UUiUUUU • ir, l-lb uhr- dinieyer • • buckel • rci Stormbrud ii bick vor dcn Äuzi eu, getötet. QB wurde die 2. ejunöen. Als k m Dorje mH« lallen halte, M n können. r tießei, Der für? :binbLid)ftiten hin- bake, Goethestr. -tobt unter. Die lun9 der beiden nutzte der Battet ^inem Zroittage Mitten in bett ll überließ. Tic llnden. An den davonfahrenden i waren, bis ihre •tüss in Lildingen. - Beerdigung: Montag, den 17. Februar, nachm. 2 Uhr in Wieseck vom Hanse des Töpfermeisters Kessler ab. beschlossen, einem großen Serbien fte Arankenoflege bas en. Tu lltbinb en übetre'ubt w bet gleichen Än-- »erslorbene Aaronir htingale. Der AeneoeMl^ statt, wodurch i- r|d)littet wuitä enc Teile der mit' ■051 wurden vichtkN in Staate 9li|lW ;■ dieOrtjch-I' stau zum Anfa-bie biertc die i!t< in Brand. Tw: Familie Handloser, Lokomotivführer Familie Stäbe. Gießen (Buddestr. 11) u. Wieseck, d. 14. Febr. 1908. Die Beerdigung findet Sonntag, den 16. Febr., nachm. 31/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus, statt. Walltorstraße 6, Darmst. Haus " “"ia,.1 Ladentheke, :mem Torfe des «twer mit ;J?. wieder mit leiden mochte Ltni)er fortgeben Die Beerdigung findet Montag den 17. Febr., nachmittags 3 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. Versteigerung. Montag, den 17. ds. ä)itet., nachm. L'/,. Utir sollen dahier rlcüte Bank für Holzversteigerung in der fürstlichen Lberförsterei Lich. Dienstag, dcn 25. Februar, vormittags S'/r Uhr, in dcn Distritten Graudorn und stonAebütjl: Scheiter, Rmtr.: 238 Buchen, 8 Eichen, 4 Aspen: Knüppel, Rmtr.: 228 Buchen, 90 Eichen, 3 Shef.; Stöcke, Rmtr.: 88 Buchen, 30 Eichen, 4 Kiefern: ReiShvlz-Wellen: 4200 Buchen, 1O4O Eichen. — 2 Buchen Abschnitte von zirka 50 <-m Mrttcndurchmener und zirka 6 m Länge: 12 Eichcnstangcn und 2 Langwtedcnstangcn zn Deichseln und Langwieden geeignet Dte Zusammen tunst ist im Graudorn beim Häuschen. Bu/, iudelSoy' * ' Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Keller. 8 Handkoffer, 1 Bierbüssetsäulc, 1 Piaiw, 1 Pferd, 1 Buch (Handbuch f. Kaufleute>, 1 Partie Bauholz, 1 Partie Schuhmaren, Hausund Küchengeräte aller Art u. v. 2L zwangsweise gegen bar versteigert werden. 1026 Gienen, dcn 15. Febr. 1908. Seipel, Gerichtsvollzieher. Die Beerdigung findet Montag, den 17. d. Mts., nachmittags 2 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Todes-Anzeige. Heute Morgen 5 Uhr entschlief nach schwerem Leiden im Alter von 4 Jahren unser heißgeliebtes Söhnchen Wiiiy. 5 detia mitb be- üou.9ev Aoche n mi9'Qnbft^nu; M- b,tet otKümmeö r Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Entschlafenen sagen wir Allen unseren herzlichsten Dank. Lang-Göns, den 14. Februar 1908. Familie Rompf. Versteigerung. Dienstag, den 18. ds. Mts., nachm. S Ubr versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 1. 1 Schuhmachersteppmaschine u. 2 Schneider-Nähmaschinen. 2. 1 Pferd, 3 Drehbänke, 23 Handelswagen, 1 Eisschrank, 30 m Schlauch, Betten, SovbaS, Vertikows, Stühle, Kleioer- schränke u. s. w. Die Versteigerung zu 1 findet bestimmt statt. (1028 Born, Gerichtsvollzieher. Fichten- und Kiefern-Wellen. Die Zusammenkunft ist Mittags 12x/2 11hr am Pflanz- Hainbuchen-Rundscheichol. Erleu-Ruridscheitholz, LÜesern-Rundscheuholz, Buchen-Knüppecholz, Eichen-Knüppecholz, Hambuchen-Knüppelholz, Erlen-Knüpvelholz, Kiesern-Knüppelholz, Ftchten-Änüvpelholz, Buchen-Stockholz, Eichen-Strckholz, Erlen-Stockholz, Kicsern-Stockholz, Fichten-Stockholz, : Buchen-Reisig, Eichen-Reisig, Erlen-Reisig, Kiefern-Reisig, Fichten-Reisig. Holzversteigerung. Mittwoch dcn 19. d. Mts. wird in hiesigem Gemeindewald folgendes Holz versteigert: Vorbeugungs-Mittel gegen Bnffäuegiza. Corfu, tief roter kräftiger Rotwein, das Beste für Lkranke und Rekoiwaleszeutett, pro Flasche 1,80 M?. sowie ein vorzüglicher spanischer Xatua-Motwein von angenehmer, milder Süße, schrgeeignetz. Glühwein, pro Flasche 1 2)kk. empfiehlt 1003 Joh. Seibel Ludwigsplah. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Donnerstag, den 20. Februar 1908, vormittags 9> Uhr beginnend werden in den Waldungen der Stadt Gietzen in den Distrikten Studenten,chlag und Aunabcrg versteigert: 1 Ahornstmmn mit 0,lä Festm., 25 Esckensiämme mit 4,52 Festm., 15 Eschen-Derbjtangen mit 0,81 Festm., 175 Jichten-Derbstangen mit 16,56 Festm., IN Rmtr. Buchen-Scheitholz, garten. Großen-Linden, 14. Februar 1908. Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. [1016 Stildtislher WohMWSlllilhiveis (Sieben. Gartenstrafic 2, Zimmer 2. lGeschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Es sind zu vermieten: 2 Wohnungen von 8 Zimmern, 1 Wohnung von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 6 Zimmern, 5 Wohnungen von 5 Zimmern, 13 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern, 2 Wohnungen von 3 Zimmern mit Laden, 1 Wohnung von 2 Zinunern, 5 möbl. Zimmer, 1 Werkstatt. Zu mieten gesucht: [B1*/, 1 Billa von 10—12 Zimmer, 35 Wohnungen von 1—8 Zimmern. LMM MMnlilhmis AM. Garteustrafie 2, Zimmer 2. Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Wärter, 1 Kellner, 5 Dienstmädchen, 1 Küchenmädchen, 4 Tabat- entripperinnen, 3 Ztgarren- bczw. Wickelmacher, 1 Spüwursche. Lehrlinge: 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Koch, 1 Drucker, 1 Färber, 1 Tapezier. b. bet auswärtigen Arbeitgebern: 1 Wagner, 1 jüngerer Spengler, 2 Friseure, 3 Maschinenschlosser, 2 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Schmied, 1 Spengler. Es suchen Arbeit: Bu/a 1 Installateur, 1 Schuhmacher, 1 Buchbinder, 1 Fuhrknecht, 2 Polsterer und Tapezierer, 2 Schreiner, 5 Zigarcenmachcr, s Arbeiter, 2 Hausburschen, 4 Lausfrauen, 1 Laufmndchen, 2Wasch- irauen, 1 Zeitungöträgerin, 1 Putzfrau,_____ Todesanzeige. Heute morgen 3*/? Uhr verschied sanft nach langem, schwerem Leiden, unsere liebe Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter Katharine Kehler, geb. Becker im Alter von 73 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Meininger Familie Kessler Rm. Fichten-Nutzknüppel, 3 Mtr. lang „ Kiefern-Rundscheit , „ -Knüppel „ „ -Stöcke „ Fichten- „ „ „ -Knüppel Todes-Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten dieschmerz- licheAtitteilung, daß unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter [1032 Elise irgnle Beeter ft, geb. Eis gestern Abend 6y2 Uhr sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Adele Freifrau v- Buseck geh. Müller v. Noidegg Otto Freiherr1 v. Buseck, Oberleutnant Emiä Freiherr v. Buseck, Oberst a. D. K Ihi imnijeteit Bismarckftraffe 45, 7-Zimmcr - Wohnung mit allem Zubehör zum 1. April zu Derrn. 227] Näheres Löbersiraste 10, y. 6 Zimmer Ludwigstraffe 52, (862 Sch. 6-Zimmer-Wohn. mit Zubeh. per 1. Avril zu vermieten. 9iah. Liebigstr. 62(2 Trep.), o. 10—3 Uhr Schnlstr. 6 | die 1. Etage, 6 grosse, H helle Räume, nebst Küche B u. Zubehör, alles im besten W Zustande, per 1. Juli zu M vermieten. Näheres im ß Laden bei [01021 Q A. tioldschmidi, | Schulstrasse 6. B G Zimmer-Wohuung mit Zuhehör per 1. Juli zuverm. 871)______________Lubwigttr. 26. ArS-Mage k. f Wohnung mit Laderaum u. sonstig. Bequemlichkeiten per 1.3lynll9u8 cd. irüher zu vermieten.34 | ö Zimmer | Maiyarociuvoy^ung auö 5 Zimmern bestehend, mit Heiz und Leuchtgas, sowie elektr. Leitung versehen, per 1. April an ruhige Leute zu vermieten. 1000]___________Seilersweg 35. Roonstraffc 30, 11. Stock, schöne 5-Zinrmer-Wohnung per 1. April zu verm. Nah. part, t0*071 Wegzugsh. geraum. 5-Zimmer- Wohn. mit Zubeh. Gartenlaube u. Bleichpll z. verm. Schlllerfrr.7. Roonstraffe 33, schöne, geräumige 5 - Zimmer Wohnung mit allem Zubehör veriestnngshalber per 1. April zu verm. Nup. baselbsi Parierre. 10010 Nord-mniagc 20, 5-Züuuier-Woguuug zu verm. 305] Nah. Loberirr. 10, pan. 115] 5-Ztmmer-Wohnuua mit Zubehör, Gas- unO elektr. Licht, sofort oder spater preiswert zu vermieten. Näh. Bleichjiraste 20. Blcichftraffe 11 schöne Fimi-Zimmerwohnung im 2. Stoa per 1. April zu verm. 356] Näheres Liebig,trage 61. Ecke Stein- u. 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