Die heutige Nummer umfaßt 10 Selten. Wählern A nitz Ich weiß. Burschen, den man Sehen mir uns nur . „Sehr erfreut, Jb Nutzbolzdcv oft “i41 10- März itoti Nr. 53 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiehenrrHamiltenblätter; »wennal wöchentl.Ureis- blott für öen Kreis ©iefjen (Dienstag und Freitag); zweimal monall. Landwirtschaftliche Seitfrazen Fernsprech -Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse iür Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesmunmer bis oornuttags 10 Uhr. ♦ Fasching« Tcks Leben ist ein Mummenschanz, Und um das goldne Kalb dreht srch tut Tanz Der Mensch, geschminkt mit Flittern blank und bunt. Ein Ballsaal ist das ganze Erdenrund Boll Staunen trittst du in den Kreis hrnem. Doch alles ist nur Trug und eitler Schern; Tenn jeder trägt die Maske vorm Geslcht. Ten wahren Menschen aber siehst du nidjl. Ter wahre Mensch, die Seele ist's, der Geist, Die Maske aber, was man Körper heißt, Und Rang und Stand der bunte Flitterstaat, Dem jeder sich in tiefster Ehrfurcht naht. Und ob ein Gaukler auch dahinter steckt, Du siehst es nicht, weil ihn die Maske deckt. Ohne Maske geht heutzutage nur der „Kanadier" unter dre Menschen, der noch Europens übertünchte Höslichteit nicht kennt; der gibt sich, wie er ist. Dafür wird er aber auch als ungebildeter, formloser Mensch von allen Maskierten über die Achsel angesehen und ihres näheren Umganges nicht gewürdigt. „Drum sind wir maskenlos in höherem Grade, Maskiert als jemals auf der Maskerade," heißt e§ sehr wahr in Jordans tiefsinniger Verskomödie .Durchs Ohr". „Die Maske fällt: es bleibt der Mensch, und alles Heldentum entweicht", sagt schon Rousseau, der,große Menschheitserzieher, und der geistreiche Ire Shaw schuf nach dieser Erkenntnis seine kleinmenschlichen Dramen von Heroen der Weltgeschichte, wie Caesar und Napoleon. Auch Goethe sagt einmal, daß sich der Mensch ohne Maske „entblößt von allen WWt von hier U :Ureni Kreis! SeiiJcL- m. stichrenHollw Reisig. Distrikt I. , 3!6 Rm. Meiiig; n. Reisig; Fichieu ABliiten von bcc. frauMcr Breli- i Gebühr, mholz von tat Pb ^1,ne ,ef, inh^9^, Noch nie hat Wahrheit, rein und nackt, , Ter Völker Sinn und Herz gepackt. Ibsen, der unheimlich scharfäugige Ausdecker des ununterbrochenen menschlichen Maskenspieles, sagt in einem seiner gesell- ^a ^^Eschen Dramen: „Nehmen Sie einem Durchschnittsmen- schkn.die Lebenslüge, so nehmen Sie ihm gleichzeitig sein Glück." Mit feiner schier dämonischen Geisteskraft führt der große nordische 4soet_ immer wieder und wieder diese bittere Wahrheit uns zu Gemüte, am konsequentesten wohl in seiner „W ildent e", die wir heute über acht Tage in unserem Stadtrheater mit einer der deutschen Bühnenkünstlerinnen sehen werden, mit Ger - vtu ^hsoldt, einer Darstellerin, deren kluge Augen ein Vollmaß von Geist und origineller Lebensbetrachtung bergen. Xoct) um diese bittere Wahrlwit zu erfassen, brauchen wir gar 'uajt |o tief zu schürfen wie Ibsen, der Eiferer gegen die „über» geschnappten Rechtschassenheitsfieberkranken". C ' 0?nz flüchtig die gesellschaftliche Konvention an. ~te 8u sehen", sagt man zu einem lästigen Besucher, den man am liebsten dahin wünschte, wo der Pfeffer wächst; „Ich weiß, daß ich aus Sic zählen kann", von einem Burschen, den man Nicht über den Weg traut. „Langen Sie zu, meine Herrschaften! r» beleidigen mich, wenn oie nicht mehr nehmen," flötet selbst die iparsamste Hausfrau beim Souper unb verfolgt mit Argus- 3^gen, ob vom Braten auch noch genug für den andern Mittag übrig bleibt. Und fo weiter, unb so weiter! Seinen Charakter, Gedanken, seine Fähigkeiten birgt jeher sorglich unter einer wvglichft günstigen Atas le. Wenn es anbers wäre, manche gute Be- «anntfajaft nähme ein jähes Ende, manche Ehe käme nie zustande. Wir dürfen aber auch darauf Hinweisen, daß es manchen unter uns auf das angenehniste berührte, wie wir nach Jahren wieder einmal in die alte Universität Gießen emgezogeii sind unb bie Ver- anbenmgen saheii, die sich im Lailfe ber, Jahre vollzogen haben. Die alten traulichen und heimischen Ltraßen frisch unb jaubec auf» qcputft unb doch erhalten in deni altertümlichen SchmiNier, mit dem Glanzpunkt der Marktplatzes und Kreuzplatzes und daran sich reihend ein schöner Kranz neuer Straßen mit herrlichen Gebäuden, dazu die wunderschöne Umgebung von Gießen. Ich flehe auch nicht an, es hier auszusprechen, daß das wohl alles, insbesondere auch die künstlerische und großartige Anlage des Theaters, die feder Welt- ftabt zur Zierde gereichen würde, em Werk des früheren Coer- bürgermelslers von Gießen gewesen ist, und daß wir alle anerkennen müssen, waS er aus dieser Stadl geniachl hat. (Tie Anlage des ^tadt- lheaters fällt in tue Amtszeit des jetjigeu Oberbürgermeisters Aiccum. ,?teb.) kleine Herren, ich würde denselben auch im allgemeinen Interesse, nicht in unserem Interesse gern auf den verantwortungsvollen Posten des ReichsschatzsetretärS gesehen haben, ich freue mich aber, dasz er abgewmtt. Tas Abwmken hat jetzt vielleicht keine besondere Bedeutung mehr, da bie Stelle bereits besetzt ist unb in absehbarer Zeit wohl nicht anberweit besetzt werben wirb; aber auch ioir trauen seiner Energie soviel zu, baß es ihm vielleicht gelungen wäre, nicht nur die Reichsfinanzrewrm durchzusühren, sondern damit auch in wohltätigster Weise für bie einzelnen Bundesstaaten zu wirken. Meine Herren! Ich darf Sie vielleicht in unserem Lande noch einige Schritte weitermbren, an Rauhenn vorbei, das ich heute mcht behandeln will, nach einem kleinen Orte in Oberhehen, bet jent wohl bie allgemeine Au merksamkeit auf sich ziehen wird. Ter erste Redner hat za schon darauf hmgewiesen, welche traurigen Berhättnisse nunmehr in Büdingen in den letzten ^.agen ein- getreten sind durch bie Falliterklärung des Bankhauses Wertheimer und semes Inhabers Simon Rothschild. Es ist das außerordentlich bedauerlich, bie Sache muß aber hier in bet Kammer verhandelt werden, weil wir an bie Staatsregieruizg mit ber ^rage heran« rücken mü, en, ob sie beim bort in ihren Beamten ihre Pflicht nicht versäumt hat bei ber Komrollierung des Bürgermeisters von Büdmgen. Bei diesem Simon Rothschild hat die Gemeinde Büdingen em Darlehen von 500 UW All. ausgenommen und hat 200 000 Alk. für ihren Schulbau verwendet; 100 000 Alk. hat sie glücklicher- iveise ni die Sparkasse gelegt, 100 000/JJlat£ meinte sie aber noch besser anlegen zu tonnen dadurch, daß sie nach bekanntem Offenbacher 'JJiufter sie dem Herrn Wertheim Nachfolger geliehen hat unb zwar geliehen gegen Verpfändung von Wertpapieren. ~ie'c ■Wertpapiere haben, wie einige sagen, in dein Staff eiqdirmu, wie andere sagen, in dem Schrank des Herrn Bürgermeisters von Büdmgen gelegen. Vor kurzer Zeit soll nun Herr Rothschild einm.ll dorthin gekommen sein und sich erkundigt haben, ob seine Werl ■ papiere noch da seien. Eine derartige Kontrolle ift ja l)ier rm. öa diirchaus empfelilen§wert. Er bat sich also davon uoerzeug,, daß bie Papiere alle noch da sind, hat aber gemeint, es jci doch richtig, daß einmal cm Wechsel in den Papieren emtrete unb anstelle ber bepomerien Wertpapiere andere treten, die der Bürgermeister nicht so genau kannte, bie aber nach Versicheiung des inzwischen burchgegangenen Rothschild benjelbeu Wert reprasen- tieren sollten, wie die hinterlegten Wertpapiere. ^a§ ist nun, wie sich jetzt herausgestellt hat, anders. Stalls der früheren sicheren Wertpapiere wurden hinterlegt Aktien der Stockheimer Zuckeriabrn, ■ die ja in Liquidation sich befindet; die Liquidation soll schon soweit ; fertig seni, wahrscheinlich weil überhaupt nichts da ist. Andere behaupten, daß die itiquibatioii bis zu 15 Prozent der Aktien ergeben werbe. Diese Papiere lagern nun in dem Kajfenschrank des : Bürgermeisters. Die luo 000 Mark sind selbstverständlich mit benr i Herrn Rothschild weg und die früher hinterlegten Wertpapiere sind , ebenfalls weg. Es ergibt sich daraus für bie kleine ©taöt Büdingen , ein Verlust von mindestens 70- bis 80 000 Alk. für bie is- nicht allein tut oie SuAau uu allgemeinen, fonbern insbesondere für die Landivirkjchask von außerordentlicher Bedeiiiung, und es muß rühmend anerkaunl werben, daß in dieser Hinsicht bie Regierung mit aller Kraft eingesetzt hat und die ihr obliegende Aufgabe in ganz ausgezeichneter Weise enüllt hat. Wir dürfen aber anch weiter mit Stolz Hinsehen au» bie Drei-Jahr- Hnnbert-Feier, bie wir in Gieß e n im vergangenen Jahre zu begehen hatten. Es war für b? Teilnehmer bes Festes em stolzes ünb befriedigendes Gefühl, wie wir in den Reihen der Gießener Professoren und ber Festteilnehmer stehen tonnten unb mit anhören konnten, auf welcher hohen geistigen Stufe unsere Universität gestanden hak und steht; wir dürfen auch mit Stolz darauf himveifen, in welcher hervorragenden Weise ber Rektor ber Universität bie Universität vertreten" hat, m welcher geistreichen und glanzvollen Weise er an die verschiedenen Redner in sinngemäßer und formgewandter Weise Antwort gebeten konnte. Stein Work des Lobeä äW'I MS 11 ■ ■ B.O.1 Fastnacht. Nun hat der fröhliche Karneval, der manchem studienbe- flrssenen Jüngling lobescun in den letzten Tagen des verflossenen Monats den letzten Heller aus der Tasche gelockt hat, seinen Höhepunkt erreicht. Freilich, die Maskenbälle, die mitzumack-en ;u den obersten r he in menschlichen Pflichten gehört, find hier zumeist ein Vergnügen höchst zweifelhafter Art. s2Cber einen Maskenball hat es heuer hier doch gegeben, von dem Gießens beste Jungfrauen und Jünglinge noch heute träumen. Ein günstiger Zufall fügt es in diesem Jahre, daß Rofen- montcig und Fastnachtsdienstag in den neuen Monat fallen. Tas ist umso bedeutungsvoller, als nicht jeder jugendfrohe Vergnügungsfreund in den letzten Tagen eines Monats, und sei es auch der von liebenswürdigster Kürze (diese Liebenswürdigkeit war diesmal von seltener Bescheidenheit) in der angenehmen Lage ist, den Rat des ehrlichen Jago, weiland Herzog!, venetianischen Fähnrichs, umstandslos zu befolgen — der da lautet: Tu Geld in deinen Beutel! Mit niephiftophelischem Lächeln deklamiert heute wohl mancher vor seinem Spiegel: „Tie Maske muß mir köstlich stehn." Aber, Hand aufs Herz, tragen wir Kulturmenschen im Grunde ge- nommen nicht immer eine Maske, und nicht nur zur Karnevalszeit? Wer allezeit die Wahrheit will sagen, mit Herrn sich übel tut Der«- tragen, jagt ein uralter deutscher Spruch, und in Wilhelm ooiband „Letzten Liedern" heißt es; netenhailfes gebracht. Auch dieser Tag unterschieb sich m nichts zu feinem Vorteil von den vornufgegangenen: Unwesentliche Wünsche, unwesentliche Debatten! Alle Parteien wetteiferten in dein Bestreben, ben Beamten i re Freunbschast zu bezeigen: Erst kämpfte man für bie Distriktskommisfare, bie in Pofen wirken; dann kamen die Gendarmen, bie überall im Bereiche ber Monarchie tätig finb, zu ihrem Recht. Leiber konnte ber Munster, ber ben Forderungen dieser Beamtenkategorien felbstverständlich .durchaus fyinpathifch" gegenübersteht — welcher fUimifter täte das nicht? — positive Versprechungen nicht machen. Und so wild man wohl noch manches Jahr die Silagen und Wünsche vernehmen, die am Wontag wie schon seit manchem Jahre im preußischen Landtage von den Anwälten dieser Baamten laut wurden. Em kleines Intermezzo unterbrach den trägen Fluß der Debatte: Herr Dr. W iemer von derVolkSpartei sah sich genötigt, einen Vorstoß dcS Herrn Busch vom Zentrum abzllive'.fen. Herr Busch gedachte den Freisinn aus den bekannten Artikel Friedrich Raumanns feft- zulegen, m dem dieser dem Fürsten Bülow bie Anwendung des BiSmcirck'jchei, Beaintenerlasses, die Wahlkommandietimg der Beamten, empfiehlt. Humorvoll und entschieden wies Herr Wiemer und nach ihm Herr Eickhoff die Insinuation des ZentrumSmaunes zurück. Dann kam noch die übliche .Zuchthausdebatte", bie Erörterung der Behandlung der Sträflinge Und nachdem sie gute zwei Stunden gewährt unb nichts neues gebracht hatte, machte bas Haus Schluß. ‘ Der Etat wurde bewilligt und morgen gehts über oie Scehanblung her. H^rr Hemptenmacher wirb kaum einen leichten Staub haben. ©bergen in der Kammer. In feiner EtatSreoe am Freitag machte der Reichstags- und oaudtagsabgeordnete Dr. O f a n u lolgenöe Ausführungen ubei Oberhessen: Meine bisherigen Ausführungen waren eigentlich eine scharfe Kritik der Regierung, das gestehe ich gern zu. Ich will in dieser Hinsicht aber auch erklären, daß meine Partei ferne Regierungspartei in dem Sinne ist, daß sie alles gut heißt, was vom Re° gierungstifche kommt; sie legt vielmehr überall die krjusche Sonde an. Aber Aufgabe eines Budgetreduers ist es nach meinem Ermessen nicht allem, nur auf die Schatten hiuziiweifen, die vorhanden sind, sondern wir dürfen uns auch rühmen, daß wir tm vergangenen Jahre manchen Lichtblick in unserem Lande gehabt haben und daraus möchte ich doch auch mit einigen Worten zu sprechen kommen. Selbstverständllch kann ich hier große Dmge berühren; kleinere Reizen" zeigt. Heute aber ist Fastnacht, da zeigen gar viele über ihrer unveräußerlichen abstrakten Charaktermaske noch eine konkrete Maske. So treiben sie ein Doppclmascensprel. In fast allen Straßen ber inneren Stadt wimmelts von bunten Geioandern des Harlekins, sind nicht nur falsche Höflichkeiten und falsche Zöpfe fondwi auch falsche Nasen, falsche Brillen und falsche Barte beliebt. Johlend pfeifend, slökend oder anderes melw oder minder angenehmes Geräusch machend, ziehen Schwärme straßauf, straßab, -borgen, am Aschermittwoch, hat aber der tolle Trubel ein Ende, sind Spiel und Tanz vorbei; so will es der unerforfchliche Ratsastitg unserer Vorvater, ben wir pietätvoll befolgen. Allfahrlia) Pflegt die vergnügungssüchtige Jugend sich hierüber atiszuregen. Aber selbst ein Blinder sollte es mit dem Estock suhlen tonnen datz unsere Väter weise waren, als sie den Afchermtttwoch zum letzten Karnevalstage machten. Sie handelten babei auch m unterem wohlverstandenen Interesse. Wenn nicht dem Karneval und Mummenschanz ein Ende gesetzt wäre ftünte nicht zu befurchten, daß dann auch die offene Narretei kern Ende nehmen wurde? Cs passiert doch so schon genug Närrisches in der Welt. vergleiche ben Bankkrach vonBüdingen , den Regierurigserlaß von L t eg - oder Marokko und die europäischen Machte! P. W. infels. s UMU. »engen, teiW ns mit, M rtrettt nicht Stimmungsbild aus dem Reichstage. Die Hausrndustrie. Berlin, 3. März. Im Mittelpunkt der heutigen Verhandlung über die Gen-erbe- novelle stand eine groiXe Rede Naumanns über die Hausindustrie. Man kennt die glänzende Beredsamkeit und die großzügige Auffassung dieses Svzialtheovetikers, und der fas- ziniercnpen Wirkung seines Bortrages Lonnle sich heute ber Reichstag ebensowenig entziehen, wie bei seiner Jungfernrede über die Verl-altnisse der gwß.industriellen Arbeitersck-aft. Wie damals Graf Posadowski), fo hörte auch heute sein Mrchfolger iw Amt,, v. Bethnmnn v. Hollloeg, mit sickstiichem Interesse zu und ließ die Persönlichkeit des Redners auf sich einwirken. Aber die Bor- zuge dtaummurs, der große Gesiclstspunkt, von dem aus er die Verhältnisse betrachtet unb unter den er sie cin-ordnel, und sein durch ein starkes soziales Gewissen für das Elend geschärfte Auge jvarxm auch heute seine Fehler. Wie er danurls aus den Verhält- nissen ber westlichen Hütten- und Walziverksinoustrie die Orga- nisationssvroerung herausarbeitete und babei aus einer in eng umschriebenen Grenzen zutreffenden Sckstlderung dos Arbeitsprozesses und des Arbeitsvertrages zu der unberechtigten Verallgemeinerung kam, daß der Arbeiter in der Industrie überhaupt nichts weiter sei, als eine Nunümer, so ließ er sich auch heute zu einer, wie besonders die Abgeordneten Enders und Günther von der freisinnigen Bolkspartei und der Nationaltiberale Everling aus den ihnen vertrauten heimatlichen Behältnissen überzeugend darlegtem, zum Mindesten recht einseitigen Beurteilung dev Heimarbeit in ihrer Gesamtheit verleiten. T-abei aber fiel crs ihm nicht ein, die Schlußfolgerung der Sozialdenwkraten zu sieben, die wenigstens für gern ine Gruppen der Hausindustrie, insbesondere für die Tabakoerarbeituiig, ein gänzliches Verbot verlangen. Sein cetcrum eenseo fuar auch hier die Organisation, die Aufrüttelung der apathischen Riasscn, um sich durcl) Lvhn- und Arbeitslarife ein besseres Schicksal selber zu zimmern. Tas Mittel hierzu sieht er in der Verallgemeinerung des in der Regierungsvorlage nur für die ZwischenmeistLr in Aussicht genommenen Registerzwanges, die auch vvn der Mehrzahl der anderen Redner besürwoctet wurde. Tie unerbittlick)e Logik seines Gedankenganges ml ifjite ihn von selbst über die „verschämte" Hausindustrie, die Heimarbeit der Beaniten- töckMr zur Tagesordnung übergehen lassen; hierin trat ihm unter eingehender Sd)ilberung der Arbeitsbediuguugeu in der Stickerei- unb Spitzenindustrie bes sächsischen Bogtlanbes besonders der Abg. Günther entgegen, der auch im übrigen eine scharfe Linie zog zwischen der in der Frage der Heimcrrbeck betunoelen Auffassung Mumanns und dem sozialpolittschen Standpunkte der freisinnigen Lolkspartei. Ter Abg. Enders nahm die weltberühmte Sonneberger Spielwarenindustrie in Schutz, und Herr Everling betonte reckst wirkungsvoll bie Bedeutung der Heimarbeit in einzelnen Jndustriezivecgen für das Fa.wilicnleben, wobei er b Coupons behält; mit den Wertpapieren allein kann der Bankier selbstverständlich nichts anfangen. hessischer handelrkammertag. sd. D a r m st a d t, 1. März.. Unter dem Vorsitz des Beigeordneten Dr. Bamberger fand heute im Stadthaussaale zu Mainz der Handelskammertag statt. Von der Regierung waren Ministerialrat Dr. Usinger, Aiinisterialsekretär Pistor, sonne Amtmann Pfeifer an- Zunächst kamen die Beratungsgegenstände des Deutschen Handelstages, der in diesem Monat noch stattfindet, zur Beratung. Nach Referaten durch den Syndikus der Mainzer Handelskammer wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Detaillistenkammern. Man spricht sich gegen die Errichtung von Detaillistenkammern aus, da hierdurch zu große Gegensätze geschaffen werden und die Abgrenzung zu großen Schwierigkeiten begegnen würde. Abgrenzung des Handwerks. Eine gesetzliche Erläuterung der Begriffe Handwerk und Fabrik hält man nicht für möglich und für unzweckmäßig. Bei der Entscheidung, ob em Fabrik- oder Handwerksbetrieb vorliegt, sollen die beim Reichsgericht niedergelegten Merkmale und Grundsätze maßgebend sein. Im Uebrcgen gilt die Erledigung der Frage für Hessen nicht für eilend. Börsengesetz. Man erklärt sich im Prinzip mit dem Beschluß des Ausschusses des Deutschen Handelstages einverstanden, der den neuen Gesetzentwurf als einen ernsten Versuch zur Beseitigung der schlimmsten Mißstände des Börsengesetzes und als eine geeignete Grundlage für eine die Vertragstreue und Verkehrssicherheit im Börsengeschäft hebende Reform bezeichnet. Die Handelskammern in Bingen und Gießen sprechen sich aber gegen den Strich des bisherigen Art. 50 aus. Scheck- und Ueberweisungsverkehr. Entsprechend den Vorschlägen des Handelstages hält man ebenfalls eine Ausdehnung dieses Verkehrs namentlich in den Kreisen der Kaufleute und Behörden für sehr erwünscht. Auf Anregung des Ministerialrates Usinger, soll überall die Kenntlichmachung der ein Scheckkonto besitzenden Firmen in den Adreßbüchern angestrebl werden. , Hierbei wird eine Resolution an den früheren Reichs- bankpräsidenten Koch Exz. beschlossen, in welchem diesem Tank für seine ersprießliche Tätigkeit im Interesse des Handels, für die Erhaltung der Golowährung rc. ausgesprochen wird. Sicherung der Bauforderungen. Hier wird nach lebhafter Debatte für notwendig erachtet, daß neben der straf- rechklichen Verfolgung auch eine zivilrechtliche Verfolgung gesetzlich eingeführt werde. Ebenso wird die Verpflichtung des BauhandwerlerS zur Buchführung, sowie ein Verbot der Verwendung des Bangeldes zu anderen Zlvecken für nötig erachtet. Festlegung des Osterfestes. Auch hier werden die Bestrebungen auf Festlegung des Osterfestes anerkannt und zwar soll der dritte Sonntag nach dem 21. März in Aussicht genommen werden. Eine Einigung mit der Kirche soll Aussicht aus Erfolg haben. Arbeitskammern. Hierüber entsteht ebenfalls eine sehr lebhafte Aussprache. Schließlich einigt man sich dahin: Zu der eigentlichen Bedürfnissrage wird zunächst keine Stellung genommen. Dann sprechen sich bei der Abstimmung die Mehrzahl der Kammern für die ^paritätische (aus' Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusammengesetzte- Kammer aus. Ebenso sind die meisten Kammern für die territoriale, und nicht für die berufliche Abgrenzung. Die Ausgaben der Arbeitstammern sollen auf alle mit dem Berufsverhältnis in Beziehung stehenden Angelegenheiten ausgedehnt werden. Der Vorsitzende soll weder von den Arbeitgebern, noch von Arbeitnehmern ausgewählt, sondern unparteiisch sein. Die Kosten soll in erster Linie das Reich, event. der einzelne Bundesstaat tragen. Zu der Sonntagsruhe im Hand elsgewerbe vertritt der Referent Meesmann den Standpunkt, daß eine v ollst ä u d i g e Sonntagsruhe nicht festgelegt werden solle und alle Kammern sind der gleicl)en Meinung. Sie wünschen weiter eine einheitliche Regelung für das ganze R e i ch, mit der Gestattung von Ausnahmen. Das von Haudelskammerjyndi- kus Dr. Humann-Tarmftadt an Hand einer Statistik ausgearbeitete Referat über die Besteuerung der Warenhäuser und Filialen, Konsumvereine rc. soll mit Rücksicht auf die Wichtigkeit und die Kürze der Zeit zur Beratung den einzelnen Kammern zugehen und später beraten werden. Zum Handelskainmergesetz wird eine alsbaldige Revision des Gesetzes dahin vorgeschlagen, daß in Art. 5 Crtei- mütler Herrn Reklor Slumps Tank wissen, daß er ihre Söhne rein hält vor den Einflüssen solch gefährlicher Frauen! — TasTcftamentdcrPaulineLucca, das in Wien bei Dr. v. Witting deponiert war, ist nun gerichtlich eröffnet worden. Tie verstorbene Künstlerin hat ihre einzige Tochter aus erster Ehe, Baronesse Marie v. Rhaden, zur Universalerbm eingesetzt und überdies eine Reihe von Legaten vermacht. Sodami ist eine sideikommissari|d>e Substitution angeordnet. Wenn die Tochter unvermählt stirbt, erhält ein Drittel des reinen Nachlasses die Wiener freiwillige Jietlungsgesellscyaft, ein Sechstel die Lucca-Stiftung für arme Kinder in Zschl und ein Sechstel das Spital der Barmherzigen Brüder in Wien. Ein Drittel des Ver- m-ögens, das im ganzen zwei Millionen Kronen betragen dürfte, wird von den oben erwähnten Legaten in Anspruch genommen. Das Vermögen der Lucca besteht in mehreren Realitäten in Wien, der Villa in Reicl-enau und in Wertpapieren. Als Pauline Lucca Ansang der neunziger Jahre fchwer krank nach Wien kam, wurde sic durch die Retcungsgeferlschast vom Bahnho, in ihre Wohnung gebracht: seit dieser Zen hegte sie für die Gesellschaft große Liebe, die nun auch im Testament zum Ausdruck kommt. — Kleine Chronik ausKunst undWissenschaft. Eine ieniationelle Normal „Lokomotivführer Ctauffen" gab es im Friedrich Wilhelmslädtischen Schauspielhaus m Berlin. Ter Verfasser war kein anderer, als der jüngst viel genannte Berliner Kriminalkommissar Waldemar Müller, der die Unterfuchung gegen Friedberg und Genossen geführt hatte und dann wegen Nervenüberreiznng^plötzlich dieser Stellung enthoben wurde. Tas Stück, eine starke Talemprobe, fand einen dnrchfchlagenden Erfolg. Ter anwesende Verfasser wurde wiederholt gerufen. — Adolph L'Arr o nge hat als siebziger noch em neues Bühnenwerk vollendet. Es ist ein Bolksslück in vier Akten „Gustav Lueenlus". — Rudol> Presbers „Dame mit den Lilien", das phantastische Luftfpiel, das kürzlich in Berlin zuin ersten Riale auf der Bühne erschien und auch von unserem Berliner Riilarbeiter besprochen wurde, ist jetzt voii der Concordia m Berlin W. 30 als Buch herausgegeben ivorden. — Ter „Z entral -Verband Deutscher To nkunftler ulid Tonkünstlervereine" veranstaltet vom 1. bis Io. Juni 1909 feine zweite Musik-Fachausstellung im Krystall-Palast in Leipzig. — In der bekannten Rliisitzeilfchrifi „Alujil für Alle" (im Verlag von Allstem u. Co., Berlin erschienen) wird Haydns Schöpfung sowohl durch anmutige, wie durch diamatijche Schilderungen demonstriert. Die Rezilative sind fast ganz ausqe- merzt. Ein nm ,o breiterer Raum ist den Arien und Chorpariien zugedacht. - 'Ans Anlap des hundensten Todestages Haydn's im Mat 1909 ist ui ■ n eine große Feier m Vorbereitung, ytaijc Wilhelm hat c. Protektorat übernommen. — Tie Kaise in wohnte am 2. t. J.ieinem Vortrage, den der Kieler Projesjor Reinke, der bekannte Gründer des Keplerbundes und Amihackclianer, in der Singakademie zu Berlin hielt, bei. Tung der Vollmacht zur Wahl an andere Personen beseitigt und ferner in Art. 19 die Wahlperiode von vier auf sechs Jahre erhöht werde. Ministerialrat Dr. Usinger erklärt, daß in Anbetracht der anderweitigen Aufgaben, die z. Z. die Regierung zu bewältigen habe, die Vorlage einer Novelle noch in diesem Herbste unwahrscheinlich sei. Bezüglich der Fernsprechgebühreilordnung ist der Handelskammertag der Ansicht, daß an dem bewährten geltenden Tarif namentlich an den Pauschgebühren unverändert feftgehalten werde. Sollten an einzelnen Stellen dauernde Ueberbürdungen eines Anschlusses vorliegen, so soll die Postverwaltung berechtigt sein, die Anbringung weiterer Anschlüsse zu verlangen. Zur Revision des amtsgerichtlichenVer fahre ns spricht sich endlich die Versammlung dahin aus, daß eine wesentliche Erweiterung der Zuständigkeit der Amtsgerichte, wie sie in dem von der Reichsregierung veröffentlichten Gesetzentwurf vorgeschlagen wird, zu verwerfen sei, da hieraus eine Verschlechterung der Rechtsprechung zu befürchten sei. Dagegen würde der Handelskammertag alle Maßnahmen mit Freuden unterstützen, die unter Beibehaltung der Zuständigkeit der Zivilkammern und Kammern für Handelssachen geeignet l'iitb,, zur Vereinfachung, Verbilligung und Beschleunigung des Prozeßverfahrens beizutragen. Als Vorort wurde wieder Mainz gewählt. * Der Al len st einer Mord hat seine Sühne gefunden. Trotz schärfster Bewachung gelang es, wie uns ein bereits am Diontag abend zngegangenes und alsbald von uns durch Aushang bekannt gegebenes Telegrainm mitteilte, dem Hauptmann ü. (Soeben, sich während des Essens dte rechte Halsschlagader zu d u rch sch n e l d e n, so daß beim Eintreffen ärztlicher Hilfe- der Tod durch Verblutung bereits eingetreten war. (Soeben hatte um 3 Uhr sein Mittagessen erhalten. Gegen 3/45 Uhr wurde beim Garmsonlazarett antelephoniert und die Entsendung eines Arztes erbeten, da er sich mit seinem Tischmesser den Hals abgeschnitten hätte. Als der Arzt eintraf, war der Tod bereits eingetreten. Kleine Tageschronik. In Chemnitz wuroen wegen Unregelmäßigkeiten bei den kürzlich kafsierten Ortslrankenkafsenwahicn der Vorsitzende Hausfchud und das Ausschuß-Mitglied Landgraf, beides sozialdemokratische SiakM verordnete, von der AusfichlSbehörde ihres Amtes emhoben. Die übrigen Vornand^ Mitglieder erhielten einen Verweis. — Im Krankenhause von Lods (Frankreich) versetzte ein Sterbender ohne Veranlassung der Krankenpflegerin, die ihn während der Krankheit nut größter Hingebung gep cgi halte, einen lebensgefährlichen Dolchstich m die Brust. Bei der Verfolgung einiger Landstreicher in Hamborn (Rheini.) ist der Potizelscrgeant Grafhorst von einem der Landstreicher er- schagen worden. — Der Tomanenpächter Falk en Hag en, der im Februar 1902 wegen Erschießung des Landrats v. Venulgsen im Duell zu 6 Jahren Festung veruricilt worden war, wurde am 29. Febr. nach Verbüßung der Strafe aus dem Fort Quarre der Festung Weichsel- münde enilassen. Seme Versuche, eine Begnadigung zu erlangen, waren ohne Erfolg gewesen. — Unter Mitnahme von etwa lüO ObU Mark veruntreuter Gelder ist ein Str efelber Rohseiden waren Händler gefluchtet, angeblich nach Griechenland. — In Gotha erstach aus üerger über einen verlorenen Prozeß vor dein Gerlchlsgebäuoe der Zimmermann Groß seinen Prozeßgegner Tüncher. — Am Samstag avend wurde die Reihe von Verbrechen in der Reichshauptstadl wieder durch einen Raubmordversuch vermehrt. Ter Kutscher Böttcher der Kolonialwaren-Firma Rcinicke wurde von einem unbekannten Manne durch einen Schlag nut einem Hammer auf den Stopf betäubt und seiner Geldtasche mit 761 Akk beraubt. Obwohl die Verfolgung des Verbrechers sofort ausgenommen wurde, gelang es bicicm zu entkommen. Die Kriminalpoliz'.l hat auf seine Ermittelung eine Belohnung von 5bO Mk. ausgesetzt. Am Moulag wurde als der Tat verdächtig der Hausdiener Gunkel verhaftet, der iiach hartnäckigem Leugnen eingestanden hat, den Raubanfall hegangc^ zu haben. Auch Frau Günlcl räumte em, daß ihr Manu die Tat verübt habe. Die Schwägerin Gunlels lieferte den Rest drs geraubten Geldes in Höhe von 52U Mk. bei der Polizei ab. — In P o fen er>choß sich auf dein Kreuzttrchhofe der Kultur-Ingenieur Adolsi aus Kofchmin, weil er bet dem Berliner Friedberg-Krach fein ganzes Vermögen von 100000 Mack verloren hat. Auf einen Hamburg-Berliner Person en zug wurde zwischen Büchen und Kupiermühle ein scharfer Schuß ab= geieuert. Tie Kugel durchschlug das Fenster eines Abteils dritter Klaffe, durchbohrte den Hut eines jungen Mädchens und zeripütterte bann das gegenüberliegende Fenster. Untersuchung wurde em= geleitet. JnLtegnitz erhängte sich der Hoboist-Sergeant Targe in seiner Arrestzelle. Er war verhaftet ivorden, iveil er Gelder der Hoboisten zu eigenen Zwecken verwendet hatte. In Solingen DcneiTe infolge eines Familienzwistes ein ö0 jähriger Ääanln ferne Frau tödlich und erschoß sich dann selbst. In Barop bei Essen a. d. Ruhr ist die Mühle des Gutsbesitzers Watcrmann durch Großsener zerstört worden; ein Knecht ist in den Flammen umge kommen. In Marseille zerstörte eine Feuersbrunst einen Teil der Warendepots am Haien. Der Schaden beträgt mehrere Millionen. Zahlreiche Truppen beteiligen sich an der Bekämpfung des Feuers. Eure große illlenge brennenden Oels erschwerte die Löjcharbelten. Ein Offizier und 4 Feuerwehrsleute fonnten sich vor dem brennenden Oel nur dadurch m Sicherheit bringen, indem sie sich ms Wasser stürzten. Tie Behörde besindet sich an Ort und Stelle. Der Komponist Toselli, der Gatte der ehemaligen Gräfin Dlontignoje, richtete an das Karnevalkonntee m Nizza Die dringende Aufforderung, aus dem Feslznge einen der Musica gewidmeten Wagen zu entfernen, in dessen Emblemen Toselli eine Verspottung seiner Frau erblickt. Gegen den der Spionage verdächtigen Lesterreicher Krumholz und setne Begleiterin Bricgei in Paris wurde Anklage nicht erhoben, dagegen bte Ausweisung verfügt, weil die Untersuchung bewiesen hat, daß Krumholz einer auswärtigen. Macht das Angebot gcmadjl hnve, ihr das Geheimnis des fvanzöfischen lentbarcir Luftschiffes zu verkaufen. In B u d w e i s kam es auf dem Ringplatz zu blutigen Z u f a m m e n st ö ß e n zwischen Tsche u)en und Deutschen. Die Polizei, vcrsmrtt durch Gendarmerie uno Militär, schritt eucrgifck) em und stellte die Ruhe wieder her. Ein deutscher Hocyf chülcr wurde schwer verletzt, acht Personen verhaftet. Der japanische Seeoffizier Ottotakotami wurde, als er nachts an Bord des int Hafen von Marseille verankerten Handelsschtsjes „Hokalamaru" zurückkehren wollte, von Strolchen überfallen, beraubt und erdolcht. Der japanische Slonful hat sich wegen der Beerdigung des ermordeten Osfizters und wegen der Verfolgung der Strolche mit den 'Marseiller Behörden ms Einvernehmen gesetzt. Telegraphischen Meldungen aus New-Pork zufolge wird befürchtet, daß 200 Arbeiter in der Roj itagr ube durch Explosion getötet worden sind. Tie Retlungsarbeiten dauern (ort, doch ist die Grube mit giftigen Gasen gefüllt, jo daß wenig Hosinung auf Rettung vorhanden ist. Sämtliche Arbeiter waren m der Grube, als die Explosion erfolgte; der Zugang zum Schacht wurde durch Trümmer versperrt. In Chicago drangen 2 Djaumcc in die Wohnung des P o l i z e i ch e f s Shipph ein und brachten ihm, seinem Sohn und feinem Kutscher durch Revvlverschüsfe und Tolchstick)e s ch iv e r e Verletzungen bei. Der Polizeicyes er, chvß euren seiner JlngTufcT. Alan vermittel, die Angreifer feien Anarchisten, (ne die Tat ne Gilbten, um sich an oem Polizeiches wegen seines vrgehens gegen Die lnarchimN gelegentlich der Ermordung des Paters Leo Heinrich am 2J. Februar zu rächen. . £ ampa (Florioa- sind fünf große Zigarren fabrik en und oQL andere Häuser niedergebrannt. Nttiversitäts-Nachrrchten. Dcr Professor der Physik an der Leidener Hochschule Kamerling Omnes hat eine bedeutsame wissenschaftliche Erfindung gemacht Es ist ihm gelungen, das Helium, das letzte der gasförmigen Körper, welches sich bisher allen Berdichtungsversuchen widersetzte, in den flüssigen Zustand überzuführen. Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 3n der Zohanneskirche. Mittwoch den 4. März, abends 6 Uhr: 1. Passions-Andacht. Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r. Märkte. Gießen, 3. März. Marttbericht. 9(nf heutigem Wocben- maikte kofletc: Butter pr. Pfd. 1.00—1.15 Mk., Hühnereier 1 St. 6—7 Vfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käjemcttte 2 St. 5—6 Pfg., Erbsen p. Pid. 18—24 Pfg., ßinien p. Pfd. 25—40 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. Et. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Gänse pr. Pfd. 00—00, Emen pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Lchjenfleisch pr. Pfd. 80—88 Pfg., Kuh. und Diinbfleiid) pr. Pfund 80—82 Pfg., Schwemefleisch pr. Pfund 66—80 Psg., Schivemesleisch, gesalzen, pr. Psd. 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 64—84 Pig. Kartosjeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Alk., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00—6,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Weitzkraul per Stück 0—00 Pig., per Zentner Alk. 0.00—0.00. — Aepfel per Ztr. 10—25 Alk., Birnen per Ztr. 10—25 Alk. ülüsse 100 Stück 40—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Alk. Ala ritzen von 8—2 Uhr. — Kar löffel markl-Be richt vom 2. März 1908. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Alk. 2.20-2.30, Magnum bonum 2.60—2.75, weiße runde 2.20—2.30, Gelbfleijchige, weiße, 2.ö5 bis 2.50. Frankfurt a. Al.: Rote Sorte Alk. 2.10—0.00, Alagmim bonum 2.50-0.00, weiße runde 2.25 bis 0.00, Gelbfleischige, roie, 2.50, weiße b.2ö. Wiesbaden: Alagniim bonum 2.80—3.00, iveige runde 2.50. Al a n n h e i m: Aiagnum bonum Alk. 2.65—2.75, Gelbfleischige, blaue 3.50—3.75, iotejL2ü bis 4.30. Köln: Rote Daber Alk. U.OO—0.00, andere rote Sorten 0.00, Alagnum bonum 3.00 bis 3.10, weiße runde 2.40—2.50, Gelbfleischige blaue 0.00 - 0.00, rote 2.70—2.75, weiße 3.75 bis 0.00. Dortmund: Alagmim bonum Alk. 3.05, weiße nmbe 0.00, Gelbfleischige, blaue 2.80, ‘ rote 2.90, weiße 0.00. weiße 3.25. M ün st e r: Alagnum bonum 2.60-2.75, Gelbfleischige rote 3.00 bis 3.10, weiße 3.75—4.00. Hagen: Rote Sorte Alk. 0.00, Alagnum bonum 3.10—0.00, Gelbfleischige weiße O.lO. Kempen: Alagnum bonum 2.5u —2.70, Gelbfleifchige, rote 2.80. Saarlouis: Rote Sorte 2.50, Alagnum bonum All. U.Ou, weiße runde Alk. 2.50. Frankenthal: Role Sorten 2.50, Alagnum bonum 2.50, weiße runde 2.50, Gelbfleischige, blaue 3.25, rote ö.Ou, weiße 3.25. W1111ch b. K r e f e l d : Rote Sorte 0.00. Alagnum bonum 2.80—3.00, Gelbfleischige rote 2.80 bis 3.90, weiße 2.70—2.80. Saffig-Plaidt: Rote Sorten 2.50, Alagnum bonum 0.00, ivetße runöe 2.50, weiße, 2.30. (Alles per 50 Kllogr.). Lie Marttpreife für feiet) und Frucht und die (siebener Fleisch- und feroiprcise am 4. März 1908. Höchste Schlachtviehprerje m Frankfurt a. Al. Fleischpreije in Gießen Ochsen 50 Kg. Schlachtgewicht 76—80 Alk. Kälber 2 Kg.Schlachtgew. 92—94 Bf. Schweinc ,t v„ 58—59 „ (Setreibepreife in Aiannhet m '/, 5kg. 80-88 Pfg. , 70—76 r ____66-80 „___ Brotpreise m Gießen Weizen 10U Kg. -2.2o-0u.u0 Alt. Roggen 10^ Kg. 19.75-00,U0 Alk. BSeißbrot 2 Kg. 62 Pfg. Schwarzbrot 2 Kg. 58 Pig. 1 eieiOBiiscne üursaencute des Giessenei Anzeigers, mitgeteüi von der Bank für Handel und Industrie, (liessen. Franklurtcr i>or*e, 3. Jlärz. 1.1b l)br. 3>5 °/0 Beichsanleilie . . 92.55 o% do. . . 82.65 °/0 Konsols .... 92.60 .>% do. .... 82.65 Hessen .... 91.40 ö^/o Oberüessen . . . 92.00 4 Ho Uesterr. tioldrente. 99 15 4*/6^o Uesterr. öilberrente 99.7U 4>u Ungar. Uoldrente . . —.— Italien. Heute . . . —.— 3/o Portugiesen Serie 1 61.30 Ö% Portugiesen „ 111 61.80 4>iu/0 luss.btaatsanl. 19Uu 93 90 4>t",0 japau. ötaatsanleibe 87.35 iHo Uouv.Türken von l»u3 95.1U 1 ürkenluse 148.UO Uneeh. Monopol-Aul. . 49.7U äussere Argentinier . 8u.0ü uv/0 Mexiaauer .... 65.2Ü 4zau/o Uluneseu .... 96.25 Aktien: Bochum Guss 196.70 Buaerus E. W 111.50 'lenden^,: fest. Berliner Börse, Cauada E. B 140.90 Darmstadter Bank . . . — Deutsche Bank . . . . — Durtmuuder-Union C. . . 54.20 Dresdner Bank .... — Tendenz: ruhig. Dlektnz. Lahmeyer . . . 119.00 Elektriz. öchuckert . . . 103.00 hscbweiler Bergwerk . . 203.40 Gelsenkirchen Bergwerk . 180.25 Hamuurg - Amenk. Paket*. 112.50 barpener Bergwerk . . 193.50 Luuratiutte 209.00 .Xorüd. Lloyd . ... 1U1.20 Uber sch les. Eisen-Iudiistrie 95.U0 berliner lianuelsges. . . Io7.50 Daimstädter Bank . . . 123.70 Deutsche Bann .... 236.90 Deutsch-Asiat. Bank . , 136.30 Diskoutu-Kummauuit. . . 174.ull Dresdner Bank .... 136.70 bienitaktien 202.40 Baltimore- und Uhio- Liseuiabu 79.50 Uottuaidbahu —.— L-omuaru. Eisenbahn . . 24 9J uesterr. btaatsuuun . . . 144.00 i nnee-Heun-Eisenbahn . 117.00 3. MäJz. Anfangskurse. Harpeuer Bergwerk. . . 193.20 uaurahütte — uumbardeu E. B. ... —.— .\ordd. Lloyd 100 90 i uiKenluse ..... 148.20 Hunstsaion Mirs Seltersweg 22 i. Etage. SonderaussteHung Balestneri’s Origmalgemälde „Beethoven11 nebst zahlreichen Koproduktionen. Eintritt 5U Pig. (1155 SM meinen Stammtisch halt' ich ansgegeben, weil das Rauchen und die Tabaksluft mir nicht betam. Husten BPrfchleimung, Sodbrennen — das waren so die Folgen a*. Aber wenn man sonst nichts hat und mau soll auch noch der Stammtisch entbehren — das nt auch kein Leben. Und da t>a v der Förper mir denn einmal eine Schachtel Fays echte Sodener Aiineral-Paiullen gegeben und ich hab' sie veriucht. 'Jia und jetzt'? Sie sehen, wie meine Pfeife mir schmeckt und das Bier und ich bin wo hier, als je zuvor. Ursache: Fays echte Sodener. Wer klug ist, macht's nach. Alan laust sie für 85 Pfg. in leder t'lpothele, Drogerie und Milieralwaiferhandlung. SSy,/12 EmserWasser ' Kräne hen. erven H warme un i kalte Liegehalle S Behänd!, u. ] I (Dependance für Minderbem; Prospekte franko Wintprkurfür geschützte Wllllül hUI »Ul Südabh. 55 Eiche-Stämme nut 10,59 Fstm. I. .3OOO'1 |T.8000» \T»@O(SO«. 34 350 10 Musikwerke selbstspielende, sowie Dreh- Instrumente mit Metallnoten. ^Automaten. Prei.bu'h no jo« mit dl“iS Bial & Freund in Breslau kl iWke an Grammophone garantiert echt, mit Hartgummi-Platten. Phonographen W । - A. xp s- -<=~®CS=^J ” - , «gOOO’' U2OOO«' Holzverfteigerung. Dienstag, den 10. März 1908, sollen m Langsdor-er Gemeindcwald folgende Holzsortimente Der Anfang . Großen-Buseck, den 28. Februar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Buseck. in Weimar, in tlJm- B_ berg, in München, ' Kauüngerstrasse 30. Buche- „ , 5,85 „ worunter Schnittstämme von 44—51 cm Durchm. Prospekte and Kostenanschläge gratis. 1079t Pa.Braunschw. u. Gothaer Cervelatwurst, Pa. Strassburg.G änseleber fialfintine and Wurst, Z italienische Salami. Echte FranklurteF Würstchen, Zunge, Roastbeef, Rauchfleisch, Gänsebrust, div. Rouladen u. Pasteten im Aufschnitt, empfiehlt Carl Schwaai), Bäofiieferant. 18 ^lCl|^ul-rtl.niien^U!n-t iQ3/} Uhr vormittags "" ,?§Ä^?^ucken- .nnis nit der Kreisstrane. DaS im Schentenivald sitzende Buchen hoU, sowie daL Dürr- und Windfalihol; wird nicht vorgezelgt und tommt nach dem Jichilenstamucholä am Rudenwcg rumgebot. Daö blau unterstrichene Holz wird nicht versteigert. Weitere Uuv fumt erteilt Grotzh. Forstwart Adam zu .Iraurrod. (5-i ch e l s d o r 1, den 1. Atarz liX>o. B Großl-erzoglkche Obersörstcrei Eichelsdorf. ' JJi a n n. ____ steigert werden: . . * Linden-Stämme 3. und 4. ml Krepp el Kaffeeknchen Torten u. Törtchen Tee- u. Weingebäck empfiehlt täglich frisch Ludwig öll, Konditor Marktstrane 32. 1871 Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen: L Die Firma Julius Wellhöfer zu Gießen. Ter Ehefrau des Julius Wellhöfer, Wilhelmine geb. Nickel ist Prokura erteilt. 2. Bezüglich der Firmen: a) Nathan Julius Dreifuß zu Watzenborn: Der Sitz der Firma ist nach Gießen verlegt, b) Marcus Rosengarten zu Allendorf a. d. Lda.: Der Sitz der Firma und der Wohnsitz des Inhabers derselben sind Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde bezüglich der Firma Peter Kronenberg, Gießen, eingetragen: Das Geschäft ist auf den Kaufmann Hermann Dominicus in Gießen übergegangen, welcher dasselbe unter der Firma Peter Kronenberg, Inh. Hermann Dominicus, weiterführt. Der Ehefrau 5C5 Hermann Dominicus, Anna Lydia geb. Schlimm ist Prokura erteilt. Die Prokura der Peter Kronenberg Ehefrau ist erloschen. Bei dem Erwerb des Geschäfts durch Hermann Dominicus ist der Uebergang der im Geschäft begründeten Rudolf Rüdiger in Würfeln zu 10 Pfg. für 2 Teller ausgezeichneter Suppe-, Viele Sorten wie Reis. Erbs-, Gemüse-, lapiokasuppe u. s. w, bieten räche Abwechslung. Kur mit Wasser u. in wenigen Minuten zuzubereiten. Stets zu haben bei u/s Eberliard Aletzger. Seltersweg 7V.. Wellen „ Rm. „ Weimar-Lose ä 1 Mk.Pomi°L?ste25 ptl^tra BuÜen-Berfteigerung. Donnerstag, den 5. März, nachmrtlags 1 Uhr soll der Gemeinde-Bulle zu Bettenhausen unter den vor der Versteigerung bekannt gemachten Bedingungen auf dem Rathaus öffentlich versteigert werden. Bettenhausen, den 1. März 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Bettenhausen. Roth.______ wlegeenrn Monatsraten von o„ Kaffee » das beliebteste Genussmittel! WchpW-, BtWdi, empfiehlt die Pr.isbu» »Äer» Jagv-^erpachtung. SarnStaq," den 7. Marz d. Js., nachmittags 4 Uhr wird in der Wirtschaft von Heinrich Ohly zu Niederkleen die Jagd in der Gemarkung "Niederkleen, Feld und Wald zirka 892 ha groß, mit gutem Reh- und Hasenbestand ofsent- lich an den Meistbietenden auf 9 Jahre verpachtet. Das Jagdgebiet liegt zirka 3 Kilometer von den Main-Weserbahn- Stationen Langgöns und Kirchgöns entfernt Die ^agd- bedingungen liegen vom 17. Februar bis einschließlich en 1. Marz in meiner Wohnung offen. Niederkleen, den 13. Februar 1908. Der Jagdvorsteher 6 Nm. Eiche-Scheit „ „ 30 Nm. Kiefer-Knüppel Wellen „ 760 Wellen Fichte-Reisig Rm. N 12 Rm. Fichte-Stock. —™ Ziehung am 1, April In Weimar* — 1. 1£II1■ .^Weimar. 2629 Gewinne Bar-Gc'd ohne Abzug --- Mk. Erster Hauptgewinn Mk. Pfd. SO, 90, 100, 120 Pfg. RheänSantl - Kaffee ist der Beste 2 ---' rote Pakete blaue Pakete braune Pakete rTPfdTSOT V2 Pfd. 6<>; i/2Pfd.7OPfg. Ho l zv ersteigern u g Donnerstag, bett 5. März l. vormittags Von 0 Uhr an, soll im hiesigen Gememdewald, Distrikt nachverzcichnetes Holz versteigert werden: Photog. Apparate Neueste Modello aller modernen Typen sowie alle Utensilien zu mässigsten Preisen. Allen leidenden und nervösen Personen, die dem Genuese von Kaffee bisher entsagen mussten, empfehlen wir unseren coffeinfreien Kaffee (Schutzmarke Rettungsring) la. Speise- und Salat- -------—----—y §?Krtoffeln I Hot^verUeLgernng. preisen ll244 verschiedenen Distrikten der '/orUwartel^.hcunrod .H. TrechSler L93 ^««4^ S. ----gtclnilnii5C zz Ä msE8KgE£45 Lärche Autzreisig, IM. 52 Sichte, Id Lärche. Scheiter rm ^8 I i'i '-taitrhc 1 Kl ^irtiivvcl, rm: 188 Buche l. Kl. iStaminknüppetl, 20 Buch° ■>. IL 6 Se,8 Sablw-id-.WSich« 2- SU. reiKa, rrn: 336 Buche. Lewuhullmes -Heilig, im. LÜ) Buche, (Slammrctitg), 47 Fichte lSchicht», 13 Vardjc. «locke, rm. 120 Buche, leite feta 26 Ba^nliofsirasse 26 Bekanntmachung. Die Lieferuna von 80 Zentner füfrem Wiefenbcu Mir Fütterung des im städtischen Schlachthaus eingeitellten Biehes Pt zu veigeben.,f entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis 7. Mär» d. I. bet der unterzeichneten Behörde etiiHureichen. Gteßenl den 28. Februar 1908. . Großherzogliche Bürgermeistern Gießen. M e c u m. Dunger-Berkans." Der in der Zeit vom 1. April 1908 bis Ende März 1909 im hiesigen Schlachthos sich ergebende Dung soll vergeben werden Angebote, welche nch nur die einzelne Grube zu beziehen haben, sind bis zum 7. März d. IS. schriftlich verschloßen mit entbrechender Aufschrift bei uns ei nzu re ich en. Gießen, den 28. Februar 1908. . “'3 Großherzogliche Bürgermeistern Gießen. I. B.: K e l l e r 80 , Eiche-Stöcke 25,6 rm Kiefern-Stöcke. . . ainfang vormittags 91/, Uhr. Kr-Isstroß- Langsdorf —Lich, Distrikt Licher Hölzchen. Großherzogliche Bürgermeisterei. Eichen-dLutztzözZ-Berfteigernng. Freitag, den 6. März d. Jö., vormittags .10 Uhr an- fangend, lomnten im Gemeindewald Waldgrrmce, Dutr. Rotherde .— ___ und Dicke^e^B^.w^uu^ g. cm Durchmesser, zu- BetaNNtMachANa. ,omme§ SfeÄ™ ,W ®Tu6en. und W°gnorh°l» g°°isnot. dninfflfflßnhinft rm Dlstr. Roiherde bet der Äcarkwieie. Der Plan über die Errichtung einer overii-duchen ^ele- Meich un Anschluß an diese Versteigerung tommeu im Walde gravhenlinle an der Landstraße von Garbenleich nach der Kreis- ^ILZna Di A Zöm'elheu 21 Eichen-Dtamme von. 32 bls abdeckerel liegt bei deut zlaiserlichen Postamt in Gießen von heim, der-»na21,46 Fm. haftend zur Versteigerung^ ab 4 Wochen aus. 15,3 Waldgirmes, den 2i,. Februar 1908. Darmstadt, den 2. Marz 1908. I Bürgermeiiterel. D2/» Kaiserliche Lber-Poftdirektion. — . :~ Ä- B-: DingeldeiL 1 KAFFEE hak r-THOMPSON': Paket L” SEIFENPULVER QMM Danksagung llchsien Dank. 01606 SKK KKOW sagen innigen Dank ßie traeenideQ Hinterbliebenen. Giessen, den 3. März 1908. 07. Vertretung! Freu KSarie Bender und Söhne « Giessen, 3. März 1908. 1419 Tapeienhandlung Schanzenstr. 6. ?21L Fünfziger 1886-1908 1405 5~S'Q >L [1421 unseres Kollegen [1422 Maschinen Der Vorstand. [MM lichsten Dank. WWW^ 13310.25 3457.28 zinsen Reingewinn 12094.87 456392.— Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem mich betroffenen schweren Verluste, sage ich Herz- Gerichtskosten-Konto Effekten-Konto Mobilien-Konto Immobilien-Konto Konto der ausslehen- Zinsen © E Ü3 a SS ic» Schweürcflcifch, PsL. 4OPs. [B8/-1 Ehr. Hoerfter König!. Lokomotivführer. M 781.— 700.— 200.50 120.— 400.— Mitgliederbestand Ende 1906 Zugang in 1907 Abgang in 1907 Mitgliederbestand Ende 1907 Der Vorstand: Für den Aufsichtsrat: Schäfer. M. 1' 01604 Emma Raab. Aktiva. Kassenbestand Vorschuß-Konto Güterkauf-Konto 479 454.17 329 16 15 330 Für Gießen und Umgebung ist die Vertretung eines allgemein beliebten Mineralbrunnens auf eigene Rechnung an einen tatkräftigen Vertreter Dorfeld, Direktor. Weller, Rechner. Hildebrand, Kontrolleur. Die Rechnung liegt von heute ab 8 Tage zur Einsicht der Mitglieder bei Rechner Weller offen. Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Ableben unserer guten Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante « Eisenbauanstalt DARMSTADT. Da oh stöhle — genietete Träger — Stützen — moderne F »es ad en — Halten — Tr.^j^a etc. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anlässlich des Hinscheidens unseres lieben, treuen Gatten und Vaters sagen innigsten Dank Die Beerdigung des verstorbenen Kameraden Ludwig Flamme findet Mittwoch, 4. l. M., nachm. 41/., Uhr statt. Zusammenkunft am Portale der neuen Friedhofs. Am 4. mmd ?■ von früh 8 Uhr an Seite r s weg I 4 in BuohthaHs SCaffee Magazin Aur Einführung unserer 'neuen vorzüglichen Mischungen bei jedem Pfund Kaffee 7:o Pfund BCafffee gratis 9!HBerbern die gewohnten groben Gratis-Zugaben: Tafeldeckcn, Ttichtttchcr, Kaffcededen uiw. Ludwig Flamme geziemend in Kenntnis und bitten um recht zahlreiche Beteiligung an der am Mittwoch nachmittag 41/, Ubr stattfindenden Beerdigung. General-Versammlung. Dienstag, den 10. März 1908, abends 81/, Uhr, bei Gastwirt Daniel Erb. Tagesordnung: 1. Vorlage der Rechnung pro 1907. 2. Festsetzung der zu verteilenden Dividenden. 3. Decharge für den Vorstand. 4. Verschiedenes. Passiva. $ Anlehen-Konto 413874.21 Stammanteil-Konto 28466.69 Reservefond-Konto 20345.74 Konto der unerhobenen Darlehns- "fspeien - Beste in jeder Roüenzahl zu bedeutend herabgesetzten Preisen empfiehlt 1115 Hasse, Inä.: Otto Täubert Todes-Anzeige. Heute vormittag 6 Uhr verschied nach langem, schwerein, mit großer Geduld ertragenem Leiden, unsere liebe Tochter und Schwester Minna Lote was wir Verwandten und Bekannten schmerzerfüllt anzeigen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Otto Lotz u. Familie. Leihgestern, Hungen, 3. März 1908. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 5. d. Mts., nach mittags 3 Uhr, vom Sterbehause auS statt. 101618 F. 0. F. G. F. F Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, von dem Ableben unseres Kameraden Ludwig Flamme geziemend Kenntnis zu geben. Die Beerdigung findet Mittwoch, 4. März, nachm. 4’/s Ubr statt. Zusammenkunft bet Kanterad Kremer 4 Uhr nachm. v’/3 Das Kommando: Sauer. Fr. Wigandt. ZM- M MW-Berm zu Wiesei. Eingetragene Genosscnschast mit unbeschr. Haftpflicht. Bilanz am 31. Dezember iOO’J'. Gießen, d 3. März 1908. Zrr r»r-. ß 5 ft?: -L. - ' p' e;' ii sä h zu vergeben. Nur erste Finnen, im Besitze von Pferd und Wagen erhalten den Vorzug. Angebote an Haasenstein & Vogler, A. - G., Köln unter „Quelle”*. hvVs KarLssf ln feinste Speise- u. Salatkartoffeln empfiehlt zu den billigsten Tagespreisen 1004 I Hanke», Neuen Büue 7. _______Telephon 612. Frau Christian Wallenfels Ww. geb« Wahl! Am 29. Februar verschied unser lieber Alters- genoffe Friedrich Bender Wir verlieren in ihm einen treuen Freund, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden. Poginn des «SommerBemeeters: 27. April 1908. I. Jahresklassen für Knaben und Jünglinge von 12—20 Jähren; Raufm u. Wissenschaft!. Ausbildung ois zum einjiihr Examen. II. Halbjährige Handelskurse für junge Leute von 16—30 Jahren; Ausbildung zur kaufmänn. Praxis und Selbständigkeit. Schul- u. Pensionatsräume in imposantem Neubau. Gute Verpflegung u. gewissenh. Beaufsichtigung. Ausführl. Prosp. d. d. Direkt A. Harr. MM - Zemeot ansrer Syndikat. [01576 BI. Schirmer, Oiez. Für die mir anläßlich meines 25jährigen Dienst- jubiläums erwiesenen Aufmerksamkeiten sage ich herz. 8765.80 479 454.17 Wb der Gastwirts von Giessen o. Umgegeml (E. II.). Unsere Mitglieder setzen wir von dem Ableben Stoitto-iwilti^ntHO Donnerstag, der: 5. März d. I., vormittags IO1/* Ubr, beginnend, kommen zu Ällcn- dors a. Lumda dieNestbestände der Konkursmasse Braunwarth zur öffentlichen Versteigerung, a ls: 25 schwere und leicytc) Aajsen, verschiedene Arten [Holz-, Maschinen-, Pflug-) Schrauben u. Muttern, Fahmeten, Farb- waren, Laden-Einrichtung mit Theke, Kaffeebrenner mit sahrb. Rost, 2 komplette Betten,Brennholz, Schreibvulte re. (1417 L. Bltboff, Konkursverwalter. Adler Backgaoalver liefert die besten Kuchen. Pack 10 u. 20 Pfff. (.1274 Adler-Drogerie,Seltersweff 39 ___________Otto Schaaf. la. schiii fe'dlfr' arbeiten: in allen gefall i: arten ■ ML WW Bitte, verlange1 Sie unbedingt Ueberall [ss10/i zu haben! Allerbester, gesündester, bekömmlichster, preiswertester Kaffee - Zusatz. Kreisblatt für den Kreis Sxe^ext ■-55 e ^2 2 CQ 3 ■- 3 Z 2 " Ee ►4®a> ^> E w gg« C G «tü ÖOe BBe3 E®S £3 3G IeqoÄw «< 3 EN UJ e-.E - Ö 5> » ©W 3N LGN a co »* £ ZZH 05 .gäfetßfi M ad j£) 3^>o d» rs k « e ^r-ov er rs S s- 3 -a 55 ß VD P = «.X X «s.’ö E 2 2 « ufi «'S E<±±1 Do.. « sCF^ aS'Sq «B® to Ci^. N e» e?*» C4 « N 3© E § 1c -LZ OZ2 V 5ä e «4 L 3 e - ä oi»SJ, SZZZZZA Z ©g. log eines eigene 6? co E © E « ■« -2 S e «rZL 5 E G Q enÖs - L a « S-s LVE 9 2 e O rs « G 3 3 «s< — Q Q -5ß itd E 8 4 'S 8 S’g‘stMi5« 5>a o?L u v bä®* e-p §3 t9 ecot^a? « EZ A.F V "on Pferd ibote an n unter hv’/j 8 * Z3 «2 E g E E 8 E ^siis : ^lelbedta, y E E 05 8 e'jJ BSZ8 r-< dE*5 S 33 Z 4^ ß 8- -ZLä ; ej" y So* >*■ v e^)€-£ 3 8- ä^cE Städl eubrd unter Staat», au [eicht steheai 108. •2U Jahren; r Examen. 30 Jahren; it ’rpflegunga 4. Harr. Z4Z e «.^64 "O E 504 Z o-Z E a = g y E ZZ.L 5 «8 ^tTTCZ r; no ’o rA e ö-r L ZZQ^ vno ß. r? c- T «c^ y o—- ß.Euk2 E X^-5 C5 O ichh'k,.^ 01606 T ®g 'S S c° sei O) — n;, ZZLZZZ S'e'S ®|x — fcÄ*S «®-- ZiZKZZLZLKZSNSV oolS O E Sag ^*6 = nn "ZI- ZAßZAKK^^'g S OiEi -»a -sS **-ä..E p ?■§© | ea-3 uä*o3 1 5 .^35; IKZßZ'^L « ^s?Zs?Z L ö'gx Q-gÄ- E e sS*ti L 5 E'c -8 9 ß -E 'L EL Ed *SääB o g E-?H Olß'vM© M V—§ !-i E E' »«HS : — ^1e> 8 . ^EdLz; y — sc s IZL^^L-SZN §L 'MH- ©.E> gl v>5) .5 E L.y -“■; -3-9 H « Sag N 0X1 -•* x^ oj, |lls ssis y V ^ZZ 8-3 IMP .00 E Ecd w Qt-. c> "H s> §Ss s=2 = 15" » cd »— *• B vCR ^-.y^ßg.EgJ 2^ E e » Ä §3 8 ßos ^•6? 'S s 'j-oe L E-° > £> o ns» ;Et§3 "Sl —:c? Q E - g..ESl^ 2 y E 'S 0 — Iss ffLN^E ,-U^^ & «dTZ « 8pE 2-/5 2®s 8. s=;ss in j "luhrcr. t i gtite 3d ro ENZL ■sSs «3 c AZ £1 g e t= 55= §»>6-eS A- ^ZAwZZ© ZL> MZZ W V Eip-S — -E^cSCp iVÜ LVL ! H.a S5p Z E 2 3 mH Z 3 Ed Um-? W c ? u E -VM XcE. ga§Ä- öJaäÄ Q S- C ■?5ss§ 2 ,Ea=Ä gö«5is£S °UV ß*4'0 G »rL E “.E Zi«»d ^L»«»KL o a,L 3 E ...2 2 E «-o - L 3R . s:-- 8 §Q ~ c- .^ LZLALL M Z§G LLÄK ?H3 SFL.L^LZ'Z e_, T =w r 2 ö —• *C 4^ i -s!e# E 2 E3 E 3-3 2 2i 0 S’^'j •§ jj© LZ c >sd 0 - z- ,E~ g 5-E V E L LZ S3 D -3^53 2 ^Z.VZrZ«> ZLLß 25.^3 — 2 c> c, "3m —* > «=> -L ' = c •_> » NA 8 2 3*) Onn.j ä £E--©E—§ - e e et* 3 -»•^>■2 8 E = p=§ Ilia® 5^'0 5 s> V*J E . y 5 Ö E S3jO «3S 5 'S ciOty d T ä 53 s E EZ §3 E333 *2 ZZM-Z c^-'Eös a§^gSÄ ZZsZ «N tste » Preisen US ’äubert lianzenetr.t CO s-» o su o peg cu c3'- f?E^“ •■- 2 § 8 ~ '•WM 1QEU bei jehtn 3^O3 ä! WZZZ ZMAM^ § r» t# >5.3 - EJ'5.66? & gx y^'Ai -^Zs OZoL-F^L sr « su^-se N« uä‘9 gp'S'H - LG Z 5 «- Z y-KsSL^-L 8HZUZZZKF 23Zd SL ^Z 3 5" 20» « V"-i ||ä1S^»S.=5" 3-d3^e vA . ^ßlut .ß H ^FZSL^ ä T-« E^1£E ^«2.3 » e .3 3 e*g O Ä — ö E Ä-.tJ -. 3 'A «j 5sS «333 5 3^0— §co ä- § e’S3co^S^s Z L. WiO s au«Nt s i----2"° * ZZZ3 SZAX SlÄR^SS® *2? 9up n " - - ^LZ.StziK-HKyS .. ,, y cer g> L «fla 3 s «r-< c Hfl* für > jbijt'fl61 '«rrtifl« 5m' Caspar erösfnc! b linier v/t Acnlu ßttoiB die, Wtvun, ■ Vir greube, ol der beutln schwierige ein bunUc ims alle i gen mW beseitigen, bart. sH er von all seiliglmg zu bebmn her Ar ausgebaut sLchr rid liner A u ganz fach lich daS > Hemmbe die ordinc au# IRonj Diel industr kchattensi gesunden M notlv N die i Novelle bi ist richtig, matten n validenvei Ser anfsich toeibli bt^nu1 die ga < . 3« Hemarbi doch nur fjtillo KW lv die vor Seiner b sibusti seien but Deuischlm iigen. b kirnt de missen b1 in die K arbeit Auch dir: Beine 3ie bleiben. «Haier q foe, die seindljch, jiQtie uch werde kt schv)j, ...N Wit Mhrum W Wen nn« «n!t( ^>hn gjotoo SBi ^il0etc *Set zu >e te Ä °nn u s** RZ-r- Bibi "°