!" tae^S' »'M ts °dtt t "'«»«l 5l9ulMhi'nilai fei N. SÄ der «V?.., et Hehr,, n’c üoii\jÄ«uiifl’ "'2»eii tonJb8rQ’1,c1’ \Ne men- LlM jjk fein Wen mS®®® "«Mia -A« atau' & nlm »fa m J"' «.Ngenimm^S sKs UsL >ä ^thschild Ltz fift1'!«. «JXfem L } M tz-M. ftonn btt bä »JS. Weber unb « rotden lew & e sKr r» bet Lcr°Mtt7m do> noch, L; bisher der ^^SgihrN' geO°^ K'KL'-rSS s;ptei’ Dichte ’d'V btull^A (mb ei -sOsH 'llfl'plCirn eI^t V del ^heujogd unde , der b DCr- ' im AM Mmmri Mit im Verkehr mit dem crfläit, daß er, als Koch aiitgeschäsl üternahm, ein Er nahm sich damato legte. Nach den ordmiM' 3* 1890 14 000 « Donnerstag 1. Oktober 1908 158. Jahrgang Drittes Blatt Nr.SÄl Gietzener Anzeiger Erscheint tvglich mit Ausnahme deS Sonntag». Sencral-Anjeiger für Gbrrheften ®te „CkßtncT Famtltenblätter- werden dem tSlnytgei* viermal wöchentlich bergelegl, daS „KreUblati füt den Krcts Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 5cit» kratzen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag der Brühlffchea UniversitätS - Buch- und Stelndruckerel. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag,' edä@ 5L Redaktronrs^'rz TLb-AdruAnzeigerGießen. mi3 Wetter Z CD (Ti hergestellt. 30. 30. 1. 925 Sept. Oktober 1908 £ 20,8 13,7 8,4 11,5 11,0 8,0 757,6 756,9 756,3 SE SSE Sonnenschein Klarer Himmel Nebel 63 95 97 -5 - <Ä 2 2 Still Da es aber viele mehr oder wenige minderwertige Nachahmungen gibt, deren Verpackung der echten Scotts Emulsion täuschend ähnlich nachgemacht wird, so achte man beim Einkauf genau auf unsere Fischerschutzmarke und weise alle diese Nachahmungen zurück. Sie suchen keinen anderen Kaffee-Ersatz mehr, wenn Sie Kathreiners r^aEzkaffee kennen Der Fischer mit dem großen Dorsch auf dem Rücken ist das Garantiezeichen für die echte * Scotts Emulsion, und nur diese ist nach dem Scottschen Verfahren Meteorologische Beodachtuugeu der Station Gießen. Literarisches. "Von den „Entscheidungen höherer Gerichts-, Höfe in hessischen S t e u e r s a ch e n", gesammelt von Dr. B e ck e r in Darmstadt, ist soeben das 7. Heft erschienen. Solches enthält eine Reihe der wichtigsten Steuerentscheidungen der letzten Jahre und dürste für jeden Kapitalisten, Fabrikanten, Großkaufmann, wie alle Gewerbetreibenden, Rechtsanwälte usw. wissenswertes Material zur Steuererklärung bieten. innig bewußt war, weshalb er wegen schweren D i e b st a h l s zu vier Monate n Gefängni 5 verurteilt wurde. Erfolglose Berufung. Der Landwirt 6. S. hatte mit dem Handelsmann A. Sp. einen Prozeß, weshalb sie sich feindlich gesinnt sind. Als S. an Sp. vorbei ging spuckte er aus, auch soll er „pfui" gerufen haben, worauf Sp. wegen Beleidigung klagte. Tas Schöffengericht hielt zwar nicht für erwiesen, daß der genannte Ausdruck gefallen ist, doch fand es in dem Ausspucken eine beleidigende Kundgebung für den Kläger, weshalb es aus 5 Mark Geldstrafe erkannte. Ter Angeklagte erhob Berufung und behauptete, das Ausspucken ei unwillkürlich erfolgt, weshalb eine Bestrafung nicht eintreten könne. Die Straskammer war aber mit der ersten Instanz einig, daß eine Beleidigung beabsichtigt war und bestätigte das Urteil. Höchste Temperatur Niedrigste „ vom Ardeitsmarkt in Hessen und hesjen-ltassLU. Wenn auch nicht zu leugnen ist, daß der Waren- und Geldmarkt unter dem belebenden Einfluß des Herbstgeschäsles stehen, so ist doch die Lage, der Arbeits- und der gewerbliche Beschäftigungsgrad wenig zufriedenstellend. Tie Bautätigkeit bleibt im laufenden Jahre nicht nur hinter der Jntensivität des Wahres 1906, sondern auch hinter der des Vorjahres erheblich zurück. Im Eisen- und Metallgewerbe war die Tendenz im August nach wie vor flau. Etwas lebhafter war die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Konfektionsbranche, namentlich Schneider und Schuhmacher auf Maß wurden stellenweise gesucht. Jin Handelsgewerbe überivog das Angebot erheblich die Nachfrage. Auch im Verkehrsgewerbe war nach den Ergebnissen des öffentlichen Arbeilsrnarktes, soweit solche einen Schluß auf die allgemeine ivirtschastliche Lage zu- lassen, in keiner Weise eine Belebung des öffentlichen Arbeits- rnarktes zu ertennen. Wie ungünstig im einzelnen der Beschäftigungsgrad in den Großstädten war, mögen nachfolgende Zahlen illustrieren. Es kamen auf je 100 offene Stellen in Kassel 131, Darmstadt 153,6, Frankfurt a. M. 168,8, G i c fj e n 169,8, Hanau 237,8, Kreuznach 297,8, Mainz 250,4, Offenbach a. M. 217,7, Wiesbaden 101,6 und Worms 188,2 Arbeitssuchende. Tie Ergebnisse der Krankenkassenstatistik, deren Schwankung in der Mitgliederzahl wohl den besten Vergleich zu der Lage bcS Arbeitsmarktes bildet, stellten sich in den nachfolgend aufgeführten Städten wie folgt: Der Bestand der versicherungspflichtigen Mitglieder betrug am 1. September in Kassel 6599 (gegen 6633 im Vormonat), Darmstadt 13 472 (13 724), Frankfurt a. Di. 96 481 (96 211), Gießen 5911 (5861), Hanau 7105 (7075), Kreuznach 4679 (4789), Mainz 18 730 (19 280), Offenbach a. M. 19 793 (19 710), Wiesbaden 14 088 (14156) und Worms 7410(7337). Betrachtet man die Zahl der männl, und weidl. Dtitglieder getrennt, so ergibt sich bei den angeführten Kassen, bei den ersteren gegen den Vormonat eine Abnahme von insgesamt 346, bei den letzteren eine Zunahme von insgesamt 47. Ans der Bewegung der Mitgliederzahl läßt sich also eine gegen den Vormonat eingetretene Verschlechterung der Arbeitsmarktlage nicht schließen, vielmehr zeigen die Zahlen eine Stabilität des Arbeitsmarktes. Einzeln betrachtet hat besonders Frankfurt a. M. eine verhältnismäßig größere Zunahme von 140 männl, und 130 weidl., Mainz dagegen eine Abnahme von 450 männl, und 150 weidl. Mitgliedern zu verzeichnen. Die Arbeitsgelegenheit, die sich noch verhältnismäßig am besten anließ, war die in der Landwirtschaft. Wenn Angebot und Nachfrage bei den offenll. Arbeitsnachweisen allein ein getreues Bild der Lage au dem landw. Arbeitsmarkt auch nicht geben, so wird dadurch doch wenigstens gekennzeichnet, wie der Rückgang in den geiverblichen Betrieben manche Arbeiter veranlaßt, sich wieder nach ländlicher Beschäftigung umzuseheii. Aber ans solchen verstärkten Meldungen bet den offentl. Arbeitsnachweisen grundlegende Beschlüße aus eine erhebliche Verminderung des Ärbeitermangels in der Landwirtschaft ziehen zu wollen, dürfte nicht angebracht sein, denn die doch ineistens nur vorüberübergehende Rückkehr einer Anzahl gewerblicher Arbeiter nach dem Lande kann den Arbeitermangel der Landwirtschaft dauernd nicht heben, sondern nur das Aushören der Abwanderung vom Lande in die Stadt, die leider trotz der ungünstigen Konjunktur, besonders nach den Großstädten dauer,id anhalt. Erst wenn hierin Wandel eintritt, wird von einer Besserung der Arbeitsverhältnisse auf dem Lande gesprochen werben können. Vorläufig sind alle Angaben, die als eine erhebliche Besserung des landw. Arbeitsmarktes gedeutet werden könnten, mit Vorsicht aufzunehmen. Wenn auch nicht zm verkennen ist, daß das Angebot landw. Arbeitermaterials in der Minderzahl erstklassig ist, so liegt es doch im eigenen Jntereffe der-Landwirtschaft, sich bet dem Suchen von Arbeitskräften noch mehr ivie bisher der Vermittlungstätigkeit der dem Mitteldeutschen Arbeitsnachweis-Verbände angehörenden öffentlichen Arbeitsnachweisstellen zu bedienen, zumal die Vermittlung vollständig kostenfrei ist und größtmöglichster Wert daraus gelegt wird, den Ansprüchen der Landwirtschaft nach Kräften 9hn ccht mit dieser Marte—demFo^er — dem Garantie» zeichen des Scott» scheu DersahreuL! Sitte zu gefährden". Darauf schrieb ber „Simplicissimus"-Berlay zurück: „Der Boykott ist auch ein Mittel, das geeignet ist, die bestehende Ordnung und gute Sitte zu gefährden. Es eignet sich deshalb nicht für Staatsbehörden." * Verschwundene französische Kriegstrophäen. Der französische Kriegsminister, General Piquart, hat an sämtliche Korpskommandanten einen Be- ehl gesandt, in dem denselben aufgetragen wird, unverzüglich nach den im Kriege 1870/71 erbeuteten Trophäen Nachforschungen anstellen zu lassen. Es handelt sich dabei vor allem um die bei Etrepagny erbeutete sächsische Kanone, um die bei Beaume-la-Rolande genommenen preußischen Kanonen und um die zwei bayrischen Kanonen, die den Franzosen am Tage nach der Schlacht von Colombiöre in die Hände gefallen sind. Auch die bei Dijon erbeutete Fahnck des 61. Pommerschen Infanterieregiments wird gesucht. Alle diese Trophäen sind derzeit unauffindbar. * Wegen des Vor kommens von Diamanten bei Lüde'ritzbucht schweben nach einer offiziösen _ Meldung der „Köln. Ztg." Verhandlungen, die auf ein gemein, chastliches Zusammengehen aller Interessenten unter Gründung einer großen deulfchen Gesellschaft abzülm. Das! Reichskolonialamt sperrte durch Verfügung vom 22. September das für Diamantensunde wichtige Gebiet der Deutschen Kolonialgesellschaft für Südwestafrika für die allgemeine Schürffveih-eit. . _ 3 . * Wenn zwei dasselbe tun, dann i|t es Nicht dasselbe. Daß junge Damen sich für den bunten Rock und dessen Träger interessieren, ist ihr historisch gewordenes gutes Recht, das sie sich nicht streitig machen lassen; daß sie sich auch um die Manöver kümmern, ist nur eine Folge dieser Vorliebe für zweierlei Tuch. Während alle Schulen Jenas am 22. und 23. d. Mts. frei hatten, damit die Schüler den Truppenübungen auf dem historischen Schlachtfelde beiwohnen könnten, wurde den Schülerinnen der höheren Töchterschule — wie eine Leserin der Tägl. Rundsch. schreibt — bedeutet, daß sie auf Urlaub nicht rechnen sollten, da das Manöver kein genügender Anlaß sei, um den Unterricht einer „höheren Tochter" zu unterbrechen. Da die jungen Damen darüber anderer Ansicht waren, griffen sie zur Selbsthilfe und telegraphierten an den Großherzog um Bewilligung eines freien Manover- tages, frei nach jenem bewährten Muster, das ihnen die Gymnasiasten einer kleinen preußischen Stadt — wir erzählten den Fall — im Kaisermanöver gegeben hatten. Sie sollten aber die Erfahrung machen, daß man im Großherzogtum Sachsen-Wcimar-Eisenach nicht immer mit Preußen übereinstimmt; denn statt des erbetenen Urlaubs kam eine Verfügung des Ministeriums, die Absenderinnen des Telegramms zu ermitteln und ihnen ob ihres eigenmächtigen Vorgehens einen Verweis zu erteilen. Und während draußen die Schlacht tobte, saßen in ihren Klassenzimmern die höheren Töchter Jenas und konnten darüber Betrachtungen anstellen, daß, wenn zwei dasselbe tun, es doch nicht dasselbe ist. t „ _. * Eine ganze Stadt unter dem Hammer. Eme merkwürdige Auktion wird am 3. Oktober im rnssisck-en Gouvernement Elisabethgrad stattfinden,: die ganze Stadt Beresoska wird auf Betreiben eines Großkan,manns aus Odes,a, dem die Stadt 240 000 Mark schuldet, versteigert. Die Gemeinde ist völlig verschuldet und außer Stande, den Gläubiger auch nur abzu- fniden, so daß jetzt die ganze Stadtverwaltung und der ganze Kommunalbesitz unter den Hammer kommt. * Eine Nummer des „Simplieissimus" war bekanntlich vor einigen Tagen konfisziert worden,, weil sie ein Bild enthielt, in dem in drastischer Weste die ^astackie behandelt wurde, daß der badische FiSkus Besitzer eines öffentlichen vausts in Heidelberg ist. Man erblickte darin eine Beleidigung des GroßherzogS. Da in einem badischen Blatte jener illustrierte „Simplieifiimus"-Witz als ein Racheakt für das Eiseichahnveroot des Blattes in Baden bezeichnet worden war, gibt der „Loimplicstii- mus" seinen Briefweck-sel mit der badischen Eisenbahn-Generaldirektion bekannt. Diese hatte auf die Anfrage nach den Gründen des Verbots geschrieben, der „Simplieissimus" bringe häufig ^ar- stellnngen, die geeignet seien, „die bestehende Ordnung und gute gerecht zu werden. Gietzener Strafkammer. )( Gießen, 29. September. Des Galiziers Gastrolle. Im letzten Winter wurden aus dem Gesindezimmer eines Oeko- nomen zu Dortelweil eine Anzahl Kleidungsstücke gestohlen. Die Ausführung des Diebstahls mußte von einer mit dem Tatorte und den Gepflogenheiten der Knechte vertrauten Person ausgeführt worden fein, weshalb sich bald der Verdacht auf den kurz zuvor entlassenen Pferdeknecht M. K. aus Galizien lenkte, zumal em früher von ihm getragener Hut mit einer aus dem fragt. Diebstahl her- rührenden Hose in einem Strohhaufen im Felde aufgefunden wurde und K. selbst kurz vor dem Diebstahl Dortelweil besucht hatte. Infolge eines Ausschreibens nahm man ihn zu Michelstadt i. O. fest; er leugnete anfänglich, in Dortelweil gewesen zu fein, gab dies aber später zu, doch von dem Diebstahl will er nichts wissen. Die große Anzahl der Indizien ließ feinen anderen Schluß zu, als daß K. der Täter war, weshalb er wegen Diebstahls mittels Em- fchleichens zur Nachtzeit zu einer Gefängnisstrafe von 1 0 Mon. verurteilt wurde. Em Monat Untersuchungshaft soll auf die Strafe angerechnet werden. Teure Strumpfe. Gelegentlich des Bettelns in Kirtorf hat der Gärtiiergehilse e* B. aus Marburg einem Handelsmann in einem unbewachten Augenblick ein Paar Strümpfe gestohlen. Wie aus den Vorstraf- erften festgestellt wurde, ist es seine Gewohirheit, beim Betteln Sachen mitgehen zu heißen. Wenn auch das Gestohlene einen sehr ■minimalen Wert hat, so mußte doch angesichts der vielen Vorstrafen auf eine erhebliche Strafe erkannt werden, die das Gericht mit sechs Monaten Gefängnis bemaß. Das Geständnis berücksichtigend, erfolgt die Anrechnung eines Monats Unter- fuchungshaft. Gestohleues Werkzeug. In einem Neubau zu Butzba ch hat der Glasergeselle W. S. einem Kollegen den Werkzeugskasten aufgebrochen und daraus verschiedenes Handwerkszeug gestohlen. Er suchte Iich mit der Ausrede zu entschuldigen, er Ijabe geglaubt, das Werkzeug gehöre lemem Meister, und da er solches benötigt habe, sei ihm nichts anderes übrig geblieben, als den Kasten gewaltsam zu öffnen, da er reinen Schlüssel dazu gehabt habe. Früher hatte er behauptet, das Werkzeug gehöre ihm, er habe es schon vor seinem Eintritt bei dem fetzigen Meister gekauft. Ans den verschiedenartigen Angaben mußte geschloffen werden, daß er sich der rechtswidrigen uneig- Gerichts-««^. [] Marburg, 29. Sept. Von sechs jungen Burschen aus Gemünden, die zu nächtlicher Stunde einen fremden Mann angefallen und halb totgeschlagen hatten, mürben heute von der Strafkammer vier zu je 6 Monaten und einer zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Emer kam frei. Als Zeugen tarnen 25 Per- onen zur Vernehmung. Sport. — Fußball. Am Sonntag veranstaltete der Wetzlarer Fußballklub das voii jetzt an alljährlich stattfindende Pokal- p i e l. Ter Pokal, jetzt noch Wanderpreis, muß von einem Klub zweimal hintereinander gewonnen werden, um in dessen Besitz über- -rwehen. Zu den Spielen hatten sich fünf auswärtige Elubs ge- melöet. Tie Ehre der Eröffnung der Spiele hatten der Sitlenburger Fußballklub und der Gießener F.-E. des Realgymnasiums. Realgymnasium verläßt mit einem Siege von 3:0 Toren den Platz, Dillenburg fcheidet also aus. Im zweiteii Spiel sehen wir Marburg .Germania" gegen den Marburger F.-E. Marburger F.-E. siegt, „Germania" muß auf weiteres Spiel verzichten. Im dritten Spiel messen sich der Gießener F.-C. von 1900 II. und der Wetzlarer F.-E. Wetzlar siegte mit 3 : 0 Toren, Gießen 1900 scheidet ebenfalls aus. Im Endkampf messen sich G. F.-E. Realgymnasium und der SUtarburger F.-E. Nach heißem Ringen und zweimaliger Verlängerung der Spielzeit bleibt Marburg mit 1:0 Sieger, muß sich dagegen im letzten Spiel gegen Wetzlar mit 3:1 beugen und so dem Wetzlarer F.-E. die Siegespalme überlagern —^Der sehr zahlreichen Zuschaiiermenge bot sich ein mannichfaltiges egiel Dar. Doch trotz aller Eigenart in der Spielwelse stimmten die meiften Mannschaften darin überein, daß |ie dem Publikum em rastloses, aber auch technisch minderwertiges Spiel vorsuhrten. Daher berührte es die Zuschauer auch angenehm, als sie die durch- weg sehr jugendliche Aiannschaft des F.-E. Realgymnasium die geringere körperliche Kraft durch um so besseres Zusammenspiel erfolgreich ersetzen sahen. __________ KamUieir-Aachrichten. Geboren: Herrn Korvettenkapitän Magnus von Levetzow und Frau Margarete, geborene Gräfin von Schlitz genannt von Görtz, in Kiel, eine Tochter. . Verlobt: Frl. Mathilde Schmidt m Homberg (Niederrhein), mit Herrn Fritz Lenz in Ortenberg «Hessen). — Frau Dorothea Joos, verw. Schäck, in Wetzlar, mit Herrn Eugen Bopp in Stuttgart. Gestorben: Frau Pfarrer Marie Repp, geb. Tempel, tu Gießen. — Frau Ww. Mathias Moses Karoline, geb. Thalberg, in Wetzlar. — Herr Ludwig Keller, Scharmühle bei Rendel. — Herr Heinrich Wilh. Mehl, Restaurateur, in Loblenz. — Herr Ernst Hofmeister, Kupserschniied unb Spengler, in Büdingen. — Frieda Marie Weitzel in Münch-Leusel. — Frau Elisabethe Lanz, geb. Hofmann, üi Maulbach. - Herr Wilhelm Orth, Tachdeckermeister, in Nidda. - Frau Elise Knoll, geb. Meckel, in Braunfels. Spielptaii der Neuen Gietzener Ltedttheaterr. Freitag den 2. Oktober, 8 Uhr: Eröffnung ber ©piel- zeit 1908/09. 1. Freitag-Abonnement-Vorstellung: ,S)ie Jungfrau von Orleans." Von Schiller. Enbe 10’/. Uhr. Sonntag, abends 71/; Uhr, bei kleinen Preisen: „Der Kompagnon. Lustspiel in 4 Akten von Adolph L'Arronge. Ende gegen 10 Uhr. Dienstag, abends 8 Uhr: 1. Dienstag-Abonnement-Vorstellung: Die Jungfrau von CrleanS/ Ende 10“/. Uhr. Mittwoch, abends 7 Uhr: 1. Mittwoch - Abonnement - Vorstellung: „Die Zwillingsschwester." Lustspiel in 4 Auszügen von Ludwig Fulda. Ende qegen 91/, Uhr. Freitag, abends 8 Uhr: 2. Freitag-Abonnements- Vorstellung : „Ein Erfolg." Lustspiel in 4 Akten von Paul Lindau. Ende gegen 11 Uhr. _______ __________ am 29.-30. Septbr. = -t- 20,9 0 C. , 29.-30. , = + 9,3u C. Unserer wohllöbl. Kundschaft, sowie den geehrten Bewohnern von Gießen und Umgebung machen >vir hierdurch die ergebene Mitteilung, daß sich unsere Lithographie, Steindrnckerei und Buchdruckerei vom 1. Oktober ab im eigenen Hause Walltorstratze 77 befindet und bitten, hiervon gefl. Kenntnis nehmen zu wollen. Indem wir für das uns bisher erwiesene Wohlwollen bestens danken, ersuchen wir höflichst dasselbe auch fernerhin in unserem neuen Heim uns bewahren zu wollen. Alle erdenklichen Drucksachen in Lithographie und Buchdruck, als Plakate in ein- und mehrfarbigem Druck, Briefbogen und Rechnungen mit Ansichten ?c. une überhaupt sämtliche Drucksachen für den behördlichen, geschäftlichen und privaten Verkehr finden wie seither ihre peinlich sauberste und stilgerechte Erledigung zu mäßigen Preisen. * a Hochachtend r“Äroow,e Christ L Herr, Walltorstrasse 11. Fe"Ä>w,e schlechte Verdauung Appetitlosigkeit und Blähungen verschwinden bald nach Anwendung von Karn* (5750 Pepsäei-Wem Central-Drogerie, Schulstr. Extra billig | Herren- Dameiä-Stiefel | Mk. 4.^ Damenstiefel, moderne Fagon Paar » » j» g 50 9*52 Boxleder-Schnürstiefel, gute Qual. Boxcalf-Schnürstiefel, elegant Boxcalf-Schnürstietel i. all. Form. 5 90 ■— 6.22 7.52 Herren-Boxcalf-Agraffenstiefel, moder. Herren-Boxcalf-Zugstiefel, sehr haltbar Militär-Stiefel Sdiuh«Tage. Auf meiner Einkaufsreise hatte ich Gelegenheit einen grösseren Posten Schüttwaren bestehend in — Herren-, Damen- und Kinder-Stiefel — sowie Hausschuhe, vorteilhaft einzukaufen, und stelle dieselben von heute ab zum extra billigen Verkaufe, wie folgt. Herren-Agraffenstiefel, dauerhaft Mk. @e= Haus-Schuhe Damen-Hausschuhe, Kordelsohle, z. Aussuchen jedes Paar Mk. 0.65 Damen-Hausschuhe in allen Farben, chic „ fleIO Damen-Tuchhausschuhe, Sealskinfutter „ 1.50 Kameelhaar-Hausschuhe, Ledersohle „ 2.10 Marke „Baer“ Herren- und Damen-Stiefel zu den bekannten Einheitspreisen von 10.50 12.50 14,50 86.50 Mk. Ms Kinderstiefel Boxleder sehr haltbar Schulstiefel 25—26 27—30 3.75 Mk. 4.25 Mk7 31—35 4.85 Mk. Schnhhans Adolf Baer Marktplatz 7 Giessen. Telephon 602 BetMsssrinnchmsg. Wer für den kommenden Winter Fiiytendeckreiser aus den städtischen Waldungen zu beziehen wünscht, wolle dies alsbald auf der Bürgermeisterei Zimmer 15 — anzeigen. Der Preis betrügt 20 Psg. für die Welle und ist bei der Anmeldung zu entrichten. Die Lieferung erfolgt frei vor das Haus. Die Meldeliste» werden am 15. Oktober geschlossen. Hiernach noch eingehende Bestellungen können nicht berücksichtigt werden. Gieyen, den 11. September 1908. ßu/g .Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________________I. V.: Keller.____________________ 1 ♦ Fsrtterliefernug für die chirurgische Vetcrinärklinik in Gießen. Für die Zeit vom 1. November 1908 bis zum 31. Oktober 1909 soll die Lieferung von Heu, Stroh (Maschinen- und Handdrusch), Hafer, Weizenschalen, Futtermehl und Hundekuchen für die chirurgische Veterinärklimk vergeben werden. Ä. Verkauf von Dünger. Der in der Zeit vom 1. November 1908 bis zum 31. Oktober 1909 gewonnene Dünger soll nach dem Gewichte, so wie er sich in der Grube findet, an den Meistbietenden verkauft werden. Reflektanten werden ersucht, ihre Angebote an die Direktion bis zum 10. Oktober d. Js. einzureichen. Die Bedingungen sind in der chirurgischen Vetcrinar- klinik, Frankfurter Straße 94, einzusehen. Gießen, den 28. September 1908. d2°/9 Die Direktion der chirurgischen Veterinärklinik. öamenbinden »SÄ,1 ÄiÄ 5a08 C. Röhr &. Co.. Bahnhofstraße 44. 60 Psg. Von meinem dieser Tage erfolgten Telephon-Anschluß Nr. 732 mache ich meiner verehrten Kundschaft ergebene Mitteilung. Gleichzeitig empfehle ich Meßlatten, Visierstäbc, Zeichentische und alle in dieses Fach einschlagende Artikel. Joh. Lenz, mcdj. Lchrmmi n. SchhaMung 5773) Frankfurterstraße 123. Knaben-Jnstitut Lucius forstbaus bei Gcbzdl (Welterau). —......... - Gegründet 1809. ßerrl. Lage am Hochwald. Gunst. Pensionsbedingungen. ® erfolgreiche Vorbereitungen bis Ober-Secunda der höheren Lehranstalten. nähere Auskunft erteilt Julius Lucius firossberzoal. ßtss. 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Zum Besuche derselben sind alle Knaben verpflichtet, welche während der letzten drei Jahre aus der Volksschule entlassen wor^ den sind, sowie die Schüler der Gymnasien, Nealgymnnsien, Oberrealschulen, Realschulen und höheren Bürgerschulen, welche nach Ablauf des achten Schuljahres austreten, ohne mindestens ein Jahr lang der Obertertia angehört zu haben. Es haben sich einzufinden: Montag den 5. Oktober, nachmittags 2 HOr alle schulpflichtigen Kaufleute, soweit dieselben nicht die fnunnänuiidjc Fachschule besuchen, Schreiber, Schriftsetzer, Buchbinder, Geometer, Photographen, Graveure, Vitographen, Mechaniker, Maler, Lackierer, Friseure, Ausläufer, Hausburschen, Gärtner. Montag den 5. Oktober, nachmittags 5 Uhr- alle schulpflichtigen Maurer, Steinhauer, Zimmerleute, Dachdecker, Spengler, Schlosser, Sckireiner, Glaser, Weihbinder, Eisendrehcr, Installateure, Instrumentenmacher, Schmiede, Techniker. Dienstag den 6. Oktober, nachmittags 5 llbt alle schulpflichtigen Bäcker, Schneider, Schuhmacher, Sattler, Tapezierer, Wagner, Kellner, Köche, Metzger. Mittwoch den 7. Oktober, nachmittags 4 Uhr alle schulpflichtigen Tagelöhner, ferner diejenigen Schüler der Nachbargemeinden, die abends in ihren Heimatsort zurllckkehren, aber zum Besuche der hiesigen Fortbildungsschule angemcldet worden sind, sowie alle übrigen Schulpflichtigen. Unter Hinweis auf Artikel 25 des Bolksschulgesetzes, wonach Lehrberren, Dienstherren und Arbeitgeber ihren Lehrlingen, Dienern und Arbeitern die zum Besuche der Fortbildungsschule nötige Zeit bei Meidung polizeilicher Strafen einzuräumen haben, ersuchen wir die Genannten, sowie die beteiligten Eltern, Bormünder usw., den Schulpflichtigen von vorstehender Bekanntmachung rechtzeitig Kenntnis zu geben und sie zum regelmäßigen Besuche der Schule au- zuhaltcu. Unentschuldigtcs Fernbleiben wird vom ersten Schultage • an unnachsichtlich bestraft. (B“/^ Gießen, den 26. September 1908. Dasaufeinem ganz neuenPrinzip beruhende Mannesimnliclit SfiMÖO 10000 Ls.«. 5000 Hühneraugen und Hornhaut entfernt in kurzer Zeit Radikal per Fläschchen 50 Pfg. Germani a-Drog erie Carl Seibel. 5792 ’’M 'i-i unfexe frage fei mi vorliegenden Fall recht schwer. Eine Lepotuiiter- vom Gerichtshof abgelehnt. Ein zweiter Junge angekommen. Giessen, 30. September 1908. 08049 Ächtung Ächtung leuenPrinzip ie 5 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust, gegen Acker auf 6 Monate Gefängnis. Letzterer nimmt ine Strafe sofort an. Die beantragte Haftentlassung Rothschilds wurde Lehrer Kling und Frau Elisabeth geb. Senssfelder. e* 5820 lüfte bei seinen^ großen Spettilationen auszugleichen s !rnsPrecher seither 5qq hast' i Uhr 'M die lauimännifche aumbinöcr, Geomelrr, miler.Mler, Lackierer, ittagö 5 Ubr üiimerkute, Lnchdecker, MBbinber. liücnbrebcr, ie, Techniker. ittags 5 Ubr macher, Sattler, Tape- littags 4 Ubr iigen Schüler der Nach" iort zurüÄehren, aber ile angemeldet worben WichulgescheS, wonach enVcärlmgen, Dienern ungäfäule nötige Zeil n haben, eriuchen wir Vormünder uiw., den junn reÄlzeiügSeM- nuche der SM an- vom trilcn Schultage (B®|9 Kaufe Samstag morgen den 3. Oktober 1908 in Gießen auf dem Marktplatz jedes Quantum gepflückter Zwetschen, sowie bessere Sorten Aepfel zum angemessenen ^Preise an. 5816 Klein, OLst-tirossbandluüg in Köln. fie;m , =ctni un§ >o/ eine . u i/o elektnscb, ;oratire Wirkung, an Billig61* 5 io fache, ■ngskosten malen bezahlt, dicht ne anzubringen- fordere w«i« , die den W affli“ In llcn l CltiHC U i u ujuiuh v* v v. — - - " — ver- hofft, daß der starke Regen, der seit gestern fallt, das Feuer Rechtslehrer lÖfchen wird. ------------- --- Greginal-Drahtmeldungen. R.B. Darmstadt, 1. Okt. Die Eröffnung der Olbrich- Gedächtnis-Aus st ellnng fand heute vormittag 11 Uhr durch den Großherzog statt. Zum Emp^ fang waren außer der Witwe Minister Braun, Geh. Ober- regierungsrat Dr. Wagner, Oberbürgermeister Morneweg, Geh. Kabinettsrat Römheld u. a. anwesend. Der Großherzog besichtigte in Begleitung der Frau des verstorbnen Künstlers, der obengenannten Herren und des Architekten Krug, eines Schülers Olbrichs, der das Arrangement geleitet hatte, die 100 Rcummern umfassende Ausstellung und sprach sich sehr befriedigt darüber aus. Im Atelier Olbrichs war das große Bild des Künstlers mit Lorbeer geschmückt. Paris, 1. Okt. Der „Eclair" meldet aus Tangers Unter den Eingeborenen von Tafilot herrscht große Erregung. Die Eingeborenen wünschen, die Niederlage der Harka bei Bu Tenib zu rächen. Verschiedene Kaids durchziehen das Gebiet, um für den heiligen Krieg Propaganda zu machen. Die französischen Behörden treffen Maßnahmen, um für alle Eventualitäten gerüstet zu fein. Muley Hafid aber mache keinerlei Anstrengungen, dreiem Treiben ein Ende zu bereiten. , Konstantinopel, 1. Okt. Die Zeitungen melden, daß der Großwesir Kiamil Pascha, der Minister des Innern, L>akki, und der Minister des Aeußern, Tewfik, unmittelbar nach der Eröffnung des Parlaments ihre Entlassung nehmen werden. Der Zeremonienmeister des Sultans hat gestern seine Demission eingereicht. Die Pforte soll ihm einen Vorwurf daraus gemacht haben, daß der bulgarische Vertreter Geschow jüngst noch an einer Kollektiv-Audienz der fremden Diplomaten beteiligt war. London, 1. Okt. Daily Telegraph meldet ans dem fraacu Der gestrige Ministerrat beschäftigte sich mit der Weigerung des Präsidenten Castro, ein zweites holländisches Memorandum durch Vermittelung des utfchen Vertreters entgegen zu nehmeir Es 'heißt, der deut,ehe Geschäfts- kväger werde trotzdem fortfahren, die Interessen Hollands ui Venezuela wahrzunehmen. Märkte. nimburg a. d. 2ahn, 30. Sept. Fruchtmarkt. Durch- schnillspreis pro Platter. Roter Weizen (guter ''asiamfcher) 17,00 i'lf., weißer Weizen (angebaute ^remdsorten) 15,80 Mk., Storni 13,00 Mk., Gerste 9,00 Alk., Hafer, neuer, 6.65—0.00 Mk., alter 9.00—0.00 Mt., Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln 5-6,00 Mk. — Alles je nach Qualität. , „ .... le. Frankfurt a. M., 1. Okt. (Telege. Orig. - Bericht des. Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viebmarkt- p reife. Rum Verkaufe standen. 14 Ochsen, 000 aus Oesterreich 3 Bullen, 0 aus Oesterreich, 116 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 957 Kälber, 302 Schafe und Hammel, 946 Schweine, 13 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 13 Schaflämnier. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 80—83 Alk., 2. Qualität 73-75 Mk., 3. Qualität 60-6o Mk.; Bullen: 1. Qual. 66-68, 2. Qual. 62-64; Kühe 1. Qualität 74-76 Mk., 2. Qual. 66—67 Alk., 3. Qual. 54—56 Mk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5* Qual 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 92 bis 95 Pfg., Lebendgewicht 55—56 Psg., 2. Qualität 78-86 Pfg., Lebendgewicht 46-51 Psg., Schlachlgetv. 68-70Psg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 80 bis 00 Pig.,' 2. Qual. 65—70 Psg. Schweme: 1. Qual. 70—71 Pf., Lebendgetvichl 55,5-00 Pf., 2. Qual. 68-69 Pf., Lebendgewicht. 55 0-00 Pfg., 3. Qu al. 62-67 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gedrückt, Ueberstand mittelmäßig; bei Kleinvieh out, kein Ueberl'tnnb. Der Angeklagte beantragt, ein von ihm über feinen körperlichen Zustand verfaßtes Schriftstück zur Verlesung bringen, da es ihm unmöglich sei, dessen Inhalt vorzutragen. ^,ie Schr f cntha^" eine Auskunft, wonach er feit einem Jahre |o leidend sei daß er unter allgemeiner Willensloftgkett leide. - ' Der Vorsitzeüde erklärt, daß nach dem Gesetz die gewünschte Verlesung von Schriftsätzen nicht zulässig sei. Medizinolrat D». Saiertorn bemerkt ba6 er mrt R°t> schilo über dessen Straftaten niemals gesprochen hat, ut hat ihn als Arzt behandelt und sich über seinen Zustand oster Mit. ihm unterhalten. Dabei hat der Sachverständige nie einen geistigen Defett an ihm wahrgenonrmen. Er musfe nn Gegenteil sagen, Rothschild sei ein geistig gut veranlagter uuc.hgentcr Mensch. Dies gehe aus der Llrt nud Weise hervor, wie er bu Machen- sckwften vorgcnommcn hat, ohne daß jemand davon ctiuay mertic. Damit ist die Beweisaufnahme erschöpft. Tie Fragestellung an die Geschworenen lautet bahiu: 1 ob Rothschild einen betrügerischen Bankerott begangen, 2. ob er eine Devotunterschlagung iin Sinne des d 11 des Gesetzes vom Juli 1906 betr. der Pfl ich en der Käufteute bei Aufbewahrung ftemder Wertpapiere begangen und ob endlich im Fall der Bejahung der Fragen 1 und 2 mildernde Umstände vorliegen, 3 ob Acker schuldig der Beihilfe dcS Verbrechens der ^.epot- unterschlagung und ob im Falle der Beiahung dieser Frage mildernde Umstände vorliegen. Oberstaatsanwalt Theobald erklärt einleitend, der kranke Mann könne überzeugt sein, daß es für ihn wie für die Geschworenen und den Gerichtshof keine angenehme Aufgabe sei, über ibn Recht zu sprechen. Wenn man sich auch emes gewissen Mitgefühls mit dem leidenden Menschen nicht versagen könne, so müsse man doch seine Pflicht tun. Dabei sei es gleichgültig, ob Rothschild die Strafe zu verbüßen in der Lage sei, es durst dies kernen Einfluß auf das Urteil haben. Ausfallend könne es erscheinen, daß man die Straftaten des Mannes in zwei perlen zur Aburteilung gebracht habe. Plcui hätte zweifellos einen grund- lickieren Ueberblick über die Sache erhalten, wenn dessen ganzem Gebahren vor dem Schwurgericht eingehend aufgerollt worden sei Man hätte auch der Verhandlung eine breitere Grundlage geben können. Aber dieses sei imtecbltben in ^cksicht aiif den fEklagten Rothschild, den inan nicht für fähig gehalten habe, 'eimw mehrtägigen Vei^ndlung vor den Geschworenen folgen zu können. Tie Sache müsse zu Ende geführt we^en . unS beni Rechtsäefühl der Bevölkerung so bald als möglich eine Sühne aewäbrt werden Ter Vertreter der Anklage geht dann auf den betrügerischen Bankerott Rothschilds naher ein. R. habe zugestanden, daß er bei seiner Flucht 1400 Mk. mitgenommen, dihm Betrag also den Gläubigern entzogen hat Die aufnahme habe dargetan, daß Rothschild E 2v Fwbruar 18 000 Mk. von Kaufmann bekam, wovon er l.>000 -'lF. *i|r Deckung verfügt worden war. . . Viele englische Textil-Industrielle haben ben Garnspinnereien in Gent (Niederlande) bedeutende Auftrage erteilt, da sie in f o l g e d es Au s standes der englischen Garnspinner dort nicht mehr ausgeführt werden können. Auf verschiedenen Stationen in O st r u m e 11 e n sollen b u l - aansche Soldaten die Beamttnsamiliender Lrientbahnen vertrieben und die Wohnungen z e r st ö r t haben. Ein Beamter der Bahn wurde wegen Widerstandes verhaftet. Tie E h o l e r a st a l i st i k verzeichnet in Peters b u r g bis gestern mittag 223 neue Erkrankungen und 93 Todesfälle, üne Zahl der Kranken beträgt 1836. a Die Waldbründe in Ottawa dauern fort. Das peuer erreichte die Ortschaften Lake Ai ej an tu und 21 g ne 5. Man Seemannsmijfion iu Grohbritannkn. Man schreibt uns : Eine Sache, die das große Interesse, das ihr in weiten Kreisen entgegengebracht wird, vollauf verdient, ist die deutsche evangelische S e ern anns m i s siv n in Großbritannien. Sic leistet nicht nur eine recht schätzenswerte Arbeit in der Pastorierung unserer seefahrenden Landsleute, die in großer Zahl, man sclKtzt sic auf ca. 40 000, in Iden britischen Häfen jährlich verkehren, auch die hohe wirtschaftliche, nationale und sittliche Bedeutung, die ihr unstreitig zukommt, ist wohl zu beachten. In den Seemannsheimen der Mission finden unsere Seeleute freundliche Aufnahme, gute und billige Wohnimg, während ihres Landaufenthalts und die Les^immer bieten, den kürzere Zeit im Hafen Weilenden einen gemütlichen Aufenthalt und Gelegenheit zum Brieftchveiben. Ohne diese Einrichtungen wäre der Seeinann, zumal im fremden Lande, meist auf die mehr oder weniger zweifelhaften Wirtshäuser und Spelunken angewiesen, wo ihm der größte Teil und nicht selten der letzte Pfennig, seines in Sturm und Wetter sauer verdienten Geldes auf die eine oder andere Weise aus der Tasche genommen würde. Im letzten Jahre allein sind der deutschen Seemannsmission in Großbritannien 180 000 Mark Lohnersparnisse anvertraut worden, von ,er in °arlf Lotten®' H t unö )ii0tc,L|b li»lv y (5750 «u«"* Mein rie Scimlstt' (j.Droö6116’ :: Kinder-Kopfbedeckungen :: Alle Herbst-Neuheiten in Mädchen-Mützen II Knaben-Mützen Schirm-Mützen || Sport-Mützen Filshüte, Mützen für kleine Hinder Neueste Formen. — Moderne Ausführung. 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Die deutsche evangelische Semiannsmifiiost in Großbritannieii verdient in der Tat unsere höchste Auftnerk- samkeit. ———— Kleine Tagcschronik. Im Rheinhafen in Mannheim brach gestern abend ®1 B^i t>erC allgemeinen Rentenanstalt in Stuttgart sind für die ri e p v e l i n - S p e n d e fünf Millionen eingegangen. ~ Der Minister ordnete die sofortige Wiedererösimmg des Nur n- berger Biehmarktes an, dessen Schließung wegen Ausbruches der Maul- und Illauenseuche in einem Gehöft bei Ansbach GerichtsdacrL. Berlin, 30. Sept. In dem Schöneberger Frauen- m o r d - P r o z c s s e ist der Angeklagte Wagner, der beschuldigt wurde, im Dezember 1907 die Prostituierte Emma Zlauma ermordet und den Leichnam zerstückelt zu haben, der Zlanuia Zu- hälterdiensl geleistet und mehrere der Zlanina gehörige fachen rechtswidrig sich ungeeignet zu haben, wegen Totschlags, Zuhalterei und Unterschlagung zu IO'/j Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Magdeburg, 1. Okt. Während der Verhandlung vor dem Schwurgericht, vor dem sich der Bankier Siebert ivegen ttonkursvergehens zu verantworteii Halle, niachte dieser einen Selbstmordversuch. Die Verhandlung mußte msolgedesfen vertagt werden. rnrd Spiel. Die heutige 16. Partie im S ch a ch w e t Hk a m p f Lasker- Tarrasch enbete mit dem Siege Dr. Laskers. Damit ist der Wettkampf zu Gunsten von Lasker beendet, der 8 Siege verzeichnet, während Tarrasch dreimal geivann und fünf Partien remis wurden. In der heutigen Partie setzte Tarrasch in guter, vielleicht befferer Stellung eine Figur ein — nn 26. Zuge — und gab bann sofort auf. verdient, toot.cn jeher der Teilhaber 7000 TOT. erhielt. 1^2/93, von Wechseln »«to nbet I» wurde unsenügenh^verdient, weS^-lb d/s ^mEdttar . dies ioaenannte Reitwechsel, es Geschäft austrat. Tas Vernwaer..Roth, chrlds betrug^damals 10 000 M-ckst-dt sug^-n, e, nnc. ^tgläubigeu Tritten. Mark. Tw Herauszichung dcr E'nlage von ^>>006 MI aus dem Jnm 24 Februar für 18 000 Mk. solck>cr w<» ^aufiMitn zu Geld machen lassen, ein Beweis, trauen bei aß und fremde» Geld ms Geschäft bekam. 1834 Mie d ujm bcn mit Vermögenswerten zu tun hatte. Firma Verluste m 5)ohe von wp 'aebilrf't lSOö/OG der Depotuntarschlagung in allen 7 unter Awlust auszugleichen, eine Einlage von 30 000 « gebüßt 1^9o/9b fteSXt Fällen hat Rothschild begangen, dies, hat die hatte die Firma nach der Bilanz einen Verlust von 52oo Jet. Lsl croebtn Es müssen die Gesckpvorenen die L-chuld- wurde nun das Betriebskapital durch un Mital'Konto - sollen Sinne der Anklage bejahen, da die Zurechnungs- willkürlich um 60000 Mk. höher 0^3^ . 1896^wurde die I Begehung der Tat nach dem Urteil Lebensversicherung als Vermogensobfekt m ^r ^rftcherten Hohe I v^ackverstchidigeu gegeben sei. Ter Oberstaatsanwalt erklärt, von 15 000 Mk. unzulässig m die Bilanz eingestellt und ebenso des, ^^gLage, für die Zubilligung mildernder Umftänjx der Wert des Hauses unverhaltwurde^' Der zu Plädieren. Weite Kreise der Provinz seren durck) die Schuld durch eine Ueberschulduna von 20 000 '^. verdeckt wurde Rothschilds in Müleidenschaft gezogen worden rind zahlreiche arme Sachverständige teilt mit, W MW 'iMtä tft»in Ä temiin eingebüßt. Für Rothschild könne ftellung sein Vermögen aus 103 000 Mk. angegeben habe, wahrend Milde finden, deirn er habe burd) eigene <-chuld, durch er tatsächlich mit lV 000 Mk. Überschuldet war. ,1902 betrug I moNo Spekulation 2 Mülionen Mark leichtfertig verloren. Durch die Ueberschüldung 28 000 Mk. Seü dieser: Zeit M Bilanz, System durch Lug und Trug habe er es fertig dagegen beginnt hier ein fingiertes Conto A. -^Aer, das al^ | das Vertrauen anderer zu tauschen. Aus diesen Gründen Spettilationskonto Aufschtuf; gibt, wie die Überschuldung de^ 9 . j>em Hauptschuldigen in der Sack>e mildernde Um- lstothschild von Jahr zu Jahr zunahm. Dief^ Konto Meyer schließt l b । D -agen_ Der Angeklagte Acker sei schuldig der Bei- init einer Kette von Verlusten ab ^^^^^OOO^M^k 1906 Hilfe der Depotunterscylaguug, nicht in .Ken Fällen Auch tritt LAW K=n3»°1350 0Ö0m dnfur ein, drr,E mrllnrn^ Umstande fe- Dieses Konw Meyer ist von Acker, gefüh-l worden er wußte -S^V^eidiger RotMilds, Reck^m^alt Raab, führte den also ganz genau, rote die Dinge bei Rothich ld stan^n Acker Geschworenen alle Gründe vor, die die ^at Rvthschildv in Nick- meift daraus Hill, daß er das Hauptbuch geführt hat, also au(ö I j1PTrnt erscheinen lassen. bas Konto Meyer habe führen müssen. Der Vorsitzende bemerkt Verteidiger der Angeklagten Acker Rechtsanwalt Men- hierzu, Acker habe doch genau gewußt, was es nut dem ÄDitto , . , . daß das allerbedauernswerteste Opfer des Meyer auf sich hatte. Der Sachverständige erklär wette , daß f ^thschild fein Klient sei. Die Prüfung der RechtS- 1906 von Rothschild eine Lermogensaussrellung erwlgt sei, wod ^ 9 vorliegenden Fall recht schwer. Eine Lepotunter- nach das Vermögen 178 000 Mk. betragen habe. WM in8/ wie sie das Gesetz wollte, liege überhaupt nicht vor. ftellung habe Acker die Unterlagen geliefert, die tatsächlich falsch sjtebe g^^nden Papiere seien sämtlich verpsandet toorben, waren, denn bas SpekularioiiSionto Meyer war daoei ausgelancl.. später von ben Banken, denen sie verpfändet waren, Auch sonst sind bei diesem Vermögensnachweis die Zahlen ™1H raerben mu^ten/ fei gleichgültig. Namhafte Siechts. . kürlich erhöht und wissentlich falsch angLgeben. Mangelnd^ Ka- ^1 Olshausen seien der Ansicht, wenn der Verpfänder pttal hat Rothschild veranlaßt, Geschäfte zu Niachen,dieei üi fct/ cr tonne das Pfand demnächst imeber einlösen, reelles, solides Bankhaus nicht machen darf. Es sei uvzweifelyaft, , . ^ine Aneignung vor und es könne eine Unterschlagung bann daß jemand, der über kein eigenes Kapital verfuge, ®betulation»' begangen sein Ob Rothschild in der Lage war, die ver- geichäfte, bei denen die Differenz Ultimo ui aussugleichen sei, ^nbete^ sjflpierc einzulösen, sei gleichgültig. Der Angeklagte überbau# nicht habe machen dürfen. Der ^vchverstand.ge ve- ' erklärt, er sei der Ansicht und es hatte Rothschild merkudaß Siothschttd alle diese Machenschaften vPr'einemP^sonal ^ud)1) ^nnen, die wenigen Tausend Mark zu bekommen, um mit einem großen Geheimnis umgab, Ganze Stoße.Briefe habe P^s^re wieder einzulösen. Es standen der Firma Wechsel cr aufgefunden, nach denen der Ehes 'cui Personal ub^ gcroilK Ober-Mockstadt in Hülle und Fülle zu Gebot. In erster Händel nicht klug werden lassen woll c. Bis 1903 sei aNsUneymen, bat bcr Verteidiger um Freisprechung seines Klienten, icden- daß Acker in gutem Glauben gerne,en fei, a&er nata habe .er Qbcr ll)ürbcn die Geschworenen ihn nicht ms Zuchthauv wissen müssen, wo hinaus sein Chef fteuen Auf ^eftagen gibt ^^n wollen und deshalb die mildernden Umstande beiahen Bücherrevisor Zubrod an, daß un Sabre 1907 die Kchft in Ober ^ach erfolgter Rechtsbelcbrung ziehen sich die Geschworenen MiZstadt 705 000 ^eWd©eröftt^tuij«en «egen;| Beratung zurück, die 1 Stunde 25 Minuten dauert. Der Über eingegangen sei. Weiter sei richtig, daß bie ^Ebanttieleir |)bmann P^scssor Fro m m c (Gießen) verkündet den Wahrspruch. stelle Gelnbausen am .25 ,Februar,' also ^nen Tag vor dm ^^et aus schuldig unter Versagung mildernder Umstande für Flucht Rothschilds, persönlich 10000 Mk- zur. Mchse deckuns Schild und aus schuldig unter Beiahung mildernder Umstände Frankfurt erhalten hat. Am 22. Februar seien 5000 Mt. auf einen Wechsel Schaarmann in Gelnhau,en bezahlt worden. Die Spe- Oberstaatsanwalt Theobald beantragt, gegen ben Haupt- kulationsgeschäfte auf dem Konto Meyer beliefen sich 1907 aU| I 5 Qa()re Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehren- 22 Millionen Mark und 1908 auf 16 Mill. Mk. I ite auf 10 Jahre und gegen Acker 8 Aconate Gefängiiis aus- Acker bemerkt hierzu, es seien alle Monate ein und dieselben Aste auf Ankläger erklärt, es sei nicht möglich, die Strafen, Poften gewesen, deren .Differenzen ausgeglichen wurden und die ©traframmer bereits ausgesprochen habe, heute hier heran- bann erneuert worden seien. . , &nntn Rnrck zuzichen, um eine Gesamtstrafe zu bilden, da das Straftammer- Der Sachverständige Ft nach denr Befund bcs^nto Bur« nidfc rechtskräftig ist. Es müsse dies spater m einem Ansicht, datz dessen Einlage^nicht^ hmgereicht^hat, die ^>er sonderen Verfcchren geschehen. . lunc uei icuulu tiLUD^u ^ohhpti» Die beiden Verteidiger beantragen, eine geringe Strafe aus- Oberarzt Dr. Kr amer bon ber Lan^s-^Eiianftalt Deppen . Der Verttcter Rothschttds beantragt, biesen wegen beim bemerkt, daß Rothschild bei Abschluß ber unter ln^ 5 w jeibenben Zustandes ans der Hast zu entlassen. Ä KÖ°b°- S Ä Es ergebt Urtri! gegen d°n Angek-agten R-thschNd auf '’frt seines Handelns sei erwiesen, daß er sich klar bewußt war, 5 Jahre Zuchthaus und 10 ^ahre Ehrverl «irchliche Nachrichte«. J§rae!itizche Heiigionsgemeinbe. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage), Samstag den 3. Oktober 1908: Vorabend 5.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbatausgang 6.45 Uhr. "voraussichtliche Witterung für Hesse» am Freitag ben 2. Oktober: Fortbauernb heitere und trocken. Temperatur unverändert. 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