Nr. 218 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiehenerZamilienblStter; gmeimal wöchentl.Areir- blatt flirden XretrGiehen (Dienstag und Freitag); zweimal moncul. Landwirtschaftliche Seitsragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 61 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Erstes Blatt 158. Jahrgang Mittwoch 16. September 1908 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'fche« Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulfttahe 7. Vezu gSP ret S: monatlich 76Ps., viertel« jährlich Mk. 2J2O; durch Abhole- u. Zweigstellen nurnatlich 6ö Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel« jährl. auLschl. Bestellg. ZeilenpreiS: lokal IbPf^ auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil, für -Feuilleton" und .Vermischtes": Ernst Anderson: für -Stadt u. Land" unb„(5ericbtd- faal": E. Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. Versammlung mit einem brcifadKu Hoch auf Deutschland und unser engeres Vaterland Hessen. Zur Klärung der Lage vor den Wahlen hat die Darm« städter Versammlung jedenfalls nicht tvenig beigctragen. Die Manöver des (8. Armeekorps. (Original-Bericht d Gießener Anzeigers.) I. Der Krieg im 5-ricben hat feit zwei Tagen begonnen. Im südlichen Westfalen und im westlichen Teile von Hessen, fast durchlveg auf preußischem Gebiet, haben die Exerzitien und Schulübungeil in den größeren Verbänden ihr Ende gefunden. Die Regimenter, und ungefähr eine Woche später die Brigaden sind vom kommandierenden General besichtigt worden. Dann folgte allgemein noch ein Rasttag und die Feldübungen der Infanterie-Regimenter nahmen ihren Anfang. Zu diesen Hebungen werden die anderen Waffen heran» gezogen. Die Parteien haben in den Brigaden eins, verschiedene Stärke, da unser Armeekorps, eines der stärkeren ist, bei dem der Etat der Infanterie, nicht mit den traditionellen 24 Bataillonen abgetan ist. Im Wanöücv hat das Armeekorps 9tr. 18 an Stelle der Friedensstärke von 28 Bataillonen, über deren 31 zu gebieten, da das Schul- Bataillon Biebrich mit ansmarschierr und die kleinen Regimenter Nr. 166 uird 168, je ein drittes Bataillon ddu Reservisten zu formieren pflegen. Diese Reserve-Bataillvkie bilden natürlich für alle Interessenten einen Punkt der triti- schen Nächstenliebe. Zum Ruhm der wacleren Reservisten wollen wir hier aber gleich der Wahrheit die Ehre geben, indem wir aus eigener wiederholter Anschauung ein für allemal festlegen, daß diese Neseroisten-Bataillone, das Auge der Führer nicht zu scheuen brauchen. Besonders impv- nierend stehen die Alten auch in der Parade und ihr Vorbeimarsch ist immer tadellos. Die Stärke der Abteilungen, die im Anfänge des Ma. növers gegeneinander den uriegspsad beschreiten, ist folgendermaßen: Tie 11. Infanterie-Brigade unter Generalmajor Frhr. v. Süßtind verfügt über 7 Bataillone, die Regimenter 87 und 88 und die Unteroffizierschule, hierzu kommen die Ulanen Nr. 6, mit 5 Eskadronen und das Feldartillerie-Regiment Oranten Nr. 27, ferner eine Pionier- Kompagnie. Die 42. Jnfaulcrie-Brigade hat 9 Bataillone Infanterie, die 'Jiegünentcr 80, 81 und 167, die Dragoner 9h:. 6 mit 5 Eskabrons und das Feldartillerie-Zteguneut Frankfurt Nr. 63, sowie ebenfalls eine Pionier-Kompagnie. Die 49. Brigade (die erste Hessische) ist ebenfalls 9 Bataillone, 5 Eskadronen und 6 Batterien stark (Reg. 115, 116 und 168, Dragoner 23, Feldart.-Regr. 25) sowie ebenfalls eine jtonp pagnie Pioniere. Am schivächsten tritt öte 50. Jnf.-Brig. auf, die nur über 6 Bataillone, 5 Eskadronen, 6 Batterieeu und eine Pionier-Kompagnie verfügt. Hier sind die Negi- menter Nr. 117, 118, Dragoner 21 und Feldartillerie Nr. 61 vereinigt. Gleichwie die Infanterie ihre großen Exerzierübuugen vorher abgemacht hat, haben auch die Reiter- und Feldartillerie-Regimenter, im Regiments- und Brigade-Nerbande geübt Die Artillerie hat auch im fremden Gelände ihre seldmäßigen Scl)ießübungen abgehalten. Tie Truppenteile jeder gemischten Brigade bilden nun zwei Parteien, die ein oder zwei Tage unter das Kommando der älteren Stabsoffiziere, also der Regiments-Zlvmmandeure und Oberstleutnants gestellt werden und die nun gegeneinander üben. In der 41. Brigade, unter Befehl des Generalmajors Fri>r. v. Süßkind, haben die Obersten v. Bredow (87; und v. Dewitz (88) die Parteien geführt. Bei der 42. Brigade unter Generalmajor v. Besser, die Obersten v. Eonta (80;, Prinz Friedrich Jiarl von Hessen (81) und v. Branconi. Bei der 49. Brigade unter Generalmajor v. Francois, die Obersten Die heutige Nummer umfa&t 10 Seiten. wie stehen wir heute zu Zrankreich? Die Meldung französischer Blätter, daß der deutsche Kaiser im Anschluß an die Kaisermanöver im Reichslande französtschen Boden betreten werde, hatte wohl nirgend mehr überrascht als im Deutschen Reiche. So wenig glaublich erschien diese Meldung. Nun hat der Steifer französischen Boden in der Tat nicht betreten, und in Paris wird jetzt von berufener Seite — wie es in einem Telegramme des Wottsschen Bureaus heißt — festgestellt, das; der deutsche Geschäftsträger Frhr. von der Lancken der französischen Regierung mitgeteilt habe, der ftaifer beabsichtige von der Hohkönigsburg nach der Schlucht bei Eolmar im Automobil einen Ausflug zu unternehmen. Da der Kaiser hierbei in die Nähe der französischen Grenze gelangen werde, und von jenseits derselben ein zahlreiches Publikum zu erwarten sei, so habe der Geschäftsträger nicht verfehlen wollen, die französische -Regierung von der Absicht des Kaisers zu benachrichtigen. Diese nachträgliche Erflärnng des offiziösen Telegrapyenbureaus scheint nun eine Annahme zu bestäti- zeu, die in den Hamburger Nachrichteti ausgesprochen wird, hiernach soll auf deutscher Seite die Erwartung bestanden haben, daß Frankreich wenigstens einen höheren Offizier jur Begrüßung des Kaisers an die Grenze schicken würde. Diese Erwartung hat sich nicht erfüllt, und so hat der Kaiser die Einladung des srcrn höfischen Grenzkommissars abgelehnt, den französischen Aussichtspunkt Hoheneck zu besuchen. Der Kaiser hat es wahrend feiner ganzen Reg.erungszeit nicht an Versuchen fehlen lassen, die Franzosen ihren alten 'tKoll vergessen zu machen. Auch der Paradetrinkspruch des Kaisers auf dem Polygon zu Straßburg war ein solcher versuch, den Franzosen den Weg zur Versöhnung zu ebnen. Der Kaiser sagte bei dieser Gelegenheit, er habe eine Menge -alter französischer Soldaten angetroffen, „Sie standen — so mhr er fort — einträchtig nebeneinander, die Kämpfer oit Solserino, Magenta, Inkerman, Cebastopol, die unter Hosquel, St. Arnaud, Pelissier und Forey gestanden, und neben ihnen, mit dem Eisernen Kreuz, die Kämpfer des 'Hinzen Friedrich Karl, Generals Steinmetz und vieler an Seren deutschen Heerführer. So muß es sein! Wo echter "soldatischer Geist lebt, da finden sich Soldafenherzeu zu- ßammen." Auf die Franzosen find diese schönen Worte Les Kaisers leider ohne Eindruck geblieben. Sie können ■mb wollen nichts vergessen, das hort man von ihnen bei jiber Gelegenheit. Es ist heute wohl noch nicht viel anders «ls zu der Zeit, da die Kaiserin Friedrich Paris besuchte »nb dabei manche unerfreuliche Zwischenfälle erleben mußte, jo daß sie sich genötigt sah, weiteren Unannehmlichkeiten «urch eine beschleunigte Abreise von Paris aus dem Wege QU gehen. Unser Kaiser hat trotzdem nicht aufgehört, die Zranzosen mit Liebenswürdigkeiten zu überhäufen. Er Hal Lei jeder Gelegenheit französische Staatsmänner, Militärs, belehrte und Künstler ausfällig ausgezeichnet, aber alles das hat eigentlich nichts an dem Verhältnis des franzöfischen Volkes zu uns geändert. Man blieb dort kühl und mehr Ober weniger höflich reserviert. Wie wir heute zu den sFrauzosen stehen, lehrt uns jeden Tag die Marokko- angelegenljeit. Wer die Entwickelung der Marokkofrage genauer verfolgt, sieht deutlich genug, auf wie wenig Woyl- trollcn wir bei den Franzosen zu hoffen haben. Es ehrt unfern Kaiser und sein ehrliches nur von dpn besten Friedensabsichten getragenes Wollen, den Franzosen d^ Aussöhnung mit dem nun einmal bestehenden Zustande zu erleichtern, aber besser wäre es vielleicht doch, wenn alle weiteren aussichtslosen Versöhnungsversuche unterblieben. Es ist wicht unmöglich, däß sie uns mehr schaden als nützen, und |rie erwecken leicht falsche Deutungen im übrigen Auslande. I Wir haben es Gott sei Dank wirklich nicht nötig, anderen nachzulaufen, um ihnen unsere Liebe und Freulkdschaft auf- zudrängen. E. A. Dr. Strefemann über Reichspolilll. Von den Reden, die auf der nationalliberalen Landesversammlung in Darmstadt am Sonntage gehalten wurden, müssen wir noch die Rede des Reichstagsabg. Dr. Stresemann über Reichspolitik nachtragen. Zunächst wies Redner, der in seiner amtlichen Eigenschaft als Syndikus des Gesamtverbandes sächsischer Industrieller im Mittelpunkt des Jn- dustrielebens steht, an der Hand der allgemeinen Weltmarktlage die Notwendigkeit einer deutschen kolonialen Ausdehnung nach; er sagte etwa, Sachsen sei eigentlich das Dkutterland der Sozialdemokratie. Aus den Weberdistrikten wurden zuerst Bebel und Liebknecht gewählt. Kurz vor der letzten Reichstagswahl brachte das sozialdemokratische Hauptorgan einen blutrünstigen Artikel: „Der Tag der Anrechnung." ^hin, der Tag der Abrechnung kam, und groß war der Jubel im ganzen Sachsenland, als der Tele graph Sieg auf Sieg der Nationalliberalen über die alten sozialdemokratischen Führer brachte. Mit der Ausdehnung der Industrie sei natürlich auch die Zahl' der Arbeiter sehr- gewachsen, und diese lernten immer mehr einsehen, daß die Marxistische Theorie sich mit der heutigen Wirtschaftsordnung nicht vereinbaren ließe. Besonders wichtig für die Industrie seien die Kolonien, denn unsere Export-- Industrie beschäftige V/a Million Arbeiter. Es müsse auch diesen immer mehr tlargernacht werden, daß Deutschland sich unbedingt den Weltmarkt sichern muß, und daß dazu ein starkes geeintes Reich gehört. Auch die Sozialdemokratie sollte sich darüber klar sein, ob ein zersplittertes Deutschland wohl imstande sein würde, soviel Brot aufzubringen, um die deutschen Arbeiter satt zu machen. Deutschlands Unbeliebtheit im Ausland? stamme daher, daß es in die Konkurrenz zum Welthandel eingetreteu ist. Das große freihändlerische England beginne sich mit Schutzzöllen zu umhüllen, ebenso Amerika. Deshalb müssen wir eine wirksame Kolonialpolitik treiben, die uns auch große wirtschaftliche Vorteile bringt. Wenn America uns Rohstoffe, wie Baumwolle, Kupfer und Petroleum sperrte, so würde die deutsche Industrie lahm gelegt. Die deutschen Sozialdemokraten verurteilten unsere Kolonialpolitik ohne jede Kenntnis der Sache, der englische Arbeiter dagegen benke anders und bringe selbst persönliche Opfer für die Kolonien. Als auf dem Kongreß in Holland Abgeordneter David den Vorschlag machte, die „Genossen" sollten in den Parlamenten den Antrag auf Abschaffung von Kolonien stellen, tönte ihm von den englischen Genossen schallendes Gelächter entgegen. Redner betont bann, daß für die Kolonien nur das beste Beamtenpersonal verwendet werden sollte, ebenso müsse der Unterschied zwischen Adligen und Bürgerlichen im Heere beseitigt werden. Es sei Pflicht der nationalen Partei, die Arbeiter für die Nation zurückzugewinnen, daß das deutsche Volt sich zu nationaler Begeisterung aufschwingen könne, habe die Zeppelinspende bewiesen. Redner ging bann noch näher auf wichtige Fragen ber engeren Politik ein, schilberte, welch große Vorteile das Reichsvereinsgesey für Sachsen unb auberc Bunbesstaaten gebracht habe, unb behanbelte bann ausführlich die bevorstehende Reichssinanzreform, wobei er sich namentlich für ein gemischtes System ber Konsum steuer, für Tabak unb Bier, unb für eine Nachlaß- ober Vermögenssteuer ausfprach; auch eine Wehrsteuer halte er für zweckmäßig. Rebner betonte zum Schluß, baß sich bas Volk energisch von einer einseitigen Interessenpolitik losreißen unb den Blick auf bas Ganze richten müsse, zum Wohle bes Vaterlanbes. (Stürm. Beifall) Nach herzlichen Tankesworten Dr. Osanns schloß bie patriotisch bewegte Björnftierne Björnjons goldene Hochzeit. Aus Christiania wird unterm 12. September geschrieben : Björnstjerne und Karoline Björnson feierten Nestern in Aulestad bas Fest ber goldenen Hochzeit. Etwa 7)0 Glückwunschtelegramme trafen ein, darunter solche von bttm norwegischen und dem württembergischeu Königspaar, si.wie von Dichtern unb Politikern aus fast allen europäischen Landern. Zahlreiche Freunde und Verehrer hatten bem Jubelpaare prächtige Gaben gesandt. Nach dem Mitlag- n’cn hielt Bjornson eine ergreifende Red?, in ber er zu iner Gattin gewanbt ausführte: „Zn ben letzten Jahren pälegte ich zu Dir zu sagen: Wir sind in bas Tal yinein- ggüommen, wo mit den Glocken nach beiben Seiten geläutet lüirb: für bie, bie von uns scheiden, unb für die, die unS tieiter oas Geleit gaben. Jedesmal, wenn wir es ein- «einer um uns werden fühlten, schlossen wir uns desto elfter an Kinder und Enkel au. Heute ist niemand von denen j -.gegen, bie am Hochzeitstag mit babei waren, als Du in | -ir Reinen Kapelle an meiner Seite standst unb mit nicder- I geschlagenen Augen nur bie großen Tränen sahst, die von $ Seinen Wangen auf den Boden fielen. Du kanntest mich L.ib wußtest, wie unbändig ich war. Aber Du liebtest mich, j utb es war heilige Freude in ber Liebe. Zu Dir kam ich J innicr nach großer Wildheit und von vielen Errungen zu- I riet Ich gab Dir meine KonfirmationSnabel zum Anbeuten .. c;i meine Eltern. Du solltest ihre Arbeit an meiner Er- i zwhung fortsetzen. Ich iveiß, Du lebst länger als ich. Du Idrft das Leichentuch über mich breiten. In einem Manne ' iij: gar viel, worüber eine Decke zu breiten nottut. Dir, J Kttroline, wirb unser Leben zur Ehre gereichen." Bon einem gelegentlichen Mitarbeiter in Norwegen wirb tun: Köln. Ztg. noch geschrieben: Vor 50 Jahren feierten Sftornftjernc Björnson und Karoline Reimers ihre Hochzeit. Sie bezogen eine kleine bescheidene Wohnung in einem ■ Seitenbau des alten Theaters in Bergen. Aber diese be- i {neibeneu Räume bergen eine Welt von Träumen unb |!.änen — übrigens nicht bloß bichlerischer, sondern auch politischer Natur. Scharen von bebeutungsreichen Gestalten bevölkerten sie, gesehen auf bem Hintergrund einer überwältigenden Natur. Unb sie wanderten mit, als bas be- scheibeue — oft sehr bescheibene — Dichterheim in ben 60 er Jahren nach Rom verlegt würbe, wohin das hoffnungsvolle Paar auch ber getreue Küchenmeister Schmalhans begleitete. Aber eS war gleichzeitig voll Morgensonne unb voll unbesieglichen Hoffnungen. Biele von ihnen, haben sich erfüllt; Bjornson gilt bem heutigen Norweger nicht nur als Nationalsänger, fonbern auch als Nationalhelb unb auch sein materielles Schicksal hat sich immer leichter gestaltet. Aber noch immer ist der Alte von Gansdal am Werke. Kein Wunder, baß bas norwegische Volk bem greifen Jubelpaar heute mannigfache Ehrenbezeugungen bereitet. König Haakon sandte eine silberne Bowle. Ein Freundeskreis, bem u. a. Fridtjof Nansen, Prof. Sars unb Eilst" Petersen angehören, verehrte ihm eine Lanbschaft von Erik Werenskiolb. Sein Verleger Herzel in Kopenhagen verehrte ihm eine Reihe schöner alter Möbel. Die Einwohner von Molbe widmeten eine Adresse in einer Mappe, deren Vorderseite eine Ansicht des Hauses schmückt, in dem Björnson einst als Schüler wohnte. Alle Zeitungen bringen ku Ehren des Jubelpaares lange Artikel. Aulestad unb bie benachbarten Ortschaften prangten in reichem Flaggenschmuck. Abenbs hulbigke bie Jugend der Gegend dem Paare durch einen schonen Fackelzug. Interessant sind die Mitteilungen, die Frau Bjornson anläßlich der goldenen Hochzeit einem Mitarbeiter ber „Afteuposten" machte. Aus bie Frage, ob Bjornson schon bei seiner Verheiratung berühmt gewesen wäre, ertoiberte Frau Björnson: Berühmt? Berüchtigr war er. Und sie erzählte bann, wie beide in ber ersten Zeit ihrer Ehe verfolgt unb öerhöhnt würben. Ihre Kinder wurden auf ben Straßen Ehristianias geneckt, weil Björnson ihr Vater war. Ter Dichter selbst traute sich sogar nidjt mehr in bie Barbierstuben. Er ließ sich von seiner Fran bie Haare schneiben unb barbierte sich selbst. Seitdem Björnson seine aus ber Stubentcn’cir ftammenben Schulben mit den Einnahmen aus „Synnöve" bezahlt hatte, hielt bas Ehepaar an bem Grundsatz fest, nie Schulden zu machen unb den Haushalt ben Einnahmen anzupassen. Bei ber Taufe ihres Sohnes Einar hatte sie zwölf Personen zu Tisch, unb für biefe mußte bie eine Flasche Rotwein, bie sie besaßen, herhalten. Bor Schulden hatten beide einen förmlichen Schreck. In den 80 er Jahren hatte das Ehepaar mit großen Schwierigkeiten zu tämpfen. Björnson schrieb damals Zeitungsartikel, aber Dafür wurde zu jener Zeit fast nichts bezahlt. Ebenso wenig für Vorträge. Er war der erste, der für Vorträge ein Eintrittsgeld erhob, wurde indessen sehr dafür gehöhnt. So machte sich in Zeitungsartikeln ber Professor Andreas Munch über bas Erheben von EintrittSaelb lustig. Björnson blieb jedoch bie Antwort nicht schuldig. Er schrieb, es wäre selbstverständlich viel feiner, bas Professvrengehatt einzuftecken, ohne Vorträge ober Vorlesungen zu halten. — Kleine C 5 r o n i k nuö St u n ft unb Wissenschaft. Der Bildhauer Ludwig Habich, o. Professor für Modellieren und Zeichnen an der Technischen Hochschule in Stuttgart, hat, wie die .Frank'. Ztg." meldet, einen Rus an die Karlsruher Kunsi- aewerbeschule abgelehnt. — Max Halbes Komödie .Blaue Berge" ist von dem Münchener Schauspielhaus im Manuskript erworben worden. — Ter in Brüssel verstorbene und im Dtainzer Krematorium ein geäscherte Multimillionär Samson hat, rote die »Köln. Ztg." inüteilf, sein auf 30 Millionen geschätztes Vermögen zimi größten Teil der Berliner Kuiistakademit vermacht; die Münchener Akademie soll eine halbe Million erhalten. — Am 11. September slarb in Albano, wo er zur Erholung weilte, der in Deutschland so wenig bekannte Kirchenmaler Ludwig Seitz, der langjährige Direktor der päpstlichen Gemäldesammlungen, an einem Herzschlag. — DieLiedcrtasel in M a i n z veranstallei zu Ehren der „Association Internationale Litteraire et Artistiqne“ am 28. September abends im großen Saale des Konzerlhanses unter Mitwirkung des städtischen Orchesters sowie der Solisten Angöle Vidcon, Opernsängerin in5iöln (Sopran), Felix semns, Konzensanger in Berlin (Tenor) und Karl Braiin, Opern- sanger in Wiesbaden (Baß) ein großes Festkonzert, zn dem mich der Großherzog sein Erscheinen zugesagt hat. — Sven Ledin »st i” der eracht eines tibeianischeu Lamas in Simls eingetroffen. Er reift m 10 -tagen nach London. — Tie neue ft e 91 u m m c r des » b iinpl iz i j j i m us" ivurde in Leipzig und in Stuttgart wegen eines Bildes .Aus dem Alusterlande Baden" beschlagnahmt. ethnischen Truppen hergeyeben Hal. der Brandenburger Futzartillerie Fteischpreise in Siebet tdrotpreüe ui Gietze» Italien, heute . 111 •ft* IUI HM I riuce-tieuri-hiaaubahu . BtB* Beniner Hörne, 16 September. Anfaosfikam. MerictztsjaaU (fein jo erfreulicher ter*olg konnte nur durch em« 9*1 Wie sehr ' - Allgemeinheit von besonderem Nachteil »st, wird man dahin ix. Lehrfabnk trüge geht hmterm Alubljauß direkt •tattung. stilrein und preiswert die IHV HWu . 838. IMx- Ekkuiz. Schlickert . . . L>chwedcr Bergwerk . < Gelsenkirehcu Bergwerk . Hamburg* Amenk. i «keil. zwrigung der neuen nach Grebenhain. — 810 • 83.50 92.2V K1.4O 91.00 VU.UO Bö 7U 99.10 . 170 80 . 127.90 . 288 20 . 60.00 146.70 lUrpeuer Bergwerk. . Laurahütle . . • • i.umbarden E. B. • • Nordd. IJoyd . . . . 1 uracnloee litc.iit'Xüi 2 Mg. 62 ti'g. ^chivorzdroi ZHg.Mix */, Rg. 78 - 86 P , 70-80 , ' . .. 68-84 .AltenbnrgSkopf) eine wundervolle Anlage auf eigene Kosten errichten zu lassen.— Der Fremdenverkehr zum j^otjttobßf opt* steigert sich zusehends, (feine besondere Annehmlichkeit für den Automobil- und Fuhrwerksverkehr wird mit der Errichtung einer Fahrstraße von BrcungeSheim zum Taufstein geschaffen. Sie mündet kurz vor dem Taufstein (BiSmarckturm) in die Straße vom Klubhaus, die wieder alsbald in die Lberivaldstrage einläuft, (feine Absteigernden Fremdenverkehrs soll, ivie man hört, HohetodSkopf neben dem Klubhaus von kapitalslräsliger privater Seite cm modernes Haus erbaut iverden. f Berliner Handebge* . baroistldur Bane . . BeaUche Bauk . . . DeuUcb-AaiaL Bauk . Diekoutv-KuimuaudiL . Dreeducr Bank . . . KreditakUeu . . . . Baltimore- und Ohio* Lueutahu . . . Uoltuardbahu . . . Lomuaru. hiscubahn . veaterr. dlaatiDaiui . . kehr zu erkennen. Einige besondere Naturschwärmer haben •8 sich nicht nehmen lasten, in nächster Nahe deü LehrerheimS (int Worin beruht nun da» Gehemmt» ö F stärkenden Eigenschaften von Scott» (nt> |ioii? — einzig und allein m ihrer beit ifc* Zujammensetzung au» den aUccbciicn Materialien, für die unsere |CDci Pakung a* gedruckte Schutzmarke — der Fischer mit >» Dorsch — volle Garantie bietet. In 3<-t Emulsion ist der erstklassige (allerbeste &■' ivcger) Tran in feinste Fettkügelchen |cddl deren Verdauung mühelos vor sich gehl. Tie Marktpreise für Biel» und Frucht und die bUeßener Fleisch» und Brotpreise am 14 September 19t»8. nie tefc «cw.ai eKt «Sau, UnSetn an, in oerttefleu«« Cu.iMlp’er Äaiton mit nnletet e*n|«aitc ftnchee mu Km Zaires «Ml n »*•«. e Mcrcorologischc ^eovi»chr«ugen der Station ttieften. 104 30 01.ÖO 62.60 96 50 91.70 94.40 147.00 52.10 86.50 65.40 97.80 llorae, 16. September, 1.15 Uhr. . 92.20 | Eleku.a. LaUmejer . . —Th Drlngi e c — ■ 1 ■ 1 ii Elektro- und MancMnee* Technikum Jlmenau »r‘t«nbt«ile. iWinlrx Ti«euinal.e<: ' ■ — Rächt hinein ein reger Fremdenverkehr. sehr enlvüflct erwiderte; ,-lÜo kemat t denn da hin, ivenn i alle 11 1 Kriiag voll macha muaßl? Glauben s, d' Brauerei uiachl nur — Bei eine m Wirte iv u n d c r m i l d, in M ü n ch e n _ ... ... natürlich, war em Bankbeamter eingekehrt, der sich als '.UhtgheD „konnte mit lö Monaten uou) mqi des Bercms gegen betrügerisches Emichenken jem Bier selber holte ----- . . v Butter (115v Müller (116,, v. Riebet .loS; und v. d. Schulenburg i.Drag. 23>. Bei der 50. Brigade unter Generalmajor v. Dietlein befehligten bte Obersten v. Lchlut- terbach 117 , v. Boeckmami 118), v. Geldern (Feldart. öl iTaS TrainbataUlon Nr. 18 in Tarmftabi, hat zu jeder Brigade vierspännige Krankenwagen bespannt, roic es auch die Bespannung für die technischen Truppen hergegcbcn hat. Die schweren Haubitzen der Brandenburger Futzartnlene -Nr. 3, iverden in biciem Jahre nicht herangezogen werden. Während dieser llebungen, die durchaus f lomäßtg mit jedesmaligem Biwak der Vorposten durchgcfuhrt wurden, hat sich die 41. Brigade der 12., und die 49. der 50. genähert. Unter der Aufsicht der T ii isionstommandeure gehen jetzt die Brigaoen der 21. Division 11. und 42 1 uno ocr 25. Division (die 49. und 50.) gegeneinander. Führer ift ,immer der Brigade-rtommandeur im Wechsel mit oem ältesten Regiments-rtommandeur. Auch bte Brigade »Kommandeure der jtavallerie und der Feldartillerie werden mit- aud) im Septeint-er an;nhalten lebetnt Uerer c-u caqe oti besprochenen Siobeneinnarkte» wird .icmelDet, bas bisher tedr- ,ch eme qan, imbedeutenbe ©tetpennig der A.ichnaae emactreier. in, kemesiall; aber em nenner.diDftte» Anziehen etc 1 teile. Äm cdiipanbletbrnncft, der in erster Lime iur »en Orport arbenet. fehlen lut eine merkliche Besienma des Gefchait» even'all« alle Anzeichen, nnmcnilid) will niemand beneie Irede als st.:.-« lablen. Und dies ist sehr schlimm, da die Breise ,o liegen, da« u den ftUenftcn Fällen von emem Berdtensl gewrochen werdeti kai^, äirt dem ciegeclaiib wird genielbcr. daß die Aochnage rwat was tebhaner ivutbe, aber auch vier oui der ganzen iftnw bi< Vreife Io ziemlich alle» zu wünschen übrig la”en. — Kieme Finanzchronik. 4.te vanpipervaitung der EtaatSschiilden macht im .Reich» - Anzeiger' ir.'aum. tch bie am 1. CiL 1908 fälligen ^msicheme der preuvua.en -taar-. schuld oom 21. Sept, ab e ugeloit werden. — 4. er R o n | o r 11 e l. gewinn nm di- 650 Millionen Mark Reichsanleihe und rieulj. Konjols beträgt etwa 1 Prozent. gestellt fein. x -n AuS dem Niddertal, 15. €cpt. Immer nicht bricht sich die Erkenntnis Bahn, dast der Vogelsberg nicht nur reich ist an Naturschünheiten, sondcrn daß in seinen Ltädtchen und Dörfchen auch manches historische Baudenkmal zu sehen ist, daS cmeS Besuches recht wohl ipert ist. Auö diesem Grunde hatte der Hanauer GeschichtSoeretn für seinen HauptauSflug am Sonntag, 13. d. MtS., das Talchen der Nidder als Ziel ersehen. Zunächst gmgS nach Gelnhausen, woselbst auf einem Gange durch die Stadt die wichtigsten Baudenkmäler in Augenschein genommen wurden. Um 9.25 Uhr erfolgte die Weiterfahrt über Bü- ______ ________ hingen, Stockheim, an überreichen Lbstfeldern und saftigen Weizen 100 rig. n.75 «^ 1«. Wiesen vorbei nach Hirzenhai n. Ter Beiuck aalt hier | 1 -----------. der intcrcstanten ehemaligen Klosterkirche, die im späten Mittelalter alS WallfahrtSlirche Berühmtheit erlangt hatte, i Allgemein gefiel der tu Sandstein gehauene kunstoollc seltner, auch einige Holzstatuen sind nicht nninterestant. Um 12.52 Uhr führte em Zug die Ausflügler wieder daS NiddeUal ab- märte, an Lchberg mit feiner alten Burgruine vorbei nach dem malerisch gelegenen Orten berg. Trotz seiner Altertümlichkeiten, die das Städtchen bewahrt hak, ist cö doch auch modernem Fortschritt nicht unzugänglich gewesen, da es seit Jahren eine Wasserleitung hat und zur Zeit die Ka- ualisation zur Ausführung bringt. Die Straßen waren des- halb nicht in besonders gangbarem Zustande; dafür aber ivurdön die Ausflügler durch die prachtvolle AiiSsicht entschädigt, die sie vom Schloßgarlen ans anf das Städtchen iliid feine Umgebung genießen konnten. Auch die Kirche mit ihrem hübschen Portal, das zur Zeit renoviert wird, Telefonische Kursberichte sowie das in Eichenholz geschnitzte uralte Chorgestühl gefielen des Oie»»euei Auxeiger», mitgeteiii ruu der Bank iur liaa44 allgemein. Nach emem Gang um das Schloß und nach uud laduaine, OleMem. Besichtigung der wohlerhallcnen Cbctpfortc kehrte man in K-fch"ule"e der .Post' ein, woselbst ein alle Teilnehmer befriedigendes '• ‘ d0 ' NiiltagSmahl eingenommen wurde. War es am Vormittage Konaols . . . herbstlich kalt gewesen, hatte sogar einmal ein durch- do. ... dringender Regen eingesetzt, so konnte doch daS Interesse ' die Schönheiten deS RiddertaleS nicht erlahmen. 2c9()ülb| vesterr tivldrent*". entschloß man sich zur Fußtour über SelterS nach dem ehe- 4'/,?« Ueaterr. ailbeneuta maligen Kloster KonradSdorf. Unterwegs konnte man 4.. Uugar Goldreute . . Nch nicht i->'t ich-n an bem pr«d)lvoU entrollten Cbftc, 0* *^=u^ecunt«„:e j ' das mancher Teilnehmer des AuSflugS hier im Vogelsberge Ponogiweu . III Im solcher Fülle und Schönheit nicht vermutet hatte. 91 ud) I 4),®. ruan-ätaaunul. iovo der Sprudel des angehenden Bades SelterS erregte die Auf- 4>, 0 japau. Maauauieibe merkjamkeit aller. In Konradsdorf angekommen gmgS jiir ^rkeu To“ alten, in romanlischem Stile aufgesührten Klosterkirche, öicL96 griech. Mouopol'Aul.. I schon 1213 tirkundlich Erwähnung findet. Einige Grabsteine I 4^ uueacre Argeuiiuicr . nn Chor dieser Kirche, die wohl auS dem Anfänge bc6 Lu/, licxuauer . . . 14. Jahrhunderts stammen dürsten, wurden einer besonders vluueaen . . . . eingehenden Besichtigung gewürdigt. Um 5.12 Uhr erfolgte I ßochmn Gum eB: die Rückfahrt der meisten Teilnehmer vom Bahnhof Leiters tiuderua w ... I aus, während einige Herren vorzogen, zu Fuß nach Bleichen-1 Tendenz: schwächer. X LoHar, 15. Sept. Die allgemeine ungünstige „„ine Faßl'n a alle uoll?*‘ Unb als der so Anaefchnauztc au' bedeutende Kräftezunahme bewirkt weiden. . wirtschaftliche Lage macht sich auch hier nunmehr bemerkbar, scuicm Recht besiand, tarn das goldene Liünchener ycrz des Wines ScottS Emnlsion auch in diesem Falle wieder bewährt M. Durch daS Darniederlieaeii der Bautätigkeit in diesem zum Durchbruch mit dem gejühloollen Erguß: .Ter Trunk loli ocrnel)inen wir auS dem folgenden Briefe: cLk/e hfn iHrtiihnnbinerfern UN der nütiaen Be. ^ahna Tod sei'! Bleibl'S drauv und geht's net euei, Ihr Lumpen. I . ..... - 11 1« v». iwe «öaljre fehlt eS den Bauhandwerkern an der notigen banb lveuu*d foa Geld habt's." Taranshm ivurde der nua Dem schastigung. Hierdurch, sowie durch die BetriebSelnschrankung honuncn Cbcxammcrgan siammende Wirt zu 100 Mark Geld- auf dem Werke »verden auch bie übrigen Geschäfte m LollarIstrase oder 10 Tagen Geiängnis wegen betrügerischen Ein- in Mitleidenschaft gezogen. Ganz besonders klagen die Wirte schenkens uermteilt. Ter Amtsanwalt ivollte ihn gleich eine über beh schlechten Geschäftsgang. Ob dies nun für bierbU'h* *muu I gvogevev uno kleinerer Schriften, von benen wir sein funsbaudige-, Zähre sehr günstig, ivaS an Räumlichkeiten zur Verfügung > ^Handbuch zur neuesten ftirchengelchichte' hervorhebeu, weite Kreise I«a »t^r steht, war stündig besetzt. Vielfach konnten die Anfragen I über die vom Jeluiiiümus und Ultramontani-muS drohenden Ge- nach Unterkunft nicht berücksichtigt iverden, die Zimmer sind 'ähren ausgeklart; er gehört mit Professor 1>. ^epjdjlafl ju Den j. । v . . clir I Begründern des .Irvangelilchen Bundes'. Edenfo hat er sich mu I . "Och biS zum Epathrrbst r orauSb.stellt, -tog es öcii^uc' I Vco’eflov Beyschlag am» ivarmste Der altkatholischen Bewegung c«tie «mu freunden hier gut gefallt, ist aus der alljährlichen Wieder- s ^„grnominen. Sen einem Jahre lebt Professor O. Rippold, ivetcher I ^,®n^"a»nr., 1^3 ola Karl Hase's Nachfolger auf den k'ehrstudi Der flirdjen» L . .narfurt • geschichte nach Jena beruien wurde, m C b e t u r f e l bei Frank-1 iurt a. M. un Ruhestand. IÄMl IIÄLKJ Sport un- Spiel. — Im Schachwettkampf rtaSker-Tarrasch siegte Tarrasch ui der 10. Partie überlegen. Ter Stand ist fetzt: Halfer 5, Handel. — AuS d e r E i s e n u u d S t a h 1 i n d u st r i e. Aus den । --——ä- «■ 24. Sept. d. I. sind die Mitglieder deS ötahloerbandea $u einer I f) rilPl/COohon oilOF* ZaTi ordentlichen Monat Senerolversa>nnrlung einberusen worden. J„ I I U V l\Od U II Ull dllOl /•* Wohl in Erwartung deü stets sich I dieser Sitzung wird neben der Erftauung des Berichtes über die ,, , . . . . . . chis soll ivie inan hort, auf Marktlage auch die Jes,jetzung der Preise s,,r Halbzeuge und Form. liefert m jeder gewünschte* Aue- I eisen für bad 4 Cnattal 190b erfolgen. Eine Aenderrmg der bi»* I etettung. stilrein und preiswert die BeUauldpreife ist nicht zu er dei I .... A , . . • Zivar s Meldungen weist Das Auguftgeschast eine (lerne Besserung aus, bie * Brühl »ehe Universität» •Druckerell SchUllu I bad) zu wandern und vom dortigen Bahnhof auS Henn zu fahren. Um 8.31 Uhr abends kam man wieder in vanau Icauada E. B. . an, voll des tiobea über den so übel beleumundeten BaJk*“^ ! ' Vogelsberg. I Uortrnuuder-Union C. . ---ub--------- ------s------ — I Dreaduer Bank . . . Tendenz: schwacl|. unter mit dem Lberbcfehl betraut. Diese Hebungen in den Divisionen haben am Montag begonnen Es ist fc/aftvcrftänbüd), daß bei diesen llebungen der Zuschauer eher auf seine Rechnung kommt, wie bei den vorhergegangencn Manövem, wo die TruMenmassen zu I unbedeutend waren und die (f>efechte oft nur lokaler 'Jiatar fein tonnten Bet den jetzt begonnenen llebungen kommen die Manöverbilder der Wirklichkeit schon aus dem einen Ofrunbe näher, weil die Führer ihre Tispositionen in große- rem Rahmen anjulcgcn gezwungen sind. Tie Aufkiuruna erfordert mehr Zeit und die Anmärsche auf die Flauten öcJ Gegners müssen weitausholend angesetzt werocn, um ihren Zweck nicht illusorisch zu machen. Da ztveifellos die llebungen von vielen Zuscyaitern verfolgt totrben, jo raten wir den „Schlachtenbummlern" im eigenen Interesse, zeitig sich am Sammelplätze ein.ziifinden unb den Plan bei der Avantgarde zu wählen. Hier reitet der Führer unb von hier aus geht der Befehl an die Artillerie, Stellung zu nehmen. ES ift ein Leichtes, die vorgaloppierenden Ar^iilerie-ztom- manbcurc im Auge zu behalten Hat man die Artillerie- Stellung erreicht, so hat man einen Ucbcrblirf über ben größten Teil bes Gefechtsselbes unb der Verlauf des jtnmpfed kann einem nicht entgehen. 2lu» StaOt uitO Ccxtiö, Gießen, 16. Sept. 1908. I Zum Wcbuvtötag der Großherzogin. Morgen vollendet I. K. H. bic Großherzogin Eleonore ihr 37. Lebensjahr. Richt rauschende Festfclern, sondern ein schlichtes Fest un trauten Familienkreise wird zu Ehren deS Wiegenfestes dec hohen Frau (tattfinden, so recht der Sinnesart entsprechend, die die hohe Frau als Prinzessin schon in ihrer oberhessischen Heimat auSzeichnele unb ihr die sympathische Zuneigung Aller erwarb, die mit der Prinzessin ih Berührung kamen. Auch im Lande wird der Tag nicht durch glänzende Feste begangen, aber innige Glück- und Segenswünsche werden an diesem Tage in Palast unb Hütte auffteigeu für das fernere Leben der ersten Frau im Lande, die erste Fran nicht nur als die Landesfürstin, sondern auch auf dem Gebiete der Wohltätigkeit und Rächstenliebe. Möge | da» kommende Jahr der hohen Frau ein glückliches unb gesegnetes fein, das ist der Wunsch, den daS Land in alter Heffentreuc seiner Fürstin, dem Kinde der hessischen Heimat, entgegenbringt. •• Lehrerpersonalien. Uebcrtragen wurde dem Lehrer Will). Dexheimer zu Wörrstadt eine Lehrerslelle 'an der eocmg. Schule zu BenSheim; dem Lehrer Christoph Eckert zu Marienborn eine Lehrerstellc an der Gemeinde- schule zu Bretzenheim, den Schulverivaltern Jakob Klee zu Vierltheim, Will). Mörschel zu Rimbach und Joh. Wagner zu Ober-Olm Lehrerstellen an der Gememdeschule zu Viern- heim. — Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende 22. Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Langen. Dlit der Stelle kann der Organistendienft verbimden iverden. X Annerod, 15. Sept. Gestern und vorgestern feierte man auf der Plate das Kirchweife st. Es erfreute sich wie immer eines Besuches auS der näheren Umgegend, besonders von Gießen ; doch blieb bie Zahl der auswärtigen Gäste gegen die Vorfahre zurück. .Daran, war wohl die zu kühle Witterung Eahna Tod fei'! Bleibi'S drauß und gehl's nel enei, Ihr Lumpen. Cblia« (Rheinland», Schwß'ir. 13, 16. T.-. \*>* bande, wenn'» koa Geld habl'S." Daraufhin iuuvDe_ bet aut Dem .Mein ^ 2% jähriges 2od)tcid)en Estriede war un .1- I von Id Monaien so |rt)iöad), Dav sie nicht allein pi siehe» * ... , , . | mochte. Ta wurDc nur von vcifchicdencn Seilen uiiflcraien, v stbenkenS veruneilt. Ter Amtsanwatt wollte ihn gleich botf cinmal mu Scolto ^111^10,.».. veriud)«.., unD ftebe Da, AZoche enisperren und 100 Mark Geldstrafe Daz.. zahlen la,,cn. In I $ yflbrQud) bfl ..veuen Flasche wat Die Kleine uniianoe,^ d'e Veirugsabsichi aus der Aei.vernng kräftigte sich nn.net .nehr, so Daß hc m 6et fuV: , deS Angeklagten feligesteUt, der nun darüber nachDcnken kann, was ' 1 Seit von 4 Siodicii uötim laulcii foimie/ gestellt sein lasten. Jedenfalls aber kann man leicht vec- es auümachcn würde, wenn er für jedes beim Ausschank bemogelte Jgb sges.) Fr tz ^onitcr stehen, daß bte Wirte bet der jetzigen schlechten Zeit Be- \ halbe Quart! B.cr 100 Mark zahlen n»üßte. • - " Höchste Schlachtviehpretfe in Frant'url a. M. I Ochsen I Halber | Scdweme 50 Rfl. Schlachtgewicht bO-84 Alk. •, Kg.Schtachtgew. 92— 95 Pf. -1 , , 72—00 , I Gelreidepretse in ®l a n n b e 1 m 6epL 1908 Baromeier oiii 0* leduzieri Temperatur der Vu’t = "c. Ii 9' w Relative seuchtigkeu ? - A inbftärfe Äettee 15. QM 750.3 18,3 9.1 59 8 4 Sonnnische« 9“ 74K.7 11.3 9,1 92 8 2 Klater t'muua 16. 7" 11,2 9,7 98 SW 8 ^eD. vimmft Höchfu Teinv Statut Im 14 -15. Sevtbr 183 e C, 'JhcDriaite . 14.—15. e = + 6.U 1 C. sagt herzlichen Dank 5463 Von der Heise zurück Stein. 1641 Bi. Sie linden reiche g Blusen-Samto =c ©eilet Borten Tressen kaufstermin ist auf c16A B16/, Gürtel Schleier >. Äplbr, Handschuhe Strümpfe Frisehe fische Verlobte! Pfg. zu | gerne gestattet. 8 ii a18/# Salons [4813 Gebrüder Berdnx Bahnhofstr. 27 Fernsprecher 231 aio' /e | Nächste Woche! Horn. 5468J Dloden-Album (a7. In Giessen bei 8Sy‘/l Hei Selon $ Cie. Gicßcn. Telephon 165. Hoff in a n n. Gisenhandlung, Neustadt 11. 5461] Kluß- und Seefische aller* W. 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Großherzogliche Bürgerlneisterei Gießen Mecum. Auswahl neuer Handarbeiten ä 00 Pfg. eingetroffen bei ^bst-Versteigerung. Dienstag den 22. September, t. Fs., vormittags IO1,. Uhr beginnend, soll das Cb ft der Gemeinde 5limbach, bestehend in größeren Quantitäten Aepseln, sehr schönes Tafelobst und Kelterobst, Birnen und Zwetschen, öffentlich meistbtetend versteigert werden. Climbach, am 16. September 1908. Großh. Bürgermeisterei Elimbach. Tätlich treffen hei uns neue Damen- per Pfd. • n Ocffenttiche Bcistcigcrung. Die zur Konkursmasse de8 verstorbenen Bauuntcr- itchmers Schlebusch gehörigen, in Leun (Station Braun- els) lagernden Warenbestände und Werkzeuge und zwar Gußrohre von 50—150 mm l. W., Facougutz, Bleirohrcu, galv. Cisenrohre und schottische Rohre mit Bogen und Bcrbindungstcilen, Mcssingwaren mit Zubehör, Baubohleu, Riistholz, Pumpen, Gerätschaften aller Art re. re. sollen öffentlich metslbtetend — Heinere Beträge gegen sofortige Barzahlung, größere gegen ZahlungSaussland — verkauft werden. — Oeffentlicher Ver- Frühobst-Verkauf. Donnerstag den 17. September, von vorm. 8 Uhr ab, findet der Verkauf von Acpfcln und Birnen im Kreis- Rohrhörbe aus ganjen Bohrflangen Searbeitet, billigfte für jrber.Iüirrfd’afis. enieb, 3mal länger haltbar als Meiden, färbe; habet leid’« und ansehnlich. Banfe bireft ron der Kot;rforbfabrif Julius l'ntbar Grimma 571. (ss**/,) Obstverfteigernng. Im Anschluß an die Versteigerung in der Gemarkung lrnSburg, kommt das Obst bei Gemarkung Hofgüll, be- tehend in 140 Bäumen besten WirtschaftS- und Tafelobstes D16/, Hoffmann. I 8 8 SW 1,1 fl9. 78-86 «^ J' ;o~8o Tas neue Bartpflegeunttel StruwweBin flieht dem Barte jede Form ohne zu kleben, ohne Brenneisen und ohne Bartbinde, hergestellr v. C. T. Wunderlich, Hojlief., hliürn berg, su 1 '.Vif. u. 2 Mt. v. i)l. bei W.ttilbingcr, Drogerie, Gießen. LD^/J 4 2 2 Ziehung schon 26. Sept. | Grosse Badener Seid-Lotterie 3288 Bargewinne o. Abzug. 45,800 M. 1. Hauptgewinn 30,000M. 327 Gewinne 15,000 M. 2960 Gewinne 10,800 M. Lose ä 1 Mk. 11 Lose 10,Mk. Porto u.Liste30Pf. versendet das Gen.-Debit J. Stürmer Strassburg i. Elsass, D5 a, Langestrasse 107. Fluss- und M* M. Simon, Walltorstr.43. <48311 Televbon614. Bekanntmachung die Bedienung der Rückstauvcrfchlüffe betreffend. Unter Hinweis aus § 18 Absatz 2 der Polizewerordnung vont 1. August 1904, bte Entwässerung von Grundstücken nn Anschluß an bie städtische Kanalisation betreffend, welchen wir nachstehend mm Abdruck bringen, machen wir diejenigen Hausbesitzer, welche ihre Grundstücke an die Neukanalisatwn bereits angeschlossen haben, >arau' ausmertsam, daß in der Zelt vom 18. September bis 8. Oktober d. IS. eine Spülung sämtlicher städt. Straßen« Qbftverftcigerung. Samstag, den 10. Sept., nachmittags 2 Uhr wird das Obst der Gemarkung Arnsburg versteigert. — Zusammen« Neue Kartoffeln Perle o. Erfurt, zu den billiflften xS?n3. Hankct, i Neuen Baue 7. Telephon 612. J. Al. Schulhof Telephon 119. PrompterBerfand nach auswärts Blutfrisch. 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Eisen-Industrie 1 erliner Handelsges. . . I armstädter Baut . . .- entsche Bank lutscb-lsiat. Bank ■ • skoutv-Komwaudit . . ’sdner Bank .... editaktien Itunoie- uud Obio- Eisenbalm ottuardbahu ' Duiuard. Eisenbahn . . - esterr.Staatsnaiin. . nuce-Heuri-Kisenbabu . L nh6kefd,äi|’lrln M die mit Brut vernichtet radikal Bade- machers Goldgeist. PatentamtL eresch. No. 75198. Geruch- u. farblos. Reinigt d. Kopfhaut von Schuppen, befördert den Haarwuchs, verhütet Zuzug von Parasiten. Wichtig für Sduütadcfc flache 66 ria. Unentgeltliche Arbeitsvermitlelung. Ltödtislher Arlieitsnafliiveis tzictzkn. Gartenstrane 2, Zimmer 2. Ts können cinacstcllt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 4 Taglöhner, 2 Rockschneider, 1 Pferdeknecht, 2 landwirtschaitl. Arbeiter, 6 Dienstmädchen. 1 Waschfrau, 1 Lausfrau, 2 Lausmad- eben, 1 Haushälterin, 1 Kindermädchen, 1 Waschfrau. Lehrlinge: 1 Stukkateur gegen Berglltung, 1 Schreiner. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 5 Bauschreiner, 1 Möbelschreincr, 1 Bauschlosser, 1 Sattler, ein Wagner, 1 Glaser, 2 Schneider, iTaglöhner, 1 landw. Arbeiter. Lehrlinge: 1 Schneider, 1 Spengler. 1 Schreiner. Es »ueten Arbeit: B“/• 1 Tapezierer, 1 Installateur, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, ein Maurer, 1 ^chreibgehilse, 2 Schreiner, 2 Heizer u. Maschinisten, 2 tzuhrknechte, 2 Hauoburschen, 7 Arbeiter, 1 landw. Arbeiter, 1 Packer, 1 Ausläufer, 4 Kauffrauen, 3 Waschfrauen, 1 Haus- hälterin, 1 Flickfrau. statt. Gießen, am 16. September 1908. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. I- V.r Frey. C. Seibel, Drogerie. Bk Schöne ital. Flucht- u. Legehühner liefert feit 30 fahren gut u. billig. Geslügelhof Becker, öte* Weidenau Sieg 57. Preisliste mit Abbildung kostenl. (b^l __ ’öt°M)wi|e uH^i Rieften. ic(| Ulid^T^ ■ SÄ ionalen vojl Zonalen jg, konnte nur durch Mt )i(ft werden. 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Anlangskarei larpeuer Bergwerk. . .aurahütte . • • ■ .üinbarden E. B. • ■ • ' \ordd. Lloyd Obst-Versteigerung. Momag, den 21. September i. Js. von vormittags 9 Uhr an soll das Obst der Gemeinde Großen - Buseck, deltehend in bedeutenden Quantitäten Aepfelu, sehr schöneö rafelobst und Kelterobst, Birnen und Zwetschen, öffentlich ineistbietend versteigert werden. Der Anfang ist am Pfingstweg. Großen-Buseck, den 12. September 1908. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Sch w alb. [5372 Familie Graeber. Heuchelheimer Mühle, den 15. Sept. 1908. [5456 Versteigerung. Donnerstag, den 17. d. MtS., nachmiitags 3 Hbr, versteigere id) am Balnibof zu Langgöns für ca. b Mk. (5474 Eiche-, Dau- Ucrk- und Gruben-Ho!^ zwangsweise gegen Barzahlung. Versteigerung voranSsichtlich bestimmt. Gießen, den 16. Tevtemberlst08. I. B.: Mori, GerichtSvollz.-Asp. Fluß- und Serfifche, Mastgcstügcl, Tclikatcfscu, ancrk. nur allerseinsteQualität zu bill. Preisen, iägliche Sendungen. 0. ti. 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Wohn-Zimmer Küchen Meine geehrte Kundschaft mache ich ergebenst darauf aufmerksam, dass ich für die Wäsche Kragen Manschetten Besatz. Kinder-Mänteln, Kleidchen, Hauben, Teller- und Jockey-Mützen, Mädchen- und Kinder-Filzhüten. Markt 16 en detail. en gros. M71 mein Engros-Leger in Kurz-, Weiss- und Wollwaren gänzlich neu assortiert und reichhaltig in allen Teilen ausgestattet habe. Durch Engros-Einkauf aus erster Hand biete ich eine wirklich hervorragend gute Ware in gediegener Auswahl zu sehr mässig gehaltenen Preisen- Ich empfehle besonders folgende Spezial-Artikels Serviteurs, Band Heizende Neuheiten in: LTnterzeuge Xormnl-Hemden Sorin al - H au tj aek en Xormal-Lnterhonen Bieber-Manu »hem den Bieber-Knabenhemden Strumpfw aren Strümpfe Sport-Striimpte Mocken Kinder-Strümpfe Wirkwaren Metzger-Jacken Herren- Westen Knabe n-Nweatem Schul ter-Kragen Shaw In. Plaid». Tücher ete. Handschuhe Corsetts Cravatten MchkWer GrsWtMrm. Ausflug nach Friedberg EamStag bett 26. September 1908. 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