Nr. 138 Zweites Blatt Montag 15. Juni 1908 158. Jahrgang Gießener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Gberhesjen Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion: eg® 11^. Tel.-Adra AnzeigerGießen. Die „Gießener §amillendl8tter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schen UniversitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. des wurde auf Beschluß Horstmar; falls WuVi, m«/. |V.. miral v. Köster als gewählt gelten. Die Wahl des Fürsten Otto zu Salm-Horstmar wurde mit großer Mehrheit angenommen. Bei der Abstimmung darüber, ob, wenn Fürst »u Salm-5^orstmar die Wahl nicht annimmt, Admiral v. Köster als gewählt gelten soll, kam zu einer stürmischen Debatte. Landrat Heydweiller beantragte, die Eventuellwahl heute nicht vorzunehmen. Von 190 stimmbevechtigten Mitgliedern waren 92 für den Antrag und gegen den Antrag 90. Der Antrag Heybweiller wurde somit abgelchnt. Der Eventualantrag, ob im Falle einer Ablehnung des Fürsten zu Salm-Horstmar Admiral v. Köster als gewählt gelten soll, 'wurde mit großer Majorität angenommen. Bankier. Deichmann-Köln hatte bei den nicht anwesenden Mitgliedern des früheren Präsidiums telegraphisch angefragt, ob sie eine eventuelle Wiederwahl annehmcn. Es liefen verneinende Antworten ein, auch vom General Keim aus politischen Gründen. Geheimrat Hamm-Bonn und Deichmann beantragten, ein Telegramm an K'eim abzusenden, in welchem ihm der Dank des Vereins abgestattet wird für seinen opservollen Verzicht, durch den der Friede in dem Verein von vornherein gesichert ist und in dem der Dank für, feine verdienstvolle Tätigkeit im Präsidium des Vereins ausgesprochen werden Sijöows Steuerbouquet. Man schreibt uns: Eine Sitzung des preußischen Staatsministeriums hat sich stalten werden, lastet weit mehr auf die Beteiligten, als wenn diese wüßten, wohin die Fahrt gehen soll, sodaß sie sich nach und nach darauf einrichten könnten. Angesichts der Schweigsamkeit der maßgebenden Stellen ist e§ begreiflich, wenn allerlei Kombinationen auftauchen, indem sich einige Leutchen das Air geben, als ob sie genau eingeweiht seien, während sie in Wirklichkeit nichts wissen. Andere auftcmcheude Gerüchte sind lediglich dazu lanciert, auf den Busch'zu klopfen und durch Veröffentlichung von Vermutungen ein offiziöses Dementi heraus zu locken. So wollte ein rheinisches Blatt allerhand erfahren haben, und schon ist das Dementi da, indem es als unrichtig bezeichnet wird, daß sich unter den Sydow'schen Vorschlägen eine Quittungssieuer und eine Börsenumsatzsteuer befinden. Andere Mitteilungen des erwähnten Blattes werden jedoch nicht ohne weiteres in Abrede gestellt, insbesondere will man aus den Telephon- und Telegrainmgebühren mehr herausholen, auch die Zeitunasgebühren sollen ganz bedeutend erhöht werden, weil die Post angeblich bei ihnen zusetze. Dies alles trägt den Stempel der Wahrscheinlichkeit, ebenso wie mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist, daß nach den Andeutungen, die im Reichstage der Schatzsekretär selbst gegeben hat, Bier und Branntwein sowie Tabak werden bluten müßen. Dies dürfte, nach dem was man hört, den Hauptteil des SydowschenReformprojekteS bilden, denn während in Deutschland alles geheim gehalten wird, pflegen unsere hohen Reichsbeamten ausländischen Korrespondenten gegenüber weniger verschlossen zu sein, und so hat denn der Schatzsekretär dem Berliner Vertreter des „Temps" sein Herz ausgeschüttet. Gerade gegen die Hauptbestandteile dieser Reform aber dürste sich lebhafte Opposition erheben und zwar nicht blos im Reichstage, sondern vielleicht auch schon im Bundesrat, weil speziell Süddeutschland nicht so leichten HcrzenS seine Ztlstimmung zu einer scharfen Besteuerung des Bieres unb T '.'aks geben >vird. Was die Reform der Branntweinsteuer anlangt, so darf, nach dem waS durchsickert, mit ziemlicher Gewißheit angenommen werden, daß das SptrituSmonopol doch durchgeführt werden soll; ob freilich die Mehrheit deS Parlaments dafür zu haben sein wird, muß ab- gewartct werden, da hiergegen sich nicht blos auf der Linken, sondern auch teilweise in den Reihen der Rechten Widerstand erheben dürfte. Auch die Regelung der Matri- kularbeiträge soll Herr Eydow in Aussicht genommen haben, aber bekanntlich haben sich bereits mehrere führende Minister der Bundesstaaten öffentlich hiergegen ausgesprochen, desgleichen auch gegen die Ausdehnung der Erbschaftslteuer, die von Herrn Sydow gleichfalls in Aussicht genommen sein soll, und so wird eine Blume nach der andern auS dem Steuerbouquet des neuen Schatzsekretärs herausgerissen werden, und es wird ihm vielleicht nicht viel anderes als ein kahler Strung übrig bleiben, mit dem nicht viel anzufangen wäre. Ebensowenig ist anzunehmen, daß die Volksvertreter Herrn Sydow ein neues, von ihnen selbst znsanmtengestelltes Bouquet überreichen werden, und aller Voraussicht nach dürfte des Reiches neuer Schatzsekretär im Winter eine schwere Arbeit zu bewältigen haben, deren Lösung man mit größter Spannung entgegensehen muß. ♦ Der „Berl. Lokalanz/ meldet aus Berlin: Schatzsekretär Sydow bringt zur Reichsfinanzreform unter anderem eine Elektrizitätsabgabe in Vorschlag. J'm übrigen schreibt die „Rordd. Allg. Ztg.": Das Pariser Blatt „LeTempS" enthält einen ausführlichen Artikel seines Berliner Korresponden über die Finanzen des deutschen Reiches, worin deren Lage zahlenmäßig dargestellt und dem- am letzten Freitag eingehend mit den Finanzreformvorschlägen Schatzsekretärs Sydom beschäftigt; man hat den dringenden Wunsch, die Vorlage sofort bei Zusammentritt des Reichstages einzubringen und darum tut Eile not, da im Bundesrat lange Beratungen erforderlich sein werden und überdies die Sommerpause dazwischen kommt. Rach welcher Richtung hin sich die Reform bewegen wird, weiß man noch immer nicht genau, man ist höchstens auf vereinzelte Andeutungen angewiesen, da in üblicher Manier auch hier eine Geheimniskrämerei befolgt wird, die bei einer derartigen Sache wirklich nicht am Platze ist. Die Ungewißheit, wie sich die Dinge ge- Die 8. ordentliche Hauptversammlung der deutschen ziottenvereinr, zu der 250 Vertreter von Landesvereineneu und Ortsgruppen aus allen Teilen des Reiches erschienen waren, wurde am 14. Juni in Danzig, vormittags von Geheimrat Buslcy eröffnet. Busley verlas zunächst ein Schreiben des Protektors des Vereins, des Prinzen Heinrich, der bedauerte, nicht anwesend sein zu können. Rach einem dreifachen Hurra auf den Kaiser ergriff Oberpräsident v. Jagow namens der Vertreter der königlichen Staatsregierung das Wort und führte aus: Die Lage des deutschen Flottcnvereins ist eine ernste. Tie königliche Regierung wünscht, der Flottenverein solle nicht verschwinden, sondern weiter ausgebaut werden. .Der deutsche Flottenverein darf nicht ein Appendix des Reichs- marineamts sein, sondern muß selbständig sein; er muß das Vertrauen des ganzen deutschen Volkes I*aben; er darf nicht als eine Organisation der Regierung angesehen werden, sondern als der Ausdruck des Willens des deutschen Volkes. (Lebhafter Beifall.) und traten am andern Morgen höchst erschrocken, jedoch froh, daß dem Diebe nicht mehr in die Hände gefallen war. Wieder gelang cs dem Wachtmehteri Ohl von hier, die Spur des Einbrechers sofort aufzunehmen und mit Hilfe des Telephons und r.ach einer sehr anstrengenden Radtour wurde er schott in Hersfeld ertappt und von Ohl festgenommen/ Da die Straftat in Hessen erfolgte, wird er hierher ausgeliefert und geht diesmal einer Zuchthausstrafe entgegen. "R. B. Darmstadt, 14. Juni. Die Hessische Landesausstellung hatte sich bei dem heutigen prächtigen Sommerwetter eines außerordentlich starken Besuchs, namentlich von auswärts, zu erfreuen. Es waren größere Gesellschaften von Frankfurt, Mainz u. a. O. herbcige- i'ommen, so daß auch das Ausstellungsrestaurant schon am Mittag stark besetzt war. Am Vormittag traf das gesamte Personal der Möbelfabrik von Philipp Merkel aus Dalsheim bei Worms, etwa 400 Teilnehmer, hier ein und begab sich unter Vorantritt einer eigenen Musikkapelle zur Ausstellung. Nach eingehender Besichtigung unter sachkundiger Führung (die genannte Firma hat auch auf der Ausstellung ein Einfamilienhaus errichtet und die innere Einrichtung für die Zweifamilienhäuser des Frhrn. v. Hehl zu Herrnsheim und der Firma Dörr & Reinhart in Worms geliefert) begaben sich die Teilnehmer in den Restaurationsgarten, wo unter bem prächtigen Platanenhain Erfrischungen eingenommen wurden, während der mehrfach preisgekrönte Gesangverein der Firma eine Anzahl Liedervorträge zum Besten gab, denen das zahlreiche Publikum mit Interesse lauschte. Für den späteren Nachmittag war noch ein geselliges Beisammensein mit Konzert und Tanz im Garten der Nummelschen Brauerei vorgesehen. sd. Darmstadt, 15. Juni. (Tel.) Der wegen großer Betrügereien in Untersuchungshaft befindliche Rechtsanwalt und Notar Link von Dieburg wird auf Antrag seines Verteidigers auf seinen Geisteszustand untersucht und zu diesem Ztvecke in die psychiatrische Klinik nach Gießen gebracht werden. sd. König i. O., 15. Juni. Die Königin Wilhelmine von Holland, sowie ihr Gemahl Prinz Heinrich befinden sich feit einigen Tagen hier zu Besuch ihrer Verwandten. Feuersnot/ Schauspielhaus. 8015, 8025, 8036, 7685, 7688, 7902, 9214, 9347, 9418, 9469, 9966, 10024, 10043, Preis brosch. 4 M., eleg. geb. s M. Verlag von Rich. Bong Berlin W. 57 Zu beziehen durch alle 'Buchhandlungen 2NLLD-- . 1.00 bis 3.50 Mk. F rottiertücher 0.55 1908 ab. Die Rückzahlung dieser heute gekündigten Pfandbriefe erfolgt vom 1. Oktober Aus früheren Berlosmrgcn sind No. 5327, 5599. 12, Lit. Ser. // Ser. 19, Lit. Q No. Babnbofstraße 27. [a1^ mit 3fach. Spitzenbesatz d.oU Kognak WaSChblllSen Spezialmarke, garantiert tranz. A. Salomon & Cie 7541, ii n Anzüge Hauben Hosen . 101963, 142163, 144173, 146108, 148910, 0 P R Q R Q 102553, 142466, 144276, 146275, 148963, ii No. 9220, 16227. 3282. 16214, 19388. 28960. 23181, 23558. 61757. 143557. 1.75 „ 0.75 „ 6.00 „ Ein neuer Roman von Edward Stilgebauer 11606, 11644, 12385, 12483, 13660, 14065, 15150, 16048, 17157, 17160, 17341, 17385, 18655, 18912, 18951, 19147, 20832, 20978, 21100, 21317, 22762, 22909, 22938, 23120, 25287, 25325, 25601, 26198, 27093, 27747, 28120, 28795. 29420, 29427, 29640, 29710, 60029, 60260, 60490, 60893, 62694, 62792, 63003, 63039, 64380, 64507, 64616, 65099, 67339, 67392, 67598, 67766, 68627, 69579, 69768, 69805, 71210, 72066, 72259, 72407, 73325, 73422, 74608, 74947, 76815, 77545, 78028, 78045, 80853, 80960, 81023, 81071, 82993, 83086, 83352, 83423, 84707, 84722, 84860, 84983, 85899, 86115, 86209, 86352, 87512, 87798, 87826, 87998, Die Einlösung erfolgt in Frankfurt Bankhäusern, die sich mit dem Verkauf nicht die Wagen Nr. 91, 101 und 9. Wagen sJto 103 war wegen eines Defekts zu spät am Start erschienen, ist aber ebenfalls' bereits hier eingetroffen. Gustav Walter Mäusburg Tel. 386. AUSSTELLUNG MÜNCHEN 1908 Pr. Speise-Kartoffel Magumn bonum empfiehlt (3418) 2. Weisel. Das ü ebesriest Spielplan der vereinigten zrantsurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 16. Jlmi, abends 7 Uhr: „Tjamileh". Hieraus: 11375, 13407, 16835, 18238, 20792, 22492, 24730, 26577, 29337, 30877, 62300, 63963, 66812, 68540, 71140, 73200, 76299, 79399, 82426, 84281, 85440, 86895, Sommersprossen Leberflecken etc, entfernt rasch und sicher Creme Odin Preis Mk. 2.00. j2698 Germania Drogerie, Carl Seibel. 11580, 13619, 17012, 18549, 20816, 22751, 24850, 26678, 29384, 30991, 62554, 64357, 67272, 68619, 71168, 73321, 76571, 80169, 82479, 84341, 85615, 86961, Handel. — Sin ausländischer Holztrust. Es wird gemeldet, daß sich fünf der bedeutendsten Holzausfuhrfirmen, welche in großem Maßstabe nach Europa exportieren, zu einem Trust vereinigt haben. Es handelt sich um folgende Firmen: Red Deer Lumber (So., Elk Lum der Co., Sunvet Lumber et Timber Co., Jale Columbia Co. Das Gesamtfapital der vereinigten Holzaus- ftthrhäuser beträgt ca. 9 Millionen Dollars, der Wert des Jahresumsatzes etwa vier mal so viel. Infolge der sich in Amerika bemerkbar machenden Holzknappheit bestanden beim Einkauf des Rohstoffes in den nordamenkanischen Forsten Schwierigkeiten, da viele Werke die Preise in unsinniger Weise in die Höhe trieben. Um biefen Uebelständen zu begegnen und auch beim Verkauf an die europäischen Märkte einheitliche Preise erzielen zu können, ist der Trust ins Leben gerufen worden. Dieser ist für den deiitschen Markt, der große Mengen amerikanischer Hölzer aufnimmt, von Bedeutung. 1. Qual. 66—68, a. Qual. 60—62; Stühe 1. Qualttal 74—76 Mk^ 2. Qual. 64—66 Mk., 3. Qual. 46—48 Mk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pstind Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 96 bis 98 Psg., Lebendgewicht 56—58 Psg., 2. Qualität 85—92 Pfg., Lebelidgewicht 50—55 Psg., Schlachtgew. 70—75 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 72 bis 76 Psg., 2. Qiial. 00—00 Psg. Schweine: 1. Qual. 64—00 Pf., Lebendgeivicht 50,0—00 Pf., 2. tlnal. 63—00 Pf., Lebendgewicht 49,5-00 Pfg., 3. Qiial. 54—56 Pfg., Lebendgeivicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, kein Ueberstand. Batist m. Einsätzen . . 1.7o M. Batist m. Stickerei . . 2.25 „ Gedupft. Mull m. Stickerei 4.50 . 0.40 . 0.12 U.d. Protektorate S.K.H.d.Prinzregenten Lüitpotd von Bayern.im neuen Ausstellungspark ,Mai bis Oktober* AUSSTELLUNG MÜNCHEN 1908 Alles,wasin die Erscheinung tritt, wi rd durch einfache, sachliche Gestaltung die Beziehungen der angewandten Kunst zu Münchens Leben und Schaffen erkennen las* sen: Handwerk-Jndustrie-Handel-Oeffentliche Einricht- ungen- Sportl.Wettbewerbe u.Spiele-Aufführungen auf der neuen Schaubühne - KonzertVeranstalt« ungen- Künstlerfeste-Vergnügungspark, ooeo Versteigerung Dienstag, den 16. ds. Mts nachm. 2 Uhr, versteigere idj, Neustadt 55, dahii gegen Baarzahlung: [36i 3 Pferde, 1 Fahrrad, 2 Schweine, Konserven, 1 Pianino u. Möbel aller Art lorote 1 gold. Ring, Born, GerichtsvollzielM. Kücken gedeihen nächtig, wenn sie stetsSpratt’s r.ückenfutter erhalten. Billigst — auch Spratt s Hundekuchen — zu haben bei? beschäftigen, insbesondere in Gietze» bei der Mitteldeutschen Kreditbank, Finale G'esrcn. Eben daselbst wird ans Wunsch der Umtausch der verlosten Psandbriefe gegen neue Stücke derjenigen Serien, die wir zur Zeit ausgeben, zum Tageskurs^ besorgt. Die Kontrolle über Verlosungen und Kündigungen unserer Ptandbrtefe übernehmen mit aus Antrag kostenfrei; Antragssormulare, aus welchen die Bedingungen ersichtlich sind, t'önnen an unserer Kasse sowie bei unseren Einlösungsstellen bezogen werden. Ihv18/« Frankfurt a. M., den 11. Ium 1908. Irankfurter Kypothekenbank. Märkte. ic. Fraukfurt a. M., 15. Juni. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 21.50—21.75, Kurhessischer Älk. 21.50-21.75, La Plata Alk. 23.80—24.25, Kansas Mk. 23.00—23.50, Noggen (hiesiger) Mk. 20.25—20.40 Gerste (Wetterauer) Mk. 20.75—21.75, Franken- selder Alk. 21.00—22.50, Hafer 16.75—17.50, Mais Mk. 15.90—16.00. Weizenmehl Mk. 32.50-33.00, 00-00, 2. Qualität Mk. 30.00 bis Mk. 30.25, 3. Qualität Mk. 29.00—29.50, Roggeumehl o Mk. 29.75—30.00,1.Qualität Mk. 28.75—29.00, Weizenkleie Atk. 11.25 bis Alk. 11.40, Itoggenkleie Mk. 12.75—13.00, Alaiskeinie Mk. 12.90 bis Mk. 13.10, Franken, Pfälzer, Nied Alk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 15. Juni. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Vieh Marktpreise. Zum Verkaufe standeii: 493 Ochseii, 101 aus Oesterreich 80 Bullen, 0 aus Oesterreich, 863 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 468 Kälber, 268 Schafe und Hammel, 1703 Schweine, 0 Ziegen, 10 Ziegenlämmer, 0 Schallämmer. Bezahlt wurden für 1100 Pfund Schlachtgeivicht: Ochsen: 1 Qualität 77—80 Mk., 12. Qualität 70—73 Alk., 3. Qualität 58-60 Mk.; Bullen: a. M. qu unserer Kasse, auswärts bei denjenigen unserer Pfandbriefe und - Kommunal-Obligationen Arankfmter Hypothekenbank. pfMi-briesverlosurrg am 1\. Juni 1YV8. Bei der am lit Juni 1908 vor Notar stattgehabten Verlosung sind von unseren 3x/2 °l0 Pfandbriefen der Serien 12, 13, 15 und 19 die folgenden Nummern zur Rückzahlung auf den 1. Oktober 1908, mit welchem Tage die Verzinsung endigt, gekündigt worden. Es beziehen sich diese Nummern auf sämtliche Literae, also auf alle Stücke, welche eine der Nummern tragen. No. 235, 330, 681, 794, 1058, 1112, 1618, 1721, 1779, 2116, 2450, 2547, 2891, , 3923, 3966, 4042, 4411, 4416, 4730, 4902, , 5758, 6206, 6412, 6591, 6834, 7168, 7181, Ser. 13, Lit. N Mrbeitsvergebung. Die Schreiner- und Weißbinderarbcitcn zur Unterhaltung der Gebäude der Stadttnabenichule sollen Montag, den ÄL. Junr d. I., vorm. 11 Ulir Ö"C"‘ÄeiteÄeSennb Bedingungen liegen bei unö n« sicht Äsen Angebote auf Vordruck, der daielbn erhältlich, und bis zum genauntenZeitpunkt au uns einzureichen. Zuschlagsfrnt 14Tage. Gießen, den 15. Jmu 1908. u -6 Städtnches Lochbauamt. e r b-e I. Leinene Wert ? a15/«) völlige Weite i mit Waschbesatz verziert 1.95 M. mit 3 fach. Spitzenbesatz 3.50 „ o II n • Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literflasche 2 Mk-, 'st der preiswerteste und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes, ferner gelten meine französischen Kognaks unter CrujiimluericDluß als. die beiten, welche der Acarkl bringt. 17& e. Dort» Walltorftr. 45. Frottierlappen 6bis25Pfg. Schwämme . 0.15 bis 2.00 Mk. Gummischwämme 0.50 bis3.50 Seife .... 10 bis 20 Pfg. Reise- Plaids . . von 1.50 bis350 Mk. Necessaires „ 0.75 „ 3.50 „ Riemen - „ O.oO n l.aO „ Schirmhüllen „ 1.2a n 2.o0 „ Hand-Arbeiten Deckenstoffe — Läufer — Milieus — Kissen [al5/6 in reicher Auswahl. 1, Sale i Cie. Schulstraße 4. Die Prinz yeinnch-8ahtt. v. Hamburg, 13. Juni. Heute iiachmittag unternahmen' die Teilnehmer auf Einladung der Hamburg-Llmerika-Linie eine Rundfahrt durch den Hafen und besichtigten den Postdampfer „Friedrich August". Die Fahrt wurde elbabwärts bis Blankenese ausgeführt. Es steht übrigens fest, daß die Angaben, einige Fahrer seien in nur wenig mehr als 3 Minuten über die Strecke der Schnelligkeitsprüfung gegangen, auf Irrtümer in der telephonischen Vermittlung zwischen dem Start und dem Ziel zurückzuführen sind. Die besten Zeiten betragen etwa 4y2 Minuten, was einer Geschwindigkeit von 125 bis 130 Kilometern entspricht. — Der Senat veranstaltete aus Anlaß der Prinz Heinrich- Fahrt ein Frühstück zu 30 Gedecken im Kaisersaal des Rathauses, an dem u. a. teilnahmen: die Prinzen Karl und Viktor zu Isenburg, Landrat Dr. v. Marx aus Honrburg, Tr. v. Bleich- röder. Vom Senat nahmen u. a. teil: der Präsident Bürgermeister Dr. Burchard, die Senatoren Dr. Schröder, Dr. Sthamer, Strack, Dr. Schäfer. Hamburg, 14. Juni. Die Abfahrt der konkurrierenden Automobile erfolgte um 6 Uhr morgens. Es starteten 119 Wagen, die in Abständen von je einer halben Minute abgelafsen wurden. Der letzte Wagen startete 7.10 Uhr. Bremen, 14. Juni. In der gestern abend stattgehabten Sitzung des Arbeitsausschusses wurden folgende Wagen unter Entziehung der Schilder disqualifiziert: Wagen Nr. 75 (Robert Magerle-München), weil er am ersten Tage ein Kind angefahren hatte; Wagen Nr. 83 (Freih. v. Entreß-Fürsteneck Frankfurt am Main) wegen der großen Anzahl von schweren Defekten am Wagen. Wagen Nr. 143 (Ernst Schömperiew-Karlsruhe), weil er von der Geschwindigkeitsprüsung einen neuen Start verlangte. Von den in Berlin gestarteten Wagen sind in Hamburg nicht gestartet: Wagen Nr. 91 (Ama.de Hamoir-Brüssel) wegen Rad- bruches, Wagen Nr. 100 (Willi D. Jessuruw-Hamburg) wegen Erkrankung des Fahrers: Wagen Nr. 110 (C. Deilmann-Dort- mund) wegen mehrerer Defekte. Hannover, 14. Juni. ’ Von 11 Uhr 25 Minuten vormittags ab gingen die Wagen in Bremen mit neuem Start ab. Um 3 Uhr 24 Minuten hatte der erste Wagen die 192,7 Kilometer lange Strecke bis hierher zurückgelegt. Um 6 Uhr Abends waren alle 120 heute früh in .Hamburg gestarteten Wagen hier eingetroffen. Somit ist die Fahrt durch die Lüneburger Heide ohne Unfall verlaufen. Außer den sechs gestern disqualifizierten Wagen Nr. 75, 83, 106, 110, 143, und 70 starteten in Hamburg Frischer tageii-W per Pfund 5» Pfg. Frischer Bruch-Spargel per Pfund 35 Pfg. Frischer Kopf-Salat 3 Kopf 30 Pfg. Neue SommeF-Malta-Karloifeln per Pfund 12 Pfg. Neue Zwiebeln per Pfund 12 Pfg. Gebrüder Berdux Heugras-Versteigerung. Fürstlich Solmfische Oberförstcrei Hohensolms. Donnerstag, den 18. Juni 1908, vormittags 9 Uhr Gemeinde Oberlemp 30 Morgen. Aus „auf der Lamver . Nachmittags 4 Uhr Gemeinde Mudersbach 24 Morgen. Anfan^»Tmä^ Scr.^1 $un-, vormittags 9 Ubr Gemeinde Erda 40 Morgen. Anfang „Krähwiese". Nachmittags 3 Ubr Gemeinde Hoben,olms 58 .Morgen Anfang „Bornwiese". Die Wiesen an der Lohmuhle und ,m Blas- bachergrund werden mit versteigert. , Samstag, den 20. Ium, nachmittags 4 Uhr Gemeinde Frankenbach 34 Morgen. Ansang „Langwiese"._________________, XJVX. UlUU-QUlJllUiy T~|.--------I I ~ • Auf solche Stücke, welche erst nach dem 31. Oktober 1908 zur Emloiung gelangen, wird für die Zeit vom 1. Oktober 1908 ab bis auf weiteres ein 2% igec Tcpoptalzms vergütet. noch rückständig: Dienstag den 16. Juni, abends 7 Uhr: „Mein Leopold." Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hesse»» am Dienstag den 16. Juni: Vorwiegend heiter. Trocken. Wärmer. Müller'fchc Badeanstalt. W a s s e r w ä r m e d e r L a h n 17 " B. Origrnal-Drahtmel-ungen. Rom, 15. Juni. „Gazetta di Turins" veröffentlicht folgendes Kommunique: In den letzten Tagen hat zwischen den Kabinetten von London, Paris, Petersburg und Rom ein Notenaustausch stattgefunden bezüglich des Besuches des Zaren in Italien. Der Besuch ist auf den Monat Juli festgesetzt worden und soll auf Anraten König Eduards auf dem Schloß Racconigi in Piemont erfolgen. Es sind bereits Anordnungen getroffen worden, die Gemacher daselbst in Ordnung zu bringen. Paris, 15. Juni. Der „Matin" berichtet aus Elcsar: Gestern überfielen ca. 100 Reiter Muley tzafids die Mahalla Abdul Asis. Sie bemächtigten sich des Scherifen Mahieddine, eines französischen Schutzbefohlenen, den sie, wie es heißt, getötet haben. Der Pascha von Elcsar ist flüchtig. Die Stadt proklamierte Mutey Hasid zum Sultan. Es besteht keinerlei Autorität mehr in der Stadt. Die Europäer sind ohne Schutz. % 2901, 2902, 2934, 3081, 3264, 3717, 4932, 5083, 5117, 5177, 5339, 5371, 7233, 7325, 7371, 7380, 7387, 7454, 8214, 8221, 8233, 8444, 8640, 8751, 10203, 10283, 10291, 10935, 11218, 12499, 12611, 12904, 13257, 13366, 16159, 16173, 16608, 16685, 16703, 17387, 17555, 17588, 17746, 18114, 19361, 20081, 20331, 20419, 20731, 21388, 21541, 22120, 22144, 22208, 24028, 24040, 24391, 24548, 24646, 26297, 26298, 26439, 26478, 26576, 28907, 29146, 29153, 29258, 29333, 29875, 30034, 30173, 30174, 30805, 60928, 61484, 61494, 61585, 62206, 63061, 63063, 63281, 63476, 63930, 65639, 65641, 66067, 66269, 66369, 67901, 67902, 68200, 68440, 68532, 70161, 70203, 70368, 70610, 71051, 72412, 72763, 72857, 73021, 73159, 75006, 75575, 75670, 75908, 75939, 78492, 78804, 78968, 78991, 79046, 81198, 81389, 81618, 81921, 82234, 83502, 83760, 83786, 83873, 84143, 85000, 85093, 85172, 85325, 85363, 86455, 86656, 86702, 86757, 86828, 100106, 100263, 100269, 100281, 100436, 101032, 101148, 140061, 140467, 140480, 140800, 141694, 141705, 142036, 143055, 143313, 143407, 143413, 143452, 143547, 143573, 145148, 145491, 145597, 145818, 145852, 145854, 145913, 146287, 146411, 146509, 147675, 147801, 148446, 148469, 149563, 149808, 149947, 149969. Gelegenheiiskant m 50 bwm früherer1 Preis 36—38 Bfflk Mk arl Nowac Jx Ml« W Automobil Achtung Berechnung, auSgeführt. 3599 Kiflahr WWh° BCaiäfmsMM 88' tt* a38/s Neuanmeldungen und Eintritt täglich. 17. IUM. Mk von an [2014 Leistungsfähige, ringfreie Brauerei Telephon 246. Bleichstraße 7. sucht für hv13/e Gießen und Umgebung Maßer £ wä«$a _ veuyitcgvi ung (Stcfectl. 2384 ■ tSAizci! Nklleger jeder Art, auch solche, welche andere Fabriken zurückweisen, werden sorgfältig nach dem neuesten besten amerikanischen Verfahren mittelst Heiss- vulkanisation fachgemäß, unter mäßiger Bevor Sie eine Zuschneide-Lehr- anstatt besuchen, verlangen Sie gratis den Prospekt der Bekleidungs-Akademie des Zuschneider- Vereins Frankfurt a. M., Neue Lande nomis n h Gest. Off. sub. D. 6638 an Haafen- ftein & Vogler, A.-G., Frankfurt a. 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Js., mittags 1 Ubr bei uns abzugeben, wo die Er» vsfnung ftattsindel. BW6 ^ich, den 13. Juni 1908. Grotzh. Bürgermeisterei Lich. Dörmer. Marie Sack, ak. geb. Lehrerin Schanzenstrasse 22 p., Ecke Westanlage. 3631 I^as neaae Bett. Hochfein, rot, dicht Daunenköper, grobe IV, schläfrige, Ober- und Unterbetten und 2 Kissen mit 17 Pfd. Halbdaunen, Partie, weil kleine Fehlfarben, das Gebett nur Mk. 30.—. Dasselbe Bett mit Daunendecke Mk. 35.—. Feinstes herrschaftliches Daunenbett Mk. 40.—. Zweischläfrig kostet jedes Bett Mk. 5.— mehr. Nicht gefallend Geld zurück. Katalog frei. hv9/« Betten Fabrik A. & M. Frankrone, Cassel 9.____ OberheWches Haus Alle Forderungen, die noch an die Gesellschaft .Oberhessisches Ausstellungshaus" geltend gemacht werden können, sind bis zum 1. Juli an die Geschäfts- Leitung in Gießen einzureichen. d10/. Die Geschäftsleitung. Frivab Lelr-iosliiul iür Sdetaüe ul eeeeee Hinte. Der Unterricht beginnt erst wieder Mittwoch, den Gießener Aieterverein. Wir machen unsere verebrlichen Mitglieder auf. den vom Verein Bodenreform für Mittwoch, den 17. Ium, abends 8V4 Ubr tut Einhorn veranstalteten Vortrag des Stadtverordneten Henrich-Darmstadt über Stadterweiternng und Bebauungspläne mit dem Bemerken aufmerksam, dass derselbe für Jcder- mann zugänglich ist.__________3672______________Der Vorstand. 0 3 a 1 = Zeil 63. hv11/« ” Bestbewährtes Lehrsystem - yüllHIMUÜl lilllull Erfolgreiche Stellenvermittlung Meiner werten Kundschaft zur gefl. Nachricht, dtch ich mein alt ttimmrtcs Fahttliö- 11. MmsM-lsesW wie in früheren Jahren wieder ausgenommen, aber bedeutend vergrößert habe. Durch erfttlasfige Monteure, die in den Adler- und Loel-Werken Jahre lang an ersten Plätzen beschäftigt waren, bin ich in der Xiagc, fämtliche Reparaturen an Fahrrädern, Motorrädern, ioiutc Wagen jeden Fabrikates fachgemäb und billigst auszuführen. 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