ft 30 Ta8« |zu Probt, I Echtes I Pelz- W Porte- M m°nnaie, W Sehpdaueb S haft’ 1-nme, W *auber. M Aeu**eretao genehm ■fragen. *k0. S? dken Messing. Utiei^Fh^ 10 S £ & Ebenso k4 att pStin;-angebracht Lei Bestellt Messingbeschlagen stundportofrei ■wang: versenden wir auf s jedermann unseren i Pracht-Katalog, ^toenstände enthaltend beste Solinger Stahl- Küchengeräte, Garten- t, r ahrradzubehör und etten, Gold- und Silber- n, Haarschmuck, Seifen , Kinderspielwaren aller elegante, gediegene stütlgen Güte und it, dass die vor kurzer 'n, sondern dass meine h stets an Ihre Firma igt -wieder Bestellung'■ LMM FABRIKMARKE n und Kinder i Qnalitäten. Schirmen ite bieten wir eins ck jfstrasse 64 4746 44? jjjillijj rössernDg^ Nr. 191 Zweites Blatt 158. Jahrgang Samstag 15. August 1908 Lachem! täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siebener ZamilienblStter" werden dem ,AnzeigerE viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen Universitäls - Buch- und Steindruckerei. 9t Lange, Dießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: essS>51. Redaktion: 112. Tel.-Adru AnzeigerGießen. sandter. Die neuen Plane. Neues von Sven hedin. — Der 100jährige Todestag von Goethes Mutter soll am 13. September in Fr a n kfurt, wie uns von dort geschrieben wird, in besonderer Weise begangen werden. Vor allem will man durch eine Schulfeier eine Huldigung der Jugend für Goethes Mutter begehen. Ter Verband Frankfurter Frauenvereine will diese Huldigung inszenieren und jedem Kinde ein 9lndenken in Gestalt eines Buches übermitteln, das die Jugend mit dieser bedeutsamen Frau und Mutter bekannt macht. Bei den Schulfeierlichkeiten werden Vorträge gehalten werden. — Die z. Zt- in Hamburg weilenden Teilnehmer des Historikerkongresses unternahmen am 14. tx M. auf Einladung der Hamburg-Amerika-Linie eine Hafenfahrt, an die ]idj ein Gabelfrühstück an Bord des Dampfers „Präsident Grant" schloß. Auf "eine Ansprache des Prof- Audollent-Clermont-Errnnd auf den Vorstand des Kongresses gab dessen Präsident Wirkt. Geh. Oberregierungsrat Kvser dem Wunsche auf baldiges Wiedersehen Ausdruck. — In unserem gestrigen Bericht über den Histo- rikerkongreß hat sich ein sinnentstellender Druckfehler eingeschlichen, indem der Setzkobold aus der isländischen Saga eine „israelitische" gemacht, die es bekanntlich nicht gibt. Zeppelin. Das Reichskomitee wendet sich abermals an die deutschen Sammelstelten mit der Bitte, ihm die für Zeppelin bestimmten Betrüge zu übermitteln. Es erläßt folgendes: „Nach dem in allen Teilen Deutschlands Sammlungen begonnen haben, um dem Grafen Zeppelin die Fortsetzung und Vollendung seines Lebenswerkes zu ermöglichen, ist das Deutsche Reichskomitee zusammengetreten, das den Mittelpunkt aller dieser Bestrebungen bilden und das Sammelwerk leiten will. (Es gesteht also zu, daß es post festum gekommen ist. D. Red.) Es bittet die bestehenden Sammelstellen, die bei ihnen eingehenden Spenden, sofern hierfür nicht schon andere Empfänger endgültig bestimmt sind, ihm zuzuführen und ihm jedenfalls fortlaufend Mitteilungen über die Ge- mar Liebermann-Ausstellung in Siehe». Eine Ausstellung von Radierungen Max Liebermanns, die recht viel Sehenswertes und Anziehendes bietet, hat die Hirzsche Kunsthandlung seit einigen Tagen veranstaltet. Es smd etwa 50 Criginalblätter, von denen die Kaltnadelradierungen wohl Die ansprechendsten sind, obwohl die übrigen, flüchtigeren Blätter sür ba£ Studium des Künstlers selbst vielleicht noch beachtenswerter sind. Die ausgestellten Arbeiten sind vorzugsweise Studien und zlvac Studien zu seinen bekanntesten und wohl auch besten Bildern, wie „Judengasse in Amsterdam", „Biergarten", „Badende Mnaben", „Die Bleiche", „Das Ältmännerhaus in Amsterdam" und manche anderen, die den, Namen Liebermanns. berüMt gemacht und ihm einen der ersten Plätze in der zeitgeschichtlichen Malerei gesichert haben. Liebermanns Ruhm ist ja nicht unbestritten und nicht unbestreitbar. Und er selber, der jetzt über 60jährige, ist ein Streiter. Dieser Zug leicht aufbegehrender, ruciuchls- loser Lebendigkeit gibt dem ganzen Schassen Ltebermanns seinen eigenartigen Stempel. Als Naturalist hat er in Deutschland mächtiger und anregender gewirkt, als alle anderen deutschen Meister. EHektik ist als Kern seines Wesens auch der Kern seiner Kunst. All seine zahlreichen Anlehnungen haben aber auch Bezug auf die belebte Natur. Ob er sich nun an Menzel anschloß, oder Mittet bewunderte, ob -er Munkaczys Schawrzmalerei oder Eour- bets Tonmalerei in sich aufnahm und für sich verwertete, die lebendige Darstellung der lebendigen Natur war ihm immer die Hauptsache, nahm seine ganze Kraft in Anspruch. Freilich sie war in den „Gänserupserinnen" (1873) noch nicht voll vorhanden und auch noch nicht im „Zimmermann" (1877 , denn hier ist die Umgebung immer noch nur Hintergrund. Tie „Arbeiter int Rübenseld" sind die erste von Millet stark beeinflußte Stufe seiner weiteren Entwickelung, denn seitdem stellt er die Gegenstände in ihren Beziehungen zueinander dar und er bemüht sich auch, Licht und Lust in ihrer eigenartigen Wesenheit zu schildern. Stark beherrscht von dem Holländer Josef Israels malt cr schlichte, einfache Vorgänge, hauptsächlich in freiem Licht. Ilm der stets wechselnden Beleuchtung nahe zu kommen, wandte er dann ein vereinfachtes Malversahren an, um mit fast unvergleichlicher Meisterschaft das Aeußere eines Natureindruckes zu gestalten. Und' nicht minder bewundernswert ist die Meisterschaft seiner Grissel- fum't, bei der der Eindruck von Schwarz-Weißkunst nicht aus-' kommt, bei der er mit großem' Geschick durch wenige Striche einen vollen Eindruck gibt; sie wirken wie farbig und sind direkt malerisch geschaut. Von den ausgestellten Radierungen erwähne ich außer den bereits genannten den „Kanal", „Schafherde bei Gewitter", „Gracht in Leiden", „Tennis", „Mittagessen s „Laud- scliaft bei Noordwyk" und vor allem das vorzügliche Selbstbildnis. Ter Besuch der Ausstellung ist merklich interessant. famtfumine der eingegangenen Gaben zu Händen seines geschäftsführenden Vorsitzenden »ukommen zu lassen. Tie ■ einlaufenden Spenden werden Dem Wunsche des Grasen von Zeppelin entsprechend der Allgemeinen Rentenanstalt in Stuttgart zugeführt werden. Das Reichskomitee wird eine Gesamtübersicht aller Spenden veröffentlichen." — Folgen die Namen der Zahlstellen. Auf demselben Standpunkt wie wir steht fast die gc- amte deutsche Presse, solveit sie nicht von Berlin abhängig ist und sie erklärt allgemein die Umleitung über Berlin für ein Nonsens. So schreibt in Uebereinstimmung mit unseren gestrigen Ausführungen die „Neue Bad. Land.- Ztg.": „Das Reichskomitee gibt si chvergebliche Muhe. Unbedingt möchte e s dem Grafen die Nationalspende überreichen. Es will „d a s Sammelwerk leite n". Wozu? Bedarf es denn noch einer besonderen Leitung. Gibt es denn etwas einfacheres, als daß jede Sammelstelle den bei ihr eingegangenen Betrag direkt nach 'Stuttgart an die vom Grafen Zeppelin selbst bestimmte Stelle sendet. Tas Reichskomitee will selbst auch diese Stelle zur Ablieferung benutzen. Was ist also der Effekt bei der ganzen Sache'? Daß die „Leitung der Sammlungen" in einer Umleitung über Berlin besteht. Und diese Umleitung halten wir für höchst überflüssig. Man fragt sich unwillkürlich: weshalb ist eigentlich dieses Reichskomitee konstituiert worden? Nur um die Sammlungen zu leiten? Das Volk braucht keine Leitung von oben, nachdem Zeppelin den besten Weg zu. Zentralisation gezeigt hat. Aber das ist cs: man denkt schon beim bloßen Namen Reichskomitee an das im ganzen Volk verhaßte Reichsaufsichtskuratorium und in demselben Reichskomitee soll jedenfalls auch jene berühmte Rathenausche Kontrolliustanz geboren werden. Nichts ist mehr zu bekämpfen, als dies. Daher werden alle Sammel st eilen den Um tu eg über Berlin zu vermeiden wissen und das Geld direkt nach Stuttgart schicken. 470000 Mark sind dort bereits eingegangen (nicht aus Berlin). Bon überall her kommen Nachrichten, daß die Spender mit dem ausdrücklichen Wunsche sich an die Sammelstellen wenden, das Geld direkt nach Stuttgart zu senden. Das Volk wein, was es zu tun hat." Das Präsidium des Komitees setzt sich zusammen aus: Adolf Friedrich, Herzog "ju Mecklenburg, Ehrenvorsitzender. Fürst Bülow, Reichskanzler; Tr. v. Bethmann-Hollweg, Staatssekretär des Innern, Vizepräsident des Staatsministeriums ; v. Einem, General der Kavallerie, Staats- und Kriegsminister; Emil Selbcrg, geschäftsführcnder Vorsitzender; Alexander Schöller, Geh. Seehandlungsrat und Geschäftsinhaber der Diskonto-Gesellschast, Schatzmeister des Komitees. Dem Komitee gehören u. v. a. folgende Herren an: Adickes, Oberbürgermeister, Frankfurt a. M., Andreae, Han- - delskammerpräsidenk, Franksurk, Braun, Minister des Jn- , nern. Darmstadt, Clasz, Rechtsanwalt, Vorsitzender des All- : deutschen Verbandes, Mainz, v. Neid Hardt, Hessischer Ge- maschine und plappert dabei in rhythmisch singendem Ton: „On mani padme hum." Als wir Schigatse verließen, wurden wir von einer tibetanischen und chinesischen Eskorte geleitet. Die erstere batte einen tragbaren Tempel mit, mit einem Altartisch für die Götterbilder und einem Votivtisch für die Schalen, Lampen und den Weihrauch. Das Innere ihres Temvelzeltes nahm sich wirklich sehr schmuck aus mit seinen goldglänzenden Göttern in der dämmerigen Beleuchtung, die durch die Weihrauchwolken hindurchsimmerte. Und abend stimmten sic ihre Gesänge an, begleitet von Trommeln und Zimbeln. So ist das täglich Leben des Tibeters mit einer Reihe religiöser Gebote verflochten. Wenn er an einem Votivsteinhaufen vorüberreitet, legt er einen Opferstein auf denselben; wenn er einen Mane passiert, vergißt er niemals, denselben auf seiner rechten Seite zu lassen, denn sonst kann er sich die auf ihm in Stern gehauenen Gebete nicht zugute rechnen; wenn er einen von den heiligen Bergen erblickt, versäumt er niemals, vorüber mit der Stirn auf den Boden zu fallen, und wenn er feinem Pak die Last auflegt, summt er sein ewiges On mani padme hum. — Diese Worte klingen beständig in meinen Ohren wider, ich höre sie, wenn ich mich zur Ruhe begebe und wenn ich aufstehe, und nicht einmal in der Wildnis kann ich mich von ihnen frei machen, denn auch meine Ladakis singen sie. Sie gehören zu Tibet, diese Worte, sie sind eins mit Tibet, ohne sie kann ich mir Tibets öde Hochgebirge nicht vorstellen, sie sind ebenso intim mit diesem Lande verbunden wie das Summen um einen Bienenstock — wie der ewige Westwind und das Heulen der täglichen Stürme. — Ter Sinn und Zweck aller dieser Wimpelmasten, Votivsteinhauien und Steinmaie ist, die bösen Mächte fernzuhalten, den Weg über einen hohen Paß glücklich zu gestalten, bet einem Flutz- übergang die Reisenden vor Ertrinken zu schützen, die böien Weien der Lüfte von den Wohnungen fernzuhalten und in den Einöden den Wanderer vor den Angriffen der Räuber und der Wölfe zu schützen. Sie spielen also in der freien Natur dieselbe Rolle wie die vier Geisterkönige in den Tempeln. Es gibt nämlich keinen Tempel in Tibet, in dem die Wände der äußeren Vorhalle nicht mit Gemälden dieser vier Potentaten geschmückt sind, die oft mit großer Geschicklichkeit und in schreienden orientalnchen warben au^gesührt sind. Sie sind mit Streithämmern, Schwertern und andern Waffen ausgerüstet, ihre Züge find diabolisch verzerrt und abschreckend, ihr Haar ist ein Wald von roten Schlangen, von ihren Leibern gehen brennende Feuerflammen aus — alles, um die bösen Geister zu erschrecken, die foult in die «tempeliale eindringen und den Frieden der Götter stören würden. Den Berichten Sven Hedins über seine große Reise durch 1 Tibet? die, mit zahlreichen von dem Forscher selbst photographisch angenommenen Bildern ausgestattet, im 22. und 23. Heft der ! Zeitschrift „lieber Land und Meer" (Stuttgart, Deutsche Verlags- : Anstalt) erschienen sind, entnehmen wir folgende interessante Ausführungen über das religiöse £ eben de s tibetanischen V olkes : Tibet ist wahrlich ein religiöses Land. Aber es ist nicht genug mit diesen Tempeln, die gewöhnlich auf der Küppe eines pittoresk gelegenen Berggipfels erbaut sind, von helfen lotrechten Abhängen ihre weiß und rot gemalten Steinmauern euiporgewachsen zu fein scheinen und von deren DachplaUsormen man immer die wunderbarste Aussicht über die Täler, Flüße und Seen hoben Tann, die sich in der Tiefe wie auf einer Landkarte vor dem Auge ausbreiten. Nein, Heiligenbilder gibt es überall; auf jedem Paß, wo nur die allerunbedeutendste Straße sich hinzieht, ist ein „Hla" errichtet, eine Steinpyramide, die von mehreren Steinhaufen umgeben ist. In diesen sind Stangen sestgesetzt, zwisck>en diesen Stangen lausen Schnüre, die mit flatternden Wimpeln behangen sind, alle mit der heiligsten aller Ge- betsformcln beschrieben: „On mani padme hum." Aus Fclien- vorsprüiigen längs der Wege hat man kubische „hortens" in Rot und Weiß errichtet, stets mit Lappen, JVabofa", und andern Opfergaben behängt; in den Seiten der von Wind und Wetter glatt polierten Granitfelsen findet man oft gigantyche Buddhabilder eingehauen, und auf herabgestürzten Blöcken lieft man in riesengroßen Buchstaben die ewige Formel: „On mani padme hum , die sechs Silben, von denen jede einzelne ein ganzes Meer tiefer, unergründlicher Bedeutungen besitzt und die zusammengenommen den Weg zu einer höheren und glücklicheren Existenzform onnen. Und säst täglich reiten wir an „Maner ingnws" vorüber, Steinmauern, die mit dem Weg parallel gehen, oft 100 Meter lang uiid dicht belegt mit Schiefertafeln, in Die mit unglaublicher Muhe die heilige, wundertätige Formel eingemeißelt tft: „Dn mam padme hum." Diese Manes sind oft tri hohem Grade pittoresk, an den beiden Enden erheben sich oTt Heine kubische -vurme mit einer Nische, in deren Halbdunkel der 23anbercr ein ^tein ge schnittenes Götterbild von oft großer kunstlerücher ^llenbung erblickt. Auf diesen zahllosen Cbfcrbugeln stnd «uh Massen von Yakschädeln und Kramien von Wildlchafen und -Attlopen niedergelegt. In den Hörnern des Yaks und leinen oeblncksten Stirnknochen ist die ewige Formel emgeichnitten und die SWftben mit Not oder einer andern der heiligen Farben ausgcfültt. Auf allen Hausbüchern in Städten und Dörfern ist ein öe dauern. Von Paris aus fährt der König nach England- Die belgische Kammer nahm gestern den letzten Artikel des Kvlonial-Gesetzes an und beendete damit die erste Lesung der Vorlage. scmrmen 280 von dem Reinertrag in Ab;ug gebracht ßäemt dabei etwas übrig geblieben ift, so ift da? nur durch den wegen des Hinweises auf die Nationalspende sehr starken Besuch znrückzuführen und die Herren haben sich also unter der Flagge Zeppelins eine hübsche Sondcreinnahme verschafft. Ter deatslhe Lukrslottenverein gfi der Ansicht. es wäre keine Ehrengabe, wenn man dem Grafen Zeppelm nachträglich bie Verfügung über die lediglich für ihn gesammelten Gelder entziehen wollte, und führt leine Spenden ebenfalls direkt nach Stuttgart ab. spenden. Die Sammlung des Gießener Anzeigers: Bisher emittiert Mk. 1847.05. landgerichlSrat Holzapfel 10, Gt. T. Bl. W. R. 10, Professor Tr. W. Schmidt 100, Beamte b« Gießener BraunsleinbergwertS 57.50, I. 4, H. ®. 2, 9t 1, zusammen 5Rf. 2031.55. Ta Senat von Hamburg bewilligte für die Zeppelin spende 25000 Mk. An die Allgemeine Rentenanstalt m Stuttgart überwiesen wurden weiter: von der Stadt Mainz als erste Rate 22000 Mk: freiwillige Spenden von Erlangen 2500 Mk. (mit dem au»brüdlüf)cn Vermerk: Zur freien Verfügung des Herrn Grafen Zeppelin) und von Heilbronn 12 500 Mk. (mit dem Bemerken, das; das Geld zur freien Verfügung gestellt werde, „u m norddeutsche Kuratoriumsgelüste auszu schal- t e n"./ Genehmigt haben ferner Neu-Iienburg 100 Mk, St Ingbert 300 Mk., München .5000 Mk , Würzburg 1000 Mk. und Erlangen 500 Mk In Reutlingen sind seither 24 050 Mk. angegangen, darunter 15000 Mk von der Firma Ulrich Gminden, in Pfullingen 2500 Mk, darunter 2000 Mk. von der Firma Laiblier. In Essen haben die Sammlungen für den Grafen .Zeppelin ungefähr 50000 Mk. ergeben, so daß Elfen einschließlich der Zuwendunyen Krupps und des BergbauvcrcinS der Rationalspende eine Biertelmillion -ugcjührt. Der Berliner Magistrat bewilligte zu dem Zeppelinfonds 30000 Mk. Ter Kreis Neuwied beteiligt sich mit 3000 Mk. an der Nationalfpende. Ter Münchener Gemeinderat hat beschlossen, die bewilligte Summe von 5000 Mk. an die von Zeppelin selbst bezeichnete Stelle, nicht an das Reichskomitee abzu- iühren. Der „Hannoo. Cour." hat seither übet 75 000 Mk. gesammelt. Bei der Allgemeinen Ncnlcnanstalt find seither 000 000 Mark ein gegangen, darunter 300000 Mk. aus Württemberg. Bon anderen Luftschiffen. Der Parseval-Ballon der Motor-Lufischiff-Stu- bicn-Gesellschaft hat am Freitag früh eine Fahrt von 23/< Stunden rund um Berlin gemacht. Um 6.15 Uhr erhob sich das Luftschiff vom Tegeler Schießplatz und ging über Pankow, Weistensee und Stralau nach Oberschönwcide, von da nach dem Tempelhofer Felde über Friedenau, Steglitz, Großlichterfelde, Zehlendorf und Wannsee nach dem Aufstiegsort zurück, wo um 9 Uhr eine glatte Landung erfolgte. Ballonexplofiou. Auf dem Gelände der französisch-englischen Ausstellung in London explodierte der Ballon des Kapitän Lovelace bei der Füllung durch die sträfliche U n - achtfamkeit eines Zuschauers, der ein Streichholz ejit^faibete. 2 Personen wurden getötet, 10 schwer ver letzt. Unter den Verwundeten befindet sich Lovelace selbst. Weiter wird noch gemeldet, daß Lovelace und sein Gehilfe, ein Fräulein namens Hill lebendigen Leibes verbrannt sind. Von dem Fräulein fand man nur noch einige Korsettstäbe vor. Weiter sind sechs Personen verletzt worden, drei davon schweben in Todesgefahr. Der Verfall erregte aus dem Platze große Aufregung. Ein italienisches Militärluftschiff. SBic uns aus Rom gemeldet wird, ist das italienische Militärluftschiff, von bem schon seit langer Zeit die Rede war, jetzt so weit gefördert, daß die ersten Probefahrten unternommen werden können. Einzelheiten üoer den Bau sind bisher nicht bekannt geworden, da die Offiziere des Luftschifferkorps strengstes Stillschweigen bewahrt haben. Ter Lenkballon befindet sich in einer Halle bei dem See von Bracciano, wo er soeben unter der'Leitung des MasorS Morris zum ersten Male gefüllt worden ist. Nach Prüfitng der Motore werden die ersten Aufstiege unternommen. TaS Luftschiff hat etwa eine halbe Million Lire gekostet. Die Sammlungen für Donaueschingen. Dic Sammlung des Gießener Anzeigers: Bisher quittiert Mk. 421, St.-T. Bl. W. R. 10.82, I. 2 H. G. b, zusammen Mk. 438.82. Aus StaOt und Land. Gießen, 15. August 1908. • • Personalnachrichten. Der Groß Herzog hat am 12. August d. I. bem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt 1 Adolf Muller den Charakter als AmtSgerichtö- rat erteilt und den Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Dr. Ludwig Krug zum Landgerichtsrat bei diesem Gericht ernannt. — Ernannt wurde am 12. August der (Bcfangcnroärter an der Zellenstrasanslalt Butzbach Gustav Heinrich LouiS Schmidt zum Gefangenanfseher an dieser Anstalt. • • Auszeichnung. Ter Firma Louis Loh in Gießen wurde auf der FubiläumS-AuSstellung des Verbandes.Bund deutscher Schuhmacher-Innungen* zu Berlin 1.—5. August die goldene Medaille zuerkannt. • • Zu dem Artikel .Viehhof und Viehmarkt* wird uns berichtigend mitgeteilt, daß der Quadratmeter Land zu den Kläranlagen noch nicht 1 Mk. gekostet hat, also nicht 4—5 Mk., wie behauptet wird. • * OmnibuSVerbindung mit der Liebigs- Höhe. Die Wagen der Omnibusgesellschaft verkehren morgen von nachnuttagS 3 Uhr ab ab Marktplatz über den LudwigSplatz bis nach der LiebigShöhe. •• HilfSzug. Gestern abend sand eine Probcalarrnierung des bi er stationierten HilsSzugeS flau. Ein 6.20 Uhr biet ein- getroste pes Telegramm rief den Hilfszuq nach Butzbach. 35 Minuten fixSter, um 6.55 Uhr war der Hilsszug nut Aerztcwagen, Geräte- und Persvnenwä|r« leistet fei. es müsse aber nach den allgemeinen Rechtsgru»^ satzen 'ich der Gewerbetreibende Beschränkungen durch polüei- licte Vorschriften bei .Ausübung des Gewerbes mancherlei Hrt gefallen lauen und bi eie Befchränkungeii habe die Landesgese». Qkbung anzuordnen, da die Gewerbeordnung da» Abbalten von Lustbarkeitcn nicht vollständig regelt. Tie neueste Fassung bet SternpcltariiS setzt eine Abgabe von 50 Big bis 20 Mk. est für die Erlaubnis zur Veranstaltung von öffentlichen gegen Ye- Zahlung ftattnnben^n Belustigungen. Nach einer besonderen K<. iiimmune, kann aus verschiedenen Gründen durch das Landesgesetz über die Bestimmungen der ükroerbcorbnung hinausgegangen werben, insbesondere können für Belustigungen auf 'L'rwatgrueb» stücken die Erlaubniseinholung vorge'chrieben werden. Ter Stent- celtarif bestimmt die Geldstrafe für bemenigen. der den ^sti». mutigen zuwider die Lösung des Erlaubnisschein- unterläßt. Tie Ausführungsverordnung bestimmt, daß die Erlaubnis für jeden einzelnen Fall vor Beginn der Veranstaltung bei dem Stni- amt oder der Crtspoliicibebärbe einzubolen fei. Zu Unrecht hab: auch die Sttaskammer die Frage des Vorsatzes wie auch die bet Fahrlässigkeit verneint: der Angeklagte habe wegen seine- Äa- russcllbctriebS schon soviel mit den Gerichten zu tun gebäht, daß es ihm nicht zweifelhaft sein konnte, daß er vor dem Beginn bei Betriebs die Erlaubnis ein tu holen verpflichtet war: wenn üxn die Erlaubnis nicht erteilt wurde, so hätte er von der 311 betrieb- fevuiia des Karussells absehen müssen. Kürzlich bat nun die Streifammer un Sinne der ihr von dem Revisionsgericht gt- gebe neu Direktive entschieden, wenn sie auch Neigung verspürte, auf ihrem früheren Reä tsstandpuntte zu verharren, da jüb doch Bedenken geltend machten, daß man jemanö wegen Stempel- Hinterziehung bestraft, der den Willen hatte und bemüht war. den Stempel zu entrichten, ihm aber die Erlaubnis versagt und damit di? Abnahme des Stempels venrMgert wurde. In diese» Fall wurde aut die im Strafbescheid angesetzte Strafe erkannt. An vier verschiedenen Tagen des letzten Frübiahrs ist der nämliche Angellagte in gleicher Weise verfahren, wesdalb ibm erneut Strafbescheide über insgesamt 48 Mk und Nachentriwtung der Donntbaltenen Steuer zugingen. Aus seinen Antrag auf yericht- liebe Entscheidung erkannte da- Schöffengericht aut die in den Strasbesehcideii angelegten Strafen. Dieses vorn Angeklagten angefochtene Urteil wurde gleichzeitig von der Gtrarfammcr bestätigt. | Kleine Tagcochrourk. In der Großvici-.alle zu München wurden Fälle der Maul- und Jl lauen i e u d; c konstatiert. Der Sduad::' und Schlacht- und Biehhof ist für die Ausfuhr jeder Viehgattu^ gesperrt. In der Scbrcrfamilie Boerrn in Bollmar >Elsaß, erkrankten Mutter und Sohn schiver nach dem^Genuß von selbstgesuchten Champignons. Ter 14 jährige Sohn ist gestorben. Tie Gesamtzahl der m LemSdorf und Gro^-Ltter-leben bet Magdeburg infolge Genusses verdorbenen Fleisches Erkrankten beläuft sich auf 2u0. Zum Teil sind die Erkrankuna« recht schwer, doch hoffen die Aerzte, alle Erkwntteti am Lede« zu erl-alten. Die Paiienten find größtenteils Fabrikarbeiter, be von einem Sd.4äd;tcr Pökelfleisch zum Frühstück kauften. Bei Gleiwitz wurde die Leich.' de- 9jährigen Schülers Wizorka mit Merkmalen eine- Verbrechen- ausgefunden. TaS Konkursverfahren über den Nachlaß des Kommerzienrats Rudolf Au Ihorn in Dresden, ber sich in einem Berliner Hotel erschoß, hat ein Aufsehen erregendes Resultat gehabt. Bei d:r Säüußoerteilung waren 1087 000 Mk. Forderungen zu berücksichtigen, nxihretid der L'kassebestand, von dem noch das Gläubiger-Ansschuß-Honorar -u kürzen war, nur 189 000 Mk. betrug. In Ha 1 berNadt fiel ein ncuniahrigis Mädchen bet» Diabolo-S vielen so unglücklich in den Stock dieses Sput' zeugeS, daß ihm dieser tief t n s Auge drang. Tas Kind erlitt einen Bluterguß in» Gehirn und starb unter großen Qualen. Ter Haffe nbotc Bros d r Mülpeimer (Swhr) Filiale der Nalioualbailk in Bremen ist mit 7 5 00 0 Nkark, die er bei der Rcichsbanl abgehoben hatte, flüchtig. In Brüssel erregt die Verhaftung eines Schöffen und zweier Ingenieure der Vorstadt Cliaerck unter der Anklage der Bestechung Aussehen. Es soll sich um mehrere 100000 Frank Ixmbcin. Ter Schösse war st.llvertretcnder Bürgermeister der Gemeinde und speiste noch am Dienstag im königl. Palais beim Empfange bed Prinz-Gemahls der Niederlande. In ganz Oesterreich ist ein anormaler AZetterschlag rin* getreten. In Steiermark, dem Salzkammergut, im Schneeberg- und 'Jiargebiet forme im Riescngevirge schneit es heftig. Die Temperatur ist teilweise unter Null gesunken. Im Semmering-Gebiet wurde rin ziemlich heftiges Erdbeben wahr« genommen. Giesteuer Wetterdienst! Voiau-sichtliche riittteruug für Hesseu am Sonntag den 16. August: peilet und trocken. Kuhl, besonders nachts. Nördliche Winde. ■ .. . । - Lehrfabrik -Thürlngi acbo ■ I ■■ ■■ Elektro- und Maschlnen- Technikum Jlmenau (DrißiiuibDrabhiKlönnscM. R. B. Darmstadt, 15. Aug. Aus Friedberg (Oberh bringt die sozialdemokratische „Frankfurter Volksstimme" folgende feil- samc Notiz: „Die beiden Städte Friedberg und Bad-Nauheim gc- wehren ihren Lehrern in Anbetracht der hier herrschenden teueren Dohnungs- und Lcbensmittelpreise sogen. Lrtszulagcn. In einem den beiden Städten zugegangenen Bremserlaß luirb ihnen dies für die Zukunft unterlagt. Nur diejenigen Lehrer, welche die Zulage bereits erhalten, also letzt vorhanden sind, sollen sie behalten dürfen, alle Neuanzustellenden Dagegen nicht." Nach buä>: ergaben aüningc Resultate noch aai eine Enticrnung von 150 Kilometer. Zwuche« Pans und Tttpi'e wurden die i'Xip.deut.ui. vcn'taiiden. Man konnte einzelne tsorte, Tromp.-ten-Signale, vorzkigUch vernehme«. Tic Versuch* w.rden streng geheim gehalten. Toulon, 15. Aug Eine neue Schiffs-Katastrophe ist nur mit großer Muhe abgeroenbet worden. Tas PanzeifchiN 2usfir» verlor unterwegs i'ieSg»genwart der Mann- ,chatt, -eit. . ct> ’t.jn.L >: r.c..^ . *)u;.rrteu des Lchmcs zu jchleppeu, wurde eine ztatastrophc verhütet Ter Suifrci lubr mit seiner brüten Schraube langsam nach Toulon »euer und wird ins Trockendock gebracht. Städtischer Arbeitsnachweis Wen Gartenstrakc 2, Zimmer 2. (4280 empfiehlt mit. iwiociulah 10, am am vermieten. LmeMhlliing Bu/# Palmitin pulver. 5 Zimmer 6u vermieten. Bieichuratze 8, H. 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