«platz das Ge-IZehl ein- Archit« besichtigen. — Leo Berg, der Berliner Literaturkritiker, einer der markantesten Wortführer der neueren Tendenzen, ist, 46 Jahre alt, einein Gehirn schlag erlegen. Bero trat Ende der achtziger Jahre hervor, als die Losung von der „Revolution in der Literatur" ausgegeben worden war. Als Verfechter der Bedeutung Ibsens begann er, dein Individualismus hat er die Hälfte seiner Arbeiten gewidmet. Bergs wichtigste Aussätze erschienen im „Llterar. Echo". Das Vorgehen des Verbandes Bayerischer Melallindustrieller beschäftigte dieser Tage die in Berlin zu einer Vertreter- Konferenz versamnrelten Abgeordneten der im „Sozialen Ausschuß von Vereinen technischer Privatcmgestcllten" vereinigten Technikerverbände. Es herrschte allseitige Ueberein- stinrmung darüber, daß der Geheimerlaß des Verbandes Bayerischer Melallindustrieller einen unberechtigten Eingriff in die gesetzlich gewährleistete Koa liti o nSfreih e i t der Privatangestellten darstelle. Ebenso war man sich darüber einig, daß die Aufrechterhaltung dieser Freiheit unumgänglich notwendig sei, um durch orga n i satoris ch en Zu sarn rn en - schluß die soziale und wirtschaftliche Lage der technischen Privatangestellten zu verbessern. Die Organisationen der technischen Privatangestellten waren bisher bemüht, dieses Ziel im Wege friedlicher Vereinbarungen mit den Unternehmern zu verfolgen. DaS Vorgehen des Verbandes Bayerischer Metallindustrieller aber ist nur geeignet, diesen Weg fernerhin zu versperren. Wenn daher künftighin der Kampf um die Verbesserung der Daseinkbedingungen bei den Privatangcstellten schärfere Formen annehmen sollte, so würde diese veränderte Taktik dem Unternehmertum zur Last zu legen sein. Die im Sozialen Ausschuß vertretenen Technikerverbände erklärten, daß sie zur Sicherung der Koalitionsfreiheit die angegriffenen Organisationen, insbesondere den .Bund der technisch - industriellen Beamten" in jeder Weise unterstützen wollten. Es herrschte auch kein Zweifel darüber, daß der gegenwärtige Rechtszustand unzulänglich, daß es insbesondere notwendig sei, die Verhinderung am gesetzmäßigen Gebrauch der Koalitionsfreiheit unter Strafe zu stellen. Die vorstehend skizzierten MeinungS - Aeußerungen wurden in einer Resolution niedcrgelegt. Das Nürnberger Gemeinde-Kollegium ge- Slickereien und neue Frauenkleider. — Kleine Chronik aus Kun st und Wissenschaft. Im Leydener Cryogen-Laboratorium wurden 50 Kubikzentimeter Helium verflüssigt und zwei Stunden laug flüssig erhalten. — Nun ist auch das Honorar bekannt, das dem Präsidenten Roosevelt von den Brüdern Striben, den Besitzern von Seribners Magazine, für die Veröffentlichung seines afrikanischen Jagdtagebuches gezahlt wird. Roosevelt erhält 300 000 Mark Anzahlung, dann werden die Berichte zu einem Bande vereinigt als „Roosevelts Jagdabcnteuer ' in den Handel gebracht, und Roosevelt erhält vom Barerlös dieses Werkes 25 Prozent. Bis heute hat Roosevelt, der sich schriftstellerisch häufig betätigt höi, an Honorar die Kleinigkeit von 600 000 Mk. verdient. — Der 60jährige Historienmaler Wessely, der seit Jahren als Sonderling in Wien gelebt und mit niemand verkehrt hat, wurde in seiner Wohnung tot aufgefunden. >ch aöcnS 6—7 Uhk. Lungenkranken unb h. & iinc in Heilstätten, igehörigen zur Bermrdi "Voil. Botschafter Cambon über die politische Lage. Der französische Botschafter in Berlin, Cambon, hat am Samstag beim Empfang der französischen Kolonie im Berliner Botschaftsgebäude, der aus Anlaß des französischen Rationalfcstes stattfand, über die allgemeine politische Lage sich geäußert. Die französische Kolonie in Berlin, so sagte er, sei eine Gemeinschaft friedlicher Arbeit in Handel und Industrie; sie repräsentiere in Berlin das arbeitsame Frankreich und gereiche ihrem Vaterlande zur Ehre. Dann fuhr er fort: „Es hat den Anschein, als ob man sich im Augenblick darin gefiele, die Ruhe Europas durch allerhand beunruhigende L ä r m g e r ü ch te zu störe n. Man dürfe sich aber dadurch nicht a u s r e g e n lassen, denn alle Regierungen seien aut den Frieden angewiesen: sie kennen seinen Preis. Darum lassen Sie uns den Pejsimisinus fernhalten, lassen Sie uns nut bestem Vertrauen in Zukunst schauen, mit dein Vertrauen, das alle Schwierigkeiten dec Lage Hinwegräumen wird bei allen denen, die den guten Willen dazu haben. _____ ressen i.Otoffl-W Druckwerk. Hol:- oder ElsenM tnlische Keltern > mit loder 2 ausfahrbaren Biel« ,t in Leistung und Güte, iylarlh & C*1' rankturt a. M. Hesse«, rantsurt a. M. bejiit )skar Müller, Frank Ir versteigert ^^ÄeelnsMiliger^ b'"' ‘"gal AnE nehmigte folgenden Antrag: „Ter Stadtmagistrat Nürnberg wolle bei Vergebung seiner Arbeiten und Lieserungen nur solche Unternehmer berücksichtigen, die ihren technischen Angestellten, Handlungsgehillen und Arbeitern ■ ' Koalitionsrecht gewähren und es nicht beschränken." । B«r>lei9SaS*, eines prächtigen ! it an ' Frau rtha, geb. Meyerhof! - 4315 | ipB Ausland. Das österr. Abgeordnetenhaus nahm eine Regierungsvorlage betreffend die Entschädigung der Familienangehörigen von zu einer Waffenübung einberufenen Reservisten an. Mit der Entvölkerung Frankreichs, die von denkenden Franzosen so viel beklagt wird, befaßt sich Fouillse in einem Buch. Im Laufe von 45 Jahren hat Frankreich im Vergleiche zu Deutschland an Bevölkerungszahl sozusagen neunmal Elsaß-Lothringen verlor-n. Fouillöe gibt hierfür in sehr bedeutendem Maß auch dem Alkoholisrnus schuld, der in der Tat bei unseren westlichen Nachbarn sehr stark zugenommen hat, namentlich in Form des ganz besonders verhängnisvollen Absinthgenusses, der z. B. in den zehn Jahren 1885—1894 sich fast verdreifacht hat. Dies wiederum hängt offensichtlich zusammen mit der durch ein Gesetz vom Jahre 1881 gewährten völligen Schankfreiheit, durch die Frankreich um 100 000 neue Schankstätten bereichert wurde. Römischen Nachrichten zufolge beschloß der ital. Kriegsminister die Errichtung einer großen Kanonenfabrik in Turin. , Aus Stadt und Land. Gießen, 15. Juli 1908. **VomGroßh. Hof. Prinzessin Heinrich von Preußen traf gestern pon Kiel kommend in Wolfsgarten ein. Heute früh reist die Prinzessin nach St. Moritz weiter. ** Landtagswahlen. In Bu tz b a^ch kandidieren der seitherige Abgeordnete Joutz, Oelönorn Fenchel-Griedel (Bund der Landwirte), Oekonom und Bezirksvorsitzender des Bundes der Landwirte W. Fenchel-Oberhörgern (Deutsch- sozial). In Groß-Umstadt-Dieburg der seitherige Abgeordnete Hauck-Schaafheim (Teutschsozial und Bund der Landwirte), Oekonomierat Walter-Lengfeld (nat.-lib.). In Darmstadt-Stadt voraussichtlich Rechnungsrat Götz (Deutschsozial), in Groß-Gerau event. Amtsrichter Mahr (Deutschsozial). Oberlehrer Werner-Worms kandidiert nicht. ** Die diesjährige Rekruten ein st ellung findet nach den Bestimmungen des Generalkommandos vom 7.—10. Oktober d. I. statt. Die Krise im Flottenverein scheint den Verlauf zu nehmen, den wir voraussahen: die aufgeregten Wasser beginnen langsam zu verrinnen. Wohl sind mehrere Austritte erfolgt. Daneben fehlt es nicht an mancherlei Kundgebungen des Vertrauens und die Kühleren, Bedächtigeren meinen: man müßte sich zunächst einmal die Dinge ansehen und abwarten, wie der Großadmiral v. Koester und die man ihm beigesellte, sich geben werden. Auf der andern Seite verlautet: die Ausgeschiedenen bereiteten einen „deutschnationalen Bund" vor, dem dann wieder General Keim und Fürst Salm vorstehen würden, einen Bund, der seine Tätigkeit aus alle nationalpolitischen Lwensgebiete erstrecken will. Aehnliches hat auch bereits zu Ende der vorigen Woche „ein Herr, der jahrelang im Flottenverein eine leitende Stellung inne» gehabt hat" (wie ihn ein Berliner Blatt einführte) einem Ausfrager verraten. Die Herren also meinten, als sie so lärmend auf die Bayern losfchlugen und auf alle, die nicht mit ihnen gleichen Sinnes waren, gar nicht mehr den eigentlichen Flottenverein. Ihnen ging es um etwas Neues, um das Gebilde ihrer heißen Wünsche. Daß wir in Deutschland zu den bestehenden polit. Parteien unD vaterländischen Verbünden noch unbedingt einer neuen Organisation bedürften, die sich durch ein besonders reizbares Nationalgefühl kennzeichnet, das wird kein ruhig Deutender zugeben können. Ganz im Gegenteil, eine solche Institution tonnte nur unnötig böses Blut im Auslande machen, und wäre also nicht sowohl überflüssig, als vielmehr schädlich. z [ e n b o r < bei Berlin geführt, eine Schöpfung der —rchitekten Campbell & Pullich. Es ist eine ganz hervorragende Leistung, die nn§ in diesen 19 Abbildungen und Plänen als Verkörperung der Lebenslust und Natur'reude entgegenirilt. Dieses Haus ist zugleich ein Charakteristikum iür dessen Besitzer, den Begründer und Inhaber der weltbekannten Auskunstei, und dessen Gattin, die älteste Tochter des Nibelungensängers Wilhelm Jordan. Etwas Neues bringen die nächsten Seilen: Tie Wiederverwendung der lange vernachlässigten Terrakotta in^ einem weichen mattorange Ton zum Schmuck der Gärten und als architektonisches Einzelmaterikil. Tie Arbeiten sind ausgeführt von der Großh. keramischen Manusaktur in Darmstadt, dem Material sind höchst charakteristische Fornien gegeben. Auch über das Wiederaufleben der Wiener Porzellanbearbeitung erhalten wir Ausschluß und nehmen wahr, daß in der gediegenen, breit und krästig wirkenden Arbeit der Breslauer Kunstschule unb Direktor H. Poelzig unb I. Taschner eine wertvolle Grundlage zur Hebung der schlesischen Industrie sich heranbildet. Es folgt endlich die ganze Serie der neuen österreichischen Briefmarken in ihrem von Professor Kolo Moser entworfenen schmucken Gewände, unb zuguterletzt kleines FeuMeton. — Vom Museunr des Oberhessischen Geschichtsoereins zu Gießen. Dank dem Entgegenkommen der Stadtverwaltung war der Oberhejsische Geschichtsverein in der Lage, 22 Porträts von Gießener Ratsschöffen aus dem 17. unb 18. Jahrhundert, sowie einige Wappentaseln in Stanb zu setzen. In anerkennenswerter Weise hat Carl 2 e i b een. biese Arbeit ausgesührt. Unter den Bildern befinden sich charakteristische Köpfe unb Trachten, bei teilweise sehr guter Aussühmng. Alte Gießener Nameii von gutem Klang, wie Balthasar Schupp, Oswald, Ebel, Kempf u. a, lesen wir. Freudig wäre es zu begrüßen, iveiin im nächsten Jahre nochmals Mittel zur Renovierung der letzten 50 Bilder bewilligt würden. Ter Wilhelm Gatl-L-tiftung ist eine schätzenswerte Bereicherung durch eine größere Ama hl Fayencen aus dem 18. Jahrhundert zuteil geworden. Aus demselben Zeitalter stammt ein schönes Kruzifix mit Perlmutterauflagen , Gescheiik eines Gießener Bürgers. Auf dem Trieb imirben in diesem Monat mehrere vorgeschichtli ch e Gräber geöffnet. Tie Aiisgrabimg eines Hügels war bejoiiders interessant. Es trat eine regelrechte viereckige Steiiipackung zutage, die 2 Bieter tief und 3:2 Meter breit war. Am dem einen End^ befand sich em auffallend großer Stein, mit noch unausgetlärten Schriitzeichen (Runen?) versehen, die römischen Zahlen ähneln. Im Verlaufe der Ausgrabung kamen noch mehrere derartige, aber kleinere Steine vor. In unmittelbarer Nähe dieser Fundstätte sind im vorigen Jahre mehrere Brandbestattungen aiis dem 5. nachchristlichen Jahrhundert aufgedeckt worden. Die Mittel für diese Forschungen stellte, wie seither, eine hiesige Dame in fremtdlicher Weise zur Schöpfungen aus den 80 er und 90 er Jahren, darunter die „l sandtschait" von 1881, bis zu den neuesten Werken, wie der Wem bergsvilla von 1907, überall unterstützt und ergänzt durch ein reiches Material von Skizzen und Entwürfen. Daneben findet man eme Auswahl Zeichnungen und Studien des Meisters, Arbeiten, die ziim Teil noch nie öffentlich gezeigt sind. Bon plastischen Hauptiverken enthält die Ausstellung neben dem erst jüngst in Bronzegnß vollendeten „Athlet" die farbige Büste der Frau Aseni- jefi, die überlebeiisgroßen Porträts von Liszt und Nietzsche, das große Relief „Schlafendes Mädchen" und vieles andere. An Radierungen sind neben den wichtigsten Einzelblättern die Folgenden „Rettungen ovidischer Op'er", „Dramen", „Eine Liebe", „Vom Tode I und II", „Brahms Phantasie", rc. zu sehen. Die Ausstellung, zu der ein illustrierter Katalog mit Vorwort von Prof. Dr. Julius Vogel, dem Direktor des Leipziger Museums, erschienen ist, bleibt bis zum 27. September geöffnet und ist bi5 dahin täglich zu — Das Julibeft der ^Deutschen Kunst und Dekoration" (Herausgeber Hoirat Alexander Koch-Darmstadt) bringt die erste illustrierte Publikation über die Darmstädter Hess. Landes-Ausstellung, in deren reichem Bilderinaterial die vielseitige Gestaltung der Ausstellungs = Architektur zur Geltung kommt. Der zweite Aussatz des Juli-Heftes macht uns mit einem interessanten Künstler-Ehepaar Mebiz-Pelikan in Dresden bekannt. Während die — kürzlich verstorbene — Emilie Mediz ihre Kinder- porträts und Landschaften mit einer gewissen mütterlichen Innigkeit behandelt, jucht Carl Mediz sein mächtiges Temperament an Urgebirgs-Zirbelstämmen mit starkem Pathos auszuleben. Darnach werden wir in das heitere Landhaus Schimmelpfeng in nung unter diesen Umständen unmöglich ist, so hat er eine Abreise angetreten. Frauen von Odde hatten gebeten, am Montag abend in der Landestracht von ihren Booten aus dem Kaiser ihre Huldigung darbringen zu dürfen. Ter Kaiser nahm sie mit Interesse entgegen und ließ den Beteiligten danken. Minister Breitenbach hat angeordnet, das; auf den Eisenbahnen die Eil güterzügc bedeutend vermehrt lverdcn sollen. Er wünscht, daß sowohl die Schnellzugslokomotive als auch die durchgehende Luftdruckbremse, künftighin als Regel bei allen Güterzügen ein geführt werden soll. Ter Wunsch des Eisenbahnministers geht dahin, daß der fahrende Eil-Güterzng Personen Schnellzugsgeschwindigkeit erreiche und daß in den bisher stagnierenden Güterverkehr neues Leben ge bracht werde. Noch im Herbst soll man zur Ausführung dieser Verordnung schreiten. Dem Königsberger Oberlandesgerichtspräsidenten Wirtl. Geheimrat Dr. v. P l e h w e ist die Würde des Kanzlers im Königreich Preußen verliehen worden. Die neuen Dreimarkstücke drohen das gute Einvernehmen der Bundesstaaten zu stören. Nach einer Zeitungsmeldung sollen sie auf dem Avers das Bild d e * Kaisers tragen. Süddeutsche Blätter erheben nun lebhaft Einspruch hiergegen in der Annahme, daß die künftigen „Taler" das Bildnis des Kaisers ausschließlich tragen sollen. Wir halten diese Annahme für irrig und den Protest schon aus diesem Grunde für gegenstandslos. Selbstverständlich werden wie bei allen anderen Münzen so auch beim neuen Dreimarkstück die Bundessürsten und Freien Städte das Recht haben, ihr eigenes Bild und Wippen zu „verewigen". Verfügung. , — Eine Klinger-A us st ellung wirdinFrank- f u r t a. M., wie man uns von dort schreibt, am 16. Juli im Kunstoerein eröffnet, bie einen Ueberblick über baS gesamte Schassen des großen Leipziger Meisters als buller, Zeichner, Radierer unb Bilbhauer gibt unb als eine der größten Ausstellungen gelten darf, bie bisher von Klingers Werken veranstaltet wurden. Die Reihe der gezeigten Gemälde beginnt mit dem Erstlingswerk „3er Neber- urgeüugs-oiiueinuminc.i mn Lauterbach, 13. Juli. Tie Einweihung der Turnhalle unseres Turnvereins fand unter allgemeiner Beteiligung der Bürgerschaft statt. Eröffnet wurde die Feier am Samstag abend durch einen Kommers, während der eigentlichen Einweihungsseier am Sonntag ein Festzug voraudgiug, an dem außer einigen Turnvereinen aus der llmgegcnb sämtliche hiesigen Vereine teitnahmen. Bei dem Festakt hielt Oberpfarrer M ü Her die von warmherziger Begeisterung für das deutsche Turnen getragene Festrede. Konzert und Ball bildeten den Schluß der schönen Feier. x Nidda, 14. Juli. Hier wird die Errichtung eines B i s m a r ck d e n k m a l s auf der „Beunde" beabsichtigt. Tas erforderliche Gelände ist bereits angekauft und von Bauunternehmer Feindler wurden die zur Ausführung des geplanten Denkmals erforderlichen Basaltblöcke geschenkt. Durch einen Aufruf an die Bürgerschaft wird gegenwärtig eilte Sammlung zur Aufbringung der Baukosten eingeleitet. Man hofft, biS zum 30. Juli, dem Todestage Bismarcks, die Angelegenheit so weit gefördert zu haben, daß die Grundsteinlegung ftattfinben kann. Sc an Hurt a. M., 14. Juli, In der heutigen Stadt- ucrorbnetcnverfammlung wurde die Vorlage, nach welcher sich die Stadl mit 750 000 Mk. Anteilscheinen und lieber- nähme der Bürgschaft an der Gesellschaft zum Bau und Betrieb einer Automobilstraße im Taunus beteiligen soll, von den sozialdemokratischen Stadtverordneten Tr. Quarck und Ziclowski heftig bekämpft, von Oberbürgermeister Dr. Adtckcs in einer groß- züaigen Rede beiürrvorlet und schließlich mit 44 Stimmen gegen 4 sozialdemokratische Stimmen zur Prüfung an einen Ausschuß vermieten. — Der Reichstagsabgeordnete Rudolf O e s e r ist von der schweren Krankheit, die ihn vor l‘/4 Jahren befallen halte, soweit hergestcllt, daß er seine redaktionelle Tätigkeit bei der »Frankl. 3ta.“ wieder aufnehmen konnte. — Für ein ü) robbe n t m a l für den verstorbenen ReichStagsabgeordnelcn Wilhelm Schmidt hat die sozialdemokratische Partei 1792,97 Mark gesammelt. ♦♦ Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Unweit Rückingen »ib erfuhr em Ha- nautr A utomobil die o r a n des Golbarbeitevs H e ck aus Hanau. Die BedauernSiverte erlitt innere Vcrictznngen und mußte nach dem Krankenhaus gebracht werden. — In L n d iv i q o. Hase» wurden in der Schulerschen Wastenhandlung durch die Kriminalpolizei 30 000 scharfe Patronen beschlagnahm:, die c s dem Wormser Diebstahl herrühren. Ter Firmeninhaber gab an, daß die Patronen von einem Kauimanne herrührten. Line Probefahrt, leine zernsahrt Zeppelin;. Tie Fernfahrt, welche Graf Zeppelin am Ticnstag unternahm, bauerte nur zwei Stunden, von 211 bis 4^ Uhr. 4.as Schiff fuhr, nachüem es bei der Ausfahrt aus der Halle in Friedrichshafen eure kurze Stockung von drei Minuten gegeben hatte, glatt davon und sand die BewunderunZ bet Zuschauermenge. Tas Luftschiff ging bei einem krustigen Südwestrvind etwa 100 Meter hoch über den Boden-See, her in vollem Sonnenglanz da lag. Es überquerte das '.Nünster in Turm höhe und schwamm dann in den klaren Lüften dem Untersee zu. Konstanz war in fieberhafter Aufregung. Auf den Ufern wogte eine niegesehene Menschenmenge. Schon um 12 Uhr waren die Türme der Mrchen, die Tücher der Häuser, alle Straßen und Plätze dickt von Menschen besetzt. Gegen 2 Uhr bemerkte man, wie der Ballon seiner Halle entschlüprre, einige Mmuten später war er in der Höhe und nahm alsbald Richtung gegen Konstanz, wo er von Geschützsalven und dem tausendstimmigen Jubel der Schuljugend und der wohl 40000 Zuschauer begrüßt wurde. Er passierte die Stadt in der Richtung Schaffhausen, gefolgt von dem T rachen boote „Gna" und dem Sonderfchio „.'tönigin Charlotte", auf welck-em sich die Tochter des Grafen Zeppelin, die Frau feines Neffen, forme erngeladene Gäste, Offiziere, darunter Generalmajor v. Ruh, der Kommandeur der bayerischen Luftschifferab- teüung, und Vertreter der Presse befanden. Nach etwa dreiviertel Stunden wendete daS Luftschiff plö tzlich Man wußte nicht, ob es sich um eine Störung der Moto re handelte, oder um ein pro grammäßiges Manöver. Zeppelin hatte vorher erklärt, er wisse noch nicht, ob er am 14. sofort zur großen Fahrt übergehen, oder ob er nickst vorder kleinere UebungS- faljrten abfolvieren müsse. Man sah dann, daß der Motor stillstand, später jedoch wieder lies, jedoch ansänglich nur mit geringer Umdrehungszahl. Auch stieß der vordere Mowr starke Abgabe aus. Tas Luftschiff ging nunmehr zurück an das nördliche Ufer und schließlich bis nach Manzell. Tas Fahrzeug folgte auch jetzt tadellos dem Steuer seüwärts wie senkrecht, es ging gehorsam mit feinen Gondeln auf den See Hemieder und wurde dann von dem Schleppboot bis an die Halle gebracht. Von dem Be- gleitdampfcr, „Königin Charlotte", wurde ein Boot abgeschickt, um Nachricht zu holen. Zeppelin ließ mittciten, am vorderen Motor sei an der Kühlung eine Schraube gebrochen; der Schaden habe zwar während der o-alyct vorläufig repariert werden können, man wolle aber die Ncängel gründlich ausbessern. Ter Rest des Tages sollte zur Reparatur verwendet werden. Heute sollte das Luftschiss roieber völlig fahrtüchtig sein. Von anderer Seite wird gemeldet: Wegen des in der Nähe von Reichenau eingetretenen Vcrlusteseines Ventilator- Nügels am vorderen ÄLotor und der Unmöglichkeit, diesen Schaden in der Luft mit Bordmitteln zu reparieren, kehrte das Luftschiff wieder um und ging in der Nähe der Halle herunter, in die cd schnell hineinbugsiert wurde. Wenn es auch bedauerlich ist, daß butd) diesen an sich geringfügigen Defekt Hundert- tausende am Rhein entlang gestern vergeblich warteten, so ist doch dem Vorfall als solchem nicht die geringste Bedeutung bei- zumessen. Im übrigen zeigte das Luftschiff auch gestern wieder seine glänzenden Eigenschaften. Alle Ähwenkungen sowie die Landung selbst nmrden mit Präzision ausgcführt. Tas württem- bergische Königspaar war in seinem Boote zugegen. Besonders ist bei dem gestrigen Ausstieg hervorzuheben, bau das Luftschiff gegen 150 Kilogramm gewollten Abtrieb batte, somit um ein Gewicht von etwa 1 Vs Zentner schwerer als die Luft war. Mittelst der Arbeit beiber Rio tote wurde der Abtrieb spielend bewältigt und das LusssMs hob sich aus eigener Straft empor. Sri eine Widrigkeiten können zlvar die Lösung der Aufgabe etwas verzögern, aber nicht vereiteln. ! Wie das Berl. Tgbl. aus Friedrichshafen erfährt, findet die zweite Fernfahrt des Grasen Zeppelin heute Abend 7 Uhr statt. 16 Personen, unter diesen drei Militärs, nehmen daran teil. Gras Zeppelin verbrachte den gestrigen Abend im Kreise der Offiziere und Rcichskommissare bis gegen 11 Uhr. Major Sperling und Hauptmann v. I c n a , die bisher den halbstarreu Militärballon leiteten, ci"halten das Kommando über Zeppelins Alumimumluftschiffe 4 und 3, d:e unmittelbar nach der Dauerfahrt in den Besitz der Heeresverwaltung übergehen. Sehr interessant ist folgendes Telegrainm der „Frkf. Ztg." über eine V e r f o 1 g u n g d e s L u s t f ch i f f e s d u r ch ein Automobil: Friedrichshafen, 14. Juli. Wir verfolgten das aus- gestiegene Zeppclinfche Luftschiff in einem 85 pferdigen Mercedes- luagen. Anfangs rannte er uns davon. Erst in der Gegend von Uebcrlingen vermochten wir ihm zu folgen. Es war ein spannender Kampf. Ter Taimlcruwtoc in b:r Lust droben und der Taimler auf der Straße. Allmählich gewannen wir unten Terrain. Wir merkten, daß im Luftschiff etwas in Unordnung geraten war. Ais wir in Radolfzell anlangten, fuhr das Luftschiff, das in dreiviertel Stunden von Friedrichshafen bis über die Insel Mainau gekommen ivar, in einem langen Logen nach Süden und dann nach Osten ab und schien wieder Kurs nach Friedrichshafen zurückzunehmen. Andere Luftfahrten- Hamburg, 14. Juli. Der beule vormittag ausgestiegene Ballon „Hamburg" ist bei Travemünde verunglückt. Bei starkem südwestlichem Winde trieb er direkt dec Ostsee zu und war üi ganz geringer Höhe. Bei bem Versuch, zu landen, geriet er gegen ein Sttandhans und die Gondel schlug bei Bc- srriungsvcrsuchen gegen den Giebel bed Hauses, wobei der Großkaufmann SL Sarningbaufcn auS Hamburg schwer und dec Baron von Pohl leicht verletzt wurden. Die Führung des Ballons hatte der Zollsekretär Thurein. Lörrach, 14. Juli. Der Luftschifser Spelterini, der gestern nachmittag mit seinem Ballon „Sirius" m Basel auf- gestiegen war, warf über dem nahe gelegenen Sckützenwalb einen ganzen, einen Zentner schweren Sandsack zur Erb.', wodurch beinahe ein furchlvares Unglück entstanden wäre. Demi der Sack schlug, kaum einen Meter von einem Kinde entfernt, bad am Waldesvmde Blumen pflückte, mit furchtbarer Gewalt zu Boden, so daß er zerplatzte und ein Loch von 30 Zentimeter Tiefe schlug. _ Göttingen, 14. Huli. Ter Ballon „S e g l c r" deS nieder- sachsisck^n Vereins für Lustschissahrt stieg gestern hier auf und landete nach 7 stünbiger Fahrt bei Anklam. London, 14. Juli. Ter für gestern in Aussicht genommene Probeaufstieg des neuen MilitLrba llons „Nulli >secundus Nr. 2" konnte nicht stattfiubeu, erstens wegen zu schlechten Wetters, zweitens weil der Steuerungs-Apparat nicht in Ordnung war. Ter erste Aufstieg bürste vor Ende der Woche nicht erfolgen können. • Kur; vor Schluß der Redaktion wird und aus Friedrichshafen telegraphiert: Gvaf Zeppelm wird heute vormittag noch den Aufstieg mid bic Fahrt nach Mainz beginnen. Seit 9V< Uhr ist der Ballon zur Abfahrt berril, jedoch ist über die genaue Zeü deS Fahrtbeginns noch nichts bekannt. Es r e g n e t in Friedriche Hafen, aber der Regen wirb für die Ausfahrt kein Hindernis bilden. Ein Dorftrieg. Nachklänge von der letzten Reichstagsmahl. Em intcrcffantcr Wahlpcozeß hat das Ncichsgcricht beschäftigt. Aus Leipzig wirb berichtet. Segen Beleidigung des Bürgermeisters von Orscholz und anderer Straftaten sind am 30. März vom Landgericht Trier verurteilt morden der Schuhmacher Neisius zu drei Monaten Gefängnis, Katharine Rupp zu 100 Mark Geldstrafe, Becker und Ting zu je 50 Mark Geldstrafe, Lhlinger zu zwei Monaten und Remmel zu einer Gesamtstrafe von einem Monat Gefängnis. Tem Urteil lagen folgende Vorgänge zugrunde: Bei der Agitation für die Reichslagswahl im Januar 1907 standen sich in Orscholz das Zentrum und die National- katholiken fchroff gegenüber Ter Pf. rrcr Leine warb für Geheimrat Roeren, der Ortsvorsteber Sauerwald für den Kandidaten der Nationalratholik.'n. Pfarrer und Orlsvor- sleher kamen dadurch in .Konflikt. Einem Konfrater, der bei Sauerwald nächtigen wollte, riet Pfarrer Leine davon ab, weil Sauerwald gegen die siirchc gearbeitet habe. Tem Pfarrer Leine wurde schließlich wegen seines Verhaltens in dieser Angelegenheit von der Regieritng die Ortsschulaufsicht und der Religionsunterricht entzogen. An einem Sonntag setzte er von der Kanzel herab feine Pfarreinge- sessenen von biefer Verfügung in Kenntnis und gebrauchte babei Worte, die die Kirchcnbe,ucher gegen den Ortsvorsteher aufreizten. Tie Folge davon mar ein allgemeines Vorgehen gegen den Ortsvorfteher. Ohlinger spuckte öffentlich vor ihm aus, wofür er von jenem einen Stockhieb erhielt. Tas Verfahren gegen den Ortsvorslehcr ivegcn dieses Schlages wurde eingestellt, weil er in Notwehr gehandelt habe. Sauerwald war nebenbei Präsident des Kricgervereins. Remmel als Mitglied agitierte für seine Absetzung, lvvbci er den Ortsvorsteher Lump und Spitzbube schimpfte. Neisius hatte bezüglich der Lehrerin M., die auf Sauermalds Seite stand, gerufen: Werft sie doch mit Steinen'tot! 2lls Fräulein M. sich schnell entfernte, rief er ihr Schimpf- worte nach. Die Rupp yat zioci Schriftstücke verfaßt, in denen sich die Jungfrauen und Frauen von Orscholz gegen den Ortsvorsteher aussprachen. Tarin sprach sie von der tiefften Entrüstung, die durch die Verleumdungen des Ortsvorftehers gegen den Pfarrer hervorgerufen worden sei. Diese Schriftstücke wurden von Becker und Ding im Dorfe umhergetragen und zu jedermanns Kenntnis ge- bracht. Gegen das Urteil hatten die Angeklagten Revision eingelegt. Tas Reichsgericht hob doch das Urteil auf, soweit es gegen Rupp, Becker, Ting und Remmel (bezüglich des ersten Falles und der Gesamtstrafe) ergangen ist. Verworfen wurde die Revision des Neisius, der wegen Bedrohung verurteilt ist, und des Lhlinger. Tas Urteil gegen die Rupp mußte wegen des Zusammenhangs aufgehoben werden. Tie Aufhebung erfolgte, weil in der Anivendung des WoNes Verleumdung keine Beleidigung formaler Natur erblickt uwr- beu ist. Wenn die Angeklagten dem Ortsvorsteher nachsagen wollten, daß er wider besseres Wissen unwahre Behauptungen verbreitet habe, so hätten sie sich des vom Gesetze selbst hierfür gebrauchten Wortes bedienen können. Zu prüfen wird aber noch sein, ob nicht aus den Eigenschaftswörtern „entsetzlich" und „schiver", die dem Worte Verleumdung vorgesetzt waren, die Absicht der Beleidigung hcrzu- lciten ist. Warum Wir diese Torfgeschichte mrttcilen? Nicht ivegcn des für Juristen interessanten subtilen Rcichsgerichtsurtetls, sondern um qn diesem Beispiel zu zeigen, was für eine Verwilderung der Gemüter durch das Hineintragcn der Politik in private Verhältnisse entsteht, welck)er Fanatismus durch politische Agitation großgezogen wird, der Weiber zu Hyänen werden läßt. Nniverjitäts-rrachrichten. — Von der Akademie zu Frankfurt a. M. Die ®e- samlsrequenz für das Sommcrscmeslcr stellt sich aui 685, darunter 208 Kaufleute, 36 Ingenieure, Chemiker :c., 71 Juristen und höhere VeiioaltilugSbeaniie, 14 mittlere Verwaltungsbeamte, 39 akademisch unb 73 seminaristisch gebildete Lehrer, 27 Studierende der neueren Sprachen, 19 sonstige gelehrte Berufe (Aerzte :c), 39 sonstige Berufe und 160 Frauen, davon 35 Lehrerinnen. Tie Gesamtzahl der akadeniisch bicbilöctcn bctiägl 173 oder 26 Proz. Von den Be- snchern (ordentlicheu Studierenden) besaßen -7 Proz. und von den Hospitanten 41 Proz. bereits eine abgeschlossene akademische Vorbildung. Itircbc und Schule. — Der Direktor des SlönigL Wilhelms-Gymnasiums in Berlin, Geh. RegierungSrat Leuchtenberger schreibt dem B. T.: „Ich bin ii l ch t z u ni Rücktritt gedrängt worben; eher ist baS G e g e n t e i l ber Fall. Dleinc Rebe zum Slnftaliöjubilaum hat mit meinem Pcnsioiueiimgsgesiich nichts zu tun. Aus meine Bitte hat meine Behörbe nur einen 14 tägigen Vorurlaub vor Beginn ber Sommerferien gewährt. Ich habe bis 20. Juni Unterricht erteilt unb werbe dies auch nach bcu Ferien weiter tun. Die Gewährung meines Peusion.'gesucheS habe ich bis jetzt noch nicht erhalten; mein llcbcitritl in ben von mir erbetenen Ruhestand wird voratiSsichtlich um bcu MichaeUSlermm erfolgen. Ich werde Ende dieses Jahres 69 Jahre all unb habe meine Pensionierung erbeten, weil cs mir für meine eigene Person gut erschien." vermischtes. * Vom Wetter. Infolge großer Hitze und Trockenheit, die Obst- und Waldbäume bedroht, sind in Oesterreich zahlreiche Brände entstanden. Bei Mauer im Lainzer Tiergarten kam ein Waldbrand aus, der trotz angestrengter Arbeit mehrerer Feuerwehren 400 Quadratmeter Wald einäscherte Außerdem entzündeten Funken einer Lokomotive bei Leopoldau die Felder von 10 Grundeigentümern. — In Spanien hat nach einigen Wochen fürckiterlicher Hitze das Wetter plötzlich umgeschlagen. Im Norden und Zentrum Spaniens ist sZ-euchtigleil und empfindliche siälte eingetreten. An der Nordwestküfte ist die See stark bewegt. Zahlreiche Fischerboote aus Bilbao, Santander und San Sebastian wurden vom Sturm zerschlagen. Etwa 30 Fischer ertranken. — In der Gegend von Beziöres in Frankreich hat ein Unwetter die ganze Ernte vernichtet. * Eiii Ehescheidungsrekord. Nicht nur Amerika ist das Land der rafcben EyescheidungSprozesfe. Taß auch Berlin in dieser Beziehung an der Spitze marschiert, beweist eine Ehescheidungsklage, die dieser Tage dort vor dem Landgericht I zur Verhandlung kam. In der Chescheidunge- klage der Baronin v. L. gegen ihren Gatten bewirkte die Klägerin durch ihren Vertreter, Rechtsamvalt Tr. Jvcrs, daß die Ehe schon un ersten Termin geschieden wurde. Tic Klägerin hatte alle Belastungszeugen gegen ihren Watten Sur Stelle, und das Gericht beschloß, die Zeugen sofort zu vernehmen. Ta die Beweisausnahme zugunsten der ülä» genn ausjiel, wurde die Ehe in einem Zeitraum von zwanzig Minuten geschieden. * Eine an genehme Ausgabe hat eine Anzahl Malrosen der norbanierikauuchen Alarme in bcu nächsten Tagen vor sich Ta» Mannedepartemem bat in dem Bestreben, ben Wanj.icfcn den Dienst so angenehm wie möglich zu machen, lüOOOO P imd Kaulcibat on- g cf amt. Zn biefem Ankauf werben die Malrosen als Oactwersländige zugezogeu, um die desleu und bic jchmackhanoteu Sorten auflju- wählen. Reden dem Wunsche, eine neue Anziehungskraft Marino- Staunend billig Frankfurter Schuhlager N. Reiss Giessen Telefon 539 Mäusburg 12 Amtlicher Teil. rufen wir hiermit eine [4339 D15/r Beachten Sie die Schaufenster. 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Juli bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — Heber den Nachlaß des am 2. Februar 1907 verstorbenen Fuhrunternehmers Kürl K ü n st - t er von Mainz wurde am 6. Juli das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Tr. Gaßner in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 28. Juli bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — Heber das Vermögen des Schreiuermeisters Beruh. Hering in Sprendlingen wurde am 7. Juli das Kvnkursverfahren eröffnet, da zwei Gläubiger roepen Heberschuldung des Gemeinschuldners das Kvnkursverfahren über sein Vermögen beantragt haben und Gemeinschuldner auch seine Heberschuldung eingeräumt hat. Rechtspraktikant S t e f f a u in Wöllstein mürbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 28. Juli bei dem Amtsgericht Wöllstein anzumelden. — Heber das Vermögen des Sebastian Bungert IL, Ackersmann in Ockenheim wurde am 8. Juli das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Welter in Bingen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 1. August bei dem Amtsgericht Bingen anzumelden. Kekannlmachmg. Letr.: Rotlauf zu Grüningen. Unter dem Schweinebesland des Jakob Christian Engel zu Grüningen ist Schweinerotlauf sestgestellt und il-ltägige Sperre verhängt worden. Gießen, den 14. Juli 1908. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: L a n g e r m a n n. Verein der Wmrte von Gießen und Umgegend (Eingetragener Verein. Gemäß dem Beschluß der Versammlung vom 9. er. behüte. v-Gymnasiums in Serfc, schreibt dem B. T.: „Jc a l worden; eher ist ba; im Anstailsiubiläum h« inlun. 2lui meine SW Dorurlaub vor Segins 20. Juni Unterricht er- en weiter tun. Tie ch bis jetzt noch nicht ererb e t e n e n Ruheltm« mm erfolgen. Ich,rceri< abe meine Pensionierum >rsou gut erschien. sein. Rum <& Cloos, Heuchelheim. von Toni Kron es und R. Rambauseck Edler von Rautenfels. Vollständig in 22 Lieferungen zu 75 Pfg. Men, A. Hart- lebens Verlag. 1. Lieferung. Otto Herrn. Hörisch: Auskunft in Mahn- und Klagesachen. 4. Aufl. Dresden, Selbstverlag. Preis 1 Mk. Verzeichnis deutscher Ortsnamen in Oester- reich-Hngarn, für den Gebrauch im Geschäftsleben herausgegeben. Hannover, Deutschbundgemeinde ,Dannoverland". D r. Konrad Küster: Bekämpfung der politischen Parteiungen durch Politik (Bd. 3 der Gesammelten Schriften). Berlin S. W. 48, I. Harrwitz Nachf. Preis 3 Mk. Dr. Phil. E. Dennert: Weltbild und Weltanschauung. (Schriften des K^plerbundes, Heft 2.) Hamburg, G. Schloßmann. Preis 1 Mk. August Rincklake: Der ewige Bestand der Himmelskörper erklärt burd) das Wesen und die Tätigkeit des Weltenäthers. Berlin S. W. 68, Emil Streisand. BibliothekderpraktischenLebenskunde. Bd. 2. William Thompson :'Empor zu Erwerb und Vermögen. Preis 1.50 Mk. Berlin W. 30, ATodern-pädagogischer und Psychologisck>er Verlag. Bd. 3. William Thompson: Wir und die Menschen um uns. Preis 1,50 Mk. G. Becker: Heber Automobil-Hnsälle in Deutschland 1906 bis 1907. Berlin N. W. 7, Boll und Pickardt. R. H. F r a n c 6 : Das Leben der Pflanze. DaS Pflanzenleben Deutschlands und der Nachbarländer. Lieferung 18—26. Preis jeder Lieferung 1 Mk. Stuttgart, Kosmos. Arthur Bierbach: Die Geschichte der Halleschen Zeitung. Eine Denkschrift aus Anlaß des 200 jährigen Bestehens der Zeitung. Halle a, d. S-, Otto Thiele. Hausgärten: Skizzen und Entwürfe aus dem Wettbewerb der Woche. Berlin, August Scherl. Eduard Engel: Geschichte der Deutschen Literatur des 19. Jalirbunderis und der Gegenwart. Leipzig, G. Frehtag. Wissenschaft und Bildung. Einzeldarstellungen aus allen Gebieten des Missens. Preis des Bandes geh. 1 Mk., geb- 1.25 Mk. Nr. 34: Hugo Riemann : Grundriß der Musikwissenschaft. Nr. 50: Das Christentum. 5 Einzeldarstellungen von C. H. Cornill, E. v. Dobschür,, W. Herrmann, W. Staerk und E Troeltsch. Leipzig, Quelle und Meher. Dr. med. Walser: Die Herzkrankheiten. Ursachen, Entstehen, Erkennen, Formen, Behandlung, Bau und Verrichtung des Herzens. Leipzig, E. Demme. 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Wir laden zu dieser Versammlung sämmtliche Wirte im Bezirk des Brauereiverbandes ein und hoffen, im Interesse unserer guten und gerechten Sache, auf allseitigen Besuch. ______Der Vorstand. Die bisherigen Abnehmer der Brauerei Friedel & Asprion werden dringend gebeten, wiederum so zahlreich in der Versammlung am Freitag im Felfenkeller zu Gießen zu erscheinen. [4338 : ekruten zu schaffen, wurde das Mnrmeamt zu seinem Vorgehen auch ll; urd) den Bericht deS Generalarztes wonach sich in letzter Zeit . q3 Zigarettenrauchen in einer Weise auSgebreitet hat, daß die Gesundheit der Leute dadurch beeinträchtigt roirb. Kleine Tageschronik. In München entrissen 2 Gauner in bet Hypotheken- und Wechielbank einem Gelbzahlcr, während sie mit ihm am Schalter prachen, zwei Notenpakete im Werte von 10000 Mark und .ersuchten zu entfliegen. Durch die sofort in Tätigkeit gesetzte 'llarmvorrichtung konnten die Türen noch rechtzeitig geschlossen mb bte Diebe verhaftet werben. Der eine will nur englisch , crstel-en, ber anbne stellt sich taubstumm. Der „H a u p t m a n n von Köpeni ck", Schuhmacher Voigt, rächte bei dem Landgerichte Beulhen in Oberschlesien eine Klage «gen das Königshütter Tagebl. ein wegen unberechtigten lvdruckesseinerSelbstbiographie. Erhebungen sanden bereits statt. In Lotzen (Ostpr.) verbrannte bet einem in der Nacht auSge- ; wchenen Groß feuer in der Dachkammer ein schlafender Tisch- icgeselle. Ein anderer Tischlergeselle sprang aus dem Fenster der -achkammer und wurde schwer verletz: in das Krankenhaus geschafft. .-In seinem Aufkommen wird gezroeiselt. Arn Montag bat am meftlieben Ausläufer des Wainisch in font Kvrawanken sKärnten) ber Tourist Wieser beim Edelweiß- Dflüden den Tod durch Absturz gefunden. In B er l in ist am 14. Juli Louis E a sta n , der Begründer txnt Castons Panoptikum, 80 Jahre alt, gestorben. Der neue Schützenkönig der Schützengesellschast in | Nvchlitz (K'gr. Sachsen) gab zu Ehren seiner neuen Würde ein Königsmahl". Nach dem Essen erkrankten 100 Gäste ■jiter Vergiftungserscheimmgen. Alle Patienten konnten gerettet werden. , Am 14. Juli stießen bei dem Bahnhof Lübbenetn Güterzug ab ein Arbeitszug zusammen. Ein Bremser ist tot, ein Zug- ibter und zwei Bremser wurden leicht verletzt. Der Material- haben ist erl-eblich Nack) einer Blättermelbung ist der Gendar wertepo sten- I führer Ntoroz in Bierwanow bei Krakau von vier Bauern .berfallen, entwaffnet und durch dreißig Stiche getötet -otben. Die Leiche wurde in einem Kartosfelfelbe versteckt. Einer "er Täter ist verhaftet. Der Erdrutsch, der das Städtchen Villa Nueve in ?.beritalien betroffen l)at, beschränkte sich auf acht im Vkittel- ■ dimtte des Ortes gelegene Häuser, darunter das Gasthaus der irüber Peradotto. Die Familie ber beiden Brüder und zwei Personen, die sich im Gasthause befanden, wurden unter einem ranl,urter 2tr. 29. 4280] <1 1 j" u. an oen Q)ieg. 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