beaehten I Mittwoch 14. Ottober 1808 Zweites Blatt Nr.S4S Gießener Anzeiger Gchhetst «-Sch mit Ausnahme beS Sonntags. General-Anzeiger für Sberhesten 158. Jahrgang Die ^Gießener KnuMmbMter- werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kttisblott für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag der Drühlfchen Unwersitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion:d^^II2. Tel.-AdruAnzeigerGießen« Die Finanzgesetze für die Rechnungsjahre 1906, 19071 erreicht denn das Zusammengehen der liberalen Parteien und c o............. <_• /t*, -_______ s____ xm.-r Snr @VinTht<* hprirlliPYT mifprrinnnhcr. in i.t uh deshalb die verschieden liegenden ./eise bekämpfen —, sie müssen Der- -ii ;um Besten der Allgemeinheit, it schon hinreichend erörtert worden. Ans Stadt und Land. Gießen, 14. Oktober 1908. *• Folgende Quittungen über unsere Sammlungen sind eingegangen: „Nationaler Luftschiff-Baufonds für Graf Zeppelin. Von der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei R. Lange, Verlag des Gießener Anzeigers in Gießen, als Sammlung Mark 4010.— Check per Gießen, (Sing. vorb. für obigen Baufonds empfangen zu haben bescheinigt. Stuttgart, ben1 9. Oktober 1908. ' Allgemeine Rentenanstalt zu Stuttgart, Lebens- und Rentenversicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Pfaff. Scheuerlen." Vom Grafen Zeppelin ist ein Dankschreiben für die überwiesene Spende eingegangen. Donaueschingen, im Oktober 1908. Wir bestätigen er» gebenst den Empfang der uns zu Gunsten der Brandbeschädigten zur Verfügung gestellten Summe von 800 Mk.^ und sprechen Ihnen hierfür den herzlichsten Dank aus. In. vorzüglicher Hochachtung Namens des Hilfsausschusses: A. Paul, Großh. Oberamtmann. Namens deS Gemeinderats: Fischer, Bürgermeister. ** Ordensverleihungen. Der König von Preußen hat folgende Ordensauszeichnungen verliehen: Den Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub dem Generalmajor v. Werder, Kommandeur der 25. Kavalleriebrigade (Großh. Hess.); den Roten Adlerorden 3. Klaffe mit der Schleife dem Obersten v. Müller, Kommandeur desJnfanterie-Regimentsi Kaiser Wilhelm (2. Großh.) Nr. 116; den Noten Adlerorden^ 4. Klasse den Hauptleuten v. Stockhausen im Leibgarde- Jnfanterie-Negiment (1. Großh.) Nr. 115, Koettschau im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh.) Nr. 116, Balthasar, Becker im Jnfanterie-Leibregiment Groß- Herzogin (3. Großh.) Nr. 117; den Kronenorden 2. Klassej den Obersten Frhrn. v. Seckendorfs, Kommandanten voitt Mainz, v. Schlutterbach, Kommandeur des Infanterie- Leibregiments Großherzogin (3. Großh.) Nr. 117, den Kronen- orden 3. Klasse dem Oberstleutnant v. Lind eq ui st beim Stabe des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh.) Nr. 116; den Kronenorden 4. Klasse den Oberleutnants v. Olberg im Leibgarde-Jnfanterie-Regimcnt (1. Großh.) Nr. 115, Schwendy im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh.) Nr. 116; das Kreuz des Allg. Ehrenzeichens dem Wachtmeister Ha aß im Garde-Dragoner-Regi- ment (1. Großh.) Nr. 23. •• Pfarrpersonalien. Se. Kgl. Hoh. der Groß- Herzog haben den evang. Pfarrer Alex. Nu eß zu Hopfmannsfeld auf sein Nachsuchen behufs Uebernahme einer Pfarrstelle an der evangelisch-lutherischen Kirche zu Kassel au§ dem Dienst der hessischen Landeskirche entlassen. ** Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Moos. Mit der Stelle ist Organisten-, Lektor- und Kantordienst verbunden. ** Eine Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung findet am Donnerstag den 15. Oktober, nachrn. 4 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Antrag der Fleischer-Innung, betreffend Aenderung des Stadtverordnetenbeschlusses vom 8. Oktober wegen der Kühlanlage beim Erweiterungsbau deS Schlachthofes. 2. Gesuch deS Wilhelm Janz um Erlaubnis zum Schantwirtschaftsbetricbe im Hause Burggraben 9. 3. Des- 1 gleichen des Karl Textor für Kaiser-Allee 122. ** Kombinationen. Durch verschiedene Zeitungen ging die Nachricht, daß Provinzialdirektor von Grancy zu Darmstadt demnächst in den Ruhestand gehen und durch Ministerialrat Best ersetzt werde. Wre von maßgebender Stelle unserem Darmstädter Vertreter mitgeteilt wurde, beruht diese Nachricht lediglich auf Kombinationen. Herr von : Grauer; ist zwar in letzter Zeit kränklich, hat aber kein ■ Pensionsgesuch eingereicht. ** Stenographie. Der Stenograp hen-Ve re in Stolze-Schrey hielt am letzten Samstag seine Iahres- , Hauptversammlung ab. Aus dem Jahresbericht ist zu ; entnehmen, daß der Verein auf ein arbeitsreiches und vor allem auch erfolgreiches Jahr zurückblicken kann. Die Mit- ■ gliederzahl ist von 16 auf 102 gestiegen. Die Zahl der > Unterrichteten belrna 94. Die Kasscnverhältniffe sind gut die Einschränkung der Kämpfe derselben untereinander, so ift sie fruchtbar gewesen, und bietet dem Reiche die Aussicht auf eine gesunde fortschrittliche Ausgestaltung. Sind uns die Kümpfe vergessen, die von der Reiä)sregierung gegen die deprimierten liberalen Gruppen jahrelang geführt wurden, und daß diese ihnen in ihrer Ohnmacht wehrlos geg.nüb rstanden? Nicht konsesswnelle Streitereien, veranlaßt durch momentane Strömungen in uer Reichspolttik, nicht Voreingenommenheit gegenüber Forderungen der Minderbegüterten sollen unS in unserem Wirken bestimmen, sondern gerechtes handeln allen Ständen und Parteien gegenüber. Das ist der Wille des Volkes! Daß die sozialdemokratische Presse mit Sierra Pfarrer Korell die Nationalliberalen als Verräter an den Grundsätzen des Liberalismus, an den Rechten des Volkes bezeichnet, braucht uns nicht Wunder zu nehmen, die wir die Landtagswahlbewegung kennen. In die sozialdemokratische Presse ist Versöhnung mit dem Freisinn eingezogen. Doch wie lautete da noch vor wenigen Wochen die Parole? Wie sprach doch der bekannte Reichstagsabgeordnete Eichhorn auf dem Nürnberger Parteitag? Er betonte die politische Verkommenheit des bürgerlichen Liberalismus und führte weiter aus: „der ö'remnii habe sich von einer Seite gezeigt, die geradezu physischen Ekel erwecke". Nach neuerdings vorliegenden Nachrichten hat die freisinnige Leitung trotzdem in Mainz beschlossen für die Sozialdemokratie, also gegen den nationalliberalen Kandidaten einzutreten. Hat uns die sozialdemokratische Partei auch schon manche wertvolle Anregung, besonders auf sozialpolitischem Gebiete, gegeben, die Durchführung der Reformen hat sie fast stets den bürgerlichen Parteien überlassen. Jede Schwächung dieser puppen bedeutet deshalb auch einen Hemmschuh wirklichen Fortschritts. — Im weiteren Verlauf des Abends erstattete Herr O. Riedel Bericht über den jungliberalen Lertretertag in Elberfeld.________________ tfel Scklwrerigleiten zu machen -^tLllung^^^Tatsachcm I ralen Grüppchen fernerhin noch irgendwie"Gehör' schenkt. - - •-'x nur den geeinten Liberalen wird es gelingen trxforitt für Schritt Bestehen auch noch mancherlei schwer- it baibeiten — das ist in jeder großen politische Tagesschau. | “08'OTCn etÄ b« S-m-l. ; Revision des Berner Urheberrechts. bemotratie, die sie — entgegen dem jüngst in Nürnberg vertretenen Die „Nordd. Allg. Ztg/ zählt die Vertreler von 35 Staaten Standpunkt — ablehnte, und das ausgesprochenermaßen zu dem < >et der in Berlin zufamineutretenden internationalen Konferenz Zweck eines Mißtrauensvotums für die Regierung. (Erklärung uc Revision der Berner Urheberrechts - Konvention auf und fährt des Abg. Ulrich am 19. MäH, 1908 in der 2. Kammer, Prot. )ann fort: Der Konferenz stehen bedeutsame Aufgaben bevor. Sie i S. 2830 a. E.). Was die übrigen erledigten Gesetze anbettifft, so wird sich vor allem damit zu beschäftigen haben, den der Berner ist sesttzustellen, daß die nationalliberale Partei in keinem oullc liebereinkunft zu Grunde liegenden Gedanken, daß dem Urheber, I „allsiiöiel Schwierigkeiten" gemacht, sondern vielfach hervorragen-- ter einem der Verbandsländer angehört, in allen anbercit Ver-1 den Anteil am Zustandebringen dreier Arbeiten genommen hat. bcmdsländern der gleiche Schutz wie dem inländischen Urheber zu I Wir erinnern nanientlich an die Vorlagen über den Wohnungs- oewähren fei, weiter zu entwickeln. Von einzelnen Programm- geldzuschuß für die Staatsbeamten, über die Aufbefferung der puiitten feien hervorgehoben: Die Unabhängigkeit des Urheber-! Bezüge der Volksschullehrer und Penfwnare, ferner an das Gesetz Sttchtsschutzes von allen Formvorschristen im Ursprungsland, Gleich-1 betr. die Fürsorge Lasse für Die Gemeindebeamten (Referent Herr üellung des Schutzes gegen Uebersetzung mit dem Schuhe des Ori-1 Dr. Osann), sowie an die Novelle zum Wohnungssurwrgegesetz, ünalwerkes Erweiterung des Schutzes von Photographien,! die in der Ersten Kkmmer von örlftn. von Hehl uno m der Zeitungsartikeln, architektonischen, choreographischen und panto-1 Zweiten Kammer von Herrn Dr Frenay (Zentr.) angeregt und inimischen Werken, sowie von Werken der angewandten Kunst. I befürwortet worden war. Angeiichis dieser Tatsachen wird Herr fluch steht die wichtige Frage des Schutzes von musikalischen Korell nickst umhin könnm, i^n Beweis für feine Behauptungen Werten gegen Wiedergabe durch mechanische Musikinstrumente auf I anzutteten. Freilich ist er ihn ja auch für auoerc unbestimmte bet Tagesordnung. Indem ivtr die fremden Konferenzteilnehmer I Alideutungen schuldig geblieben, die er in letzter Zeit in Bc-zug hiermit willkommen heißen, sprechen mir den Wunsch aus, daß sie auf hessische Mimstenalbeamte gemacht hat. in der gemeinsamen Arbeit mit den deutschen Delegierten das Ge- Es ist jedenfalls sehr ungewöhnlich, daß das Organ der bände internationaler Solidarität, das durch die Berner Kon- Staatsreaierunq es für nötig hält, auf einen Artikel 10 in * solcher Weise zu antworten. Das sieht einem Eingreifen der Zur Reform der Arbeiterverficherung. Regierung in die Wahlbewegung verzweifelt ähnlich, und die Der Staatssckrrl»ir des Jnncrn ljat zu ben Ende Okwber oberste Staatsbehörde sollte aiich den Schein meiden, sich im Reichsanttc des Innern stattfindcnden Sitzungen über die i^endwie zu den bevorstehenden Wahlen geäußert zu haben. ÄX ÄtX Ä». i intereflantefte an d°r Gärung ist ü^g-ns Ükmnkenvevsickjerung: Vertreter der Orts-Betriebs- und Jnnnugs-1 satz, der von der bekannten Korell scheu Aeußerung über Urteile lrankcrcksasen, der Mappschaftstrankenkassen, dcr sreien Hilfskassen I yon Ministerialbeanlten über den Abg. Dr. David handelt, sirivie der Kassenbeamten. 2. Zu den Konferenzen über die Um- der Korell'schen Darstellung wird nicht be- st-itt-n. Ob bie Auff°-b°-ung an Ma-«r^ Mtglieder als Vertteter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus den Beweis für feine Behauptung anzutreten, nicht von vielen ben Vorständen; Vertteter der gewerblichen und der landwirt-1 Seiten als Aufforderung zu einer denunziationsartigen Hauü- fclbafttichen Unfallberufsgenossenschaften, sowie als Vertreter der L angesehen werden wird, wollen wir dahingestellt fein SÄÄÄÄ“ WS Etwas b°sonb--s Schrrcklich-s können wir übngrns tlcratungen dcr Verhältnisse der Krankenkassen zu den Zahnärzten I betm besten Willen an dem fraglichen Vorfall nicht finden, und den Apotheken; Vertreter der Krankenkassen, der Zahnärzte, » Zahntechniker, der Apotheker und der Drogisten. Außerdem wer- . e:npn , den an den Konferenzen teilnehmen: Vertreter des Reichs-Ver- , „Der iung lib er al e V er ein hielt ain Montag einen . r stcherungsamts, dcr Landcsversicherungsämter, des Kaiserlichen Ge- Discuffionsabend ab, den der Vorsitzende ^ab-ttaitt Kl r n g I siindheitsamts, sowie der Reichs- und Landeszeniralbehörben. s por mit folgender Veirachtung emleite e: In erst« Lmre sind * es die am 28. Oktober stattstndenden Laiidtagvwahlen, die nnfer Das ßefefc über die Witwen und Waisenversicheruna Interesse in Anspruch nehmen. Sie stehen im Zeichen der Wahl- ifl, dik tier at? zustLdiger «otm d^^mm d^^ WahEcch^ S?erHBerlin a^cT^TivaÄeani^ciMien^^cicMtag direktei?Wahlsyste.ns bis jetzt verhältnismäßig ruhig verlaufen, Zehre 1904 und wurden von dem jetzigen Präsidenten dr-Reichs- und Offenback^ wo NatwnaNiberaleund veilicherungsanites Dr. Kauftnann, der damals im RÄchsamt fettig unterstützen. E- ist^dies erfreulich nsbew A Innern war, gemeinsam mit dem früheren «cfretär die "nur ^Mti^ und W^isenvel-1 s-me Berttetting der Liberalen konnte eine geeignetere Persön- X SiSJrriS Mnter &r vartiinacH ^rüc^SHeben Vorgänge abgespielt. Einer Flut von Befchimpfungen der na- ^1908/09 ® der All sein ckonalliberalen Partei hat der Wormser freisinnige Parteitag Dw Fonds für die Witwen--und Waiseiiver siche rnng wird am 1. Ja- freien Lauf gelassen, und jedes ZaMmmeiVehen mtt den Natwnal- iciar 1910, au dem das entsprcckMide Gesetz in Kraft ttetcn! liberalen hat man toext tion ftch 0äDtqen. ™on fott, 100 Millionen .. ' *9 I tionallibera^mus zu veniichten. ^Ran braucht die Bedeutung! Demonstrierende Fraum. . .Qbc I ÄÄ 21 r b e 11 § I o f e u u d xa u ent eck; t le rinnen haben r . n frei)innige Bürgertum wird eine solche Sprache S rstern einen Maßeuangrift auf englische Parlament versucht haben. Sind wtt nicht alle ftoh, der Zeit eut- « und wollten sich gemallfam den Eintritt erzwingen. Hundeite von । jein, in der sich die liberalen Gruppen bis zur Unkennt- a.llfgeregten grauen waren. gestern in der Rahet des Parlament.'! ^Eeit zerfleischten. War sie nicht beschämend jene Zeit der und wollten den Polizeikordon durchspreiigen. Zahlreiche Verhaft-1Liberalismus, in der jebe sortschritttiche Bewegung am | u ngen mürben vorgenommen. Am fpa^en Itbenö fchlug die Menge r nacf, Wormser Parteiparole die freisinnige 8 h ü Charuig Groß die rfenfler em. ^m Untergnufe trug üch >n Leitung hier in Gießen die von den Nationalliberalen bereits -s Verbindung mit den Demonstrationen iur bns ö"vaueuftinmired)t crget?nc un^ zugesagte Untersttitzung der Kandidatur Gutfleisch ei!t Z w i s ch e n f a l l un Hau e selbst zu, wahrend dort dw^Be-1 au^red)t erhalten wird oder darf, ist mir nicht bekannt. Im Jn- . r«tung des Gesetzes über ben Linderfchutz statttaiid. ®me ®Qme, L r. bct Geraten Einigung, die eine Lebensaufgabe der Jnng- J b ie das HauS besuchte und von einem IHugtiebe ber liberalen un ^eTa[en — gCTne darauf verzichten aus Karelischem Munde Foyer erngesuhrt wurde, stürzte plötzlich ui den tLitzungvsaal und hjjren da sie sich an posttiver Arbeit, nicht aber an täef laut, man solle auihoren über Kinder zu diskutieren und I Qän£ereien beteiligen wollen — darstellt, sind diese Vorkommnisse dm Frauen das Stimmrecht geben. Ihr Begleiter ergriff fie ipfort | auco ^eM-te ,u bedauern! Wenn man von freifinniger Seite itnb schaffte sie unter beni Hohngelachter ber Parlamentsmitglieder ^..'e^uung von Leuten wie v. Hehl und Oriola aus der cu8 dem Haufe. Die ztsfuifioit wurde dann .fortgesetzt, ohne baß uationalliberalen Partei als Gruiidbedingung für einen 3ufammen^ i»an von bem Zwifchemall weitere ütotlz nahm. I ^uß fordert, so sage ich, daß die von dieser Sette hervorgerüfene n ------ Hemmung wahren Forffchritts mir viel minder erscheint, als LanomgswayLvewegung, die von Leuten wie Korell und Genossen verursache. Nur die, vcAf.hMArfiro denen jede verantwortliche Mitarbeit am Gedeihen des Reiches .. ± _ r * und Landes fernlicgt, können so reden, tote es trt Worms ge- Unter dieser Spitzmarke bringt die Darmst. Ztg. an her- ift Das deutsche Volk hat sich in seiner großen Mehr- □yrragenber Stelle folgende Auslassung: I heft zu der Erkenntnis durchgerungen, daß liberale Fortschritte In Nr 41 der Berliner Wochenschrift „Die Httfe" vom nur durch gemeinsames Handeln aller liberalen Elemente erreicht LL Oktober l. I. finden wir einen von Adolf Korell gozeickMeten werden kann. Glauben m. D„ ein ReiLka^ertore Mloto Trttkel, der sich mit dem „Landlagswahlkmupf in Hessen be--1 wurde ein Verein^gesetz das trotz aller Anfeindungen wefent- s ihüftigt und in dessen Eingang es mit Bezug auf die jetzige liche Vorteile bietet er ^n Börfeng^etz vM^^t haben, Regierung u. a. wörtlich heißt: „ . . . Doch muß an diefem wenn sich etn einzelnes h^rale^ ^raktionc^n darum bemüht ^entscheidenden Wendepunkte Hessens festgestellt werden, daß das hätte? Netn, nur das GefuT, daß dem erwachen und erftarkcn- , .hauptverdienst an der liberalen Gesetzgebung bei der Regierung den Gefamtlcheralismus Rechnung getragen roerben nmsse, hat '■ und den drei freijinnigen (Gutfleisch!) und sieben sozialdemo-1 ihn zu dem allerdings bis fetzt noch ungenügenden Entgegentommen "ttattschen (David!) Wgeordneten lag. Die Linke hat es dem veranlaßt. Kann man von dem Kanzler, dem in sich geeinte , lwtionallib'eralismus unmöglich gemacht, der Regierung allzu- grotze Parteien zur Versugung stehen, verlangen, daß er ben >el ©dj'toierigfeiten zu machen . ." Diese Behauptung ist durch die Eigenbcodelei Einzelner zer>prengten ohnmachttaen lche- >irchaus falsch mid beruht auf einer Entstellung der Tatsachen, l ralen Grüppchen fernerhin noch irgendwie Gehör f chentt? „Nein, die sich im Hinblick auf den Wahlkampf vielleicht begreifen, nicht tder entschuldigen läßt. Wir möchten ihr zur Steuer der Wahrheit hier folgende tatsächliche Feststellungen entgegenhalten: Was der verflossene 33. Landtag an gesetzgeberischer Arbeit geleitet Mid nicht geleistet bat, ist aus der Thronrede vom 20. Juni l. I. l-icrgL „Darmst. Ztg." Nr. 143) zu ersehen. Das Wahlgesetz^ die Revffion der Verwaltungsgesetze, die Gesetzesvorlage über die Verfassung der Verwaltung der israelitischen Religionsgemeiw- yjftft und der Gesetzentwurf über die Jagd sind unerledigt ge» vorwärts zu kommen. 9 wiegende Meinnngsverschl- Partei der Fall, ohne daß Ansichten in der heftigsten ringert und überbrückt w Die Blockpolttik im Reicki- ich versage es mir deshal ute nochmals darauf einzugehen, das aber kann mit Gewistlum .MMM Mr^u^ Hai sie nichts Mderes I I r I «i •“/. I I Ihii chl. m 496 >te Preisei I(hreiber8t* ifurl a.M. rvng ^Kangnel Süue W ?i°nieL >,7zgo 1° Geriehtssaal. in Höhe von 100 000 Francs zu 8 Jahren Zuchthaus. Vermischter. Die 1 ■ doil dxx , ap :te . .14* teil uni im nai Neustadt A "halten -___tiöQl Polizei nur „Streichmusik" konzessioniert hatte, Pauke mitbenutzen ließ. Als das Schöffengericht bi. Mandat bestätigte, legte May Berufung ein und b. 50 92 37 30 113 139 51 82 122 U4 125 132 108 16 124 34 144 41 24 17 76 Ä 28 69 74 77 80 88 85 38 109 129 132 152 157 163 164 187 197 232 242 248 A 270 272 durch seinen Verteidiger, die Pauke sei zu den Streik, . menten zu rechnen. Er bezog sich dabei auf ein früheres Urteil, wonach ein Wirt namens Weil freigesprochen worden war, da nach der Ansicht des damaligen Gerichts die in der Polizeiverordnung gebrauchte Bezeichnung „Streichmusik auch die Pauke mit einbegreise. Tas Gericht war zwar dci Ansicht, daß die Pauke kein Streichinstrument, sondern ein! Schlaginstrument sei, vertagte aber die Verhandlung, mN die Akten des früheren Urteils heranzuziehcn. — In dieses I-iMhörigch K, unö m bi mü^’Qni ö 'äjtoutn- ihabcn Gtond Mge suvii^ ■ ^ftchhvf lind Mi übemor V.einer w! ' rnd ein gwl j in wirrem v nut den Ler ! hundert, hui 140 Tote a K ist säst dos1 jS dem H ■ mutter, ■ Tante ■ Ins KS Jder Hi maichtuk. i ^sohlen u. I,d’ vermtzl n die eine 1 Landwirtschaft. X Marburg, 13. Okt. Nach einer Mitteilung des Direktors der landwirtschaftlichen Versuchsstation, Prof. Dr. Haselhoff, sind die vielfachen Klagen über die schlechte Qualität des Ehilisalpetcrs durchaus berechtigt. Es wurden vom 1. April 1908 bis jetzt in der Anstalt 27 Proben Chilisalpeter uiüer- sucht; davon enthielten einen normalen Gehalt über 15 Pro-. Stickstoff nur 13 Proben oder 48.2 Proz. der gesamten uifter- suchten Proben. Mehr als die Hälfte war also minderwertig und zwar lag bei 9 Proben (— 33.3 Proz.) der Gehalt an Stickstoff zwischen 14—19.9 Proz. und bei 5 Proben (= 18.5 Proz.) der Gehalt unter 14 Proz. Stickstoff und zwar hinab bis zu 10.21 Proz., d. h. bis auf -/3 des normalen Stickstoffgehaltes hinab. Da, wo nur wenig Stickstoff vorhanden war, fanden sich größere Mengen erdiger Substanzen und zwar 8.29 bis 18.06 Proz. Im Monat Marz wurden 15 Proben Chrlisalpeter untersucht, davon zeigten 10 (= 66.7 Proz.l einen nornralen Gehalt von über 15 Proz. Stickstoff, bei 5 Proben lag dec Stickswffgehalt zwischen 14 und 15 Proz. In einem weiteren Falle wurden in einer start mit erdigen Substanzen durchsetzten Probe, welche einer Chilisalpeterladung entnommen war, nur 7.9 Proz. Stick- toff, daneben aber 21.28 Proz. erdige Teile festgestellt. Es folgt daraus, daß in den beiden letzten Monaten die Zahl der vollwertigen Chilijalpeterproben gegenüber dem Monat März ganz erheblich zurückgcgangen sind (von 66.7 auf 48.2 Proz.), daß ferner auch bei den minderwertigen Proben der Stickstoffgehatt noch gesunken ist, indem mehr als die Hälfte der minderwertigen Proben einen Stickstoffgehalt von unter 14 Proz. ergeben haben. Man sieht, daß die Landwirte beim Ankauf von .Düngemitteln nicht vorsichttg genug sein können. — Das ungünstige Erntewetter hat manchen Landwirt vor die Frage gestellt, ob er seine Körnerernte zu Saatgut verwenden kann oder nicht. In vielen Fällen wird dies nicht möglich, dem Landwirt vielmehr zu raten sein, neues Saatgut zu be- schaffen und diese an sich ja nicht angenehme Gelegenheit zum Saatgutwcchsel zu benutzen. Wird er dies tun, daiin ist unbedingt nötig, daß sich der Landwirt diejenige Sorte auswählt, welche für seine Boden- und klimatischen Verhältnisse am besten geeignet ist. Die Saatbaustellen der Landwirtschaftskammer bauen die ertragsreichften unserer Winterweizensorten an, vermehren sie und gewinnen das Saatgut, dessen Ankörung durch die Land-- wirtschaftskammer erst erfolgen muß, sofern dasselbe verkauft werden soll. Unsere Landwirte haben daher die beste Gelegenheit, sich Saatgut zu beschaffen in der Organisation der Saatbaustellen der Landwirtschaftskammer. Letztere versendet auf Wunsch Proben, vermittelt die Bestellungen und erteilt Rat und Auskunft. , Ä el* ifcn.in»*0' 8 ! '9 ui ■ svrechel U aus dies ■ H Gießen, , und man , Jt eWlnen ilaärrn. 1 kW da» Dun t-Submden : Toten, vi und die Bibliothek konnte durch Neuanschaffungen bedeutend i erweitert werden. Der Verein beteiligte sich wiederholt an ] öffentlichen Wettschreiben und errang insgesamt 25 Einzel- , preise sowie den Bczirkswanderpreis. Dem Vorstand wurde > der Dank des Vereins für seine aufopfernde und ersprießliche : Tätigkeit ausgesprochen. Die Vorstandswahl ergab die ‘ Wiederwahl des seitherigen Vorsitzenden, Elektrizitätswerks- - buchhaltecs K. Reitz, des 2. Vorsitzenden O. Knörr, des Kassierers R. Glagow und des 2. Bibliothekars E. Lischka. : Neugewählt wurden A. Roth als 1. und Hch. Hoerster als , 2. Schriftführer, sowie Gg. Reiber als 1. Bibliothekar. DaS neue Vereinsjahr berechtigt zu den besten Hoffnungen, da die Unterrichtstätigkeit wieder sehr rege ist. Gegenwärtig unterrichtet der Verein in drei Kursen 35 Personen, darunter acht ; Damen. , ’• Die Freiwillige Sanitätskolonne vom ■ Roten Kreuz veranstaltet einen Ausbildungskursus : für die erste Hilfe in Unglücksfällen. Viele Arzte haben die ' Erfahrung gemacht, daß bei Unglücksfällen oft das erste Zugreifen für Leben oder Gesundheit des Verletzten entscheidend ist, und ebenso lehrt die Erfahrung, daß Unfälle nicht nur : bei gefährlichen Beschäftigungen, sondern ganz unvermutet ■ und an jedem Ort eintreten können. Die Fähigkeit, erste, sachgemäße Hilfe zu leisten, müßte deshalb viel weiter verbreitet sein, als sie e§ wirklich ist, denn der Arzt ist meist nicht sofort zur Stelle, und bis zu seinem Eingreifen kann Unverstand manchen Schaden angerichtet haben, den ärztliche Kunst nicht- mehr zu beseitigen vermag. "Der Eoang. Arbeiterverein, der z. Zt. ca. 400 Mitglieder zählt, begeht nächsten Sonntag sein , Stiftungsfest. Eingeleitet wird die Feier durch einen abends 5 Uhr in der Stadtkirche stattfindenden Fest- gotteSdienst, in dem Kirchenrat D. Schlosser, Mitbegründer des Vereins, die Festpredigt halten wird; außerdem wird der Gemischte Chor des Vereins unter Leitttng seines Dirigenten Musiklehrer Gernhardt durch Vortrag mehrerer Chöre den Festgottesdienst verschönen: helfen. Abends findet ein Familienabend in Steins Garten, bestehend in Gesangsvorträgen, Ansprachen, Theater und Tanz statt. •• Die Maul- und Klauenseuche ist auZgebrochen im Kreise Ruppin am 10. Oktober. § Klein-Linden, 13. Okt. Ein Zeugnis aus der Franzosenzeit im siebenjährigen Kriege wurde dieser Tage im alten Rathaus unter alten Akten in Form einer Quittung gefunden. Sie lautet in damaliger Schreibart: „15 albus Zehrungskosten Bey Begrabung toder frantzoß Zahlt mir der Burgemeister Baltzer Lentz solches bescheinigt Lindes (frühere Schreibweise für Klein - Linden) 1761 Johannes Größer/ Unser Dorf hatte in jenen KriegSzügen, wegen der Nähe Gießens und als Durchgangsort nach Wetzlar und dem Lahntal sehr zu leiden. X R ö d g e n, 10. Okt. Bei der heute hier abgehaltenen Bürgermeisterwahl übten 114 Personen ihr Wahlrecht aus. Bürgerlneister Stein erhielt 108 Stimmen, Gemeinde- catSmitglied Wilh. Becker 4 Stimmen, Ludw. Kraushaar und Fettwarenhändler Karl Balser je 1 Stimme. Bürgermeister Stein ist also mit absoluter Stimmenmehrheit wiedergewählt worden. — Friedberg, 13. Okt. Die Handelskammer Friedberg faßte in ihrer letzten Sitzung bezüglich des Schreibens des Geh. Regierungsrates Haas über die Revisionen bei Darlehnskassen usw. folgenden Beschluß: „Die Handelskammer verwahrt sich gegen das über den Rahmen einer sachlichen Kritik hinausgehende, den Sinn unserer Veröffentlichung gröblich entstellende Schreiben des Geheimrats Haas und lehnt es ab, sich mit ihm auseinanderzusetzen. * — Die Kammer wurde von Großh. Ministerium des Innern um Aeußerung ersucht, welche Anregungen zur Bekämpfung einer etwaigen größeren Arbeltslosigkeit von Seiten der Handelskammern gegeben werden könnten. Die Kammer empfiehlt den Industriellen ihres Bezirks mit Rücksicht auf die Gefahr größerer Arbeitsldsigkeit keine oder doch so wenig wie möglich Arbeiter zu entlassen und für spätere Zeit vorgesehene Arbeiten wenn möglich im Lause des WmterS vornehmen zu lassen. Außerdem nimmt die Kammer gern Anregungen im gedachten Sinne entgegen. fc. Mainz, 13. Okt. Gestern nachmittag wurde aus der Ingelheimer Aue gegenüber der Insel von Spaziergängern und Anglern im Rhein ein großes Fischsterben beobachtet. Die Oberfläche des Rheins bedeckte sich mit hunderten von toten Fischen. Die Ursache soll in den Ableitungen einer der auf der Aue befindlichen Fabriken durch Kanäle in den Rhein liegen und schon öfters beobachtet worden sein. Es handelt sich demnach zweifellos um Vergiftung der Fische durch in den Fluß geleitete chemische Produkte. Seit Jahren klagen die Fischer über die stetig abnehmende Ergiebigkeit des Fischfanges. — In der Nähe von Keffelstadt, Dörnigheim, Rumpenheim, der Mainkur und Offenbach wurden gestern dem Main Wasserproben von Chemikern auf Veranlassung der Strombaubehörde entnommen um sie sofort auf etwaige Verunreinigungen, besonders durch Fabriken, zu untersuchen. X Frankenbach, 13. Okt. Der gestrige Tag wird noch recht lange im Gedächtnis unserer Jugend bleiben, galt es doch unsere neue Schule ihrer Bestimmung zu übergeben. Nach den Plänen des Kreisbaumeisters Achenbach (Biedenkopf) ist der stattliche Bau nach demselben Plan wie auch die neue Schule im benachbarten Fellingshausen ausgeführt. Kreis-, Gemeinde-, Schulbehörde, sowie viele Gemeindeglieder beteiligten sich an dem schönen Schulfest. Gleichzeitig wurde auch durch die Schulaufsichtsbehörde Herr Diehl aus Kölschhausen als 2. Lehrer ein- geftihrt. Die Schule ist aus Ziegelsteinen (Feldbrand) erbaut und übertüncht. Sie enthält zu>ei geräumige Schulsäle im unteren Geschoß und zwei Lehrerwohnungen im 2. Stockwerk. Das alte Schulgehöst mit seinen großen Oekonomiegebäuden soll zu Privatzwecken veräußert werden. zugeben. * Die Pauke ein — Streichinstrument? Em Wirt Fritz Mat) hatte einen Strafzettel über 6 Mark erhalten, weil er des Abends bei seiner Tanznrusik, für di- Sport. D. Rudertag des Süddeutschen Ruder Verbandes. Am Sonntag fand unter sehr großer Beteiligung, darunter allein 41 Delegierte, in Frankfurt a. M. im „Hotel du Nord" der ordentliche Rudertag des S. R.-V. statt. Der 1. Vorsitzende, Herr O. Zimmermann, Offenbach, konstatierte in seinem Jahresbericht eine zwar an Mühe und Arbeit reiche, aber dafür eine sehr erfolgreiche Saison. Die 3 in vergangener Saison abgehal- teiten Regatten in Frankfurt, hier und in Mainz seien bei einer guten Besetzung von einem großen Erfolge für den S. R.-V gewesen. Die Kassenverhältnisse sind ebenfalls günstig. Die nach- gesuchten Aufnahmen in den Verband fanden einstimmig die 4 aus dem Freien deutschen Ruderverbande im letzten Jahr ausgeschiedenen Vereine: Frankfurter R.-G. „Borussia", Frankfurter Rudersporrverein „Amicftia", Frankfurter Regattagesellschast 1903 uno der Mainzer Ruder-Klub 1903, sowie der Verein „Uferkrittk" 'Frankfurt. Der alte Vorstand hat durchweg eine Wiederwahl abgelehnt. Der neue Vorstand besteht ans: PH. Heidt-Frankfurter „Borussia" erster, I. B. Hell, Aiainzer „Fortuna" zwefter Vorsitzender, R. Schultze, Frankfurter ,,Amicitia" erster, Br. Rei- dmrb, Frankfurter Regaltagesellschaft zwefter Schriftführer, Ad. Metten, Mainzer Rudev-Klub 1903 Kassierer, Ph. Bauer- Gießener „Hassia", Fr. Heß, Frankfurter „Alemannia", Ph. Schmitt, Offenbacher „Germania", Fr. Zimmer, Mainzer „Fortuna" Bei-, sitzer. Beschlossen wurde u. en verurteilt worden. Das Großh. Kreisamt Büdingen stellte hierauf Antrag auf Entziehung der Wirtschafts- k o n z e f s i o n , titbent es gleichzeitig um vorläufige Schließung der Wirtschaft bat. Diesem letzteren Antrag entsprach der Pro- vinzial-Ausschuß untern: 2. Mai ds. Js. Eü gab aber heute weiter auch dem Antrag auf Entziehung der Konzession statt, da er bei dem Wirt einen Mangel der Eigenschaften für erwiesen erachtete, die bei Erteilung der Konzession als vorhanden bei ihm vorausgesetzt wurden. — Aus den: gleichen Grunde wurde auch dem Anttag des Großh. Kxeisamts Büdingen auf Entziehung der den: Otto C"m r i ch zu E ck a r t s b o r n erteilten Konzession zum Betrieb einer Gastwirtschaft entsprochen, der entmündigt worden war. Die Enteignung von Gelände zur (Erbauung eines Schul Haus es zu Büdingen hatte den Provinzial-Ausschuß bereits in seiner Sitzung vom 28. März ds. Js. beschästigt und zwar war damals auf Zulässigkeit der Besitzeinweisung erkannt worden. Alittlerweite find sämtliche Entschädigungsbettäge bezahlt worden bis auf einen, bei dem infolge Stcrbefalles eine Auszahlung nicht möglich war. Tie Stad: Büdingen als Unternehmerin wurde deshalb heute in bei: Besitz dieses Grundstücks eingewiesen und die Enteignung desselben ausgesprochen. Mainz, 13. Okt. Der große Patronen dieb stahl inr 118. Infanterie - Regiment in Worms durch den Sergeanten Leineweber fand heute an der Strafkammer seine teilweise Sühne. Als Abnehmer und Hehler von etwa 50 000 Patronen und 20 Gewehren hatten sich der Heilkünstler Herm. Eduard Appel» h a n s aus Rottleben, wohnhaft in Worms, und der Waffenhändler H. Schuler aus Ludwigshafen zu verantworten. Appelhans hatte die gestohlenen Patronen an Schuler weiterverkauft. Das Gericht verurteilte die beiden Angeklagten zu je 1 V» 3 a h r e n Zucbthau 8. Luxemburg, 14.Okt. Ter Assisenhos verurteilte den Domänen-Rendanten T h i l g e s wegen Unterschlagung in 500 Pfeil d rei eck1 Seifen Hw^l^äÄ Klein-Linden, den 14. Oktober 1908, 6125 Die Beerdigung findet Donnerstag 15. d. Mts., nachm. 3 Uhr in Klein-Linden statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, bei dem Hinscheiden unserer mnigstgetieblen Mutter, Groß- muttcr, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Laute (.08588 groii Wilhelme Lrbig, geb. Frech sprechen mir hiermit allen Lerwandten u. Bekannten nur aus diesem Wege unseren innigsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen Gießen, den 14. Oktober 1908. Todes-^nzei^e. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsern lieben, unvergesslichen Gatten und Vater, den Metzgemeister 3?h. Weiss im noch nicht vollendeten 28. Lebensjahre Dienstag abend 8 Uhr nach kurzem, schweren Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stilles Beileid bitten Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Klara Weiss geb. Weigel und Kind l ; ' WWWWWWWWWW Ä MWWWW^WNWWUWWW Teles. 119. Marktttr. 4. 5" CD Frisch geschossene Haien eurpfiehlt 08596] Frau Ebel, Rittergasse. Vekamtmachmg i Hiermit dem Merten Publikum von Gießen und Nmqeqend nochmals zur Kenntnis, daß ich nicht allein auf Kredit sondern auch qeacu Bar mt l25 v° 075 °58 Vettzeuge . J. Jümann Kleinste Anzahlung! Die 7- 3* ftj n in z CD V Teppiche . . mt. 60 bis W50 895 Gardinen a Dekorationen ■ Vorhänge Linoleum ftauiicnö billige Preise. Ludwig' Kröll Blockstrasse 10. 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Wenn die Erklärungen, die dem Korrespondenten hierüber gegeben wurden, richtig seien, dann habe Iswolsky das Projekt eines englisch-russischen Einverständnisses in seinem Portefeuille aus Petersburg mitgebracht und über diesen Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Donnerstag den 15. Oktober: Fortdauer der trockenen Witterung, vielsack) Trübung durch Nebel. Kühl. Oestliche Winde. chmall, (6122 &14/1O Bequemste Abzahlung! an Jedermann liefere. Alle anderen Behauptungen sind unwahr Fl» iiBi Sssteie K?, Simon, Walltorstr.43. (4831) Telephon 614. ------ Deutschlands größtes und ältestes Waren- und Möbelversandhaus ===== Blockstraße 14=16 Giesten plockstraste 14-16 Telefon 510 Mamifakturwaren. Nleiderstosse M. 250 2- V» ("> °80 Bur bevorstehenden Saison empfehle id) mich nn 08212 Garnieren von Imeil- nnü Siniict=§iitcn Sämtl. Zutaten in groß. Auswahl Frau Luise Horetzseck, geb. Älingelhön'er, Ebelstraße 18, IV. tess ’i» ZZK Airchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Donnerstag, den 15. Oktober, abends 8 Uhr, im Matthäus- saal: Bibel stunde (Buch Hiob). Pfarrer D. Schlosser. Gebackene Fische Kreter Bücklinge Rollmöpse Bismarckhäringe Marinierte Häringe Sardinen Salz- u. Essig-Gurken empfiehlt [6041 J. 1 Schulhof Feinste Sorte Speise- und Salat-Kartoffeln liefert zu den billigsten Tagespreisen jedes Quantum frei Haus Ziehtmggsüiste hoit der Ausstellungs-Lotterie des Kaninchenzucht- Bereins Gießen. Die Gewinne können von Freitag ab bei Herrn Mart. Marburgerstraße 60, abgeholt werden. die von AngeMriaen begleitet find? sofort bestättöt werden. Die anbeten werden beiseite geräumt und bleiben liegen, bis man Zeit für sie findet. * Der Leutnant. Herr Leutnant Spier hort in der Nacht — Geräusch im Zimmer und erwacht. — Er ruft: „Wer da?", da sagt ein Mann — Der kaum vor Zittern reden kann: — „Ich such' nach Geld, Herr Offizier, — Weil ich so lang' an Hunger litt." — „Ach so," ruft rasch Herr Leutnant Spier, — „Da such' ich mit!" Kleine Tageschronik. Direktor Weißmann des Kreditvereins in Krakau wurde wegen Unterschlagung von 180 000 Kronen verhaftet. Die Eholerastatistik verzeichnet in Petersburg 77 neue Erkrankungen und 27 Todesfälle. Der Rest der Kranken beträgt 1119. . Wilbur Wright empfing vom Kronprinzen em Telegramm, in dem er ihn zu seinem glänzenden Erfolge beglückwünscht und bedauert, nicht Augenzeuge gewesen zu sein. Das Telegramm hat in Paris Aufsehen erregt. In seiner Antwort gibt Wright der Hoffnung Ausdruck, den Kronprinzen einmal als Begleiter aufzunehmen. Zwei amerikanische L u f t s ch i f f e r entschloffen sich, im Ballon über den Atlantischen Ozean zu fahren. In Mexiko wurde ein starkes Erdbeben von 40 Sekunden Taner verspüil. 'erm. Eduar d"Uui ÄSÄ ;• wahren Wägung in 5oo g Echlhauz."""" Unentgeltliche Mlmtstmmittelung. MtWr Arbeitsülilhmis Gießen. Gartcnstrane 2, Zimmer 2. 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Oefen 5894 aller Art für Stadt und Land empfiehlt in grösster Auswahl j. ££• Sfiäuser früheren Verhandlung, die vor etwa zwei Fuhren stattge- s.mden hat, soll ein Kapellmeister sein Gutachten dahin ab» gegeben haben, daß die Pauke allgemein zur „Streichmusik" c,rechnet oder darunter einbegriffen werde. * Von einem Gang durch denPreobraschenskY- ffiirchhof, auf dein die unglücklick)en Opfer der Cholcra- kpidcmic ihre letzte Ruhestätte fiitben, gibt der Petersburger ^nicksterstattcr eines großen englischen Blattes eine erschütternde echilderung. Der Friedhof liegt eine Viertelstunde außerhalb Ettersburgs auf den: Wege nach Moskau; zwei hölzerne Kirchen limkieren das Tor der Stätte des Todes. Das eine Gotteshaus l geöffnet: noch liegen hier 47 Särge mit Toten, die zu be-- icbcn gestern die Zeit nicht ausrcichte. Krächzend umkreist eine ichar krähen dcn Turm der zwetten Kirche. Hier vor der rchentür liegen lässig übereinandergeschichtet 34 Särge; man icht ihnen an, daß sie hastig und ohne Sorgfalt gezimmert du eben; kaum daß sie zusammengenagelt sind; zwischen den feiettcm gähnen Risse und Löcher. Auf einigen sind mit Reißigeln hastig improvisierte Weiße Papierkreuze angehestet; eilig ■ r.it Blauschrift hingelritzelt stehen auf andern die Namen der > erstorbenen. Die meisten aber haben weder Kreuz noch Namen, 'm den Sarghaufen schreiten Leute; sie suchen ihre Toten und -jen die weist ungenagelten Sargdeckel in die Höhe, um mit •jit Tränen mwdunkelten Augen einen Blick auf die Leichen zu rrftn. Aber im Innern der Slirdye ist die Szene noch grauen- ,ller. 91 Särge stphan hier in langen Reihen; kaum 30 davon cib mit einiger Sorgfalt gearbeitet, sie gehören den Vermögen- Krn, und man hat sie darum in der Nähe des Altars aufgestellt, ^if einzelnen sieht man einige kämmerlicl-e Blumenspenden, auf Indern flackern unruhig brennende Wachskerzen, deren ungewisses illht das Dunkel des Kirchenraumes phantastisch durchzuckt. An |:ai Fußenden sind kleine Papierschilder angebracht: die Namen yit Toten. Hinter den Särgen knarren die Schritte gramgebeugter ^gehöriger. Hier knien sie oder werfen sich gcbrodln auf die Erbe, und in den monotonen Gesang des Geistlichen mischen sich : c mühsam verhaltenen Schmerzensrufe und das Schluchzen der brauen. Die Lust ist schwer und dumpf und getränkt von dem r ;:ßcn Geruck) der Desinfizierungsmittel, durck) die eine blaue Joge süßlichen Weihrauchs schüver hmzicht. Draußen auf dem Kirchhof sind die Totengräber am Werke; Arbeitslose haben das Amt übernommen, M helfen. Am Ende des Kirchhofs ist ein Keiner Schuppen. Die Tür ist unverschlossen. Man tritt cm, und ein gräßliches Bild enthüllt sich; vom Boden bis zur Decke nt wirrem Durcheinander auf geschichtet liegen hier die Särge rn.it den Leichen umher, die noch nicht bestattet werden konnten, h-nbert, hundertzwanzig oder mehr. Man kann nicht mehr als ■40 Tote am Tage beerdigen, und was der Zug täglich bringt, ift fast d as Doppelte. Man hat den Eindruck, daß nur die Särge, J. B. Häuser | Äeustadt 56 u. Rodheimerstr. 42 I erhalten Sie solche ohne Kaus- zwang zur Probe. (5921 Puntt wurde in diesem Augenblick besonders verhandelt. Die Kwrdgebung habe die plötzliche Aenderung ht der Haltung Deutschlands gegenüber dem Konferenzgedanken zur Folge gehabt. Triest, 14. Okt. Ein hiesiges großes Handelshaus erhrelL aus Saloniki die Annullierung einet großen Staffi- nade-Zucker-Bestellung. Die Nachricht ruft in hiesiger Handelskreisen große Erregung hervor. Konstantinopel, 14. Okt. Entgegen den 9(blcugnungeif in Sofia konstatiert das Blatt „Sabah", daß die militär if cn VorbereitungenBulgariensinverstärkterWeise fortdauern. Jaffa, 14. Okt. Bei der Ankunft eines ö ft e r r e i ch i s ch e n Dampfers veranlaßten Agitatoren die Bootsleute und Auslader, das Schiff zu boykottieren. Das Schiff wurde dann von der Scknffsmannschast entladen. Später griff i>icj aufgeregte Menge das österreichische Postgebäude an und zerstörte' es teilweise. Eanea, 14. Okt. Die Kammer hat sich aufgelöst. Ein provisorisches Komitee wurde gebildet und mit der V e r w a 1 t u n g der Insel Kreta im Namen des Königs von Griechenland betraut. Belgrad, 14. Okt. Abends fanden vor dem Michael- Denkmal abermals Demonstrationen statt. Eine auf dem Denkmal angebrachte Fahne mit der Aufschrift „Krieg gegen Oesterreich-Ungarn" wurde zwar von Gendarmen heruntergeholt, jedoch von den Demonstranten den Gendarmen wieder entrissen und verbrannt. Heute beabsichtigt nun die Univeis.täts- Jugend große Kriegsdenwnstrationen. Die Regierung unterhandelt mit französischen Finanziers wegen Aufnahme einer neuen 60 Millionen-Franks-Anleihe. Raab, 14. Okt. Die in den hiesigen Waggonfabriken arbeitenden serbi schen Militärpflichtigen erhielten Order, sich sofort bei ihren zuständigen Regimentern zu melden. *• > ÄÄ «Preis fütb bS ' ift lmscheinend vev> M ein merßuürbiapa Bümkenburg aus i» üi ben Ece beidcgen die Eigen- md ruderten dem Hirsch und es jum Kentm us Berlin kommt die lemeur R. Fiedler ge- en, die die Eigenschaj! zu Heller Flamme zu end iveüer zu brennq nicht löschen zu lassen vom Erfinder fünsmÄ den Wasserkünsten vvi strecken der Seen uni iauchentwicklung bis js er F-euerwehr hat sich 0-30 Mrk verdient, bit |cn mürde, den Wasser lugendlicklich prust Mi iedler hat also das sei! Geheimnis des Griech? ihm gelang es M 1000 FahrZeugen te ntinopet $u uemityz ß. Sie waren stdof das selbstentMM retGuge hinein gc Bereitung war frei mfetztmtz der Ficbler- mnt geworden. W entwickelt die FW nur Brücken in Stffl fürchteten Stacheldrch :cn. Bayern beabsit estehenden Fahrhundm Staatspost neue Mck wurde ein Wen« e einiger Mmdch wie die ° lch eingehender Mp ' entscheiden Es^ nein Wechsel der 'M eii Äbstand zu W '6inbClltr9ffS •it damals teine -uW Mdruck als unpw^ L -Karlen ausgeg^ Me rühr«- die ihr vor . dem s hckM^ jL, Frau s IeiF S" ÄJ V-CM ) auf bli^ eslaS'.?'2dem^ an, hi^tin an rlw die M , iröncn ,nj) aus' SÄ Geklch , joiiD^ »«'S» SS" ln |eoct beltcbtgen Schrtfiarl nno Karton» forte, sowie mit Zirkeln aller fludentlschen Vereinigungen, liefert zu mäßigen preisen örühl'sche Universttäts-Vruckerei, Schulstratze 7 Eisenhandlnng I H. Trechstcr, (5631 I Neust.adt56. — RodheimerStr. 42. | Telephon 581. 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