Nr. 291 . Ter Gießener Anzeiger erfchcmi täglich, außer EonittagS. - Beilagen: viermal wochenUich HietzencrZamilienblätier, Aweunal «oöchenll.Ureir- blattfüröenKreisGießen (Ttenstaqunö^ietinn); zweimal monnll Land» wnljchastUche Sellfrage» ^eni)pred) - Anlcdliisle: füi Oie tHeOaftion 113, Verlag u. Expedition 51 Arreste tüt Terekben: Anzeiger Siegen. Annahme von Anzeige» Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 10. Dezember 1908 letzener Anzeiger General-Anzeiger für Oderhesfen «ezug-vret J: monatlich 75 Pf^ viertel« jährlich 5Dlt. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 M.; durch die Post Alk. 2.— oiertel« lährl. ausjchk. Bcslellg. 3edenpteiS: iokallbPj^ auswärts 20 Pienmg. Veranlworllich für den Dohtiicben Teil, füi .('yemUcion* und »Vennifchles^: Ernst Anderson, tüt .Stadt u. Land" und.Gerichts« bis oormmags"io uhr^ Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruuerei TL Lange. Redattion, Expedition und Druckerei: Schulftratze 7. !^zk,qenieu^ H^BeL Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. Das politische Testament der scheidenden Präsidenten. In wenigen Monaten, oder eigentlich schon Wochen, im fyebruar nächsten Jahres wird Präsident Roosevelt auS seinem Amte scheiden, um unter die Journalisten zu gehen, unter die hunger- leidenden Kandidaten, wie man sie einmal in Deutschland genannt hat. An den Kongreß der Vereinigten Staaten, der dieser Tage zujammengetreten ist, hat Zioosevelt nun turz vor seinem Scheiden aus dem Amte eine Botschaft gerichtet, die in wahrstem Sinne des Wortes als jein politisck-cs Testament angesehen werden kann. Dlod) einmal nimmt er traft seines Amtes Stellung zu'ocu Hauptfragen, die nach innen wie außen die Vereinigten «Staaten beseelen, .ltoosevelt gibt darin seinem Volke und seinem Nachfolger gute Ratschläge über die lünstig einzuschlagende Politik. Wie immer atmet die Auslassung einen frischen Gefft und eine große Regsamkeit, und man muß es doppelt bedauern, daß dieser umsichtige und vorausjchauende Lenker der nordamerikanischen Union nicht länger seines Amtes mehr walten darf, wenn man auch seinem Nachfolger mit großem Vertrauen entgegen kommt und annefomen darf, daß er in den Bahnen seines politischen freundes wanoeln wird. Während der Amtsführung des Präsidenten Roosevelt ist trotz mancher wirljchastlick>cn Krise der Aufschwung der Vereinigten Staaten ganz bedeutend gewesen, und mit Genugtuung kann daher der PrästdeiU erklären, daß die Finanzpolitik augerordent- lich befriedigende Ergebnisse gezeütgt habe. Erneu großen Raum nimmt in seiner Botschaft die Arbeiterfrage ein. In sozialer Hinsicht soll mehr wie bisher für die Ärbeiterkreise Sorge getragen werden, indem man die Kinderarbeit ganz verbieten, die Frauenarbeit vermindern, und die Arbeitszeit aller Handwerker herabjetzen soll. Gleicl-zeiiig soll auch dem Gesundheitswesen große Ausmerksamkeit gewidmet werden. Auch auf dem Gebiete dos Unterrichtsioesens muffen Reformen angi- strcbt iverocn. Am umfassendsten beschäftigt sich die Botschaft mit der au-5- wärtigcn Politik, und zwar wird zuerst das Näherlicgenbe berührt. Nämlich der amerikanische Kontinent, in dem der Präsident eine Vermehrung des Dampserdienst.s nach Südamerika fordert und auch nach Asien. Augenscheinlich geht Roosevelt von dem Gedanken ans, auf diese Weise Südamcrila enger an die Union zu knüpfen, und ihr die Suprematie zu sichern. Große Bedeutung für die Entfaltung von Nordamerika weist dec Präsident mit Recht auch dem schnellen Ausbau des Panamakanals zu. her tatsächlich auch nach seiner Fertigstellung ungemein bortedyaii für die Vereinigten Staaten sein wird. Des weiteren wird die Ausmerksamkeit des Parlaments aus Halvai und die Philippinen gelenkt, und in dcr Hauptsache wohl — wenn es auch nicht ausdrücklich gejagt ist — aus tak-.ischen Gründen, loeil für den Fall, hier wie dort vorzügliche Stützpunkte für die amerikanischen Aktionen vorhanden wären. Selbstverständlich fehlt in der Botschaft nicht der Hinweis auf die Notwendigkeit kräftiger Verteidigungsmittel, und so sorden der Präsident sowohl den Ausbau des Öeereö wie auch der Marine. Er verlangt Vermehrung der Infanterie und Artillerie und Ausrüstung mit Maschinengewehren, sowie eine moderne Reorganisation der Kavallerie. Hinsichtlich der Flotte tritt der Präsident erneut für den Bau von Schlachtschiffen eai, und fordert außerdem den Bau von Torpedobootzerstörern und Kohlenschisfen. Das ist bad Prinzip, das Roosevelt fchon von je vertreten hat, und die friedliche Beilegung der Tisierenzen mit Japan, die sogar zu einem direkten Vertrage geführt hat, scheint, wie der Abgeordnete Bassermann in seiner Reichs Lagsrede andeutete, dem Standpunkt Jioojevelts rechtzugeben. Weroeu auch in allen übrigen Punkten die letzten Ratschlage des Präsidenten Roosevelt erfüllt, dann dürsten dis Vereinigten Staaten von Amerika weiter einer hohen Blüte entgegengehen. parlamcixtariid^es. Die WahlprüfunaskommissiondesReichstageS erklärte die Wahl des Äbg. Graf E a r m c r - Biesewitz, kons. (DreSlaiv-Land-Neumarkt) für gültig. Die Reichsfinanzreform- Kommissim des Reichstages hat einstimmig beschlossen, die ans den Rechnungsjahren 1906 bis 1908 herrübrenden gestundeten Matrikularbeiträgc in Höhe von 144 753 000 Mark, die nach § 6 des Finanzgesetzes auf die Reichskasse übernommen werden sollten, aus der Bedarfs- rechnung des Schatzsekretärs anszuscheiden. Ferner wurde eine freisinnige Resolution angenommen, nach welcher bi: verbündeten Regierungen in Erwägung über die Veredelung der Matnkular- beitrage eintreten sollen. Der Seniorenkonvent des Reichstages hat bc- jck^Üsen, auch am Freitag noch eine Sitzung vor den Ferien ab- ’ü rltcn, damit das Beamtenbesoldungsgesetz noch eingehender behandelt werden kann. politifctyc Lagestzchcru. Fravkteich und Castro. Der seltsame Präsident von Venezuela, der bekanntlich mit aller Welt in Unfrieden lebt, will demnächst nach Europa kommen, um sich einer Operation zu uuterzst-hen. Die Möglichkeit, daß Castro bei dieser Gelegenheit auch französischen Boden betreten konnte, !7at die Franzosen maa-rig ausgeregt, denn mit Castro haben ja auch sie ihren Streit gehabt, der ebensowenig, wie die Konflikte Castros mit anderen Mächten zur Zufriedenheit ausgefallen ist. Jetzt will man sich in Frankreich Genugtuung verschaffen, und zwar auf eigentümliche Weise, lieber die Maßregeln gegen den Präsidenten Castro seitens der sranzösisä-cn Regierung berichten die Pariser Morgenblätter, daß folgende Vorkehrungen beschloßen worden sind: Eastros Fahrt durch Frankreich wird gestattet, aber nur wenn er erklärt, dag er nur französisches Gebiet durchreisen itrolle, um sich im Anstande einer Operation zu unterziehen. In diesem Falle würde Castro unter amtlicher Legleitung nach derjenigen Grenze gebracht werden, die er bezeichnet. Sollte die Operation in Bordeaux Dorgcnommcn werden, so wird seine Ausweijung verfügt werden, sobald es nach der Operation angängig ist. Von diesem Beschluß wird unter der Bedingung Abstand genommen werden, daß Castro sofort seine Frankreich verletzenden Anordnungen rückgängig macht. — Das Vorgehen Frankreichs gegen Castro wirkt etwas operettenhaft. * Die Lage im Orient. Nach einer Meldung des Daily Chroniele ist die Doykott- kommisfton in Konstantinopel Oesterreich-Ungarn gegenüber von passiven und aktiven Maßregeln über gegangen und hat bic Landungsboote eines österreichischenDampjers, die mit Passagiergepäck beloben waren, zum Sinken gebracht. In Smyrna werden infolge des Boykotts gegen Oesterreich seit einigen Tagen auch Waren anderer Staaten, die mit österreichischen Schissen anlangen, nicht entladen. Den deutschen Interessen- ten ist daher zu empfehlen, Sendungen nach Smyrna bi5 auf weiteres weder über Triest noch überhaupt mit österreichischen Schissen zu befördern. Newyork Herold berichtet, Oesterreich beabsichtige von der Türkei eine Entschädigung für den durch den Boykott verursachten Schaden zu verlangen. In den Kreisen der Pforte glaubt man nach einem vertraulichen Bericht aus Wien, daß der Sturz Aebrenthals nicht mehr auszuhalten sei. Die Türkei würde jedenfalls seine Demission als einen großen Sieg feiern. Gegenüber allen diesen Schwierigkeiten hält Deutschland treu zu seinen österreichischen Verbündeten. Der Korrespondent des Petit Parisien meldet aus Berlin: Wie ich erfahre, bemüht sich Deutschland, das um jeden Preis einen SVcieg vermeiden möchte, auf Oesterreich einzuwirken, um es von etwaigen, nicht wieder gut zu machenden energischen Schritten abzuhalten. Gleichzeitig ocmüht sich Deutschland in ähnlickicm Sinne als Friedensvermittler in Petersburg und Konstantinopel zu intervenieren. Tie Gesamtzahl der russischen Freiwilligen im serbischen Heere, zu denen, wie Daily Mail aus Petersburg meldet, auch politische Parteiführer gehören, beträgt gegenwärtig rund 15 000. Davon seien aber höchstens 3000 Mann und 400 Offiziere brauchbar. Das Gros bestehe aus Abenteurern und Schlachtenbummlern. 2hi$ SlcrSL mVo CanO. Gießen, 10. Dezember 1908. Kaust ht Gicscn. Man schreibt uns: Allgemein wird es von den hiesigen Geschäftsleuten bitter empfunden, daß so viele Einläufe bei auswärtigen Reise- ober Versand-Geschäften, Warenhäusern rc. gemacht werden. Die meisten Käufer bedenten dabei wohl nicht, daß sie die recht großen Slofteii für Reisespejen, Muster- öoUektionen, Reisenden, ZeilungS-BcUagen rc. milbezahlen müssen. Aehnlich ließt der Fall bei den auswärtigen großen Warenhäusern, die oft einzelne wenige Artikel zu Verlustpreisen anbieten, um den Anschein zu crivecken, als mären sie mit allen Artikeln genau so billig. Deren Ausgaben für Licht, Reklame, Peisonal, Steuern rc. sind derartig hoch, daß sie den Verlust an den Lockvögeln bei der anderen Ware doppelt und dreifach wieder emholen müssen. Wie wir nun in Gießen jetzt ein erstklassiges Theater, große Konzerte, Variel6 u. dgl. mehr haben, die sich alle bemühen, so viel wie jede Großstadt zu bieten, so haben wir auch erstklassige Geschälte m jeder Branche, die den Vergleich mit jedem großstädtischen Unternehmen aushalten können. Tie Gießener Geschäftsleute bieten den Käufern mehr als jede auswärtige Konkurrenz, sie bieten Garantie für tadellose Waren und sachgemäße, reelle Bedienung, reichhaltige Auswahl rc. und, was die Hauptsache ist, sie können infolge verhältnismäßig kleiner Geschäftsunkosten sich mit einem geringen Nutzen begnügen. Also nochmals, ihr Frauen und Männer Gießens, laßt Euch durch die ver- lockeuden Angebote von auswärts nicht verführen, sondern lauft hier am Platze! * ” Tageskalender für Donnerstag, 10. Dez : Bürgerverein: Vorirag von Pro'. K a m p f i in a y e r aus Karlsruhe : Lis GaUcustadibewegung. Abends 81/, Uhr in Steins Garten. » " Vom Großh. Hofe. Am Dienstag fand in Anwesenheit des GroßherzogS von 10 Uhr vormittags bi5 4- Uhr nachmittags im Kranichsteiner Park Jagd auf Sauen statt. An der gestrigen Frühslückstafel im Neuen Palais nahmen nach der »Tarmst. Ztg." der Erbprinz und dieErbprinzessin von Sachsen-Meiningen teil. " Steuerperjonalien. S. K. H. der Großherzog haben den Steuereinnehmer des Steueramts Laniperlheim, Ludwig No hasch eck zu Lampertheim, mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an zum Bezirkskastcassistenten bei der BeznlSkasse Darmstadt I ernannt. — Erledigt ist die Stelle bcS Steuereinnehmers bei dem Großh. Steueramt Lamperthe »m. "Erledigt ist die Stelle des ForstroartS der Forst- ivartci Altenhain, Overförsierci Ulrichstein. " Eine Sitzung des Provinzial»Ausschusses finbet am Mittwoch, 18. Dez. b. I., oorm. 9'/, Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: Teilung der gemeinschaftlichen Gemarkung Ober- und Nieder-Rosbach. "Wiederher st eil ung von Wappen und In- schriften. Daö Großh. Ministerium des Innern richtete an die Großh. Denkmalpsleger für die Baudenkmäler folgendes Ausschreiben: »Bei Herstellungen an Baudenkmälern, bei denen heraldische Fragen (wie bei Wappenschildern u. bergl.) auftreten, empfiehlt eS sich, das Gutachten des hier zuständigen und sachkundigen Großh. Haus- und Staatsarchivs in jedem Falle und zwar so zeitig einznholen, daß die Vorschläge der genannten Behörde bei der Ausführung befolgt werden können. Dies sollte auch bann geschehen, wenn anscheinend Zweifel über die Wiederherstellung der heraldischen Zeichen nicht bestehen. Wie die Erfahrung zeigt, ist auch bei früheren Wiederherstellungen auf dem hier fraglichen (Schiele. gefehlt worden, jo daß dec heutige Zustand manchmal nicht maßgebend ist und zunächst einer Korrektur bedarf. Aehnlich wird oft zur Feststellung von Inschriften, Jahreszahlen und dergleichen eine Inanspruchnahme des Großh. Haus- und Staatsarchivs im Interesse der Sache geboten fein. Wir empfehlen Ihnen, sich bei den Vorarbeiten zu Wiederherstellungen in allen geeigneten Fällen an die genannte Behörde zu wenden oder zu veranlassen, daß solches von dem bauleitenden Beamten oder Techniker geschieht.* " Der Niddaer Theaterzug ist in Gefahr! Ter seither allabendlich fahrende Zug, der Gießen um 11.23 Uhr verläßt und in Nidda, feiner Endstation, um 12*/, Uhr I eintrifft, soll nach einer Mitteilung des Rechtsanwalts Sandmann in Hungen an Abg. Köhler vom 1. Januar k. I. ab nur noch Mittwochs und Sonntags fahren. Durch diese Einschränkung einer eniwiclelungssähigen weil zweckmäßigen Verbindung werden die Jntcccsien GießcnS empfindlich geschädigt, da e§ den Bewohnern der zahlreichen Orte zwischen hier und Nidda bann nicht mehr möglich sein luirb, Abendveranstaltungen an anderen als den bevorzugten Eisenbahntagen in Gießen zu besuchen. Es konnnen namentlich das Theater und die Vorträge usw. m wissenschaftlichen Vereinen in Betracht und die seitherigen Besucher solcher Veransialtungen weiden vielfach auf den Besuch von ihnen ganz verzichten muffe«. Ta hierdurch ein jetzt vorhandener Anreiz, nach Gießen zu gehen, fortsällt, wird die benachbarte Großstadt noch mehr als bisher von den in Frage kommenden Orlen besucht und mancher bisher in Gießen vollzogene Einkauf dort gemacht werden. Noch höher als diese Schädigung Gießens ist aber dec Verlust für die Bewohner bet verschiedenen Landslädtchen und Törser anzuschlagcn, die durch diese fiskalische Maßregel der Kgl. Preuß. Eiscnbahudirektlon veihindert werden, an dem geistigen und künstlerischen Leben der hessischen Universitätsstadt in seitherigem Umfang teilzunehmen. Ta bie SlaalSbahnen doch nicht nur befruchtend auf die Staatseinnahmen wirken, sondern in erster Linie den Interessen der Bewohnet dienen sollen, ist die Aufhebung dieser durchaus zweckmäßigen und sichet immer mehr sich ein- führenden Verbindung nur schwer verständlich und cs darf von den in Frage kommenden Faktoren erwartet werden, daß ste energisch für die uneingeschränkte Erhaltung bet bestehenden Verbindung wirken. " GrunderwetbSkoslen für die BahnLoHat- Londorf. Am Dienstag vormittag verhandelte bet Kreis- a uSschu ß des Kreises Friedberg in Sachen bet Auflage an die Stadt Gießen betreffs der Atisbringung eines Teiles der GelältdeerwerbSkoslen zu dem Bahnbau Lonborj-Gcünbcrg« Das Krcisamt Gießen hatte der Stadt Gießen, die weder um den in Frage stehenden Bahnbau gefragt worden ist, noch das »lindeste diiektc Jntereffe an dem Zustandekommen der Bahnlinie hatte, als Beitrag zu den GeländeerwcrbSkosten für die Bahn ursprünglich 85 U0U Mk. auferlegt, welcher Betrag aber ipäter auf 103 000 Mk. erhöht wurde. In der Verhandlung wurde, um den wirtschaftlichen Vorteil der Bahn für die Stadt Gießen nachzuweifen, die Statistik dcS GcwerbesteuerkapitalS m der Stadt oorgelegt, um aus besten Steigerung zu ermessen, welchen Einfluß die neue Eisenbahn für Gießen gebracht habe. Wenn dieZ aber als Maßstab angesehen werde« toll, hat die Bah« dem Gewerbeleben statt Vorteil sttachtell zugefügt, denn während früher, ehe die Bahn vorhanden war, dieses Gcwerbesteuerkapital sich von Jahr zu Iaht um 3 bis 4 Proz. vermehrte, stieg es seit dem Bahnbau nur noch um 11/2 — 2 Proz. im Jahr. Auch aus einer Zusammenstellung der nach Gießen auf den Stationen der Bahn abgegebenen Elienbahnsahrkartsn waren Schlüsse auf das (Seroerbeleben der Stabt nicht zu ziehen. Geh. Justizrat Dr. Gutfleisch, ber gemeinsam mit Oberbürgermeiiter Mecum die Interessen der Stadt Gießen vertrat, legte in längerer Rede dar, baß Gießen zu Unrecht gezroungen werben solle, diese hohe Summe zu bezahlen. Rian habe in der städtischen Verwaltung wiederholt evroogen, ob es für bie Stabt nicht vorteilhaft fein würde, aus dem Kceisverband auszutreten und einen eigenen Kreis zu bilden. ÜHan habe dies aber wiederholt von der Hand ßctoicien und die hohen Lasten für Zwecke des Kreises und Der Provinz auf sich genommen, die in der Hauptsache doch öen Landgemeinden zugute kommen. Man habe diese Lasten gern getragen, weil man sich sagte, Stadt und Land gehören naturgemäß zusammen. Hier aber solle eine Auflage, die allem den beteiligten Landgemeinden, die für bic geschaffene Eisenbahnverbinbung in Frage kommen, zur Last falle, auf die Stadt Gießen abgewälzt werben, die an diesem Verkehrsmittel kein Interesse habe. Tiese Auflage und der Beamte, der sie ersonnen hat, sie schaffen einen Gegensatz zwischen Stabt und Land, der, in seiner Konsequenz weilergeführt, zu einer Losreißung ber Stabt und bie Umbildung dersewen zu einem eigenen Kreise führen könne. In ber Sache wird bei KceiSausichuß am 19. Dezember das Urteil fällen. " Studentische Unterrichtskurje für Arbeiter und Unter beamte. Zu dem französischen Unterricht, ber in dieser Woche begonnen hat, haben sich über Erwarten viele Schüler eingefunben. Aus Wunsch ist daher em Para Ile Ikurs eingerichtet worden, ber morgen (Freitag) Abend (8l/9 Uhr) beginnen wird. — Der Ausstellung ber Universitätsbibliothek wird, nachdem unlängst das Gebäude selbst besichtigt worden ist, unter sachkundiger Führung am nächsten Sonntag ein Besuch abgestattet werden. Bei den beschränkten Raumverhältniffen kann nur eine kleine Zahl zu- gelasten werben; ben Buchbrnckern würbe ber Vortritt cm- geräumt. Loch werden im Januar weitere Führungen folgen, fo baß alle, die Jntereffe für diese Schätze der Buch, kunst haben, Gelegenhctt finden werden, sic eingehend zu studieren. " Landw. BiichführungSdienst. Die Landwirt- schaftSkamnier für Hessen hat im Ausbau ihrer Organisation einen weiteren Schritt voran getan, indem sie mit dem 1. Dez. b. Js. einen Buchführuugsbienil eröffnet hat, dem folgende Aiisgabcn gestellt sind: a) Die Anfertigung von Bücherabschlüssen für kleinere Güter auf Grund emgefanbter Kassenbücher, b) Die Füyrung von Büchern für größere Güter auf Grund von wöchentlich cingefanbten Berichten. Das echte mit dem Kreuzstern /18GO\ /tra.p.m\ C.OEIEPBYPta Angelegentlicht empfohlen von Christoph Bieker, Neustadt 55. ist das Beste, daher Billigste. Seit 20 Jahren bewährt yanbelöTammer Tann fteiierv'orlagc"sur Folge haben. Sie ist auch der Ueberzeugung, baß das interessanten Säulensaal Amenophis III. zu rinnen sehr nützlich. schäft zu uns gekommen, um nicht nur Einkäufe auf dem steuerung der Beleuchtungsmittel würde ähnliche Wirkungen zur Markt, sondern auch in den Läden der Neustadt, Markt- Folge haben. Sie würde insbesondere wiederum den Handels- und stcaße, Bahnhofstraße usw. zu machen. Gewerbcstand sowie die zahlreichen Haushaltungen treffen, in denen gegenstände gestohlen. nur Marks auf der Sohle. LStttvcrBttrts-Naeyri^ren. EE. Darmstadt, 9. Dez. Die Vorlegungen an der Technischen Hochschule über „Patent-Muster- und Zeichen- wesen" ist an Stelle des nach (Siegen als Oberstaatsanwalt oer- jetzlen Landgerrchlsrats Stang Rechtsanwalt Stadel übertragen worden. Wanderung durch Egypten, die äußerst lehrreich und interessant ist. Von Sehenswürdigkeiten nennen mir den den Reform der Reichs,inanzen und der Ersch iestung n?i c Mittel Hauptbahnhof und den Verkehr an der Moschee Barkuk zu für das Reich an. Kairo. Ferner sehen wir das französische Gcsandschafts- deutsche Volk bereit und auch imstande sein wirb, neue finanzielle gebäude, den Landeplatz der Nlldampfer und die Nttbrlicke Opfer zur Wahrung des Ansehens des Reiches und zur Erhaltung mit Verkehr zu Kairo. Wir besuchen weiter den hoch- seiner Machtstellung zu bringen. Sie knüpft aber hieran die Zur Reichsjinanzresorm. Tie Handelskammer Gießen hat in ihrer letzten Vollversammlung am 9. Tez. folgende Erklärung zur Reichsfinanzreform beschlossen: Tie Handelskammer erkennt die Notwendigkeit einer umfassen- Luxor. Ter bestimmte Erwartung, daß mit Turchführung des Reformwerkes Kur echt [mitDreieck* •■i ■ ■ IM ■ le -ir-e deshalb einer weiteren Belastung des Bieres nur unter der Voraussetzung zustimmen, wenn die Staffelung so gestaltet wird, daß ohne Ausnahme alle Brauereien zur Abwälzung der Steuer auf die Konsumenten genötigt werden. Gegen eine Besteuerung des Veins hat die Handelskammer grundsätzlich nichts cinznwenden; es muß aber für die Weinsteuer eine Forin gefunden werden, welche eine Abwälzung auf die Konsumenten besser als es nach der Gesetzesvorlage der Fall sein dürfte, gewährleistet. Ten Gesetzentwürfen über die Nachlaßsteuer verbunden mir einer Wehrsteuer, über das Erbrech t des Staates und über dieAendcrungdesErbschaftssteuergesetzes stimmt die Handelskammer in ihrer Mehrheit zu. Tie geplante Aufhebung der Fahr kar tenstcuer sowie die in Aussicht genommene Herabsetzung der Zuckersteuer und des OrtsPortos für Postkarte n auf 3 Pfg. begrüßt "oic ft-C-'m m er mii Genugtuung. Besuch ist sehr empfehlenswert und für Schüler und Schule- ! eine weitere Schuldcnvermehrung verhindert sowie eine regelmäßige und ausreichende Tilgung der vorhandenen und der zuwar günstig und so war besonders zahlreich die Landkund- treibenden in ihrer Erwerbstätigkeit schwer schädigen. Tie Be mente dieser Art sind in dem Challier scheu M u s i k s pcz i a l -! uter geschäft ohne jeden Kaufzwang zu sehen und zu Horen. ! als " Plötzlicher Tod. Die Eheleute B. in der Noon- von deren gedeihlicher Entwickelung ein nicht unbeträchtlicher Teil Von den engagierten Künstlern erzielte der Kcn feier, Howpern- sänaer Hans Wuzel, der unter Begleitung von Gesangslehrer L. Marguth außer Schubertliedern auch einige eigene Kompositionen zu Gehör brachte, einen großen Erfolg; das Vubttkum ist dem Vorstand des Vereins für die Gewinnung einer wichen künstlerischen Klaff sehr dankbar. Auch die Wahl von Frl. W. von Preuichen-Wiesüaden ^Klavier und Frl. Mina Rode-iltsbeftuiumung Die Kuh sei kein chemisches Laboratorium, bereit Produkt ein be-1 stemmtes Fett zu entl)alten habe. Eine Kuh liefere nicht die gleiche Milch wie die andere. Die Mindestfettgehaltsoestimmung müsse fallen und fortan sei an deren Stelle zu setzen:^Rohe Milch, wie sie von der Kuh gewonnen wird. Für den Fettgehatt sei auch die Rasse unmaßgeblich. Höhenvieh mit geringem Fettgehalt, nicht über 2,7 Prozent, komme vor, ebenso '.'iiederungsvieh mit über 3 Pwzent. Bor acht Tagen habe das Schöffengericht Mainz sich auf den richtigen Standpunkt gestellt und gesagt, datz, wenn Milch als unverändertes Naturprodukt auch loeniger als 3 Prozeiit Fettgehalt habe, sie dennoch als Vollmilch verkauft werden dürfe. Bestimmte Schmutzgrade vorzuschreiben und ^äure- grodbestimmungeu in die Milchverkehrsordnnngen einzufugen, sei ebenfalls nicht am Platze. Ter Verband wünsche diese Fragen durch Reichsgesetz geregelt zu wissen. Gegen die zollfreie Einfuhr von Milch und Rahm kämpfe ebenfalls der Verband an. Tie Einfuhr steige rapid. Das Interesse der Landwirte an der Milchfrage steige unb wachse, das beweise die fortgesetzt zunehmende Mitgliederzahl der Südwestdeutschen Vereinigung, die jetzt 9000 betrage. Vor allein aber sei anzustreben Einigkeit unter den | Landwirten und zwischen Landwirten, Molkereien und Händlern. (Lebhaftes Bravo!) , . •• Stadttheater. Am nächsten Sonntag abend wird zum erstenmale das Ballet „Die Puppenfee* in' gänzlich neuer Ausstattung gegeben. Die Aufführung des reizenden Ballets, dessen zahlreiche Proben von Balletmeisterin Lina Oldini geleitet wurden, ließ sich nur ermöglichen dadurch, daß auch das gesamte Solopersonal unserer Bühne mitwirkt. Es sei ganz besonders daraus hingewiesen, daß die ,Puppensee* — wenn das Stück auch später am Nachmittag als Kindervorstellung gegeben werden soll, in jeder Beziehung für Erwachsene bestimmt ist. Vorauf geht das Singspiel „Kurmärker und Pitarde". Am Sonntag nachmittag findet bet Volkspreisen eine Wiederholung der beiden beliebten Lustspiele ,Jm weißen Rößl" und .Als ich wicderkam' statt, da bei der letzten ausverkauften Aufführung dec Nachfrage nach Villets nicht genügt werden konnte. •• Das Kaiser-Panorama bringt diese Woche eine tztz Ruppertenrod, 9. Dez. Obwohl die MumpS zur Behebung feiner Finanznot aus dem Branntwein größere schon drei Wochen lang unter der hiesigen Jugend grassiert, Einnahmen als bisher erzielen will, so läßt sich dieses Ziel besser ist dieselbe noch nicht verschwmideit, sie tritt vielmehr nach durch eine gesunde Reform der Bramttweinsteuergesetzgel'ung er- vorübergehender Abschwächung heftiger auf. Vielfach werden reichen. Erhebung einer einhaitsichen Veinraumsabgabe unter die davon Betroffenen wiederholt heimgefucht und dann Beseitigung aller zur Zeit bestehenden Einzel steuern sowie "Aus- schwer krank. Die Seuche sucht mehr die großen Schüler Hebung des 2'ontingcni» und bei oamck ocrbu.nbcitv.it Liebesgaben und die Fortbildungsschüler heim als kleine Kinder. In I unter angemeficncc Berücksickftigung der Interessen der süddmischen letzterer Zeit treten emzelite Ertränkungen so heftig auf, daß Brennereien müßten der Znlialt dieser Reform fein. ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muß. Dieselbe Urbcrblid . Wirkung, rcetdje oas Brausteuergesetz -d. Bad-Nauheim . 8. Tez. Der Vortragsverein umt Juni lö06, nämlich einen schonungslosen Kampf -wische »Braue- veranstaltete gestern sein 3. WinterkoLzer. 1 im Sprudel- Hotel. I reien, Wirten und älDuiitmenleu würde mich die neue Brau- hanöd Neue Bankfirma. ^ie peaen Bernhard Weis, seitheriger Prokurist der Banlftrma Gebrüder Oppenheim-Mairn und Adolf Herz, zuletzt Prokurist des Bankhauses K. Treyfus u. Eo.-sirankiurt errichten in "Mainz unter der Firma Weis, Herz u. Co. ein Bankgeschäft mit kommanditarifcher Beteiligung der Mitteldeutschen Ereditbank-Franksurt. meine Tagcschroutk. In Kempten (Bayern) kam es zwischen organisierten und nicht organisierten Brauern zu einem schweren Streit Ter ^7jährige Brauer Rohrl wurde durch Messer- t i cf) e getötet, z w e i schwer und mehrere leicht verletzt InS chroda (Posen) brannte, vermutlich infolge Brau d- ftiftung, der Turm, der Chor und die Orgel der katholischen Pfarrkirche nieder. Der Brandschaden beträgt 6U 000 Mark. In Tarnowitz geriet ein Ka ulmann aus Angst vor der Gerichtsverhandlung wegen einer harmlosen Ueber- iretung in eine solche Aufregung, daß er im GerichtSsaal einen Schlagansa11 erlitt. Er war sofort tot. Für das Jahr 1910 wird von der parlamentarischen Gruppe tüt Luftschiff ahrt in Frankreich eine internationaleAuS- ft e 11 u n g für L u f t v e r k e h r s m 111 e l u angeregt. In der Reichsschulden-Tilgungs-Koimmssion m P e t c r s b u r g sind umfangreiche Unterschlagungen aufgedeckt wordeu. Tre unterschlagenen Betrage sotten sich auf mehrere hundertatusend Rubel belaiticn. In Petersburg sind gestern wieder zwanzig Todesurteile gefällt und a ch t Personen bin gort djtct ivorden. straße fanden gestern morgen ihr 10 Monate altes Bevölkwung und viele Gemeinwesen abhängig sind, würde Töchterchen tot in seinem Bettchcn vor. Das Kind war aufs Schwerste von dieser Steuerreform getroffen werden. Die Han- am Abend noch munter und gesund. Die Todesursache ließ delslammer muß sich daher mit aller Entschiedenheit gegen den vov- sich bestimmt nicht fcstftcllen. liegenden Gesetzentwurf aussprechen. - Mansardendiebe. Im Laufe des gestrigen TageS, Als grundsätzlicher Gegner eines jeben Monopols muß sich jedenfalls in der Mittagsstunde, wurden in einem Hause der die Handelskammer auch gegen die geplante Einführung des Hofmannstraße die Mansardentürcn erbrochen und einem Zwischen handel Monopols mit Branntwein aus- Dienstmädchen Uhr mit Kette, Stiefeln und sonstige Wert- sprechen, weil es die spiritusverarbeitenden Industrien und das w Die Weihnachtsfeier der Gießener Frcien Gas oder Elektrizität zu Beleuchtungszwecken Verwendung findet. Stud enten schäft findet nicht Sonntag, 13. Tez., sondern Ebensowenig vernwg die Handelskammer dem Gesetzentwurf Samstag abend statt. I über die Anzeigen steuer zuzustimmen. Der Ertrag, der ** Prozeß Ruhland-Biermer. In der Beleidig- künftig aufzunehmenden Anleihen ermöglicht wird. nngsklage des Prof. Dr. Ruhland gegen Pros. Dr. Brenner Was nun die zur Erreichung dieses Zieles vorgeschlagenen hat, n. d. „Freis. Ztg.", der Kläger gegen das Urteil, das steuerlichen Maßnahmen selbst anbetrifft, so muß die Handels- Prof. Dr. Biermer für straflos erklärte, Berufung ein- xammer ihrer Meümng dahin Ausdruck geben, daß diese die gelegt. Forderung einer gerechten und gleichmäßigen Verteilung der Lasten •* DerWeihnachts markt, der gestern ans Oswalds- auf alle Teile der Bevölkerung zum großen Teile unberücksichtigt garten stattfand, bot ein überaus buntes Bild. In langen lassen und zu einer Sonderbesteuerung einzelner Erwerbsklassen Reihen waren Stände angekleideter Puppen zur Schau ge- und -Gegenden führen müssen. stellt, um die sich den ganzen Nachmittag über em förmlicher Aus diesem Grunde kann sich die Hairdelskammer auch keines- Ring von Frauen und Mädchen aller Stände drängte. Die! wegs mit der Einführung einer Gas- und Elektrizitäts- Buden und Tische boten ein Durcheinander von Waren aller steuer einverstanden erklären. Tie Besteuerung der elektrischen Art, Apfelsinen 3 Stück zu 10 Pf., daneben Zwiebeln zu Arbeit und des Gases stellt eine Steuer auf ein in unserer Zeit 5 Pf. das Pfund, dann Unterwäsche aller Art für Männer unentbehrliches Produktionsmittel dar, sie wird die junge mächtig und Frauen, dann Schuh- und Spenglerwaren, Honigkuchen aufstrebende elektrische Industrie in ihrer weiteren Entwicklung und Zuckerwaren, Körbe, Töpferwaren usw. reizten die Kauf- hindern, den Kommunen als Eigentümer von Elektrizitäts- und lüft der Stadt- und Landbewohner, die sich zwischen den I Gaswerken unbedingt nötige Einnahmequellen verschließen und Budenreihen drängten wie bei einem Volksfest. Tas Wetter schließlich die große Masse der kleinen und mittleren Gewerbe- Märkte. fc. Frankfurt a. M., lu. Tez (Tetegr. Ong. - Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen ViehMarktpreise. Zum Verkaufe standen: 11 Ochsen, 0 aus Oesterreich, 0 Bullen, 0 aus Oesterreich, 88 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 302 Halber, 346 Schale und Hammel, 1181 Schweine, 8 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 00 Schaftämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochfen: 1. Qualität 79—81 Alk., 2. Qualität 70—73 Alk., 3. Qualität 60—63 Alk.: Butten: 1. Qual. 65—67, 2. Qual. 60—62; Kühe 1. Qualität 68—70 Alk., 2. Qual. 60—62 Alk., 3. Qual. 48—50 Alk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität *30 biä 92 Pfg., Lebendgewicht 53—55 Pfg., 2. Qualität 68—75 Pfg., Lebendgewicht 40-45 Pfg., Schlachtgew. 50—54 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bij 00 Pfg.,' 2. Qual. 50—54 Pfg. Schweine: 1. Qual. 70—71 Pf., Lebendgewicht 55—55,5 Pf., 2. Qual. 68—69 Pf., Lebendgewicht 54,5-00,0 Pfg., 3. Qual. 63—65 Pfg., Lebendgewicht 00-v0 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, bei Kleinvieh gut, Ueberstand unbedeutend. Voraussichtliche Witterung für Heften am Freitag den 11. Dezember: Wechselnde Bewölkung. Geringer Regen. Mild. Westliche Winde. M u s ick a l i s ch cs: "Als h^vorragmde "Acuigsint^aus bem I jn dieser Steuer für das Reich erwartet wird, würde in feinem zeitig einstellte. Tie zu diesem Musikwerk gehörenden Pathe- Belästigung stehen, welche für den Handels- und Gewerbestand, plattest luciDcn mit einer Schalldose mit unab nützbarem! wie auch für die Tages- und Fachpresse zweifellos damit ver- Saphirstift gespielt. Tadurch fällt nicht nur der lästige fort- Hunden feilt würden. währende Nadclweclsicl fort, sondern auch die Platten sind durch ra_„ < ,f «... $.■ den Gebrauch des Saphirs fast unvenvüstlich. Tie erste«! Jnstru- - a ba t ba n d e ro l e steuer hat dec Handels kam- ......... Bedenken ernstester Natur!. 2/te Zigarren- und Tabaktndustric, der hervorragendste Industriezweig unseres Kammorbczirks, Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre lieben A. H. A. H. E. Ph. E Ph. und disp. i. a. B. i. a. B. von dem in Remscheid-Vieringhausen erfolgten Ableben i. 1. A. H. lofmann Dr. zned geziemend in Kenntnis zu setzen, Verbindung* Chattia I. A. d. B. C.; Cullmann Giessen, den io. Dezember 1908. D‘7, lB/11 K 148/08. Bersrod, den 10. Dezember 1908. (7024 Die Beerdigung findet Samstag nachm. 2 Uhr statt. K 156/08. IB»/; BM/U K 100/08. K 152,08 Familie Carl Müller (7021 Gießen, den 10. Dezember 1908. Statt Karten ! Giessen, den 9. Dezember 1908. 010024 T SidirtMeM* 3 Stück 17 Pfg. 3 Stück 17 Pfg. E Kinder- und Damen-Corsets in nur modernen formen und jeder Preislage. Iain iolfindfD tod liislen. Donnerstag, den 31. Dezbr. 190«, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Jlamcn des Georg sammel u. Ehefrau geb. 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Dezbr' 190«, nachmittags 3 Uhr, wird aus hiesigem OrtSgericht das vor dem -Warnen des Earl Bender u. Ehefrau geb. Kaiser stehende Grundstück der Gemarkung Giehen 1/1074 = 101 qm Hosreite in der Neustadt öffentlich meistbietend versteigert. Giehen, den 9. Dezember 1908. Gr. OrtSgericht Giehen. Gros. DonnerStag, den 17. Dezbr. 190«, nachmittags 3 Uhr, werden aus hiesigem Ortsgericht die vor dein 'Jtnmen des Heinr. Distel stehenden Parzellen der Gemarkung Giehen: 5/154'/,0 = 204 qm Hofreite auf der Weiherde am Weg 5/1557,0 — 928 qm Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend versteigert. Giehen, den 24. November 1908. Gr. Ortsgericht Giehen. Gros. Ais praktische WeitmacaisgescHeuks empfehle 17020 loglampffl liir Wd ItW Gnr. Zimmer, Bahnliofstr. 12 Hochfeine Bücklinge heute eintren'enb frisch auS dem Rauch. Danksagung. 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