öS«»Xz IVIWBIV* MIIJVIUVI- s-vLL tew General-Anzeiger für Oberhesfen bs Bna^mt von Anzeigen • • » » u. Land" und „Gerichls- W£ ^J£m5taCJtYou^ Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'scheir llnis.'vuch- und Stewdruüerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. H?DeL Giefzener Seadttheater. Der Andere. Don Paul Lindau. Vor 15 Jahren erregte Lindaus seitdem fast altent» halben vergessenes Schauspiel „Der Andere" ziemliche Sensation. Ich war damals in Berlin und ich erinnere mich, daß dort sogar der inzwischen verstorbene P s y ch i a - teer Pros. Mendelin einem von vielen Bildungsbeflissenen besuchten „Publicum" Veranlassung nahm, über die Manier, Lnantheitserscheinungen zum Gegenstände dramatischer Schöpfungen zu machen und vornehmlich über diese Lin- dausche Komödie sich zu äußern. Lindau, der dilettantische Kriminalpsychologe, der mit seiner Amateurverteidigung des Rechtsanwalts Hau und bec öffentlich erhobenen Anklage gegen Frl. Olga Molitor rot neuerdings wieder von sich ungewöhnlich viel ;eenen machte, hat, soviel ich weiß, dieses Stück seinerzeit 'röter englischen Novelle nachgestaltet und, in seiner Weise, germanisiert". Ein Mann in angesehener amtlicher Stellung, dazu berufen, die Staatsgewalt rechtlich zu vertraten, rechtfertigt tagsüber seinen makellosen Ruf, zeigt sich )on ernster Auffassung seines Berufes, von Sittlichkeit und Lnldung. Sobald es aber Nacht wird, geht mit ihm eine ganz cbreckliche Veränderung vor. Sein Gesicht verzerrt sich, e-in Ausdruck wird wild, sein Gang fdjeu, sein Blick lauernd, mz und gut, der Staats anwalt, verwandelt sich in -i nen Einbrecher! Gegen morgen kommt er zurück, Mft ein und erwacht ohne eine Erinnerung an das, was nachts passierte . . . Man stelle sichs vor: der Mann ist eine 2«ppclnatur; die eine ist gut, die andere böse . . . Prof. Mendel untersuchte in jener Vorlesung, ob eine M)e Zweiseelentheorie reale Bedeutung gewinnen, ob in >en Tat neben der rechtschaffenen eine zweite, verbrecherische Seele existieren könne, die beide in ihren Handlungen < :H(f) abzulösen vermöchten; ob es neben dem Ein?» einen »Anderen" geben könne. Es versteht sich von selbst, welche tol>e Bedeutung der Nachweis einer solchen Tatsache nicht nu für unsere wissenschaftliche Auffassung vom Selbst- Isetvußtscin, sondern auch für die praktische Ausführung des ttrafrechtes hätte. Man dürfte den Einen nicht eiusperrep, ßvenn es „der Andere" getan hätte. Mendel wies aber ^adj, daß die. Beobachtungen, D.te #un Leweije lut die Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten. Stimmungsbild aus dem Reichstage. Berlin, 14. Januar. Der Bankdiskont. Regieren heißt vorausjeyen. Es mutete wunderlich an, oils der Staatssekretär eifrig versichert-, die Regierung Hube natürlich nicht vorau.sgesehen, daß grade einen Tag vur dem für Die Beanttvortung der Interpellation des Urafen Kanitz angcsctztcn. Termin d"r Bankdiskont h"rab- d^setzt werden würde. Er faul) ein verständnisv-lles Wcheln bei den Abgeordneten. Mit große- Spannung nahm nnan feine Ankündigung einer Münznorelle entgegen und feine Acußeruug des Beifalls oder Mißfallens begleitete d ie erwartete Erklärung, daß die verbündeten Regierungen c n der bewährten Goldwährung festz-uhalten gedächten. Mer das Hauptinteresse galt heute nicht den Ausführungen d cs Herrn v. Bethmann-Hollweg. Neben ihm hatte Herr Hmvenstein Platz genommen, der vcr drei Tagen sein n cues Amt als Präsident der Reichsbank ^getreten hat, unL ian Hintergründe sah man als Kommissar des Bundesrats ihm Präsidenten der Preußenkasse, Herrn H e i l i g e n s a d t, dessen bekannte Vorschläge in der Aussprache vielfach er» lwahnt wurden. Gras Kanitz hat sich von dem Schwächeanfall, den er vuw Weihnachten auf der Rednertribüne erlitt, crsrculicher- woeise wieder vollständig erholt und konnte feine Interpellation selbst begründen. Es nahm sich wie eine Revanche für die sympathischen Worte aus, die ihm damals h-crr Kämpf wiomete, als er seine heutige Rede begann mit einer warmen Anerkennung der Tätigkeit des aus dem Ä mte geschiedenen Präsidenten der gieichsbank Dr. Kvch, 0L*n er so häufig in seiner Amtsführung als seinen Gegner rökämpft hatte, — eine Anerkennung, in der verschwiegen aer Verzicht auf alte bimetallistrsche Hoffnungen zu finden ü> ar. Es i'lang wie eine wehmutsvolle Erinnerung an je ne Zeit, in der man noch vor der vollendeten Tatsache bec Goldwährung staild und sich nicht damit begnügen mußte, m den Goldschatz eine silberne Mauer errichten zu wollen, lyrnf Kanitz und Dr. Arendt haben ihre Referate über diese i-efte des Bimetallismus anscheinend verteilt: Die Bell üigung der Freizügigkeit des Goldes bleibt dem srei- ; silservativcn Gegner der Goldwährung Vorbehalten, den Alexander Mcyer einmal im Gegensatz zu Herrn v. Kardorff, iec Sonne am Horizont der Wäyruugsjragc, das kleine Lrcht genannt hat, das die Währungsnacht erhelle. Gras taiij machte die anderen aus den Erörterungen der Presse bekannten Vorschläge; er forderte die Erhöhung der Kopf- quote an Scheidemünze und die Verstärkung.der Zahlkrast baö Silbers durch Erhöhung des zurzeit auf 20 Mk. fest- gchetzten Silberzahlungssatzes. Man sah im Geiste ihn mit (e inem Freunde Dr. Arendt darüber beraten, wieviel sie fjbrbei Vorschlägen wollten, und man konnte sich Herrn 2 l Arendt lebyast vorstellen, wie er ihm den Rat gab, Don 20 Mk. gleich auf 1000 Mk. zu gehen, da man ihnen ei ne 9tull doch obstreichen werde. Die Rede des Grasen Kanitz gab dem neuen Wortführer bsc nationalliberalen Partei in Bank- und Börsenfragen, hem sächsijchcn Bankoirektor Web er, einen willkommenen! Untergrund für den Nachweis, daß die von dem ehemaligen | Vizepräsidenten des Reichstags, dem früheren Abg. Büsings geführte Bonkpolitik sKner Fraktion eL-:e Aenderung ebenso-! wenig erfahren hat, wie die Goldwährungspotttik der Reichsbant' durch den Wechsel in der Leitung dieser Anstalt. Nach chm nahm der neue Neichsbankprüs ident das Wort. Man kannte chn bereits aus dem preußischen Abgeordnetenhause, wo er, ehe er die Nachfolge des Herrn v. Zedlitz als Präsident der Seehandlung angetreten, vielfach Gelegenl-eit gehabt hatte, den Finanzminister zu vertreten. Es war bedauerlich, daß sein schwack)cs Organ auch bei der besseren Akustik des Reichshauses sich nicht geltend zu machen vernwchte, wo es galt, die Ansichten des neuen Mannes kennen zu lernen. Auch bei Dr. Kvch hatte erst das Stcrw- gramm Auskunft geben können über die Einzelheiten seiner Sieben; aber die dialogisierende Art, in der er, unterstützt von den Bimetallisten der Rechten, zu sprechen pflegte, ließ zwveilen einen Schluß ziehen auf oen wesentlichsten Inhalt feiner Rede. Heute mußte man bei Herrn Haven,:e:n erst das Echo der folgenden Siede abwarten, denn jeine Ih^stündigen Ausführungen tour den mit achtungsvollem Schweigen an- gehört. Zlber Herr Kämpf auf der einen Seite, Herr Gamp auf der anderen ließen erlernten, daß, abgesehen von kleineren Fragen, über die, wie der freisinnige Rediter zugab, sich auch von feinem Standpunkte aus reuen laste, bie alte Währungspolitik eine Aenderung niajt er jähren toerde. Von der Währungsjrage führte Herr K.ämpf die Diskus,ton au, das größere Gebiet der allgemeinen Wtrtjcha,tspottAk, uttd der jchar,e Wwerspruch, der dem lebha,ten BetjaU seiner Freunde enuü)erte, wtro in den Redet: der Rechtet: uno des Zetnrun^ morgen voraussichtlich fernen weiteret: Ausdruck , it:den. $timmu"g$bilö aus dem preu^. Abgeorvnetcnhause. Bert tu, 14. Januar. Sang,am ebbt die Etatsdebatte ab. Nach dem tvvhwrrechnetctt Florctiswß des Frhn. v. Zed.itz, nach dcrn temperameickvoUett Att- grsts "btd natiünalliberalen Dr. Frird^org gegen Herrn v. Rhein- uaben, die »er erste Etatstag gebrao/t, hatte man sich für Heun eine scl-arfe Kanonade der beiden freisinnigen Sprecher gegen den im liberalen Lager unbeliebteften Minister versprochen. Und nvan cr^oartete von den beiden schon geftern auf dec Rednerliste vergemerkten Worlsührcrs des Landtags- und Reichstagstreistutts, von Wtentcr jinb Pachnicke, eine interessante Replik auf die Wahlrechrse: kferung der blegüerung. Nicht zuletzt »ah man auch dem Zemmmsiebner mit einiger Spaunwtg entgegen. Aber es gab feine Sensation : Das Zentrum satwtc ixn greisen Herold in die Sa-rattLcn. Er ist teui Stürmer mck> Dränger, und er ivar für das Zentrum, das auf eine drausgangerciche Taktik zur Zeit nicht Den geringsten Wert legt, der rechte Mann. Ne- gierungsfreundlich, a.s Verteidiger des Ftnanzminuters gegenüber den Abgg. ZedlM und Friedberg, führte er sich ein, von Zeit zu Zeit selbstverständlich die tcaDitionelle Oppojitionssauu ots nut demokratischem Oele gesalbten Zentrums ze.geno. Eine venchamte Emp.eotung des Zentrums als Regierungspartei gegen» über dem unigeverdigen Liberal.smus — das war der Grundtou iemer Reoe. Und au, der Ministerbauk war sick-erlich Der Finanz- Minister nicht Der emzige, dem diese Eta.skcit.k Behagen bereitete. Öerc Wiemer sagte: Er halte eine Menge P sei le im Köa^r, auch, wie nicht anoers zu erwarten, gegen den Vaiec Der Blockpolitik. Aber Die meisten galten aua} dem I-inanzgewaltigen, Der bei diesen Angriffen fast so nervös wurde wte Tags zuvor, I ats Herr Tr. Frieoberg ihnt d.e Quittung lüc feine Brusuerung jer Nationalliberalen im Dezember er leckte. Nicht nur, daß gnwMMWim III« ^ILIU.JU€ Existenz einer solchen doppelten Persönlichkeit je herange- zogen wurden (vielleicht hörte auch dieser oder jener unserer Leser einmal etwas von der Näherin von Ferida oder von dem Marinesoldaten von Rochefort, der angeblich sechs verschiedene Persönlichkeiten besaß, von denen keine von der anderen etwas wußte) lediglich auf epileptoide Geistes- trankhcit zurückzufuhren seien, bei denen oft die Persönlichkeit einen anderen Charakter annimmt, das Selbstbewußt- scin verändert erscheint. Lindau aber zeigt einen sonst gcistesstarken, in einem schweren und verantwortungsvollen Amte tätigen Mann, der zwischendurch ein anderer, ein Verbrecher wird. Das ist, nach Prof. M., ein Unding, weil bei solchen Kranken der ganze Habitus sich höchst ausfällig ändert, die Schärfe des Urteils und der Einbildungskraft abnehmen, zum mindesten aber den Dämmerzuständen, in denen, um mit Lindau banal zu reden, „der Andere" die Oberhand hat, eine erheblich tiefergehende geistige Ermattung folgt. Doch ich muß betonen, daß Pros. Mendel vor 15 Jahren so dozierte. Ob die Psychiatrie heute noch den gleichen Standpunkt einnimmt, weiß ich nicht. Vielleicht nimmt einer der hiesigen Psychiater jetzt ^Veranlassung, an dieser Stelle sich dazu zu äußern. Vor wenigen Jahren schrieb Herrn. Bahr ein auf ähnlichen pathologischen Voraussetzungen basierendes Sck)au- spiel „Die Andere", in dem er einer Künstlerin zwei Seelen gab, eine keusch empfindende und eine brutal sinnliche. Das Stück war als Bühnendichtung weniger wirksam, pathologisch jedenfalls noch angreifbarer. Die neueste Literaturforschung behauptet, daß der unglückliche englische Dichter Oskar Wilde (dessen „Floren- tinische Tragödie" Direktor Steingötter demnächst zur Aufführung zu bringen gedenkt) an einer Art vor: Epilepsie gelitten habe, in deren Paroxismus er die abscheulichsten Taten begangen habe, ähnlich denen seiner berühmten Romanfigur Dorian Gray, und daß er beim Wiedererlangen des seelischen Gleichgewichtes ganz und gar nichts davon gewußt habe. Er habe, so erzählt sein Biograph Sherard (Das Leben Oskar Wildes, 2 Bde., Wiener Verlag, 1908), nach jeder Krise würdevolle ^eiterfeit und Ruhe bewahrt; die Freunde des unentwegt eleganten Dichters hätten kein Wort von den schweren gegen ihn erhobenen Anklagen geglaubt, pga,r. [tiM Latte, «M Sbergrd, Dr. Wicmcr sich oic Kritik ixs inaiivmaliberaicn Redners an der Etatsl"chnik und Finanzpolitik des öertn aus dem Kastanien- waldchen völlig zu eigen nrachte, er fügte auch aus Eigenem genug hinzu, was das niiniftrrccitc WvyMi.udcn des Herrn v. Rhein- haben schmälern mußte. Aber endlech fand auch der Fnanzm.nister vor dc:n streitbaren Widersack)cr Ruhe: Tr. Wiemer ließ von ihm ab, um mit dem preußischen Ministerpräsidenten abzurechnen. Fürst Bülow bekam msgeu ferner Wahlrechiserkmrung eine scharfe uno w -kungsrolle Zurcchtwelsung zu hören. Und mit ihm die Parte', um deretwillen er die WahlcechLwrdcrungen des Frei- f.nns ignoriert, die Rechte. Jnd-es trotz dieser schaden Kontroverse mit Dem Ministcrpräsidenten erklärte Dr. Wiemer doch, der Freisinn werde — selbstverständlich unter dauernder Geckeudmachung jeui-er Wahlrechtssorderung — aus nationalen Gründen die Blockpolitik im Reichstage weiter m 11 m a d) e it Sirre Crckärung, die namentlich die Narönalckaeralen mit lebhastem Beifall, das Zentrum^ mit ironga-er Heiterkeit begleitete. Zwei Minist-r, Herr v. Rheinbaben und Herr Beseler, ant-> ivorteten Dem freisinnigen Redrrer — trotz seiner Angriffe der- bmolich, ja beinahe sreuudschastlich-gemütlich. .Herr P a ch n i ck e, der für die Freisinnige Vereinigung zum Wort gemeldet war, verzichtete angesichts der vorgerückten Stunde; er kommt am Mittwoch Lthin. Noch eine kurze Rede De5 Polen StYche 1, mit eie-» gi|d)cm Pathos Die Polenvorlage kritisierend — dann war auch Der zweite Lag der Etatsdebatte vorüber. Und vertrauensvoll sah das H ms dem Dritten und letzten Tage entgegen. Die WahlrechttvöNage. N. B. Darmstadt, 14. Jan. Die Gesetzgekungs- ausschüsse beider Ständekammern h.elten heute nachmittag unter Vorsitz des Ausfchußpräsidenten der ersten Kammer, Fürsten zu Leiningen, eine weitere gemeinsame Besprechung über die Drei Verfassungsartil'el in der Wahlrechtsvorlage ab, an welcher als Vertreter der Regierung Staatsministcr Ewald, Geh. Staatsrat Krug von Nioda, Ministerialrat Lorbachcr unb Oberregierungsrat Weber teilnahmen. Ter Ausschuß der ersten Kammer hatte in seiner Sitzung am Montag nachmittag die vorn Ausschuß der zweiten Kammer über die Ver- fassungsartirel gemachten Vorjchläge emgehend beraten und oabei eine Anzahl weiterer PunAe resp. Abänderungsvorschläge ausgestellt; diese Vorschläge wurden in der heutigen Sitzung von den Ausschußmitglieo-rn der zweiten Kammer entgegengenommen und sollen in einer für Freitag, den 24. Januar anberaumten besonderen Sitzung des Ausschusses beraten werden, nachdem zuvor auch die verschichenen Fraktionen der Kammer ihre Meinung Dir über zum Ausdruck gebracht haben. Alsdann Dürften o;e Ausschüße beider Kammern zu einer weiteren gemeinschaftlichen Sitzung zusammenberufen werden. — Mit Bezug auf eine in verschiedenen Blatt cm in gesperrter Scyrist verbreitete Meldung, daß der Ausschuß der ersten Kammer die vom Ausschuß der zweiten Kammer vorgeschlagenen Abänderungsanrräge abgelehnt unb beschlossen Hape, „an der Regierungsvorlage im Prinzip seftzuyalten" (woran bann noch bie Bemerkung geknüpft wird, daß „darnach" die gemeinsame Sitzung beider Ausschüsse „resultatlos verlausen" dürfte, werden wir von autoritativer Seite zu der Erklärung ersucht, daß diese Darstellung in keiner Weise der Wahrheit entsprecht. (Trotz dieser autoritativen Erklärung scheint das Schicksal der Wahlrechtsvorlage besiegelt zu fein und zwar durch die Schuld der ersten Kämmer, Deren „Abänderungsvorschläge" auf eine Erweiterung ihrer „bis zum Tage seiner Verhaftung nicht die geringste Ahnung, daß etwas bei ihm nicht recht fei". Das alles scheint zugunsten der von Lindau in seinem Stücke ausgestellten pathologischen Hypothesen zu sprechen. Doch ist hierbei sehr wesentliches nicht zu übersehen: Wilde war sowohl von väterlicher wie von mütterlicher Seite erblich belastet, war übermäßiger Schwelgerei berfüllen, sah zu der Zeit, da er am stärksten an epileptoiden" Zuständen gelitten haben soll, aufgedunsen aus; „aus feinem Gesicht war die durchgeistigte Schönheit gewichen", sagt Sherard. Lir'.daus „Held" Dagegen zog sich sein Doppelwesen durch einen bloßen Sturz vom Pferde zu. Das isi's, was die Psychiatrie wohl heute wie einst als eine zu solchen Zuständen wohl kaum führende Prämisse ansieht. Darüber mag inbefc die Wissenschaft entscheiden. Jeden- falls bleibt das Stück auch trotz .Sherlock Holmes" unb Bernsteins „Dieb* äußerst interessant, nicht nur für Mediziner und Juristeii, sondern auch für das große Publikum, das, neben allem übrigen, nach den großen Berliner Prozeßen auch gern das Abbild eines Berliner Staatsanwalres vor sich sieht. Und Lindau hat das Stück samt der notwendigen breiten Exposition so spannend zu gestalten gewußt, daß der lebhafteste Beifall nicht auSbleiben konnte. Die Nolle des Staatsanwalts lag bet uns gestern in den Händen Bakoss, der zugleich umsichtig und geschmackvoll die Negte führte. Es war ein starker Erfolg, der ihm als Dar steiler beschieden war. Ein minder scharf denkender Schauspieler durfte hier leicht zu Ucbertreibungcn neigen. Bakoi Dagegen wirkte mit rein künstlerischen Mitteln, ohne mimisch peinlich wirkenden unschönen Fa^benauftrag. Er hielt sich in den Grenzen voller Glaubwürdigkeit und schuf ein scharf umrissenes, stark und echt wirkendes Charakterbild. Man sah in ihm einen hochgradig nervösen rastlosen Kopfarbeiter, einen schwer Leidenden, und dann einen Dumpfem Somnambulismus Verfallenden, einen „Anderen", gleichsam noch schwereren Kranken. Die Verwandlung aus dem Emen in den Anderen ging vor sich in einer Weise, von der man an- nehmen möchte, als hatte Bakof seine Studien dazu in der psychiatrischen Klinik gemacht. Der schleppende Gang war der des Epileptikers. Jedenfalls gewann der Laie den Eindruck eines pathologisch durchaus lebensmöglichen fürchterlichen Vorganges. Tie Gestikulation war dabei sparsam und natürlich, klar und klug vorgedacht. Mit scharfem Verstände war^ 'verfassungsmäßigen Rechte hinausgehen. Das will begreiflicherweise die Volkskammer nicht zugeben. Red. d. Gieß. Anz.) hessische zweite Kammer. R. B. Darmstadt, 14. Jan. Die erste Sitzung nach den Weihnachtsferien eröffnet Präsident Geb. Rat Haas um 10 Va Uhr mit den besten Wünschen auf eine rasche, erfolgreiche Arbeit. Am Ministertisch: Staatsminister Ewald, Minister des Innern Braun, Ministerialrat Tr. U s i n g e r. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist die zweite Lesung des Gesetzentwurfs über die Jagd. Abg. Bähr stellt zur Geschäftsordnung den Antrag, diesen Gegenstand heute von der Tagesordnung abzusetzen, da sich seine Partei noch nicht darüber schlüssig machen konnte. Abg. Reinhart, Tr. Schmitt und andere sind gegen diesen Antrag, während Abg. Köhler ihn unterstützt. Minister Braun bittet, heute die Jagdgesetzvorlage zu beraten. Die Regierung habe sich darauf, vorbereitet und Material und Mitarbeiter zur Stelle gebracht; für die Beratung anderer Gegenstände sei sie nicht genügend vorbereitet. Abg. Ulrich schließt, sich dem Antrag auf Vertagung an, da die Herren vom Bauernbund wahrscheinlich noch nicht Herrn Lacke (den stellverttetenden Vorsitzenden des Bundes der Landwirte) um Erlaubnis gefragt hätten. (Große Heiterkeit.) Abg. Hirsche! entgegnet, die Sozialdemokraten müßten ja immer erst Herrn Singer oder den Vorwärts in Berlin fragen. Nach weiterer umständlicher Debatte entscheidet das Haus mtt 20 gegen 17 Stimmen, daß mit der Beratung des Jagd gesetzes begonnen werden soll. Präsident Haas teilt darauf mit, daß der Ausschußreferenl Abg. Reh sein Amt niedergelegt habe und an seine Stellt Abg. Dr. Fulda getreten sei. Abg. Wolf macht zu Art. 1 der Vorlage allgemeine Ausführungen und beantragt, den zweiten Absatz des Artikels, nach dem Jagdberechtigungen auch insoweit, als deren Ablösung nicht bereits nach Art. 2 zulässig ist, von den Gemeinden oder Grundbesitzern durch Ablösung erworben werden können, zu streichen. Minister B r a u n weist dagegen darauf hin, daß es sich hier nur um Jagdberechtigungen auf fremdem Boden drehe und darnach eine Verkürzung des Rechts der Großgrundbesitzer, aus die der Anttag doch wohl hinziele, gar nicht erreicht toerde. Abg. Bähr spricht sich für den Anttag Wolf aus und erklärt nach längeren Darlegungen, sich die Entschließung über' die wichtige Sache bis Art. 19 Vorbehalten zu wollen. Die Abstimmung über Art. 1 wird darauf zurückgestellt, da nach der Verständigung in der Geschäftsordnungsdebatte die Beschlußfassung über alle Artikel, bei denen Abänderungsanträge gestellt werden, erst später erfolgen soll. Zu Art. 2, der vom Jagdrecht der Gemeinden handelt, stellt Abg. Wolf einen Zusatzantrag, nach dem, wenn die Gemeinde eine Jagd frei- Andig vergeben will, zu dieser VeraÄung der einstimmige Beschluß des Gemeinderats erforderlich sein soll. Minister Braun bemerkt, daß die Regierung gegen diesen Antrag nichts einzuwenden habe. Er wolle jedoch das Haus darauf Hinweisen, sich darüber llar zu werden, daß man damit den Gemeinden etwas vorschreiben würde, was bisher noch aus keinem anderen Gebiete vorgeschrieben worden sei. (Zuruf: Tas schadet nichts!) Der Anttag Wolf wird darauf mit allen gegen vier Stimmen angenommen. Art. 3 bestimmt, daß die Gemeindejagden auf neun Jahre verpachtet werden sollen. Die Kammer Hit in der ersten Le- süng die Pachtzett auf sechs Jahre festgesetzt und stimmt heute diesem Beschlüsse zu. Ohne Debatte werden auch Art. 4 und 5 nach den Beschlüssen der ersten Lesung angenommen. Bei. Art. 6 hat die Kammer in erster Lesung mehrere Zusätze beschlossen; so soll die Genehmigung nur versagt werden, wenn das eingelegte Meistgebot die Schätzung „oder den Durchschnittserlös der beiden letzten Pachtperioden, falls dieser höher war, tote die Schätzung", nicht erreicht. „Soll die Genehmigung einem Neichsausländer erteilt werden, so ist die Zustimmung des Kreisamts erforderlich." „Wer bei einer Verpachtung mitbieten will, hat sich auf Verlangen bei dem Leiter der Versteigerung über leine Zahlungsfähigkeit auszuweisen. Die Stellung von Bürgen ist zulässig." Abg. Köhler wün cht Stteichung der Bestimmung des Artikels 6, nach der die Gemeindevertretungen in gewissen Fällen gezwungen toerden sollen, die Genehmigung nicht zu versagen. Minister Braun erklärt sich gegen den Anttag Köhler, ebenso Ministerialrat Dr. U s i n g e r. Ern Anttag des Abg. Finger, in der Nähe der Festungen Ausländer nicyt zur Jagd zuzulassen, wird wieder zurückgezogen, nachdem Abg. Dr. Schmitt erklärt bat, daß die Kammer da- ................. dieser unglückselige Zmeiseelenmensch auf- und angefaßt und so ward denn dem Darsteller mit Recht der volle Beifall des Publikums zuteil. Eine ausgezeichnete Leistung bot auch Reimer-Schlegel als ^dicker Karl". O, welche Ironie, dieses Epitheton! Man sah in der Wirtschaft zur „Lahmen Ente" ein Schild mit der lockenden Aufschrift „Bratheringe". Reimer-Schlegel bot die lebendigste menschliche Illustration dazu. Er gab eine ganz köstliche Gaunerstudie frisch nach dem Leben, ebenso wirksam als „gemütlicher" Kneipkumpan und gelassener Friedensstifter von unbetrüglicher Lebensschläue, wie als pfiffiger Komplize beim Einbruch und als galgen- humoristischer und äußerst gefährlicher Rächer seiner scheinbar überlisteten Spitzbubenkünste. Neben ihm zeichnete sich Toni Sylva aus, der die dankbare und interessante Rolle der „roten Male" zugefallen war. Die schließlich nur etwas zu rührselige Gestalt des schwer geprüften braven Mädchens aus dem Volke machte den besten Eindruck und war des ihr zu teil werdenden Beifalls würdig. Auch die übrigen Mu- wirkenden, namentlich die Hrn. Lotz (ein vorzüglicher Spelunken- wirt),Sachs u.Waldeck, sowie Schmidt-Pauly u.Goll (der eine Wilde-Maske gemacht hatte), und die Damen Cardung (die recht vorteilhaft aussah) und Sauter = mann, wußten ihre Aufgaben aus der guten Gesellschaft und der Verbrecherwelt mit Glück zu lösen, so daß der Besuch der Wiederholungen warm zu enipsehlen ist. Weniger gelungen waren ja Frl. Mo rett und Herr Gsell, sie zu indifferent, er nicht von der erforderlichen geistigen Ueberlegenheu und suggestiv wirkenden überragenden Willenskraft. Doch geschah dem ganzen dadurch kein erheblicher Eintrag. P. W. * — Am 14. Januar ist der dänische Dramatiker und Lyriker Holger ^rachrnannin Hornbaek, wo er sich seit einiger Zeit wegen einer Nervenkrankheit in einer Nervenheilanstalt aushielt, g eft orben. Dr. war 1846 zu Kopenhagen geboren. Er widmete M m jungen Jahren der Malerei, wandte sich aber schon als 25iährcger der Literatur zu uno bezog von der dänisck>en Negierung em ^ichtergehalt. Am bekanntesten wurden in Tcutschlaiü» seine Sttandnovetlen und die MarclienkomAxen „Es war einmal" und «Lausend und eine Nacht". — Kleine Kunstchronik. In Nürnberg hatte Frank Wedekinds Sittcngemalde „Musik" (Buchoevlag von Aw Langen in München) bei der Uraufführung einen lauten Erfolg Jedes der vier Bilder wurde lebhaft beklaljchl. Am Schlüsse wurde «der Verfasser wiederholt stürmisch gerufen. rüber nicht beschließen könne; eS sei das Sache der Militärbehörde. Nachdem sich bann Abg. Wolf in längeren Ausführungen für den Antrag Köhler ausgesprochen hat, wird Art. 6 nach den Beschlüssen erster Lesung einstimmig angenommen, ebenso der Anttag Köhler mit allen gegen zwei Stimmen. Art. 7 bestimmt: „Ist durch rechtskräftige Entscheidung ein Verwaltungsstreitverfahren festgestellt worden, daß eine nach Art. 6 erforderliche Genehmigung zu Unrecht versagt worden ist, so kann sie, falls die Gemeindevertretung sich noch weiterhin weigert, von der Aufsichtsbehörde erteilt werden." Abg. Köhler beantragt, den Artikel ganz zu streichen, da er nach Annahme seines vorigen Streichungsanttages erledigt )ei. Tas Haus nimmt den Antrag auf Streichung des Art. 7 an. Art. 8 bestimmt, daß für ein Jagdgebiet, oder, wenn dieses in Bezirke eingeteilt ist, für einen Bezirk nicht mehr als drei Pächter zugelassen werden können. Auch bieten Artikel will Abg. Köhler gestrichen wissen, während Abg. Bähr den Antrag stellt, für ein Jagdgebiet, welches größer ist, als 300 Hektar, für jede weiteren 100 Hektar einen weiteren Jagdpächter zuzulassen. Einen ähnlichen Antrag hat Abg. Finger gestellt mit dem Zusatz, daß hierzu die Genchmigung des Kreisamts erforderlich iein soll. Abg. Wolf spricht sich sehr nachdrücklich für die Annahme dieser Anttäge aus, und meint, der Rheinhessische Jägerbund .würde sich für das ganze Gesetz bestens bedanken, wenn Art. 8 in der jetzigen Form bestehen bliebe. Minister Braun führt aus, mit der Annahme des Antrags Köhler würde ohne Zweifel das ganze Gesetz zum Scheitern kommen, ebenso, wie durch die in erster Lesung beschlossene Streichung des Art. 17. Wenn der Artikel gestrichen würde, so könne schließlich ja das ganze Dorf auf die Jagd gehen. Die Streichung würde unfehlbar zu einer Ausschießung der Jagd und damit zu einer schweren Schädigung der Gemeinden führen, zu der die Regierung unter keinen Umständen die Hand bieten kann. Ter Mmister spricht sich dann auch gegen den Anttag Finger aus. Nach weiterer unwesentlicher Debatte werden die Art. 8 und 9 auf Antrag des Abg. Dr. Schmitt bis zur Besprechung über Die Art. 36 u. ff. zurückgestellt. Art. 10 und 11 werden in der Fassung erster Lesung angenommen. Art. 12 war in der ersten Lesung ganz gestrichen worden. Auf Anttag des Abg. Bähr und Genossen wird heute der erste Teil dieses Artikels und auf Empfehlung des Ministers Braun noch ein Zusatzantrag angenommen, so daß der neue Art. 12 jetzt lautet: „Jagdpächter dürfen unabgeerntete, landwirtschaftlich benützte Grundstücke während der allgemeinen Hegezeit nur zur Erlangung erlegten oder angeschossenen, von der Hege nicht bettoffenen Wildes betteten. Die Vorschriften über die Verpflich- tung zum Schadenersatz (Art. 11) bleiben unberührt." Die Art. 13 und 14 werden darauf in der Fassung der ersten Lesung angenommen. Nach der erfolgten Abstimmung wird aber auf Anttag des Abg. Ulrich die Beratung des Art. 14 wieder aufgenommen und ein Anttag der Abg. Köhler und Gen. auf Stteichung des Abs. 1, wonach für ein Gebiet, von 1200 Hektar höchstens fünf Mitglieder und für weitere je 600 Hektar höchstens drei Mitglieder und für weitere je 200 Hektar ein weiteres Mitglied zugclassen werden soll, mil allen gegen drei Stimmen angenommen. Tas Haus nimmt dann ohne Debatte die Artikel 15 und 16 an, die auch in der ersten Lesung in der Regierungsfassung genehmigt worden waren. Zu Art. 17, zu dem verschiedene Anttäge vorliegen, cnt- spinitt sich eine längere Debatte und schließlich wird die Sitzung abgebrochen und bis morgen früh 9 Uhr vertagt. In einer weiteren Fraktionssitzung des Bauernbundes am Dienstag mittag wurden zu der in Beratung begriffenen Vorlage des Jagdgesetzes nicht weniger wie 13 neue Anträge gestellt. Einige weitere stehen noch in Sicht. Ans Lta-t nsiS Cand. gefaßt, die Bestimmungen über die Errichtung von Saatbau st ellen vorerst für ein weiteres Jahr bestehen zu lassen und alsdann ihre Revision in Aussicht zu nehmen. Weitere Beschlüsse wurden gefaßt über die Ausstellung von einheitlichen Preisurkunden durch die Landwirtschaft^ kammer und die Provinzausschüsse bei den Prämiierungen, sowie über die Ergänzung der P r e i s Notierungskommission. Sodann wurde der Entwurf einer Ordnung für die Beschickung der A u s st e l l u n g e n der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft beraten und angenommen, und gleichzeitig beschlossen, eine gemeinsame Beschickung der Stuttgarter Ausstellung mit Pferden, Rindern, Ziegen, Wein, sowie mit Saatgut der Saatbaustellen zu veranstalten. Ferner entschied sich der Vorstand für die versuchsweise Ausbildung von geeigneten Personen für die e r st e G e b u r t s h i l f e bei landw. N u tz t i e r e n, möglichst für jede Gemeinde; dieselben sollen zugleich für die Seuchenbekämpfung, für die Zwecke des Viehverkehrs, eventuell auch für dre Fleischbeschau und andere Funktionen im Einvernehmen mit der Großh. Regierung nutzbar gemacht werden. In Bezug auf die Durchführung der Sortenanbauversuche will die Landwirtschaftskammer die seither vom landwirtschaftlichen Provinzialverein für Oberhessen ausgeübten Funktionen übernehmen und nicht nur den allgemein üblichen Zuschuß von 50 Mark n'ir jeden Versuch leisten, sondern auch die Bewirtschaftungskosten der Schulversuchsfelder, soweit sie nicht durch eigene Einnahmen gedeckt werden, bis zur Höhe von 400 Mark pro Schule tragen. ** Vortrag. Auf den von der Freidenker- Vereinigung morgen, Donnerstag, abend veranstalteten Vortrag sei hiermit nochmals hingewiesen. (Näheres s. Inseratenteil.) — Leihgestern, 13. Jan. Am letzten Samstag abend hielt Lehrer Keil, Klein-Luiden, hier einen Vortrag über: „Eine Reise nach Hamburg, Kiel, Kaiser Wilhelm- Kanal, Helgoland, Nordsee und Bremen". Der Abend ipar als V o l k s u n t e r h a l t u n g s a b e n d gedacht und vom hiesigen Kriegeroerein arrangiert. Ter Vorsitzende des Kricgervereins Häuser begrüßte die zahlreich Erschienenen. Herr Keil entledigte sich mit Geschick seiner Ausgabe; zahlreiche Ansichten, die während des Vortrags zirkulierten, erleichterten das Verständnis sehr. Ter Gesangverein „Eintracht" trug prachtvolle Eböre vor und zivischendurch erklangen Volks- und Vaterlands- lieder in vollem Ehore. Lehrer Buß charakterisierte oie Verschiedenartigkeit des Erwerbes der durchtvanderlen Landesstrecken lind brachte ein Hoch auf unseren obersten Kriegsherrn und unseren Landesfürsten cut$,_m das die Versammlung begeistert emftumnte und „Heil dir im Slegerkranz" erklang durch die Nacht. Hieraus 'cicrte Herr Keil die Veteranen, die an der Wiederailfrichtimg des deutschen Reiches den relchlten Anteil haben. Ten Tank der Ver- sammelten übermittelte Herr H ü ii j e r dem Redner, sowie dem Gesangverein Eintracht. Sehr befriedigt über den Verlauf des Abends trennte man sich erst in später Stunde. Ter Vorsitzende und Ehrenvorsitzende des „Hassia-Bezirks Gießen", die Herren Fischbach und Atayer, waren eingeladen, aber am Erscheinen verhindert und hatten ihr Ausbleiben eiltschuldigt. — Der Gesangverein Eintracht, Bundesverein vom Wetterau-Lahngau-Sangerbund, beabsichtigt, sich un nächsten Sommer an einem Gesangs- lüettftreit in Büdingen zu beteiligen. Die Kosten werden von wohlsituierten Mitgliedern des Vereins getragen. Ter Verein zählt nur 23 aktive Sänger, steht unter der Leitung des Musikers Riemann von der Kapelle des Kaiser Wilhelm Il.-Rcg. tu Gießen und ver'ügt über ent gutes Stimmaterial. Auf sichern Erfolg des Vereins und thres rührigen Tingettiett glauben wir hosten zu bürfen. Gießen, 15. Januar. ** Vom Großh. Hofe. Die Großherzoglichen Herrschaften spielten n. d. „Darmst. Ztg." am Montag nachmittag mit ihren Gästen von 1/23—5 llhr auf dem K'ranichsteiner Teich Hockey. Zur Frühstückstafel im Neuen Palais waren am Dienstag geladen: der Graf und die Gräfin zu Isenburg und Büoingen in Meer holz. Am Nachmittag liefen die Herrschaften auf dem K'ranichsteiner Teich wieder Schlittschuh. ** Ordensangelegenheiten. S. K. H. der Groß Herzog haben dem Staatssekretär des Reichs-Kolonialamts B. D e r n b u r g zu Berlin die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem Großherzog von Oldenburg verliehenen Großkreuzes des Haus- und Verdienstordens des Herzogs Peter Friedrich Ludwig erteilt und dem Direktor der Vereinsbant Worms, e. G. m. b. H., Gg. Müller zu Worms das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. *• Die Prüfung im Huf beschlag bestanden im Jahre 1907 : Heinrich Bäus cher aus Lauterbach, Peter Bill aus Büdesheim (Kreis Friedberg), Karl Phil. Im hum ans Rodheim v. d. H., Karl Schmidt aus Ltßberg, Wilh. Seipp aus Bemsfetd und Kart Hch. Worner aus Ober- Rosbach. Sie sind berechtigt, selbständig den Hufbeschlag auszuführen. **Für dieSitzung derStadtverordneten- Versammlung am Donnerstag, 16. Jan. 1908, nachm. 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung aufgestellt: 1. Auslosung von Schuldverschreibungen; 2. Mitteilungen; 3. Bmigesuch des Ludwig Rühl für die Marktsttaße; 4. Desgl. des H. W. Rinn für bm Wismarer Weg; 5. Bebauungsplan für die Marburger Straße und die Sttaße nach dem Friedhof am Rodtbcrg; 6. Erwerb von Gelände zur Kttissttaße Gießen—Wis- mar; 7. Erwerb des Grundstücks von Heinrich 9coll VII. in' der Großen Mühlgasse; 8. Verkauf von Gelände an Franz Klenker. 9. Verkauf eines Bauplatzes an den Verein Adelphenhaus ; 10 Gelänoeaustausch am Bahnhofsvorplatz; 11. Tausch von Gelände zwtfchen der Stadt und Jakob Happel Eheleute; 12. Feststellung von Grundeigentum am Grundstück Schloßgasse 19; 13. Verlegung des Vwhmarktes; 14. Ortsstatut, betreffend Gebühren für die Benutzung der städtischen Kanäle; 15. Einführung einer We r t z u w a chs steue r ; 10. Schulgeld für die iWrc und erweiterte Adädchenschule; 17. Verpachtung der Ge- meuweiagb; 18. Ankauf eines Grundstückes in Großen-Buseck; w Verlegung bttJMjetieitung ton der V°hnhosstr°be nach bem Volks bad, 20. Beschwerde des Albert Rappmann wegen des Preises Hr elektrischen Strom; 21. Beleuchtung des Schlacht Hof es; 22 Beftellung eines Hilfstrichinenschauers; 23. Beleuchtung des Po- lizeigefangnilies; 24. Berftitlung der überwölbten Strecken des Stadtbachs: 25 ^teferlegnng eines Entwässerungsgrabens bei der Irrenanstalt; 2b. Gesuch des W. ,Kill)inger um Genehmigung jur lleberbruckung des Schoorgrabens in der Süd-Anlage- 27 Wcrtfch-faftsgedäude auf dem Friedhof am Rodtberg; 28 Vicbaäb- luug; hlcr : Vergütung an die ZMer; 29. Rechnung der Wernen- taue für 190o; 30. etiyeitoicn^tifümg; 31. Genehmigung von der Gail'ichen freiwilligen Feuerwehr; 33. Gesuch des PH Hemr. Keller um Erlaubnis zum Schankwirt- IchaÜsbett.ebe auf der Eisbahn; 34. Desgl. des Aivritz von Zwerger für das Haus Burggraben 9; 35. Desgl. des Karl Ro- finger für das Haus West-Anlage 64. ** Land w i r t s ch a ftskammer für das Groß- h erzog tum Hessen. In der am Montag, 13. Jan. abgehaltenen 18. Vorstandssitzung wurde ' außer' den bereite mitgeteilten Beschlüften weiter ein Beschluß ^Münster bei Lich, 13. Jan. An den Unrichtigen waren drei Burschen von hier geraten. Sie waren beim Neubau der Eisenbahn beschäftigt und hatten scheinbar einen zu viel getrunken. Auf dem Heimweg suchten sie den Bürgermeister von Ettingshausen anzugreifen. Der setzte ihnen so zu, daß sie ihr Hell in der Flucht suchen mußten. Sie sollen später demütig Abbitte geleistet haben. Schade ist nur, daß sie einer ordentlichen Tracht Prügel sich durch Flucht entzogen. (:) Alsfeld, 13. Jan. In der Mitgliederversammlung des Freisinnigen Vereins sprach am 10. Januar der Vorsitzende, Landtagsabgeordneter Reh, über das Vereins- und Versammlungsrecht in Hessen und das Neichsvereinsgesetz. Er führte aus, daß in Hessen bis zum Jahre 1816 irgend welche Normen für das Vereinsrecht nicht bestanden und gegebenenfalls polizeiliche Willkür aushelfen mußte. Erst mit dem Beitritt Ludwigs I. zu dem deutschen Bund begann die Entwicklung des hessischen Vereins- und Veriammlungsrechts. Es folgten nun die Verordnungen der Jahre 1819 und 1832, die Ver- ! ündigung der Buudesbeschlüsse des Jahres 1832 und damit eine gesetzliche Einschränkung des Vereins- und Versamm- lungsrechts. Einen Umschivung und die Grundlage für bic freiheitliche Entwicklung brachte das Jahr 1848 mit dem Gesetz vom 16. März desselben Jahres, welches die freie Betätigung von Versammlungen verfassungsmäßig garantierte. Dieses Gesetz ist heute noch in Geltung. In Hessen besteht also dermaßen ein freies Vereins- und Versamm- lnngsrecht, wie es auch Baden und Württemberg hat. Der Redner besprach sodann eingehend das Reichsvereinsgesetz und betonte, daß dasselbe, wenn es in der vorgelegteul Form Gesetz werde, für Hessen einen Rückschritt von nicht zu unterschätzender Bedeutung zur Folge haben werde. Es fehle insbesondere die Definition, was ein „Verein" und eine „Versanrmlnng" ist und was man unter ^öffentlichen Angelegenheiten" versteht, auf die sich die Sonderbestimmungen des Gesetzes beziehen. Die Anmeldepflicht der Versammlungen werde Gelegenheit zu allerlei Schiranen bieten. Zu beanftanden sei die Genehmigungspflicht der öffentlichen Versammlungen, die zu weitgehenden Auftösungsbefugnisse der Polizei und ganz besonders der Sprachenparagraph; man sollte das Recht in Wort und Schrift, sich frei zu äußern, mcht antasten. L-bhafter Beifall lohnte den Redner. Auf Antrag des Referenten wurde folgende Resolution eig* * stimmig^ angenommen: „Der freisinnige Verein zu Alsfeld erhebt Protest gegen die im Reichsvereinsgesetz für Hessen enthaltene Verschlechterung des Vereins- und Versammlungsrechtes und fordert die Vertreter Hessens im Reichstage auf, gegen jede Beeinträchtigung unseres bewährten hessischen Vereins- und Versammlungsrechts einzutreten." O Laubach, 14. Jan. .Heute verweilte Geh. Oberschulrat Nodnagel aus Darmstadt hier und wohnte dem Unterricht in verschiedenen Klassen des Gymnasiums bei. — Die gestrige Mitteilung „aus dem Vogelsberg" kann durch verschiedene hiesige Beobachtungen bestätigt werden. Das Raubzeug wird täglich kecker und dringt in die Straßen und Höfe ein. So konnte in einer Straße ein Sperber noch zur rechten Zeit verscheucht werden, als er gerade beschäftigt war, eine Amsel zu zerreißen. Ein anderer Sperber drang in einen Hoj ein, in dem sich, ein rW VxD: ä,tcUunn 1 lnei leraten nch"b" ’ ^ne oew' !j?S* ^Meten TseriH« nbh). m.. j7cl°nea W ■äSÄ te*ti "„»“«uiMerei. 1 “Minen wi *> »»n 50 C • Höhe von 400 ^Freidenker. ' °bend veranstalte, igeroufen. (Näheres ien\6at!,5t09 öbenb en Vortrag über 110 ■Steinen'. Ter 5«b«nb gebaut unb Üorfitsenbe bei ^richienenen. hen ^°be; zahlreiche Än- uen, etleidjterten bai r:;:" trug prachtvolle ölfe* unb LaierlaiibZ. a:’.teilen Saiibesftretfen -■.e.H.'ean unbunleren 5 deaeislen einfinnmte -v die Nacht, hierauj ^'ebei-Qinndjlung bei l Ten Tank bet Ler> ■ 'feiner, sowie bem uttt bet Lerlani bei ■tunte. Ter Boischenbe lesen", bie Herren öisch- in ltrichemen oertjuiM Ter tiejanperetn ii-L'cbngau.cäiigevbunb, in einen Cejangs- . :l Tie Kosten werben getragen. 2er ilerein r Teilung bei Musiter- ’;'m IL’Weg. in (SieBcr. uui sichen, Eri'olg belauben wir hoW zr ÄN den Unrichtigen t Lie waren bem nd harten scheinbai i^imweg suchten sie t Lnzugreifen. 2c in der Flucht suche» ibiue geleistet haben tichen Tracht Prügel Nitgliederver« SereinS sprach cm .Aabqeotbneter Reh, rmtungsrecht o rr sührte aus, daß tv "welche Romen pu e ebeneuialls Polizei' nit Dem stritt „bie Entwicklung de) VT»^. Es folgtet 5 unb 1832,^ . 1832 und Dime Lfr uni* SersauM' ■ errrW!“1.^ Sfr 3”* " X- un b w® z ^ ichsoereinsgesks stob« ■; Z „$«<2 ■ El ,cbr ■*“&* * ■ji Zerre st kS (UI# * Gerichts-aaL. 3ZS jg£/l 2 Rormal-Bemderg Brauerei Ihrinff, Lieh. an 0270 verkaufen. empfiehlt billigst [ce/i E Kaiser-Allee 24 09529 0267 Brief abgesch. er Käufe. A NersApedenvs Unterjacken Unteriiosen Strümpfe gestrickte Westen Schulterkragen Handschuhe Leibbinden Kniewärmer das 2 2. MM iieifiiwcfi L Gut erhaltene Türen, Fenster, Treppen und Brennholz zu suchung hat ergeben, daß beide Zugänge zu dem Opernhause völlig unzureichend waren. Auch die Rettungsarbeiten ließen viel zu wünschen übrig. Einige Dampf- spritzen konnten nicht in Kraft treten und einige Leitern waren so defekt, daß mehrere Personen bei ihrer Benutzung Verletzungen erlitten. Quaker Oats kostet nur den dritten Teil des Preises, den man für die gleiche Quantität Fleisch zu° zahlen hat. und enthält erheblich höheren Nährwert. Nur in Paketen; niemals lose! Unicrmjt in kaufmännischen Fächern, eoenliicll auch Stenographie und Maschinenschreiben, uwgl. währ, der Tagesstunden gesucht. Schrillt. Angeb. mit Preisung, unter 0245 an den Giest. Anzeiger. NationaiUneraier Verein. Donnerstag abend Zwanglose Julamllmlmft im Kaiserhof. \ytok Gießener Wetterdienst. BoranSsrchtliche Witterung für Segen am Tonnerstag den 16. Januar 1903: Trübung und Nebel. Meist trocken. Etwas milder. Auffrischende südliche Winde. Oster. la. Allgäuer Limburger a 30 Pfg. per Pfund ab hier in Bahnriften von 50 Pfund an, La. samaen Schwetzerkäse ä 73 Pfg. p. Pld., ab hier m 100 Psd. Laiben und V, Laiben gegen Nachnahme. EL. Thanner, 851 Llcmvteu II (Allgäu). Justitia, J. Cüsters. Julius Schulze Kreuzplatz. Berlin, 13. Jan. Dem „B. Lokalanzeiger" zufolge beginnt inilltärgerichtiiche Verfahren gegen den Grasen L y n a r nm . Ian u a r. Tie Verhandlung findet uu Zivilgerlchtsgebäude m der Lehrter Straße statt. Viele Zeugen sind geladen. 2.60-2.70, Maschinen-Langstroh Mk. 2.10-0.00. Alles für 50 kg2 Geschä't still. (Medizinische Klinik, Klmikstratze) Sprechstunde: Jeden Donnerstag abend 6—7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. , . . ...... Lü Z1 Ausgabe von Attesten für Aumahme tn Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörkgen zur Bermeidung von Ansteckung._____________________________________Volt-______ Zus@huei$le-S©tau§e™ | Unterricht im Zuschneiden von Damen- u-Kindergarderoben riebst Vorarbeiten u. Garnieren erteilt nach leicht fafzlirlier Methode Stillste Weiialmr306, 'S, . iTauVenhaus, auf dessen Ziertauben er es abgesehen, be- jenb. Der Besitzer gab ihm einen Schrotschuß. Dem Raubvogel gelang es zur nächsten Straße zu entkommen, wo es dort üblich zu sein scheint, geladen bei sich tragen. Ter Bahnarbeiter W. K., der sich kurz zuvor eine solche Waffe hatte schicken lassen und anscheinend mit deren Handhabung nicht vertraut war, zog sie ebenfalls aus der Tasck^, um sie seinem Kameraden, der ihm gegenübersaß, zur Bestch- tigung zu reichen. In dem Moment, als St. darnach greifen wollte, entlud sich die Waffe unbJ3t. sank, das Herz von der Kügel durchbohrt, tot auf seinen Stuhl zurück. K. wurde wegen fahrlässiger Tötung angettagt und zu sechs Monaten Gefängnis, abzüglich vier Wochen Untersuchungshaft verurteilt, wobei der Umstand, daß er über die Handhabung her Waffe nicht Lekhrt war, strafmildernd wirktc. iS Internat. Inkasso-Institut, Auskunftei mit jedem Tage erwirbt sich der Fenchcllionl^ aus der Germania-Drogerie Cai-ä bestoe , Franks. Str. 39, Telephon 593, seiner vorzüglich. Wirkung wegen bei Verschleimung, Huiten und Heiserkeit immer mehr Freunde. Daselbst auch die beliebten Sodener, Emser, Eucalyptus Menth. Bonbons ec. rc. stets frisch vorrätig. 1239 T©til allen Ratten bringt sicher Delicia-Rattenkuchen. Haustier. unschädL 6 mal nräm. Mehr. 100 Anerkenn. Dose 0,o0 u. 1.00 M. i. d. Hirsch-Apotheke, Apotheke zum goldenen Engel u. b. Otto Schaaf. [15 Habe durch günst. Einkauf mehrere ijiinötri LWe für Herren u. Damen erworben und verkauie zu noch nie da gewesenen billigen Preisen. 343_________Sclterswca 77. 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Er halt nach wie vor an der Forderung des Reichstagswahlrechts sur die preußischen Landtagswahlen entsprechend dem Eisenacher Programm fest. Der Parteitag erklärt Str aß en-D emo nstra- tionen für ein gänzlich ungeeignetes Mittel zur Erreichung irgendwelcher gesetzgeberischer Maßnahmen. Aschaffenburg, 15. Zan. Der Berdacyt, am PateH. Postschalter des hiesigen Hauptdahnhofs vorgefallene Dieb- tähle im Gesamtbetrag von 3092 Mk. begangen zu haben, richtete sich gegen den Adjunkten Jofef Maier. Es wurde gesoern Haussuchung in seiner Wohnung gehalten; heute machte Vt. einen Selbstmordversuch. Er brachte sich solche Verletzungen bei, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. "Rütt-Stol Sieger im New-Yorker 6 Tage^ Rennen. Das größte aller internationalen Rad-Dauerrennen wies ein Endresultat auf, wie es die Amerikaner schwerlich erwartet hatten. Zum ersten Male seit Bestehen des großen Wettkampfes ist der erste Preis nicht in Amerika geblieben, sondern nach Europa gefallen. Tas Paar Rütt-Stol blieb vor den amerikanischen Favoriten Fogler-Moran siegreich und legte zusammen die gewaltige Strecke von 3721 Kilometer 547 Meter Zurück. Tie Anforderungen sowohl an die Fahrer als auch an das benutzte Maschinenmaterial waren naturgemäß ganz enorme. Stol benutzte zu seiner phänomenalen Leistung die berühmte Marke „Brennabor", deren Stabilität sich bei den größten Dauerrenneit des In- und Auslandes glänzend bewährt. Ter spielend leichte Lauf feines Brennabor-Rades ließ Stol überlegen siegen und btc ungeheuren Strapazen eines so langen Rennens in guter Verfassung überstehen. Auch ein zweiter Brennaborfahrer, nämlich der zähe Belgier Länderstuyft, konnte sich mit seinem Partner Krebs als 6. placieren. Die Vertretung der Brennabor- Räder am hiesigen Platze und Umgegend liegt in den Händen des Herrn Peter Kronenberg, Süd-Anlage 7. 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Die Abnahme der zugeteilten Beträge kann vom 31. Zeichner ist indessen verpflichtet, Die Finanz-Deputation der Freien und Hansestadt Hamburg giebt auf Grund der von Senat und Bürgerschaft erteilten Anleihe-Ermächtigung zur Beschaffung von Geldmitteln für die Kosten der im Bau befindlichen Vorortsbahn, der hierzu erforderlichen Enteignung von Grundstücken, für Hafen- und andere Staatsbauten etc., sowie zur Rückzahlung temporärer Anleihen eine mit 4% p. a. verzinsliche Anleihe aus, im Nennbeträge von GE» IMtillicmeii Der Zeichnungspreis beträgt 98.50 <%>■ V* der zugeteilten Stücke am 31. Januar d, J. 7< „ „ „ bis spätestens 26 Februar „ i/ / * ” »» n »» „ 26. iMärz „ » >1 »> v „ 27. Apri| „ Giessen, den 15. Januar 1908. Bank für Handel und Industrie Depositenkasse Giessen (Darmstädter Bank). 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