Freitag, 13» März 190S 158* Jahrgang Drittes Blatt Nr. SÄ Srschekü ra-Nch mtt Ausnahme bdl Sonntag«. General-Anzeiger für Oberhejien der und ausländische I ■ , DnnU"h'. I fcltß#' noch 10 Küsse pro Tag, inw im jüufren Jahre waren sie bei! gutem Zustande befänden. 5wei Küssen täglich angelangt, einem Morgen- und einem | incht imljeifbac und er tun Gutenachtkuß, und dabei ist es in den fünfzehn Jahren oder ein chreiguu.', welches RotattonSdrnck uni Verlag btt BrllbNchen Uawerfuäka 8ud> unß CtetnUnidcttL UL Ban j i, Dieben. Die «.Gteftener LamMenblätter- werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da« „Kreisblatt für Öen Kreis Kletzen" zweimal wöcherUUch. Der ^hesstlche Landwtrf erscheint monatlich einmal. Abg. Dr. Mugdan (freis. Vpt.: Es ist doch wirklich zu stark, daß die Herren Sozialdemokraten sich jetzt hinstellen wollen, als ob ihre Interpellation dieselbe war wie die des Zentrums und der wirtschaftlichen Vereinigung. Dr. Mugdan verliest die drei Interpellationen. Die der Sozialdemo, traten lautete: Die Unterzeichneten richten an den Reichskanzler die Anfrage, ob er eine Novelle zum Krankenversicherungsgesetz vor. zulegen gedenkt, welche die Verhältnisse im Knappschaftswesen in einer für die Arbeiter befriedigenden Weise regelt. Wenn die Sozialdemokraten abweichend von den anderen Interpellationen ausdrücklich eine Novelle zum Krankenversicherungsgesetz forderten, mutzten sie bei der Begründung der Interpellation auch über die Frage der freien Arztwahl sprechen. Herr Hue hat aber lediglich gesagt, die Aeltestcn hätten die Forderung zurückgestellt. Jetzt suchen sie mit vielen Worten zu verschleiern^ was sie damals ge. sagt haben. ordnungcn mehr auf die Seefischer hören, besonders bei Festlegung der SchonzeiL Für Beschädigungen von Fanggeräten durch fremde Schiffe müße Ersatz gewährt werden. Auch solle das Eindringen holländischer Fischer in deutsche Reviere verhindert werden. Zu diesem Zwecke müsse ein Torpedoboot bei Norderney stationiert werden. Abg. Hebel (Ztr.) bespricht die Aufgaben der neu gegründeten Zentral st elle für V o l ks w o h I f a h r t, für die 10 000 Mk. ausgesetzt sind. Sie müsse dafür sorgen, daß das platte Land besser mit Aerzten bedacht werde, und datz das Wohnungswesen verbessert werde. R5 dl eMÄ - • ' - - . Das Leiden sei wahrscheinlich __ könne durch einen plötzlichen Schreck welches nach irgendeiner Richtung hin starke Gemütsbewegungen Hervorrufe, das Augenlicht wieder- Aörche und Schule. l . ~ 0 ndon, 12. März. Miß Gibbs, die kürzlich aus Dcutscb- uno zurnckgekehrt t]‘r, hielt int hiesigen Lehrermneusenünar einen » über die Freilustschulen und beschäftigte sich be- noers mit der in Dresden errichteten Schule dieser Art. Redaktion. Expedition unb Druckerei; flraße 7. Expedition and Vertag . etgs) 6L {Reöafitonie^ 112. Tel.-Adr. An-etgerGiebew gewinnen. Kleine Tageschronik. In Küwieczycz? irc rusi. Gouv.-rnement Tschernigöw wurde ein Geistlicher Gagaräi von seiner Frau, die er mißhandelt hatte, mit einem Belle erschlagen. Tre Frau warf den Leickmam- in einen Ofen, wo er halb verkohlt gefunden wurde. In Paris experimentierte oer Gyinnaftcrlpcofessor Blance in denn Physiksaale feiner Schule so unglücklich, daß er dabei daS Augenlicht verlor und schwere Brandwunden erlitt. Zwei Krankenwärterinnen iwEtien eine Irrsinnige aus dem Puslrrtale nach der Innsbrucker Nerven- klimk verbringen. Während der Eisenbahnzug in voller Fahrt war, ritz sich plötzlich die Irrsinnige los und sprang aus dem Wagen. Beide Wärterinnen, die sie festhaltcn wollten, stürzten ebenfalls hinaus. Alle drei erlitten schwere Verletzungen. Eine. Wärterin ist gcswröen. griffe gegen das Seeamt, die Reichsregicrung und das Kohlen- syndikat, weil damals die Feststellung des Ursprungs der Kohle unterlassen worden ist. rsatz.u- k;ii p1 Mizesde Äetzeiteil... Kind erwägen eingerrosien. Alleinverkauf der berühmten BreuuaborÄiuder^ wagen zu OrigmaUFabritpreisen. 1272; Ausnist Kilbinger, jetzt SelterSwcg 79 (Neubau). 'NtV □ .. L f c 6'-rnia ’ ®emBesitze der-, en Forderungen, aus der Sache • Befriedigung in Mn, dem Ronld bis zum 3. ! ,eige zu machen, gliches Amtsgi Gießen. trog der Erben arte Leime! 1 deren Auweia b 30 - den IC. Mär; 1. uitlags M- Uhr die nachoerzei öe nein), oerueiom i vollst. Bellen, L chlli'che.LoiasLi! Äühlc, Tische," i, Aireibjelrelim ik.lGlasschrant,^ Porzellan, Ä iübel,BadewaM^ lweneinrichmng, itficraie allerJW fhcifleiunß nncti u, ohne slldllags r, Gerichlsvolli Abg. Hue (Soz.): Ich Habs aber damals hinzugefügt: Nur zurückgestellt, um zu der von den Negierungsvertretern gewünschten Einigung zu kommen. Diese Aussprache schließt. Beim Kapitel Reichsschulkommission hält Abg. Schneider (Ztr.) eine lange Rede. Aus der Bemerkung des Vizepräsidenten Dr. Paasche, datz die einzige Aufgabe der Neichsschulkommission darin besteht, sestzustellen, welche Schulen das Berechtigungszeugnis zum Einjährig-Freilvilligen-Dienst erteilen dürfen, erfährt man, daß die von niemand verstandenen Ausführungen des Redners den verschiedenen Schriftarten gelten. Abg. Delbrück (freis. Vgg.)' bemängelt, daß in Stettin die Freibordhöhe der Kähne auf 52 Zen, timeier festgesetzt fei, während gesetzlich nur 25 Zentimeter gefordert werden. Die Gebühren würden dadurch ungesetzlich erhöht. Abg. Dr. Heckscher (freis. Vgg.) erklärt gegenüber früheren Behauptungen des Abg. Naab, daß es in der deurschen Handelsmarine und bei den großen deutschen Per- soneuschiffahrtsgesellschaften keine seeuntüchtigen Schiffe gebe. Wettfahrten zwischen Schiffen kommen wohl vor, aber daran seien nur die Kapitäne schuld. Keine Schiffahrtsgesellschaft übe einen Truck auf die Schiffsführer aus und zwinge sie, Nellameschnellfahrten zu machen. Der Redner wendet sich scharf gegen den Abg. H 0 ch, der ihm vorgeloorfen habe, er werde von den Reedern bezahlt. Diese Verleumdung und gemeine Verdächtigung sei bereits von dem Hamburger Arbeiterführer zurückge, wiesen lvorden. Wie komme nun Herr Hoch dazu, mit der Ehre eines Kollegen und Mitmenschen ein so frevelhaftes Spiel zu treiben, und diese Verleumdungen hier zu wiederholen? Ter Redner tveist die sozialdemokratischen Vorwürfe gegen die See, berufsgenossenschoft zurück. Es sei sehr verständig, wenn der Präsident mit den Reedern tafele und mit ihnen plaudere, statt am grünen Tisch zu hocken. Der Redner nimmt den vielfach angegriffenen verstorbenen Reeder Laeisz in Schutz. Dieser habe allerdings einmal ein unvorsichtiges Wort gesprochen, aber im übrigen sei er in seemännischen Kreisen keineswegs als rücksichtslos bekannt gewesen. Als Prinz Heinrich nach China ging, ärgerte sich der alte Laeisz darüber, daß der Prinz auf einem alten Kasten abfuhr. Er sagte damals, er hoffe, es werde noch einmal so weit kommen, daß jeder Hamburger Junge sagen könne: „Hurra, min Modder Germania kann swemmenl" Nun, ich denke, jetzt sind wir so weit, daß wir ausrufen können: Hurra, uns' Modder kann s w e m m e n I (Heiterkeit.) Beim Kapitel „Behörden für die Untersuchung von Seeunfällen" bringt Abg. Metzger (Soz.) einen jahrelang zurückliegenden Fall von Selbstentzündung einer für den russisch-japanischen Krieg bestimmten Kohlen- l a d u n g auf einem Dampfer zur Sprache und richtet heftige An- Die Hauptsache aber sei, für die Konzessionierung des Flaschen- Handels zu sorgen. Abg. Erzberger (Ztr.): Für das internationale landwirtschaftliche Institut in Rom sind zum zweitenmal 60 000 Mark ausgeworfen, obgleich das Institut noch gar nicht in Wirksamkeit getreten ist. (Hört, hörtl) Nun sind von den 60 000 Mk. allerdings 30 000 dem Deutschen Landwirtschaftsrat zur Vervollständigung der Agrarstatistik übergeben worden. Wo ist aber das andere Geld? Ich verspreche mir von dem Internationalen Institut blutwenig. Man hätte lieber das ganze Geld dem Deutschen Landwirtschaftsrat zur Verfügung stellen sollen. Mindestens müßte man ihm aber die Ersparnisse jutoenben. ^(Beifall.) Unterstaatssekretär Wermuth: Das landwirtschaftliche Institut in Nom wird am 23. Mai dieses Jahres in ^Wirksamkeit treten. Bis jetzt haben sich ihm 46 Staaten angeschlossen. Die Vorarbeiten sind mit Hilfe des Deutschen Landwirtschaftsrats beendet, so daß wir wohlgerüstet in das Institut eintreten. Die 30 000 Mk. wurden für Beiträge vom l Januar d. I. ab verwendet. Abg. Erzbergcr (Ztr.): Tas ist ja ein nettes Institut. Am 23. Mai tritt es erst in Wirksamkeit, und vom 1. Januar ab müssen schon Beiträge bezahlt werden. Abg. Graf v. Schwcriu-llöwitz (kons.): Es wäre dankenswert, wenn das, was gespart wird, dem Deutschen Landwirtschaftsrat zur Verfügung gestellt wird. Abg. Sachse (Soz.) bedauert die große Zahl der Rentenentziehungen. Die Versicherungsgesellschaften möchten am liebsten gar keine Rente rncljr zahlen. Die Nentenentziehungen werfen ein sehr schlechtes Süfit auf die Aerzte. Diese müßten doch endlich den Mut finden, kchch gegen den Willen der Versicherungsgesellschaften den Vedürf- ngen ihr Recht zukommen zu lassen. Direktor im Reichsamt des Innern Caspar verweist auf die Erklärung des Staatssekretärs in der General- diskussion, wonach eine Revision der Rentenempfänger wegen zahlreicher Simulationen notwendig war. Wäre die Zahl der Rentner weirer so erheblich gelvachsen, dann hätten die Beiträge erhöht wcr- L?™Üen. Eine strengere Handhabung der Bestimmungen sei unbedingt notwendig, um der Erschleichung von Renten vorzubeugen. Vizepräsident Dr. Paasche: .. HerrenI Nach den Beschlüssen des Seniorenkonvents M die Beratung über das Reichsamt des Innern morgen zu Ende Eichen. Es sind noch 70 Redner zu diesem Etat gemeldet (lebhafte ourufe), abgesehen von den Negierungsvertretern, die doch auch reden werden. Wenn nur jeder Redner 15 Minuten spricht, dann hatten wir immerhin noch eine Arbeitszeit von 17% Stunden vor y.!-- (Heiterkeit.) Ich bitte die Herren, sich doch in ihren Aus- luhrungen möglichst zu beschränken. (Lebhafter Beifall.), , Abg. Dr. Mugdan (freis. Vp.) nmnnt die Aerzte gegen den Vorwurf in Schutz, als ob sie bei der Ausstellung von Gutachten sich von parteipolitischen Grundsätzen leiten ließen. Abg. Sachse (Soz.): 1. Herr Mugdan entstellt die Tatsachen. Er hat z. B. behauptet, ^°i^egArbeiter gegen die freie Arztwahl sind. Das ist auch geb liebe u. Vielleicht werden die beider, sich in Zukunft noch mehr bescheiden lernen und nur einen Kuß austauschen — an jedem Neujahr. ipc. Durch Suggestion erblindet- Thoma? Pendergast aus Hobolen erwachte mitten in der Nacht, weckte seine Frau und erzählte ihr, daß er geträumt hätte, er wäre während seiner Arbeit erblindet. Pendergast, welcher Mechaniker in einer Fabrik ist, ging des Morgens seinem Tagewerk nach, fühlte sich tagsüoer ganz wohl und munter, konnte jedoch den störenden Gedantcn an seinen Traum nicht los werden. Als er nach vollbrachter Arbert den Heimweg antrat, hatte er plötzlich das Gefühl, wie wenn die Sonne sich verdunkele. Entsetzt rieb er sich die Augen, das Phänomen wurde irnmer eigentümlicher, und einen Schreckensschrei auSstohend, taumelte der Unglückliche gegen eine Straßenlaterne und sank ohnmächtig zu Boden. Als er wieder zum Bewußtsein kam, stellte es jcch heraus, daß Pendergast tatsächlich) auf beiden Augen Me Sehkraft ver- wren Halle. Die Llerzt« sind der Ansicht, daß es sich noch Ium Selbstsuggesrion bandele, daß der SehnPw tatsächlich nur! nicht funktioniere, alte Organe der Augen leLoch sich in cvcr. XSU xs<> er re P er CD O 00 <5/ CD - A er 0:5 CD - o! s> D s D 3 — c Ci bo er <-r re er' S g a 2 < ^cr 5 c '5 2 'P 2 2 erg-'" I» 2 3 : — — o 2? . „ft d er 3 o ° o (?) D D P Ö « p er er re jp 5 er ;Z er >—1 CD CD CD ro (51-9* 3 *• CD g obo ® <5 2 °- er 2- PCocy S-S8S Ä-2-Ä- D ° 3 $3 er ™es LL § = =■ yo 2. re —- —, _>. -' ="-■ o" er ~ ä;a2 — 2 -•—> e___ M CD <-. O 2.90 IS» D •-Ä® E:" 5T- 8 ^g-5-S-g IS-S 5s§- r» er cd « o o 2 rt er --CD <-i -^O 3 ‘ 2*^-8* CD C 5=5 s D o re CS» S — —S'E? s Qpo \, CP 2 3 PTe.2.3 2 3. "* ccd «£.==«> £ 2. o ft« X CD P 2 wcr~ FsAff 's to-g §, ZFo? ^D 2.-ST“ re 3 er *T§« o —*■< —' Ä >=3 — er CT D*CD re re 2 — CD jrO TÄ CO o 3 D* D re 3 3 D =5 O 53 r- a **^* § s a?» » «t> & L er g" re 'S«. G 3: CD CD A re' —' p'3 . 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H §ZM ES tt D 2 cs es f© r-9 Trag »Ata glt ?'•<•« ’tin peh '?''• Untii b B lon9“ ■ ^6‘Nd) UN! 1Ö nitabsn bi ^usDie'i Ö$)lt Slfrieh Stu t((t011bei :^‘wMltn ( >:<İn gti i’d ° r> 2 32- cT s er £,9 w» 3 co'l.S' F 2:2 s A'Ä £f~ S'Z.sA er o D D- = >S' s " " O- "c* Z '•3" 10 Z,'=S" to(T«lif*,®{1 A Ht in 6w« l.silikJe»“ Araßtn. 2cr üschtuGrW * ^onntnen ua Mn hn: ü nicht er! 1 ki kck» Ei Mjg geda^t, l ■• jiglüitb ist n« Mi Kaisers m 1 ksMstiou zu m Wi Zeiten and Mllich mit 2 jtiff. Tanrit ton y P’,ib nun im la Md) Mn zrviniiien Verak süa, War in •ü shaden. N da Bear lleütt Ms- Lir Wiv im Kto unsere Bea tetinoiiiKionn, :crz da Teckur ^ÄMusgaben l>iXM zu macht traben solki Lin sich nichts < »S dach recht si Ichmd notivei: Kit veide» soll - Mineisiichen i ’bSuWung g Füiai W> M einen B» wenigstens £&anderen A tt"’ in diesem I "dsen und Ai bleiben nt int Reiche, -ugssra hessische glüalich Mialbttutilng © r» a^ä = 2 ZA rt> <5' «So 2-S © ö 2 E = 5^? 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