Vorstande des Flottenvereins verbleibe. Ausland Tas Programm der i1 des französischen Präsidenten hirter Ztadttheckr. August bleibt das Opern- r: „Kriemhilds Rache/ ••C Wetter 7 I j = 4- 29,7 ’ C. Juli = + 15,6°C. es «uSstellung wächst so wird unS auS Darmstadt Sonnenschein Klar. Himmel Sonnenschein k 2 4 »äsen. Juli, 1.15 Uhr. iz. Lahmeyer. . 1983 204.4 ' 22 ;■ ' 1482 , 1223 230.1'. ' 1343 , 170.90 136.Ü . 194 25 , 88.3 223 ' 150.4 . 1213 gemacht habe. — Der Vorsitzende des Gesamtverbandes evangel. IArbeitervereine, Liz. Weber, erklärt, daß er vorläufig im Vertrauen auf die Persönlichkeit des Großadmirals von Koester im Aleines Feuilleton. — Das Interesse für die Hessische'LandeS Mlich: P. Witt ko. sberichte ,U der ßauk für Handel ^hingen en. Der bayr. Ministerpräsident Frhr. v. Podewils zur Lage. Wir haben gestern bcLcu5 1’111*5 Mitteilung gemacht von Ausführungen ziveier bayr. Minister zur bevorstehenden 'Reichs-Finanzreform. Heute wird uns aus Mün- d)eit geschrieben: Tie bayerische Sozialdemokratie hatte im Landtag die Staatsregierung in einem Antrag aufgcfordcrt, gegen die geplante Ele k- :rizitätssteuer Stellung zu nehmen. Abgeordneter Müller-München begründete den Antrag md kam auch zu sprechen auf den diploma- .i schc n Au s schu st, der er für die D ö ber itze r Kaiser- rede mobil machen nollic. Wie er denn auch im weiteren Ber- 5lauf seines Vertrages diese kaiserliche Ansprache behandelte, weil ‘feine Fraktion auf ihrem jüngsten Landesparteitag gerüffelt wor- lt$ Kauljeini. ■ «Httenpeber." Mil«, nar"?’* ?perelte in "?»even: Einmaliqes ' Manischen Gesellschai, und,Im Teehaus', 9 m Nauheim: Gch anheim: .EinWchr- Kommunale Vodensragen. Von Professor 2r. M. .Biermer. In der letzten Sitzung der Gießener Stadtverordnetenversammlung ist auf meinen Antrag beschlossen worden, neben der wichtigen und vielbeschäftigten Baudeputation eine Sonderkommission für kommunale Boden- fragen einzusetzen und ihr einen Antrag Winn i;nb Genossen, wonach ein großzügiger Stadtbauplan ausgearbeitet und offengelegt werden soll, zur Begutachtung zu überweisen. Es wäre verfehlt, den verantwortungsvollen und schwierigen Arbeiten der neuen Kommission vorgreifen zu wollen. Aber als ihr Urheber darf ich vielleicht einiges über ihren Aufgabenkrei§, so wie ich ihn mir denke, sagen. In der Stadtverordnetensitzung selbst habe ich die These vertreten, man habe eine zu übertriebene Angst vor der Bodenspekulation, und fügte die etwas paradox klingende Bemerkung hinzu, wir litten nicht unter einem Uebermaß von Bodenspekulation, sondern wir hätten zu wenig davon, und die vorhandene sei nicht rationell genug. Ich fühle mich schuldig, diese etwas gewagten Sätze begründen zu müssen. Das Land in der Stadtumgebung, auf das sich mehr und mehr der städtische Anbau ausdehnt, ist in einer natürlichen und beständigen Wertsteigerung begriffen, denn die landwirtschaftliche Rente wandelt sich dort mit der Zeit in die höhere Wohnrente um. Ein Grundstück, das keine Aussicht hat, baulich ausgenutzt zu werden, bemißt sich in seinem Preise normaler Weise nach dem landwirtschaftlichen Werte. Bei einem bebauten Grundstück ist dagegen die Wohnrente, d. h. der Ueberschuß der Mietseinnahme über die Verzinsung und Tilgung des Baukapitals, zuzüglich der Unterhaltungs- kostew und der öffentlichen Abgaben, ausschlaggebend. Zwischen der kapitalisierten landwirtschaftlichen Rente und der kapitalisierten Wvhnrente liegt die Mindest- und Höchstgrenze der möglichen, Wertsteigerung. Wer ihre Chancen auf Grund von Wahrscheinlichkeitsberechnungen geschäftlich ausnützen will, muß spekulieren. Der Spekulation int städt. Gelände fällt also, wie überhaupt, der Spekulation im Wirt- schaftsleben, die Aufgabe zu, die Bestände auszugleichen, die fehlenden Angebote heranzuziehen, den Ueberflutz aufzunehmen und den Mangel zu ergänzen. Damit aber die Rechnung auch stimmt, muß der Spekulant Geschick und Glück haben; denn „Ohne Glück und Gunst ist alle Kunst umsunft". Es wäre national-ökonomisch verkehrt, die Spekulation als solche verwerfen zu wollen. Man mag das Spekulantentum ethisch bewerten, wie man will, aber man soll in solchen Dingen die Ethek und moralisierende Sentiments nicht allein sprechen lassen. Der Moralist ist ein schlechter Sozial- und Kommunalpolitiker. Er wird verführt, mit den Auswüchsen die ganze Spekulation, die doch niemals aus der Welt geschafft werden kann, zu verwünschen. Natürlich muß man die Auswüchse bekämpfen, und zwar rücksichtslos. An Mitteln hierzu fehlt es glücklicherweise nicht. Einmal kann die Kommune m ihrem Erweiterungsgebiete selbst Terrains erwerben, parzellieren und zur Bebauung bringen. Dazu gehört aber großes Kapital, das längere Zeit zinslos fest- gelegt werden kann, und ferner ist erforderlich kaufmännisches Talent, verbunden mit intimer Kenntnis der Verhältnisse des Jmmobilienmarktes. Weitere Mittel, Mißbräuche der Bodenspekulation zu bekämpfen, bietet uns die Steuerpolitik. Das, Wichtigste aber von allem sind der Stadtbauplan, seine Feststellung und Ausführung, die Enteignung, Umlegung, Zusammenlegung und endlich die städtische Bauordnung. Dar Sydowsche 5teuerbukett. An amtlichen Stellen Berlins, von der höchsten bis rtr untersten, wird der Oefientlichkeit gegenüber eine Ge- eimniskrämerei geübt, welche dem profanen Volke gegenüber den Nimbus des Unfehlbaren erwecken soll, die aber in Wirklichkeit eines denkenden Volkes unwürdig ist und oft genug, anstatt nützlich zu sein, Schaden mit sich gebracht hat. Ja man mußte sogar mehr wie einmal das beschämende Schauspiel erleben, daß selbst die höchsten Stellen im Reiche, die sich sonst hermetisch verschlossen zeigten, Berichterstattern ihr Herz ausschütteten, sobald diese vom Auslände kamen! Nun mag es ja zuweilen zweckmäßig sein, wenn über Absichten der Regierung nichts vorzeitig in die Oeffentlichkeit dringt; speziell gilt dies von Vorlagen, welche unsere Wehrkraft zu Wasser und Lande betreffen. Nicht selten aber durchbricht die Reichsregierung selbst die gewohnte Geheimhaltung, indem sie Gesetzentwürfe vor ihrer definitiven Gestaltung der öffentlichen Kritik durch Publikation unterbreitet. Eine solche Taktik hat noch nie gejchadet, int Gegenteil wurden bei solchen Gelegenheiten beherzigenswerte Winke gegeben, die dem ganzen Projekt dann wesentlich zugute kamen, zumal durch Kritik von interessierter Seite Schädigungen vermieden werden konnten, wie sie sonst Tekretierung vom grünen Tisch aus sehr oft zur Folge hat. Es wäre daher dringend zu wünschen, daß man diesen Modus in einer so schwerwiegenden Frage wie der Reichsfinanzreform auch einschlagen würde, daß man sich nicht scheute, der Oeffentlichkeit mitzuteilen, daß die Regierung die und die Pläne habe; man würde dann bald die Stimmung des Volkes und namentlich der in Frage kommenden Kreise genau kennen lernen; und wenn es auch begreiflich wäre, daß die Regierung bei fast allen Vorschlägen auf neue Steuern keine große Gegenliebe finden würde, so würde doch zweifellos mancher Ausweg gezeigt werden, den die Regierung sehr wohl beschreiten könnte, um den leeren Staatssäckel zu füllen. Bei einer solchen Praxis würden auch die schweren Fehler vermieden werden, die bei der letzten sog. „Reform" begangen worden sind, und die Enttäuschungen für die Verwaltung gebracht haben, ganz abgesehen von der Schädigung, die sie für weite Teile der Nation zur Folge hatten. Das jetzige Schweigsystem läßt allerlei Projekte auf» tauchen, ohne daß man recht weiß, ob die Regierung sie wirklich beabsichtigt oder nicht, und die dadurch entstehende Ungewißheit ist naturgemäß mit großen Unzuträglichkeiten verknüpft. Hierunter haben zahlreiche Erwerbszwetge zu leiden, da sie nicht wissen, wohin der Kurs geht, während sie sich andernfalls beizeiten auf die Neuordnung der Dinge einrichten könnten. Es wird u. a. kolportiert, daß eine Reform der Branntwein st euer mit aller Bestimmtheit in Aussicht genommen sei. Viel neues bietet diese Ankündigung gerade nicht. Tatsache ist ja, daß man einer solchen auf der Linken nicht ungern entgegensehen würde, und im Hinblick hierauf hofft man auch in Regierungskreisen, daß bei Einführung einer solchen die Linke für indirekte Steuern zu haben sein werde; aber es kommt doch immerhin darauf an, in welchen Grenzen die Reform sich bewegen wird. Jedenfalls kann die Nation mit Recht verlangen, daß, sobald sich die Pläne der Regierung nach irgend einer Seite hin verdichtet haben, offen Farbe bekannt wird. L Anlai)gskurse' ner Bergwerk. • Hütte ■ • ' , irden E* 61 . Lloyd . ' ' niese . • * Falliöres ist wie folgt festgesetzt: Am 18. Juli reist der Präsident ab: am 20. Juck erfolgt die Ankunft in Kopentzag en. Am 22. .Juli findet Frühstück in Frederiksborg statt. Am 24. Juli trifft Falliöres in Stvckhol m, am 27. Juli auf der Reede von Reval ein. Am 28. Juli nimmt ter Zar das Frühstück an Bord des Panzers „Berits" ein; am 31. Juli erfolgt die Ankunft in Chriftiania. Am 2. August nachmittags erfolgt die Abreise des Präsidenten nach Frankreich. Ein römisches Blatt erhält aus Saloniki Aussehen erregende Meldungen über Einzelheiten der Militär-Revolte inMazedonien. Danach wären bisher sämtliche gegen den Rebellenführer Enver Bey entsandten Truppen, dämmer ein ganzes Jäger- Regiment, zu Enver übergegangen. Tie Ausständigen seien mit Waffen, Munition, und Lebensmitteln wohl versehen und verbreiteten überall Aufrufe zu Gunsten der Einführung der Kvn- ftihition und ter bürgerlichen Freiheit. In Saloniki wurden viele Offiziere verhaftet. Die Verwickelungen in Mazedonien dürften in den nächsten Tagen größere Dimensionen annehmen. Nach einer anderen Meldung aus Saloniki wurde dort ein Regiments-Geistlicher von einem jungtürkischen Offizier auf offener Straße erschösse n. Ferner wurde aus dem sranzös. Dampfer „Sidon" während der Fahrt von Saloniki nach Konstantinopel der General Fazil-Pascha von einem türkischen Offizier verwundet. Die Pforte wird die Auslieferung des Mörders verlang em Ein Uebereinkommen, das 10 000 Stahlarbeiterin Penn- sylvanien und im mittleren Westen betrifft und das am 30. Juul 1909 endigende Jahr umsaßt, wgrde am Samstag in Detroit festgestellt. Es sieht Lohnkürzungen von 2—8 Prozent vor. Aus T a e b r i s meldet vom 13. Juli die Petersburger Telegr.- Agentur: Eine Schar Revolutionäre hißte heute morgen auf dem Gebäude des ehemaligen En Schumens die rote FaHne. Mittags zog Rakhim Khan mit tausend Reitern in die Stadt ein; es durchquerte das feindliche Stadtvürtel Hiaban, ohne bei dessen Einwohnern, die ihre Waffen und ein Geschütz auslieferten, auf Widerstand zu stoßen; Rakhim Khan stellte sich mit seinen Truppen in dem tem Schah gehörigen Garten Bazischaman auf. Mau erwartet die Belagerung d.s Stadtviertels Umirakhis, der noch im Widerstand beharrt und wo seit heute früh geschossen wird. Der Schah gab telegraphisch Befehl, keinerlei Maßregeln zu scheuen, um den Aufstand schleunigst zu unterdrücken. von unserem dortigen Redakteur geschrieben — im ganzen Lande von Tag zu Tag. So statteten ihr am Sonntag vormittag über 2000 fast sämtlich von auswärts Herbeigekommene einen Besuch ab. Wir erwähnen nur Arbeiter-, Desang- und andere Vereine aus WormS, Mainz, Offen- Lach, Alsbach, Wixhausen, die Freie Studentenschaft zu Heidelberg rc. 2c. Den Vereinen wurde durch OberregierungS- int Dr. Wagner, Handwerkskammersyndikus Engelbach u. a. ssachgemäße Führung zuteil. Erfreulicherweise steigt auch die Zahl der Verkäufe von Kunstwerken und kunstgewerblichen Stücken in rascher Folge, so daß der Wert der verkauften Gegenstände bereits auf ca. 40 000 Mk. angewachsen ist. Aerkauft wurden in den letzten Tagen Oelgemälde von Lbbelohde aus Goßfelden bei Marburg, Karl Küstner-Gunters- blum (Dorfbach), Heinrich Deuchert (Birkhahnbalz), Ph. Otto Schäfer-München (Nereus), ferner die.Farbenzeichnung „Flirt" con Emil PraetoriuS-München und zwei Broncen „Dachshunde" von N. Papst. Die Bronce „Meerweib" von H. Jobst- Larmstadt wurde vom Landesgewerbemuseum zu Stuttgart eiworben. AuS dem Haus des Pros. Suttor wurde die Speisezimmer-Einrichtung nach der Schweiz verkauft. — Der Kongreß des deutschen Werkbundes tagt L Z. in M ü n d) e n unter dein Vorsitz des jetzt an die Münchener Technische Hochschule berufenen Architekten Professor Theodor Fischer. Teilnehmer sind u. n. die Professoren Peter Behrens (Äerlin), sowie Scharvogel und Bosselt (Darmstadt). Pro- bereif’ " Rotten mSÄ*"1 lf" “"wer, imtchch fessor Theodor Fischer sprach über die Relativität von Kunst und Kultur. Was unserer Zeit not tut, ist, daß über die Maschinenarbeit die Herrschaft gewonnen wird. Nicht darauf kommt es an, daß mit der Industrie Millionen verdient werden, fondern darauf, was die solide, gute und schöne, im wahren Sinne des Wortes zweckmäßige Arbeit in den Verkehr bringt. — Direktor Gerecke von der Delmenhorster Linoleumfabrik sprach über mdustrielle Probleme. Das Ziel des Bundes ist die Veredelung der gewerblichen Arbeit. In der sich anschlteßenden Diskussion führte Professor Riemerschmidt aus: Auch unter den Schreinern und unter den Fabrikbesitzern können Künstler sitzen. (Das zeigt z. Z. die Darmstädter Ausstellung zur Genüge. D. Red.) Und das ist der fpringenbe Punkt, daß sich alle diese wirklichen Künstler zusammenschließen. — Ein Beethoven-Denkmal in Paris. Wie uns aus Paris berichtet wird, ist dort die Au Stellung eines Beethoven-Denkmals von Charmoy gesichert. Es hat bereits seine Geschichte. Vor zwei Jahren sollte es bereits auf- gestellt werden und alles war zur Feier bereit. Plötzlich aber wurde an der geplanten Stelle ein Musikkiosk errichtet und später erfuhr man, daß dies zurückging auf eine Petition der Bewohner des Arrondissements. Der Künstler hat Beethoven in liegender Stellung auf einem großen Steinblock dargeftellt, aufgestützt auf die Ellbogen und umgeben von vier Genien. — KleineKunstchronik. Oskar Strausens Operette „E i n Wal, erträum" erlebte am Montag das Jubiläum der 100. Aufführung in München. Der Komponist war von der Direktion eingeladen worden, die Festoorstellung am Montag selbst zu dirigieren. — „Fesche Geister" spukten im Münchener Gärtnerplatz-Theater erstmalig über die Bühne. Die vorwiegend im Marschtempo geschriebene phantasttsch-komische Wiener Operette von Ziehrer erwies sich als eine flüchtige Sommererscheinung. taktieu . • • ' iore. und Ohio- jutahu • • • * irdbahu . • • ‘ u(l, Eisenbahn ■ Staatshalt • • ^enri-Eisenbahu ift %büfbenutc ailer An schte“ ** uckere*)v den war, daß sie die Döberitzer Rede damals noch nicht zum . , _ . . Inhalte einer Interpellation gemacht hatte. Der Tadler auf s Arbeitervereine, Li;. Weber, erklärt, daß er vorläufij dem Parteitage war Kurt Eisner, ter in Nürnberg Redakteur ift und in München in bürgerlichem Frack und bürgerlicher weißer Krawatte zum Rout beim Ministerpräsidenten zu erscheinen nicht verschmäht. Interessanter und bedeutsamer als die sozialdemokratische Rede war die Antwort des Ministerpräsidenten: Vorlagen zur Reichsfinanzreforrn existieren noch nicht. Eine Nr. 163 Erstes Blatt 158. Jahrgang Dienstag 14. Juli 1808 Der Gtrtzener Anzeiger ____ _ a _ erscheint täglich, außer DezugSpretsr Sonntags, - Beilagen: ▼ monatlich 75 Pf., viertel- viermal wöchentlich Ä « ▲ A» tovA. A. A A JkA W ▲ A A A A A jährlich Mk. 2.20; durch SlehenerZamilienblStler; M MM W AW ■■ Abhole- u. Zweigstellen ©IvnC IlCT ZllluIflCT™ wirMastltcheSeltfragen V @ W V V MM U W Ze'leapretS:lokck.lbPf, «ernsvrech.Anschlüsse: V ™ V ▼ auSwärtt 20 Pfennig, für bi« Redaktion 112, Verantwortlich WS General-Anzeiger für Gberheffen WW Uvnabmc von Anzeigen V 1 9 v V u. Land" und.GerichtS- £ DommagTiomui)c' Nolationrdruck und Verlag der Vrüh?schen Univ.-Vuch- und Stelndruckeret. H. Lange. RedaMon, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. 8,^eigenieU^ h"Äck! b , . Il|lu R ”Ut 57 11 IC ta mb [hx., ; :a*<~ ta ?»wi. ” ■fa, j0, * kn, *b ««Matt. 1 b 0 e [ 1 p , , Ter 9»ng v lein V'chrif d'e Pian/,'' be.r(>rt , H52i ’ 103.7» . 192,3 iz. Schuckert. eilet Bergwerk . . 1983 jer Bergwerk. • - 2Q55 liülte. > - ' ' 91.9. ;lües5Eisen-Iudustne M er Haudelsges. - • A-V Städter Bank . ehe Bank . • ch-Asiat Bank uto-Kommandit. ner Bank - • Acußcrung über verttaulichen Meinungsaustausch wird abgclehnt. Allein durch die Worte des Herrn v. Podewils klang es durch, daß in ter Tat die Besteuerung der Elektrizität in eryfter Erörternng steht, und daß Bayern sich diesem Plane widersetzt. Klar und mit Ironie bekämpfte der Ministerpräsident sozialisttjche Nörgelkritik: ihre Art erschwere ober vereitle sogar ten Erfolg einer Opposition von feiten ter bayerischen Staatsregierung: auch sei es untvahr, daß von feiten des Reick)es oder Preußens in die wirtschaftliche Entwicklung Bayerns je ein» gegriffen worden sei, ober daß solche Pläne teftünten. In Döberitz hat nach der Erklärung des Ministerpräsidenten ter Kviser überhaupt keine Rede gehalten, keinesfalls die ihm in den Mund gelegten Worte gesprochen. Lediglich im engen Kreise ter Offiziere betonte er die Notwendigkeit der militärischen Disziplin, ter steten Llrmeebereftschaft, ter Pflege des militärischen Geistes. Was den diplomatischen Ausschuß des Bundesrats anbelange, so schweben gerate jetzt Unterhandlungen über seine Umgestaltung und seine regelmäßigere Tätigkeit. Tie auswärtige Politik sei in letzter Zeit der Gegenstand besonders eingehender Erörterung zwischen München und Berlin-gewesen. Nicht nur auf metallogra- phicrle Exposees, so interessant und eingehend sie gewesen seien, lxrbe man sie beschränkt. Vielmehr hätten ter Reichskanzler und der bayerisä-e Nlinisterpräsitent sich eingehend in Wien und in München über die europäische'Konstellation besprochen. Die Pointierung dieses Teils ter Rede verriet, daß es sich bei den Pourparlers um mehr als gewöhnliche Tiplomatengefbrache hantelte. Es war nicht notwendig, daß Freiherr v. Podewils sich übet die auswäruge Lage äußerte. Daß er es trotztem tat, ist ein Zeichen dafür, wiegeladendiepolitischeLuftmitElek- t r i § i t ä t ift Die bayr. Kammer hat am Montag den Antrag Müllers gegen die NeichSelektrizitätssteuer angenommen, und ebenso einen Antrag auf Elektrisierung der bayr. Staatsb'ahnen. Deutsches Reich. Von der Zeitungslektüredes Kaisers wird heute im Gegensatz zu srüherer Meldung behauptet, daß ter Kaiser feit geraumer Zeit feiner bestimmten Zeitung ein Monopol eingeräumt hat, vielmehr nach seinem Gutdünken unter ten bei Hofe gehaltenen Zeitungen wählt. Natürlich hat das System, tem Kaiser an Hand von Ausschnitten über die Meinungen der Blätter des Reiches Orientierung zu verschaffen, dadurch keine Einbuße gelitten. Der Kaiser liebt es augenblicklich mehr denn je. Zeitungen unbeschnitten zu lesen. Für die Nord- land-Reise wurde ein ziemlicher Zeitungspark bestellt, da der Kaiser gerade bei Reisen in das Ausland sich mit Zeitungslektüre in weit höherem Maße als im Reiche selbst befaßt. Ueberdies heißt es, daß der Monarch sich des öfteren nicht mit einem ihm übergebenen Ausschnitt begnügt, sondern daß er sich die den Ausschnitt enthaltende Zeitung nochmals unzerschnttten vorlegen läßt. Wie beftimmt verlautet, wird sich der russische Minister des Aeußern v. Iswolsky nach den Besprechungen mit tem öfterr. Minister Freih. v. Aehrenthal von Wien nach Berlin begeben, um mit tem Fürsten Bülow über die mazedonische Frage und andere aktuelle politische Angelegenheiten zu konferieren. In maßgebenden Kreisen wird die Ansicht vertreten, daß die englisch-russischen Vereinbarungen hinsichtlich der mazedonischen Reformation kaum zu ernsten Meinungsverschietenheiten unter den Kabinetten ter Mächte führen würden. — Wie in. Wiener diplomatischen Kreisen verlautet, wird Herr von JÄvolsky während seiner Anwesenheft in Wien (ritte September auch vom Kaiser Franz Joseph empfangen werten, um ihm ein Handschreiben des Zaren zu überreichen. Der Vorsitzende des Landesverbandes des deutschen Flotten- Vereins für die Rheinprovinz erllärte in der gestrigen Verbandsversammlung zu Köln, daß er fein Amt niederlege. Die Versammlung nahm eine Resolution an, in ter das Ausscheiden des Vorsitzenden bedauert wird. In einer weiteren Resolution erklärt der Verein, daß er rückhaltlos den Beschlüssen der Danziger Tagung zustimme und an dem alten Kurs unbedingt fest halten wolle, der ten Flotten-Verein groß Ans Stadt und Land. Gießen, 14. Juli 1908. L. U. Landesuniverj ität. Herr Tr. phil. Erich Beschkc, der sich für das Fach der Chemie an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält am Mittwoch, den 15. Juli, 5 Uhr pünktlich in der kleinen Aula eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: Tie physikalisch- chemischen Methoden in der organischen Chemie, und Herr Dr. Anton Sitze ns re y, 1. Assistenzarzt an der hiesigen Fraucntlinik, der sich für das Fach der Geburtshilfe und Gynäkologie an unserer Universität zu habilitieren wünscht, um 6 Uhr daselbst eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: Tuberkulose der Placenta. •• Landtagswahlbewegung. Der hessische Landesverband der deutsch-sozialen Partei erläßt zu den Landtagswahlen folgenden Aufruf: .Im kommenden Herbst finden im Großhcczogtum Hessen Neuwahlen zur Zweiten Kammer der Landstände statt und zum ersten Male soll hierbei mit selbständigen Partcikandidaturen unter deutschsozialer Flagge vorgegangen werden. Schwere Kämpfe stehen und bevor; Feinde, offene und verkappte, ringsum! Wir aber streiten für die nationale Zilkunft unseres geliebten Hessen- landeö, unsere Partei mit den» neu geschaffenen bcslimintcn Landtagsprogramm muß unter politisch einsichtiger Führung und ii» strenger ParteidiSziplin der Her» und der Kristalli- sationSpunkt der rechtsstehende»» Kreise »verden. Eine t»ef- -Auch eine weitblickende Berke hrspoliNr ist von weii- tragenber Bedeutung. Die Aufwüchse der Spekulation, denen man entgegentreten muß, bestehen in der Beschränkung des Marktes, statt der Bedienung desselben, in der Hinderung Her Bautätigkeit, statt ihrer Förderung, und in der Lahrn- legnng des Wettbewerbes, also in der Monopolbildung und im Bodenwucher. Es ist eine offene und viel »:mstrittene Frage, ob man den Stadtbebauungsplan geheimbcuten oder osfenlegen soll B:de Atethoden haben sachverständige Verteidiger, und beide haben Licht- und Schattenseiten. Gemeinsam ist »hnen nur das eine, /daß sie dieBodeni'pekulation nicht verhindern können. Auf dem !einen Wege nrirb man vielleicht Die Zahl der Spekulanten vermindern können, und gleichzeitig erhöht man deren Risiko And zeitigt sprunghafte Ueberraschungen, deren Folgeerscheinungen mit einiger Sicherheit nicht vorher zu sehen sind. Bei der anderen Methode vermehrt man die Spekulanten, aber mixt) deren Wettbewerb, und antizipiert die Grundwert- «erhöhuna, die sich unter anderen Umständen erst später zeigen tvürde. F-reilich kann ja die Kommune selbst mit beit Mitteln ihres Stabterweiterungsfonbs ben allgemeinen Wettbewerb mitmach en und bis zu einem gervissen Grade regulierend ein greifen. Durch Um- und Zusammenlegung und noch mehr durch Enteignung werden diese Machtmittel .der Kommunalverwaltung ungemein gestärkt. Außerordentlich viel hängt aber von oer Bauordnung ab. Sie hat die allergrößte wirtschaftliche und soziale Bedeutung, nicht nur, wie viele meinen, eine technisch-künstlerische und aIIen ^ten mterkanut, daß die Bauordnung des Großherzogturns Hessen von 1881 in hohem Grade reformbedürftig ist, und dasselbe gilt von den städtischen Bauordnungen, die sich im Rahmen des veralteten Ge> setzes bewegen müssen. Eine der ersten Autoritäten auf dem Gebiete der Stadtbauordnungen und Stadtbaupläne, Herr (Seheimevat Dr. 5tüb ben, hat im vorigen Jahre in Darmstadt einen höchst interessanten Vortrag über dieses Thema, allerdings in besonderer Berücksichtigung des Baues von Kleinhäusern gehalten. 5tübben gilt als Vorkämpfer für die Kleinhäuser und damit im Zusammenhang für die Einrichtung von besonderen „W o h n st r a ß e n" im Gegensatz zu „Berkehrsstraßen". Stübben hat die hessische allgemeine Bauordnung einer eingehenden Kritik unterzogen und zahlreiche tvertoolte Abänderungsvorschläge gemacht. In der Debatte hat der Vertreter des Finanzministeriums eine Revision der Bauordnung, die, wie man hört, inzwischen in Angriff genommen worden jst, in Aussicht gestellt und, was besonders toidjtig ist, nach der Losung: „Nicht scha- blonisieren, sondern differenzieren und individualisieren" eine größere Bewegungsfreiheit der Gemeinden verheißen. Damit wäre schon sehr Diel gewönnet». Hessen ist ein Land mit einer fortschrittsfreudigen Gesetzgebung. Man denke nur an »die Wohnungsgesetzgebung, die Wohnungsfürsorge und die Legislative über die W e r t z u w a ch s ft e u e r. Es wäre verwunderlich, wenn die Verhältnisse und Erfahrungen unserer blühenden Nachbarstadt Frankfurt, die unter den Großstädten des Reichs seit jeher eine exzeptionelle Stellung eingenommen bat, auf das Hessenland ohne Einfluß bleiben sollten. Ich denke in erster Linie an die lex A d i ck e s, die die Ich denke in erster Linie ap die lex Adickes, die die Grundsätze der Zusammenlegung und Umlegung der Feldbereinigung auf das städtische Terrain ausdehnen soll. Der rührige zlveite Bürgermeister der Residenzstadt Darmstadt, Dr. Glässin g, der auch Mitglied der Zweiten Kammer ist, hat dort bereits den Erlaß einer hessischen lex Adickes angeregt und sich kürzlich in einem Vortrag, ber im übrigen äußerst vorsichtig und gemäßigt gehalten war, sogar 1 ür ein gewisses kommunales En tet gnungsrecht ben ' ogenanilten „Sch i ka i»»e r st r ei fe n" gegenüber ausge- prochen. Wir stehen ajso gegenwärtig mitten im Boden- woblcin. Eine neue Bauordnung, neue städtische Regulative baupolizeilicher Art, die Erweiterung des Stadtbauplans, eine UmlegnngS- und Zusammenlegungsgesetzgebung für die Städte sind zu erwarten und vorher gründlich zu beraten. Für diese Zwecke ist die neue städtische Kommission, die demnächst zusammentretei» soll, bestimmt. Ihr blühen also recht schwierige, aber and) sehr dankbare, Aufgaben. Hoffen wir, daß sie ihre Arbeiten von Erfolg gekrönt sieht! der Abteilung für Handel und Gewerke im Ministerium des Innern wohnte'Oberregierungsrar Tr. Wa g n er der Beratung bei, der für die den behördlichen Vertretern vom Vorsitzenden gewidmete Begrüßung dankte. Er wies dabet auf die schönen Erfolge hin, die das hessische Handwerk und Gewerbe auf ber jetzigen Landesausstellung feiern könne. Ten Bericht über die Tätigkeit des Vorstandes entartete ber Syndikus ber Handwerkskammer, Engelbach, ber bic vielseitige, umfangreiche Arbeit des Vorstandes schllderte, bie namentlich auch burch bie Wahl zum Mitglied des Bezirkseisenbahnrats in Frankfurt und in bie Kommissionen für Gewerbe recht unb Unterrichtswesen des deutschen Handwerks- und Gewerbekammenages stark erhöht wurde. Im Berichtsjahre haben 1892 Lehrlinge die Gesellenprüfung bestanden, seit Bestehen der Kammer fast 10000 Lehrlinge. Bei ben letztjährigen Prüfungen konnte ein Fortschritt in den allgemeinen Leistungen festgcstellt werden, zu dem namentlich ber jetzt in mehr als 15 000 Stabten verbreitete Leit- faden bcigetragen haben dürfte. Auch in sanitärer unb sozialer Hinsicht hat ber Vorstanb eifrig bie Interessen ber Innungen und der Hanbtverksangeyörigen vertreten. Es wurden an die Aufsichtsbehörde 45 Gutachten erstattet unb von ben „Beauftragten" ca. 1500 neue Revisionen von Gewerbebetrieben unternommen. Zurzeit bestehen in Hessen 123 Lrtsgewerbeoereine, 74 Innungen, Darunter 15 Zwangsinnungen unb 39 Fachvereine. — Stabte. Petri- Gießen erstattete barauf Iahresrechnung unb Kassenbericht; bie Einnahmen stellten sich darnach für 1907 auf 34 847 Mark, bw Ausgaben auf 32 538 Mark, ber Vermögensstand belief sich Enbe 1907 auf 11670 Mark. Der alsbann von Stadtv. Rockel erstattete Haushaltungsplan für bas neue Jahr würbe in Einnahme und Ausgabe mit 29300 Mark genehmigt. Es folgte bann noch eine Reihe von Berichten, so von M a u b t - Lauterbach über bie freie Schneiderin nun g in Offenbach, die freien Kuferinnungen in Tarrnftabt, Bensheim unb Groß-Gerau, fomie über ben Ortsgewerbeverein zu Bürstadt. Stadtv. Lautz-Darmstadt erstattete über das Lehrlingswesen Bericht und die Versammlung stimmte dem Anirag zu, die Lehrzeit für Elekcro-Mechaniker auf vier Jahre festzusetzen. Syndikus E n g e l b a ch sprach noch über bic Tätigkeit der Ausschüsse des deutschen Handwerks- unb Gewerbekammertages und nach weiteren Berichten fanb noch eine Aussprache über gewerbliche Fragen statt. Tann folgte gemeinsames Mittagessen unb ein Besuch ber hessischen Landes-Ausstellung. • • Die Zahl ber einzelnen Grundstücke im Großherzogtum Hessen beträgt nach den Steuerkatastern nicht »veniger als 3 926 723, wovon 1 239 474 auf Starkenburg, 1 786 538 auf Oderhessen und 910 711 auf Rheinhessen entfallen. Die geringste Anzahl weist merkwürdigerweise ber Steuerbezirk Mainz I auf, in welchem Die Stadt Mainz liegt, nämlich 20 234, während die größte Anzahl von Grundstücken, nämlich 241 856, im Steuerbezirk Nidda zu finden ist. * * Au8 dem Bureau de§ StadttheaterS. Die japanischen Gäste, die bereits hier eingetroffen und im Hotel .Großherzog" abgestiegen sind, sind von ihrem eng- lischen Manager gezwungen worden früher nach London abzureisen, so daß daS Gastspiel am nächsten Donnerstag Ausfallen inuß.' Der Preis der gelösten Billetts wird in den Kassestunden (von 11 bis 1 Uhr) im Bureau des Stadttheaters zurückoergütet. • • Theaterbauverein, G. m. b. H. DaS Theaterunternehmen in unserer Stadt hat, wie nicht anders zu erwarten war, für den Theaterbauverein günstig abgeschloffen. Die Abgabe des Direktors Steingoetter beträgt rund Mk. 22 000.—, von denen der Stadt Gießen für die Hergabe von Mk. 200 000 Darlehen zu den Baukosten eine Verzinsung von 4 Proz. — Mk. 8000 zuflossen. Für Abschreib, ungen wurden 2 Proz. an Gebäuden und 10 Proz. an Utensilien u. s. w. zusammen Mk. 19 000.— vorgenommen, die allerdings nicht gedeckt wurden. Unter der Bedingung, daß die Stadt den» Theaterunternehmen »vie seither den jährlichen Zuschuß von Mk. 3000.— gewährt, »voran wohl bei den Leistungen unserer Stadttheaterbühne und den Vorteilen, ivelche die Allgemeinheit durch den Theaterbetrieb im neuen Hause hat, nicht zu zweifeln ist, bleiben Mk. 5000.— verfügbar für Neuanschaffungen und kleinere Reparaturen. Der Bau des Theaters unb die Herstellung der Bühneneinricht- ungen :c. hat sich »m Rahmen des Voranschlags gehalten. Es wurden dafür aufgcwendet Mk. 600 000. — . Für anfänglich nicht vorgesehene Aufwendungen, u. a. für reichlichere Anschaffung von Dekorationen und bessere Ausstattungen deS inneren HauscS waren noch Mk. 50 000.— erforderlich. •• Eine oberbayrische Singspiel-Gesellschaft, „Die luftigen Tölzet/, konzertiert heute abend im Einhorn. *' Emen sonderbaren Begriff von Reinlichkeit hatte dieser Tage eine auswärtige Frau in einem Gießener Restaurant. Die Frau hatte mit ihrem Mann, nachdem die Geschäfte besorgt waren, eine Wirtschaft auf- gesucht, um sich dort bei einem GlaS Bier durch einen Imbiß zu stärken. Nachdem dies geschehen war, erhob sich die Frau, ging nach dem Buffet zu und »vusch sich die Hände in dem am Buffet befindlichen Spülkasten, in dem die Gläser gespült werden. Der Wirt hatte es sofort bemerkt unb rief in seiner Aufregung: „Um Gotteswillen, was machen Sie denn, das dürfen Sie doch nicht tun/ „Ach", erwiderte die Frau nut herablassendem Lächeln, „uns könne Se des emol crlaroe". Der Wirt holte rasch ein Handtuch, damit sie sich die Hände abtrockene, jedoch wehrte sie »hm ab, indem sie bemerkte: „Ich putze's an mei Sacktuch". gehende politische Einwirkung der großen Jntereffengruppen deS Bauern- und Mittelstandes, aller ehrlich arbeitenden Berufe in Stadt und Land, eine wirklich freiheitliche unb volkstümliche Vertretung der kleinen und mittleren Existenzen wird für die Zukunft nur durch uns zuverlässig zu gewährleisten sein/ Der Aufruf, der mit der Bitte um Beiträge für ben Wahlkampf schließt, ist u. a. unterzeichnet von Amtsrichter Mahr-Darmstadt, Rechtsanwalt Geßner-Darmstadt, Lehrer Kling-Gießen, Laaß-Frankfurt a. M., ben Landtagsabgeordneten Bähr unb Köhler, Stadtverordneten Götz-Darmstadt, Oberlehrer Dr. Werner-WormS. — In Schotten-Laubach wird von den Deutsch-Sozialen aufgestellt Lehrer Link- RuddingLhain (seither Forstmeister Dr. Wcbcr-Koncadsdorf). — In Grün berg »interstützen die Deutsch-Sozialen den Kandidaten des Bundes der Landivtrte Oekonom L^tz- Elpenrod. ♦* Die Hessische Handwerkskammer hielt gestern vormittag unter Vorsitz des Gewerberats Falk- ygaüij in Darmstadt chre 12. Sitzung ab; als Vertreter •• Ein Gießener Kind als Arzt für verletzte Leoparden. Unser seefahrender Landsmann Karl S ch m e h l, von dem schon manche beherzte Tat über den Ozean zu uns gedrungen, hat wieder in Amerika bie Presse beschäftigt. Die Philadelphia Gazelle berichtet unter dem 14. April d. I.: Der gestern aus (Salcntta, Indien, hier emgeirofiene deutsche Tampier „Braunfels", welcher am Fuße der Chnstian-Slraße liegt, führte eine ganze Menagerie mit an Bord. Fünf Tiger, acht Xieoparben, zwei Tapire, 24 Käfige mit Affen 12 Kisten nut Schlangen, sowie 12 Wasserbüffel machten die 41 tägige Reise nut. Wie stets bei derartigen Transporten, ging es auch bei demjenigen auf der „Braunfels" nicht ohne Zwischenfalle und Verluste ab. Im indischen Lzean z. B. halte man Die Käfige eines Tigers und Leoparden zii Vicht nebeneinander gestellt — unb »m nächsten Augenblicke war durch die (Sitterftäbe hindurch die schönste Katzbalgerei im Gange. Al- man die Bestien vonemander trennte, war die rechte Vorderpranke beS Leoparden bis auf den Knochen bloßgelegt. Innerhalb kurzer Zeit schwoll da- ©lieb dermaßen an, daß ber Bändiger p. E. ©nunermann bei» Kapitän Wehlmann, wie ben Ersten Offizier Karl Schmeht unverzüglich von der Gefahr informierte, m der das auf löuo Dollar bewertete Tier schwebte, da icbtn Augenblick Blutvergiftung einzusetzen drohte. Kurz ent- schloffen schritt Omzier Schmehl, der die Stelle eines SchiffsarzteS vertritt, zur antisepiuchen Behandlung des verletzten Gliedes. Ta4 war leichter getagt, als getan, denn mit einem verwundeten Leoparden ioll nicht gut Kirschen essen sein. Doch unter Assistcn mehrerer kräftiger Seebären und fachverständiger Anwend»mg_ der Strangulations-Methode gelang das schwierige Werk. Oifizier Schmehl desmnnnerie die Wunde mit Karbol unb legte einen regelrechten Hospital-Verband an. Tie vollständige Ausheilung durfte die Frage nur noch weniger Tage sein. -a«. Heuchelheim, 12. Juli. Tie Gemeinde ist in der Lage, ihre Wiesen flächen m der ,Kaan* durch den Bieberbach unter Wasser zu setzen. Infolge dieser reichlichen Bewafferung haben wir selbst bei großer Dürre auf eine gute Grummcternte zu rechnen. Wie mit dem zeitigen Frühjahr auf den Lahnwiesen der Kiebitz sich regelmäßig als Gast einstellt, um dort zu nisten, so treffen mit der Berieselung ungeheure Scharen Störche daselbst ein. DaS Wasser fördert ihnen reichliches Ungeziefer an die Oberfläche, was ihr »naffenhafteS Erscheinen begründet. — Büdingen, 13. Juli. Gestern fand hier daS 4. Bundesfest des Bundes der Landivirte für den Wahlkreis Friedberg-Büdingen statt, das sehr gut besucht war unb einen schönen Verlauf nahm. Ansprachen hielten ReichStagsabg. Graf Oriol a, Lanbtagsabg. Schrempf - Stuttgart, der Fürst zu Isenburg-Büdingen, Land- wirtschaftslehrer Anbrae, Abg. Köhler, LanbtagSabg. Korell, Beig. Fendt-Büdingen und Wahlkreisvorsitzender M ö l ler-Marienborn. •• Von der Ohm, 13. Juli. Ten heißesten Tag dieses Jahres mit 24’R im Schatten hatten wir gestern. Es war, als ob eine amerikanische Hitzwelle unsere Gegend überflutet hätte. Die Hitze war so groß, daß selbst in den Jnnenräumen der Häuser das Thermometer auf 21 und 22° R lieg. Starke Gewitter entluden sich in der Nacht nach Nord- osten; sie brachten die ersehnte Abkühlung. In den Häusern herrscht aber heilte noch eine ungewöhnlich hohe Temperatur. Darmstadt, 13. Juli. AuS dein Wal ter Strich wurde gestern eine männliche Leiche gelänget. Nach dem Befunde scheint Selbstmord vorzuliegen. ES »ft der frühere Maurer Georg Aßmuth von Besiungen, der verheiratet war und in den fünfziger Jahren stand. Er hatte sich schon vor mehreren Tagen von seiner Familie entfernt. X Krofdorf, 13. Juli. Der Schützenverein hielt am Sonntag sein PreiSschießen ab. Die Beteiligung war recht gut und bald entwickelte sich ein recht regeS Treiben auf dem Schießstande. Gegen 8 Uhr fand die PreiSverteilung tatt und zwar erhielten: 1. Preis H. Gerlach, 2. W. Abel, 3. und 4. Th. Gerlach, 5. L. EckaciuS, 6. K. Bittendorf, 7. K. Schmidt, 8. W. Wagner, 9. K. Bittendorf, 10. W. Abel, 11. Ad. Nickel, 12. W. Wagner, 13. I. Appel, 14. W. Krombach, 15. Ad. Nickel, 16. H. Gerlach, 17. Th. Wagner, 18. Ed. .Nickel. Für den 26. Juli »ft der Verein nach Aßlar zum Schützenfeste eingeladen. Wetzlar, 12. Juli. Ein Großf euer brach im nahen Industrieorte Burg-SolmS in der landwirtschaftlichen Maschinenfabrik von Heinrich Hollntann & Co. au8. DaS Feuer entstand nachts 2 Uhr. Die Eisengießerei unb mit ihr wertvolle Modelle wurden ein Raub der Flammen. Gegen 5 Uhr konnte man schon deS Feuers Herr werden. Der Betrieb der Maschinenfabrik erleidet keine Störung. W Frankfurt a. M., 13. Juki. XL Deutsche, Turnfest. Der Regen hatte in» Laufe beS Nachmittags aufgehört unb nun entwickelte sich dann zum Abend auf dein Festplatze em lebhaftes Treiben. Während zwei Kapellen konzertierten, fanden auf erhöhten» Podium turnerische Vorführungen statt, desgleichen u» ber Festhalle, die wiederum bis auf den letzten Platz gefüllt »var. Heute kamen die Freiübungen zur Geltung. Die Vorführungen wurden eröffnet mit Keulenschwingen burch eine gemischte Riege von Turnern und Turnerinnen; eS folgten Fechtübungen, zuerst von einer Männcrriege mit italienischen Säbeln, bann von einer Damenriege mit Floretts. Hieraus folgte ein Stab- »eigen, ausgeführt von Turnerinnen. Sämtliche Ucbungen waren mit liebevoller Sorgfalt einstudiert und wurden »nit peinlicher Exaktheit auSgefüljrt, wofür reicher Beifall die AuS- führendcn belohnte. » v. Wuidherni, und das dritte ihm, dem Zeugen. Aut einer harte, die sich unter diejen Briefschaften befand, habe gestanden: .Fürst Eulenburg ist in Wien bekannt als Homoserueller. Er verkehrt hier in Berlin bei Podeyu, steht auch in Beziehungen z u üonyay/ (v. Meerscheidt hat sich »m Dezember 1900 erschoßen, als zutage kam, daß er von Sternberg Geld entliehen halte.) Der Angeklagte ioll erwidert hüben, daß viele Gerüchte, die über ihn in Umlauf gaoejen fein sollen, sich ivahrschciultch auf einen Anderen seines Raincns beziehen. ®oFaES ZKK- u. Wie E^ürre Kiebitz rJ dein "«en, |o Ä’M. ?bie «mJ! ’ibioirV'jQ y” i§ Ur . «Ur den CS t** !s°b 'S **« >?'S: =«te; L'r---. Dpa» r • Me tern. “fa ®,gt„ ' bl Mbit in* “ °“f2* und 22« R , ^"°ch N°rd. E x)n den ^9e2«mpttatut ™ W-It!rst,jch 6- 1 b™ , , 111 der srühne ''der verheiratet war hatte sich j^on Doc ernt, Hützenverein hielt Die Beteiligung '»recht reges Treiben io die Preisverteilung Elach, 2. W. Abel 15' 61 K. Bittendors, ltendors, 10. W. Abel Appel, 14. W. Strom» h' DH, Wagner, "r Verein nach Slßlac euer brach im nahen r landwirt|cha|tlichcn nn L Co. aus. Das Eisengießerei und mit liaub der Flammen. Feuers Herr werden. feine Störung. XL Qeutfdje^ lfe des NachmvÜags zum Abend aus dem itenb zwei Kapellen bium turnerische \ der Jesthalle, die 1t war. Heute kamen Lorsührungen wurden gemischte Riege von Fechtvbungen, zuers! i Säbeln, dann von :aus folgte ein Stab- Sämtliche Hebungen ied und wurden mit eichet Beifall die Aus- Huin.lS.Juli. L d U. Juli. Tas hieM kreur Thomas Reuthee m j» Babenhausen, YoG onatenGefangn's jjeutijet hatte im Februar ötet Tierärzte deschuldG ^Händlers Meyer m falsches Sachverständigen Befinden idlung- 7rld)lecbterl' mem Bmcy »' iDoDleiL iid)te benag^ Rdinlllü|. üaui sind' „ Behörde mb von ih rt^i'ten aml^ über den W 6Qy n 1 “"YL 8#Li* “"9rhren9«to,nm“''6r MZ 0-D1L 9^°Ae W । Packele 11 lel rve^° cnten »• -d) unter WJ «SÄ’***1 i 'w* Der Vorsitzende soll an den Angeklagten die Frage gerichtet haben, ob ihm bekannt sei, daß der Zeuge Geritz homosexuelle Neigungen habe. Es sei auffällig, welche Karriere dieser gemacht habe, vom Unteroffizier und Kasino-Ordonnanz bis zum Rendanten und Amtsvorsteher. Der Angeklagte habe erklärt, ihm sei von solchen Neigungen des Geritz nichts bekannt. Oberstaatsanwalt Dr. Jsenbiel soll darauf Herrn von Treskow erinnert haben, daß dieser ihm selbst erzählt habe, in hiesigen homosexuellen Kreisen sei Geritz als der „schöne Geritz" bekannt. von Tpeskow konnte sich nicht einer derartigen Aussage erinnern. Hoffchauspieler Arndt als Zeuge hält es für möglich, daß er die Aeußcrung dos Ernst falsch v c r st a n d e n haben könne. Ernst könne auch gesagt haben: „Und wenn ich 100 000 Mark bekommen hätte, ich hätte den Fürsten nicht verraten." Kriminal-Mrchtmeister T i e tz e bekundet: Vor etwa 10 Jahren labe er den Auftrag erhalten, eine Badeanstalt im Zentrum der Stadt zu überwachen, von der behauptet wurde, daß sie vielfach ivn homosexuellen Adligen benutzt tvvrden sei. Es war dabei iad Gerücht' verbreitet, daß Eulenburg dort verkehre. Der Zeuge Habe wochenlang patrouilliert, er habe sich sogar gegenüber ein Zimmer gemietet, er habe aber niemals Eulenburg in die Badeanstalt gehen sehen. Der Diener Lange bekundet, er habe zwar häufig Korrespon- Lenzen des Grafen Moltke mit Eulenburg gelesen, aber niemals 'Äußerungen gesunden, die auf perverse Veranlagung des Grafen Moltke hätten schließen lassen. Auch hinsichtlich Eulenburgs habe er r.ichts gehört, was auf perverse Neigungen hätte schließen Hissen. * Der Zeuge Arndt bekundet, daß gerade Lange ihm Mitteilung davon gemacht habe, daß es in Liebenberg nicht zeheuer Kigehe. Zeuge Lange bestreitet, Aeußerungen dieser Art gemacht zu haben. Gegen 1 lUhr wird auf Wunsch des Angeklagten eine dreiviertel- -chüdige Pause gemacht. Die Verhandlung beginnt um 2 Uhr. Kriminalkommissar Dr. Kopp wird'zunächst vernommen über dasselbe Beweisthema, wie von Tresckow und Tietze. Es handelt ich im wesentlichen um dieselben Gerüchte, die der Polizei zu Öhren gekommen sind und sich auf 'Eulenburg beziehen. Am Schluß der Verhandlung wurde der Angeklagte plötzlich non einer Schwäche übermannt und verlor das Bewußt- -e i n. Besinnungslos wurde er nach der Charite überfuhrt. Es gelang, den Schwächezu stand in kurzer Zeit zu beheben, so daß rer Kranke sich bald wieder erholte. Die Fürstin eilte tut das twankenlager. Die beiden Söhne und die Tochter kehrten schon mm 6 Uhr nach Liebenberg zurück, woraus geschlossen werden lauf, daß für das Leben des Fürsten keine ernste Gefahr besteht. W. B. Berlin, 14. Juli. (Tel.) In dem Befinden des Fürsten Eulenburg ist eine Verschlimmerung einge- _ceten, so daß auf Anordnung der Aerzte heute keine Verhandlung stattfindet. ♦ Eulenburg hat, wie wir bereits gestern kurz erwähnten, in einer Verhandlung die Aeußcrung getan, daß er als Gesandter äit München Preußen nicht nur politisch, sondern auch kirch- 1 ich zu vertreten l>atte. Sein Lebett lang sei er ein „Verfechter ncs protestantischen Kaisertums" getvesen." Diese ^iettßerung fordert, so wird und heute aus Berlin geschrieben, zu einer Berichtigung der wirklichen Betätigung Eulenburgs als Ge- imdter in München heraus. Es ist ihm an der Hand der Akten rrr Nuntiatur nach zuweisen, daß er mit Ausnahme von 11 Fragen ziemlich untergeordneter Natur während seiner Amtstätigkeit in ' München gar nicht in die Lage kam, das „protestantische Kaisertum kirchlich zu vertreten." In der bahr. Kammer wurde am Montag von mehreren gtebnem diese Erklärung des Fürsten Eulenburg berührt. Ministerpräsident Freist von Pv de Wils erklärte, keine deuffche Regierung könne einem deutschen Gesandten an einem deutschen Oose eine Instruktion geben, wie Fürst Euleirburg behauptet habe; nenn der Gesandte sie sich selbst gebe, handle er gegen seine Instruktion und mache sich eines Disziplinarvergehens schuldig. Wie dem „Bayr. Kur." aus angeblich gut informierter Quelle mitgetcilt wird, ist die Behauptung der Zeiffchrist „Der Morgen" in Berlin, es habe der Plan bestanden, dem Fürsten Eulenburg rad) dem zweiten Havden-Prozeß den Herzogtitel zu ver- 1 ähen, durchaus zutreffend. Fürst Bülow hätte damals seine Demission angeboten, falte Eulenburg wirklich den Herzogtitel erhalten sollte. Vom pfälzischen Städtchen Frankenthal geht der Weckruf aus an Deutschland zur Schaffung einer deutschenLuftflotte. Der Verleger und Redakteur der .Frankenth. Tageblatts* E. R. Grosser schreibt an der Spitze seiner Samstagsnummer: TaS ganze deutsche Volk will einmütig Mitwirken an der Schaffung einer Lullflotte, die Deutschland wtederum einen kulturellen und strategischen Vorrang über alle anderen Völker sichert. Zu diesem Zweck soll eine sich über das ganze Reich erstreckende unpolitische Orgamsation gegründet werden, die für den schnellen Bau von Luftschiffen Propaganda macht und die Mittel dafür ammelt. Jedem Deutschen, auch den Aermeren, wird ermöglicht werden, zu diesem Werke sein Scherflein beizutragen. In jedem Ort muß eine Ortsgruppe entstehen. Eine Tcmkespflicbt gegen den Grafen Zeppelin, eine Pflicht gegen sich selbst eriüllt das deutsche Volk, wenn eS sich ohne Zaudern zu edler Tat begeistert. Nicht übel! Aus London wird vom 13. Juli gemeldet: Zur Beruhigung der durch Graf Zeppelins Luilschifferfolg g e ä n g st i g t e n eng; l is ch en Gemüter wird offiziös mitgeteilt, daß das Kriegsmiins» terium die Fortschritte der Flugtcchmk un Auslande aus das angespannteste verlolgt und durch eigene Vertreter über den Fortgang oivohl der Zeppelmschen Versuche wie des Baues des Stemens- Schuckertschen Luftschiffes sorg'ältig rote möglich auf dem Laufenden erhalten wird. Tas lenkbare Luits chiff Nr. 2, welches seit mehreren Atonalen im Bau begriffen ist, wird bei günstiger Witterung heute seine erste Ausfahrt unternehmen. (Ob diese Fahrt tatrgefunden hat, ist uns noch nicht bekannt geworden. D. Red.) * Ter Ballon .Ziegler* des Frankfurter physikalischen Vereins lieg am Scunstag in Offenbach auf und landete nach 12 stündiger Fahrt glatt in der Nähe von Stralsund. Entmündigung eines Prinzen. Man schreibt uns aus Weimar: Prinz Hermann von Sachsen-Weimar-Eife- nach, geboren 1886, Leutnant im Ulanen-Regiment Graf Haeseler in Saarburg, ist wegen Verschwendung entmündigt und der Oberstallmeister v. Eichel ihm zum Vormund gesetzt worden. Der Prinz hat horrible Wechsclschulden mit dem bereits entmündigten Herzog Heinrich Borwin zu Mecklenburg kontrahiert. Beide sind als nächste Anwärter der Kronen von Weimar und Schwerin anzujehen. Prinz Hermann ist der älteste Sohn des Prinzen Wilhelm und der Prinzessin Gerta zu Ysenburg-Büdingen-Wäch- tersbach, Enkelin des letzten Kurfürsten von Hessen. Dem Prinzen Wilhelm erging es ähnlich wie seinem Sohne. Er hatte seine militärische Karriere im 10. Jäger-Bataillon in Goßlar begonnen und wurde zu den 14. Husaren versetzt. Auch er konnte sich vor Schulden nicht retten und verschwand eines Tages Ende der siebziger Jahre des vor. Jahrhunderts aus seiner Garnison Rotenburg an der Fulda. In der niederländisch-ostindischen Kolonialarmee in Atjeh fand er Unterkunft, wo er unter dem Namen „Baron von Roda" diente. Von dort kehrte er, nachdem der Bankier v. Erlanger in Frankfurt a. M. seine pekuniären Verhältnisse saniert hatte, 1884 in die Heimat zurück. Er trat auf Betreiben seiner Mutter, einer Schwester König Karls L von Württemberg, 31 jährig, als jüngster Leutnant bei dem 2. Bad. Drag.-Regt. Nr. 21 in Bruchsal ein und wurde am Tage seiner Vermählung mit Prinzessin Gerta als Premier- Leutnant zu den jetzigen „Tanzhusaren" nach Düsseldorf versetzt. Schuldenhalber nahm Prinz Wilhelm 1889 bereits den Abschied und siedelte nach Heidelberg über, nachdem sein Schwiegervater Fürst Ferdinand Maximilian zu Ysenburg die pekuniären Verhältnisse des Schwiegersohnes geordnet hatte. Nach dem Ableben seines Vaters, des Prinzen Hermann, der'hauptsächlich durch sein Interesse für den Rennsport weiteren Kreisen bekannt geworden ist, gelangte Prinr Wilhelm zu einem Vermögen von rund einer Million Marr und durch Vermittlung der verstorbenen Großherzogin Sophie, geb. Prinzessin der Niederlande wurde dem Prinzen und seiner Familie eine jährliche Rente von 45 000 Mark vom Großh. Hofe bereit gestellt. Trotz dieser hohen Revenuen vermochte Prinz Wilhelm seines Sohnes Hermann Schulden nicht zu decken und ihn zu saldieren. Als die Verfehlungen des Grafen Edgar Wedel durch Vorlegung des Münchener Protokolls bekannt geworden waren, segle, Beniner Blätter zufolge, der Kaiser (auf einem zu Ehren dcs Königs von Sck)weden gegebenen Fest) in sichtlicher Erregung: ^Lenken Sie, unser Edgar ich auch solches Schwein!" ♦ lieber den Hofrat Kistler bringen die Dresd. N. N. eine Reminiszenz, in welcher das Blatt folgendes schreibt: Als Kistter itod) Sekretär bei seinem Gönner, und Fürst Eulenburg noch Graf war, war er dem Liebenberger Schloß- tiyrrn unentbehrlich, und diese Unentbehrlichkeit hat indirekt ein schweres Unglück verursacht: Fürst Dohna wird, wenn er von Stiftler lieft, sich des Tages schmerzlich erinnern, wo ihn ein Schuß aus der Büchse des Sekretärs des Grafen Eulenburg r.taf. Kistler war es, .der dem Fürsten zu Dohna auf einer Sieben» Lerger Kaiserjagd einen Fuß kurz und klein und ihn da- u it Zeit Lebens zum Krüppel schoß. Kistler war damals au: Witten Eulenburgs von dem Fürsten Dohna als Lader mit- xmommen worden, ivcil er gern mit dabei sein wollte und in fdner Eigenschaft als Privatsekretär Eulenburgs nicht Jagdgast f.-in konnte. Kistler ging auf der Jagd mit. dem Gewehr unvor- j Hlig um, es entlud sich und dem Fürsten Dohna wurde ein Fuß buchstäblich zerschmettert. Es war ein Wunder, daß Dohna von doiefer Verwundung überhaupt genas; hätte ihm nicht Professor ton Bergmann geholfen, so wäre wohl ein verhängnisvoller Aus- gimg eingetreten. Zeppelin. In der Gegend von Friedrichshafen sind, wie in cMz Süddeutschland, dieser Tage Unwetter nicdergegangen. Doch scheinen, einem Telegramm vom heutigen frühen Morgen Infolge, die Wetteraussichten für die heutige Fern- und Dauerfahrt des Zepp elin's chen Luftschiffes durchaus günstig. Ohne noch eine Probefahrt zu unternehmen, fährt das Luftschiff nach der Gasfüllung, äie glücklich von statten gegangen ist, heute Mittag D Uhr ab. Der deutsche Kronprinz wird wahrscheinlich, non Bregenz kommend, zu der Auffahrt eintreffen. Auf der ganzen Fahrt wird das Luftschiff von Automobilen begleitet werden. Zu diesem Zwecke ist die ganze Fahrstrecke in be- jpnbcre Strecken eingeteilt. Die Leitung der Automobile Laben Offiziere inne, die vor allem den Nachrichtendienst zu vermitteln haben. Das Luftschiff wird wahrscheinlich vom Aodensee den oberen Rhein entlang fahren, dann nach Straßburg, Mannheim, Ludwigshafen und Mainz segeln, dort drehen und entweder die Rückfahrt über Neunkirchen, Straßburg oder über Worms, Speier, Maxau, Pforzheim, Stuttgart nehmen. In Straßburg wird dem Grafen ein großartiger Empfang bereitet werden. Das Luftschiff wird mit Musik und Böllerschüssen von der geschmückten Plattform des Münsters aus begrüßt werden. Auch in Mannheim hat sich em Komitee zur Begrüßung gebildet. Vermischtes. • Die schweren Unwetter von gestern haben besonders im Rheinland und in der Gegend von Wesserling (Vogesen) großen Schaden angerichtet. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, kleine Gebäude stürzten ein. Ein Zug der Bonner Kreisbahn hatte eben den Ort passiert, als schwere Balken auf die Geleise stürzten infolge des Einsturzes eines Hauses, dessen Bewohner mit knapper Not das Leben retteten. Auf dem Rheindampfer „KrimhildeE entstand eine große Panik unter den Fahrgästen. Viele Frauen wurden ohnmächtig. In Bottropp wurden 13 Häuser abgedeckt und Hunderte von Bäumen entwurzelt. Auch in der Gegend von München, namentlich im Jsartale, herrschte Montag nachmittag bei 3 0 Grad ein furchtbares Hagelwetter. Eisstücke von 50 Gramm Gewicht zerschlugen die Fensterscheiben ganzer Häuserreihen. — In mehreren franz. Städten, auch m Paris, wurden infolge schwerer Gewitter die telegraphischen und telephon. Verbindungen mit dem Ausland vielfach gestört. — Durch einen infolge wolkenbruchartigen Regens ein- getretenen Bergrutsch wurden im Marktflecken Villanova bei Rooca Eanavese (Oberitalien) mehrere Häuser fortgerissen. Neun Personen werden vermißt. Man vermutet, daß sie umgekommen sind. * E in schweres Automobilungück ereignete sich am Sonntag Nachmittag nächst Sauerlach in Bayern (nicht Hauerbach, das war in unserer gestrigen Drahtnachricht em Hörfehler. D. Red.) Air. Lord und Sohn, Graf Wachmeister, schwedischer Generalkonsul und Mimsterresident in Kairo, und Miß Engquisl unternahmen eine Fahrt von München nach Tegernsee mit dem Wagen des Automobilbesitzers Karl Weber in München. Bei Sauerlach platzte ein Pneumatik. Durch zu rasches Bremsen stürzte derWagen um, wobei eine Benzin-Explosion entstand. Der verheiratete Chauffeur Weber wurde getötet, Graf Wachmeister erlitt schwere Quetschwunden am Kopie sowie an den Beinen und untere Verletzungen. Miß Engquist erlitt einen Schädelbruch, Lord trug eine Gehirn-Er^ schütte rung und Quetschwilnden an den Knien davon. Sein lOjäbriger Sohn erlitt schwere Quetschwunden. Das Automobil wurde zerstott. Die Verletzten wurden durch die Rettungsgesellschaft m zwei Wagen nach der chirurgischen Stlinif gebracht. Kleine Tageschronik. Die Meldung, daß die zum Tode verurteilte Grete Baier vom König von Sachsen zu lebenslänglichem Zuchthaus „b e - gnadigt" worden sei, bestätigt sich nicht. Es ist in dieser Angelegenheit noch keine Entscheidung erfolgt. Als bei einer Geburtstagsfeier bei dem Bergmann Hagenbeck in Frintrop (Rhü), die bis in die Nacht heinein dauerte, zwei Polizeibeamte Ruhe geboten, schoß Hagenbeck auf diese. Die Beamten drangen darauf in die Wohnung ein, wo Hagenbeck dem einen von ihnen mit einem Messer den Leib auf«= schlitzte. Der Schwerverletzte feuerte zweimal aus seinem Revolver auf 'den Mgreifer^ der auf der Stelle-getötet wurde. Der Beamte wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er Hoffnung?^ los daniederliegt. , In Selb (Oberfranken) erschien ein Brautpaar am Tage vor der Hochzeit 511111 Frnhgottesdienst in der Kirche, um nachher die kirchlich vorgeschriebene Beichte abzulegen. Da begab es sich, daß, während der Priester bereit am Altar stand, die Braut plötzlich unwohl wurde und an geweihter Stätte eines munteren Knäbleins genas. Der Realschüler Besin stürzte beim Edelwcißsuchen von einer Wand des Padunerkegels ab und blieb sofort tot. Die 19 jährige To ch 1 er Emile Zolas Elise, hat sich mit Maurice Le blond verlobt, der Sekretär des französischen Ministerpräsidenten Cletneneeau ist. Märkte. Gießen, 14. Juli. Marktbericht. Auf heutigem Wocken- inaifte kostete: Butter pr. Pfd. 1.10—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 7-8 Psg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käfeviatte 2 St. 5—6 Pfg. Erbsen p. Pfd. 18—24 Pfg., Linsen p. Pfd. 25—40 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse pr. Pfd. 00—00, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Ochsensleisch pr. Pfd. 78—86 Pfg., Kuh- 1111b Rindfleisch pr. Pfund 74—76 Psg^ Schweinefleisch pr. Pfund 60—76 Psg., Schiveinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Psg., Hammelfleisch pr. Pfd. 70—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Alk., Zwiebeln pr. Ztr. 8,00—10,00 Alk., Milch per i.'ilcr 20 Pfg., Weißkraut per Stück 0—00 Pfg., per Zentner Alk. 0.00—0.00. — Aepfel per Ztr. 00-00 Mk., Birnen per Ztr. 00—00 Mk. Nüsse 100 Stück 50—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Alk. Kirschen per Pfd. 0,20—0,30 Mk. Marktzeit voii 7—1 Uhr. । ■ । 1 * LroianSsichtlichc Witterung für Hessen nm Mittwoch den 15. Juli: Zeitweise heiter, doch immer noch Regenschauer, kühl, windig. Wasserwärme der Lahn 16°K Das englische Zlottenprogramm. Im englischen Unterlaufe kritisierte Lee das Flottenprogramm der Regierung als unzulänglich und stellte ihm das Programm Deutschlands gegenüber. Bezüglich der Zwistigkeiten innerhalb der Marine bemerkte der Redner, jedermann hege das 33 er trauen, daß die Regierung sich dieser ernsten Angelegenheit gewachsen zeige. Der erste Lord der Admiralität Mc. Kemra bemerkte, er glaube nicht, daß das Haus Ursache habe, über die Dread- noughtsrage in Unruhe zu geraten. In diesem Augenblick seien in Deutschland fünf große Schiffe auf Stapel gelegt, während England 10 beinahe fertig gestellt habe. Im Juni 1911 werde England acht Dreadnoughts und vier Kreuzer haben, während i Deutschland 7 Schiffe vom Dreadnougth- und 2 vom Jnflexibletyp besitzen werde, vorausgesetzt, daß es sein Programm in der von ihm selbst fixierten außerordentlich kurzen Zett zur Ausführung bringen werde, worüber man jedoch, wie er bemerken möchte, auf Seiten Deutschlands zu nicht allzu sanguinischen Hoffnungen berechtigt sei. England hätte sich nur zu versichern, daß Deutschland nicht schneller bauen könne als Großbritannien und daß nach dem Programm des lausenden Jahres Großbritannien Mitte 1911 Deutschland überholt haben iverde. Unmöglich fei außer Acht zu lassen, daß England durch die Dreadnought eine beträchtliche U cb er l eg e n beit gewonnen habe und es^ dürfe behauptet werden, daß die Existenz der Dreadnought alle andern Arten von Kriegsschiffen zu vernachlässigen gestatte. Die^ große Ueberlegenheit, die England in den älteren Schiffstypen, besitze und die 12 Dreadnoughts und Jnvineibles gegenüber neun; auf feiten Deutschlands verleihe, verbürge England vollkommene Sicherheit im Jahre 1911. Die sog. Differenzen in der Admiralität bestrebe sich die Regierung auszugleichen. Sie beruhten auf unerwiesenen Gerüchten. Auch glaube er, daß durch sie schon zu einer befriedigenderen Gestaltung der Dinge i Veranlassung gegeben würde. Abg. Wyndham meinte, aus Mae Kennas Erklärungen könnte, der Schluß gezogen werden, daß eine starke Vermehrung^ der Flottenausgaben fürdie nächstenzweiJahre' stattfinden müsse. Der Parlamentssekretär der Admiralität, Namara, betonte,) die Regierung sei entschlossen, die unantastbare Vorherr-> schäft Englands zur See aufrecht zu erhalten. Nach weiterer Debatte bemerkte Me. Kenna, daß in dem 23er»; gleich mit Deutschland dieser Art eine feindselige Ge-! sinnung gegen Deutschland nicht zu erblicken sei, iuib‘ daß ihnen auch nicht die Annahme zugrundeliege, daß es xoä\y\ renb dieses laufenden oder während eines zukünfttgen Pro-, grammes zu Feindseligkeiten kommen werde. (23eifall.) Sodann gelangte das Schiffsbaubudget zur; Annahme. j OrigniaL-DrahtmeL-uirsen. Die Beisetzung des Generals v. Wachter. R. B. Darmstadt, 14. Juli. Heute vormittag fand11 unter großem militärischen Gepränge die Beisetzung des verstorbenen Generaladjutanten Generals v. W a ch t e u unter Teilnahme S. K. H. des Groß Herzogs, der Minister DDr. Ewald und Braun, der Generalität und der obersten Hofchargen statt. In der Wohnung des Generals hielte Oberhofprediger Ehrhardt eine Trauerandacht. Dann wurde , der Sarg von Hoflakaien auf den vom Großherzog zur Ver-i fügung gestellten Hofleichenwagen getragen. Den Trauer-^ kondukt bildeten die 2. Eskadron des 24. Drag.-Regts., t)ic: Fabne des 2. Bataillons des Leibgardeinf.-Regis. Nr. 115: und ein aus allen hiesigen Regimentern gebildetes Bataillon. Unmittelbar hinter dem Wagen schritten der Großherzog, der! Oberhofprediger, die beiden Minister, die Generalität und fast sämtliche hiesigen Offiziere sowie Offiziers-Deputationen aus Worms, Wiesbaden und Homburg. Auf dem Friedhöfe hielt der Oberhofprediger noch eine kurze Andacht und unter Chorälen und Trommelwirbel wurde dann der Sarg in bie< Gruft gesenkt. ü. L. Da rmstadt, 14. Juli. In dem Disziplinär-) verfahren gegen den Rechtsanwalt Dr. Mainzer ist jetzt das Hauptoerfahren vor dem Ehrengericht der Anwaltskammmer eröffnet worden. Der Verhand-1 lungstermin findet am 18. September unter dem Vorsitz von Geh. Justizrat Dr. Gutfleisch statt unter Ausschluß der Oeffenttichkeit. Dr. M. ist s. Zt. von der Strafkammer freigesprochen worden von der Anklage der Gebührenüberforderung, des Betrugs und der Unterschlagung, weil er strafrechtlich nicht zu fassen war. Berlin, 14. Juli. In dem Befinden des Fürsten Eulenburg ist eine wesen11 iche Verschlechterung ein» getreten. Die Anschwellung des Beines hat zugenommen. Es ist Fieber auf getreten. Außerdem hat sich der Fürst eine Grippe zugezogen. Rom, 14. Juli. Der Landarbeiter streik in der Provinz Faenza drohe in ein ernsteres Stadium zu treten. Gruppen von Streikenden versuchten in verschiedenen Ortschaften die Arbeitswilligen zu veranlassen, die Arbeit einzustellen. Infolgedessen kam es in Prada zu einem Zusammenstoß, wobei ein Kara- biniere seinen Angreifer tötete und einen anderen schwer verwundete. London, 14. Juli. In der Nähe von Chester löftef sich ein Wagen, der einem Automobil angehängt war,! plötzlich los und sauste mit großer Schnelligkeit den abschüssigen Weg hinab. Er wurde gegen eine Mauer ge-^ schleudert, wobei 12 Arbeiter tötlich verletzt wurden.! Grosser 4 Zimm er zu räumen, gewähre extra 20 % Rabatt *063 Scltcrsweg 2. ohn sofort flciuctit. 42W | frlöbl. Zimmer | Liebigsböbe Gienen. 4279) SMMt ,n. - 4322» ZLaiier Allee 1. *? Zimmer 2317J 7-Zimmcrtvohuung zu ver- mieten. Bergstraße i). Walltorstr. 5. Telephon 322. 5 Zimmer 2 Zimmer Weltberühmte Gebhardt1 Tegernseer'VfJf w,.** von Oberbayerns kommen 16.—25. Juli 7.S&£:. Strllrn^rfiidn1 ltcrrd)iebcnc‘-. ----“ MietWluche Zu vermieten (Offcnr SlrÜcii Marktstrasse 9 Telephon 434 Wetter^asse Telephon 434 n. F. XasMHUor Neuenweg 15. Studenten - Eorvoraiion sucht schöne, grobe Slncipc. Schrittl. Angebote unter 05877 an den Gießener Slnzeiger erb. Sektion Giessen D. L. Oe. A.-V. Douuersta; den 10. 3oli, Schöne ÄüssiciL . da einem Cuc der Umgegend 'ullie eintzteichästs- evtl. Wodu baue«. ^chrifil. Angeb. um. 058UU un den Gießener Anzeiger erb. Job. Valllant Remscheid. Flkbigstrntzc 01, L, rrujts. 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