das, nnc jeder Versuch, vom Erfolge abhängt, zu kritisieren. Gelingt die Operation, so hat sie jedenfalls mancherlei Vorteile: Tie preußische Finanzverwaltung erhält annähernd den vollen Emissionskurs, das Publikum befommt ein pre.sivürdiges Anlagepapier, das Preußenkonsortium wird von dem Risiko, über das es sich so oft aufgehalten hat, befreit, und die Provinzialbankiers brauchen nicht mehr wie Stiefkinder hinter den Großbanken zurückzustehn. Als einziges Bedenken — und zwar als ein sehr erhebliches — möchte ich hervorheben, daß die preußische Finanzverwaltung den Mut hat, in einer Zeit wie der gegenwärtigen, den Zinsfuß der öffentlichen Werte auf Jahre hinaus vorhcrbestimmen und die zukünftige Geldlags vorherahnen zu wol.en. Ich hätte nach den Ueberraschuuyen, die uns die letzten Jahre gebracht haben, diesen Mut nicht. Aber auch Preußen braucht eben jetzt dringend Geld. Die schonen Zeiten der Ucberschüsfe sind auch dort vorluusig vorüber. Bald wird wohl auch das Reich, das aus dem Defizit nicht herauskommen kann, nachfolgen. Württemberg will, 30 Millionen zu 4 Prozent zu 99 s/i auflegen und hat für diese für, den Fiskus sehr günstige Transaktion schon ein Konsortium gesunden. Ter Staat Hamburg wird mit 60 Millionen, Laden mit 34 folgen, und zahllose Konununalverwaltungen werden ebenfalls mit Anieihe>Ge- juchcn an den Markt kommen. Wir werden al,o plötzlich wieder in eine Hausse der Emissionsdätigkeit für fest verzinsliche erstklassige Werte kommen. Preußen wird dabei wie ich überzeugt bin — den Vogel abschießen. Ob aber unser Geldmarkt, dessen Lage noch unheimlich verschleiert erscheint, diesem, lange Zeit zurück- achaltenen Anscurme gewachsen ist, wage ich fast zu bezweifeln. Ich fürchte fast gewisse neue Komplikationen. Aber qui vivra, verra! — 'jüngeres Fräulein 1 Verlaus gesucht. [» tof-Wenzel, -jein. ob.fDQt. Stellung ,L ~ Lchritil. Annes !»?^E>andschr, such, mL üeichelü. Ansor. aui fanden GiektAiu. Ijhtl’“* VouifttQt kcailwAllee L IL les!en Ranges ■„Et«blilf,ni te-S HauuA>.^'nal. 8 oeucz lüulii&^bd,cn 9» C3^ doch,tatl^ 2^88 Viigel Kurins. W yiaiubügeln erlernt merZeii gründlich. |* . Malier, Achcritt. 17, H llntcrrian hnänniitben Fächeru, . auch Lienographie und iiiireiben, mögt währ es'iunden gesucht L Snqeb. mit 1>rcisanz ßan den Gien. Anzeiger nebli üch im Laschenit ■cn. Saütorin.Ä UL 02,131_________________ werden in jeder i* c ’ Stellung ausgestovst vleucdtcr, Schulitr. 11 flgel-Knrsuw. b> ollanibüfltln erlew Lochen gründlich nach jill hindenvlav 5U, neö zu eimittii iS nfrurttT Lw b lLad-j Ai ßlchre, v Ul mu Zlondine not a.u.uaül.Aeul>,lmskut u. teuerem, vcrtwM i jönenxrtebr zu netes jaterei peiuu. suchens 1 Jaer in 2udwetlalnk H ui dort als rZamu und biuel oW «cÄ l-.neiterb.uni.31!>anw 2" i^richlviegenh- unb^ “Ä® «uw ßeflfluern iurul >•* tW Gder|uära • ^.«ch. unb ^teuiCuudcieU fit bangt. Dietzen. Redaktion. ®rt*eNnon anb Tnicffreb ftraBt ?. Erpedrnon unb tBerlaQ tet&i dl. Redaktion. 112. TeU-Adr. Anzeiger «Lietzen» Deutscher Reichstag. 78. Sitzung. Montag, den 13. Januar. Am Tisch des Bundesrats: v. Schön, Dr. Nieberbing. Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 16 Minuten. Urheberschuhverträge mit Besgien und Italien. In der 1. Lesung der Abkommen Deutschlands mit Belgien und Italien betreffend den Schuh an Werken der Literatur und Kunst und an Photographien gibt Abg. Dctto (natl.) der Hoffnung Ausdruck, daß es bald ge. fingen werde, ähnliche Uebcreinfommen auch mit Holland, Ruß- knb und den Vereinigten Staaten zu treffen, denen die deutschen Autoren noch schutzlos gegenüberstehen. Die beiden Abkommen werden in der ersten und zweiten Lesung genehmigt. Gchaltöansprüche der Handlungsgehilfen in Krankheitsfällen. Man setzt sodann die am Sonnabend abgebrochene Aussprache Mer die Aenderung des § 63 des Handelsgesetzbuches fort. Abg. Singer (Soz.) greift die Stellungnahme der Regie, tung als unsozial, als so unsozial wie nur möglich an. Dem Gehilfen das Krankengeld vorzuenthalten, sei umso unzu« lässiger, als er */u der Prinzipal nur 7» der Beiträge an die Krankenkasse zahlt. Der Reichstag solle bekunden, daß er über das soziale Empfinden des Volkes besser unterrichtet sei als die verbündeten Regierungen. Staatssekretär Dr. Nieberding nimmt nochmals das Wort zur RechtfertigungderRegierungsvorlage. Tie Verbündeten Regierungen lassen sich nur vom Standpunkt der Billigkeit leiten. Sie haben sehr wohl geivußt, wie man ihren Vorschlag gegen sie ansbeulen werde und haben sehr ungern sich von dem Reicbßtagsbeschluß entfernt. Aber zahlreiche Handels, kammern und kaufmännische Vereinigung en — der Staatssekretär verliest eine Reihe von Gutachten — haben sich für den Abzug des Krankengeldes ausgesprochen. In der Kommission wird das tatsächliche Material hoffentlich überzeugend wirken. Abg. CarstenS (frei] Vp.): Ganz so unsozial ist die Regie, rungsvorlage denn doch nicht. Die obligatorische Fortzahlung des Gehalts bedeutet doch einen Fortschritt. Ein nicht unerheblicher Teil meiner Frattion teilt den bisher aus dem Hause zum Ausdruck gebrachten Standpunkt, aber es ist doch nicht zu verkennen, daß die Prinzipalitat von nun an wesentlich höhere Lasten zu tragen haben wird. Wenn ich auch die Gefahr der „K ü n d i g u n g s . krankheiten" nicht für so bedenlich halte, so liegt sie doch immerhin vor, und es ist doch möglich, daß die jungen Leute sich einmal krank melden, nm ihre Finanzen aufzubessern. ^Jedenfalls erwarten wir, daß die Fortzahlung des GehalteS wahrend der Krankheit obligatorisch gemacht wird. Für den Abzug der Rente würde ich aber den Vermittlungsvorschlag machen, diese Bestimmung fakultativ zu fassen und die vertragliche Vereinbarung hierfür freizugeben. Abg. Darenliorst (Rp.): Absicht deS Gesetzgebers war es ursprünglich jedenfalls, die Gewährung beider Bezüge, Gehalt und Krankengeld, zur Regel zu macken. Schon jetzt haben die Angestellten einen gesetzlichen Anspruch auf das Krankengeld, und da ber, fährt nun die Vorlage entgegengesetzt! Darf der Gesetzgeber eine solche reformatio in pejus mitmachen? Nein; schon vcil der Handlungsgehilfe zum Mittelstand gehört. Abg. Schack (wirtsch. Vgg.) spricht unter Bezugnahme auf die Eingabe des Deutsch-nationalen Handlungsgehil. fenverbandes gegen den Mzug des Krankengeldes. Gegenüber dem Material des Staatssekretärs bezieht er sich auf Gut. achten von Handelskammern und kausmänniscken Korporationen. Er wendet sich insbesondere gegen den Einwand der Simulation. Wenn ein Handlungsgehilfe durch erdichtete Vorwände sich Urlaub erschleicken will, setzt er sich der Gefahr der sofortigen Entlastung aus. Grade die Handlungsgehilfen leiden — auch das führt eine Handelskammer aus — besonders an Lungen, und Nervenkrankheiten, wobei die Unterbringung in Heilan, stalten angezeigt ist. Auch das wird erschwert bei dem Standpunkt der Regierung. Die Prinzipalvereinigungen haben ja an ihre Mitglieder Aufforderungen ergeben lasten, Simulationsmaterial ein. zusenden, zum Beispiel in Magdeburg, und den Handlungsgehilfen ist das durchaus recht, aber man hat nichts davon vernommen, daß etwas eingegangen sei. Man beruft sich auf die m i n d e r w e r. tigen u n d weiblichen ^Elemente. Gewiß, die weiblicken Handlungsgehilfen werden leichter krank, aber bann ist es auch ganz gut, daß sie sich zu Hause halten; und wer zwingt die Prinzi. pale, minderwertige Elemente anzustellen? Sie sollen doch dafür sorgen, daß sie genügend misgebildete Handlungsgehilfen und HanS)- lungsgehilfinnen zur Verfügung haben. Staatssekretär Dr. Nieberding: Die Organe deS KanfmannS- siandes haben erflärf, daß man nur soweit im Sinne des Antrages Bassermann gehen könne, wie eS die Vorlage tut, ein weiteres aber die kapitalsschwächeren Elemente zu sehr belasten würde. Wir werden in der Kommission Ihnen zejgen können, daß allerdings in ziemlich beträchtlicher Zahl Abzüge gemacht werden, und eS wird behauptet, daß das in viel höherem Maße der Fall sein würde, wenn i der Recktözustand ein klarerer gewesen wäre. Abg. Dr. Mugdnn (freis. Vp.): Wir stehen nach wie vor auf dem Standpunkte deS Antrages Bas s ermann, wie er auch in unserem späteren Anträge festgelegt ist. Für weite Kreise des Vaterlandes ist durch b;e irrevisible Entscheidung des Kaufmannsgerichtes die Nichtabzugsfähigkeit des Krankengeldes festgelegt, und die Vorlage verschlechtert die Lage der Handlungsgehilfen. Im Kaufmannsgewerbe ist doch Saison und stille Zeit, und b;e Angestellten werden doch nickt alle gerade in der Saison erkranken; in der stillen Zeit aber kann steh ber Prinzipal aushelfen. Anders ist es allerdings , bei den Warenhäusern, da kann der Verkäufer einer Abteilung nickt so leickt in einer anderen Abteilung aushelfen, und die Warenhausbesitzer haben allerdings ein Interesse an der von der Regierung vorgeschlagenen Fastnna des Gesetzes. Aber ick me'ne, das Interesse dieser großkapitalistischen Unternehmungen muß zweifellos hinter dem der Handlungsangest«'llt-'n zurstcktreten. Daß die Frage der Simulation eine so große Rolle spielt, dafür können sich die Handlungsgehilfen bei den Herren Sozialdemokraten bedanken. Diese haben in der Auseinandersetzung, die ick mit ihnen nun sckon seit Jabren führe, immer behaiwk-t, daß die Aerzte bei der Bekundung der Er. werbSunfähigkeit nickt mit der nötigen Vorsicht vorgingen, das beißt also, daß simuliert tnerbe. Ick halte die Simulation nickt für so groß. Die Hauptlacke ist, daß möglichst früh-eilig die ‘Patienten zum Arzt geben, wenn man Tuberkulose und andere Krankheiten wirkl'ch bekämpfen will. Wenn aber durch den Vor- miirf der Simulation die Leute bcrbmi abarbaften werden, zum Arzte äu geben, so ist das ein bnaieniscker Schaden. Die wirkliche Simulation kann wirksam befämnff werden dueck die Msiarl'^it der Ortskrankenkasien und Aer-te, und da^ bette Mittel graen Simulation ist das Zeugnis Eine große Rl dort alle 5 Minuten eine neue Landes-weuze ist, sodaß man sich garisickt mehr in den Bestimmungen anskennt. Eisrenlich ist bie U bersicktlickkeit im Entwurf, obg'eich er in vie'er Beziehung boch noch nach bem grünen Tisch schmeckt. Sache der Kommission wiib es sein, die Interessen ber L a n b w i r l f ch -i f t mit benen ber Gerberei in Einklang z n bringen. Von großer Wichtigkeit sinb bie Bestimmungen über die Mani- und Kl'nen- sencke; Sie haben ja alle sckon mit der Maul- unb Klauenseuche zu tun gehabt — ich meine natürlich nur Ihr Vieh. Ick bebaute, daß bie Denlsckiift uns über bie Art dieser Krauchest nickt nähere Aufklärung g bt; anck das wird 'n der Kommission nachzubolen 'ein. DaS Hans vertagt sich. Dienstag 1 116r: Interpellation Kanitz über beu Saulbislont, bann Fortsetzung. _ Schluß 6 Uhr. Kie Freust«sche bfuitß und ihre Stdatsanrfitye Herr Pvosessor Dr. Biermer schreibt uns unter dem bO. ds. Mts. folgendes: Gegenwärtig beschäftigt nicht nur die Vankwelt, sondern auch radte Kreise des großen Publikums, die neue preußische Staats- Liilcihe, die die preußische Seehandlung ausgeschrieben hat. In ixt Tat verdient der preußische Plan, so neuartig und so überraschend er im Hinb^ck auf die immer noch wenig geklärten allgemeinen Geldverhältnisse erscheinen mag, auch prmzUnell irie allergrößte Beachtung. Tie 1908 er Anleihe hat folgende Lesonderkeiten: 1 Tie preußische Negierung verzichtet diesmal Igcnz auf die Zuhilfenahme eines Bankkousortiums, das sie bisher stets für Neuemissionen benutzt hat. Tas Konsortium jur preußische Konsuls und Reichsanleihen tragt den Namen „Lreußenkonsortium" und bestand unter Führung der Seehandlung aai5 einer kleinen Gruppe von führeiiden deul>chen Großbanken. Tiesmal will man das Konsortium ausschalten und jich direkt an oes Kapitalistenpublikum oder, was dasselbe will, an alle Ban- fea ohne Unterschied, wenden. Tie privilegierten Großbanken, bi.1 das alte Konsortium bilden, können sich eigentlich über die>e Mchtberücksichtigung kaum beschweren, denn sie habe», wiederholt behauptet, daß sie bei den letzten Emmwnen lediglich Berluice erlitten hätten 2. Die neue Anleihe joll fürs erste nicht cti den Markt kommen, also auch eine Zeitlang nicht notiert werben, sie wird im ersten Jahre ,,gesperrt , und die Zechner rrhalten ihre Forderungen als Perlonalguthaben un Staatsschuldbuch verbrieft. 3. Für die Verzm,ung wird eure gleitende Skala vorgefchrieben. Tie „Staatslchuldbuchanleihe , fo könnte man diese Emission am besten nennen, sieht für die eilten Jahre 4 Prozent Zinsen, für weitere fünf Jahre 3 % Prozent unb für die folgende Zeit, also vom 1. April 1923 an, 3 Vr Prozent vor. Es ist also eine sogenannte „automatische Konversion" vorgesehen, wie das schon früher der geniale brttiscl-e Staats-» und Finanzmann Georg Joachim Goschen bei den englischen Konsols — übrigens nicht mit vollem Erfolge — versucht hat. Auch die direkte Zeichnung ohne vermittelndes Koii- sortium schließt sich gewissen britischen Üsanzen an. 4 ^cr Emissionskurs ist auf 98 Vs Proz. festge,etzt. Tas bedeu el eine effektive Verzinsung von 4,06 Proz. in den ersten zehn Jahren, 3,8 Proz. in den folgenden fünf Jahren uni) 3,5a Prozent von dein Augenblick an, wo das Papier endgültig den 3Vs prozenttgen Thpus erlangt hat. Diese Bedingungen und für einen Kapitalisten, der sicher gehen will, aber auch für Sparkassen- unb Versicherungsgeiellseßaslen Nicht ungünstig, unb ich glaube bestimmt, daß bie Anleihe den von der ^eehanblung erwarteten Zeichnungscrsolg haben wird. 5. Ganz eigcnarlig und deswegen eine Konsortialübernahuie 60 ipso ausichliegend ist d^e weitere Bestimmung, daß die Anleihe in ihrem Gesamtbeträge gar nicht limitiert ist. Tie oft übersck)ätzten und ganz zweckloieu lieber» zeichnungen mit ber sog. „Konzertzeichuung" Juib bieömal von vornherein ausgeschlossen. Tie Zeichnungsaussorberung wenbet sich eben nicht an die Spekulanten, sondern' an bie festen Zeichner bie eine reelle bauernde und vor Aenderungen unb ÜcLerraschungen gesick-erte Kapitalanlage suchen. Man hat frei» lief) anfänglich an der Börse die Anleihe als eine ,,uierloje bezeichnet. Ob das zutreffend ist, wirb ja bie allernächste Zeit mit ihrem Zeichuungsergebnis fiar ergeben. Es ist hier nicht ber Platz, das preußische Experiment, In nichtpreußischett und gelbmorftunEunbigcrt Kreisen wird gegenwärtig öfters die Frage aufgeworfen, was es denn ergeht» lieh mit der vielgenannten Seehandlung für eine Bewandms habe. Ihr offizieller Name ist „Königliche Seehandlung (Prcußt- sche Staatsbank)". So heißt die Firma seit dem Jahre 1904, in welchem Jahre bestimmt wurde, daß das Kapital von 65 langsam auf 100 Millionen Mark erhöht werden solle. Mit dieser Firmierung ist die Stellung, die diese Bank in unserer Finanz» Welt einnimmt, eigentlich hinreichend gekennzeichnet. Tie Seehandlung fungiert als Staatsbankier für den größten deutschen Bundesstaat in ähnlicher Weise, wie die Neichsbank für das Reich, nur mit dem großen Unterschiede, daß die Neichsbank eine drotenbank uni) ein von der Reichsregierung verwaltetes, ja be^rrschteS Privatinstitut ist, während die Seehandlung ein Emissionshaus und eine reine Staatsbank ist. Die Seehandlnng ist übrigens auch nicht zu verwechseln mit der sogenannten „Preußenkasse". So lautet der Börsenname der „Preußischen Zentralgenossenschastskasse", einer Gründung des FinanzministerS Miquel aus dem Jahre 1895. Wie ihr amtlicher Name besagt, dient sie hauptsächlich als Geldausgleichsstelle für den genauem schaftlichen Personalkredit, namentlich dem landwirtschaftlichen Bc- triebskredit dar Genossenschaftsverbände. Auch sie ist eine mne Staatsbank, ursprünglich mit fünf Millionen Grundkapital, fett 1398 mit 50 Millionen Mark dotiert. Seit dieser erheblichen Kapitalerhöhung hört man ihren Namen an der Berliner Börje beinahe ebenso oft, wie den der Seehandlung. Diese beiden cim slußreichen Banken pflegen an der Berliner Börse zu „ütter- »enieren", d. h. sie greifen in die Kursregulierung der Staats- Papiere ein und operieren mit ihren großen flüssigen Mitteln, die fte als „tägliches Geld" den Banken zur Verfügung fteLLen. - Lte sichern sich damit ein manchmal recht weitgehendes Mitbestiin- mungsrecht auf die Gestaltung der Diskontbewegung und der Geldnotierungeii. Preußen und die von biefer Präsidialmacht geführte Reichsbank habcri längst erkannt, daß ein kräftig regierter Staat den Geldmärkten gegenüber keineswegs ohnmächtig ist. Es gibt mancherlei probate Mittel, sie zu beeinflussen: nicht etwa durch eine plumpe und mißtrauische Bör enbcvormun- düng, die tappsig vorschreibt, sondern dadurch, daß die staatliche Gewalt selbst als konkurriereride Geld- und Bankmacht auftritt, über große flüssige Mittel, ohne die dort nichts auszurichten ist, verfügt, an der Börse selbst erscheint und tn ihr kunstvolles Getriebe nach vorsichtigen Plänen kräftig cmgreift. Der moderne Wohlfahrtsstaat ist sich selbst, sowohl in staals- wie in volkswirtschaftlicher .Hinsicht, insbesondere mit Rücksicht auf seinen Kredit- und Anleihebedarf, eine solche Intervention schuldig. Mögen andere Länder die Maxime des Jaisser faire und laisser passer als der Weisheit letzten Schluß ansehen — das große Publikum nennt solche Staaten „Musterstaaten", weil dort jeder machen kann, was er will —, Preußen hat jedenfalls nach diesen Grundsätzen nie gehandelt und ist dabei nicht schlecht gefahren. Nebenbei bemerkt gibt die Stellung des preußischen Fiskus zu der Berliner Effektenbörse^ einen wertvollen Hinweis, wie er sich gegenüber den Kartellmagnaten, namentlich den rücksichtslosen int Kohlensyndikat, zu verhalten hat. Der Plan des früheren .Handelsministers Möller mit seiner Hiberniaverstaat- lichung war nicht etwa um deswillen verfehlt, weil er jiuf Anhieb nicht gleich gelungen ist. Im Gegenteil.' Tie Idee ist gesund und wird später bestimmt noch verwirklicht werden müssen. Tie preußische Seehandlung, deren machtvolle Haltung setzt allgemein anerkannt wird, deren Transaktionen aber von vielen recht unbequem empfunden werden, hat sich von kleinen Anfängen und in einer sehr wechselvollen Geschichte zu dem empor- gearbeitet, was siebente ist. Auch hier hat sich schließlich eine gewisse Arbeitsteilung bewährt. Sie arbeitet als staatliches Emissionshaus — wenn auch nicht ganz ohne Reibungsgegenstände — neben der Zentralnotenbank und nimmt dieser Aufgaben ab, die, in einer Hand vereinigt, kaum befriedigend gelöst werden fönnen. Ihren Ursprung führt die Seehandlung,, ebenso wie , unsere Pfandbriesanstalten, für die ja die Schlesische Landschaft vorbildlich war, und die Preußische Bank, die aus der Königlichen Giro- und Lehnbank hervorgegangen ist, und die dann die Vorgängerin der Deutschen Reichsbank wurde, auf Friedrich den Großen zurück. Tie Königliche Giro- und Lehnbank wurde unter Friedrich II. in Berlin mit einem Tochterinstitut in Breslau gegründet. Die erste Landschaft, die Schlesische, trat 1770 als ZwangsgenossenschaftDverband der schlesischen Ritterschaft ins Leben, und 1772 begründete der große König durch Patent vom 14. Oktober die Seehandlungssozietät. Tie Königliche Girobank, nach dem Vorbilde der Hamburger Bank ausgestaltet, diente Wäh- rungs-, Diskont- und Lombardzwecken und war gleichzeitig Depositenbank für hinterlegte Mündel-, Gerichts- und Stiftungsgelder. Die schlesische Landschaft, die heute noch existiert, und der alle anderen Landschaften nachgebildet sind, war ländliches Real- kredttinstitut, das durch die Pfandbriefausgabe die schlesischen Rittergutsbesitzer aus der Schuldnot befreit hat. Tie Seehandlungsgescllschaft dagegen, ganz im Dienste der Wirtschaftspolitik der Merkantilisten, zu deren bedeutendsten Vertretern Friedrich der Große zählt, stand im Dienste des Exporthandels, namentlich des überseeischen. Taher ihr Name. Sie soltte den Absatz von LeinLnfabrikaren nach dm amerikanischen Kolonien beleben und erweitern, die Handelsbeziehungen mit Spanien pflegen und den Zwischenhandel nach Polen dem damaligen ,Freistaate Danzig abnehmen und für Preußen gewinnen. Namentlich im ^oalzhandel wurde sie privilegiert und 1775 deswegen mit der preußischen Salzkompanie verschmolzen. Die SLehandlungsgesellschaft war eine Aktiengesellschaft, aber der Staat hatte fast die Hälfte der Aktien und verwaltete das Unter- irehmen ganz selbständig. Später wurde die Tätigkeit erheblich erweitert. Tas Institut trieb Warenengrrshandel alter Art, macht. Wechfelgeschäste, baute Schiffe, trieb Rhederei und finanzierte Jndustrieunternehnrungen. Noch später wurde die Bank auch Staatsbank und emittierte die Staatsanleihen. Nach dem Zusammenbruch des preußischen Staats im Kriege 1806/07 vollzog sich die formelle Umwandlung in ein reines Staatsbankinstitut Namentlich nach den Befreiungskriegen hat sie dem Fiskus durch Einziehung der französischen Kontribution und durch die Ausnahme einer preußischen Anleihe in England große Dienste geleistet. In der Folgezeit der Staatserneuerung wiederholen sich in großem Umfange die Emissionsgeschäfte der Bank. 1821 besorgt sie eine für damalige Verhältnisse riesige. Prämienanleihe, eine zweite englische Anleihe, bann die Bereitstellung von Mitteln für 125 Meilen Staatschaufsoen, und auch eine An von Papiergeld, die „Seehandlungskassenscheine", gibt sie aus. In den dreißiger Jahren überträgt man ihr auch die Konvertierung der landschaftlichen Pfandbriefe und einiger Stadtobligationen, und der beginnende Eisenbahnbau (Brrlin-Anhalttr Balm und Bergisch-Mär- tische Bahn) wird durch sie finanziell gefördert. Obgleich die Zeit des Merkanttlismus längst vorüber war, ragt die Seehandlnng noch lange als nach merkantilistischen Grundsätzen r>errootLe^§ Emissionshaus in b'.e Periode der beginnenden Gewerbefreiheit hinein. Bald ist sie Exporthaus für schlesisches und westfälisches Seinen, Alaun u. dergl., bald Jm- porthaus für Salpeter und Bordeauxweine. Sie beledigt sich aber auch direkt an industriellen Unternehmungen, chemisck-en Fabriken, Papteriabriken, Hochöfen, Maschinenbauanstalten, Zinkwalzwerken 1 und Stahlgußwarenfabriken. Eine besonders große Fürsorge widmet sie der schlesischen Industrie; denn Preußm annektiert nicht nur, , sondern sucht alsbald die neuen Landesteile merkantil und tnbuitrieU möglichst zu heben. Diese Fürsorge kommt namentlich der jchlenschen Textilindustrie, dem Flachsbau durch Muster- bleichtn und Appreturanstalten, der Leinenspinnerei und -Weberei, der Wollweberei, der Kammgarnspinnerei und der Tuchfabrikation^ aber auch d.m Wollmärkten und dem Absatz von Wolle irr schlesischen Gutsbesitzer in einer Zeit, wo Breslau im Welthandel so tonangebend war, daß man sagte, es habe das „goldene Vließ" zugute Fm.reffant war auch die Tätigkeit der Seehandlung auf dem Gebiete der Müllerei. Sie war von Haus aus keine frei- wrllige, denn durch die Darlehen an die Kaufmannschaften mußte sie Wetzenvorrate an Zahlungsstatt annehmen und d.swegen durch eigene Mühlenetablissements für das Vermahlen sorgen Aus jener Zeit stammt noch ber heutige Besitz oer Seehdndlung an den großen Bromberger Mühlen. Schließlich hatte die cigenartiae Staatsbank — ebenfalls unfreiwillig — eigenen Gutsbesrtz wegen Ueberschnldung der bisherigen Eigentümer, also un Wege der Sub- hastation, übernehmen müssen. 9tod) gegenwärtig besteht das von der Seehandlung auf Wunsch der städtischen Kollegien von Berlin errichtete „Königliche Leihamt", später mit der „Rotherfttftung" zugunsten der Töchter von Beamten und Offizieren verbunden. Minister Rother war der langjährige hochverdiente Ches der See- Handlung. , „ , , . . Eine Krisis in £er Entwicklung der Bank trat tn den Ver- sassungskämpfen, Mitte des Jahrhunderts, ein. Die Volksvertretung mackste sich die lebhaften Beschwerdeit der Gewerbetret- benben zu eigen und setzte die Liquidation des industriellen Besitzes der Bank durch. Tie Berliner Maschinenbauanstalt wurde an Bersig verkauft, ebenso wurden die Mühlen und ^Rittergüter veräußert S chon früher hatte man den Wein-- und Alaunhandel, die Flußschissahrt, das Wollgeschäft und die Beteiligung am Salzende! eingestellt. Eine Breslauer Spinnerei wurde an den Kaufmann Schüller aus ber bekannten Dünner Jndustriellenfamtlte verkauft. Diesem Verkauf folgten bann die Veräußerungen von anberen schlesischen Textilfabriken. Und so besitzt die Seehand- lung heutzutage nur noch die Flachsgarnspinnerei in Landshut (Schlesien) und die großen lange uitrcntabcin Bromberger Mühlen. Betrachtet man diese merkantile und industrielle Tätigkeit ber Seehandlung, so gärt fdaraus zweierlei hervor. Einmal ist offensichtlich, daß der Geist Friedrichs deS Großen noch ein halbes Jahrhundert lang den des Individualismus überdauert hat, und zum andern, daß die Friederizianische Gründung, wenn auch ihre f.nanzi llcn Ertzebnisse vielfach unbefriedigend: waren, Industrien ns Leben "gerufen hat, die später zur größten Blüte gelangt sind. Für die Jndustriealisierung dos Ostens urS Nordostens, namentlich Schlesiens,das eche Perle in der preußischen Krone geworden ist, hat die Seehandlung unendlich viel getan. Auf diesem Wege ist es in erster Lime gelungen, die Schlesier so rasch^ zu so treuen und patriotischen Preußen zu machen. An die Stelle der Seehand- lung traten dann später, aber keineswegs rechtzeitig, private industrielle Banken und Emissionshäuser. Es ist gar kein Zweifel, daß die Seehandlung zu früh, jedenfalls zu mW ermittelt, auf Drängen des wirtschaftlichen Liberalismus, der sich als abgesagter und allzu einseitiger Feind des Staatsbetriebs gerierte, seine industriell und finanziell befruchtete Tätigkeit eingestellt hat. Infolge brr veränderten Organisation in dem Geschäftsbetriebe ber Seehandlung ist jetzt mehr unb mehr und fast ausschließlich bas reine Bankgeschäft in den Vordergrund getreten. Auf diesem Gebiete aber hat die Bank, teils al.ein. teils in Gemeinschaft mit anderen Banken, in den letzten fünfzig Jahren, in den letzten Jahrzehnten insbesondere an der Spitze des sogen. „Preußenkonsortiums", eine sehr umfassende Tätigkeit in bet Unterbringung unb Konvertierung von Anleihen dcs preußischen Staates, bes Norddeutschen Bundes und des Deutschen Reiches, anderer deutschen Bundesstaaten, von Gemeinden und sonstigen öffentlichen Verbänden entfaltet. Daneben besorgt sie die vorübergehende Anlegung zeitweilig disponibler Staettsgelder, diskontiert Schatzanweisungen und Wechsel, gibt Lomb.mdbarlehen, nimmt Depositengelder und Depots zur Verwahrung und Verwaltung an, leistet Zahlungen und zieht Außenstände für Behörden und Private ein. Von besonderem Nutzen war sie dem Staate und dem Reiche während und nach dem Französischen Kriege durch Realisierung der Kriegskredite und Einziehung und Anlegung ber französischen Kriegskontribution, sowie später bei der Umgestaltung des Münzwesens durch Beschaffung von Gold. Zum Schlüsse sei noch darauf hingewiesen, daß die Königliche Seehandlung auch unmittelbar den Finanzen des Preußischen Staats Nutzen gebracht hat. Tas Institut erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Reingewinn von rund 3 Millionen Mark. Er entsprach einer Verzinsung des verfügbaren Betriebskapitals von 5,2%. Die Zeiten der reinen Staatsbanken sind also, wenn auch noch so ost das Gegenteil behauptet wird, noch lange nicht vorüber. Wer weiß, ob nicht int Zeitalter der ungestüm fortschreitenden Bankzentralisation auch für Staatsbanken, die keine Notenbanken sind, eine neue aussichtsreiche Epoche anbricht? Auf dem speziellen Gebiete des .Hypothekenbankwesens hat ein anderer Staat, unser Hessen, einen gangbaren Weg einer wohltätigen Staatsinitiative bereits gezeigt. * Mannheim, 11. Jan. In der gestrigen Aufführung der Oper „Margarethe" am hiesigen H oft Heater erlitt die Trägerin der Titelpartie Fräulein Paula Wize- mann vom Hoftheater in Altenburg einen Unfall, indem sie in eine Versenkung stürzte. Sie zog sich Verletzungen am Fuß und an der Brust zu. Tie Künstlerin führte ihre Rolle bis zum Schlüsse durch, mußte aber dann in sehr erschöpftem Zustande in ihr Hotel gebracht werden. — Im Hause Kleinfeldstraße 8 stürzte sich heute die Frau des Konditors Aßtalg nach einer heftigen Auseinandersetzung mit ihrem Manne wegen dessen Ausbleibens über Nacht aus einem Fenster des dritten Stockwerks auf die Straße, wo sie mit lebensgefährlichen Verletzungen liegen blieb. * Dublin, 10. Jan. Die vor kurzem ernannte Kommission ;ur Uitterjuchung der Umstände des Verschwindens der usloruchen K r o n f u w e l e n ans dem Bureau von Sir Arthur Üiear, der für ihre Aufbewahrung un Schlag zu Tubttu veiaut- ivortUch war, trat heute zu einer Sitzung zusammen. Ter Kom- uussiou gegenüber weigerte sich der Rechtsbeiflaud Sir Arthur Vicars, sich au der Untersuchung zu beteiligen oder vor der Kom° Mission Aussagen zu machen, da sie zur Zeugeuveniehmuog nicht verechtigt und ihre Kompetenz zu beichrünll sei. Tagegeu erklärte ber Rechtsbeistaud, daß Sir Arthur Bicar nichts sehnlicher wünsche, als daß durch eine gerechte Untersuchung in aller Form die Angelegenheit klargeslellt werde. * Paris, 11. 3an. Ein durch einen Streit wegen eines Operntextes verursachtes Pistolenduell zwischen dem Schriftsteller Jules Bois und dem Komponisten Vincent d'Jndy heute nachmittag verlief unblutig. — Ter von dem Chemiker Lemoine um 1600000 Franks betrogene Präsident der Londoner De Beers- G e s e 11 s G) a f t, Sir Jules Wernher, hat beim Untersuchungsrichter beantragt, daß die angeblich von Lemoine bei einer Londoner Bank hinterlegten Formeln zur Erzeugung künstlicher Diamanten beschlagnahmt werden, da sich dann sofort feststellen lafse, ob ein Bettug vorliege oder nicht Der Untersuchungsrichter versprach, den Antrag auf Beschlagnahme jener Schriftstücke prüfen zu wollen. * Die strenge Kälte dauert im gesamten Westdeutschland fort. An höher gelegenen Stellen wurden in den verflossenen Nächten 17 Grad gemessen. Die meisten Rheinnebenflüsse sind von neuem zugefroren. Mehrfach wurde aus drei Distrikten militärische Hilfe beim Koblenzer Pionierbataillon erbeten. — Während eines Schneesturmes ist im Kattegat der Dreimastschooner „Nor- denskjoeld" aus Halmstad untergegangen. Die aus 10 Mann bestehende Besatzung ist wahrscheinlich ertrunken. *Eine Brieftragerstochter BOfadje Millionärs- ' r a u. Aus Mülheim tu Oberbaden berichtet die „Schwarzw Ztg/' : Ein armes, aber fleißiges und rechtschaffenes Mädchen Tochter des verstorbenen Briefträgers H. von hier, verheiratete sich vor Weihnachten mtt dem 69jährigen ehemaligen Reichstaqs- abgeordueieu Herrn Schluinberger von Mülhausen, einem Aianne besten Vermögen auf 60 Mllliouen geschätzt wird. Da dessen Söhnen' die Heiral nicht standesgemäß vorkam, 'wollten sie dem Mädchen eine Absindnngssumme von 300 000 Mk. geben, woraus diek^ natürlich nicht einging. ' |Cb Kleine Tageschronik. D«n Leutnant v. Kruse, dem Sohne der Frau NkfÄ-^Oeschledenm Gräfin Kuno Moltke, wurde der erbetene Abschied aus der Armee gewährt. Der „Herold" erhält voü Dr. Lim"an folgende Mitteilung: Nach'einer Meldung der „Tortm. Ztg." soll dem Dr. Liman infolge feiner verschiedenen Aussagen im ersten und zweiten Moltke-Hardcn-Prozeß nabe gelegt worden sein, auf feine journalistische und anderen Ehrenämter zu verzichten. Diese Mitteilung ist absolut unrichtig. Graf Kuno Moltke tritt in den nächsten Tagen eine M i t t e l mw e r f a h r t an. Die Heimkehr erfolgt zum Revisions- ternrin des Harden-Prozesses. Graf E ra s in u s z u Erbach-Erbach ließ sich als Höver der juristischen und philosophischen Fakultät an der Würzburger Universität inskribieren. Der junge Graf wurde, wie erinnerlich, nach seiner „Eheirrung" einer Nervenheilanstalt übergeben, ist aber von dort nach Würzburg entflohen. Ueber ein neues schweres Verbrechen, das sich in der Nähe von Berlin abgespielt hat, wird dem „B. T." gemeldet: Gendarmen fanden in der Nähe von Mittenwalde in einem Graben einen Sack, in dem sie eine männliche Leiche vorfanden. Dem Toten^ totai: der Schädel «ungeschlagen. Von dem Täter fehlt jede Spur. Der Ermordete war etwa 25 Jahre alt. Der Leiche waren beide Beine gebrochen worden. In Leipzig wurde d'e Leiche des seit sechs Wochen vermißten Buchhändlers Arthur Giegler in seiner Wohnung verwest im Bette aufgefunden. Die Geliebkd Gieglers, eine Russin, hatte aus gesprengt, Giegler wäre nach Italien gereift. Ob ein Verbrechen Dor liegt, steht noch nicht fest. In der Nacht vom 11. zum 12. Jan. passierte dem Paris- Frankfurter Schnellzuge am Bahnhof von Frouard (Frlr.) beim Ucberfahren der durchgehenden Wagen auf des andere Gleise ein Unfall. Tie Lokomotive stieß so heftig an die anzuhängenden Wagen, daß im Postwagen neun Beamte zu Boden geworfen und ziemlich schwer verletzt wurden. Die Passagiere erlitten keinen Schaden. Der Prinz-Regent von Bayern ft ar den wegen Raubmordes an dem Kaufmann Hendscht zum Tode verurteilten ehemaligen Zirkusinhaber David Nieder Hofer zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt. Tie echten Pocken find unter den Arbeitern auf den posen- schen Rittergütern Broniewice und Osttowek ausgebrvchen. Beim Rodeln haben sich auch in der Nähe von Wien zahlreiche Unglücks fälle am' letzten Sonntag ereignet; zehn Personen erlitten Verletzungen, drei von ihnen schwere. Von den Schwerverletzten ist ‘einer gestorben. General Emanuel Carso ist auf Verlangen der vene- zolischen Negierung in Nizza verhaftet worden. Er hatte mit dem Präsident Castro einen ernsten politischen Konflikt und wird zurzeit der Fälschung unb des Gebrauchs von Fälschungen beschuldigt. Ter General unterhielt u. a. einen großen Rennstall. In der letzten Zeit sind in der türk. Provinz Medjez 2 2 6 4 Personen au Cholera gestorben; in Mekka 677 und in Konstantinopel 3. Ui5iücvjität541ad?ricbtm Berlin, 13. Jan. Henle abend veranftalleten die Studierenden sämtlicher Hochschulen von Groß-Berlin einen Fackelzug zu Ehren des im vorigen Jahre mit dem Nobelpreise aus- gezeiclmeleu Professors B u ch n e r. B. hielt in Erwiderung auf eine Ansprache eines Chargierten eine längere Rede, in der er besonders, auf sein Werk, das Studium der Zymase (Gähruug) ein- ging und. der Studentenschaft für das Zusammeuhalteu bei der Ehrung eines deutschen Werkes, als welches er sein Werk bezeichnete, dankte. Nach Beendigung dieser Feier bewegte sich der Zug nach beni Kaserneuhoie des Ulaueuregunenls, wo unter dem Gesänge des Gaudeamus igitur die Fackeln zusammeugeworsim wurden. — Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Johannes P f a n n e n ft i e l, Ordinarius und Direktor der Fraueukliuik in Kiel (früher bekanntlich in Gießen) wurde zum Dhtghci) des Mediziualkollegiums der Provinz Schleswig-Holstein ernannt. Petersburg, 12. 3 an. Tie hiesige Akademie der Wissenschaften erwählte die Proiessoreu v. W i l a m o w i tz - Ai ö l l e n - darf s--Berlin, Helmer t-Potsdaui und Lotz- Allinchen zu korre-» spondiereudeu ■Dhtghebern. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Giessen. Frankfurter ÄSörse. 14. Januar. 1.15 TJhr. 3J4°/o Beichsanleihe . . 93.60 3% do. . . 82.40 3>$0/0 Kousols . . . . 93 90 3% do 82.40 i^°/0 Hessen 92.50 3%°l0 Oberhessen . . . 92.00 1 % Oesterr. Goldreute. . 97 90 4l/6 % Oesterr. Silberrente 98.60 4 % Ungar Goldrente . . 93 65 4% Italien. Reute . . . 103.45 3% Portugiesen Serie I 63.00 3% Portugiesen „ UI 64.10 4 x/a °/0 russ. Staatsanl. 1905 94 45 4^°.o japau. Staatsanleihe 88.80 4 % Couv. Türken von 1003 94.80 Türkenlose 144 00 \% Griech. Mouopol-Anl. . 5000 äussere Argentinier . 85.40 o°/0 Mexikaner .... 62.50 4>iv/0 Chinesen . . . . 95.90 Aktien: Bochum Guss . . . ' . . 202.00 Buderus E. W —.— Tendenz: behauptet. berliner Börse, 14 Canada E. B 159.40 Darmstädter Bank . . . 127.70 Deutsche Bank .... 230 20 Dortmnuder-Uniou C. . . 63.20 Dresdner Bank . . . 139.40 Tendenz: ruhig. Elektriz. Lahmeyer . . . 125.60 Elektriz. Schlickert . . . 108 00 Eschweiler Bergwerk . . 212 00 Gelsenkirchen Bergwerk 189 90 Hamburg-Amerik. Paket!. 222.00 Harpener Bergwerk. . . 201.70 Lanrah litte 119.50 Nordd. Lloyd . ... 108.90 übeischles. Eisen-Industrie 102 00 berliner Handelsges. . . 156.90 Darmstädter Bank . . . 127.50 Deutsche Bank .... 231 30 Deutsch-Asiat Bank . , 136 20 Diskontu-Kom inaudit. . . 172.70 Dresdner Bank .... 139 70 Kreaitaktien 20U.40 Baltimore- uud Ohiohasenlahn 90.00 Gottuardbahn — LOuioard. Eisenbahn . . 27 90 Uesterr. Staatsouiin . . . 144.60 Pnnce-Henn-Eiseubahn . lzl.uO Januar. Aufangskurse. Harpener Bergwerk. . . —. Laurahütte —.— ..ombardeu E. B. ... 28.00 Nordd. Lloyd 10ö.90 l'ürkenlose 144 40 Eine Tasse BIOSON kostet nur Jeder, der genötigt ist, Kraftnahrimg zu sich zu nehmen, daß Bioson alle u. enthält in konzentrierter Form soviel blutbildende ptährstoffe wie ein kleines anderen ähnlichen Mittel Hieraus ergeht wohl ein • au Billigkeit übertrifft, be- lonbcrß da es nach Professor von Sioorben'd Versuchen, selbst in großen Quantitäten genommen (120 Gramm vro Tag), so gut wie „2s1 ; Bioson schmeckt gut, ist fertig zum Gebrauch und tn Apotheken und Drogerien das Halbe Kilo zu drei Mark erhältlich. [b-’/i Kehmanil, Mensch, was wachen Sie denn? Sie husten ja, daß einem ganz angst und bange werden kann und man siehts Ihnen an, wie elend Sie ' ich fühlen. Haben sie schon Fans achte Lodener gebraucht^ — Fans achte Sodener'? Nein. — Aber Aieusch, das ist ciacntlidi unverantwortlich! soviel tonnten Sie auch doch wißen, bau man gegen aüe Katarrhe der Luftwege, gegen Husten, -Heiserkeit und Ber,chleimung vor allem einmal Fays ächte Sodener Mineral-Pamllen nimmt. Da, versuchen Sie - td) habe tt-ays achte Sodener nicht nur in der Tasche, lonbern aud) auf dem Schreibtisch und im Schlafzimmer. 3ch ^oößle gar nidit, was ich ohne Fays ächte Sodener ana langen fotüc. Die schachtel kostet85Pfg. u. mau lanu sie m jeder Llpothete, Drogerie oder Mi.leralwayerhandl. Wen. Wsi Pfg. na to GL üoo S-S' E 8 L —» Q • £ OO *ti Q •*2 °CQ 264 £ o c-> G? -'S S y ■e 2Z2Ä toiv) 2 c-> SL e « ^6' 3 OSGO 8 "S *5 “•HW- CD O « an F?‘S i* ö Z y na.^-ro hJ= Q6^ to^3 5$!2) Gsrrchtssaall. teuerer Kandet. Bankier Getreide am für inländisches Wie Hafer Roggen 207,/2(- (• 90.00 grüßen können. (+ 5) jseulMu 227.25 (— 2.25), vom 7. bis 13. Januar 1908. lose. Q 5 Wetter gt 2,3 • C. Niedrigste ,—13. 50 Kilogr.). y Ssa- Höchste Temperatur am 12.-13. Januar 1) 2) (- (- (+ 2 9 Sonnenschein KlarerHunryel 4) 5) 4) h (+ (- (+ (+ L 10 (4- (4- (+ ( + (+ (4- (4- (— (+ (4- (- (4- (+ (— l’i) 3) 8) 3) 1) 1) 2) 2) ) 1) 8) (+ 4) (- 5) N B 5^ OO 03 ~1 3) Alai (4- (+ (— e? 5 5 Hy § 211 217 210 220 213 NNE ENE N TZ y,vo S?oo qco Januar 1908 berichte der Bank für Handel 5 --3^2'-.. . 125.&; . 10800 . 21201 18991 28.0« ' lös.* . 1-144 19 y -iS?-— «< y 203 205 206 204 213 209 209 216 220 198 212 210 210 164 165 165 163 162 182 167 175 175 184 175 174 180 176 182'/, 187 200 190 198 232 233 221 214 218 224 214 215 215 225 227 231 240 227’/, 235 241 letzten Markttage: Königsberg Tanzig Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Hatte Leipzig Haniburg Hannover Braunschweig Düsseldorf Köln Frankfurt a.M. Mannheim Straßburg Stuttgart Biidapest April 215.15 Liverpool März 182,80 Roggen: Berlin Alai 177.50 (- 1.50) Mk. Gießen, 14. Jan. ' 144.6: . l.'LW ,r>Co 'öv-; Meteorologische Beovochtnngen der Station Gießen. Getreide- Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschastsrats irres iUanuenftiel, f !.! Kiel (irüber be- bei _ c)ijtnalfoflegümti > Akademie der Vißen- rmowiy-Möllen' o 5. M ünchen zu kone- 2) 21/,) 1) 1) 2) 1) 2) 1) ) 1) 1) 2) 2) 1) 2) u. aud Ohio- Ä yg § y - 03 CO Sdt S 8 Weizen 227 (-- 235 222 (-- icbten. li'latiuen die Stubieien- llu kmeii Fackelzug viobejvreiie mii= tl! m (hiDtbening nui -■■t Mt, m der er be« 3nmöie (©dbrung) ein* '.'ammenbohen bei bei Ickes er sein 'Kerl bo -'«er bewegte sich bet "rnentS, wo linier bem tfeli: giiiammengcwotien OJ eQ . 156.9) . 127,5) . 23136 , 172.70 . 139 7ö 200.40 y ä S , ^M^kiine. ei Bergwerk. * üW • ' ■dea £• B- • ' .»”1« as*— cc 2 CQ e ns = FamUren-Nachrichten. Geborelre: Herrn Julius Stern und Frau in Alsfeld eine Tochter. Fräulein Marie Kemmer mit Herrn Ernst Ank/ beide ut Als'eld. — Fräulein Elisabeth Ltnn in Romrod mit yewr Heinrich Gundrum in Heimertshausen. - Fräulein Katharina Fischer in Ober-Breidenbach mit Herrn Heinrich Schmer m Jen. — Fränlem Atta Stoll nut Herrn Gustav Roos, beide m Echzell. - Fräulein Marie Schuchardt in Altenburg mit Herrn Wilhelm Lerch in Alaar. — Fräulein Anna Matthäi mit Herrn Heinrich Engelte, beide in Marburg. . .. - Gestorbene: Fräulein Adele Herbst m Grunberg. - Herr Ferdtnaiid Ehrentlau I. in Als'eld. — Frau Emma Emrich, geb/ Granttng, in Bleicheiivach. - Fräulein Helene Palm, Frau Auguste Piscaior, geb. Eckstein, beide in Wetzlar. ± öög? y 2 - TZ LZ <5 Ä <9 V3 -U vwt aenöti^, - W8,.Sn Aren Äti -iio 3“ m ** y — Diskontermäßigung bei Reichsbank. ^gekündigt, hat der Zentralausschuß _ der Deutschen Reichsbank } in seiner gestrigen Sitzung den Wechseldiskont von 71/2 Prozent auf 6V2 Proz. und den Lombardzürsfuß von 8^ auf 7 1/2 Proz. herabgesetzt. Die Börse hat die Nachricht gewisser- 1 n laßen schon in ccr vergangenen Woche cswmptiert imb hätte ' es überhaupt lieber gesehen, wem: die Bank _ sich gleich zu Litt er 11/2 Prozentigen Reduzierung entschlossen hatte. Doch war ,> b ;e Zurücthalmng seitens der Bankleitung jedensalls mit .Rück- sacht auf den Status der Bank notwendig, ber_ ja noch immer ernte außergewöhnliche Anspannung erkennen läßt. Die semer- . zxitige Dinaufsetzung erfolgte wegen her amerikanischen .Kri^. i Diese hat nun an Intensität verloren und wird wahrscheinlich, : irNs auch aus dem letzten Ausweis der Newvorker Banken h-rrvorgehl, wenigstens soweit cs die Geldlage betrifft, weiter 1 in das Stadium der Beruhigung übergehen. Da nun zu er- j tuarten ist, daß die Bank von England am nächsten Donners taeg schon zu einer weiteren Herabsetzung ihres Zinsfußes sich entschließt, so ftefit auch zu hoffen, daß wir möglicherweise mächste Woche ebenfalls eine weitere Zinsfußherabsetzung be- (- ) (- ) (4~ 2) 11 verlangen dkl denc- ' :r worden. Er batlt Konilikt und ^it )älslhungen tuen groren Sennftal). L^binj Äedjez 2264 :n Mckka 677 und gpielplaK drr «rrrimgten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. . x Mittwoch den 15. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: „Schon-^ Edelrot". Abends 7 Uhr: „Der Troubadour." Donnerstag den' 16 Januar: „Maurer und od)lof|cr." Hierauf, Jlt- weibenuühle." Freitag den 17. Januar, abends 7 Uhr: Zar und Zimmermann." Samstag den 18. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: ^Schöu -- Edelrot." Abems 7 Uhr: „Euryame. , Sonntag den 19. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: „wchvu- Abends 7"Uhr: .Tannhäul-r." 2)iontag den 20. San.,' abends halb 8 Uhr: .Ter Bettelstudent." Schauspielhaus. Mittwoch den 15. Januar'): .-Illarta Magdalene^ Donnerstag den 16. Januar, abends halb 8 Uhr: .Ein oalltllement." Freitag den 17.Januar: „Uriel Acosta." Samstag den 18.Januar: Zum ersten Wale: „Ter Andere." Schauipiel m 4 Akten von Paul Lmdau. Sonntag den 19. Januar, nachmittags halb 4 Uhr: ,-lkiter und Sohn." Abends 7 Uhr: „Ter Andere." Montag uen 20. Januar: „Maria Magdalene." TienStag den 21. Januar: .Aniia Karenina." *) A-niang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. (+ 2) (- ) Leipzig. 11. Jan. Im Prozeß gegen den Riedel und Genossen wegen Darlehens- -2 ch w i n b e l e t en wurde heute der Angeklagte R.edel zu 21/, Jahren Gefängnis,. 3 Jahren Ehrverlust und 3000 Alk. Geldstrafe, der Angettagte Tittmar zu einem Jahr Geiängms und einem Jahr Ehrverlust verurteilt. Tie übrigen Angeklagten wurden ireigesprochen. Riartibericht. ?luf heutigem Wockeu- maltte "kostete: Buller pr. Psd. 0.90-1.00 Aik., Hlihnereier 1 Sl. 9—10 Pfg.. Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte 2 St. o—6 Pfg., Erbsen p. Pkd. 18—24 Pfg., Linsen p. Psd. 25—40 Pfg., Z-aubeu nV Pr. 0,80-1,00 Aik., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hahne pr. Stück 0,80-1,80 Alk., Gause pr.Psd. 60—70, Eliieii pr. Stuck 1,80 bis 2,20 Alk., Lchsenfleisch pr. Psd. 82—88 Pfg., Klih- uud Sliudsleisch pr. Psuud 80-82 Psg., Schweinesteisth pr. Psuud 70—84 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 88 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70-80 Pfg., Hammclflelsch pr. Pw. 64-84 Psg. Karlofseln pr. 100 Kg. 5.50-6.00 Alk., Zwiebeln pr. Zlr. 5,00-6,00 Alk., Alilch per Liter 20 Pfg., Welstkrani ver Llück 0-00 Psg., per Zentner Alk. 0.00-0.00. - Aepsel per Ztr. 10—25 Mk., Birnen per Ztr. 10—25 Alk. Russe 100 Stuck 40—Ou Psg.. per Ztr. 0—00 Alk. Alarktzett von 8—2 Uhr. — Kartofselinarkt - Berlchl vom 13. Januar 1908. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 1.95-2.1.-, Alagnum bouum 2.35-2.50, weiße runde 1.95—2.15, Gelbfleischige, westze, 2.2o bis 2 50. Alarbnrg: rote Sorte Alk. 0.00, Alagnum bonum Mk. 0.00, weiße rruide Alk. 0.00. Franksurt a. Ai.: Rote Sorte Alk. 1.00—2.10, Alaguiim bonum 2.25-2.50, weiße runde 1.90 bis 2.10, Gelbfleischige, wie, 2.25-2.50, weiße 3.25. W icsbaben: Alagnum bouum 2.75, weiße rimbe 2.65. Ai auuhei m: Maguum bouum Alt. 2.70-2.75, Gelbfleischige, blaue 3.2o-3.75 rote 3.7^ bis 0 00. Hagen: Alagnum bouum 2.80—2.90. Gelbfleischige rote 0.00-0.00, weiße 3.25-3.4.'. Köln: Rote Daber Mk. 0 00-0 00, andere rote Sorten 0.00, Alagnum bonum 0.00 b,s 000, weiße ruude 0.00-0.00, Gelbfleischige, blaue Alk. 3.00-0.00, rote 2.70-0.00, weiße 3.70 bis 0.00. Franke n t Hal: Rote Sorten 2 10, Alagiium bonum 2.20, weiße runde 2.00, Gelbfleischige, blaue 3.00, rote 2.75, weiße 3.00. Dortmund: Alagnum bonuni Alk. 3.00, Gelbfleischige, rote Mk. 2.80, weiße 3.40. toaarloui5: Rote Sorten 2.50, Alagnum bouum 0,00, weiße runde 2.o0. Al ü n stcr : Magnu,n bonuul 2.60-2.75, Gelbfleischige rote 3.00 bis 3.10, weiße 3.75—4.00. Sassig-Plaidt: Rote Sorten 2.40, Alagnum bonum 2.70, Gelbfleischige, weiße, 2.30. (Alles per 2 » 2 — s= ___v ..... . u , .. _____..... Anregungen vom Auslände I («Olten oicSmal/ Tas argentinifche Weizenangebot mar zeitweise c-was irch dm weniger befriedigenden Abzug von Mahlproduktm, hu der Geringfügigkeit des Angebots allerdings ohne onterlufc Süitfung auf die Preise. Auf dem Lieferungsmarktc behaiiptete Weizen unter leid/.'n Sck)wankungen anfangs seinen ^-mnd, tuotzoenv vom Ausmndc zeitweise schwäd-ere --erichte Vorlagen, iru schließlich infolge geringer Beteiligung 2 Mk. Muoußeil, währcrro Roggen einen zeitweisen Fvrtsthntt von 1 Acr. wieder Llisgeben mutzte und wie vor einer Woche schließt. Hafer stt i» guten Qualitäten wenig angeboten; dem starreren Angedot a ddh geringer und mit Geruch behafteter ^re keoegnet nur scstvachcs Interesse. Lieferungen durch günstige Berichte über ' bie argentinische Haserernte gedrückt. MaiS wieder hoher bezahlt, be Vorräte lnapp sind und der Bezug vom Auslande neuerdmas SS8 ScW ■ Allinchen — > , . . .. Weltmarktpreise: Weizen: Berlin (— 4,10). Varis Jan. 188.30 (4- 2.60). (— 0.15). Chicago Mai lo3.45 (— 3.75). 215.50 (— O.uO). Hafer: Berlin Mai Märkte. SÄ«*, ; «fttn K c„ P tot ff"» -'er '""cilunz .ita, ‘j'Ws _ 9C0cn' iftabcr /. g-ineid-l ß? .25 •%-Nb ^biwrbes (5Slt-?anQli9^ —Sucher Zucht. Vosen- ir* D3n Sten -tttttag ereignet: z:hn >n-n 'ckDeir. K>n den 93 Nach dem lebhaften Verlauf der voraiigegaiigenen Woche zeigte der Getreidemarkt während der letzten acht Tage wieder ruhigeren Verkehr, allerdings bei gut behaupteten, in der Provinz sogar mod) weit r anziehenden Preisen. Anregungen vom Auslande .* .f. ( z. ... - ... ... ( fT* n geworden ist. Die gleichen Grunde führten zu einet abermaligen Erhöhung der Preise für russische Futtergerste. Es stellten sich bie Preise für inländisches C.:----- -- ■i ^5 i ’M O C3 B es _ — -y c y reben Bergwerk . Kmenk Paket! M ^rak-: :S I rd . W*’ ^Eisen-Iudastrie 102« riiudeligw- • Gier Hauk . . > Bank . • • .AbUt Bank ■ .tzoivmunüt. • aar. 1.1» Ulu. Lhunieyer. ^chnckert . er Bergwerk K« 3 XC—rM'6 O*“ MW"- M --e vä 4_. ’y y 5"°^ E*^- ° yjS-^’E^E y -2 et r>ns ■a y Q — »—CO o y 13. 2“ 757,9 — 2,6 2,7 72 13. S" 757,6 — 8,4 2,3 97 14. 7» 758,8 1 —11,7 1,8 100 3- 3 3 er CS P CP ro <5 o s P 5 3 D 3 CD er er Sb «S a | 7t CT O* er Uv 3 o 3 er er ro e* D rot er o a er — ro 1 - CT re —' te Z ro ct s - P Ö H o - es» ct er ro ro er er - 2) n uv p Uv Z 3 cs er p ro et cö uv er ©ro kDZ.» ST 3 « ST er^Ä «erd Ö-H 2. o- 2 22 3 er 05 NW ro —- (gh«t> *3^ f*> _2> " .CTCT "* 'S r-1 « 3 eT‘ ' e» g S uv 2Z CO p Öco CM o « s so o 3(Ä a ct ro. 2;8o ro OB 5: — 3 es r* d a ■5 CT s" __. o CT ssZß«Zff??V I 3-"3 KL @3.55=gs-= §/ & a -ZMZ"L-U^ssZs ~ -er 3 « L cts ' S =3 S<7« 'ro ^AZ.» 2.2./ ~ CT 2. <0 — ro" (5“ <0* 2§ •3 = Ä er 3 @ S2» « — 3 3 a? - ro 2 05* — O UV 5 £ 5 CO3 CO es er ro er ro UV es* ro 3 er er uv er o 3 er D C o a p a © &>- er ro CO 8 3 S O: p: 3D tc 2 » ro 2.98 p 2 0 a W2 o er 3 »’ ct CO ~r ' S o o o ess 2. Sa •E.co ro ro (?)3 > o: er ■5* ts sa er ro — °* CT 3 E 5 — ro CD CD ro —r ro o 2' 2". 0 o —. 3 uv ro & es 3 3 —. o O er er H ei 3 o' ct uv er — 5 -="o 3 3 h- kO^ 3 CD O UV 3 —! 3 =m a O E 3 CD 3 o ' 3 -—' —.3 0, o CP o - 3 3 _H; .P."? o 3 j- er " 03 £ — CP0'® 2 O(~3 2. 3 cd er 3 o 3 ec =2 3 „ 5H S G 3 Ul UV 3 3 e*> O CO o 3 3 0 3 P o 3: UV ->J 3 o o ä 3 kS CO CP er 3' 3 3 KZ «r-—* ro O 150 Q . ~ ro M 3 3 So?» cp- S<5« er p 3 Uü 3 _ cd —; S e 3 3 CD es 0D er —- rl N et 3- e» CO 3 R*' ES r- ©rt — 3 -5fp ro ' » D CT «V 3 ro CO __ ? 3 ; Z ^a : coo • CD ÖÖ0 3 ro P CO ro 3 2’CD CT -■ O* 3 3: UV*3^ CT3 CZ UV CP r-i eD CT ro 3 3 2.3 CT 3 ro CP ?3 Uv—-> ro 3 3 t2° 2.70 §Z ro D 1—. 07 ss »so € ?? "k a o ro er 3 a*? 7?' m e* o a 3 er o

ro — ?öu CD —• a O ro 3 CO CCD er ro X e- to §.ss p 7.CO uv —■ ro CD ro UV ro Uv p coo n6 ', a o«H5 S2 3 Ö? CD O 3 UV p T^D'3* — D 3 CD’ ®» 3 co ro ©'S et a 3 - Q- 3 05 -AK 3: 2 2 et ro ro 72—' CT ö: ei 3 3 ^XS’^’ro er —. uv ro a Uv —CM c=?a c —• uv ZS 3 =k 3-a; o- 3 _ CD ... ~ ro « P:Ö2 — 3 —- — — <5- 77; 3 Uv ■" aa* 3 $2 CD 3 UV — er 3 2- O:t3 CT O EcS'S1 Uv 3D ro to 3- — D e co ro ro 3 3 $2 CD 3 ro S<& w-ö» ^7? CT ©(Dro Z ^H.CT — 53,10 p CT er Hl CT ro ©3 o - ct er ÖPf 3 «3 3 • CD • ,. ro 3 3 uv 3 «ro3 M? 2 ro®*» " er 3 O -,° 2- 3 5-a CD 13* er Uo xa 3 ro*S ►♦feier <-5 O ( C^> ffff" e 3 ro AöP Zi ' 5> 3 ^ro <3 a 3.e> äro r p — 3 CD —1 ro er p " CO ro ro Z'K 3 er P Uü p CT ‘ 3 £ P 3' ro CT CT®*3 5 « 3 O CM W-^ör3 ro h. CD © P. ct ro er o 3i 2 3 =,3a P 3 ro 2^2^2^ T'uvc- T 3 3 CD 3 er 3 a° 15a ro OD O co — Q ro ro CO a— ro ro ro CT 3 ~ O ro — »;► 3 E«5 2 3 ®er CT © 3 3 ’ ro »j 33 3 O erc ro” - ro* co2 • 3 CS cr — 2 co & co « ro er Uo 3 ^©?§“ 1B.X- ©ct -3=3. 3 ro - Uo — uv 3 p 3 72 CD ro ro^ ro ro CD 3 Z ro-T D 3 a CT 3 s 3 ’§'32 3 3 ro P, 3 °" "ro o* §‘e-*r3 ro s rot 3 P 3 3 D * s o ct: -4. 3 ro ro CTa«** 0 «0 L* — n CDt$b^<3 .. „ UV 3g O 3 er c