en Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. ! 13. treten. haben erhaltm 'freunde politische Lagesschau nennen. Der um rano, oaß oas tporei uirenoerg u.iu v«. «««• “ y । ' < .Zilla Hartmann deutsche und französische Fahnen, ver-lkLine für den Neubäu e.rnL^ Landungsanläge s la^en. Die Fahrt des Deutschen Kaisers zur französischen Grenze !vird in allen Pariser Zeitungen sehr ausführlich geschildert, lllle Berichte sind taktvoll, einige sogar sympathisch zu -------- Der Umstand, daß das Hotel Altenberg und die raV . n izun&en Iler Systeme- jsserversorgiinS der. iS«. ■edJmhof Nürnberg, 14. Sept. Der sozialdemokratische Parteitag wurde gestern abend 8 Uhr in der Stadtfesthalle unter llnwesenheit von etwa 20 000 Personen mit einer Vorversammlung eröffnet. Unter den Antvesenden bemerkte man saft sämtliche sozialdemokratischen Reichstags- und Land- :ags-Abgeordnete. Bebel und Bernstein sind in der Borversammlung nicht erschienen. Auch viele ausländische delegierte wohnten der Versammlung bei. Nach Musik- und -Gesangs-Vorträgen eröffnete der Vorsitzende des Arbeits- llusschnsses, DornMrnberg, die Vorversammlung. Alsdann begrüßte Abgeordneter Singer den Parteitag im Namen des Parteivorstandes. Er bemerkte, es werde auf dem Parteitage zu heftigen Kämpfen kommen, irr sei jedoch trotzdem der Ueberzeugung, daß die Partei aus diesem Kampfe als fest geeinigte Partei hervorgehen iverde. Es müsse aber schon letzt bemerlt werden, daß die Beschlüsse des Parteitages für jeden Genos- ien bindend seien und er sie als heiliges Evan ge -- .tum zu beachten habe. Singer schloß mit einem drei- iachen Hoch aus die Sozialdemokratie. Alsdann wurden singer-Berlin und Dorn-Nürnberg zu Vorsitzenden gewählt- Der Abgeordnete Löwenstein hielt eine längere Ansprache, )ie jedoch wegen großer Unruhe vollständig unverständlich iilieb. Heute vormittag 9 Uhr findet die Hauptversammlung im Herkules-Saale statt. Cobleni ’/Rh. ess. «K MU rasse 21 icncr Wahl loücnW s'Rabatt-Marken. 1 n, Franksurl a. Mw lglieders. W 29. Deutscher Zuristentag. S. u. H. Karlsruhe, IT. Sept. Ter Deutsche Juristrntag setzte heute seine Beratungen unter unverminderter Teilnahme mit Erörterungen in den vier Abteilungen fort — In der Str a f r echtsa b te i l u n g wurde das Thema behandelt: Bedarf oas Legalitätsprinzips un Strafverfahren emer Einschränkung, bejal-cndenfalls in tvelcher Richtung? Der Benchterstatter, Professor Dr. Graf- Gleispach (Prag> legte hierzu folgende Leufätze vor: 1. Das Legalitätsprinzip — eine bei wichtigsten Garantien einer gleichmäßigen, unabhängigen Rechtsanweudusg upo des Bstroucns Pc-, Volkes m die .Straf- erregt bei einigen Korrespondenten melancholische Empfindungen, die aber in maßvoller und angemessener Form ausgedrückt werden. Die Person deS Kaisers, besonders seine Liebenswürdigkeit gegenüber dem französischen Kommissar Cochet, der ihn nach dem Hoheneck einlud, l-at guten Eindruck gemacht. Mit einiger Ueberraschung wird von den Blumen erzählt, die das Automobil des Kaisers so bedeckten, daß er sich erst aus den Sträußen und Kränzen befreien mußte. Tie Höflichkeit der Offiziere des Kaisers gegen die französischen Journalisten wird dankbar anerkannt. Man bedauert, daß der Kaiser die Grenze nickt überschritten hat, findet aber den Besuch in der Schlucht schon genügenb, um zu beweisen, daß der Kaiser durch eine Handlung des Vertrauens gegen Frankreich die unfreundliche Haltung seiner Regierung in der letzten Phase der Marolko-Asfäre wieder gut machen wollte. Von einer deutschen Unfreundlichkeit in der Marokko-Frage kann in Wirklichkeit keine Rede sein. Die deutsche Regierung hat nur ihren berechtigten Standpunkt Frankreich gegenüber beider Kaiser ist am Samstag vormittag aus den Reichslanden aus der Station Wildpark wieder eingetroffen. Prinz Adalbert von Preußen wurde -um Kapitänleutnant befördert. Kein billigeres Ortsporto. Wie dem „Börs. Cour." durch Informationen beim Reichspostamt bekannt wird, besteht bei den verbündeten Regierungen nicht der Plan, die Verteuerung des Ortsportos, die die letzte Steuerreform gebracht hat, bei der jetzigen Finanzreform wieder aufzuheben. Es haben auch keine Verhandlungen in dieser Richtung zwischen den Bundesstaaten stattgefunden. Schade! Staatssekretär Dein bürg erklärte, er bringe keine Forderungen für Deutsch-Südwest von Dort mit, auch Sozialdemodatische heerschau. Am heutigen Montag hat in 9fcümberg die Heerschau begonnen, die alljährlich die Sozialdemokraten über ihre Mannen veranstaltet. Mit besonderer Spannung sieht man diesesmal der Tagung entgegen, weil sich so viel des Zünd' stoffes innerhalb der Partei aufgehäuft, daß scharfe Auseinandersetzungen nicht ausbleiben tonnen. Namentlich ist es der im Verfolg der Budgetabstimmung ausgebrochene Zwist zwischen Nord und Süd, der zu lebhaften Kontroversen führen wird, nachdem bereits in der Presse feit Wock-en der Kampf getobt hat, der namentlich von Norddeutschland aus teilweise mit recht grobem Geschütz geführt nntrbe. Man macht den Süddeutschen zum Vorwurf, daß sie gegen eine wichtige prinzipielle Bestimmung des sozialdemokratischen Parteiprogramms gefehlt hätten und oaß in diesem Verhalten eine Annäherung an die Bourgeoisie liege, die mit sozialistischen Grundsätzen unvereinbar sei. Es handelt sich also um eilten Prinzipien streit, bei dem die alten Differenzen zwischen den Doktrinären und den Revisionisten zweifellos wieder zum Ausbruch kommen; allerdings ist es nicht ausgeschlossen, daß man wie bei einigen der letzten Parteitage die Diskussion hierüber der Oessentlichkeit entziehen Wied, indem man die bett. Angelegen l-eit einer besonderen Kommission überweist, die dann nur summarisch Bericht erstattet, ohne daß ein getreues Spiegelbild der Einzelheiten gegeben wird. Daß man aber mit Gewalt die süddeutsche Richtung unterdrücken will, gebt aus der Taktik hervor, daß ein großer Teil der nord- deutschen Bezirke infolge einer Anregung des „Vorwärts" 3 Vertreter entsendet; dazu steht ihnen zwar ein Recht zu, das aber bisher nie ausgeübt wurde, weil sich die meisten kleineren Bezirke aus pekuniären Gründen mit ein oder zwei Delegierten begnügten. Man will also eine Mehrheit für den vom Parteivorstand eingenommenen Standpunkt unter allen Umständen erzielen und hat zu dieser Maßnahme feine Zuflucht genommen, wobei den minder bemittelten Klassen sogar Subfibien gewährt werden. Der Ausgang dieser Differenzen kann also kaum zweifelhaft sein, der norddeutsche Standpunkt wird siegen und die Süddeutschen und ihre Freunde werden sich trotz aller Gegenreden schließlich fügen, denn eö ist kaum anzunehmen, daß es etwa, wie verschiedentlich geglaubt wird, zu einer Spaltung kommt. Man wird.sich schließlich wieder einigen und die süddeutschen Genossen werden es auch ruhig ertragen, wenn, wie vorauszusehen, eine Resolution angenommen wird, worin ihr Verhalten einer scharfen Kritik unterzogen wird. Meinungsverschiedenheiten besteben auch hinsichtlich der Frage der Angliederung der Jugendorganisation, von dem ein Teil der Führer überhaupt nichts wissen will. Freilich handelt es sich hierbei nur um eine taktische Frage von etwas geringerer Bedeutung, und daher io ollen etwaige Differenzen hierüber nicht allzu viel besagen. Gleichwohl aber kann man annehmen, daß es in Nürnberg zu ähnlichen Szenen kommen wird wie in Dresden, wo der Kampf -wischen Alten und Jungen mit der größten Schärfe geführt wurde und die Gemüter auf das heftigste aufeinander losplatzten. Auch damals ging man schließlich friedlich auseinander, und so wird es aller Wahrscheinlichkeit nach auch diesmal wieder sein. Indessen liegt es auf Der Hand, daß derartige Vorkommnisse nicht geeignet sind, der Partei zahlreiche neue Anhänger zu- msühren, ein leises Abbröckeln am sozialdemokratischen Turm ist schon seit längerer Zeit bemerkbar. Die scharf geführten, aber unglücklich geendeten Lohnbewegungen haben zahlreiche Arbeiter den Gewerkschaften entfremdet und der Sozialdemokratie entzogen und zweifellos hat die Partei chren Höhepunkt überschritten, ein Riefenzuwachs wie früher fann als ausgeschlossen gelten, die Bewegung ist zum Stillstand gekommen, trotz aller Anstrengungen, die gemacht Verden, diesen Gang der Entwicklung auszuhalten. Ausland. In Bosnien gärt es. Wie von dort gemeldet wird, wurde auf eine österreichische Feldpost in der Nähe der bosnischen Grenze ein Ucberfali ausgeübt. Die Angreifer wurden aber durch die starke Patrouille, die die Post begleitete, zurückgeschlagen. Ferner wurde versucht, mehrere Militärmagazine zu erbrechen. Das Militärkommando ordnete die Verstärkung der Truppen an, nm die Straßen gegen die Grenze und die Militärmagazine besser überwachen zu können. Zusammenstöße zwischen Sozialdemokraten u n d K a t h o l i k e n. Zn Budapest sand am Samstag ein Katholikentag statt. Gleichzeitig hatten die Sozialdemokraten eine Volksversammlung einberufen. Nach Schluß des Katholikentages veranstalteten 20 000 Teilnehmer, unter denen sich zahlreiche Aristokraten befanden, eine eucharistische Prozession. Dabei kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen den Teilnehmern der Prozession und Sozialdemokraten. Letztere bewarfen die Katholiken mit Steinen und Kot. Polizei schritt mit blanker Waffe ein. Auf beiden Seiten gab es zahlreiche Verwundete. Mehrere hundert Verhaftungen wurden vorgenommen. In London hat man die Gefabr von Zusammenstößen bei der eucharistischen Prozession dadurch verhindert, daß daH Allerheiligste nicht in der Prozession getragen wurde und das rein kirchliche Gepräge somit zurückgedrängt war. Das Befinden der Königin Wilhelmina ist^ wie die niederländische Zeitung „Vaderland" mitteilt, ernster, als vom Hofe zugegeben wird. Die Königin sei äußerst schwach. Das „Vaoerland" tadelt scharf die Regierung, die dem Volke die Wahrheit vorenthalte'. Die Demission des dänischen Kabinette ist nunmehr die Folge der Unterschlagungen des früheren Justizministers Alberti. Unter dem Druck der öffentlichen Meinung, die immer gebieterischer den Rücktritt des für; das Volksbewußtsein allzu eng mit dem ehemaligen Justiz^ minifter Alberti liiert gewesenen Ministeriums verlangte,' hat der König die Demission des Gesamtministeriums, angenommen. Dies geschah, nachdem der Minister des Aeußern, Graf Raben, vormittags bei dem König unter Darlegung der Situation für seine Person um seinen Abschied eingenommen war. Christensen wird bis zum bevor- stehenden Zusammentritt des Reichstages weiter als Ministerpräsident fungieren. Tie Nachricht von der Demissionj des Ministeriums rief allgemeine Genugtuung hervor. Es verlautet, daß der Butter-Exportverein gegen die Bezahlung der von Alberti kontrahierten Schulden protestieren will. Jetzt ist festgestellt, daß 26 000 Sparer Einzahlungen unter 2000 Kronen bei der Bauernsparkasse geleistet haben- und 5000 Einzahlungen von mehr als 2000 Kronen machten. Es ist der Gedanke angeregt worden, wenigstens einen Teil der durch Alberti unterschlagenen Millionen durch ä f f en t-t liche Sammlungen im Lande wieder einzubringen. Die türkische Regierung hat mit der Ottoman-i bank eine Anleihe von 3 800 000 Franks abgeschlossen. Ter! Sultan beabsichtigt eine besondere goldene Frei heits-j münze prägen und mittels Spezialgesandten allen Mon^ archen Europas überreichen zu lassen. Aushebung des Kriegszustandes in Ruß-- land. Durch kaiserlichen Ukas ist der Kriegszustand mit dem 28. d. M. aufgehoben und durch den verstärkten Schutz ersetzt. In einigen Gegenden des Gouvernements Jekate-* rinoslaw ist der außerordentliche Schutz verlängert worden.- Die Aufhebung des Kriegszustandes ist wohl geschehen, unt dem Auslande zu dokumentieren, daß im Zarenreiche normale Zustände zurückgekehrt sind. Das AnleihebeoürsniH Rußlands ist der eigentliche Grund dieses Ukases. Aufsehen erregt übrigens in Konstantinopel die Meldung von der, Zusammenziehung russischer Truppenmas-, sen beim Grenzort Sarikomisch. Die Zusammen-; ziehung erfolgt angeblich mit Rücksicht auf die bevorstehenden Manöver. Die Bevölkerung der Inseln Pica und, Fay al (Azoren) hat sich gegen die portugiesischen, Behörden erhoben, da sie mit den ergriffenen Maßregeln, die Ausbreitung der Pest zu verhüten, unzufrieden sind. Der Pöbel griff die Krankenhäuser und öffentlichen- Gebäude an. Die Truppen, die ausrückten, wurden in- die Flucht getrieben und mußten sich in den eigenen Baracken verbarrikadieren. Viele Regierungsbeamte wurden verletzt. Tie Unruhen dauern fort. ien“ lauses“ lngcn und fflnuneli bcks-RabattMartn Stratze: inbonaafoe 66 ntfuner Saaße ti boraf Bhilwv-Mh z w und üindenM inhossttaße 41 rklslraße 28 iltaht l'J ttlüraße 19 -nkmrler Sttaße $ lenvlatz 12 tcrsweg 6 lersweg 6 bekannt gegeben! । Nr. 216 Erstes Blatt 158. Jahrgang Montag 14. September 1908^ Der Siebener Anzeiger Be uaSvreiS- .SS jZI AM A X A. GiebenerZamilienbläNeri ßj 'W ■ 01 43k /<> jTA TOW Ablwle- il Zweigstellen zweimal wöchentl.Xreir- DR Mw B Aw A ■ B M w ” W 9 B B B ■ Q ’ rnonatlick 65 Ps.; durch blattfürötnKrtisWeten ■ ffl Jr B B RZ W 9 B B WlZ K Q H Q diePo.l MÜL.-vlertet- (TienstagundFrenach: HR M M B Ä ■■■ B B BF B I II BMW HT W auSschl. Bestellg. SS? General-Anzeiger für Gberhessen MW bS vormüwgs^uhr^ lkotationsdruck unö Verlag der vrühl'schen Univ. Buch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion. Lrpedition und Druckerei: zchulstraße 7. H." Beck. bunden durch Schleifen in den elsässischen Farben, trugen, a n Swakopmund. Er überlasse diesen '.Neubau den ■ * ’ * ' - .«•»!.- , Interessenten. Er werde nur den bestehenden HolMr ver- : stärken lassen, der bann lange Zeit genügen werde. Tie neuen Eisenbahnen seien no ch unrentabel, besonders die von Windhuk nach Kectmaiiushoop. Die O v a in* b o frage solle vorsichtig behandelt, es sollten keine Truppen hingeschickt werden. Kaufleute, die hingingen, sollten nur gegen hohe Kaution Zutritt erhalten. Todesfälle in Gebweiler. Der frühere Präsident des Landesausschusses, Wirklicher Geheimer Rat Dr. v. Schlumberger, ist gestern vormittag gestorben. D.r Erzabt von Beuron, Plazidus Wolter, ist gestern nachmittag in Konstanz gestorben. Ternburg über das Wahlrecht. Als der nunmehr von seiner Juiormationsreise durch Deutsch-Südwestafrika nach Antwerpen zurückgekehrte Staatssekretär Ternburg in Windhuk weilte, hatte er dort eine dreistündige Unterredung über wichtige politische und wirtschaftliche Fragen mit mehreren Windhuker Herren. Er bezeichnete die Weigerung der Windhuker Bevölkerung, sich an der Bildung und Mitarbeit im Gouvernements- dezw. Landesrat zu beteiligen, falls ihre Wünsche betreffs dieser Körperschaft unberücksichtigt bleiben sollen, als sehr unklug und riet dringend, nicht auf diesem Standpunkte zu verharren. Tann kam er auf das Wahlrecht zum Landesrat zu sprechen und führte hierzu nach dem Bericht der „Wind- Huker Nachrichten" aus: Er sei entschieden gegen ein direktes Wahlrecht, auch wenn es kein allgemeines fein sollte. Wernburg wies auf die Zustande hin, die das Reickstagswahlrecht gezeitigt hat, namentlich auf den Umstand, daß Städte wie Berlin, Hamburg mit ihrer hohen Bedeutung für das Reich sowohl als auch für die ganze Kulturwelt durch Sozialdemokraten vertreten seien. Wenn für die Gegenwart auch nicht zu befürchten sei, daß aus einem direkten Wahlrecht' ähnliche Zustände sich in Südwestafrika bilden würden, so könnten solche aber in Zukunft entstehen. Die Ansicht Wernburgs über das Wahlrecht wird jedenfalls noch eingehend erörtert werden müssen. Es fragt sich vor allem, ob es überhaupt berechtigt erscheint, das Reichstagswahlrecht direkt mit dem Wahlrecht in unseren Kolonien zu vergleichen. Ter Rückgang der Eifenbahneinnahmeo. Wie Eisenbahn, die solange eine der besten Einnahmequellen bildete, zeigt betanntlich seit Einführung der unglückseligen Fahrkartensteuer einen andauernden Rückgang in den Einnahmen. '))üt einem Einnahme-Ausfall von ca. 70 Millionen Mark dürfte, wie da§ V T. erfährt, die vreußisck-hesfische Staatsbahn-Verwaltung in diesem Etat-Jvüre zu rechnen haben. 9Lach dem Voranschläge sollen sich die Gesamt-Einnahmen auf rund 2,045 Millionen, die Ausgaben auf rund 1325 Millionen beziffern, so daß sich ein Ueberschuß von 720 Millionen ergeben wurde. Nach den bisherigen Feststellungen und Schätzungen dürfte jedoch der Ueberschuß sich auf taum 650 Millionen belaufen, vorausgesetzt, daß die Betriebs-Einnahmen weiterhin in gleichem Maße wie in den verflossenen 5 Monaten hinter dem Voranschläge zurück bleiben. An dem Rückgänge deS Personenverkehrs ist nicht allein die allgemeine Geschäftslage schuld, die tatsächlich ungünstiger ist, als vielfach angenommen wird, sondern auch die Verteuerung des Reisens durch die Tariftesorm und die Fahrkartensteuer, die eine Abwanderung in die unteren Wagenklassen zur Folge gehabt habe. Hoffentlich bewahrheitet sich nun die Nachricht, daß die Fahrkärtensteuer abgeschafft werden soll. Marokko. Muley Hasid hat in einem Schreiben an das diplomatische Korps mitgeteilt, daß er die von Abdul Asis eingegangenen Verpflichtungen anerkenne. Wem „Matin" zufolge sind in Tanger Briefe von Muley Hafid eingetroffen, durch die der Minister El Menebbi bevollmächtigt ivirb, mit den Vertretern der Mächte zu initerhandeln. Muley Hasid erkenne grundsätzlich die Akte von Algeciras an, rechne aber darauf, durch das Entgegenkommen der Mächte einige Aen- derungen, insbesondere hinsichtlich der Organisationen der Polizei zu erlangen. Er suche ferner über besondere Entschädigungsforderungen Frankreichs, namentlich in Bezug auf Kriegslasten, eine Verständigung herbeizuführen. Wie das Blatt weiter meldet, bemüht sich Muley Hasid, eine neue starke Mahalla zusammenzubringen, deren Oberbefehl er persönlich übernehmen will. — In Tanger ist gestern nacht übrigens Mohammed el Torres, der Vertreter des Sultans Abdul Asis, gestorben. Deutsch es Reich. HochtSpfleqe — Ijat bcö Kr'.-' r-rt wegen fr::nin'en: 1. Tränku»g insoweit der Rechtsgüterschutz. als lolcher durch bei Srrafges.tz unnntrelbar nur tnt Inieres-e der einzelnen Verletzten vom Staate gewährt wird: es in daher tu beseitigen für die Vorgehen gegen: a- §§ 185 bis 187, 1*9, 28'J, 299 Str. G. B. b- >.s 7, 9, 10 bei ulent en rum mehr als bisher zn beschränken, romermlid) dadurch, ban statt btt Zurückwe.sung allein von der mündtich.n Verhandlung die volle Aussch,.eßung von der Bertretuni ang> ordnet werde» kann. Tas Verfahren ist zu beschleunigen und gwar insSeiondere durch bu Ermöglichung einer freieren Entfaltung nd terlichcr Anordnungen vor der Verhandlung Ter Zweite Referent 'Lrof. Tr. S t e i n - Leipzig, beantragte, den Thesen des Referenten mit Ausnahme von II a- 2., dre die C lnrichrnna feder landgerlchUlchcn Hiagt beim Amtsgericht uuv. betrifft, iiuuftmunen, der IHefe 2. b aber folgende Fassung zu geben: Das amlsgeruhtliche Verfahren must erufach und volkstümlich gefüllt:t fern. T?shalb sind alle verwickelten Formen Zwischtnurteile usw.- zu befeit.'Xn. Ferner ist die MünDlichkcu Den gegemoärrigm Fähigkrtten der Parteien durch elastische Vor- fdiriften anzupassen uno der Richter anzuweisen, innerhalb und austerhalb der münolicl en Verhandlung die Parteien zu belehren uno mizuleiten, soweit RcchrsunkunDige mangels geeigneter Vertretung cs errotberlid) madxn Insbesondere müssen Die Parteien auf die Folgen ihrer Unterlassung und auf Die Formen und Fristen von Rechtsnritteln hrnHewteseti werden. Tos Rschtökonsulenicn- tum ist zu bekumpfen durch Erweiterung der jetzigen Zurückiveli'ung von den Verhandlungen, mit dem vollen Verbote der Vertretung. In der dritten Abteilung, der StrafrechtSabtctlutig, rief die Frage der Einschränkung des Lcgalitätsprin zips eine leblfastc Ausetnanderscynng hervor. Tie Abstimmung über die AmeiiDements gellaltetc sich so schwierig, dast jebe Ueberstcht verloren ging. Tie Frage wurde Declxilb von bei Abteilung an das Plenum oenviesen. Austerhalb der Tagesordnung nahm daraus Geheimerat Prof. Tr. T. ila hl-Berlin Day Wort zu einer bemerkenswerten Acuste- rung. Er erklärte: daS Erscheinen des Entwurfs der neuen Strafprozestordnung ist ein Ereignis und zwar ein erfrenlichcs. Tie Genugtuung darüber wird in keiner Weise bcein.r. düigt Durd) die Stellung. Die man z.:m Inhalt cinnunmt Für das Schicksal des Entwurfs ist c5 aber nickst ohne Bedeutung, von welcher Geiamtstimmung er im deutschen Volle empfangen wiro. Ter Eittwurf ist im grauen und ganzen freudig begrübt troröcn. Er tuire herrlich schlecht, wenn er alle befneoigen würde. Ich er, der zu der Rcsormfrage schon Stellung genommen bat, wrro finden, dast oerschichene seiner Wünsche nick»: erfüllt worden sind. Aber im ganzen must ein gerechter Beurteiler ancrLmncn, dast der Entwurf aus einheilltchen Gesichisvunlten gearbeitet ist unb dast tae Sitcuitur und Die Praxis Daoei weitgehend^ berücksichtigt ivoroen sind. Ter Entwurf ist mit grast er Sachkenntnis bearbeitet worden unb die besten Hoffnungen sind für ihn berechtigt. Indem nnr das als gerechte Leute anerkennen, schaffen wir uns damit selbst freie Bahn für dir SVritif. D.r haben aber and) eine Pflicht der Dankbarkeit zu erfüllen. Ich halte es für eine Ehrensache des Jurisdentages, dast wir der Verdienste des hodwerdicnten Staats,ekretars Tr. Rieberding unb seiner ausgezeichneten Mitarbeiter gedenken. Möge das Gesetzgebungö-verk gelingen und möge cs unter dem Zeick>en des Vertrauens stehen, damit nicht Misttrauen gesät wird, flögen fick) alle von real- politischen Stimmungen bei der Beurteilung dcS Entwurfes leiten lassen. (Lebh. Beifall.) In der zweiten Abteilung für Handelsrecht wurde zu der tyragc der reichsgesetzlichen Regelung der Lagerscheine unb Lagerpsanüscheine beschlossen, dast der Iuristenmg sich für eine reick-sgesetzliche Regelung der Angelegekil-eic audiuridiL Darauf wurde in dieser Abteilung über das Thema beraten: „Welckst Aenderungen des bestehenden Rechts empfehlen sich, um denjenigen Perstiten, we!ck>e in einem Vertrags- oder An- stellungsverl/lllnis tätig find, den gebüIyrenDeii Anteil am Rui^n und Ehre aus ihren Erfindungen und fonstigen geistigen Schöpfungen fidicrzustellcn." Gutachten über diese Fragen haben erstattet Pros. Tr. Oster- rietlxBcrlin und RegierungSrar Pros. Dr. Sck)anz^TresDen. In der ersten A b t e i l u n g s ü r S o z i a l r e ch t wurde lange über die Frage des E i g e n t u rn s v o r b e h a l t S an den mit einem Fabrikgebäude zu verbindenden Maschinen verhandelt. Geheimrat Pros. Tr. Riester-Bcrun schlug einen Protest gegen Daö Reichsgericht vor, loeil dies trotz der voneinanDer abweidienden Einzelentscheidungeu nod) keine Plenarentsdicidung herbei geführt habe Tiefer Antrag wurde schliestlich zurückgezogen. Unter Ablehnung aller anderen 'Jlb- lehnungSanträge mürben fchliestlick) die Anträge des Iustizrats Tr. Neunämn-Berlin angenommen, in denen cs heißt: der gammlige Stand tfS »esetzeS verbinden eine den BerkehrSde» bürnnifcn entsprechen de Berücksichtigung W '-'MumSoorl ■cbaltS nicht Ttibcr 'St eine «mberung der Gesetzgebung abzul-hnen. In der rillen Abteilung für das Zivilrecht wurde» bic Leitsätze der Rescrealr» Oberamtsrichter Tr. Levis unb Pros. 2t Stem angenommen. In Der 3iraircd iSabinlung beschäftigte man suk, mit brr Frage: emv tedlt s »:ch. .in das künftige deut'cho et. G B fd-'.'tcn über Strafzumessung au zunchmen? Zu diesem 2hnr.a hatte der Referent 2öitkl. Geh. Rat v. Hamm- Rinn gem.-müm mit dem Senatsrrmidenten am Reichsgericht. Tr. Olsdauken. folgenden Antrag gestellt: 1. int besonderen 2eile dcS et. G B. it. Krtveu bic Vcanr l- c Delikte di gestattet, em rcg.luvistig 6B. zuwenbendec ordentlich.r eira’rabnwr. auf ufidLn, n jlr:nb bur) austerortentlici e Strofrabmen Ott Mögt ichk.it iu gnrähren ist. bic Strafen für besonders mtlbe ober schwere Fülle au» na Hw-, wei'c zu bemess.m. 2 Eine Förderung der : -. zume "'ung kann nicht burd) Aufstellung e.n«einer Straszumessnn--- grünbe erreicht werden. 3. Jedes Urteil hat sich uad; pvmgmprr Vorschrift gnuiu üoer d e Gründe der Zumessung des cinzelncs. insbesondere aber über Die Ann>enpung des austerordenUichco StrosrahmenS eingehend auo-uiprechen. Sic Tislusiwnen über das üö uta unb den ‘fliiirag ccrtultttm sich nur kurz. Da die Zeit vorwärts drängte. Tc Antrag von Hamm-OlSbausi-n wurde schliestlich angenommen unter Avlcieüi; aller übrigen oaju noch gestellten Vic aiecrungoanträgc. In brr vierten Abteilung ur das Zivilrecht wurde dre Frag: der A e n b e t u n g des Rechtsmittels der Revision in ZtoUiachcn verhandelt unb ein Antrag des Geh. Iufrizrot- Erythrooel-Leipiig angenommen, m Dem iestgestellt würbe, Dan * bet Revision der durchgrei'enbeu Reform d S Zivilprv-estvermhreu- oorzubchalten ist. Weiter wurde beschlossen, dast zur Bcsemauu- Der gegimvärtigfn Uebctlafeang beim Reichsgericht eine 8er. mehrung der Zivilleiwte nicht zu umgehen ist. In der ersten Abtelluna ivuroe ui oe. Frage der »iv ilrechs. lichen Folgen der Berrusserklarungeii eine Re o- lution des Berichterstatters, Professor Tr Rosin, Freiburg, angenommen, in bet es u. a. heißt: „Ter Iuristemag nat das vertrauen zur deutschen Rechtsprechung, dast sie es, wie bisher, auch ienter verstchen wirb, auf der Grünblau der gvicbiiäen Ve sl.mmungen bie Inierrffen der indioibucllen Enver.-o- unb *3r- bcitsdedingungen mit denen Der freien gefellfchaftlichen Selbst. Hilfe zu einer gerechten unb sittlichen Ordnung zu vereinen, i-ur Aenderung d s Vürgerlickxn Gesetzbuches im Hinblick auf dwsc Materie ist nicht geboten. In der zweiten 'Abteilung für Handelsrecht wurde das Thema des Anteils der A n g e fi c 111 e n a n ihren E r,, n. düngen unb sonstigen gcnüjcn Schöpsungen eingehend eror;rr: unb schliestlich eine Resolution angenommen, m btt es hr^. dast die Erfindung dem Angcstellteu gekört, der sic acmatfr hat unb nick t Dem Gesa astshcrrn, sofern nicht burd) vertrag das Gegenteil bestimmt t|L Im Patent- unb Gebrauchsmuskergksetz ist zu bestliinnen, dast Dem Urfinber ein im Woge der gerichtliche» Silage ver olgbarcr Anspruch zusteht. Damit waren bic Arbeiten Der vier Abteilungen beendet. Morgen vormittag imbtt die zioeitc Plenar- und ^chlustsitzLng Des Iuristcntagcs statt. . . - ■■■-■■ ... । - ■ - -- — 2hi» 5taO*t imO €nnO*. Gicstcn, 14. Scpk. 1906. ' Die schriftliche Staatsprüfung für den höheren Forst dienst wird am 2. November d. I. und an den folgenden Tagen in Darmstadt unter dem Borst; DcS Geheimrat Wilbrand abgchallcn werden. Gesuche um Zulassung zu dieser Prüfung sind spätestens btfl zuia 17. Oktober bei der Minislerialabteilung für Forst- uni Äamcralvenvaltung euizurcichen. ** Anerkennung eines Gießener Komponist en. Unter den vom Speicrgau-Sängcrdun-, gelegentlich seines Preisausschreibens für voiksiümludc 'l1tänncrd)öre angckauftcn Mompofilioiicii befindet sich at» eine solche des hiesigen Gcfanglehrero Leopold «Keller. Tie Tichuntg: „Lebenswunsche" »st von Tr. G. Pusch, Ortrn- berg. Eingclaufcn waren 817 Sendungen. Tas Preis- gericht bestand aus den Herren Simon Breu-Wurzdurg, Fr. Zureick)-Äarlsruhe und G. E Groß-Lanostuhl. ' Lehrlingsausbildung »ind Meisterprüfung 91 m 1. Oktober teilt bekanntlich die Gewcrbcnovelle über den sogen, kleinen Befähigungsnachweis in straft. Dieselbe be» stimmt, dast künftig im allgemeinen nur noch solche Handwerker Lehrlinge nnlcitcn dürfen, die die Meisterprüfung bestanden haben. Tikjenigcn also, die diese PAlftmg noch nicht abgelegt haben, müffcn diese baldigst nachholrn, andern- überall bestrebt, einfach und werkgcrecht zu bauen imö nicht mehr nur allein auf die eigenen Wünsche zu achten, sondern auch auf das Strasten- oder Landschaftsbild, daö Dcifi Hause erst bic zugehörige Umrahmung gibt. Seht viel hat auf diesem Gebiete der rftunflroacP gewirkt, und durch Zusammenstellung von Beispielen und Gegenbeispielen sehr viel zur Hebung des guten Geschmackes beigetragen, wie auch die Kulturarbeiten von Schultze- Naumburg, dem hervorragenden Förderer alles deffcn, was man heute unter Heunatschutz versteht, gewirkt haben. Pflicht jedes einzelnen ist cö aber, an der Hebung unserer heimatlichen Bcstreblingen nach straften niitjuaibcitcn, wie es jetzt in Preußen geschehen soll. Ter preust. Ministerial-Erlast lautet im wesentlichen etwa also: Ttc allgemeine Bedeutung der Bestrebungen, bie Pslege beimatlidKC Bauivctse zu iörbern unb die Erhalliing der Gigcnart mied LrtS- ober StrastenbilbeS zu sichern, ueranlant uns. Daraus bÜLjU!uirfcn, Das; zu Den Zwanasmittcln eine i r e r w i l! i g c M 11- arbei t möglichst weiter Jlteije an der Erfüllung dieser undjitgcii itu k:tra ufaabc hinzu tritt. Wir halten cd deshalb für ange-eigt, im folgenden auf bic wcinitlufiften Mistskrndc hinzu weisen unb zugleich bi: Mittel unb VJcqc zu bei ung . i ’.v. c : 11> c u a : itr 9Lr t unb in <• i r. c r Ucber (a b nur zu oft einen icbeS aebildetc Auge verletzenden Ausotuck. Das Bedenkliche einer lolchen auf äußeren Schein gerichteten - - ? r.- '..b. . V.' iltebrr. Die für THtnliub oDer GipSsüick nachgec unb Sckrniucksormen tvit künftlcrrscher Erfindung und AirsMruiig in fabrikmäßig hergeftellten Erfatz- stoffen narbgcöildct roerben. Es gilt, bimn L-ondcl zu i(baffen unb wieder auzuknüpfen lernt uno curat» Städten tm schlicht bürgerliches Gepruge geben unb au, den Tonern so zu bauen, wie n> Das bäuerliche Selbstoenuhtseüi vereint nut weiser Sparsamkeit unter BenuOMß heimischcr Baustvssc unb in Anpassung an bic Landschaft früher ,o eigenartig unb an sprechen b verstauben hat Eine ('kiunbung im bürgerlichen unb ländlichen Bauwese» ist aber nur zu ermatten, wenn der Sinn für da» Natürliche, Zweck- mäßige unb Sckrönc neu geiveckt wirD unb duffe Okfinnung tu der Vernieioung alles unechten unb äustaen Äufwanbcd zur Tat wirr Es ist loebcr notwendig, nod) and) nur erwünscht, daß babr. nad) Einheitlichkeit des StueS gestrebt ivade. Wenn in unmittelbarer Anlehnung an auSgepräF btfbnidr Stile gebaut wiro, fällten nur bie bcst.n Bkifpiele als Voedtlder benutt, nickst aber Motiv: unb Formen, die anbeten Landschafter eigentümlich sind, vcrwenbct iserbtn. Unabhängig von jeber Stilsragc erforbert auc^ bie bescheiden^ Bauanlage eine klare, aud dem i'Grundriß cnnvidelte > t-üolmj des Aufbaues, eine mastvolle Gliederung der Autzemvände « forgfälliger Abwäginicf der Tür- und Fenskeröffnunacn im (k- gensatz zu den gcchloffc». n Wandflächen, eine einsack« 2a<6btIb»M mit guten Ho Heu Verhältnissen uno Umrissen und für baf^uM eine feinfühlige, maßvolle Änw-endung von oinameitfalem SckMuck sowie eine Wohl überlegte Abstimmung der Farben je nach ter (heti* ar: der Baustoffe Wenn diese Grundsätze beim Dan stac tischet Wohn hauset «u Richtschnur zu nehmen sein werden, so dürfen sie ,m nxtcwtlnyei auch für alle läi,blichen Bauten gelten, nur mit erhöhtem Wo* druck auf möglichste Schlichtheit in bet <*unbrt6form ufcb • Ausbau sowie auf größte Beschränkung in allen äußere» Strfu»* Mitteln. I» Vorstädten, die den lieber gang zur freien '.Ra tur bttoca in den Straßen bei ftletniubte, soweu in ihnen bas Rcihe»di»s noch nicht vorhertscht, besonders aber auf dem platten Land« müßte ba Vorzug, bah cm Haus ringsherum frei er» richtet werbe» Lmn, stets voll govürbigt werden 'Jädrt ohne zivingenocn Gruno Dürfen die Häuser mit kohlet Btundgiebeln harr an die Rachbargrenze gestalt werden, sie müsse, vielmehr, wenn ngcnb tunlich, mit 'Z-. Rchcnflächen umgeben werben und, wo möglich, durch Berandt»! einen natürlichen Schmuck erhalten ES ist in hohem Maste er.vünfcht, beim bauend«» Pablidur die ErkcnnwiS zu werfen uno zu befestigen, dast «n Straße»- Stabt- unb Landichaftshllb, möge es fich auch aus noch so ew- iarbai unb scheinbar an'pruch^oieu Teilen »"'ammensetze». ei' kulturgefchichrlichev Erbteil ist, befien Wen erkannt unb gewärtzt» werden muß, baß es un künfUenfchen Sinne cui itzan-e» bildet das Durch a u (t>r t n g l i di c . m,schöne unb 'remdatuge bauten ebenso icU geschädigt wiro. wie burd) BcseiNgung e*n lichtt Teile des Vot handenen Wenn das Verständnis für diese Fragen in weiteren Rrtrv. I errschend wirb, ist bei ent sprechen der Betehning unD Anregung aud zu erwarten. Daß der einzelne sich bemuijen loub, fo |u bauen, k* a nach den vontehend entroidelien iviundsätzen ui Anpaßuug m die ocilichen Verhältnisse natur- und sachgeinaß ifL Um eine Einwirkung in diesem 6mnt mu Ettalg auipuih« Städteordnung durch die bevorstehende Herbstmarkt Pserde markt. Ter uxrspricht wieder ein sehr guter Spielplan der vereinigten zrankjutter Stadttheater. Tiensta ♦) Anfang, wenn nichl anders Demevtt, abends um 7 Uhr. ‘<3 *6' Weller Höch sic Atedrigste Handel . 91.50 Obcischlts. Eiseu-Iudustrie 103.00 101.50 Berliner Börse, 14 . 148.00 23.00 149.30 ktreiSamt (in Gemeinden mit Bürgermeisterei) verleihen lassen. W SW SW Bochum Guss . Buderus E. W. Tendenz: fest, Eisenbahn..... Gottiiardbahn..... Loniuaid. Eisenbahn . . Uesterr. Staatsbank . . . Ennce-Henri-hisenbahu . 208.60 213.10 22.70 91.20 145.70 Berliner Eandelsges. Darmstadter Bann . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat Bank Dibkouto-KommandiL Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- 172.50 240.10 Sonnenschein Wegen Beo. Himmel llarpeuer Bergwerk Laurabtitte . . . .\ordd. Llojd . . 123.75 '1^.70 205.50 200L0 108.30 208.50 213.00 Cauada E. B. . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest. September. Anlangskurse. Harpener Bergwerk. . . Laurahutte ..... uombarden E. B. . . . Nordd. Llojd..... 1urkenlose ...... Elektnz. Schlickert . . . Escbweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. 1’akelL 2 2 2 . 169.70 . 128.50 . 240 00 . 136.00 . 179.00 . 147.25 . 202.40 13.-14. Jin Abteilungen ta» unb Sttilug r. 13,5 0 C. 5,5 9 C. > Land. 6en, 14. Sept. M tsprüfung für- 2. November d. I.. ifiobt unter benite Hen werben. Ecjch.- nb spätestens bi» iteilung (üc For'i- . 226.00 . 114.00 Börse, 14. September, 1.15 Uhr. . 92.25 | Elektnz. Lahineyer . . entgegenzubringen. Zum Schluß forderte er die Anwesenden auf zu einem S?od) auf Kaiser Wilhelm II. OXh. Regierungsrat Fey dankte zunächst Rektor Zimmer und der Kommission für Blumenpflcge. Auch den mindern zollte er ancrken- uende Worte für die herrlichen Exemplare die fic zur Ausstellung brachten. Tes werteren führte Kreisrat Fey aus, daß Bad-3iauheim an sich schon eine Siaot des Blumenschmuckes sei und daß man speziell in Rauhcim dieser Lache sehr viel Sympathie entgegenbringe. Er schloß mit einem Hoch auf die Stadt Bad-Rauheim. H Friedberg, 11. Sept. Tic hiesige Zuckerfabrik wird am 28. September ihre Wintcrkampagnc er- offnen. IN der gesamten Wetteran verspricht die Zucker- rubenernte recht gut zu werden. Tic Rüben stehen gut und sind stark entwickelt. Infolge des vielen Regens dürfte allerdings der Zuckergehalt nicht fo groß fein wie voriges falls ihnen das Rn letten von Lehrlingen fernerhin nicht „..ehr gestattet ist. Ausgenommen hiervon sind lediglich diejenigen älteren Handwerker, die die Befugnis zur Anleitung oon Lehrlingen bereits fünf Jahre lang befesien haben, diese müssen sich jedoch weitere Anleitungsbefugnis durch das Jahr. Aus dem Ohmtal, 10. Sept. G.geu die von der Eisenbahnbaufirma Lenz u. Eo. gep;amc Ohmtalbahn mit Zahuradbeirieb über die Wasserscheide nach dem Zlstal werden mit der Zeit immer mehr unzufriedene Stimmen laut, ja die Antipathie gegen die Ausführung eines solchen Proiettes ist im Ohmtal allgemein. Man sagt sich mit vollem Recht, daß eine solche Bahn doch nicht dem starten Güterverkehr desLhmlals genügen kann und daß sie ebensowenig dem Personenverkehr die gewünschte Forderung geben wird. Eine Bahn mit Zahuradbeirieb ist hier ein Unding und bleibt besser aus dem Oymtal. Tie Ohmtalbahn muß so gehen, wie sie die Ingenieure der genannten Firma abgesteetl hatten, durch oa-3 Ehmial. Selbst die bei ledern gewiß hoch stei geude Vogelsbergbahn hat feinen Zahnradbetrieb. Wenn das Ohmtal eine liajtigc Bahn haben soll, dann muß sie auch dem Ohmtal entlang nachWettsaasen und Kirschgarlen gehen, bann rollt die Bahn, dann fördert sie den Verkehr und braucht nicht einen Zahnradbeirieb, der im Schneckentempo geht, bann wird auch die B.iusumuie iveit geringer sein. Also dem Ohmtal eine Lhmtalbahn ! KB. Darmstadt, 13. Sept. Tie gemeinnützigen Bauvereine für das Groß Herzogtum Hessen hielten heute ihre sehr gut besuchte Jahres-Versammlung ab. Nach Erstattung des Jahresberichts durch den Vorsitzenden, Laudcs- Wohnungsinfpcllor Gretzjchel, gab Sparlasfendirektor Döring-Gl eß en den Kassenbericht. Das erste Referai über die , Steuerpflicht der Bauvereine" erstattete Steuer» lommissar Köhler-Nidda. Tie Versauuulung nahm darauf einen Befchluß an, den Vorstand um Abfassung einer Resolution im Sinne dieser Ausführungen zu ersuchen. In der Debatte betonte u. a. Abg. Dr. Freuay, daß das Verlangen nach voller Steuerfreiheit der Bauoereine nicht empfehlenswert sei. — Ta2 zweite Referat erstattete Stabt» verordneter und Krankenkasfenbeamter LLolff-lRainz-Aiom- bach über die „Stellung der Arbeiter zu den Baugenysfen- schäften". Der Redner gab zunächst ein Bild über die Wohnungsfürsorge in Hessen und die Stellung der Arbeiter dazu und widerlegte bann die vielfach ungünstigen Urteile der Arbeiter über die Bauvereine. — Den letzten Vortrag hielt Lic. F uch S-Rüsselsheun über das Thema: »Was lehrt die Klemwohnungskolonie auf der Hess. Landesausstellung?" . Der Redner betonte dabei besonders die außerordentlich hohe Bedeiltung dieser Musterhäuser für die Arbeiterschaft und be- । sprach bann eingehenb die einzelnen Häuser unb beren innere Einrichtung. — Als Ort der nächsten Tagung würbe CanOu>irtjd?aft. fc. ® rofj-Um (labt, 13. Sept. Arn 10. September fand eine Anis ich tSratSsitzung der Zuckeriabrit stau. Lireklor Tr. Knapp gedachte vor Eintritt m die Verhandlungen des verstorbenen Cetonomen Georg Kalbhen n-Vtlbel, der seit Gründung der Fabrik dem Auisichtsrale angehört hat. Beschlossen ivurdc, in biejcm Jahre am 10. Oktober die Eampagne zu eröffnen und mit der AübenanUeferung am 7. Oktober zu beginnen. Wegen der Zahlung beschloß man, daß 70 Big. für den Zentner an die Gesellschaster sofort, der Rest nach Schluß der Campagne gezahlt werde. Wegen des diesjährigen RubenzuckergehaUes hat die Fabrik iortgesetzt Versuche angeueUt, die ergaben, daß zurzeit der Gehalt 15 Proz. beträgt. Iwolgc des kalten, ieuchtelt Wetters der letzten Wochen ist der behalt beeinträchtigt worden, doch hofft man, wenn die nächsten 14 Tage Trockenheit und Warme bringen, daß der diesjährige Zuckergehalt den vorjährigen (17 Proz.- annähernd erreich i. Ürittgung zu finden unb recht interefsant zu werben. Auch :ie Lose der Pferdemarkt-Lotterie finden guten Absatz. Der 1. Gewinn besteht aus einem eleganten Kutschier-Phaeton ,joon August Kilbinger-Gteßen) mit Pferd und filberplattiertcm »Seschirc (von Friedr. Groß-Gießen). Der 2. Gewinn besteht nus einem eleganten Halboerdeck (von Aug. fttlbinger) mit 'Öjerb unb vernickeltem Brustblattgeschirr (von Christoph Spieß). Der 3. Gewinn besteht aus einem Lauterbachei Wagen (von Louis Faber) mit Pferd und komplettem lummetgeschtrr (von der Firma Müller u. Diebel). Es folgen obann 6 Pferde und 4 Fohlen. Pferde unb Fohlen werben inf dem Markt gekauft. Ritt beut Einkauf ber nicht Icbcnben Sewinne wird bei den hiesigen Geschäftsleuten in diesen Tagen begonnen. Dieselben werden gut tun, sich jetzt schon zu überegen, waS sie ber AnkaufSkommission zum Ankauf vorschlagen ■onnen. Die Arbeiten ber Ankaufskommission werben hierdurch vesentlich erleichtert. •• Ein neues Liebig-Denk mal in Darmstadt. Zur Errichtung eines der Bedeutung Liebigs, des größten Meteorologische Beooachtnugen der Station Gießen. Gießener So:; gau-Sängerü ’ieiiü für twlter-- ioneii befindet fid). rers Leopold (Sei.; von Dr. C. Pusch, 5:- endunzen. Das ftt Simon Aeu-Aüch:, roß-Landstuhl. undMeistttpchÜ! Gewerbcnovclle üitt • ; in Kraft. k en mir noch solch: sn) )ie die Meisterprüfung b die diese Prüfung r;: baldigst nachholen, Fninldurter 3>i°/0 Beichsanleihe . 3-» do. 3>äe/e Kousols . . . do. . . . u>5°/0 Hessen .... bzi°/o Oberüesseu . . 4% Uesterr Goldrente. nid ersten Agrikulturchemikers, entsprechenden ^DenkmalS )QÜc die LandwirlschaftSkammer für Hessen in der Haupt- sersammlung vom 19. März d. I. den Beschluß gefaßt, dem Denkntal - Komitee einen Zuschuß von 2000 Mark aus ssammernntteln zu überweisen. Der deutsche Landwirtschasts- iat hat bei den ihm angeschlossenen Körperschaften für diesen Fweck gesammelt und zunächst 3163 Mark durch Vermittlung Der LandwirtschaftSkammer an daS Darmstädter Komitee verwiesen. x Lollar, 12. Sept. Tem langjährigen Gemeinderechner Ludwig Seipp IV. wurde für die in jeder Beziehung gewissenhafte Geschäftsführung von der vorgesetzten Üehördc, dem Großh. Kreisamte zu Gießen, eine lobende Anerkennung zuteil. Lich, 12. Sept. An dem Bahn bau Lich - Ettings- Hausen-Grünberg wird gegenwärtig mit großem Eifer gearbeitet. Die Arbeiten aui Unterbau sind größten Teils beendet, nur auf der Strecke Queckborn-Gri'mberg sind sie noch zurück. Vielerorts ist sogar schon das Packlager auf die Strecke gebracht. Beträchtliche Schwierigkeiten bietet der Bau nicht. Rur bei Münster an der Steinesmühle mußte ein 13 Meier :iefer Einschnitt durch einen Basaltrücken hergestellt werden, Dessen Steine in zwei Klopfmaschinen für den Oberbau unb Die Hochbauten ber Bahn hergerichtet werben. Zwischen Ärünberg unb Queckborn sind mehrere Einschnitte und hohe Dämme nötig geworben. Die Hochbauten ber Bahnhöfe werben jebenfalls erst im Frühjahr begonnen, die Eröffnung ,st etwa im Sommer 1909 zu erwarten. Stationen erhalten Die Orte Grimberg, Queckborn, Ettingshausen, Münster, (Dpcnitjaus. Montag den 14. Sept., abends 6 Uhr: „Götterdämmerung." Dienstag den 15. Sept."): „Violetta" (La Traviata). Mittwoch den 16. Sept., abends halb 8 Uhr: „Ter Waffenschmied." Tonners- lag den 17. Sept., abends halb 7 Uhr: „Lohengrm." Freitag den 18. Sept., abends halb 8 Uhr: ,6in Walzertramn." Samstag den 19. Sept.: .Fidelio." Sonntag den 20. Sept.: „La Boheme.“ Montag den 21. Sept.: ,Atda." Dienstag den 22. Sept.: „La Boheme“. Mittwoch den 23. Sept.: „Tannhäuser." 4*/4>o Uesterr. büberrente 4^6 Ungar Goldrente . . Italien. Bente . . . 3-o Portugiesen Serie I 3% Portugiesen 111 4^°/e rass.btaatsanl. 19Uo 4^-Z(1 japau. ttaatsauleihe 4 Couv. Türken von 1903 Türkenlose...... 196 Griech. Monopol-Aul. . -1% äussere Argentinier . d°/6 Mexikaner . . . 4 ya v/e Chinesen . . . . Aktien: tftericbisiaaL Strasburg i. W., 14. Sept. Tn5 Krieg^erichl der 85. Tlv. verurteilte den Sergeanten Krause des in Graubenz garnijonierendcn 71. FeldartlUerie-Regiments ivegen Al is; hand - Hing Untergebener in 62 Fällen zu 4 Al o n a l e n Ge- s ä n g n i S unb T e g r a d a t i o n. Nancy, 13. Sept. Ter Spion X! e f c r t, welcher kürzlich ju einem Jahr GeiängniS verurteilt worben war, bat gegen dieses Urteil Regreß erhoben und ist nunmehr vorn Apellhofe zu 2 3 a b r e n Geiangnis unb 500 Francs Geldbuße verurteilt worden. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie. Giessen. ien? Su 1 käNtn5 ' feere grfWfeJj j 3 bet riS ^nafe I ?lfelung fetcn ^'Ninen unter R3 ssD £lä bet gi.u■ : *n? tQ9 des £6k"?.iC nbctunq ä., i jm, .?’k £ iwe biZhA 5 ML- m Hinblick aui v Worms bestimmt. fc. Seligen st adt a. 10. Sept. Am 1- Oktober dieses Jahres ivirb die Haltestelle Zcllhauseu au der Bahn- trecke Fraulfurt—Hanau—Eberbach eröffnet werden. n. Offenbach, 14. Sept. Seit geraumer Zeit macht ich in unserer .Stadt der Lehrermangel recht unangenehm fühlbar. Monatelang schon fehlen au den hiesigen Voltsschuleu zehn Lehrkräfte, weshalb an den vcr- chiedcnen Schulgruppen bereits bestehende Klassen auf- geteilt werden mußten, so daß manche Schulklassen eine Schülerzahl vvii 70—80 Kindern aufzuwciscn haben. Lei einer solchen Klassenstärke kann namentlich in den untersten Zahrgangen das Ziel mit dem besten Witten nicht cpreicht werden — zumal das Haus in diesen Volksschichten in den cltensten Fällen mithilft — ein Nachteil, der in den päteren Schuljahren kaum wieder gut gemacht werden kann. Auch an den nötigen K lassenräumcnfehltes infolge des rapiden Wachsens unserer Stadt trotz oer in den letzten Jahreti erfolgten Schulhausneudauteii. Lis zur Vollendung der von der Stadiverordnetenversammlung bc- schlosfenen dringeud nöligen zwei neuen Schulhäuser sollen nach einer Lelanntmachung der hiesigen Bürgermeisterei verschiedene Schultlasseii in geeigneten gemieteten Privaträumen untergebracht werden. [] Marburg, 13. Sept. Aus bem Verkauf des städtischen Obstes wurden diesmal 1474,70 Mk. gegen 810,10 Mk. im Vorjahre gelöst. — Den Hauptgewinn bei der Pferd em artt-Lotterie erhielt ein junger Bursche namens Jakob aus R.-Holzhausen. — Bei dem Zus am men- stoß zwischen Zigeunern und Gendarmen in Wo 1 fs- haufen ist, iuic man jetzt hört, auch die Feuerspritze in Tätigkeit getreten. Die Zigeuner traten bem ersten Gendarm mit Schußwaffen entgegen, als jedoch noch mehrere Gendarmen kamen, ergaben sie sich. [J Biedenkopf, 13. Sept. Gestern stürzte im Manöver bei Eiershausen ein Geschütz eine (teile Böschung hinunter, wobei zwei Kanoniere und vier Pferde Verletzungen bauontiugcn. Tie Kanoniere kamen ins Krankenhaus nach Stembrücken. — Auch in Weifenbach ist jetzt bei einem Kinde Genickstarre fesigestellt worden. Ein Soldat, der dort im Quartier lag, bleibt vorläufig isoliert. Seit mehr als 40 Fahren ist m Hunderttausenden von Fällen die vorzügliche Verdaulichkeit und Rahrwirkung des yieitle'fdjcn Kittdermevles, das die.Kinder io gern nehmen, gründlich erprobt worden, ■jmmer gleichmäßig und gebrauchsfertig, ueis bekömmlich, nie säuernd oder sich zersehcnd, bringt das 9kestle-Vrehl den Säug ling durch die schwierige Periode des Sommers glücklich hindurch. knnbiirronvlne nt die aus allerfcmften Rohmaterial, herge- nuriKUi i pellte, nir die »arte -vaui der Frauen und Kinder seit Jahren bewahrte M n r r tj o 11 n i e i f e, denn sie allein enthalt den eosmet. Veuandtetl „Mhrrholm" nut anert. Schön^ heitswirtung auf die Haut. W Frankfurt a. M., 13. Sepl. Bei dem heutigen a ch t e n Paris-Frankfurter Achter-Rudern gewann nach scharfem über die ganze Strecke geschlossenen Rennen diePgriser Mannschaft mit einer VierteNänge gegen die oixinfuirter 2>lannschast. Tie Strecke war 2500 Meter lang. Tic Zeitdauer betruq Bir die Pariser Mannschaft 8 'Minuten 17 Sekunden, i Teilen. , Kit cr^g^-- heir S111a ,'wl vrf in w Ober- unb Rieber-Befsingen unb Lich. (g) Bad-Rau hei m, 13. Sept. Zum zweiten Male , sand heule dahier in der Turnhalle eine Preis vertei- \ lung für Blumeupflege durch Schul linder statt. In dem geräumigen ^aalc hatten die Kinder, die ichon im Winter zur Pflege bekommenen Blumenstöcke auf- gestellt. Eine stattliche Anzahl Tarnen und Herren hatte ich zur Prcisverlciliing eingefunden. Rektor Dr. Z i m m e r von der höl)eren Bürgerschule begrüßte die Giiste, unter Denen sich auch Gehcimerat Fey aus Friedberg und Bürgermeister Tr. Kayser, Bad-Aauheim befanden. Redner ver- brcitctc sich über den Zweck der Einrichtung und mahnte Die Schüler auch in Zukunft der Blumenpslcge Interesse nnpficlilt es sich, den berittenen Organen der Staats-, Provinzial- unb Lrlsbehörden nahezulegen, die bauliche Eiilwicklung der unter ihrer Verivaliung, Aussicht und Obhut stehenden Ortschaiten mit befonberev Aufmerksamkeit zu verfolgen und eine aufriarcnbe, belehrende unb anregende Tätigkeit zu entfalten. Als geeignete Mittel zu diefem Zweck bezeichnen wir 1. Tic Veranstaltung öffentlicher, allgemein verständlicher Vor- träge in Stadt und L'anb unter Veuutzuug ber einschlägigen Literatur, aus der mir beifpieldiueife neunen; Schultze-9lauinburg; Kulturarbeiten, Mitteilungen bes Bunbes Heiniatschutz, Wieland : Ter Denkmal- unb Heunaychutz m ber Gesetzgebung Der Gegenwart, . Tie Tenkmalpflege. Herausgegeben von der Schristleitung des Zentralblatts der Lauverwaltung, Rudorfs: Heiniatschutz, Sohnrey: Wegweiser für ländliche Wohlsahrts- unb Heunat- ^^Tethlessen: Tie Volkskunst, ein Mittel, die Heimalliebe des Lölkes neu zu beleben, o.., . Entwürfe zu Bürgerhäufern m Trier, Köln, Minden, Lubeck, Danzig unb Frankiurt a. Al. als Ergebnisse von Wettbeiverben, Eutwürie zu ländlichen und kleinbürgerlichen Gebanden un Regierungsbezirk Lüneburg, herausgegeben von ber Königlichen Regierung in Lüneburg, . m Tas Bauernhaus im Teilt,chen Reiche und m feinen Grenzgebieten, herausgegebeu vom Verbände deutscher Architekten» und 'JnQSarnrnhing von Entwürfen kleinbäuerlicher Gehöstanlagen füi das Königreich Sachse», Kühn: Ter neuzeitliche Tor,bau, . Schmidt: Forsthäufer unb ländliche Kleinwohnungen ui ad^en^u. uonOrtsausschüssen etwa im Anschluß an schon bestehende Vereine zur Pflege der Kunst und der Geschichte, an Ver- ichönerungsvereme und dergl. Tie Ausgabe solcher Ausfd)usse würde es sein, den Baulustigen mit Rat und -tat zu Hetzen. 3. Tie Ausschreibung von Wettbewerben zur Erlangung von mustergültigen Vorbildern zu Vauentwürien. 4. Tie Anregung zum Wetteiser m der Errichtung ansprechender, in das Ortsbild gut paffender Bauten durch iue_ G eiu a h r u ii g von Zuschüssen zu den Baukosten aus öpentlicheu MUteln, durch Zuerkennung von E h r c u p r e 11 c u ober durch öffentliche Anerkennung unb Belobigung. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenscha s t. 3m „Theatre des Ans" in Paris wird ui wenigen -vagen §rank Wedekinds Kinderlragödte ,Fr ü hlin g s e r w a ch en" auf geführt werden. Tas Stück ist von Robert b’puniieres überlebt und wird mit Zntereffe erwartet. 'Außer Frank Webekind kommen twch Sndennanu unb Kraatz zu Wort. — -tie ^djau- ipielerin Alice Lioyd in London ist für 2 Jahre nach r cn Vereinigten Staaten engagiert worden, nut dem wöchentlichen Honorar von 10 000 M. T:es ist bas höchste Honorar, welche- bisher einer VariLtekünstlerin gezahlt worden ist. Temptialut «in 13.—14. Septbr. — Bei der Tistanzsahrt B e r 1 i n - M ü n ch e n fuhr am Samstag als Erste Frau Krohne-Berlin ein, Zweiter war Fesing- Berlin, Trittcr Reimann-Elberfeld. zu werden. Für die Prämiierung liegen zahlreiche Meldungen vor. Die Vorführitng i_on Pferden ans dem Privatbesitz scheint wieder gute Be Die Cholera in Hußlanö. Aus Petersburg wird un.' gemeldet Tie Cholera schreitet fort. Zn ocu Krankenhäusern sind 190 Eholcra- traute untergebracht. Tie Umgegend ist ebenfalls verseucht. Im Petersburger .yafcti und bi den Ladoga-Kanälcn, wo uni diese Zeit xschioer wohnen, soroert sic zaylreichc Opfer. Zn Pcicrhof und Zarslvje Selo sind mehrere Todesfälle ovrgclotnmcn. Berichte über die Seuche gehen täglich an oeii auf dem „Standard" in den Schären treujenden Zaren ab. — Am Samstag sind bo Personen neu ertrankt und 20 gestorben. Tie Gesamtzahl der in der vergangenen Woche Ertränkten beträgt 229ii, von denen 1026 gestorben sind. Seit dem Ausbruche der Seuche sind 6<4<" Personen ertrankt unb 3130 gestorben. Aus Tiflis wird gemeldet, daß dort sieben Personen au Cholera cuwilt sind. — In Tarnopol in Galizien ertränkte am Samstag unter choleraverdächtigen Symptomen ein aus Konstantinopel eiugetrossencr Russe, der nach Amerika auswandcrn wollte. Ter Geh. Obermudizinalrat Kirchner in Berlin äußerte über die Eholeragefahr, daß sich die Bevölkerung absolut nicht zu beunruhigen brauche. Ter rusttsche Aus- wandererverkehr) ber uver Teutsujland nach den Hafens slädten geht, werde scharf kontrolliert. An der Grenze jeieit besondere Kontroll st ationcn errichtet worben. Wie gut wir gesichert find, zeigt der llm- stand, daß bei der furu)toaren Eholera.p.demie von 1905 in Deutschland nur 218 Ertranlungen oorgelommen feien. __ Handel nnd Verkehr, 0olk»wirtichafl. X Witzenha iijcn, 13. Sept. 9lad) bem Verwallungs- berichte bes Kreisaiisschusses hat in der Tabakütnbu ft x i e bce Kreises Witzenhaujen ber flotte Geschäftsgang auch im Berichtsjahre augehalten. Tic Bestelluugeu sind zetupetie kaum zu bewältigen gewesen. Fnfolgebefseu trat Arbeiterinangel ein, bem man burch Errichtung von weiteren Arbeitsstätten m den ländlichen Ort schasteu abzithellen juchte. Tic Geschäitsergebiuffe füllen jedoch and) in. biefcm Jahre wegen ber im Verhältnis zu ben Kosten ber Rohmaterialien niebrigen Preise ber Fabrikate nicht befriedigend gewefeu fern. 83.80 92.10 83.65 91.00 90.00 99.20 91.60 104 30 61.50 62.60 96 90 91.80 94.20 146 80 52.10 86.50 65.60 98.00 tourte J. -N ihren mngen eingehend^» onunen, in ber fj '! fett, der sie oeuiH• "fe durch fertig * unb Gebrauchsiuusici:' ' 1 un Wege der gtrüfe Sept. 1908 Barometer aui Ou reduziert Temperatur der Lust Abfolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeil 14. 2" 753,5 12,1 7.9 75 14. 9Si 754,7 9,7 7,8 87 15. 7" <55,4 9,4 8,1 92 H. Haas HL Bleichste. », Binterdaao, Trielen UV» aschmenfeFabrikMWiesbaden Kunst - schmiede arbeiten j len fl St'l-u ,*|erall >; - y e« r^r ^r. Mnnt ca bei P tat Vor Uni; tbr un t^sti < irrtet r-vHa ütta u 64-fliAi Mltiern ■ ;1X. 1 V £2 3 'Xttirl fr» ,Ttr {q gellt* fftrfl u ja S -ji^C dahier gegen Barzahlung: .5410 1 Pianino, 1 Tiamantring, 48 Lorbeerbäume, Schubwaren u Hlobiiien aller Art. Born, Äerichtöbollrieber. Städtische Gewerbe^ ^Akademie Friedberg i.Hessen. fUr Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieur Wesen. Architektur und Automobilbau. Programme durch das Sekretariat Beginn des W. S. am 27. Oktober. Vorkursus am 5 Oktober. '..2t £ Die Schule Lr.;.*n i geht an Familie Gg. Wagner III. Giessen, 14. September 1908. 5414 Preiswerte Lchulftiefel Starke Holzgenagclte Weißenfelser Knopf, und Schnürstiefel Danksagung la. Weißenfelser Knops» und Schnürstiefel Nr. 27—30 Nr. 31—35 Box-Knopfstiefel bis Nr. 35 das Paar Mk. 2.95. 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