b. » 2SB BerZrod 'Ultq ch Mm '3M tbou -^ .u'chiei 0,8ßW- 1Cn Üauh?***« 1 lvird.^r ^tratzc, jJ ‘Wien *T*sä "*•**.« -— Itung. ,lie ^lbz unb 1 178054 jj 1790U m »8 182"99 ‘16*51 - < .el 184*” ,i.31 i5 ■; 4 f* P 49 f ? 245:*0 247’31Jo] g, ■ i ■' . s £4 ‘e* ’ g61*L 30 -1 261048 *0 276 M, li 19» * -trat* KO®1* iruH< i ■ *: :,;l«7szs «» ."253 “ ’ .za« ' 2@ 4. - ,, wu •• (|rä! ■ 269 -^^ • . 271 ?. 510 .6 Erstes Blatt Dienstag 14* Jammr IDOS 158. Jahrgang SfW/jTI .L.aaAM ^Waa a Z-X A.A AA=»ä chtehener-kamilienblätter; M TBMÄk W W Äk 4® MG ^bbole- u. Zwciqsleilen irocunal iPociientLKreis» MK I.Ö$SfeA M "A trog jf ä8 Sw EH fi? M jß »?§> D monatlich 65 Pf.; durch blatt für den «reis Gießen NM H fB B B^^ HA B B Hz B W W W W ivLz B B ■ Ö die Post M.S.—viertel [TienSiag und Freitag); WÄ® W Ifc3 W' W V5. s3 B W JT W M MZ. W W W M. g jährt, ausschl. Bei'lellg. äää Xz tV | |VI tV 44141VIUV 4 sä General-Anzeiger für Oberhessen MW Isflahmt von ünzetgen v Ar ? 6 M u. Land- und »Gerichts- j2Jimma5nioniÄ” RotationrdruS und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei. R. Lange. Redaitlon. Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. A^emeü^H."'Bech Nv. 11 Der Giebrner tzriMMUtigSötLd aus dem Reichstage. Berlin, 13. Jan. Die Abwesenheit des Herrn Tr. Müller-Meiningen, Les eifrigen Vorkämpfers für den Schutz des geistigen «Eigentums, bewirkte, daß schon wenige Minuten nach «Eröffnung der Sitzung die am Samstag abgebrochene Verhandlung über den Abzug der Krankenrente der Handlungsgehilfen fortgesetzt werden konnte. Die neuen Ab- Sommen über den Urheberschutz mit Belgien und Italien wurden nach kurzen Bemerbrngen des nationalliberalen Abg. Detto in zwei Lesungen erledigt. Die heutige Aussprache über die Verhältnisse der .Handlungsgehilfen brachte leine neuen Gesichtspunkte. Der Staatssekretär setzte noch ccinmäl vergebens seine Beredsamkeit ein, um das Haus Won der Berechtigung der Konzession zu überzeugen, die Wie Negierung den Interessen einzelner Prinzipalskreise glaubte machen zu müssen. Diese fanden freilich auch eine Vertretung durch den freisinnigen Abg. Karstens-Kiel, aber Loch mehr in referierender und informatorischer Art. Dr. Mugdan, der als Hauptvertreter der frei, innigen Volks- feoartei das Wort nahm, ließ keinen Zweifel daran, daß auch diese sich durchaus auf den Standpunkt der^Ver- - inigungen der Handlungsgehilfen stellt, den dann der _;6g. Schack als Vorsitzender des Deutsch-nationalen Hand- Lllngsgehilfen-Verbands noch eingehender begründete. Man barf wohl annehmen, daß aus dem Jungbrunnen der Llgliedrigen Kommission der Regierungsentwurf neuver- jüngt in der Fassung des alten Antrages Bassermann- Äblaß emportauchen wird. Der zweite Teil der Sitzung brachte eine recht eintönige Debatte, die die Redner nur gelegentlich durch gewaltsame Scherze zu würzen suchten. Er galt der Ver- stärkung des Viehseuchenschutzes, die eine Abwechselung (oenigstens insofern brachte, als die Juristen auf der RedneLtribstne durch zünftige Landwirte abgelöst wurden. Natürlich spielte dabei die Maul- und Klauenseuche eine große Rolle und ihre Beziehungen zu den geschätzten Herren Kollegen. Ktlmrüungsöttd uus ocm preuß.Avgeo dnelenyaus Berlin, 13. Jan. Recht lebhaft ging es Lei der ersten Lesung des preußischen Etats im Abgeordneienhause zu. Nicht, daß es eine Etatsdebatte großen Stils gegeben hätte. Aber die Sonntagsdemonstration txr Berliner Sozialdemokraten und die noch junge Feindschaft zwischen den Nationalliberalen und dem Finanzminister sorgten sÄr interessante Momente. Ter Eisenbahnminister eröffnete den Neigen der Redner. Er sprach leiden, chaftslos und sacl,lich, iini) seine Rede brachte nur eine kleine Scn.arion: Seine un- b»chingte Verurteilung der Fahrkartensteuer und seine Ankün- d»iguug, daß dieses unbrauchbare Geldgewinnungsinftrument durch e inen zweckmäßigeren Apparat ersetzt werden solle. Tann kam Frhr. v. Zedlitz von den Freikonservativen, der Herrn von (j.heinbaben kurz und bündig erklärte, bei der Etatsaußtellimg s'ä teilweise mit unsicheren, teilweise mit u n r i ch t i g e n Vor- iLHssetzungen operiert worden. Das Aufsehen, das diese Kritik Es konservativem Munde erregte, war recht beträchtlich. Aber i.machst kam der Minister des Innern v. Moltke. Auf eine Frage oes Frhrn. v. Zedlitz gab er eine knappe Tar-- L'.llung Der Vorgänge Lei der sozialdemokratischen Wamrcchts- kvimonitration am Sonntag. Die Verantwortung für die Zu- 'Lmmenstöße zwischen Polizei und Publikum schob er der sozial- dc;mokratischen Parteileitung zu, die trotz der Warnung des berliner Polizeipräsidenten die Massen auf die Straße gelockt ^ibe. Und er betonte mit Nachdruck die besonnene Haltung der Schutz- Der neue Hauptmann. Man schreibt uns aus Berlin: . Tas neueste Werk Gerhart Hauptmanns, das Legendenspiel , Kaiser! Karls Geisel", das am letzten Samstag int Hessing-Theater seine Uraufführung erlebte (die Buck-- amdgnbe erschien gleichzeitig bei S. Fischer in Berlin), verwebt w.^.rchenhaste Züge mit historischen Eindrücken zu einem phantastisch-berückenden Bilde. Zuerst mochte rhii wohl die Zeit erster wrmmrischer Größe gelockt haben, die dämmernd geheimnisvolle Stimmung, in der durch die Gewalt einer einzigen Personlich- k ät entbunden die Morgenröte einer jungen Kultur aussteigt und milde Kräfte heidnischen Lebens, vom leisen Anhauch dec Antike gisänstigt, geläutert durch den christlichen Seeleng,auben, in einer tzöh.rcn Form sich entfalten. Das war es, was einst auch Goethe einem Stoff aus der Epoche des großen Karl hingezogen. Sann dcr große Kaiser selbst! Sein Heldenleben wächst luie dois Luthers, wie das Friedrichs des Großen im Alter zu ein» |.cmtr Tragik aus; von allem, was sie Ijeifc geliebt, verlassen, Muß diese Feuerseele den schweren Kamps weiter sechtcn mit den Mtseln des Ledens, dem Alter, mit den dämonischen Gewalten in eignen Innern. . Diese Geilalt des gealterten Karl hat Hauptmann in den Mittelpunkt seines Werves gestellt und um sie eine Handlung geachtet, einfach wie ein Volkslied, vieldeutig wie ein V^ärckien. Sie Geschichte von einer letzten, einer wundersamen späten Liebe d°.S 'Kaisers. Ter leidenfchastliche Franke, der m Karl sich löwenhast träte, hat die Frauen Zeit seines Lebens genommen wie em kostbares Wild votl ungestümer Liebe und trotziger Getvalt. Außer stl.nen urei Frauen hatte er viele Geliebten, die ihm 17 von ihm örtlich geliebte Kinoer schenkten. Noch der GOja^ige ließ, sich mch dem Tode der geliebten Liutgard von drei Frauen emen Sohn und drei Töchter schenken. Ta l-at nun — so geht des Dichters Sang — das glül-end starke Herz des Kaisers noch, eine merfiüür'oigc Neigung erfüllt zu einem (djonen lungen Sach- sLiiMädchen Geriuind, deren blondes Haar wie ein feuriger Strom i.- umfloß und deren Gestalt eine unheilig wilde auflodernde Klamme durchzuckte. Und sie gab sich ihm Nicht wie die anderen, mllenlos, halb ängstlich, scheu und zärtlich wie die Taube, son^rn si- stieß ihn zurück, sie höhnte seines Alters, lachte feiner Maiestat. So unterwarf den großen Herrn der Welt die alluberwindende rätselvolle Macht des Weibes, der etnfr Herkules, der Starke, und Aristoteles, der Weise, sich demütig, erniedrigt hatten beugen nrüssen. Und des Kaisers Leidenschaft rang mit beui ■uiiQcberDigen Sinn der Time, die ihn betrog, in schamlofem Gelust sich aui \fri Gasse und der Schenke preisgab und traft feiner Liebe gewann Notfälle von der Hiebwaffe und trotz | rung der Beziehungen handelt. Zeugnis legen dafür vor n Schüsse nicht von Revolvern Ge- bcr Oesfentlichkeit die in England und in Deutschland fortgesetzten Bestrebungen ab, bie Verständigung von Na. Mannschaft, die nur im der auf sie abgefeuerten v. Moltke kündigte eine Vorlage wegen Dezentralisation der solche betr. terer nicht Gesamtverwaltung, der Kultusminister Holle eine Dezentralisation der Schulverwaltung an. Letz- ohlie festzustellen, daß an eine Trennung von Schule nicht zu denken sei. An der geistlichen ArrrSavtS, Paris, 13. Jan. Es wird hier viel bemerkt, daß zwischen dem Zaren und dem Präsidenten der Republik in diesem Jahre keine Neujahrswünsche ausgetauscht wurden. L o n D o n, 13. Jan. Die Zahl der französischen Truppen in Casablanca soll so,ort auf O O 00 M a n n erhöht werden. General Damade ist in Rabat angekommen, um die dort lebenden Europäer zu schützen. In Fez wurden zwei brauch gemacht habe. ‘— _____ __________ ____ der Minister, die Negierung werde künftig jedem weiteren Versuch, die Ruhe und den Verkehr zu stören, „mit den äußersten Mitteln" entgegentreten. Lebhafter Beifall im ganzen Hause folgte dieser Antwort auf die sozialdemokratische Ankündigung weiterer Wahlrechtsdemonstrationen. Ein Zivischenspiel leitete zu dem zweiten Hauptstück der Debatte, zu dem partamentarisdien Duell zwischen den Nationalliberalen ^und dem Finanzminister über. Herr ~~ ~ lichkeiten reichen Werkes nur zwiespältig fein unb das Publikum nahm ihn trotz des üblichen Beifallgelärms mit ruhiger Befremdung auf. . , . . , . Tr. P. L. — Wallen st ein-Volksschaufpiele in E g e r. In Eger, wv das Wallensteinsche Drama einen so tragudjen Abschluß sand, werden im Juli d. Js. zum ersten Male Wal en- stein-Festspiele stattsinden. Nach dem prunkvotlen Einzüge Wallensteins in Eger und einer feierlichen Begrützung am Marktplätze gelangt das Festspiel „Gründung Egers"' auf der Ruine Kaiserburg zur Aufführung, woran sich dann Wallensteins Lager auf der Brühlwiese im Egertal ansckstießen wird. En_ der Veranstaltung dürften mindestens 1OOO Personen in Kostümen mitwirken. Der Enttvurf der Festlichkeiten, sowie das Drama „Gründung Egers" haben Tr. Tittmar in Nürnberg zum Verfasser ; die Musik zu einem großen Festzuge und für den Einzug Wallensteins wird vom Seminardireklor Tr. Schmidt m Bayreuty komponiert. Außer dem Festspiel-Aussckiuß mit Vize-Vurger- meister Tr. Vernardin an der Spitze haben sich aud) der Landesverband für Fremdenverkehr in Teutsch-Vöhmen und der Verein „Deutsckie Heimat" in Wien in den Dienst dieser nationalem. Sache gestellt. — lieber den ,.Fach werkb au in Oberh essen" sprach ani Montag abend in der neuen Ansa zu Gießen vor zahlreichen Niitgliedern und Gästen des Oberhessischen Geschlchlsvereuis und der Hess. Vereinigung üir Volkskunde Pioi. Tr. W a l b c nu5 Tarnistadt. Ter leider akustisch zienilid) erheblich getrübte, sehr instruktive Vortrag bebandelte zuuäch das am häufigsten bei uns in Cbeihelfen auzutrefjende Fachiverkhaus, das zngleich das schönste ist, das Haus, dessen Eckp'osten einen „ivilden Vtaun" dar- zuitellen pflegen, irgend eine in kunstvoller Holzschnitzerei oiK-geüilnte kühne Phantasiegeiiall. Er zeigte eingehend die ganzen konstruktiven Eigenheiten mehrerer solcher in ihrer Art vollkommen künst- leriichen Fachiverkbauten in Bild und Wort, u. a. auch die berühmte „Teuielsmühle" bei Jlbeshauien, die 1691 Hans Muth aus Lauterbach erbaute. Dann ging es zurück zu den ersten heute noch exlltierenden Fachiverkbauten in Oberhessen aus dem Atis- gange deS lö. Jahrhuudeils und iührte die gesamte Entivickelung des Fachiverkbaties von semen Anfängen bis zuiii 19. Jahrhundert vor. Recht interessant ist es, daß man in Oberhessen bet diesen Bauten last zu allen Zeiten die gewundene Linie bevorzugt hat, sodaß man, wie Pro'. Walde inenue, „Hessen das Land der krilinmeu Hölzer" nennen könne. In feinen überaus zahlreichen, von größtem Sammelfleiße zeugenden Lichtbildern iührte er Häuser aus nuferer ganzen Gegend vor, aud) eine ganze Reihe von Kärche unb _______ , Schulaufsicht, bie nach Ansicht der Regierung von der welt- üdjen doch allmählich verdrängt werde, soll gesetzgeberisch vorderhand nicht gerüttelt werden. Tann begann der nationalliberale Feldzug gegen Herrn v. Rheinbaben. Herr Tr. F r ie b- b e r g kritisierte die Etatstechnik des Ministers sd)onungslos: Er warf ihm neben manchem anderen nickst mehr unb nickst minder als eine „zwar nicht subjektive, aber objektive" Bilanzverschleierung vor. Ein Vorwurf, wie er gegen einen Finanzminister kaum schlimmer erhoben werden kann. Tas und die Ankündigung des nationalliberalen Redners, seine Partei werde vor einer anderen Gestaltung des Etats für feine neuen Steuern zu haben fein, rief bcn Finanzmmister auf den Plan. In sichtlicher Erregung wies er Herrn Friedbergs unb nebenher des Herrn v. Zedlitz Kritik an dem Etat zurück. Aber manj takte den Eindruck, daß er selbst wohl weiß: die Nationalliberalen sind noch lange nicht besänftigt. Eine kurze Mitteilimg ybe§ Kultusministers, der eine Denkschrift über die Frage dcr Mä.a en- schulreform in Aussicht stellte, machte den Schluß. Am L.e S- tag geht die Debatte ivei.er, unb wenn nicht al.es trügt, wird der zweite Tag der ersten Etatslesung eine neue Häkelei zwischen dem Finanzminister und den Nationalliberalen bringen. politische Lage-scds«. Piofcfsor Dr. ph 1. Ernst Haste, Direktor des ftaliftifchen Amts der S>.u.or Leipzig und Extraordinarius für Statistik und Kolonialpolirik in der Leipziger philosophischen Fakultät, ist am 22. ds. im 62. Lebensjahre gestorben. Hasse war Mitbegründer der rm Jahre 18<8 einsetzenden tolonialen Bewegung, Vorstandsmitglied der deutschen Kolonialgesrl.schäft, Vorsitzender des Alldeutschen Verbaiides, sowie Gründer, 1879—06 auch Vorstand des Vereins für Handelsgeographie und Kvlonial- polilik in Leipzig. In den Jahren 18j3—190ö vertrat er die Stadt Leipzig im deutschen Reichstag. Rücktritt des englischen Botschafters Lascelles. Die neuerdings aufgetauchte Nachricht, daß der britische Botschafter in Benin, Lascelles, sich mit der Absicht trägt, seinen Posten zu verlassen, wird an unterrichteten Stellen, der „Darmstädter Zig." zufolge, als richtig bestätigt. Der Botschafter hatte schon seit längerer Zeit und namentlich nach dem Ableben seiner Gemahlin, den Wunsch, sich aus dem diplomatischen Dienst zurückzuziehen. Wenn er bisher aus Erfüllung dieses Wunsches verzichtet hatte, so geschah dies aus dem Grunde, weil er feine Stellung nicht eher aufgeben wollte, als es gelungen wäre, die Spannung, die die Beziehungen zwischen Deutschland und England mehrere Jahre hindurch belastete, zu beseitigen. Dieses Ziel ist dank den Bemühungen einflußreicher Kreise diesseits und jenseits des Aermelmeeres in erfreulicher Weise erreicht worden, so daß hüben wie drüben die Zuversicht hat feste Wurzeln fassen können, daß es sich nicht um eine vorübergehende Klärung des Verhältniftes, sondern um eine dauernde Besse- er den Sieg, brach den trotzigen Sinn, der fid) im Sterben zu ihm bekehrte, unb sah mit ber Toten fein letztes Glück, bas Kinbeslanb feiner Träume, aus ewig entgleiten, hmziehen mit ihrem Sarge bcn stolzen, feurigen, junggeblicbenen Karl unb nur ein Greis blieb noch zurück, ein Diener der Pflicht, em trotziger, starrer, innerlich erkalteter Mann ... lieber diese Handlung hinaus schwingt fid) nun Hauptmanns Phantasie in unendliche Weiten, rührt an tiefe Symbole, geheime Ahnungen. Gerfuind, die Sachsengeisel Karls, ist nicht nur ein wildes Ding, das aus ber Hut frommer Klosterfrauen sortverlangt zu F-reiheit unb Glück, sie ist ein heidnischer Dämon zugleich, in dem noch ungebrochen urweltliche Mildste eines triebhaften Begehrens leuchten, unb mit ihr kämpft Karl gleichsam den Kampf seines Lebens um Kultur und Gesittung, aber nicht um Land geht es diesmal unb Völker, sondern um etwas Höheres, um eine Seele. Dem spielenden Schlänglein ist sie verwandt, den Schmetterlingen, die trunken von Blume zu Blume gaukeln, und neben der Wildheit des heidnifchen Sachsenmädchens scheint in ihr ein Etwas von der griechisd)en Teuseline Venus zu wohnen, wenn sie die Eftlase eines üppigen Raufd)es überkommt und ihre Raserei sie antreibt, nactt zu tanzen So tritt alles aus dem Historischen ins Romantisck)- «egenbäre Auch Karls Gestalt wird von dem Sagenlichte umspielt, das sich im Mittelalter um ihn breitete und ihn nut Wotan selbst, mit einem dämonischen Sonnengott und einem gütigen Erdgeiste vermischte Tas Hin- und Hersd)wanken zwischen Phantaftisch-Sym- bolischem unb Historisch-Realem ist der größte Feister des Dramas. Tie Szenen mit bem Kanzler Ercambald, in dem bie trag.idjc sittliche Gewalt, die das Schöne, Schamlos-Freie vernichten mutz' symbolisiert ist, haben viel von Historiendrama alten Stils, ebenso das Schlußbild, in dem Kaiser Karl, Mit .dem Schwert in der Rechten, durchs Fenster eine Rede an sein Volk halt. Zwisck)en solch leeren Volks- und Staatsaktionen blulstii die Szenen mit Gersuiiid wie üppige Märck-enbliimen im schwulen, fahlen Herbst, eint sich der Duft dieser exotl,d>en Traumstimme mit dem sein empfundenen ersten Erglänzen der Antike, der „Karolingischen Renaissance", als deren zart gezeichneter Vertreter Alcuin erscheint. Und über diese ungewiß schillernden Fäden der Handlmig ist das gleitzende Gold einer Wortpracht gebreitet, wie sie nur Hauptmann unter den Heutigen ertönen lassen kann. Auch von ihm haben wir feit dem „Armen Heinrich" so schöne, wundervolle Verse nicht mehr gehört. Ties fein kostbarstes Gut war freilich bei bcn Schauspielern in schlechten Händen. So konnte ber Einbruck bes an Wunbern wie Wunber- lion zu Nation weiter zu fördern unb zu vertiefen. Herr Lascelles hat sich während ber ganzen Zeit feiner Wirksamkeit am Berliner Hose stets als zuverläsfiger Vermittler im Sinne einer aufrichtigen Annäherung zwischen den beiden Mächten bewährt und sowohl bei Kaiser SSilljetm als auch beim König von England volle Anerkennung für fein Wirken gesunden. Bei seinem Ausscheiden, das für den Herbst dieses Jahres in Aussicht genommen ist, wird der Botschafter in Berlin 'nicht nur zahlreiche persönliche Freunde hinterlassen, vielmehr auch bei den amtlichen Kreisen, mit denen er in lebhafter Berührung stand, in gutem Gedenken verbleiben. Dcutdche» Ueid>. Berlin, 13. Jan. Wie der „L.-A." hört, werden, in bcn nächsten Tagen bie Finanzmini st er ber Sin* ze 1 staaten in Berlin zusammenkommen, um an ben Beratungen ber Bunbesratsausschüsse über bie neuen, bem Reichstage zu unterbreitenden Sleuervorlagen teilzunehmen. Bis jetzt hat in ben Bunbesratsausschüssen nur eine Vorbesprechung stattgesunben. — Der General ber Infanterie unb kommanbierenbe General bes 17. Armeekorps v. Braunschweig ist in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit ber gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt worben. — Bei ben gestrigen Wahlrechtsbemonstratio' iten wurden insgesamt 106 Personen sistiert, bar- unter sechs Frauen. Verletzt wurden etwa 30 Personen, von denen vier namentlich festgestellt werden konnten. Wilhelmshaven, lo. Jan. Admiral Fischet wurde zum Ches der Marinestation der diordsee ernannt Der bisherige Stationsches Vizeadmiral v. Ahlcfeld wurde zur Tispositivu gestellt Breslau, 13. Jan. In der heutigen Sitzung der Breslauer Handelskammer wurde einrtimmig eine Resolution angenommen, bie sich gegen Die geplante Aenberung ber Fernsprechgebühren richtet. Die Vorschläge des Rcichspostamts wuroen e.ne berartiae Verteuerung bes Fernsprechverkehrs zur Folge haben, baß, ba- durch der wirtschaftliche 9äiyCn des Fernsprechers stark beeinträchtigt werbe. Hannover, 13. Jan. Die Hanbelskammer Hannover nahm gegen bie geplante Neuregelung ber Telephongebühren Stellung. Sie beschloß, beim Staatssekretär Krälke vorstellig zu werden, da die Nesvrm eine Schädigung von Handel unb Industrie zur Folge haben iniiffe. „ .. Dresden, 13. Jan. Der Antrag des sächsischen Flottenverbands auf Vertagung ber Kasseler Hauptversammlung, um Zeit zu Vermitiiungsversuchen zu gewinnen, ist vom Berliner Präfibium als verspätet ab- gelehnt worben. französisch eZeitungsrorresp ondeuten von den fanatischen Mauren grausam getötet. — Die Weltreise der amerikanischen Schlachtflotte unter Admiral Coans hat einen unrühmlichen Anfang genommen. In Pernambuco in Brasilien, wo die Flotte landete, gingen viele Matrosen mit Urlaub an Land. Eine große Anzahl von ihnen ist sofort desertiert. Bei der Abfahrt fehlten mehr als 100 Mann. Diejenigen, die nicht desertiert waren, veranstalteten große Unruhen auf den Straßen.__________________________ Aus Ktadt und Land. Gießen, 14. Jan. 1908. * * Die Kanalgebührenordnung. Die Großh. Regierung hat, wie man uns aus Darmstadt schreibt, das neue Statut im Prinzip genehmigt. Sie ist vor allenr damit einverstanden, daß die Lasten zu i/i durch Umlagen und zu % durch die Hausbesitzer aufgebracht werden. Dagegen hat sich die Regierung nicht damit einverstanden erklärt, daß dem Statut»- rückwirkende Kraft gegeben werde; auch sonst macht die Regierung auch noch einige weitere, unwesentliche Beanstandungen, so daß das Statut einer Abänderung unterzogen und der Stadtverordnetenversammlung zur abermaligen Genehmigung vorgelegt werden muß. * * Vom Großh. Hofe. II. KK. HH. der Großherzog und die Großherzogin nahmen am Samstag an der E i n s e g n u n g s f e i e r für die am 8. d. M. verstorbene Hausverwalterin Frl. B e r b e n i ch in der Kapelle des Friedhofes teil. — Die F ü r st i n von Hanau war am Montag zur Frühstückstafel im Neuen Palais geladen. * * Empfangen wurden von S. K. H. dem Gro ß- Herzog am Samstag il a. der Pfarrer Kalb H enn von Bürgel, die Oberlehrer Vogel und D. Schäfer von Friedberg. * * Allg emeine Kirch enstcuer. Nach den von dem Ministerium des Innern genehmigten Beschlüssen der kirchlichen Behörden sollen im Rechnungsjahre 1908 zur Bestreitung der Bedürfnisse a) der Gesamtheit der evangelischen Kirche des Großherzogtums 11 Prozent; b) der Gesamtheit der katholischen Kirche des Großherzogtums 6 Prozent Zuschlag zu den direkten Staatssteuern aus- geschlageri und erhoben werden. * * Der Gesetzgebungsausschuß der 1. Kammer trat am Montag nachmittag zur nochmaligen Beratung über die Versassungsartikel der Wahlrechtsvorlagc zusammen. Die Sitzung dehnte sich bis nach 8 Uhr abends aus. Ueber das Ergebnis der Beratung, das für die morgen nachmittag stattfindende gemeinsame Sitzung der beiden Gesetzgebungsausschüsfc als Richtschnur dienen dürfte, wird strengstes Stillschweigen bewahrt. * * Zur Jagdgesetzberatung. Die Landtagsfraktion der Hessischen Bauernbündler hielt gestern nachmittag eine Sitzung ab, um über das Jagdgesetz, das heute im Plenum der Kammer zur Beratung steht, sich zu verständigen. Es wurden eine Reihe neuer Vorschläge gemacht, und es ist anzunehmen, daß hierdurch die Fertigstellung des" Jagdgesetzes keine Förderung erfährt. < * * NeueLehranltsassessoren. Durch Entschließung des Großh. Ministeriums des Innern wurden die Lehramtsaspiranten Dr. Karl V ö l z i n g zu Darmstadt und Wilh. H a st e r zu Pfungstadt zu Lehramtsassessoren ernannt. **Vonder Landwirtschaftskammer wird uns riritgeteilt, daß die gestrige Nachricht von der Berufung des Oekonomierats Dr. Müller nach Karlsruhe nicht den Tatsachen entspricht. * *18. Vorstandssitzung der hessischen Landwirt s ch a f t s k a m m e r. In der am Montag abaehaltenen Sitzung des Vorstandes der Hess. Landwirtschaftskammer wurde u. a. über folgende Eingänge verhandelt: Ter Mitteldeutsche Arbeitsnachweisverband zu Frankfurt a. M. hatte an die hessische Landwirtschaftskammer ein Gesuch um Unterstützung gerichtet. Das Gesuch wurde abgelehnt mit der Begründung, daß die Kammer am 1. Febr. o. I. selbständig in Frankfurt a. M. ein Arbeitsnachweis- Lureau eröffnet. — Der Assessor Dr. jur. Braun in Schotten, geb. aus Gedern, wurde als juristischer Beirat der Kammer angestellt. Dr. Braun soll sowohl juristische Fragen in der Kammer beantworten, als auch Vor- Gießener Häusern, aus den Neuen Bauen (Frey), der Walltor- straße, dein Kircheiiplay, das Buchsche Haus an der Mäusburg, das Leibsche Haus an der Kirchslraße, das Weiselsche Haus uiib andere Häuser der Sonnenstraße rc. Ferner seren aus der Fülle der schönen Vorführungen noch erwähnt ein ganz in niedersächsischem Jachwerkstile 1562,63 erbautes Langs- borier Haus, Häuser aus der Schtoßqasse zu Lich. aus Großen-Linden, Münzenbera, Grüirberg, Rieder-Wenel rc. ic. Er zeigte dabei auch die Einflüsse der Renaissance und selbst der Gotik (Rathaus in Büdingen) aus den oberhess. Fachiverkbau und wres nach, daß die Einflüsse des Ibüriirgischetr Fachbaues nur bis zum Vogelsberge reicheir, diesen aber nicht überschrelien, mähreird tm westlichen unb südlichen Oberhessen sich rheinische Einflüsse bemerkbar machen. Das letzte Bild stellte damr Kaichens Amts Haus dar, von dem er mitteilen konnte, daß das Minisle- rimn nach langen Untersuchungen soeben entschieden hat, daß es nicht an Private verkan.il , sondern in Gemeindebesitz erhalten bleiben solle. Prof. Walde schloß seinen Vortrag mit dein Bemerken, daß er keineswegs em rigoroser Befürworter der Wiederherstellung aller alten Fachwerlbaruen sei. Er plädierte nur zu Gunsten der Eliliernung alles Putzer da, wo nicht bereits erhebliche konstruk- twe Äenderungen das Schone und ruhig Harmonische des Alten, Ursprünglichen zerstört haben und wo das Bedürfnis nach neuer Herrichtung besteht. Stets aber solle man bei Restaurierungen mit möglichster Schonung vorgehen. (Liepen könnte, iachwerktich rekonstruiert, unter Umständen voll so reizvoller architektonischer Schönheiten werden wie etwa Hildesheim. Tie Neueriveckung des Fachioerkbaues sei aus voltswirlschaitlichenGründen aiisgeschlossen, er werde aber bei uns voraussichtlich niemals verschwinden; dann aber möge er nie die Erfordernisse der Schönheit, der Erfahrung und der Volkswirtschaft außer acht lassen. — Wir glauben in einigen Tagen noch ausführlicheres im Anschluß an diesen Vortrag mit- teilen zu können. — „Die Kultur aufg ab cn leid en nichts Der Finanzausschuß der zweiten Hess. Kammer hat, wie wir bereits mitteilten, für die Historische Kommission im Großherzogtum den geforderten Betrag von 2000 Mk. bewilligt. Vorerst bezieht sich die Begrenzung des Arbeitsgebietes auf das Mainzer Urkundenbuch, die Chronik und das Güter- verKeichnis des Klosters Lorsch und das Biographische Wörterbuch von Hessen. — Kleine Chronikaus Kun st und Wissenschaft. Regierungspräsident Fromme aus Hildesheim legte b i oer Bersetzungsseier Wilhelm Buschs im Auftrage oes a i- iets einen prächtigen großen Kranz am Grabe nieder. träge in den einzelnen Städten und Ortschaften Mer Agrar- recht, eheliches Güterrecht usw. halten. — Zwei Landwirte in Lich hatten der Kammer mitgeteilt, daß sie von einem Händler in Hungen Chilisalpeter gekauft hätten, der nach der Analyse des Apothekers Weber in Lich und der Versuchsstation in Darmstadt nur 0.22 Prozent Stickstoff enthielt, während der Chilisalpeter 15 Prozent Stickstoff enthalten müsse. Die von den Geschädigten beantragte Strafverfolgung des .Händlers sei von der Amtsanwaltschaft ab gelehnt wordem Die Geschädigten baten die Kammer um Rechtsschutz. Der Vorstand lehnte heute das Gesuch aus prinzipiellen Gründen ab, erklärte sick) aber bereit, den Geschädigten mit Rat an die Hand zu gehen. Die Strafverfolgung des Händlers wird nunmehr von der landwirtschaftlichen Versuchsstation beantragt werden. — Der Landtagsabgeordnete Köhler-Langsdorf hatte schon im September o. I. veranlaßt, daß die Pf e r de v o r m u st e r u n g im Bezirk Hungen vom Kriegsminister verlegt wurde. Der Vorstand beschloß, das Plenum der Kämmer mit der Frage der Pferdemusterung zu beschäftigen und eventuell eine Petition an den Reichstag zu richten des Inhalts, daß 1. der die Viusterung vornehmende Offizier in jedes Dor, kommt und 2. die Musterung möglichst im Winter statt- ftnden möge. * * Vortrag. Im Anschluß an unseren Bericht über die zweite Hauptversammlung der „Freien landeskirchlichcn Vereinigung" erinnern wir an den heute abend im Neuen Faalbau slattsindenden Vortrag des Pfarrers Lic. Fuchs über das Thema: „Brauchen wir eine Kirche?" * * Po st Verbindungen von Grüningen. Vom 15. Januar ab wird der Ort Grüningen von dem Land- besteltbezirk des Postamts 1 in Gießen abgezweigt und demjenigen der Postagentur in Steinberg (Kr. Gießen. zugeteilt. Dies hat u. a. zur Folge, daß für Postsendungen, Die zwischen Gießen und Grüningen gewechselt werden, nicht mehr die Ortstaxe (für Briefe z. Bi 5 Pfg.), sondern die Ferntaxe (10 Pfg. für Briefe) zur Anwendung kommt. Dagegen kosten Briese von Steinberg, Garbenteich und Hausen nach Grüningen und umgekehrt künftig nur 5 Psg. Die Postverbinduiigcn von Grüningen bleiben im allgemeinen unverändert, nur verkehrt nachmittags die fahrende Landpost nach der Haltestelle Schifsenberg künftig nicht im Sommer-, sondern im Winterhalbjahr. * * Verl; astet wurden der von der kgl. Staatsanwaltschaft Elberfeld wegen Diebstahls steckbrieflich verfolgte Joh. Kilian von Wülfrath und der vom Amtsgericht Hamm steckbrieflich verfolgte Adolf Wüster aus Barmen. * * Flüchtig. Nach Unterschlagung eines Korbes mit Hausierwaren wurde geftern der Hausbursche eines hiesigen Gesästistsmannes flüchtig. Ferner verschwand aus einem hiesigen Hotel ein älterer Reisender, angeblich Agent, ohne seine Zeche vorher zu berichtigen. Jedenfalls handelt es sich um einen Hochstabler. * * Ter Verein der Po st--Unterbeamten ersucht uns um Aufnahme des folgenden Nachtrags zu dem am Samstag mitgeteiltcn 'Festbericht. Bei dem humoristischen Gesangs- spicl sowie „Ter Amatcurphowgraph" ist noch zu erwähnen, daß sich Frl. Ochs, Briesbote L. Beck II. sowie die Herren Zinn und Pitz dem Spiel in geradezu amüsanter Tarstellung Hingaben. i. Klein-Linden, 13. Jan. Abermals bewegte sich ein stattlicher Trauerzug durch unser Dorf, es galt wiederum einem K r i e g s v e t e r a n e n von 1870/71, nämlich dem Schmiedemeister Georg Schimmel, das letzte Geleite zu geben. Hinter ben’ vier TämbourS, die das Gießener Regiment stellte, schritt die Gewehrabteilung des Kriegervereins, dann folgte der Verein selber. Hinter dem Sarge folgte ein langer Zug Leidtragender. Pfarrer Schulte schilderte in ergreifenden Worten die hohen Verdienste der Veteranen um das Vaterland, die Strapazen des Feldzugs und den festlichen Empfang der rüükchrenden Krieger. Ter Kriegerverein erwies seinem langjährigen Mitgliede die letzte Ehre durch Abgabe dreier Ehrensalven. Der Vertreter des Vereins widmete ihm einen herzlichen Nachruf und schilderte den Verstorbenen als braves Mitglied und guten Kameraden. Ter Vertreter des Kriegervereins Hörnsheim legte am Grabe einen Kranz nieder. Schimmel fyittc den Feldzug bei der 2. reitenden Garde-Artillerie in Potsdam mitgemacht und nahm teil an den Schlachten bei St. Privat, la Montagne, Beaumont, Sedan, le Bourget und an der Belagerung von Paris vom 29. Sept. 1870 bis 28. Januar 1871. P Grünberg, 13. Jan. Ein Gruppen wasser- w e r k wollen die Nachbarorte Lumda, Beltershain, Bersrod und Rein Hards Hain erbauen. Tie Arbeiten werden im März in Angriff genommen. In der Nähe von Reinhardshain wird ein Wasserturm erbaut, der 12 000 Mark kosten soll. Das Maschinenhaus ist zu 5000 Mark veranschlagt. -t- Friedb erg, 12. Jan. Von Veranstaltungen zur Pflege von Kunst und Volksbildung steht zunächst in Aussicht für nächsten Donnerstag, 16. Jan., abends im Saalbau dahier ein Vortrag von Professor Walz hier über seinen Besuch der Ausgrabungen von Pompeji. Zahlreiche farbige Lichtbilder werden die Anschaulichkeit des Vorgetragenen erhöhen. — Sonntag, 19. Jan., folgt in demselben Lokal ein sog. deutscher Abend, eine alljährlich stattfindende, immer stark besuchte Veranstaltung, bei der Ansprachen vaterländischen Inhalts mit Vorträgen eines Gesangvereins und des Posaunenchors abwechseln. — Der Musikverein, der den Ruf hat, unter vorzüglicher Leitung Hervorragendes zu leisten, beging gesternt bei gutem Besuch und mit einem seiner Qualität entsprechenden, reichhaltigen Programm sein Jahresfest. Als nächste größere Ausführung wird zurzeit das Oratorium Paulus einstudiert. O L a u b a ch, 13. Jan. Im großen Saale des Solmser Hof hielt gestern abend der Zweigverein des Evang. Bundes eine Versammlung ab, die sich eines sehr starken Besuches' zu erfreuen hatte. Ursache dazu bildete ein Vortrag des. in der Baseler Mission tätigen Pfarrers F l a d aus Schwaben, der auf Grund langjähriger (Äfahrung in China über das dortige Missionswesen, besonders in Kiautschou, sprach. In China sei die Mission zuerst von den Jesuiten eingeführt worden, daher läge die Ausbreitung des Christentums dort noch jetzt in den Händen der Katholiken. Durch die im letzten Jahrzehnt unter Einwirkung des Zentrums im deutschen Reichstag gefaßten Beschlüsse sei die Macht der katholischen Missionäre befördert, die der evangelischen gehemmt worden. Die Verquickung mit Politik, die Tendenz der katholischen Mission sei, rufe beständige Wirren hervor. Nur aus den Südseeinseln, wo die evangelische Mission 30 Jahre früher tätig mar, sei sie dreimal der katholischen überlegen. An der Hand aktenmäßigen Materials wies Redner ferne interessanten Ausführungen nach. Den unterhaltenden Teil hatte Konzertsängerin Frl. Stammler aus Gießen übernommen, die mit wohlgeschulter, kräftiger Sopranstimme mehrere Sologesänge aussührte und in uneigennützigster Weise ihr Talent in den Dienst der guten Sache stellte. Ter 1. Vorsitzende, Pfarrer Volp, schloß mit Dankesworten an den Vortragenden sowie an die Sängerin den Wend, der sich würdig an eine gleiche Verarg staltung im Vorwinter reihte. X Nidda, 13. Jan. Gestern abend 6 Uhr geriet der Bahnarbeiter Berk von hier, der gegenwärtig auf der Strecke der Nebenbahn Nidda-Schotten beschäftigt ist, an der Haltestelle Unter-Schmitten durch Ausgleiten unter die Räder der Maschine und wurde ihm der eine Fuß halb abgefahren. Er wurde sofort nach Gießen zur Klinik verbracht. Er hat eine Frau und ein Kmd. — Kaisers Geburtstag wird durch einen K o m m er § mit musikalischen und theatralischen Darbietungen am Wend des 26. Januar hier gefeiert werden. X Fauerbach bei Nidda, 13. Jan. Mitte Juli d. I. findet hier em O oppel - Fa hn e nwe i h fe st des Gesangvereins „Eintracht" und des Kri egervere-ins statt. Beide Vereine haben sich geeinigt und feiern das Fest auf einen Tag. Die Anfertigung beider Fahnen ist bereits der Fahnensirma Hisgen m Lich übertragen worden. cP Alsfeld, 13. Jan. Gestern fand im „Deutschem Haus" eine Versammlung statt, in der der Geschafts- sührer des Rheiu-Mainischen Verbands für Volksbildung, Lehrer Volk-Offenbach, über Ausgabe und Organisation des neueren Voltsbildungswesens sprach. Es sollen in Zukunft nach dem Muster anderer hessischer Städtchen, wie Laubach, Butzbach usw. Vortragsabende, klassische Theatervorstellungen und Volkskonzerte stattfinden, das Bibliothekswesen soll gefördert und ein Bolksbildungsverein gegründet werden. § Vom Vogelsberg, 12. Jan. Tie von Friedberg gemeldete Beobachtungderauffallendgeringen Zahl unserer Winterftandvögel findet auch für unseren Vogelsberg ihre Nichtigkeit. Eine so geringe Zahl dieser Vögel konnte noch in keinem vorausgehenden Winter bemerkt werden. Fehlten auch seither die Scharen der Buch-, Tannenfinken u. a. in ihrer ftüheren Stärke, so waren doch Goldammern und Feldsperlinge noch gut vertreten. Aber gegenwärtig ist die Minderzahl auch dieser Vögel ganz auffallend. Obschon so die Zahl unserer einheimischen Vögel stetig schwindet, räumt das Raubzeug noch ständig unter ihnen auf, wie folgendes Vorkommnis beweist. Vor den Fenstern meiner Wohnstube hatte ich Fleischreste zur Fütterung von Meisen gelegt. Von einem unmittelbar vor den Fenstern stehenden Akazienbäumchen flogen die Meisen zum Fensterbrett. Gestern schoß nun ein großer Sperber herab und holte sich eine Meise, die er in seinen Krallen forttrug. Den frechen Räuber genierte also die Nähe der menschlichen Wohnung nicht im geringsten. Unsere Jäger müßten aus diese Raubvögel energisch Jagd machen. b O f f e n b a ch, 13. Jan. Zu der M o r d a f f är e in der Turnhalle wird noch gemeldet: Der Mörder Biehl wurde sofort auf die Polizeiwache abgeführt. Der Polizeiwachtmeister wollte den Revolver des V. 'entladen, als vlötzlich qin S ch n ß l o s g i n g und dem Polizeiwachtmeister mitten durch die Hand ging. Ein Kaufmann, der als Zeuge vernommen werden sollte, wurde durch den Schuß am Ellenbogen verletzt. Die Verletzungen sind jedoch keine gefährlichen. Mainz, 12. Jan. Bei der Konstituierung der Handelskammer wurde Kommerzienrat Dr. Bamberger zum 1. Vorsitzenden und Kommerzienrat Schmahl zu dessen Stellvertreter gewählt. — Die Reklamation gegen die Wahl des Realschullehrers Fuchs zum Stadtverordneten wurde vom Kreisausschuß als unbegründet kostenfällig abgewiesen. W o r m s, 13. Jan. Wie die „Wormser Volksztg." hört, wurde der natronalsoziale Pfarrassistent Worißhoffer der hiesigen Organisation plötzlich nach Dietzenbach bei Offenbach versetzt. Ober-Ingelheim, 12. Jan. Der seitherige Redakteur des Rheinhessischen Beobachters, Hans Appels- Häuser, gebürtig aus Weinsheim bei Worms, der es in seinen Studienjahren bis zum Kaplan gebracht hatte, war seinerzeit aus der katholischen Kirche ausgetreten. Er machte sich dann in seiner Position als Redakteur durch die heftigsten Angriffe auf die katholische Religion bekannt. Appelshäuser, ein intimer Freund des bekannten Freiherrn Zueco von Cuccagna, ist jetzt — wie der „Mainz. Anz." berichtet — ebenfalls wieder zur katholischen Kirche zurückgekehrt. Dieser Tage meldete der als konfessionslos bezeichnete A. seinen Wiedereintritt in die katholische Kirche auf dem hiesigen Amtsgericht an. Vor einigen Tagen erregte sein Selbstmordversuch in den Mainzer Anlagen, wo er sich durch einen Schuß in den Kopf lebensgefährlich verwundete, großes Aufsehen. W Bingen, 12. Jan. Die Erbauung eines Bismarck-Denkmals gegenüber dem Nationaldenkmal auf dem Niederwald ist in Vorbereitung. Ein Platz auf der Elisenhöhe ist bereits erworben. Die Sammlung des Baukapitals wird emsig betrieben. () Marburg, 13. Jan. Unsere Elisabethkirche. erhält jetzt einen herrlichen Schmuck durch die vom preußischen Staat gestiftete neue Kanzel. Sie ist aus feinstem Vogesensandsteitl von: Bildhauer Riedel in Straßburg hergestellt, während der in voriger Woche ein* Sene Schalldeckell vom Bildhauer Klemm in Kolmar ellt wurde. Die Kosten der Kanzel, die als ein Kunstwerk ersten Ranges bezeichnet werden kann, betragen etwa 25 000 Mark. Frankfurt, 13. Jan. Bei der Feier zur Einweihung des Jnstitutsgebäudes des Physikalischen Vereins teilte Oberbürgermeister Adickes mit, daß die Tornowschen Erben, Herr und Frau Major Kremski, ein Kapital von 4 7 0 000 Mark als Eugen Tornowsche Stiftung der hiesigen Akademie, zur Förderung der Naturwissenschaften, überwiesen haben. — Aus Anlaß der Feier wurde Kaufmann Leo Elliirger zum Kommerzienrat ernannt, der Dozent Dr. Deguisne zum Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins. Den roten Adlerorden 3. Kl. erhielten Geh. Kommerzienrat Lev Ganz nnd Wilh. Bonn, den roten Wlerorden 4. Kl. Pros. Eugen Hartmann uni). Prof. Petersen. i^rte Ästiger 2ienst?°w un. '.er Boi? ,'°h)ie QM y. I^lvß «Äß&F . 'Il, UN bcrVrtfe Mn »- eme ,? oie Meßend hlb ■ ÄllUlls if!* ^>li d.°k l"ern daz tjnen ist h/e,‘ ölll Xt '?u* .ic bet ®efteU : '"Nia'Z ■u."b MutS ’!M fefc "'H* üibtdjö; bc;llQii* Th--, bas SJibit». -’Wbungsbttein ge. iie ton AM-rz uendgeringen e *■ Hnbet auch für ;ne i° geringe Zahl ausgehenden Winter - bie Scharen der ruheren Llärke, so linge noch gut ver> -Erzähl auch dieser ! Zahl unserer ein« unl das Züuibzeug ;cndcs 'Voriommuis Lohnslube hatte ich gelegt. Son einem in Llazienbäumcheu Tesrern schoß nun ch eine Meise, die er jtn Räuber genierte jnung nicht im ge- icic Raubvögel euer« r Mordafsär e in er 'Mörder Biehl cjityt Der Polizei- ? $. entladen, als Polizeiwachtmeister Kaufmann, der als >c durch den Lchux [en sind jedoch feine .tuiening der Han« . Dr. Bamberger :zienrat Zchnahl zu Reklamation gegen : zum Ltadtver- uß als unbegriindet mser Bollsztg" Hord ent Borißhojser der enbachbeiLslenbach Ter seichens s> dans Lppels' bei Sonn?, der es an gebracht 7 iircfic ausgelreten- ,-^n als Redakteur , ' tatholische Nellgtor> des befand RlmederFE katholischeste der als ko"- meu ■ k-p fß> , ,n.ntt m v'k w ,'-.-richt an. - LchUv U , Äsehen . . i5, 5 * ^L-thkirtz t S'i’Ü °M 1 au? I“? ein Personenzug zusammen. Mehrere Wagen des letzteren wurden völlig zertrümmert, 8 P e r s o n^e n erlitten Verletzungen. Der Heizer wurde vor Schreck wahnsinnig. Teheran, 14. Jan. Prinz Ferman Ferma, der Generalgouverneur von Aserbeidschan telegraphierte gestern an das Parlament: Die Türken umzingeln mich auf Sandschbulak, erbeuteten zahlreiche Gewehre und die' Kasse mit 80 000 Tomanen (etwa 570 000 Mk.). Sofort nach Eingang der Depesche begab sich der Präsident des Parlaments, der Kriegsminisrer und die hohe Geistlichkeit in das Palais, um mit dem Schah über die Lage zu beraten. Der Schah ist von den Ereignissen aufs tiefste getrof- f e n und leistete wieder auf den Koran einen Eid, nunmehr aufrichtig mit dem Parlament zusammen zu arbeiten. Daiift'agttttg. Für die herzliche Teilnahme anläßlich des Hin- scheideus unseres innigitgclicbten Gatten, Vaters und Großvaters Lchü'lckcmkistcr Georg Schimmel sagen wir Allen herzlichsten Dank, besonders auch dem Geistlichen für die tronreicheu '-ttforte, ioraie den Krieger- üereinen von Klein-Linden und Hörnsheim. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Schimmel u. W. Lenz. Klein-Linden, den 13. Januar 1608. 341 Bekanntmachung. Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in s 25 der Wehr- d ebnung werden alle im Jahre 1888 gebotenen Militärpflichtigem ' faciuie diejenigen, welche dieses Alter bereits üverfchrinen, aber naj H znr Muinnimg noch nicht gestellt haben, ober bet der Musterung I im 1907 zurückgepeüc worden find, und entweder in GiLlzen ihren I a.efetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnastanen und Zöglinge anderer Lehrannalten, oder als Haus- und WtrtMians- ,s' beamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, HanowerkSgewnen, Dtenst- 3 binen, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenfchaft sich dahier aut- 7. Ulten, hiermit aufgesordert, fich behufS Emttagung ihrer ytamen 3 nti die Netrutlerungsstammroüe in der Zelt vom 15. ^anuar vrs i L. Februar d. I. auf dem Standesamt im piatbaus, am ÄKartt- v»laü, zu melbcu, und dabei, wenn ftc dairicr nicht geboten und, I mrcn Geburtsschein, tuelajct von dem betreffenden Standesamt 1 n erwirken t|t, und, wenn ne bereits an einer trüheren Musterung iKtlgenotnmeii haveu, ihren ^osungsscheiu vorzulegen. . . . Zugleich wird daraus auftnertiam gemacht, daß Diejenigen, welche die Anmeldung uiuerlassen, sich zu gewärtigen Haven, dap s« mit einer Gelüprase Ins zu 30 Mark oder mit -vast biS zu drei Lagen belegt, von der Teilnahme an der Lotung ausgetchlopen, iaiu) ihrer etwaigen Ansprüche aut Zurückstellung usw. für ucriuing e ttlärt werden. Bezüglich der zur Zett der MeUretrist abwesenden ^niitarpstiajtigen find deren Eltern, Vormuiwer, Lehr-, Brot- ooer Favnkherren zu diesen Anmeldungen uerptlidjict. Fetner wird Kemern, dap Gesuche um Zurnckjteuung uon Atilitärpstichtigen aut (»rund des 8 32, pos. 2, Lin a, b, c, d, e, f und s der Weptordnung ntüjtteitig bet der Bürgermeisterei dahier vorzubringen tmb; ver- hqicic Ge>uaje können teme Betucksiamgmig stnden. Gienen, den 8. yanuar 1908. B10h Groph. Bürgeriiietsterei Gießen. I. V.: Keller.__________________ Bekanntmachung. Aus der Heicheibcimtichcn Stiftung find am 27. April ds. die Ijalbjdtiriidjeit Zinsen mit 525 Mk. an eine in Gienen tuiobnhafte, würdige und bedürftige, christliche Familie oder Twrfou zu vergeben. Anmeldungen werden von heute an bis 10. Februar ds. IS. auf unserem Geschäftszimmer )teuenvaue 25 Bitgt'ßeiiQenomtnen. Gießen, den 11. Januar 1908. Großh. Bürgermeitterc. Gießen. __I.V.: Keller._______________________ HZzveisteigmmg Winnerod. Donnerstag den 16. Januar sollen. im Distrikt Burgwald und Waipertsberg versteigert werden: 259 Rm. Buchen-Scheit 269 „ „ -Prügel 102 , v -Stock 714 , w -Reiser 1 „ Eichen-Prügel 6 „ „ -Reifer 4 u Nadel-Stock 8 , „ -Reiser. Anfang vormittags 9V4 Uhr nuf der Chaussee Winilerod—Lindenstruth, Eingang Biirgwald. cu/, Sames, Förster. IlN'.Ngitli-ar-Nl'räntzkr ng. Montag, den 20. Januar 1908, nachmittags 3V- Uhr, ans dem Rathause zu Allendors a. Lumda roieberljoltc Ber- sieigeruug der Brauilwarchlcheu Immobilien: l336 HauS mit Laden u. Garten. Besichtigung am Tage der Ber- fteigerung. Beste Gelegenheit zur Gründung einer guien Existenz. Geringes Kapital erforderlich. K. Althoff, Konkursvetwalter. W ff» e b tb sa Schweinefteück 46 Pfg. Riuosteifch 56 Pfg. [B14/i Geopnet von 5 Uhr nachm. ab. । Wige“ Monatsraten von 2 Musikwerke Photog. Apparate Zithern aller Arten, Goerz Trieder-Binocles, Operngläser, Feldstecher Bial & Freund in Breslau 8. Violinen Mandolinen. Guitarren. Harmonikas Saiteninstrumente, Neueste Modelle aller modernen Typen sowie allo selbstspielende, sowie Dreh- Instrumenta mit Metallnoten. Automaten. Utensilien zu mässigsten Preisen. Preisbuch No. 104 mit vielen Abbildungen auf Verlangen gratis und frei. Postkarte genügt. Grammophone garantiert echt, mit Sft Hartgummi-Platten. Phonographen na HZ ? 1 1W1C® an tt ■ ! ■» V _ ; 1J , I . Iffl W Bekanntmachung. Das Hebregifler der Wassergenossenschaft Inheiden pro 1907/08 liegt vom 16. d. Nits. 8 Tage lang auf dem Amtszimmer des Vorstehers zur Einsicht der Genossen offen. Inheiden, den 13. Januar 1908. Rcitz, Bürgermeister. 335 Jagd-Verpachtung. Mittwoch, den 22. Januar 1908, vormittags 10 Uhr, soll auf hiesiger Bürgermeisterei die Anfang Februar 1908 leihfällig werdende Feld- und Waldjagd der Gemarkiing Piainzlar unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf wettere 6 Jahre verpachtet werden. Tie Gemarkung umfaßt ca. 450 Hektar Feld und 132 Hektar Wald. Bemerkt wird, daß das Jagdgebiet angrenzend an der Eifcnbahnstatton Mainzlar liegt. Mainzlar, den 13 Januar 1908. 34- Großherzogl. Bürgermeisterei. Vogel. Holzversteigerung in der Fürstlichen Obersörsterer Sich. Montag den 26. Januar, vormittags ÖVa Uhr, im Distrikt Riedwald: Scheiter: 236Jim. Buchen, 23 Rin. Eichen (meist rmid), 1 Hirn. Havtlaubhvtz. Knüppelholz: 263 Rm. Stichen, 93 Rur. Eichen, 4Rm.Weichtaubhoiz, 17Rm.9tadelhotz. Skockyolz: 110RuuLuchen, 59 Rm. Eichen, 2 Rm. Weichtaubhoiz, 2 Nm. Nadelholz. Neishotz- wellen: 4410 Buchen, 1410 Eichen, 50 'Nadelholz. 69o 9rm. Fichien- Schichlhausen. - 24 Stück Erchen- agnerbolz - ^,17 Sm.; L Elsbccr- und 2 Lindcnstammchcu, zmaurmen 0,86 Im. Die Zusamu.enkuntt ist auf bei logen, aüen Laubacher Strape, wo dieselbe vom Fußpfad Lich—Harbach gekreuzt wird. Dieuotag den 21. Januar, vormittags 9'/° Uhr, im Distrikt Fuchsflrauch: 'Scheiter: 312 Rui. Buchen, 2 Rm. Eichen. Knuppel- hniA- 124 9iln. Buchen, 81 Rm. Eichen. Stockhotz: lau Rm. Buchen, llRnuEichen. Reishotzmellen: 2520 Buchen, 1250 Eichen, 130Welch- holz, 210 Nadelholz. - 56 Stück Eichen zu 4>,chten = 2,so Fm. 18 Buchen-Abschnitte - 37,62 Fu». (uO bi» 88 em Durchm., 2,4-12 w Marnie). 8 Fichten-Derbstangen — 0,46 Fm. 284 Fichten-Reiöstangen - Dle^Zusammenkunft ist auf dem Weg von Kolnhausen nach dem Höler beim Kolnhauserkopf. _________ B h In der sürstllchen Fasanerie zu Eolnhausen ver Lich werden nach Bestellung h Welschhuhner abgegeben. Geschlachtet und gerupft pro Pfund 1,00 Mk.; geschlachtet und ungerupst pro Psund 0,80 Mk. Lebende Hennen pro i>>luck 6,00 Mk.; lebende Hahne pro Stück 10,00 Diaif. - Schrnlllche und mündliche Bestellungen nimmt die Fürstltch Solnuucvc Ober- Försterei zu Lich (Oberhessen) entgegen. Jagd-Verpachtung. Donirerstag, den 30. Januar 1908, vormittags 11 Uhr soll im Rathause zu Wieseck die am 1. Februar 1908 leihfällig werdende Wieiccker Gememdejagd, bestehend aus zirka 275 Hektar Wald und zirka 375 Hektar Acker- und Wiesen-Land, auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Wieseck, den 14. Januar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. S ch o m b e r. B14/, Holzversteigerung Im Licher Stadtwald Distrikt Eisenkautc, werden am 16. d. Mts., porunttagö 10 Ubr, in der Suhlschneiße Nr. 1 anfangend versteigert: . Scheiter: Buche Rnr 443 Eiche 41, Linde 4,«, Birke 0,<. Knnvpel: Buche 101, Eiche 49. Stöcke: Buche Rm 195 Eiche 100, Linde 3Z. Reisig: Buche Wellen 4085, Eiche 1410. Lich, den 11. Januar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei. D ö r m e r.'Bu/i stamm- ati Atzhah-Lkrstcheraag. Freitag den 24. Januar 1908 vormittags 10V2 Uhr werden im Saale des Deutschen Hauses zu Wsfcld von der Abtriebsfläche im Distrikt Rotzenberg au der Kreisirraße Etta— Schwarz, aus deut Disrrikl Slrurh 6a und aus verschiedenen Distrikten der Forstwarlei Eifa versteigert: , Stämme: 7 Eiche 3. Kl. — 7,u2 fin, <1 Eiche 4. Kl. — 45,11 fm sSchmli-- und Bauholz), 80 Eiche ö. Kl. — 31,94 fm, 154 Eiche 6. Kl. — 36,26 fm (Bau- nnd Wagnerholz), 1 Kiefer 1. ill. = Uä>6 im. 3 Kieiern 2. Kl. — 3/)« fm, 37 Kiefern 3. Kl. — 3737 fm tSchnitt- und Bauholz), 78 Kichern 4. Kl. = 59,16 fm, 229 Kiefern 5. Kl. — 101,6/ fm, 1 Lärche 2. Kl- — 2rj6 fm tSchnittholz), 2 Lärchen 5. Kl. = 0^>4 fm, 1 Fichte 2. Kl. = 1,83 fm, 1 Fichte 3. Kl. — 0^8 fm, 1 Fichte 4 Kl. = 0,97 fm, 5 Fichte» 5. Kl. — 157 fm, 1 Birke ----- 0,33 fm. Derbftangcn: 3 Eichen --- 0,23 fm, 4 Fichten = 0L8 fm. Nutricheltcr: 2 rm Elche sEisenftrauch). Rutzknüppel: 21 rm Eiche (1,10 unü 220 m lang im Röhenberg). Dimjete Austunst erteilt der Großh. Forslwart Schaaf zu Eifa und der Unterzeichtlete. Auszüge aus dem Berftetgerungs- prytokoll werden bet frühzeitiger Anmeldung von der uMerzelchneten Cbertöriierei unentgeltlich abgegeben. AlSfeld, den 11. Januar 1908. Großherzogliche Overförfterei Alsfeld. Haber ko rn. sv»4/» Eisenbauanstalt DARMSTADT.^ Dachstühle — genietete Träger — Stützen — moderne Fassaden — Hallen — Treppeo etj^ Feldjagd-Verpachtrrrrg. Die am 1. Februar 1908 leihfällige Jagd in der Gemarkung TraiS-Horloff, an der Oberhessischen Eisenbahn- Station Trais-Horloff gelegen, soll nochmals Samstag, dc» 1. Februar 1908, vormittags 9% tthr, in der Wirtschaft H ublitz auf weitere 6 Jahre verpachtet ' werden. TraiS-Horloff, den 11. Januar 1908» (Äroszherzogliche Bürgermeisterei. 840 Bornma n n. Kaufmännische Fachschule. Wir machen hierdurch bekannt, daß am Freitag -em 17. Januar, aben-S 8 Uhr, ein neuer Kursus für Maschinenschreiben in unserer schule beginnen soll. Anmeldungen werden täglich und am Eröffnungsabend /in der Schule — Nordanlage 15 — entgegengenommen. Gießen, den 11. Januar 1908. iv**/,____________________________Die Schulkommifsion. Restaurant VogeL Mittwoch Schlachtfest zz, Spezialität: Nürnberger ®Br»twürst’l Evangelischer Bund. Sonntag, den 19. Januar 1908, abends 81/* Uhr Familien - Abend 6 Zimmer 6-Ztrnmerwohnung (Beletage), elektr. Webt, Gas, per 1. April 08 au vermieten. Näheres 3401 ________Süd-Anlage 23, p. II. Etage. Schöne Ü-Zimmerwohnung mit Bad, Mansardcnztmmer u. Zu- beüör per L April au vermieten. Stüh. Stephanstr. 421. 170 Plockstraste 16 ist die 111. Etage, O-Zimmer- Wohnung, Küche u. Badezimmer per 1. April billig zu vermieten; ebendaselbst per 15. Januar eine Mansardenwohnung. 1204 Näheres I. Etage. ' Täglich frische Krevveln, Berliner Pfannkuchen und Kaffee per Tasse 10 Pfg^ zu haben bei Wilb. Zimmer, Bäckermstr^ 207 < Löwennasse 27. s SS Ang. Waag |Si i sti“g 60 i IL~Jä Hosenträger Socken Taschentücher Has- Haus mit eigener Kürschnerei und Reparatur - Werkstätte sucht zu hohen Preisen zu kaufen: feile, Marder-, Jltisse-, Fuchs-, Dachs-, weisse Wiesel- und Melle. A. Kretz-Schmal*, Kürschner, Markt 22. [61 Daö neue Lartpflegemittcl StpaäwweSira IkrHnliigc k. roohnung mit Baderaum u. sonstig. 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