Nr. HO Montag 11. Mai 1908 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Wirkungsstätte, ist von seinen Freunden mit seiner Büste geschmückt worden. Die im südwestlichen Teile des Darmstädter Grabdenkmals zeigt die hohe Bedeutung und Verehrern, längst Widmung auf seinem, Friedhofs befindliche^ des seltenen Mannes., Die diplomatische Vertretung Frankreichs in Deutschland. Die sranzösische Wochenschrift „Opinion" berichtet: Nach dein Frankfurter Vertrag hat Frankreich das Recht, sich in Berlin durch einen Botschafter, in München durch einen (A: sandten und in den anderen deutschen Bundesstaaten durch diplomatische Agenten vertreten zu lassen. Dieses Recht blieb bisher mit Rücksicht auf die Empfindlichkeit außer Anwendung. Als Botschafter Cambon nach Berlin tarn, drückte er den Wunsch aus, sein Beglaubigungsschreiben außer am Berliner Hofe auch in Dresden zu überreichen. Der damalige Staatssekretär v. Tschirschky, der sächsischen Ursprungs ist, hatte dagegen nichts einzuwenden. Jetzt hat Cambon auch den Wunsch geäußert, auch in Stuttgart der gleichen Form zu genügen. Diesem Wunsch gegenüber blieb aber die kaiserliche Regierung trotz mehrfacher höflicher Erinnerung taub. Wie das „B. T." dazu von unterrichteter Seite erfährt, ist die Voraussetzung irrig,, daß Frankreich außer der Botsck-aft in Berlin und der Gesandtschaft in München durch den Frankfurter Frieden auch das Recht der diplomatischen Vertretung bei den übrigen deutschen Bundesstaaten zugestanden sei. Es handle sich vielmehr nur um die Berechtigung, in den übrigen deutschen Bundesstaaten Konsuln zu unterhalten. Richtig soll es int übrigen sein, daß Cambon aus seiner Initiative heraus den Vorschlag gemacht hat, das Recht der diplomatischen Vertretung für Frankreich auch auf die übrigen ^deutschen Bundesstaaten zu erstrecken und daß man in Berlin keine Neigung bezeigt, auf diese Anregung einzugehen. 120 Pfd. Pulver geraubt. Der Generalgouverneur ordnete wegen Detf. Ermordung des Chefs des Lehrbezirks von Kietze, Afanasiew, die Schließung der dortigen Schulen mit polnischer Unterrichtssprache an. Im Warschauer Gefängnis haben 150 politische Häftlinge infolge des Verbotes von Verwandtenbesuchen den Hungerstreik angefangen. Diesem Streik schlossen sich nachmittags auch andere Gefangene, darunter viele Frauen, an, es „streiken" nunmehr etwa 500 Personen. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universttäts - Buch- und StelnbructcrcL R. Lange, Gießen. Apolitische Tagesschau. Eine kaiserliche Auszeichnung Dernburgs. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Anläßlich der Annahme der kolonialen Eisenbahnvorlage im Neichs- lage ging dem Staatssekretär Dernburg folgendes Telegramm »es Kaisers aus Donaueschingen zu: Mit besonderer Genug- luung habe iaj die Meldung von der durch den Reichstag «folgten Annahme der Eisenbahnvorlage, die zum Aufschluß unterer Kolonien in Afrika dienen soll, erhalten. Mit meiner l^ten Gratulation zu diesem verdienten Erfolge verleihe ich Ihnen als Zeichen meiner Anerkennung den Kronenorden Erster Klasse und wünsche Ihnen zugleich glückliche Reise zu Ihrer Reise nach Südwestafrlka. Wilhelm I. R. Staatssekretär Dernburg, der heute die Reise über London nach Südwestafrika antritt, hatte sich schon am Samstag vom Reichskanzler und von den Beamten des Reichskolonialamtes verabschiedet. Die Leitung im Amte übernimmt Ministerialdirektor Contze bis zur Rückkehr des beurlaubten Unterstaats- sekretärs v. Lindequist. Huldigung der Armee vor Kaiser Franz Zosef. Am 30. Mai werden im Schönbrunner Schlosse sämtliche Generale der österreichisch-ungarischen Armee und im Generalsrang stehenden Offiziere der Kriegsmarine dem Kaiser Franz Josef namens der österreichisch-ungarischen Armee gratulieren. werden mehr als 300 Generale anwesend fein, in deren Manien der Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand sprechen wird. Ferner werden voraussichtlich sämtliche ausländische Regimenter, deren Inhaber Kaiser Franz Joses ist, Of f iziers- i eputationen nach Wien entsenden. Kaiser Wilhelm hatte ursprünglich beabsichtigt, die preußischen Regimenter, deren Inhaber Kaiser Franz Josef ist, in ihrer Gesamtheit nach Wien zu senden, bat aber auf Wunsch Kaiser Franz Josefs davon wieder llbstand genommen. Aeuderung des § 70 des .Handelsgesetzbuches. Neuerdings sind vielfach Beslrebungeii ini Gange, den Zrihalt des § 70 des Handelsgesetzbuches zu ändern. Während heute das Handelsgesetzbuch im Falle des Kontraklbrnches Prinzipale und Handlungsgehilfen gleich behandelt, indem eö dem Geschädigten eine Schadenersatzforderung einräumt, wollen die Vertreter dieser Bewegung dem Prinzipal einen neuen Rechtsanspruch auf Zahlung einer Strafe geben, bei dem er erlittenen Schaden nicht nachzuweisen hat. Der hiesige Kreisverein im Verbände Deutscher Handlungsgehilfen hat nun eine Eingabe an das Reichsamt des Innern gesandt mit der Bitte, den auf Abänderung des § 70 des Handelsgesetzbuches gerichteten Bestrebungen keine Unterstützung zu gewähren. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktisru TLp-Adr^AnzeigerGießen. Aus Stadt und Land. Gießen, 11. Mai 1908. ** Ein Gedenktag. Der 50jährige Todestag von Adolfs Spieß war am vergangenen Samstag. Was Spieß, ein geborener Lauterbacher, für die moderne Schulpädagogik auf dem,', Gebiete des Turnens gewesen ist, ist bekannt, vor allem, daß er, der zweite „Vater Jahn", zuerst auch das Turnen der Mädchen: eingeführt hat. Seine Grabstätte in Darmstadt, seiner letzten Ruhe und Würde, die ein solcher Vorwurf verlangt. Wie verfehlt es war, jenes Bismarck-Wort einem Denkmal als Leitgedanken zu geben, ersieht man sofort, wenn man sich vorstellt, der Künstler sei nod) ein wenig realistischer ooegegangen und habe Bismarck dargestellt, wie er der ausfitzenden Germania die Steigbügel hält; daß, wie jeder einsieht, eine solche Gruppe rein komisch wirken würde, ist nur ein Beweis, daß die ganze Idee verfehlt ist. Schon das Nebenetnander der allegorischen Gestalt unD der realistischen Bismarck-Figur hindert eine künstlerische Wirkung., Man braucht nur an das Hamburger Bismam-Denkmal zu denken, um zu sehen, w i e viel dem Frankfurter fehlt .... — Frau Eliriede Bayrhammer, die einstige talentvolle „Salondame" unseres SlaDtthecckers, deren ungewöhnliche Bühnenbegabung sich jetzt, in erheblich größeren Verhältnissen, voll gu entfalten scheint, ist kürzlich im Kasseler Hoitheater als Nora nutgetreten. Wir lesen darüber in einem Kasseler Blatte: „Als 9loro beiand sich Fran Baprhammer auf einem Gebiet, aut dem ihr Talent die reifsten Früchte verspricht. Tie Darstellung komplizierter moderner Frauencharaktere scheint mir die eigentliche Aufgabe für die temperamentvolle Künstlerin. Diesen Eindruck hinterließ ihre Nora. Sie erfaßte diesen Charakter mit einem überraschenden, sympathetischen Verständnis und hatte Momente von beinahe faszinierender Wirkung. Entzückend war das sonnige, leichtsinnige Weibchen, die kleine pikante Schelnun des ersten Altes; wie ein innerliches Erlebnis wirkte in ihrer Darstellung die iveitere Entwickelung der tanzenden Puppe zuin Weibe; mit hinreißender Steigerung wurden Die nervenzerrüttenden seelischen Kämpfe der Geängstigten geschildert; erschütternd war der Aufschrei der Gequälten, die wider Die Barriere eines starren Gesetzes Sturm läuft, erschütternd die Erstarrung der sehend Gewordenen, die sich in ihrer Erwartung des „Wunderbaren", nämlich des rettenden Opfermutes ihres Gatten, getäufcht sieht. Wenn die Gegensätze zwischen der Nora des ersten und des letzten Aktes gleichwohl unüberbrückt bleiben, so liegt es wahrlich nicht an dieser Darstellung." Kleine Kunstchronik. „Bub oder Mädel?", eine neue, Wiener Operette, wurde von Direktor W. Henry Savage für feine Bühnen in Nordamerika angekaufi. Der Komponist, Bruno Granich- städlen, wird die Erstaufführung der Operette inNew-2)ork dirigieren.' niedergelegt. Als erste traten die Gräfin Wilhelm Bismarck und ihr Sohn an das Denkmal heran; einen blauen Vergißmeinnicht- kranz brachte der Enkel dem Großvater dar. Leider war das Wetter nicht günstig; der Himmel war bewölkt und während der Feier begann es zu regnen. Anläßlich der Enthüllungsseier fand abends im Festsaale des Kaufmännischen Vereins eine Feier statt. Nach einer Begrüßungsansprache des Freiherrn v. L a s a u l x brachte der kommandierende General v. Eichhorn das Hoch auf den Kaiser aus, woraus Professor Küntzel von der Akademie der Sozial- uud Handelswissenschaften die Festrede hielt. lieber das Denkmal selbst wird uns aus Frankfurt a. M. unter dem 10. d. M. geschrieben: Das Bismarck-Denkmal von Prof. Rudolf Sieme- ring, das nach langem Warten heute, geraume Zeit nach dem Tode seines Schöpfers, feierlich enthüllt worden ist, sucht die monumentale Wirkung vor allem durch die ruhigen Dimensionen zu erreichen. Die einzelnen Figuren der Gruppe, die auf einem 3,10 Meter hohen Sockel steht, dürften an Größe die des Berliner Nationaldeukmals noch übertreffen: hat doch die Gestalt Bismarcks auf dem Frankfurter Denkmal die gewaltige Größe von 5,20 Meter! Im übrigen aber kann man kaum sagen, daß ein monumentaler Eindruck von dem Werke ausgeht. Dazu ist es zunächst einmal viel zu unruhig. Man wird sich erinnern, daß dem Künstler als Leitmotiv das Bismarck-Wort vorschwebte: „Setzen wir Deutschland nur in den Sattel, — reiten wird's schon können!" Simering hat das Bild wörtlich genommen. Er stellt Bismarck bar, wie er neben einer jungen kriegerischen Frauengestalt steht, der er soeben auf das Schlachtroß geholfen hat. Jetzt schrecket das mächtige Tier mit kaum gebändigter Kampflust vorwärts, hinweg über einen gewaltigen Drachen, der sich am Boden sterbend windet, während das junge Weib mit mutig vorgestrecktem, in die Weite spähendem Kopf und mit dem Ausdruck jugendlich- feurigen Selbstvertrauens kampfbereit auf seinem Rücken sitzt, die Fahne über der rechten Schulter und die linke Hand noch eben nach dem Helfer ausgestreckt, der groß und machtvoll, das Antlitz dem Beschauer zugewandt und mit kraftvoller Hand- beioegung nach her Reiterin deutend, seitlich vor dem Pferde steht. Als realistische Gruppe betrachtet, wirkt das Denkmal sehr echt und überzeugend. Es ist lebensvoll bis in die Einzelheiten durchgeführt und maM bei aller Unruhe einen geschlossener Eindruck. Die „Eichener ZamiNenblätter** werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblati für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Stndentenstreik in Oesterreich. Die „Neue Freie Presse" meldet, daß für nächsten Donnerstag ein Streik der freisinnigen Studentenschaft an allen Universitäten zu gewärtigen ist. Von Innsbruck sind alle Vorkehrungen getroffen, Wien und Graz haben bereits zugesagt, die Löbener Bergakademie hat sich eine Bedenkzeit bis zum Montag ausbedungen, die Prager deutschen Studenten haben dem Rektor eine Eingabe überreicht, welche identisch ist mit der Eingabe der Innsbrucker Studenten. Auch die Studenten der beiden technischen Prager Hochschulen werden sich wahrscheinlich anschließen. Der Wiener Universitätsrektor erließ eine Warnung an die Studentenschaft, um Störungen der Vorlesungen zu vermeiden. ♦ Wir haben, Gott fei Tank, noch kein Parlament. Diese Aeußerung hat jüngst der russische Finanzminister in der Reichsdnma gemacht. Die offiziöse Rossija bemerkt nun hierzu: In dem Streit mit dem Parlamentarismus handelt es sich scheinbar um die Worte, doch besteht der Zweck des Streites in dem Bestreben, allmählich das Staatsprinzip durch ein anderes zu ersetzen. Wenn ein Parlament nur eine Versammlung von Volksvertretern bedeutet, so hat Rußland ebenso em Parlament wie England. Wenn aber unter einem Parlament eine Versammlung der Volksvertreter verstanden wird, die als unmittelbare Quelle der Gewalt erscheint, so kann man m Rußland von einem Parlament nicht sprechen. Das politische Spiel derer, welche alle Anstrengungen machen, in Rußland den Parlamentarismus einzuführen, läuft jetzt darauf hinaus, daß die Duma durch die Tatsache ihres Bestehens und ihrer Befestigung allmählig den Boden für die Beseitigung der Staatsgrundprinzipien vorbereitet. Wir sind der Ansicht, daß ein Parlament im Sinne der Verkörperung des Parlamentarismus in Rußland gleichbedeutend mit dem Untergang Rußlands als Staat wäre. * Die österreichischen Eisenbahnattentate. Es hat sich nunmehr heraiisgeslellt, daß die gemeldeten Wentate gegen die Züge der Nordwesibahn, mit Denen die tiimbe§für|ten nach Wien fuhren, beide auf Station Wiese "«hl vorbereitet waren. Es wurden in beiden Zügen i)i< durch Steinwürfe zertrümmerten Scheiben und die Steine selbst gefunden. Am Samstag wurde wieder auf einen J^ordwestbahn-Schnellzug, den der Fürst von S ch a u m b u r g- vippe und der Hamburger Bürgermeister Dr. Burchard lmußten, ein Attentat in der Nähe der Station Wiese oer- tot. Durch Steinwürfe wurden die Fensierscheiben des 6 Wen Gesandten reifte. Der tiefe Haß gegen den Mann, der mffurt das höchste Gut, die politische Selbständigkeit, entrissen ick- hat sich gewandelt in unauslöschliche Dankbarkeit und Liebe A Sem Begründer der deutschen Einheit, von der dieses Denkmal « alle Zeiten Zeugnis oblegen soll. Hierauf fiel Die öülle bit- Dem Denkmal, während die Musik „Deutschland, Deutschland der alles" intonierte, welches die Anwesenden entblößten Hauptes titlangen. Oberbürgermeister Dr. Adickes übernahm das Denk- tüC namens der Stadl. Er dankte dem Denkmalskomckee für ße Errichtung und gedachte des dahingeschiedenen Künstlers, sowie Üti der Künstler und Werkleute, die das herrliche Denkmal bUImbet haben, das sich als drittes Denkmal von Deutschlands *ut)cit würdig an schließe Dem Einheitsdenkmal vor Der Pauls- W uno Dem Denkmal Kaiser Wilhelms des Großen. Redner mit einem Hoch auf Kaiser Wilhelm II., in welches Die Fest- »r-mimlung sowie Die zahlreichen Zuschauer in den Fenstern tto auf den Dächern der umliegenden Häuser begeisHrh M Zweites Blatt 158. Jahrgang r Giehener Anzeiger Eenersl-Anzelger für Dberhessen Sie lauter: „Dem Begründer des Deutschen Schulturnens Adolf Spieß. Seine Schüler uiü> Freuiide. 1872 ". — Der auf dem; Grabe liegende Stein trägt folgende Angaben: „Adolf Spieß, geb. 3. Febr. 1810, gest. 9. Mai 1858. Christus ist mein Leben!" — Der Hessische Lehrerturnverein hat am Samstag am Grabe des großen Meisters einen Ki^mz niederlegen lassen. t " Heitere Künstler-Abende. Im Hotel Groß- Herzog von Hessen gastiert seit Samstag abend eine aus Drei Herren und einer Dame bestehende Künstlertruppe aus Kaffel. Was sie bieten ist ein Kabarettprogramm. Rezitationen wechseln ab mit Gesangs- und Klavieroorträgen. lieber eine ganz phänomenale Tenorstimme verfügt vor allem der Sänger. Auch die Darbietungen des Rezitators stehen hoch über dem Durchschnitt. Was an dieser kleinen Künstlerschar insbesondere zu loben ist: sie verstehen es, Stimmungen zu erzeugen und selbst das steifste und undankbarste Publikum schließlich durch ihren Humor mit fort zu reißen. Ihr Programm umfaßt die ganze Skala der Stimmungen, von der stillen Wehmut bis zur ausgelassensten Heiterkeit. ** Englische Militärmusik in Gießen. Die Nord» humberland-Military-Band, eine englische Militärkapelle, die Dieser Tage im Kolosseum spielen wird, gab auch im Konzerthaus Hamburg ein Konzert, über das ein Hamburger Blatt folgendes sagt: Bei dem außerordentlichen Renommee, Dessen sich diese unter Leitung des Leutnants H. G. Amers stehende Kapelle Der Nort- hiimberland-Husaren nicht nur in England erfreut (Die Kapelle: hat schon im Vorjahre verschiedene Gastspiele in Berlin, Leipzig, und Dresden mit Dem größcen Erfolge absolviert-, mußte man auf die Leistungen der Gäste wirklich gespannt sein. Die hohen Erwartungen der Zuhörer, unter Denen sich nicht nur zahlreiche: hiesige Engländer mit ihren Damen, sondern auch kritisch veranlagte Sachverständige, betännte Hamburger Musiker, in Menge befanden, wuroen nicht getäuscht. Man war sehr bald darüber einig, daß man ein ausgezeichnetes Orchester vor sich habe. So^ wohl der Dirigent als auch seine vierzig Musiker zeigten sich in. jeder Beziehung des ihnen vorausgegangenen Lobes würdig: Die- einzelnen Instrumente find von technisch vortrefflich durchgebildeten Leuten besetzt und Da5 Zusammenspiel klappt unter Lecknngk des feinsinnigen jugendlichen Dirigenten tadellos. Auffallend für} Unsere Begriffe ist das starke, Ucberwiegen der Holzbläser im, Orchester körper, was eine eigentümliche, uns zuerst etwas fremd- anmutenbe, aber recht wirkungsvolle tiefsatte Klangfärbung ergibt. Allgemem bemerkt wiiroe auch die unnachahmlich vornehme, wahrhaft klassische Art und Weise, wie "Xfcutnant Amers seine „Band" leitete. Der Herr zeigte eine verblüffende Festigkeck ui der Leitung, jedes Detail fein nuancierend, vollendete Eleganz-: ohne jede Spur von Pofe. Die Zusammenstellung des Programms^ verriet einen guten Geschmack, Takt und Klugheck. "Einbruch. In der Nacht zum Sonntag wurde im sog. „Feldschlößchen" aus der Waschküche mittelst Einbruches ein Fahrrad, Ntarke „Postillon", gestohlen. Außerdem wurden aus dem Keller eine Anzahl Flaschen Wein entwendet. •* Sachbeschädigung und Diebstahl. In Der* stoffener Nacht wurde am Laden des Cafö Amend in der Bahnhofstraße die Erkerscheibe zertrümmert und dabei Arrslcsnd. Fürstbischof Cohn. Ein tschechisches Blatt bringt die Meldung, daß die Rehabilitierung des früheren Olmützer Fürstbischofs Cohn bevorstehe und mit der Verleihung der Kardinalwürde verbunden werden solle. Eine Bestätigung dieser Nachricht von anderer Seite liegt noch nicht vor. Aus NußLand. In Kielze wurde in Der Privatschule von Szhdlowski ein Bomben- und Waffen lager entdeckt. Der Hauswächter beging Selbstmord. In Bendzin wurde auf den Dynamitladen der Kohlengrube Johann ein bewaffneter lleberfall ausgeführt. Der Wächter wurde erschossen und 80 Pfund Dynamit sowie stimmten, worauf die Musik die Nationalhymne spielte. Wäh- Als ein monumentales Symbol der Größe deS nationalen' rcnD sodann die Kapelle konzertierte, wurden zahlreiche Kränze | Heros betrachtet aber erscheint das Denkmal verfehlt. Es fehlt der Gruppe, rein vom plasttschen Gesichtspunkt betrachtet, die «sterichtssaaL. X Duisburg, 9. Mai. Der frühere langjährige S t a d t- Verordnete und O b e r in c i ft e r der Atetzgermnung Johannes M o r i tz wurde heule vom Landgericht Duisburg wegen Wechsel- fälsch ringen ui Hohe von rund 100 000 Mt. unter Einrechnung von 5 Monaten Untersuchungshaft zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Metzgerrneisler Hasenkamp wurde wegen Beihilfe zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Köln, 10. Mat. Das Oberkriegsgericht verurieilte den M u s l e l i e r P a g a wegen Totschlags, verübt andern Bäckermeister zu Wesselmg, wegen Diebstahls und Fahnenflucht zu zwölf Iah re ii und sechs Monaten Zuchthaus. Berlin, 9, Mai. Die ehemalige Wirtschafterin des Anrts- W eine dort ausgelegte goldene Medaille der Kochkunstausstcllung entwendet. •• Verhaftet wurde ein junger Bursche, der sich feit einigen Tagen stellenlos in hiesiger Stadt unlhertrieb und seinen Unterhalt dadurch fristete, daß er morgens die an den Häusern aufgehängten Brödchenbeutcl cntivendete. Ein blauer Brödchenbeutel, gez. J. H., fand sich in seinem Besitz. O Alsfeld, 10. Mai. Unter der Anschuldigung, sich nn mehreren Kindern (Mädchen im Alter von 10 —12 Jahren) vergangen hu haben, wurde der im Basaltwerk Adöncheberg als Vorarbeiter beschäftigt gewesene Arbeiter Simm er bcr» haftet und in das hiesige 5) ast lokal eingeliefert. Nach anfänglichem Leugnen soll der Llngesclwldigte gestanden haben. Am Frxitag weilte der Staatsanwalt von Gießen hier und nahm die Untersuchung des Falles, der bereits vor dem nächsten Schwurgericht z-ur Verhandlung kommen wird, vor. Der Verhaftete ist verheiratet und Vater von drei Kindern. ? Hungen, 10. Mai. Gestern nachmittag ging über die Stadt ein Gewitter mit starkem Hagel nieder. Die Hagelkörner hatten die Größe von Haselnüßen und fielen sehr dicht. Zum Glück dauerte der Hagelschlag nur zwei bis drei Minuten und wird hoffentlich an den bereits in Blüte stehenden Bäumen und sonst in der Gemarkung keinen größeren Schaden angerichtet haben. — Gestern abend ereignete sich ein Unfall. Ein Flaschenbierfuhrwcrk hielt aus der Wilhelmshöhe vor einem Hause. Während der Knecht des Fuhrwerks in dem Hause seine Geschäfte erledigte, kam ein Automobil vorbei, vor dem das Pferd scheute und mit dem mit Flaschen beladenen Wagen durchging. Eine wilde Jagd entstand nun die abschüssige Straße herab. Voran das Automobil, hinterher das Pferd in sausendem Galopp. Das Auto mußte volle Fahrtgeschwindigkeit einsetzen, um einen Zusammenstoß zu verhüten. An einer Straßenkrümmung rannte das Pferd an dem Automobil vorbei, rechts und links flogen die Faschen aus dem Wagen, und erst eine Strecke weiter konnte es aufgehalten werden. Zum Glück sind Menschen dabei nicht verletzt worden. — Bad-Nauheim, 9. Mai. Bis zum 7. Mai sind 2370 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 1982 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 7. Ma> 13629 abgegeben. * Herbstein, 9. Mai. Gendarmerie-Wachtmeister Koch wurde von hier nach Babenhausen mit Wirkung vom 1. Juli, d. I. versekt. Zu seinem 'Mchsolger wurde Wachtmeister Hofmann aus Bischofsheim bestellt. ?? Bannerod, 9. Adai. 9lnt 24. und 25. Mai feiert der hiesige Kriegerverein das Fest seiner Fahnenweihe. --e. Ilsdorf, 10. Mai. Am Samstag abend fand hier eine überaus stark besuchte n a t io n a l l i b e r a le Versammlung statt, die von Betriebssichrer Seiler geleitet wurde. Herr O. Riedel hielt einen mir großem Beifall aufgenommenen Vortrag. Ein Mann aus Groß-Eichen glaubte unter peZönlichen Beschimpfungen oen Bauernstand retten zu müssen, beleidigte dabei aber die Jlsdorser Bauern aufs gröbste, >oas ihm aus der Versammlung heraus auch gesagt ivurde. Nachdem Lehrer Becker aus Flensungen die Landtagskandidatur Lang empfohlen hatte, wurde nach einem Schlußwort des Referenten die Versammlung von Herrn Seiler geschlossen. ? Mücke, 10. Mai. Soeben nachts 12 Uhr segelte ein Luftballon ungefähr 100 Nieter über das Anwesen des Wirts Karl Reitz, so daß die Surufe der Insassen „tote heißt der Ort" von den noch auf der Ortsstraße befindlichen Leuten deutlich vernommen wurde. "Nachdem man ihnen Auskunft gegeben hatte, segelte der Ballon nach Osten weiter. Surufe „Landen Sie, sonst kommen Sie auf Waldgebiet" blieb phne Erfolg, lieber das Woher und Wohin der Luftschiffer iveiß man nichts. -s-Laubach, 10. Mai. Auf der Oberscewiese wurde ein größerer Fischteich angelegt und mit einem Waggon = sieben Fässern Karpfen besetzt. Desgleichen wurden für den Rurarts- häuser Teich bei Gonterskirchen ein Waggon Fische bezogen und wurden dieselben eingesetzt. W. 2) arm ft a b t, 9. Mai. Geh. Ober-Baurat Schm ick, der sich Ende Januar d. Js. im Auftrage des Staatssekretärs Dernburg in die deutschen Kolonien nach Afrika begeben hat, um zu untersuchen, wo die Kolonien durch Bewässeriingsanlagen erschlossen werden können, ist nach Bereifung von Süd-Wcslasrika, eines Teiles der englischen Kapkolonie und Deutsch-Ostafrikas in diesen Tagen in Dar-es-Salaam angekommen und wird von dort am 10. d. Mts. die Rückkehr nach Deutschland antreten. R.B. Darmstadt, 11. Mai. Seinen 9 0. Geb uris- tag feierte der hier im Pensionsstand lebenbe Pfarrer Emil 'Stieg leb, der bis 1894 Pfarrer in Wingershausen (Kr. Schotten- war. Dem kreisen Geburtstagskind wurden zahlreiche Gratulationen zuteil. s. Marburg, 10. Mai. Kürzlich entsprang aus der hiesigen L a n d e s h e i l a n st a 11 ein dorr zur Beobachtung seines Geisteszustandes untergebrachier Zuchthäusler. Gestern wurde der Mann, der unterdes m Franksurr mehrere Diebstähle begangen, wieder eingeliefert. — Ter hiesigen Polizei gelang es, einen von Freiburg aus gesuchten Hochstapler sestzunehmen. s. Laasphe, 10. Mai. In Eifenfeld wurde ein vermögender Mann durch einen anonymen Drohbrief aufgefordert, eine Geldsumme an einem näher bezeichneten Platz bei einem alten Bergwerk niederzulegen. Der Bedrohte ließ dies durch die Polizei besorgen, die dann auch den Briefschreiber, einen Einwohner aus Nieder,cheld, beim Abholen des Schatzes festnahm. fc. Frankfurt, 10. Mai. Die Eröffnung des Tuber- ku l o s e - M u s e n m s fand gestern statt. Geheimrat 2r. Dietz- Darmjtadt hielt dabei eine Ansprache. Er sagte: Unter luO Sterbefällen feien noch immer 30 durch Schwindsucht veranlaßt, ja es gäbe Städte in der Nähe Frankfurts, wo der Prozentfan 50 und sogar 70 betrage; die letztere Zahl beträfe weibliche Per- Ionen vom 15. bis zum 30. Lebensjahre. Heute gebe es in Deutschland 85 öffentliche Heilstätten mit 8000 Betten und 35 private mit 2000 Betten, denen die Kranken zugeführt und ans denen 40 000 Personen jährlich als genesen entlassen werden. Tre Heilbarkeit der Tuberkulose sei eine lange erwiesene Tatsache. In Hessen seien neuerdings bessere Ersahrungen gemacht worden mit der Unterbringung Unheilbarer in ländlichen Krankenhäusern. Nachdem der Redner darauf hingewiesen, daß das Museum der Volksbelehrung dienen solle, führte er die Anwesenden durch die Ausstellung, die schon das ganze Großherzogtum Hessen durchwanderte und zum erstenmal in einer preußischen Stadt gezeigt wird. x Bach ar ach, 9. Mai. Hier brach in der vergangenen Nacht Groß feuer aus, durch welches sechs Wohnhäuser, drei Scheuern und ein Schlachthaus eingeäschert wurden. Der Ober- präsident der Rheinprovinz weilte heute art der Brandstelle. richters Kern, des Vorsitzenden im ersten Moltke-Harden- Prozeß, Anna H o f f m a n n , Zigarrenhändler Ent st Proetzel und der Agent Franz Zieger, die veebreitct hatten, Kern sei von Hardett bestochen worden, tvurden wegen B e l e i d t g n n g von der Strafkammer zu 100 bezw. 60 bezw. 30 Mk. Geldstrafe verurteilt. Nürnberg, 9. Mai. Die hiesige Straskarmner verurteilte heute den früheren bayrischett L e u t n a n t Adolf Karl Ehnstos Frh. S ch e ur l v o n Defersdorf wegen Wechselsäkf chttng zil sechs Monaten Gefängnis. Kiel, 10. Mai. Das Marinekriegsgericht in Kiel verurteilte den Marin eingenieur-Asprranten Speck von der 1. Torpedo-Tivision wegen militärischen Diebstahls in sechs Fällen zu sechs Monaten Gefängnis, zur Degradation und Ver- setzung m die zweite Soldatenklasse. Vermrjchtes. * Ein BootSunglück. Ms dem Motorboot des Dresdener stludervereins ereignete sich am Samstag um 9 Uhr abends oberhalb Blasewitz eine Benzinexplosion. Zwei Insassen sprangen ins Wasser, ein dritter blieb unverletzt im brennenden Boote. Der Motor arbeitete itad) eine Zeitlang, dann trieb das Boot stromab. Es wurde schließlich aufgeljaltcn und an Bord geholt. Da die Gefahr bestand, daß die noch im Boot befindlichen Benzinvorräte explodierten, wurde das Boot schnell unter Wasser gesetzt. Der Chausieur wurde gerettet Der Trainer Henke ist dabei ertrunken. Seine Leiche konnte noch nicht aufgefunden werden. * Einsturz der Görlitzer Musikfesthalle. Bei der im Bau befindlichen Mufikfesthalle in Görlitz ist Samstag nachmittag zwischen drei und vier Uhr das ganze Dach eingestürzt und hat unter feinen Trümmern 25 Stukkateure begraben. Bis 43/4 Uhr waren zwei Tote und fünf Schwewerwundete geborgen. Der verantwortliche Leiter des Baues, Architekt Neumann, ist verhaftet worden, ebenso Baumeister © er in g aus Charlotten- burg, der anläßlich des Einsturzes der Görlitzer Musikfesthalle in Görlitz eingetroffen war, wurde nach einer gerichtlichen Vernehmung am Nachmittag verhaftet. Bei der Vernehmung wurde festgestellt, daß er als Aussicht führender Baumeister bereits vor drei Wochen auf leichte Verbiegungen der Dachträger aufmerksam wurde. Die Aufräumungsarbeiten durch die Feuerwehr werden ununterbrochen fortgesetzt, um noch Verschüttete aufzu- finden. Ein noch größeres Unglück ist dadurch verhütet worden, daß kurz vor dem Einsturz mehrere Dresdener Stukkateure mit der Arbeit aufgehört hatten und abreiften. Die Aufräumungsarbeiten werden von der Feuerwehr unaufhörlich fortgesetzt, um die beiden verschütteten Stukkateure (Sngntqnn und Fleischer, beide aus Dresden, aufiusinden. Bis jetzt waren alle Bemühungen vergeblich. Die sechs Schwerverletzten sind im Krankenhause, die Leichtverletzten in ihren Wohnungen untergebracht. Die bei der Katastrophe ums Leben Gekommenen waren sämtlich Famllien- bäter. * Verarmt England? In einem ausführlichen Aussatz, der in einem großen englischen Blatte veröfsentlicht wird, untersucht I. Ellis Barker das britische Biidget und knüpft daran Vergleiche zwischen dem Anwachsen der Ausgaben und des allgemeinen Wohlstandes in England und in Deutschland. Seine Betrachtungen gipfeln in recht düsteren Resultaten: „Tie finanzielle Lage des Landes ist ungünstig und beunruhigend und von Jahr zu Jahr wird sie ungünstiger und schwieriger. Die Staatsausgaben, die noch im Jahre 1870 61 674 776 Pfund betrugen, waren schon 1895 auf 88 799 144 angewachsen und schnellten in den letzten zwölf Jahren auf nicht weniger als 131546 250 Pfund im Jahre 1907 empor. Während noch 1870 für Heer und Marine 22 748 455 Pfund ausgesetzt wurden, ist der Landesverteidigungsetat auf 57 154 576 Pfund im letzten Jahre angewachsen, der des Zivfldienstes von 5 944 917 auf 9 399 379 und der des Unterrichts von 1205 908 auf 15 427 446. Dabei ist zu beachten, daß gerade das Krregs- bubget unabänderlich wird gesteigert werden müssen, und ein Amvachsen um etwa 10 Millionen Pfund ist nur die Frage kurzer Zeit. Allein mit diesen steigenden Staatsansprüchen scheint der öffentliche Wohlstand nicht mehr Schritt ballen zu können und der Vergleich mit Deutschland verstärkt die pessimistische Stimmung des englischen Betrachters. „Das Anwachsen des allgemeinen Wohlstandes läßt sich an zwei Faktoren nachprüfen: für die höheren Gesellschaftsklassen an den Erträgnissen der Einkommensteuer, für die Massen an dem Finanzstand der Spar- banfen. Das versteuerte Einkommen ist in Preußen von den 5 961397 620 Mk. des Jahres 1892 auf nicht weniger als 10 020 820 460 Mk. gestiegen; in Großbritannien dagegen im gleichen Zeitraum von 10 743 024 000 Mk. aus nur 12 386 561 940 Mark. Während Deutschland ein Anwachsen von rund 40 Proz. verzeichnet, hat England dem kaum 15 Proz. gegenüberzustellen. Noch schlimmer gestaltet sich der Vergleich der Sparbankdepots, die in England eine bebenflidje Stagnation zeigen. In den Jahren 1901—1907 sind in Deutschland die Sparbantdepots um 3440 Millionen angewachsen, in Großbritannien dagegen nur um 340 Millionen, im letzten Jahve gar nur um 12 Millionen Mark. Mit Bitternis vergleicht Barker diese Zahlen mit den Aufstellungen englischer Politiker, die triumphierend auf die steigende Tendenz der britischen Handelumsatzziffern hür- weisen und leichtfertig England als das reichste Land der Welt hinstellen. „Nicht der Umsatz, sondern der Gewinn am Umsatz gibt das Steigen oder Fallen des Wohlstandes. Die Vereinigten Staaten und Deutschland sind heute unzweifelhaft reicher als ton:. In Anbetracht der Tatsache, daß das 9iationalfapital und das Einkommen stagnieren, wenn nicht zurückgehen — was wahrscheinlick) ist —, kann es nicht zweifelhaft fein, daß unter unserem System höherer Besteuerung die Staatseinnahmen nicht mehr aus den Gewinnsten, sondern aus dem Kapital des Volkes gezogen werden, und das bedeutet die Verstopfung der natio- xitalen Wohlsahrtsquellen . . ." Kleine Tageschronik. Stiftungen. Tie verstorbene Frau Kommerzienrat G r ü n e° berg in Köln vermachte, der „Köln. Ztg." gufolge, zu Wohltätig- keitszwecken 148 000 Mk., darunter für die Schule und die Kirche der evangelischen Gememde zu Meran und für die Waldemar- Mission je 5000 Mk. und für den Erziehuttgssonds der Heilsarmee 10 000 Mk. Anschlag auf einen Eisenbahnzug. Unweit der Station Scharnhorst bei Dortmund wurde em nichtsnutziger Anschlag auf einen Schnellzug verübt, indem an zehn Schienenlängen 45 Schrauben gelöst wurden. Glücklicherweise konnte der Anschlag verhütet werden. Die Eisenbahndirektion setzte eine namhafte Belohnung auf die Ergreifung der Täter aus. E i n e P a r i s e r K i n d e r m ö r d e r i n. Frau Jeanne Weber, die wiederholt wegen Erdrosseltmg von Knaben und Mädchen vor Gericht stand, aber wegen Mangels an Beweisen stets davonkam, ist soeben aut frischer Tat ertappt worden. Der neueste Fall übertrifft an grauenvollen Einzelheiten alle früheren. Tas entmenschte Weib, das sich unter fremdem Namen bei einem Herrn Poirot in Eomercy emgeschlichen hatte, erdrosselte nachts dessen siebenjährigen Sohn und biß ihm die halbe Zunge weg. Abgestiirzt. Ein Student aus Württemberg ist vom Ans- sichtsturm des Roßkopfs abgestürzt unb seinen Verletzungen erlegen. 9t a ch d r e l m 0 n a 11 g e u Recherchen ist es Samstag Vormittag ’/.lO Uhr der Münchener Krnmnal-Polizei gelungen, den früheren Postbeamten und späteren Taglöhner Bernhard Imhof zu verhaften, der au der Kommerzienrat Familie Juloviei die be= tonnten Erpressungen beging. Em Kriminal-Schutzmann namens Hcin erkannte den Erpresser im Hirjchgarten zu Nymhhenburg und nahm ihn fest. Beim Verhör m der Polizei-Direktion legte der Verbrecher, der übrigens auf seine Tat stolz ist, ein volles Geständnis ab. Er hat sich unausgesetzt in München auigeljalteu. H e n r y F a r tu a n wiederholte Freitag abend in Paris die Versuche mit semem F1 i, g a p p a r a i. Tie Hebungen dauerten euua eine oiunöe und hatten cm befriedigendes Ergebnis. Tie P a r 1 \ e r A labemic nahm ui ihrer gestrigen Sitzung eine Schenkung des Herrn D a v a i s n e in Höhe v 0 n 1 Milli 0 n F Laufs an, von deren Zinsen jährlich zwei Preise für Poefic und Prosa gestiftet lucröen joilen. Der Direktor d e s 9c a i m n n d - T h e al e r in Wien, R 0 s e n h a i n, ist an den Folgen einer Operation verstorben. chhc prom C. Ri । Tcle lieber den Brand der Stadt Atlanta in Georgia wird noch aus. New-Pork gefabelt, daß anscheinend Brandstiftung vorliegt. ES steht fest, daß die Flammcn von drei verschiedenen Stellen sich fast gleichzeitig verbreiteten. Dian vermutet ein anarchistisches Komplott, denn gerade in letzter Zeit war die Crts- grilppe der Anarchisten sehr tätig, und schon feit einigen Wochen munkelte man, daß diese Anarchisten etwas Besonderes Vorhallen Friedenskongreß. Der „Berk. Lokalcmz." mclbet ans Jena: Ter Deutsche Friedenskongreß ist nach Vorträgen von Stadtpsarrer Umfrid-Stilttgart, von Prof. Quittel-München und von Prof. Rade-Marburg geschlossen worden. Ter nächste Kongreß wird in Wiesbaden abgehalten werden. Siiituod), den Mchmillc ztilen im S Msterl: »l aller jiidjinc, 1 '] '■jmntlSaiii Jujboöenlmf, ! lüfecVerfine' Wvlisch.lE Hletzrveiieil. dauicniiieie jigareiienetui m Umbau 1 ifllonidirauf 4rcibtiid) u. 1 Kugler, Ä Eingesandt. Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Attikel übern: m die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Sollte es nicht möglich sein, bei Versammlungen religiösen Charakters wie der gestrigen Wichemfeier in Steins Garten die Unsitte des allgemeinen Biertrinkens und des Rauchens abzustellen? Das ständige Hin- und ^erlaufen der Kellner mit den Biergläsern zwischen den Reihen der Dasitzendcn, selbst während der Gesänge unb Reden, mußte doch als eine störende Belästigung der Berscunmlnng, das Biertrinken selbst und das Rauchen als eine Herabwürdigung der ernsten Feier empfunden werden. Fast konnte es scheinen, als sei das eifrig betriebene, allgemeine Biertrinken und das Rauchen die Hauptsache, die durch die Gesänge und Reden nur noch gewürzt werben sollte. Auch bei den Versammlungen des Zweigvereins des Evangelischen Bundes in demselben Saale, wenigstens bei der letzten am Sonntag, den 9. Februar d. I., kam dieselbe Ungehörigkeit des allgemeinen Biertrinkens und des Rauchens vor. Die Herren von der Lettung der Versammlungen haben es doch in der Hand, durch einen kurzen Zusatz der Einladung, wie etwa: „Biertriuken und Rauchen verbeten", die gerügte Unsitte abzustellen. Findet man aber das Biertrinken und Raitchen bei den religiösen Versammlungen durchaus angemessen, so sei man doch konsequent und füllte es auch gleich in den Kirchen ein. Dann können die Gegner der letzteren doch wenigstens u. a. mit Recht darauf hm- weisen: Seht, im Theater ist doch ein würdigeres äußeres Gepräge in der Haltung der Versammeltett, denn dort wären Biertrinken und Rauchen während der Vorstellungen unerhört. ■ ! XZlebüng 5.1 I Ziehung ■ 1 'A üe Gewinne Nomme j (Ohne Gewähr. M« 69 181 8i | 51X0] 40173 79 I W Vil J34 3170 | " M M8 403 I ne (19 44 977 k Py 1» 61 I.. JOfll Sy) 70 Märkte. fc. Frankfurt a. M., 11. Mai. (Tetegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 489 Ochsen, 63 aus Oesterreich 67 Bullen, 0 aus Oesterreich, 769 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 346 Kälber, 313 Schafe und Hämmel, 1540 Schweine, 0 Siegen* 3 Ziegenlämmer, , 0 Schaflämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 74—78 Mk 2. Qualität 66—68 Mk., 3. Qualität 55—58 Mk.; Bullen ' 1. Qual. 64—67, 2. Qual. 58—60; Kühe 1. Qualität 67—69 M 2. Qual. 60—62 Mk., 3. Qual. 38—40 Mk., 4. Qual. 00—00 Mk' 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht gewicht: Kälber I. Qualität 98 bis 100 Pfg., Lebendgewicht 58—60 Psg., 2. Qualität 82—88 Pfg., Lebendgewicht 46-53 Pfg. Schlachtgew. 68—73 Pfg.: Schafe:' 1. Qual. Schlachtgew. 82 bis 00 Pfg., 2. Qual. 74—76 Pfg. Schweine: 1. Qual. 63—64 Pf Lebendgewicht 49,5—50 Pf., 2. Qual. 61—62 Pf., Lebendgewicht 48,5-00 Pfg., 3. Qual. 54—58 Pfg., Lebendgewicht 00—UO Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstcmd gering, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstcmd. Spielplan der vereinigten ßrankfurter Siadttheater. Gpernhaus. Montag den 11. Mai, abends halb 8 Uhr: „Die lustige Witwe." Dienstag den 12. Mai, abends 7 Uhr: „Margarethe." Schauspielhaus. Montag den 11. Mat, abends 7 Uhr: „Wallensteins Tod.' Dienstag den 12. Mai, abends 7 Uhr: „Vater und Sohn." Gießener Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung für Hesscu am DienStag den 12. Mai: Teilweise heiter, warm. Nachmittags Gewitter. Südliche Winde. ''« 12175 474 6 4! [5 : y i5oo] j I §,17019 404 47 !».!! 5» 21? lei 2^1 :254öS J 22'43 S60 5>5 ■V'u K>°1 y100»]^ 1 fe1”3 V?6 ■ SH ;ü »j Kl 24 [NO] 41 32101 J11 ÄS08* 37165 j 15 39142 :e 610 (50C uJ. il (504 J 1» 56.5 4,!" ,‘5,2 !l»Xi] SfSü’. 33 ; -.1 JeJ09 14 ’n’J 38193 62,.', <0: k. * 134 7Q7 lill'V“ 66c 401 4 • Ä' st? »3 ^3 ’’9 841 520 6? g ■> i-, D" 646 7 MA «1*1 700 ■ GriginaL-DvahtmeLdungen. ' Darmstadt, 11. Mai. Der Staatssekretär deS Neichs- schatzamts v. Sydoiv ist gestern abend von Karlsruhe hier eingetroffen. Heute vormitag fand int Finanzministerium eine Bespechung über btc Reichsfinanzreform statt, an der der Schatzsekretär teilnahm. Ottweiler, 11. Mai. Bei der Station Dirmingen stieß heute vormittag ein von Wemmetsweiler kommender Person e n i u g mit einem Rangierzug zusammen. Ein Reisender ist tot und 23 sinh rn e i st l e i ch t v er le tzt. Breslau, 11. Mai. In Lublinitz in Oberschlesien ist ein M ädchen, das mit 8 Gefährtinnen die russische Grenze überschreiten wollte, um in Deutschland Arbeit zu suchen, von einem russischen Grenzsoldaten erschossen worden. Die übrigen Mädchen ergriffen die Flucht. Wien, 11. Mai. Der König von Dänemarck, ist gestern abend im strengsten Inkognito in Wien eingetroffen, wo er einige Tage bleiben wird. Morgen findet ihm zu Ehren Hostafeel im Schönbrunner Schlosse statt. Budapest, 11. Mai. In Felsoscuß griff eine pon- slawistische Volksmenge dasPfarrhans an und verletzte den Pfarrer lebensgefährlich, weil er einen panslawistisch gesinnten Kaplan abgefetzt hatte. Der Staatsanwalt, der nut Gendarmerie erschienen war, Unt den Tatbestand auf zu nehmen, wurde von der Bevölkerung vertrieben. Militär wurde zur Wiederherstellung der Ordnung requiriert. Rom, 11. Mai. Der Vita zufolge wird der Besuch de» Zaren beim italienischen König demnächst tatsächlich stattfinden. Das genannte Blatt drückt in einem längeren Artikel den Wunsch aus, daß fcinbi'elige Kundgebungen gegen den Zaren unterbleiben möchten. Catania, 10. Mai. Gestern wurde in einem zur Gemeinde Aeireale gehörigen Marktflecken eine starke Erderschütterung verspürt, durch die große Erdrisse verursacht W» den. Zahlreiche Häuser und einige Mauern find eingestürzt. -3er* lebt wurde niemand. Detroit, 11. Mai. Im Belle Isla-Park wurde gestern m Anwesenheit zahlreicher deutsch - amerikanischer Vereine ein S ch i 11 e r - D e n k m a l enthüllt, wobei der deutfche Generalkonsul von Chicago und Professor Göbel von der Haward-Um* versität Ansprachen hielten. . Verantw. für Feuilleton u. Vermischtes: I. V.: C. Anderson. ie staunen ä„Ä,t über den dauernd zarten und schönen jugendftifcheu Te> vieler Damen und fragen sich selbst nach der ‘ Nichts einfacher als das! Diese Damen pflegen Haut u. gebr. zur Toilette die als ftitirrhfllilllfUf’- fein. hygien. Toiletteseife bewahrte Vereinigungen, liefert ju mäßigen vrühl'sche Universltäts-Vruckerei, Zchulstratze t Palmbutter per Pfund 60 Pfg. reines [4078 Sdiwtiurfdimnl; per Pfund 58 Pfg. L. Steinhücser 27 Seltersweg 27 17 Sicuen Baue 17 x Empfehlen in grosser Auswahl und zu hervorragend billigen Preisen: IZM" Man verlange RabattmarkenI äEgl;- Hisider-Söckclien in allen Grössen und Neuheiten zu 20, 30, 50, 80—150 Pfg. 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Wegen der Wichtigkeit der Beratungen ist allseitiges Erscheinen dringend erforderlich. 3. Ziehung 5. KL 218. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. Mai 1908. nachmittags. *>ur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (50001 54 58193 518 tl$ 570 616 873 60070 255 401 42 62066 141 351 488 04223 91 434 797 835 Wer sich einen guten, dauer haften eisernen 2104 Schubkarren anlegen will, kaufe ohne Zwischenhandel da, wo dicselden stets in großer Auswahl angefertigt werden) bei Karl Germer Heuchelheim. f'6 873 933 76 78 26105 233 688 [1000] 773 853 950 27044 352 [500] 404 545 88 829 904 81 28148 73 96 310 '39 861 001 67 84 2 9 038 62 637 51 808 974 30012 255 [500] 341 70 [500] 526 754 978 3 1 255 7: 630 700 3 2101 268 416 757 810 910 3 3 281 326 517 IMO] 639 855 74 920 45 3 4075 289 433 [1000] 558 666 708 13400] 960 3 5320 903 26 32 [10 000] 3 6094 474 78 [500] Gartes-Kies Anfuhr prompt und billig. "4 931 12175 474 635 1 3125 74 617 715 812 945 91 14180 ■20 535 [500] 42 [500] 835 [8000] 39 967 15289 352 [500] 'M 899 939 [500] 16007 103 6 0 279 433 516 639 770 [500] Ul 71 320 51 [500] 563 605 73 945 43021 284 357 538 44151 SS 219 566 616 716 [1000] 965 4 5004 12 894 634 46119 252 [1000] 36 9 549 59 9 4 654 80 753 828 936 67 47049 [1000] 201 405 94 643 89 769 969 73 4 8 025 103 27 609 14 [1000] 21 32 62 83 754 59 891 5 6232 113 701 57010 186 291 452 725 [500] 81 833 [500 ] 917 L'iittwoch, de» 13. Mai d. I., nachmittags 2 Uhr, werden im Biekerfchen Saale oerbeigert: [2992 Möbel aller Arten, 1 Näh- uiaschinc, 1 Pianino, 1 Glasschrank, 1 Kassenschrank, 1 Kanne o'i.^bodenlack, 1 Fatz Bleiweitz, ]-.a^»ie<*echnersIapan1Herren- ichrcibtisch, 1 Eisschrank, 12aden- iheke tzweileit.»,1 Partie Herren- u.Tamenstiefel, 1 echt silbernes Zigarettenetui, 1 Hochs. Sopha mit Umbau und 2 Sesseln, 1 Lalonichrank und 1 Mahagoni- ichreiblisch u. v. a. Geißler, Gerichtsvollzieher. Gehr. Berdux Bahnhofstraße 27. au/6 C. Rübsamen ?885 Telephon 259. .89023 [500] 83 372 533 [1000] 37 [1000] 67.3 735 90003 101 253 326 613 20 62 712 78 913 9 1 030 [3000] '« 109 547 739 811 92146 296 309 453 571 78 90 630 43 9 3084 556 [500] 708 40 838 9 4042 128 304 98 500 692 '*0 95019 48 [3UOO] 412 557 76 786 931 [1000] 96026 94 »)] 244 364 [500] 95 543 9 7142 685 734 804 9 8021 81 >7t 468 552 637 [3000] 99008 230 429 47 75 90 92 512 74 760 , 1OO056 156 67 358 554 704 1 0 1082 291 450 537 ISO)] 74 820 67 986 102456 530 51 80 639 859 947 1O3020 ”-°[3000] 311 [500] 715 1 04093 137 57 369 612 909 105063 114 j 500] 242 69 319 1 06384 639 787 861 916 1O7070 275 388 602 733 866 948 53 59 94 1 08030 83 115 405 522 620 755 840 941 [3000] 109003 [1000] 253 329 ,1U>X)] 36 91 453 617 50 830 [3000] 87 [500] 82 98 944 110083 90 225 418 40 93 543 [1000] 48 993 111107 « 323 62 821 94 96 986 [500] 112062 211 83 97 578 897 113146 300 26 416 73 645 818 82 114070 90 262 82 416 II 48 513 760 820 24 115108 32 558 79 786 815 66 [1000] KT [500] 1 16175 [1000] 85 271 [3000] 304 83 420 869 H.7049 588 855 118208 44 375 565 078 860 924 119090 15fr 311 86 12O000 58 61 128 311 607 [500] 60 121006 392 [3000] '5* 12 2291 685 990 1 23309 605 [3000] 803 [1000] 43 10<0] 72 1 24077 232 845 475 668 606 838 41 63 95 907 250149 98 241 [500] 319 53 420 29 49 874 [1000] 906 25 1 633 783 903 2 5 2296 823 479 506 623 75 751 855 75 975 2 5 3024 25 44 185 240 98 [500] 615 78 897 254037 59 [1000] 800 44 423 [500] 63 518 715 997 2 5 5461 [1000 ] 639 [500] 844 256167 707 [1000] 21 56 910 67 257114 [500] 33 [5001 41 440 835 943 2 5 8145 97 249 [600] 54 386 440 598 [500] 672 783 965 [15U00] 259425 82 89 512 654 711 807 [500 ] 24 87 967 26 0029 117 27 429 804 21 963 2 61121 [500] 48 457 666 97 765 2 6 2362 864 71 [3000] 263058 109 [ 3000] 246 98 [3000] 434 39 59 839 2 64900 73 122 234 47 [1000] 354 68 91 541 933 67 2 6 5217 35 496 [5000] 777 836 75 266178 298 465 527 [1000] 77 767 835 56 63 90 99 267174 [3000] 341 702 19 [500] 901 56 2 6 8093 814 [1000] 569 90 762 89 851 940 2 60058 256 319 625 82 [1000 j 880 98 913 17 270043 115 [500] 80 400 642 74 780 95 27 1 007 71 105 [500] 497 2 7 2140 213 82 [500] 656 77 974 2 7 3113 416 48 89 567 91 733 81 979 88 [500] 97 274166 216 330 63 [500] 448 [3000] 596 681 94 2 7 5165 69 312 515 861 73 83 2 7 6008 17 61 140 202 814 498 857 [1000] 99 277030 [1000] 283 572 [1000] 738 849 90 27805-1 5 81 279 [3000] 85 333 79 [1000] 441 63 770 851 [500] 80 27 0010 227 877 80 442 824 280106 893 468 [500] 622 811 [500] 76 2 81194 203 377 554 610 746 56 [500] 819 78 2 8 2 731 69 977 [1000] 283155 297 [500] 301 99 [1000] 470 640 2 8 4 711 17 73 858 952 2 8 5 279 850 460 586 755 71 916 42 [500 ] 286009 153 55 356 550 681 818 28 79 83 [500] 99 [500] 926 50 71 2 8 7006 58 277 324 494 [500] 792 961 [3000] 69 ----- __ _ _ ... 13 82 607 787 814 31 945 [3000] 246385 581 676 247371 631 761 829 921 248015 106 813 828 955 [3000] 24 0015 213 78 339 83 425 53 [3000] 589 [1000] 903 29 53 Die Verstciqermig der Handclswagcn stridet n i ch t am 12. sondern erst am 19. d. M. statt. 2989 Born, Gerichtsvollzieher ßebirgs' per Flasche 50, 75, 100, 150, 200 Pfg. incl. Glas, ausgewogen per Pfd. 60 Pfg. 705 58 850 94 1 47009 200 303 68 727 1 48163 366 435 58 555 665 85 773 1 40039 76 180 472 682 710 28 [8000] 92 150118 480 82 646 1500] 15 1 056 140 225 460 601 79 860 79 1 52282 649 804 [1000] 153 085 51 209 42 562 664 [1000] 889 154256 [1000] 487 602 44 864 929 1 55086 [8000] 169 289 884 66 [500] 532 681 63 984 1 56389 735 912 1 57255 368 601 783 [1000] 999 1 53285 88 805 60 732 44 864 150022 [500] 112 243 [500] 440 670 160146 415 [1000] 82 [600] 589 654 727 928 71 16 1 454 691 845 1 62064 899 519 833 73 964 98 1 63016 26 142 81 249 361 654 691 985 [500] 164147 229 [500] 82 415 31 98 619 759 1 65055’94 265 870 592 670 763 [500] 87 1 66607 87 704 905 10 49 1 67209 465 758 879 168182 325 37 415 561 [500] 618 845 69 1 60015 [1000] 471 554 78 89 170416 587 171038 115 [600] 80 204 23 96 482 596 632 47 745 [500] 947 73 1 72278 336 45 58 502 667 702 10 1 73061 125 332 478 853 73 1 74081 183 [500] 286 443 584 677 1 75167 580 608 950 1 7 6279 [500] 892 [3000] 414 [10 000] 31 33 85 526 747 916 81 177175 532 691 708 [500] 75 917 [3000] 178640 860 954 1 7 0 554 76 724 71 862 77 180036 52 [1000] 97 150 95 442 662 [1000] 841 47 [40 000] 926 1 8 1 030 193 267 798 935 1 82083 [500] 175 [500] 743 81 965 1 83127 279 388 684 762 803 920 29 184032 355 665 69 810 60 97 967 81 185249 98 [1000] 685 821 22 [8000] 902 66 89 186163 230 379 99 462 634 844 83 90 981 187459 590 640 701 [500] 79 863 935 18 8255 60 415 1 80027 49 156 229 8U 100044 [500] 67 301 402 539 634 956 101013 47 145 [1000] 318 632 820 1 02140 559 1 0 3285 96 808 51 406 766 [500] 827 1 9 4411 47 517 716 70 86 828 993 19 5037 54 73 189 939 1 9 6001 158 263 13000] 73 503 44 720 886 924 1 9 7042 62 123 304 25 69 616 711 198107 361 71 665 1 9 9086 164 388 767 87 2 00128 33 37 76 95 234 327 550 647 750 [500] 201068 100 [500] 434 59 531 [500] 881 941 20 2135 218 685 96 774 828 2 0 3025 96 100 81 298 303 429 543 851 204093 [500] 228 29 [500] 99 40g 521 [500] 669 871 966 2 0 5 287 341 [.">00] 95 571 20 6 287 837 2 0 7067 205 475 702 2 0 8265 305 48 [500] 635 [500] 781 865 209383 50» 729 210076 [1000] 121 311 60 [3000] 465 84 519 600 77 2111'06 7 30 118 822 76 414 66 513 777 2 1 2060 195 508 607 [500] 24 715 21 61 810 213186 359 [1000 ] 426 775 2 1 4102 562 97 2 1 5076 267 368 728 814 99 026 [3000] 42 2 1 6081 149 255 [500] 325 94 431 89 536 662 715 [500] 53 894 945 58 2 1 7203 56 548 73 702 [500] 884 [10000] 2180-13 [1000] 72 [500] 94 102 60 517 53 946 7b 79 219006 13 128 72 223 661 76 [500] 884 [500] 922 22O060 416 81 553 629 90 766 2 2 1 258 [500] 342 98 451 665 [500] 732 806 2 2 2062 353 964 81 86 2 2 3225 827 460 502 [10001 33 [1000] 56 656 794 997 224'36 [1000] 388 89 471 [3000] 686 731 59 893 912 2 2 5121 492 505 [ 500] 48 601 54 [1000] 226083 186 401 654 766 980 227454 75 [500] 623 47 79 898 [500] 953 [500] 228229 383 662 715 885 096 2 20190 23-1 397 471 85 729 896 945 230034 69 [500] 210 75 437 891 941 23 1 328 645 713 72 2 3 2068 136 230 [500] 506 45 614 719 [500] 960 233037 129 5o 61 305 57 436 576 665 702 2 3 4183 623 849 917 61 72 [8000] 23 5013 235 465 597 659 [1000] 716 923 236091 [1000] 111 24 83 93 282 316 69 503 2 3 7004 307 [500] 18 439 731 83 996 2 3 81-15 724 29 2 3 0088 [500] 208 371 764 827 [500] 69 965 Mittwoch, 13. Wtai I. IS., van nachmittags 2 Uhr ab im Darmstadter Haus, Walltorstraße, lasse ich durch Gr. Gerichtsvollzieher Seipel aus einer Pflegschastsmasse: Tische, Betten, Stühle, Sopha, Uhren rc. re., versteigern. (.2998 Die Versteigerung findet bestimmt statt. Der Vormund H. Fourier. Kl 125152 342 70 680 763 814 1 26034 62 78 155 286 343 P (25 838 [1000] 127070 157 840 74 609 39 128355 59 10*0] 417 527 33 [500] 811 [3000] 83 120018 46 55 123 13 4*4 543 ISOOOJ 768 817 965 83 , 13 0213 332 491 716 815 45 943 1 31185 219 [3000] -'il 38 [1000] 569 673 [1000] 13 2031 95 226 357 62 664 i’W 829 [500 000] 30 84 91 133196 342 1 34072 131 273 12 18 444 88 665 721 38 925 85 1 3 5038 102 26 201 [1000] 2 91 624 73 1 3 6096 852 465 566 905 1 37166 79 [8000] H5 13 8042 777 859 75 1 30145 472 794 140104 [1000] 88 817 63 703 39 82 [8000] 900 141143 582 605 29 7 7 798 808 [3000] 142131 44 415 18 62 *9 [500] 143151 463 506 97 766 930 82 [1000] 144010 ’ 11000] 487 88 588 731 145010 286 77 [500] 78 886 570 ■71 881 946 146007 10 [1000] 64 76 89 214 824 66 412 71 Wer- uni) Weißbinder-Jnmg, Wen. Monats-Versammlung Dienstag, den 12. d. Mts., abends 8'/r Ubr, in der Restauration „Kaiserhos". Du/$ Tages-Ordnung: 1. Bericht über die Sitzung Frankfurt a. M. 2. Schreiben des Bezirksleiters der Arbeitnehmer, Frankfurt a. M. 3. Jnnungsangelegenheiten. l-’f 27 7 0 946 6 60’2 178 83 295 431 500 823 998 6 7005 10 [5001 26 389 [15 000] 486 [500] 551 [3000] 68050 309 '■(5 [5001 522 646 777 802 71 60 007 80 99 102 18 203 453 bU 69 908 7003-4 151 556 71 894 71127 89 [500] 211 633 70 71 'n 917 7 2 242 385 659 707 3 7 93 938 99 [500] 73082 419 i5<*)] 35 618 [500] 70 885 74290 [10 000] 530 50 888 962 1 ' 'I 75178 225 95 561 63 666 84 864 80 943 [3000] 70 76008 187 314 484 776 905 79 77318 454 576 670 775 892 78017 29 421 700 49 832 86 7 0096 196 [3000] 319 46 623 li<0] 951 80029 290 404 45 [500] 985 8 1 236 95 527 645 739 41 82139 339 6.', 439 [500] 612 32 40 59 804 83150 330 890 Franz Lemoine Kölner Burlesken-Ensemble kommt. — Zum Totlachen. Giessener Konzertverein Neuntes Konzert. Dritter Kammermusik-Abend Sonntag, den 17. Mai 1908, vormittags II Uhr -- in der neuen Aula. ===== Ausfuhrende: Fräulein Marie Gross, Konzert-Sängerin aus Pforzheim. Herr Adolf Kebner, Violine. Herr Johannes Hegar, Violoncell Herr Prof. G. Trautmann, Klavier. Trio op. 110 in G-moll .... R* Schumann (zum 1. Male) Ideder ...... von Schubert u. Schumann Sonate für Klavier und Cello in D-dur . W. A. Mozart (Sohn d. Meisters) (zum 1. Male) Ideder ...... von Brahms und Wolf. Trio op. 70 in D-dur .... Beethoven. vu/s • I- Platz Mk. 4.-, II. Platz Mk. 350, HI. Platz Mk. 250 IV. Platz Mk. 2.-, r^IDlPlllSKarien . Stehplatz Mit. 1.50. Studentenkarten Mk. 1—, Kl. Partitur-Ausgabe, sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Nachf.) Telefon Nr. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und an der Kasse zu haben. Gültigkeit haben alle Karten. Verlobte «•( Verlobte 3001 * fl Sonnenberg er Wei tzen L orn Jenny .Alfred Luise Pfeil Richard Grünewald I Frankfurt a. M. 3002 Giessen—Düsseldorf jg Mai 1908 M BeLarmtmachung, die Erhebung der Kurtaxe und der Badcgelder in Bad-Nauheim betreffend. Die Abgabe von Bädern in den Badehäusern zu Bad-Nauheim an die Ortsansässigen von Bad-Nauheim und die Einwohner der benachbarten Städte und Orte, welche in Bad-Nauheim keine Wohnung nehmen, sondern nach genommenem Bad an demselben Tag nach ihrem Wohnort zurückkehren, soll künftig nur dann erfolgen, wenn von denselben Leginmationökarten ihrer Gemeindebehörden dem Aufsichtspersonal in den Badehäusern vorgezeigt werden. _ ... „ _ Wir bringen dies unter dem Anmgen zur allgemeinen Kenntnis, daß die erwähnten Legitimationskarten bei uns — Zimmer 15 — erhältlich sind. . ___ Gießen, den 11. Mur 1908. Bu/6 Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Keller. Fix Verkäufe vernichtet schnell u. sicher Kopfläuse und deren Brut. 2943 Flasche 50 Psg. Adler-Drogerie, Seltersweg 39. Otto Schaaf. 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