Herdvuchgeseüschast für Vogelsberger Uind. Wetzlar, 11. Juli. Züchter würden bei dieser Handhabung lragen zu haben. Nister des Aeußern Paprikow friedfertige legion. . , .... . Einer Pariser Blättermcldnng zufolge wird dre franz. Regierung infolge der Ereignisse in Tonkrng mr -aufe des Juli 3000 Mann Reserven, und bis zum Ende des Jahres 5000 Mann Verstärkung nach Jndochina senden. In -Ruithan sind von Piraten ein Polizeiinspektor und ein Beamter ermordet worden. Auf die Angabe von eingeborenen Soldaten wurden zwei Anamiten, ern Profess o r und ein Dolmetscher, verhaftet wegen Aufreizung zur Revolte und wegen Ermordung von Europäern. Deutsches Reich. Der bayr. Ministerpräsident v. Podetvils erklärte in der bayr. Kämmer, daß die über die D ö b e r i tz e r Kaiserrede verbreiteten Meldungen fast von Al bis. > erfunden seien. Der erbliche Adel verliehen wurde dem Geh. Kommerzienrat Heinrich Stein, sowie dem Besitzer des Fideikommisses der Familie Rautenstrauch, Eugen Adol Wilhelm Rautenstrauch und dem Bankier Wilhelm Theodor Damian Deichmann, sämtlich in Köln. Ter „Reichsanz." veröffentlicht das Gesetz, wodurch § 35 Absatz 2 der Gewerbeordnung auf den Handel mit lebenden Vögeln ausgedehnt wird; ferner,eine Bekanntmachung betreffend gesundheitsschädlicheund täuschende Zusätze zu Fleisch und dessen Zubereitungen, und eine Bekanntmachung betreffend das. Gesetz über Schlachtvieh und Fl ei s chb es chau. Ausland. Die französischen Marokko-Generale haben Äusze i chnun ge n'erhalten. Lyautey erhielt das Grosz- ofsizierlreuz und d'Amade das Kommandeurkrcuz der Ehrender Sache fein Risiko haben, außerdem aber würde damit bei großen Ausstellungen die Konkurrenz der einzelnen Herdbuchgesellschaften untereinander aushören und damit auch die Eifersüchteleien, wenn der Verband als solcher die Preise bei Ausstellungen erhielte.. Der Vorsitzende erklärte, daß in der Herbuchgesellschalt Biedenkopf bereits so verfahren werde und daß die Züchter dort damit sehr zufrieden seien. Er finde den Vorschlag sehr annehmbar. Bei bin preußischen Kreisen würde die Durchführung dieses Modus wohl keinen Schwierigleiten begegnen, die Frage sei aber, wie sich Oberhessen dazu stelle, das heute bedauerlicher Weise nicht vertreten fei. ■ Sparkasse-Direktor Schlabach ist der Ansicht, es müsse alles daran gesetzt werden, um den Gedanken zu verwirklichen. Wenn ein großer Bezirk mit seinen Prachttieren eine Ausstellung beschickt, ist der Eindruck besser, als wenn dies aus einem kleineren Kreise geschieht. Landrat Dr. Sartorius-Wetzlar bittet, daß sich die Züchter aus dem Kreise Wetzlar und Marburg zu dem Vorschläge äußern. Sie sind einmütig der Ansicht, daß der Vorschlag anzunehmen sei. Einige Redner bemerkten, daß man die Aussteller aus dem Biedenkopfer Kreise ordentlich bewirtet hätte, daß für diese durch ihren Vorstand bestens gesorgt gewesen sei, während die anderen für teueres Geld alles hätten taufen müssen. —; v. Heimburg bemerkt, daß die Generalversammlung ja heute nicht in der Frage beschließen könne, da Oberhessen fehle, daß aber, wenn dies nicht mitgehe, die preußischen Herbuchgesell- schäften für sich allein den Vorschlag durchführen würden. Jedenfalls werde er dem Verbandsvorstand die Angelegenheit unterbreiten. Die Frage, ob dann noch die Möglichkeit bestehe, daß neben dem Verband auch die einzelnen Herdbuchgesellfchaften als solche und die Einzelzstchter ausstellen können, beantwortet der Vorsitzende zustimmend. Natürlich müsse dabei im Auge behalten werden, daß der Hauptzweck, die Ausstellung des Verbandes, nicht gestört werde. Tierzucht-Inspektor M u n k - Biedenkopf berichtet nun über die Wahrnehmungen bei der Tierschau der Herdbuch- gefellschast des Kneifes Wetzlar. Ec bemerkt vorweg, daß er den früheren Stand der Zucht nicht kenne, doch sei er überrascht gewesen.über die große Zahl idealer Tiere, die er gefunden habe. Er bedauere, daß viele von den Tieren,.die er gesehen, nicht in Stuttgart auf der Ausstellung gewesen seien. Die vorgeführten jungen Tiere lieferten im Vergleich mit den älteren Jahrgängen den Beweis, daß man im Kreise Wetzlar in der Zucht vorange- Eommen sei. Tie Bullen seien ganz vorzüglich. Die Köpfe der Tiere seien noch nicht so herausgezüastel, wie dies verlangt würde, es mangele dabei an Einheitlichkeit. Der typische Vogelsberger Kopf sei noch nicht erreicht. Auch die Hornstetlung lasse zu wünschen übrig. An den Bericht knüpft sich eine Aussprache, an der sich Direktor Curti von der landwirtschaftlichen Winterschule Wetzlar, Tierzucht-Inspektor Luther u. a. beteiligen. Ter Vorsitzende berichtet dann über das i>m vorliegende Material der einzelnen Herbbuchgesellschaften. Danach ist für Biedenkopf eine neue Körordnung erlassen, dnaach dürfen von 1909 an nur noch Bullen angekörr lverden, die eine schriftliche Abstammung! aufweisen können. Ferner dürfen Vogelsberger Kühe nur noch von Bullen gleicher Weise gedeckt werden. Im Herdbuch waren eingetragen bis 1. Juni 1465 Kühe, von denen 1000 Stück noch am Leben waren, ferner 740 Lullen, von denen noch 200 Stück vorhanden sind. Eine vorgenommene Milchkontrolle ergab für das Jahr bei 10 Tieren über 4000 Kilogramm Milch, bei 5 über 35ÜQ Kilogramm, bei 5 über 3000 Kilogramm, bei 15 über 2500 Kilogr., Die Generalversammlung des Verbandes der Herdbuchgesellschaften für das Vogelsberger Rind sand dieses mal ans Anlaß der Kreistierschau, (dem sogenannten Ochsenfest) in Wetzlar statt. Landrat v. Heimburg, der Vorsitzende, berichtete über den Stand der Zucht des roten Gebirgsviehes im Verbandsgebiei. Er konstatierte, daß _bic Zucht in den letzten Jahren gute Fortschritte gemacht habe, ^ie Landwirte haben in gewissen Gegenden erkannt, daß nach Lage der wirifchastlichen Verhältnisse das einfarbig roie Vieh dort die größte Nutzleistung bietet. Die Hcrdbuchgesellschaslen int einzelnen und der Verbaiid, der diese Gesellschaii.it zusammen umsaßt, haben erreicht, was zu erreichen wart nümlich im ganzen Gebiet des Vogelsberger Rindes ein einl,eiilick)es Zuchlziel durchzusühren. — Bedauerlich bleibt, daß der Verband es bisher nicht möglich gemacht Hal, aus beit Ausstellungen der Deutschen Landwirlschafis-, Gesellschaft als solcher zu zeigen, was int Zuchtgebiet wirklich geleistet wird und wie unser heimischer Biehjchlag imstande i|t, jede Konkurrenz aus dem Felde zu schlagen. In ^nutgart war nur der Kreis Biedenkops vertreten. Man mnßte dort,gegen die Odenwälder Rasse konkurrieren. Es seien dies zwar sehr sclstine Tiere gewesen, aber von einer Durchzüchlung der Rasse wie bcj, den Vogelsbergern könne leine Rede sein. Man habe ja in Stuttgart "gesiegt, aber es seien ein 2. Bullenpreis verloren gegangen und ebenso ein Preis stir Sammlung eines Einzelzüchiers, die beide die Odenwälder nicht bekommen hätten, wenn man aus dem ganzen Berbandsgebiet das vorhandene beste Material auf die Ausstellung gebracht hätte. Richtig fei ja, daß unser rotes Vieh in Düsseldorf als Sieger hervorgegangen wäre, aber als Vcr- bandsvoriitzender müsse er sagen, auch dieser Sieg sei noch nicht schlank genug gewesen. Man niü;ie Mittet und Wege jinben, den Außenstehenden zu zeigen, welche Fülle von bestem Rassevieh vorhanden ist und es werde dann der Erfolg nicht auSdleiben. Das Zuchtgebiet werde sich ausdehnen und der Preis des Materials werde steigen. Zu den in den nächsten Jahren bevorstehenden Ausstellungen der Deutschen Land.virtsck-asls-Gesellschaft erklärte v. Heimburg es als eine Ehrensache, 1909 das Vogelsberger Rind in Leipzig zur Ausstellung zu bringen. Tort müsse ptan gegenüber den Vojgtlänbern, den Harzern und den Bayern zeigen, was man leiste. Man müsse nicht erlahmen im Ausstellen, 1910 soll man itaci) Hamburg und 1911 nach Frankfurt a. M. gehen. Gerade diese großen Ausstellungen seien dir Platz, wo un,er Viehschlag, wie er heute ist, sich sehen lassen kann, wenn ans dem ganzen Berbandsgebiet die istönhin Tiere ausgenählt u;ib hingesenoer werden. Zu dem Zwecke sei es nö.ig, vom V.'len daS Beste aus- zumusteru. Oberhessen habe zwar immer erklärt, cs könne nur Material aus seinen Zuchthöfen ausstellen, aber wo ein Wille ist, da sei auch ein Weg. Ter Minister Braun habe die Idee, in dieser Weise auszusieum gebilligt und die Hilfe der Regierung dazu in Aussicht gestellt. Im Jahre 1910 wurde auch voraussichtlich in Gießen vom Provinzialverein wieder eine landwirtschaftliche Ausstellung veranstaltet werden und es fei ohne Frage, daß der Verband diese Gelegenheit benutzen wird, dort gleichzeitig eine Verbands-Aus- stellung abzuhalien. Der Tierzucht-Inspektor des Kreises Wetzlar, M unk, ist der Ansicht, daß man die Züchter zur stärkeren Befchlcküng der Ausstellungen heranziehen könne, wenn damit keine allhugroßcn Opfer verbunden wären. Man soll., alle Preise in die Verbandskasse fließen lassen und nickst zur Hälfte an die Aussteller geben, dafür aoer müßte dann der Verband auch alle Kosten der Ausstellung tragen, der einzelne Landwirt sollte cs sici- an der Ehre genug sein innen, zum Gelingen des Ganzen beige- Kaifer Wilhelms Reisebegegnungen. Das Pariser „Journal" verzeichnet das Gerücht, daß eine Begegnung zwischen dem deutschen Kaiser und dem Präsidenten Fallier es bei der Reise des letzteren nach Skandinavien stattsinden werde. Tas Blatt weist darauf hin, daß zu derselben Zeit der deutsche Kaiser eine Kreuzfahrt in den nordischen Gewässern unternimmt. Dieses „Gerücht" ist natürlich nichts weiter als eine bloße törichte Kombination der Redaktion dieses Blattes. Zu den Meldungen eines Berliner Blattes über eine Begegnung der Schilfe des Kaisers mit der englischen Manöverflotte berichtet man: Tatsache ist, daß für die Kaiserreise der Kurs Travemünde—Eyristiansund von Hause aus festgesetzt war, und daß die „Hohenzollern" auf diesem Kur,e bei Kap Stagen der engli,chen Flotte völlig unvermutet begegnet ist. Ta das Herannahcn der Kaiserflottille von ben englischen Schiffen rechtzeitig wahr- genommen worden war, ließ deren Kommandant, Lord Beresford, den üblichen Salut mit Paradestellung der Mannschaften feuern, und bezeugte damit der kaiserlichen Standarte die hergebrachten Honiieurs. Tie Petersburger „Nuwoje Mreicha" versichert, daß General v. Jakoby dem Zaren vor wenigen Tagen einen Brief Kaiser Wilhelms überbracht habe. Wie verlautet, solle dem Brief ein sehr wichtiger politischer Cha- raktef inncwohnen, jedoch sei liicht bekannt, ob die Frage einer Zusammenkunft in den baltischen Gewässern darin berührt worden sei. Rüd esheim, 11. Juli. Heute mittag trafen die a m er i- kanifchen Turner auf einem Boot.hier ein. Sie begaben sich zum Nationaldenkmal auf den Niederwald. Hier wurden sie von deni Wiesbadener Mäniiertürnverein begrüßt. Die amerikanischen Turner und Wiesbadener Turncrgesellschasten legten Kräiize nieder. In Rüdesheim sand dann ein Kommers statt. Um 5 Uhr erfolgte die Weiterfahrt nach Wiesbaden. Wiesbaden, 12. Juli. Die amerikanischen Turner trafen gestern um 6,30 Uhr hier ein. Am Bahnhof sand Empfang durch die Wiesbadener Tumerschaft statt, die ihre Gaste nach dem Rathaus begleitete. Tort hieß sie Oberbürgermeister Dr. v. Jbell willkommen. Hierauf dankte der Sprecher der amerikanischen Tur- XI. deutsches Turnfest. Frankfurt a. M„ 12. Juli. Die Feierlichkeiten des 11. Deutschen Turnfestes begannen gestern abend mit der Uebcrgabc der neuerbauten Städtischen Festhalle an die Festleitung. Die gewaltige Kuppelhalle war mit Blattpflanzen und Fahnen in allen deutschen Landesfarbcri geschmückt. An langen Tafeln hatten die Ehrengäste, die Mitglieder der Ausschüsse sowie zahlreiche sonstige Festteilnehmer Platz ge- nommen. Nach dem Vorträge der „Wethe des Gesanges" von Mozart durch die Turncrsänger bestieg Oberbürgermeister Dr. Adickes die Rednertribüne. Er gedachte derer, die Mittel zum Bau der herrlichen .Halle zur Bersüguiig gestellt haben und dem genialen Schöpfer des Entwurfes, Prose,sor v. Thiersch-München, des weiteren dem Architekten und Jngenieureii, die in der Zeit von 13 Aionaten den Bau gleichsam aus dem Boden hervorgezaubert haben und sprach endlich seine besondere Freude aus, daß damit eine Festhalle geschaffen worden sei, wie sie den Turnern in Deutschland wohl noch niemals zur Verfügung gestanden haben dürfte. Mit den besten Wünschen für das Gelingen des kommenden Festes übergab der Oberbürgermeister die Halle dem geschäfissührenden Ausschuß. Dessen Vorsitzender, Justiz- rat Dr. Friedleben, drückte seine Freude darüber aus, daß es ein echtes, deutsciscs Volksfest ist, bei welchem die neue Halle zum ersten Male ihren Zweck erfüllen könne. Die Teilnehmer des jetzigen Festes, welche vor 28 Jahren dem 5. Deutschen Turnfest beigewohiit haben um> nunmehr wieder nach Jranksurl kommen, sie werden die alte Kaijerstadt bedeutend vergrößert, vieles Alte geschwunden, vieles Neue geschaffen sehen, aber Eines werden sie unverändert jinben, das ist die berühmte Gastfreundschaft der Lladt Frankfurt und ihrer Bürgerschaft, die sich auch, wie er hoffe, bei dem bevorstehenden Feste in glänzender Weise wiederum bewähren werde, zum Ruhme der allen Kviserstadt. Mit dem gemeinsamen Gesang des Arabischen Liedes „emb wir vereint zur guten Stunde" endete die Feier, während welcher die Kapelle des 81. Infanterie-Regiments konzertierte, und an die sich ein Festmahl schloß. — Auf dem Festplatz fand gleichfalls Konzert statt; es entwickelte sich dorcselbft ein buntes Leben. Heute nachmittag um 3 Uhr nahmen die 16 Vereine, die den Frankfurter Turngau bilden, mit ihren Bannern am Zoologischen Garten Ausstellung und bewegten sich in geschlossenem Zuge durch die Altstadt nach dem Festplatze. Tie durchgängig gleichmäßige dunkle Ülcibung der Turner gab dem Zuge ein geschlossenes und würdiges Aussehen. So zogen die Frankfurter Turner denn feierlich auf dem J-estplatz ein und gaben damit den rechten Auftakt zu den turnerischen Vorführungen, die heute nachmittag um 5 Uhr auf dem Festplatz begannen. Tie U e b u n g en im Freien, die mit den allgemeinen Freiübungen begannen, denen ein Stabturnen der Turnerinnen folgte, wurden durch ein Gewitter mit starkem Regen unterbrochen, wurden aber dann wieder fortgesetzt. Eine gewaltige Anziehung übten heute abend die turnerischen Vorführungen aus, die auf der Bühne in der Festhalle von 8 V2 Uhr abends an stattfanden. Die riesige Festhalle erwies sich als zu klein, um die andrangende Zuschauermenge zu fassen. Zeitweise mußten die Hebungen unterbrochen werden, um dem Anstürme der Schaulustigen zu wehren. Zunächst fand unter Musikbegleitung Keulenschwingen der Turnerinnen statt. Sodann wurden von Turnern prächtige Pyramiden gestellt. Es folgte ein Turnen der Riege Frankfurt am Barren, Reck und Pferd. Sämtliche Hebungen, die sich durch Sicherheit, Gewandtheit mid Eleganz auszeichneten, sanden stürmischen Beifall. Abends nach 10 Hhr entlud sich ein mehrere Stunden anhaltendes Gewitter von großer Heftigkeit mit wolken- brudjartigem Regen, wodurch bet Heimweg der unendlichen Volks- massen, die den Festplatz und die Festhalle füllten, sehr erschwerte. Tie Straßenbahnen wurden förmlich gestürmt. Sur EuIenburg-Affare. Zu einer Erklärung des Fürsten Eulenburg, er fei gleichsam ein Opfer des Klerikalismus und des bayrischen Partikularismus, weil er das protestantische Kaisertum in München konsequent vertreten habe, fragt die „Augsb. Postztg": „Wie mag der Kaiser wohl „in- sormiert" worden sei, wenn ein Mann mit solch staatsrechtlich unhaltbaren .Ansichten und katholikenseindlichen Ideen Jahre lang der intimste.Vertraute und.Berater des Kaisers sein konnte! Maximilian Harden teilt dem „Berl. Tagebl." mit, daß er ine Artikel der „Dresd. N. Nachr." in der .Affäre Eulenburg-Pierson erst gesehen habe, als sie ihm durch Eilbrief zugeschickt wurden. Weiter heißt es in bp* Erklärung : „Sie sind von Anfang bis zu Ende E dem Ehcfreoakteur des Dresdener Blattes, Wolfs, verfaßt, dem Graf Bolko Hochberg einen Besuch gemacht und alles Material übergeben hatte. Ebenso hat die Witwe des Geheimrats Pierson, die in Dresden wohnt, Herrn Wolff zu dem Konflikt ihres Gatten mit dem Fürsten Eulenburg Mitteilungen gemacht." Wolff dagegen erklärt, daß das Material zu dem frühesten Artikel nicht vom Grafen Hochberg stamme. Dieser habe erst, nachdem neue Verdächtigungen gegen seinen verstorbenen Mitarbeiter und ihn selbst erhoben worden waren, die Anweisung gegeben, die Beweisstücke für die Verleumdung zu veröffentlichen. Graf Hochberg habe erst nach neuen Verleumdungsversuchen die Bekanntgabe des Materials genehmigt; vorher habe er der Sache ierngeftanben. Ter Schlossermeister Rieder, der sich seinerzeit in München durch eine Postkarte als Berichterstatter Eingang bei dem Harden-Städele-Prozeß verschafft hatte und jetzt int Eulenburg-Prozeß in Berlin als Zeuge vernommen wurde, soll wegen jener Irreführung der Behörden strafrechtlich verfolgt werden. Ein Münchener Weinwirt wurde in einem ähnlichen Falle ebenfalls angeklagt und verurteilt. bezeichnete die Beziehungen zur Türkei besser als unter einem Vorgänger, er will sie aber noch inniger gestaltet! missen. Bulgarien halte an der Integrität der Türkei fest. Die Beziehungen zu Serbien bezeichnete Paprikow als offiziell gute, jene zu Rumänien als herzliche. Minister- Fräsident Malinow erklärte, auf das mazedonische Rcfvrm- ?rogramm anspielend, Bulgarien sei zu allen Zugeständnissen bereit, doch ließ er durchblicken, daß das Fürstentum auf eine Teilung Mazedoniens nicht eingeben würde. In Persiens Hauptstadt Teheran kamen am Samstag die Mitglieder der englischen Gesandtschaft von ihrem Landsitz in die Stadt und erwarteten in großer Uniform den Minister des Aeußern, Ala es Saltaneh, welcher ebenfalls in großer Uniform mit Gefolge in der englischen Gesandtschaft erschien, um im Namen des Schahs um E n t- schuld.ignng für die Bewachung und Umzingelung der Gesandtschaft zu bitten. Ter Schah erließ gestern eine Verfügung, in welcher eine gerechte Verwaltung und Die Einsetzung von Gerichtshöfen zugesagt wird. Lier Hauptführer der Schahpartei, die auf Verlangen des Parlaments in Ketten in die Verbannung geschickt worben waren, trafen in Teheran ein unb würben vom Schah unb ber Volksmenge jubelnb begrüßt. Revolutionäre aber beraubten bas Arsenal, um Massen für weiteren Wiberstanb zu gewinnen. In Türkisch-Armenien haben Kurben ein Kloster übersatten, ben Prior getötet, bie Klosterhirten ver- iounbet unb Vieh sowie heilige Geräte geraubt. Nr. 162 Erstes Blatt 158. Jahrgang Montag 13. Juli 1808 Der ©tcßentt Anzeiger Ä Ä Bezugspreis: «Wem: täglich, außer W Ät W monatlich75Pf.,viertel- teKssssellI|r olf Mir I /I RKr lllr i #®s pww» _ V» . ässäv. General-Anzemer für Oberheffen bb Bnnatjinc oon Anzeigen U ’ •ff u. 2nnb'unb „(Seyidjtä- U oonnmags''i0^ui" Rotationsdruck und Verlag der Brühpschen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei; Zchuiftratze 7. Ameigenieii: VeS ncr, Eberharbt. Der Vorstand bei amerikanischen Turner trug sich in das goldene Buch ber Stabt Wiesbaden ein. Am Abend fanb im Kurhaus ein amerikanisches Nationalfest statt. Die amerikanisd)en Turner unternahmen heute vormittag einen Walbspaziergang, an ben sich ein Frühschoppen auf dem Neroberg anschloß. Nachmittags wurden auf dem Turnplätze Schaw- , jUt, jiivuiu unv «s, 4, u»« ~ o --------r------ turnen und Turnspiele abgehalten, Konzert, Gesangsvorlräge unb Im bulgarischen Parlament machte der Mi- Volksbelustigungen. Am Abanb sanb im Hotel „Nicolas" eine >r des Aeußern Paprikow sriedsertige Erklärungen. Er! gesellige Zusammenkunft mit Kvnzerk ftait war von Kriegsminister v. Einem gestellt worden. Regt, in Wiesbaden. J , w Oberstleutnant und etatsmäßigen Stabsoffizier im 1. Bad. Leib-Grenadier Regt, in Karlsruhe. Am 27. Januar 1900 sindct man ihu mit seiner Beförderung zum Oberst und Kommandeur des Inf. RetS. v. Gcrsdors Nr. 80 wieder in Wiesbaden.. Durch Berufung des Großherzogs wurde v. W. nach dem Tode v. Grancys mit Wahrnehmung der Geschäfte des Gcncraladjutanten beauftragt und bald darauf unter Arbeiterbewegung In M almö wurde eine bedeutende Ätenge Dynamit gestohlen. Der Diebstahl wurde gleich in Verbindung mit dem sich zuspitzenden Arbeits-Konflikt gebracht. Diese Vermutung scheint sich zu bewahrheiten. Tie Firma Scholander L Co. hatte trotz der Drohungen der Streikenden englische Arbeiter zur Löschung der Kohlenschiffe verwendet und die Arbeiter auf einem alten, im Hafen isoliert liegenden Segelschiff untergebracht. Sonntag nacht ruderte eine Person zu dem Schiff hinaus, steckte eine Dynamitpatrone mit Zündleitung in eine offen stehende Schiffsluke und zündete sie an, worauf er schleunigst davon ruderte. Es erfolgte eine Explosion. Von den englischen Arbeitern wurde einer getötet und 7 schwer verwundet. In Malmö herrscht wegen dieses Attentats-große Erregung. Beförderung zum Generalnmjor definitiv ernannt. Er machte bann die I n d i e n r c i s e des Großherzogs mit und wurde 1906 zum Generalleutnant befördert. Er war Ritter vieler hoher Orden, u. a. des eisernen Kreuzes 2. Klasse, v. W. wurde im September v. Z. durch eine Influenza- ersraniung bettlägerig, bekam später Lungen- und Rippen- fellentzündung und hat sich nicht mehr erholen können. Er wird allen, die mit ihm Umgang batten, als streng recht- licher und gütiger Charakter in gutem Andenken bleiben. Die Beisetzung findet voraussichtlich am Dienstag vormittag 10 Uhr statt. ** Dic Radfahrerabteilung des 18. Armeekorps macht _ gegenwärtig eine dreitägige U eb uii gsfahrt. Sie fuhr heute vormittag vier Uhr von Mainz über Frankfurt und Friedberg hierher. Morgen geht die Fahrt nach Eoblenz weiter und am Mittwoch wird wieder nach Mainz gefahren. •• Eine sehr aufregende Szene spielte sich am verflossenen Freitag abend in der Wilhelinstraße ab. Ter zn Frankfurt a. M. geborene, hier wohnhafte und mehrfach vorbestrafte Arbeiter G. beschäftigte in letzter Zeit wieder- holt die Kriminalpolizei. Am Freitag früh hatte em Kriminalbeamter auf richterliche Anordnung hin eine Durchsuchung in der Wohnung deS G. oorgenornmen und eine Uhr beschlagnahmt. Am Abend gegen 9 Uhr erklärte G. seiner Frau, daß er jetzt in die Wohnung deS Beamten gehen und diesen erschießen iverde. Ec verließ mit scharfgeladenem 9-Mm.- Rcvolver die Wohnung, seine Frau folgte ihm, ließ den Beamten warnen und G. begab sich direkt nach der Wohnung vermisstes. • Deutsche Lultschifferei. Tie große Fahrt des Zeppelin' scheu Lenkballous ist bei Fortdauer der günstigen Witterung aus heilte (Dionlag) Minag ui Aussicht genommen. Tie Zwischenlandung aus dein Exerzierplatz in Konstanz wird bei der Rückfahrt am Mittwoch Nachmittag staktfinden. Für den am 15. d. Ai m Straßburg zu erwartenden Besuch des Zeppelm- schen LustschisfeS hat der Kaiser angeorduet, daß die dortige Artillerie den Grasen mit Salutschüssen zu begrüßen hat. — Ter Serzog von Altenburg hat dein Grasen daS Großkreuz deS rncslinischen HausordenS verliehen. — Zur Turchsührung einer direkten Lustschiss-Berbindung Brüssel -Wien unb Brüssel-Rom hat sich eine zweite deutscheLustschiss- Äesetlschalt gebildet. Sie will sich alS mitteleuropäische Ex- prcß-Lustschiff-Geselljcha't zunächst mit Erwerb von Patenten be- sassen. Als Hauptbcteiligte werden süddeutsche und belgische Kapi- l tollsten genannt. * Einunglückseliger Blumenkorso in P r xg. Bei einem Wiener Blumenkorso am 11. b. M., dem 5Ü0QU 1 Menschen beiwohnten, würben infolge des Applauses der deS Beamten. Vorher hatte er schon in der Wilhelm'iraße einen Schuß abgegeben, dessen Geschoß durch eine Fenster- scheibe in daS zweite Stockwerk. eines Hauses flog. Tie Wohnung deS Beamten fand G. verschloßen, cS wurde ihm auf sein Klingeln 'nicht geöffnet, er beschimpfte den Beamten und drohte, wenn er ihn jetzt nicht erreiche, werde er ihn morgen erschießen, und hatte dabei den Revolver schußbereit in der Hand. G. erlitt dann kurz darauf einen epileptischen Anfall, weshalb vorerst von seiner Festnahme Abstand ge- nommen wurde. Gestern früh erfolgte nun seine Festnahme und er äußerte dabei, wenn ihm diesmal sein Vorhaben nicht gelungen sei, so werde er eS ausjühren, wenn er wieder frei sei G. pflegt sich bei AuSführiing seiner Straftaten aus seinen epileptischen Zustand zu stützen, hoffentlich aber wird wohl dem gemeingefährlichen Menschen gründlich daS Hand- Menge vier vor das Break der Witwe des Finanzministers £airi gespannte Pferde s ch e u. Frau Kaizl würbe vom Bock geschleudert, verletzte sich aber nur leicht an der Huste. Ihr Bräutigam. Ebler von Gecergy, ioidic Baron Radherny stürzten ebenfalls aus dem Wagen und wurden ziemlich schwerverletzt. Ein Pferd konnte sich losreitzen, wurde aber bald wieder eingefangen. Tie drei anderen l^rcröe rauen mit dem Wagen in die Menschenmenge, che furchtbar chrie. Im Gedränge wurde die tschechische Schauspielerin Slavinsky niedergest o ßen und totgetreten. 18 Schwerverletzte wurden in den Kosthallen auf bem Ausstellungsplatz verbunben. Außerdem gab cs 30 Leichlverwuiibete. Tie Schwer verwundet en mußten^ ins Krankenhaus gebracht werden. Erzherzog Karl t ter, welche gestern int Departement Morbihan niedergingen, verursachten den Tod von 10 Personen, w.chrend 20 verletzt wurden, zer Blitz zündete an mehr als 20 Stellen Feuer. Ter Schaden ist sehr bedeutend. , „ , ., .. In Trival (Frankr.) überrannte an Automobil cuie Frau, die ihr Kind auf Dem Arme trug. Das Kind und die Frau wurden toblid- t'vrlcy.t. werk gelegt werden. ♦♦ Unangenehme Witterung hatte der gestrig. Sonntag namentlich für die Ausflügler gebracht. Agdibem am Tage über drückende Hitze geherrscht hatte, brach gegen 6 Uhr ein kurzes aber sehr heftiges Gewitter aus. Es war von einem tüchtigen Sturm begleitet, der an manchen Lrten and) erheblichen Schaden an richtete. iört. Auch zahlreiche Gläser gingen in Scherben. Etwa um 11 Uhr zog dann ein zweites hestiges Unwetter über unsere Gegend, das wiederum von einem heftigen Gewitter begleitet war. »* Hofrat Rothschild wurde am Samstag vormittag von 2 Gesangenwärlern nad) Heppenheim verbracht, wo er in der Landesirrenanftalt 6 Wochen lang auf seinen Geisteszustand beobachtet werben soll. . l △ Büdingen, 12. Juli. Tie hiesige Glasfabrik, die mit einer Produktion von jährlich 10 Million Flaschen arbeitet, ist durch Kauf m den Besitz der großen Akttenge- sellschaft für Glasfabrikation zu Gerresheim (Rheinland) übergegangen. Vor 15 Jahren hier gegründet, war die Hütte zuerst Eigentum der Firma Sigwart, Gellrich & Co.; dann Märkte. ic. Frankfurt a. M., 13. Juli. (Oria.-Telegr. des „Gieß. Am/) Amtliche Stotierungen der heuligeu Fruchliuarktpreife. Weizen Alk. 20.75—21.00, Kurhefsischer Alk. 20.75—21.00, La Plata Alk. 23.80—24.25, Kansas Alk. 23.00—23.50, Roggen (hiesiger) Alk 18.75—19.00 Gerste (Wettei-aner) Alk. 20.75—21.7b, Fronkcn- fclber Mk. 21.00—22.50, Hafer 16.75—17.50, Ala iS Alk. 15.90—16.00. ""eiz«uiehl Alk. 30.00—30.50, 00—00, 2. Qualität Mk. 29.00 bis Mk. 29.50, 3. Qualität Alk. 27.00—28.00, Roygemueht o Mk 29 75—30.00,1.Qualität Mk. 28.75—29.00, Weizeickleie Alk. 11.50 bis Mk. 11.75, Roggeukleie Mk. 12.25—12.50. Ataiskeiine Mk. 10.90 bis Mk. 13.10, Fraukeu, Pfälzer, Ried Alk.00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. v le. Frauksurt a. M., 13. Juli. (Telegr. Qrig.-Bertchl de« „Gieß. Auz.".) Amtliche Notieruugen der heutigen Viebmarkt- p r e i f e. Zum Verkaufe staudeu: 572 Ochsen, 125 auS Oesterreich 91 Bullen, 0 aus Oesterreich, 1175 Kühe, Fersen, Stiere und Rmder, 342 Kälber, 212 Schale und Hammel, 2698 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Echaftämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochfeu: 1 Qualität 76—79 Alk., 2 Qualität 70—74 Alk., 3. Qualität 58—62 Mk.: Bullen: 1. Qual. 65—67, 2. Qual. 60—62; Kühe 1. Qualität 70—73 Alk, 2. Qual. 61—63 Alk., 3. Qual. 44—46 Mk., 4. Qual. 00—00 Alk^ b. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pjund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 93 bis 95 Pfg., Lebendgewicht 55—56 Pfg., 2. Qualität 85-95 Pfg., Lebendgewicht 50-54 Pfg., Schlachtgew. 72-76Pfg.; Schafe: 1. Qual. Lchlachtgew. 82 bis 00 Pfg., 2. Qual. 74—76 Pfg. Schweiue: 1. Qual. 64—00 Ps., Lebeudqewichl 50,5-00 Pf., 2. Qual. 62-63 Pt., Lebendgewicht 49-50 Psg., 3. Qual. 53—56 Pfg., Lebendgewicht 00 -00 Psg. Gefchäft bet Hornvieh gedrückt, Ueberstand mäßia; bei Kleinvieh, Kälbern und Schafen gut, kein Ueberstand; bei Schweinen gedruckt, Ueberstaud bedenlend. Wie bekannt, werden die diesjährigen Herbslübungen bc§ 18. Armeekorps sich bis nach Westfalen ausdehnen, während die KorpSrnanöver, die den Schluß bilden, sich mehr in^der Richtung nach Marburg zu abspielen werden. TaS Brigadeexerzieren hält die 41. Jnfanterlebrigade auf dem Truppenübungsplätze bei Darmstadt ab, die 42. Infanterie- .... _.u. w - btigabc bei Büßfelb, bie 4 9. Infanteriebrigabe bei ging sie in ben Besitz beS Herrn Karl Block über, ber von Frohnhausen, bie 50. Jnfanteriebrigabe bei Achenbach. Anfang an ber Hauptbeteiligte gewesen war. Von ihm er- Darauf folgen bie Brigabemanöver, wobei bie 41. Infanterie- warb sie bie bekannte Firma Siemens & Go., bereu Ge- brigabe bei Iserlohn, bie 42. Jnfanteriebrigabe bei Meschebe, schäftsführer Dr. Rosenthal sie später aus eigne Rechnnng bie 4 9. Jnfanteriebrigabe bei Bieben köpf unb übernahm. Nun hat sie zum viertemnal ben Besitzer ge- Hallenberg, bie 50. Jnfanteriebrigabe bei Dillenburg unb wechselt. Der Kaufpreis ist noch nicht bekannt geworben; Biebeukopf übt. Der 41. unb 42. Jnfanteriebrigabe sinb bei- man fchätzt ihn auf 1—1 Va Million Mark. aeaeben bie 21. Felbartilleriebrigabe unb bie 21. Kavallerie- h Ciienbad), 11. Juli. In ber vergangenen Nacht zwischen ß . . 4n L x nn crnfnnfpriphrmnhf» hip 25 TVelb-12 unb 4 Uhr kam es auf bem Weg vorn ^chutzeuplatz uach der brigabe, ber 49. unb oO. ^nranteciebcigabe bie 25. Fel \~labv ..vischeu dem Kaufmann Braß und dem Schutz- artlllerie- unb 25. Kavalleriebrigabe. Das Dlvlfions - I muuk zu einem Wortwechsel, weil Schmunk eine ui manöver hält bie 25. Großh. Hessische Division in bem ^r Begleitung des Braß besindliche Dame belästigt hatte, schmunk Gelände bei Biedenkopf-Marburg, bie 21. Division zog ben Säbel und verletzte den Braß au der Hand schwer, ferner b.l M-Ichcd° unb SUtcna ab In zwei Kr,°gs.ag°marlch-n Ro?f.Ohr hat bie 21. Division sich nach Beenbigung ihres Dlvijions- tzurchgehaueu. Die Verletzten würben auf ber nächsten Samtats- manövers nach bem Gelänbe bes Korpsmanöoers zu be-1 |öQC^e verbunben. Orff. Zig) geben. Tie KorpSrnanöver fmben am 21., 22. unb 23. ©ept. Worms, 12. Juli. Gestern nacht bemerkten aus in bem Gelänbe zwischen Biebcnkops unb Marburg statt, ihrem Patrouillengang zwei Schutzleute in der Gaustraße Bei ben Jnsanterie-Negimentern Nr. 166 (Hanau) unb einen Mann mit einem zweiräderigen Handkarren stehen. 9lr. 168 (Offenbach-Blitzbach) werben füc bie Manöorierzeit Als ber Mann die Schutzleute gewahrte, fuhr er die Gaudritte Bataillone gebildet. straße entlang nad) der Körner- und Johanniterstraße zu; * in letzterer Straße wurde er von den Schutzleuten ange- * * G e n e r a l a d j u t a n t v o n W a ch t e r f. Wie schon halten und befragt, was er in seinem Starren habe, worauf in einem Teil der Samstagsauflagc mitgeteilt wurde, ist erwiderte, er habe Sand und suche einen Mann namens 'Ä’Äb’ÄÄE? de» weiteren Nachforschungen ergab essichdabder Er ist am 18. Sept. 1851 in Darmstadt als Sohn des 186b bei Mann, em öcrgeant ber j. Kompagnie, namens £emtt)cbcr, lLaufad) gefallenen Hauptmanns v. W achter geboren und der als Sdsießunteroffizier kommandiert ist, die Patronen trat am ersten Oktober 1867 beim 2. Hessischen Jäger- — etwa 8000 Stück — aus den Beständen, zu denen er bataillon als Fähnrich ein. In diesem Bataillon machte wohl Zutritt hatte, gestohlen hatte und sie an den „Heiler als Leutnant den Feldzug 1870/71 mit und wurde in xstnstler" Hermann Eduard Appclhaus in der Gaustraße ab- der Schlacht bei Graoelotte durch einen Schuß ui den Hals , -n wollte. Eine Durchsuchung in der Wohnung des Ichwer verwundet. Die Kugel ging bis zum Rucken, blieb förderte noch zwei Kisten mit scharfen Patronen untet bie LI * D-r Serges wurde der MiLrwache Ege- in dem, dem Jägerbataillon nmsormierten 3. Bat. des Inf - liefert, während Appelhaus vorläufig festgenommen, heute Regts. Nr. 117 Bataillonsadjiltant, dann Regiments- und mittag dem Amtsgerichte zugefuhrt, dort aber aus freien 1881 Brigade-Adjutant der 31. Jns. Brigade. Im Jahre Fuß gesetzt worden ist. — Heute wurde er wieder verhaftet. 1877 hat fick) v. W. mit Äug. Hill aus Offenbach verheiratet. Insgesamt sollen nach der „Worms. Ztg." 42 700 Patronen 1882 wurde v. Wachter unter Belassung in seinem Kom- gestohlen sein. mnnbo ä la suite bcs MaLbeb. Ins. Regt. Nr. 57 "-"1"^ I_______ 1882 avancierte er zum Hauptmann unb würbe noch in <ßcrid?t5faaL bemselben Jahre Kvmpagniechef im 3 Garbe-Regiment Kö- Berlin, 11. Juli. Der Redakteur ber .Trilbüne', Tr. Rub. iiigin Elisabeth in p.inönu mit» am 4. L Hobt, r lockt) .Idiu-1 n^vtenbad), wurde von der Slrastammer wegen Beleidigung taut beim Generallommando des 6. Armee-Korps in Breslau. preußischen Oiiizi erkorps, die in einem Artikel der 1891 wurde er Major und 1893 Bat. Kommandeur im Füs.- .Tribüne" mit der Ueberschrüt „Ein Haiiptmann als Mörder" im 1897 erfolgte fein Avancement zumlAnschluß an die Allensteiner Tragödle gesunden wird, zu 600 Mk. ' 1 (55 c l i> |‘t v a f e , eventuell zu 60 Tagen Gefängnis verurteilt. Ter Staatsanwalt beantragte ein Jahr Gefängnis. Ter Strafantrag bei 30 über 2000 Kilogramm, bei 35 weniger, xer Settgcbalt betrug durck'chnittlich 4 Prozent, wobei zu benirfiidntgen nt. Daß keines der Tiers ain Milckvroduktion gewittert wurde. Im ÄTCiic Wevlar waren 1024 Kühe und 34a stiere im Herdbuch eingetragen, von denen ;u>'ammen zur Znr lebend vorhanden find. Au- dem Kreise Marburg wird nur oerichiet. I daß bon eine Körkommission gebildet werden wird, l^ndrat Tr. Sartorius erklärt, daß tr bie Beitimmungen per -vieden- kopfer .Hörortmung, die deines Wls;ens m Lderben n schon langst sich bemal,rc haben, auch der Körkommiüion Weylar zur Annahme Vorschlägen werde, wobei allerdings eine Karenzzeit ois IckII gewäfrr werden müsse. Tcr Vornyende v. _wimburg teilt mit, daß dm Verbandsoorstand in seiner letzten Sitzung wlgende Frage längere 3eit beschäftigt hat: Cb Tiere mit längerer Ahnenreihe, beim Vorhandensein eines ki.ineren roer,:n 6utenled5 ms] Herdbuch ausgenommen werden Dürfen. Man l-abe behauptet, । baß dieser weiße Fleck ein Naturspiel sei, bas man pameren lasten; könne. Bon anderer Seite sei erklärt worc^n, der kleine westze Fleck, der früher schon vorgekommm sei, sei in jüngster Zeit immer kleiner in dec Erscheinung getreten und wenn dem w ,ei, dann handle es sich nicht um ein Naturspiel, souo.rn um einen gehler in bet Züchtung, den man ausmerzen müsse. Es iei dann der Vorschlag gemacht worden, solche Tiere bedingt in das verdbuch cinzultagen und abzuwarten, woS für dcachkommenstyast nch zeige. Halte diese denselben Fehler, dann solle die Mutter wieder im Herdbuch gestrichen werden. Im Streue Biedenkopf habe man sich energisch gegen diesen Vorschlag gewehrt und^ ha^ darauf bestanden, daß das Lieh ctnfarjig rot sein müsse. Die 'Versammlung nimmt in Dieser Frage denselben Standpunkt ein, wie dte Biedenkopfer Züchter ihn ctnnehmen. , Den Crt der nad sstahrigen Generalveriammlung zu bestimmen, wird dem BerbanoSvorstand überlasten, da bisher noch nicht feststeht, wo eine Tierschau abgehalten wird. Aus Statt und Land. Gießen, 13. Juli 1908. Vom Manöver des 18. Armeekorps. Liornusjiwtllche Witterung für Hcsteu am Tie.iStag den 14. Juli: Meist trüb. Regenialle. Etwas kühler. Westliche Winde. W a f f e r w ä r in e der Lahn 180 R. Griginal.Drahtniel-ungen. Mannheim, 13. Juli. Tie hiesige Sektion des oberrheinischen Luftschiffervcreins erhielt aus Friedrichshafen die 9!achricht, daß die große Probefahrt des Grafen Zeppelin bei günstiger Witterung morgen bestimmt vor sich gehen wird. München, 13. Juli Ein schweres Automobilunglück ereignete sich gestern bei Haucrbach zwischen hier und Tegernsee. Ein mit vier Hotelgästen besetztes Auw des Automobilbesitzers Gäbel wollte infolge eines Pneumatikbruchs rasch bremsen und stürzte um. Ter Chauffeur Göbel wurde getötet und die übrigen Insassen schwer verletzt. London, 13. Juli. Die „Times" veröffentlicht heute einen längeren Artikel über die L u f t s ch i s f a h r t. Der Schreiber des Artikels bedauert, daß England sich von den übrigen Mächten so weit in der Luftschissahrt habe überflügeln lassen. Sobald man sich Rechenschaft ablegt über die Gesahr der Lage, wird nicht nur eine große Entrüstung daS Ergebnis sein, sondern es ist leicht möglich, daß die Unruhe eine Panik herbeiführen wird. Bedeutende Geldsummen, meint der Artikclschrcibcr, müßten aufge- wendct werden, sowohl um lenkbare Lustschifse zu bauen, als Offiziere und Soldaten heranzubilden. — Ter Erfinder Maxim l)at in einem Interview die Vorzüge der „schwerer als die Luft"-Schifse hervorgehoben. Für ihn sind Luftschisse nach dem System Zeppelin für Transporte bei ruhigem Wetter die praktischsten, aber unbrauchbar bei ungünstiger Witterung. Er glaubt, daß dieses System nicht von langer Dauer sein und bald aufaegeben werden dürfte. Rabat, 13. Juli. Abdul Afis. ist gestern nach M a r a k e s ch abgegangen. TMMMensreie kemarme Kmmilch Hofgut Winnerod. Unter strengster Beobachtung aller hygienischen Vorschriften gewonnen beste Milch, roh — ungekocht — zu trinken i/2 Liter-Flasche, Original-Füllung 20 Pfg. ii « ii ii ii Lieferung jederzeit inS Haus, auf Wunsch morgens vor Beginn der Schulen. D11/? Durch die Verkaufsüelle in Giene»: (tz. Ziatz, Ludwigftr. 45, Tel.646. 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Einwendungen gegen den Plan und binnen der gleichen Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubrmgcn. Gic st en, den 9. Juli 1908. .. . . B’.i Großherzoglichc Bürgermetsteret Gtcven. Mecum Bekanntmachung. Dir bringen bierdurä» zur öffentlichen Ketmlnis, dafi in der qcit vom 7. August bis Mitte September d. voraus,tchtltch eine Sitzungen der Stadtverordneten Per,ammlung abgehaltcn "^Dringliche, die Befchlustsassung der Stadtverordneten Vcrsamm. lung crsorderndc Angelegenheiten find daher spate,tenü bis Ende Juli d. 3. bei uns vorzubringen. Gießen, den 10. Juli 1908. . Großherzoglichc Bürgermeisterei Gießen. M e c u uv Dampiwaschanstalt Edelweiss Friedrich Wörner Tel. 487 Krofdorfer Strasse 12 TeL 487 Haushai tun gs- und Aussteuer-Wäsche Amerikan. Fein-Wäscherei und Neuplätterei für Oberhemden, Kragen, Manschetten und Vorhemden unter Garantie für absolute Schonung. Abholen u. Rückliefern durch eigne Wagen. 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