Nr. 26? Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 12. November 1908 $>et etcBtnet anjdger —,™- «k VerugSpretS: «fche.m täglich, äuge, T O monatlich 75 Ps.oierteL» psSsig*#AfoA#tAt* y| 'tt^A'iAA't*^^^ blatt für öen Kreis Gitfoen M M Mj W iLr W W 63/^ W M KZ W Wx W M M &’SiT M öte'XSoft 'Dif.2.— otertel- (Dienstag unb^reitaq) fiftj WftT W öS & M SfJi &6 BfeT M fährt. ausfdjL Beitellg. «ä v/»V11VIV#- IG- ■VI’vlV 1 2"»“ü -L-Li General-Anzeiger für Oberheffen ZZM Annahme von Anzeige» Gz -^r » I 5 I u. Land" und.Genchts- U °°^>uttag»"!' n Nachfolger in seinem Amt die Verantwortung tragen. Der Kanzler würde, wie wir an- nehmeu, diese Erklärung nicht abgegeben haben, wenn ihm nicht entsprechende Versickerungen gemacht wurden, unb daher kann man in seiner Ausführung wohl das offizielle Zugeständnis auch des Kaisers erblicken, daß die gebotene Zurückhaltung nicht beobachtet worden ist, und das Versprechen, sie sich in Zukunft aufzuerlegen. Auf diese Zusagen wird sich in Zukunst der Reichstag jederzeit berufen körnten und müssen, und da der Reichskanzler dem Parlament gegenüber verantwortlich ist, wird sich daraus von selbst das Verlangen ergeben, daß das private Verhalten des Kaisers in polstischen Dingen jederzeit front Lieichskanzler vertretbar sein muß. Tarin liegt wohl die Hauptbedeutung dieses parlamentarischen Vorgangs, der fron verfassungsgeschichtlicher Bedeutung fein kann, wenn nun auch wirklich die richtigen Lehren gezogen werden. Sind nun aber mit dieser Erklärung in der Tat ausreichende Garantien für die Zukunft gegeben? Genügt überhaupt der persönlicheAus- druck der Ueberzeugung, bekräftigt durch die Versicherung, daß andernfalls der jetzige Reichskanzler und auch fein späterer die Verantwortung tragen könne? Hier beginnt sofort der Zweifel, und hierin liegt das Unzureichende der Bülowsckjen Erklärung." Sehr resigniert äußert sich der Hamb. Corr. : „Fürst Bülow hat sich, indem er den Kaiser schützte, nicht gegen das deutsche Volk gestellt. Aus seinen Worten haben wir herausgehört, daß er alle Sorgen und Besü)werden, die in der letzten Woche so lebhaft ausgesprochen wurden, nicht nur versteht, sondern auch mitempsindet. Er hat zwar nicht das große Wort gesprochen, in Dem eine Verurteilung des persönlichen Regimes läge. Aber wir können jetzt nicht daran zweifeln, daß et über die Pflicht der Zurückhaltung ebenso denkt wie ganz Deutschland. Und iroch Eines hat er uns gegeben. Wir verzweifelten am Kaiser, sahen in den letzten Tagen nur die Schattenseiten seines komplizierten Charakters. Fürst Bülow hat, unbeirrt durch Anklagen und Zweifel, wieder von den heißen Wünschen des Kaisers gesprochen, der unsere Widersacher zu unseren Freunden machen, der die Reinheit seiner Absichten durch politisch bedenkliche Aufrichtigkeiten! beweisen möchte. Daß der Kaiser diesem Ziele künftig mit anderen Mitteln zustreben wird, hat der Kanzler so deutlich, wie es ilM seine Stellung erlaubt, in Aussicht gestellt. Hier hat er allerdings nur eine Hoffnung gegeben, wo Gewißheiten gefordert wurden. Aber wir müssen uns an die Hoffnung halten. Wenn wir überzeugt sein können, daß der Kaiser dem Bericht über die gestrige: Verhandlung nicht nur eine flüchtige Stund? leiht, sondern sich mit ihm, zumal mit den offiziellen Erklärungen der Parteien, ebenso intensiv beschäftigt, wie sonst mit seinen Liebhabereien, so ist etwas gewonnen. Es ist nicht Alles, ist vielleicht nicht viel. Aber es ist etwas. Auf ein Mehr war für jetzt nicht zu rechnen." Sehr pessimistisch urteilt das Berl. Tgbl. : „Der Herr Reichskanzler hat in der vorsichtigen, aber doch von einer bemerkenswerten Resignation durchwehten Verteidigungsrede, die er gestern hielt, die Hoffnung ausgesprochen, der Kaiser werde sich künftig auck) in privaten Kundgebungen diejenige Zurückhaltung auferlegen, die für die Politik, aber vor allem auch für die Autorität der Krone unerläßlich sei. Die Superlative von Manzell zeigen, daß die Hoffnungen des Reichskanzlers doch nur auf recht schwachen Füßen ruhen. Sie sind ein neuer Beweis, daß der Kaiser, wie in politischen Dingen und wie in seinen Anschauungen über die Kunst, so auch in seiner Wertung der geistigen Kräfte innerhalb seines Volkes seine persönlichen Meinungen mit absolutistischer und apodiktischer Bestimmtheit nach wie vor als ein Axiom hinstellt, das für das Land und für die Welt allein maßgebend sein soll. Und daß solche Rede gerade in folcber Stunde gehalten werden konnte, ist ein immerhin beachtenswertes Zusammentreffen." Von ausländischen Zeitungen beginnt in feinem Leitartikel über die Debatten im deutschen Reichstage der „Daily Telegraph* die Erklärung Bülows, daß Deutschland in Frieden und Freundschaft mit England zu leben wünsche. Bringe man diese Erklärung Bülows mit den wohlerwogenen Ausführungen Asquiths in seiner Guild Hall-Rede zujammen, so werde es kaum jemand geben, so meint das Blatt, der nicht zuversichtlich glaube, daß die Dünste der Verdächtigungen und des Mißtrauens, die so dicht roie'Nooember-Rebel aufsteigen, sich zerstreuen können. Daß Deutschland von den Verhandlungen im Reichstage auch nur annähernd konstitutionelle Verhältnisse, wie in England, zu erwarten habe, glaubt der „Daily Telegraph- nicht. Doch wäre immerhin ein Schritt vorwärts getan, wenn eine tatsächliche, ministerielle Verantwortlichkeit für die Aeußerungen des Kaisers eintrete. Viele andere Blätter wollen sich einstweilen über die, wie sie sagen, eigentlich interne deutsche Angelegenheit nicht aussprechen und, rote die „Time s°, romten, bis sich alles beruhigt hat, um die internationale Bedeutung der deutschen Politik zu erörtern. Die Haltung Bülows in der Reichstagsdebatte wird in Wiener politischen Kreisen so ausgesaßt, daß er der Zwischenfälle in der Art des letzten überdrüssig ist imb sich am liebsten ehestens zurück- zieheu möchte, um zu seinem Genuß ohne allen Aerger leben zu können. Man hält and) die Sache noch nicht hlr abgeschlossen und ist überzeugt, daß die latente Krise in Deutschland iort- dauert. Man faßt auch schon Die Person seines Nachfolgers ins Auge. Von französischen Blättern meint der „Temps", e§ sei gerade für die iranzösi'che Presse eine delikate Aufgabe, über diese innere ■ ■■■ —........ vad-Nauheinier Briese, x Die für dieses Jahr 511m ersten Mak verlängerte Kurzeit kam unter der Gunst der schönen Herbstwitterung zur vollsten Blüte, yhub am letzten Tage, am Sonntag den 11. Oktober, als die Gießener 116er konzertierten, war die Terrasse so belebt, wie nur an irgend einem Tage der eigentlichen Saison. Wir dürfen danach wohl hoffen, daß die amtliche Kürzeit demnächst dauernd seck)s Monate beträgt, was für unsere hiesige Geschäftswelt in mehr wie einer Beziehung eine Festigung ihrer Position in dem nicht immer leichten Kampf tuns Dasein bedeuten würde. Von den Veranstaltungen im Kürjaal macksten am meisten die Pepi Weiß-Abende von sich reden. Die Grenzen eine? feineren An- standsgesühls wurden bei ihnen aber mehrfach überschritten. Und auch wer dem Humor recht weitgehende Zugeständniise macht, konnte es nur mit Freude begrüßen, daß das Publikum, selbst zuletzt gegen die Zumutungen an sein Schamgefühl protestierte. Der Experiinentalvortrag des Herrn Jgnot über hypnotiickie Er- febeinungen war jedenfalls eher wert, daß man ihm einen Abend widmete. Nach Schluß der Saison hat sofort die Arbeit an der großartig geplanten Badehausanlage bei den Sprudeln wieder euu= gesetzt. Für die Fassung der Sprudel selbst schlug die Frankfurter Zeitung kürzlich ein Wettausschreiben vor. In der -tat wäre die Ausgabe das wohl wert, und würde dem Vorgehen anderer Badeorte zu ähnlichen Zwecken entsprechen. Ein jo wunderbares Naturgeschenk wie unsere Sprudel, verdient wohl die Ehrung auch von Seiten der itunft Die innere EiurichNing der neuen Badehauser ist auch bei aller Behaglichkeit äußerst fein. Die Krone aller dieser Einrichtungen werden ja die in der Landesausstellung schon zur Schau gestellten Fürstenbiider bilden. Der Brunnen des Dortigen Ehrenhofes freilich dürfte sehr Sache subjektiven Geschmackes fein. Man muß bei feinem Anblick an Lessings Laokoon denken: es ist etwas recht verschiedenes, ob ein Dichter von den Brüsten der Natur spricht, Denen das holende Wasser entströmt, oder ob der Bildhauer das plastisch darzustellen versucht. _ „ m , Au das Ende der Kur schloß sich wie gewöhnlich die Kirch- weihe, die gerade zu diesem Termin bei dem srischgefüllten Geldbeutel unserer Bürger und ihrem Bedürfnis nach Ausspannung die besten Geschäfte macht. Das Automobilkarussell und Die Zeppelinbroschen zeigen, daß auch im Jux der Fortschritt der Zeiten sich spiegelt. Ob jreilich von dem vielen Gelbe, das die Kirmeßleute aus Nauheim sorttragen, nicht manches geschefter für bessere Zwecke am Ort bliebe, ist eine Frage für sich. . Aus unierm Vereinsleben ist heroorzuheben, daß noch un September die hiesige Ortsgruppe des Oberhessischen Obstbauvereins eine vorzüglich gelungene Ausstellung veranstaltete, die schon für daö vorige Jahr geplant, aber durch die damalige schlechte Ernte vereitelt war. Freilich gab es etwas Tantalusqualen auszustehen, bei dem appetitlichen Anblick all der schönen Frückste, unter Denen die in dem bekannten Weckschen Apparat eingemachten mit Der frisch gebrochenen an Reiz wetteiferten. Tie in der Turnhalle veranstaltete Ausstellung von Topfgewächsen, die wieder während des Sommers an Schulkinder zum Wettbewerb in der Pflege ausgeteilt waren, zeigte gegen voriges Jahr erfreuliche Fortschritte, so daß sich hoffen läßt, das äußere Aussehen nuferes Badeortes werde einmal aus diesen Veranstaltungen Gewinn ziehen. Der Bildungsverein ist bereits wieder mit seiner ersten Aufführung durch das Rhein-Mainische Verbandstheater auf dem Kampfplatz der Wintersaison aufgetreten. Es war „Der Geizige" von Molißre, der ein volles Haus vorfand, und hoffentlich dadurch als gutes Vorzeichen für die acht übrigen noch beabsichtigten Vorstellungen des Winters Darf. Der Vortragsverein hat einstweilen nur erst feinen Schlachtplan bekannt gegeben, Der auch wieder viel Schönes verspricht. Vor allem würde es gewiß mit Freude begrüßt werden, wenn es wirklich gelänge, Enka Wedekind einmal hierher zu bekommen. Der fricDIidje Wettbewerb der beiden Vereine wird also auch dieses Jahr jedenfalls für eine im besten Sinne geistig bewegte Winter^cit sorgen. Geistesleben und Bildungsfragen beschäftigte auch die Ende September bei uns tagende Dekanatssynode, au; der Professor Sckwll vom Predigerseminar in Friedberg über Den dortigen Lesestoff einen interessanten Vortrag hielt, während der jetzt von uns geschiedene Pfarrer Knodt alles Interesse der Versammlung für den Kampf gegen den Alkohol zu gewinnen suchte. 9£od) vor den Herbstferien sanden die Neuwahlen für unser Stadtparlarneut statt. Leider vollzog sich die Vorarbeit für diese Wahlen bei uns noch ganz und gar unter Ausschluß der Oesfent- lichkeit, im Älkol-oldunst unb Tabaksqualm der Wirtschaften. Gründe, mit Denen da gearbeitet roirD, entsprccl)en leibet nur allzuoft dieser Atmosphäre. Mancher besonders eifrige und nicht sehr lichtfreundliche Kommunalpolitiker zieht dann wohl von einer Kneipe zur andern, um mit feinen nicht immer auf der Gold- wage geprüften Argumenten gegen die ihm mißliebigen Kandidaten zu wühlen. In dieses Kapitel gehört es leider auch, daß zur Zeil der Stadlratswahlen in den Wirtschaften eine merkwürdige Freigebigkeit sich äußert, und man munkelt, daß manchem durch- gejaUenen Kandidaten das schmerzlichste an seinem Durchfall das umsonst ausgegebene Geld sei. Der Freisinnige Verein hat sich schon mit diesen, traurigen Mißständen beschäftigt unb wird wohl im nächsten Jahre durchsetzen, daß die Wahlarbeit mehr in das volle Licht der Oeffentlichkeit, in Versammlungen und sachliche Diskussionen verlegt werde. Wie nötig das ist, sagt wohl die Erinnerung an die hohen Anforderungen, die gerade an die Kommunalverwaltung eines Badeortes gestellt werden müssen. Als wichtigstes Projekt liegt zurzeit die schwierige Klärbeckenfrage vor. Nicht ohne Vorteil für unsere Stadt dürsten die neuen Bahnverbindungen werden, die aus bet einen Seite das Wettertal, auf der anderen das Usatal verkehrspolitisch an uns angliedern. Für die letztere Linie wird schon die Strecke bis Mörlen gesteckt. In unseren Nackcharorten tobte der Kampf um bic J3anbtag§* wählen recht heftig, unb wenn wir selbst auch äußerlich als eine Insel des Friedens dazwischenlagen, weil bei uns keine Neuwahl stattfand, so ist es doch wohl begreiflich, daß wir das lebhafteste Interesse an Der Wahlrechtsfrage nahmen. Im Winter werden auch unsere politischen Vereine wieder mit mehreren Vorträgen sich an das politische Naclchenken wenden. Zurzeit sind unsere Frauen in der Politik tätiger als die Männer. Der hiesige Verein für Frauenstimmrecht veranstaltete einen Abend, in dem Rechtsanwalt Dr. Brücher über die Frauen unb das Bürgerliche Gesetzbuch sprach. * Dr. Strecker. — Sardous Beerdigung fand gestern unter großer Beteiligung in Paris statt. Mehrere Minister, darunter Clemenceau, wohnten dem Begräbnis bei. Präsident F a l l i ö r e s hatte sich entschuldigen lassen. Minister D 0 u m e r hielt die Trauerrede, worin er der Tugenden des Verstorbenen gedachte. Nach ihm nahmen der Direktor der französischen Akademie V a n d a l und der Schriftsteller Paul Hervien das Wort. Vier Bataillone Infanterie, zwei Schwadronen Kürassiere unb zwei Batterien Artillerie erwiesen dem Verstorbenen, der den Großkordon der Ehrenlegion besaß, die letzte Ehre. — D i e Schillerpreise. Tie Verleihung des Stacfts- Schillerpreiscs an Ernst Hardt und Kail Schönherr, die wir bereits am 6. D. 'Dl. gemeldet haben, roiib m der gestrigen Ausgabe Des „Reichsanzelgers" ailch amtlich bekannt gegeben. Ter Preis besteht danach in „zweitausend Talent gleich sechstausend achthundert Mark, nebst einer goldenen Denkmünze im Werte von einhundert Talern Gold". Ernst Hardt hat, ro*.e wir ebenfalls mit- geteilt haben, neben der einen Hälfte des staa11ichen Schiller- Preises, der vom Kaiser verliehen wird, auch ben Volks- Lchillerpreis erhalten, den die deutschen Goethebnnde seinerzeit als volkstümliches Gegenstück zum CtaatSpreis begründet haben. Vor drei Jahren, als der Volks-Lchillerpreis zum ersten 'JJlal verliehen Provinzial-Ausschuß der Provinz Oberhessen. L. Gießen, 11. Nov. Der Großherzogliche Feldbercinigungskommissär zu Friedberg hat Antrag auf Enteignung von Grund st ücksteilen gestellt, die zur Verlängerung der Sackgasse zu Hochweisel benötigt wurden, da über den Preis eine Einigung nicht zu erzielen war, außerdem auch von einem Grundeigentümer die Notwendigkeit der Enteignung bestritten wurde. Eine gütliche Erledigung war auch vor der Lokalkommission nicht möglich, weshalb diese die Entschädigungen festsetzte und die Akten an den Provinzial-Ausschuß weitergab. Dieser erachtete die von der Lokalkommission angesetzte Entschädigung für ausreichend und wies die Exproprianden mit ihren Mehrsorderungen ab. Louis Löser und A. L. Seegers Wtw. zu Bad-Nauheim waren zu den K o st e n der Herstellung der M o l t k e st r a ß e von der Stadt Bad-Nauheim herangezogen worden. Sie erhoben hiergegen Beschwerde, indem sie behaupteten, es handle sich hier nicht nm Ausschläge, die dem Verwaltungsverfahren unterworfen seien, sondern sobald ein Einspruch erfolge, müsse von der Stadt der Rechtsweg beschritten werden. Ein Anspruch der Stadt bestehe auch nur gegenüber denjenigen Grundbesitzern, die zur Zeit der Herstellung der Sttaße Eigentümer gewesen seien; die Beschwerdeführer hätten diese aber erst später erworben. Schließlich seien auch die Forderungen nach Art. 19 der Ansführungs- vcrordnung zum Bürgerlichen Gesetzbuch verjährt. Die Stadt Bad-Nauheim machte demgegenüber geltend, daß nach § 9 u des Ortsbaustatuts von Bad-Nauh?im die Natur derartiger Beiträge als Öffentliche Lasten und Abgaben" statuiert sei. Die Verpflichtung zur Zahlung gehe deshalb auch auf jeden Nachbesitzer der betreffenden Grundstücke über. Für die Erhebung von Gemeindeabgaben aber sei bestimmend die Vorschrift des Art. 96 der Städtcordnung, sonach könne von Verjährung keine Rede sein. Der Kreisausschuß des Kreises Friedberg wies die Beschwerden als unbegründet kostenfällig zurück, wogegen der Anwalt der Beschwerdeführer Rekurs an den Provinzial-Ausschuß verfolgte. Ter Erfolg blieb hur aber versagt, denn auch dieser verwarf die Beschwerden. In der Sache: Klage des Ortsarmen Verbandes Hattenrod gegen den Friedrich Keil von da wurde die Beschlußfassung nach vorgenommener Verhandlung ausgesetzt, um weitere Erhebungen anstellen zu können. Landwirtschaft. — B u dingen, 9. Nov. Auf den Feldern unserer Gegend wird es a(lmähüd) ruhiger, nachdem noch in den letzten Tagen die Zuckerrübenäcker abgeerntet worven sind. Und es ist auch höchste Zeit, daß mit den Erntearbeilen abgeschlossen werden kann, sank doch das Thermometer in den letztvergangeuen Nächten bis zu 8 und 10 Grad unter Null. So hat inan denn jetzt ein vollständiges Bild von dem Erntejahr 1908, das nicht durchaus befriedigend genannt werden kann. Infolge der keuchten Frühjahrswitterung setzten die Wielen gut an und brachten eine in qualitativer und quantitativer Hinsicht zufriedenstellende Ernte. Aehnlich so ivar cs mit der Grummeternte. Obgleich der Stand des Getreides größtenteils zu guten Hoffnungen berechtigte, so wurden diese Hoffnungen zu Wasser. Tas Einbringen der Halmfrüchte machte den Bauern viel zu fchaffen; die Früchte wuchsen zum Teil auf dem Halm, das Stroh wurde minderwertig, und die Körner haben vielfach nur einen geringen Verkaii'swert. Kein Wunder, daß von den Häiidlern mitunter für den dz Weizen 10 Mk. und weniger geboten ronrbeiL Zwctschen gab es in unserer Gegeiid fast gar 'nicht, hingegen ivareii die Aepfel vorzüglich geraten. Aber trotzdem brachten letztere beit Landwirten nur geringen Gewinn, bn sie fast alle währenb der Ernte an die Büdniger Aepfelweinproduzenten zu den, Preise von 5 Mk. pro dz geliefert wurden. Manche Kartoffelsorlen fielen gut auS, andere geringer, aber schon hört man hier und da Klagen, daß sich die Karlosfeliänlnis in den Kellern bemerkbar mache. Ter Ertrag der Ziickerrübenselder war durchweg gut; die Rüben werden an dre Zuckerfabrik Groß-Umstadt geliefert, die bei Uebernahme der Frachtunkosten für den Zentner 90 Pfg. vergütet. Tic Aussaat des Wintergelreides ist beendet; aber selten noch dürfte die Bestellung deS Feldes so schwierig gewesen sein als tn diesem Jahre, da der Boden durch die Nässe und die bann solgenbe Trockenheit außerorbentlich feslsitzt. vermischtes. * Dke Glücklichen vom Großen Los. Alle diejenigen, die vergeblich auf den Goldsegen der preußischen Klajsenlotterie gehofft haben, werden einen Trost in der Tatsache finden, daß Leute, die es gebrauchen können, die Gewinner sind. Wie der „Tag" meldet, fiel die eine Hälfte des Glücksloses nach München-Gladbach, die andere nach der Rcichshauptstadt. Ein Viertel der Berliner Hälfte wurde von einem Herrn gespielt, der früher bessere Tage gesehen hat, dann aber pekuniär zurückgctommen war und sich in den letzten Jahren durch Heine Maklergeschäfte ernährte. An dem anoeren Viertelest eine Reihe 'kleiner Magistrats- bcanitc,. und deren Freunde beteiligt, im ganzen etwa sechs bis acht Personen. Auch in München-Gladbach sind .lediglich, Leute der uuttle.rci^Stände die Glücklichen. Krisis Teutschlands zu sprechen und findet den Ton in der Rede Bülows bemerkenswert durch den Ernst und den Freimut der Eingeständnisse. Aber Bülow kämpie nicht nur gegen die Schwierigkeiten, er versuche auch gegen die natürliche Entwickelung der Dinge zu kämpfen. Innere Mission. 4 4. Jahresversammlung des L a ndc s v er e i ns der Inneren Mission und 30. Iahressest des Ober- hessischen Vereins für Innere Mission. Friedberg, 11. Nov. (Fortsetzung.) An die gestrigen Nachmittagsverhandlungen schloß sich um 6Vs Uhr ein Feftgottesdienst in der Burgkirck? an, in dem Mili- täroberpfarrer Konsistorialrat F a l k e - Frankfurt a. M. die tiefgehende Festpredigt über die Epistel des vergangenen Sonntags hielt. Abends um 8Vs Uhr fand ein wchlgelungener und bis auf den letzten Platz besetzter Familienabend int Saalbau statt, bei dem die Herren D. Stamm-Gießen, D. Schäfer- Altona und Direktor T e u d t - Godesberg Ansprachen hielten. Die Zwischenpausen wurden durch den Vortrag exakt gesungener Chöre des Sängerchors des Lehrerseminars ausgefüllt. Der heute morgen in der Burgkirche abgehaltenen Hauptversammlung ging eine um 9 Uhr abgehattene Morgenandacht voraus, in der Professor D. Eger- Friedberg eine tief empfundene erbauliche Ansprache hielt, die die Versammlung zur glaubensfreudigen Mitarbeit an dem Werke der Inneren Mission ermunterte. Darauf trat man in die heutigen Verhandlungen ein. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden Prof. Weimer- Darmstadt, der besonders den anwesenden Vertretern der weltlichen und kirchlichen Behörden für ihr Erscheinen, sowie allen Mitarbeitern herzlich dankte, erstattete Pfarrer Schlosser -Darmstadt den Jahresbericht des Landesvereins, der ein anschauliches Bild der Vereinsarbeit gab. Dabei wird besonders die Gründung von evangelischen I-rauenvercinen in Stadt und Land und Anschluß V'erselben zu dem Hessischen Landesverein empfohlen. An die Pfarrfrauen auf dem Lande ergeht die Aufforderung, sich der Arbeit der „Freundinnen junger Mädchen" anzunehmen und die vom Lande in die Stadt ziehenden Nkädchen auf die zu ihrer Unterstützung hinzielenden Bestrebungen der Inneren Mission aufmerksam zu machen. Die Sache der Jünglingsvereine geht in Hessen nach und nach voran, bedarf aber noch vieler Arbeit und Weckung des rechten Verständnisses hierfür. — lieber die Tätigkeit des Oberhessischen Vereins für Innere Mission berichtete hierauf Kirchenrat D. Schlosser- Gießen. Er. gedenkt zunächst in ehrenden Worten» der im Laufe des Jahres infolge Versetzung aus dem Vorstande ausgeschiedenen Professor D. Trews und Oberstaatsanwalt Theobald-Gießen. Das von dem Verein errichtete -Hospiz in Bad-Nauheim hat die auf es gesetzten Hoffnungen bis jetzt mehr als erfüllt und sich als eine selir notwendige Einrichtung erwiesen. Es soll im Winter zu Kuren geöffnet sein. Die Dekanats krankenpflege ist in vielen Dekanaten eingeführt oder vorbereitet. Frauenvereinen bestehen in Gießen und Großcn- Buseck. Die Fürsorge für Jugenderziehung zeigt gute Erfolge und weithin sich erstreckende Mitarbeit. Der int vorigen Jahr gegründete Verband der Jungfrauenvereine ist nicht in Tätigkeit getreten. Die vom Verein veranstalteten Familienabende mit Lichtbildervorrrägen fanden überall gute Ausnahme, lieber die Hessischen Epileptischenanstalt zu Niedep-R.rmstadt sprach daran Inspektor Pfarrer Weimer, der in Aussicht stellte, daß nach der im nächsten Jahre fertigen Erweiterung der Anstalt alle bisher in Bethel untcrgcbracbten männlichen Epileptischen aus dem Großh. Hessen in Nieder-Ramstadt ausgenommen werden könnten. Ferner bittet er um Förderung der Wartburg-Buchhandlung in Darmstadt durch die Geistlichen des Landes und Empfehlung in den Gemeinden. Hierauf folgt das Referat von D. Schä fer-Al tona über ein Gebiet, das bei uns in Hessen noch gänzlich unbebaut ist, die Krüppel fÜr s o r g c. Im deutschen Reiche gibt es einige Zehntausend verkrüppelte Kinder, deren Zahl zur Zeit durch behördliche Enquete erst näher festgestellt wird. Für das Großherzogtum Hessen berechnet sich die Zahl auf etwa 2000. Diele dieser Kinder verkommen an Leib und Seele, ioenn sie nicht in geeignete Anstaltspflege kommen. Ohne diese fallen sie meist der Armenpflege zur Last, durch sie aber werden sie nach Möglichkeit zu nützlichen brauchbaren Gliedern der menschlichen Gesellschaft ausgebildet, die sich ihren Unterhalt verdienen können. Dazu müssen die Kinder frühzeitig zur Anstalt gebradjt und möglichst lange dort gelassen werben. In dieser Beziehung wird von den Eltern teils aus Unverstand, teils aus falscher Liebe gegen ihre Kinder viel gefehlt. In der Anstalt stehen die Kinder unter geeigneter ärztlicher Beaufsichtigung, erhalten die nötige Schulbildung und werden nach der Konfirmation in allen möglichen Handwerken, die Mädchen natürlich in allen wciblicl/en Beschäftigungsarten, gründlich ausgebildet/ In der an den sehr wertvollen Vortrag sich anschließenden Diskussion berichtet Kirckrenrat D. Schloss e r-Gießen an der Hand ihm von einem hessischen Arzt zugegangenen Mitteilungen über die Not der Krüppel, die häufig die Behandlung in orthopädischen Heilanstalten nicht bestreiten können. Diese müßten unbedingt in Krüppelheimen untergebracht werden, wo ihnen die nötige Pflege und Erziehung zuteil wird. Bei der großen Anzahl der Krüppel im Grvßherzogturn Hessen sei die Gründung einer solchen Anstalt dringend notwendig. Der Redner beantragt, dieser Angelegenheit nach Kräften näher zu treten und bringt eine entsprechende Resolution in Vorschlag, die einstimmig angenommen wurde. Professor D. Eger ist mit dieser Resolution einverstanden, bittet aber zugleich den Vorstand, dahin zu wirken, daß vorerst mit einer schon bestehenden auswärtigen derartigen Anstalt zwecks Ausnahme hessischer Krüppel in Unterhandlung getreten werden möge. Regierungsrat Fetz-Friedberg gibt über die Aufbringung der Kosten zur Anstaltspflege armer Krüppel Aufschluß uno unterstützt sehr die gemachten Vorschläge. Prälat D. Flö- ring- Darmstadt bittet um der Wichtigkeit der Sache willen, den Vortrag des Referenten weiteren Kreisen durch den Druck zugänglich zu machen und durch Ausgabe eines geeigneten Flugblattes und zur Sammlung eines Gründnngsfonds aufzufordern. Tie Erfüllung dieser Wünsche wird vom Vorstand bereitwillgift zugesagt. Tirekwr Te u d t - Godesberg gibt einen Bericht über den Kepplcrbund, der am 25. November v. I. in Frankfurt a. M. begründet wurde zlvecks Verbreitung wahrer naturwissenschaftlicher Aufklärung im Gegensatz zur tendenziösen Verwendung der Ergebnisse naturwissenschaftlicher Forschungen im Dienste der sog. monistischen Weltanschauung. Der Kepplerbund hat keine kirch- licherseits gebundene Marschroute, sondern ist ein rein naturwissenschaftlicher Verein. Er besitzt auch hier in Friedberg-Nauheim eine Ortsgruppe, deren Vorsitzender Medizinalrat Dr. Becker hier, ist. Er wird in nächster Zeit damit beginnen, naturwissenschaftliche Volksschriften zu billigem Preise auszugeben. Nachdem bet Vorsitzende noch den Beitritt zum Kepplerbund empfohlen hat, ümb allen denen, die bei dem Jahresfest mitgearbeitet haben, gedankt hat, wird die Tagung mit einem von Professor Schöll- Friedberg gesprochenen Gebet geschlossen. Tie von Kirchenrat D. Schlosser eingebrachte Resolution hat folgenden Wortlaut: Die zur Jahresversammlung für Innere Mission in Friedberg Versammelten erkennen nach Anhörung des von Herrn Pastor D. Schäfer aus Altona auf Grund rekfreren Erfahrung erstatteten Berichtes einmütig an, daß ebenso die Not der a r m e n K r ü p p e l, als andererseits die günstigen Erfahrungen, die in den anderweit vorhandenen Krüppelheimen mit sachverständiger Fürsorge für Krüppel gemacht worden sind, diese Fürsorge als eine dringende Aufgabe für die christliche Liebestätigkett erscheinen lassen, und beauftragen daher den Landesausschuß: 1. bim Notstand für Hessen, in dem die Zahl der im schulpflichtigen Alter stehenben Krüppel auf ca. 2000 zu schätzen ist, feststellen unb die Oessentlichkeit barüber aufklären, 2. die Inangriffnahme dieser Fürsorge in Hessen, besonders die Frage (ver Gründung eines Krüppelheims, und vorerst die Möglichkeit der Unterbringung von Krüppeln in außerhessischen Anstalten, sowie die Einführung von Dankopfern für jedes neugeborene Kind mit gesunden Gliedern, in Erwägung ziehen zu wollen. würbe, erhielten ihn zu gleichen Teilen die Brüder Gerhard unb Karl Hauptmann in allgemeiner Anerkennung ihres dramatischen Schaffens und der Wiener Tichler Richard Beer-Hofmann für feine Tragödie „Der Graf von Charolais". — Goethe und bie „innere Krise". Wie ein Besucher des Neuen Schauspielhauses dem „Bert. Tgbl." mitteilt, erscholl vorgestern bei der Ausführung von Goethes Faust in die offene Szene hinein dröhnendes Lachen, als Brander in Auerbachs Keller die Worte sagte: Ich halt' cs wenigstens für reichlichen Gewinn, Daß ich nicht Kaiser oder Kanzler bin. Die Zuschauer fühlten sich durch diese Verse plötzlich an die Vorgänge gemahnt, die sich fast gleichzeitig im Reichstag abspielten. Dabei hat Goethe in diesem Zusammenhang unrecht. Es ist heutzutage recht angenehm, Kaiser oder Kanzler zu sein, denn niemand wird für begangene Fehler weniger aetadelt als sie. — MascagniS neuestes Musikdrama Jsabeau, dessen erster Akt bereits vollendet ist, soll zu Ende des nächsten Sommers zur Ausführung gelangen. Es handelt sich um die betannnte englische Sage von der 2abi) Godiva, bie von ihrem strengen Gatten gezwungen wurde, nackt durch die Straßen von Eoventty zu reiten, um für diesen Preis den Ort von den schweren Auflagen zu befreien. — Gustav Karpeles, der als Heine-Forscher verdienten Ruhm genießt, beging gestern seinen 60. Geburtstag. Von feinen zahrreiwcn Schriften ist noch feine „Geschichte der jüdischen Literatur" besonbers zu erwähnen. 91m bekanntesten ist er durch seine Neuausgal>en bcntfdnr Klassiker geworben. — T i e Wiener Zensur verbot bas einaktige F e st s p i e l „Erlösung- von R. Hawel, bas zur Kcuser-Jubiläums- Vorslelluug am 2. Dezember im Deutschen Volkstheater m W i e n zur Aufführung gelangen sollte. Die Grünbe bes Verbotes sinb noch nicht bekannt. — Kleine C b r o n i f ans K tt n st unb Wissenschaft. D i e Berliner Ar ch i t e f t c n haben beschlossen, in 3 Jahren eine große Bauausstell u n g zu veranstalten und zu öicjem Zweck auch eine kleine Villenstabi nach künstlerischett Gesichts- punlten zu schaffen. — In Halle ist Tr. Gustav T r o y e n , orb. Pros, für neuere Geschichte, g e ft otben. — Infolge Einspruches wttrbe der belgische Staats preis für Literatur nicht bem Romancier b e 911 a r t, säubern oem Lyrite» Jeruaub 6 eueren luv sein Gedichtbuch „Glückliche Eulsamttu" vevlieljeii. Handel niid Verkehv, Volkswirtschaft. *• Konkurse in Hessen. Heber bas Vermögen bes Vereiits OfsenbacherRuberklub 1883 E. V. zu O f f e n b a ch a. M. wurde am 11. Olt. bas Konkursverfahren eröffnet. Tarator Joh. N i c b c r b o f zu Öffentlich mürbe zum Konkursverwalter ernannt. Konlursforberunqcn sinb bis zum 26. Nov. bei bem Amtsgericht Ossenbach'anzumelben. — lieber bas Vermögen besLeinwebers Johannes Becker III. unb dessen Ehefiau Maria geb. Wahl in « chli t; mürbe am 5. Nov bas Konkursverfahren eröffnet. Großh. Ortsgerichtsvorsteher H a b i ch t in Schlitz mürbe zum Konkursvermalter ernannt. Konkursforbernnqen sind bi5 zum 15. Dez. bei dem Amtsgericht Schlitz auzumeldeu. — lieber bas Vermögen ber Heinrich Göttinger Witwe, Maria geb. Lerch in Bensheim, Inhaberin ber Firma „Bürger-Bräu Bensheim" in B e n s h e i m, mürbe am 6. Nov. bas Konknrsverfahreit eröffnet, ba die Gemeinschuldnerin Antrag auf Erössututg des Konkursverfahrens gestellt unb ihre Zahlungsunfähigkeit glaubhaft gemacht Hal. Rechtsanwalt Friedr. B l e di n e r in Bensheim würbe zum Koukurs- öcrmaller ernannt. KonkurSwrbermuieu sind bis zum 26. Nov. bei dem Amtsgericht Bensheim anzumelden. — lieber den Nachlaß des Nestanratetirs Anloti K o ch m Gießen wurde am 6. Nov. bas Konkiirsverfahreii eröffnet. Kan'maim Louis Althoff zu (Dienen würbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforde- rungen sinb bis zum 1. Dez. bei bem Amtsgericht Gießen an- zumclbeit. *• Neue N e i ch s b a n k st e l l e. Am 19. November wirb in Wetter (Rtihr) eine von bet Reichsbankhauptstelle Dortmuub abhängige Neichsbanknebenflelle mit Kaffeneinrichtung unb beschränktem Giroverkehr eröffnet werben. Das Kontzeschc Wassergas-Schweißwerk, Akt.- GZ. in Worms, hat sich nunmehr konstitui.rt. An dem Unt.r- nchmen sind die Süddeutsche Diskontogesellschast, Akt.-Ges., Mannheim, und die Firma Gustav Kontze, Röhrenwerk Göppingen- Süßen beteiligt. Gegenstand des Unternehmens ist die Errich- tung und der Betrieb eines Wassergas-Schweißwerkes zur Herstellung größerer Stahlröhren usw. Das Aktienkapital beträgt eine Million Mark. Dem Aussichtsrat gehören an Ernst Wassermann, Rechtsanwalt und Reichstagsabg. in Mannheim, Dr. Max Hesse, Baudirektor in Mannheim, Direktor Adolf Bensingcr in Mannheim, Max Rose in Heidelberg (in Firma M. Rose u. Co., Mannheim), Dr. Wolf in Frankfurt a. M., Emil Morgenstern in Süßen, Paul Gauß, Fabrikant in Göppingen. Lamilrett-Na^vschten. Geborene: Herrn Otto Walther unb Frau in Bübingen ein Sohu. — Herrn Josef Katzeitstein unb Frau in Wetzlar eine Tochter. Verlobte: Fraulein Emilie Weiß mit Herrn Heinrich Orth, beide in Nieder-Breibenbach. — Fräulein Anna Schulz in Sorau mit Herrn Heinrich Stöhr in Lauterbach. — Frättleiu Gustel Berk in Alsfeld mit Herrn Karl Ssrlachius in Helsingfors. G e ft o r b e tt c: Frau Anna Reuhl, geb. Wallbott, in Griedel. — Fräulein Emma Spengler in Bisses. — Herr Johannes Spielmann in Linbheim. — Herr Ferdinand Brandstetter in Wetzlar.— Herr Karl Vittorff in Wälbershansen._____________________ Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Wetter 1908 •a TD s A CJ GU CJ rto ,2s a> —t a- November 5 o £ 751,9 I 752,0 i 751,7 + 1,3 — 5,6 — 3,6 Höchste Temperatur Niedrigste 3,1 60 2,9 1 98 3,2 ! 91 I am 10.—11. , 10.—11. SSW 2 8 2 KlarerHimmel Beb. Himmel Nov. = + 1,5 ' C. Nov. — —12.0 ° C. Teleionäsche Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgetcilt von der Bank flir Handel und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse, 3%e/6 Beichsanleihe . . 94.10 3% do. . . 84.60 3^°/e Konsols .... 94.20 3% do 84.60 3^o/o Hessen 92.90 3>5 °/e Oberhesseu . . . 92.00 4% Oesterr Goldrente. . 98.30 4*/$ $o Oesterr. Silberreute 99 70 4 °ä Ungar Goldreute . . 92.75 4% Italien. Rente . . . —.— 356 Portugiesen Serie I . 57 50 3% Portugiesen „ III 59.30 4lA°l0 russ.Staatsanl. 1905 97 15 4%°/0 japan. Staatsanleihe 91.25 4% Conv.Türken von 1903 91.00 Türkenlose 142 00 4% Griech. Monopol-Anl. . 49 05 4% äussere Argentinier . 85.75 3% Mexikaner . . . 63.50 4 >4% Chinesen .... 97.20 Aktien: Bochum Guss 217 50 Buderus E. W 112.45 Tendenz: fest. Berliner Börse, 12. Canada E. B 178.10 Darmstädter Bank . . . 128.10 Deutsche Bank .... 240.70 Dortmunder-Union C. . . 60.90 Dresdner Bank ... 147.70 Tendenz: schwach. 12. November, 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . . 116.40 Elektriz. Schnckert . . . 119,60 Eschweiler Bergwerk . . 195 00 Gelsenkirchen Bergwerk . 188 50 Hamburg-Amerik. Paket! 112.50 Harpener Bergwerk. . . 195.00 Laurahütte 194.00 Xordd. Lloyd .... 89.10 Obeischles. Eisen-Industrie 99 00 Berliner Haudelsges. . . 167.50 Darmstädter Bank . . ,12810 Deutsche Bank .... 240.30 Deutsch-Asiat Bank . . 138 20 Diskonto-Kommandit. . . 180.00 Dresdner Bank .... 147.90 Kreditaktien 200.5«? Baltimore- und Ohio- Eisenlahn 106.50 Gotthardbahu —.— Lombard. Eisenbahn . . 22.40 Oesterr. Staatsbahn . . . 147.00 Priuce-Heuri-Eisenbahu . 124.00 November. Anfaaigskurse. Harpener Bergwerk. . . 194.70 Laurahütte 194.70 Lombarden E. B. ... 22 50 Nordd. Lloyd 88.70 Türkenlose 142.40 Emission «an, hervorragende Dienste, indem **^*‘,,> ftc die Eßlust fördert und so dein Or- mit bieTf- oanismns rasch wieder neue straft - Vem bc®a?'lm' zuführt leidjin drv Scott» S-°,,° ffmulfion teirb anblchlicbUch un arosirn l>cr(au|t, unb zwar nie lose iwck @e- ,^ld,nnwLmQfi; ’Dnbfrn ""r.ui Dctrienclicn Origlnalflas^en in .Norton mit unserer edjuhniotfc .Mischer mit dem Dorsch« «-coli & Bowne. (5. in. b H., Franlm v - m> mrhw^aH??.eUe^^’Ünobtebcrtiou 150,6, prima linloAp^D0l’^0~ia*clurcr ^alk 4.3, uuterpboopbo- riglautcä Statron -,o, puio. ^ragnnt 3.0, fetnficr ninb. föummi puib. -.0, befttU. kJalfer 120,u, Alkohol 11,«» Joicrut atöntatifd» Ünuunon mit Zum., Mandel- und ©amiticnaufje 2 Während der Genesung trügt ein guter Appetit wesentlich zur raichcn Wiedererlangung der gesnnreuen störperkräste bei. In solchen Zeiten leistet f-ür acheiine Ä w onentii* Gr. Kirci Nuss presi Hol? 6 4 Bessere Woll-Waren HoHerhofff Mk. Mk. von von 71 Söhne Seltersweg 20 20 Telefon 662. Telefon 662. Brust- und JLiingeiascliützcr. Fuss-Schlüpter (Fusswärm.) 71 K 125/08. B»/lo K 128/08. B»/,< ?*8or SB VM M M l Winter-Iilmenss l Orchester: Die verstärkte Symphonie-Kapelle des Zoologischen Gartens aus Frankfurt am Main, ggj 1. Ouvertüre zu der Oper „Fidelio“, op. 72 in E-dur van Beethoven H für Damen, Herren u. Kinder i 2. Konzert für Violine und Orchester op.77 in D-dur.......J. Brahms , ... . - 3. Symphonie (Köchel No. 504) in D-dur.......... W. A. Mozart in langjährig erprobten Qualitäten. 4. Sonate No. 1 in G-moll für Violine solo.............1. S. Bach tLW _ _ _ _ Prof. Dr. Jaegers Normal-Hemden 2.50, K 129/08. [B»/n Kunsthandlung J. Hirz Grösste .Auswahl. — Billigste Preise. B»/n K 139/08 Jelins Schulze, w-i Erstes Spezial - Geschäft für K 141/08. lB«/„ : Telefon 460. Praktische Arbeit Billige Preise. Billige Preise. .13 ab Metall putz TJT Jede Lieferung frei HauS Gießen. 5843 Gießen, 10. November 1908. Der Vorstand sthöüslen Fabrik. Fritz Schulz jun. A.-G„ Leipzig. Putz in n n 71 7) 7) 71 71 77 71 71 71 n 71 71 71 77 71 71 n Auto-Schals Leibbinden Kniewärmer Kinder-Hauben Kinder-Mützen Kinder-Höschen Kinder-Röckchen Kinder-Jäckchen 1 71 71 71 71 71 71 T> 71 71 Danien-Goif-Jackets Kinder-Golf-Jackets Damen-Golf-Biusen Schulterkragen Blusen-Schoner Damen-Anstandsröcke Damen-Westen Chenille-Schals CheniHe-Fich ns Chenilie=Capotien Echarpes und Tücher gieM den Hoch- Allein. Kinder-Capes u. Mäntel Strumpf-Mützen f. Knaben Swaeters f. Knaben u. Mädch. Seltersweg 22 parterre u. I. Etage. L Oktober er. zu ermäßigten Fabrikpreisen empfiehlt Frau Emma SeLLieim BiSmarckftrane 3b gegenüber der neuen Bibliothek. Donnerstag, den 3. Tezbr. 1‘JOb, nachniltlags 3 Uhr, werden bic vor dem Namen des Gasp. Heinzerling in Gießen, zu dessen Konkursmasse gehörige Grund- stücke der Gemarkung Gießen: 13/49,2 — 2Gb qm Hofreite auf dem Heegstrauch im Sand lauterweg 13/49,4 = 849qm Grabgarten das. 13/49,9 —118 qm Hofraum mit StaÜ das. 13/49,6 = 211 qm Hofreite das. 13/49,8 — 381 qm Grabgarton das. aus hiesigem OrtSgericht össemlich meistbietend versteigert. Gießen, den 11. ^November 1908. Gr. OrtSgericht Gießen. GroS. 4. Sonate No. 1 in G-moll für Violine —-...........- ------- 5. Ouvertüre op. 21 zu „Ein Sommernachtstraum . F. Uentlelsohn-Bartholdy Weihnachtsaufträge ■■ frühzeitig erbeten. Grosse Auswahl — moderne Eamons Tadelloser Sitz — Prima Qualitäten Corsetschoner — Untcrtaillen Strumpfhalter. Donnerstag, den 20. Novbr. 190b, uachiuillagö 3 Uhr, wird auf hiesigem Orlsgerirtu die vor dem 'Jinnien d. Wilhelm.ülarenaar u. Eheirnu geb. Bungert stehende Parzelle der Gemarkung Gießen 6/13l/10 — 422 qm Hofreite am Siechloh, identisch mit ^iebig- straße 17 öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 4. November 1908. Gr. OrtSgericht Gießen. (9 ros. Bilder und Einrahmungen Photographie - Ständer, Plastiken Bronzen in grösster Auswahl. Alleinige Fabrikanten: A. L. Mohr, Act.-Ges., Altona - Bahrenfeld. Normal-Jacken und -Hosen (c23/10 MaCCOtemden mit farbigen Einsätzen Handschuhe Wollene Jagdwesten.Sweater,Leibbinden, Kniewärmer, Strümpfe und Socken. Das 3. Konzert (Kammermusik-Matinee) Böhmisches Streichquartett findet am 6. Dezbr. statt, j Gültigkeit haben blaue, rote und rotweisse, ungültig sind gelbe Karten. fv7/,, । Lern-iäCjeiBttscftUfie August Kröll Seltersweg LL Kaufmänmsche Stfümocrmiitdiiug ' und Mitgllede^- SlÄ?»: Oitenen Stellen wende man sich stets an den ss17/i Verband Deutscher liandlungsgehülfen zu Leipzig. Geichäflsstelle Hrankfurt a. H/L, Gr. Gschenoeimer Straße 6. 7? 71 71 n 71 Donnerstag, den 19. Novbr. 1908, nachmittags 3 Uhr, wird aus hiesigem Ortsgericht das vor dem Wanten des Georg Hammel u. Ehesrau geb. Starker! stehende Grundstück der Gemarkung Gießen 28,217 — 2008 qm Grabgarlen, Laggärten m den mittelsten Schlesgärteu öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 27. Oktober 1908. Gr. OrtSgericht Gießen. W ros. Mass - Anfertigung — Reparaturen! 6467 MoMsni welche von Qualitäten L 60 und 70 Pfg. per Pfund aussortiert wurden, liefert daS Pfund zn 40 Pfg. bei 10 Pfund ä Pfd. 37 Pfg. netto. 15977 Georg Wahenfels, nur Dtarktvlatz 21. Telefon 4G. Gegenüber der Gngelapotheke. IS,00—7,50 7,50—5,00 10,00—6,00 7,50—3,50 5,50—2,85 8,00—1.50 5,00—2,00 10,00—3,50 4,00—1,85 4,00—2,50 15,00 0,85 0,80—0,20 leisten die Nahrungsmittel - Fabrikanten, indem sie den Konsumenten billige Nahrung- und Genussmittel liefern. An der Spitze stehen die Margarinemarken von feinster Naturbutter nicht zu unterscheiden und „Mohra“ der beste Ersatz für Natur butter'. — Ueberall erhältlich. Frdr. Teipel en gros. iß ßflai'kt i6« en detail. Kakaos, Schokoladen etc Giessener Eiweio E.V. Eintrittsgeld M. 1—, Jahresbeitrag M.3.— Der Vercinsdiener Adolf Schwan wird in den nächucn Tagen die llllilglicdskarten zustellen und den Beitrag erheben. Die für L-amilieuangchörige benötigenden Beilarten zum Porzugspreisc von 50 P,g. wolle man von dem Bereinsdiener gleichzeitig entnehmen. 9indj Eröffnung der Lahn bezogene Bettarlen kosten Wit L—. Bettarteu können nur für die Hausstandsmitglieder der engeren Familie verlangt werden und und nicht übertragbar. Mißbräuchliche Benutzung dieser Karten zieht zunächst den sosortigen Ausschlug aus dem Berem nach sich und wird gegebenenfalls gerichtlich verfolgt. Neuanmeldimgeu können beun Bereinsdiener oder auch bet Herrn Grnst Balser, 2)iäusburg erfolgem lvu/u Donncrötag, den 19. Novbr. 190b, nachmittags 3 Uhr, werden auf diesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Heinr. Bellos II. und Ehefrau geb. Balser stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen: 5/19 - 314 qm Hofreite am untersten Niegelpsad aus die Wiesen B/20 = 241 qm Grabgarten das. öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 27. Oktober 1908. Gr. OrtSgericht Gießen. GroS. Alice« ochschulc Beginn des Backkursus den 17. November Anmeldungen bei Fräulein Nosenbauer, Alice-Schule. y»/u 3,50—1,00 3,00—1,25 2,00—1,30 12,00—0,60 . ,00—0,25 2,50—0,55 3.00—B.40 5.00—0,80 12,00—2,50 2.75—0,70 5,25—1,50 Kakao)- Ghücolade WIM slanz- Giessener Konzert-Verein Zweites Konzert Erster Orchester-Abend SSg. am Sonntag dem 15. November 1908, absnds 5 H3?ar pwnklUics'r mit einer HAVPTPB0BE vormittags 11 Uhr im NEUEN STADT-THEATER. Leitung: Herr Professor G. Trantiiiann, Grossh. Univ.-Musikdirektor .. Solist: ■■ p- £r;f-fubarfpn• I. Platz Mk. 5.—. II. Platz Mk. 4— III. Platz Mk. 3—, IV. Platz Mk. -...—; -_L Studentenkarten Mk. 1.—. Kl. Partitur-Ausgabe sind in der Musikalienhandlung des Herrn ERNST CHALLIER (Rudolphs Nacht.), Telephon No. 671, für Studierende auch bei Horm Hausverwalter RITTER und abends an der Kasse zu haben. Zur Hauptprobe Mk. 1.50 (für Mitglieder Mk. 1.-), Schülerkarten Mk. 0.50. ZWT" Oeffnung des Theaters 4'/, Uhr. Donnerstag, den 17. Dezbr. 19ob, nachmittags 3 Ubr, werden aus hiesigem OrtSgericht die vor dem Flamen des Schmoll, Emil H. und Gheirau geb. Sames stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen: 3/88‘/jo = 849 qm Grabgarten über dem Steinweg auf I die Schoor 3/8S5/io = 255 qm Hofreite das. önentlidj meistbietend versteigert. Gießen, den ll. November 1908. Gr. OrtSgericht Gießen. _______________(9 r o s._______________ k 140/08. I B*-/ii Donnerstag, den 17. Tezbr. 190b, nachmittags 3 Ubr, werden aus hiesigem Ortsgeridit die vor dem Warnen des Franz Wigandt und Ehefrau geb. Stunbmd stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen: 1/223 = 286 qm Hofreite auf dem neuen Weg 1/232 = 234 qm Grabgarlen das. 1/224 = 182 qm Hofreite das. öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 11. 9toucmher 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. _____________G r o S._____________ K 142/08. (B“/n Donnerstag, den 17. Dezbr. 190b, nadmilttagS 3 Uhr, werden aus hiesigem OrtSgericht die vor dem Namen deS Peter Worch u. Ehefrau geb. Weber stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen: 7/19°/10 — 337 qm Grabgarten an der Chaussee aut die Warth 7/19,3 = 291 qm Hofreite das. öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 11. November 1908. Gr. OrtSgericht Gießen. Gros. /T^besie 6556 Nusskohlen Pressklötze Holz 6907 , MW 'ÄIÄVs X Emil Lotz X Kirchenplatz 9. TeL 314. Auswahl .) 30 P i-Fabrlk Soennocken's Schnellschreibfedern # «leiten leicht ■ >— 5f”***>. ,_R Kratzen nie 1 Gros Nr 402: M Berlin . F. SOE Er Mitt Volkes, ..... ig^Wigl en November, Winter-Fest Akr.2 ßlttheir joü Vorverkauf ab 10. sJ Laußn W der Rede. 2 JETolossenm Giessen Walltorstr. 36-38 (früher Cafs Leib) Tclcvbou 644 Spezialitäten-Tiieater 1. Banges Heute Donnerstag: 0Blosse ^eorsteSgung vcrBunbeu ^amilien-Abend nnb jJrafru'Dtrftilnag für Damen und Herren. 1. Preis große Ucberraschung. Freitag abend 9 Uhr: Grosses Gänse-Essen. Es biefer R mit sein Saal ii Wort u sein Gei etwas k und bi Kanzltt der neui die Anti genug c Sorgä wögln als Verl wort, b( Organ bet Wir,s XBn wird gerollt Bekanntmachnng ,, Die Lre.cruug der.au den hiesigen Volköschul^i bei Verabreichung des warmen irruvitücts und in den Horten bcuötigten Tcigscher soll vom 1. Dezember 1908 ab neu vergebe,l werden. AngebotSformulare und ^leseruugsbedinguugcn sind aus unseren, Sekretariat — Zimmer 15 — erhältlich. Die Angebote sind mit der Aufschrift „Angebote aus Brödchen- licfcrung" zu versehen und bis Mittwoch den 18. vs. Mtc>„ nachmittags 4 Hbr bei uns einzurcichcu. Gießen, den 11. Äkoveuwer 1908. (B,;/u Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum- n Ire Kien P Ätz - .A'c ^^lten und Lieferungen zur Erweiterung des Empfanas- gebaudes Babnbo, Butzbach sollen zusamineu vergeben werden ?i>^?^ol-'Muster tonnen von unterzeichneter Inspektion für 1 Mark (bciteUficlbncic ^oitaniucnunfl) bezogen werden. Die Zcichnu.lgen SbaAjÄSftt't.ä l^tafiC 23 '°roiC M bcr «“«"Hicitietei 2ic Angebote werden am 28. November 1608, vormittags 11 UBr im I n spei lio n o geb au de geöffnet. — Zuschlagsfrist 4 Wochen.' B,2/u (wronO. tLueubabu Betriebs Jnsvektiou 1 Gteßeu. ^nbjvc SH n . Die wtunq- erbeiuj glichst ^ttvvni Snädjj das U ömsbe ■ BekanZiLmachung. Der Bebauungsplan für die Erschließung des Hamm ist sestgesteUt und kann von jedermann ans unserem Tiesbauamle ein- gcsehen werden. Zu diesem Bebauungsplan ist folgende Ortöbausatzuna erlassen worden. Gießen, den 10. November 1908. .Grobherzogliche Bürgermeisterei Gieße«.. Mecum. Ortsbausatzung. „on, Aus Grund der Artikel 2 und 20 des Gesetzes vom 30. Avril 1881, die allgemeine Bauordnung betreffend und der 5—7, 8 u. 9 der Verordnung vom 1. Februar 1882, die Ausführung der allge- memen Bauordnung betreffend, wird auf Beschluß der Stadlvcr- vrdueten Versammlung unter Zustimmung des Llreisausschusseö und nut Genehmigung Grvhherzogltcheu Ministeriums des Znnern vom 4. September 1908 zu Nr. 'DL d. I. 14925 zu dem Bebauungsplan für d,e Erichltetzung des Hamm folgende Ortsbausatzuug erlassen. Abweichend von den Vorschriften in den §§ 7 u. 8 deS OrtS- baustatuts wird bcjummt, daß an den bei B und C in südwestlicher chlchtung abzwetgcnden Straßen nur ine Eckgrundstücke bebaut werden dürfen. — Art. 20 A. B. O. — § 2. Die Bebauung dieser Eckgrundstücke ist nur auf eine Liese von 20 von der Strahenfluchtluue der Straße A—C auS gerechnet, gestattet. § 3. Auf diesen Eagrundstücken dürfen Gebäude, die ihren Ausgang nach den bet B und U abztvelgenden Straßen haben, nicht eher errichtet werden, als bis diese für den öffentlichen Verkehr und den Anbau lerllg hcrgeuellt und eröffnet sind. Gieren, den 10. November 1908. (Bu/H Großherzogliche Bürgermeisterei Gieße«. Mecum. te tasr ßamen - Orchesiers „öiyorectf Gastspiel des Hot- und Kammer-Violin-Virtuosen Oiova,niii Barasso vom Albert Schumann-Theater am 13. und 14. November 1908 -KT Es ladet ergebenst ein 09434) A. Rappmann, Dir. u Inh. d. verein. Kolossemn-Lheaier Frankfurt a. M. u. Gießen. TrnisriÄ ÄunüiiruDgen, KoDzert, Theater, Dali Nichtmitglieder haben keinen ZulritL ____________________Der Vorstand. Mnm-TM-Amin. Samötag, den 14. November, abends 9 Uhr: Stiftungskneipe Darmstädter HauS. Bullenverkanf Die Gemeinde Großen-Linden hat einen Vogelsberger und einen Simmentaler Bullen, je 3 Jahre alt, zum Schlachten zu verkaufen. Getrennte Angebote pro Zentner Lebendgewicht werden bis zum 16. d§. Akts., nachmittags 4 Uhr, hier entgegengenommen. Großen-Linden, am 10. November 1908. drosch. Bürgermeisterei Großen-Lmden. Leun. [6580 Marktplatz 9-10 Marktplatz 9—10 Ein Posten Ein grosser Posten M n n fj n 'Mw EM 5.50 9.75 in soliden praktischen Stoffen aus la. englisch. Stoffen „ 8.V