Nr. 240 Erstes Blatt 158. Jahrgang Montag 12. Oktober 1908 Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten. unbeteiligt war. „Servet" sagt, es sei ein Akt, der die 'S schönen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei neralprobe scheu Regierung aus. Die Stimmung in Serbien ift noch immer als kriegslustig zu bezeichnen. Vor dem schiedener Dramen, ist von dem Herzog von Ko bürg und Gotha zum Hosrat ernannt worden. — Sudermanns „Stein unter Steinen", f*—■■'*■*-* — “------- — Kleine Chronik aus Kun st und Wissenschaft. Professor Dr. Alexander Supan in Gotha, nahm einen Rus als Ordinarius an die Universität Brest art als Nachfolger von Professor Passarge an. — Professor Dr. Anton Ohorn, der Autor des Dramas, „Die Brüder von St. Bernhard" und oerbet sie sanft verklärte und adelte, was besonders heroorzu- cheben ist. Flott und schneidig war Rudolf Goll (Siedler), der mit seinem wohlabgewogenen, vornehmen Spiel einen äußerst günstigen Eindruck machte. Bedauerlicherweise ist unser Raum heute arg beschränkt und so können wir die übrigen Mitwirkenden nur noch flüchtig erwähnen. An erster Stelle ist Clemens Roden als Sulzheimer und Oberleutnant zu nennen, der sowohl als schüchterner Liebhaber wie auch als vorwitzig-scheuer Schwerenöter durchaus zufriedenstellend spielte. Claire Albrecht als fesche Malerin und Anni Röber als liebendes, lispelndes Clärchen fügten sich mit bestem Erfolg in das Gesamtspiel ein, dessen Regie von Max Kronert mit Fleiß und Umsicht geleitet war, sodaß der Abend mit einer durchweg guten, auSgereiften Aufführung verlief und einen erfreulichen Eindruck hinterließ. Karl Neurath. als Giesecke war es gewissermaßen eine Feuerprobe, die er überraschend gut bestanden hat. Hier war der Künstler ganz im heimischen Fahrwasser und gab der urwüchsigen, derben Gestalt deS Berliner Fabrikanten eine scharfe und liebenswürdige Behandlung, der auch die bedächtige Ausarbeitung nicht fehlte, was zu dem glücklichen Verlauf des Abends nicht unwesentlich beitrug. Durchaus selbständig in der Auffassung, gewandt in der Wiedergabe der an sich ja recht dankbaren Rolle, verlieh er ihr einen angenehmen Zug von Gemütlichkeit und Gutmütigkeit, die seine Leistung zu einem schönen, wohlgelungenen Abschluß brachte. Auch Paul Ko hl mann wußte in seiner Rolle als Ärandmayer zu fesseln und gab den liebesehnenden Zählkellner mit gleichem Schneid wie den eifersüchtigen, zärtlichen Gatten, ohne glücklicherweise in das possen'mäßig karrikierte zu verfallen, zu der diese Rolle geradezu herausfordert. Eine frische, lebendigbewegte Erscheinung war Dorle Maifarth als muntere Ottilie, die auch als junges, liebevolles Frauchen im leichten Widerstreit zwischen Gatten- und Kindesliebe ein anziehendes, seelenvolles Bild schuf, das von der herben Süßigkeit der jungen Frauenseele erfüllt war. Lore Scholz verdient, wie fast sämtliche Mitwirkende, ein volles Lob für ihre mutwillig-reizende Wirtin, die vielleicht nur etwas zu ,chik" war. Ihr fröhliches Geplauder und die natv - sinnliche Durchwärmung des lebenssprudelnden BauernweibchenS, das m seiner prikelnden Beweglichkeit mit Schaumwein zu vergleichen ist, gelang ihr sehr gut. Rolf Zieler zeigte sich als Hinzelmann von einer neuen und bisher auch seiner besten Seite. Er traf in Haltung und Sprache einen feinen Ton für den alten, bescheidenen Gelehrten, der sich ein eigenes selbstgenügsames Glück zurechtgemacht hat und trotz seiner offenbaren Verschrobenheit einen gesunden Sinn für die Jugend und jür die Natur bewahrt hat. Er gab dieser, vom Hauch der Wehmut gestreiften, sonderlichen Seele, einen innigen herzlichen Schein, Konstantinopel, 10. Olt. Die Deutsche Bank gewährte heute der türkischen Regierung einen Vorschuß von zweihunderttausend türkischen Pfund auf Grund sicherer Unterlagen. ___________ Universität das Denkmal enthüllt, das der Verein für Psychiatrie und Neurologie Richard Freiherrn von Krafft- Ebing gewidmet hat, der von 1889 bis 1892 an der Wiener Klinik für Psychiatrie als Lehrer und Arzt wirkte. — Der Gras von Turin begab sich nach London, um die Vorbereitungen für seine Durchquerung Afrikas von der Sambesiküste bis zum Kongo zu treffen. Die Reise ist auf zwei Jahre berechnet. — Professor Dr. Schnitzer ist am Samstag von seiner Reise nach - Japan, China und Indien nach M ü n ch e n zurückgekehrt. Gieszener Stcrdttheatcr. Maria Stuart von Schiller. Als erste NachmittagSvorstellllng gelangte gestern Maria Stilart zur Aufführung. Im Mittelpunkt der Darstellung slmd Helene Achterberg als Maria, die in der Garten- j>ene, nach anfänglichem Zurückhalten, durch die treffende stolze Sprache beleidigter Menschenwürde sicher und großzügig wirkte, während sie im letzten Akte durch ihre ver- [Lirte Gottergebenheit ergriff. Ihr gegenüber führte Grete Höcker die Rolle der kalten, nur dem Scheine lebenden Elisabeth mit gutem Gelingen durch; Ida Pauly als Kennedey waltete nut wohltuender Wärme und Mäßigung ihres Trösteramtes. Hermann Bakof gab dem alten, wohlmeinenden Talbot eine künstlerisch ausgerundete 23er- firperung und Clemens Roden traf als SDiortimer zum Teil recht gut den Ton des leidenschaftlichen Schwärmers. 3ll§ kluger, redegewaltiger Staatsmann Burleigh hatte Rolf Ziegler manche guten Momente, ebenso Eri ch Wein- !gärtner als glatter Höfling Leicester, den wir uns zwar etwas beweglicher, nervöser, vorstellen. Die rauhe Ehrlichkeit Paulets gelang Edgar Pauly nicht ganz restlos. Die übrigen Rollen wurden mit mehr oder minder gutem ©e= (lugen zur Darstellung gebracht. Die Streichung der letzten Szenen deS 5. Aktes und den Abschluß des Trauerspiels mit dem Monolog Leicesters können mir nicht billigen. H. H. Im weißen Röß'l, hierauf: Als ich wiederkam, beide von O. Blumenthal und G. Kadelbnrg. Seit zehn Jahren ist das weiße Röß'l samt seiner schwächeren Fortsetzung „unsterblich" und fand auch bei seiner gestrigen Aufführung lebhaften Beifall. Für Max Kronert geht sogar noch weiter. Zum Schluß sprach Fürst Ferdi- u-anb von Bulgarien seine Freude über die ihm aus Frank- reidi von zahlreichen Privatpersonen zugekommenen Sym- ptthiekundgebungen, sowie über die Haltung der französi- zu kräftigen geeignet sei. Wie in Belgrad, so hat die deutsche Regierung nun übrigens auch in Sofia darauf hinzutvirken versucht, daß die Bulgaren nicht durch eine schroffe Haltung bte Türkei reizen und die }£age noch weiter verschärfen. England bat inzwischen in Lofia erklären lassen, daß es von der Selbständigkeitsertlä- rung nicht Alt nehmen könne, da sie als eine einseitige Verletzung des Berliner Vertrag s die Zustimmung aller Nächte erfordere. Fürst Ferdinand von Bulgarien äußerte einem Spezialberichterstatter deS „Temps" sein Erstaunen, daß die englische Presse über die Unabhängigkeitserklärung B-ulgariens so aufgebracht fei. Tie Sache wäre ganz einfach und unvermeidlich gewesen und man müßte sich über ben Lärm wundern, den sie hervorgerufen. Wv blieben denn die Ueberlieferungen des Glasgowschen Liberalismus, »hat Bulgarien nicht seit 22 Jahren die Hoffnungen des libe- raten Europas verwirklicht? Was die Türkei betrifft, so »erinnere ich daran, daß ich dem Sultan gesagt habe, er ntöge auch für Bulgarien ein wohlwollender Vater sein, cs wird sie dafür belohnen. Meine Beziehungen waren bis jetzt von Treue erfüllt, sie werden nunmehr von auf- rrchtrger Freundschaft gekennzeichnet sein, meine Hoffnung In der nördlichen Wetterau, ein Kilometer direkt östlich von dem Filialdorf Inheiden gelegen, hart an der Bahnlinie Gießen-Gelnhausen, umflossen von der Horloff und durchschnitten von dem Riedgraben, breitet sich das hundert Morgen fassende Quellengebiet an her idyllisch gelegenen Riedmühle für das geplante großzügige Wasserwerk der Provinz Oberhessen aus, das wie das Elektrizitätswerk Lißberg, der Umsicht und Tatkraft des Provinzialdirektors Geheimerat Dr. Breidert-Gwßen entsprungen, und dessen Zustandekommen trotz mancher Wenn und Aber gesichert ist. So folgt in Oberhessen ein volks- wirtschaftlicher Fortschritt dem andern, denn die Herrschaft des Geistes über die materielle Welt schreitet mit einer stets beschleunigten Kraft vorwärts. Daß das Gebiet sich so recht für ein solches Werk eignet, das haben die Vorarbeiten bewiesen, oie man vor zwei Jahren begann. In dieser Zeit sind 28 Quellen aus dem Basaltfelsen erbohrt worden, die in einer Tiefe von 7 bis 35 Meter liegen; nie ist der Felsen durchschlagen, da in ihm selbst sich außerordentlich große Wassermengen gefunden haben, die unter starkem Druck nach oben strömen, o daß sie zwischen 2y2 bis 4 Meter über die Erdoberfläche hervorspringen. Tie meisten dieser Brunnen sind schon vor Jahresfrist erbohrt. Es fließen aus ihnen große Master- massen ab, ohne daß die E r g ie b ig k ei t der dicht dabei befindlichen Quellen, die ihre Wasser in die Horloff und den Riedgraben senden, irgendwie nachgelassen hätten. Tie in den letzten sieben Wochen vorgenommenen Bohrungen und die Ausgrabung eines großen Brunnens haben ein glänzendes Ergebnis zutage gefördert. Die neuen Bohrungen haben bis jetzt insgesamt über 6000 Köm. Wasser täglich mehr zutage gefördert, als die früheren, ohne daß die alten Bohrungen ober die Quellen des Riedgrabens irgendwie ein Nachlassen gezeigt haben; eher ist das Gegenteil der Fall. Mit Sicherheit kann daher gesagt werden, daß sich in dem Felsen des Quellengebietes nicht allein noch große Wässer befinden, sondern auch diese weder mit den Zuflüssen der Horloff, noch mit den Riedgrabenquellen in irgendeinem Zusammenhänge stehen. Der Wasscritand der Horloff hat, seitdem die erbohrt en Quellen fließen, sich vermehrt, die Bedenken, die der Kreistag des Kreises Friedberg in seiner Sitzung am 12. April d. I. dem Wasserwerke enkgegengebrachr hat, haben sich nicht als zutreffend dargetan. Die Wasserentnahme aus dem Quellengebiet bei Inheiden wird weder der Bodenfeuchtigkeit der südlichen Wetterau noch dem Wasserstande der Horloff und Nidda, weder dem Landwirt nodj Müller Schaden bereiten. Um aber allen, auch den geringsten Einwendungen in dieser Beziehung zu begegnen und sich einer Prävarikation nicht sd;uldig zu machen, ljabeit die leitenden Stellen die An- sammlung großer Wassermengen im oberen Horlossthale durd) Anlage von Stauweihern ins Auge gefaßt. Eine Ansammlung von 2y3 Millionen Kubikmeter Wasser im oberen Laus der Horloff wird genügen, allen Widrigkeiten aus dem Wege zu gehen, so daß weder ein Wetterauer; Müller, noch ein dortiger Wiesenbesitzer auch nur den geringsten Schaden zu befürchten hat. Im Gegenteil, in trockenen Zeitläufen steht jenen das Wasser der Stauweiher zu Gebote, die den Landwirt wie dem Müller aus manchen Mißhelligkeiten zu ziehen imstande sind. Der obere Lauf der Horloff bietet vorzüglichen Platz für die Anlage derartiger Weiher. Tie vorgenommenen Untersuchungen haben technische Schwierigkeiten nicht ergeben. Somit ist anzuney- men, daß die Anlage dieser Weiher nicht mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden ist. Die Behauptung, daß der Ableitung des Wassers aus dem Quellengebiet forst- überjetzt von Remon und Valentin, erzielte bei der Ge- : im Odeon in Paris unter Antoines Regie, großen völlig imbcftrüteiien Erfolg. — Am 8. Oft. wurde in der Wiener Die Kriegsanssichteu haben sich auch sonst, wie es scheint, verringert. In englischen amtlichen Kreisen herrscht die Ansicht vor, daß kein ernster Konflikt in der jetzigen Lage zu befürchten ist. Nachrichten aus Stelgrab deuten daraus hin, daß die serbische Regierung den Ratschlägen der Mächte Gehör schenkt und alles tut, um die Bevölkerung zu beruhigen. — Auch der bekannte englische Parlamentarier Sir Charles Titte fabelt der „World": Ein Balkantrieg ist unwahrscheinlich. Oesterreich handelte offenbar nid)t ohne vorherige Abmachung mit Italien. Oesterreichs Vorgehen änderte nichts wesentliches. Von verläßlicher Seite wird gemeldet' England wird in kürzester Zeit die A n g l i e d e r u n g Aegyptens an das Britenreich auf die Tagesordnung stellen. Indessen gleich wie Oesterreich-Ungarn den Sandfchacc Nvvi- bazar räumt, ist England bereit, die Insel Cypern den Türken zurückzugeben. Die Konferenz. Wie verlautet, haben sich nunmehr die Mächte des Berliner Vertrages auf Brüssel als Ort für die Abhaltung der internationalen Konferenz geeinigt. Prag und Paris sind nacheinander als Ort der Zusammenkunft ausgeschaltet worden. Aus Petersburg wird hingegen gemeldet, daß die Konferenz zur Revision des Berliner Vertrages für den 28. Oktober nach Paris einberufen werden soll und daß als Delegierte Rußlands der Botschafter Nelidow und Geheimrat Martens fungieren sollen. Ter Gehilfe Iswolskis, Tscharikvw, wurde vom Zaren berufen, um ihm Bericht über die Vorgänge auf däm Balkan zu erstatten. Die Ktifis im Grient. Tas ungebührlich lange Schweigen unserer Regierung zu den Vorgängen im Orient hatte schon den unglaublichsten Früchten Tür und Tor geöffnet und der deutschfeindlid)en Agitation den günstigsten Boden bereitet. Die deutsche Regierung läßt nun erklären, daß sie von der Annexion Bosniens kaineskvegs schon vorher bau Oesterreich unterrichtet worden sei. Tie türkischen Blätter veröffentlichen jetzt eine Erklä- ung, die der deutsche Bolschafter Freiherr Marschall von Bieberstein dem Großwefir gemacht hat: „Ick) bin namens 6t. Majestät beauftragt, mit größtem Nachdruck gegen die S Opposition zu protestieren, daß die letzten Vorfälle auf dem Liolkan auf eine Entente Deutschlands mit Oesterreich-Ungarn oder einer anderen Macht basieren. Sie erfolgten, ohne die Ansicht Deutschlands einzuholen." „Jtdam" sagt, die von dem Kaiser ausgehende Erklärung bedeutet die Beachtung der bestehenden Verträge und einen Akt der Gerechtigkeit gegenüber dem türkischen Reiche. Sie wird zweifellos mit Ge- juhlen warmen Dankes seitens des türkischen Volkes ausgenommen werden. „Sabah" bemerkt, die Erklärung ist ein 'beweis der Freundschaft, den man von einer io friedens- licbenden und hoch zivilisierten Regierung, wie die deutsche, erwarten konnte. Für uns ist sie ein ganz besonders wertvoller Beweis der Freundschaft, für den wir Herzlid) danken. „Jem Gazetta" sagt, nachdein sie von einer bisherigen sZlsclM Auffassung gesprochen hatte: „Die von dem beutfdjen IMtschafter dem Großwesir gegebene mündliche Erklärung höbe diese Auffassung berichtige und bewiesen, daß Deutschland seine Zustimmung nicht gegeben habe. Diese Erklärung, die mit Rücksicht auf die zwischen Deutschland und der Türkei bestehenden Beziehungen erwartet werden mußte, zeigt, daß die deutsche Regierung an den jüngsten Vorgängen . foct foi PITT hpl* hlP königlichen Palais finben fortwährend Kundgebungen statt.! DoiU KuItUrWCrf 3llheideN iN GbekhesseN. Nach einer amtlichen Mitteilung sprach per serbische Kron- nueltenaebiet bei Inheiden, 9. Oft 1908. prinz gelegentlich einer Kundgebung, bei der die oster- 6 x - ■ reichische Fahne verbrannt wurde, den Manifestanten für die Huldigung seinen Dank aus, wobei er erklärt: „Er hoffe, daß Ihr, wenn es notwendig sein wird, gleich mir für den König und das Vaterland sterben werdet." Von derselben Quelle wird erklärt, daß die Nachricht von einer allgemeinen Mobilisierung der serbischen Armee auf eine irrige Auffassung der Verordnung vom 23./9. a. St. zurückzuführen sei, durch die das erste Aufgebot der Reserve einberufen wurde. Weitere Reserven werden nicht einberufen, und der Umstand, daß in Serbien gegenwärtig nur 40000 Ntann unter den Fahnen, beweist, daß Serbien nicht mobil macht. — Gestern nachmittag wiederholten sick) die Kundgebungen aus den Straßen Belgrads in verstärktem Maße. Der ^Ironprinz dankte wieder für die ihm dargebrachten Ovationen und sagte, er sei stolz, Soldat zu sein und wenn notwendig, Führer der Freiwilligen eines Voltes, das für seine Nationalität und Ehre zu sterben bereit sei. — Der „Politika" zufolge hat sick) ein aus den angesehensten Bürgerkreisen, Politikern, Generalen, Universitätsprofessoren und Journalisten bestehendes Komitee für die nationale Verteidigung fonftitiiiert Das Komitee hat sich die Aufgabe gestellt, die ganze Bewegung gegenüber der Annexion Bosniens und der Herzegowina zu leiten. — Dem „Mali Journal" zufolge hat sich and) ein revolutionäres Komitee zur Leitung einer Banden-Aktion gebildet. Der Minister des Aeußern begibt sich in den nächsten Tagen nach Paris und London, um die französische und englische Regierung über die Lage zu informieren. Bezeichnend ist es, daß die Skupschtina sich mit 93 gegen 66 Stimmen gegen den Krieg ausgesprochen hat. Der Steyener Anzeiger Bezugspreis: erlchem« täglich, außer ÄEgÄy MM monatlich75Ph,viertel- Sonntags. - Beilagen: 4 Y k ▲ ▲ A A A a ▲ A a ▲ jährlich Mk. 2.20; durch •ÄÄS 4«Ä ♦ AMA**AM WZ AVM8SS5 ZLIKIclUEL äsä zweimal monatl. Land- Ei m H Kl fo : Zeilenprets:lokalIbPj* wirtjchastliche Settfragen R HB W W auSroärts 20 Pjenntg. Heriyprech - Anlchlüste: H A ar Verantwortlich tut die Redaktion 112. r für den politijchen Teil, MU General-Mzeiger für Oberheffen WUZ für die stagesmunmer Hotationsöru» und Verlag 6« vrShl'ichen Untv.-Vllch- und Steindruckerei R. ränge. Redaktion, Expedition und vruckercl- Schulstrahr 7. bt5 vormittags 10 Uhr. Oktober 1908 Gestern ist mir etwas Unangenehmes Immerhin Temperatur um 10. Oktober Höchste Niedrigste 10. Handel 92.25 | Elektriz. Lainneyer . 97.30 l'nuce-Heun-Eisenoabu 145.0 i iirueniose Tendenz: sehr fest. r 11. 11. 12. 11 11 waren zwei Reichen geborgen, zu dein drillen Verschütteten konnte man jedoch noch nicht gelangen; es ist anzunehmen, 17,7 0 c, 9,9 0 C. 95 80 89.90 88.90 4>0 Uesterr Uuldrente. 4*/6 % Uesterr. bilberrente 23.00 146 90 124.00 . 219 50 . 111.00 22t 91S 7 et Berliner Baiidelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat. Bank Diskouto-Kounnaudit. Dresdner Bank . . hreuitaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisentahn . . . Gottbardhahu . . . Lomoaru. Kisenuahn Uesterr. btaaisuanu . 4^°/0 russ.btaatsaul. 1905 4/4% Japan. Staatsanleihe 4>0 Uonv. Türken von 1UU3 3% WA 199.50 200.50 22.90 81.70 13i.7i> . 137.60 . 48 80 . 85.00 . 63.60 . 97.10 Elektnz. Schlickert . . . Escbweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amenk. Paket!. Harpener Bergwerk. . . LayrahütLe...... Nordd. Lloyd . . . . Ubeischlcs. Eisen-Industrie 755,9 756,7 755,6 119.30 118.50 195.00 187.80 105.60 199.50 200.75 84.40 95.30 166.40 schmort." * Allerdings. 3/2 °/< 3 Ao 4% 3% 3% Beichsanleihe do. Konsols . < do. . . Hessen . . Uberhessen . Türkenlose..... 4% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier bv/o SlexiKauer . . 4/au(0 Ubinesen . . . Aktien : Ein Schlepper wurde leicht verletzt. sJZucl)imttag gegen 3 Uh passiert. Ich hab' den Unrichtigen verprügelt." — besser, als Sie wären an den Unrichtigen gekommen. Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . Tendenz: fest. Berliner Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . * Im Restaurant. Ein Provinzler, der nie aus seinem Nest herausgekommen war, macht mit seiner jungen Frau die Hochzeitsreise nach Leipzig. Sie kommen ins Hotel. — „Wünschen die Herrschaften Table d'hote oder ä la carte zu speisen?" fragt der Kellner. Um sich nicht zu blamieren, bestellt der Provinzler : „Bon jedem ein wenig!" . 126.20 . 236.70 . 138 UO . 176.00 . 145.00 . 198.50 deutsch sei und was nicht, wird ihm nach wie vor interessant, abe- praktisch nicht gar so wichtig vorkommen. Tas Preisen des Vater, londcs mit Spruch und Sang, mit „itaiionaler Beleuchtung (oft ists eine bengalische) im Geschichtsunterricht, mit Zettungskäurpfen „gegen den düsteren und inneren Feind" mag manchmal schön am Platze sein. Den Kern der völkischen Arbeit berührt es nicht einmal, und doch: wie vielen erscheint es sogar als dieser Kern selber!" | Mrchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag, den 12. Oktober, abends 8 Uhr, im Konfirmanden« saale der JohanneSkirche : Bibelstund c. Piarrer Ausseld. Universitäts-Nachrichten. — Die Universität Breslau hat nun auch statt der lateinischen Matrikel einen deutschen „E t n i ch r c l b e I ch e t n" ern- geiührt. Er lautet: „Im Namen Seiner Majestät des Denlschen Kaisers und Königs von Preußen Wilhelm II. Nachdem Herr . . . aus. . . durch Handschlag feierlich gelobt hat, den atadenuschen Lehrern die schuldige Dichtung zu erweisen, einen seines Ltandes würdigen Lebenswandel zu stihreii, seinen Studien mit Eifer ob- zutiegen, ist er als Studierender der . . .-Fakultät unter unsere akademischen Bürger aufgenommen worden." Zanrilren-Na^rkchten. Geborene: Herrn Karl Gerhardt und Frau in Butzbach ein Sohn. Verlobte: Fräulein Hedwig Trabant mit Herrn Fritz j Methiessel, beide in Büdingen. — Fräulein Else Friedel in Wetzlar | mit Herrn Hugo Pinkel in Sondershausen. — Fräulein Wilhelmine \ Steinbach in Oberbiel nut Herrn Emil Wolff in Hoheiilimburg. G e st o r b e n e: Fräulein Helene Kraft in Grünberg. — Herr Heinr. Gg. Friedrich Keller in Ossenheim. — Herr Konrad Hofmann in Wisselsheim. — Herr Wilhelm Hasselbach in Butzbach. — Herr Friedrich Koch in Alsfeld. — Herr Gustav Tröster in Angenrod. — Herr Elemens Lutzenberger in Tarmstadt. — Frau Johannette Hölter, geb. Renttershan, Frau Ehristme Thelen Witwe, geb. Metze, Fräulein Amalie Fitzki, sämtlich in Wetzlar. — Herr Joh. Georg Henkel m Salzböden. — Frau Sophie Bernhardt Witwe, geb. Becker, in Marburg. W Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Kunft und Wissenschaft. — Varnhagen o. Ense. Am 10. Oktober 1858 starb Berlin Karl August Varnhagen v. Ense, ein vielseitig begabter Schriftsteller, der mit seiner genialen Gattin Rahel lange Zeil einen Mittelpunkt für das geistige'Berlin bildete. Er war ein scharfer, nur zmveilen recht mißmutiger Beobachter, der in seinen Tagebüchern mit schneller Jeder den Ereignissen und der inneren Ent» ivickelung Preußens folgte. Literarisch ivar er frühzeitig den Romantikern nahegetreten und halte schon 1803 mit Ehannsso einen Musenalmanach herausgegeben. Seine Versuche in romantischer Dichtung gingen indes bald zur Biographie und literarischen Kritik über. Als Prosaiker entbehrt er nicht emes lebendigen und wirkungsvollen Stils. Seme Schriften, Die von seiner Nichte Ludmilla Assing noch ergänzt sind durch Briefe namentlich von Alexander d. Humboldt, Metternich, Heine, Bettina v. Arnim, 'Gneisenau, W. o. Humboldt u. a. enthalten eine Fülle von Material zum Verständnis des geistigen Lebeiis jener Zeit. Seiner Gattin setzte Varnhagen selbst em Deiikmal in den Briesen »Rahel, em Buch des Andenkens für ihre Freunde". vermischter. • Ein schweres Grubenunglück hat sich am Samstag Vormittag gegen 9 Uhr auf Zeche „Schürbant" bei Dortmund ereignet. Wie die Verwaltung mitteilt, ist infolge unerwartet eintretenden Gebirgsbruches in einem neuen Flöz eine Strebe znsammengebrochcn. Hierbei gerieten drei Bergleute unter die hereinbrechenden Kohlen-und Gesteinmassen. Börse, 12. Oktober. Anlaugskurse. . . 173.00 I Harpener Bergwerk . . . . 125.501 Laurahütte .... . . 236.80 1 i.umbarden E. B. . . . . 55.70 ,\ordd. Lloyd .... 83.15 92.25 83.15 90.90 90.10 97.70 98.60 92.20 103.25 59 60 das, wenn sie nicht die als ihre Hände braucht, die von Natur ihre vorgestceckten Organe sind, die Persönlichkeiten? Wer dem nachdentl, wirb über vieles in unfern nationalen Bewegungen anders als viele denken. Die Debatte darüber, was eigentliche Tefcewmsuiha fiCursfeericnte des Giessener Anzeigers, initgeteilt von der Bank Ihr und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse, 12. Oktober, 1.15 Uhr. daß auch dieser unter den Kohlenmasien den Erstickungstod gufundcn hat. * Leichenplünderung nach der Hochbahnkatastrophe. Nachträglich wird der „Nat.-Ztg." von empörenden Vorkommnissen im Anschluß an die Hochbahnkatastrophe Mitteilung gemacht Unter den Verunglückten befand sich auch die un Kaufhaus des Westens angestcllte Kontoristin Hertha Mertens, deren Eltern in der Blumenthalstraße wohnen. Die Leiche des jungen Mädchens wurde von der Unfallstelle nach dem Leichenschauhause überführt, wo sie bis zur Freigabe von feiten der Staatsanwaltschaft rußte. Nachdem die behördliche Untersuchung abgeschlossen war, wurde die Tote in die Wohnung der Eltern gebracht, die eine ebenso schmerzliche wie überraschende Entdeckung machten. Als man die Tote für das Grab schmücken wollte, wurde man gewahr, daß sie ihres schönen Kopfhaares beraubt worden war. Ferner wird Blättern gemeldet, daß zahlreiche vom Unfall Betroffne und Angehörige der Toten Wertsachen, die bei dem Vorgänge verschwunden sind, vermissen. Tie Direktion der Hochbahn hat sich zwar bereit erklärt, den Schaden zu ersehen, da es sich aber vielfach um Andenken handelt- Die nicht zu bezahlen sind, so hat die Kriminalpolizei bereits Ermittlungen nach den Gegenständen cingeleitet. * Tic Brieftaube als Photograph. Im neuesten Hefte der „Umschau" berichtet Hofapotheker Tr. Neubronner über seine Versuche, Brieftauben zum Photographieren aus der Vogelperspektive zu verwendest. Er ließ nun einen photographischen Apparat Herstellen, der die Höchstbelastung von 7d Gramm, die eine Taube auf Entfernungen von 100 bis 150 Kilometer tragen kann, nicht überschritt. Seine Erfindung, gegen die sich das kaiserliche Patentamt zunächst wegen ihrer Wunderlichkeit ablehnend verhielt, wurde nach Einsendung der von einer Brieftaube aufgenommenen Bilder in allen Teilen angenommen. Die mit einem solchen Apparat ausgerüstete Taube kann aus Höhen zwischen fünfzig und hunocrt Metern Landschaften aufnehmen und bieiei ,o dem Photographen eine neue und bequemere Möglichkeit der Photographie aus der Höhe, als sie bisher beim Gebrauch von Luftballons, Drachen oder Raketen vorhanden war. Tie wichtigste Aufgabe der photographierenden Brieftaube aber ist iyre strategische Verwendung, die angeblich durch das preußische Kciegsminifterium aufgenommen worden ist. Tie Zahl der so erlangten Bilder kann bis auf 24 und 30 gesteigert werden, und die Auslösung des Momentverschlusses am Apparat, durch den das Photographieren erfolgt, läßt sich gaiau berechnen, so daß auch wirtlich dasjenige Cbjert ausgenommen wird,^ das man zu photographieren beabsichtigt. ('?- Für den Felddienst hat der Erfinoer einen kricgsbrauchbaren Wagen konstruiert, der einen Taubenschlag nebst Dunkelkammer enthält. Besonders für die Aufnahme von belagerten Festungen durch den 2lu- greifer soll die photographierende Brieftaube von Bedeutung sein. * Merkwürdig. Junge Hausfrau: „Merkwürdig! Da habe ich in der Schule gelernt: Wärme dehnt die Körper aus, und dabei wird das Stück Fleisch immer kleiner, je länger es Snrasamp Miitfpr nehmen für die tägliche Körperpflege sorgsame iviuner Neben Kleinen nur MyrrholiN- seife die wegen ihren Reinheit, Milde und eosmetischen Eigenschaft. v.Aerzten f. d. zarteste Haut allenthalb. wärmstens empsohl. wird. GerichtssaaL. Leipzig, 10. Okt. Der Ehrcngerichtshvf für Rechtsanwälte am Reichsgericht hat die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Ehrengerichts der An- tvaltskammer der Provinz Brandenburg, welche dem Anträge des öffentlichen Anklägers, den Rechtsanwalt Tr. Karl Liebknecht aus dem Anwaltsstande auszuschließen, nicht stattgegeben hatte, zurückgewiesen. Liebknecht bleibt also Rechtsanwalt. Die Kosten des Verfahrens hat die Amvaltskammcr der Provinz Brandenburg zu tragen. Dem Schreinergesellen Hch. W. aus 91 i b b a gingen wegen Uebertretung der Feierabenbstunbe und ivegen Ruhestörung Straf- befehle über 1 bezw. 3 Alk. zu. Seinen Einspruch begrünbete er beim Schöffengericht damit: er sei von dem 9iachtwächler in der Wirtschaft grob ungefähren worben; auf ber Straße sei ihm ber Nachtwächter nachgegangen unb habe ihn angeschrien. Nicht er, fonbern ber Nachtwächter habe bic Ruhe gestört. Auf Grund bei Aussagen bes Nachtwächters, ber angab, ber Angettugte Hube ihn auf ber Straße laut beschimpft, kam bas Schöffengericht zur 23er- werümg der Rechtsmittel. Ter Angeklagte fühlte sich beschiveri unb erhob Berufung, inbeni er seine früheren "Angaben wieberhotte. 9lach ben Angaben bes Nachtwächters stanb zwar fest, baß sich ber Angeklagte unangemessen benommen hat unb auch laut war. Tuß aber jenianb in ber Ruhe gestört worben ist ober badurch hätte gestört werben können, konnte nicht als erwiesen angenommen iverden. Dagegen staub fest, baß der Slngeflagtc nach bem Feier- abenbbieten länger als nötig in der Wirtschaft verweilt hat. linier' Verwerfung ber Berufung bezüglich ber Uebertretung ber Feier- adenbstunde würbe ber Berufung in bezug auf bic Ruhestörung stattgegeben unb er in letzterer Hinsicht freigesprochen. Ein Hühnerliebhaber ist ber Taglöhner W. D. von Ober-Eschbach. Das Schöffengericht halte festgestellt, baß er einem Nachbar zwei Hühner uub einen Hahn gestohlen hat, unb baß er auch beobachtet worden ist, ivie er versucht hat, ein Huhn in seinen Hof zu jagen. Er fochl das ihn ivegen Diebstahls zu acht Tagen verurteilende Erkenntnis des Schöffengerichts an unb bat um Freisprechung, ba er sich keiner strafbaren Hanblung bewußt sei. TaS einzige an ber ganzen Sache ist: er habe em halbverhungertes Hühnchen auf seinem Acker Dorgeümben, dieses habe er aus Mitleid mit nach Hause genommen und es gepflegt. Als nach einigen Wochen sich der Eigentümer meldete, habe er es ihm zurückgegeben. Den Vonvurs, gestohlene Hühner geschlachtet zu haben, wies er zurück; bic von ihm geschlachteten Hühner habe er gekauft. Tie Beweisailsnahme gestaltete sich für ihn aber so ungünstig, daß er es vorzog, sich bei der Strafe zu beruhigen, falls die Staatsanwaltschaft auf die Weiterverfolgung ihrer Berufung keinen Wert legt. Ta dieses nicht der Fall mar, wurden bic beiderseitigen Nennungen zurückgenommen, so daß es beim Schöffengerichtsurteil sein Beivenden Hal. Ti Hafer-Kakao wird bei Blutarmut und Bleichsucht als Krättigung-smittel tausendfach ä rztlich empfohlen. Nur echt inblauen Kartons für 1 Mk-, niemals lose.» Nationale Arbeit. Wer bic Gebietserweiterung des „Kunstwarts" nicht verfolgt 1 hat, wird sich vielleicht wunoern, das erste Oktoberheft des neuen Jahrgangs durch eine Betrachtung des Herausgebers Ferdinand Avenarius über die Art und den Wert der nationalen Arbeit ein- gelcitet zu sehen. Tie Zeitschrift (Benag Georg D. W. Eall- wey, München i, die sich im Untertitel eine „Rundschau über Ausdruckskultur auf allen Lebcnsgebieten" nennt, nimmt int genannten Leitaufsatze Stellung in einem anderen Sinne als in dem einer nationalen Partei. Avenarius, verweist auf die Freiheit im öffentlichen Leben Englands, auf die Freiheit der Kräfte zur bestmöglichen Betätigung für das nationale Wohl, und erkennt in dem Triebe, mannten Kräften Raum zu schaffen, vielleicht einen der nützlichsten für den völkischen Vorteil. Er fährt fort: „Daß er auch uns nicht fehlt, beweist gerade Zeppelins Fall. Aber es muß Besonderes, Aufregendes, Großes kommen, um ihn in Gang zu bringen, und dann kommt oft genug wieder das Steckenbleiben: man sieht den Fall nicht als wichtigsten unter hundert wichtigen, man sieht überhaupt nur den einen, man begeistert sich nur am Einzelfall uno treibis bann bei ihm, als galt es im Sport einen Rekord zu schaffen, mit dem man auftrumpfen kann. Tie nationale Aufgabe verlangt aber mehr, als daß wir uns gelegentlich für etwas Erstaunliches erregen, sie verlangt, daß wir immer und immer auf der Wacht sind, um, foweit das nur menschemnöglich ist, überall den rechten Mann am rechten Platze zu sehn und überall drauf zu halten, daß ihm die beste, will sagen feine persönlichste Arbeit erleichtert werde. Es ist noch lange nicht genug bewutzt geworden, und wo es das ist, da ist in uns das Bewiißtfein davon noch lange nicht gegenwärtig genug, nicht ununterbrochen wirksam: daß jede Nicht- oder Falsch- Verwendung persönlicher Tückstiglctt Blut bedeutet, das im Volkskörper stockt. Die Bevorzugung des Adels bei Heer unb Verwaltung ist ein altes Thema, die Bevorzugung des Reichtums durch unsere Zivilisation cm andres. Ich empfinde den Wert des vielgeschmähten preußischen „Junkertums" so herzlich, wie Fontane ihn empfand, und weiß, daß auch der Reichtum von der Kinderstube her noch bessere Güter mitgeben laim, als „bic Rost und Motten fressen" — ivev aber will int Ernste behaupten, baß bei uns Adel und Reichttun nur nach Maßgabe ber persönlichen Tüchtigkeit bevorzugt werden, die ja bei '21 bei und Reichtum ost leichter gedeihen mag ? Wo einer eine Arbeit tut, die ein anderer besser tun könnte, da leidet das Nationalvermögen einen Verlust. Beim „besser tun", gewiß, darf man nicht nur an dte_ Arbeit denken, die sich satzung- und zahlengemäß kontrollieren läßt, auch die „Gesinnung", soviel die Witzblätter spotten über den Begriff, auch die Gesinnung wirkt höchst wesentlich dabei mit. Nur muß auch sie dann eine wirkliche Straft fein, die aus dem Ererbten wie aus bem Erfahrenen in aufrichtiger Auseiiiandersetzung mit dem Gewesenen wie mit dem Seienden bei Freund und Feind erlebt ist — bei wie vielen „Gutgesinnten" aoer zur Rechten wie zur Linken p.üt das'? Was tut denn die Allgemeinheit dazu, vollwertige Menschen, persönliche Männer reifen zu lassen'? Sucht der Staat Persönlichkeiten? Zieht er sie schon als solche den „Bequemeren" vor, die — vom Strebertum red ich nicht erst —- „auf den Luxus der eigenen Meinung verzichten", weil sie ja „teilten Zweck hätte" ? Freut er sich bet seinen Beamten einer sinnvollen unb durchdachten, also zum mindesten zu immer neuer llebcrprüfung der Tinge wertvollen Opposition? Schicken die Parteien vor allem einmal Eharaktere und Sachverständige in die Parlamente, auch wenn sie nicht bei jedem Parteiprogramm- Paragraphen taktfest sein sollten'? Es ist ein Jammer, daß wir über diese Dinge immer nur reden, als watens Parteisachen, wahrend die große Frage doch die ist, ob die Straft der Station reichest- möglich zur Entfaltung und Entwicklung kömmt. Wie soll sie Ungar Goldreute . . Italien. Beute . . . Portugiesen Serie I . Portugiesen „ 111 Drei solcher Striche # mit der Bürste über Ihren Schub, und er erstrahlt in einem herrlichen Lackglanz - - aber nur, wenn Sie Schuhcreme Erdal dazu verwendet haben. Erdal hält auch gleichzeitig das Leder geschmeidig und wasserdicht, aber Sie müssen ausdrücklich Erdal verlangen, wenn Sie Wert auf alle diese Vorzüge legen. General-Vertreter: Fritz Julimann, Bahnhofstraße 59. Bei ber wechselnden Witterung treten bei Säuglingen häufig Verdauungsstörungen auf, welche am sichersten dadurä) verhütet und beseittgt werden, daß man an Stelle der bisher gereichten Aftlcb eine einwandsfrete, leicht verdauliche "Nahrung verabreicht. Eine solche ist das seit 40 Fahren altbewährte Nestle'sche Ktndermehl, welches schon in Tausenden von Fällen Rettung gebracht hat. wirtschaftliche Bedenken cntgegenständen, hat sich ebenfalls als unzutreffend erwiesen, wie von berufener Seite dargelegt worden ist. Tie Mengse des dem -Ouellengebiet entströmenden Wassers wird täglich cuf 30 000 Kubikmeter geschätzt. Ein Pumpverj.ich, der in den nächsten Tagen vorgenommen werden soll, wird dies bestätigen, u.ib als sicher und gewiß kann gesagt werden, daß in Inheiden eine solche Menge guten Trinkwassers, dem Felsen entsprungen, zutage gefördert zu werden vermag, daß nicht allein die. ganze Wetterau ausreichend damit versorgt, sondern auch noch eine ganz erhebliche Menge (bis 20 000 Kubikmeter täglich » ber Stadt Frankfurt a. M. zugeführt werden kann. Um dies zu bewerkstelligen, ist beabsichtigt, die er bohrt en Quellen, die nahezu 130 Meter über dem Meeresspiegel liegen, aus einen 8 Kilometer entfernten Höhenpuwc bei Geiß-Nidda zu pumpen. Von dort soll eine Leitung das Wasser über Vilbel nach Frankfurt a. M. bringen, wahrend mehrere Zweigleitungen zahlreiche Orte der Kreise Gießen, Bü- dinaen und Friedberg mit Wasser versehen zollen, öl Gemeinden mit 45 000 Bewohnern, sowie Bad-Sakzhausen werdet, so ist bis jetzt das Projekt, mit diesem reinen, gesunden, überaus wohlschmeckenden und billigen Naß — es kostet den Gemeinden der ftubumcter ±0 Pfennige — versehen. Tiefe Gemeinden gliedern sich in acht Grupüen, die in der Linie Inheiden-Butzbach, Inheiden- Ulfa, ‘ um Reichelsheim und in der Linie Oberwöllstadt- Ilbenstadt-Büdesheim liegen. Die nähere Zusammen- setzung der einzelnen Gruppen steht noch nicht fest. Tem E>roßh. Ministerium liegt zurzeit das Inheidener Projekt vor, in nächster Feit wird wohl bc)ich Genehmigung erfolgen. Hoffnungsvoll sieht Oberhessen der Ausführung dieses Kulturwerkes entgege. t, das der Bevölkerung Ge- sutrdheit und Wohlfahrt fördert und sofort gewinnbringend ist. F- C. Kyr. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 9. Oktober. Der schoßwütige Hund. Gegen den Arzt Dr. B. aus Salzschlirf erging ein Strafbefehl in Höhe von 3 Atark, weil sein Jagdhttnb auf frembenr Jagdgebiet umherlatlienb betroffen rourbe. Dr. B. erhob Widerspruch mit der Begründung, der Hund habe sich, da er schußwütig sei, als er Schüsse fallen hörte, von der Leine losgerissen und sei nach der Richtung der Schüsse gelaufen. Tas Schöffengericht hielt die zur Bestrafung wegen eines Polizei- deftktes genügende Fahrlässigkeit für vorliegend, da der 2ltzgeklagte nicht die nötigen Vorkehrungen getroffen habe, um das Tier von iieinbcm Jagdgebiet abzuhalten und mies den Einspruch zurück. Ter Angeklagte erhob Berustmg und machte geltend, der von der Staatsanwaltschaft angezogene Artikel des Jagdstrasgesetzes will nur den bestraU wissen, der seinen Hund frei tunherlatiien läßt, er habe aber seinen Hund nicht frei umherlaufen lassen, dieser habe sich vielmehr losgerissen und sei gegen jeiiien Willen auf das iremde Jagdgebiet gelangt. Die Strastammer hielt aber ebe^'alls ein fahrlässiges Verschiilden für vorliegend, umsomehr, als dap der Angeklagte ivußte, daß sein Huiid aus Schießen reagiert; er hätte die nötigen Vorkehrungen treffen müssen, um das Entweichen des Hundes zu verhindern. Im JMeresse des Jagdschutzes mußte somit Bestrafung eintreten und das Urteil bestätigt iverden. Ein teilweiser Erfolg. Temperatilr der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit - .o s Wind stärke Wetter 17,6 9,2 61 SE Sonnenschein J0,3 8,5 92 NNW 2 Klarer Hiimnel 8,6 8,1 98 N 2 9lcbel PfeHd reieck Seifen '«.1858 Aesrannimachung Nur 6 Tage Nur 6 Tage «rau in mü Herrn die Auswahl in Winterschuhen friedigt werden kann. Bereits Kein Kaufzwang Zum Aussuchen ausserordentlich gross hr, int Konfirmanden. achtuugeu 6016 Well« 591 727 896 867 836 253 713 862 [400] 83 916 16053 101 [400] 506 53 761 661 13 19 924 60 19327 655 67 881 818 33 999 11001 110 901 60 12061 88 381 61 96 207 891 95 854 013 [3000] 20 873 18265 63 313 100 7 6 501 633 35 124 339 53 471 AnlaugBkurse. 274 766 953 71 72172 576 925 7 3027 126 735 261 118 832 989 8 2 728 809 52 989 8 3 207 83 362 49: 706 011 125 823 853 wenn 9O0Ü! 502 883 908 109118 111681 946 114184 282 33 [50000] 767 974 2 59170 274 341 468 [400] 515 691 342 768 054 281 134 52 207 849 71 79 95 958 111077 19 856 698 113035 106 945 112145 59 681 933 54 734 928 37 49 114034 169 812 417 2 70173 258 321 456 586 686 700 969 271234 858 68 697 790 888 909 51 115107 2 7 235 504 809 900 5 951 896 852 617 610 824 273041 83 361 713 22 886 93 987 274309 422 33 492 323 911 605 231 187 876 941 123042 125011 200 968 905 876 447 408 876 220 569 641 914 825 462 900 817 824 898 774 464 755 643 748 743 342 621 814 401 993 86 657 710 [400] 895 1 56028 66 882 862 200 993 684 786 690 449 763 930 662 91 440 54 438 440 555 528 610 458 601 766 516 541 741 632 477 523 [3000] 463 561 53 22015 153 24103 19 245 332 78 94 807 504 21 857 892 611 237 635 881 330 661 389 825 935 465 67 252382 816 907 32 410 545 600 nrc. 9,9 ' C. 101 13 44 520 720 50 96107 98042 941 62 281161 211 [400] 411 560 601 713 283098 70030 272 97 377 527 51 640 786 960 844 96 832 76 80153 220006 474 679 [400] 273 379 [400] [400] 641 614 97 872 81 446 47 [5000] 63 31 500 18 73 910 260127 les. Liben-Iudastrie ■ Haudelsgto. • • idter BM . • • 77 718 75 415 161198 103 42 470 528 Cl berühr» $on Lonnenlcheii Klarer hiiM Nebel 702 200152 826 915 229107 853 74199 219 444 567 881 7 5077 184 228 76035 93 452 818 975 7 7094 853 66 497 676 [500] 78110 436 925 790S6 400 532 614 90 922 25 81 239 415 707 36 41 91 81119 379 403 600 54 74 462 602 7 907 218126 909 120258 87 500 88 667 87 846 97 1 2 1 041 719 849 52 987 66 122134 33 95 245 527 684 406 846 1 0 5031 56 883 1 0 6023 108198 330 456 90 803 906 35 979 159165 160240 tiericnte der Bank für Hude NB. Kommenden Montag bleibt unser Geschäft geschlossen. »'Ao 582 661 29 48 69 160470 162001 802 73 1 69100 10 7 7 239 48 327 582 616 733 65 170197 [4001 347 60 467 827 171210 74 410 39 13 13221 433 85 531 96 610 15133 215 57 327 93 507 614 413 589 617 27 17123 86 229 110023 120 212 74 870 [400] 468 533 18 83 933 1 64037 175 375 650 1 6 6088 110 82 91 [4001 167018 50 8000 150 [400] 523 689 54 [1000] 703 81 856 2 6 1 415 586 613 48 262233 546 [400] 75 80 645 799 2 6 3184 01 26 4697 704 34 920 77 2 6 5037 166 276 266018 153 75 88 420 28 630 3t 38 64 92 530 81 700 273 330 91 155 73 216 [400] 333 403 28 46 657 796 868 610 918 56 75 28O090 302 610 430 52 540 680 277067 151 56 278297 540 72 811 279090 550 54 703 15 8 4378 27 2067 235 544 99 774 29 804 17113 45 287 61 Frei von Schärfe, garant. rein und bei höchster Reinigungskraft nicht teuerer wie jede andere gute Seife. 112 564 910 2 31133 209 303 61 278 95 544 676 697 718 46 884 50 60 392 [400] Keine Gratisbeigabe, dafür volles Gewicht u. beste Quali- Ueberall erhältlich. Fabrikant: August Jacobi, Darmstadt. -Asiat Bank - o-KowuiauüiL ■ ü Bank . - • ktieu • •. • ' re- und Ohio- tabu - ' ' dtabu . • • • :ü. yseuuahu • tslaatsoauu . - Heun-BisenDabu 75 1 28137 226 38 463 686 734 50 66 814 91 242 309 99 449 541 [1000] 141 [400] 391 459 876 131019 21 28 [400] 349 69 923 132082 296 868 415 735 819 43 900 85 1 34161 227 333 453 542 74 151 220 72 [400] 306 408 591 93 [500] 97 22 5119 202 27 [400] 33 322 544 763 227120 277 335 460 734 72 einzig dastehen und auf, um dem ver- 933 [590] 8035 100 10159 362 639 104 733 78 808 30 993 14487 624 773 127564 716 129000 79 130095 67 [4001 183 13 3022 615 EH 912 45 2 1 2614 749 883 91 2 1 3184 203 [3000J 58 836 906 [400] 214226 [400] 370 498 504, 63.688 799 935 50 80 2 1 5318 4 2 98 595 712 963 83 2 1 60 [400] 474 697 901 2 1 7439 745 845 987 88 2 1 8305 725 [400] 27 61 857 73 982 2 1 9050 332 93 528 645 714 70 937 2 7 5008 331 596 629 2 7 6014 480 92 731 96.3 85155 504 35 33 86051 166 225 29 44 67 369 531 52 630 44 985 8 7027 179 203 15 405 48 544 795 822 88030 567 603 28 [400] 954 89234 44 55 99 737 993 90106 15 *6 247 316 615 25 98 905 91152 241 566 616 764 863 [500] 920 31 9 2 316 [500] 418 506 9 3280 [500] 519 48 861 907 50 9 4014 122 30 575 642 797 803 9 5210 49 410 591 756 76 880 911 9 6 033 98 151 531 618 722 93 803 9 7087 108 74 98 903 9 8070 178 340 522 48 672 907 99 032 623 Große Ueberraschuugeu in Preisen und Auswahl ! ! ! Feinste Aachener Damentuchreste für Besatz und Blousen 130 cm breit, der Meter, nur 2,40 Mark. Damentuch für vollständige Roben spottbillig. Jeder wird zum Besehen der Waren freundlichst etngeladen. Wer diese Gelegenheit versäumt ist sich selbst zum Schaden. Nur elegante Neuheiten. Ein großer Posten praktischer Reste weit unter Preis. Der Verkäufer: W. isroese. 189133 209 190189 903 1 9 2068 193085 1941M 95 306 977 548 699 1 6 1 309 Springmanns Äwentas Giessen, Bahnhofstrasse 58. ■ pWein Alhelmin! I in Hohenlimburg 'n Amberg.-^ IO4??1* Mn Butzbach. _ yer. * ÄgeS jfcau Johannelie ■le,x ^"we, geb. Med. , pecr 3oh. Georg irn t.L di . • 59 95071 179 372 403 619 92 739 87 716 897 948 9 7127 51 203 323 [400] 460 535 816 64 99114 228 [500] 29 98 811 171 280354 453 553 744 64 2 8 1 026 449 508 085 282133 M 208 8° 6°5 801 28 3049 2u9 341 488 547 831 993 [400] 284005 26 28 817 «9 580 715 812 2 8 5160 635 768 834 958 2 8 6032 52 65 340 55 998 2 8 7 265 522 660 771 £500] 75 913 64 74 98 42 234 85 506 828 79-2 92« 86 183110 185306 62 95 421 2. Ziehung 4 Kl. 219. Kgl. Pretiss. Lotterie. Ziehung vom 10. Oktober 1908. nachmittags. Nur die Gewinne über 192 Mark sind den betretenden Nummern in Klammern belgelüg-t. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 397 794 1093 124 211 30 330 506 72 75 79 601 2171 2 6 7507 26 727 67 [1000] 91 268132 [5000] 917 269097 122 49 507 18 744 929 61 972 1 7 9 237 589 702 180161 590 829 1 8 1 038 [400] 949 182290 311 40 92 500 26 34 674 942 153179 210 [400] 22 82 36 154004 694 155341 429 Iß 523 61 657 91 15 7008 37 15 8039 475 975 1 59156 82 498 659 770 844 50 87 922 49 5 9016 7 3 93 603 730 809 6O320 29 62 407 22 [400] 61165 268 78 811 455 747 [1000] 958 6 2023 381 760 869 961 63012 142 [400] 88 567 70 908 640CD 96 110 232 321 38 99 445 711 72 831 932 65013 83 353 827 [500] 930 50 6 6010 17 742 867 2 8 3048 110 Ässe-di 2.ng«.’wnn 16037 38 112 OG 731 59 865 479 854 1 44047 53 266 727 894 938 1 4 5290 308 146111 431 678 1400] 96 852 977 1 4 7 280 447 82 602 67 732 945 148011 25 118 209 867 91 432 59 856 [400] 909 1 96108 36 638 757 898 957 188 498 935 1 9 8019 149 852 57 435 1 9 9045 420 M 91 527* [400] 90 626 927 [500] 269223 518 27OOO0 ^637^ 40 769 271111 426 773 905 [400] 90 [3000] 272026 [400] 210 [400] 890 405 673 273035 883 [400] 628 831 57 2 7 4001 197 -00 535 77 835 68 980 275096 116 276012 65 121 212 82 74 654 703 89 [400] 861 926 75 2 7 7255 o09 645 74 2 7 8344 694 898 2 7 9099 126 42 244 303 [500] Gießen WMNt M Wll Bietzen Im großen Saale des Herrn Äelz, Restaurant zum Pfau, Neustadt 55. 221 28 46 [400] 329 1400] 92 1 20151 21607 787 163053 129 ... — ----- 88 [1000] 165128 1400] 82 J. 4 V1 a I 1-4UUJ ui • vv • T ---- . 752 72 172204 436 563 870 [400] 955 1 7 3080 71 620 863 929 52 174240 343 879 175145 551 99 372 957 1 7 6393 1 77221 609 896 1 7 8290 590 607 937 179015 28 222 479 528 774 94 046 13000] 72 180248 421 509 [400] 658 717 874 99 181079 148 71 544 689 57 182006 277 [400] 633 71 98 833 [4001 66 183054 290 98 478 732 926 |1000] 184106 73 3Sj 404 678 96 98 750 185152 497 740 975 186015 61 77 89 23-1 47 332 90 503 813 187013 260 58« 51 837 51 188015 312 16 36 1400] 64 418 544 605 784 919 80 13 17 93 373 95 445 519 710 98 962 790 861 62 1 9 1 082 122 594 640 [400] 753 256 380 419 63 583 93 732 [400] 934 [500] 146 52 94 334 520 37 1400] 626 67 873 43 71 470 627 [400] 905 195149 272 366 536 777 79 815 919 140000 34 877 572 508 78 781 835 93 1 41179 254 8fl5 950 68 1 42082 99 197 450 96 533 815 76 143242 2 6 0 238 39 67 355 97 512 34 623 MW« 261078 HO 4 1 266 304 96 SOI 635 749 800 38 63 262007 65 2 6 3130 242 540 658 781 840 ^ 264010 249 457 700 899 265019 97 214 500,80_6 ^ 266107 34 5 4 674 80 116069 812 400 84 567 85 786 117124 56 798 118148 [1000] 292 705 55 93 920 119003 9 239 e»ier Nichte t??'^ 240233 [400] 388 557 906 27 2 4 1 211 [500] 478 242'. 324 911 2 4 3016 19G 211 308 635 890 2 4 4070 92 729 45 806 80 944 73 245086 98 262 314 405 515 841 [400] 905 80 41 2 4 6014 195 [5000] 220 505 16 745 979 24 7048 34 G 721 933 2 4 8090 110 [400] 319 32 601 38 2. Ziehung 4. KL 219. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 10. Oktober 1908, vormittags. Nur die Gewinne Über 192 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammem beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 14 118 318 400 28 66 92 546 68 1052 423 83 519 663 874 2323 651 864 65 910 3034 298 403 50 (10 000] 662 707 99 831 4120 62 207 95 369 448 [400] 581 910 70 5026 103 87 224 79 636 870 916 59 6132 59 67 86 406 15 33 67 105016 136 388 470 745 814 109139 110021 376 494 544 237 304 447 846 2402^20 920 241101 34 55 64 210 490 20 79 620 [400] 37 729 898 961 2 4 2019 282 85 . 62 700 819 2 4 3328 51 79 633 94 818 2 4 4003 52 t 664 84 925 2 4 5003 21 336 680 745 98 833 908 246'.4 733 64 83 2 4 7076 140 281 331 49 423 824 2 4 8039 90 598 847 2 4 9252 306 405 511 680 2 5 0297 478 739 824 28 57 85 93 2 5 1 208 377 --- 436 51 619 741 82 89 996 2 5 3031 254019 366 86 579 92 630 778 98 255 HO 20 744 962 256019 23 152 227 325 [400] 355 78 493 564 663 96 [400] 800 75 935 640 797 844 259485 86 [500] 2230’2 280 94 661 736 2 2 6473 684 96 228072 276 [400] 78 230039 ------------- 56 85 906 232011 147 247 455 [400] 57 558 93 96 915 19 233044 135 278 345 830 50 89 2 3 4129 312 467 764 67 94 8-17 83 938 8« 23 5175 64t [400] 905 2 3 6016 46 177 284 382 441 [500] 596 655 795 2 3 7008 30 118 28 482 94 500 23 [500 ] 83 9 1 635 86 [400] 238157 [400] 202 92 370 438 507 664 733 41 1 459 577 [400] 629 702 201058 172 73 89 226'54 405 63« 841 2O2090 [400] 259 325 513 [500] ra 7RR 203314 510 91 [500] 926 48 2 0 4375 4o3 84 0O8 205008 37 573 699 723 861 2O60S0 99 414 65 HOO] 75 548 97 812 53 75 93 935 95 207154 342 479 [ 3000] 6.0 924 35 2 0 8071 113 216 373 [1000] 456 541 693 98 2O9H6 36 71 424 9« 760 [500] 63 21O066 516 29 211002 60 12« 335 404 34 91 [500 ] 874 911 76 23746 826 ----- 75 966 25029 159 251 342 817 [400] 937 23127 [40 000] 86 [500] 899 6 7077 561 85 928 [500] 68163 277 698 863 6 9007 35 407 46 [500] 619 49 890 635 97 753 873 71017 26 88 118 44 46 [500] '118 40 91 314 18 49 1 07399 brachte den Beweis, daß unsere Schuh-Angebote nicht übertroffen werden konnten. Wir bieten alles ehrten Publikum selbst erstklassige Fabrikate zu billigsten Preisen offerieren zu können. Haben Sie Bedarf in Schuhwaren, so besuchen Sie unser Geschäft und Sie werden finden, daß der verwöhnteste Geschmack be- Bou Montag 12. OLt. bis eiuschl. Samstag 17. OLt. Große Masserwerkäuse in Herren- und Damen-Kleider Ltoff^n passend für Jackenkleider, Kostümröcke, Herren- und Knabcn-Anzug- fioffe, Damenmäntelstoffe mit angewebtem Futter, Hauskleider- stosse k. sollen zu fabelhaft billigen Preisen verkauft werden. 231 491 626 868 1 24119 288 393 1500 ] 567 742 94 367 439 528 858 126264 70 89 347 863 960 93 43 68 391 815 2 8 4032 160 256 332 408 14 528 56 98 826 92 2 8 5082 271 361 501 54 650 974 83 2 8 6147 95 566 76 727 66 851 952 2 87145 81 231 334 508 680 721 30 62 854 953 Berichtigung! To Liste vom 9. Oktober, nachmittags, lies 166033 statt 165933 und 234845 statt 284945. Die Ziehung der 5. Klasse 219. KMnig], Preuss. Klassen-Lotterie findet statt vom 7. November bli L. Dezember 1908. 858 1 3 5077 ... — . «SO 750 1 36158 73 316 484 90 1 37817 511 138101 402 [400] 748 845 947 1 3 9087 143 278 308 81 221^0°”9 22097 W84902 6U °97 W ^72 *809 20 65 97 910 34 2 2 2071 143 370 511 22 653 2 23123 57 373 420 35 58 883 2 2 4400 23 38 56 613 721 S-677 2 2*143 395 633 814 2 26189 224 326 490 [1000] 639 [400] 227217 321 464 636 [500] 64 761 978 87 228116 69 594 710 820 2 2 9016 162 M OT M5'* 23 0046 50 300 633 751 865 23 1 018 21 160 96 3.9 585 642 93 780 877 968 2 3 2173 86 447 571 736 815 59 2 3 3078 187 225 679 803 79 2 3 4024 ^2 3 3 809 904 11 [1000] 2 3 5 160 290 875 957 [400] 236008 87 192 231 336 762 962 2 3 7 032 146 208 [1000] 440 -07 IG 738 2 3 8105 78 260 431 693 787 [1000] 888 904 93 2 3 9-95 52 506 9 656 „ 120057 180 318 59 470 1 2 1 278 329 571 707 1 22119 [400| 228 86 97 446 778 88 804 30 932 [400] 123025 148 50 212 95 489 768 87 926 62 1 2 4086 127 78 391 581 125032 126090 109 216 81 043 720 82 859 949 127043 97 154 416 613 70 808 67 99 984 99 1 2 8294 878 706 [600] 11 129276 429 604 768 1400j 805 937 41 74 130064 400 9 586 [400] 131118 29 234 393 776 929 1 3 2034 120 208 17 60 78 432 610 941 13 3013 152 54 69 227 46 323 47 480 520 41 134192 279 338 85 502 46 1 3 5012 [1000] 258 455 [8000] 614 43 709 817 955 136160 90 210 76 85 611 70 852 1 37006 13 165 250 519 88 606 81 761 13 8094 256 635 723 45 74 960 1 39055 209 44 70 393 545 66 732 41 71 140339 76 88 605 960 1 4 1058 103 378 76 97 142110 [500] 274 312 871 97 900 [5001 143114 31 67 241 [400] 65 359 516 842 82 1 44185 212 91 331 69 75 454 505 811 97 995 1 4 5076 450 825 79 83 91 14 6202 17 45 883 600 784 919 83 1 47112 74 15001 76 287 54 478 722 56 95 810 87 958 1 48217 474 546 49 746 149181 41 77 461 590 92 887 903 mit patent. Apparaten eigener Konstruktion, die sich Weltruf erworben haben, unter ständiger chenn^ Kontrolle aus den reinsten Pflanzenfetten^^ hergestellt, sind von Härte und. deshalb äusserst sparsam im Vor- brauch. 81 536 bi 611 746 921 62 7003 151 384 413 537 663 70 895 70 262 151 526 756 88 811 9197 313 57 96 99 251 436 [400] 699 840 905 8 60111 40 82 93 219 351 413 45 [400] 79 504 61 819 45 904 30 61384 559 77 6 2018 [500] 19 97 214 340 57 739 960 [10001 63669 91 [400] 712 976 64217 730 58 96 Sie 65146 362 436 591 41 60 [400] 73 602 897 6 6 039 164 [400] 89 95 223 313 531 772 88 979 67250 406 10 653 732 6 8 064 167 609 705 46 7.3 811 69074 162 212 37 476 527 741 70010 622 27 893 71218 67 312 69 566 74 79 676 781 969 7 2171 311 75 92 838 972 99 73102 11 382 607 24 727 SS3 74006 88 191 243 311 428 595 915 75029 111 32 36 311 402 66 734 76009 65 173 228 [500] 311 21 44 [ 5001 MO 38 [500] 699 944 7 7022 [400] 863 78017 69 409 644 705 SM 79279 370 419 59 527 621 65 82 97 80556 775 935 8 1 033 251 61 431 [500] 701 820 75 82148 83 247 7 7 455 537 70 685 883 955 8 3 490 781 882 84007 85 131 219 21 [400] 383 477 511 697 838 8 5 051 200 319 73 648 64 754 83 [10001 941 [5001 86020 117 [500] 26 88 3-17 922 26 [500] 30 8 7402 524 784 88010 56 13o 247 424 585 673 703 837 56 904 89094 327 45 [400] 170 401 C‘. u'7 832 91141 359 808 40 86 92026 75 95 627 743 93073 231 63 77 308 65 818 24 77 84 94065 [1000] 279 301 42 840 50 112411 85 509 113007 687 785 ----- 431 90 [5000] 609 [400] 706 52 901 115041 169 229 [400] 412 706 990 116071 256 446 634 38 117068 207 14 83 86 316 99 [400] 483 93 [500] 585 859 118024 354 [400] 49« 540 697 750 119044 48 70 118 48 847 441 >bcr, M5 Uhr. Luüuieyer. . ■ IW ichuckert. . • nb?- er Bergwerk . . >■’ rebeu Bergwerk . „Amenk. PakelL M i Bergwerk. . • 100129 207 345 581 84 [400l 920 45 49 1O1101 326 88 416 525 59 680 84 882 900 1 0 2407 539 39 1O3075 [ 3000] 119 394 490 625 00 752 883 1 04153 " |40O| 226 359 593 652 850 918 1O6001 48 107114 226 595 866 1 08068 208 50 518 356 903 [400] 192 312 41 51 669 838 950 482 91 686 710 16 45 68 921 6G 107 356 620.38 991 22 1 030 68 [400] 71 995 [500] 222039 258 401 599 627 712 08 374 481 505 44 671 [400] 979 224272 551 - ' — 62 808 813 249083 119 589 640 52 936 2 50178 202 567 698 769 822 [500] 51 930 25 1038 19 47 725 86 802 58 955 89 2 5 2033 84 166 526 704 927 2 5 3095 233 392 435 570 [1000] 655 797 254065 101 459 81 708 904 6 49 2 5 5239 346 401 68 885 [1000] 2 5 6151 207 309 404 [400] 591 822 92 938 [1000] 91 2 5 7084 409 54 590 726 72 77 82 2 5 8297 438 58 515 ■13 68 800 935 1 9107 95 257 63 88 441 48 794 20022 61 66 123 39 229 45 614 53 804 21032 90 390 634 809 2 2 007 301 539 66 600 86 71G [400] [400] 863 900 23165 335 603 760 849 910 24234 371 2 5 234 452 65 547 774.857 961 86 2 6137 45 68 71 ':,J01 655 770 9 4 820 912 96 2 7074 259 307 75 425 6 73 703 9 85 888 28040 136 50 366 514 624 45 729 31 84 100331 - 419 591 633 46 82 717 45 1 0 1 022 218 629 744 892 (4001 1O2046 245 09 442 511 22 854 951 103061 318 80 83 457 529 637 801 39 104179 200 197051 — .... 72 101 228 60 449 736 811 13 85 o._„„ 20 0518 44 661 977 201079 506 613 991 20 2287 91 301 8 427 722 888 937 7 4 2 0 3 198 [1000] 462 551 7..- 73 950 204000 39 221 22 349 409 49 624 712 81 856 205213 20 [400] 304 599 613 787 206035 279 316 521 986 207135 253 424 44 [iOO] 739 2 0 8 433 [400] 611 89 963 209601 116 65 232 399 856 73 900 210UG4 74 278 493 550 913 [400] 211157 895 [jOO] 988 2 1 2009 [500] 16 1 16 236 261 62 777 213279 333 564 804 214017 81 140 49 278 351 74 4.,8 .>1U 842 91 215111 519 SO 35 679 820 932 -11 80 91 216255 323 93 217110 824 55 604 742 4. 92 869 99 289 350 618 48 994 95 2 1 9 080 322 511 633 2 5 7129 36 2 5 8062 78 178 [500] 44! 149095 114 369 574 629 42 954 78 15O074 89 09 151 297 494 552 76 688 151048 404 605 712 34 51 831 152152 98 321 73 944 1 53192 200 410 691 926 1 54013 194 155048 460 784 045 15000] 156040 48 157221 527 00 657 824 52 1 5 8044 305 7t 420 857 67 [ 500 ] 27000 103 7 9 289 349 490 701 46 801 2875« 865 29075 179 213 314 534 709 55 76 867 961 3 0066 553 73 626 718 38 96 3 1 004 [500] 125 433 531 73 748 860 [3000] 3 2063 833 522 [1000] 778 [100] 33037 [400] 71 117 52 233 72 501 49 651 706 879 34038 91 445 632 744 944 35030 169 221 77 [1000 ] 590 621 69 941 3 6007 94 242 381 85 452 525 763 951 37136 792 897 951 3 8 242 91 709 13 801 903 42 3 9 235 495 582 [400] 40139 292 434 784 864 41194 258 75 333 472 562 [400] 42150 254 [500] 60 73 434 43176 208 90 -181 642 44232 59 359 432 554 4 5167 884 424 534 646 913 4 600-1 265 97 402 524 716 56 77 820 68 71 991 93 47067 165 [ 400] «20 54.3 95 904 4 805i 210 585 843 986 49051 145 673 852 50208 73 [ 400] 342 81 487 534 [400] ß79 956 73 [500] 51126 264 [400] 377 723 26 93 936 52003 191 278 91 394 478 1500] 520 53043 167 [400] 212 497 581 [400] 725 54032 150 504 991 5 5243 325 454 83 860 926 67 5 6304 20 627 46 57039 824 51 98 58020 36 150 325 [500] 72 96 713 57 99 980 341 59 490 578 632 74 t 435 633 87 [400] 917 162262 34» 03 DBS IOUUUI >VJ al.' -. Xe-. 648 54 873 164038 262 387 9« 429 521 |400 | 724 165071 93 404 629 48 931 [500] 16 6062 298 33 - 544 88 167048 330 53 G56 777 96 800 952 168398 oll 4- 61 905 [5000] 169234 64 341 632 715 827 911 170171 340 77 496 555 690 171122 61 .48 94 95 172057 210 74 359 940 173120 236 395 420 Sa 666 774 865 1 7 4061 247 72 519 630 977 84 17uM8 413 524 674 176063 230 369 463 622 65 768 177010 78 283 425 535 780 85 1 78189 220 30204 30.3 27 63 507 035 701 74 [400] 803 964 3 1 003 [100] 71 [400] 217 328 82 95 854 973 3 2110 96 493 506 33176 81 390 453 [400] 55 762 3 4322 428 594 98 662 715 86 953 3 5 217 529 60 759 3 6050 7 7 81 134 231 304 [500] 4’0 639 64 735 42 815 37210 97 516 96 38169 [1000] 93 3-33 779 39232 303 74 543 914 4O007 267 338 57 495 41165 241 [500] 368 98 470 [100CI 583 603 814 42155 227 520 724 903 43187 373 431 [ 100] 75 86 742 97 991 44 258 394 534 75 603 792 45125 81 333 628 839 978 46201 13 466 660 819 921 39 92 47015 48 224 5’4 48077 197 440 641 990 49009 86 154 222 413 68 505 82 97 672 883 976 50131 610 732 48 895 902 5 1519 660 £>2011 78 87 95 237 380 528 655 708 941 5 3 000 3 75 246 73 SGI 409 66 833 -11 948 [500] 5 4062 146 606 25 36 833 981 5 5 079 214 2« 98 602 5 6 421 504 77 615 5 7139 469 634 773 902 46 58234 [1000] 468 690 97 [500] 974 5 9078 [400] 86 89 48 319 871 184037 68 321 553 709 --- 35 521 71 664 84 925 [400] M 186027 101 65 86 53 [10001 82 380 598 694 ^ 989 1 87149 452 70 85 9. 89 1 88107 454 523 |400l 74 692 97 767 75 175 000] 738 43 901 21 36 50 190052 [4001 234 320 30 |40ü] 36 657 59 977 1V1046 419 97 756 908 99 1 9 2010 167 94 916 77 19305- 475 1 94249 320 500 [500] 34 668 947 1 9 50j6 -85 317 [500] 473 611 196042 170 207 506 7 81 696 864 978 197025 89 [400] 220 46 [5000] 300 467 97.>01 61 > 7j 198223 373 470 736 47 906 [400] 16 93 [400] 199-50 217 648 777 933 74 77 81 3098 255 68 431 56 790 862 962 70 4191 651 818 35 68 996 5110 280 82 443 75 596 743 082 6243 640 842 926 700« 65 1 21 280 405 [400] 853 63 8188 452 572 91 903 48 75 92G8 348 69 490 539 835 957 10008 212 416 79 576 725 11110 244 [400] 369 713 12254 352 501 819 [400] 21 922 43 13053 119 41 61 373 622 735 863 14123 31 51 292 311 43 77 [400] 492 726 15253 475 591 [400] 348 406 552 932 18006 ML Giessener Konzertverein. 118. Vereinsjahr. — 1908/1909. 1. Konzert: 1. November 1908. Robert Kothe, Lieder zur Laute. 2. Konzert: 15. November 1908. 1. OrcheBterabend. Solist: Henri Martean, (Violine) Bach, Beethoven, Mozart, Brahms. 3. Konzert: 6. Dezember 1908. Kammermusik-Matinee: Böhmisches Streich-Quartett Beethoven, Brahms, Dvorak. 4. Konzert: 10. Januar 1909. Vokalquartett: Eva Lessmann, Agnes Leydhecker, Richard Fischer, Hess van der Wyk. 5. Konzert: 24. Januar 1909. Kammermusikabend: Trio: Hegar, Rebner, Trautmann. Gesang. 6. Konzert: 14. Februar 1909. 2. Orchesterabend: Erika Wedekind (Gesang). 7. Konzert: 16. Februar 1909. 1. Chorkonzert: L. van Beethoven: Missa solemnis. 8. Konzert: 18. Februar 1909. 2. Chorkonzert: Robert Schumann: Manfred. Solist: Voraussicht- Den geehrten Damen zur gefl. Nachricht, daß das Pntz Geschäft des verstorbenen Fräulein E. Euler weitergeführt wird. 6058 Kau Lhr. PH. Euler Wwe. lieh Ernst v. Possart. Das VI., VII. u. VIII Konzert zur Feier des 90jü,hrlgen Stiftungsfestes des Akademischen Gesangvereins Giessen, gegr. 19.Februar 1819. 9. Konzert: Im Mai 1909: Kammermusik und Gesang. 10. Konzert: Im Mai 1909: Kammermusik und Gesang. Abonnements-Einladung. Unsem geehrten Abonnenten bleiben die Plätze des Vorjahres in gleicher Anzahl und Abonnementsform reserviert, sofern nicht bis zum 21. Oktober 1908, Abänderungen beantragt werden. Gewünschte Aenderungen beliebe man vom 15. Oktober ab bei Herrn Ernst Challier geltend zu machen. Allen Wünschen wird, soweit irgend möglich, entsprochen werden. Ebenso beliebe man sich bei Neumcldungen vom 15. Oktober ab an Herrn Ernst Challier zu wenden, wo die Pläne offen liegen, sowie mündliche und schriftliche Auskünfte erteilt werden. Bedingungen und Preise: Abonnements werden nur an Mitglieder des Konzert- vercins, des Akademischen Gesangvereins und des Saalbauvereins ausgegeben. Der Mitglieds beitrag beträgt 6.— Mk. und wird auf die Abonnementspreise voll in Anrechnung gebracht. Die Entrichtung des blossen Mitgliedsbeitrags berechtigt zum Eintritt in die 3 Kammermusik- Abende des Trautmann’schen Trios, für nummerierten Platz ist ein Zuschlag von 3 Mk. zu entrichten. Den Mitgliedern des Akademischen Gesangvereins und des Saalbauvereins werden je 6.—Mk. auf die Abonnementspreise angerechnet. Die Preise für die Abonnements betragen: Abonnement I. Platz H. Platz HI. Platz IV. Platz für 10 Abende Unnummeriertc Plätze werden im Abonnement HI. für alle andern Konzerte 5- 2.50 2.- II. 350 4.- 250 3- 25.- Mk. 16- „ 30.- Mk. 19.— „ 15.- Mk. 10.- „ 12.- „ für 6 Abende für, 8 Abende 20.- Mk. 13- ,, 16- „ S’VKIUÖ) UUlvi IV. Stehplatz 2.- 150 Mk. für* 8 Abende 24 — „ 20. Diese Plätze sind sämtlich nummeriert. nicht mehr ausgegeben. Das Abonnement auf 6 Abende umfasst den 2., 3., 4., 7., 9. und 10. Abend. Das Abonnement auf 8 Abende ist nur für Mitglieder des Akademischen Gesangvereins, unter Wegfall der beiden Chorabende. Einzelpreise: I. für die Kammermusik 4.- Freibank, Heute und morgen (B1$/i0 gesalzenes Faiclochseusteisch Pfd. 25 Psg. Rindfleisch Pfd. 35 Pfg. ZosctaeMe-Schis von Frau E. Memieser Bismarrkstrake 10, I Gründliche Ausbildung im Kleidcrmachen nach bester leicht erlernbarer Methode n. deutsch., franz., engl. u. Wiener Schnitten. Für Damen, welche sich zu Direktricen ausbilden wollen, Spezial-Kursus. Anmeld. u. Auskunft tägl. (08522 < - - J Bekanntmachung, die Offenlegung der Listen der Stimmberechtigten und Wählbaren für die Landtagswahl betreffend. An folgenden drei Tagen, am 12., 13. und 14. Oktober 1908, vormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr, liegen die Listen der in der Stadt Giehen zur Wahlmännerwahl stimmberechtigten Staatsbürger, sowie der eben daselbst wohnenden Staatsbürger, welche zu Wahlmännern wählbar sind, in dem Bürger melsterei-Bureau — Zimmer 9tr. 10 — zu jedermanns (Simidjt offen. Nur an den angegebenen Tagen und Stunden können in 1 dem bezeichneten Lokale Einwendungen gegen Nichtigkeit und Vollständigkeit dieser Listen bei Vermeidung des Verlustes der Einwendungen vorgebracht, namentlich auch Nachweisungen über Steuern, welche einzelne auherhalb der Wahlgemcinde oder des Steuerbezirks entrichten und in den Listen unberücksichtigt geblieben sind, geliefert werden. Giehen, den 10. Oktober 1906. B10/i0 Die Wahlkommissiou. Der Oberbürgermeister: Die Urkundspersonen: _________Mecu m._______________Habenicht_____Helm. Vergebung m Meurer- imö AWltarbeit. Die Maurer und Asphaltarbeiten für die Neubesestigung der Bürgersteige in der Bahuhofstrahe zwischen Markt- und Schanzen- strahe sollen Donnerstag den 15. d. Mts. vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einstcht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, lind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage Giehen, den 10. Oktober 1908. B10/10 Stadt. Tiefbauamt, Braubach.______________________ Lieserungsvergebung. Für die chirurgische Universitäts -- filinit in Gießen soll aus dem Wege öffentlicher Ausschreibung die Lieserung von: 15 Zentner Aepfeln 450 • Kartoffeln 7 ■ Zwiebeln 4 ii roten Rüben 1 V weißen Rüben 3 V gelben Rüben IV- D unterirdischen Kohlraben 1 II Meerrettig 20 U Weißkraut 60 Stück Rotkraut 300 // Sellerie 80 u Lauch vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen an den Wochentagen von 3 bis 5 Uhr nachmittags auf dem Verwaltungsbureau offen. Angebote, verschlossen, und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind mit dell Mustern bis zum Dienstag de« 20. Oktober l. Js., mittags 12 Nhr abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 8 Tage. Gießen, den 3. Oktober 1908. Direktion der Großh. chirurgischen UniversitätS-Klinik. B_____________________Poppert._________________________ Lieferung non BerBeguuBbebürsuifseu. Die Lieferung des Bedarfs an Kolonialwaren, Kartoffeln, Gemüsen, Eiern, Käse, Butter und Milch, sowie die Abfuhr des Gespüls soll bei dem unterzeichneten Bataillon für die Zett vom 1. Ntooember 1908 bis 31. Oktober 1909 neu vergeben werden. Vertragsbedingungen »». liegen auf dem Zahlmeister-Geschäftszimmer — Zeughauskaserne — zur Einstcht auf. Versiegelte Angebote für die ganze oder auch teilroeife Lieferung mit der Aufschrift /Angebot für Lieferung von Verpflegungsbedürfnisfen" sind bis zum Eröffnungstcrmin am 17. Oktober 1908, 8 Uhr vormittags tut die Küchenverwaltung der Zeughauskaserne einzurcichen. Dlo/i0 I. Bataillon Jnsanterie-Negts. Kaiser Wilhelm Nr. 116. Suche per 15. November ev. früher Versteigerung. Dienstag den 13. d. Mts., nachmittags 2 Uhr versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 2 Pferde, 1 Diamanlring, Era- vatten, Regenschirme, Jilzhüte, Kragen, Lorbeerbäume, 1 Schreibtisch und verschiedene andere Möbel. (6059 V ■> v u Gprichsötinsln'ebk>r. Cognac Vertrauens-Artikel Die steigende Nachfrage u. Beliebtheit meiner Spezial-Marke, Literflasche Mk. 2.—, ist der beste Beweis der seltenen Feinheit, Milde u. Preiswürdigkeit meiner Cognacs. (5741 F,. Dort. Walltorstrahe 45. OSRAM LAMPE Neueste elektrische Metallfadenglühlampe 70% Stromersparnis Ueher all erhältlich Man achte genau auf den gesetzt geschützt.Namen Osram-Lampe. Auergosellschaft , HK Berlin 0.17 Grchh. Gießen. Das Wintersemester der unter Oberaufsicht Großh. Ministeriums des Innern und Großh. Zentralstelle für die Gewerbe stehenden technischen Lehranstalt mit besonderen Fachabteilungen für Dekorationsmaler, Kunstschlosser, Modelleure 2C. beginnt im neuen Schulgebäude — Kirchstraße 16 — am 26. Oktober d. I., vorm. 8% Nhr. Die Schulleitung erteilt Auskunft und nimmt bis spätestens den 20. Oktober Anmeldungen entgegen. Gießen, am 5. September 1908. Der Aufsichtsrat: Die Schulleitung: Heyligenstaedt. Traber. Anmerkung: Zur Vorbereitung für die Meisterprüfung können Handwerker an einzelnen Lehrfächern als Hospitant teilnehmen, ausgenommen hiervon sind Maurer und Zimmerer, die nur als Vollschüler aufgenommen werden.(p»/w Die Lieferung von 406 Stück Hektomctersteinen aus Basaltlava oder oberhessischem Lungstein soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei der unterzeichneten Inspektion einzusehen und können and) gegen postfreie Einsendung von 0,50 3)tf. in bar von da bezogen werden. Die Eröffnung der mit entsprechender Aufschrift versehenen Angebote erfolgt am 24. d. Mts. im Bureau der unterzeichneten Inspektion. Zuschlagsfrist 14 Tage. Giehen, den 10. Oktober 1908. Bu/10 Grohh. Eisenbahnbetriebsinspektion 2. Freitag, den 16. Oktober 1908, vormittags 11 Ubr, soll im Garnisonlazarett Giehen die Lieferung der für die Zeit vom 1. November 1908 bis 31. Oktober 1909 erforderlichen Kartoffeln verdungen werden. (Du/i0 Die Bedingungen können während der Dienststunden im Geschäftszimmer des Lazaretts eingesehen werden und muffen vor Beginn des Termins durch Unterschrift anerkannt sein. Grohherzogllches Garnisonlazarett. \ Kassiererin welche auch in der Buchführung bewandert ist. [6044 Prima Zeugnisse sowie Stellung einer kleinen Kaution Bedingung. Schriftliche Offerten nebst Zeugnis-Abschriften erbittet Carl Nowack, Modewarenhaus. Die Proben nehmen Dienstag, den 6. Oktober, abends 8 Uhr, im Probelokal, Realgymnasium, wieder ihren Anfang. Die Mitglieder werden angesichts der dem Verein bevorstehenden Aufgaben dringend um vollzähliges Erscheinen gebeten. Musikalische Gemeindeglieder sind zum Eintritt in allen Stimmen, besonders aber im Tenor, sehr erwünscht, und werden gebeten, sich bei dem unterzeichneten Vorsitzenden anmelden zu wollen. vsy D. Schlosser. Chemische Fabrik Fritz Schulz, Leipzig Verkauf stellen u. a.: Drogerie, Aug. Noll, Bahnhofstr. 51; Otto Schaaf, Drogerie, Seltersweg 39; Victoria - Drogerie, Ad. Bieler, Marktstr. 5/ Wetzlar: Wilh. Schneider jr., Krämerstr. B. 12/13. _________________ (88% Germania-Drogerie, Carl Seibel, Frankf. Str. 39; Krens- weil eie die Haut wunderbar konserviert. Sie beseitigt alle Unreinheiten, Mitesser, Pusteln usw., macht die Haut gesund, sammetweich and widerstunds- iähig und gibt einen zarten, rosigen Teint. Stack 50 Pfennig, in Originalpackung überall zu haben. Wir All© waschen uns nur noch mit MM LLWMW-Mo Rad-Club Germania Gietzen 1899. Mittwoch 14. Oktober 1908, abends 9 Uhr im VcrcinSlokal (Aeneral-Versammlung mit folgender Tages-Ordnung: 1. Bericht über das verflossene Vereinsiahr 2. Bericht und Nechnungsablage des Zahlmeisters Entlastung, desselben, sowie des Gesamtvorstandes. 3. Wahl zweier Kaffenrevisoren 4. Vorstandswahl und Wahl der Bannergruppe 5. Aufnahme neuer Mitglieder. 6. Verschiedenes. D°/ie Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Gallosmarkt Grünberg IW" „Hotel zum Hirsch" -ME Am 14. ds. Mts. Grosser Ball TW Eintritt 1 Mk. -en TW Anfang 8 Ubr "Wl An beiden Tagen (14. und 15.) mittags um 12 Uhr: Einfaches, Essen im Restaurant, um 1 Uhr: Tablc d’hötc im Saal. Münchener Augustinerbräu Dortmunder Löwenbräu, Reine Weine in bekannter Güte. TW Damenbedienung in Münchener Tracht (Kathi). "es Im Restauranr konzertiert das weithin bekannte Sauer'sche, Gesang- und Konzert Ensemble aus Frankfurt a. M, Zum Besuche ladet höflichst ein unter Zusicherung prompter« Bedienung 6048 Hermann Eiertämer. Rübenschneider KartoHelquetschen I PB. MM» L Co. tadwfÄta TüchtigeVertreter gesucht,wo wir noch nie B35 EH Sffl !■ 98ä ■■ ESI I Theatertücher, Woll- I Echarpes, Fächer, Q Operngläser, Tanz- g und Salon-Schuhe, | g Ballhandschuhe, g Broschen, Ringe, | Uhren, Ketten u. alle | Ball-Luxusartikel V in reizenden Neuheiten | empfiehlt i Kaufhaus S. Elsoffer s i Mtslr, 27, Ritters. 27 uJ. I i i ■ B ■ ■ B il"l Klavier- Stimmen Reparieren Polieren In tadeUoser Ausführung durch fD’/i Wilh. Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant Planobandlg. u. Reparatur- werkstätte. Seitenweg 9L Ziehung 5791 15. und 16. Oktober 1908. 5 Gothaer eld-liotterie 3337 Geldgewinne u. 1 PrBmle =50000 ZL5000 Prämie 15000 ä\10Ä®0 X.O8O h IM, Porten.Liste 30Ff.extra. ■6 X.OSO für nur 5 M. einschl. List* und Porto empfiehlt Carl Heintze, Strassburg 1. Elsass, und alle Ia>shan