to r-B Sft -s D n «ft "> ^5 « :shr |Q ~ 22^ S* e AZZ ti Ä 4 er sZZZ«' Ev3Sb =a »ie. BäS’S jtöj® r « O - -a ■ 2.» " Ä vj^S er £? = r. t — 0 O »ffc*-» . "«ar ~ £ y 5”'^' 2 2 ®) e< o 5 e -2. r!- " S5o 9»s:5.5 Ppel -tuchen . Tvltcheß Ntnizkbäik täglich frisch eil, Konditor straKeS^M Blag früh“ düng Ä Kallenfels Ws MU Pott-LZ^ jtt unerreicht. n»e® - pack- &£** 4. p®Vfl und öeÄntiich6 Äf>‘ S'^ lerer»»"» >en ,.D>ogern jhOfDstew- Aufsatz hSnix 5®S ißchlt r BfiN* 1 ’ Leleion^. ,tteo . »cbi^pk Sgfe16 Erstes Blatt 158. Jahrgang Mittwoch 1Z. Februar L8S8 Nr. 36 Der Siebener Anzeiger erschein! täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiehenerZamilieublätter; zweimal wochentl.ltteis- blatt für den tireis Sieben (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Seitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Nerlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. Bezugspreis: monatlich 75Ps.,viertek- jährlich Mk. 2.20; durch M Abhole- u. Zweigstellen inonatlich 65 Pf.; durch die Post Mt. 2.—viertel- fahrt. ausschl. Bestellg. Zeilenprets: lokal 15Ps* auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f. Feuilleton und .Vermischtes" __ - — ’’ - ,< - Bw - — P. Wittko; für .Stadt Annahme von Anzeigen 1 « ' » u. Land" und „Gerichts- & Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vnch- und Steindruckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstraße 7. ®- ^e6>Jürmbe« ui» Dormuiuy» iv uyr, u 1 * u Vlnzeigenteil: H. Beer. Eichener Anzeig General-Anzeiger für Oberheffen Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Verwicklungen auf dem Balkan. In den letzten Jahren war man es nicht mehr gewöhnt, in dem näheren Orient den politischen Hexenkessel zu erblicken, der Wetterwinkel war weiter nach Morgen gerückt, nach Ostasien, wo es ja dann zu schweren Konflikten gekommen war. Jetzt aber bereiten sich feit einiger Zeit Dinge vor, die darauf hinderten, daß oer Balkan den Staatskanzleien wieder schwere Sorgen machen wird, da die Dinge sich leicht zuspitzen und zu einem folgenschweren Zerwürfnis führen könnten. Es wäre töricht, wenn man vor dem Ernst der Situation die Augen verschließen würde, denn fraglos sind Dinge im Werden, die zu einer Komplikation führen müssen. Den äußeren Anstoß hierzu hat fraglos die bekannte Rede des Barons Aehrenthal im Delegationsausschusse gegeben, in der er fiel) über die wirtschaftlichen Pläne -Oesterreich-Ungarns auf dem Balkan ausließ. Die Worte waren durchaus harmlos, aber, wie dies so oft der Fall ist, gewisse Stellen an der Newa, denen die erzwungene Untätigkeit Rußlands auf dem Balkan schon längst ein Dorn int Auge war, bemühten sich geflissentlich, in der Rede mehr hineinzulesen, als heraus^ulesen war; erregte Artikel in der Presse folgten und so hat man fast über Nacht eine offensichtliche Verstimmung. Insgeheim mag diese vielleicht schon etwas länger bestanden haben, da tatsächlich das bekannte Mürzsleger Programm, worin sich Rußland mit Oesterreich hinsichtlich des Reformwerks in der Türkei geeinigt hatte, so ziemlich versagt hat. Die Reformen sind nicht vom Flecke gekommen, die Pforte leistete denselben passiven Widerstand und weigert sich jetzt direkt, die Mandate für die europäischen Kommissare ohne Abänderung ihrer Befugnisse zu erneuern. Dazu kommt, daß man an der Newa eifersüchtig auf Oe st erreich zu werden beginnt, in der Annahme, daß die Pforte Oesterreich begünstige, und man sagt den Oesterreichern nach, daß sie sich mit Hilfe ihres Eisenbahnprojekts in den Besitz von Saloniki setzen möchten. Anderseits wird den Russen vorgeworfen, daß sie jetzt ihre alten Absichten auf Konstantinopel gern verwirklichen möchten. Tatsache ist, daß sowohl seitens Rußlands wie der Türkei gewisse militärische Maßnahmen vorgenommen werden, die darauf hindeuten, daß man sich auf eventuelle Verwicklungen zwischen Rußland und der Türkei gefaßt macht. Nun wird zwar nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird, gleichwohl aber läßt sich nicht verhehlen, daß die Situation ein bedenklicl)es Gesicht gewonnen hat. Jedenfalls ist der Gedanke nicht von der Hand zu weisen, daß gewisse Leute in Petersburg einen Krieg mit der Türkei sehr gern sehen würden, einmal in der Hoffnung, dadurch das im japanischen Kriege so schwer geschädigte militärische Ansehen wieder bcrzuftellen, dann aber vielleicht auch in der Meinung, dadurch der inneren Krisis eine andere Wendung zu geben. Die russisch-türkischen Differenzen konnten erklärlicherweise nicht ohne Rückwirkung aus die Beziehungen zwischen Rußland und Oesterreich bleiben und Oesterreich würde zweifellos zu Maßnahmen gezwungen sein, seine Position auf dem Balkan für alle Fälle zu sichern. Daß es in einem solchen Falle Rußland gegenüber leine wohlwollende Neutralität beweisen konnte, liegt aus der Hand. Wenn auch heute und morgen die Flinten noch nicht losgehen werden, so muß man doch die weitere Entwicklung der Dinge mit größter Aufmer^ samkeit verfolgen, auch bei eims in Deutschland, angesichts unseres engen Bündnisses mit der Donaumonarchie. politische Lage-schar». Prinz Eitel Friedrich in Paris. Prinz Eitel Friedrich machte am Montag früh in dem Automobil des Votschastsattachees Frank eine Spazierfahrt durch Paris und fuhr auf einem kleinen Umwege über die Place de la coneorde, die nie de Rivoli und die nie de la Paix nach dem Jnvalidendom, wo er von dem General Niox, dem Direktor des Museums, begrüßt wurde. Der einen Zivilanzug tragende Prinz fiel bei seiner Ankunft im Hotel des Invalides nicht auf. Er ließ sich sofort zum Grabe Napoleons führen, wo er lange verweilte. Er besuchte dann die Kapelle und das Museum und nahm die Erklärungen des Generals Niox mit dankbarer Aufmerksamkeit entgegen. Der Prinz hat sich durch seine natürliche Frische und durch die rege Teilnahme, die er den großen Erinnerungen Frankreichs erwies, rasch Sympathien erworben. Um 11 Uhr verließ er den Jnvalidendom und fuhr über die Champs Elysees nach dem Arc de Triomphe. Im Magasin du Louvre, wo der Prinz einige Minuten weilte, wurde er erkannt und von freundlich grüßenden Gruppen umgeben. Mehrere Blätter sprechen das Bedauern aus, daß der Prinz das Pariser Stadtbild vom Sacre coeur wegen des Frühnebels nicht voll genießen konnte; es sei schade, daß der sympathische Prinz von den Pariser Sehenswürdigkeiten nur eine geringe Anzahl zu besichtigen Zeit hatte. * Staat und Kirche in Bayern. München, 1L Febr. Im bayerischen Landtag kam es gestern bei Beratung des Kultusetats zu heftigen Angriffen seitens des liberalen Führers Dr. Casselmann gegen den Vollzug der päpstlichen Enzyklika. Casselmanu erklärte die kurialen Anweisungen zum Vollzug geradezu als eine Maßregel, die Denunzianten, Pharisäer und Heuchler zu erziehen geeignet sei und zur traurigsten Erscheinung führen könne, nämlich zur Angeberei der Studenten gegen ihre Professoren. Der Redner richtete die ausdrückliche Drähnung an den Minister, alles aufzubieten, um einem solchen undeutschen Wesen ein Ziel zu setzen. Er verlangt vom Kultusminister den bestimmtesten Aufschluß. Kultusminister Dr. Wehner besprach hierauf eingehend die Frage des „Place t". Das „Placetum regium" sei in der Verfassung begründet. Keine Regierung könne es außer acht lassen. Das Placetum habe bezüglich der Verkündigung der kirchlichen Erlasse keine praktische Bedeutung mehr, wohl aber bezüglich des Vollzuges kirchlicher Anordnungen. Der Staat mü)se prüfen, welchen Anordnungen er seinen weltlichen Arm leihen wolle. Die Erteilung des Placet beseitige die Hindernisse für den Vollzug. Die Enzyklika pascendi habe nicht verweigert werden können, da die Enzyklika sich vollständig innerhalb des Wirkungskreises der kirchlichen Lehre und Gesetzgebungsgewalt bewege. Mit der Verweigerung des Placet wäre die Kirche in ihrem inneren Wirkungskreise gehemmt gewesen. Der Minister sprach ferner über die Freiheit der Universitätslehrer und hob dabei hervor, die Theologieprofessoren seien nicht bloß Diener des Staates, sondern auch der Kirche, die theologischen Fakultäten seien konfessionelle Anstalten. Die Theologieprofessoren seien an dogmatische Grundlagen gebunden. Ein Urteil darüber, ob sie die richtigen Lehren tior- tragen, könne nicht der Staat, sondern nur die Kirche fällen. Der Theologieprofessor als Hochschullehrer sei der staatlichen Disziplin unterworfen; nur der Staat könne gegen ihn vorgehen. Wegen des Falles Schnitzer sei der Nuntius nicht bei ihm gewesen. Wie sich der Fall weiter entwickeln werde, könne er noch nicht sagen. Wenn ein staatliches Eingreifen notwendig werden sollte, werde streng nach Gesetz und Verfassung verfahren werden. — Professor Schni tzer hat übrigens am Montag vor überfülltem Auditorium seine pädagogischen Vorlesungen fortgesetzt. Er war hierbei wieder Gegenstand leta Hafter Huldigungen seitens der Studenten. KarlamenLarisches. Berlin, 11. Febr. In der Budget ko mm iss io n des Reichstages erklärte bei der Beratung des Etats deSaus- wärtigen Amtes Staatssekretär von Scho en auf eine Anfrage des Abgeordneten Crzbergers wegen der marokkanischen Angelegenheiten, cs sei ihm nicht erinnerlich, daß der Reichskanzler ein Weißbuch gerade über Marokko in Aussicht gestellt habe.. Immerhin sei Las auswärtige Amt bereit, den Wünschen des Reichstages möglichst entgegenzukommen, jedoch müßten politische und wmmerziccke Fragen, über die Weißbücher heraus- yegeben werden sollten erst zu einem gewissen Avsch.uiic gekommen fein. Es hänge auch mit dw Vertraulichkeit diplomatischer Verhandlungen zusammen, daß man das Beste und Wichtigste in den Weißbüchern nicht sagen könne. Schließlich erklärte der Staatssekretär, daß die vom Reichskanzler mchrjach dacgelegten Gesichtspunkte der deutschen Marokkopolitit nach wie vor Geltung hätten. Ferner antwortete v. Schoen auf eine Anfrage Erzbergers, ob die deutschen Interessen an der Bagdadbahn durcl) das russisch-englische Bündnis geschädigt wuroen, daß Deutschland in Tibet, Afganistan und Persien keine politischen Ziele habe. Nur in Persien habe es wirtschaftliche Jntere>sen, diese würden aber durch einen Vertrag, der den Grundsatz der offenen Tür ausdrücklich feststellt, nicht geschädigt. Handel, Schiffahrt und Industrie zeigten in den letzten Jahren an der Entwickelung der deutschen Handelsinteressen ein lebhaftes Interesse. Die Regierung werde die Diöglichkeit der Betätigung des deutsck>en Unternehmungsgeistes in Persien dauernd im Ange behalten. .Hinsichtlich der Bagdadbahn sei zu bemerken, daß die vom Sultan konzessionierte deutsche Gesellschast die schwierige Taurusstrecke in Angriff nehmen werde, sobald von der türkischen Regierung die nötigen Sicherheiten gestellt seien. Politische Absichten und Hintergedanken liegen der s)tegicrung bei der För- ixmng üey Unternehmens ganz fern, da cs rein wirtschaftlicher Natur sei. Wenn man den Deu tschcn Ab si chten a uf Besitzergreifung eines Hafens im Persischen Golf und aus die B e s i e d e l u n g türkischer Provinzen mit deutschen Ackerbauern nachsage, seeien das phantastische Kombinationen. Auch die anderen ALächte hätten den deutschen Charakter des Unternehmens anerkannt, natürlich sei die Mitwirkung fremden K'apttius dennoch nicht völlig ausgeschlossen. — An Stelle des bisherigen Wahltonsulats wurde ein Konsulat am Amazonenstrom neu gebildet, ebenso wurde das Vizekonsulat in Haiffa in ein Berufskonsulat umgewandelt. Tie Neuforderung für ein Konsulat in Saratow wurde genehmigt. Stimmimgsbilö aus dem Reichstage. Berlin, 11. Febr. 1908. Das Ende der MititärdebatLen. Alljährlich tobt am letzten Tage der Beratung des. Militäretats eine männermordende Schlacht. Wie einst vor den Mauern Trojas Achilles und Hektor, so kämpfen vor den Wällen des Wahlkreises Spandau Herr Pauli als Verteidiger der Festung und Herr Zubeil als Vertreter seines Genossen Liebknecht, der sie nun schon mehrere Legislaturperioden vergebens berennt, den homerischen Helden-, kampf auf dem Blachfelde des Reichstages — einen Kampf um die Wahlstimmen der Arbeiter, Angestellten und Be- 3m Ballon von Frankfurt nach Belgrad. (Nachdruck verboten.) Wieder hat der bekannte Ballon des Frankfurter Physikal. Vereittü „Ziegler" eine glänzende Fahrt hinter sich, 1200 Kilometer Luftcklue wurden in 25 Stunden durchfahren. Ter Korb trug 3 Mann Besatzung und nur 20 Sack Ballast. Am 6. Fcbr. geschah etwa 2y2 Stunden von Frankfurt der Aufstieg. Am ck Febr., vormittags V2IO Uhr war die Landung in der Nähe bon Belgrad. Am 10. Febr. um die Mittagszeit tarnen die Aero- ^uten in Frankfurt a. M. an. Ich hatte Gelegenheit, einen führenden über die Fahrt zu befragen. .Was der kühlte ruUichisfer hier erzählte, will ich in. Folgendem zusammen- fafien. . Kürz vor 9 Uhr erhob sich der „Ziegler" in die Lüfte: ein mäßiger Nordwest trug uns von dannen. Nicht allzuhoch erhob sich die pralle, gelbe Kugel über die Erde. Tas Schlepptau plätscherte im Main, als wir bei Mühlheim zum ersten Male den Strom überflogen. Weiter nach Osten. Den Bahnhof Hanau hatten wir bald hinter uns. Einsam, aus unheimlicher Stille und aus dunklem Waldesgrund grüßte die Ptüversabrik von Hanau hinauf. Nun kamen wir nach Bayern. Tie Sonne hatte sich der blauen Kugel mit Liebe und -Därme angenommen. Höher und höher zog uns der Feuerball an sich heran, wir waren bald in den Wolken, halten die Wolken bald durchflogen und thronten nun über diesen. Unter uns wogendes Wolkenmeer, das immer von neuem in seinem Innersten aufgewühlt wurde, und immer von neuem gegen sich ie Brandung. Wir schwebten dahin, sahen über uns nur das Himmelsblau, ungetrübt durch feinen Wolkenhauch. Unter uns treibendes Steer der Wolken, das zeitweise sich beruhigte, und dann dalag, wie eine unermeßliche Schnee- und Eiswüste. Wir waren dem Abend nahe. Ter „Ziegler" senkte sich Wir sahen unter uns den Böhmerivald. Dichte Nebelschleier hüllen die trrde em. Tnnkler und dunkler wird es, bis die Nacht hcrnieder- meitet. Wir wußten nicht mehr, wohin die Fahrt. Ab und zu blitzten unsere elektrischen Taschenlampen auf, unter uns aber sahen wir kein Licht. Woher plötzlich dieser Helle Glanz unter uns? Breite Straßen iahen wir. Wien suchten wir. Für die Orientierung entschädigte uns ttne wunderbare Sternenpracht. Mehr und mehr flogen wir den Sternen zu. Plötzlich dringt ein Rauschen hinauf. Ströme find es Kwhl, dann Geknatter. Es werden Eisenbahnen sein. Wir sahen nach unseren Meßapparaten, wohl 80 Kilometer Geschwindigkeit flogen wir zeitlveise dahin. Als Temperatur kündet uns das Thermometer 9 bis 10 Grad unter Null. Ta zog der Morgen herauf. Unter und eine weite Ebene, vereinzelte Bauernhäuser inmitten riesiger Felder. Nicht geschlossene Dörfer sahen wir. Dann wieder große Sümpfe und Niederungen. Tann wieder regelmäßig gebaute Dörfer. Waren dies österreich-ungarische Bezirke? Ta trat ein Hindernis unserer Fahrt in den Weg, unser Ballast — wir hatten nur 20 Sack mitgenommen — war aus- gebraucht, wir konnten das Gebirge, das vor uns sich erhob, nicht zu überfliegen uns getrauen. Wir mußten landen. Vs 10 Uhr vormittags, genau 25 Stunden hatte uns also der Ballon über eine Luftlinie von 1200 Kilometer getragen. Tie längste Fahrt, die bisher der „Ziegler" gemacht hat. In Belgrads Nähe gingen wir an Land. Schnell war der Abstieg und glatt. Nach der Landung lief die Bevölkerung herbei und half und den Ballon verpacken. Liebenswürdige Leute, hilfsbereit und zuvorkommend, soweit cs nur ging. Bis zum Abend hatten wir den Ballon verpackt und verladen. Wir wurden nach Weißkirchen mit militärischer Begleitung gebracht. Tort hatten Behörden und Militär Beivunderung für uns Aeronauten. I. M. I. * — GießenerStadtthcater. Am Dienstag spielte Clara Albrecht, die für Toni Sylva an unser Stadttheater von der nächsten Spielzeit ab engagiert ist, „d i e Zwillings sch west er" in dem Fuldaschen Lustspiel. Diese vor 6 oder 7 Jahren bei uns zum ersten Male erschienene, damals mit Luise Willig in der Titelrolle gegebene, in graziösen Versen geschriebene Komödie hat ynar eine sehr gewagte Voraussetzung. Doch sie gleitet mit so angenehmer Munterkeit und Keckheit über die Schwierigkeiten hinweg, daß man dieses Wagnis kaum empfindet und erst bei späterem Nachdenken über das Stück eine bedenkliche kritische Miene amiimmt. Die Doppelgängerei ist seit alten Zeiten ein beliebtes Lustspielmotiv; Shakespeare hat es in zwei Stücken verwertet; Jean Paul meinte freilich, der Stoff eigne sich mehr für die Tragödie. Fulda hat mit seiner Doppelrolle den Tarstellerinnen eine willkommene Aufgabe' gestellt, die allerdings keine psychologische Vertiefung verlangt, sondern deren Lösung auch einem oberflächlichen Virtuosentum zugänglich ist. Clara Albrecht spielte oiese Giuditta, die ihre eigene Doppelgängerin ist, besonders als Renata in der zweiten Hälfte des Stuckes mit liebenswürdigem Humor, feiner Schelmerei, mit einer Reihe niedlicher Detailzüge. Frl. Clara Wrecht kehrt bei uns ein im Vollbesitze ihrer künstlerischen Schaffenskraft und des Reizes, den ihre Persönlichkeit ausströmt. Man gewann gestern bereits den Eindruck, daß sie zarte, fein- >innige Frauencharaktere in gefälligen Formen zu zeichnen vermag, daß sie sie mit dem leuchtenden Glanze holder Weiblichkeit ausstattet. In der ersten Hälfte der Komödie, in der sie die Giuditta darzustellen hat, schien sie ja etwas matt, aber wohl nur um der Kontrastwirkung zu der Schwester willen. Doch müssen nicht in der seriösen Hausfrau auch Spuren temperamentvoller Lebendigkeit vorhanden sein, wenn diese die Renata, das sprühende Weltlind, so siegreich durchzuführen vermag? Ter Dichter gibt freilich wenig Llnhallspunkte dafür. Die Verfe sprach Frl. 2Ü mit einer gewissen schwerflüssigen Grazie. Was aber das Wichtigste war — sie zeigte Empfindung. Die aber tut uns not, und darum begrüßen tvir Frl. A. besonders freudig. Der Gefühlserguß in der Szene mit dem Kinde, der zwiespältige Ausbruch schmerzlichen Triumphes und freudiger Betrübnis, da ihr Gatte, durch die Maskerade getäuscht, sich von ihr trennen will, um sich liebeglühend mit ihr zu vereinen, glückte aufs beste; hier zeigte sie lebendigste (fast allzu lebenoige) Selbstirvnie, gepaart mit innigem Liebreichtum. — Schöne Erscheinung, schöne Kleider und allem Anscheine nach ein schöner Geist — in diesem Zeichen siegte bei uns Frl. Albrecht und wird uns im nächsten Winter sehr willkommen sein. — Die Vorstellung ging im ganzen gut zusammen. Goll spielte Die an sich wenig danklmre Rolle des Orlando furioso mit bekannter beschwingter Gelassenheit und führte die Regie mit sicherem Blick. Reimer-Schlegels Graf Para- bosco gehörte nicht zu den flatterhaften Gecken, sondern zeigte mit besonderem Behagen derbkvmische, aber - usante Züge. v. d. Becke war mehr Abenteurer als l ^oener Diener, Ro sa Wind erstein als Lisa recht nett, härte aber tarnten tu den Spcmdcmer MäliLLrwerkstätten. Es war wider die Verabredung — ganz wörtlich genommen —, daß heute Herr Pauli allein auf dem Schlachtfelde erschien und seine anderthalbstündige Rede herunterredete wie sonst alljährlich, wenn der Name Zubeil hinter dem seinen auf der Rednerliste stand. Man war allgemein übercingckom- men, die Besprechung von Beamtenfragen zu vertagen, bis die große Vorlage über die Beamtengehälter im Reichstag zur Verhandlung kommen würde. Herr Zubeil hat sich an diese Abmachung gehalten, vielleicht bestärkt darin durch eine leichte Erkältung, die ihn heute dem hohen Hause fern hielt: nnd sein Widerpart hätte es vielleicht auch getan, hätte nicht Dr. Potthoff als Anwalt der Interessen der Privatbcamten vor mehr als einem halben Jahre in Spandau einen Vortrag gehalten. Aber diesen fremden Eindringling durfte er im Reviere seiner Brunst nicht dulden, und wahrscheinlich hätte auch Zubeil, wäre er zugegen gewesen, mit ihm gemeinsame -Lache gegen den Störenfried gemacht. Dieweil aber auch der nichtsahnende Dr. Potthoff heute abwesend war, mußte Herr- Pauli wegen seines Angriffs sich von dessen Parteigenossen Dr. Struve etliche Liebenswürdigkeiten sagen lassen. Da das Eis der Beamtenwünsche nun einmal gebrochen war, tummelten sich noch einige andere Abgev'-d- nete in dem so eröffneten Fahrwasser, die Vertreter der anderen Wahlkreise, in denen sich militärische Institute befinden. Tie Fragen der A r b eit e r t a r i f v e r- träge, der Arbeiterausschüsse — und Organisationen kamen wie beim Marineetat auch hier noch einmal zur Sprache und gaben dem Bürgermeister von Hagen, dem Abg. Cuno, Veranlassung, den Standpunkt der Freisinnigen gegen sozialdemokratische Unterstellungen sicherzustellen. Im übrigen gab es zumeist nur eine neue Auflage der Kommissionsverhandlungen', die Erörterung des Monopolvertrags mit der Hofbuchhandlung Mittler und Sohn, die Erklärung der Militärverwaltung, daß an dem bewährten Maximmaschinengewehr festgehalten werde, und eine Zusicherung auch weiterer Aufträge an die Solinger Waffenindustrie. Aus Sta-s und LcrnL. Gießen, 12. Februar 1908. Aus dem städtischen VerwaltungsberichL für 1906. n. ?ür das Rechnungsjahr 1906 wurden 120 Prozent Zuichlag zur Einkommensteuer und 210 Proz. Zuschlag von den Grundzahlen der Realsteucrn erhoben. In Den letzten fünf Jahren betrugen die Gemeindesteuern 100, 111, 111, 120 und 120 Prozent der Staatssteucru. Veranlagt waren zur Grundsteuer ,3062, zur Gcrverbesteuer 1583, zur Kapitalrenten steuer 1047 imd 'zur Einkommensteuer 7288 Personen. Von den Einkommen- steuerpflichtigen versteuerten 5808 weniger und 1480 Mk. mehr als 2600 Mk. In der Klasse 1 von 500—600 Mk. waren 376 Steuerpflichtige, während fünf Personen mehr als 100 000 Mark Einkommen versteuerten. Tie zahlreichste Stcuerklasie ist die dritte mit 750—900 Mk. Einkommen, in ihr waren 1040 Steuerzahler. Der Gesamtausschlag an Gemeindesteuer betrug 903 649.44 Mk. Durch Zugänge neuer Steuerpflichtiger "und nachträgliche Heranziehung von Steuerpflichtigen ergab, sich eine Nachtragserhebung von 46 041.34 Mk. Erlassen infolge Reklamationen gegen die Staatssteuern wurden 34 464.51 Mk. Gemeindesteuern, während 10 429.50 Mk.^ uneinbringlich waren. An örtlichen Kirchensteuern wurden 56 255.46 Ml. evangelische 10 Proz.l und 5913.92 Mk. katholische erhoben. _ Von den übrigen größeren hessischen Städten erhoben Darmstadt 91,2 Prozent, Mainz 91,8 Proz., Offenbach 121,479 Proz. _unb Worms 95,305 Proz., so daß Gießen von diesen fünf Städten den Zweithöchsten Steuersatz hat. 2a-j Oktroi erbrachte 121501.01 Mk. gegen 124 013.85 Ml. im Vorjahre mrd 123 370 Mk., die der Voranschlag vorsah. Das Lchlachtvich brachte 37 559.86 Mk. (1905 37 308.50 Mk.), Fleisch, Fleischwarcn und Wildbret 4149.53 Mk. (5497.81), Brennmaterialien 41 658.28 Mk. (41 219.80), MuhlcnsabriLäte und Hafer 5525.47 Mk. (6758.56) und Getränke 32 607.87 Mk. (33 229.18). Die Oktroi-Rückvergütungen betrugen 13179.91 Mk. (1905: die rustikale Dummheit der italienischen Landvommeranze noch ein wenig mehr betonen können. Recht hübsch machte Lotz seine Sache in der ganz unbedeutenden Rolle des Beppo. Sein stürmischer Sohn der bräunenden Sonne des iLandes Italia hatte etwas von den Charakterköpfen der Wilden Abruzzen. —d. — Zur Förderung deS geistigen Lebens auf Dem Lande. Aus Klein-Linden wird uns geschrieben: Am Sonntag veranstaltete die hiesige Heimatvereinigung eine Abendun ter Haltung im Saale „Zur deutschen (Sidje". Der Andrang dec Teilnehmer war so groß, daß kurz nach Saalössnung alte Plätze besetzt waren, u:rd mancher, der erst ,kurz vor Beginn eintraf, sich mit einem Stehplatz begnügen mußte. Den Mittelpunkt der Veranstaltung bildet: ein Vortrag des Pfarrers Schulte über die heilige Elisabeth. Ter Redner verstand eS meisterhaft, der lauschenden Zuhörerschaft lebenstreu zu scküldern, wie die junge Landgräfin von Thüringen und Hessen in ihrer rührenden Demut und Selbstverleugnung, in ihrer aufopfernden Güte und Barmherzigleit weit über alle Berühmtheiten ihres Geschlechtes hinausragt. Mit ebenso großem Beifall wurden die vorzüglichen musikalischen Darbietungen der Herren Schulte (Klavier), Frank und Blaß (Violine) ausgenommen. Herr Frank ans Gießen zeigte sich in virtuoser Technik und zartem, musikalischem Empfinden als ein Meister aus seinem Instrument. Ten gesanglichen Teil hatte der Gesangverein „Arion" unter Leitung feines Dirigenten Bauer übernommen. Tie beiden vorgetragenen Chöre zeugten von tüchtiger Schulung und gutem Stimmenmaterial. Im Anschluß an die Lorelei-Paraphrase gelangte ein wohlgelungenes lebendes Bild der Lorelei in drei Aufzügen zur TarstellunA, arangiert von Herrn Viehmann. _ Ten Beschluß bildete ein stimmungsvoller Solovortrag des Herrn Bauer. Ten von unserer Heimcrtver- einigung veranstalteten Abenduntcrhaltungen wird in der Gemeinde das größte Interesse cntgegengebracht, so daß ihr Fortbestehen und weiterer Ausbau auch für die Zukunft als gesichert erscheint. — Zur Freihcrl der Kritik über Theater- und Konzert-Aufführungen. Ter Münchener Journalisten-u nd Schriftsteller-Verein nahm in einer außerordentlich zahlrei cy besuchten Mitgliederversammlung unter Vorsitz des Kgl. Rates Leher, Herausgebers des „Bayer- land", nachstehende Resolution einstimmig an: „Ter Münchener Journalisten- unD Schrijtstelter-Berein sieht sich durch verschiedene Vorkommnisse der letzten Zeit auf dem Gebiete des Konzert- rind Tycaterwesens veranlaßt, wiederholt die Erklärung abzugeben, daß er jeden Versucy, die Freiheit der Kritik in irgend einer Form zu beeinträchtigen oder zu beeinflussen, ans das schärfste mißbillige." Der Vorgang, der zu dieser Kundgebung des Vereins Anlaß gegeben hat, war das Vergalten des üüin'.orchefters, dessen Mitglieder kürzlich ü ei weigerten, bevor nicht der ihnen ntib-.cbige .Aasittriu: der „Münch. Rceuest. Nachr.", Dr. Lin., Den. Saal ne: lassen Hube.. 1 q 545 62 Mk.. Voranschlag 14 500 Mk.). Hiervon wurden an das Militär rückvergütet für Fleisch und .Holz 186114 Mk. (2146.02). ^ie Kosten der Oktroierhcbung betrugen 85/6.96 Mk., ,o daß ein Reinertrag von 99 744.14 Mk. verbleibt, 548.90 Mk. weniger, als der Voranschlag vorsah und 2147.13 Mk. weniger als im Rechnungsjahr 1905. Bezettelungen wurden ausgestellt am Walltor 2066 (1905: 2825) Stück, am Neuenweger Dor 3389 -3767) Stück, am Selterstor 12115 (12 633) Stück und am Neustädter Tor 11991 (12 277) Stück, zusammen 29 561 (315 202) Stück Wegen Übertretung der Ottroivorschrrften wurden 58 Anzeigen erhoben, während es int Jahre vorher 85 waren. c Hundesteuer erbrachte 7980 Mk. gegen 8040 Mk. im Vorjahr. Es wurden also sechs Hunde weniger versteuert. An Ausgaben verursachte die Hundesteuer 797.67 Mk. für un- eiubriiigliche Steuern und Hebegebühren, Ivährend im Jahre vorher die Ausgabe 867.33 Mk.* betrug. ** Tageskalender für Mittwoch, 12. Febr.: Stadttheater: König Lear. Anfang 7 Uhr. ** Für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung am Donnerstag, 13. Febr., nachmittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung aufgestellt worden: 1. Mitteilungen. 2. Beschwerde des Karl Jughardt II. über die Schließung, der Schleuse in der Oberlach. 3. Schutzstreifen bei der Irrenanstalt. 4. Gewährung von Preisen für die Kochkunstausstellung. 5. Vergebung der Pflastersteinlieferung. 6. Erweiterung des Elektrizitätswerks. 7. Jagdverpachtung. 8. Rechnungen des Realgymnasiums und der Obcrrealschule für 1905 und 1906. 9. Bc- nuhung der Turnhalle an der Steinstraße durch das Realgymnasium und die Oberrealschule. 10. Einrichtung weiterer Klassen bei der höheren und erweiterten Mädchenschule. 11. Des gl. an den Volksschulen. 12. Organisation der Volksschule. _ 13. Anschluß des Schulhauses an der Nordanlage an das Fernsprechnetz. 14. Beschaffung von ©driften über den weiteren Lebensweg für Schüler der Volksschulen. 15. Vergütung für die Badediener bei den Volksschulen. 16. Beteiligung der Haushaltungsschule an der Kochkunstausstcllung. 17. Satzungen, betreffend die Dien st Verhältnisse der st ä d B e a m t e n. 18. Gesuch des E. Vianden um Erlaubnis zum Schankwirtschastsbetricbe int Hause Landgraf Philipp-Platz 10. ** D i e Berechn ung der V a k a n z ü b e rs chü s s e erledigter Lehrerstellen. Während der Erledigung einer Lchrerstetle batte bisher, wenn die Lehrerwohnung nebst Zubehör ganz ober teilweise vermietet war, der Mietertrag in den Vakanzfonds zu fließen, ebenso der den Anschlag in der Besoldungsnote übersteigende Teil des Ertrages verpachteter Grundstücke. Dem entgegen ist jetzt bestimmt worden, daß vom Rechnungsjahr 1907 ab diese Erträgnisse dein Vakcmz- sonds nicht mehr zuzuweisen sind. Vom 1» April 1907 ab ist der Berechnung des Vakanzüberschusses definitiv zu besetzender Lebrcrstellen stets nur der für die Gemeinde sich ergebende geringste Stellengehalt sür den definitiv anzustclleu- den Lehrer zu Grunde zu legen. Eine Ausnahme hiervon tritt ein, wenn es sich um eine Lehrerstelle handelt, die der geringsten Gehaltsklassc der Gemeinde angehürt und deren Erträgnis hinter dem Anschlag in der Besoldungsnote zurück- blcibt. Dann ist bas wirkliche Erträgnis der Stelle abzurechnen. ** Holz aus unseren Kolonien. Die Firma Hofmöbelfabrik Th. Brück erhielt dieser Tage 2 große Stämme Kameruner Rotholz, die im Euler'schen Sägewerk gegenwärtig verschnitten werben, um bann zur Möbelfabrikation zu bienen. Die Stämme finb 2,50 Meter lang ttnb haben einen Durchmesser von 1 Meter. )(. Atzenhain, 10. Febr. (Schulhausneu bau.) Heute weilten als Vertreter be§ Kreisamtes Alsfelb Kreisrat Hölzinger, Kreisbauinspektor Fischer ttnb Kreisschulinspektor Eck in unserer Gemeinbe, um mit bent ©cmeinberatc wegen bes Neubaues eines SchulhauseZ zu verhanbeln. Die Berhanblung führte zu einem günstigen Resultat, denn ber ©emefnberat beschloß einstimmig, im Jahre 1910 mit bem Schulhausneubau zu beginnen, lieber bie Platzfrage konnte man sich jeboch noch nicht einigen. X Bad-Nauheim, 11. Febr. Nachdem in einet Anzahl von „Eingeiandt" die Frage des Ankaufs des Kern scheu K o h l e n s ä u r e w c r k s besprochen worden ist, will auch der Bürger-undStadtverkehrsverein in einer morgen stattfindenden öffentlichen Versammlung diese für Nauheim so hochwichtige Frage vor der breiten Oeffentlichkeit erörtern. Es ist daraus wohl die Schluß- .folgermtg zu ziehen, daß dieser Ankauf die gesamte Bürgerschaft in hohem Maße interessiert und beschäftigt. Wie wohl allgemein bekannt, hat das Großh. Finanzministerium sich nur dann bereit erklärt, diesen Ankauf zu bewirken, wenn die Stadt Bad-Nauheim 80000 Mk. zu der Ankaufs- fuinmc von 300 000 Mk. beiträgt, d. i. die Summe, welche über den Höchsttaxationswert von 220 000 Mk. hinausgeht. Das Großh. Ministerium ging dabei offenbar von der Annahme aws, daß nicht nur der Staat als Quelleubesitzer, sondern auch die Stadt, für deren Bürgerschaft die Badeindustrie Die Haupteinnahmen bilden, hinsichtlich des Schutzes der Quellen gleich interessiert ist und daß letztere, nachdem der Staat soviele Millionen für ba§ Bad aufgewendet hat, ihrerseits auch etwas tun könne. Das Finanzministerium hat auch der Großh. Bürgermeisterei gegenüber die b e st i m m t e Erklärung abgegeben, daß vom Staat für das Werk unter fei nenllm ft änben ein höherer Kaufpreis als 220000 Mark geboten und bezahlt wird, und daß ein Vertrag, der bem Staat höhere Opfer zumutet, ben Lanbstänben nicht vorgelegt werben wird. )( Marburg, 10. Febr. Da die vom Staat erbetene Unterstützung des zahnärztlichen Instituts ausgeblieben ist, das letztere bei zunehmender Freauenz unb Studcntenzahl mehr Räume und Mittel erfordert, ist es nicht ausgeschlofsen, daß es galt; eingebt. — Ter wegen Raubs in Untersuchung^ hast befindliche Arbeiter Karl Bode aus Kassel, zurzeit in der Laiidesheilanstalt, brannte nachts durch. In der Stadt wurde er jedoch wieder festgenommen. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 11. Februar. Dom Berggesetz. In Der vor 8 Tagen verhandei-cn Sache gegen den Obersteiger H. Z. von Utphe wegen Hehertrctung des Berggesetzes kam bie Strafkammer ebenfalls zum Freispruch, wenn aud) nicht mit der nämlichen Begründung wie das Schöffengericht Dem Angeklagten war ein Strafbefehl zugegangen, weil er einer V.riügung Der Bergmeisterei zuwider der Erzwchcherei dienende ^dslammtcicgc in Benutzung genommen hat, was wegen der damit verbundenen Gefahr untersagt war. Tas Schöffenciericht hielt nicht für erwiesen, daß der Angeklagte von der bergvoli-eilich-m < r'ügung Kenntnis hatte, da diese seinem Vorgänger zuge- zang n war und er die Kenntnis bestritt. Wegen der Weiler- '-Nutzung der Teiche konnte nach Ansicht des Sckw'iengerichts u.uä; rom.- ’-L unnlung cretteten, da im Strssbcfcyl nur die ^nbeiziebnabme unter Anträge stand. Tie Strafkammer führte aus, es fei müder Inbetriebnahme der Beginn und die rfin:tsetzung der Benutzung gemeint, da ein Verbot, das sich speziell gegen ben Beginn der Benutzung gerichtet hätte, nicht ergangen war. Sie konnte aber bas an den Vorgänger des Angeklagten gerichtete Schreiben nicht als eine polizeiliche Anordnung ansehen, da dieses eigerrtlich nur eine Ansrage war, wie man die Bedenken gegen die Schlamüiteichdämme zu beseitigen in der Lage sein wird. Tas Gericht hätte nur zur Verurteilung gelangen können, wenn es in der Lage gewesen märe, sestzustellen, daß der Angeklagte die Teiche gefüllt hätte, ober hätte füllen lassen, was aber nicht für erwiesen angenommen werden koiinte. Etwas anderes als die vorschriftswidrige Anlage und die Füllung solcher Teiche ist in dem angezogenen Gesetzesparagraphen nicht mit Strafe bedroht. Die Bergbehörde hätte im vorliegenden Falle ein direktes Verbot ergehen lassen müssen, statt zu warten bis an einem ber Teiche ein Tammbruch erfolgte. Eine Beleidigungsklage. Der Ob er müll er F. C. aus Klein-Karben hatte ohne Wissen und Wlllen seines Arbeitgebers, des Kunstmühlen- besitzers K. V. in Okarben, einen fremden Herrn mit in den Mühlenbetrieb genommen, weshalb es zwischen ihm und dem Sohn des V. zu einem Wortwechsel kam. Schließlich wurde bent C. gekündigt. Darüber ärgerlich, äußerte er sich einem Arbeiter gegenüber beleidigend gegen seine Dienstherrin, was seine sofortige Entlassung zur Folge hatte. C. ftrengte Klage wegen Zahlung des Lohnes auf ein Vierteljahr an, wurde aber abgennefen. Erst im Lause des Prozesses erhielt V. Kenntnis von dem Wortlaut der Beleidigungen. Mutter und Sohn erhoben hierauf Privatklage wegen Beleidigung und das Verfahren endigte am Schöffengericht mit Verurteilung des Angeklagten zu je 40 Mk. Geldstrafe. Ter Angeklagte, der auch wegen Beleidigung feines Dienstherrn zu 50 Mk. Geldstrafe verurteilt worden ist, focht die zwei zuerstgenannten Urteile an und berief sich auf Verjährung, da die Beleidigten erst nach Ablauf der dreimonatigen Antragsfrist Klage erhoben hätten. Nach ber Praxis und der Entscheidung höherer Gerichte beginnt aber die Antragsfrist erst mit dem Zeitpunkt, wo ber Beleidigte von der Beleidigung Kenntnis bekommt. 2p die Kläger aber erst nach Ablauf von drei Monaten Kenntnis von den Beleidigungen erhielten und der Angeklagte diese nicht bestritt, wurden beide Urteile bestätigt. LSttiverßitäts-Nachrrckreir. Prozessor Dr. meb. Haus V t r ch o w, Extraordinarius und erster Profe^tor am anatomischen Institut ber Berliner Universität, rourbc zum „Geh. Mebizinalrat" ernannt. Hans Vrrchow, Sohn Ruboli Vtrchom's, wnrbe 1852 zu Würzburg geboren. Märkte. — K a r t o s s e l m a r k t - B e r i ch t vom 10. Februar 1908. Friebberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 1.90-2.20, Maguum bonuni 2.50-0.00, weiße runde 1.95—2/20, Gelbsleifcbige, weiße, 2.25 bis 2.35. Marburg: rote Sorte Mk. 0.00, Magnmn bonum Mk. 0.00, weiße runde Mk. 0.00. Frankfurt a. M.: Rote Sorte Ack. 2.00—0.00, Magnmn bonnm 2.50-0.00, weiße runde 2,00 bis 0.00, Gelbfleischige, rote, 2.25—0 00, weiße 2.50. Wiesbaden: Magnum bonnin 3.00, weiße runde 2.85. Ai a n n h e i m : Magnmn bonum Mk. 2.75—2.85, GelbflLischige, blaue 3.25—3.50, lote 4.25 bis 4.30. Hagen: Magnum bonum 3.05—0.00. (ttelbfleifchiqe rote 0.00—0.00, weiße 0.00 -0.0 \ Köln: Role Daber Ack. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00, Magnum bonum 2.90 bis 0.00, weiße rimbe 2.40—0.00, Gelbfleischige, blaue Mk. 0.00 - 0.00, rote 2.75—0.00, weiße 3.70 bis 0.00. Frankenthal: Role Sorten 0.00, ÜJlagnuir. bonum 0.00, weiße runde 0.00, Gelbfleischige, blaue 0.00, rote Ö 00, weiße 0.00. Dortmund: Alagnum bonnm Alk. 3.05, weiße 2.80, Gelbfleischige, rote Alk. 2.80, weiße 3.30. M ün st er: Maguum bonum 2.60-2.75, Gelbfleischige rote 3.00 bis 3.10, weiße 3.75—4.00. Kempen: Maguum bonum 2,70, Gelbfleischige, rote 3.2(X Saarlouis: Rote Sorte 2.50, weiße runde 2.50. (Alles per 50 Kilogr.) Hande) des 92.951 Elektriz. Lahmeyer . 4% 3% Portugiesen Serie I Portugiesen III 3% 81.50 .Börse, 12. Februar. Anfangsknrse. 143.50 58.00 Tendenz- ruhig aber lest. . 199.00 . 112.40 Oesterr. Goldrente. 41/8 % Oesterr. Silberrente Ungar Goldrente Italien. Pente . 199.00 216.00 25 93 145.10 116.00 Harpener Bergwerk Laurab litte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . l urkenlose . . . Eisenlahn..... Gotthard bahn..... Lomoard. Eisenbahn . . Oesterr. Staats bahn . . . Pnnce-Henn-Eisenbahu . Berliner tiandelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- 3% W 3% ■oK°l Elektriz. Schnckert . < . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg - Amerik. Paket!. Harpener Bergwerk. . . Lanrahütte...... Nordd Lloyd..... Obeischles. Eisen-Industrie . 236 00 . 141.80 . 17o.10 . 138 00 . 203.00 Beichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . . Oberhessen Aktien Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . Tendenz: fest. Berliner Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutscne Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . iy$°/0 russ.Staatsanl. 190Ö 4 >2% ;apan. Staatsanleihe 1 % Conv. Türken von 1UU3 l’ürkenlose...... 1 % Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . o°/0 Mexikaner . . . . 4>$*7O Chinesen . . . . . 106.00 . 146.20 Die Marktpreise für Vieh und Frucht uttb die Gießener Fleisch- und Brotpreife am 10 Februar 1908. 120.50 106.25 205 10 184 60 119.20 199.00 216.00 106.30 95.50 158.75 126.30 83.00 93.00 83.00 91 90 92.00 99 30 99.‘.’O 94 50 104.30 62.00 62.50 94 60 89.20 95.80 145 50 49.80 86.15 65.80 96.35 i^uirsbelichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse, 12. Februar, 1.15 Uhr. Höchste Schtachtoiehpreise in F r a n f i u r t a. Ai. Fleischpreife in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 78—80 Mk. Kg.Schlachtgew. 92—94 Pi. V, v m 59—60 „ Kg. 82-88 Pfg. V, v 70—80 „ »/, „ 66-80 „ Getreidepreife in M a n u () e i m Vrotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. 22.50-22.75 Alk. Roggen 100 Kg. 22.50-00.00 Mk. Weißdrol 2 Kg. 62 Pig. Lchivarzbrot 2 Kg. 58 Pig. x6 Prozent von reinem Eiweiss — f dem Grundstoff für den Aufbau des \ Körpers — enthält Quaker Oats. Keine andere Nahrung kann mit Quaker Oats verglichen werden. Kciqe andere Nahrung ist so schmackhaft und sparsam. Grosse Beparalurweristatle 18r Flügel, Pianinos a.üaraoniama Klavierstimmen. — Aufpolieren von Pianos, WILH. OOOOLM Grossh. Hess. Hoflieferant le"/, Seltersweg 91. liessen* Soitersweg 91, v-' W ! 'M E U •X ■ : 1 U Klinik einreichen. 937 fiebniar 1908. L Ordinarius und inet llnioerfi- Pans Virchow, geboren. Wieseck, den 12. Februar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Scham, der. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Wieseck für das Jahr 1908 liegt vom 13. Februar 1908 acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau zu Jedermanns Einsicht offen. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von KnnalisaLionsarbeiten wird die Wilsonstraße von heute an bis auf weiteres, für den Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, beit 9. Februar 1908. G-roßh. Polizeiamt Gießen. Reinhart. hatte °^n mit in Am und dcm ,lWid) umj 1Ä eine« Oerun, was $teit9te Klage n-toittbe aber ’ A -lüuntnis * S C°hn dasVafahren - ^ugetlagten 1 Ach megen roie verurteilt .!e °u und be- t nach Ablauf Nach richte beginnt l^er Seleibigte •läget ober erst '■oeleibigungen Mmden beibe ="■ ton«, fe* d>° KZL W cm StDWcr MeitsUWeis Gießen. Gartcnstrasre 2, Zimmer 2. ES können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Wärter, 1 Bauschlosser, 1 Maschmenarbeiter, 1 Buchbinder, 1 Kellner, 4 Dienstmädchen, 1 Küchenmädchcu, 4 Tabakenlrippe- rtnnen, 4 Zigarren- beAiu. Wicketmacher. Lehrlinge: 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Koch, 1 Drucker, 1 Färber, 1 Tapezier. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 Schreiner, 1 landwirtschaftl. Arbeiter, 2 Wagner, 2 jüngere Svengler, 2 Friseure, 3 Maschinenschlosser, 1 Maser, 2 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Schmied, 1 Spengler. Es suchen Arbeit: Bö/2 1 landwirtsch. Arbeiter, 1 Installateur, 1 Schuhmacher, 1 Buchbinder, 2 Fuhrtnechte, 1 Sattler- und Tapezierer, 3 Schreiner, 4 Zigarrenmacher, 10 Arbeiter, 1 bkrankenpsteger, 1 Hausbursche, 3 Lausjrauen, 2 Waschfrauen, 1 Zeitungsträgerin, 1 Putzfrau, 1 Putzumd chen.______________________________________________ Die Stelle des Portiers der Universitäts-Augenklinik Gießen ist am 1. Marz d. I. neu zu besetzen. Geeignete, unverheiratete Bewerber, die über gute Zeug- niffe verfügen, wollen ihre Meldungen unter Beischluß der letzteren bis spätestens 15. Februar bei der Verwaltung der >ise in Ließe» , 82-88 Pig. 70—80 , Nicht uyrcsie 2.20, Magnum iiige.iDeiße, 2.25 lingnuin bonum a. M.: Role ociße nmbe 2.00 Wiesbaden: e i in: Magnui» ■3.50, lote 4.25 ). Lelbslcischiqe >le Tabcr Ml. onum 2.90 bis Mk. 0.00-0.00, inlbal: Soli 0, Gelbfleischige, Dlttgiium bonum .80, weiße 3Z. ischige rote 3.00 im bonum 2,10, orte 2.50, weiße Gesetzliche Gesellenprüfung Die diesjährigen Gesellenprüfungen finden im Monat März und April statt. An derselben können alle jungen Handwerker aus Gießen Heuchelheim, Wieseck, Aücn-Buseck, Beuern, Großen-Bujeck, Burkhardsfelden, Hausen, Watzenborn-Steinberg, Leihgestern, Langgöns, Großen-Linden, Klein-Linden, Annerod, Trobe teilnehmen, deren Lehrzeit spätestens am Schluß der Prüfungen beendet ist. Anmeldungen zur Prüfung sind unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars (bei dem Unterzeichneten erhältlich) bis zum IG. Februar d. Js. an den unterzeichneten Ausschuß zu richten. Die Prüfungsgebühr beträgt 3 Mark und ist mit der Anmeldung an den Unterzeichneten einzusenden. Wir machen insbesondere darauf aufmerksam, daß die Ablegung der Gesellenprüfung u. A. als Vorbedingung für die Anleitung von Lehrlingen und die Führung des Meistertitels erforderlich ist, ihre Ler- sämnis daher später empfindliche Nachteile im Gefolge hat. Gießen, den 8. Februar 1908. Ztt DsiiiizsLllsschuß bet GltsMttliesereius zu Gießen: Traber. v"/. am Aktiva. £ 77,48 6611,21 6611.21 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 102 Will. EberS- 15-33 cm Dm. 5—13 m lg. Lärchen. 360 23 210 15 350 4 3 9 1OOO 28 7 Fm. 53 , 7 , 15 , 1060,— 2354,32 1092,36 2104,53 3502,78 2208,16 . 594,87 i 227,92 3 105 [925] GeschäftSguthaben Mitglieder Reservefond Betriebscücklage Reingewinn Eichen-Stälnme, Küfern- _ jft der Vormittags 11 Uhr am selben Tage am gönser Weg: Während 1907 gingen zu ab Daher Stand der Mitglieder Ende Warenvorrat : Lassenvorrat : auSstehendeForderung. Manco d. Lagerhalters Geschäfts- Mobiliar 86,08 10% Abschrcibg. 8,60 Holzversteigerung. Dienstag, den 18. Februar, vormittags 10 Uhr, kommt im Pohl-Gönser Gemeindewald, Distrikt Haide und Heidelbeerberg, Zusammenkunft am langen Weg, nachstehendes Holz zur Versteigerung: Sämtliches Holz lagert unweit am EberSgönser Weg. Pohl-Göns, den 10. Februar 1908. 930 Großherzogliche Bürgermeisterei Pohl-GönS. Schupp. rm Birke-Scheiter , Kiefern-Rundscheit „ Birke und 21 rm Kiefern-Knüppel Birke- und Kiefern-Wellen rm Birke- und Kiesern-Stöcke 31. Dezember 19(17. Passiva. 15-35 , „ 6—15 „ 18-35 y u 3—12 Fichten-Derbstangen, 8-15 „ u bis 12 (Sparren-, Gerüst- und Leiterstangen) Retsstangen, 6 Fm. Annerod, den 9. Februar 1908. Landwirtschaftlicher Konsumverein eingetr. Gen. m. u. H. Der Direktor, Feuster. Der Rendant, 1906 4 1 1907 66—80____ ije in Gießen .15 Ubr. yer, • :ert. ■ ibibn • nun . • senbahu . 120.50 , 106.25 20510 feiSS ' ■ ' ; 106.30 * 23600 ' 141-80 17J.10 '138 00 * 203.00 81.50 ' 2590 14510 116.00 Isges- • • 26 30 IOK - * brot 2 Üsi. MH ichte tank für Handel an^56' 199iö0 werk > ' 216,00 ö. 1 • ' 106.00 . • • ' 14620 au \ Kein« ktr 0--' irsato* > 13 Rmtr. m Kiefernstämme v. 40—49 Fm cm unter V V Angebote sind getrennt zu halten, da eine Zusammen 1) 2) 3) 4) 5) 6) 7) 8) 9) R. Ferfcech Selteisweg 83 25 25 KrciStieibauamt. Flende r, .^eisbaumeisler. Durchm. ii V u Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Keller. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. S ch o m b e r. Eichrn-Kriüppelholz Kiefern» „ Fichten» Eichen-Stoäholz ) ,, . K.-sern» „ ° ) L-rklemert 2,62 30,80 57,79 49,67 79,04 3,69 5,08 63,71 37,01 rechnung nicht stattsindet. Die Bedingungen können bei uns eingesehen werden. Sonstige Auskunft erteilt Forstwart Lotz dahter. Offerten sind verschlossen mit der Aufschrtft „Holz- submission" bis zum Freitag, den 14. Februar, vormittags 11 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichcn, wo in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter die Eröffnung stattsindet. Wieseck, den 8. Februar 1908. HolzÄersiergerzwg im Gießener Stadtwald. 2 33 85 210 229 4 10 365 131 6,1 54,1 4 63,4 59 3,5 41 32,1 1,4 1690 1255 130 „ Fichten Die Zusammenkunft ist auf der Licher-Straßc an der 2. Schneise. Gießen, den 7. Februar 1908. Holzsubmisfion. Nachverzeichnetes ^olz aits den Waldungen der Gemeinde Wieseck, in den Distrikten Heide, Badenburger Wäldchen und Schrei lagernd, soll auf dem Submissiouswege vergeben werden. „ 30—39 „ 25—29 Donnerstag d. 13. Februar 1908, vormittags 91/-. Uhr beginnend werden in den Waldungen der Stadt Gießen in den Distrikten Wanne, Waldöhnte und Brauyof versteigert: 163 Fichtcn-Derbslangcn mit 17,29 Fstm. 13 Lärchen- „ „ 1,36 „ Eichen-Nutzschcitholz „ Scheitholz Kiefern- „ WchckiiysBM-Vcriii»!sUß. . »Aür den Wasserleitungsbau der Gemeinde Wistmar (Bahn^ lmie Wetzlar—Lollars sollen nachstehende Arbeiten in 2 Losen öffentlich vergeben werden: Verlegung von etwa 3500 lsd. m (Onstrobr- leüuttft von 100 und 125 mm 1. W. lohne Nohrlieserung) mit ®q)teocr unö Htzdrauten, Herstellung der Hausleitungcu, etwa 260 Anschlüsse =■ Los I, — und der Bau des Hochbehälters von loO cbm ^-aiiunqsrannl — Los 28. Die Verdingungsunterlagen und Zeichnungen liegen im Streik .tcfbauamt (Lahuhon.ratze 29) zur Einsicht offen, von ivelchein auch die Angebotsformulare, solange der Vorrat reicht, gegen postfreie Einsendung von 2,— Mk. für Los I und L- Mk. für II bezogen werden können. » , Angebote sind verschlossen und mit entspreckeiider Aufschrift öei-iebcn bis zum Samstag den 2V. Februar 190S nachmittags 2 Ubr, pothiet an das unterzeichnete Bauann einMfenben, welchem Zettpunkt daselbst die Ailgebore in Gegenwart der etwa erschienenen Breter geöffnet werden. Zuschlagssrisr 14 Tage. Wetzlar, 12. Februar 190tz. Holzversteigerungen der Gräfliche» Oberförfterei Laubrrch. 1. Montag bett 17. Februar nach Zusammenkunft 10 Uhr auf der Lla:eis,tratze am Dipr. Livndelrain aus D Zdenbelraiin Ducken, rm: 380 Scheiter, 67 Prügel, 91 Stöcke, 124 Reiierprügel. Ztchten, rm: 19 Prügel (15 in lg.), 33 Stöcke. 2) Petrrswald Lb, la. Buchen, rm: 140 Scherrer 1. u. 2. SIL, 109 Prügel, 38 ^töae, /6 RenervrügeL 3) Nasscrwald 2, 3. Luchen, rm: 12 Spetter, 80 )LtammprügLl,, 18 Eschen- und Kirschbmnrrprügel (1^ m lg.), 4 Ftcktenprügel (1,5 m lg.), 63 Eschen- und Luchenstanrnrreuerprügel, 35 Jtchtenäopsreiier. 4) üLüitersbcrg 1, Musbail 2 und ram 3. 11 Eschenalnchnitte von 2—9 m Länge 19/42 cm Dchm. =• 3^5 Fm., 6 Ayornab schnitte „ 3=9 „ ,, 25/46 „ „ = 342 „ 1 UluieuabschniU ,, 7,4 „ „ 37 f, » =0^0 ,, 5) Slobiveiicc und Lcicliolz flächen» weise. Das Holz unter Älr. 3—o kommt unvorgezeigt beim Pflanz- garten Peterswald zum Ausgebot. 2. Dienstag den 18. Februar aus Flensunger»Jlsdorfer Wald nach Zuiannnentunit 10 Uhr nm Eingang zuui Flensunger Hrnwald uoui Hofe aus. 1) Flcniungcr Hofwald. Stämme Fichten: 5 St. = 0,63 fs-m., Derbstangen 35 1. Kl. --- 3,51 Fm., 110 2. Kl. =• 11,94 Fm., lOua 3. SSI. = 36,12 Fm. Reisslängen: 1120 St. = 16,20 Fm. 2) Jlsdorfer Wald (Laubbcrg). Stämme: 104 Elchen = 18^5 Fm. (Bau- und Wagnerholz), 3 Kirschbäunle =- 1,67 Fm., 93 Kiefern =■ 38,43 Fm., 2 Lurchen = 0,71 Fm. (Lauholz), 2 rm Eichen-, 4 Hainbuchen- und 4 SUrschbaum-NutzscheUer. Luchen, rm: 12,2 Schell, 40 Prügel und 52 Aureiser. Eichen, rm: 4 Runüscheü, 17,6 Prügel, 15 Stöcke und 221 Astreifer. SUrfchbaum, rm: 4 Prügel und 8 Ast- reiser. Kiefern: 41 Prügel. Erlen: 10 Prügel und 4 Astreifer. Das Brennholz kommt zuletzt unvorgezeigt zum Ausgebvl. [ßi'A Nutz- und Biemchoiz-Verkaus Köttigl. Lberförsterer Krofdorf. Mittwoch den 19. Februar, vormittags 10 Uhr, kommen rm Freund'scheii Saale in Krofbo'r, zuur Lerkauf Saiutzbczirk Si.rofdorf: Distr. 19. Luchmaid, Eichen — 40 9tn:. Sllpchtnutzholz 2 m lang, 70Rm. Scheit, 16 Rm. Knüvpel, 400 Rni. Reuig. Lumen = 15 Rui. Rolleii, 1,25 m lang, 460 Rm. Scheit, 50 Rn:. Knüppel, 800 Rur Reisig, 185 9int Stockoolz. Schul-bcz. Waldbaus: Distr. 49, Lichtenberg, Eichen = 20 Stämme von 17—22 cm Dm., 5,11 Für., 16 Rur Schichmutzhvlz 2 und 4 m lang, 4 9Lm. Scheit, 8 utm. Krcüp- pel, 25 Rm. Reisig. Buchen — 9 Stäuune von 29—38 cm Durchm., 8 8hiL Rollen 1,25 m lang, 32J Rm. Scherl, 140 Rm. Knüppel, 507 Rm. Reisig. Ausverkauf infolge anderweitiger Unternehmungen: Beleuchtungskörper, Gas- und Wasserleitungs-Artikel, Badeöfen, Badewannen, Gasherde und -Oefen . ...... zu bedeutend herabgesetzten Preisen „ Fichten» „ grob Wellen Eichen-Reisig „ Kiefern» , Fichtenstämmc v. 30—39 „ , 25—29 „ unter 25 u n 25 Nur anerkannt gute Fabrikate, Höchster Bar-Rabatt; kleinste Raten. Langjährige Garantie. Probelieferung überallhin. Pianes zn vermieten, Such Harmoniums; monatliche Mietpreise 2 bis 12 M. Bei Ankauf eines gemieteten Instruments Gutschrift der Miete 1t. besonderen Bedingungen. Pianoi® Phonola und 950 u. 1250 M. 2150—2650 M. Gespielte Pianinos, Flügel und Harmoniums sind meistens in grösserer Zahl vorrätig (30 bis 1200M.) Chaussee Winnerod— Zusammenkunft 91/3 Reinhardshain oberhalb des Jgclsteiches; es wird mit 184 36 304 4 1440 Bohnenstangen 90 Nm. Buchen-^Scheitholz den Fichtenstangen und Nadel-Brennholz begoniien. d8/2]Sames, Förster. 31 11 72 91 7 158 Ihr „ „ -Prügel » „ -Stock „ , „ -Neiser „ Eichen-Scheilholz „ -Stock „ -Neiser Nadel-Prügel „ -Stock „ -Reiser Holzvcrsteigeruug Wlnuered. DonuersraK den 13, Februar 1908 sollen in den Distrikten Neuhof, Lange Buchen, Buchwald und Walpersberg versteigert werden: 25 Eichenstangen 10 bis 11 cm Durchm. . . . 1,64 Fstm. 232 Fichtenstangen 9 bis 1.0 ein Durchm. . . 20,43 „ 3956 Fichtenstangen 4 bis 8 cm Durchm. . . 49.69 „ Nm. Eichen-Prügel HoLzverfteigerrmg. Donnerstag, den 13. Februar d. Js., vormittags 10 Uhr lverden auf der Prooinzialstratze Wetzlar-Greßen beginnend bei Stat. km 6,2 (Gemarkung Münchholzhausen) versteigert: aus reinstem Cascara-Sagrada, Extrakt hergcstcllt wirken prompt siclaer. In allen Fällen, wo der Darm seine für die Gesundheit erforderlichen Funktionen mangelhaft oder unregeltnlLssjg ausübt, sind „Cascara Dr. Adler“ ein niRcensttirkt-inics, bint- reinigendes, idcalwlriicndea Pu^gativmitiol. Dr. Adlers Cascara-Pastillan emd in allen Apotheken in Schachteln au 20 und 40 Stück xum Preise von M. 1.10 resp. M. 2.20 zu haben; Genoral-Dyjou Versandt: Privileg. Schwanen- Apotheke. Frankfurt u. M. Friedb.-Anl. 0. Telefon 525. Wetzlar, den 7. Februar 1908. C*7? 5?reisstraßenbanamti 1. 6,70 Fm. Kastanien-Stammholz 2. 9,87 V Ahorn-Stammholz 3. 1,08 0 Eschen-Stammholz 4. 21,50 Rm. Knüppel 5. 146 Rm. Reiser. 1851 PIANINOS 880 bis 1700 M. x xx \ <$> &JT \ c-, % <ebr. Ber