an W ^USSO iter 1908 -N Ädl.Älav.-Un,eM »Ä&S tbiaiibergcivaidieniL l neu geUüflciL >' k'MengM Nr. 19. iter-iBall- L pg- Fächer M*® en sieter AW* a‘ ilomon« ue'.. itadttiieatei Giessen. Henna.« St»»«* tenllM®»“® S»W* sMiek? dB*### SS'"5** 2Ä-** »nn"ä6 “Ajjll • f? iu j srtcn l--° ks-? S*!“’ bcllds 'iscn ’V>^ l|»>»«,Scbool 815/ 'CUuisir. iu «l»fc Eiuaci- Ud- icrricbi.Ttg- I AbeotlkJ., Grammatik. Iterator, Kniersat, de!skorr.,HacnnillMt tu isch,Franz. Iiepracb, durch Lehrer Siuon. Mliaige Preis.- sch Proben. grati- a iludlicliken Prorp irr! töt.-Ajj **2710!««. loaiä ipBst । nui la-Cijcft rn ivmler umwnlMtm ßciutht unter Nr. W m dir lieisener ÄMtzn erb. iüer-VereiB, den 15. Novciübkr, ÄedesHemBch Mit-Adcs mit SonjettrlflÄ l u. s. w. Ml- ib Gönner iinb bcrzllS nnlltomuien. em (?et Vorhand^ enrie’iie Ahrens. nj71ÄÄii?u lnn..1.1.14 Podien üa- laiiMgelu durchaus .lernen. ,O!LI Walter, Lichernr, i, t wigaisu Mitimoch 11. November 1008 Zweites Blatt Nr. 206 Gießener Anzeiger Erschein» tügllch mit Ausnahme deS bonalag». General-Anzeiger für Gberhefien 158. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag der vrüdl'schea Unwersuäls • Buch- und Eierndruckerei. 9L Lange, Gießen. Redaktion, Exveditton und Druckerei: Schul- slraße 7. Exvedmon und Verlage 6L Redaktion:^-^113. Tel.-Adr.:AnzeigerGreßen. Dre „Stehener FamtiiendlSNer- werden dem ^Anzeiger" otcrmol wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblatl für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwtrlschastllchen Seit» trogen“ erscheinen monatlich zweimal. politische Lagessciiau. Tas deutsch-französtsche Uebereiokommeo. An bcmielben Tage, da der Deutsche Reichstag in ernster Debatte die jüngsten unerquicklichen Vorfälle behandelte, ist es nun glücklicherweise auch zu einer Verständigung zwisäicn Frankreich u nd Deutschland gekommen. Der stellvertretende Staatssekretär v. Kiderlen und .der französisck-e Botschafter Carnbon unterzeichneten im Auswärtigen Amt folgendes Übereinkommen: „Die deutsche und die französische Regicruna bedauern die Ereignisse, die sich am 25. September 1908 in Cajablanca zutrugen und untergeordnete Organe zur Anwendung von Gewalt und zu ärgerlicheir Tätlichkeiten führten. Sie beschließen, die Gesamtheit der hierbei entstandenen Fragen einem Schiedsgericht zu unterbreiten. In beiderseitigem Einvernehmen verpflichtet sich jede der beiden Regierungen, ihr Bedauern über die Handlungen Ltiefer Organe in der Gemäßheit des Spruches ouszusprecksti», den die Schiedsrichter über den Tatbestand und die Rechtsfrage abgegeben werden." Jrn französ. Gelbbuche, das demnächst über Marokko heraus- tzegeben wer^u foli, werden, wie es nun heißt, die aus die Deserteure in Casaolanca bezüglichen Dokumente nicht enthalten sein. Richt ohne Interesse ist das Urteil des TempS über die deutsü)- fvanzösiiche Verständigung: „Die französische und die deutsche Negierung bieten, indem sie ihren Streit der Entscheidung eines dritten anheim stellen, der Welt ein Schauspiel, welches nickst ebne Größe ist Wenn man an all das denkt, was bie beiden Lunder in der früheren, wie in der jüngsten Vergangenheit scheidet, wenn man sich ihrer schroffen Streitigkeiten erinnert, dann wird man anerkennen, daß ihre Friedens^cmühung ganz besonders verdienstlich ist. Es wäre kindisch, anzunelMen, daß Frankreich und Deutschland an den verschiedenen Punkten, wo sie mit einander in Berührung sind, in Zukunft keinerlei Schwierigkeiten mtlyr zu regeln hauen werden. _ Die Hauptsache ist, daß sie die Uebcrze'ugring erlangen, daß diese Schwierigkeiten nicht unlösbar sind, unter der Bedingung, daß man dieseloen mit Billigkeit und aus dem Fuße gtegenseitiger Gleichheit behandele." « Da8 neue Besoldungsgesetz für ReichKbeamte. Tie ( :währung des Gehalts erfolgt an die etatmäßigen 'Reichsbcamten auf Grund der neuen Besoldungsordnung 1, an die gesandtschaftlichen und die Konsularoeamten auf Grund des ReichshaushaltsetatS, während für die Bewilligung des bei der Bereelmung der Pension zu Grunde zu legenden Gehaltes die Be- soldungsoronung 2 maßgebend ist Für sämtlick-e Offiziere gilt die Besoldungsordnung 3, für alle Unteroffiziere die Aesoldungs- vrdnung 4. Die Besoldungsordnung 1 zerfällt in 69 Klassen, die Besoldungsordnung 2 in 11 Kla,sen, die Besoldungsordnung 3 weist 47, die BesoldungsorLnung 4 29 Dhtmmern auf. Rach der Befoldungsvrdnung 3 belaufen sich die Geholter für Leutnants nrü) Oberleutnants vom ersten bis vierten Jahre auf 1500, bis 6iim achten Jahre auf 1800 und vom neunten Jahre an auf 2100; für Hauptleute bis zum vierten Jahre auf 3400, bis zum achten Jahve auf 4600, vom neunten Jahre ao auf 5100, für Äataillonstommandeure auf 6552, für Regimentskommandeure auf 8772, für Brigadekommandeure auf 10 620, für kommandierende Generale auf 13 980 und 18 000 Mark Dienstzulage. Bei der Marine sind die Gehälter entsprechend, doch erhalten die Sub- alterofjiziere ihre Gehälter nicht nach Jahren, sondern nach Pro- Kentzifsem: 1500 Mark also 30 Prozent, 1800 Mark 30 Prozent, 2100 Mark 40 Prozent, lieber die neuen Wohnungsgeldzuschüsse bestimmt das Gesetz: Die Ortsklassen werden eingeteilt in fünf Klassen a bis c, der Wohnungsgelvzusckmß in seck)s Tarife. Das Gesetz hat rückwirkende Kraft bis 1. April 1908; die gezahlten Teuerungszulagen werden angerechnet. In der Begründung heißt es: Alle Maßnahmen erfordern für 1908 einen Mehrauswano von 75V9 Millionen, für 1909 einen fofdyen von 99‘/3 Millionen. Sie gehen in ihrem Umfange und in ihren Erfordernissen weil über auc3 hinaus, was bisher im Reiche auf einmal zu Gunsten der Versorgungsberechtigten geidtfben ist Ist es nun gewiß auch mit Freude zu begrüßen, wenn durch die gedachten Aufwendungen das Einkommen von Hundevttausenden von Angestellten erhöht, ihre Lebenshaltung erleichtert und die Arbeits- freubigfeii und die Hingebung an die öffentlichen Jirteressen geloben wird, so ist doch anderseits als Kehrseite nicht die schwere finanzielle Belastung zu verkennen, welche dem Reiche daraus erwächst. Bei allem Wohlwollen, das die verbündeten Regierungen für ihre Angestellten hegen, war daher eine Beschränkung der Gehaltsaufbesserungen aus das Rtaß des noNvendigen geboten und cs mußte üoerall die mittlere Linie zwischen den vielfach weit gesteckten Ansprüchen und Wünschen und der schuldigen Rücksickst aus bie finanzielle Leistungsfähigkeit des Reiches ge- ttommen werben. Unrichtige Schatzung des Ertrages der Glühstrumpf Steuer. In dem vorliegenden (Seleßeniiuuri der Eleltrizitäts» und 65a§« steuer wird der voraussichtliche Remertrag auf rund 50 Millionen Mark geidiäßi. Hiervon treffen — nach den r.usiührnngen des Enlwnr'es — rund 32 Proz. aiü elehvijcbc Arbeit, 26 Proz. au' Gas, 24 Proz. auf bie Beleucblungsmitlel für Elekiriziiät und 18 Proz. ain Beleuchtungsmutel für (Vas. Als Beleuchtungsnuttei für Gas kommen nur (Slübfirümpie in Frage, die also nach einer Schatzung des Reichsschatzamtes 18 Pro». von 50 Millionen gleich 9 Millionen auibringeu sollen. Ta in dem Entwurf der Glüh- strumvi mit einer Steuer von 10 P'g. bedacht ist, rechnet man mit einer sleuer'ähigen Produktion von 9v Alilliouen Glühkörpern. Tie .AletaUmdustnelte Diundichau" weist mm darauf bin, daß die Ge- fanuvrodultion der deutschen Klühkörver nur ca. 80—90 Millionen €tücf erreiche, wovon die gute Halile ciußeihalb Teutschlands xlazicrl werde. Da nun nach dem Entwurf der Export von der Steuer frei ift, so beträgt das Steuerobjekt im günstigsten Falle ca. 40 Millionen Stück, die einen Bruttoertrag v 0 u vier 9)1 i 111 0 n e n 9)1 art embringen würden.' Tie Schätzung tu dem Gteuerentiüutf läßt also auch m diesem Falle jede sachmännijche Ju'ormanon vermissen. Deutsches Neich. Prinz August Wilhelm, der mit seiner jungen Gattin am 27. November in Potsdam einzieht, wird bei der dortigen Regierung befchäftigt werdens um die Tätigkeit dieser Behörde kennen zu lernen. Die Beschäftigung des Prinzen wird voraussichtlich am 1. Januar 1909 beginnen. Gegen bie Tabakverb rauch Neu er ist gestern in einer großen Volksversammlung cmflimmig eine Resolution angenommen worden. Der nächste deutsche Gastmirtstag wird in Kiel stattfinden.___________________________________________ Ausland. E i n türkisch-servile cs ^-undni-s. Das Belgrader Mali Journal meldet, daß es 9cowaLowi.sch in zvonstannnopel schließlich gelungen sei, ein Bündnis zwischen der Türkei mW Seroien zuststwe zu bringen. Die Kaiserin-Witwc von China ist schwer eirranlt. Kie Gerüchte, sie sei gestorben, sind falsch. Der Keifer und Zeppelin. Der Kaiser hat an dem gestrigen Aufstiege des Grafen Zeppelin nicht teilgcnommen, sondern den Aufstieg nur vom Bord eines Dampfers aus beobachtet. Tie Nachricht, daß der Kaiser mit dem Zeppelinschen Luftschiff aufgestiegen sei, beruht auf einer Verwechslung der Person mit dem Fürsten zu Fürstenberg, der gleichfalls Jagduniform trug. lieber den Abschluß der heutigen Fahrt berichtet der „Schwäbische Merkur": Unter unbeschreiblicher Begeisterung kehrte das Zeppelinsche Luftschiff um 3 Uhr nach glänzender Landung wieder in seine Halle zurück. Nach- dem der Graf die Gondel verlassen hatte, trat der Kaiser auf ihn zu, um ihn mit herzlichen Worten zu begrüßen. Nach einer Ansprache, in der der Kaiser den Grasen als den Stolz des Vaterlandes bezeichnet hatte, hing der Kaiser ihm eigenhändig das Band des Schwarzen Adlerordens um und brachte ein von allen Anwesenden mit Begeisterung aufgenommenes Hoch auf den neuesten Ritter des allerhöchsten preußischen Ordens aus. Es war ein Anblick von höchster Weihe, als der Kaiser den mit dem gelben Bande des Ordens über dem Pelzjackett geschmückten alten Herrn voller Herzlichkeit auf beide Wangen küßte, mährend der Fürst von Fürstenberg ein donnerndes Hoch auf den Kaiser ausbrachte. Dem Grafen standen die hellen Tränen in den Augen, als er, fast wortlos vor Rührung, dem Kaiser dankte. Auch der Fürst von Fürstenberg umarmte den Grafen. Alle Umstehenden waren tief ergriffen. Darauf verließ der Kaiser die Werftanlagen unter den nicht endenwollenden Jubelrufen der großen Menge. Kurz vor 4 Uhr erfolgte die Abreise des Kaisers. Graf Zeppelin hat sich mit dem Kaiser nach Donaueschingen begeben. Als bei der Abfahrt die Menge in endlosen Jubel ausbrach, zog der Kaiser den Grafen vor sich ans F-enster. Die R e b e , die der Kaiser bei der Uebcrrcichung des Schwarzen Adlerordens an den Grafen Zeppelin hielt, halse folgenden Wortlaut: In meinem Namen und im Namen unseres ganzen deutschen Volkes freue ich mich. Eure Exzellenz zu diesem berriidjen Werke, daS Sie mir heute so schön vorgesührt haben, aus tiesstem Herzen zu beglückwümchen. Unser Vaterland kann stolz sein, einen solchen Sohn 511 besitzen, einen der größten Deutschen des 20. Jahrhunderts, der durch seine Erfindung uns an einen neuen Ent- w.cklnngSpunkt des Menschengeschlechts geführt hat. Es dürste wohl nickst zu viel gesagt sein, daß wir heute einen der größten Momente in der Entwicklung der menschlichen Kultur erlebt haben. Ich danke Gott mit allen Deutschen, daß er unser Volk für würdig erachtete. Sie den unseren zu nennen^ Möge es uns allen vergönnt sein, dereinst auch, wie Sie, mit Stolz an unserem Lebmsabend sagen zu dürfen, daß es uns gelungen ist, so erfolgreich unserem teueren Baterlande gedient zu haben. Als Zeichen meiner bewundernden Anerkennung, die gewiß alle Ihre hier versammelten Gäste und unser ganzes deutsches Volk teilen, verleihe ich Ihnen hiermit meinen hohen Orden vom Schwarzen Adler. (Es erfolgte hier sogleich die Investierung durch Se. Majestät und den Oberstmarschall Fürsten zu Fürstenberg.) Nun gestatten Sie mir, mein lieber Gras, daß ich Ihnen jetzt schon inoffiziell die Akkolade erteile (dreimalige Umarmung). Se. Exz. Gras Zeppelin, der Bezwinger der Lüste! Hurra! — Die Zeugen des wahrhaft erhebenden Aktes stimmten gerührt und begeistert in daS dreimalige Hurra ein. Aus SLadt ussS Lcrnv. Gießen, 11. November 1908. •• Hessische Politik. Am letzten Sonntag wurde in Frankfurt a. M. em Landesverband jitngliberaler Vereine des Großherzogtums Hessen gegründet. In den Dorlänfigcn Vorstand wählte man Finanzamlmann Bangel (Vorsitzender), Lehrer Germann (Schrifis.), beide aus Darm- 1 nabt, sowie die 1. Vorsitzenden der angeschlossenen Vereine. Die erste ordentliche Verlreterversammlung findet voraus- sichll'ch Januar 1909 in Offenbach a. M. statt. — Durch die Wahl deS Justizrats Tr. Schmitt zum Landtagsabgeord- neten für Mainz-Stadt mußte er fein LandlagSmandat für Maiuz-Land niederlegen. Bei der am Dienstag nachmittag erfolgten Wahl wurde für Mainz-Land Rechtsanwall Tr. Zuckm eyer-Mamz gewählt. *• Eine deutsche Prinzessin in Amerika. Bisher wählten sich reiche 2lmenkanerinnen trotz böser Er- jahrungen mit Vorliebe europäische Aristokraten zum Gatten. Jetzt ist aber der umgekehrte Fall eingetreten. Ein reicher Amerikaner Holle sich aus der alten Welt eine Prinzessin zur Frau. Diit dem Dampfer .K.ronprinzessin Cecilie' ift dieser Tage die Prinzessin Mana zu Pfenburg und Bü- dingen aus Wächtersbach in New-Port eingetroffen. Dre 27 Jahre alte Prinzessin ist bie erste deutsche Prinzessin, die einem reichen Erber» aus dem Dollarlande die Hand zürn Lebensbunde reicht. Auf Schloß Gettenbach lernte sie bei einer Verwandten, der verwitweten Erbgrasin zu Psenburg und Dleerho!;, den 22jährigen, mit irdischen Glr'rcksgütern reich gesegneten Admor Robinsohn aus Baltimore kennen. Admor ist der Stiefsohn des bekannten 2lsiyriologen Hilprecht, Professors an der Universität Baltmrore. Hilprecht liegt vier Monate im Jahre seinen Studien m Abu-Habba, El-Nirn- rud oder Chorlabad ob, währenddessen Frau und Stiefsohn Reisen unternehmen. Auf einer dieser Reisen in Italien lernten beide die Erbgräfin kennen. Diese veranlaßte bie Amerikaner, sich in der Oiahe ihres Wilwensitzes in Hailer bet Gelnhausen anzukcmfen, und seitdeur verbrachten Nirs. Hilprecht und Mr. Robinsohn alljährlich mehrere Wochen in ihrer Villa in dec Kmzigniederung. Bei den Besuchen aui Schloß Gettenbach lernten sich Prinzessin Niaria »mb Mister Robunohn kennen und lieben. Fürst zu Psenburg und Büdingen m Wächtersbach, der erst von dieser ^^iesallianz^ nichts wissen wollte, gab schließlich doch feine Zustimmung zu der Verlobung, und mit ihrem Zukünftigen i|t bie Prinzessin jetzt über den Ozean gezogen. *• Lebensretter. Ter Badebiener Franz Schmidt zu Gießen hat am 26. Juni einen Knaben von» Tode des Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist ihm von S. K. G. dem Großherzog eine Geldprämie verliehen worden. - WohltätigkeitSfest. Man schreibt nns: Die am Montag im GesellschaftSvereinsha»is tagende Versammlung der am 21. d. M. bei der Veranstaltung zum Besten der hiesigen Schwestern Mltwirkenden bot ein erfreu» liches Bild deS Zusammenarbeitens Aller für den guten Zweck. Frauen und Rküdchen wetHfcrn mit einander in dem Bestreben, ein möglichst schönes sinanzielles Resultat zu er* Feien, das, wie noch einmal hervorgehoben werden soll, den hiesigen Schiveftern beider Konfessionen in gleichen Teiler» zu- iällt. Es werben neben der Aufstellung kalter Buffets und dem Verkaufe kleiner Ktinstgegensiände, Postkarten, Blumen und Zigarren in geringem Maße keine Beckaufsstände geschahen,' um der» Geschäftsleuten, die die allgemeine Wirt- schasi-lage schon hinreichend empfmden, im Weihnaeytsgeschaft in keiner Werse zu nahe z»r treten. Mit Rücksicht auf da» am nächsten Tage stattfindende Totenfest soll der Festabend pünktlich um 11 Uhr zu Ende sein und hat man deshalb öen Ansang eine Stunde früher, also auf 6 Uhr, gelegt, (rin Prolog kommt z»r Beginn des Konzertes zum Vortrag. Geldipender bittet man an Fabrikant Klingspor, Nroltkeslc. 8, gelangen zu lassen. •• Der Evangek. Arbeiterverein hielt am letzten Sonntag im oberen Saale der Herberge seinen zweiten Vortragsabend ab, bei welcher Gelegenheit Lehrer Le»l- Klein-Linden über die Lehrerfahrt nach der Wasserkante sprach. Die Reiseschilderunger» des Referenten, die durch Zirkulation von Bildern 2c. bie Schönheiten einer solchen Fahrt deutlich erkennen ließen, ernteten reichen Beifall. Leider »var der Besuch nicht so zahlreich wie bei dem ersten Vortragsabend. Ter nächste Vortragsabend wird am 29. l. Mts. statlfinden und zivar wird voraussichtlich an tiefen» Abend Stadtbanmeister Braubach über seine Reise nach den Kolonien sprechen. — Ter Kinberchor deS Vereins, der im vergangene»» Jahre nahez»» 100 Kmber zahlte, beginnt jetzt wieder unter Leitung des Dirigenten Ntusik- lehrer Gernhardt seine Proben, um bei der Weihnachtsfeier, öic in Steins Garten flatlfinbet, mitwirken zu können. "In Amerika verstorbene Hessen. Wilhelm! P. K. Schlatter aus Gießen, 64 Jahre alt, in Brooklyn, — Pastor Nikolaus Weiß aus Hering, 72 Jahre alt, in Otew-York. — Heinrich Zior aus Darmstadt, 55 Jahre alt, in Jersey City, Heigts, N. I. □ Großen-Linden, 10. Nov. Am 23. d. MiS. werden es 2 5 Jahre, daß unser jetziger Bürgermeister Landlagsabg. Le »in zum ersten Male als Ortsoberhanpt gewählt wurde. In seine Amtstätigkeit fällt ein bedeutender Aufschwung unseres Ortes, zahlreiche llreuerungen und fort* schrilttiche Einrichtungen wurden getroffen, bie dem Städtchen und seinen Einwohnern zum Segen gereichen. 1886 wurde an der Main - Weserbahn die Station Großen - Linden errichtet und schot» em Jahr darauf eine Güterverladestelle mit ihr verbunden. Vor jetzt 10 Jahren entstand das Acetylen- GaSwerk, bann wurde eine Aerztewohnung und eine Apotheke errichtet, sowie eine Kleinkinderichule erbaut. Im vorigen Jahre kamen die Wasserleitung und ein großes Gemeindehaus, das zugleich als Wasserturm dient, zur Ausführung. Die im Sommer erfolgte Neueinweihung unserer alten Kirche ist noch in frischer Erinnerung. Ihre Renovierung kollete der Gemeinde etwa 40000 Mark. -v Friedberg, 10. Nov. In einer gestern hier abgehaltenen Vertreterversammlung der hessischen Molkereigenossenschaften wurde deren Zusammenschluß be- schlosien zu dem Zweck, für ihre Geschäftsbetriebe gemeinsam eine Schutzmarke eintragen zu lassen. Diese Ntaßnahme beziveckt, bie Ntolkerei-Erzeugnisse für die Abnehmer deutlich erkennbar zu machen, und die Lieferung guter Qualitäten der öffentlichen Beurteilung zu untecfteUci». th. Wetzlar, 10. Nov. Die nach Plänen des Architekten Hamann (Gießen) erbaute, von der Firma H. Schafisraedt (Gießen) eingerichtete städtische Badeanstalt, bie außer einem geräumigen Schwimmbassin Brause-, Wannen- und Heilbäder enthält, ist bis auf Kleinigkeiten fertiggestellt. Das Bad wird am 26. b. Mts. durch einen würdigen Festakt seiner Benutzung übergeben werden. Der architektonisch prächtig wirkende Bau, der exponiert zwischen bet Lahn und der BahnlMstraße gelagert: ist, bildet eine malerische Zierde unserer alten Stadt und wird zwei.ellos für unsere Bevölkerung eine Annehmlichkeit bieten, deren gesmidl^eitlicher Wert leider heute noch vielfach verkannt wird. )( Marburg, 10. Nov. Dem Direktor der Landes-Heilanstalt, Geh. Medizinalrat Pros. Dr. Tuezek, der im vorigen Jahre Rektor der Universität war, bringt die Studentenschaft am Donnerstag einen Fackelzug. — Pros. Dr. lheol. Hermann wurde zum, Konsistorialrat ernannt. tihcucner Strafkammer. )( Gießen, 10. Nov. Erfolglose Berufung. Auf Privatklage des Lanvwirts L. W. in Alren-Buseck wurde der Ziaarrenrnncher H. S. wegen Körperverletzung zu 15 Mark Gelchtrafe verurteilt. St. hatte dem 12 jährigen Sohn des W. mehrfach ins Gesicht geschlagen. Ter Angeklagte erhob Bewusung und behauptete, das Verfahren sei nichtig, da die Klage nickst als Vertreter des Verzctzten von dem Antragsteller, sortdern im eigenen Namen erhoben worden ist. Aus der Klage geht aber bercor, daß der Kläger sich nicht selbst verletzt fühlt, vielmehr als gesetzlicher Vertreter seines Sohnes Strafantrag stellt, tonnten die Einwenoungen des Ängettagten (eine Perückjich.igung finden, was die Bestätigung des Urteils zur Folge hatte. Keine Beleidiguug. Der Landwirt I. V. aas u r 1a <. 0 -3 f e t b e n hatte einem Vorgesetzten des Straßenwärters Fr. W. die Mitteilung gemacht, es seien bei einem Straßenbau Unregelmäßigkesten vorgewmmen, W. haoe Kies, deo auf die Straße gehörte, zum Bau seines Haujcs verwendet. Das Sst-öffengericht verurt.üte B. auf Privatkiage des W. wegen Beleioigung zu 40 Mark Geldstrafe. Ter Angeklagte focht das Urteil an und bestritt jede oeleioigende 2ll),icht. Die BerufungsverHandlung ergab auch, daß der Angeklagte diw Ansickjt war, es seien tatsächlia) Unterfchleifen oorgekommen; er bat dieses einem Vorgesetzten des Klägers mitgcteiU und dabei feine beleidigende Form gebraucht. Unter diesen Umständen ge- langte das Gericht Lum Freispruch, es hob aber ausdrücklich |ertror, daß dem Klager nicht das geringste unredliche zur Last Nachspiel zum NeichStagswahlkawpf bjldcte die Privatkzagesache des Re cut sa n m a l t s K. hier, hegen den Oberlehrer Tr. W. in W o r m s. Als im Januar iin einer von der Deutsch-sozialen Partei einberufenen Versammlung, in welcher der Reichstagsabgeordnete Lattmann als Daupt- irebner gesprochen hatte, die Diskussion eröffnet war, besprach Reckstsauwalt K. örtliche Verhältnisse, worauf der Abg. Lattmann erwiderte, Rechtsanwalt K. habe bei dem Abg. Ulrich in Offenbach um sozialdemokratische Stimmen gebettelt und versprochen, daß die Nationalliberalen die Soziawemotraten an anderen Orten auch unterstützen würden. K. erklärte dieses für [unwahr und bemerkte, die Deutsch-Sozialen hätten keine Veranlassung, seiner Partei diesen Vorwurf zu machen, da sie es doch selber getan hätten, was Liebermann von Sonnenberg im Reichstag auch zugegeben habe, und hieran anschließend bemerkte er, der Vorsitzende der hiesigen deutschsozialen Partei Dr. W. hätte im Jahre 1906 selbst gesagt, wenn feine Partei nicht in die Stichwahl käme, würoen sie Parole für die Sozialdemokraten ausgeben. Diese Ausführungen waren häufig unterbrochen worden und es entstand ein Tumult, so daß sich der Vorsitzende Dr. W. veranlaßt sah, die Glocke in Bewegung zu setzen. Er unterbrach K. und bestritt die von diesem gemachten Angaben, indem er bemerkte, er habe nur einem Kollegen erklärt, sie würden in besagtem Falle Wahlenthaltung proklamieren und fügte an: „Wer das jetzt noch sagt, den erkläre ich für einen gemeinen Lügner." Rechtsanwalt K, der den Ausdruck auf sich bezog, erhob wegen Beleidigung Privattiage. Das Schöffengericht gelangte zum Freispruch mit tler sHletinierung: Dr. W. habe nur dgs gegen ihn Vorgebrackste berichtigen wollen, die Worte hätten fich nicht auf K. bezogen, sondern nur auf den, der das von ihm (K.) vorgebrachte weiter verbreite. Auch die Beweisaufnahme in bet Berufungsinstanz ergab kein klares Bild der Vorgänge; während der eine Zeuge glaubte, der Ausdruck muffe sich auf den Klager bezogen gaben, glaubte ein anderer, dieser sei direkt Lügner genannt worben und wieder andere meinten, die Aeußerung habe nur denen ge- gölten, die das von Rechtsanwalt K. vorgeorachte weiter ver- reiten. Das Berufungsgericht war nicht in der Sage, auf Grund der sich widersprechenden Zeugenaussagen eine Verurteilung ein- treten zu lassen, weshalb das Urteil seine Bestätigung fand. Der von dem Vorsitzenden vor der Verhandlung sowohl, als auch nach der Beweisaufnahme angeregte Vergleich scheiterte. Landwirtschaft. ---- Grün berg, lu. Nov. In tcn Tagen vom 14. bis 16. November l. I. findet dahier in der schönen und geräumigen Turnhalle eine Provinzial--Geflügel-Ausstellung statt, bereit Abhaltung der Gcflügelzuchtverein übernommen hat. An ihr beteiligen sich sämtliche Geflügelzuchtvereine Oberhessens, sowie die Hessische Lanmvlrtschastskanimer mit ihren Leistungs- Mchtstationen, die von ihr in der Provinz Oberhessen errietet worden sind. Tie Anmeldungen sind sehr zahlreich eingelaufen, so daß etwa 400 Nummern zur Schau gestellt werden können. Das hat wohl ]einen. Grund darin, daß die Züchter jetzt noch vielfach im Besitze ihres besten Junggeflügels sind, das nur zur Ausstellung kommt. _ Für Liechaber und Kenner Dürfte sich darum hier die allergünstigste und allerbeste Gelegenheit bieten, etwaigen Bedarf an gutem Rasfegeflügel bei billigstem Preise zu decken. Namentlich sind die vorzüglichsten Nutzstämme wie Italiener, Wy- andvttes und Minorta äußerst zahlreich vertreten, die erst genannte Rasse in mehr als 70 Stämmen. Auch das Wassergeflügel kommt in zahlreichen hochfeinen Exemplaren zur Schau, bc;önoerö lwerden die Gänse in wahren Riesenexemplaren vertreten sein. Ferner.sind die Tauben in fast allen Rassen und Farbenschlägen zu sehen. Die Preisrichter werden bei ihrem schwierigen Amte .reichlich Arlniit finden, um von den „Guten" das „Beste" aus- zuwählen. Reiche Mittel stehen ihnen zur Preisverteilung zur Verfügung. Auch sind in hoch erfreulicherweise sehr viele Ehrenpreise gestiftet worden, so acht von dem Landwirtschaftskammer- Ausschuß für Oberhessen und drei von be.u Vervanbe Der ober- hessischen Geflügelzuchtvereine, sowie von einer größeren Anzahl Einzelveveine. Auch die Stadt hat in hochherziger Weise wie in früheren Jahren, so auch diesmal wieder einen namhaften Preis gestiftet und sagen wir ihr und allen übrigen Stiftern von dieser Stelle aus unseren herzlichsten Tank. Ter Vogelsberger Gc- flügelzuchtverein hat sich sehr viele Mühe gegeben und auch keine Kosten gescheut, die Ausstellung recht würdig zu gestalten. Für leine Mühewaltung und großen Opfer wünschen mir ihm aber auch einen recht regen Besuch. Aber auch allen Züchtern und ^Liebhabern, Die sich vielleicht ein schönes Stämmchen Rasse-Geflügel erwerben, ober etwas Schönes sehen und vielleicht auch auf dem Gebiete der Rassenzucht noch etwas lernen wollen, können wir den Besuch der Ausstellung nicht dringend genug empfehlen. Elektrische Stratzenbahncn. . Unsere zukünftige elegische S^aßen^ahn ist ein beliebtes Gesprächsthema allerortens in unserer Stadt geworden. Die meisten freuen fidj auf die mannigfachen Vorteile, die dieses neue Verkehrsmittel bringen wird, andere betrachten den erfreulichen Abschluß unserer Stadtverwaltung mit einer gewissen Zurückhaltung, weil sie fürchten, daß die Stadtfinanzen ourcy die Straßen- vahn in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Es darf aber nicht vergessen werden, daß es eine Zeit gegeben hat, in her man Itait in bequemen Eisenbahnzügen in !Postwagen reifte und den ersten Eisenoahnprojekten gegenüber reckst mißtrauisch war. Als seinerzeit eine der ersten Bahnverbindungen zwischen Der Reichshauptstadt und Potsdam projektiert wurde, soll der damalige Generalpostmeister von Nagler den Aus- spruch getan haben: „Ich lasse täglich diverse Sechssitzposten nach Potsdam gehen, und es fitzt niemand drinnen. Nun wollen die Leute gar eine Eisenbahn bauen. Wenn sie ihr Geld aosolut ws werden wollen, so werfen sie es doch lieber gleich) zum Fenster hinaus, ehe sie es zu solchem unsinnigen Unternehmen her geben. Pkan hat feftgeftettt, baß damals der Verkehr mit diesen Postwagen zwilchen Potsdam und Berlin 17 000 Personen jährlich betrug, während Die erste Eisenbahn zwischen beiden Städten im Bullenverkans. Die Gemeinde Großen-Linden hat einen Vogelsberger uttb einen Simmentaler Bullen, je 3 Zahle alt, zum Schlachten zu verkaufen. Getrennte Angebote pro Zentner Lebendgelvicht werden bis zum 16. ds. Bits., nachmittags 4 Uhr, hier cntqeqen» genommen. Großen-Linden, am 10. November 1908. Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden. —__Leun. [6580 Oberursel b. Frankfurt Bitte genaue Adresse beachte ersten Vetriebsiahre 664 828 Personen, also mehr als das 39- fache, beförderte. Als von Berlin die erste Pferdebahn nach Eharlottenourggebaut wurde, schien sie in den ersten Betriebsjahren ein Mißerfolg zu sein, doch der Verkehr wuchs, man gewöhnte sich immer mehr an das neue Beförderungsmittel, und es wurden bald weitere Linien eingerichtet. S-v waren in unserer ReichshaupIstabt bis zum Jahre 1896 schon über 200 Kilometer lange Gleisanlagen für Pjerdebahnbetrieb zur Vermittelung des Straßenbahnverkehrs vorhanden. Von diesem Jahre ab wurden von der damaligen Union, jetzigen Allgemeinen Elektrizitäts-Gefellsck-aft sämtliche Linien der Großen Berliner Straßenbahn für elektrischen Betrieb umgebaut und im Auftrage dieser Gesellschaft von Jahr zu Jahr erweitert, bis sie gegenwärtig so bedeuten!) gewachsen sind, daß pro Jahr von dieser Gesellschaft allein etwa 7 mal so viel Perjonen befördert werden, als das gesamte deutsche Reich Einwohner zählt. Diese Bahnbetriebe stellen an die Schienenanlagen, Oberleitungsmaterialien usw. besonders hohe Anforderungen, welche dadurch gekennzeichnet werden mögen, daß z. B. in der Potsdamer Straße Tag für Tag alle 20 Sekunden je ein Motorwagen in beiden Richtungen über die Schienenanlage rollt. Tie Gleisanlagen der Großen Berliner Straßenbahn haben nun im Laufe der Zeit eine solche Ausdehnung angenommen, Daß die Gleise und die Oberleitung zum Ausbau einer elektrischen Straßenbahnoerbindung beispielsweise zwischen Gießen und Berlin ausreichen würden. Es sind bei dieser Gesellschaft über 500 Kilometer Gleis und Oberleitung und ca. 2500 B^triebswagen vorhanden, die jährlich zusammen über 82 Millionen Wagenkilometer zurücklegen. In Berlin sind außer dieser größten noch einige verhältnismäßig kleine Straßenbahnen tonzeisioniert worden, die zum Teil von der Siemens u. Halske Ä.-G. elektrisch auSgeuaut wurden, und neuerdings hat die Stadt Berlin selbst in eigener Verwaltung einige kleinere Strecken eingerichtet. Hierzu kommt noch eine Reihe von Vorortsbahnen von ca. 180 Kilometer Gleis länge, io daß die gesamten Berliner Straßenbahnen z. Z. eine Gleislänge von ca. 750 Kilometer erreicht haben. Außer diesen elektrischen Straßenoahnen sind aber in Berlin noch viele andere Verkehrsmittel vorhanden, von denen die Stadtbahn, die im Februar 1882 eröffnet wurde, wohl eine der ältesten ist. Auch bei diesem Unternehmen hat sich Die Frequenz von Jahr zu Jahr erheblich gesteigert; es wurden im ersten Betriebs- iahr 1996 533 Mk. vereinnahmt, etwa 10 Jahre später waren Dagegen die Einnahmen bereits auf 4 664 3J1 Mk. gewachsen. Im Jahre 1903 wurden, wie wir dem statistischen Jahrouch der Stadt Berlin entnehmen, bereits ca. 75 Millionen Passagiere befördert, was bei einer Durchschnittseinnahme von ca. 10 Psg. pro Fahrgast eine Summe von Zp Millionen ergibt. Diese bisher mit Dampflokomotiven betriebene Bahn wird voraussichtlich, um ihre Leistungsfähigkeit weiter zu steigern, in nächster Zeit für elektrischen Betrieb umgebaut werden. Abgesehen von dem sonstigen lebhaften Omliibus-,Automobil- nnd Drofchkenverkehr ist aber Die in jüngster Zeit ins Leben gerufene, durch das kürzliche Unglück im Gedächtnis aller unserer Lescr gebliebene Hoch- und Untcrgrunabaljn zu erwähnen, deren Betrieb erst vor kurzem bis zum Mittelpunkt der Staot verlängert wurde und noch bebcutenb erweitert wird. Die Einnahmen dieses Unternehmens haben sich gleichfalls ft inoig vergrößert und hatten im Jahre 1907 bereits die stattliche Hohe von 5,u Millionen Mark erreicht. Auch die Straßenbahnen Berlins planen neuerdings den Bau von Untergrundbahnen, um den fick in den Straßen zusammen- Drängeno-en gewaltigen Verkehr einigermaßen abzulenlen. So wevden Millionen gewissermaßen in die Erde gegraucn, und trotzdem haben diese Untersuchungen ihre wirtschaftliche Berechtigung. Es wäre nun natürlich ein Fehler, wenn wir diese günftigen Entwicklungsverhältnisse, die wir letzt in der Großstadt kennen gelernt haben, auf unierc Gießener Veebättni,sc übertragen wollten, das ist felbstveriiändtich nicht beabsichtigt. Gewiß wird sich in unserer Stadt der Verkehr in mäßigerem Tempo wie in den Weltstädttn entwickeln, aber es läßt sich dbch zeigen, daß es eine ganze Anzahl von Städten gibt, welche dieselben Einwohnerzahlen und ähnliche VerkchrSverhältnisse wie Gießen haben, wie z. B. Altenburg, Graudenz, Guben, Heilbronn, Hildesheim, Pirmasens, Thorn, Tilsit u. v. a , in denen sich Die elektrischen Straßenbahnen und der Verkehr vollkommen befriedigend entwickelt haben. Es ist daher fein Grund vorhanden, Gießen bezüglich des künftigen Verkehrs ungünstiger beurteilen zu wollen wie andere ähnliche Städte, im Gegenteil, es ist anzunehmen, daß der günstige Einfluß neuer Verkehrsmittel, den wir an anderen Orten beobachten können, fickjcrlich auch auf die Entwickeiung Gießens ansgeübt werden wird. Hoffentlich, wird darum der erste Spatenstich für unsere „Elektrische" schnellftens gemn und fahrt bald der letzte Omnibus resp. der erste Motorwagen über unsere alsdann auch schön ge- pstasterten Straßen. MerSchtstzaat. - [1 Marburg, 10. Nov. Auch heule handelte e§ sich bei dem Schwurgericht um eine Anklage wegen Meineids. An° gettagt war eine junge Frau namens Anna Wicken ans Zwesten bei Sulfid, die beschiltdigl wurde, in einem Beleldigiingsvrozeß des $laufmann§ Vtnfer gegen den Schlosser Heidelbach, beide m Zwesten der dem Schöfsengenchl in Jesberg und bei der Maiburger Straß kammer die Unwahrheit beschworen zu haben. Die Geschworenen hielten die Angeklagte nur des 'ahrlässigen Jalscheids für schuldig und das Gericht ei kannte auf 1 Monat Gesängms. Dresden, 10. Nov. Das Sira'verfahren gegen den Pastor (i aspari aus Bautzen, der im Sommer in der Dresdener Ausstellung Lunslgegenslände entwendete, wtirde wegen Geistesgestörtheit des Angetlagten e i n g e st e l l t. r a3, 10. Nov. Der KaffeesMäuler G oelles, der seine ® a 111 n iu eg e n Untreue erschossen hatte, wurde gestern vom Schwurgericht einstimmig von der Anklage des Galrenmordes vermischtes. * lieber die Fahrt des „P a r s e v a l" am letzten Bitt' wvÄ hat Haupmiann v. Kehler seiner Behörde folgenden amt licken Telegramm! Schlssfische, Kaöliau u. Schossen. Verlaufe morgen auf dem Filchmartt in Gießen eine große Partie IcbcnbfrtidKu boll. Augclichcllfifch, ftablian, Schollen und grunc varurgc. Astes prima tebenDirische Ware. Ausnahiiis- weife bistig. 0576 Klees, Elberfeld. und Der Vorstand. Giessener Eisverein E.V. Eintrittsgeld M. 1.-, Jahresbeitrag M.3 — Der Vereinsdiener Adolf Schwan wird in den nächsten Tagen die Mitgliedskarten zu- Uesten und den Jbciirag erheben. Die für Familienangehörige benötigenden Beitarlen zum Vorzugovreiie von 50 Psg. wolle man von dem iberemßbiener gleichzeitig entnehmen. ’Kadj (Eröffnung der Bahn bezogene Beitarten kosten Mk. 1.—. Beirarteu können nur für die Hausstands- .. Mitglieder der engeren Familie verlangt luerDen „ 'Ulu uiait übertragbar. Miizbräuchliche Benutzung dieser Liarten astuachst Den soiortigen Auoschlutz aus dem Verein nach sich und wird ncnebeneiifaUö gerichllich verfolgt. J/euanmeiDuiigen tonnen beim Vereinsdiener oder auch bei Herrn Ern p Votier, ck'tüusburg enolgen. Gießen, 10. November 1Ö08. Bericht enlattct: „Kaum war der „Parse'-al" aufgestiegen, al? ich von undurchdringlicher Finsternis umgeben war. Ich konnte nichts sehen, vielweniger mici> orientieren. In erster Linie war ich bestrebt, aus dem Umkreis Berlins herauszukommen, um irgendwo im Freien zu landen. Wiederlwlt machte ich Landungsversuchc, stieß aber immer wieder auf Hindernisse. Endlich noch cinftündigcr Irrfahrt landete ich glatt in Schöneiche." Da eine Rückfahrt: nicht möglich war, entleerte er den Ballon, indem er die Reiß- bahn öffnete. Am abend wurde der „Parscval" mit Wogen wieder noch Tegel gebracht. Mitte nächsttr Woche hofft man die Schnelligkeitsprüfung vornehmen zu können, womit denn die dem „Parsevol" vorgeschriebcnen Bedingungen beendet sind. * Trinker-Psychologie: „Wenn i überleg', ob i no oans ttink'n soll, bann woaß i ganz bestimmt, daß i no oans trinf’!" Kleine Tasteschronik. Bei dichtem Nebel wurde immcit Halle ein Streckenarbeiter überfahren und getötet, ein anderer schwer verletzt. In Brussel sind infolge der K a l t e schon mehrere Todesfälle vorgekonunen. Bei 6 barlerot) in Belgien wurden fünf Arbeiter von einem Zuge erfaßt und über'ahren. Drei wurden g e ■ t ö_t et, zwei schwer verletzt. In Nashville im Staate Tennessee erschoß der Obeist Eooper den Senator Earmack während einer politischen AuseinandersetztUig. Märkte. fc. Frankfurt a. ö?, 4. Nov. Schweinemarkt. (Org.- Tel. des Gieß Anz.) Zum Berkonie standen 1269 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 71—72 P'g., Lebendgewicht 56,5 bis 57 Pfg.; 2. Qualität 70—00 Pig., Lebendgewicht 56,0—00 Pfg., 3. Qiiol. « 4—66 P>'g. Geschäft gut, Uebersloud uiihedenkeud.________ Kird)ltd)e Nachrichten. tLoa-lgc»tlche tpemLUloe. Donnerstag beit 12. November, abends 8 Uhr, im MatthonS- saal: Bibel stunde. (Buch pwb, das Buch vom^Aienschheilsteld.) Pfarrer I). S ch l o j \ e r. Gießener Wetterdienst. BorauSsichtlichc Ltztttcruug für i?eüen am Donnerstag den, 12. November: Frost, nebelig, trocken. Westliche, später süollche Winde. GrigittaL-Drahtlneldungen. s. Darmstadt, 11. sJäoD. Der Gro ßherzog und Prinz Heinrich von Preußen begaben sich heute vormittag 8 Uhr mittelst Sonderzug zur Jagd nach HerrnsheüL, Tie Rückkehr erfolgt heute abend 10 Uhr. Berlin, 11. Nov. Die gestrige Rede des Fürsten Bülow hat bei den mehr rechts stehenden Blättern im großen und ganzen Befriedigung heroorgerusen, indem man allseitig der Erwartung Ausdruck gibt, daß Fürst Bülow dafür eintreten werde, daß der Kaiser sich künftig größere Zurückhaltung auferlegen werde. Auch glaubt man, daß die gestrigen Verhandlungen einen tiefen Eindruck auf den Kaiser gemacht haben. Hier und da, wie beispielsweise in der Staatsbürger Zeitung, machen sich in dieser Hinsicht Zweifel geltend. Auch die Nalional-Ztg. meint, Bülow würde gehen, wenn er den Zeitpunkt für gekommen halte. Die Germania meint, man habe gewußt, daß die Verhandlungen ausgehen würden, wie das Hornberger Schießen. Auch auf der Linken ist man überwiegend wenig befriedigt. Bülow erscheint fertig. Seine Antwort bringe keine Lösung der Kaiser- und Kanzler-Frage. 9htr die Bosnische Zeitung meint, daß die gestrige Debatte einen wichtigen Markstein in der politischen! Geschichte des deutschen Volkes bedeute. Paris, 11. Nov. Der Petit Parisien schreibt: Das! Kompromiß, das zwischen Frankreich und Deutschland zustande gekommen sei, bedeutet eineninoralischenSieg für Frankreich. Tie Uebereinstimmung der Ansichten; die sich söwohl im Parlament als in der Presse und der Oessentlichkeit kundgibt, hat hierzu beigetragen. Zur gestrigen Reichstags-Debatte bemerkt das Blatt: In Deutschland hat die öffentliche Meinung einen Sieg davongetragen, indem sie ihren Willen kundgegeben und durchgefetzt hat, in Zukunft einen größeren Anteil an den Staatsgeschäften zu nehmen. Die übrigen Blätter sind einstimmig der Ansicht, daß Bülow sowohl sich als auch den Kaiser nur schwach verteidigt habe. Sie drücken die Ansicht aus, daß der Reichskanzler nach Erledigung der laufenden Geschäfte doch zurücktreten werde. Smnstag den 14. November d. I. findet ein Verksiifstag Z. K. §. der Achherzogin im RciÄciiz-LihIlis Surmjiaiit 5U Gunsten armer Lungenkranken und tuberkulöser Personen des Großherzogtums statt. Beginn: 3 Uhr rmchm. Ende: 9 Uhr abends. Eintritt 1 Mark. n11/ Restaurant „Cafe Ebe8u ““'SÄ ferner Mästtagstisch ZBT" in und außer Abonnement, reichhaltige Abendkarte. LZlere aus der Uuioubraucrei u. Augustinerbrau. 5^“ feinste Weine. Willi. Janz. NB- fÄönes Verciuszimmer noch zu vergeben. (61(6 Ochsten Dank. 09408 W. Decher! und Fran. A _______ [6519 Tafel-Oöst M-----_____Ho fgut Londor f_b^ ® le Ren. . .......u,‘ieier siioernen ixoenzeit zllgegangen sind, sagen wir hiermit unseren herz- 7v Sdjöuc ital. Zucht- n. 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[500] 634 7b5 [1000] 537 901 76 91 434 541 019 72 2219 402 50 533 613 535 71 071 4115 51 [500] 77 232 433 933 5051 07 465 1500] 911 [500] 63 707 50 56 62 [500] 837 93 935 83 313 58 562 790 8137 254 [500] 9033 4 9 69 117 473 633 833 911 93 921 42 76 1 1032 154 [500] 07 116 M 790ii1643 356 617 [500] S65 91172 203 573 8(9 910 45 71 92001 15 73 579 93259 [5001 612 777 73 9 4156 250 311 354 45 9 5202 870 [lüOO] 74 534 [1000] 655 95 en. I VV)| n-,1 91 9 6074 193 361 83 544 853 97-88 99 35, [30001 *32 *[ 1000j 93173 00 [500] 400 99138 469 504 83 45 582 761 10UO2 v 57 174 502 331 5=8 013 74 2Uu0» 363 65 740 802 61 902 21 MO 579 671 7SO 22’63 (UOOJ 813 735 23103 383 90 543 64 [ 30001 601 715 42 848 [50. 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Ziehung 5. Kl. 219. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 10. November 190?. nachmittag-«. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beizefüert. (Ohne Gewühr.) /Nachdruck verboten.) 1 19 85 [100'1] 145 91 811 79 435 686 33 635 1 089 178 225 83 453 6U3 [1000] 996 [ 3000] 2040 422 528 32 58 78 82 804 |SOCO] 715 912 3284 [500] 97 870 911 91 4031 121 2=0 395 539 776 670 5126 460 611 97 828 6lOO 75 95 220 572 662 73-7 73 417 8304 74 [3000] 436 560 656 723 888 0U.7 613 DOS 33 1O009 237 339 [500] 447 659 773 923 37 11206 48 [3C00] 69 302 499 637 78 719 65 970 [300Q| 12017 99 311 555 56 607 28 [8000] 55 [500 ] 05 971 13815 13001 961 70 [3' 00] 97 1 4039 318 534 795 933 15120 247 93 606 [1000] 741 C4 974 1 6065 229 353 619 (30001 33 94 961 17 486 819 22 18069 24 4 557 687 819 76 933 10117 230 415 [1000] 530 95 [1000] 970 [500] 75 20143 83 312 86 421 619 853 [500] 055 [500] 21043 183 520 (5001 93 2 2039 73 [15 000] 339 73 469 517 73 637 43 877 9'6 2 3194 442 90 553 89 815 927 2 4513 740 25015 209 52 601 854 26056 74 467 27011 27 212 414 88 813 936 2P091 93 274 351 937 88 [500] 20316 470 581 685 700 22 [1000] 93 [500] 935 3 0 296 351 411 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(500) 180145 264 563 81 64 742 1 8 1 244 564 710 996 18 228 1 94 329 90 432 544 611 11000] 707 895 942 183090 113 419 31 6-3 735 1 84134 298 371 90 434 573 (1000) 795 |500] 18 5035 61 88 398 476 (1000 ) 553 712 [1000] 24 ( 30001 38 96 810 [3000] 952 78 1 86 253 401 71 [1000] 506 43 646 704 48 [1000| 187'64 [500] 78 423 570 607 12 753 814 76 938 1 88'15 51 92 305 [1000] 486 500 632 40 |5C0] 770 83 (500 ) 886 1 80145 320 11000] 593 [500| 609 776 [500] 916 87 100'67 524 686 99 813 956 95 101096 124 72 339 [3000) 466 528 608 749 958 73 [500] 192145 (15 246 [5001 380 5'8 633 705 850 98 959 [1000] 103019 58 86 267 74 (500 ) 77 321 458 509 48 684 905 1 0 4205 408 12 531 737 [500) 10 5323 798 806 955 106366 (1000) 439 87 669 85 776 11000J 82 907 24 [5000] 197023 735 628 97 933 1 0800.3 [ 3000 ) 85 229 83 1500] 310 33 421 27 59 520 44 611 700 836 923 1 0 9 018 87 115 812 68 490 616 38 947 200273 09 5C7 602 071 201142 375 433 554 749 833 202116 27 [500] 692 910 51 203069 1'2 27 1 402 61 563 82 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Damen Herren und Kinder empfehle für r 1 fl Obrrhcsslschcr Geschichlsvemn Mutliche Nitglikiikr-Vri'Mülliing Donnerstag den 19. November, abends 8*/2 Uhr, im oberen Saale des Cafe Ebel. Tagesordnung: 1) Geschäftsbericht des Vorsitzenden. 2) Rechenschaftsbericht des Rechners. 3) Vornands- wähl. 4) Vortrag des Herrn Konservators, Hauptmann Äramer: Die römische Terrasigillataware unter Berücksichtigung der Bestände im hiesigen Museum. fvn/H ----- Gäste willkommen. ----- i 8rische Zische ; ♦ Aste Zciihylig heute mtrejscsd ♦ Pa. Angel'Lchcüstsch ... per Pfd. 35 Pfg. ♦ st. Nordsec-Cabliau ohne Kopf per Pfo, 28 Pfg V ♦ im Ausschnitt 32 Pfg. 0 st. Nordsee-Cabliau, 2—4-pfd. per Pfd. 24 Pfg. ♦ grüne Heringe.....per Pfd. 18 Pfg. ♦ v frische Bratfische .... per Pfd. 18 Pf,. Lengfisch 0. Kopf (Cablian ähnlich) p. Pfd. 22 Pfg. 0 im Llusschnitt 26 Pfg. A Rotzungen 40 Pfg. Schollen 40 Pfg. Y Sanin Palmin Margarine 0 05 Pfg» 70 Pfg. 70 u. 85 Pfg. Y Pa. Panier-Mehl. £ Dahnhosstratze 27. af/n Provinzial - Beflügel - Ausstellung am 14., 15. und 16. November in der Tms* Biliare zu SiramfeeB®©; ocrnmtQltct von dem ö Vogelsberger tzlcflügcizucvtvcrcin unter Mitwirkung iämtlichcr Genüacläucprvcr.tnc ,i^cr^effeus und des Xfanowirtiajmio: kammer ^uotcvunce- iüv Obervestru. Eröffnung: Samstag 6en 14. November, nachmittags 2 Uhr. Sonntags ist die Ausstellung bis 7 Uhr abends geöffnet. Schluir der Ausstellung: Montag 12 Uhr. u du/u Grobe Verlosung: Atontag nachm.'4 Uhr. Einhitt^nreise • Samstags:! Mk., Sonntags: 30 Pf«. Ajjiiuiii. pi ci^c . Montags: zu *4.'ro. Zu recht zahlreichem Besuche ladet em Ter Vorstand. Fnselvieh - Versteigerung. Freitag den 13. November vorn,? 10 Uhr soll*anf Grotzherzogl. Bürgenneinerel 311 Bersrod 1 Bullen, 1 Eber, 1 Ziegenbock, welche nicht mehr diensttauglich, versteigert werden. Auch werden daselbst Offerten von neuen Fasel- tieren entgegengenommen. 6544 Bersrod, den 9. November 1908. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. Neuschling. VerIagvonEmi!]|äi|Roth hi Giessen Buxbaum, PH. sÄidiinthck valcrl. §Mii irni) Erziihllliizen Snnö v) i »Der MooSbaucr." Roman auö dem Odenwälder Volksleben. Geheftet M. 2.—, elegant gebunden M. 3.—. Der Schriftsteller I. C. Heer schreibt über obigen Roman: »Das Buch als Ganzes ist eine tüchtige Dorfgeschichte, die dem Autor voll zur Ehre gereicht, die Hauvtvorzüge liegen bei dem schart beobachteten bäuerlichen Dlilieu und den stimmungsvollen Naturbildern. Der „Mooöbauer" iit eine schöne Talentprobe, am die bin man den Verfasser herzlich ermuntern darf, das so vielen Menschen sympathische Gebiet der Dorfgeschichte weiter zu pflegen." „Bilder aus dem Odenwälder Volksleben." Mit Buchschmuck von A. Buxbaum. Band 1: Hauswirten. Band 2: BZild- beckem Band 3: Werktagsgestalten. Jeder Band geheftet M. 1.50, elegant gebunden M. 2.—. Alle drei Bände in einem Halbfranzbanü gebunden M. 6.—. Julius Hart, Berlin, schreibt: „So erfreut auch dieses Buch Burbaums durch eine prächtige Deutlichkeit, und man sigt mit dem Grzahler wie miueninnc in den engen Stübchen und in der Scheute, mittciünne unter den Schneidern und Schustern, I den Barbieren und den Schosmckls, den reichen Bauern und den ^.agelohnern, den Arbeitsamen und verlumpten Müßiggängern. । ' ^"kvswm bat ihnen genau auf den Mund gesehen, spricht wie I das Volk, und herzerfrischend töstlich, unversälscht sind vor allem 1 soine Dialoge. Den Humor und die Komik, die gesunden Gefühle ! und Gutherzigkeiten, die Schlauheiten, Listen, betrügerischen und rohen Sellen, die Weisheiten und Philosophien des Volles stellt er dar mit den Temperamenten eines Humanisten, der zumVcr- r L -!nOen will, eines WirklichkeitSlnetischen, der durchaus 5 schlich liebt, eines Poeten, der uns innerlich in den andern Alenschen hmeinversetzt. Jedenfalls em durch und durch gesundes Buch einer bodemtändigen Hetmatkunst." „Von Jägern u. Wildschützen." Band 1: Heckenrose. Band 2: Goldoogel. Jeder Baud broschiert M. L50, elegant gebunden M. 2.—. ®fout!^c Warte: „Diese kleinen Erzählungen eröffnen eine neue Jieibc von Bildern aus dem Odenwalder Volksleben unter dem Tuet „Von Jagern und Wildschützen." Mit denselben, deren Hintergrund durch historische Schrikten und Gestalten belebt wird, bietet der Vertaner em ungemein plastisches und anschauliches Bild ge,unden und tirdeutschen Volkslebens, das sich m weiter isstiue jene Sonderheiten erhalten hat, die heute so ungemein anziehend geworden iino. Derartige Vehüre gehört darum zur I lveitenen Verbreitung nicht bloy ui alle Vollobibliotheten hinein, lonöevn da ne auch höhere Anforderungen in beiter Weise be= iriedtgt, in jedes deutsche Hans." „Dorsstlickc.- Liederspiele aus dem Odenwälder Volksleben. Brvichiert tut. 1.50, elegant gebunden Al. 2.—. Dolksstücke zur Aufführung, ohne besondere Dekoration, echt aus dem Volksleben genommen, drastisch, humorvoll, in jeder ■ -gaueinitube zur Aufführung geeignet. Volksstücke un wahrsten ■ tsimie. (a3/u Schildkröte Amerikanische Universalwäsche ch « - Mflfke verbesserte Eummr- Wäsche Unübertroffene Auswahl moberner Faeons, Außerordentlich sparsam im Gebrauch, Immer sauber, unentbehrlich für Männer und Knaben, eine Erlösung für die Hausjrau. Erhältlich bei: In Glehen: I. klaan ir., A. Goldschmidt, I.Heilbronner, H. Rothschild, I. Schulze, Bug. Waag. — In Grünberg: A. Bernhardt, Philipp Nropp Aachs., W. Lehmann, Georg Ltciu. — In Homberg a. d. Ohm: Gustav Jacob, Jos. Weil. Gesamtgewinne Mk. Hauptgewinne Mk. empfiehlt 42 für an rund, mit drehbarem yleischgestcll, praktische und billigste Raucherei “ ~ jeden Haushalt von Mark 29.— “s™5 Morgen Ziehung SKHÜMPM der Weimar I Mk. Lose ■ JL v J1 u 1 K J. B. 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