Mrizrn Si eotniL k- "Wlstzbii Zweites Blatt Mittwoch 8. April 1908 Nr. 84 Erlcheinl tSgN- mit Ausnahme de» Sonntag». Ul Zu Forstassessoren wurden ernannt die Forste reserendare Kurt B l u m c n a u in Gießen, Karl Hesse in Ate»»"*; baren Stücke vortrefflich. P. W. nai aui 158. Jahrgang Die ,,-letztner LamtNenblStter- werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das *KreUblatt fflr den Kreis Giessen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zelt, fragen" erscheinen monatlich zweimal. 'H W-L Nt A v Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schm Universitäls - Buch» und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Hauses angenommen. — Der Landtagsschluß wird voraussichtlich am Donnerstag nachmittag ersolgcn. Der Landtag wird bis dahin alles gesetzgeberische Material bis auf zwei Entwürfe, Haftpflichtgesetz und hannoversches Höserecht erledigt haben. — Das Ministerium des Innern hat an die Kommunal- und Gemeindeverwaltungen Preußens durch die Landräte die Aufforderung gelangen lassen, die Wählerlisten bis Ostern aufzustellen, und sie an noch näher zu bestimmenden Terminen Ende des Monats zur Einsicht auszulegen. Die Bekanntgabe des W a h l t e r m i n s für die Wahlmännerwafrlen wird kurz vor Ostern erfolgen. &•hanlMÄ , Cmngcntidit: lgejMd.Ärrtir uwmitü&it- Äilhie, 2wcü. L. Metern yhiieiuRMhc. undder^ÄÄ-. l durch die Msa Tb.volldms: — Oberlehrertag 1908. Der VereinZverband akademisch gebildeter Lehrer Deutschlands, der 1903 in Halle gegründet wurde, tagte bekanntlich mir großen: Erfolg 1901 zum ersten Male in D a r m st a d r und dann 1906 in Eisenach. Jetzt rüsten sich die deutschen Oberlehrer zur dritten Versammlung, die vom 13. bis 15. April in Braunschweig stattfinden wird. Tie geschäftliche Sitzung und der Begrüßungsabend des ersten Tages werden unterbrochen werden durch eine Fesworslellung im Herzog!. Hostheater, zu welcher der Herzogregent die Teilnehiner der Versammlung geladen hat. Ten Jesloorrrag über den „Anteil des höheren Le'hrer- standcs an dem Geistesleben der deutschen Nation" hält Gymnasiallehrer Dr. Weber, München. Ferner sollen erörtert werden „Die Aufgaben der Stalislik im Dienste der höheren Schulen" (Professor Dr. Bünger, Görlitz), „Die Anrechnung des Militärjahres aus die Dienstzeit" (Professor Wirz, Straßburg i. ($-.), „Tie höheren deutschen Auslandsschulen" (Direktor Dr. Gaster, Antwerpen), „Tie freiere Gestaltung des Unterrichts und der Erziehung aus der Oberstufe" (Rektor Prof. Dv» Schaarschmidt, Chemnitz) und „die Lehrerbibliotheken der höheren Schulen. Ihre Bedeutung für Schule und Wissenschaft und ihre zweckmäßigste künftige Gestaltung" (Oberlehrer Dr. Ullrich, Berlin). Ein Festmahl macht den Beschluß. Am nächsten Tage ivird Braunschweig besichtigt, oder es werden Ausflüge nach Hildesheim und Goslar unternommen, schließlich finden sich die Teilnehmer nochmals zu einer von Lchnlern dargebotenen Aufführung des „Agamemnon" von Aischylos zusammen. Vx arnung. * wurden 2 m 1 LV ■ Zittau, 7. April. Ein hervorragender Führer der Freisinnigen Volk spartet in Sachsen, Herr Ernst Haupt, ist heute in Leipzig infolge eines Schlaganfalles plötzlich im Alter von nahezu 54 Jahren gestorben. Der Verstorbene war jahrelang Vorsitzender des Landesvereins der Freisinnigen Vollspartei füp das Königreich Sachsen und 12 Jahre Mitbesitzer der freisinnigen „Zittauer Viorgenzeitung". Haupt kandibierte auch wiederholt bei Larrdtags- und Reicl)stagswahlen und erwarb sich auch als Vizevorsteher des Stadtverordnetenkollegiums von Zittau große Verdienste. »o« m Haus im M § Lilivc »ft '3^- Reichstagskommissionen. Die Budget-Kommission der Reichstages beriet gefterit über die Ergänzungen zum Etatsgesetz, betr. die Einführung des P o st ü b e r w e i s u n g s - u n d Scheckver- kehres. Die Denkschrift zur Vorlage sieht die Errichtung von neun Postscheckämtern in Berlin, Breslau, Köln, Danziy, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Karlsruhe und Leipzig vor. Staatssekretär Krätke führt dabei aus, die Verwalttmg begebe sich bei der Vorlage auf eine terra incognita. Die Gebühren waren mit Vorbedacht so hoch normiert; herabgeheu könne man immer. Ob die Verwalttmg bei den Gebühren ein Geschäft machen werde, sei ihm sehr zweifelhaft. Zu einer Beschlußfassung kam es nicht; dre Kommission vertagte sich auf freute. — Die Ko m- missiondesReichstagesfürdieMünznovelle nahm eine Resolution an, es fei darauf hinzuwirken, daß künftighin bei den Reichsmünzen den Anforderung en in künstleris cher Hinsicht mehr als bisher eine entsprechende Ausstattung gegeben werde, und daß zur Erlangung künstlerischer Entwürfe ein allgemeines Ausschoeibcn zu erlassen fei. Hierbei wäre besonders eine handlichere Form deS Fünf Markstückes anzustreben. x Angebot t.rkÄech^ )c SKngebott'jisi melij) iinSt+flt, ^hebiteniS^ rchafer, >-•- ArrsianS. Wien , 8. April. Kaiser Fran z I o s e f ist vollständig von seiner Erkälrung wiederhergcstellt. Wenn es die Witterung gestattet, unternimmt er täglich Spaziergänge im Garten, dessen Promenademvege mit Brettern belegt sind. — Abgeordnetenhaus. Das Haus nahm das Re- krutenlontingent in allen Lesungen an. Rom, 8. April. Die Berichte des Ausschusses für Heeres- Enquete gipfeln in dem Vorschläge, Venedig auch auf ber Landseite zu befestigen und eine Reihe von Sperrforts an der Ostgrenze anzulegen. London, 7. April. Dem Daily Telegramm wird aus Kvpenhagen telegraphiert: die Oslseefrage fei erledigt. Deutschland, Rußland, Schweden und Dänemark verpflichteten sich, ihren ftatus quvandenOstseeküsten zu wahren; der Vertrag enthalte jedoch nichts über die Integrität von Schweden. Man erwarte, daß die genannten vier Mächte demnächst einen Garantievectrag über die Ostsee- Entente unterzeichnen würden. — Nach mehreren fehlgeschlägenen Versuchen, die Zukunft der „Times" sicherzustellen, ist nunmehr ein Ausweg dahin gefunden worden, daß Lord N o r t y o l i f f e, der Eigentümer der „Daily Mail", auch die „Times" kaufen soll. Moskau, 7. April. DerGroßherzogund dieGroß- herzogin von Hessen sind freute hier eingetroffen. Sie wurden auf dem Bahnhof von dem Großfürsten Demetrius Pawlowitsch und der Großfürstin Maria Pawlowna empfangen. Peking, 8. Slpril. Der Vizekönig von Nanking, Tu an Fang, ist gestern infolge eines Schlaganfalles gestorben. N e w y o r k, 6. April. (Auf deutsch-atlantischem Kabel.) Der Derwaltungscat der Carnegie-Stiftung zue Förderung des Unterrichtswcsens hat die Einzelheiten des mit dem preuß. Kultusminister vereinbarten Planes betreffend den Austausch von Schullehrern zwischen Preußen und Amerika bekanntgegeben. Danach wird erwartet, daß nach dem am 1. Oktober in Kraft tretenden Austausch-System jährlich 25 bis 50 Lehrer Preußen befud}en werden. Der Verwaltungsrat betont neben dem erziehcrisären Werte des Austausches auch dessen Bedeutung als Mittel zur Förderung der internalionalcn Beziehungen. Mainz und Eduard Zentgraf in Edersladt b. Darmstadt. ** FürdieSitzung der Stadtv er ordnete n-Veri sammlung am Donnerstag, nachnr. 4 Uhr, jst folgende Tagesordnung ausgestellt worden.' 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch der Gesellschaft Selterssprudel für Bahnlwssrraße 15. 3. Desgleichen der Firnm Schuchard für die Wollengasse. 4. Desgleichen von Wilhelm Seipp 111. für ein Werlftattgebuude an der Marburger-, strafte. 5. Desgleichen von Abermann u. Kling für ein Back- fteinmacherhäusä)en am Wismarerweg. 6. Desgleichen von Heinrich Schwan für Hammstraße 4. 7. Einfriedigung des Grunde stücks von Julius Bach an der Maigasse. 8. Gesuch von Pctcch Kwnenberg, betreffend Schaukasten, Süd-Anlage 7. 9. Firmenschild am Hause Bahnhofstraße ul. 10. Desgleichen Bahnhofstraße 48. 11. Teilung der Hofreite Plockstra,ße 4. 12. Die Gießener LmnibuSgesellschatt. 13. Ucberurüctung des Vtühlgra- bens beim Elektrizitätswerk. 14. Gesuch der Gebrüder Kahl wegen Verlegung eures Gleises au| dem Hochvvasserdamm bei der Kläranlage. 15. Gesuch des Gießener Ballspielklubs 1904 um Ueberlassung eines Spielplatzes. 16. Nillage eines Bleichplatzes auf den städtischen Wiesen. 17. Voranschlag des Stadterweiq terungssonds. 18. Desgleichen des Gaswerks, des Wasserwerks! und des Elektrizitätswerks. 19. Umgestaltung der 9tordanlagc. 20. Errichtung von Bedürfnisanstalten. 21. Unterhaltung der früher Weberichen Besitzung an der Wetzsteingasse. 22. Beschaffung von Flaggenmasthaltern. 23. Genehmigung von Rechnungen. 24. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. ** Der Schwindler, der sich hier Leutnant v. Ehren Hausen nannte und in anderen ©labten unter dem Namen v. Trotha und v. Minigerode auftrat und den Oberkellnern der Hotels Geld abschwindelte, ist in der Person des Handlungsgehilfen Paul Augustin aus Wechselburg identifiziert worben. Mtzener Anzeiger General-Anzeiger fflr Gberhessrn — Kleine EHronik aus Kunst und Wissenschaft. Das Wtener Schauspielhaus hatte mit drei pikanten kleinen Sieuheuen, B r a c c o s „Alle beide", X a n r o s s „Klemer Stoma" unb „3)11 tz t m u fr i" von Rideamus, einen vorzüglichen Erfolg. — Ein deutscher Theater-Tirektor, Bock, machte soeben vier Wochen lang die Petersburger Teulschen mit neuen deutschen Stucken dekamtt. 0^ie 9xabenftemeriu", „Elga", „Elektra", endlich die drei Einakter von Salten: „Boni andern Ufer" waren von Dr. Welisch hervorragend inszeniert. Um die Darstellung machten sich fast ausschließlich Münchener Künstler verdient. I o s e s i n e Rott m a n n, früher bekanntlich in Franlstirt, war eine ternperarnemvoUe Bersabe und ntteressame Elektra. Arbeitslosigkeit in Amerika. Die Zeiten, da Amerika den Deutschen als das Land erschien, wo mau auf billige Weise sein Glück machen könne, sind wohl für immer vorbei. Trotzdem gibt es noch immer Betörte bei uns, die da meinen, da draußen in ber Ferne müsse es besser sein, als in der Heimat. Ta opfert mancher eine letzten Spargroschen für die teure Uebersahrt, um bann in dem gelobten Lande des Goldes und des Glücks die bittersten Enttäuschungen zu erleben. Sie wollten mühelos- reich werden und sehen nun, daß sie in dem gepriesenen Amerika sich noch ganz ganz anders abplagen und mühen müssen, um überhaupt das Leben zu fristen. Und gliicklich sind noch die, die Arbeit finden. Wie groß zurzeit die Arbeüslosigkeit in Amerika ist, läßt eine von der American Federation of Labour gemachte Schatzung erkennen. Darnach beziffert sich die Za h l der zurzeit im Gebiet der Union wohnenden beschäftigungslosenArbeiterauf nicht weniger als 4 750 000 Manu. Die Grundlage für diese Schätzung bilden Berichte, die der Federation von ihren 23er* trnuendmännern in 37 Staaten zuaegangen sind. Es wird versichert, daß die Lage von Woche zu Woche sich verschlimmert. Man stelle sich unter solchen Umständen Die entsetzliche Lage der armen deutschen Auswanderer vor, die ohne Arbeit und ohne Geld dort in der Fremde leben müssen, wo das Leben an sich schon viermal teurer ist als allerliebst in die kaleidoskopisch wechselnden Stimmungen und l neuem Soldatenstück, wie z. B. dem „Hujarensteber", ganz genieß- Situationen. Rian möchte ihr fast die temperamentvolle Nasse!'" —'—“" — einer Ungarin glauben; jedenfalls besitzt sie so viel Bühnenroittine, Aus SiaOt wmö Land. Gießen, 8. April 1908. Freiwillige Invalidenversicherung. Die Invalidenversicherung, welche in den ersten Jahren ihres Bestehens vielen Anfeindungen ausgesetzt war, wird auch jetzt noch von einem großen Teil der Bevölkerung als etwas „Entbehrliches" betrachtet, obwohl bis $uin' April 1906 eine Million der Versicherten in den Genuß einer Rente gelangt waren, die die Wohltaten dieses Gesetzes wohl am besten zu schätzen vermögen. Wenn auch die in Aussicht gestellte Rente nicht zur Bestreitung des Lebensunterhaltes ausreicht, so trägt sie doch dazu bei, den Versicherten int Falle der Erwerbsunfähigkeit und in seinen alten Tagen vor bitterer Not zu schützen. Fast alle Arbeiter, sowie ein großer Teil des Mittelstandes sind bereits infolge ihrer Berufstätigkeit verpflichtet, der Invalidenversicherung anzugehören; es gibt aber außer diesen noch eine große Anzahl Personen, die zwar nicht verpflichtet, aber doch berechtigt sind, sich die Vorteile der Invalidenversicherung zu sichern, indem sie durch selbständiges Kleben von Iu- validenmarken von dem Rechte der freiwilligen Invalidenversicherung Gebrauch machen. Besonders die freiwillige Invalidenversicherung ist für Handwerker, Arbeiter, Landwirte, Handlungsgehilfen und alle in Betracht kommenden Frauen von großer Bedeutung, und es ist als sicher anzunehmen, daß schon mancher in den Genuß einer Rente getreten wäre, wenn er die in Betracht kommenden gesetzlichen Bestimmungen rechtzeitig gekannt hätte. Leider ist das Material, welches die Invalidenversicherung umfaßt, so umfangreich, daß es dem Laien nicht möglich ist, die wirklichen Vorteile herauszufinden. Um bie’em Bedürfnis abzuhelfen, ist von einem hiesigen Sachkenner unter dem Titel: „Die Vorteile der freiwilligen Invalidenversicherung" ein Schriftchen erschienen, das in allen hiesigen Buchhandlungen zum Preise von 10 Psg. zu haben ist. Das Schriftchen erläutert in einfacher, leicht verständlicher Weise die Vorteile, welche die freito. Invalidenversicherung dem Arbeiter, Handwerker, Landwirt, Handlungsgehilfen usw., sowie den veriicherungsberechligten Frauen bieict Außerdem enthält es einen Wegweiser, der dem Versicherten zeigte auf welchem Wege er feinen Anspruch aus Invaliden- oder Altersrente geltend machen muß. Wir können unseren Lesern die Anschaffung des Schriftchens nur empfehlen, der geringe Preis macht dasselbe für eine weite Verbreitung oesouders geeignet Gietzener Stadttheater. Krieg im Frieden. Von Moser & Schönthan. Unser trefflicher Bonvivant, Herr Rudolf Goll, der uns >meulicherweise nebst seinen Kollegen von der Regie, den Herren vakof und Renner-Schlegel, anch kür die nächste Spielzeit erhalten lewen wird, beging seinen Ehrenabeiid diesmal kurz vor Tores- Einer Aufführung von Moser>Schönlhans immer noch ttcht veraltetem „Krieg im Frieden". Tie Figuren dieses Stückes Zecken nicht so völlig in der Schablone wie die späteren Erzeugnisse >er beiden Autoren; sie räumen dem Schallspieler zur Charakteri- l-erung immerfrm ein bescheidenes Plätzchen ein. Goll versteht es hohem Diaße, scherzhaft zll wirken. Seine Bühnengeslatten siild Aioem zumeist von herzlicher Llebcnswürdigkett, und die harnilos u Oberflächlichkeit Reii°Neifllngen3 steht ihm gar wohl zu ^eychte. ^Aiehr noch, er ist im Besitze der unschätzbaren Perle «uinor. freilich der auf den deutschen Bühnen typisch gewordene । W doch noch ein wenig anders. Der ist em gar toll ver- Schwerenöter, mit leicht parodistischer Simplizissimus- flotter iwch und lebendiger, ein herzensguter Junge mit ^ey-Aey-Mameren. Herr Goll ist für den jungen Dachs doch scholl zu behäbig, zu gemüllich und gemächlich. Tas ihm für " reichen und viclfctligeit Gaben dieses Winters herzlich dankbare ^"vilkum überschüttete ihn mit jubelndem Beifall, Lorbeer und ^«er erulle anderer guter Gaben. . .. übrigen fehl re es leider der Aufführung vielfach an Flott- । 'J:* jedenfalls Halle es nur sehr wenig Proben gegeben. Zu "Uslrelen brachte Störungell ins Zllsammenspiel. Einzelne ouen aber hatten noch hervorragend gute Vertreter. So hatte bn 'f < ihrt) t”e ^t der Auffassung der Zlka dlirch Toni S y l v a » EMschledenen Beifall des Publikums. Tas „schivabische" Teutjch garue, das der nordüeulschen Zunge so wenig wie möglich liegt, ,-Ja lemeSwegs echte Mlkojcy-Zärbmlg, klang aber apart, ein L'uriuJtQÜ) öcc ^lga-Sprache x>cr Trtcsch hin. Und Frl. S. durch- auch11 e*UOn ^"fang an die Rolle mit reizendem und stelleniveise Lues ^pikantem Luslspielhiimor und deni frischen lieber mut ttäöpiÄ ■ cl5en verzogenen und ein bischen verdrehten Ueber- □rtio jungen Dämchens, das mit munteren Augen kobold- u ’ Ote aroße bunte Welt blinzelt. Frl. S. sand sich ganz ^parLamesrtarisches. AuL dem preußischen Landtage. Das Abgeordneten frans nahm gestern den Nachtrags- chü, bett. Teuerungszulagen in 2. und 3. Lesung nach den Kvinmissionsbeschlüssen an. FinanMiinistcr von Rfreinbaben -atte vorher weitere über die Bejchlüfie der Budget-^>mmifsivn ^ausgehende Aetlderungen als uncmnebmbav bezeicchtet. Dann yj9tc die Beratung ber Denkschrift über bic Förderung beut» ’9eAnsiedelungen in Posen und Weftprenßen, tte freute fortgesetzt wird. Das Herrenhaus hat gestern die vekundärbahn-Vorlage m der Fassung des .Abgeord- Menhausts angenommen unö einige kleine Vorlagen erledigt, deute: Quellenschutz und Polizeikostengcsetz. — Die Kommu- f a l k o m m i s s r o n d c s H e r r e n h a u s e s hat das Polizei- -o st e n g e s e tz beraten und in der Fassung des Abgeordneten- hier. Wer es nur irgend kann, tritt die Rückwanderung lck Deutschland an, und darum ist diese Rückwanderung ich noch nie so groß gewesen, wie gerade jetzt. Die Auswanderung nach Amerika geht aber zurück. Im März d. I. betrua die Zahl der Auswanderer über Bremen 4758 gegen 30 044 im vorigen Jahre. Deutsche ivauderten im März Heuer 890, im vorigen Jahre aber 1201 aus. In den drei ersten Monaten dieses Jahres betrug die Gesamtzahl 11523 gegen 58121 im vorigen Jahre, die Zahl der deutschen Auswanderer 1913 gegen 2814. Die soeben von Amerika eingetroffenen Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Main" und „Katser Wilhelm II." brachten mehr als 4000 Passa- ziere von Newyork. Davon waren 635 Kajütspassagiere «lud 3400 Zwischendeckspassagiere. Der Dampfer „Main" beförderte allein 2540 Zwischendeckspassagiere. Zum Weiter- nansport der Passagiere nach Bremeryaven bezw. nach ihren heimatsländern sind für die nichtdeutschen Zwischendeckspassagiere acht Sonderzüge erforderlich. Bon den Kajüts- vassaaieren des Schnelldampfers „Kaiser Wilhelm II." ist nn Teil in Plymouth und Cherboura gelandet. Diese yshlen geben schon ein recht deutliches Bild von den lvenig erfreulichen Zuständen in Amerika, lvenngleich dieses Bild auch keineswegs als vollkommen gelten darf.' In Wirklichkeit sind doch wohl die allerwenigsten in der Lage, wenn fie einmal in Amerika sind, das teure Geld für die Rückreise nach Europa aufzubringen. Und wird sich mancher vielleicht noch glücklich schätzen, wenn er auch nur als armer Nann wieder in die Heimat zurück könnte. Auch in manchen .hessischen Orten, wie zum Beispiel in Großen- Auseck, soll fetzt bei manchem wieder die Freude an der Auswanderung nach Amerika groß sein. Möchten diese gar ju Hoffnungsfrohen sich doch gerade jetzt ihre Pläne noch einmal, oder besser noch zehnmal reiflich überlegen. Was !ie drüben finden, ist mehr als zweifelhaft; frier in der Heimat aber gibt es doch wenigstens noch Arbeit und Verdienst, für den der arbeiten will. Daß es drüben goldene berge gibt, das sollte doch eigentlich auch der Dümmste heutzutage nicht mehr glauben. daß man meinen könnte, sie habe selber ein außerordentlich glückliches, lebhaftes und, wenns verlangt wird, auch jokofes Naturell, ihr eigen fei die naive Fröhlichkeit, die anflecfeub wirkt, und die neckische Trolerie der Ilka, die man wohl ein Mittelding zwischen Ländler, Frau^aise unb Csardas nennen könnte. Hätte Fräulein Sylva, die es so vorbildlich, so für unsere Bühnenverhältnisse geradezr, wundervoll versteht, sich zu kleiden, in unendlich glücklichen Stellungen ihre Schönheit zur Geltung zu bringen, genügende Willenskraft, um ihren Gang zu meistern, dann, ja dann würde auch das Hoftheater zu Koburg, das ste nun bald mit unserer Bühne vertauschen wird, sie nur einen Winter über halten können. Von den übrigen Darstellern sei heute nur wenig gesagt. Seiner unwiderstehlichen liornik ließ Reimer-Schlegel natürlich wieder freien Laus. Hülfe Bond, unsere ausgezeichnete Ronüferm, die wir gestern wohl zum lefricmnale sahen, denn sie wird uns mit Ablauf dieser Spielzeit verlassen, um in Frankfurt a. O. in eiwad größere Verhältnisse 511 kommen, war ihm rote so oft eine vortreffliche Partnerin. Das andere Paar dagegen, Rentier Heindorf und Frau, gefielen erheblich weniger, namentlich infolge der gänzlich unzureichenden TarsteUung des männlichen Vertreters. Rosa D i n d e r st e l n gab als Else einen recht netten verliebten Backfisch, v. d. Becke übertrieb zwar die Tieie seiner Verbeugungen, trug überhaupt wie gewöhnlich um einiges zu stark auf, ihm ist aber doch wieder neben Goll und Toni Sylva die Palme des Abends zuzuerkeimen. Räte Eardung rüdes, die noch letzthin als vergrämte Witwe im „Großen Tag" eine recht respektable Leistung ihres DarittlluiigstaleiiteS geboten hatte, rvar gestern leider nebst ihrem Partner Lotz matt rvie Limonade. Auch Roden, der im Klassischen jo Frische'und Feurige, zeigte an diesem Abend aufrallenbe üble Unlust, ja Unfreundlich- leit, ivar aber trotzdem eine der annehmbarsten Erscheinungen des Abends, in der Haltung korrekt und sicher, wenn auch in der tn modernen Stücken bei ihm von jeher gezeigten Jideldogenhattung der Arme. Bakof war ein jovialer General von Distliiktion. Sachs, der viel Heiterkeit erregte, war doch wohl etwas zu grob geschnitzt, um Köchumenherzen im Sturm zu erobern. Tas Publikum amüsierte sich bei dem tm Vergleich zu manchem ,eugMardMl I lUllbWttRÜI | preiswert uM ■ «ellersvksiu Schüler Meder MH- | preiöllM M ' >91 a. d. V >ird nngticna' dein Haust. 1 MC A fe ■ Hcinficbcnhe Ü3 n anuiuwiefr6,3 1 bei ‘ lüttaigi-wW 1 je | H -i fin'ö . Ä> - -4 - Eine süße Gabe. Der große Baumkuchen, der von der Konditorei H. Heitler in der Kochkunst-AuSstellung ausgestellt war, gelangte an die Kinder dreier hiesiger Schulen zur Verteilung. ± , " Vom deutschen Turnfest in Frankfurt. Soeben ist die erste Nummer der vom Preßausschuß herausqegebenen »eitung für das 11. deutsche Turnfest zu Frankfurt a. M. erschienen. Der Jestzeitlmq fällt beim Zuilandekommen de., m so großen Dimensionen stattfindenden Festes eine bedelilsame 4lu gave m. Sie soll anregen, sammeln und festhalten, was die -mge 11. deutschen Turnfeste? nicht nur, sondern was die ganze kra'tvolle Bewegung des Turnens überhaupt und was^Frankmrt msbesondere bewegt. Diesen mannigfaltigen, vielseitigen Tendenzen wird bereits die erste Nr. mit ihrem reichen Inhalt vollauf gerecht. Sie bietet •ine Fülle anregender Artikel aus bewährter Feder, Unterhaltenoes und zahlreiche Illustrationen. Die Festzettung erscheint tm Verlag der Kesselring'schen Hofbuchhandlung (E. v. Mayer) m Frankfurt und ist voir der Buchdruckerei Aug. Weisbrod (C. Döbler) äußerst >orgsältia typographiert und ausgestattet. Der Abonnementsprers veträgt Mk. 4.50, der Preis der Einzelnummer 40 Pfg. "Bekämpfung der Schnakenplage. Besonders günstige Erfahrungen bet der Bekämpfung der Schnaken sind n. d. „Dacmst. Ztg.« in einer größeren rheinhessischen Land- gemeinde mit Saprol gemacht worden. Bei zweimaliger Verteilung Mitte Mai und Mitte Juli wurden drei Fässer gebraucht, die einen Kostenaufwand von 13O Mk. verursachten. Tatsächlich sind vergleichende Laboratoriumsversuche, die von der landwirtschaftlichen Winterschule in Alzey mit Saprol und mit Petroleum vorgenommen worden sind, durchaus zu Gunsten des ersteren ausgefallen. Es hat sich ergeben, daß das Saprol sich ungleich rascher und gleichmäßiger auf dem Wasser verteilt als Petroleum, und daß Schnakenlaroen, welche die Versuchsflüssigkeit enthielten, bei Anwendung von Saprol sämtlich nach etwa 2 Stunden abgetätet waren, während Petroleum dazu etwa 4 Stunden Einwirkung nötig hatte. Die Preise stellen sich bei 1 Barrel & ca. 180 Kilo auf 25 Mk. einschließlich Emballage, bei 5 Barrels auf 22 Mk. Bei größeren Abschlüssen treten besondere Vergünstigungen ein. Wenn Saprol hiernach etwas teurer ist als Petroleum, so gleicht sich das durch den geringeren Verbrauch wieder aus, denn für den Quadratmeter Wasseroberfläche genügen 15 bis 20 Kubikzentimeter. Da Saprol sonst nicht verwertet werden kann, sind bei seiner Anwendung auch Veruntreuungen ausgeschlossen. (-m.) Friedberg, 7. April. Anläßlich einer Petition der Schüler der hiesigen Gewerbe-Akademie wegen ihrer U e b e r n a h m e in städtische Verwaltung, sowie Errichtung eines Neubaues, kam am 26. März in geheimer Sitzung ein Beschluß zustande, dessen Inhalt den Petenten jetzt mitgeteilt wurde: Die Stadtoerordneten-Ver- sammlung hat beschlossen, die Gewerbe-Akademie in eigne Verwaltung zu übernehmen, wenn 1. die Stadt durch die Großh. Negierung die bindettde Zusage erhält, die Gewerbe- Akademie ganz so wie bisher, ohne Einschränkung der studentischen Freiheiten fortführen zu dürfen, und 2. es der Stadtverwaltung zu überlassen, sich über eine die beiderseitigen Interessen wahrende Grundlage der Uebernahme mit Herrn Direktor Schmidt zu einigen. — In dieser Frage wird die Errichtung eines den Anforderungen entsprechenden Neubaues ihre Lösung finden. Die Verhandlung mit der Großh. Negierung wird angebahnt werden. -t-. Friedberg, 8. April. Das gestern gemeldete außergewöhnliche Ereignis der Schließung des Hotels ,ßu den drei Schwertern" ist heute vom regulären Lauf der Dinge obgelöft: über den Besitzer Aloys Göbel ist der Konkurs eröffnet worden. Hoffentlich gelingt es dem Konkursverwalter Rechtsamvalt Dr. Seyd, den Geschäftsbetrieb bald wieder aufleben zu lassen und damit der sonst unvermeidlichen Wertsminderung des Besitztums vorzubeugen. (n.) Gedern, 7. April. Vor einiget* Zeit brachten verschiedene Blätter die Mitteilung, daß in dem Wahlbezirk Schotten-Gedern-Laubach anstelle des seitherigen Abgeordneten Oberförster Dr. Web er-Kvnradsdorf von feiten des Hess. Bauernbundes der Bürgermeister Viehl- Rainrod bei den im Herbste ftattfindenden Landtagswahlen als Kandidat ausgestellt würde. Tie Nachricht klang für Eingeweihte sehr befremdend, denn einmal ist der liberale Oberförster Dr. Weber ein großer Freund der Landwirtschaft, sowie ein vorzüglicher Kenner des Vogelsbergs und erfreut sich in seinem Wahlkreis allgemeiner Beliebtheit. Zum andern ist er der Urheber noch nicht ausgeführter weitschauender großartiger Projekte — wir erinnern nur an das zu errichtende Elektrizttütswerk in Liß- berg, an die geplanten oberhessischen Wassergenossenschaften tu a. — und außerdem war Bürgermeister Biehl bei der letzten LandtaHswahl, als es sich darum handelte, für den so plötzlich verstorbenen Bürgermeister Weidner-Hercyenhain Ersatz zu schaffen, ganz entschieden für Dr. Weber ein- getreten, so daß man sich eine Gegnerschaft zwischen den oeiben Genannten nicht vorstelleu konnte. Bei einer nunmehr abgehaltenen Vertrauensmänner - Versammlung des Wahlbezirks wurde denn auch einstimmig beschlossen, Oberförster Dr. Weber als Abgeordneten wieder zu wählen, nachdem Bürgermeister Biehl die bestimmte Erklärung abgegeben hatte, unter keinen Umständen eine Kandidatur anzunehmen, solange Dr. Weber zur Wahl stünde. Demnach dürfte die Wiederwahl des seitherigen ver- vienstvollen Mgeordneten sicher sein. sj AuS dem Kreise Marburg, 7. April. Wie anderwärts, so hatten die Landwirte im Lahn- und Ohmtal im vorigen Herbst über einen ganz enormen Mäuseschaden zu klagen. Alle Mittel zur wirksamen Bekämpfung der unliebsamen Gäste halfen nichts,- bei dem Bestellen der Felder lernte der Landwirt jedoch seine Freunde kennen, die ihm tüchtig halfen, die Schädlinge zu vernichten. Es waren dies die sonst so viel geschmähten Naben, für deren Verminderung man sonst auS öffentlichen Mitteln alljährlich Prämien bewilligt. Aus dem neuesten Marburger Kreishaushaltsetat ist dieser Ausgabeposten verschwunden und der Landwirt freut sich jetzt, wenn die schwarzen Vögel hinter dem Pfluge herziehen und der Mäusebrut den Garaus bereiten. Daß der strenge Winter und in den Niederungen auch das Wasser tüchtig unter den Schädlingen aufgeräumt hat, ist bekannt. Biedenkopf, 6. April. Der bisherige Vertreter Landrat v. Heimburg mürbe von den Konservativen wiederum als Kandidat ausgestellt. (W.) Fran! furt a. 9)1., 7. April. Tw Stadtverord- netenversammlung sprach sich heute für die Herabsetzung des Zensus für die Stadtverordnetenwahlen von 1200 Mark auf 900 Mark aus unter Wahrung des gleichen, direkten und geheimen Wahlrechtes und ersuchte den Magistrat, diesem Beschlüsse beizütreten und entsprechende L...gaben an die Kgl. Staatsregierung und die beiden Hau- i des Landtages zu richten. Der Mannergesangverein von Münster Sei Dieburg. R. B. Darmstadt, 7. April. Vor kurzem machte ein vom Schöffengericht zu Dieburg gefülltes Urteil nicht geringes Aufsehen, das „im Namen des Großherzogs" den Redakteur A. Schumann von der in Dieburg erscheinenden „Stärkend. Provin'.ialztg." zu 20 Mark Geldstrafe verurteilte, weil es in der Behauptung des Blattes, der sozialdemokratische Mannergesangverein II zu Münster bei Dieburg habe mit einem Familienabend am 23. November v. I. den Geburtstag des Großherzogs gefeiert, eine Beleidigung erblickte, denn in dieser Behauptung liege der „Vorwurf einer Preisgabe und Verleugnung wesentlicher parteipolitischer Grundsätze". In der heutigen Berufsverhandlung vor der Strafkammer stellte sich nun die überraschende Tatsache heraus, daß die Mehrzahl der geaen den Redakteur klagbar gewordenen Vorstandsmitglieder des Gesangvereins überhaupt nicht sozialdemokratisch gesinnt ist und daß im Art. 1 der Vereinssatzung bestimmt wird: Der Verein bezweckt die Einführung guter, gediegener Musik und die Hebung der patriotischen Gesinnung durch vaterländische Gesänge. 9hir drei Vorstandsmitglieder erklärten auf Befragen durch den Vorsitzenden, daß sie republikanisch gesinnt und Gegner der Monarchie seien, doch bekundete auch der Vorsitzende ausdrücklich, daß es bei der Entscheidung über die Aufnahme in den Verein nur auf die gute Stimme ankomme. Rechtsanwalt Sieger wies als Vertreter des angeklagten Redakteurs darauf hin, daß der Artikel nur eine politische Satire darstellte. Auch die Führer der Partei, besonders Herr Ulrich, hätten ja wiederyolt Anknüpfungen mit dem Großherzog gesucht und sich auch an einer Glückwunschadresse an denselben beteiligt, ohne daß man ihnen den Vorwurf machte, sie hätten ihre Parteigrundfätze prrnsgegeben. Und da die Mehrheit der Vorstandsmitglieder sich nicht als zur Sozialdemokratie gehörig bezeichnete, könnten sie sich auch nicht im Sinne des Schössengerichtsurteils beleidigt fühlen. Rechtsanwalt Dr. Fulda erklärte, daß er allerdings die Kläger, die sich heute als Nichtsozialdemokraten bezeichneten, nicht mehr vertreten könne, für die drei sozialdemokratischen Vorstandsmitglieder halte er aber die Klage aufrecht und beantrage Bestätigung des ersttnstanzlichen Urteils. Der Gerichtshof entschied nach längerer Beratung dahin, daß der angeklagte Redatteur freizusprechen und die Kosten beider Instanzen den klagenden Vorstandsmitgliedern aufzubürden seien. Es könne von einer Verleugnung republikanischer Grundsätze überhaupt nicht gesprochen werden, wie es das Schöffen- gerichr tat, da der Charakter der Sozialdemokraten als Republikaner überhaupt nicht einwandssrei seststehe, besonders in Hessen nicht, wo einflußreiche Führer beim Laudes- sürsten zur Audienz erschienen und sich, an Adressen für ihn beteiligten. [] Marburg, 7. April. Die Strafkammer verurteilte heute in der Berufungsinstanz den Kausmaun Gustav Adolf Reißer aus Frankfurt a. M., der in der Gegend von Vöhl K a l i - P h o s- phaldunger verkauft hatte, der laut Untersuchung durch die landmirtschauliche Versuchsstation anstatt der angegebenen 9 zu 9 Prozent Kali und Phosphor nur 6, 9 und 6,97 Proz. enthielt, wegen Betrugs zu 3uü Mk. Geldstrafe. Das erste Urteil Halle aui 4 Wochen Gefängnis gelautet. Der Sachverständige Professor Dr. Hajelhoff gab an, daß der Zentner zu 4,75 Alk. vertäust sei, aber nur einen Wert von 1,66 Mk. habe. W. Erfurt, 7. April. Der Arbeiter Heiliger^ aus Mühlhausen (Thüringen), der im Februar den eigenen Sohn mit einem Stein durch Schläge auf den Köpf getötet und den Leichnam dann in die Lhomasquelle geworfen hatte, wurde vom hiesigen Schwurgericht zum Tode und Verlust der bür- geriichen Ehrenrechte verurteilt. Universitäts-Nachrichten. — In W i e n ist der Zoologe Hoirat S ch m a r d a gestorben. Vermiete», * Ein elektrischer M e n s ch. Im Zirkus Schurn amt zuFrankf u rt erregte vor kurzem eine neue Vorführung Aufsehen. Resisto, der „elektrische Mensch", brachte zunächst einen ungeheueren elektrischen Strom zur Darstellung, dessen Zentrale sein eigner Körper ist. Er arbeitet mit riesigen GeiUerschen Röhren, die teilweise zwei Rdetev lang sind. Mit der rechten Hand berührt er den Konduktor, in der Unten hält er die Röhren, bereit phantastisches Licht weit hinaus in die obersten Regionen des Zirkus strahlt. Ein Stück Papier, das in die Nähe des Sttomes gebracht wird, verbrennt sofort in Hecken Flammen. Frau Re- sisto will sich eine Zigarette anjünbcn; eine einfache Berührung der letzteren mit der Hand ihres Galten genügt, um den Tabak in Brand zu setzen. Oellampen, elektrisckie Birnen erhalten Licht, und alles entipringt der "lebenden elektrischen Zentrale. Zum Schluß behängt sich Resisw mit einer großen Anzahl buntfarbiger Geißlrrscher Röhren, so baß das Ganze wie ein lebendiger Leuchter ausiieht. Resisto arbeitet mit einer Steigerung bis zu 300 000 Volt, das ist ein weit größeres Maß elektrischer Kraft, als es in Amerika zu den elektrischen Hinrichtungen verwendet wird. • Etsenbahnunfälle. Auf der Strecke Wunstorf- Hannover stieß infolge frühzeitigen Freigebens der rückliegenden Blockstrecke em Personenzug Köln-Berlin auf den stehengebliebenen und nicht vorschriftsmäßig geblockten Hinteren Teil eines bei der Einfahrt in den Bahnhof von Hannover gerissenen Güterzuges, wobeidieZuglokomotive deSPersonenzuges, und zwei Wagen des Güterzuges entgleisten und beschädigt wurden. Personen wurden nicht verletzt. — Bei der Station Aussig der Aussiger-Teplitzer Eisenbahn (Böhmen) wurden durch einen Zusammenstoß 12 Personen verletzt, davon drei schwer. Zwei Lokomotiven wurden zertrümmert. — Auf der Chicagoer Hochbahn ist ein Wagen mit 50 Personen vorn Gerüst g e st ü r z t. 30 Personen sind verletzt, getötet wurde niemand. * Ein nicht satisfaktionsfähiger Graf. Im österr. Abgeordnetenhause herschen bekanntlich seltsame Sitten. In anberen Ländern pflegt der „unparlamentarische"' Ausdruck eine Entgleisung aus den Bahnen deS guten ToneS zu sein. In Oesterreich dagegen ist man nachgerade soweit gekommen, daß man jedem, der sich grob und „gröber* ausdrückt, nachsagt, er benehme sich parlamentarisch! Dieser Tage nun hieß es in Wien, es werde ein Duell zwischen dem Grafen Sternberg und dem tschechischen Abg. Bergmann ftattfinben. Sternberg forderte Bergmann, wei ihn dieser in einer Rede im Abgeordnetenhaus mit „saugroben* Worten unterbrochen hatte. Heute aber kommt folgende Nachricht aus Wien: Die vier Sekundanten de§ Grafen Sternberg und des Abg. Bergmann traten zu einer Beratung darüber zusammen, ob daß Duell der beiden Abgeordneten slattfinden solle ober nicht. Es hanbelt sich nämlich um bie Frage, ob Graf Sternberg satisfaktionsfahig ist ober nicht, ba ec seiner Off izi ers charge verlustig erklärt worden ist. Unter diesen Umständen erscheint es nicht möglich, daß Bergmann, welcher Reserveofsizier ist, sich mit Graf Sternberg schlage, da er dadurch gleichfalls feinen Ofsiziersrang verlieren würde. Es sollte ein SabttdüeH unter schweren Bedingungen ftattfinben. Mittags ist dem Abg. Bergmann von seinem Negimentskommando ein Telegramm zugegangen. Das Kommando spricht darin dem Grafen Sternberg die Satisfaktionsfähigkeit ab. Das Duell muß also unterbleiben. * Schinken mit Photographien. Der „Kunstwarl* macht auf folgendes Inserat annnerksam: Appetitlich wirken bei allen Festlichkeiten die von mir als Spezialität geführten Schinken mit Photographien hochstehender Persönlichkeiten (Deutscher Kaiser, Kaiserpaar, König Friedrich August, Bismark usw.) Preis per Stuck je nach Gewicht 12 bis lö Mark. Versandt unter Nachn. Folgt noch der Name einer Firma in Leipzig und bie Abbildung eines illustrierten Schiveineschenkels: auf der Schwarte prangt ciii Kops, bilb Kaiser Wilhelms II. Tie Abbildung läßt erkennen, daß das Porträt bes Kaisers ans einen Schinken, ber gegen 15 Mk. Nach, mahme versanbt wirb, ungefähr Lebensgröße erreicht. * Der nörbliche Seeweg nach bcin Stillen Ozean. Aus Petersburg wirb berichtet: Das Marineininislcnum betreibt mit aller Energie bie Ausrüstung ber großen polar- expebition, deren Endziel die Erforschung des Seewegs bilden wird, ber den Atlantischen Ozean im Norden mit dem Stillen Ozean verbindet. Man hofft bestimmt daraus, daß es möglich ein wird, nach Erforschung der Eisverhältnisse eine fahrbare Route zu finden, die dem westlichen Rußland bic Möglichen einer bireften Sceverbürbung mit den Kolonien int fernen Osten und Wladiwostok eröffnet. Lldiniral Dnbassoff vertritt schon eit langem diese Anschauung. Außer zwei Eisbrechern, die lereits im Bau sind, werden eine Anzahl von Fesselballons mitgefüljrt, die zur Erforschung der Eisbewegungen im nord- lichen Eismeer üern-enbet werben sollen, an denen bie früheren Versuche gescheitert sinb. * Ter Mann mit ben Drillingen. Wie leiclstgl>u- big bas Petersburger Publikum in seinen verschiedenen Schichten ist, beweist folgendes charakteristische Histörchen, bas den Porzug hat, wahr zu sein: Seit etwa einer Woche Huben vor ber Toren- kammer bes Alexanberhospitals täglich große Menschenansainm- ungen statt. Die allen Gesellschiaflsschichckn angehörendcn Teil- nehmcr erklären offen, baß sie sich, zur Besichtigung eines großen Naturwunbers eingefunben haben, sie ivollen die Leiche des Mannes eh^n, bei mit Drillingen iiiebergeEommeit sei! Diese von vielen Tansenben geglaubte Geschichte hat folgenden Ursprung: Vor adit Tagen starb ber bucklige Buchbinbec Iwanow im Hospital. Neben einem Sarge wurden bie Leichen zweier auf einem Kirchhof aui- gefur.bener totgeborener Kinber gelegt, denen sich bald eine brüte Känborleiche zugesellte. Iwanow zeichnete sich badurch aus, daß er langes Haar trug, bartlos war und auch vorn einen Buckel besaß, so baß man ihn bei flüchtigem Hinsehen für eine weibliche Leiche halten konnte. In ber Totcnkammer befanben sich zur Besichtigung sstunde mehrere Neugierige, bie der Wächter einfach mit ben Worten abfertigie: „Herr Gott, seht ihr benn nicht, baß das eine tote Mannsperstn ist, bie mit Drillingen nteberfam!" Tas unbebacht ausgesprochene Wort würbe ausgeschnappt und mit Windeseile durch die Stabt veroreicct. Erst sanden sich bic nächsten Bubenbesitzer ein, um bas elfte Weltwunder anzustaunen, dann zog die Mär immer weitere Kreise; elegante Wagen unb Gespanne rollten heran, um sich von ber Wahrheit ber Legende zu überzeugen, die bie Sttaßenblatter ausführlich besprachen. Tas seltsame Gerücht war in seiner Wirkung so intensiv, baß ber Oberarzt des Hospitals von jener Stunde >ab feinen Augenblick Ruhe hatte, denn Hunbctte wollten per Telephon erfahren, wie es dem Wöchner gehe, und ob bie Kinder nickst adoptiert werben könnten. Heute erckätt der Oberarzt Dr. TobroklonSki öffentlich, daß diese Legende Unsinn ist, und er ernstlich! darum bittet, ihn mit dem Fall in Ruhe zu lassen. * Pech. Ein Schuhmacher hatte den Besuch des Gerichtsvollziehers zu erwarten, und sah diesen eines Tages zufällig (auf das Haus z-ugehen, da sagte er rasch zu seinem kleinen Jungen: „Ich stelle mich jetzt in den Kleiberschrank hinein, unb wenn ber Gerichtsvollzieher kommt, bann sagst )u, ich sei nach Frankfurt gefahren." — Der Junge tat so, doch als ber Gerichtsvollzieher ihn fragte: „Wann kommt benn bein Vater wieder von Frankfurt zurück?" machte der Kleine schnell die Schranktür auf und sagte: „Vater, wann kommst du beim wieber von Frankfurt?" * Dauerfahrten im Ballon. Die Dauerfahrt die der Luftschisfer Rektor Poeschel aus Meißen, ber in Rußlanb für ben Rektor ber Universität Gießen gehalten wurde, als Führer des Ballons „Dresden" bei dessen Tauffahrt unternommen hat, hat in den letzten Tagen die Presse bejchäftigt. Besonders interessant war, daß Poeschel, obgleich es sich ja nicht um einen lenkbaren Ballon handelte, genau den Verlaus der Fahrt vorausgesagt hatte. Nach sechs Stunden wollte er zwei seiner Begleiter in Böhmen aus- steigen lassen, lu»nd genau so ist es auch eingetroffen. Er selbst hat dann mit dem dritten Reisegefährten die Fahrt noch fortgesetzt und landete nach 181/2 Stunden spater im Süden Böhmens. Leider hat er diese Möglichkeiten nicht schon früher ausnutzen können. So hätte bei einer Fahrt, die er im vorigen Sommer von Bitterfeld aus unternahm, die ihn über Brandenburg, Mecklenburg und Pommern hinweg zur Ostsee geführt hatte, der Ballon, da iym noch zwölf Sack Ballast zur Verfügung standen, leicht auch noch die Fahrt über die -Ostsee nach Schweden wagen können, wenn nicht einer der Insassen für vorherige Landung gestimmt hätte. Die Fahrt über die Ostsee nach Schweben, bie nach Messung auf ber Karte auf 250 bis 300 Kilometer berechnet war, hätte ber Ballon in höchstens 6 Stunben zurückgelegt. Die Wetterkarte hat später bie Berechnung Poeschels vollkommen bestätigt. Ta eine Linksdrehung des Windes über der -Ostsee erfolgt war und bie Winbstärke zugerrommen hatte, hätte ber Ballon zu ber Strecke sogar nur vier Stunden gebraucht. Kleine Tagcschronik. In Mariage n (Mosel) wurde ein Hausbesitzer von einem Unbekannten in seiner Wohnung überfallen und durch piebe au den Kopf niedergeschlagen. Der Verbrecher schleppte alsdamr oei vermeintlich Toien am den Heuboden, durchsuchte das ganze Harn und raubte 200 Mk. Ter ÜebertaUene wurde später bewuyuo und lebensgefährlich verletzt ansgesundcn. In Gmund sind infolge versehentlicher Verwendung oo- Ra 11 e n g i ft bei Zubereitung einer Suppe in einer Fami acht Personen erkrankt. Ein 75jähr,ge Frau ist gesporoea Wie der Pariser „Motin" behauptet, l)ot ein aus Fc« verschwundener deutscher T r a g 0 n e r - O f f i) i c c em Ul plor bes deutschen Kav alleric-Excrzlcr-Regiments und die Beschreibung eines Ma, mlncug wehres durch Vermittelung einer Halbweltdame ut 45 a zu vevänßern gesucht. ... In Sabiau (Ostpr.,- brach aus dem Grundstücke Fleischers Girnus Fen er ans. Beim Läscyen bes Feuers I man Girnus im Innern bes Hauses ermordet vor. J?; liegt zweifellos ein Racheakt vor, ba Girnus, der mcmfflO) • Zuchthaus vorbestraft mar, einige Komplizen seiner -oero ar benunzicrt hatte. n )n, In Alle 11 st e i n wurde bic 81 jährige Lehrcr » wi Katharina Tembski in ihrer Wohnung crntorbet aui gesiinben Tie Ermorbetr bewvhiuc ein ihr gehöriges st allein. Der Morb ist mit einer Axt ober eurem Beu v._ worben. Es hanbelt fid1 um einen Raiwmorb. ^ehranre Behältnisse sind durchwühlt. Unter dem bringenden ^ewaaj. ber Täterschaft des Raubmordes wurde der Fleischer Rehrigt verlach i dtrciu Line c- ; e 2Cird?fid?c Nachrichten. EvMgelische Gemeinde. 5n der Ltadtkirche. < t Heute, Mittwoch, abends 6 Uhr: 6. P a s s i 0 n s - A n 0 • y ' Psarrajsisle.lt Becker. I|o jn Üaulsdorf wurde das 2jährige 68 kräftigen ptoo< Ernst Kaiser u. Eran geb.Winnecker. TT bill. Preisen, idßlicOc Sendungen. V l LU ------- - -------------------—■- - w z , . C. G. Kltiiiiheni), JuhiMums-Äitpendren-strstung ztt Ehre« der L5 jährigen Regierung Bahnbofstr. 59. (j96) Telefon 66. Prompter Persand n. auswärts. des höchstselige» GrotzherzogS Luvwig IH Blitz-Blank Butzbach u. Niederkleen, den 7. April 1908. Leiden sanft ent 4 616.9-1 Danksagung 3 391.37 398 401.67 113 Gbttlkhrer Prof. Ar. Erst und Frau. Gießen, den 8. April 1908. V7. Tas Zugang in 1907 Die Doerln g. H a a s. B6/« Töchterchen des MalerS Mclitzky van Hunde, mit dem es spielte, zerfleischt. einem bissigen Die Verlegungen 150.— 1603.30 3 121.22 2 816.- Piobtlien-Konlo Kassa-Konto Abgang in 1907 . . . Mitgliederstand Ende 1907 Georgine Roos geb. Buff. Pfarrer Roos u. Familie. Lehrer Bangert u. Familie. Hinterbliebenen Müller. 13 839.23 366 089.01 Flu^- und Seefische, MastgesLügci, DcliLatessen, anerk. nur allerfeinst Qualität zu Für die vielen Beweise herzlichster Anteilnahme, die uns während der Krankheit und dem Heimgange unseres einzigen, lieben Söhnchens so zahlreich dargebracht wurden, sagen wir innigsten Dank. Die trauernden Familie Die Geburt einer gesunden, Tochter zeigen hocherfreut an 1C 16.61 15. April er. bei uns einzureichen. Gießen, den 6. April 1908. gedenkt. Berlin, 8. April. 1 900.— 1 990.— 621.29 Die Beerdigung findet statt Donnerstag, den 9. April 1908, nachmittags 4 Uhr. [2331 Gr. Verwaltung der medizinischen und Frauen Kliniken Gießen. T r e p p i n g e r. .Städtisches Hochbauantt. Merbel. Passiva. Zinsen-Konto Geschäftsanteil- Konto Anleheu-Konto Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Wittcrnna fßu gefielt am Tonnerstay den 9. April: Teilweise heiter. Trocken. Kühl. In höheren Lagen leichter Nachtfrost. Lebhafte östliche Winde. 8 dret Stipendien zu vergeben. Das Stipendium taim aur dre: Jahre ausgedehnt werden,- es können jedoch nur Angehörtge solcher Gememdeu beruckstchttgt werden, welche Beiträge zu dieser Stillung gelcrnet haben. Hiernach berechugte und l.eiähigte junge Manner, welche zum Zwecke ihrer Ausblidung eine höhere Bildungsanstalt besuchen oder ! besuchen wollen und sich um das Stipendium zu bewerben beav- I stchugen, sind emgeladen, ihre Geiuche durch ihre bctreneiiöe Burger- ! meisteret an die Bürgermeisterei der Hauptsradl ihrer Provinz, also aus Orten der Provinz Slarlenvurg an die Bürgermeisterei Darmstadt, aus ßthetnyesjen an die Burgerineisteret Marnz, aus Ober- heß'en an die Bürgermeisterei Gießen bi» länaitcnS zum 20. d. AAS. . gelangen zu lassen. Len Gesuchen sind an Beugnißen bewegen•. i. cm behördlich oeglaubigtcS BermögenözeugniS, 2. eine behördliche Bescheinigung, da,; und wo Gesuchsteller > rtgebä schule sollen öiwmx Mittwoch, den SS. Avril d. 5„ vorm. 10 Uhr i <2 Zergehen werden. und Aiaurerarbeiten, - ^telnhauerarbeiteu, ? A« cbm rote Sandsteine, •> V 2/1 cbm Lungsteine, (Basaltlava) ^ragerliesernng, r." Slnl1PcK0l'6eiten, ». Dachdeckerarbeiren, 7 sSvenglerarbeiten, -Zchloßerarbeiten. b>-i uns Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen !*is das°,mAMchr oß'en. Angebote auf vorgeschrtebenem Formular, Krcich.’n v>er*11ut), sind bis zum getiannlen Termin an uns em- '^^^^gsjrist 11 Tage. v^ßen, 7. April 1908. 1C l*r, j. Hypotheken- nnd Betriebskapitnl ^O****«Z0^ sofort für Industrielle von 4U,O nu zu vergeben. Ausführliche Olesuche sub. 11. G. L. :i5ö7 an die Exped. o. Bl. Ix&ii Aktiva. JM, s) Kapitalien-Konto 1027.85 Juunobilicn-Konlo 395 620.52 ail^E öllt! i,,,d dul-L rbe VÄ liu1,« B 7, A Gießen (Nahrungsberg 6), den 8. April 1908. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 2 Uhr auf dem neuen Friedhöfe statt. — Blumenspendcn dankend verbeten. (234o bis ka^": mqc^öraaftju bfiScui Irfpnmg: td) och tistte । öabutd) u Vorn eine: ch i für eint ech fciiidenjiöflfb Süd xnn ni^kjhi nicbata!* u rschnGt uo i dÄischditiH anjuilnura, :j jagen ich Cvis imde zu ÄtM Tos idiisül B der ChffiiW idto^ia ie e- to Äe icn fmuilti i't ih, daß dioiihll n mit kr. jCi n Besucht iesen ein« irss- er rasch den AeidtM kommt, bc-:ii? - Ter N® fte: „SannitS irüct'?' gte: | V‘ Tie Tauch Meißen,^ it Keßen | l"beicht I ß I on hmidklE hatte. c in M®0 s eingetrr^ ' mhrten stunden ff" Köglich«L d aus E und Swd lllltÖ,CI ist der beste [1611 Herdplättenputzer zirka 1b00 Stück verkauft. Zu haben bei: Ijudti ig Kröll, Küchengeräte - Magazin, Plocksl rasse. allen Katten bringt sicher Delieia- Kaltenkuchen. Haustier, unschüdl. 6 mal prätn. Mehr. 100 Anerk. Dos.0,50u.1,00M. beiSchaaf, Hirschapo- tiiekc.Apoth.z.gold.Eiigel. A'voäheke in Ka-oi'üori. Chauf’Lurschite \ Singen a. üheia Prüiungsber. Prosp. frei. ! 13 664.99 Jt 13 839 23 „ 174.24 JL Ailtgliedcr-Gulhabcn betrug Ende 1906 „ „ beträgt Ende 1907 empfehlen billigst Im firegori L Solu hf«1’1 C> ui*' w\ 7$ien, 8. Aprik. Wie nunmehr -scststehr, trifft Kaiser Wilhelm am 7. Mai in Pinzing ein, wo ihn Äckisev Franz Josef erwartet. Beide: Monarchen begeben sich bann nach Schloß Schönbrunn. Ter Kaiser verläßt noch am selben Abend Wien, um nach Berlin zurückzukehren. Wien, 8. April. Wie die Morgenblätter melden, wird nunmehr doch heute das Duell Sternberg-Bergmann stattfinden. Paris, 8. April. In politischen Kreisen, besonders in den Wandelgängen des Senats, ging gestern das Gerücht, General Picquart beabsichtige, seine Demisston als Kriegslninister zu geben und das Kommando eines der wichtigsten Armeekorps zu übernehmen. London, 8. April. „Pall Mall Gazette^ versichert, daß in Frankreich augenblicklich 5 neue Unterseeboote im Bau begriffen seien. Diese Unterseeboote, die einen großen Aktions-Radius haben, werden die Form von Unte'rseekreuzern erhalten. Ihre Wasserverdrängung wird 600 t., ihre Geschwindigkeit 16 Meilen betragen. DaS Blatt weist darauf hin, daß Frankreich in Bezug auf Unterseeboote einen großen Vorsprung gegenüber sämtlichen Nationen, be- sonders Deutschland besitzt. Die neuen Unterseeboote werden eher offensiven als defensiven Charakter tragen. Tripolis, 8. April. Ter italienische Missionschef Vater Instinus in Terna, einer Stadt an der Küste des Mittelländischen Meeres, wurde durch Meuchelmörder ermordet, die der türkische Gouverneur ausgesandt hatte. Der Gouverneur wollte sich an dem Priester rächen, weil dieser den Bau der Franziskanerkirche durchgesetzt I)atte. Tie Haftsumme der Genossen betrug Ende 1906 28 200.— JL n lf „ „ beträgt Ende 1907 28 100.— „ Abgang in 1907 ......... 100.— Jt- Gießen, den 7. April 1908. . , D8/t KüMusffwschaft des kvailSkl.Arbcitrl»emi!S in Gieße«. Eingctr. Genosscnfchaft mit beschränkter Haftpflicht. SS 1",; 02757] Alle Sorten Garten- u. Rosen- pfühle, fertig zum Gebrauch, fvw. Wafchsettstangen u. Ervfeureiser empf. Ä. Gertb, Landmannstr. 11. Dich- und Sttfische 8 MW Mrche und Schule. Eine Feier des 100jährigen Geburtstages D. Job. Hinr. m i d) e r it 5 findet am 21. April d. I. unter dem Ehrenpräsidlum “via Präsidenten deS Senats, Bürgermeister Dr. Burchard, in i-- _ m bürg statt. Kcmsistorialrat F. M a h l i n g ans Frankfurt, silier Missionsdirektor in Hamburg, hält die Festrede. ^Dem Rauhen Hause beschlossen Senat und Bürgerschaft L . Clndt Hamburg au§ Anlaß des bevorstehenden 100jährigen i-churtstagcs I). Job. Hinr. W i ch e r n cm Lehrerhaus im inerte von 50000 Alk. zu stiften; wahrlich, eine bedeutsame Aner- ü".nimfl bc5 Wirkens des Herolds der Inneren Mission durch seine Vaterstadt. Aloästen sich Gönner finben, die es der weithin be- •-uxtcii und bewährten Erziehungsanstalt ermöglichen, in diesem -Ubeljahr auch die noch aus ihr lastende Hypothekenschuld von ca. 11)0 000 Mk. abzustoßen. handel. Rückflüsse zur Reich sbank. Wie wir erfahren, haben fVj) die Rückflüsse zur Reichsbank nicht befriedigend gestaltet. Das "■• timt ist in den ersten Tagen deS neuen Quartals noch recht - lieblich in Anspruch genommen worden. Trotzdem wird erwartet, -j» die Reichsbank noch zu diesem Donnerstag, spätestens aber zu Seginn der nächsten Woche mit einer Tiskonterrnäßtgung ans 5°/0 ongeht. Kompagnie Internationale de Grand Bazar üttich-Frankfu r t a. M. Dem Geschäftsbericht des Kredit 7,änärale Ltögois zuiolge ivird die Dividende 4°/0 betragen. Tie äaebmsse der Frankfurter Niederlassung wurden von dem Wechsel ~ der Oberleitung beeinflußt. Der neue Direktor scheine die in )> gesetzten Hoffnungen zu erfüllen. Tie Nürnberger Zweiganstalt ’jbe sehr befriedigend gearbeitet. Die Jahresergebnisse erhöhten •1) noch durch die nttnrnehr erfolgten RückerstaMmgen der in tigeren Jahren zu Unrecht erhabenen Steuern. 115 3 112 396 401.67 Mitgliederstand Ende 1906 Zugang in 1907 . . . , .v. Mädchen-Stiefel. amen-Stiefel Mk.12,50 •Z.5Sv und Schnür, ausnahmsweis Grösse 2' sowie in höheren Mk. 4.ÖU Ferner schwarz und b empfehle Herren- und Hamen-Stiefel, braun, schwarz und Lack in Chevreaux und Boxkalf-Leder in den neuesten, elegantesten Fa^ons zu folgenden Einheitspreisen: e Aera hat begonnen zu Einheitspreisen eine moderne Fussbekleidung einkaufen kann. eder Mann D. Isenberg Wwe Pferdehandlung Telefon Nr. 488. [2343] Telefon Nr. 488. Unsere aSs Geschenk: eignen. Von billig bis hochelegant. In allen Weiten. bis 1.25 Mk. Waren- und Möbelhaus mit Kreditbewilligung Jtimasui reichen Auswahl ohne GIESSEH Strengste Diskretion Frachtfreie Lieferung. lMM-kÄsdl 2327 Reizende Neuheiten Unerreichte Aaswahl! Billigste Preise! FabrikniedeHagc Offenbacher Lederwaren. 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April, abends 8 Uhr, seinen Anfang. Der Besuch der Fachschule befreit die au§ der Volksschule entlassenen Schüler, sowie diejenigen höherer Lehranstalten, die nicht wenigstens ein ,lahr lang der Ober-Tertia angehörr haben, vom Besuche der obligatorischen Fortbildungsschule. laden wir unsere verehr!. Mitglieder freundlichst ein. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des L Sprechers, 2. Bericht des Turnwarles, 7. Festsetzung der Sommerfestlichkeiten, 8. VerichiedeneS. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Der Vorstand. Gleichzeitig laden wir im Auftrag unseres Vorstandsmitgliedes P. Margots seine Turnireunde insbesondere den Vorstand und die GesangSriege für heute Mittwoch Abend 9 Ubr zur Feier seines 50jährigen DienjtjublläumS im Saale des FclsenkeUcrS ein und bitten ebenfalls um zahlreiche Beteiligung.[V8/4 kann sich bei mir elegant und chik kleiden. Jede Kreuz-Drogerie Äug. Boti Bahnhofstrasse 51, [2344] Bahnhofstrasse al Männer-Turnverein. Zu unserer mn SamStag, den 11. April abends 9 Ubr im VereinLlokal Darmstädter Haus stattfindenden Kopfläuse, Wanzen, Flöhe vertilgt radikal „St ratzt" Flasche 50 Psg. [2323 E.Siarn, Central-Drog.,Schulstr. A. Noll, Drogerie, Bahnhosstr. La Bei - Eier5 groß und feinschmeckentl, wöchentlich frisch eintrcffcno, empfiehlt zum jeiveiligen Marktpreise Georg Wallenfels, nur Marktplatz 21. [938 Gegenüber der Cngelapotheke. _______Telefon 46. findet passendes für sich und den Haushalt, selbst für Jedes TUmÄ habe notwendige Garderobe zu allen Preisen stets auf Lager. Man erhält Wohlriechender Ofenlack Slahlspähnc, pmaei Staubbiudende Fussbodenöle neteit die Spiralleuci-Corsets von 1.25 Mk. an Sa!omon & Cia. ÄTw Frische Fische Hochfeinste Angelfchellfische per Pfund 35 Psg. Pa. Nordsee-Schellfische per Pfund 48 Psg. Frische Bratfische w». 20 w. Frische Notzungcu per Pfd. « Pf. Fciiisie» blütcchcllci! Cabliau ojnt iltzs im ganzen Fisch von 4—10 Pfund per Pfund SV Pfg. , im Ausschnitt per Pfund 25 Pfg. ©ehr. 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