Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. x gcwiinWl^ >err, m den 50er Zahm liier fremd, von Zu>!s jucht die BekamiM. idjtlidjv braven Wital od. HaudbäUerin zwiM 46 Jahren, oder Wim lrchang, mittlere 8uft Heirat zu mach:?. Vermögen oder AusM c?en möglichit mit Sill 5 zurnckgesandt nm* man unter VW bei icr Anzeiger meoerieg- politische Lcrgesscl^a«. Die empörten Universitäts-Professoren Italiens. Die italienische Kammer hat einen Gesetzentwurf betreffend Aufbesserung der Professorengehälter abgelehnt. DaS hat natürlich in den betroffenen Kreisen böses Blut gemacht, und diese haben nicht gezögert, ihrem Unwillen öffentlich Lnft zu machen. Dem italienischen Kultusminister wirb —- nicht ganz mit Unrecht — in von Professoren verfaßten Pceßartikeln vorgeworfen, daß er das Korps der Universitätslehrer nicht genügend gegen die Vorwürfe der Abgeordneten in Schutz genommen habe. ..Noch weniger nehmen diejenigen Professoren ein Blatt vor den Mund, die ihre Philippiken direkt an die Volksvertreter richten. Es wird als Beweis von Unkenntnis, Leichtfertigkeit und Böswilligkeit hingestellt, daß manche Redner den Universitätslehrern in Bausch und Bogen geringes Pflichtgefühl, unzureichende Arbeitsamkeit, Neigung zur Bequemlichkeit und dergleichen vorgeworfen haben. Die Professoren haben ferner Versammlungen abgchalten und den Zeitungen mitgeteilte Beschlüsse gefaßt, die scharfe Proteste gegen die Abtehnung des Gesetzentwurfs, gegen die Opposition im Parlament und zum Teil gegen den Unterrichtsminister enthalten. Einige Rektoren sind enger mit einander in Verbindung getreten, um die Frage eines Kollektiv-Rücktritts zu erwägen, man ist davon aber rasch zurückgekommen; und von Fakultätsdekanen sind Rücktrittserklärungen abgegeben worden. Am leidenschaftlichsten treten wie gewöhnlich die Sizilianer aus. In Palermo haben die Unioersitätsbehörden erklärt, zurück- zutreten und keine Neuwahl anzunehmen, „bis sie Genug- tttung erhalten haben". Doch wenn sie ausbleibt, was dann? abcttösH^1 mpt - UebiN : e»* ff M scheinen^^ ^mand^, 8118’5 — D i e Tätigkeit der Frankfurter Oper während der beendeten Spielzeit erläutert nachstehende Auf- Gicßcncr Strafkammer. )( (Sieben, 10. Juli. Eine teure Uhr. Die inFriedberg bedienstete Ehefrau des Taglöhners 9)1. ans Fronhausen hatte anläßlich des Besuches durch ihren SDlann j» Fauerbach eine Nacht durchgezecht, dlachdern ihr Alaun total betrunken tvar, veranlaßte sie einen Steinhauer, gegen Morgen mit ihr nach einer Steinbrecherbude zu gehet». Bei dieser Gclcgeu- heit scheint sie tvahrgenominen zu haben, daß sich in einem in der Bude befindlichen Kleidungsstück eine Uhr befand. Nachdem fie nm Vormittag noch sieben GlaS Bier getrunken hatte, ging sie wieder zttrück in die Bude imb holte die Uhr. Als der Bestohlene dieses merkte, veranlaßte er einen Gendarmen, die Diebin zu ver-- folgcn. Sie gestand den Diebstahl zu, tvill aber jo betrunken gewesen sein, daß sie nicht tnehr wisse, was sie getan habe, da ihr auch noch Brautttwein in das Bier geschüttet worden sei. Nach eingerissenen oben, kahlen, eindruckslosen, dabei meistens teureren. In welcher Weise man zweckmäßig, geschmackvoll, billig bauen kann, lehrt eine Anzahl Bilder von Bauten hervorragender Architekten. Möchten die trefflichen Schlußworte des Verfassers: „Wir stehen vor der furchtbaren Gefahr, unsere Heimat zu verlieren und und, in ein trostloses internationales Allerwelts- schema zu verwandeln, das an Lede gewissen kalten, nüchternen Abstraktionen eines Gleichheitszukunftsstaats nicht nachsteht. Allen denen, die sich der Größe der Gefahr bewußt sind, muß es klar werden, daß sie sich nicht weiter beteiligen dürfen an der Vernichtung unseres größten Schatzes: unserer deutschen Heimat." — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Der Münchener Ingenieur Fritz Gehre will einen neuen, nur 36 bis 60 Pfg. pro Kilogramm kostenden Sprengstoff erfunden haben, der bei einer Ladung von 60 Gramm eine Kruppsche 7.5 Schnellseuergranate zersprengt und vorschriftsmäßig zerstreut. — Ein Verein impsgegneri sch e r Aerz r e hat sich unter dem Vorsitze deS Sanitätsrats Dr. Bilfinger in Eisenach gebildet. Dem Vorstände gehören ferner au Tr. Böhm in Friedrichroda, Dr. Winkler in Stettin, Tr. Winsch in Halensee bei Berlin und Dr. Ziegelroth in Zehlendorf bei Berlin. Zunächst ist eine Petition an den Reichskanzler zur Einberufung einer unparteiischen Kommission zur Untersuchung der Jmpffrage in Aussicht genommen. — Am Schauspic l- hause in Frankfurt a. M. wurden der düstere Einakter „Paria" von August Strindberg und das drei- aktige Lustspiel „Ter S ch r i t l m a ch e r" von dem Tschechen Iwan Ve titsch to zum ersten Male aufgeführt. „Paria" sand in der vorzüglichen Tarstellung dura) Bauer und'Pfeil, großen Erfolg; das Lustspiel wurde mit freundlichem Wohlwollen ausgenommen. — Von Max Klingers, des großen Leipziger Bildhauers Werte „Badender" gibt cs nur 4 für den Handel bestimmte Bronzeabgüsse. Von diesen sind bis jetzt 3 verkauft/der eine an Kunstfreunde der Stadt Posen, wo er im Park vor dem Theater -ufgestellt werden wird, ein anderes Exemplar befindet sich in London und das dritte in der städtischen Galerie in Veneoig. Tas letzte^ Exemplar ist zurzeit im Kunstverein 11 Frankfurt a. M.- ausgestellt. Ein weiterer Abguß ist durch Vertrag ausge- sch.lojien. - ' - 1UII3V” V-C -VX . öunb nb in gute Wbc. ciflliche Angel-, unter M i jlieisener Ammer^. '(■wenige, ber/uuSonnt;: hr Jungen die TaichcnM nücte, wird düngender!^ je josortzurulllug. AnA LAMM ?rciiidaDieiajeni^ erringen, ist dadurch um seine Reputation gekommen und nicht wenigen ist dabei die Existenz ruiniert worden. Es ist darum zu begrüßen, daß der bayrische Justizminister den ihm unterstellten Behörden die Anordnung erteilte, in derartigen Dingen möglichst taktvoll zu verfahren. Schade nur, daß es sich um ein Einzelland handelt und daß man nicht von Reichswegen die Regelung dieser Frage ähnlich wie die Abänderung der Bestimmungen im Majestätsbeleidigungsprozeß vor der gesamten Prozeßreform vorausgenom- men hat, denn bis die Reform unter Dach und Fach gebracht ist, dürften wohl noch Jahre vergehen. Jedenfalls hat der Erlaß des bayrischen Ministers die halboffiziöse Erklärung zur Folge gehabt, daß auch dieser Gegenstand bei der kommenden Reform Berücksichtigung finden werde. „Gut Ding will Weile haben." So denkt Tr. Meber- ding. Und auch der preuß. Kultusminister 5)olle scheint immer noch die Tendenz dieses Sprichwortes für seine Maßnahmen beanspruchen zu wollen. Doch die ihm gewährte „Schonzeit" hat wahrlich lange genug gedauert. Sein Vorgehen in dem Fall des Professors Bernhard mußte Kops- schütteln erregen, und durch das Verhalten des Professors gegenüber feinen Berliner Kollegen ist der Minister selber in die Klemme geraten, aus der sich herauszuwinden er immer noch keinen Weg gefunden zu haben scheint. Noch schlimmer aber scheint es mit dem preuß. Kultusministerium inbezug auf die höheren Schulen bestellt zu sein. Denn ein gar verwunderliches Zeichen ist die Verabschiedung eines Berliner Gymnasialdirektors, von der wir gestern Mitteilung machten. Und dabei hat Herr .Holle soeben erst bei der Einweihung eines Tenkmals für seinen Vorgänger Bosse in Schreiberhau erklärt, er wolle von Bureau- kratismus nichts wissen und dem Einzelnen solle, bei selbstverständlicher Unterordnung unter die Erfordernisse des Ganzen, die w e i t g e h e n o st e B e w e g u n g s f r e i h e i t zugestanden werden!! Tas sind sehr hübsch klingende Worte, die in die Winde verflüchtet sind, und denen kraß entgegengesetzte Handlungsweise auf dem Fuße gefolgt ist! Auf dem Gebiete der auswärtigen Politik hält erneut die Maro kko sra ge die Gemüter in Atem. Man wird den Eindruck nicht los, als ob die französische Regierung keine einwandfreie Politik treibt. Tie Desavouierung des Generals d'Amade ist zwar prompt erfolgt, aber während dem General die volle Mißbilligung der französischen Regierung ausgesprochen wird, erhält er zugleich auch ein Lob. Die ganze Art und Meise, wie die Angelegenheit in der französischen Kammer behandelt worden ist, war eine Farce, eine abgekartete Komödie. Allerdings mag bei der Art der Erledigung des Zwischenfalls die Besorgnis mitgespielt haben, daß eine längere Debatte Komplikationen hätte herausbeschwören können. Jedenfalls zeigt die Affäre, daß man Grund hat, die Franzosen in Marokko mit scharfer Aufmerksamkeit zu verfolgen. ** 1’®tUbeinh4Ut” toHo,i imen.p Fest ä DA 9. Jalt I ■Konzert laz/n c- n (2- Gr. Hess,) Hr iit w WuMii SÄ Äh; .tanl. -Layalchcr 'M Ä'n,($üt$.i8aa|yS bme Araxis jeit M, |«s S»icn,nc. taöl Lberhqicus mit einte ■Oöü täart !• Gute Sicherung ur; Wlung wird zugejichen ■irt idjc ilngebote uni ! brietzener Anzeiger erb. W Mark gegen em ver wort anszuleibw 'lauten erfaören näbera mö.Geschai/sjiel/ed.lü.z j.tib auiJl.^poifjei ga ^****‘ oute 3mfert iuf. m it Angebote unter MS Giegener Slnwwr erf eleidigung gegen IM Hermamßtein, nehme ch M. Timon, Lollar. politische Wochenschau. Gießen, 11. Juli 1908. Die Evangelische Landessynode des Großherzogtums ist nun auch in die Ferien gegangen und Sommerfriede waltet in allen Parlamenten. Nicht ganz friedlich aber gings in der Kirchenversammlunß zu. Der Schlitzer Oberamtsrichter Wahl hatte zwei Anträge gestellt, die so etwas wie ein Mißtrauen gegen die Gießener theol. Fakultät bedeuteten und darin gipfelten, den Einfluß der modernen Richtung zu verringern. Und es ist nicht zu leugnen, daß Herr Wahl einen gewissen, wenn auch eigentlich mehr äußeren Erfolg davougetragen hat. Bei durchaus objektivem, von sachlicher Zurückhaltung nicht abweichendem Verhalten des Oberkonsistoriums erklärte sich die Svnode in ihrer Mehrheit für einen Antrag des Darmstädter Landgerichtsdirektors D o r n s e i f f, der den Wahlschen Antrag nur wenig einschränkt und darauf ausgeht, daß der positiven Richtung ein etwa vakant werdendes Gießener Ordinariat eingeräumt werde. Vergebens betonten mehrere Synodalen, daß die sehr wertvolle Einheitlichkeit der Gießener Theologenfakultät dadurch gestört würde; vergebens war der große, auch von gegnerischer Seite anerkannte Aufwand glänzender Beredsamkeit durch den Vertreter der Fakultät in der Synode, Prof. D. Eck. Die positive, bezw. die „vermittelnde", scheinbar paritätische Richtung gelangte zum Siege. Sehr erfreulich war das an den Berliner Fall Bernhard ein wenig erinnernde mannhaft stolze Wort des Prof. Eck, daß die Gießener Theologenfakultät sich die Freiheit ihrer Entschließungen niemals werde nehmen lassen, und ebenso schön die würdevolle Selbstbcschräiikung des Oberkonsistoriums. Ter Wahlsche Wunsch nach Gesetzesänderung geht nicht in Erfüllung; es bleibt auch bei der bisherigen Dienstpragmatik. Oberkonsistorium und Synode aber hoffen vereint auf die Berufung eines positiven Theologen in die Gießener Universität .bei nächster Gelegenheit. Die Fakultät jedoch wird auch in Zukunft nach eigenem Ermessen sich zu ergänzen wissen. Das Drama, das sich augenblicklich mit politischem Hintergründe im Moabiter Justizpalaste zu Berlin abspielt, hat aufs neue die Notwendigkeit der Reform unseres Prozeßwesens ins Bordertreffen gerückt, und allgemein ist das Empfinden vorherrschend, daß es die höchste Zeit ist, nun endlich die Dinge auf das schleunigste in die Wege zu leiten; es heißt zwar, daß der Entwurf im Reichs- jusfizamte fast vollständig fertig fei und über kurz ober lang dem Bundesrate überwiesen würde; nach den bisherigen Erfahrungen, welche man in dieser .Hinsicht gemacht hat, ist Skepsis am Platze. V orallem dürften bei dcr Reform auch die Bestimmungen über die Oeffentlichkeit der Verhandlungen eine Revision erfahren, denn die Art und Weift, wie trotz des Ausschlusses der Oeftentlichkeit im Eulenburg-Prozeß ziemlich eingehende Mitteilungen über den Verlauf der Verhandlungen durchsickern, ist ein h ö ch st unwürdiger Zustand, zumal dadurch ein wirklich objektives Bild des Prozeßganges nicht gewonnen werden kann. Ein weiterer Mißstand, der seit Jahren auf das lebhafteste beklagt wird, ist die Erwähnung der Vorstrafen von Angeklagten, wie namentlich von Zeugen, die meist ohne ihr Zutun in eine Affäre hineingezogen und bisweilen gezwungen werden, über längst vergangene Delikte aller Oeffentlichkeit Mitteilung zu machen; gar mancher, dem es im Lauft der Jahre gelungen war, sich eine geachtete Stellung zu tehen die Deutschen in dieser Hinsicht von niemand erreicht )a; englische Versuche vollends find kläglich gescheitert und es bietet sich vorläufig feine Aussicht, Deutschland auf diesem Wege nachzukommen. In P e r f i c u herrscht nach wie vor wüstes Chaos, wenn es auch dem Schay gelungen sein mag, mittelst Kanonen und Flinten und Niedermetzelung von Parlamentariern die Ruhe teilweise wieder herzustellen. Umsomehr gärt es im geheimen, und es dürfte wohl nicht lange Zeil vergehen, bis die Reaktion in Gestalt einer großen Revolution kommt. Mas den größten Unwillen der Bevöllerung erregt, das ist die Anlehnung an Rußland und die russischen Ratgeber, wodurch die Befürchtung verstärkt wird, daß Rußland sich zum Herrn über Persien aufwerfen will, ob auch Rußland solches schamhaft leugnet. Tie nationale Bewegung dürfte daher bald hohe Mellen schlagen. Dcr glückliche Journalist im Sommer 1908. Welche Not in früh'ren Jahren Hat der Journalist erfahren, Wenn ihn Hundstaghitze quälte Und es ihm nm Stoffe fehlte! Ach, dann kratzte gramverloren Er sich hinter seinen Ohren, Wußte aus den Fingern saugen Sich Berichte, die nichts taugen. Daun in ihren: Elemente Plätscherte die Zeitungs-Ente, Und der Leser mußte grauenvoll die Wasserschlange schauen! Welch ein Leben, welch ein frisches, Welch ein embarras de richesae Gibts dagegen heutzutage, Fortgewifcht sind Not und Plage, Und die emz'ge Not des Blattes Ist, daß kaum noch Platz mehr hat es, Alles das in seinen Spalten, Was geschehen, festzuhalten; Denn wie milder Frühlingsregen Plätschert nieder reichster Segen: Jubiläum Kaiser Jranz'l — Wahrmund soll nicht auf die Kanzel — Streik von Oesterreichs Studenten — Persier, die renitenten — Zar, Falliöres und König Ede — Döberitzer Kaiserrede — Eulenburg — Ballon des Grasen Zeppelin in Friedrichshafen — In Marokko die Krakeele — Dernbura und die Negerseele — Mexikanische Rebellen — Steuerpflicht für Junggesellen — Sozialisten auf der Leiter Höchster Ehren--u. s. w. Siehst du, lieber Journaliste, Mächtig zu beneiden biste, Denn du leidest keinen Stängel, Wirf nur munter aus bte Angel, Und du hast sofort beim Wickel Stofs für viel zu viel Artikel. Nr. 161 Erstes Blatt ' 158. Jahrgang Samstag 11. Juli 1908 Der Lietzener Anzeige, miiiii — A BezugSpretSr erscheint täglich, außer Jggggf M K*? V monatlich75Pf.,viertel- Ultimi llilr IiIl Illi I Zh ll'tlc IiIIl I ** zweimal rnonntl. Land' YfcV j» H B 88 HL K gL W ZeilenpreiS:lokck.l5Pst wlrtschaltlicheSettfragen V ▼ Q B ■ W V I VI V WA auswärts 20 Pfennig. y.enL'PreS 'Schlüsse: Kf ©W Verantwortlich iut bie Redaktion 112, __ für den politischen Teil: •sä" General-Anzeiger für Oberhefsen rssse »nnahme von Anzeigen v 1 • ’’ to vEMaI'i'oM)? RotaftonsdruS und Verlag derBrühNchen Univ.-Vuch- und Steindruckeret. R. Lange. RedaMon, Expedition und vruckeret: Schulstrahe 7. Lnietgentell:'H. Beck! Unseren Betten: jenseits des Kanals ist augenblicklich nicht angenehm zumute: die Zwistigkeiten innerhalb derengl. Admiralität sind nicht geeignet, das Ansehen der englischen Marine zu erhöhen. Dazu kommt die mehr als merkwürdige Vertuschungspolitik des Ministeriums im Parlament. Tas Ministerium weiß, wie es täglich im Unterhause erklärt, von der ganzen Geschichte nichts! Obendrein hat der phänomenale Erfolg Zeppelins mit seinem Luftschiff jenseits des Kanals schwere Beklemmungen hervorgerufen, weil man sich sagt, daß die stärkste und beste 5iriegsflotte nichts nützt, wenn es nicht möglich ist, die Rekognoszierung mittelst lenkbarer Ballons oder gar Invasion mittelst solcher zu verhindern. Bisher stellung. Es fanden in der Zeit vom 14. Juli 1907 bis einschließlich 2. Juli 1908 insgesamt 324 Abend-, 44 Nachmittagsvorstellungen und 6 Konzerte statt. Bei ermäßigten Preisen wurde 43 mal gespielt. Zur Aufführung gelangten 78 verschiedene Werke. Wagner erschien mit 9 Wer ken 48 mal, Mozart mit 4 Werken Imal, Verdi mit 5 Werken 14 mal. Zum ersten Male wurden folgende 11 Merke gegeben: „Ter Tämon" von Rubinstein, „Die rote Gred" von I. Bittner (Uraufführung), „Ritter Olaf" von R. Langer, „Schön-Edelrot" von Max Möller, „Madame Butterfly" von G. Puccini, „Ein Walzertraum" von Oscar Straus, „Der Wanderer" von Enrico Bossi, „Ter fidele Dauer" von Leo Fall und die Ballets „Rokoko" von Fritz Baselt, „Vor der Vorstellung" von Josef Bayer, „Rübezahl" von Franz Köhler. Neu einstudiert gingen in Szene: „Eu- ryanthe" von Weber, „Fidelio" von Beethoven (in neuer Inszenierung und Ausstattung), „Martha" von Flotow, „Fortunios Lied" von Offenbach, „Tie Puppe" von Audran, „Die Fledermaus" von Johann Strauß, „Tjamileh" von Georges Bizet, „Feuersnot" von Richard Strauß, „Hans Heiling" von Marschner. — Eine vom Bund Heimatschutz herausgegebene kleine Schrift des Bundesvorsitzenden Pros. Schultze-Naumburg über die „Entstellung unseres Landes" verdient allzeitige Beachtung. Sie verfolgt den guten Zweck, allem Bauelend entgegenzuwirken und alle in dieser Hinsicht ergangenen behörlichen Ä^aßnahmen zu unterstützen. Sie wird von vielen Behörden angelegentlich empfohlen. 11. a. haben die preußischen Minister des Innern und der öffentlichen Arbeiten in einem besonderen Erlaß an die Oberpräfidenten auf die Schrift hin gewiesen, weiter Hal z. B. das Württemvergische'Ministerium des Kirchen- unb Schulwesens in einem Konsistprialerlaß ihre Anschaffung den Pfarrern und Lehrern empfohlen, neuerdings auch das öfterr. Kultusminifterium. 9hir durch eine möglichst weite Verbreitung der Schrift — möglichst unter allen Bau- gewerksmeistern, vor allem aber auch unter weitesten Kreisen von Laien, insbesondere unter allen Behörden, Pfarrern, Lehrern und älteren Schülern — kann sie den Einfluß erlangen, der notwendig ist, wenn sie ihren Zweck erfüllen soll. In charakteristiscycn Beispielen und Gegenbeispielen zeig: der Verfasser Die frühere schlichte, heimatliche, Habe: b itlige.-jöautoetfe gegenüber der leider jo jxa.rk 1908 Mar 2,8 2,6 2,1 2,6 2,3 2,3 2,5 Für Politik in Vertretung verantwortlich; P. Wi11ko Handel Italien. Bente . 4-» 3% 87.80 159.20 54.00 2acherlin die aber nur in Ataschen, rvo 'AtaKaie aushängen. ?luf heutigem Wochen biseulabn .. .. . Gotthard bahn Lombard. .Eisenbahn . . Uesterr. ätaaUDabn . . . i'nuce-Henri-Eiaeubahn . . 211.70 . 108.20 Itiirae, 11. Juli, 1.15 Uhr. 91.901 Elekuu. Lahmeyer . 82.90 91.90 82.85 90.50 90.00 98 60 99.00 93.40 Berliner Haudelsgea. Daimdtädter Bank . BuutscUü bank . . Deutsch-Asiat Bank Diskouto-Koin inaudit. Dresdner Bank . . Kreditaktieu . . . Baltimore- und Ohio- 114.25 103.80 192.00 188.20 107L5 197.00 204.20 92.00 98.00 149.90 121.00 idjnuil. 1893 bis April 2,5 62.50 63 10 95 90 89.80 149 00 51.20 86.95 65.90 97.10 3^°/. 3-L Harpener Bergwerk. . Laurahütte . . . Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . . . lürkeidose 1907 Juni 2,9 2,4 2,4 2,7 2,3 Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. « Dresdner Bank . . . Tendenz; schwach. Elcktnz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. . . Laurahütte ..... >ordd. Lloyd . . . . . Ubeiachles. Eisen-Industrie Frnnklurter Reichsanleihe . . do. . . Konsols .... do. .... Hessen Oberbesseu . . . 3% 3^7, WU Juni 2,1 2,5 2,1 2,3 2,3 2,4 2,4 2,7 2,0 2,1 1,8 2,1 Winterrveizen Sommerweizen Wmlerspelz tauch mit Beimischung von Roggen oder Weizen. . . Winlerroggen Sommerrogen Sommergerste Haier Katofieln ........ Klee (auch mit Beimischung von Ükäfcrn) ........ Luzerne , . . . | BewäsferungSwiesen Andere Wiesen....... 2,6 3,0 2,6 2,2 1907 Juni 2,5 2,5 2,3 2,6 2,5 2,5 2,6 2,6 . 159.00 . 122.60 . 229 75 . 184.00 . 170.80 . 136.20 . 194.10 4 j^e/e rusd.Staatsanl. IUOj 4)aL,0 japan Staatsanleihe 4 yd Conv. Türken von 1903 Türkenlose 4% Griech. Monopol-Aul. . 49, äussere Argentinier . ö°/e Mexikaner . . . 4>i7e Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss Buderus E. W 197.10 20330 22.70 92.00 149.00 GerictztsfaaU sd. Darmstadt, 9. Juli. Ter mehrsach vorbestrafte Gardist Hch. Friel e aus Gelnhausen von der 4. Komp. Jns.-Regt. 115 ivar wegen Urlaubs-Ueberschreltung bestraft und verlies; deßhalb die Kaserne, weil er angeblich von Kameraden gc- hänselt wurde. Gr ging zu Fuß von Tarmsladt über Gießen, machte unterwegs eme Zechprellerei und wurde in perruhag bei einem Schweizer festgenommen. Gr wird wegen u n c r l a ub t e r G n r s e r n u n g über 7 Tage, Belriig re. zu 3 Monaten 14 ^agen Telefonische Kursoericnte des Giessener Anzeigers, initgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen. OriginaL-Drahtincldungen. (Wad) .-i-diliiB der Redaktion emgelrossen.) Darmstadt, 11. Juli. Ter Generalabjutant deS Groß- Herzogs, Generalleutnant v. Wachter, Exzellenz, ist soeben im Alter von ca. 60 Zähren nach längerem Kranksein gestorben. modle kostete: Butter vv. Pjd. 1.10—1.20 Dlk., Hühnereier 1 3t. 7—8 Big., Käse pr. 3i. 6—8 Ps., Kasematte 2 3t. 5—6 Psg. Grbsen p. Bio. 18—24 Psg., Linsen p. Pfd. 25—40 Psg.. Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. 3t. 1,00—1,60 2)11., üähne pr. Stück 0,80—1,80 WIL, Gänse vr. Psd. 00—00, Guten pr. Stück 1,80 bis 2,20 2)tt, Lchsenfleisch pr. Psd. 78—86 Pig^ Kuh- 4-v Uesterr Goldrentc. . % Uesterr. Süberreute 4?0 Ungar Goldrente . . Märkte. Gießen, 11. Juli. Marktbericht. Die nach- A 7 f p Hind Sonntag. 12. Juli, nur von stehenden aV I L l C 12 Uhr mittags bis 12 l hr nachte hir dringende Fälle sicher anzutrellen: , iD/r l>r. Geyer, Seltersweg 64. — Dr. Klein, Ost-Anlage 37. l)r. Zin**er, Goethestr. 10. XI. Zunächst wird heute Lv.rlaudesgcrichtsral Fehle- München vernommen. Alsdann werden vernommen die Kriminalkommissäre v. Treskow und Tr. Mopp, Medizinal- rat Tr. Magnus Hirschfeld Eharlotienburg, Masseur Po- dehn, sowie einige junge Diener llnd Handlungsgehilfen,! die angeblich Podeyn dem Mrstcn zwecks Verkehrs noch dis in die jüngste Zeit zugefüyrt haben soll. Zehlc soll über die Glaubwürdigkeit und den Charakter des Riedel, sowie über Gerüchte, die über den Verkehr Riedels und Ernsts mit Eulenburg in München herrschten, Pekuitdungen gemacht haben. Riedel sei ein exzessiver Mensch, streitsüchtig und g r tv a I l t ä t i g, der mit der Zunge immer vorweg sei. Er sei dagegen niemals unehrlich gewesen und mache, wenn er nicht aufgeregt sei, einen vernünftigen und vertrauenerweckenden Eindruck. Auf Befragen soll der Zeuge weiter ausgesagt haben, daß in den Achtziger Zehren mancherlei über die sexuellen spiritistischen Reigungen Eulenburgs gesprochen ivordcn sei, insbesondere fei erzählt worden, daß Kürst Eulenburg den Ernst verführt habe. Dann wurde Landgerichlsral Schmidt vernommen, der die Voruntersucl>ung in dieser Streitsache geführt hat. Er hat Riedel und Ernst wiederholt vernoinmen. Er, soll | gekündet haben: Er habe den Eindruck gewonnen, daß cv | Riedel ganz gleich sei. ob er etwas bekunden müsse, was, zu seiner Schande gereiche oder nicht. Er sage alles frei heraus, und sei von ihm wiederholt in eindringlichster Weise vor einer salschcn Aussage verwarnt worden. Zn Liebenberg sei Riedel dem Fürsten gegcnubergeftellt wor den, und da hat sich dann die Szene abgespielt, wo der Fürst den Riedel Lügner titulierte und dieser dem Fürsten wieder- holt gutmütig zuredctc, doch die Wahrheit zu sagen. Von Ernst habe er den Eindruck, als ob dieser noch mehr wisse, als er sage. Auf dem Zeugeutisch befindet sich eine Anzahl von Photographien und Skizzen von denjenigen Ortschaften des Starnberger Sees, über die Riedel und Ernst bei ihren Aussagen gesprochen haben. Amtsvorsteher Dabemann aus Liebenberg, ber nbon bett dem Vater de- Angeklagten in Ttenslen sestanden hat sagte au», daß schon zu Lebzeiten des Vaters des Angeklagten etn alter Förster chm erzählt habt, der junge Grat Nehe inuntau cren Berichungcn zu einem Daldroärter namens Äcde Cm wiener habe ihm ähnliches angedeutet. Kerle soll ermittelt werden. Ter Angeklagte suchte diese Erzählung aut ^-7°® zurückzusühren, das die ganze, Sache ,ehr famlaa entpetnen ließ. Er wies daraus hm, daß schon damals ein ^"ger Iwe Abend zum schloß bestellt worden wäre, um etwaige -ötfepic für eine abzuhaltende Jagd entgegenzunehmen. Alles uvrtge seien haltlose Vermutungen und Klatschereien. Tarauf wird K.aoicr r.g.r N p mul id’ommfr au. München in den Saal gerufen. Tiefer hatte in der Voruntersuchung die belastende Aussage gemacht, dag er vor etn-a 10 Fahren im Hotel zur Post in Muruau durch das Schlüsselloch eines Zimmers gesehen habe, wie Eulenburg mit einem jungen Burschen in nicht wiederzugebender «seife l Verkehr gepflogen habe. Er will sich der Perwnlichkelt des Fürsten noch genau entsinnen, und bleibt auch heute bei seiner damaligen Aussage. Weiterhin wird als Zeuge Fabrikdirektor ^chuntgi ausgcrufen. Er soll früher in der Rahe von Lien an,aijig gewesen sein und soll darüber Auskunft geben, daß der Angeklagte mehrfach mit jungen Leuten in einem »au|c zusammcngekommen ist, in dessen Rühe der Zeuge wohnte. Um 4 Uhr wurden die Verhandlungen aus Montag vertagL Ernst hatte behauptet, daß vor seiner Vernehmung im Prozeß I gegen Eulenburg Lwfral Kistler aus München wiederholt bei ihm gewesen sei und ihm auch geschrieben habe, Ernst solle, wenn er nach Berlin geladen werde, von Schmutzereien nichts sagen, ^ute nun verlautet, sind Vorerhebungen gegen Kistler wegen angeblicher V e r l e i t u n g des Ernst zu der Aussage, da» zwuchen ihni und Eulenburg nichts vorgesallen sei, eingeleitet worden. Es ist nun festgestellt worden, daß Kistler nach dem varden- Stödele-Prozeß von Eulenburg nach Schloß Liebenberg zur -öc- richterstattung berufen wurde. Tie P i e r s o n - A s f ä r e gibt jefct zu einer Zeitungssehde An- laß. Eine Rcandantin des Rechtsanwalts und cheiässtagsabgeow-1 neten Avnr. Haußmann, eine Fnau Bach, die schwagerm des berühmten einstigen Berliner Hosschauspielers 4.H. -Loring, ist in Diese Geich ich« verwickelt wvrdcn. Fm Gegensatz zu vautz- inann.d er in der „F-rkf. Ztg." dazu das Wort ergriffen ha , beljaupien jetzt die „Ttesd. R. Rack>r.", die die ganze Anare aus- I gerollt haben, Frau Bach habe erklärt, niemals nachteilig über Die Gesck-aßsiührung des Berliner Hoftl-eatenmendanzrates Pier- soii etwas gesagt zu haben und es roico als Verleumdung bezeichnet, wenn ihr so etwas nachgesagt würdc.^ Gras »ochberg, I Der Fran Bach zum zmeitenmale wegen der vom Fürsten Eulenburg und von der vreuBilden £bcrrcd>nung£mmnier als Verleumdung I anerkannten Gerüu^e über die Geichäitsiuhrung P:r xheatcr stellte, werde bezeugen, daß Frau Vach die zweite Erklärung abgab, auch über die Geschäftuhrung des Grafen Höchberg nie etwas Ungünstiges geäußert zu haben, werd? bezeugen, daß Frau Bach auch diesen V-erdackst mit Entrüstung als eine Verleumdung von sich aeu-iesen Zzabe. 3?6 Portugiesen Serie 1 . Portugiesen „ 111 ihrer Wifsenschast zur Sache konnte sinnlose Trunkenheit nicht ’ur | vorliegend erachtet werden, es wurden ihr aber mit Rücksicht au' I ihre Trunkenheit mildernde Umitänbe zugebllligt und trotz ihrer L Vorstrafen nur auf 6 Monate GciängniS erkannL Keine Notwehr. In einer Wirtschaft zu Schwalheim kam es zwilchen dein Zimmermann v. W. und einem Taglöhner zu euient Awriwechiel, tn dessen Verlaus W. feinem Gegner mit einem Bierglas mehrere i Wunden am Kopie beibrachte. Tas Schöffengericht nahm an, daß I W. den Streit provoziert hat und erfanutc unter Versagung mildernder Umstande auf 2 'Monate Gefängnis. Ter Angeklagte erhob Berufung I und sorderte Freisprechung, da er >n viotwehr gehandelt habe. I Seine Angaben sanden aber birrd) dre Zettgen keine Be'iangnng, I voch wurden ihm nut Rücksicht nui feine Angetrunkeitheit mildernde I Umstände zugebilligt und Die Strafe auf eine Woche herabgesetzt. Ein wandernder Geselle. Ter Schneider I. W. ans Wabern kam aus seiner Wander- schast durch Buybad). Gr iah m einer Gartenhütte einen Rock I hängen und konnte als riickialliger Tteb der Versiichung nid)t nüber-1 stehen. Er nahm den Rock, den der Besitzer des Gartens beim I 'Arbeiten ausgezogen hatte und m dem sich ein Zigarrenetui und I verschiedenes andere befand, nut und suchte Die machen in Kirch-1 Göns zu verlausen. Gr hatte aber wenig Glück, Denn als Der Diebstahl bemerkt wurde, nahm man seine Verfolgung aus und I veranlaßte seine Festnahme. Trotz seiner 15 Vorstrafen bekam er I nut Rücksicht auf seine Rotlage mildernde Umstande zugebllligt, doch wurde die Strase in Höhe von acht Monaten G e s ä n g -1 n i S bemessen. Diebstahls- und Betrugsversuch. Um Pfingsten kam der Taglöhner L.R. von Taubringen I zum Bürgermeister in Mainzlar und gab an, sein Vater habe diel Anzahlung für eine angefaufte Wiese zu leisten und es lehlten ihm I noch 50 Mark: der Bürgermeister möge ihm das Geld vorschiesien. I Dem Bürgermeister kam die Sache verdächtig vor und er erklärte, I er habe kein Geld. R. suchte nun von Dem Postagemen ui 1 Mainzlar 25 Mark zu bekommen, indem er angab, sein Vater habe I Frachtgut am Bahnhof liegen und das Geld reiche ihm nicht. I Auch dieser gab ihm kein Geld. Um die nämliche Zeit kamen einem Verwandten deS R. aus einer Kommode 37 Marl abhanden; man hatte zwar R. in Verback)!, da er um die Zett des Diebstahls unter verdächtigen Umständen in der Rähe des Tatorts einen Zaun I Übersteigend gesehen wurde und er auch zngestandenermaven um I die nämliche Zeit seinem Vater und seiuein Schwager Geld gc-1 stöhlen hat. Der Verdacht, den Diebstahl ausgeiührt zu haben, verstärkte sich aber, als kurz daraus Die jjrau des Be|tohleueu R. I in ihrer Wohnung vor einem Schrank stehend antraf, Den er gc-1 ivaltsam geöffnet hatte, trotzdem die Fran wußte, daß sie Die Hans- türe verschlossen hatte. Wegen der Diebstähle zum vcachteil seines Vaters und seines Schwagers konnte mangels Straiautrags Anklage nicht erhoben werden; dagegen wurde er wegen Der zwei BetrugSversuche und der Diebstähle angeklagt. Gr behauptete, er sei iiicht in diebischer illbsicht in das Haus gekoinmen; auch sei Der Schrank, vor dem er stand, nicht von ihm geöffnet worden, -ta der Angeklagte durch sein Vorleben gezeigt hat, daß er fremdem Eigentum geiahrlich ist und alle Anzeichen für seuie Schuld sprachen, hielt das Gericht alle unter Anklage gestellten Fälle für erwiesen. ES setzte für den Diebstahl der 37 Wart 9 Monate, für Den -lieb- stahlsversuch 6 und für jeben BetrugSversuch 2 'lUonate Gefängnis an und reduzierte diese Strafe auf eine Gesamtstrafe von 1 I a h 2 Monate Gefängnis. Die Scheu vor dem Arbeitshaus. Auf eine wohl selten vorkommende Anzahl Strafen hat es der Taglöhner Eng. Br. aus Oberfeld gebracht. Gr ist ui Vilbel betroffen wordeir und daS Schöffengericht erkannte, nachdem es fcftge|te(lt hatte, daß der Angeklagte wegen Betielns, Arbeitsfcheu, Obdachlosigkeit unb verfchiebener anderer Straftaten 113 mal b e ft r a f t ist, auf die Alaximalstrafe von 6 Wochen Haft, nach deren Verbüßung er der Landespoli^eibehörde uberiüiejeu werden sollte, damit er, wie in zahlreichen früheren Fällen mit dem Arbeitshaus Bekanntschaft mache. Gr behauptete, die Ueberweifung sei zu Unrecht ergangen unb eine so hohe Strafe sei uufyt angezeigt, ba er tu bet letzten Zeit zu Hanse gearbeitet hätte. -La alle Voraussetzungen, wie in keinem anberu Falle vorlagen, würbe ivcDer die Strafe nod) die Ueberweisimg beanstaiidet, was die Ur- tcilfibcftätiguug zur Folge hatte. ! . । ----— 1 ------------ — Der Lulenburg-Prozetz. ^d. Berlin, 10. Juli. Oberstaatsanwalt Tr. I s c n b i e 1 beantragt, den Arnis- anwalt und beide Schöffen zu laden, die in dem Münchener Städcle Prozeß niitgeivirkt haben. Auch sie sollen dariiber befragt werden, welchen Eindruck sie von dem ganzen Prozeß erhalten haben, und ob sic es für möglich halten, daß Ernst oder Riedel von irgend einer Sette beeinflußt, vielleicht doch nicht bei der Wahrheit geblieben seien. Wad) | kurzer Beratung beschließt der Gerichtshof, diesem Antrag st a l t z u g e b e n. Tie drei Zeugen sollen am Montag vernommen werden. Weiter beantragten Die Verteidiger die Vernehmung eines atallfdtiuciACio namens Müller aus Starnberg und cmes ge- wissen Rcibedanz aus Berlin. Rcibedanz will in einem Eaw gebbrt baden, wie Riedel äußerte, wenn er ordentlich Geld bekommen hatte, dann hatte er ganz anbei s ausgcso gt Ter Ger ich Echos gab den Anträgen Folge. Ate Zengenliste ist somit um vier '.Hamen bereichert. Sonntag, 1*2. Juli, von nachm. Phül/ü 4 Uhr bis 9 Uhr abend» nur geöffnet: LllüCld JUUIU5U Giessen, den 11. Juli 1908. O r GruNNh. Polizelamt. Reinhart. B /» Wenn Sie Ihr Kind flcfunb, munter unb geistia frisch sich entwickel* icben wollen, io neben Sie ihm Tr. ^»ommel'l Haeinatogen. Passen Sie üdi jeboch keine der Die len Rachabmunnen aufreben' Belllldil üandes'Husfftllund Carm[Fädt 1908 5m OberheifKdien Üurltellungrkaule: Husftellung der ITlöbelFabrik TH. BRÜSK o crobherccgUdi ßeliltter ßorlleierant <* [Runkiaion und ßerrenzimmer o-o-o (entwürfe von Protelfor 3. m Otbrtdi) o-oo SdÜQiZlmmer (€tivurf Kfl SrAHtW Brand) Für beu Saatenstaiib in Teuijchlanb Mitte Juni sind nach der Zusammenstellung bes Kaiserlichen Statistischen Amts, bic für .. einzelnen Staaten und Lanbesteile im „Retchsanzeiger" uet- östentlicht wirb, Die Sloten folgenb: — 9tr. 1 bebentet sehr gut, 2 gut. 3 mittel lburchschnittlick)); die Zwischensiuseii sind durch Tezinialeti bezeichnet —; Turch- Tendeuz: geschäftslos. Berliner Börse, 11. Juli. Anfangakune. unb Rindfleisch pr. Pfund 74-76 Mg-, . SchweineflE vr. Pfund 60—“6 Pfo... «chwemetlestch. gesalzen pr. P d. 80 Pfr widerrechtlicher F e st n a h m e u n b Mißhandlung i m Amtel zu 3 Monaten und -I Tagen Gefängnis verurteilt. Tahins halte den Bäckermeister Hetzer int ^chöffengerichtsgebäude nrehr-1 fach angerempelt und schlteßlid), als dieser sich beschwerdefiihrenb an das Polizeipräsidium wandte, eigemnädjtig die Verhafumg des I Bäckermeisters vorgenommen, ohne einem feiner Vorgesetzten davon Kenntnis zu geben. DahmS hatte bann beit Bäckermeister mit Fäusten bearbeitet. | vermischtes. ♦ „Ochsen ü bunge u." Bei allen preußischen, sächsischen, würltembergischen und bayrischen Truppenteilen werden nach der „K. Vztg." "feit kurzem in Verbindung mit größeren Felbdienst' Übungen Viehschlachluugen geübt. Ter Armeeivitz hat bafür Den schönen Dlameii „Ochienüdungeu" geprägt. Ein Stück Rindvieh, für kleinere Einheiten ent Hammel, wirb der ausrückenben Truppe auf beni Huf nachgeführt, beim Emrücken in bas Biwak geschlachtet unb soson unter Anweubtmg von verschiebeueit seitens ber Ver-! pflegungdobteilung des Kriegsministeruims in Berlin ausgegebeuen Rezepten, die zum Teil aus Afrika stammen (Buren-Steaks in Asche gebratener Ochsenkopi usiv.), zubereitet unb verspeist. Tas Schlachten geschieht zumeist durch einen 'Metzgermeister Des nächsten Stanbor- les, der bic gelernten Schlächter Der Truppe anleitet. Vor kurzem hatte bei einer Magbeburger Garnisonübung der Reichstagsabge- orbnetc (unb Fleischenneister) Hobelt bas Amt übernommen. ttleine Tageschronik. Ans dem Haiiptdahnhofe in Nürnberg kam am Mittwoch ein ans Aiünchen emgetroffenes, 1000 Fahrkarten für die Strecke I Riirnberg-Lubwigshafen-Alannheim enthaltenes Packet auf rätzel- I haste Weise abhanden. Der Verlust wurde erst heute bemerkt, als I viele Schulkinder in einen Vororte zahlreiche Fahrkarten unter I einander verkauften. Landwirtschaft. Saateustand in Deutschland Mitte Juni 1908. NESTLE5 KINDERMEHL f allbewährLsiels zuverlässig. z' X yi/A Diesen besten^E ? Qualitäts Kaffee empfiehl? angelegentlichst Em'd Fischbach, / k Giessen, Seltersweg. [Du/r A r Kauft 1 Schepelers Kaffee MatMfflfMnMlW AW o. t f'wtQi l5 N°iZ'K» K Danksagung Heizungen aller Systeme. ; v/Sw^SWarmwasserversorgungen| B«/t Bäder, f«. Familie Klingelhöfer Gießen, den 11. Juli 1908. 4278 Amtlicher Teil. deren Gemeindesaal vor» in 9 die Markus-Gemeinde: 8 auf die Lukas-Gemeinde: 9 auf 10 Jahre, 5 auf 5 Jahre, 6. 1 1958.48 Mk. Mk. 20 999.02 (Pn/7 Birnbau in. Ge- B11/? Bekanntmachunst 869737.49 869737.49 | nerzoui. ssaagewerksctitiie Moizmmden Frrirhfct ii ui T. Uemlleaunas- Ti^-Fk^ii Direktor 2816 Meeum. Bu/t Gcmcindevertrcter auf 10 Jahre, 2 auf 5 Jahre. 10 Jahre, 2 auf 5 Jahre, 7. 8. 9. von und 11 702.30 5126.49 4170.23 Wagner, Rechner. I. Wagner, Kontrolleur. . 22ai . 149.9. . 121.« 6 521.02 16.10 Henrich, Direktor. von vormitt 11 bis nach- 2 Uhr, Tie Zahl der Mitglieder betrug Ende 1906: Während 1907 gingen zu: . Htii . 103Ä . 192.« Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Gatten und Vaters, sagen wir allen unscrn herzlichen Dank. aus garantiert reinen Borsten sehr billig bei 2949 Denc/ife der Houk für llandA oicbundene Vergütung zu erfahren sind, bis zum 20. d. MtS. amnelden. . 122.K . 229.7» . 131« . 170Ä . 136.2: . 194.1. . 8W Emi§ Fisior Nacht. JIarktstr. HÄ- Band Grenzausgleichsakten, „ Lbstbaumverzeichnis, ii. ili, 1.1b Uhr. Lahmeyet . Schuckert . stimmungen zu dieser Wahl eingeladen. Gießen, den 3. Juli 1908. Aktiva. An Warenbestand „ Kassebestand , Ausstände vom Stimmrecht ausgeschlossen sind. Wählbar in die Gemeindevertretung sind nach § 18 des Kirchcnverfassungs-Edikts nur solche stimmberechtigte Männer von bewährtem kirchlichen Sinn und ehrbarem Lebenswandel, die das 30. Lebensjahr überschritten haben. Die stimmberechtigten Mitglieder unserer Gemeinde werden hiermit unter Hinweis auf diese gesetzlichen Bc- Währcnd 1907 gingen ab: Daher Stand Ende 1907: Die Rechnung liegt von heilte an 8 Tage Wohnung des Direktors offen. Gießen, den 10. Juli 1908. Großh. Amtsgericht Gießen. Passiva. Per Geschäftsanteile 1530.— „ Reseroefondskonto 5 300.— Sämtliches im Licher Stadtwald noch lagernde Holz muff bis zum 1. September abgefahren sein. Lich, den IO. Juli 1908. Gcoßherzogliche Bürgermeisterei Lich. Gießen, den 10. Juli 1108. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. c Haudelsges. . ädter Bauk , . ne Bauk . . < b-Asiat Bauk • ito-K-ommaudit. . ier Bauk . • • Aktien . • joie- uud Oliio- ?uLabu . • • • ardbabu. • • • ard. Biseubabu . li. Staalsbabn. . e.tienri-Eiaeubabu Donnerstag den 16. Juli, mittags und zwar für jede Gemeinde Bilanz am 31. Januar 1908. Die Äircheuvorstäude der Matthäusgcm.: Marfusgem.: Lukasgem.: Johannesgcm.: v. Schlosser. S chwabe. Bechtolsheim er. ?lusfeld. 1 1 „ Obstbaumgeschosse, das Protokollbuch und der allgemeine Meliorations- li. Anfangskurse. >uer Bergwerk, ibiitte • • aideu E. B. • L Lloyd . - • eulose . ' ' Bekanntmachung. Aus der Stiftung des Gemeinderats Christoph, Friedrich, Andreas Boeder ist alsbald eine lebenslängliche Biründe in Höbe von jährlich 2t»O Mark an einen in Gießen geborenen, wahrhaft bedürftigen Witwer, Handwerker, mit gutem Ruf zu vergeben. Meldungen sind bis 1. August 190S auf dem Armenamt, Neuenbäue 25, Zimmer 2, schriftlich oder mündlich einzureichen. Gießen, 9. Juli 1908. ßn/7 Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecu in- I. V: Heller, Beigeordneter. . 197.lv . 20331 22.74 ' 92.0 . 149.« „ Saldo-Reingewinn 5 673.42 General-Versammlung Samstag, dort 18. Juli, abends 8% Uhr bei Wirt K. R a u. Tagesordnung: 1. Abhör der Rechnung pro 1907, 2. Verteilung des Reingewinns. 3. Verschiedenes. Alten-Bn seck, am 9. Juli 1908. 4254 R a u. D ö l l. Bekanntmachung. In der Holzschneiderei „Hessenbriickenbammer" bei Wetter- selb sind solgende Gegenstände wegen Ausgabe des Betriebs zu verkaufen: . , 1. Gin Sägegatter mit 12 m langem ^chieberahmen. 2. Eine fchmiedeiserne Transmission 4,30 m lang 70 ram stark mit zwei weiteren Riemenscheiben. 3. Ein Vorgelege mit 1,30 m langer, 50 mm starker Welle. 4. Ein Wasserrad mit eisernen Schaufeln, 1,60 m breit mit 3,45 m Durchmesser mit Vorgelege und gußeisernen Zahnrädern. Kaufliebhaber belieben sich bei unterzeichneter Stelle zu melden. Offerten werden bis zum 31. Juli 1908 erbeten. Laubach «Hessen», am 10. Juli 1908. Gräflich Solms-Laubach schc Rentkammer. Bekanntmachung. Bei dem unterzeichneten Gericht i|t die Stelle eines :i Htsdiener-Substituten alsbald zu besetzen. Etwaige Bewerber wollen sich unter Vorlage z-ührungsattestcn bei unseren Gerichtsdienern Rirolai p-anpt, bei »velchen auch die Dienstleistungen und die damit Bekanntmachung. Die Erncuernngswahlen für die tzremeindcvcr- tretungcn unserer vier evangelischen Kirchengemeinden sollen )ahiex. ' ^^""ker jlt Bekanntmachung. Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß in 1908 Jmvs- tcrminc für die Stadt Gießen nur noch am Mittwoch den 15., und Mittwoch den 22. Juli abgehalten werden. Sonne». ai?M°''?^>chilr.37, ait. Weierstr. 19. TMWr Akbkiisllchnieis Kietzen Gartcnstraßc 2, Zimmer 2. Es können eingestellt werden: uli 190 8 senommtn werben. Es sind zu wählen: igelapotheke einhart. Sult l*^Gli|abe(Ae ' »«tiberg , ***805 ir Bergwerk rcheu Bergwerk . 188:)) [-Amerik. Paket*. 107 r Bergwerk. . . 197.00 .........2012) Lloyd . . .... M les. Eiseu-Iudustrie 98.0.1 . 159.0) „ Bilanzkonto ' „ CreditoreS v noch zu zahlender Gehalt Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1906 72 Während 1907 gingen ab (durch Tod) 3 Daher Stand der Mitglieder Ende 1907 60 Lang-Göns am 3. Juli 1908. , 4256 Spar- und Leihkasse eingetragene Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. ' Statischer Wvhnniigsnnchineis Gietzen. Gartenstraßc 2, Zimmer 2. (Geschästsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Es sind zu vermieten: 2 Wohnungen von 8 Simmern, 4 Wohnungen von b Zimmern, 6 Wohnungen von 5 Zimmern, 9 Wohnungen von 4 Zimmern, 4 Wohnungen von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern mit Laden, 1 Wohnung von 2 Zimmern, a mobl. Zimmer, 1 unmöbl. Zimmer, 1 Werkstatt, 1 Wagenhalle. Sa mieten gesucht: 33 Wohnungen von 2—7 Zimmern. [d h ei» Zungen. iiugelrofjen.) nraladjuiant bt8 Gros. Erjelltoz, ist Soeben in Kranksein gestorben. llich.-LWittlo. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß in der Mit vom 7. August bis Mitte September d. I. voraussichtlich k«iue Sitznugen der Ltadtveroroneten-Veriammlung abgehalten Bekanntmachung, Aus der Stiftung der Friedrich Textor u-iKlente Men = Gkvtzte Verbreitung 111 kurzer Ztl । am 23. September 1908 240 men in dem Saal des Großh. Bürgermeisters Weis zu . Äb er-Widdersheim die Arbeiten des III. Abschnitts für die Matthaus-Gemeinde. ritbr. Feldbcreinigung (Bildung der Ersatzgrundstücke) zur Ansicht der Beteiligten offen, nämlich: für 1. 16 Zuteilungskarten, für 2. 2 Bände Besitzstandsverzeichnis, I für die Johannes-Gemeinde: 9 auf IO Jahre, 4 auf 5 Jahre. 3. 2 Bände Gütergeschosse, Nach § 13 des KirchenverfassungS-Ediktes sind stimm- 4. 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschossc, berechtigt alle konfirmierten, selbständigen Männer der Ge- 5. 2 Bände Zuteilungsoerzeichnis, | ^^inde, die das 25. Lebensjahr zurückgclegt haben und nicht KonsninvcrcmMcn-Bustck Bilanz pro 31. Dezember 1907. 20 999.02 141 14 155 ____4 151 laiig in dec " = Die Genlemde Ovenhausen hat eine Reparatur an SRßf (1 ttCI!litt(I* der Lahnbrücke daselbst ansztrführcn. Kostenanschlag liegt » . auf meinem Bureau offen. Offerten erbitte ich bis 15. Juli. 2n das Handelsregiiter Ab. A wurde bezüglich der Krofdorf, den 7. Juli 1908. Dilina C. Klingspor zu Gießen eingetragen: Dem Kauf- Der Bürgermeister- mann Theodor Vaubel in Gießen ist Prokura erteilt. ~ Staun. Gießen, den 8. Juli 1908. D11/, Großherzoglich es Amtsgericht. Jtcbcn^——--- S-FeB ' ,n otbrl^ . C* ■ 12. Juli, nur VOQ b>s 12 ihr nachts tür ID“/, ein, Ost-Anlage 37 - ir. lü. % Alfred Jmhof 1 I c Bad-Nauheim ,Filiale_coblenz a/Rh plan, 10. Berzichtertlärung des Herrn von Hirnier, bezgl. Entstehung größeren Jagdrechts. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen und letoent. Wahl eines Schiedsrichters nebst Stellvertreters i nbet daselbst statt: ILienstag, den 28. Juli 1908, norm. 9 — 10 Uhr, I >v>ozu ich die Beteiligten unter der Androhung einlade, daß ■ bie Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen ii !ld. Die Einwendungen sind schriftlich einzureichen. Die Vorzeigung der neuen Grundstücke findet Samstag, den 25. Juli 1908, laut Ort und Stelle statt. Zusammenkunft hierzu vormittags 1J Uhr (in Großh. Bürgermeisterei. Büdingen, am 9. Juli 1908. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär. _______________Dr. Goerh, Neg.-Assessor.________________ Driranntinachuiig. Netr.: Rotlauf in Langsdorf. Unter dem Schweinebestand des Heinrich Heil VI. zu »Langsdorf ist Rotlaufseuche fe,>g ftcl.t und Cp ree »erhängt worden. Gießen, den 9. Juli 1908. Oroßherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Langer m an n. Lö Juni ds. IS. bett sestgestellteu BebauunaSplan für die Gutcn- bacroitroRc für einen Teil derselben neu aufgestellt. Der Entwurf dieses geänderten und bezw. neu aufgestellten Kchauungsplans liegt bis zum 15. August dö. IS. auf unserem Siei6=n6riit|tml unglaubliche D,c..st° i» sämtliche» Viehstallen,! -E.-. Hochbau Uc'Ä9S" TiefbauItK? Gießen, den 9. Juli 1908. B«/» fOWie Bet Plssoll-Anlagen u,w. usw. ?. Fnnl. Tmtpnmlerrldjt 15. Oktober. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I . . ,, m . ,r Mecum Niederlage tu saft allen LaumatenaUen-Handlungen a. bei hiesigen Arbeitgebern: 3 Zigarrenmacher, 1 Haushälterin, 1 Lausmädchen, 2 Lausfrauen, 12 Dienstmädchen, 1 jüngeres Kindermädchen, 2 Hausburschen. Lehrlinge: 1 Spengler, 1 Glaser geg. Vergütung, 1 Tapezierer gegen Vergütung, 3 Schreiner, 1 Mechaniker, 1 Installateur. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Schmied, 1 Wagner, 2 Weißbinder, 1 Sattler und Tapezierer, . 1 Küchenmädchen, 2 Schreiner, 1 Schmied, 1 Schlosser, 1 Sattler. _ ^tadtvcroronctcn-Vcriammlung abgehalten Es suchen Arbeit: B11/? titerben. 1 Modellschreiner, 1 Buchbinder, 1 Heizer, 1 Wagner, 1 Spengler, Dringliche, die Beschlußfassung der Stadtverordneten-Versarnm- 3 Installateure, 2 Eisendreher, 1 Schmied, 1 Bauschloiier, iumg erfordernde Angelegenheiten sind daher spätestens bis Ende 1 Maschinenschlosser, 1 Mechaniker, 1 Hausdiener, 1 Fahrbursche, 3»li d. I. bei uns vorznbrmgen. 6 Arbeiter, 1 Hausbursche, 4 Lauffrauen, 1 Waschfrau, 2 Laus Gießen, den 10. Juli 19O8. . Bu/? mädchen. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______Lehrlinge: 1 Schlosser. ___ Mecum- Aktiva. Mk. Passiva. Mk. Ausgcliehene Aufgenommene Kapitalien: Kapitalien 835661.12 a. gegen Obliga- Geschäftsguthaben tionen 169279.89 der Mitglieder 8667.16 b. gegen Schuld- Nachlässe für noch scheine 242421.67 nicht fällige c. gegen Güter- Güterkaufgelder 1500.— kaufgelder 367243.11 Reservefond 16318.28 d. Immobilien 22151.86 Betriebsrücklage 4519.74 e. Wertpapieren Reingewinn 3071.19 nach dem Kurs am 31. Jan. 08 18663.70 Kassenvorrat 12862.— Vorlagen 4376.41 Ausstände 32645.42 Mobilien 103,81 10% Ab- schreiben 10.38 93.43 ÜÜiHHia®gäEaEäiäSESgaSlflH«SS3HBEaB ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ Darmstädter Möbel-Fabrik Affler«»“* Heidelbergerstrasse 129 :7cln""" Filiale Darmstadt: Rheinstr. 39. Filiale Frankfart-M.: Kaiser Wilhelm-Passage. Bedeutendstes Einrichtungshaus ------------ Mitteldeutschlands. --------- Sehenswürdigkeit ersten Ranges. 300 Anlmr-AriMiMl! einschliesslich Küche in allen Preislagen ausgestellt und stets lieferfertig vorrätig. Uebernahme kompletter Einrichtungen von Wohnungen, Villen, Pensionats u. 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