Dienstag 11. August 1908 Nr. 187 Zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. mahl statt. S. u. H. Königsberg i. Pr., 6. Aug. zu. . 158. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag der Brühl'ichen UnwersitälS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Die „Eichener Famillendlätter" werden dem «Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 3eit= fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Dnickerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktionell 13. Tel.-AdruA»rzeigerGießen. Eigentumsvorbchalt veräußerten Ware von dem Eigentumsvorbehalt dem Vermieter innerhalb einer Woct>e nach Einzug eines Mieters schriftttch Mitteilung zu machen Hal. und daß eine Gesetzesvorlage ausgearbeitet werden möge, durch welche die am der Registervublijitat beruhende MobiliarHypothek nach dem Muster der engliidKii und sranzösischcn Gesetzgebung auch in Tcuuch- lrurd zur Einführung gelangt." — 2m weiteren Verlaufe ferner Verhandlungen beschäftigte sich der Verbandstag mit folgendem Antrag des Allgemeinen L>ausbesitzervercins zu Chemnitz: „xet Vorstand des Zentralverbandes wird beauftragt^ eine Petition au den Reicl)Slag xn die Wege zu leiten, die §§ 573 ff. und 1123 jf. B. G. B. in Verbindung mit Bestimmungen des Gesetzes über die Zwangsversteigerung und Zwangsvcrwaltung von Grundstücken dahin abzuandern, daß Pfändungen von Mietzinsen und Verfügungen über solche nur rechtsgültig staltsindell können, insoweit die Mietzinsen nicht zur Bezahlung der ztzosten für Gebäudem- standhaltung, öfsentlichc Abgaben und .Hypothekenzinsen gebrauclit werden, und daß die Mietzinsen bei Eigentumswechsel auf das diesem folgende Vierteljahr dem neuen Erwerber zuzufließen kÜMpst ... _ , , _ . . FMi-r Wir trennten uns damals mit den ^Scherzworten, die Llbrich wahrend seiner letzten SckMfcnspcriode am Rhem gehört und licbgewonnen hatte: „Et hat noch immer, immer got gelange ... Als ich ui der Unterhaltung auch des Künstlers Sturm-- und Drangzcit streifte, da >varf Olbrich lachend em: „Nun ivol)l, wenn Sie meine Lebensbcichte wissen wollen, da^dar, imturtxch auch diese Episode nicht fehlen. So vernehmen >sie ocnn, datz ich schon als Kunsttwvize immer revolutionär geiinnl war. Ick) sagte mir: Geht cs denn wahrhaftig nicht, ohne datz wir fort und fort an dem Ueberlieferten wie Kletten,hangen.. Ein anderer Geist beherrscht doch unsere Zeit, da mutz anch dre Kunst milgchcn, d. h-, sic muß das Wirrbare, das Öin und ver, bai nirgends Ruhe findet, bannen. Das war mein KunjUermollo von Anfang an, ihm bin ich treu geblieben. Wer in kunzt- tzQveihten Landern mit sehenden Augen dahxnpilgert, um zu Lernt'», um cruS der Erhabenheit zu lernen, der wird smden, datz Glbrichä Uünftlerdeichte. Unsere Leser erinnern jich wohl noch eines an dieser Stelle int Juni abgedruatcn Aufsatzes, in dem ein Franl- furter Journalist erzählte von einem Gespräch mit dem der Kunstwelt leider )o jäh entrissenen Prof. Olbrich. Heute schreibt uns derselbe Journalist in längerem Briefe u. a. folgendes: Wer hätte ahnen können, daß bei unserer letzten Zusammcn- hir.it Olbrich seine letzte Beichte als Künstler mir anvertrautc ? AlS wir auf der herrlichen blumcnumwachscnen Altane deS cigen- artigcu Heims des Künstlers saßen, der Sommcrmorgcnwxnd mit dcu roten und iveißcn Blüten sielte, da deutete einmal L.lbrxch nach Osten, wo die Sonne in majestätischer Glut tagaus ftrebte, und sagte: „Was nutzt alles regsame Schaffen! Ta droben die Sonne leuchtet uns allen einmal zum letzten Fcucrstrich, ob wxr nun abgerechnet haben oder nicht!" Diese plötzliche -scntuncn- talitä: des sonst so lebensfrohen Künstlers stimmte mich nachdenklich, ich suchte den Einschlag zu verscheuchen durch 'cherz- hajte Kruistlerepisodeir, die ich aus meiner Btünchcner .^cit Erzählte. Aber Olbrich wehrte ab mit den Worten: „Lasten -sxe mich auch einmal wehmütig sein, denn wer weiß, wie bald icdem von uns das Lachen für immer vergeht!" . Knappe acht Wochen nach jenem Sommermorgcn follte er stumin und bleich auf der Bahre liegen, ausgerungen, ausgc- haben." In der Nachmittagssitzung sprach Juslizrat Menget .Beilin) über die Zivilprozcßrcform in ihrer Wirkung auf den Hausbesitz. Er enrpfahl die Annahme folgender Resolution: Der Verbandstag spricht zu dem dem Rcickfstage vorliegenden Eni wurf betreffend die Abänderung der Zivilprozeßordnung seine Ansicht dahin auS: Die Absicht des Entwurfs, das Prozeßver fahren in bürgerlichen Rcchlsstrcitigkeitcn schneller und billiger zu gestalten, wird dankbar anerkannt. Wenngleich eine durch greifende Reform der ganzen Zivilprozeßordnung vorzuziehen wäre, muß der Versuch, zunächst das amtsgerichtliche Verfahren burd) Beseitigung einiger durch die fast 30jährige Erfahrung in die Erscheinung getretenen Mängel zu verbessern, hingcnommen werden. Insbesondere erklären wir unsere Zustimmung zu folgenden Aendcrungcn der bisherigen Vorschriften: 1. Erweiterung der Zu - tändigkcit der Amtsgerichte in VcrmögenSstreitigkciten bis zu 800 Mk. 2. Tie auf die Vereinfachung des Verfahrens hinziclendcn Vor christen über die Erstellung und die Vorbereitung der mündlichen Verhandlung. 3. Die Bestimmung, daß die Einreicknrng der Silage und das Mahnverfahren die Verjährung unterbricht. 4. Daß Urteilsausfcrtigungcn enthaltend den Tenor sofort erteilt werden können. Auch wünschen wir die Aufrechterhaltung der Berufung in allen Sachen. Dagegen sprechen wir uns gegen die durch 8 48 G. K. G. eingeführte Erhöhung der Gerichtslosleu und der Schreib gebühren aus. Wir vermissen jedoch in dem dem Reichstage vorliegenden Entwürfe und wünsckwn deshalb die Aufnahme folgen • der Vorschriften in denselben: a daß auch für Räumungssachen die Einlassungsfrist gesetzlich am 24 Stunden festgesetzt wird: b) daß bei Erhebung der Widerklage, deren Wert die Zuständigkeit zum Amtsgericht übersteigt, die Entscheidung über den durst die Klage geltend gemachten Räumungsanspruch gleichwohl durch das Amtsgericht zu erfolgen hat; c> daß der Streitwert bei Räumungssachen in der Regel nur auf eine Vierteljahrsmiete. angenommen wird; d) daß die Gerichtskostcn für Vcrsäuuiuls- urteile nur s/io der Grundgebühr betragen. Nach kurzei Debatte gelangte auch diese Resolution zur Annahme. Den Schluß der heutigen Verhandlung bildete die Beratung interner Bei- bandsangelcgenheiten. Am Abend fand im Tiergarten ein Fest- Sur inneren Lage. Der Termin, an dem der Reichstag zusammentretLn soll, rückt immer näher, und wenn auch bis dahin noch ungefähr 10 Wochen vergehen mögen, so ist es doch an der Zeit, sich allmählich für die parlamentarische Campagne zu rüsten. Nicht lanye wird es dauern, dann werden auch die einzeliten Gruppen ihre Jahresversammlungen abhalten, so steht vor allem der große Katholikentag in Düsseldorf und der sozialde in akratische Parteitag in Nürnberg bevor. Tie Situation ist völlig unklar, niemand vermag vorauszusehen, wie der Hase laufen wird; jetzt muß es jich zeigen, ob der Block in einer Frage wie die Reichsfinanzresorm, wo die Meinungen weit auseinandergehen, halten oder auseinanderbersten wird, und man muß sagen, daß für das erstere feine allzu große Hoffnung besteh:, da keine Partei von ihrem Standpunkte etwas nachlassen will. Jedenfalls ist es ein sehr bemerkenswertes Zeichen, daß anscheinend Bemühungen im Gange sind, das Zentrum für die Reichsfinanzreform zu gewinnen; Schatzsekretär Sydow soll ausdrücklich erklärt haben, daß er eine Unterstützung von dieser Seite gern annehmen würde, und wenn darin auch keineswegs eine Abkehr von der Blockpolitik zu erblicken ist, so macht das doch den Eindruck, als wenn die Regierung sich dem Zentrum nicht mehr so schroff gegenüber- stellen will, tvie in den letzten Monaten, wo die offiziösen Organe sich in der Zentrumsbekämpfung nicht genug tun konnten. Gleichfalls ein charakteristisches Moment sind die Bemühungen einiger rechts stehender Organe, eine Brücke zum Zentrum zu schlagen, um es geneigt zu machen, sich wieder vor den Regierungskarren zu spannen. Freilich hat man damit kein großes Glück, denn das Zentrum verhält sich begreiflicherweise ablehnend, und sein führendes Organ erhärt sehr richtig, daß das Zentrum sich zu einer Rolle als dtothelfer nicht hergeben werde. Allerdings würde man das Zentrum für die Regierungspläne sehr notwendig brauchen können, und fraglos wird die Partei auch bereit fein, mitzuarbeiten, ob freilich im Sinne der Regierung, das steht auf einem andern Blatte, vor allem müßte erst abgewartet werden, nach welcher Richtung hin sich die Reform bewegt. Die Rechte steht nach wie vor auf dem Standpunkt, für direkte Reichssteuern nicht einzutreten, während die Linke auf diesem wenigstens nur zum Teil besteht und sich gegen eine erhöhte schärfere Belastung durch neue indirekte Steuern wendet. In einer Rede hat kürzlich der nationalliberale Führer B a f j e r m a n n sich über die inner- politische Lage ausgesprochen und sich dabei ziemlich optimistisch geäußert, wenngleich auch er zugeben mußte, daß cS dahingestellt bleiben könne, ob der Block das Werk vollbringen würde. Er forderte vor allem neben Konsum steuern auch eine Vermögens- und Eintommensbesteuerung durch das Reich und fügte hinzu, daß die Frage durch Kompromisse gelöst werden könne. In dieser Hinsicht hat er allerdings Recht, denn es liegt auf der Hand, daß die Regierungsprojekte unter keinen Umständen in der Form, wie sie an das Parlament kommen, Billigung finden, sondern daß es langwieriger Verhandlungen bedürfen wird, ehe es zu einer Einigung kommt — wenn überhaupt. Mit der Reichssinanz- reform sieht viel aus dem Spiel, nicht nur der Block, sondern auch die Stellung des Fürsten Bülow und eventuell auch das Schicksal des jetzigen Reichstages. Jedenfalls gehen wir au stmierpolitischem Gebiete einer sehr unsicheren Periode entgegen. S. u. H. Königsberg, 6. Aug. In der heutigen zweiten Hauptversammlung gelangte folgende Resolution zur Annahme: „Der 30. Deutsche Hausbesitzeitag betrachtet den Verkaufswert der städtischen Wohngebäude nicht als eine geeignete Grundlage für die Bemessung der dem Eigentümer der Häuser aufzuerlegendcn Steuern, namentlich weil die Leistungsfähigkeit der Hauseigentümer als solcher im wesent- lidjen durch den Ertrag ihrer Häuser bestimmt wird, nicht aber durch den Verkaufswert ihrer Häuser und weil überhaupt der Verkaufswert nicht mit einiger Sicherheit feststellbar ist. Wenn in einigen Staaten eine Vermögenssteuer erhoben wird, muß verlangt werden, daß auch in Bezug auf den städtisck>cn Haus- besitz nur das nach Abzug der Schulden übrigbleibende Vermögen zur Grundlage der Besteuerung genommen wird. Der Vcrbands- tag hält es für dringend wünsd-cnswert, daß in allen deutschen Bundesstaaten, soweit cs nicht schon geschehen ist, die Befugnis der Städte, die zu ihrem Gebiete gehörigen Wohnhäuser mit Steuern zu belegen, beschränkt wird." Zu der Frage des Pfandrechts des Vermieters in zivil- und strafrechtlicher Beziehung stimmte der Vcrbandstag zunächst folgender Resolution zu: „Die auf Abzahlung gekauften bczw. die vom Mieter verkauften Sachen dürfen nur dann dem Pfandrecht dcS Vermieters entzogen werden, wcyn sie unentbehrlich oder in ein Register eingetragen sind." Ferner wurde folgender Antrag angenommen: „An die Reichsregierung bczw. das Reichs-Justizamt ist das Ersuchen ;u richten, gegenüber den mehr und mehr überhandnehmcnden Mißständen durch die Anzahlungsgeschäfte und durch die sogen. Sicherungskäufe geeignete Maßnahmen zu treffey in der Weise, daß das Gesetz vom 11. Mai 1894 bett, die Abzahlungsgeschäfte dahin abgeändert werden muß, daß der Verkäufer einer mit 50. Deutscher hau;- und Srundbesitzertag. S. u. H. Königsberg i. Pr., 4. Aug. In d.r Nachmittagssitznng erstattete der Schatzmeister Stadlv.' I d c n (Berlin den Kassenbericht, der für das verflossene Geschäftsjahr ein sehr günstiges sinanzielles Verhältnis aus- wcist, da sich ein Neberschuß von 4531.69 Mk- und damit ein Ver- mögcnszuwachs von 6ü31.G'J Mk- ergeben Hal. Ter Bestand an Wertpapieren hat sich um 2000 Mk. vermehrt, so daß jetzt bei der Deutschen Bank 11000 Mk. deponiert sind- Das Gcsamtvermögen, Bankguthaben und Barbestand betrug am 1. Juli 1908 18 800 Mark. — Darauf sprach Oberamtsrichter Dr- Brandts (Braun- }d?iücig) unter lebhaftem Beifall über die Frage: „Inwieweit Die Eigentümer städtischer Wohnhäuser in d.ir deutschen Bundes- ?MtrKll-»)Äig'!t "WölkArr den GiWlM^lnzeML friililfiö ZluvemA^ 'rtttiil-Jlnftöl- tvo W*1,' rSigS Vtzs SM -MStz? sieben 6^ Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen hessische itiinftlcrgarbe zu einer Utuftcrmig und Heerschau antreten lassen und wir konnten swlz bekennen: Wir haben acht >;ahre nicht umsonst gearbeitet. Trotz Verkennung und Schmähung die selbst Münftür der Mathildenhöhe wankend und mitten machten, ist der 1901 gesäte Samen ausgegangcn und hat, wenn auch noch nicht tausendfältige, so doch hundcrlsältige Frucht heute schon gebracht. Lassen Sie uns hier oben erst noch weitere 10 Jahre arbeiten, bann werden wir in das deutsche Künstlerreich deutliche Furchen gezogen haben und ein künstlerischer Nachwuchs wird hier von der Mathildenhöhe aus in die Welt hinaus feinen Weg finden, der die Ideale der Mathildenhöhe, die mit den Großh. Mnnftbcftrebungen auf das engste verknüpft sind, überall verbreiten wird. Die Wege werden inzwischen geebnet sein und Die Werbe- arbeit wird erfolgreich vor sich gehen. Nehmen £i'’ als letzte Worte meiner KünsÜerlebensbcichte das Bekenntnis mit, daß der Großherzog und ich von dem Grundgedanken allezeit ausgegangen sind: K u n ft b e g c i ft e r u n g muß in die große Mas se des Volkes getragen werden; vom Volke aus mutz Kunstbegeisterung ausgcl)en; das kann nur geschehen, wenn im Heim plumpe Alltäglichkeit verschwindet und in all und jebrm, was den Menschen in seinen vier Wänden umgibt, ein filmt' leriidKr Hauch ausgeht. Dann erzieht sich das Volk von selbst zur M" u n ft. E i n Volk aber, das k u n ]t « liebend ist von Hause aus, strebt wieder Idealen — Die Strahlenburg. Einer unserer Berliner Korrespondenten teilt uns mit, daß die Burg des Grafen Wetter vom Strahl, des Helden von Kleists ,.Käthchen von Heilbronn", die Sttahlenburg an der südlichen Bergstraße teilweise wieder aufgebaut werden soll. Sie war im 14. Jahrh. dort den Psalz- graren vugcfallcn. 1470 wurde sie von Kurfürst Friedrich von der Pfalz in einer Fehde mit seinem Vetter, dem Pfalzgrafen von Dcldcng, zerstört. Die Ruine liegt malerisch am nördlichen Abhang des Schriesheim überrngenben Oelbergs. Ter starke, 20 Meter hohe Bergfried ist noch erhallen und gewährt eine herrliche Rundschau. Außerdem steht em Teil des Palais mit hübschen gotischen Fenstern. An das Käthchen von Heilbronn erinnert ein Schild an einem alten Hollunderbaum; die von Kleist auf» genommene Sage ist also auch hier noch lebendig. In der heutigen dritten und letzten Hauptversammlung des 30. Verbandstages der städtischen Haus- und Grundbcsitzervcr - eine Deutschlands stand zunächst ein Antrag des Vereins Bremer Haus- und Grundbesitzer zur Beratung. Der Antrag lautete: Ter Verbandstag wolle erwägen: 1. ob neben der jetzt zur Ausgabe gelangenden Zeitung nicht eine weit billigere beschafft werden kann, welche allen Mitgliedern der dem Zentralverbande angc- schlossenen Vereine gegen einen in monatlichen Raten an den Verband abzuführcndcn Geldbetrag jjugängig zu machen ist; 2. oo dadurch nicht Mittel und Wege geboten werden, die finanziellen Verhältnisse des Verbandes zum Wohle der ganzen Mitgliedschaft zu heben und die Mitgliederzahl zu erhöhen. — Tiefer Antrag, an den sich eine längere Debatte knüpfte, wurde schließlich dem Vorstände zur Erwägung überwiesen. Es folgte bann die Beratung interner Verbandsangelegenhciten. Ter Haushaltungs- plan, bet mit 23 700 Mk. balanciert, wurde genehmigt. -- Bei der daraus stattfinbenbcn Vorstanbswahl wurden die fatzungsgeuuiß ausschcibendcn Mitglieder Dr. Cohen l Hamburgs Fähndrich (Berlin), Dr. vom Grafen (Köln), Hurnar (Munckscn), Kalkbrenner ^Wiesbaden), Leisel ^Elberfeld), Ocrtcl Breslau , Paulsen ^Kiett und Nyssel (Leipzig) durch Zuruf sämtlich wiedergewählt. Stadt- verordneter Fähndrich (Berlin) wurde unter allgemeinem Beifall der Versammlung einstimmig wieder zum Verbandsbirektor ernannt. An Stelle des verstorbenen Ehrenvcrbanbsdircktors Hartwig (Dresben) würbe Stabtrat Schümick)cn (Drcsben) zum Ehrcn- verbanbsdirektor gewählt. — Zum nächsten Tagungsorte des Ver- laateu Gedäudefteuern und andere fortlau-'cnde Ertrags- oder Vermögenssteuern an den Staat oder die Stadt entrichten müssen." Hieran schloß sich der Bericht des Gcmeinbebevollm.ick)tigten Brehm iWürzburg, und des Vcrbandsdirekwrs Stadtverordneten Fähndrich (Berlin) über die Beziehungen zu den Versicherungsgesellschaften, mit denen der Zcntrab- verband im Bertragsvcrhältnis steht, insbesondere über daS Ergebnis der Revision beim Allgemeinen Deutschen Versicherungs- Verein in Stuttgart. Ter Zentratoerband hat mit diesem Verein bezüglich der Hausl>astpflichtversick)erung einen ißergünftiguiigdoet- trag abgeschlossen, nach welchem den versicherten Mitgliedern, der dem Zentralverbande angchörrnden Vereine außer den rechnungsmäßigen Tividendcn noch ein Rabatt von 35 Prozent gewährt wird. Vereine, die nod) einen besonderen Empfehlungsoertrag abgeschlossen hatten, erhielten außerdem noch Vergütungen für die Vereinskasse. Ebenso auch der Zentralvcrband eine besondere Bonifikation. Der Breslauer VcrbandStag vom Jahre 1904 hatte beschlossen, diesen Vertrag zum 31. Dezember 1908 zu tünbigen- Tic Küiidigung bcs Vertrages erfolgte aber schon am 23. Tezem- ber 1907 seitens des Stuttgarter Vereins, um für die Verhandlungen über den event. neuabzuschlicßenden ©ertrag genügend Zeit zur Bersügung zu haben. Die Verhandlungen batten aber nicht das gewünschte Resultat, insofern als für einen neuen Vertrag nur offeriert wurden: Dein Zentralverbande 500 Mk. Vergütung, den Orlsvcreinen 8 Prozent der Otcttoprämic und den einzelnen Versicherten außer dem üblichen Olabatt für die längere Versicherungsdauer nur 10 Prozent Sonderrabatt. Eine persönliche AuSiprackie zwischen dem Verbandsdirckwr und dem Kvm- merzieiirat Molt vom Versicherungsvcrcin hatte kein defiiiitivcs Ergebnis. Der Verein gehört liämlich dem Kartell der Haftpslicht- versick)erungsgcscllsck)aftet( an unb diese dürsen künftty tatsächlich, luenn Empfchlungsverträge mit Hausoesitzer-Lrganfiationen geschlossen werben, feinen Höheren Sonderrabatt als 10 Prozent gewähren. Der Verbandsbirektor hat baraushin mit anberen Gesellschaften Verhandlungen angeknüpst, beten eine eine wesentlich günstigere Offerte abgegeben hat. Eine vom Vorstände eingesetzte Zlvmmission hat beschlossen, es bei der Stilnbigung des Vertrages mit Stuttgart zu belassen, zurzeit einen neuen Vertrag nicht abzuschließen und für die Mitglieder des Zentralverbandes die Gründung einer Miet- und Rückversick>erungsgcsellschaft auf Gegenseitigkeit für Haushaftpflicht in Aussicht zu nehmen. Tie Berichterstatter haben am 4. Mai 1908 die Bestimmungen des Vcr- günstigungsvcrtragcS geprüft. Es haben sich dabei keinerlei Bcan- Iktnimngen ergeben. Bei der Prüfung zeigte sich, daß gegen die früheren Jahre die Sdjabcnfälle eine sehr erhebliche Zunahme erfahren haben, linier den in den letzten Jahren regulierten Schäden befinden sich 12 138.86 Mk- .Entschädigung für Fall auf eisglattem Trottoir und Handgelenkbruch, 20 974.10 Mk- Entschädigung für Schädelbrucb durch Sturz auf der Treppe mit losem Teppichsck-oner iiitb 21878.19 Mk- Entschädigung für Handgclenkbruch durch Sturz auf dem Trottoir. Am Abend sand ein von der Stadt zur Bewillkommnung des Verbandstages veranstaltetes Gartenfest in den vereinigten Schloßteick-gärten statt. «LRtiS: nciucht. 117771 @eninnbte3*ncibetin,b:r. tiuguit nod) em. tose iraifl gesucht Lchusü.ÄnflM- nnbenJM_^!h-!^ 1 *«*)8seii Ni QIZI*- $2 h y^unoßmome^ gilbet, Ft L3?^ : S", • r;——illMtri (i’tbarbüt M---ÄanalbauCrttJ jckdkitkkttetben an9'«t' —j^Mitellc 6hmnasiii^t tzausbuki sofort gesucht ^abnbomi. L bann in einem Labyrinth, au5 dem der Künstler selbst nicht mehr den Ausgang findet. Und soll dann die große Atasse nod> wissen, wo ein und aus, wenn die geistigen Väter der modernen Kltnst- wcrke selbst schon nach der Geburt ihrer geistigen Schöpfung am liebsten die Vaterschaft abgeleugnet hätten?" Hauptsaä)e war mir immer: Wohin ziehe ich eigentlich? Ich gebe zu, daß jugendliches Draufgängertum mich manchnral vom Pfade weg- tricb, aber vom Schönhcitsprinzip habe ich niemals roeggebrängt Warum machten meine ernsten Schöpfungen so großes Aufsehen? Weil ick wieder zur Wahrhastigkctt der Kunst ftrebte, jener Wahrhastigleit, die wir ftfreinbar in der. Kunst verloren hatten, seitdem unter dem Allerweltsnamen „Jugendstil" blutigster Dilettantismus und Nichtkönnen die benfträge Menge infiziert hatten. Sckjönheit um jeden Preis, diese künstlerische Grundforderung wollte ich luicbcr aus der Kammer der Vergessenhett zum Leitstern erhoffen wissen. Und wo konnte ich da belfer und nachdrücklicher einsetzen aI5 bei der bildenden Kunst? Da kam der Ruf des Grobherzogs von Hessen. Wie freudig schnürte ich mein Bündel und fuhr gen Darmstadt, ich hatte das Gefühl, daß hier unter Fürstengunst unb -Huld ich das verwirklichen werde, was ich mir zum Lebensziel gesteckt habe: Die bildendc Kunst aus tem Dornröschenschlafe erwecken zu können zu neuem Leben. Ich wußte auch, daß Anfeindungen nicht ausbleiben würden, aber hatte ich nicht hinter mir als Regenten den künstlerisch am freiheitlickjsten Tenkenden ui Deutschland? Hatte ich nid>t um mich sechs itünftlcr, die von gleicher Gesinnung wie ich beseelt waren? Niemand kann schildern, wie auf der Mathildenhöhe Fürst und Künstler gemeinsam. Tag und Nacht darf ich sagen, gcidmfft haben, denn die Worte „Dokument deutscher Kunst" sollten nicht etwa nur ein Reklameaushängeschckd fein, nein, wir sieben im Verein mit dem Großherzog wollten toahr und wahrhaftig eine neue Aera deutscher bildenden Kunst schäften. Und wenn wir heute muh acht Jahren ehrlich sind und uns fragen: Haben wir nicht in gewissem Sinne unser Ziel doch erreicht? axl 'sflbfeg dieI.drüben breitet sich vor Mgk tzie dMe Ä Mauer sich hinzieht, dann aber kommt die gigantische Unter-1 besausstcllung aus, da drüben bat, der Großhcrzog einmal seine bredjung: Das Riesenportal. Hier drängt sich da dann die Der» "r" ljaltene Kunst zusammen, hier atmet man Ewigkeit in dem Portale mit seiner Anbetung abfordernden erhabenen Kunst. Und hatten Sie dazu als Gegensatz die Kunst unserer Tage! Wo ist da Erhabenheit, wo jenes Fluidum, das uns bezwingt? 'Nirgends. Obcrflächlick) find wir geworden, haben über Ranken- und Schnör- lelrocrt das Grund- und Leitmotiv vergessen und verlieren uns Tuche m fojort einen iwii tüdit. w* UN liebsten vom Laude. Näheres Löwengasse 5. I fflirlinit per ioiori in a (üeidjQii ßv_: !iewis,enbafte Sluobiisur; j eigender Vergütung »ugr; StbriftL Ängeboie unm | it den Mb. Anzeiger ette I Eine alt. Pers, als HaM i.ges.Z.MenPvn.Äatlm _ Ein älteres uni »uettlain; »farrhaus nach RheMen. jfort gesucht. b Löverftrabe 1,1. oMt IL c suche mehr. Madch.'. hier ilg- ^-| Fr, Schmidt, ME Lehrmädchen geiueh Eliiabcch Euler, Mobes, Ludwiginaxe U 1908: die bandstoges wurde Magdeburg bdtanmt, für 1911 wurde ®id yxu) 1912 Berlin in Anssüht gnunmnen. Darovf wurde der 30. Verbands tag geflossen. TarmHabt Marn, . . . ®iesen . . Olkenbach . . Bensheim . . Friedberg . . Bad Rauheim Worin» . . «IjtD . . . Bmgen. . . Von Dießen 1907._________ '21U5- schlogr- Dreien te: S7L 100,2 120 128,105 114 95.087 123,6 109,166 115,5 geteilt. Tie vorstehende Uebersicht ist recht interessant. Eie zeigt, daß dre Städte Dreßen, Bensheim, Bad Nauheim, WormS und Bingen im taufenden Jahre ihren vorjährigen prozentualen Ausschlag bcibehalten konnten. Die kleine Er- Arrr Stadt unfc Land. Dießen, 11. August 1908. Begründung des ablehnenden Verhaltens der Stndtverordneten-Bersammlnng gegen eine Reichs, steuer auf Gas und Elektrizität, toie sie der Oberbürgermeister Dtrrtrug, war etwa die folgende: 3ut Ausbesserung der Finanzen i::)iciches tou:i> beabsichtigt, eine Steuer auf -va:- und Elektrizität aa erheben. Tie Steuer wird damit begründet, daß Petroleum, das Licht der ärmeren Bevölkerung mit einer hohen SEbflabe belegt sei und eS daher der (Gerechtigkeit entfpredbe, amt) das Licht der Wohlhabenden, <’4a$ und Elektrizität, zu ^steuern. Hiergegen ist einzuwenden, daß der Verbrauch der wohlhabenden Bevölkerung an 0'-as und elektrischem Strom für Beleuchtungszwecke nur einen kleinen Bruch« teil des i'iesamtkonsums ausmacht. Der größere Konsum entfällt auf Geschäfte, auf Läden, Wirtschaften und Werkstätten und aus Heizgas. Der Verbrauch von Petroleum für Heiz» und itraftsmedte ist sehr gering, während (Yas und Elektrizität hierfür in größerem Umfang zur Verwendung kommen. Tie geplante Steuer wird also in der Hauptsache den Mittelstand und die Oferocrbettcibenben belasten und besonders für kleinere Gewerbetreibende recht empfindlich werden. und Benöheim sind im Regierungsblatt nur AuSschlagSprozenle, nicht aber die Eteuersummen mit» i" der vorigen Rächt der Basar abgebrannt. a» * u0«? .^rin5£n von Sagau. Hölle de Talleyrand l?erigord, Prinz von >sagan, der trar Monatsfrist die geschiedene StontiniL' bc Ca, della ne, geborene (üoulb in London, geehelicht, wird, wie uns geschrieben wird, binnen kurzem feinen 'Sohn- HÖ von Paris nach Berlin verlegen. Vorher wird tat Prinzessin bic pekuniären Verhältnisse ihres Gemahl durchaus orbneu. 4?ir bekannt, hatte Prinz Sagen bedeutimde Wechieloerbindlichkeiten, besonders in Berlin, Frankfurt a. M, Wiesbaden, München und Stuttgart euigcgangcii und sahlreichc Urteile wurden gegen ihr erwirkt. Nunmehr hat sich die GemahUn dis Prinzen entschlossen. , r ^lbc^,H,. tox Weise zu zahlen, daß sie die Beträge - c« sind 3i$ Millionen lNark — über die Urteil ergangen, bei den ^nzelnen Geruhten hinterlegt und eine GntidH'ibung darüber herbr.- •u5rtTDb eingeklaqttn Suimnen mit den dem Prinzen tat« ge-wbeneu in Einklang stehen. könnt und erwiesen ist. oatt Prinz Tagan von Wucherern und Halsabschneidern kolossal begaunert und übers Ohr gehauen inortau ist. ’ V? tebt ab jumeiien Ein Schrillste ller. der sich nur tümmerlich durchs Tai em schlug, beirarb sich dieser Tage um time stelle, die vom Vtagistrat der bclgisch-n Hauptstadt ousge- Cv-J1111" deim Bürgermeister selbst aumelden. iSSi2LCfCVrrärt^ bau auch nach sehr, sehr langer Zeit der bescheidene Wun'ch des Kandidaten nich: erfüllt werden kömür. In der Stadt Gießen ist der Gasverbrauch für Heiz- und Draftzwccke letzt schon großer als für Beleuchtungs-Zwecke innd dieses Verhältnis verschiebt sich immer mehr zugunsten des ersteren. Scheidet man den Verbrauch der Eisenbahn aus, dann ist der Konfum an Elektrizität für Kraft etwa ?/* desjenigen für Licht. Die Steuer auf Gas trifft in der Hauptsache den Mittelstand, wo die Gasbeleuchtung über wiegt, wo die Hausfrau neben dem Mcmne zum Erwerb tätig sein muß, und wegen der Zeitersparnis mit Gas kocht- Tie Elektrizitätssteuer belastet dagegen im ivescni- lichen die Geschäftsinhaber, die Inhaber von Läden und W-irtschaften, die starken Verbrauch an Licht haben und den Heinen Gewerbetreibenden — Bäcker, Metzger, Schreiner, Schlosser :c. mit ihrem Verbrauch an Kraft. Jede Irr Höhung der Erstehungskosten bedingt notwendig eine Preis erhöhung des Erzeugnisses, hier also eine solche der un entbehrlichsten Lebensmittel, Fleisch und Brot, deren Preis äusschlag aber trifft am härtesten die minder bemittelt. Bevölkerung, die ohnehin schon unter der jetzigen Zollgesetzgebung am meisten zu leiden haben. Falls die Steuer nicht vom Verbraucher, sondern vom ^Erzeuger von GaS und Elektrizität, also von den Gemeinden getragen werden soll, so bedeutet dies einen erheblichen Einnahme-Ausfall, der nur durch Erhöhung der direkten ^Steuern ausgeglichen werden kann. Eine Steuer von nur 1 Psg- pro Kubikmeter Gas ober pro Kilowattstunde Elek trizität bedingt für Gießen eine Erhöhung des Steuer ausschlagö um 4 Proz., wobei eine Schonung des Mittelstandes und des fichten Mannes erst recht ausgeschlossen tft Diese Steuer aber schädigt nicht mir allein die Bewohner der Städte, sondern sie schädigt auch die Landwirt schäft, denn nur mit Hilfe der Elektrizität ist e5 möglich, bcu Mangel an Arbeitskräften auf dem Lande zu überwinden und auszugleichen, indem in Großbetrieben mit elektrisch betriebenen Maschinen an der Stelle der jetzt noch vorhandenen schwerfälligen und im Betrieb viel teueren Dampfmaschinen gearbeitet wird und für kleinere Betriebe die Gemeinden oder an Stelle deren OKnosscnschaftcn geeignete Maschinen beschaffen und an ihre Mitglieder zur Benutzung abgeben. Wenn solche Einrichtungen noch nicht sehr verbreitet 'sind, so liegt dies lediglich daran, daß elektrische Straft auf dem Lande noch wenig zur Verftiguug stand. In der letzten Zeit i|t hierin jedoch ein Wandel eingetreten durch die sich immer mehr verbreitende Einrichtung von Uebcrland-Zen- tralen, wie ja auch die Provinz Oberhesscn in Lißberg eine solche für den südlichen Teil der 'Provinz erbauen wlll und vielleicht die Stadt Gießen für den nördlichen Teil von Oberhessen und den angrenzenden preußischen Landesteilen anlegen wird. Zn welchem Maße das ganze vieich durch Vcrrninderiiug der Exponfcihigkcit unserer Industrie durch die Einfichrung der geplanten Steuer aus tvas und Elektrizität geschädigt wird, vermag man nicht amiähernd zu übersehen. Im großen und ganzen, so erklärte der Oberbürgermeister in ber Stadtvcrordneten-Ver ’fainnilung, ist die Besteuerung von Gas und Elektrizität eine sozialpolitisch durchaus verfehlte Maßnahme. Wie wir schon mittcilten, beschlossen die Stadtverord- veteu einstimmig beim Reichstage, bei der Landesregierung 1 und beim deutschen Städtetag gegen die geplante Steuer Einspruch zu erheben. * Die Vergrößerung des ftädt. Schlachthofe S ist nun in Angriff genommen. Es handelt sich in der Hauptsache darum, am Hohleichweg (dem Weg, der zwischen der Lahn und dem Viehmarktplatz sich hinzieln eine stählanlage, bestehend aus stül)lhalle mit Vorkühlraum, Pökelkcllcr, Eisfabrik, Maschinen- und Kesselhaus, sowie einen 'Wasserturrn zu schaffen, damit unser Schlachthof modernen Anforderungen ciitipridit. Weiter wird eine große Schweineschlachthalle, für eine Tagesfchlachtung von 2ö0 Scl)weincn ausreichend, erbaut, wogegen die jetzige SdM'eine- schlachthallc als Schlachtraum für Kleinvieh halber, Hümmel ic.' eingerichtet wird. Bisher wurde für Schlact)- tungen von stleinvieh ein Teil der Großvieh-Schlachthalle benutzt, der also für seinen eigentlichen Zweck frei gemacht wird. Nach den getroffenen Dispofitiotien wird zu dem jetzt 5000 Quadratmeter Gelände umfassenden Schlachthof vom Viehinarktsgelände ca. die Hälfte des ganzen Markt- Platzes, nämlich 4500 Quadratmeter ciubezogen. Mit den geplante« Neubauten, für welche die Stadtverordneten 600000 Mk. bcimlligt haben, reicht die Schlachthofanlage vollkommen aus für eine Stadt bis zu 50 000 Einwohner. Bei dem vorliegenden Projekt ist auf eine iveitere Ausdehnung des Schlachthofes weitgehend iRüdftdu genommen, so daß, wenn die Stadt weiter über 30000 bis 100000 Seelen amvachfen lollte, burd) iveitere Neubauten die Leistungsfähigkeit des Schlachthofes ganz nach Bedarf ge steigert werden kann. Vorsorglich hat man heute schon das erweiterte Projekt sogar den Stadtverordneten al- Skizze bingelegi. Die Faisade der neuen Anlage, aud) nach seiner vorläufigen Vergrößerung, wird, besonders nach dem Hohleichnieg zu. wo die Kühlanlage mit dem kräslig gestalteten Wasserturm ihren Platz erhalt, nicht etwa den Eindrud des Halbsertigen machen, sondern recht malerisch wirken. Allerdings an der mehr al nüchternen Wirkung unseres Schlachchoss nach der Rodliemur Straßenseite zu wird man vorerst wenig ändern können. Die Einrichtung dci Wanderbücherrien erfreut sich auch im Beriditsiahrc wieder eines lebhaften ^ftnutcycs bei unserer Landbevölkerung, ur" **-- ' ** Die diesjährige Gemeindesteuer in senlwelche auf diese Weise von den einzelnen Familien gelesen Städten des DroßherzogtumS, in welchen die Städte- I werden, tigert sich von Jahr zu Jahr. ordnung emgeführt ist, hat sich kaut ,D. Tabl." folgender- x 5 r a n M u r t a. TL, 10. Aug. Im Zoologischem maßen gestaltet, wobei zur Vergleichung die ent'prechenden --.onnerstag, 6. d.Mt».,^nachmittags 5Uhr, vcr 3,R-„ L. qJ w 9 pwujwwcH geiabenem Publikum die o,«zielte Emweihunq des neu erbauter Zistern d«S Vorjahres beigeiugt nnb: | dem Aquarium ungegliederten HaufeS hir Riesenschlange» I »nd Krokodile statt. Ter wisienschastliche Direktor Tr. Priems I begrüßte die Anwejenden und führte au5, daß sich in neuer Ze, I in der Tiergärlnerel mehr und mehr daS Bestreben geltend »e- l macht habe, die Trete nicht mehr ui engen, ichmudlosen Räfiger I sondern in namrgemäßer, ihren L.'ebenSgewobndenen enimrechende- Umgebung zur ^Inichaunng zu bringen. Diese- .biologische Prinzip' I 'übe man bisher bei vielen ‘Jleuanlagen hir 6dugetiere und Bogd durchjuführen versucht, während die Schaustellung der grvß^ Reptilien, Krokodile und Riesenschlangen noch sehr un Argen lieqe. Ter Neubau stelle nun den ersten m Tentschland in großem Äofr labe unternommenen Veriuch dar, diese Tiere naturgemäß aus. iuslellen, nach dem Vorbild deS Terrarien-LiebhaderS, der fetni kleinen Psteglmge au« der Kriechtierwelt in relchbepstanzten Behältern pflegt, die einen AnSichnitt aus der Natur bedeuten. Unter allgemeinem Beifall wurde nun die großartige 'Jleuanlage bestch- | tigt, bie in drei geräumigen, mit Fellen und Pflanzen auSgeftauaei Behältern die reichhaltige Riesenschlangensammlung birgt, und tw einem iehr großen, als stimmungsvolle, iropiidje Sumpflandjchah hergcrichtelen Tittle'.raume die Krokodile, vergeieUschastel mit Wafier- schildkröten, zur Anschauung dringt. Run wurden die ausgedehnten von Ingenieur Christian Zellner eniroorienen peyuitg«-, l>entt- lations- und BerreselnngS-Porrichtnngeii besichtigt und dann du letzt im Neubau einheitlich uutergedrachte Ziersilcvanlage die wohl überhaupt größte, die man sehen kann, in Augenscheui Genommen. BcloudercL Iiitereiie erregte em Kamps zweier fiarftt l änneben deS bintcrinbndjen Itampisi'chcS, ivobei die Tiere eint unbeichreiblichc jarbeiiprad)! entfalteicn. Diese jnichlämpse bilden Höhung der AuSschlagSprozenle bei Friedberg und Alzey ist ganz unerheblich. Größere Steuererhöhungen liege« somit nur in de« drei größten Städten des Landes, Darmstadt, Mainz und Offenbach, vor. Aber während in den beiden ... _ l6|C UMU ".^undeswohnungsinfpektors für das Tarop (Station der FlenSdurg-Sertruper .hrcisbahn zuwmme». ^ahr 1907 i|t soeben erschienen. In der Einleitung Ttibci rourben 9Terionen getötet, 9 ftbircr und 16 lei4t beißt es: Die Tätigkeit des Berichterstatters hat sich in den l^bevt Tie Schuld des Zuiammcnstoßes soll barauf jurtrf. im vorigen Jahresberichte g.kennzeictm.'ten Bahnen bcweat.puwhrcn fern, daß das Personal ber Kreisbahn trov rechezeüiger Denn dieselbe aud) wiederum zum größten Teil den Be-1 ”"iC,gv rrldrt.,3C Weichenstellung für den Eura^ug vor- strebunge« der positive« Wohnuttgsfur.orgc gewidmet war wat leer und suht aut den PerfoneriMg, 'utkü!1er,bcrC£^ni‘C,r'U1,Cl CtOtCt an dem der nächsten Jahre die Statistik auf alle Gemeinden au«- Lokomotivsührcr Strei^r und den 'Angestellten gcdchnt werben kann, so baß alobann irollftänbig erschovsenbe ' C»* «Hir ^ntmcit daraus zurück.) arbeiten. Der Staatsanwall, der an dem Tatorte anwesend war Die 8. n str u kt t 0 n s st u n dc d es Bc r b a n d s nudni infolge ihres körperlichen Zustandes von bf' Berbafttm- der Krankenkassen und dcr Gemeinden als Träger Abstand. der Krankenversicherung int 0>roßherzogtum Hessen findet * Brände. Am 9. August brannte daS Anwesen des Sonntag den 16. August 1908, nachmittags 1 Uhr, in ?ruc™ Schol f i n ge r m o öS an der Isar nieder Schotten im Saale „Zur Krone" statt. Es werden bc- -todjtcr und ihr Zjähriges Kind sind mit ver - sprochen: 1. Die für die Krankenkassen und die Versicherten Kr?nnt davon, daß die Tochter und ihr Kind wichtigsten Bestimmungen der Unsallversicheriii'a.geiC-2r ® ermotreU. dann das l^edäiche angesteckt worden •> Tie Skftimmunnri. he inOrh hirATk B?' Tfr ganze Erntevorrat nnd das Vieh sind mit verbrannt - TnLulL9CA bc5u9.il“) der Bcsretungen nach dem Die ungarische Ortsciwst P i ch e l s d o r f ist nicbergebraent stwu ^r aie Rechner der Krankenversicherungsorganisarionen cm er sebliches Interesse an diesen Instrultionskursen haben, so ist der Brsud) derselben nur zu empsehlen. ** In Amerika verstör bene Hessen In Earlstadt, N. I., Frau Ttanc Seeger, geb. Bredc aus Kassel. - In Nero Haren, Eon., Friedrich Dauth, 80 Ialnc alt auS Lfsen- Ijeim. — In Eanwn, C-, Oleotg Groß auS Redemann. - In Marshall, III., Georg Weitzel aus Sdjaaibeim. — In Petersburg, In.. F-rau Maria Becker, geb- Bonnet aus Krise. — In Washingwn, III., Frau Anna Katharina Vogclgesang geb. Heß aus GroszmannSrvde. — In St. Jakobs, Cnt., Valentin ?ör avs ^Breiten dach — In Garrison, Ben ton Eountv, Iowa, Reinhardt S ch c l l h a a S aus Rcick-ensachsen. — Bei Mus^, cattne. Ja., ^Ioh- Heinrich Dorbecker ans Tittershausen. — In Riesel, Texas, Frau Marie Anna Eckert, geb. Scharlach i aus 'Jlorbbctnt •o. fttoiborf, 10. Aug. Unser Kriegcrverein hielt wn Qcüngat Sonntag PreiSschießen ab Punkt 3 Uhr begann,^, - --------- — —< ltmrar. ■ rn > u unb c,li>ctc UM 8 Uhr ^amtliche VereinSmitglieder denn, sagte er. um diese Stelle sind bemrs 40 000 Bewerbunqen mnt arU??nül),mc c,h:iet älterer Mitglieder nahmen davon teil, eingclau-cn. Ter Schriftsteller war im ersten Augenblick über -in Preisen kamen im gan^n 33 zur Verteilung, auch halten no dtrie ungeheure Nvnkurrenz sprachlos -- dann dach: - a ein n*ma cutigc Artslieder Preise gcstistet. Am '.'lbend sand im Freunbschen I,lud'- unO_nxinbte sich noch einmal .in das Oberhaupt der Stadt d" PreiSveaeckung statt In tröhNcher Sttnmiung blieben >h)nitten xöic mich man wenigsten- anstellen, um 40000 Offerten Die .'Mitglieder raxli lange bvuanimen und unterhielten sich an- odxnen unb klassifizieren?" Es cab eine ire ioltht adgchaltene Schießen. Der Verein zählt flcgen- ^üigfcrtioen Redensarten mit guten Stellungen belohnt wurden luärtig 48 Mitglieder, ivovvn 2b Veteranen sind Leider haben I Aber teimvca muiantur! Veteranen m den letzten Jahren stark ' ^Jn Vexierbild auf einem Geldstück Hot sich, tote flclubtet, jo Imb tue 3abl tat alten Jttieger immer mehr jufammen-1 Jnan,un‘3 Mitteln, dcr österreichische 2uat geleistet AuS Anlaß chnulu. In diesem vetbst taabsichugr der Verein noch ein Preis- des 60 lährigen Rea,eruna»,ubt a ms des Kaiwr- wurden in Ceftn- a^uhalteii. Gewisz em guur pichen, wie kbt sich d,e seich sfltarn. 1 Kconn.stucke g.v .fl. Aul der Vordetscue de- Muglicder sur wickle Veranstaltungen mkrentexm Der Krieger- 'uid.r nch tat Kopf des Kaisers n- hrenb die iRüdf-ue den öfter« ar" .relllngShauicn batte sich auch eingefunden reichlichen Doppeladler zeig: Tr.b: man die Vow,-rieitr um , - ®u• bem )Crcife ©eV 1 at, 7. ISuj. (Wander- ° '«h der Kvps des Kaiser» dem BescLuer oerkchn bücherei.) AIS ein segensreiches gemeinnütziges Institut ° deutlich den t-chetl- !6:n znxischwänzigen aufrecht erweist sich immer mehr die über unsere sieben Landbürger- !£J", Uror” wahrncUn-n Wa» Tschechen trotz aller ihm mciftercien mit etwa 80 Gemeinden ausgedehnte Wander- !"!.'« bracht.«, da- bat tat Zufall — ode bücherei. Alljährlich in der ersten Hälfte des Monats Äuguft ber tat Tr Tracht. Jedenfalls .st findet dcr Wechsel dcr Bücher statt! welche für zede Burger- ^Kvpf de. Kaiser» n,-ehÄerCij"«"eilt sind als dieselbe Gemeinde« 3dmurrbart hnb sie vUkAranU m Ä v^rCnsb ll^r vucherstockim abgelaufencri Jahre ,^"rcr Mauken iu iintau In d-r Ohnnuschri kÄmS bu ?dnbc "mfallte die ganze Wandetbücherei demlich sickn .i T onrrreich.nt .- :H-aieruni vX,n *e^cn 'dUhre sind wieder 791 wert- die Gell^ückt ncl M ilichk.it Ili-tar ein. um sie durch volle Bitcher hinzugekommen. An Beihilfen für die Wander- Aucv n । n sind ein: größer- An^dl bücherei wurden un Jahre 1907 08 insgesamt bewilligt Dom m tat etar num.smar.sch: Zelt en bett smd. Staate 606. vorn Kreise .150 und von den Gemeinden «5Mk. • TrToAt e r 9e^,u Die Verleihung tat Bucher, refv. die Verwaltung dcr Bucher groß tac Mach ■ “ " ’. verkauft. Sie ,ode liegt in ben fcäntan der Lehrer und werben die öas ftch vor den Tor n M.skau atzspteite' T» SjurS! Du i-kaufl - Tochter zu sich Die Einrichtung dcr Landerbüchereieu erfreut s,a» auch im I t<0Xüt r*jf •’*>• Louern hörten »m Hause ^ciiic* lebhaften Zusprucycs bei unserer dem Kinde f^ unt* l2’f" ?*" u*T,kTlfn --------ng. intb Die Zahl guter nützlicher Äubrr, I haftet worben ' X e *1,ckroo und cotomonow find Der- Steuer- Aus- Steuer- summe: schlags- summe: Tlf. prozeme. Mk. 2710 840 Iü3.8 2 455 135 3 644 008 106ch 3 034 744 _ 120 — 3 220 366 154,8 2 228 678 — 114 — 218 786 96 202 658 286 273 123,6 265 265 1 271 404 97p 1 203 372 187 479 1V9.8 180 000 343 410 115^5 344 961 1 S * S„ , "*» I •■■&$• stzS- > 4>tei W«k*Sa ie'Ä^I 1?bwS8e^ll '' ^miung bB^I lroM.. s ^i, uti. H 3er9ei«^alH’lQnti~'- I Krg»| ^enfQnn, n9hn(fl' I -vKr. >--sM itjrt. 'q ,Uii9 von ttÄ r »Mlüi. An R ^tadt Schle-w^'? ’ “?s*Söi ÄfSl ta‘Ä". Bon t I J® bürniebtt. 2b n. I t’ liejid) an den Reitun:- ' t Tatorte anwesend r «s von der BerWn N- dessen V- fahrende Anzug f£ >'enJHrer biebroß - Mgr Rückivärtssleil^tj 1 dec Bremien inifeglüt 1 würben die Anwohner er ecn dumpfer Knall ra c und Bemunbeten: te m bte Enge Gequets^ u> Stunden kam die m euerwehmannslhaften i: g. Die Schuld an fc ier unb den AngeftrU^ ^aroper Lecriug passirra tnntc bas Witmfat bti s an der Zsar nieder. ,es Kind sind mit ver> ie Tochter und ihr Lint »ebäude angtitttk weck' eh sind mit verbrannt - : ist niebfrgcbimL Kn' umgefcmmcn. - Ginr. esküb zufolge ist bor. igebrannt. n. Seite de Tatleyr^ lionatssrist die Mcku d in London, geehM en kurzem fchtat W lorher wird die Prinzr^- ls durchaus ordnen. 2- > Wechseloerbindluhkcili'. 1 Wiesbaden, Nünchn rt j teile wurden $«? I des Prinzen enM!' I daß sie die Beträge- ■ Urteil ergangen, taj»l Mibung darüber hcu.^ ;t den dem Punzen» Lckannt und ernneimr .Halsabschneidern W ,rb sich dieser rage - , aisch nSauMt^ emchrselbltamA hr, sehr langer । 5 erfüllt roaben bnc rit5 40000 Sei* »w hlt bKch»-- c *‘Ä fcK likAKÄ ismatich- igt- „»rffliiL1- .J Handel. D i e Börse Hofftweiter. Tie Börse läßt sich die Hoffnung, daß eine baldige Besserung cintxitt, nicht rauben. So war die Tendenz am vergangenen Samstag wieder recht fest. Beachtet wurde, daß die Newyorker Börse dem Eindruck des letzten ungünstigen Saatenstandsberichtes einen bemerkenswerten Widcr- ftanö entgegengesetzt hat. Tann lauten die Nachrichten vom Äupfermarlt weiter recht gut, und cs ist auch anzunehmen, daß ihnen Vertrauen entgegcngcbracht werden darf. Dafür spricht auch, daß das Angebot der Erzeuger ausgehört hat. Als ein weiterer belebender Umstand muß gelten, daß der Londoner Südafrikanermarkt und der Tiamantenaktienmarkt sich stetig bessern. Was nun die Lage des Montanaktienmarktes betrifft, so würde man doch gut daran tun, allzu optimistischen Erwartungen nicht zu viel Spielraum zu lassen. Diejenigen Unternehmungen, die mit ihren Dividenden nicht zu sehr zurückzugehen brauchen, werden nur wenige sein, diejenigen aber, die starke Gewinnreduzierungen erfahren haben, aber die Ueberzahl. Ties wird sich auch in den Sturfen bemerkbar machen, früher oder später. Die oberschlesischen Nachrichten lauten ja günstig. Es heißt, daß die Breslauer Großhändler demnächst eine Erhöhung der Lager preise vornehmen werden. Tics hat belebend auf die Aktien der Laurabütte gewirkt. Tann waren zu Schluß der letzten Woche Dculfch-Lurem- burger sehr gefragt, während Bergwerksaktien Einbußen erfuhren. Zur Geldmarktlage. Es ist am Geldmarkt einige Versteifung eingetreten. Einesteils hängt sie mit der Ernte zusammen, andernteils kommt in Betracht, daß am vorigen Ultimo trotz der niedrigen Prolongationssätze die Geldnehmer von einer Schiebung absahen und sich mit kurzfristigem Geld« aushalfen. Tie Erneuerung dieser Gelder verhinderte einstweilen eine Grleid)* teruug des Marktes. Tägliches Geld war am Samstag in Berlin mit 3V-- Vroz. gefragt. Einige Ueberraschungen bot dort auch das Anziehen des Privatdiskonts um Vs Proz. auf 3 Proz. In Frankfurt hielt sich der Satz auf 27/8 Proz. Zur industriellen Lage. Die Farbenfabriken norm. Friedt. Beyer u. Co. in Elberfeld madyen in dem Prospekt für die Börsenzulassung der neuen Aktien der Gesellschaft folgende Bemerkungen über die Geschäftslage. Im laufenden Jahr ist der Geschäftsgang nicht unbeeinflußt von dem allgemeinen Niedergang der SVonjunttur geblieben. Es ist jedoch nicht möglich, schon letzt über das endgültige Ergebnis des Geschäftsjahres irgendwie zuverlässige Voraussagungen zu machen. — Den Crusauer Kupjer- und Messingwerken ist der Anteil in der Konvention für die Lieferung von Feuerbüchsen für Lokomotiven von 200 Tonnen auf 400 Tonnen für die nächsten drei Jahre erhöht.___________ Getrcidc-Wochenbcricht der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 4. bis 10. August 1908. Für die Fortführung der Erntearbeiten waren die WitterungS- verhältitisse während der abgelaufenen Berichtswoche weniger vorteilhaft als vorher, indent die ersten Tage dem Norden, die letzten Tage dem Süden und Westen Deutschlands mehr oder- weniger ergiebige Regenschauer brachten. Augenblicklid) nehmen die Feldarbeiten wieder sämtliche Arbeitskräfte der Landwirtschaft in Anspruch, wodurd) das Angebot von dieser Seite inzwischen wieder eine Einschränkung erfahren hat. Gleichzeitig wurden aus Amerika weitere Ernteschäden gemeldet, auf Grund deren die dortige Spekulation eine ziemlich lebhafte Tätigkeit entfaltete, unb wenn man den damit zusammenhängenden Preissprüngen der amerikanischen Märkte auch im allgemeinen mißtrauisch gegenüber stand, so gab doch der Umstand zu denken, daß für bie Deckung westeuropäischer Jmportbedürfnisse während der nächsten Monate in erster Reihe der amerikanische Wetzen tn Betracht kommt, und daß bei dem gegenwärtigen Preisunterschiede zwischen letzterem und dem deutsdyen Produkt eher mit einer Ausfuhr als mit der Möglichkeit, fremden Weizen einzuführen, gerechnet werden muß Während sid) derartige Erwartungen bisher noch nicht verwirklichen konnten, zuntal die deutschen Landwirte, noch ntdyt in der Lage waren, größere Mengen zum , Verkauf bereit zu stellen, bildet die andauernde ELportnachsrage rur deutschen Roggen den Gegenstand wachsender Stufmerfiamfeit der mlanbildyen Verbraucher, die sich den stärkeren Angeboten gegenüber bisher ziemlich ablehnend verhalten hatten, zuletzt aber etwas mehr Neigung Getreide am Weizen 208 (■ ) (+ ) 4) (— ( Frankfurt a.M. 212*/, (+ 7,) (- (- München ) ) Mannheim Straßburg 210 221 208 203 205 208 210 214 220 210 1) 1) ) ) 2237, 2277, 233 (+ (+ (— l— (+ (— (- (+ (- (- (+ (- (- (- (- 175 173 190 183 ) ) ( + (— (- 1) 2) ) 2) ) 1) 1) 4) 1) 1) ) 1) ) ) ) 1) ) ) 1) ) 2) ) ) 2) 152 166 178 158 156 161 162 165 178 168 167 konnten. für inländisches Roggen Hafer 156 (— 160 (- 161 (— letzten Markttage: Königsberg Danzig Stettin Pofen Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Braunschweig Rostock Hamburg Hannover Düsseldorf Köln Preise leicht überschritten werden Es stellten sich die Preise Gießen, 11.August. 9)iarftberidyt. Auf heutigem Wocben- maxtte kostete: Butter pr. Pfd. 1.20—1.25 Alk., Hühnereier 1 St. 8—9 Psg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käsematte 2 St. 5—6 Psg. Erbsen p. Pfd. 18—24 Psg., Linsen p. Pfd. 25—40 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse pr. Pfd. 00—00, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Lchscnfleisch pr. Pfd. 78—86 Psg., Kuh- und Rindsteisch pr. Vfiuib 74—76 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—76 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 80 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Psg., Hammelfleisch pr. Pfd. 70—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.00—8.00 Akk., Zwiebeln pr. Ztr. 8,00—10,00 Ms., Milch per Liter 20 Psg., Weißkraut per Stück 0—00 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Aepfel per Ztr. 00—00 Mk., Birnen per Ztr. 00—00 Mk. Nüsse 100 Stück 50—00 Psg., per Ztr. 0—00 Alt. Kirschen per Pfd. 0,20—0,25 Mk. Marktzeit von 7—1 Uhr. 175 173 1737, 170 177 176 175 174 177 183 176 183 180 185 185 185 194 187*/, 183 Spieiplan der vereinigten granffiirter Ztadttheater. iövcrnhaus. Mittwoch den 12. August ’y .Die luftigen Weiber von Windsor." Donnerstag den 13. August, abends 3 Uhr: .Die Meistersinger von Nürnberg." Freitag den 14. August, abends halb 8 Uhr: »Die lustige Witwe." Samstag den 15. August: „Ter Postillon von Lonjumeau." Hierauf: „Cavalleria rnsticana.*1 Sonntag den 16. August: »Madame '-Butterfly.'* Montag den 17. August, abends halb 8 Uhr: .Ein Walzertraum." Dienstag den 18. August: »Der Prophet." Alittwoch den 19. August: .Hoffmanns Erzählungen." •) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Weltmarktpreise: Weizen : Berlin Sept. 203.50 (ft- 2.75), Budapest Okt. 189.95 (— 0.00). Pans August 188.05 (+ 5.05). Liverpool Sept. 168.30 (ft- 4.95). Chicago Sept. 145.30 (-s- 3.80). Roggen: Berlin Sept. 179.50 (+ 1.75). Haser: Berlin Sept. 162.50 (+ 0.50) Mk. ____ £amiliCH»21ad?rid>ten. Geborene: Herrn Kreisveterinärarzt Tr.^Hosmann und Frau in Alsfeld ein Sohn. — Herrn Dr. phil. A. Schoenlicht und Frau in Offenbach eine Tochter. Verlobte: Fräulein Elisabeths Jung in Steinsurth mit Herrn Karl Aletter in Aad Nauheim. — Fräulein Robertine Wolf mit Herrn Max Rothsckyild,, beide in Straßburg i. E. Gestorbene: Frau Frieda Bmdewald, geb. Eberwein, in Friedberg. — Herr Falod Heuß, Herr Joh. Ludw. Erbes I., Frl. Maria Schmäht, Herr Adolph Oppenheimer, Fräulein Friederike Tittmar, Frau Katharina Alargaretha Heddäus, geb. Wetzel, sämtlich in Darmstadt. — Frau Elisabethe Dittmann, geb. Weber, in Ober-Ramsladt. — Frau Margarethe Jäger Witwe, geb. Kaiser, Frau Lina Passet, Herr Konrad Schmidt, sämtlich in Offenbach. — Herr Hartmann Scherer in Worms. — Herr Mathias Gradwohl in Blödesheini. — Frau Friederike Gertrude van Krieken in Nieder- Ingelheim. — Herr Leonhard Thierolf I. in Hechtsheim. — Heri Georg Müller in Schaafheim. — Herr Ernst Boeck, Fräulein Nora Aieyer, Herr Emil Schleswig, Frau Elise Pastor, geb. Pelzer, Herr Johann Weber, Herr Wilhelm Fehr, Fräulein (Sertiy Klein, Fräulein Toni Tonecker, sämtlich in Wiesbaden. — Frau Anna Rieß in Hanau. zeigten, ihre Gebote den vom Export bewilligten Preisen anzu-- pasy'en. Von Gerste kamen bereits versdnedenüich Proben an die Märkte, doch lassen sich daraus vorläufig keine Schlüße auf bas Gesamtergebnis der 03crftcncrntc zkhen. Einl Geschäft m diesem Artikel hat sich twch nicht entwickelt, und scheint man das Heraus kommen stärkeren Angebots, abwarten zu wollen. Die Forderungen für schlesische Oberste stellen sich zurzeit auf 185—190 Mk. ab Stationen: von Abschlüssen auf dieser Basis ist bisher nichts bekannt. Hafer ist in feinen Qualitäten nur noch spärlich an zutrefsen; die Nackysrage gestaltete sich infolgedessen für die bisher vernadstässigten Mittelsorten etwas lebhafter, wobei die letzten Qnmmas’Ulir ffir Kranke. (Geisteskranke ausgeschloss. OUIIIIIlöll\U[ lUl Behagl. eingericht. kl. Anstalt Spezial- Ä Keilanstalt. Neue Gesellsch.-Räume 3 Bei °ttene u. geschloss. Liegehalle. Kahlei schattiger Park. Sorgsame Reliaud- jfl ® W r'ij “ *1 luntc und VrrpflegiiiiK. l>ihr kuren, Va e läs iä 63 (Dependance für Minderbemittelte./ _______ Prospekte franko. Dr. M. Sfhulzc-KnUleyss. Nervenarzt. WWMs Sanatorium Hofheim im Taunus. 1 ».Scholten, 10. Aug. C omm er markt. Der Auftrieb am heutigen Tage betrug 1495 Stück Rindvieh, 17o ^tuck Pferde und Fohlen. Im Gegensatz zum Vorjahre (baniahgcr Auftrieb 1554 Stück Rindvieh, 164 Pierdc und Foblcn) ging dtekmal der Handel in Fohlen nicht so lebhaft, da größere Händler nicht am Pta^e waren. Dementsprechend wurden viel niedrigere Preise als im Vor,ahrc erzielt, die größte Anzahl der Fohlen wurde nicht ver- kaufl. Während dem Gang de? Atarkles wurde von Seilen sud- deulsckyer Händler mit Erfolg die Tendenz beeinflußt, so daß die Preise weiter sanken und zum Teil beträchtliche Verluste an vor- gekaustcii Fohlen entstanden. — Am Rmdvichmavkt war ein immerhin lebhafter Handel zu koustatieren, doch auch hier schwankten die Preise nach unten; die Landwirte, welche vor dem Markte au5 deui Stall verkauften, haben durchweg bessere Preise erzielt. Ein großer Teil blieb unverkauft. Ter Bahnverkchr wickelte sich glatt ab trotz der beschränkten Verhältniffe; zur Beförderung von Vieh wurden sieben Extraziige mit zusammen 75 Waggons abgetanen. — K a r 1 o f f e t m a rk t - B e r i ch t vom 10. August 1908. Köln a. Rh.: Neue lange Mk. 2.80- 0.00, Nieren, Paulsens Juli Mk. 2.85. Dortmund: Rosen (frühe) Mk. 2.3o—0.00, Frühe Kaiserkrone 2.60-0.00, Nieren, Paulsens Juli Alk. 2.70 bis W. 2.80, Holländer Mäuse Mk. 2.85.-2.90. Krefeld: Frühe gelbe Mk. 2.50-2.70, Nieren, Paulsens Juli Mk. 2.50—2.70. Saffig: Rosen (fviilyc) Mk. 2.00, Frühe weiße, Kaiserkrone, 2.50.-0.00. Frankfurt a. M.: Frühe, Kaiserkrone, Mk. 3.2o, Rosen (frühe) Alk. 3.00 - 0.00, Frührosa Alk. 3.00 - 0.00. Mannheim: Frühe Kaiserkrone Mk. 2.75 — 2.80, Frühgelbe 3.50—0.00. Frank ent hat: Rosan (frühe) Mk. 2.35, Frühe weiße Kaiserkrone Alk. 2.60, Weiße Zwickauer Alk. 0.00. Saarlouis: Rosen, (frühe) Mk. 8.20, frühe weiße Kaiserkrone Mk. 0.00. München: Rosen (frühe) Alk. 3.00. (Alles per 50 Kgr.). Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 10. August 1908. Höchste Schlachtviehpreüe in F r a n k f u r t a. 9)L Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 83—84 Mk. Kg.Schlachtgew. 92—95 Pf. V, , . 68-69 „ 7, Kg. 78-86 Psg. 7, , 70-80 , 7, , 68-84 , Getreidepreise in M a n n h e i ni Brotpreise in Gießen Wetzen 100 Kg. 22.25—00.00 'Mk. Roggen 100 Kg. 18.50-18.75 Mk. Weißbrot 2 Kg. 62 Psg. Schwarzbrot 2 Kg. 58 Pfg. Märkte. CO c=> ■co" er Co to er ■» S o" cn n F " C* — er - ez e? er a r-. - S (s)2 T ö» to — er ‘ 5-S- Co CT' u «s- E - er § 2 K cl 2L CO S*. ~- ff. CT -H2.Z 2 Co co u er @ er — er <5* O 2-2. LS — er. O 5 ö« iS» "SW Co _ SZ. = 3 Co ® 2.6) D , a" CD —' ce rs o = r* er cS" rt 2 s er ö e. er e> 2 " ST « » ct ’’’■ ZC: i rj-Ow —- 2" rs C=> o 2 er zs CD er er - 2 5 2 tiS* § "TZ cd • e> ctS o ' — = ct e* —■ E ft □ = 2 Co" —• s» g S S » o- s er — ft" er SO s 2L @ O tiD ft § 'S o « to ft — * tÄO ty er er er er1 q “I O r. ? 2 2 ” § = 2 2 S rt rt i3 — 5 f» • ft rt 3 Z — CT ft ft. f» o LS ft 7^ ft 151 — — — E LL ^"ft | 2 r=. 2. <=* z= -• —.es er — -») — ft « ” 2 tltil 5 g ’ 6)2 3) 2.^8” _ 2.6) zs ooj2.ä K **0 - o -°CQ C* Sf « 2 W"ft‘ z C6» ft. *r Z-ze ' .^^2:2 y • »‘ft’0 2 ft 2® • 5 ® - ZS 6) ft _J, X-’ CT CT 12 2 5" ft e S - 0 q < ä s ft . =■» ■ O et ft CT (2 s ft c — -.pCTg^'g ft 2. CT —-CT- S »-6)-^ ft 2 ft co ft. ft. => CT " S •ct^ 2’5^ -3 ft 7 '-v "ei. ^7* 3* ft — 2 ... = co'ft'5 . CT®^ = -$U 2 2 2 5-" SS c c c* *so SS ft^« 2 ® IA CT 2-"ft* ft C" -- CT'o’ö 3 fe ft ft ® CT— «Oft. ft - CT — g-J§.ft Zp ft’^:^ : CT CT 2 - ft ft SS» = 2^ ft 2 1 C: .^<$oS'CTk3 —r. 'ft_,, ft ö ("ft1 e ei; S ft ' ~ ft _ ft er 1 ft- — • es , - - CT ft CTv ) o 'S' e er 2-'s 2 3 ct O ft Ä ZZ! - 2 ft a» -- - S S' f2st «0^2 = ft s®. er S CT s - = £ 8 « CT ■ - « « Wieseck onntag, den 16. und Montag, den 17. Angnfl 473;. Bis znm \5» August dauer« der SllSDCtfallf Preise sind staunend billig Frankfurter Schuhlager I 4766 u Umtausch gestaltet I Giessen Umtausch gestattet! Nähabende, Zoologischer Garten I B, Wacker Adam Ziegler Telephon 539 her §§ 4, 6 IW. 8. Erweiterungsbau dcS Schwesternhauses, 4. 5. Säuglingsheim, 6. HauSpflege. Die Viitglieder werden hiermit auf Grund und 7 der Satzungen ergebens: eingeladen. Der Vorstand: D. Schlosser. Känsbnrg 12 Die Wirte: Wilh. Dorfeld Wilh. Schermuly iriidicd Zditvciiicflciirf), 12 Psg (Bu .» Annerod, am 8. August 1908. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn Vergebung vonDachdcckerarbeitcn. Der Thur in der Kirche zu Annerod soll in Schiefer- deetung und Bleigrätcn auSgebessert werden. Reflektanten wollen ihre diesbezüglichen Offerten bei Grokherzoglicher Bürgermeisterei Annerod bis zum 15. August d. Jo., mittag» 12 Uhr, einrcichen. Bedingungen und Voranschlag liegen bei uns offen. Neue Kartoffeln! Gelbe Perle von Erfurt und SrübroicibUfricnbetprozicnmcv mtl. 3ad 3.50 Mk. ab Station Echzell, gegen Rachnabme. [4313 Ludwig Erb, Kartoffel Vcrsaudgcschäst, (Echzell in der Wettcrau. lllgwiner tau für Inn- n. Krankenpflege. Ordentliche Gencralvüsainmlnng Mittwoch, dcu 12. August 1908, nachmittags 5 Uhr im oberen Saale deS Gemeindehauses, Kicchstraße 9. Tagesordnung: 1. Jahresbericht, 3. Prüfung der Rechnung für 1907, Normal-Wäsclie! Grobes Lager — Nur beste Qualitäten. Macco, Halbwolle, Wolle, Mammgarn für Damen, Herren und Kinder. riedbolstore geschlossen. (Hieben, den b. August 1908. Bw.', Grovherzoglichc Bürgermeisterei Gießen. a. «.Keller. Arbeitsvergebnttg. Die Maurer und Pffastcrarbeiien für die ^ieubesestigung der Grabenstrabe sollen Dienstag, den 18. August ds. Jo., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden Die Arbeuobeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststundcn bei und zur iriniidrt offen Angebote aus Bor> druck, der balclbit crbiililidi, sind 'vaiestcns bis unu vorgenannten .ieltpunkt verschlossen und mit entsprechender Ausschrist verieben an unS einzureichen. B"/, Buschiagssrtsi 3 Wochen. Eichen, den 10. August 1908.. Städtischev tiefbauamt .1 «■: »öbler. Lekanntlnachllng. In der Sät »out 1. bi- 8- August 190^ reurben ia hrrsiger Stadt gefunden: 2 Portemonnaie- mit Inhalt, 1 Äopcdtotr, 1 Knaben strohbuk und 1 Mark: » agefl ogen: 1 Kanarienvogel: verloren: 1 Paar Turnschuhe gez T. Koch. 1 Brerzunel, 1 pdMebern'» Täschchen rmt schlüsseln, 1 schwarzes Hand- täichchen und 1 grünliche- -naben capes: ' entflogen:! Äanarrenovgel. , Die (Empfang4bc«d:ti'j n oer gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüch-: el-balo bei unt ctitrnb zu machen. Die Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentage von 11 — 12 Uhr Dor- mittag-und-bi-LUbr nachmittags bei umerzeichneter Behärde, Zimmer Nr. 1 erfolgen. Gießen, den 8. August 1908. GrotzherjogticheS Polizeiamt Gießen. _9. B . Bilo. Hirchweihsest wozu crgcbcnst einlade» Mittwoch, den 12. August, abends von 8 Uhr an zur Feier des 50 jährigen Beliebens des Zoologischen Garten Grosses Sommer-Gartenfest Doppet-Konzert der Musik de- 81. Jns.-iegtS. und der ttartcnkapelle im Weihertempel und auf der Terrasse. • Bierschänke am Bärenzwinger t mit Würftelbratcrei und vockmusik. Tanz im Freie», später im grosjcn Saal (DaS Fest findet bei jeder Witterung statt). Da* Abonnement lat ton 1 Ihr aufgehoben. Eintrittspreis 1 Mk. c1*/. Abonnenten 50 Pfz. Versteigerung. Zm Änftraae des Herrn Rechtsanwalt Dr. Deutsch in Wurnbern, versteigere ich Mittwoch, den 12. d. «iS., nachm. 2 Ubr, dahier Walltor'ttaffe 6 «Tarmst. HauS» aus Grund oanbeleaticy- lichcr tfcimnmunatn, mehrere 100 Flaichca Wein gegen Versteigerung bestimmt (Hieben, den 1U. Äugust 1908. € e i z> e l, Gerichlsvoilieber. Versteigerung. Mittwoch, den 12. Äug. d. 3., werden int Liekerlchen Saale versteigert: [4778 Lum 2 Ubr: 1 Tioan, 1 Kleider schrank, 1 Waschkommode mit Lviegclaussav u. Marmorplatte, 1 Lopha lblau>. 1 Schreibtisch. 1 »cm mobe, 1 seffel. 1 Berukow mit Lviegelaussau, 1 Nähmaschine. 1 oollnond JBctt 1 oo. Tisch, ein Ausziehtisch, 1 Nähtisch. Illianino, 1 "tiavtie sattleiiuarcn, Hcrrcu und Tamrniticiel, Wirischau: tische, Stuhle und (’JarreiiniübcL 1 zrioschrank. 1 Buffett nut Bier- Ivitunn, 1 Jab äleuociR. 1 »tonne "ad, 1 Mann? Rechner.»avan, 1 stassenschranl und 5 Zentner guter Stahl u. a. m. IL 1 Blivablettcrvrüsnnas avvarat, 1 grobe Partie Gas- eylinder, verich. Hahne. HL um 3 Uhr 2 duapietbc. Die Versteigerung unter 11. undet bestimmt statt Äeitzler, Gerichtsvollzieher. Bersteigerttng. uiuuvoch, den 12. d Mtv^ vor- iniuags U Ubr wird tm alten Feld ca. , Morgen Frubkar tonelcrutc gegen Barzahlung versteigert. Busauimenkunst am Bahnübergang Lchiffenbergcrweg Versteigerung bestimmt! 14750 Johann, Gr. Psandmeister. Neue holländ...... Stück 5 Psg." S Jakob lilaterans, Ecke Klinik u. Frauksurter 2ir. Herren-Westen in hell- und dunkelfarbigen Wasch- 2-90 Mk. Bremen «iMeöyork Gebr. imheuser Der neue Catalog ist erschienen. Tel 442. Neue Kartolieln |i nt« äeriojdi S.T5aDuM,n5er 30 W- »artoffe.handlunn Drechsler, iD^T 14J30J »tollen, gestreilt und kariert in Weiten 46—54 Job. Valllant Remscheid. Paris sowie nach BALTIMORE Oalveston - Cuba - La Plata Brasilien - Ostaslen == Australien =—= Genua — New York MilUlmeer • Algier - Ägypten Mittelmeer-Levante-Dienst Rieh SleJIiss. Sriecheeland Comtertinapei. Schwsrxes Heer. K6nlf1. Ihjmlnlectie SchneUpoitdamplrr-1 Inf« ton CsniUetxa e*er CeRitemiReeel ur< Smyrna nach UuaalflM In Verbindung m. d. 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