Samstag LV. Oktober 1908 Nr. 239 Zweites Blatt 158. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. 50 Mk. an 50 Mk. an itoffe Marktstrasse , i Türkei in Betracht, und es wäre darum besonders zu bedauern, in Bukarest gegenüber | wenn unser Einfluß in diesen: Lande eine Einbuße erfahren würde. besetzt. folg, das vor nahezu 35 Jahren geschrieben wurde, ist davon nicht auszunehmen. Tie wenigen Späße, über die Karl Neurath Die „Gießener Zamiitenblätter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. rot statt. Tcm Vertreter der „Daily Mail' Mk, an Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schm Universitäts - Bttch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:^^112.Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. Aus Stadt und Land. Gießen, 10. Oktober 1908. " Tageskalender. Stadttheater. Sonntag nach- inittag 31/, Uhr: „Maria Stuart."; abends 7‘/a Uhr: „Im weißen Roßt" tind „Älls ich tviederkam." Kolosseum: Täglich Vorstellung. K a t s e r p a >t o r a m a : Sonntag PrograntUtwechsel: Potsdam und die kaiserlichen Schlösser. K i n e m a t o g r a p h e n - T h e a t e r: Progrymmwechsel. A l l g. K a n i n ch e n - A n s st e l l n n g ans der „Liebigshöhe" vom 10. dis 12. Oktober; Eröffnung Samstag nachmittag 3 Uhr. Freidenker-Vereinigung: Samstag abend 8l/< Uhr: Vortrag.im „Etnhorn"-Saal von Tr. Eahn aus Frankfurt; Das Freidenkerlmn, seine Ziele rmd seine Gegner. bOfährige Jubelfeier derGwerbebank: Samstag abend 8‘/, Uhr Festkommers in Stecns Saalbau. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Gieszener Stadttheater. Ein Erfolg, Lustspiel von Paul Lindau. Vor etwas über dreißig Jahren hat Paul Sin ball einige gute Aussätze geschrieben; dann fügte es das Unglück, daß er unter die Poeten ging und sich auch als Dichter einen Warnen machen wollte. Mit der Fixigkeit eines Reporters I fcÄtf er augenblickliche Tagesfragen aus und verarbeitete iie mit einer aus den ersten Blick täuschenden Geschicklichkeit Pi Lustspielen und Romanen, die nicht unfreundlich auf- ^enymmen wurden. Manche erwarteten sogar eine neue ' Blütezeit des Dramas von ihm. Seitdem hat er nicht auf» gehört, an seinem Ruhme zu schaffen und noch heute, als ^jähriger, greift er mit jugendlichem Feuer und edler Dreistigkeit in das volle Menschenleben, um seiner Feder icine Rast zu gönnen. Aber er greift gar häufig daneben, matt mit landläufigen Schablonen, und spielt allgemach eine lächerliche Rolle in der deutschen Literatur, der — Die Olbrich-Gedächtnis-Ausstellung in dem von ihm erbauten Künstlerhause, wo seine Werkstätte war, ist erfüllt von dem seltsamen Geiste eines Mannes, der wie wenige andere in den kurzen Jahren seines Schaffens eine Macht geworden ist. Sieghaft wie sein größtes Werk, die Künstlertolonie auf der Mathildenhöhe, stieg er auf und gewann Bedeutung für die Welt. In seliger Zuversicht schuf er seine WLuke, freudig, unentwegt, und er ging dem Traume nach von der Schönheit des Lebens, die wieder in die Welt gekommen ist uitix alles beseelt, alles veredelt und erhebt. Eine dionysische Freude war in ihm und trieb ihn, sich mitzuteilen allen, die von ihm wissen wollten, die von einer neuen Schönheit träumten wie er. Ragend, unvergänglich hat er seine Welt geschaffen, ein Symbol der Stadt, die den Künstlern ein Heim bol zu reger, freier Betätigung, „ein Dokument deutscher Kunst". Die große Menge hatte sie verlacht, die Künstler samt ihren Werken . . . , äußerte sich der rumänische Minister des Acußern dahin, | daß er einen fttieg zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien nicht für ausgeschlossen halte. Das Schicksal Serbiens sei durch das letzte Vorgehen Oesterreich-Ungarns besiegelt worden, und die Serben ständen nur iwch vor zwei Auswegen: Entweder sie sterben wie Helden auf dem Schlachtfelde oder wie Mäuse in der Falle. In Petersburg ist über Wien die Nachricht eingetroffen, daß Fürst Nikolaus von Montenegro angebltch beschlossen habe, Montenegro zum unabhängigen Königreich zu erklären. Der Fürst erließ eine vom Ministerium gegengezeichnete Proklamation an sein Volk, in der er gegen die Angliederung von Bosnien und der Herzegowina an Oesterreich-Ungarn Verwahrung einlcgt. Aus Anlaß der Veröffentlichung der Proklamation kam es zu Kuiü>- gebungen, doch wurde die Ordnung nicht gestört. Eine Demonstration vor der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft wurde verhindert. Kreta. Während die griechische Regierung offiziell erklärt, daß sie den Vorgängen auf Kreta fernstehe, weigert sie sich gleichzeitig, den Anschluß Kretas an Griechenland zu desavouieren. Gestern haben sogar die Kretische Regierung und die Miliz für den König von Griechenland den Treueid abgelegt. Die Stimmung in der Türkei. In Konstantinopel zirkulieren Gerüchte, daß der Sultan a b d a n k e n wolle oder bereits abgcdankt haben solle. Nach einer anderen Version soll das jungtürkische Köinitee auf geheime Jn- triguen des Sultans gekommen sein und deshalb die Entthronung des Sultans beschlossen haben. Die Boykott-Erklärung gegen österreichische Waren hat in Kvnstantinopel einen ernsteren Charakter angenommen. Einzelne Leute sowohl, als auch größere Gruppen verhindern den Eintritt in einzelne österreichische Geschäfte. _ Die Kaufleute riefen die Hilfe des Konsuls an. Dies sowie verschio-- dene sensationelle Gerüchte beunruhigen die Bevölkerung. Die Polizei geht jetzt scharf gegen die Veranstalter reaktionärer Kundgebungen vor. Der Patrouillendienst in einigen Stadtteilen wird durch Militär verstärkt. Deutschlands wirtschaftliche Interessen am Balkan sind keineswegs so gering, wie mancher vielleicht vermutet. Wie groß die im Besitze deutscher Kapitalisten befindlichen Anleihen der Balkanländer sind, läßt sich nach der Deutschen Bergwerks- Zeitung auch schätzensweise nicht angeben, weil fast jede Anleihe gleichzeitig auch in anderen Ländern, namentlich in Frankreich, untergebracht worden ist, und es nicht bekannt wurde, welcher Anteil hiervon auf Deutschland entfällt. Sicher ist aber, daß der Besitz an türkischen, serbischen, bulgarischen und bosnischen Anleihen auch in Deutschland recht bedeutend ist, wenn auch in den letzten Jahren ein großer Teil dieser Werte von deutschen Besitzern an das Heimatland abgestoßen wurde. Von nicht zu unterschützender Bedeutung sind die Beteiligungen der deutschen Banken im Orient in Form eines Aktienbesitzes an den dortigen Bahnen und Banken. Erinnerlich ist noch, welches Aufsehen im Jahre 1905 die Gründung einer deutsch-bulgarischen Bank in Sofia durch die Dislonto-Gesellschaft und die Firma S. Bleich- röder erregte. Ein Jahr zuvor wurde die Orientbank mit einem Kapital von 10 Millionen Mark gegründet, und in demselben Jahre beteiligte sich unsere Banttvelt bei der Konstantinopeler Firma Marmorosch Blanck u. Co. mit einem Komrnandit-Kapital Dion 5 Millionen Frk. Hierin liegt aber auch vielleicht ein Anhaltspunkt für Manche Vorgänge der letzten Zeit, und das Bestteben, den deutschen Einfluß im Orient zu beseitigen, ist unter diesem Gesichtspunkt eher zu verstehen. Was den deutschen Handel betrifft, so seien folgende Ziffern angeführt. Die Einftihr aus Bulgarien betrug im Jahre 1907 15,1 Mill. Mk., die Ausfuhr dorthin 14,4 Mill. Mk. Aus der europäisch e n T ü r k e i bezogen wir im Jahre 1907 Waren im Werte vpn 17,1 Mill. Mk. und exportierten dorthin für 53,2 Mill. Mk. Im Handel mit Serbien überragt die Einfuhr mit 25,4 Mill. Mk. die Ausfuhr um 11,7 Mill. Mk. Aus Rumänien erreichte die Ausfuhr zwar im Jahre 1907 die stattliche Summe von 68,6 Mill. Mk, jedoch die Ausfuhr den Betrag von 149,8 Mill. Mk. Als Exportland kommt also hauptsächlich die ij luftigen Person in alten Schaustücken nicht unähnlich. . (Er wird auch da nicht mehr ernst genommen, ■ Ido er es gern möchte. Er ist überlebt und hat genommen, wo er es gern möchte. Er ist überlebt und hat eigentlich nur noch geschichtliche Bedeutung, wie seine Werke tti Grunde nur noch für den literarischen Geschmack der Gründerjahre von einigem Werte sind. ES liegt wie Spinn- fceben und Staub über seinen Lustspielen und Ein Er- lei [ Hflflrschmuck in reicher^ . Salomon^, Staitll* = GlesS.?”w'W *'• Mir”‘ „tau, dco U'A, kleine Pre* S Stuarl' »d* r.9luioWlC, erspiel^ gtfilK ycvt^S. enbeß^6'1 Ut>r. Abends "• iseo lumeFMhM -HB 1110^’ ** Landtagswahlbewegung. Der heutigen Stadtauflage liegt die gedruckte Lifte der bei der bevorstehenden Landtagswahl in der S t a d 1 Gie ß e n Wahlberechtigten, sowie der als Wahlmänncr wählbaren Urwähler bei. Die amtliche Offenlegung der Wählerliste erfolgt hier wie in allen übrigen Wahlorten an den drei ersten Wochentagen der kommenden Woche. — Bei der Aufstellung der Wahlmänner sollten die Parteien vorsichtig sein, da es schon öfters vorgekommen ist, daß Wähler zu Mahlmännern gewählt wurden, die überhaupt nicht wählbar waren. Als Wahlmann ist nur tvählbar, wer ein Einkommen von 1100 Mk. versteuert. Nach einer Feststellung des Ministeriums ist dies ein Gesamtsteuerbetrag von jährlich 14.50 Mk., in welchem Betrag auch Vermögenssteuer eirt> gerechnet werden kann. Um ganL sicher zu gehen, überzeuge man sich, daß die aufzustellenoen Wahlmänner auch tu der Wahlmännerliste eingetragen sind. Es muß nämlich in jeder Gemeinde außer der Wählerliste, die die Namen aller Wahlberechtigten enthält, noch eine besondere Wahlmännerliste offen liegen, in der Wähler eingetragen sind, die als W hlmänner gewählt werden können. Nur der, der außer in die Wählerliste auch noch in die Wahlmännerliste eingetragen ist, kann als Wahlmann gewählt werden. — Die Vertrauensmänner-Versammlung der Zentrumspartei in der Stadt Mainz hat dem nationalliberal- 'ultramontanen Wahl ab kommen zu gestimmt, ebenso der dortige jungliberale Bereut. Dagegen hat die Hauptversammlung des freisinnigen Vereins mit knapper Mehrheit den Beschluß gefaßt, in Rücksicht auf die gesamte Sage der politischen Verhältnisse in Hessen, sowie insbesondere durch die Situation, die durch die letzte Wahlrechtsdebatte hervorgerufen worden ist, bei der bevorstehenden Landtagswahl die sozialdemokratischen Kandidaten David und Adelung zu unterstützen. Gleichzeitig erwartet der Verein, daß alle Parteifreunde getreu diesem Beschluß ein/ nriitig handeln werden. - ** Ordensverleihungen. S. K. H. der Groß". Herzog haben dem Ober-Postschaffner Adam Emig in Gießen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für; langjährige treue Dienste" am Bande des Verdienstordens, Philtvps des Großmütigen und dem Landbriefträger Wilh. Kind in Grebenau das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" verliehen. ** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde deist Lehrer Phil. Jacob zu Georgenhaufen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reinheim und dem Lehrer Friedr. Frank zu Dauernheim eine Lehrerstelle an der Gemeinde- schule zu Echzell. ** Erledigt ist die Stelle des Oberförsters in der, Oberförsterer Rothenberg und die des Oberförsters der Oberförfterei Lauterbach. anderen hinweg. Nur Olbrich blieb — der einzige von den sieben, die gekommen waren, um eine neue Zeit zu verkünden und eine neue Kunst. Er blieb, denn er wußte, er hatte aus feinem innersten gegeben und es mußte eine Zeit kommen, wo man reif war für das neue Wollen und das neue Vollbringen, das da geworden war unter Fürstenhuld . . . ohne Zwang, ohne Dogma. Er blieb und sah leuchtenden Auges wie alles rjngs um ihn wuchs und blühte und Früchte trug und wie fein Werk ein Tempel der Schönheit wurde und eine Wallfahrstätte für die freudigen und Sehnsüchtigen, die mehr vom Leben verlangten als gerade nur leben. Und er krönte fein Werk und baute ein weithin sichtbares Zeichen, sich und der Stadt ein Denkmal für Zeiten hinaus. Nun hat man ihm zum Gedächtnis seine Werke ausgestellt und sie zeugen von seinem rastlosen Fleiß, feinen umfassenden Interessen, die auch das kleinste Ding des Lebens in den Bannkreis der Kunst zogen und ihm ein eigenes Leben einhauchten. Heber 200 Werke — Skizzen, Entwürfe, Ausführungen — aus allen Tagen feines Lebens. Eine fast unübersehbare Menge — und alles belebt von seinem Geiste, der wie die Schönheit selbst war. Kostbares Geschmeide zum Schmuck an Tagen des Festes, herrliche Tinge zum täglichen Gebrauch. Leuchtende, farbenoolle Wandbehänge, dem Auge ein lachendes Eden, reiche behagliche Teppiche, den rauhen Schall des Fußes zu dämpfen. Studien aus Italien und Tunis, voll Leben, mit flüchtigen Strichen hingebaucht. Eine Fülle von Schönheit. Auch ein Oelbild ist oa; es hängt links von dem Gipsmodell zu dem Tietz'schen Warenhaus und ist der erste Versuch des Künstlers, den er erst kürzlich unter Anleitung eines Düsseldorfer Akademieprofessors gemacht hat. Es ist fein Kunstwerk, aber es zeigt des Mannes umfassende Anteilnahme aus allen Gebieten der Kunst. Skizzen und Modelle zeigen die Pracht seiner Bauten, des Prinzeßhäuschens, der Frauen Rosenhof in Köln, der so voll heimlichen Zaubers war, und die anderen steinernen Werke all, die seinen Namen berühmt gemacht haben und ihn emporhoben zum Lichte des Ruhmes. Das reiche Werk eines reichen Lebens, das seinen Einfluß üben wird durch die Jahrhunderte. K. Neurath. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Zu dem Wettbewerb für Entwürfe zum Neubau der Hoftheater in Stuttgart sind 23 Ent- mürfe eingelaufen. — Gegenüber der Meldung, daß die Ausstellung in München für 1908 mit einem De- si.zi t von drei. Millionen abschließe, stellt das Direktorium fest, daß die Ausstellung nicht mit einem Defizit abschließe und die Inanspruchnahme.der;..GaLantiesonds-Zeichner auS- üMlMw ia , Ä -* iran lacht, ohne daß sie uns so packen, sie lohnen nicht, und mit Ausnahme der Eva, derentwegen man das Stück wohl aufnahrn, ist icine eigentlich bemerkenswerte Rolle in dem sogenannten Lustspiel, die nicht irgendwie windschief wäre. So war denn auch die Aufführung ganz dem Stück ange- meffen, und es ist den Schattspielern nicht weiter xu ver- ixnten, daß sie nicht richtig bei der Sache waren. Schleppend wie die Handlung mar die Wiedergabe. Es klappte nicht so recht; der Schliss und die Rundung fehlte. Trotzdem waren recht gute Einzelleistungen zu vermerken. Besonderen An- teu erweckte Anni Röb er als Evchen, die mit geschickter Natürlichkeit spielte und dem kleinen Backfisch allerliebste jiigc verlieh, die für eine feine Beobachtungsgabe zeugen. Mit inniger Warme hatte sie die psychologischen Sprünge in dem erwachenden Weibe aufgespürt und eine tiefschürfende Seelendarstellung gegeben. Sie brachte das deutsche Mädchen, wie es in unserer Vorstellung lebt, allerliebst zur Altung und verstand es, anmutig über die Flachheiten der Rplltz Hinwegzug leiten. G.äl.l, bemühte sich redlich um den ihm so wenig gelegenen Marlow, den er mit zu viel vornehmer Zurückhaltung ausstattete. Er war zu sehr gereift, zu sehr auch ernsthafter Dichter, um die begeisterte Verhimmelung des kleinen Mädchens glaubhaft zu machen. Ansprechend und treffend war Willibald Völcker in der kleinen Rolle des Regisseurs sowie Karl Volck, ein sehr talentvoller Anfänger, als Ministerialrat. Etwas befangen schien Jo Hoven als Gertrud, die mit der gehaltlosen Rolle offenbar nichts rechtes anzufangen wußte. Erich Wein gärtner als ihr Gatte übertrieb etwas, jedenfalls, um wenigstens einigermaßen als lebendiger Mensch hervorzutreten. Verfehlt war der Baron Rolf Zieglers, der zwischen dem gewandten, jesuitischen Weltmann und dem Hochstapler keine Einheit zu finden verstand. Hier mußte bei aller niedrigen Berechnung und Gemeinheit unbedingt der flotte und verbindliche Gefellschaftsmensch betont werden. Die aus allen Schwänken bekannte Gestalt des beschränkten redseligen Banausenweibchens, die „verdrehte Schraube", die meistens auch noch jüngserliche Tante ist, ist bei Lindau Witwe und heißt Hermine, ohne dadurch eigenartiger oder interessanter zu werden. Ada Pauly verzichtete glücklicherweise auf grobe Effekte und machte durch ihr fein abgestimmtes Spiel einen guten Eindruck. Sie machte das Zerrbild erträglicher und gab ihm einen anheimelnden, vornehmen Ton, der aller Anerkennung wert ist. Die übrigen Rollen waren mit Claire Albrecht, Ed gar Pauly, Hermine Gilzinger angemessen Die Krifis im Grient. Die Lage ist äußerlich noch unverändert, doch wird sie jetzt : ein wenig pessimistischer beurteilt, als zuvor. Die Zuversicht, daß der Friede erhalten bleiben werde, ist bedenklich ins Wanken 1 geraten. So hört inan cs wenigstens aus London, wo der russische i Minister des Auswärtigen, Iswolsky, gestern eingetroffen ist. ; Der Berl. Lokalanz. meint, daß die Aufgabe nicht leicht fein i werde, die Iswolsky und Grey bei ihren gegenwärtigen i Besprechungen in London zu lösen hätten. .Denn anscheinend wolle England gerade das nicht bewilligen, woran den Russen am j meisten liege: die Freigabe der Dardanellendurchfahrt. So ex» Eine sich wohl auch, daß die Londoner Regierung im Gegensätze ’ den die Vermeidung von Schärfen erstrebenden Kabinetten die : politische Lage als sehr ernst behandelt und umfassende mili-- tärische Vorkehrungen treffe. So sind gestern vier englische Kriegsschiffe von Malta aus in See gegangen, um die Vorgänge am gol- । denen Horn aus nächster Nahe zu beobachten. DeutschlandunddieKrisis'. Angesichts der Erregung in Serbien hat, wie die Köln. Ztg. 1 hört, endlich auch die Reichsregierung Schritte getan, um in Belgrad zur Mäßigung und zu ruhiger Haltung zu mahnen., — Staatssekretär von Schoen hatte im Laufe dieser Tage mehrfache 'Besprechungen mit dem türkischen Botschafter, die sich auf die gegenwärtige Lage bezogen. Der Staatssekretär hat die bestimmtsten Versicherungen abgegeben, daß der Entschluß der österreichisch-ungarischen Regierung zur Einver- | Le ibung Bosniens und der Herzegowinaohne jede Anregung von deutscher Seite gefaßt worden ist, sowie daß die deutsche Regierung von diesem Eictschluß nicht früher Kenntnis erhalten habe als alU anderen Mächte. Hinsichtlich des bulgarischen Vorgehens hat Staatssekretär von Schoen betont, daß man in Berlin von den Schvi t te n dec dortigen R e «= gierun g in peinlichster Weise überrascht worden sei. Die deutsche Regierung habe in Sofia auch keinen Zweifel da- i rüber gelassen, daß man in eine Erörterung über die Anerkennung l der Unabhängigkeit Bulgariens keinesfalls eintreten könne, bevor nicht die bulgarische Regierung eine befriedigende Lösung der Frage der Orientbahnen gefunden habe. Diese Lösung könne »unächst nur auf dem Wege der Verhandlungen mit der Türkei erfolgen. — Eine ähnliche Mitteilung macht auch ein Budapester Blatt. Ms Ergänzung z u obigerMeldung ist die Nachricht >es Berl. Tagbl. aufzufassen, daß Kaiser Wilhelm in der I a t darüberverstimmt war, daß er erst einige Taye nach Einhändigung des kaiserlichen Schreibens an den Präsidenten . Falliöres in den Besitz des identischen Handschreibens gelangte. Nach den Erklärungen des österreichischen Botschafters ist diese Verstimmung indes sofort gewichen. Schade, daß diese Erklärungen unserer Regierung nicht eher gekommen sind. Die Haltung Serbiens und Montenegros. Nach dem Beispiele Englands hat nun auch Deutschland eine 'rüste Warnung an Serbien gerichtet, den Frieden nicht zu stören. Die Stimmimg der Serben ist nach wie vor kriegerisch, und . e.i scheint, daß die Regierung zum. Krüge gezwungen werden wird. Wie die Neue Freie Presse erfährt, hat die österreichisch-ungarische Regierung den Mächten die Mitteilung gemacht, daß sie von der serbischen Regierung Aufklärung über die militärischen Maßregeln I derselben verlangt habe. Indem Ocsterreich-Ungarn diese Mit- icihing den Signatarmächten des Berliner Vertrages zugehen läßt, I behält es sich vor, die zum Schutze seiner Grenzen, Bosnien und ■ die Herzegowina eingeschlossen, die nötigen Maßregeln gegen jede Bedrohung Serbiens zu treffen. In Belgien dauern mittlerweile 3» >ic Demonstrationen fort. Die Demonstranten fordern den so- lvrtigen Nückttitt der Regierung und drohten, die Minister sonst mit Gewalt zu entfernen. Cs macht sich außerdent auch eine feint» 4 l-ichc Stimmung gegen den König bemerkbar. Dieser wird auf- | ^fordert, entweder den Krieg zu erklären, oder aber zu Gunsten ) ch e n k o wurde bei den Manövern in der Nähe von Aschabad durch eine Kugel xmt Bein verwundet, ebenso sein Adjutant. Die Untersuchung ergab, daß mehrere Soldaten scharfe Patronen in der Tasche hatten. * Bom Berliner Lessinghaus, in dem der Dichter 1765—67 wohnte und sein Meisterlustspiel „Minna von Barn- Helm" sowie die Schrift über „Lapkoon" vollendete, schwebt seit Jahren in Gefahr, der Baufpelulalion zum Opfer zu fallen,und t itiebcrgeriffcit zu werden. Zum Schutze bet geweihten Dichterstätte!' hat sich schon 1905 ein Komitee zusammengetan, und seinen Be-' mühungen ist es gelungen, den Abbruch des Hauses zu verhindern. Um seinen dauerirden Bestand zu sichern, unb zugleich das in seiner Altertümlichkeit erhaltene Dichterhaus zu einem lebendigen Denkmal für ben „stärksten Mann unserer Literatur" sowie zu einer sonst nirgends vorhandenen Sehenswürdigkeit,zu machen, ist nunmehr die „Gesellschaft zur Erhaltung des Lessinghauses in Berlin als Dichtergedächtnisstätte und Museum" gegründet worden, deren Vorsitz Bürgermeister 2r. G. Reicke, Hofrat Ludwig Barnay und Universitätsprofessor Dr. Ludwig Geiger übernommen haben. Mehrere Räume des Hauses sind bereits entsprechend eingerichtet und sollen demnächst der Oeffentlichkeit übergeben werden. Um> aber das ganze Haus mieten und später kaufen zu können,, find nicht geringe Mittel nötig; darum wendet sich die Gesellschaft an alle Lessingfreunde mit der Bitte, durch Erwerbung der Mit-- gliedschaft und durch Stiftungen, sei es in barem Gcldc ober in Gaben für die Bibliothek und das Museum (das int Hinblick auf Lessings Wirken für das Theater nach dieser Richtung hin eine besonders reiche Ausgestaltung erfahren soll), das Unternehmen nach Kräften unterstützen zu wollen. Anmeldungen und alle sonstigen Zuschriften luerben erbeten an den Schriftführer Georg Richard Kruse, Berlin-Schöneberg, Fritz-Rcuter-Straße 7. * 6 7 5jährige Kirmes. Ein Fest ganz besonderer Art beging in diesen Tagen, wie die Köln. Ztg. berichtet wttd, die „Weißerstraße" in Koblenz, eine der engen, winkligen Straßen in dem alten Stadtteil, in der das Garnisonlazarett, früher eine Tominikanerkirche, steht. Diese ist im Jahre 1233 eingeweiht worden, und die damit verbundene Kirmes hat sich bis auf den heutigen Tag in ihrer Eigenart erhalten. Tie Losung bei der Feier heißt „Maria Viktoria" zur Erinnerung an die Besiegung der Türken in der Schlacht bei Lcpanto am 6. Oktober 1571. Der Sieg wurde der Fürbitte der heiligen Jungfrau vom Rosenkranz zugeschrieben. Im Jahre 1683 wurde Wien von der Belagerung durch die Türken befreit, und der Papst Clemens XI. ordnete an, daß in Zukunft die ganze Christenheit das Rosentranz-- feft Maria Viktoria feiern solle. Dieser ursprünglich kirchlich- religiöse Charakter l>er K'irchweihe hat sich natürlich im Lause der Jahrhunderte verweltlicht. Der Hauptvorgang bei der jetzigen Feier ist das Aufpflanzen eines mächtigen „Kirmcsbauines", den die Stadt aus ihren Waldungen zur Verfügung stellt. Unter Beteiligung der gesamten Nachbarschaft wird er von den Bewohnern der Weißergasse in festlichem Zuge, manchmal mit Hindernissen, an seinen Bestimmungsort geschafft, wo er eine Woche lang stehen bleibt. In diesem Jahre wuroe der dazu gehörige Fackelzug besonders glänzend gestaltet. Am Vorabend, Samstag, bewerte er sich in 16 einzelnen 'Dhintmem durch verschiedene Straßen bis zur Wohnung des Oberbürgermeisters, dem ein Stund' chen dargebracht wurde. Tie Weißerstraße war reich beleuchtet und eine vergnügte rheinische Kirmcssttmmung herrschte bis tief in die Nacht, trotzdem am Sonntagmorgen bald nach sechs Uhr schon wieder der Weckruf beoorstaud. Eine Eigentümlichkeit dieses 675 Jahre alten Festes ist noch, daß Hunderte von jungen Hahnen ihr Leben für die Kirmesgäste lassen müssen, die durch zahlreichen. Besuch ihr Interesse an der Feier bekunden. *DerBaudeSneuenMarkusturmesinBenedig hat in diesen Tagen einen wichtigen Abschnitt erreicht: der Ziegelbau. ist bis zur Glockenstube vollendet. Diese untere Hälfte des Turmes, die außer den 31 kleinen Bogenfenstern, die der Treppe Licht geben, keine andere architektonische Gliederung zeigt als parallele Längsrillen, die oben in eine horizontale Rundoogen- reihe unter dem unteren Rande der Glockenstube endigen, ist einschließlich der Stusenbasis 49V» Meter hoch. Zu diesem Bau, einschließlich der 36 Treppenrampen im Innern, ist eine Million Ziegelsteine von denselben Maßen wie die des eingestürzten Turmes, aber von dauerl-aftercr Qualität, verwandt ivvrden, deren jeder 7 Kg. wiegt. Die noch zu bauende obere Hälfte des Turmes wird mit istrischem üalkstein bekleidet unb erfordert sorgfältige Steinmetzenarbeit, da man die Architektur und Ornamentik des alten Turmes genau iihebergeben will. Im November wirb dieser Teil des Baues iß Angriff genommen, der aus der Glockensttlby Geriektssaal. RB. Darmstadt, 9. Okt. Unter der Anklage, den eigenen Mann zu töten versucht zu haben, hatte sich vor dem Schwurgericht die 1875 in Ober-Roden geborene Frau des Fabrikarbeiters Adam Helm, geb. Susanne Rebell, zu verantworten. Das in Bieber lebende Ehepaar ist seit 3 Jahren verheiratet und lebte sehr unglücklich zusammen. Als Helm sich am 17. Juli, abends 10 Uhr nach Hause begeben hatte und auf dein Sopha eingeschlafen war, fiel die Fran^ die eine halbe Flasche Schnaps getrunken hatte, und int Bette lag, über den Nichtsahnenden her und schlug mit einem H3, Meter langen schweren Wagennagel, beit sie sich heimlich für diese Tat verschafft hatte, 8—10 mal so heftig auf den Kopf des Schlafenden, daß er halb ohnmächtig zur Tür lief und um Hilfe rief. Nachdem die Ge- chworenen die Schuldfrage bejaht unb die Frage nach mildernden Umständen verneint hatten, wurde die Angeklagte, die schon früher wegen Kindestötung mit 3V- Jahren Gefängnis bestraft worden war, zu 5 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren E h r v e r - l u st verurteilt. Sie nahm die Strafe mit gleichgültiger Miene an. Essen, 9. Okt. Die Strafkammer sprach im Wiederaufnahmeverfahren den Schmhntachermeister Stöckey, nachdem er ein Jahr wegen Verleitung zum Meineide unschuldig im Zuchthaufe gesessen hatte, auf Grund des neuen Beweismaterials r e i.______________________________________ Aus der 8«hrt mit Wilbur Wright. Wilbur Wright, der am Freitag mit seinem 80 Kilometer-Flug mit einem Passagier seinen eigenen Rekord ge- chlagen hat, nahm am selben Tage zum et ft eit Male einen Journalisten mit sich in die Lüste, den Korrespondenten des Newyork 5zerald und bald darauf auch den Mitarbeiter des Figaro, Frantz-Reichel. Sie beide geben, jeder in seiner Meise, eine interessante Schilderung ihres ersten Fluges, der amerilanische Journaltft kühl, sachlich, mit scharfer Beobachtung aller Einzelheiten, der Franzose voll Begeisterung und Schwärmerei einen Hymnus auf die Kunst des Fliegens. „Gegen vier Uhr hatte Wilbur Wright alle Teile eines Apparates nachgeprüst," so berichtet der Amerikatter, „er tarn zu mir herüber und lächelnd fragte er: „.Haben Sie Ihr Testament gemacht?" Ich kletterte nun über die Trähte des Rahmenwerkes nach der Mitte des Llpparates, und auf dem kleinen Sitz neben dem Motor nahm ich Platz. Wright gab mir Anweisungen. Ich müsse die Füße still auf dem kleinen Brett zwischen den beiden Drähten halten; ich müsse acht haben, das Trahtscil nicht zu berühren, das an meiner Brust vorüber nach der Seite lief und durch das der Lust- schisser den Motor stoppt. Dann zeigte er mir eine kleine Klinke, über den Magneten, die ich niederdrücken sollte, sobald er mir ein Zeichen gäbe. Alles war nun bereit Wright gibt ein Signal und die beiden Maschinisten lassen den Motor laufen. Unmittelbar neben der Maschine ist der Lärm betäubend. Das scharfe Knattern des Dampfausströmens erinnert an das erste Anfahren eines Rennautomobils. Wright klettert zu mir herein. Er gibt mir das Zeichen. Ich presse den Griff nieder und sofort reagiert der Motor: der Lärm wird wilder und die Umdrehungen der Propeller scheinen sich zu verdoppeln. „Jetzt," ruft Wright, und er läßt die Gewichte fallen. Mit einem Ruck stürzt der Apparat vorwärts. Niemals erlebte ich ähnliches, ausgenommen während eines Falles in einem Wasserfalle. Das dauert nur eine Sekunde, nur bis der Apparat von den Schienen loskommt, dann schwindet jede Erregung. Wir steigen höher und höher, bis wir ba§_ östliche Ende des Feldes unter uns haben; dann, in einer Höhe von 50 Fuß, wenden wir und gleiten loieder geradenwegs zurück. Erst nach dieser Biegung war ich mit dem ungewohnten Gefühl soweit vertraut geworden, daß ich ansing, die Dinge rings um mich her zu beobachten. Wie wir nun dahinglitten, kam jene Empfindung, die ich erhofft hatte: jenes Gefühl der absoluten Sicherheit. Sanft glitten wir durch die Lüfte. Es gab keine Stöße, keine Erschütterung, kein Zittern, nur das Surren des Motores erinnerte daran, daß dieser Flug mechanisch bewirkt wurde. Das Merkwürdige war, daß die Empfindung der Schnelligkeit um so geringer ward, je rascher die Maschine vorwärts lief. Mr sausten mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometer durch die Luft, aber alle Gegenstände waren so weit entfernt, daß cs schien, als glitten sie nur langsam vorüber. Bisweilen erkannte man unten Gestalten, die mit Taschentüchern winkten. Nach der Biegung am westlichen Ende stieg unser Apparat zu sechzig Fuß Höhe- wenigstens schien cs so. Ich beobachtete Wright. Er saß ruhig und gelassen, weder Sorge noch Erregung sprach aus seiner Miene sJtur bei den Wendungen benutzte er die Hebel, die die Flügel verbinden. Seine linke Hand aber arbeitete unausgesetzt mit einem Kopfstück. Es war, wie wenn ein Mann Billard spielt. Er handhabte die Hebel leicht, fast spielend. Auf jede Bewegung reagierte die Maschine sofort. 1(1) 1 2(1) Mori, Gerichtsvollz.-Asp. 6646 696 755 1 48389 83« 60 VS 057 1 49025 72 122 493 620 (Nachdruck verboten.) (Ohne Gewähr.) 32-4 (Nachdruck verboten.) (Ohne Gewähr.) 4043 276 SS 502 800 5088 135 818 52 640 70 779 439 370 105 46 327 47 451 598 711 78 32134 278 90 303 474 517 770 2 1 9237 70 4 876 442 60 [400] 222036 60 217 62 927 726 24 1 086 145 201 77 259 11O001 88 181 416 807 66 111087 314 409 63 91 665 862 275025 8L7 827 » 863 118007 15 67 150 202 32 312 457 71 620 25 119097 205 8 431 627 45 66 91 749 823 49 905 62 615 15034 111 17 78 501 [500] 707 39 99 361 454 73 636 832 57 1 7009 196 285 377 550 166 629 317 193 994 512 48 602 940 564 719 574 57 818 654 659 648 702 973 986 412 602 202 904 864 310 571 584 866 431 978 408 621 KD 2(1) 102145 205 319 607 780 28 [400] 109070 947 777 633 976 623 996 173 964 853 749 311 799 468 138 615 963 887 623 747 818 j 897 933 783 196 727 277 827 66 80 Lungenentzündung Herzfehler 874 92 8066 264 67 80 412 639 [400] 75 9066 335 422 882 910 97 807 491 500 602 964 11116 349 88 414 929 13370 72 522 47 56 612 [400] 60 610 733 77 861 62 2 7 4311 71 484 508 26 32 604 954 2 7 5227 5 1 425 660 755 2 7 6091 126 273 486 800 [400] 277112 70 410 60 [10000] 527 854 [ 5000] 6f 278034 177 [400] 506 993 [500] 279131 220 47 690 734 28 0087 151 660 869 28 1 874 432 790 939 2 8 2033 214 450 500 757 2 8 3005 41 283 909 2 8 4086 209 885 [400] 46 700 974 75 [400] 285007 [400] 24 166 612 97 17« 519 42 96 626 732 54 104Q 84 565 824 45 2220 99 350 78 44 6 503 867 3 002 188 (100 ] 770 918 ’.S 436 672 757 63 1076 106 72 253 333 50 672 867 68 6 9 2 048 174 SOI 28 415 789 985 3117 276 321 602 SO 43 967 35043 902 36 542 51 113 81 42005 43103 811 81 96 774 654 94 1 8119 293 859 953 1 9128 81 953 20105 264 92 93 428 753 980 2 1 371 85 831 22133 50 212 450 679 714 [400] 886 2 3 010 117 226 338 457 96 600 62 622 983 24316 95 431 718 947 25031 457 723 979 96 26052 100 41 245 77 339 592 658 77 719 74 337 27365 664 7 7 728 2 8309 53 91 519 676 750 6 4 2 9035 62 243 KD 2 .1) 1. Ziehung 4.KI.,219. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom o' Oktober 1908. nachmittags. Nur die Gewinne Uber 192 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammem beigefUgt. 97 9 8191 402 2 2 532 99 623 38 9 9 260 381 421 802 58 ___ 1OO034 281 443 64 7 5 625 [400] 42 101536 [400] 383 [400J 03 545 56 [400] 943 1O3012 87 439 658 1 04198 683 716 55 1 05 461 534 10 6 278 440 67 524 82 96 668 727 979 1 0 7 018 92 150 87 218 433 89 1O8310 45 61 509 905 109 864 618 42 714 897 933 463 506 863 [400] 906 63 1 55102 61 54 64 825 521 [500] 74 [400] 8351400] 66 96 [400] 958 89 156024 [400] 383 468 [400] 94 500 660 92 705 39 808 157082 418 514 1 5 8043 [500] 307 58 459 635 51 Die in Kanada gewünscht wird, sind sinanziell kräftige Farmer, die eine Besitzung lausen können, und weibliche Dienstboten. Die Auswanderung nach Kanada ist auch dadurch erschwert, daß jeder Einwanderer von 18 Jahren auflvürts mindestens 100 ML be- ißen muß. Die Industrie in Kanada ist int laufenden Jahre fist durchweg schlecht beschäftigt. Es gibt nur wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel die Stahlwerke in Sydney und 'teu-Schottland, die etwas mehr Arbeitsgelegenheit bieten. In Australien ist die Arbeit für gewerbliche Arbeiter ebenfalls -knapp; ui den Bergwerken von Queensland und Weftaustralien besteht nur eine unbedeutende Nachfrage nach Bergleuten, Für Metall- lische schmuggle: Prssna verfolgt. Tie schwimmend auf beut* nk. — Ter General' tun, General Mischt* W-, von Afchabad imrdi t)o sein Adjutant. D: . scharfe Patronen 150174 456 617 726 71 151132 243 817 89 661 811 88 902 98 1 52143 433 978 83 1 53186 208 [400] 596 667 767 981 154006 [400] 203 374 420 504 628 93 155213 [500] 405 518 60 92 704 21 973 156074 141 71 512 [ 5000] 25 736 63 33041 127 67 92 361 474 562 674 78 801 34233 340 410 11 97 507 [1000] 39 640 796 969 213 16 75 324 26 47 73 534 754 62 83 846 79 [400] 65 3 6 222 82 430 712 822 [500] 37104 216 310 73 616 93 707 837 917 7 0 3 8 225 762 809 928 3 9099 417 49 [400] 729 [400] 841 49 972 40113 384 761 [400] 41431 878 86 (400] 942 60 94 [1000] 194 229 34 82 379 495 757 63 69 993 296 307 69 538 637 44038 336 836 55 968 45296 499 763 949 46079 225 335 473 81 587 679 [400] 107 359 89 496 719 973 170158 247 415 627 76 1 7 1 098 106 406 83 551 172167 380 [400] 437 501 654 752 82 826 937 173039 64 452 683 944 57 1 74122 885 94 659 1 75291 433 bOC. 843 1 76599 725 1 77081 166 384 [400] 178004 345 81 434 670 90 730 46 C6 80 85 850 93 99 1 79078 147 4113 6 6 24 6 634 5 02 1 212 33 4 5 6 2 668 74 2 5 8 87 2 979 6015 [400] 75 149 246 523 53 97 703 23 830 7149 428 31 606 51 8024 166 320 84 612 16 [ 400] 720 809 30 47 974 9353 81 471 527 71 801 10050 865 477 [400] 568 11357 573 [400] 747 12248 839 4 1 624 730 824 1 3 095 1 07 H 447 604 784 14665 783 15174 [400] 576 903 94 16196 232 345 59 451 522 700 17038 309 15 575 807 57 18040 139 97 833 [400] 19184 306 67 980 20333 62 523 622 46 938 [400] 21116 394 22067 444 56 527 804 80 2 3158 313 64 707 24110 327 835 940 *2 25533 45 64 677 26379 595 672 [400] 764 2 7221 402 668 28017 429 521 38 852 29116 201 3 571 603 [400] 79 769 , , 30009 343 73 621 856 84 3 1 047 [400] 75 121 822 990 3 2065 530 633 777 847 3 3 007 43 88 452 657 [400] 87 732 46 805 3 4373 442 515 19 85 631 901 [400] 20 27 35439 611 842 956 95 36012 [400] 24 138 3 7387 579 673 717 62 [400] 85 [400] 94 930 38196 293 419 50 [500] 514 [400] 48 53 73 672 39022 147 87 92 511 736 800 969 76 40u4l 47 191 209 75 601 39 55 4 1 068 527 30 710 38 80 848 983 4 2327 409 720 97 [400] 924 71 78 43137 72 [500] 800 [500 ] 4 4049 88 163 203 568 7 6 639 851 [400] 45071 137 563 683 767 958 4 6042 410 6 2 569 83 625 957 47016 2»3 342 85 95 417 82 880 937 42 48081 248 62 466 682 763 4 9 026 104 78 235 55 80 409 85 538 617 30 52 561 950 55 80 50114 237 394 457 564 79 676 955 51016 433 505 620 886 5 2 012 190 228 497 549 57 67 5 3156 289 459 606 *2 806 939 54058 176 231 358 414 632 773 821 46 55290 322 6 9 4 07 1 0 770 810 3 2 3 3 7 7 5 6 03 7 4 38 516 605 7 35 802 935 5 7 324 96 497 536 656 62 981 58123 552 83 667 353 912 31 86 59172 89 [400] 287 60373 [400] 650 [500] 61152 373 653 85 4 909 57 62314 60 70 449 570 [400] 97 922 63157 209 25 82 339 [400] 460 509 659 759 875 6 4194 533 707 883 6 5 047 253 494 52“ 6 6 239 83 96 523 83 84 [ 500] 762 69 857 67025 Gießen, 9. Oktober 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen M e e u m. Gießener Wetterdienst. BoranSsichtliche Witterung für Hessen am Sonntag den 11. Oktober: Heiter, morgens Nebel. Trocken. ElwaS warmer. Schwache östliche Winde. 629 31 863 912 30093 95 130 89 302 10 531 62 643 851 981 3 1 082 sieter „an der Tages, oekretär des liberalen inngcn flüchtig gewor- en von der dortigen Mngen verhaftet von dec Zimmerung von 30000 M! f t Nie in Franl- MUmgen von etwa -r Bankier Adolf chos Nedrichstratze in 6 Mtinnttverden einer ben ein Ende gemacht, ta tislik verzeichne, m td 4? Todesfälle. Tie arbeitet gilt das gleiche. * Chinesische Frauenrechtlerinnen auf der Weltreise. Wie ein Telegramm aus Hankow meldet, haben zwei Chinesinnen, die Führerinnen der chinesischen Fraueneman- -stxrtionsbewegung, die Stadt verlassen, um auf einer Weltreise Die Lebensbedingungen der Frauen der weißen Rasse zu studieren und sodann nach ihrer Heimkehr in systematischer Weise in ihrem Vaterlande Propaganda für die Besserung des Loses der chinesischen Frauen zu machen. Die unternehmenden Damen entstammen -wei ausgezeichneten Mandarinenfamilien und haben Empfehlungen an alle Frauenklubs der Welt mitbekommen. Kleine Tageschrontk. Der Parseval-Ballon ist wieder völlig in Stand gesetzt morden. Am 14. oder 16. Oktober sollen die ersten Aufstiege unternommen werden. GtliiüdtvttMchtMg her Stadt Gießen. Montag, den 19. Oktober 1908, vormittags 9 Uhr beginnend, findet an Ort und Stelle die . Wieder Verpachtung der lcihfälligen Trtebvrcrtel rmd zwar in Gewann 21, 22 und 29 statt. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße am Larchenwaldchen. An demselben Tafle, nachmittags 2 Uhr beginnend, werden rm Ort und Stelle verpachtet: 1. verschiedene Grundstücke am Schiffenbergcr Weg, Riegel pfad, Aulweg und Leibgesterner Weg; 2. verschiedene Grundstücke bei dervormaligenAkttenbranere»; 3. verschiedene Grundstücke zwischen Klinik- und Hillebrand- straße; 4. eine Anzahl kleinere Grundstücke an der Kläranlage bei der MargaretenbütLe: 5. zwei Garten und verschiedene Grundstücke aus dem Hamm, aus der Mittel bei dem Elektrizitätswerk und hinter der Pulvermühle; 6. ein Grundstück am Wismarerweg. Die Zusammenkunft ist nachmittags am Schiffenberger Weg om Eingang in die Keplerstrabe. B10/i0 54 780 934 2 8 6084 114 93 356 429 41 73 694 86» 85 287352 80 92» J -r' ■ ”* - 190194 [400] 373 547 90 722 1 9 1 319 73 19 2058 186 362 681 704 89 [500] 193141 332 408 625 948 58 1 94177 546 755 863 1 95144 58 207 382 402 526 764 843 7 2 75 1 9 6091 313 415 29 555 80 784 197130 223 73 398 552 [1000] 614 887 95 19 8014 111 19 207 71 337 576 676 826 941 19 9235 274 427 36 72 706 78 86 994 170027 [400] 258 342 668 [400] 725 42 927 6o 171236 [400] 359 62 704 855 905 1 7 2 277 447 636 64 861 85 [1000] 89 97 963 64 173015 31 51 t^OO] 00 379 489 566 799 053 1 7 4 334 448 709 845 [3000] 175455 76 760 1 76126 45 [500] 469 520 607 724 803 7 177021 190 311 [400] 18 476 548 893 904 1 7 8325 36 40 407 IS 83 710 [500] 855 1 79 320 682 715 180003 204 381 438 89 883 937 1 81130 47 342 527 694 779 849 974 1 8 2 220 38 437 797 1 8 3034 265 72 311 556 638 70 753 813 184035 72 671 747 185098 325 29 66 537 866 945 86 186001 [400] 225 476 762 [4001 854 926 187112 55 510 645 705 849 188199 223 42 330 70 414 28 503 838 952 82 1 89 003 55 194 241 [400] 706 46 1. Ziehung 4. Kl. 219. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 9. Oktober 1908. vormittags. Nur die Gewinne über 192 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammem beigefügt. Freiwillige Versteigerung. Mittwoch, den 14. d. Mts. vorm. von 10'/« Ubr an versteigere ich im Auftrage des Herrn Generalagenten Fröhlich dahier 5 Betten, 4 Waschkommoden, I» Nachtschränke, 3 Kleider,chränke, mehrere Tuche, darunter 1 Schreibtisch, Sophas, Spiegel, Bilder, Gardinen, Teppiche, Steppdecken, Vorlagen, 1 vollst. Küchcneinrichtnng und vieles Andere. Die Sachen sind sehr gut erhalten und können von Montag nachmittag an tm Berst.-Lokal, Wallthorstraße 6, besichtigt werden. Gießen, am 10. Oktober 1908. 6045 Mori, Gerichtsvollz.-Aspirant. 75 470 640 859 _ 18O 009 82 205 471 714 855 999 1 8 1 358 530 705 950 58 1 82004 156 311 60 582 626 760 1 83099 [500] 329 532 [4001 660 63 803 87 954 1 84021 43 160 83 807 1 85194 801 [400] 480 510 67 806 32 924 43 93 [400] 186023 [400] 49 178 274 816 563 96 815 45 1873.46 [400] 77 490 04 898 982 188276 337 88 436 37 84 720 26 40 803 906 189026 23 109 253 412 598 668 ”0 190051 415 538 684 815 1 91106 272 518 731 93 1 9 2038 98 169 220 [500] 49 50 [3000] 654 02 894 1 93043 470 563 709 [500 ] 56 813 194010 87 207 40 47 510 52 617 712 195189 210 89 81 818 19 6283 579 624 53 79 835 999 1 97127 48 65 301 35 442 [400] 49 66 806 900 1 98216 33 698 758 60 930 62 64 199123 423 [400] 647 744 809 200234 314 [5001 18 38 558 602 84 '.51 W2. 503 1 [3000] 201088 272 342 97 404 [400] 669 88 851 202-.* [30001 35 754 959 2 03147 56 341 568 675 828 63 921 20 4018 230 402 612 920 79 2 05139 41 97 401 526 46 77 772 2 0 6381 471 90 636 745 91 813 78 2 07126 326 40 543 703 95 974 89 208026 424 81 784 974 209258 946 159069 297 385 608 720 831 160104 89 288 484 766 810 69 950 1 6 1 066 209 506 94 622 786 827 (400) 162145 627 53 [500] 86 903 34 1 63037 137 329 402 21 539 819 20 924 1 64141 95 233 93 513 48 91 165255 468 536 748 893 [400] 983 166033 87 311 23 538 729 845 75 81 [400] 167196 215 686 91 [400] 929 [400] 168174 229 755 805 1 69009 120363 474 88 871 947 [1000] 121213 516 122030 __ 719 1 23176 200 841 43 620 858 1 24014 487 624 757 125017 46 383 [ 400] 548 [400] 51 730 [500] 83 71 823 126308 428 515 48 83 97 774 855 1 27004 273 801 38 417 503 826 81 [400] 953 77 86 1 2 8077 526 638 805 El 390 559 723 996 6 8 012 345 733 824 6 9 009 117 75 792 70012 803 62 442 79 776 79 86 921 71110 16’ [400] »5 45? 9t 501 633 895 7 2 016 7 3 518 622 870 7 3006 54 103 41 261 357 499 684 63 74010 [400| 98 275 334 418 639 929 75221 331 519 [400] 85 90 7 6318 31 459 62 648 "1 [4001 7 7067 190 703 11 47 61 78059 [400] 236 318 612 19 45 65 819 997 79119 -220 61 430 543 737 8O360 467 587 682 81171 338 508 776 [400] 80 82099 *60 397 495 772 867 83097 166 335 44 424 525 817 [400] 84297 [400] 335 99 507 791 969 85303 37 701 810 86161 ■23 477 [15 000] 597 [40b] 849 8 7363 479 509 [400] 26 62 [400] 637 88395 491 578 893 967 70 [500] 89348 67 534 671 112266 [100] 337 498 113079 250 498 503 52 114027 428 [1000] 547 691 115112 244 69 478 644 737 937 116008 292 589 778 835 957 117270 364 81 129024 [400] 118 52 817 681 868 13 0060 75 150 64 482 520 00 752 811 50 [1000] 9?.« 131119 59 360 531 63 87 601 090 1 3 2244 305 81 56 540 1 33069 303 654 812 1 34556 988 1 35106 637 974 136003 U 85 623 784 825 930 43 64 1 37 288 340 76 [400] 795 815 991 13 8050 340 410 519 29 72 700 [400] 18 27 844 97 1 39167 853 615 756 832 945 140134 210 [400] 91 345 633 50 54 67 798 863 141048 224 56 415 770 142017 [400] 807 454 607 704 26 032 1 43108 51 269 427 99 625 706 85 829 92 1 4 4390 403 630 [4001 843 58 054 1 45033 178 487 625 1400] 745 146526 966 03 >4 .147105 [400^81 222 87 804 60 44?, Summa: 10 (6) 7 (5) 1 2 (1) Anw.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 636 57 752 85 886 976 2 1 0023 103 557 776 878 211023 24 145 [400] -«•0 55 402 13 14 32 526 705 [400] 860 68 91 950 2 1 205, 235 342 512 42 785 828 900 39 [500] 2 1 3048 53 83 95 387 671 97 728 52 214031 817 27 29 472 81 530 6699 7 444 838 910 31 1O1.-0 12229 355 14070 518 864 1 6191 47 89045 64 214 89 490 98 536 663 804 „ 9 0047 114 300 24 49 644 67 749 813 [1000] 908 9 1 257 65 451 628 787 816 92433 755 86 878 93380 934 88 9 4 221 49 364 434 600 4 9 94 721 30 016 50 9 5 054 225 335 49 621 80 9 6024 270 705 983 9 7008 42 67 378 473 881 934 ... 580 601 879 952 230213 350 78 87 430 42 45 52 231121 217 07 337 574 963 232034 36 43 312 75 668 75 818 43 903 14 233037 65 73 196 442 54 812 [500] 2 3 4090 228 42 404 698 845 2 3 5028 276 384 797 829 919 31 2 3 6154 213 43 75 96 380 439 71 [400] 237310 [500] 55 404 672 707 98 2 3 8126 304 54 440 66 617 777 84 2 3 9009 146 221 20 45 336 643 770 915 94 240118 414 62 02 545 241019 241 93 394 242099 261 355 475 510 763 951 24 3056 109 22 252 399 403 12 544 78 885 2 4 4032 65 121 66 00 272 400 607 9 05 707 24 5073 122 206 533 70 84 675 755 847 909 26 2 4 6026 424 580 789 905 2 4 7216 328 [1000] 670 248087 106 [400] 224 31 74 346 544 96 811 970 93 2 4 9068 [1000] 250 346 473 620 706 8 41 87 849 [500] 946 25O060 183 211 12 487 568 707 52 67 [500] 251383 464 65 580 88 680 828 2 5 2146 865 516 73 611 17 45 722 [400] 26 63 990 2 5 3038 202 514 734 811 960 2 5 4210 17 93 326 420 547 [3000] 716 2 5 5215 720 22 48 888 925 83 2 5 6153 800 410 555 704 50 2 5 7242 874 456 538 89 [400] 258350 520 [400] 646 [400] 742 034 2 5 9048 251 771 80 813 947 2 6 0322 24 76 451 558 685 880 2 6 1 069 103 27 488 96 651 718 90 2 6 2021 172 336 418 583 725 83 803 [1000] 48 2 63177 267 468 592 635 779 87 913 2 64100 374 672 885 86 2 6 5018 229 849 681 2 6 6065 278 378 448 686 46 744 816 2 6 7587 835 57 2 6 8209 765 979 269241 404 509 736 83 978 270197 336 57 62 474 811 39 62 [400] 936 27 1 069 81 359 514 903 272263 760 84 873 013 273171 [400] Versteigerung. Montag den 12. d. Mts., nachmittags 2‘/2 Ubr sollen dahier Walliorttr. 6 (Darmst. Hauö> 1. 2 vollst. Betten, 1 Klerderschrank, 1 Sofa, 1 Waschtisch mit Spiegel, 2 Nachtschränkchen, 2 Handtnchhalter, ein Kolter und 2 Vorlagen. 2. eine größere Partie Schuhwaren, 1 Brack, G Sportwagen, 12 Handkoffer, mehrere Pferde und Wagen, Haus- und Küchengeräte aller Art, mehrere Warenschränke, 1 vollst. Ladeneinrichtung. 1 Nähmaschine und versch. Andere zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden. Versteigerung ad 1 findet bestimmt statt. 703 833 2OO062 284 616 32 [500] 796 909 99 201074 434 765 857 908 39 2 02181 270 314 85 98 [oOO] 771 930 2 0 3064 280 458 522 601 13 51 63 .8 2O4063 191 318 47 569 613 896 2052.36 333 428 35 43 9» 652 818 2 0 6 015 36 132 5 4 429 646 93 98 707 15 983 20 7 312 496 836 901 61 20 8017 21 276 258 [1000] 633 55 817 [400] 908 [400] 73 2 0 9069 90 130 296 339 08 768 00 884 , _ 150509 60 66 78 [400] 682 944 68 [3000] 79 151477 , 782 995 1 52129 285 822 Oll 75 1 53088 125 84 [400] 51 557 628 41 741 65 84 897 983 1 5 4066 184 248 887 4 7168 71 229 72 428 55 626 909 4 8072 106 436 506 49107 21 332 33 589 [400 ] 658 744 841 907 30 33 [400] 50136 717 59 908 5 1 058 320 440 47 513 92 947 67 52084 196 303 83 486 525 622 60 703 861 65 943 94 53059 90 111 396 506 9 605 11 15 50 774 803 89 933 5 4032 [400] 90 259 518 982 55263 687 95 797 56017 35 111 31 245 56 98 358 91 769 86 5 7 050 57 225 66 71 307 48 1 514 620 827 3 4 5 8315 511 733 84 59105 227 519 45 672 [400] 744 [500] 60069 93 148 [500] 296 304 433 702 16 56 83 864 61139 [400] 523 4 5 659 717 830 6 2 056 191 [400] 217 378 557 827 63117 801 16 575 848 6 4031 149 [400] 419 37 46 571 603 [400] 724 34 887 967 6 5165 445 7 7 86 601 74 9 4 885 936 6 6 021 302 649 71 700 864 005 81 67145 288 439 847 903 8 62 6 8 062 78 275 80 91 542 612 834 6 9 059 304 444 516 758 864 900 77 85 70177 293 579 602 3 7 2 7 1 063 [4001 184 232 582 677 7 2054 163 67 205 390 526 955 [400] 73119 455 839 62 84 941 56 7 4286 893 75176 259 382 407 67 630 7 6038 144 970 7 7248 [400] 599 720 874 78033 158 281 362 501 88 95 802 23 929 79028 534 72 670 [400] 976 80 80101 19 45 6 7 266 421 862 917 8 1 055 137 51 352 535 655 719 976 [400] 77 8 2248 500 73 [1000] 602 704 81 942 [500] 8 3 017 111 24 81 382 506 62 690 784 818 900 21 28 8 4025 73 485 815 73 910 8 5019 21 82 443 [3000] 67 568 629 775 898 [400] 914 86012 56 139 231 553 78 87 665 91 751 87047 267 321 551 8 8018 [500] 20 212 919 93 164215 39 63 72 304 493 520 55 619 [400] 050 16 5059 87 288 308 11 45 [400] 92 868 [400] 814 53 03 [1000] 166004 [500] 81 [400] 125 59 89 W9 328 502 30 870 1 67165 81 384 490 652 731 811 168041 [500] 92 256 515 72 [400] 601 11 84 714 77 935 169054 82 181 523 840 51 953 245081 [20 0001 97 2 40153 254 78 627 92 962 531 602 43 95 709 69 242172 325 243863 [100] 24 4058 122 98 427 575 — Xi»-.. 228 479 716 [400] 861 246091 L 98I 840 488 744 247053 112 32 307 428 828 991 248105 98 431 620 249128 <0 mit Ausfichtsfenstern, dem kupferbedeckten Daty und, der von < incm vergoldeten Engel gekrönten Spitze besteht.^ Diese Engels-- rigur wird, wie gelegentlich schon an ^anderer Stelle mitgeteilt :Hürde, Papst Pius X., der einmalige Patriarch von Venedig, 59 72 221151 53 279 418 "19 2 1 6078 87 212 406 534 758 211056 76 135 47 209 359 669 952 212272 [400] 368 562 213017 146> 344 432 567 623 26 722 95 888 96 911 2 1 4160 2 1 5125 564 216429 52 72 512 75 698 728 [400] 39 43 2 1 7289 4. 340 423 [400] 536 658 794 974 2 1 8290 377 777 851 964 28 0027 731 802 66 2 8 1 067 84 147 539 2 82137 7in fifiR 3-1 8!3 21 [4001 283'42 340 410 508 50 S Si-H «5 «4 833 285163 97 217 91 348 556 888 286042 403 571 797 M3 287005 toi .793 46 [400] 722 013 157126 200 405 60 617 81 701 894 1 58188 288 513 680 726 846 1 59162 73 84 478 806 25 V ___ 160368 510 27 729 1 6 1 000.922 [1000] 162152 301 723 [500] 985 163174 212 24 65 68 594 620 38 708 164215 39 63 72 304 493 620 55 619 [400] 050 qiq ß4 Qf) goo 2501H "569"[S000] 602 43 79o 903 ’J 2 5 2044 140 259 89 541 [400] 781 823 253013 54 2.8 604 47 77 999 2 5 4008 145 340 [400] 4-7 65 642 53 6- 800 953 2 55103 314 490 836 97 2 5 6042 191 490 6-8 708 50 885 2 5 7480 85 522 [400] 87 937 72 2 5 8043 392 413 23 M3 82 85 639 95 820 68 2 5 9542 711 877 95 260211 65 [400] 372 710 889 2 6 1 316 703 84 8* « 265.« S V.VÄ » 92 [400] 477 [1000] 763 871 913 2 69173 503 604 779 b«8 Ä'St liegen ünz «Wen (S,e» b» ■ trt’A?« tost Wen Wbi[. P -L vei, ten fWVt & vghren E. kde? tmpiinbuÄl ÄS? ZK ZI- t der Arve? e noch weicher ! Amchk. Eine ge^ 'te toie ein 7 "Nb dann suhlte "en*. " bte L"^e Begeifte. Ul b feinen Bericht M es will, heut/ über den Kanal, von nach Nelvhaven." 529 64 t 816 r,A . 90582 702 91022 100 81 232 350 422 50 724 [500] 836 922 92116 574 617 730 93103 60 79 97 451 949 .94010 115 85 243 520 83 627 787 95038 314 [500] 26 S44 925 9 6 266 87 90 53t [400] 65 9 7092 144 204 22 358 132 508 774 861 925 9 8209 346 48 453 751 913 23 9 9 231 114 599 660 867 100153 807 72 551 75 796 1 0 1 86g 464 651 847 102053 605 56 805 11000] 974 103099 204 322 92 425 863 1 04167 87 525 48 72 93 864 1 0 5 062 355 87 511 33 657 68 79 796 802 [400] 106085 98 168 337 95 489 631 48 820 999 1 07 075 06 99 268 [400] 460 730 92 922 108094 163 214 88 681 109216 43 350 80 463 72 754 830 110018 53 108 46 249 420 34 560 78 [400] 633 791 838 968 111009 105 [400] 420 74 817 72 112171 307 484 656 748 806 113151 65 843 472 80 508 642 748 71 912 61 91 114081 129 279 561 [1000] 629 738 830 115143 71 703 27 07 950 116388 89 431 612 64 98 809 85 99 117052 86 188 323 7 3 88 731 847 9 7 954 118143 59 369 [400] 619 49 795 119169 412 51 650 88 92 791 12O060 [400] 234 447 69 550 718 26 29 [400] 121671 865 (400) 077 122010 350 74 511 54 79 845 056 12.5018 97 327 505 84 812 56 1 24158 236 99 691 729 79 91 808 65 88 949 54 1 2 5 395 432 692 844 47 086 12 6011 488 608 933 1 27457 526 |400] 93 633 777 97 862 128'63 262 389 451 90 603 7 56 920 98 1 29112 225 [400] 836 434 557 633 92 730 839 959 130086 183 344 416 57 562 750 131023 313 o60 681 708 91 948 1 3 2476 96 1 3 3028 345 88 610 748 74 824 46 79 134036 56 63 197 331 [100 000] 503 647 840 47 k-r 901 135016 131 [400] 304 45 463 65 552 611 701 136136 330 404 36 503 632 874 75 1 37113 17 518 31 63 78 79 138299 487 562 634 841 910 20 55 94 139196 421 23 38 52 657 09 926 56 140450 566 81 691 998 141060 74 196 539 [1000] 663 [3000] 73 [400] 755 142179 281 386 420 93 [400] 550 96 756 78 849 64 007 1 4 3016 72 113 18 268 319 68 i.aaI 7 ->,a 27 6034 213 93 322 40 498 698 <90 907 2 7 8304 478 575 780 98 2 7 9076 230 469 537 88 Origriral-OrahtmelSungen. Graz, 9. Okt. Wie das G-pazer Volksblatt meldet,' soll der österrcichisch-ttngarische Gesandte in Belgrad ermordet worden sein. Außerdem soll es in einigen bosnischen Orten infolge serbischer Hetzereien zum Aufstand gekommen sein. Mehrere Oefterreicher sollen beschimpft worden sein. (Bestätigung bleibt abzuwarten.) Paris, 10. Okt. Petit Parisien berichtet, daß die T ü r k e i, nachdem sie über die Ratschläge, die der bulgarische General- stab dem Fürsten Ferdinand gegeben, informiert worden ist, eine Mobilmachung von einigen zehntausend Mann verfügt habe. Diese Mobilmachung dürste nach Ansicht des Korrespondenten das Signal zum Kriege sein, da die Staatskanzlei kürzlich von Bulgarien benachrichtigt worden sei, daß jede Konzenttation türkischer Streitkräfte als beleidigende Herausforderung Bulgariens betrachtet werden müßte. Paris, 10. Okt. Ein Mitglied der russischen Botschaft erklärte gegenüber einem Mitarbeiter des Echo 'de Paris, daß Iswolsky von London erst noch einmal i n P a r i s Aufenthalt nehmen werde, bevor er sich nach Berlin begibt, um dort mit dem Fürsten Bülow und bem Staatssekretär von Schön zu konferieren. Belgrad',- 10. Okt. Llus allen Landesteilen treffen unausgesetzt Telegramme an den König ein, worin er zum Kriege aufgefordert wird. Die Zahl der Freiwilligen, die sich bi^ her gemeldet haben, übersteigt 10 000. Man verbreitet Gerüchte, daß wenn Serbien den Krieg erkläre, außer Montenegro auch die Türkei mit den Serben gegen £)c ft erreich kämpfen werde. Die Mobilisierungen nehmen ihren Fortgang. An der Drina find bereits mehrere tausend Mann kon- zenttiert. Konstantinopel, 10. Okt. Konsular-Depeschen aus Smyrna zufolge ist dort die Situation sehr bedroh- l i ch geworden. M«egen der Wahlen finden Zusammen- stoße zwischen Christen und Türken statt. Die letzteren bewaffnen sich. Der englische, französische und italienische Konsul haben um Entsendung von Kriegsschiffen gebeten. ____________ LMischtt WohnlluMchms Wen. Gartenstraße 2, Zimmer 2. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) ES sind zu vermieten: n r 1 Wohnung von 8 Zimmern, 2 Wohnungen von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 10 Wohnungen von 5 Zimmern, 12 Wohnungen von 4 Zimmern, 7 Wohnungen von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern mit Laden, 3 Wohnungen von 2 Ziemern, 6 möbl. Zimmer, 1 unmöbl. Zimmer, 1 Werkstatt, 1 Wagenhalle. 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Danach finden in- liuftrielle Arbeiter, so auch Bergarbeiter usw. so gut wie gar feine Arbeit; für landwirtschaftliche Arbeiter sind die Dienstver- stältnisse sehr verschieden, und nur an weiblichen Dienstboten lieftefft ein tatsächlicher Mangel. In Kanada finden nicht allein gewerbliche Arbeiter nur schwer Beschäftigung, sondern auch für Farmarbeiter ist jetzt nach Schluß der Saison keine Arbeitsgelegenheit vorhanden. Die einzige Klasse von Auswanderern, „Ptnitrnrlit- mirh fitih tinnnitpff frrtTftrtP Kortner. &, in dem der Dichtn -/,Minna non wllenMc, fifyvebl im . £pfer zu salleu um geweihten. TWerjmk) getan, und seinen , Hauses -u verhindew , und zugleich das m 15 zu einem lebendiger Literatur" sowie zu.M leit zu machen, iltnur. Lelsinghauscs in W gegründet rooiben, W hoftat Ludwig Sarne- iger übernommen IM- cntsprechend cingerck- übergeben werden. lM : lausen zu können, D «b« si« d>. 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