Ng Nu 4 Dir. ilau J« Wisch,, k ' llillßnz s 8'4 Uhr Asheim D’/t iititl. lussprache. a. . 4 Uhr ab »• hl t. ichst eingeladen. Vorstand. und, lenen Laalbao S.— Worms?" tiroemn; cn Musillehm Dl« Mts. abends [jereu Turnhalle Festlich^ N jett, liegen die Eßkarten aßen, -platz 5, Lrnß Schnll'Me 1- ' 12. ö. MtS- ■ der s'a''^Ä azungs-" ,anla^ -sternß ■ Gaianhe Nr. 33 158. Jahrgang Viertes Blatt Samstag, 8. Februar 1908 Erscheint täglich mti Ausnahme be5 Sonntag«. Die »Stetzener Samtlknblätler*' werden dem „Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Erelsblall für öen Kreis Gießen" zweimal wöchenUtch. Der ^hefstfche Landwirt" erscheint mxmatitd) einmal. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger sSr vberhefien iRotettongbrud anb Verlag der BrühNchen UnwersttätS ®ud> anb 6t»tnbrudexeL 9t fiaoge, Dreßen. Redaktion. Exvedition and Druckerei! Schul« stratze 7. (Ejcpebition und Verlag > e-sD 6L Redaktion 112. Tel.«Adr^ An-eigerGreßen. Deutscher Reichstag. 97. Sitzung, Freitag, 7. Februar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesrats: v. Bethmann-Hollweg, Twels, v. Schoen, Kühn. Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Minuten mit einem N a ch - ruf auf den Herzog von Sachsen-Altenburg: Mit ihm ist einer der letzten regierenden deutschen Fürsten, welche an dem glorreichen Krieg 1870/71 und an der Wiederausrichtung des Reiches tcilgcnommen haben, dahingegangen. Sie haben sich von Ihren Plätzen erhoben, um Ihre Teilnahme auszudrücken. Ich konstatiere daZ. (Auch die Sozialdemokraten, die in größerer Zahl auf ihren Plätzen sind, haben sich erhoben.), Zuckerkonvcntion und Zuckcrsteuer. Zweite Lesung der drei auf die Zuckerkonvcntion bezüglichen Abkommen. Abg. Rimpau (natl.): erstattet den K o m m i s s i o n s b e r i ch t. Der Verlauf der Angelegenheit in der Kommission ist ja bekannt. Die Kommission hat den Antrag Schwerin-Löwitz auf Herabsetzung der Zucker- steucr von 14- auf 10 Mark in unmittelbare Verbindung mit dem von der Regierung vorgelegten Abkommen gebracht und beantragt, die Zustimmung zu dem Abkommen mit der Maßgabe zu erteilen, daß die Ratifikation des Vertrages nicht früher erfolgt, als bis die Abänderung des Zuckersteuergesetzes mit der Herabsetzung der Verbrauchsabgabe die Zustimmung der gesetzgebenden Faktoren gefunden hat. Daneben hat die Kommission den Antrag Schwerin in Form eines Gesetzentwurfes angenommen, dessen Artikel 1 besagt: die Zuckersteuer wird spätestens vom 1. Oktober 1909 ab von 14 auf 10 Mark von 100 kg Reingewicht herabgesetzt. Artikel 2: Sollte vor dem 1. Oktober 1909 eine Erhöhung anderer eigener Einnahmen des Reiches erfolgen, welche eine Deckung des etwaigen Ausfalls an Zuckerstcuer sicherstellt, so soll die im Artikel 1 gedachte Herabsetzung der Zuckersteuer auf Anordnung des Bundesrats gleichzeitig mit dieser Erhöhung anderer eigener Einnahmen des Reiches stattfinden. Artikel 3: Dieses Gesetz trit gleichzeitig mit der Ratifikation des in Brüssel am 28. August 1907 zwischen dem Reiche und mehreren anderen Staaten abgeschlossenen Vertrages in Kraft. Auf Antrag Bassermann (natl.) wird die Abstimmung über Artikel 1 namentlich sein. Neben dem Kommissionsbeschluß lag der Antrag der Freisinnigen vor, der die Voraussetzung der Deckung des etwaigen Ausfalls an Einnahmen einfügt. Tr. W i e m e r /freis. Vp.) zieht mit Rücksicht auf die weiteren Verhandlungen diesen Antrag zurück. Die Blockparteien haben inzwischen folgenden Antrag eingebracht: Die Zuckersteuer wird vom 1. April 1909 an auf 10 M. Pr. 100 kg Reingewicht herabgesetzt, sofern bis dahin Gesetze zustande kommen, die eine Erhöhung der eigenen Einnahmen des Reichs um mindesten 35 Millionen Mark jährlich bezwecken. Kommen solche Gesetze erst nach dem 1. April 1909 zustande, so erfolgt die Herabsetzung der Steuer gleichzeitig mit ihrem Inkrafttreten. Hinzugefügt wird dann, daß dieses Gesetz gleichzeitig mit den zur Verhandlung stehenden Abkommen in Kraft tritt. Staatssekretär des Innern v. Bethmann-Hoüweg: m Herren! Die Kommission, welcher die drei auf den Brüsseler Zuckervertrag bezüglichen LIbkommen sowie die dazu ge, stellten Einträge zur Beratung überwiesen waren, hat Ihnen einen beietafiMrj zur Annahme empfohlen, in dem die Zuckersteuer vom 1. Oktober 1909 ab auf zehn Marr für den Doppelzentner ermäßigt wird, -ric hat ferner befürwortet, die Zustimmung zu den Ver- embarungcn mit der Maßgabe zu erteilen, daß sie nicht früher erfolgen joU, bis die Herabsetzung der Steuer die Zustimmung der gesetzgevenden Faktoren gefunden hat. Diese Vorschläge Ihrer Kommission vermögen die verbündeten Regierungen nicht als annehmbar zu bezeichnen, sowohl mit Rücksicht aus das innere Ver- fassungsrecht, und weil es auch in hohem Maße bedenklich erscheint m Ansehung unserer Beziehung zu auswärtigen Mächten, die Zustimmung zu einem internationalen Abkommen an die Bedingungen einer Maßnahme auf dem Gebiete der inneren Steuergesetzgebung geknüpft zu sehen. Das Bedenken verschärft sich noch dadurch, daß diese Maßnahme in einem vorbehaltlosen Verzicht auf eine sichere Einnahme des Staates bestehen würde. Namens der verbündeten Regierungen habe ich daher zu erklä. rcn, daß sie einem Beschlüsse des Reichstags, wie er von der Kommission vorgeschlagen wird, die Zustimmung würde versagen müssen. Ich darf aber hinzufügen, daß die verbündeten Regierungen von der Ztlsage, welche sie in der Sitzung vom 24. Januar d. I. abgegeben haben, in keiner Weise zurückzutreten beabsichtigen, daß sie viel, niehr für den Fall des Zustandekommens der Vereinbarungen nach wie vor bereit sind, die gewünschte Herabsetzung der Zuckersteuer Zuzugeslchen, sobald sie von einer ordnungsmäßigen Deckung des zu ctiuatienbcn Einnahmeausfalls abhängig gemacht wird. Der Ab. anderungsvorschlag, der zu dem Kommissionsbeschluß gemacht ist, deckt sich in seinem wesentlichen Inhalt und Zweck mit der von der Regierung abgegebenen Erklärung. Ich nehme daher keinen Anstand, festzustellen, daß die Negierung dem Vermittlungsantrag, falls er zur Annahme gelangt, auch ihrerseits zustimmen kann. (Lebhafter Beifall.) Abg. Graf v. Schwerin-Löwitz (kons.): . Ich kann mich auf eine kurze Erklärung namens aller meiner politischen Freunde in bezug auf den uns jetzt vorliegenden Ab- anderungsantrag beschränken. Wir halten nach wie vor daran fest, daß die Beschlüsse der Kommission das Richtige treffen. Nachdem aber sowohl in der Kommission als auch hier im Plenum von dem Vertreter des Reichskanzlers die bestimmte Erklärung abgegeben worden ist, daß die Beschlüsse der Kommission die Zustimmung der verbündeten Regierungen nicht finden würden, und da wir ja doch nun einmal den Bundesrat als gleich- berechrigten gesetzgebenden Faktor mit dem Reichstag haben (Heiterkeit), und da die Konservativen nicht hier erne aussichtslose Demonstration treiben oder unnötiger Weise den verbündeten Regierungen die Ratifikation eines Abgeschlossenen internationalen Vertrages nicht erschweren wollen, lonoern lediglich wünschen, so schnell als irgend möglich dem Lande Dle große Wohltat der Herabsetzung der Zuckersteuer zu verschaffen. so sind wir bereit, einmütig für den jetzt vorliegenden Abänderungsantrag zu stimmen. .(Beifall.) Abg. Dr. Spahn (Ztr.): Der Zusatzakte geben wir noch immer unsere Zustimmung. Anders steht es dagegen mit dem Kompromißantrag. Schon 1902 haben wir als den Kardinalpunkt die Herabsetzung der Zuckersteuer von 14 auf 10 Mark hingestellt, und die Regierung war damals der gleichen Ansicht. Unsere (Äellungnahme in der Kommission rechtfertigte sich dadurch, daß wir noch erwarten konnten, d i e Finanzreform würde noch in dieser Session an den Reichstag berantreten, sodaß ein etwaiger Ausfall an Zuckersteuer durch anbere Steuern gedeckt werden könnte. (Sehr richtig! im Zentrum.) Nachdem jetzt die Auss.icht daraus geschwunden i st, können wir nicht mehr dafür st i m m e n. Dr. Spahn äußert, im einzelnen unverständlich, unter dem Beifall seiner Freunde und der Sozialdemokraten, verfassungsrechtliche Bedenken. Abg. Dr. Paasche (natlib.) gibt folgende Erklärung ab: Wir haben in der Kommission für den Antrag Schwerin einmütig gestimmt, ebenso wie das Zentrum. Wir haben uns nach den Erklärungen, die der Staatssekretär im Namen der verbündeten Regierungen abgegeben hat, überzeugt, daß es hieße, einen unnötigen Konflikt zwischen Regierung und Parlament herbeizuführen, wenn wir auf dem Beschluß bestehen blieben. Wir sind also bereit, dem Kompromißantrag Zuzustimmen. Nachdem die verbündeten Regierungen heute in aller Form erklärt haben, daß auch sie zustimmen, können wir es ohne weiteres tun. Abg. Dr. Wiemer (freif. Vp.) i Die Verhandlungen haben ein kaleidoskopartiges wechsel- volles Bild gezeigt. Das lag daran, daß die Lösung der Frage von vornherein auf einem nickt gangbaren Wege versucht worden ist. In dieser Beziehung weiche ich vom Grafen Schwerin ab, auch ich will aber auf die einzelnen Stadien der Verhandlung jetzt nicht mehr eingehen, sondern nur meiner Genugtuung Ausdruck geben, daß mit dem weiteren Verlauf der Beratung immer entschiedener die Auffassung zur Geltung gekommen ist, die wir von Anfang an vertreten haben, daß vor allem das Zustandekommen der Zusatzakte und die Fortführung der Konventionspolitik gesichert sein muß. Die Rückkehr zu den Zuständen, die vor der Konvention geherrscht haben mit den Prämienpreisen, wäre überaus zu bedauern, und die Fortführung der Konventionspolitik liegt ebenso im Interesse der Industrie wie der Verbraucker. Im Hinblick auf die im Verlaufe der Beratung aufgetauchte Behauptung, daß die Zuckerindustrie die Konvention nicht wünsche, und daß solche Stimmen insbesondere aus Magdeburg, dem Hauptplatz der Industrie, laut geworden sind, verweise ich mit Besriedigung auf das Telegramm der Handelskammer Magdeburg an den Reichskanzler, die sehr entschieden für die Konvention eintritt und die unheilvollsten Folgen von ihrem Scheitern für die Industrie befurchtet. Wir haben unseren Antrag aus der Kommission zurückziehen können, nachdem die weiteren Verhandlungen dahin geführt haben, daß der Grundgedanke des Antrages in gesetzliche Form gekleidet ist. Als verantwortlicher Hüter der Reichsfinanzen sind wir zu einer solchen Haltung verpflichtet. Herr Spahn hat die Bedeutung des Antrags dock unterschätzt. Es liegt in ihm zum mindesten ein sehr wirksames Compelle auf Erfüllung der Regierungszusage. Wir stimmen mit Befriedigung für den Kompromißantrag. Abg. Dr. Südekum (Soz.): Wir können vom Komlwomitzantrag nur den ersten Satz annehmen. Alles übrige ist uns unannehmbar. Abg. Schweickhardt (dtsch. Vp.) betont die Bedeutung der Konventionspolitik. Abg. Bogi-Hall (wirtsch. Vgg.): Viel lieber hätten wir für den Kommissionsantrag gestimmt, aber nun stimmen wir für das Kompromiß. Wir legen eben den Wert darauf, daß die Zuckersteuer herabgesetzt wird, hoffentlich recht bald. Abg. v. GrabSki (Pole) erklärt die Zustimmung der Polen zum Kompromißantrag. Die Zuckerindustrie müsse endlich aus ihrer fortwährenden Unruhe herauskommen. Abg. Graf Schwerin-Löwitz (kons.): Tr. Spahn nennt eine Ermäßigung des Zuckerpreises von 2 Pfennig pro Pfund für den Konsumenten belanglos. Diese 2 Pfennig bedeuten 22 Prozent unseres Steuerwerts. Das ist doppelt so viel, als die Erhöhung der Getreidezölle bei der Annahme des Zolltarifs. Mit anderen Worten: diejenigen Herren, die heute gegen den Vermittelungsantrag stimmen, verteuern dem deutschen Zuckerverbraucher den Zucker um annähernd so viel, wie die bösen Agrarier durch Annahme des Zolltarifs den Getreidepreis. (Lärm im Ztr.) Die Aussprache schließt. Zunächst wird über die Abkommen abgestimmt. Sie werden einstimmigangenommen. Abg. Singer (Soz.) beantragt nun, aus dem Kompromißantrag den ganzen zweiten Teil von „sofern bis dahin Gesetze zustande kommen" usw. an zu streichen. In einer Geschäftsordnungsdebatte wird darüber gestritten, ob diese Teilung eines Antrages zulässig ist. Abg. Bassermann (nl.) ersucht Singer, doch einfach die Wiederherstellung der Kommissionsfassung zu beantragen, was auf dasselbe hinauskomme. Abg. Singer (Soz.) bleibt bei seiner Forderung. Die Mehrheit erklärt sie für zulässig. In einfacher Abstimmung wird dieser sozialdemokratische Antrag ab gelehnt. Darauf wird der Kompromißantrag in namentlicher Abstimmung mit 203 gegen 112 Stimmen angenommen. Die Mehrheit besteht aus dem Block und den Polen. Militäretat. (Fünfter Tag.) Es erfolgt darauf die namentliche Abstimmung über den Aagregiertenfonds. Die von den Vertretern des Blocks beantragte Wiederherstellung der Negierungsforderung wird mit 171 gegen 142 Stimmen bei zwei Stimmenthaltungen angenommen. Mit dem Antiblock stimmt etwa die Hälfte der freisinnigen Ver. einigung. Im weiteren Verlauf der Beratung des Militäretats stellt Generalleutnant Sixt v. Armin unter Bezugnahme auf die überraschend günstigen Erfahrungen mit der Militärreitsckprle in Paderborn eine solche für Solüau in Aussicht. Abg. Leser (Ztr.) spricht über die Verkehrsbelästigungen bei den Schießübungen in Württemberg. Abg. Wetzel (natl.) schließt sich dem an. Eine Verständigung zwischen militärischen und bürgerfaben Behörden ist doch in Württemberg sehr leicht bei dem guten Einvernehmen und gemütlichen Ton, der dort herrscht. Abg. Hildenbrand (Soz.): Die Straßen gehören dem Verkehr,. sagt der Reichskanzler. Aber hier wird wochenlang eine Straße gesperrt. Noch dieser Tage hat in der Nähe von Ludwigsburg ein solches Scharfschießen im Gelände stattgefunden, obgleich dock der Reichstag mit großen Mitteln einen Schießplatz für Württemberg bewilligt hat, um diese Verkehrsstörungen zu verhüten. Württembergischer Oberst v. Dorrer gibt die schwere Belästigung durch die Sperrung der Straße zu, gibt aber die Schuld den Gemeinden, die ihre Wünsche nicht zmn Aus. druck gebracht hätten. Abg. Haußmann (D. Vp.): Wenn sich die Zivilbehörden nicht genügend gerührt haben, so wird es unsere Aufgabe sein, sie daran zu erinnern. Die Milr- tärschießplätze reichen offenbar nicht aus. Haußmann lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Petition der badisch-hohenzollernschen Gemeinden, die einen Schießplatz in der Nähe von Lechlingen wünschen. Abg. Köhler (wirtsch. Vgg.) befürwortet die Herstellung von Feldscheunen. Generalmajor v. Lochow führt dagegen Ersparnisgründe an. Abg. StÜcklcn (Soz.) erhebt, wie in der Kommission, lebhafte und eingehende Beschwerde über das Verfahren bei der Vergebung von Arbeiten, fordert Zuziehung der Arbeiterorganisationen und greift besonders den Vorstand der Schneiderwerkstätte in Altona-Bahrenfeld an wegen seines gewerkschaftsfeindlichen Verhaltens. Stück- len bezeichnet die dortige Arbeitsordnung als eine Gefängnisordnung. Generalmajor v. Lochow verweist auf die Anerkennung des Betriebes durch das sozialdemokratische Hamburger Blatt, das ihn als in technischer Beziehung vorbildlich bingestellt hat. Es ist nicht möglich, alle Lieferanten auf ihre Löhne hin zu kontrollieren. Die Offiziere müssen eine scharfe Kontrolle über die Arbeiten ausüben, weil die Arbeit viel mehr aushalten muß als gewöhnliche Schneiderarbeit, denn sie ist für den Krieg bestimmt. Abg. Göring (Ztr.)' bittet um Berücksichtigung des Handwerks bei den Vergebungen der Bekleidungsämter. Abg. v. Gcrsdorff (kons.) tritt für kleine Garnisonen ein und wünscht sie insbesondere für feinen Wahlkreis Meseritz-Bomst. Er bittet weiter die Militärverwaltung, die Schützengräben durch ihre eigenen Leute beseitigen zu lassen. Abg. Rupp (kons.) ersucht um Beschleunigung bei der Abschätzung der Flurschäden. Generalmajor v. Lochow gibt den Landwirten anheim, die Sckiitzengräben durch Arbeiter zuwerfen zu lassen. Es wird ihnen Ersatz geleistet werden. Abg. v. GerSdorff (kons.): In der Zeit der Arbeiternot? Wo nehmen und nicht stehlen! Abg. Neuner (nl.) tritt für Besserstellung der Korpsapotheker ein. Abg. Sommer (freif. Vp.) fordert für die Korpsstabsapotheker den Rang der Nöte vierter Klasse und für die Stabsapotheker die Abzeichen der höheren Beamten. Generalleutnant v. Armin stellt eine Neuregelung in Aussicht. Abg. Rogalla v. Bieberstein (dk.) befürwortet eine Erhöhung der Nemontepreife und Früherlegung der Remontemärkte. Abg. Wachhorst de Wente (nl.) verlangt für Hannover einige neue Märkte. Abg. Dr. Varenhorst (Np.) weist auch auf die Bedeutung der hannoverschen Pferdezucht hin. Daß aus Hannover ein guter Stamm von Kavalleristen kommt, sehen wir ja auch an unferm Kriegsminister. Wir sind stolz auf das springende Pferd in unferm Wappen. Abg. Bohle (Soz.) führt Beschwerde, daß in Straßburg Krümperfuhrwerke Privatdienste verrichten. Abg. Dr. Hahn (B. d. L.) spricht über die Remontezncht im allgemeinen und in Hannover im besonderen. Generalleutnant Sixt v. Armin: Die Nemontepreife sind in diesem Jahre auf 980 Mk. festgesetzt, im nächsten Jahre werden sie wohl erhöht werden. Wenn Dienstvorschriften überschritten werden, soll man sich nur beschweren. Stoch im vorigen Jahr hat der Kriegsminister an sämtliche Armee- kommandos die strikte Anordnung ergehen lassen, daß keine Krümperfuhrwerke im Privatdienst verwendet werden. Abg. Cuno (frf. Vp ) fordert unter allseitigem Beifall des Hauses eine Förderung der körperlichen Ausbildung der Jugend durch Bewegungsspiele im Freien. Die Vtilitärverwaltung solle Uebungsplätze dazu her- geben. Mit Wettkämpfen, wo die große Masse nur als Zuschauer ober Wetter dabei stände, sei dem Volke nicht gedient. Die Durchschnittsleistung der Gesamtheit sei entscheidend. Im Bereich des 3. Armeekorps sei die Tauglichkeit auf 38 Proz. ge* fünfen. Die Wehrhaftigkeit des Volkes stehe auf dem Spiel. Generalleutnant Sixt v. Armiir erklärt die volle Znftimmung deS Kriegsministers zu diesen Anregungen. Wir haben bei den Verhandlungen, die gerade in der neuesten Zeit wieder ausgenommen sind, für die Ausbildung unserer Jugend durchaus diesen Standpunkt vertreten. Wir haben ausgesprochen, das; es für die Armee daraus ankomme, eine gesunde körperlich kräftige Jugend zu haben, und daß dafür durch Turnen, Sport und Spiel gesorgt werden muß. Wir versprechen un5 weniger Erfolg von einer strammen Organisation, die aus Soldatenspielerei hinausläuft. (Beifall.) Dienstag 1 Uhr: Fortsetzung. nach tötet u-Konzettlm^aud- durch die Mitt-O Otto Jacob, im-Bk7lln,M cv= 5rieöen|>r-9 Jjf>quemf7e 5%onaterafen! Slafabgr um/onfi-! sm WM« Das Allerbeste SeiFenpulver men nenka MM« hEH-dPostdampfern Kgr. Sachs. | afflMMSg B 11 Technikum 811 —■ Mittweida 8= Direktor: Professor Holzt. Höhere technische Lehranstalt für Elektro- u. Maschinentechnik. Sonderabteilungen für Ingenieure, Techniker u. Werkmeister. Elektrot. u. Masch.-Laboratorien. Lehrfabrik-Werkstätten. i|36. Schul).: 3610 Besucher. 18 | Programm etc. kostenlos 18 V-Sekretariat.!^" >8 8 I. V. Wallek. Neueste Rm. 7 HoSzversteigerung Die bei Holz Nr. 1 im Bruch. 5 Eiche aJL-4* (834 Stämme: Hoizlwrsteigerung Winnerod -Stock u u 185 62 35 50 33 21 81,7 20 119 198 109,7 30,8 2 330 31 11 72 91 7 158 90 184 36 304 4 verneigert: 1 große Partie = 2,20 = 0,31 -- IM = 0,97 Eichen- Kieferm- Fichten- 107 37 490 Verkehrs 25 bis 30 Proz. betrug, bezifferte sich der Ausfall irt den gleichen Zeiten des Jahres 1906 nur auf 6 bis 7 Proz. Auf den oberhessischen Eisenbahnen, die nur über einen ganz kleinen Wagenpark verfügten, ist eine ähnliche Besserung cingetreten. Nun nrirb das ganze hessische Gebiet durch den Wagenpark des Staatsbahnwagenverbandes bedient, der durch die großen Neubestellungen der preußisch-hessischen Gemeinschaft in der letzten Zeit erheblich verstärkt ist bczw. noch weiter verstärkt wird. Sind im vorstehenden die Vorteile behandelt, welche in dem Jahrzehnt unter der preußisch-hessischen Gemeinschaft dem Eifenbahnpersonal und den Verkehr im Großherzogtum Hessen zugeflossen sind, so soll zum Schluß noch auf die finanziellen Erträgnisse, welche diese Gemeinschaft für die hessische Staatskasse und die hessischen Steuerzahler gehabt hat, h.ngewi.i'en werden: Während im Jahre 1896 (legte» Jahr vor der Gemeinschaft) das hessische Eisenbahnbudgct noch mit einem Defizit von 120 000 Mark abschloß und die gesetzlich schon bewilligten zahlreichen unrentabelen Nebenbahnen kaum eine Verbesserung dieser Verhältnisse erhoffen ließen, erzielte Hessen aus der Gemeinschaft, wenn wir nur einige Jahre herausgreifen, für die uns besondere Abrechnungen zu Gebote stehen, folgende Reineinnahmen: 1901: 1843 000 Ml., 1902: 2 102 000 Mk., 1903: 3 376 000 Mark, 190-1: 3 437 000 Mk. - 7 Sichten mit bis 16 Stangen: 14 jyiüiteit .... ß%os Erchen-Reisig Kiefern- „ Fichten-„ Buchen-Slöcke Auskunft ertheilett Aed Star Linie in Antwerpen, W. Zullmann in Sieben, D"Vi Bahuhofst'aße 59. H. Klippstein in Langsdorf. 800 Bohnenstangcn und 93 Reisstangen : 3 Buchen mit bis 45 cm Durchmesser 1 Kirschbaum mit 25 „ „ (meist Starninprügel), Stöcke: 9 „ Reiser: 370 „ es ihi Ate i cour deut, die habe ' von A sodann Ainisii daß u deutsch , des Zit cusgekl sondm des Ä dem Gi müsse rekte erkan WeF iridit z msse. hätten Leisai! Borge! zciü)Nl dieses denken iand \\ Agenturen in Giessen: Carl Loos. Grünberg;: Julius Carl. Fried- berg: Isidor Schulhof. D10/t Holzverfteigerung im Ettingshäuser GemeurdewaLd. Freitag den 14. Februar 1908, vormittags 91/., UI)r werden in den Waldungen der Gemeinde Ettingshausen, Distrikten Bruch und Sandhecke, versteigert: anlasj Lunm Aufkli er na T mündl gierui reich layt der N se' land A: ’Ot ro . 4 ini ey 2*61 Aki ? ^mpo ■i z, kn bie Techniker gesucht. 23ei der unterzeichneten Behörde wird ein jüngerer Techniker, der gut zeichnet und Pläne schön beschreiben kann, womöglich bis zum 1. März 1908 gesucht. Bewerbungen mit Lebenslauf und Zeugnissen (begl. Abschriften), Befähigungsnachweisen und Bezahlungsangaben sind bis spätestens zum 24. Februar 1908 einzureichen. Fachtüchtige Absolventen einer Tiesbauschule werden bevorzugt. Großh. Kulturinspektion Gießen. Auszug a. d. ZLandesamtsregistem der Stadt Gießen. Aufgebote. Januar. 31. Heinrich Barneisky, Bäckermeister in Oestrich, mit Anna Therese Albertine Wilhelmine Katharine Christine Pröschold dahier. Februar. 3. Joseph Schönberger, Großh. Geometer 1. Kl. in Homberg a. d. C., mit Mimtn Lingelbach dahier. 3. Heinrich Stamm, Drogist m Frankfurt a. Al., mit Helene Müller dahier. 4. Heinrich Wilhelm Günther, Schlosser dahier, mit Anna Schwalm in Lollar. 4. Alfred Thorntann, Schutzmann, mit Elfriede George, beide dahier. 5. Rudolf Littdeitschmidt, Buchhalter dahier, mit Selma Börner in Aitstoß. 6. Emil Rudolf Kluge, Feldtvebel dahier, mit Anna Gertrude Auguste Viermarur in Marienwerder. 6. Hermann Gitter, Landwirt, mit Marie Johanuette Kreuder, beide in Grünberg. Eheschließungen. Febrtiar. 1. Balthasar Pietffer, Taglöhner, mit Elisabelh Schnabel, beide dahier. 3. Karl Kröcker, Eisenbahnbediensleter, mit Elise Medel, beide dahier. Geborene. Januar. 26. Dem Brauer Christian Vepperling ein Sohn, Hans Ernst. 27. Dem Kattsmann Georg Karl Hüttenberger eine Tochter. 30. Dem Metzgermeister August Wilhelnt Hilgnrdt ein Sohn. 30. Dem Spenglernteister Heinrich Lieh ent Sohn, Rudolf Arthur. 30. Dem Schuhmacher Friedrich Lintt eine Tochter, Ottilie. 30. Dem Buchhalter Peter Friedrich Heinrich Casteiu eine. Tochter, Christine Johanna Elisabeth. 31. Dem Telegraphenassistenlen Richard Schneider ein Sohn. Februar. 1. Dem Schweinentetsler Gottlieb Friedrich eine Tochter, Jttstine. 1. Dem Postboten Balthasar Karl Fink eine Tochter, Marie Emtlie. 1. Dem Bureaugehilfen August Spitz ein Sohn, Johann. 1. Deut Kaufmann Karl Horn ein Sohu, Mertter Reinhard. 3. Deut Diensttnaun Philipp Blum eine Tochter. 4. Dem Buchbinder Ludwig Schlaudraff eine Tochter, Anna Luise. Gestorbene. Januar. 30. Frieda Christiane Wagner, 4 Monate alt, Steinst raße 72. Febrtiar. 1. Margarete Hill, 3 Jahre alt, Braudgasse 7. 2. Luise Henriette Schneider, geb. Steinhäuser, 67 Jahre alt, Roon- straße 2. 4. Karoline Roth, 71 Jahre alt, Nord-Anlage 27. 7. Marie Becler, 78 Jahre alt. Meidenaasse 1«. Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: 1. Die Firma Kart Becker II zu Gießen. Inhaber: Karl Becker II, Gerbermeister, Adolf Becker, Kaufmann, Wilhelm Becker, Gerber, sämtlich in Gießen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Januar 1908 begonnen. 2. Bezüglich der Firma Brüder Schmidt zu Gießen: Das Geschäft ist an den Kaufmann Heinrich Guchardt in Gießen übergegangen, der dasselbe unter der bisherigen Firma weiterführt. Dem Kaufmann Franz Schmidt in Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 27. Januar 1908. ___________Großherzogl. Amtsgericht. Buchen-Knüppel Eichen - „ Kiefern- „ Fichten- „ Buchen-Reisig Zusammenkunft DmKMkM empfiehlt billigst 1703 Georg Schilfer, Licherstr. 9- JJ.iSrtb1 JjÄÄ K Versteigerung. Montag, den 10. Febr. d. F., nachmittags 1 Uhr, werden in dem Saale 9tcuftabt 55 in Kräffichcr AKerförstcrei Arnsöurg. Mittwoch, den 12. Februar 1908, nach Zusammenkunft vormittags 9*/2 Uhr am Enget'schen Stembruche, werden versteigert m den Distrikten Lauterbachswäldcheu, Seeberg, Seife, Nutzgarten, Wachholüer- und Coltchauserkopf: Rm. Scheiter: 50 Buche, „ Prügel: 92 „ -Reiser Nadel-Prügel „ -Stock Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. B wurde eingetragen: Die Firma Molkerei Busecker Tal G. m. b. H. zu Lollar ist infolge Auslösung der Gesellschaft vom 1. Januar 1908 an erloschen. Gießen, den 28. Januar 1908. B8/2 Großherzogl. Amtsgericht. sDie Entwickelung des hessischen Eisenbahnnetzes in dem Jahrzehnt 1897-1907 unter der preußisch-hessischen Eiserrbahngcmeittschaft. Unter dieser Ueöerfchrift bringt die Zeitung des Vereins 'Deutscher Etsenbahnverwaltungen die folgcnbcn Darlegungen: Die hessischen Strecken umfaßten 1897 an Laupt- und Nebenbahnen 853 km, 1907 umfaßten sie einschließlich 72 durch die Alain-Neckarbahn hinzugekommeneit km, tut ganzen 1246 km (darunter 787 km Hauptbahnen und 459 km Nebenbahnen). Das Personal hat sich für die hessischen Strecken von 6238 Köpfen zu Anfang des Jahres 1897 auf 12810 Köpfe im Jahre 1907 (darunter 1245 Köpfe durch Zugang der Main- Neckarbahn) vermehrt. Die hesfifchen etatsmäßigen Stellen betrugen 1897: 2202 und 1907: 4653 idarunter 330 durch Zugang der Main-Neckarbahn). Die Gehalts- und Lohnverhältnisse des Personals sind gegenüber den Sätzen der hessischen Ludwigsbahn und der oberhessischen Eisenbahnen erheblich verbessert und in diesem Jahrzehnt fortwährend weiter aufgebessert worden. An Gehalten und Löhnen wurden auf den hessischeit Strecken 1897 gezahlt 5 569 000 Mk. und 1907: 16 682 000 Mk. (darunter 1567 000 Mk. auf der Main-Neckarbahn,'. Der Lohn der Hilfsunterbediensteten und Arbeiter ist in den 10 Jahren durchschnittlich um 22 Proz. pro Kopf gestiegen. — Remunerationen und Unterstützungen gab es bei der hessischen Ludwigsbahn und den oberhesfifchen Eisenbahnen so gut wie gar nicht. Zu Beginn der neuen Verwaltung 1897 wurden dagegen gezahlt 70 000 Mk. und 1907: 262 000 Mk. — Für die beruflichen und persönlichen Interessen des Eisenbahnpersonals ist in immer steigendem Maße gesorgt worden durch die Abkürzung der Dienstzeit, die Errichtung von Stationsschulen und Eisenbahnschulen, die Vermehrung und Verbesserung der Aufenthalts- und UebernachtungSräume, sowie der Badeeinrich?- tungen, die Errichtung von Kantineit, die Verabreichung erfrischender Getränke, die Bekämpfung der Tuberkulose, die Fa- mili'enfürsorge, das Bahnarzt-, Krankenkassen- und Pensionskassen- wesen, die Eisenbahnvereine, der: Eisenbahntöchterhort usw. Infolge der Abkürzung der Dienstzeit und des gestiegenen Verkehrs hat eine erhebliche Vermehrung des Stationspersonals für den äußeren Dienst auf den Bahnhöfen stattgefunden, so in Darmstadt von 9 auf 16, in Mainz von 6 auf 26, in Worms von 3 auf 16, in Bingen von 3 auf 12. Die Betriebsmittel können wegen ihrer Verwendung auf verschiedenen. Linien nicht für die hessischen Strecken allein berechnet werden. Folgende Zahlett geben aber doch ein Bild: In dem den Hauptteil der hessischen Strecken umfassenden Eisenbahndirektionsbezirk Mainz waren am 1. April 1897 vorhanden : 240 Lokomotiven, 442 Personenwagen, 102 Gepäckwagen. Am 1. April 1907 waren daselbst vorhanden: 580 Lokomotiven, 1561 Personenwagen, 380 Gepäckwagen. Tie Lokomotiven werden jetzt auch viel stärker gebaut wie früher. Die Personenwagen sind außerordentlich verbessert. — Der Betrieb selbst ist insbesondere auch durch die stete Weiterbildung der Sicherungsanlagen ein viel sicherer geworden. Am 1. Oktober 1898 wurde der L o l a l - P e r s o n e n t a r i f der hessischen Ludwigsbahn durch den erheblich billigeren Staatsbahn-Personentarif ersetzt (Arbeiterwochenkarten z. B. nur 1 Pfg. statt 1.33 Pfg. pro km). Eine außerordentliche Verbilligung für das Publikum wurde durch Einführung der 4. Wagenklasse erzielt. Hiermit stieg sofort im Bezirk der früheren hessischen Ludwigsbahn die Zahl der beförderten Personen tun 30 Proz., die Zahl der gefahrenen Personenkilometer um 15 Proz., die Einnahme nur um 7 Proz. Tie neue Einrichtung hat der Eisenbahn ein zahlreiches Publikum zugeführt, welches dieser wegen der Höhe der Fahrpreise bisher fern blieb. Auf den vberhessischcn Eisenbahnen betrug die durch Einführung der 4. Wagenklasse hervorgerusene Steigerung: Für die Zahl der : ausgegebenen Fahrtausweise 41 Proz., für die geleisteten Per- . sonenfflometer 10 Proz., für die Einnahmen Vs Proz. Während 1 also finanziell die Einführung der 4. Wagenklasse dem Publikum ' außerordentliche Vorteile brachte, war gleiches für die Eisen- : Wr Ci' ^Nh. lAt Im ß 0 Ä Ö A 9 5245 not beglaub. ögugete»« Zeugnisse bezeugen den hilfebringenden Erfotg von fifliiet’s Mllst-EimulcHen Sterzlich erprobt gegen Husten, Heiserkeit,Katarrh/Berschleimung, Nachenkatarrhe. Paket 25 Pfg., Tose50 Pf. Kaiier's Brust-Etrat't Flasche SO Pf, Leides zu haben in Gießen bei: fD’/x H. Dornberger, Prio. Pelilaw Apotheke: Ludwig Steinhäuser, Plenen Läue17 u. Settersweg 27: E. Dort, Walltorstr. 45; H. E. Jug- hardt, Marktplatz 15; El)rist,au Wallenfelo, Marktpl. 17; Georg Wallenfels, Marktplatz 21; Aug. Seibert, Heinr. Mümmel in Wic- scck; I. Beppler in Langgows. ToileLLe-Seifett (Lilienmilch-, Lanolin-, Carbol- leerschwesel-, 'Myrrhenereme-, Acandelkleie-, Blumen-, Famil.- u. Klstberbade-Seifen), 1 große Partie Parfüms, (SigavetieK, Cigarren, 24 Stuck geschl. .veritelglaser 0,4 Ltr., 8 Tulpen, Weingläser, Schnapsgläser, 24 Unter sä tze u. a. Die Bcrstcigeruug findet bestimmt statt Geißler, Gerichtsvollzieher. ; bahnverwaltung nicht der Fall. Man ber gegenwärtige sich nur bei den oberhessischen Eisenbahnen eine Einnahmesteigerung von nur 1/2 Proz., welche einer Steigerung der Zahl der ausgegebenen Fahrtausweise um 41 Proz. gegenübersteht. Ein Beweis für die Unrichtigkeit des überall von den Verkehrsinteressenten aufgestellten Grundsatzes, daß eine Verbilligung des Verkehrs auch stets ein finanzieller Vorteil für die Eisenbahnverwaltungen fei. Das finanziell nicht günstige Resultat der Einführung der 4. Wagenklasse in Hessen konnte aber ertragen werden, da es auf Grund des preußisch-hessischen Gemeinschaftsvertrags der Gemeinfchastskasse zur Last fiel. — Bezüglich der 4. Wagenklasse ist auch noch auf die fortwährenden Verbesserungen der Ein- richtung der Wagen (Nichtraucher- und Frauenabteile, Aborte usw.) hinzuweisen. Die 4. Wagenklasse erfreut sich in Hessen einer immer noch steigenden Beliebtheit. Auch in anderer Hinsicht konnten dem Publikum int Personenverkehr zu Lasten der Eisenbahnverwaltung erhebliche finan- zielle Vorteile geboten werdet:. So bat die Aufhebung der Brückenzuschläge für den Mainzer und den Wormser Rhein- übergang dem Publikum eine jährliche Verbilligung um rund 180 000 Mk. gebracht. In den 10 Jahren ist der Personenzugfahrplan außerordentlich bereichert worden: Unter der Verwaltung der hessischen Ludwigsbahn war auf deren in Hessen belegenen Linien die Zahl der täglich gefahrenen Personenzugkilometer von 1876 bis 1896 nur von 5736 auf 6728 (d. h. im ganzen um 992 — 17^Proz. in 20 Jahren) gestiegen. Hierzu kommen weiter täglich 3877 Personenzugkilometer auf den ivahrend dieses Zeitraums neu eröffneten Strecken. Unter der neuen Verwaltung vermehrte fick) aber von 1897 bis 1907 die Zahl der täglich gefahrenen Personenzugkilometer von 6728 + 3877 = 10605 auf 15 004, d. h. um 4399 — 41 Proz. in 10 Jahren. Auf der Main- Neckarbahn ist feit deren im Jahre 1902 erfolgten Unterstellung unter die Verwaltung der Eifenbahndirektion Mainz die Zahl der täglich gefahrenen Personenzugkilometer von 2633 auf 3006 gestiegen. — Diese Bereicherung des Personenzug- iahrplans drückt sich besonders deutlich auch in der Zahl der auf den einzelnen Bahnhöfen verkehrenden Züge aus. Es stieg in den 10 Jahren die Zahl der Personenzüge auf dem Bahnhof Mainz von 136 auf 306, auf dem Bahnhof Darmstadt von 166 auf 244, auf dem Bahnhof Worms von 111 auf 197 täglich. — Auf den oberhesfifchen Eisenbahnen, auf denen der Personenzugfahrplan jahrzehntelang fast völlig stagniert hatte, vermehrte sich die Zahl der täglich gefahrenen Personenzug- kilo mc ter von 1950 auf 2936, mithin um 50 Proz. Eine außerordentliche Steigerung der Zahl der ausgegebenen Fahrkarten ist in den 10 Jahren auf zahlreichen Stationen eingetreten : Auf Bahnhof Mainz von 549 000 auf 1298 000 (136 Proz.), auf Bahnhof Darmstadt von 296 000 auf 490 000 (65 Proz.), auf Bahnhof Worms von 303 000 auf 754 000 (149 Proz), auf Bahnhof Bingen von 97 000 auf 209 000 (116 Proz.). Auf der Main-Neckarbahn ist seit 1903 die Zahl der ausgegebenen Fahrkarten von 1232 000 auf 1451000, mithin um 19 Proz. gestiegen. Bei der Schilderung der Wirkungen, welche die Einführung der 4. Wagenklasse zur Folge gehabt hat, ist schon oben darauf hingewiesen, daß aus solchen Steigerungen des im allgemeinen wenig lukrativen Personenverkehrs noch nicht ohne weiteres auf besonders glänzende finanzielle Ergebnisse für die Eifenbahnverwaltung geschlossen werden kann. Die Vorteile lagen ganz überwiegend auf der Seite des Publikums. Im Güterverkehr sind in bei: 10 Jahren zahlreiche für btc Interessenten wichtige mit erheblichen Verbesserungen und Verbilligungen verbundene Tarifmaßnahmen durchgeführt worden. Große Verbesferung und namentlich Beschleunigung hat auch der Beförderungsdienst und zwar sowohl der Wagenladungsverkehr, als auch der komplizierte Stückgutdienst erfahren. Namentlich die früher auf den zahlreichen Umtabeftntionen gehemmten Stückgüter werden jetzt sehr rasch befördert und den Interessenten zugeführt. — Die Gestellung der Güterwagen hat ftch gegenüber den früheren Verhältnissen wesentlich gebessert. Während unter der Verwaltung der hessischen Ludwigsbahn der Ausfall in der Wagengestellung in den Äftmaten des stärksten Die nach- A 0 p sy f sind ScBantag den 9. Februar stehenden wl jku von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts nur für dringende Fälle sicher anzutreffen. [D8/, H. Arndt, Bahnhofstr. 39. — Ur. Kipper, Wilhelmstr. 2. — Dr. Schaffer. Bergstasse 9. „ -Reiser Ihr Chaussee Winnerod— nZÄtaSirfta; sihanapotheke Giessen, den 8. Februar 1908. ßls/i txrosslh. Polizeiauit, Reinhart. 208,8 Rm. Buchen-Scheiter Fichten-Rundsch. fcfciir Weisswein per Vi Liier: 70 Pfg., per 3/< Liter: 55 Pfg., empfiehlt [273 Georg Wallenfels, nur Marktplatz 2t Telephon 46, gegenüber der Engelapotheke. B8A Fm., WMÄ Mdampfer :n Ettingshausen, den 7. Februar 1908. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil. No. G. [c8/2 mit schmiedeeisernen —. Röhren — Leistet per Minute ca. 300 Liter und kann in verschiedenen Längen geliefert werden. Prospekte kostenfrei. PL Mayiarlb & Co. Frankfurt a. M. Fabriklandw.Maschinen 2 Nadel-Wcichholz, 17 ,, „ Donnersraa den S3. Fedrnar 1908 sollen in den Distrikten Neuhof, Lange Buchen, Buchwald und Walpersberg versteigert werden': 25 Eichenstangen 10 bis 11 orn Durchm. . . . 1,64 Fstm. 232 Fichtenstangen 9 bis 10 cm Durchrn. 3956 Fichtenstangen 4 bis 8 cm ~ 1440 Bohnenstangen Rm. Buchen-Scheitholz „ -Prügel „ -Stock 20,43 „ Durchm. . . 49,69 Rm. Eichen-Prügel u u -Reiser „ Eichcn-Lchcitholz Zusammenkunft 91/, Reinhard^hain oberhalb des Jgelsteiches; es wird mit den Fichtensiangen und Nadel-Brennholz begonnen. d8/J Sames, Förster. Mitteilung! Nur zirka 1300 Paar Vetb^S Patcut-Schnürsenkel'Vcrichlüsse werden noch uollständig gratis lzweckS allgemeiner Einführung) icbermtnut beim Befohlen der Stiewl in der Schuhmacherei von M. Presch er, LiudsnPlatz Rr. 7 angebracht. Auf Gummischuhe werden (uon Gummi) Sohlen unb Ducken gemacht. (0821 a. d. Bergstr. Haushalt ungs - Institut Scheu - Hhrttrich. hv3•/, Beste Kefr. Näh, n. Prospelde d. Die Vorsteherin.