Nr. 153 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer SonntagL. - Beilagen: viermal wöchentlich vietzenerKamilienblätter; zweimal wöchentl.Kreir- vlaNfürdenttreisSietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl Land» wirtschattllcheZeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für bi« Redaktion 112, Vertag u. Expedition &1 Adrelle »fix Tepefchenr ynietget vttcßea. Annahme von Anzeigen vüi öie Lagesiiuinincr ml oonnittag- 10 Uhr. Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 3. Juli 1908 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Rotafions&rud und Verlag der vrMfchen Unlv.-Vuch- und Zteindnickeret. R. Lange. Redattton. Expedition und Druckerei: Zchulftratze 7. vezugSpretö: monatlich 7öPf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6ö Pf.; durch die Post ML. 2.— o ienel- jährl. mtS^L Bestellg. SedenpreiS: lollt.lbPst auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson^ f. Feuilleton und »Vernaschtes* P. 'JBittfo; für .Stadt u. Land" und.Gerichts- faal": E. Heß, für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfa&t 10 Seiten. ..— _ —..... .. — ---------- Apolitische Tagesschau. Der Fall Bernhard. Zur Ablehnung der Berufung des Professors Bernhard durch die Berliner philosophische Fakultät erfährt einer unserer Berliner Korrespondenten noch folgendes: Durch den Brief Prof. Bernhards an die philosophische Fakultät btr Berliner Universität hat er nicht nur sich den Weg nach Berlin vorläufig verlegt, sondern auch das Unterrichtsministerium in arge Verlegenheit gebracht. Es kann vor allem nicht -utreffen, daß Bernhard, wie eine Tageszeitung wisset» wollte, unfreiwillig vorgegangcn sei. Jedenfalls hat weder auf Seiten der Fakultät noch auf Seiten der Unterrichts'behörde ein solches Interesse bestanden. Es ist nicht unwahrscheinlich, sondern darf mit Bestimmtheit angenommen werden, daß diese Anregung von einigen wohlmeinenden Fachkollegen, die allerdings der Berliner philosophischen Fakultät keineswegs nahestehen können, ausgegangen ist. Bernhard hat durch diesen „sympathischen Akt" einen schweren Mißgriff getan. Von dem Moment ab, wo an Bernhard rom Ministerium die Bcrl. Professur erteilt wurde, hat er es nur mit diesem zu tun gehabt, lüs ist ein Irrtum, daß preußische Professoren weder verabschiedet noch pensioniert werden können. Der normale Fall ist der, daß man den Hochschullehrer „von seinen Pflichten entbindet". Diese Entbindung von den aktiven Pflichten ist aber nichts anderes als eine Pensionierung, wenn auch mit vollem Gehalt. Die vollen Bezüge hat man dem von den Vorlesungen entbundenen Dozenten belassen, well man sich sagte, baß er ja durch die Einstellung der Vorlesungen der Kollegiengeider verlustig geht, so also eine Verminderung seines Einkommens ohnedies erleidet. Will nun ein preußischer Universitätsprofejsvr seine Verabschiedung, aus welchen Gründen auch immer, bann fehlt dem Ministerium jede Handhabe, sie ihm zu ver.veigern. Es kann kein Slaals- beamtcr „gezwungen" werden, im Amte zu bleiben. Allerdings tritt mit der vom Dozenten gewollten Verabschiedung der Verlust seiner Rechte auf Bezüge ein. Es ist nun im vorliegenden Fall nicht anderes zu erwartet:, als daß Bernhard die Konsequenzen aus dem von ihm an die Berliner philosophische Fakultät gerichteten Schreiben zieht. Eine andere Frage ist, wie das Unterrichtsministerium sich zur Ablehnung deS Gelehrten seitens der Berliner philosophischen Fakultät und zu dem Briefe Bernhards stellt. Da könnte in Ettvägung komnren, ob nicht wegen des letzteren Umstandes gegen Bernhard ein Disziplinarverfahren einzuleiten wäre. In was für einen Ra.ceukönig von Unannehmlichkeiten ist da doch der Kieler Professor durch einen llebcrgrtfi des prettß. Kultusministeriums geraten! Neuester Meldung zufolge hat er bereits tatsächlich die „Konsequenzen" gezogen. Er hat einem Berliner Blatte selber mitgeteilt, daß er beim Kultusminister sein Abschiedsgesucheingereicht hat. Von anderer Seite wird das Gerücht verbreitet, daß ihn ein großes industrielles Werk zum Eintritt in das Unternehmen zu bewegen sich bemühen soll. So geht also allem Anscheine nach der wifienschaftlichen Forschung durch einen Fehler der obersten preuß. Unterrichtsbehörde eine sehr wertvolle Kraft verloren! Der Gesamtvorstand Alldeutschen Verbandes hielt am Sonntag in Berlin eine Vorstandssitzung ab. Es wird uns darüber berichtet: Dr. Joachim Graf von P i e i l - FriederSdorf sprach über: »Die deutsche D! a r o k k o p o l i t i k". Er wies hin aus die Aeußerungcn des französischen Münsters Pichon, Frankreich habe sich vor allem verdient gemacht um die Beseitigung der Anarchie in Marokko; P. habe sich ferner gerühmt, daß Frankreich Gerechtigkeit gegen alle Mitbewerber walten lasse. Ter Redner nannte diese Aeußecungen illoyale Phrascii und nicht erfüllte Versprechungen. Deutschland sei eben so früh aus dem Platz gewesen wie die anderen, und doch bestehe eine beständige Unterdrückung der deutschen Interessen. Vom französischen Generalkonsulat in Bairuth seien nachweislich antideutsche Fliigblättcr verbreitet worden, im besonderen, um den Islam gegen Teiitschland mißtrauisch zu machen. Ter Redner empfiehlt scharfe Ausnterksamkeit und eine energische Politik deutscherseits. Tie deutsche Die« leichtes FenMeton. — Die Vereinigung zur Förderung d e r K ü n st e in Hessen und i in R h c l n - M a i n - G e b r c t hielt dieser Tage in Dar in st a d t ihre Hauptversammlung ab. Dr. Greiner gab beit Rechenschaftsbericht. Ter mit 9889 Mk. abschließende Kassenbericht, sowie der Voranschlag mit 14 770 Alk. werden genehmigt. Die Vereinigung beabsichtigt nach einem Referat Dr. Greiners verschiedene Reuunternehmimgeit. Vor allein soll der Hauptaufgabe oes Vereins, die Förderung von Kunstgewerbe und Kunstindllstrie, dadurch entsprochen werden, daß Arbeiten auf diesen Gebieten veröffentlicht und besprochen werden, da man sie für wich- tiger hält, wie die bilbcnbe und bic Dichtkunst. Ferner will man versuchsweise, aber ohne Kostcnrisiko, die Werke heimischer Dichter s e l b st verlegen unb biese durch billige Ausgaben bekannt machen. Alan will auch junge Künstler praktisch beschäftigen, resp. ihnen Vorschläge machen. Die Vogelsberger S p i e l w a r e n - I n d u st r i e, besonders die Töpferindustrie, wie auch die in Holzspielwaren, sollen gefördert werden. — Ein Führer d n r ch Ta r m st a b t ist soeben in 2. Auflage erschienen, der von Prof. Tr. AntheS verfaßte sog. Beckmann- Führer (Verlag von Walter Seifert in Stuttgart). Er wird vielen gerade jetzt gelegentlich der Darmstädter Ausstellung sehr willkommen jeitt, ztunal er diese Attsslellung in einer hiibjchen kleinen, 14seitigen illustrierten Beilage verständnisvoll behcmdett. Auch in feinentHauptteile, beut eigentlichen „Führer" burch bie Stabt, bringt er viele ivohlgelungene Abbildungen von hervorrageuben Gebäuden und Denkmälern unb einen sehr leicht orientierbaren guten Stadt- plan. Sonst behandelt er recht gut und kurz Darmstadts Geschichte und beschäftigt sich auch mit der Umgebung, die er bis zur Bergstraße, dem Gersprenztal und dem Mümlingtal ausdehnl. — Ein Schüler als Pseudogelehrter. Wie in den „Mitteilungen zur Geschichte ber Medizin unb ber Naturwissenschaften" berichtet wird, ist kürzlich ein unglaublicher wissenschaftlicher Schwindel entdeckt worden, den ein jetzt erst 16 Jahre alter Schüler mit Namen Hans Schlasch inszeniert hat. Dieser hoffnungsvolle junge Mann schrieb unter dem Namen eines Dr. S. eine Reihe doii Abhcnürlungen über die dänische Molluskeitfauna, die er wörtlich aus älteren saunistischen und Mtematischen Werten a b s ch r i e b. Es gelang jchm auch, eine Mzahl davon in wissenschaftliche Zeitungen em< aierung müsse unter allen Umständen für strenge Beachtung der Algccirasäkte sorgen und nicht zaudern, unter Umständen die Hand a n den Säbelgrifs zu legen. lieber die Ergebnisse der Blockpolitik führte Graf E rn st zu R ev e n t l o tv-Charlottenburg das Folgende aus: Vom rein nationalen Gesichtspunkt betrachtet, zeigte ein Parlamentsjahr Blockpolitik eine Reihe von Erfolgen. Er begrüßt die Polenpolitik und das Neichsvereinsgesetz; beides habe aber, infolge des Blocks, durch Zugeständnisse aus allen Seiten so große Mängel aufzuweifen, daß inan ba£ preußische Enteigimngsgesetz wie das Reichsvereinsgesetz nur als hoffnunggebende Anfänge, nicht als etwas Fertiges belrachlen könne. Es sei zu wünschen, daß der Block erhalten bleibe; je länger er lebe, desto besser würde er sich in seine Aufgaben finden und Kleinlichkeiten abstreifen. Dem Fürsten Bülow gebühre Anerkennung. Sehr bedauerlich sei ober, daß bei Erörterungen der ausivärtigen Politik die Reichstagsabgeordneten, offenbar nut Rücksicht auf den Block, feine sachliche Kritik übten Tie Leistung der deutschen Staatsmänner in auswärtiger Politik biete kein erfreuliches Bild. Ter Alldeutsche Verband stelle dagegen mit großer Befriedigung fest, die Zuspitzung ber weltpolitischen Lage habe gezeigt, daß ber kriegerische (Seift im beu 1 schen Volk ii o ch lebe. Militärisch sei heute die Lage Teutschlanbs günstig zu nennen; eine Betätigung bes kriegerischen Geistes in Deutschland würde unseren Feinden leine Freude bringen, während wir ihr mit Zuversicht entgegensähen. An die beiden Vorträge schloß sich eine Erörterung. Sie ergab in allen wesentlichen Punkten völlige Uebereinstimmung ber Redner. Zum Schluß führte Rechtsanwalt Elaß-Atainz, ber Vorützenbe bes Verbandes, aus, wie bebauerlid) unb schädlich bie Teilnahmlosigkeit deutscher Abgeordneter m Dingen der ausivärtigen Politik sei. Erireulich sei aber, welch em Naticmalstolz feit den Döberitzer Worten des Kaisers bas Volk durchziehe. Wir hätten durchaus keinen Anlaß, k r i e g s s ch e u zu sein, ohne daß wir den Krieg wünschen. Bedauerlich sei, baß die Worte des Kaisers später burch halbamtliche (Erörterungen unb Ableugnungen abgeschwächt worben seien. Der Allbeutsche Verdanb werbe bas Feuer weiter s ch ü ren; bazu gehöre aiich bie Ueberzeugung zu verbreiten, baß es Dinge gäbe, bie weit weniger wünschenswert seien als ein Krieg. und Flotte. Berlin, 1. Juli. Wie ber Bert. Ztg. von zuverlässiger Seite mitgeteilt wirb, ist dieser Tage von allerhöchster Stelle em Erlaß an bie Kommanbostellen ergangen, baß bei den Wahlen 5 u Offizieren keine Rücksicht aus die Konfession des Aspiranten genommen werben bars. (Tas heißt also, baß auch Israeliten, bic bekanntlich bisher nur äußerst selten zu Reserve- Offizieren — um diese handelt es sich wohl allein, obwohl diese Mewuug nichts bauen tagt — beföcbeu wurden, bie gleiche Be- hanblung fortan erfahren sollen wie die Angehörigen chri/tlicher Vekemilmsie. T. R.) _______________ Deutsches Aeseh. Der Kaiser besuchte am 1. d. M. int Kieler Hasen den russischen Kreuzer „Aurora",, der mit dem russischen Kriegsschiff „Diana" dort eingetroffen ist. Nach der Nordland reise Kaiser Wilhelms wird das Kaiserpaar einen Besuch am schwedischen Hofe machen. Die Abfahrt erfolgt am 7. August von Sw ine münde aus. Der Reichskanzler, der inzwischen in Norderney eingetroffen ist, empfing am Dienstag den französischen Botschafter Jules Eombon. Die Präs identen st elle im Deutschen Flotte n v e r e i n ist noch immer nicht besetzt, da Fürst zu Salm-Horstmar, wie aus einem von iljm an die Ortsgruppe Wehlau des D. F. V. gerichteten Schreiben hervorgeht, die Annahme der in Danzig erfolgten Wiederwahl zum Präsidenten abhängig macht von der Erfüllung gewisser Zusicherungen in Berlin. Nach den bisherigen Resultaten der Abstimmung über den Ach tuhr--Ladenschluß in Berlin wird angenommen,' daß die erforderliche Zweidrittelmehrheit für die Einführung erreicht wird. Wie offiziös verlautet, werden die neuen Dreimarkstücke, deren Einführung in der Bundesratssitzung am zuschmuggeln. Sein Ehrgeiz ging aber noch weiter. Er gab Schneckenschalen, die aus allen möglichen Gegenden Europas stammten, als in Dänemark gefundene Exemplare aus unb erregte hierdurch großes Aussehen. Wie Dr. Jacobi bemerkt, erinnert dieser Fall an den Ornithologen Prazek, der vor 10 Jahren eine umfangreiche Avifauna Ostgaliziens veröffentlichte auf Grund von Forschungsreisen, die er in seinem Studierzimmer gemacht hatte. C. K. Studien im Affenkäfig. Aus New- York wird uns berichtet: Der Affenkäfig des New-Porker Zoologifchen Gartens empfängt in diesen Tagen einen längeren gelehrten Sonunerbefud); unter den Auspizien von Tr. Robert M. Perke s, Dozenten für vergleichende Psychologie an der Harvard-Universität, der schon im vorigen Jahre einige Wochen im Zoologischen Garten verbrachte, wird Meloil E. Haggarty von der Harward auf drei M o ii a t e sein Arbeitsfeld i n 3 Affenhaus verlegen, um hier an 13 Affen eine Reihe von Experimenten vorzunehmen, bie zur Kenntnis der Intelligenz bes Affen neue Aufschlüße bringen sollen. Haggarty hat einen befonberen Käfig konstruiert, ber burch kleine geheime Tricks geöffnet werben kann, unb täglich wirb nun ein Affe in biefen Käsig gesperrt, ber feine Schlauheit in ber Ent- beefung biefer Tricks beweisen sott. Im Ganzen finb babei sieben „Probleme" zu lösen, und jeder Erfolg wird mit Leckerbissen belohnt. Gelingt es dem Assen nicht, die Tricks zu entdecken, io wird fhm ein zweiter dressierter Affe, ber mit bem Mechanismus bes Käfigs bereits vertraut ist, beigesellt und nun beobachtet, wie lange ber eine Aße braucht, ehe er bem anberen bie Geheimnisse absiehl. Im Laboratorium ber Universität besaß Haggarty einen Affen, ber bie Hanbgriße von selbst mit außerorbentlicher Schnelligkeit entbeette. — Kleine Kunst chronik. In K a f f e I ist ber Schriftsteller unb frühere Rebakteur Franz Treller gestorben. Er war Dramatiker, halte zahlreiche Erzählungen veröffentlicht, bie sich einen Kreis von Freunden erwarben, und sich namentlich als Leiter verschiedener Volksbühnen verdienstlich gemacht. Er starb als Fünf- undjechziger. — Der Großherzog von Baden hat den Wiederaufbau des Heidelberger Schlosses endgültig genehmig t. Tie Bausorderung wirb von bem nächsten kommenden Landtag vorgelegt werden. — An Stelle des verstorbcnen Professor Peter Jansen wurde ber Professor Fritz Rüber zum Direktor ber Düsseldorfer Kunstakademie ernannt letzten Freitag beschlossen wurde, völlig in den Maßen des alten Talers gehalten sein. Sie werden aber das Bild Kaiser Wilhelms II. und die Aufschrift „Drei Mark" tragen. Urlaub und Urlaub. Ter „Vorwärts" verösfent- licht die nachstehende Zuschrift: „Wie leicht man in preußischen Landen einem Festungsgefangenen Urlaub gibt, falls er nicht, wie Dr. Lie b kn e ch t, sozialdemokratischer Landtagsabgeordneter ist, mag Ihnen die vor einiger Zeit von Wiesbadener Blättern berichtete Tatsache beweisen, oaß der Wiesbadener HofschanspielerLeffler, welcher wegen D u e l l s a ch e n auf Ehrenbreitstein seine Strafe verbüßte, Urlaub erhielt, um im Wiesbadener .Hoftheater auf- z u tr eten." Ausland. Londoner Frauenrechtlerinnen machen Dummheiten über Dummheiten. Eine Anzahl von ihnen zog, nachdcnr ter Minister Asquith eine Audienz abge- lehnt hatte, vor dessen Amtswohnung und warf ihm die Fenster ein. Zwei. wurden verhaftet. Asquith fuhr später in einer Auwdroschke vom Parlament nach Hause. Die Reste der auseinandergettiebencn Äcengc begleitete ihn mit Pseisen unb Katzenmusik, ebenso den Minister des Innern, Gladswne. Ernste Verletzungen kamen bei dem Krawall nicht vor. Tie beiden verhafteten Frauen wurden vom Polizeigcricht zu 2 k-lonatcn Gefängnis verurteilt. Eine der Beiden räumte ein, daß sie gesagt habe: „Tas nächst em al werden Bomben g es ch m i i s e n!" 20 Frauen erhielten Geldstrafen von 10 bis 50 Pfund mit wahlweiser Gefängnisstrafe von 1 bis 3 Monaten. Die meisten werben angeblich freiwillig ins Gefängnis gehen. Der englische Kri e g s m in i fte r hat in Aussicht gestellt, daß 315 000 sog. territoriale Wehrmanner, die an Stelle der früheren Freiwilligen ins Heer eintreten, sich aiimcrucn lassen würden. In Wirklichkeit haben sich aber nur 170 000 gestellt. Aus London stellten jich 14 000 weniger als der Kricgs- minister erwartet hatte. Ter, österreichische Kaiser hat eine neue ehrenrätliche Vorschrift für Offiziere sanktioniert. Man hofft dadurch eine grvße^ Anzahl von Duellen zu vermeiden. Von: österreichischen Abgeordneten hause wurde der Dringlichkeitsantrag, betreffend die Vorgänge an der Grazer und an der Jnnsbruckcr Universität avgelehnt. Abg. Malik zeigte eine Ansichtskarte, die den Zug der Bauern vor die Grazer Universität darstellt, um zu beweisen, daß viele Bauern mit Stöcken bewaffnet gewesen sind. (Großer anhaltend.r Lärm.) Weiter wurde über die Triiiglichkeitsanträge bett, d-as Vorgehen der Gendarmerie gegen rutherrische Bauern in Galizien verhandelt. Landesverteidigungsminister Georgi versicherte, daß, die Untcrfuchung gewissenhaft durchgeführt und die Schuldigen strengstens bestraft lvürden. Der Minister mürbe vom Abg. Wi- tuk wiederholt durch den Zwischenruf „das ist nicht wahr, allcS erdichtet, ein Dichter i m Waffen rock", unterbrochen. Der Minister: „Glauben Sie, ich habe Quark in den Adern? Ich lasse mir das absolut nicht bieten." — Abg. Witky: „Ich werde vor Ihren Geberden auch nicht erschrecken." — T>er Präsident rief Wittn zweimal zur Ordnung DerVerbandpolnijcherJonrnali ft en in Oe st erreich verständigte den Verein tschechischer Journalisten, daß er Den internationalen Pressekongreß in Berlin nicht beschicken werde, weil von Berlin aus die polenfeindliche Aktion geleitet werde. Der tschechische Journalisten- verein beschloß, den Kongreß ebenfalls nicht zu beschicken. Tie mit d^r s p a n i s ch e n S t r a f r c f o r m beauftragte Konu- Mission hat, obwohl der Kriegsminister erklärte, er bestehe auf Abschaffung der Todesstrafe, die einschlägigen Artikel des Strafgesetzbuches in neue umzuwandeln beschlossen und zwar so, daß das Todesurteil bei Begnadigung durch lebenslängliche Zuchthausstrafe ersetzt werden kann. Dasselbe soll auch der Fall sein, wenn mildernde Umstände bei Verbrechen, welche Todesstrafen nach sich ziehen, zngebilligl werden. vom persischen Ltaatrstreich. Der russische Kosakenoberft Liakofs, der, Wae wir meldeten, durch Erlaß des Schahs zum Stadtgouverneur von Teheran ernannt wurde und den Belagerungszustand über Teheran verhängt hat, erließ eine Bekanntmachung, nach der bei strenger ^trase das Waffen- tragen und Schießen verboten ist. Aus die Belästigung von Militärpersonen werden die schwersten Strafen gesetzt. Die^ .Tätigkeit dieses alleinigen Herrschers der otabt erstreckt sich sogar auf Erlaß von Bestimmungen über die Straßenreinigung, Verkauf von Brot und Fleisch usw. Seine Verfügungen erregen großen Unwillen unter der Bevölkerung. Gerüchtweise verlautet, daß eine Verstärkung der Kosakenbrigade um 25000 Mann geplant sei. Die Mittel dazu soll eine Tee- und Zuckerstcuer aufbringen. Rußland hat zu der Erhebung dieser Steuer für den genannten Zweck bezeichnender Weise seine Zustimmung gegeben. Der Schah hat den Prinzen Silli es Sultan, seinen Hauptgegner, von seinem Posten als Gouverneur von Schiras, den dieser erst vor wenigen Monaten angctrctcn hat, abgesetzt. Geldmittel fließen dem Schah nach Bedarf zu. Der Chef der Telegraphenverwaltung hat ihm 50 000 Tomans ausgezahlt und vom Zollamt hat der Schah 10 000 £oman3 ohne Vermittlung des Finanzministers abgehoben. Mehrere dem Schah oppositionell gesinnte Stadtbezirke haben sich ergeben. Nach einigem Widerstande ist (russische?) Reiterei in die Stadt eingezogen. Da Silli es Sultan zögert, aktiv gegen den Schah aufzutreten, so sind seine nach Teheran geschickten Truppen unterwegs auseinandergelausen, nachdem fic zahlreiche Plünderungen verübt hatten. Lvird cs interessieren, daß bei der ersten Wettfahit vor 15 Jahren der erste Sieger, der ebenfalls ein Rad von Lpel» Rüffelsheini fuhr, über 21/, Stunden mehr brauchte, nämlich 31 Stunden 22 Sekunden. Kirche uttö Schule- — Tie baijerijcDen Buchow haben ihren ^laubigen den Beitritt zu dem jüngft gebildeten Bund fortfchrittlicher Katholckcn gegen das Zölibat unter Androhung schärfster Ktrcheniirafen verboten. Dem Bund, der bekaniitlich zunächst die 'Milderung deS Zölibats anstrebt, sind bereits 13 000 Katholiken beigetreten. Märkte. ke. Frankfurt a. 3)1., 2. ^ult. (Tetegr. Ong.-Bertcht de» „Gieß. Anz.".) Amtliche 9lotictungcn ber heutigen Vieh m arft- preise. Zum Verkaufe ftanben: 28 Ochsen, 0 aus Oesterreich 1 Bullen, 0 aus Oesterreich, 100 Kühe, Fersen, Stiere und Nmder, 1002 Kälber, 27 Schafe unb Hämmel, 812 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schalläminer. Bezahlt würben für 100 Pfund Schiachtgeivicht: Ochsen: 1 Cualitai 78—80 'Mk., 2. Qualität 70—74 'Mk., 3. Qualität 61—64 Mk.; Bullen: 1. Qual. 69—71, 2. Qual. 64—66; Rübe 1. Qualität 74-76 >Mk., 2. Qual. 64-66 Alk., 3. Qual. 46—48 'Mk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 94 bis 96 Pfg., Lebendgewicht 55—57 Pfg., 2. Qualität 85-92 Pfg., Lebendgewicht 50 - 54 Pfg., Schlachlgeiv. 70—74 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 82 bis 00 Pfg., 2. Qual. 64—66 Pfg. Schivetne: 1. Quat. h3—64 Pf., Lebendgewicht 49,0—50 Pf., 2. Qual. 62—00 Pf., Lebendgewicht 48,5-00 Pfg., 3. Qual. 54—56 Pfg., Lebendgewicht 00—UO Pfg« Geschäft gut, Ucbcrftanb keiner. tvießcuer Wetterdienst. yoraussichtltche Witterung für Hcsieu am Freitag den 3. Juli: Fortdauer ber heiteren trockenen Witterung. Heiß. Lestliche Winde. Müllcr'fchc Badeanstalt. 93 a H t r ro ä r m e der Lahn 20 eK (Driginal-DrobhiKitmiccn. Nizza, 2. Juli. Eine Person, die ut der Treyfns- Afsäre beteiligt war und später unter dem Verdacht der Spionage in Deutschland verhaftet wurde, nachher aber wieder freigelassen wurde, soll hier verhaftet worden sein. Rom, 2. Juli. Tas gestern beendete Budget-Jahr ergab eine Verminderung der Einnahmen um 43 Millionen gegen das Vorjahr. London, 2. Jnli. Eine Nv.c an die Blätter besagt, daß zwischen König Eduard und dem Schah von, P.crsie.n. Tk leg ramme gewcck^lt laoidsr W1 rT7f? Die Beerdigung findet Freitag den 3. Juli nachmittags 3 Uhr statt. der BettattungSgenofienschatt der treten Schrctnervereinig- «ng Ohcfoctu 2384 Safe--'■ H. Haas III. Gleichste. 8, Hinterhaus, Telefon 698 'M K 4054 Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß eS Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigstgelicbte, unvergeßliche Tochter, Schwester und Schwägerin Anna Albach. nach langem, schweren, mit großer Geduld getragenem Leiden im 16. Lebensjahre heute zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen Familie Wilh. Albach und Ludw. Weimer. Daubringen, den 1. Juli 1908. Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. B. wurde eingetragen: Die Firma R. Oppenheimer Sohn, Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist: Betrieb von Branntwein-, Wein-, Spirituosen- und Cigarren- Handel im Großen insbesondere Erwerb und Fortführung des seither von Laufmann August Oppenheimer m Gießen unter der Firma 9L Oppenheimer Sohn betriebenen Geschäfts. Die Höhe des Stammkapitals ist 135 000 Mark. Geschäftsführer sind: 1. August Oppenheimer, 2. Louis Strauß, beide in Gießen. Der Gesellschaftsvectrag ist am 13. Juni 1908 fest- gestellt. Die Gesellschaft wird rechtsgültig vertreten durch 2 Geschäftsführer, die die Firma zeichnen. Im Falle der Verhinderung eines Geschäftsführers unterliegt die Bestellung einer zur Zeichnung für ihn berechtigten Person der Be- stiuunung des Aussichtsrats. Der Genehmigung des Aufsichtsrats unterliegen folgende Rechtshandlungen: 1. Erwerb, Veräußerung und Belastung von Grundstücken und Grundstückstellen; 2. Pacht- und Mietverträge über Grundstücke; 3. AnstellungSverlräge; 4. Eingehung von Wechseloerbmd- lichkeiten es sei denn, daß es sich um Trassierung, oder Glrirung von tm Geschäftsbetrieb oorkommenden Tratten, so- ivie um Girirung von Kundenwechseln handelt; 5. Alle Geschäftsabschlüsse über den Betrag von fünftausend Mark hinaus. Die Stammeinlagen dec nachstehend genannten Gesellschafter bestehen in ihren Forderungen an die oben erwähnte Firma R. Oppenheimer Sohn zu Gießen in Höhe der daneben bezeichneten Beträge: Joseph Strauß, Frankfurt a/M. 56 000Mk., Theodor Rödel, Giegen 14000 Mk., Carl Matthäus Cahn, Frankfurt a/M. 7 000Mk., Louis Strauß, Gießen 14 000 Akk., Lina Oppenheimer, Frankfurt a/M. 14 000 Mk., Firma Gebr. Heymann, Berlin 2 000 Mk., Siegmund Heymann, Wiesbaden 4 000 2)Zf. Der Gesellschafter August Oppenheimer in Gießen bringt das von ihm seither unter der Firma R. Oppenheiiner Sohn betriebene Geschäft als Sacheinlage in die Gesellschaft ein iliid zivar zu dein angenommenen Betrage von 320 600 Mk., der sich aus der Bilanz vom 1. April 1908 ergibt. Unter Berücksichtigung der aus der Bilanz sich ergebenden Passiven, verbleibt zu Gunsten des August Oppenheimer eine Stamm- einlage von 24 000 2)Zf. B2/7 Gießen, den 25. Juni 1908. Großherzoglich cs Amtsgericht. Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde das Erlöschen folgender Firmen eingetragen: a) Conrad Jung, Gießen; b) I. C. Jäger & I. Ai. Rumpf in Hanau; Zweigniederlassung in Gießen; c) Heinrich Herlinger, Gießen. Gießen, den 29. Juni 1908. B2/7 Großherzogliches Amtsgericht. Extrafeine» Speiseöl vorzüglich geeignet zur Zubereitung von Salat u. Mayonaisen. Feinsten empfiehlt als renommierte Spezialartikel die (4013 lönn-Drygri W. Kilbinger, Seltersweg 79a. Johannisbeeren zu verk. C. Nübsamen, Tel. 259. Witzmarer-Ehaussee. Vollständiges Bett, Waich- schrankcvcu und eine Partie gut erhaltenes z.andclrobr zu verk. 05504)_______Johannesstrafie 3. Wegzugshakber eine gulcrhatl. Kücheneinrichtung, Bettitelle mit Matratze, Tuche, Eckfchrank u. noch verschieo. zu verk. 2oberftr. 1, p. _________________(05503)________________ Häuser-Verkaui. 1. BweistöckigeS Wovnoaus mit lliianiarüenstocl, ö Biuun. in jed. Stock nebjt Bubehör, Hinterhaus zweift., beionders geeignet als Werkstatt und Lagerhaus und dergl. in zentraler Vage Gießens. II. 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B‘h Heute und morgen: gepökeltes Ochsenslcisch 40 Pfg. Butzbach-Licher Msenbahn. Am Sonntag, dem 5. Juli er. werden aus Anlaß des Kriegerfestes in Griedel folgende Sonderzüge in 4059 4048 im Hammstraße 15, p. 05516) Uhr in Gewinn- und Genehmigung § 35 Ziffer 6 der an zur Er- jeden zu Platten Entwickler Eixaaen Tonbäder Papiere Klebpasta Xcgativlack Blitzlicht Tages-Ordnung: der LiquldationSbitanz und per 31. August 1907 und Pcddig-Triumpfklappsesscl Komplette Veranda-Garnituren Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung liegen von heute in dem Geschäftslokale zur Einsicht der Aktionäre offen. Diejenigen Aktionäre, welche an der Generalversammlung 2. Beratung und Beschlußfaffung gemäß Statuten betr. Statuten-Aenderung. 3. Wahlen zum Aufsichtsrat. 1. Vorlage Verlustrechnung derselben. Kirschen. Frisch gebrochene Kirschen, sowie Sauerkirsche» sind zu haben auf dem Trieb b. d. Germania. 05448 Verstärker Pinsel Postkarten- C'arton Anerkannt beste und billigste Bezugsquelle. 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Hofmarslalle dahier 2 ausrangierle Landgestüts- bejchäler, unter der Bedingung des sofortigen Abschlachtens, versteigert werden. Heber das Abschlachlen ist ein beglaubigtes woch, den 22. Juli 1908, Nachmittags 31/, dem Nathaussaale zu Lollar stallsindenden General Versammlung ergebenft einzuladen. teilnehmen oder sich vertreten lassen wollen, haben ihre Aktien bis spätestens den 21. Juli d. I. nachmittags 6 Uhr auf dem Geschäftszimmer unserer Gesellschaft zu hinterlegen. Lollar, den 29. Juni 1908. d®/7 Die Liquidatoren. Photographie! Photographische Apparate WsZstz-» Speise-Oel,-Essig ba§ben£bai" Feinste. i383oj Adler Drogerie, Cttto Schaaf Seltcrsweg 39. tzstimbelmk Loliax Akkiell-GeseWast i. Lils. Die Altionare unserer Gesellschaft werden zu der Mitt- Gesundheitsbinden und Gürtel empfiehlt Germania Drogerie, Carl Seibel. (2764 Vergebung. Für die Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Gießen soll die Lieferung von Bett-, Leib- und Tischwäsche auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen von 4 bis 6 Uhr nachmittags in dem Verwaltungsbureau zur Einsicht offen. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungsternun Freitag, den 17. Juli 1908, vormittags 12 Uhr, iWMMMöi'Mki mit großem Lagcrpl., auch nir anderen Betrieb nch eignend, an verkehrsreicher Station, wegen hohen Alters des Beiitzers zu verkaufen. Offerten unter 4003 an die Exv. ds. Blattes erbeten. Kartoffttn feinste Speise- u. Salatkartofieln empfiehlt zu den billigsten Tagespreisen 1004 I Hankcl, Neuen Baue 7. Telephon 612. Gute Speisckartoffeln zu verkaufen. Lbwcngasse 12 Gemüsehandlung Amend. 05454 Stuhischreinerei von P. Henkel Sonnenstrassc 14 enipfiehlt sein reichhaltiges Lager in allen Arten von Stühlen, Anszieh- n. 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Visitenkarten Liefert rasch and billigst Brühlschc Uaiv^Drackerei. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere herzensgute Tochter, Schwester und Nichte Luise Schneider nach kurzem, schwerem Krankenlager zu sich zu rufen. 4055 Urrhnufc. erfahrungsgemäß sehr leicht die Jugend. Durch diese Hebet» treib'mg, die in mehrmaligem Baden an einem Tage und in zu langem Verweilen im Wasser gelegen ist, hat sich schon manches Minb schwere Krankheit, langes Siechtum oder gar den Tod geholt. Also raten wir unserer Jugend, nur recht fleißig zu baden, aber halten wir sie auch ernstlich ab vor Uebertreibung! RB. Darmstadt, 1. Juli. Ter Architekt von der Schmitt hier, der sich seit längerer Zeit in ungünstigen Vermögens-Verhältnissen befunden haben soll, ist oer- Ichwunden. Vielfach wird der Vermutung Raum gegeben, daß er Selbstmord verübt hat. — Gestern fand hier die General-Versammlung der Vereinigten Ortskrankenkasse statt. Durch die wachsenden Anforderungen an die Kaffe übersteigt die Ausgabe die Einnahme nm etwa 46 000 Mark. Man einigte sich nach verschiedenen Vor- besprechungcn dahin, daß eine R ed u kt i o n derLeistungen eintreten soll, indem die KranKnrente für die über mehr als ein Vierteljahr der Kasse Angehörenden während der ersten drei Wochen von 60 auf 50 Proz. und für die noch nicht ein Vierteljahr der Kasse Angehörenden für die ganze Unter« stützungSdauer (26 Wochen) auf 50 Vroz. herabgesetzt wird Die Arbeitgeber haben sich bereit erklärt, zur Verbesserung der Verhältnisse einer etwaigen Erhöhung der Beiträge zu- zustimmen. Marburg, 1. Juli. Vergangene Nacht gegen '3 Uhr stiegen plötzlich auS der seil einigen Jahren von der Stadt erworbenen und zn einem städtischen Elektrizitätswerk umgebauten alten Herrenmühle am Pilgrimstein zwischen dem Ünioersitätsgebände und der Lahnbrücke nach Weidenhausen dichte Rauchwolken auf. Es stellte sich bald heraus, daß in der Balkenlage des Mittelbaiies ein Brand auSgebrochen war, der mit rapider Schnelligkeit um sich griff. Von der Feuerwehr wurde der Brand mit aller Energie bekämpft. Das Balkengerüst brach jedoch zum Teil zusammen und die Trümmer legten sich auf die ui dem unteren Raum besindlichen Maschinen. Die Wand mit der historischen Stein- täfel, auf der zu lesen ist, daß Landgraf Ludwig im Jahre 1582 die Herrenmühle erbauen ließ, ist geblieben. Die Stadt und die Institute usw. sind vorläufig ohne elektrische Kraft, da der Betrieb gestört ist. ä. Erda, 30. Juni. Während anderweitig die Schafherden immer mehr verschwinden, steht hier die Schafzucht noch in schönster Blüte. Erda besitzt zwei große Schafherden. Jetzt, nach der Schafschur, ist ivieder die Zeit gekommen, ,vo die Schafzucht Gewinn bringt. Die Wolle stehl nach wie vor hoch im Preis, und es sollen weitere Preissteigerungen zu erwarten sein. Die Nachfrage auf dem gestrigen Herborner W oll markt war größer als das Angebot. Dazu sind neben den Lämmern, die meist von auswärtigen Händlern aufgekauft werden, die Schlachtschafe sehr begehrt. Das Urteil im Mordprozeß Grete Beier lüurbc, rote roir schon meldeten, in später Nachtstunde gefallt. Ten Geschworenen wurden folgende zwei Schuldfragen vorgelegt: Ist die Angeklagte Margarete Beier schuldig, 1) a. am 13. Mai 1907 zu Chemnitz vorsätzlich ihren Bräutigam Kurt P r e ß l e r getötet und b. diese Tötung mit Ueberlegung aus- gelührt zu haben, 2) a. ist die Angeklagte Margarete Beier schuldig, im Mai zu Chemnitz und Brand eine P r l v a t u r k u n d e, die zum Beiveise von Rechten oder Rechtsverhältnissen erheblich ist, näinlich das Testament ihres Bräutigams, fälschlich a n g e - fertigt und zum Zivecke der Fälschung gebraucht zu haben, b. durch diese Urkundenfälschung sich oder einem Anderen einen rechtswidrigen Bermögensvorteil verschaffen gewollt zu haben. OArele S8eic r erklärte nach dem Plaidoyer ihres Anwalts auf Befragen des Vorsitzenden mit leiser Stimme, daß sie nichts zu jagen habe. Hierauf zogen sich in der 11. Stunde die Geschworenen zur Beratung zurück. Itzach einstündiger Beratung, b e j a h t e n »die Geschworen sämtliche Schuldsrageu. Staatsanwalt Tr. Mandl beantragte, gegen die 'Angeklagte wegen Mordes auf die Todesstrafe und wegen Urkundensäljchung am Zuchthaus zu erkennen. Vorsitzender Landgerichtsdirektor D r. Rudert: i'tun, Angeklagte, jetzt haben Cie selbst noch einmal Gelegenheit, etwas zu jagen. Haben Sie noch irgend etwas anziisühren? - Angell. mit klarer, fester und lauter Stimme: Nein. — Ter (9 c- richishof zog sich hieraus giiv Beratung zurück. Nach kurzer Zeit erschien er ivieder, und 0er Vorsitzende landgerichtsdirektor Tr. Ruderl verkündete folgendes Urteil: T ic Angeklagte Bürger meisterStochter 'Margarete Beier wird w e g e n Al o r d e s zum Tode und wegen schiverer Urkundenfälschung zu der höchsten zulässigen Strafe und unter Cinrechitung der bereits erkcwmen fünf Jahre Zuchthaus zu acht Jahren Zuchihaiis verurteilt. Außerdem mußte auj dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und Traguiig der Kosten ernannt werden. Grete Beier nahm das Urteil ruhig und gefaßt entgegen. — Ihr Verteidiger Rechtsanwalt Tr. Knoll ivird feine Revision einlegcn, dagegen wird er em Gnadengesuch e i n r e i ch e n. Tie Geschworenen hallen sich schon im Geschworenenziinmer entschlossen, ein Gnadengesuch einzureichen. Ta das aber gesetzlich nicht zulässig ist, so haben sie sich injolgedesien einstimmig bereit erklärt, das Gnadengesuch des Verteidigers zu befürworten. Tie Geschworenen nehmen an, daß auch der Vertreter des Sächsischen Justizministeriums, der den Verhandluiigcn von Ansang bis zu Ende beiwohnte, das Begnadigungsgesuch befürworten wird. Lustfchissahrten. Graf Zeppcliii unternahm am 1. Juli mit seinem Ballon eine Probefahrt von Friedrichshafen nach der Schweiz. Das Luftschiff fuhr um 9 Uhr früh von Konstanz den Rhein entlang über Oehningen lind dann über Schaffhausen. Tann wandte es sich nach der Sck)lvclz. Zwischen 2 und 3 Uhr nachmittags erschien es übe.r Zürich und flog dann in der Richtuilg auf Winterthur. Rach ILstündlger 'Fahrt über Berg und Tal bewegte sich das Luftschiff um < Uhr nach Romanshorn und fuhr dann am linken Rhein- User entlang bis zur Höhe von Bregenz lind nrachte hier eine halbe Wendung. Zn abwechsluligsreicher Fahrt, bald sich hebend, bald sich senkend, nahm das Luftschiff seinen Kurs auf Friedrichshafen zu. Um '/<9 Uhr schwebte der Ballon in ca. 10 Meter Höhe über der ctabt hinweg, begrüßt von Böllersalven unö Hurrarufen. Tie Insassen, an ihrer Spitze Graf Zeppelin, erwiderten lebhaft. Um 1 »9 Uhr erfolgte die Landung in der .Halle zu Friedrichshafen. Der Graf beabfitbtigt auch eine Dauerfahrt nach Mainz auszuführen, doch muß erst ein neuer Transport Masserstoffgas ab gewartet werden. Tie Fahrt dürfte Mitte Juli stattftnden, da auch Bollmond abgewartet werden soll. Adolf Gelber, ein Wiener Journalist, behauptet jetzt in einem Wiener Blatte, daß der inzwischen verstorbene, aus Ungarn gebürtige Kaufmann Adolf Schwarz der Erfinder des ersten lenkbaren Luftballons sei und daß Graf Zepvelin nach dem Tode von Adolf Schwarz sich mit dessen Witwe zum Ausbau und zur weiteren Entwickelung der Schwarzschen Erftudung assoziiert hak. Tie Tragik des Ersinderschicksals ist nach der Tarstellung, die Gelber von den vielfachen Irrfahrten des Mannes, den grausamen Enttäuschungen unmittelbar vor den letzten Entscheidungen und seinem qualvollen Ende gibt, wahrhaft erschütternd. Tas Berliner Militärluftschiff ist am Mittwoch nachmittag in einer Höhe von 400 Metern auf Char- lottenburg zugefahren. Tabei ist es bei Gewitterbil- dung von einem aufsteigenden Luftstrom und einem Lustwirbel gefaßt worden und bis 1600 Meter hock gerissen worden. Der Luftwirbel war so stark, daß sich das Luftschiff permanent im Kreise drehte. Nachdem er bann noch durch diesen Wirbel erheblich aus seiner Gleichgewichtslage hinausgerissen worden war, ist es sehr stark gefallen und hat dabei seine Form verloren, so daß es dem Steuer nicht mehr gehorchte. Beim Herab- lassen geriet es zum Teil in die Bäume der Försterei Eichkampf. Irgendwelche maschinellen Teile sind nicht beschädigt. Menschen sind nicht verletzt. Tas Luftschiff wird ausein- anbergenoinmen, nach dem Uebungsplatz in Reinickendorf transportiert und soll, wie es heißt, binnen kurzem wieder fahrfähig sein. In Paris hat am Dienstag das lenkbare Luftschiff „Republique" einen Ausstieg mit Rundfahrt ausgesührt. Es soll sich durchaus bewährt haben. vermischtes. * Eine fürchterlich fahrlässige Feuerwehr. Aus Durnan (England) wird gemeldet: Aus Anlaß einer Hebung der Feuerwehr war eigens für diesen Zweck ein Haus errichtet worden, welches in Brand gesteckt werden sollte. Um die Sache dramatischer zu gestalten, hatte man im zweiten Stockwerk zwei Knaben und ein Mädchen untergebracht, die während des Brandes gerettet werden sollten. Ter Brandstifter hatte aber das Feuer zu früh angelegt, als die Feuerwehr noch nicht zum Eingreifen bereit war. Tie drei Kinder sind deshalb elendiglich in den Flammen umgekommen. 'Darf ein Rechtsanwalt im Gerichtsfaale schreiben? Rechtsanwalt Franck in Dortmund vollzog im Saale für Strafsachen am Dortmunder Schöffengericht geschäftliche Unterschriften; der Vorsitzende erklärte, das sei unzulässig. Franck erwiderte, daß er das Schreiben nicht »lnterlasscn werde, und stellte den Antrag, ihn m eine Ordnungsstrafe zu nehmen; er werde alsdann die Entscheidung des OberlandeSgerichts bezw. des Oberlandesgerichtspräsidenten über die Frage, ob ein Rechtsanwalt im Gerichts- sgal Unterschriften leisten darf oder nicht, herdeiführen. Nach nochmaliger Aufforderung stellte Franck das Schreiben nicht ein; er wurde in eine Ordnungsstrafe von 100 Mark genommen. Kleine Tageschrouik. In Hannover fand ein Postbeamter dieser Tage beim Leeren des Briefkastens in demselben 60 000 Briefmarken A 10 Pfg. Vermutlich stammen die Marken aus dem Burgsdorfer Postdiebftahl. Ter Svitzbube hat wahrscheinlich eine Haussuchung befürchtet nnd sich deshalb der Marken entledigt. — Ter Maler Kaufmann aus Linden wollte em Rad an eine Adresse befördern, war aber des Fahrens nicht kundig. Er stürzte nut dem Rade unö geriet unter einen Lastwagen, dessen Rader ihm über die Brust gingen unö ihn töteten. — Endlich wurde in Hannover die Lei ch e eines jungen Mädchens ans der Leine gezogen. Toiiristen sanden am Fuße der Jossenspitze im Kaisergebirge die Leiche des Pharmazeuten P i r ch m a i e r, der über eine hohe Feldwand abgestürzt und aligenschemlich sofort tot geblieben war. — Am StampflkeeS im östlichen Teile der Zillertaler Gruppe wurde die Leiche eines unbekannten Touristen gefunden und zu Tal gebracht. In M a 11 a n b wurde der 80jährige Direktor der Färberei Matloi, Dmotti, unter dem Verdacht des Giftmordversuchs verhaftet. Der Vizedireklor der Fabrik litt seit einiger Zeit an heiligen Schmerzen, die sich nach dem Essen einstellten. Dinotti wurde dabei überrascht, wie er ein Pulver in den Teller des Vizedirektors schüttete. Inzwischen stellte die Polizei fest, daß vor dem derzeitigen Vizedirektor sieben andere unter gleichen Gr- fcljBinungcii erkrankten, von denen drei starben. Man glaubt, Tmotti handelte aus Eifersucht gegen seine Untergebenen. In A lmacellas in Katalonien haben die Eheleute Bajo 16 Jahre lang ihre Tochter gefangen gehalten, und zivar in einem Schuppen, in dem sich Kaninchen befanden. Ter Richter ließ den Schuppen öffnen und stand vor einem erschütternden Bilde. Tas Mädchen ,var vollkommen nackt und zum Skelett herabgemagert. Es ist fast irrsinnig. Das Ehepaar wurde eingekerkert. Tie Volksmenge versuchte es zu lynchen. handel. 'Die Bank für Handel und Industrie (Darm» städter Bank, legt mit anderen Banken die 41/, P r o 5. Vorzugsaktien der Berliner Gleit r. Werke zu 101 Proz. und die neuen 4proz. Gharlottenburger Stadt-Anleihe zu 98'/, Proz. zur Zeichnung auf. Wir verweisen auf die heutige Bekanntmachung im Inseratenteil. — Hessische Bank Dar m st ad t. Vor einiger Zeit verlautete, daß die Bank sich mit der Banksirma Abel u. Eie. in Berlin verbinden werde und ihr Kapital von 1 auf 4 Millionen Mark erhöhe. Tie Firma Abel u. (Sie. werde ihr Geschäft mit einer Million Mark cinbringen. Nun wird neuestens gemeldet, daß sich diesem Plane Hindernde in den Weg gestellt haben und eine in den nächsten Tagen abzuhaltende Aussichtsratssitzimg der Hess. Bank sich darüber schlüssig machen wird, was weiter geschehen idll. Es heißt, daß die geplante Errichtung einer oiltale m Berlin nicht durchgefuhrt wird, doch soll Kommerzienrat Max Abel in den Aufsichtsrat der Hessischen Bank eintreten. Eine eigentliche Nebernahme der Fimia '21 bei u. Gic. soll in Wegfall kommen. Allgemein neigt man m Banttreijen der Ansicht zu, daß es besser so i|t, beim ein Entschluß der Hessischen Bank, eine Filiale in Berlin zu errichten,' wäre immerhin in gegenwärtiger Zeit etwas gewagt geroejen. — Deutsche Reichsdank. ES wird gemeldet, daß die Einreichungen zum Cuartalftennin speziell aus Wechselkonto wesentlich geringer als im Vorjahre waren. Im Vorjabre hat die Gefam- tinanfpruchnahme 505 Millionen Mark betragen. Diesmal dürfte sie nennenswert hinter dieser Ziffer zurück bleiben. — Kohlensyndikat s-P retSänberung. TaS Kohlensyndikat scheint mm endlich in der Preisfrage wenigstens etwas au5 »einer viel kritisierten und noch mehr beklagten Reserve herausgehen zu wollen. Ans Syndikatskreisen verlautet, daß in Zukunft die Preise mcht mehr für ein ganzes Jahr, sondern nach dem Muster des Stahliverksverbandes jemefter- ober quarfcalroeijc 'engefeyt werden, quartalsweise wäre ledensallS das beste. Durch eine derartige Maßnahme würden die Nachteile der bisherigen PreiSfest- feyimg ausgeschaltet. Es bleibt abzuroanen, ob das Syndikat wenigstens diese bescheidene Konzession den Berbrauchern einräumt. Zigarette »Industrie. Ter Verband der deutschen Zi- garettenmdn''trie bat in Dresden unter zahlreicher Beteiligung feine diesjährige Generalversammlung abgehalten. Im Vorder- qrunde des Interesses ftanb die Aussprache über die schwebende Steuenrage und über den Import ausländischer Zigaretten, insbesondere über die Gefahr der wachsenden Eirnuhr der österreichischen Regiezigaretten für die heimische Industrie. Ferner 'aßte der Verbandslag nach längerer Debatte einstimmig eine Resolution, in der heroorgehoben wurde, daß die Bezeichnung ,Egyp- tische Zigaretten' durch langjährigen und allgemeinen Gebrauch zn einer Beschaffenheitsangabe geworden fei, und daß deshalb die deutsche Zigaretteiiindustrie einen Rechtsanspruch auf diese Bezeichnung habe; es sei aber wünschenswert, die Bezeichnung allmählich au5 den Packungen zu emiemen und die deutschen Konsumenten daran zu gewöhnen, deutsche Waren mit deutschen Namen zu fordern. Markte. Limburg a. d. Lahn, 1. Juli. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Dialter. Roter Wetzen (nassauischer) 17,30 Dik., weißer Weizen 00,00 Dlk., Rom 14,20 Dik., Gerste 11,00 Mk^ Hafer 7.50—0.00 Dik. nach Qual., Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln 5,50 Dik. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). S a m 5 t a q den 4. Juli 1908: Vorabend 7.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Schrifterkläruug. Sabbatausgang 9.40 Uhr. Israelitische Religionsgesellschast. Gottesdienst. Sabbatfeier am 4. Juli 1908: Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbat-AuSgang 9.40 Uhr. Wochengoltesdienst: morgens 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Juli Weller 1908 p 25,9 38 höchste Temperatur am 30. Juni Niedrigste 30. Für Politik in Vertretung verantwortlich: P. Wittko. Sonnenschein Klarer Himmel Sonnenschein 2» 9- 7" E E N 2 2 3 19,4 11,9 71 17,5 10,5 70 1. 1. 2. bis 1. Juki — 4- 25.9 • C. , 1. , =4- 13,6 • U. TI T !i 753.5 । 753,6 । 754,5 j Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit I z: Windstärke Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Hank für Handel und Industrie, Glessen. Frankfurter Bör*e, 2. Juli. 1.15 Uhr. 3J4*/# Reichsanleihe . . 91.50 3% do. . . 82.45 3X°/e Konsols . . . . 91.60 3% do. .... 82.50 3X°/<> Hessen 90.65 3^°/e Oberhessen . . . 90 50 4 % Oesterr Goldrentc. . 98 50 4*/s ?» Oesterr. Silberrente 98.90 4-6 Ungar Goldrente . . 93.40 4% Italien. Rente . . . —.— 3% Portugiesen Serie I 63.15 3% Portugiesen „ III 63 50 4)4e/e russ.Staatsanl. 1905 95 60 4japan. Staatsanleihe 89.40 4°6 Uonv. Türken von 19U3 95.50 Türkenlose 147.20 Griech. Monopol-Anl. . —.— 4-6 äussere Argentinier . —.— 3°/o Mexikaner ... —.— 4>i7o Chinesen .... 96.50 Aktien: Bochum Guss 207.60 Buderus E. W 109.00 Tendenz: ruhig. Berliner Börne, Canada KB 155 60 Darmstädter Bank . . . —.— Deutsche Bank .... 229.— Dortmunder-Union C. . . 55.70 Dresdner Bank .... —.— Tendenz: ruhig. Elektriz. Lahmeyer . . . 114.50 Elektriz. Scbnckert . . . 103.75 Eschweilor Bergwerk . . 192 00 Gelsenkirchen Bergwerk . 186 30 Hamburg-Amerik. P&keLL 108.50 Uarpener Bergwerk. . . 19 >20 Laurahütte 199.00 5ordd. Lloyd 9230 0 bei seid es. Eisen-Industrie 94 50 Berliner Handelsges. . . 159.50 Darmstädter Bank ... 122.10 Deutsche Bank .... 228.80 Deutsch-Asiat Bank . . 129.50 Diskonto-KommandiL . . 170.60 Dresdner Bank .... 13 .70 Kreditaktien 194.20 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn 84.60 Gotthard bahn — Lombard. Eisenbahn . . 22 50 Gesten. Staats bahn . . . 147.80 Prince-Henri-Eisenbahn . 121,00 '. Juli. Anfangs kursa. Uarpener Bergwerk. . . —.— Laurahütte 199.50 Lombarden E. B. ... 22 7ü Nordd. Lloyd 92.10 Türkenlose 146.20 Alter Junge,, sei so gut und borg mir eine Schachtel Fayo Sodener Mineral'Pastlllen — ich weiß ja. bau du nie ohne ein naat Schachteln auf Reifen gehn. Uch hab mich ordentlich erkaltet, hab aber leider vergessen, mich nut Fayo achten Sodener zu oersogen und kann erit morgen welche Tauicn. Tie klemen Dinger tun wahre Wunder bei mir, sie raumen nut jebet Erkaltung jchleunign aus und bekommen auch meinem Atagen Domen- lidj. ,toöo achte Sodener tauft man mr Piennig in allen Apotheken, Drogerien und Mineralwaiserhaudluugen, weise aber alle Rachaomungen enuchieden zurua. ------ Jaa achte darauf, dafl jeder Würfel auf der Umhüllung den Namen MAGGI u. die Schutzmarke (Kreuzstcni) trägt A 1 .?y ■S v.f «»S K D ruug. nb§ 7.30 Ukr. tuugen sag etoe h.^as°us 1 in Ü^ehen »ach MA die "weise \?uflet Turch Ktzt lerigen ? der- d ”ä »ch-m S-t her be '"** *<&!<■ ?-b 3'Ä Ä* ?S.i^ iei(t!nunq (Ln„ 1 xbe“iws«L SoM-^bie; >• Ql düche u » c 7 Wetter ! ! Sonnenschein 2 Klarer Himmel 2 Sonnenschein Ir = 4- 25,9* C. = 4-13,6’1. P. Bittko. ind Ohio* .15 Uhr. neyer . ckert . •rgwerk . 114.50 . 103.75 . 192.00 . 186.30 . 122.10 . 228.80 , 129.50 , 170.60 . 13>.7O . 194.20 . 8160 richte Bank für Handel delsges. Bank . nk . . ,t Bank nunandiL luk . - in ' 22 50 “■“* ■ '147.80 itshaho . • - j. 00 ^Eisenbahn • Bergwerk erik PaketL 108.50 gwerk. . • 19^20 b . . 199.00 ’ 92.30 isen-Iudustrie 94.50 . 159.o0 ngsknrse. _ rgwerk. • • ig9'50 • • • ' ' 22 70 E. B. • • 92J0 2 bis 3 tiiltzt. llatlrrinntn gegen guten Lohn sofort gesucht. 05502) Kaiser-Allee 3a. 05506]8»3immer Ii?oUmnm zu ver» mieten. Wevsteingane io. Landgraf Philipp-Plau 10 3 Ztmmerwohnuitg mit allen der Neuheit entfvrechenden Einrichtungen ver 1. Auguit zu oerin. 1063, Nah Kranksurter Str. 20. SflF* Emissions-Kurs 101 % G. R. V. 1885 Donnerstag, den L. ouit: Abriidtour nach yntruljoftn. Abfahrt 8>/< Uhr vom CafSHettler. v1/?) Tcr g)abrwart. in- diskreter Geburt TU. S*l‘lD^f[Cflec[tcni gesucht. Pflegegeld 25 Mark vro dJloimt. Schriftliche Angebote um. 4u±2 an den Wicücncr Anzeiger erb. Wohnung 6—7 Zimmer mit grobem Garten in der Jiabe des Physiologischen Institutes gesucht. Angebote fof. erbeten nach Hotel Kühne, Dr. ©cif. 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