he h,j et I. *yn 3 Uhr oui >ebcn roecbtn 49,80 3JK 10,00 174,00 179,00 ' 125,60 " 30,40 ' ■70,40 . 61,80 , [1385 iend PPS chntzei, Jung. raut, 16 !0 !6 8 5 5 5 15 10 d S gelobe x/'S » T A>. » 4*Ä •jifut» § ™ s&t Hiiseu"! .zurrte" 'Alibi» [ Damen jesternM“» u)haoi>***&2-- Caspar. Präsident Graf Stolberg X r (Beifall.) Abg. Werner (Nfp.) »» .«eßeun LamllienblStter- werden dem jMnaetfler* otermal wöchentlich beigelegt, das ^gnubieti fftt »tu Kreis Lietzen" zweimal WAchr—"ch Die ^LandwMschastlicheo Seit- Imr erfcheinen monatlich zweimal. (Zweiter Tag.) Abg. Dr. Pachnicke (freis. Vgg.) ‘ Montag 2. März 1908 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnwersitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 16 Min. eingegangen sind die Novellen zum GerichtSverfaffungS., Gerichtskostengesetz und zur Anwaltsgebührenordnung. ,(Z r v r t- prozetznov elle.) ; Die große Gewerbenovelle. * Naive Märchen-Sicherheit und Selbstverständlichkeit, echte Mävchenstimmung in Wort und Bild, dazu Spiel und Tanz und hübsche Beleuchtungseffekte, das alles zu einer wirhamcu und anheimelnden Einheit zu gestalten, ivar des Bühnennrarchen- machers Aufgabe, die Steingoetter aufs glücllichlte gelöst hat. Und die Inszenierung lieg gleichfalls l'aunr einen Wunsch oiren. Ein farbenprächtiges Büd, erfüllt von Leben und Licht, lolgie dem anderen. Tas lKbsck-este, poefievollste war das zweite. Tie Szenen im Fürstenschwsse sind iveniger gelungen, ivemg'er originell und wie sich das von selbst versteht, auch wenig von edit deutscher Märcl)enstuwmung erfüllt. Recht nett aber wat das anmutige Kindermenuett, bestrahlt von maguck-cn Lichtern, und über manches Bild hatte sich die leistungsfähigste Ans- stattungsbühne nicht zu schämen gebraucht, ödem Wunder, dach das mit kleinen Besucherii dicht gefüllte Haus sehr beisalls- Bad-Nauheimcr Briefe. IL Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedillon und Verlag: e^ä>61* Redaktion. «L4AII2. Tel.-AdruAnzeigerGießen. deiner Kritikus, daß das hübsck>e Mädchen nicht auch die an-1 killte. Tas schlechte Weller >nis seine,l Jnstuenza-BaMen und «einer >ririluv,,vuv..o i r .. .. I heimtückischen Waffen reißt aber doch manche Lucke m die Reiben der (Setreuen. Unser bekannter hessischer Künstler warnet Greiner sprach an einem Abend über Hennalkunst, gewisjer- maßen als Ergänzung zu der unter Führung von Proi. Sauer nnternomnienen Kunslreise ans Mittelmeer. Zn dein vollstnnnich klaren Vortrag berührte einerseits das Eingehen ans den modernen Berni deS Handwerks wohllnend, anderseits verblüffte der gut begründete Hinweis auf die auch rein vollSwirrschaitlich nachwelsbars Bedeutung der Kunst für das Volksleben. Tas W a n d e r t h e a t er des Rhein-Mamischen VerbandeS brachte uns in diesem Monat zwei Vorstellungen, ein ernstes und ein heiteres Volksstück. Das erstere (am 8. Febr.) waren ^Die Rantzau" von dem elsässischen Dichterpaar Erkmann-Chatrian, die Geschichte von Romeo und ^ulla ms Deutsch-Bäuerliche mit Glück und geschickter Charakterlltlk übersetzt. DaS andere mären „Die zärtlichen Verwandten" des guten alten Haiistheater-Dichters Roderich Benedix (am 27. tfcbr.). ö'ue das Publikum des dritten Platzes halte offenbar die,e letztere, leichtere Kost die meiste Llnziehungskrall. Sie knüpft ja auch am ehesten an daS an, was so in den Vereinen geboten zu werden pflegt, setzt nicht viel voraus und ist wohl so naturgemay die erste Stufe, um den Geschmack zu fördern. Wie ivird es uns gehen, wenn Grillparzers „Medea" kommt? Solchem ernsthaften Wirken gegenüber spürt man doch gar deutlich, wie alle ^lks- dildungsarbeit, mag sie als Ergänzung der Volksichulbildung auch heule schon noch so notwendig und dankenstverl iemx doch leine sehr großen Schritte vorivärts machen kann, wo die schule die Phantasie der Zuhörer miwiderstrhlich mitgerissen. T-ie bo scheiden zurückhaltende Klavierbegleitung tat_bad Ihrige, die Wirkung zu erhöhen. Tus Publikum, das Den Saal bis in Den letzten. Winkel füllte, verhielt sich so lautlos aiifmerlsam, daß selbst von, nur gefLüftcrten Worten des Rezitawrs nicht eine Silvc verloren ging. Deutscher Reichstag. 112. Sitzung, Sonnabend, den 29. Februar. Arn Tische des Bundesrats: v. Bethmann-Holltoeg, Was die Zahl der Veranstaltungen betrifft, so war in der letzten Zeit unser B i l d u u g s v e r e i u obenan. In den literarischen Abenden wurde mit der Lektüre von Schillers „W al lenst e > >»" begonnen, und die Zahl der Teilnehmer war groß genug, neil ebienso gut besetzt, doch konn.e r.ian mit dem Besuch, m An- um selbst alle Rollen im .Lager" zu besetzen, das den ersten 'Abend I betracht des ernsten Themas, auch so zusrieoen sein. Es galt, den Boden nicht bearbeitet hat. Am 1. April ist der Bildungsverein in der glücklichen Lage, sein Lesezimmer mehr in das Zentrum der Stadt verlegen zu können. Wir hoffen, daß das der Benutzung förderlich sein wird. Ter Vortrags verein veranstaltete am 22. Februar einen RezitationSabend mit £recm von Possart. Tcr bekannte Acüti- cEicner Mm stier trug erst eine Ballade vor (Graf Walther und die Waldsrau), die weniger durch ihren Ideengehalt, als durch iljre guten dramatischen Eiftkte toirkte. Nach einer durch die Eis-moll- Sonate von Beethoven ausgefüllte Pause folgte dann die Rezitation von Tennisons bekannter, ergreifender Dränung „Enoch Arden". Possart hatte seine Stimme prächtig in der Gewalt. Bis zur vollsten Anschaulichkeit malle er alte einzelnen Szenen in iljrcni besonderen Charakter, die treuherzigen Kinderspiele, das Eheglück, die Trennung, den Schisfbriich, die Heimkehr — bei allem wurde freudig war. , . , . , .. r. In der Darstellung mackste sich ja noch gar sehr die Erstausführung bemerkbar. Trotz des Ausbietens der ersten Kraste unseres Schauspiels klappte es 'wch nickst recht, und mehreren mackste der überflüssige schwäbische Dialekt, der auch den meisten der kleinen Gäste unverständlich bleiben mutzte, große Schwierigkeiten. Im einzelnen war Dor le Maifarth em niedliches Plappermänlcheii, mit dem Munde stets voran, Re i mer- Schlege l ein possierlicher Nrarchenfurst, v. d. Beckc ein deklamatorischer Märchenprinz, Steingoetter und Sui je Bons wildkomische Waldgeister, Sachs cm ttberaus tprmg ästiger Hofnarr und iSteckenpserdtuminler. Gan- vorzüglich war G a r ei s als dicker Vetter Laible, eine köslliche Epifodenngur in fernem PrufMi mid Husten und Schnaufen, in ferner wunderlichen Beweglichkeit eine prächtige Illustration einer Grmunsck)en Marchcngeftatt. Tie musikalische Zukost inar mit Geschick .arrangiert und trug cm gutes Teil zum Erfolge bei, der un lauten Entzuaen der Meinen seinen Ausdruck fatid. W. spricht sich für die Einführung obligatorischer Arbeiterausschüsse auS. Abg. Fleischer (Ztr.) hält einen Vortrag über die internationalen Berner Abkommen. Er hebt ihre Bedeutung für die nationale Industrie hervor; von einer allgemeinen Gleichmacherei könne keine Rede fein. Das Hauptverdienst habe die erste Berliner Konferenz und der Kaiser. Wg. Tr. Eontze (natl.)' bespricht die Heimarbeit der Z i g a r r e n i n b n st r i e, be. sonders in dem „klassischen Kreise der Tabakindustrie", Herford. Leider seien die Löhne in der Tabakindustrie duffer ft niedrig, die Hausindustrie sei aber nicht schuld daran. Die Kontrolle dürfe nicht allzuscharf gehandhabt werden, sonst würde die Wohltat bald zur Plage werden. Tie historische Entwicklung der Heimarbeit in der Tabakindustrie mutz in Rücksicht gezogen werden. Die Leute hängen mit ganzem Herzen an der Heimarbeit, obwohl sie natürlich Schäden im Gefolge hat. Die Kinderbeschäftigung ist von er. zieherischem Wert; die Kinder werden durch die Arbeit an Fleiß und regelmäßige Tätigkeit gewöhnt, aber dieses nur, wenn die Beschäftigung in gewissen Grenzen geschieht. Möge das Gesetz den sozialen Wert der Hausindustrie der Zigarrenindustrie genügend berücksichtigen. stBeifall bei den Nationalliberalen.), Abg. Geyer (Soz.): behandelt ebenfalls die bausindustrielle Z i g a r r e n f a b ri. k a t i o n. Das richtigste ist ein Verbot dieser Hausindustrie. Sie ist nur eine Folge der niedrigen Löhne, und diese sind wieder her. borgerufen durch die hohe Tabakbesteuerung. Tie Hausarbciler haben selbst jenes Verbot gefordert, es hat aber schon Jahre gedauert, ehe auch mir eine Enquete durchgesetzt werden konnte. Nicht nur für die Arbeiter selbst, sondern auch für die Zigarrenkonsu. menten ist diese Hausarbeit geradezu gesundheitsgefährlich. Die Vorlagen sind nur ein weiterer Schritt auf dem Dege der unwürdigen Gesetzgebung, die den Spott der Oeffentlichkeit hervorruft. Das HcmS vertagt sich. Montag, 1 Uhr: Fortsetzung, Reichsamt des Innern.' Schluß 6 Uhr. MarimalarbeitZtag wird der Industrie keine großen Wunden schlagen, da wir ihn schon vielfach haben. Es muß aber bei Arbeitsüberhäufungen nicht schwer gemacht werden, die Arbeitszeit zu verlängern. Oldenburgischer BundeSratsbevollmächtigter Dr. v. Eucken-Adden- hausen: In bezug auf die Verbreitung vonMitteilungenüber Bundesvorlagen seitens der Neichsregiennig sind Nachrichten verbreitet worden, denen ich widersprechen mutz. Es konnte vielleicht die Meinung aufkommen, als ob die N e i ch s r e g i r u n g gegenüber Oldenburg irgend etwas versehen habe. Ich muh daher erklären, daß durch das Vorgehen der Neichsregierung in bezug auf Mitteilungen von Bundesangelegenheiten die olden- burgnche StaatSregierung sich in keiner Weise benachteiligt, geschweige denn verletzt fühlt. (Hört! Hört! links.) Am wenigsten ist das, obgleich eS behauptet wurde, der Fall beim Entwurf zum ArbeitSkammergell'tz, der ja der öffentlichen Kritik anheimgegeben wurde, und zwar auf Veranlassung der Reichsverwaltung. Diese hat also gerade in diesem Fall mehr getan, al5 sonst üblich ist, denn nicht nur die Bundesregierungen, sondern auch alle öffentlichen Z^örperschaften wurden ausgefordert, dazu Stellung zu nehmen. Nach meiner Erfahrung hat die NeichSverwaltung die Absicht und den guten Willen, bei jeder Gelegenheit die einzelnen Bundes- regietungen so bundesfreundlich zu behandeln, und so entgegen- kommend ihnen die Vorlagen mitzuteilen, wie es nur möglich ist. Sollte hier und da ein Fehler vorgekommen sein, so glaube ich nicht, daß es sich der Mühe verlohnt, irgend welchen Wert darauf zu legen. EskommtaufdenGeistan.indemdteVer- handlungen deS Bundesrats geführt werden. Ich kann versichern, daß im Bundesrat alle Bundesstaaten, die größeren und die kleineren, im beften Ei nver- nehmen handeln und im bundesfreundlichen Verkehr stehen. >ie an- l deren" sechs Frösche küßte, dann wären doch auch deren Frvsch- köpfe davongeflogcn. Ja, aber dann hätten sie nicht ihren | Fwschtanz aufsühren können und das Ware doch auch schade ■ Am Wend des oa raus folgenden Tages war der gleiche Saal ij | acht ebienso gut besetzt, doch könnt d I betracht des ernsten Themas, au So ists denn altes Märchenland, das uns aus dem Alltagsleben in die geheime Geisteovelt hrneinzieht. Und die Geistertoelt ins Alltagsleben . . . Denn alle Geisterwelt ist Miär- chen und an des Waldes Spukgcstalten glaubt ein herzhaftes Der Schwerpunkt dieser Beratungen kann nur in der Kommission liegen. Arbeiterfeindlich sind die Bestimmungen der Vorlagen nicht. Wenn die Sozialdemokraten das behaupten, dann lassen sie jede Objektivität vermissen. Der Entwurf übertrifft an Bedeutung alle Arbeiterschutznovellen seit 1890. Mit der Blockpolitik hat die Vorlage nichts zu tun. Wir werden uns nichts vergeben und unseren Grundsätzen immer Geltung zu verschaffen suchen. (Gelächter der Soz.) Es geht auch ohne die Sozialdemokratie. Seit ihrer schweren Niederlage hat die Sozialpolitik nicht geruht, sondern an Energie sogar zugenommen. (Lachen der Soz.) , Der Redner bespricht nun die Vorlagen. Wollte die Regierung jetzt wieder die Initiative errgeifen zur Einberufung einer internationalen Arbeiterschutzkonferenz, sie würde einen besseren Erfolg erzielen, denn inzwischen ist der Boden geebnet In der Erörterung der Frage der Lohnbücher bemerkt der Redner: das war ein Lieblingsgedanke deS Zentrums und besonders deS Wg. Hitze, aber hier zeigt sich so recht, daß die Gesetzgebung, auch die sozialpolitische, weniger mit dem Herzen, als mit dem Kopse zu machen ist. Gegenüber den Vorschriften über die Regelung des Verhaltens der Arbeiter in gewissen Betrieben befürchtet Herr Molkenbuhr, daß Gehorsamspflichten wie bei der SeemannSoronung mit Strafen eingeführt werden könnten. DaS mutz ganz auSgeschloffen fein; aber es ist gut, wenn das hier ausdrücklich gesagt wird. ES kann nur dec sanitäre Gesichtspunkt in Betracht kommen. Dr. Pachnicke beschäftigt sich sodann näher mit der Frage de» Maximalarbeitstages. Nicht nur daS Moralische, sondern auch daS Hygienische versteht sich immer von selbst. Tie Gewerebaussichtsbeamten haben schon lange den Z e h n st u n d e n. t a g gefordert, wenn auch mit Uebergangsmaßnahmen, und jetzt hat ja auch die Industrie, die am längsten widerstrebte, die Textil- Industrie, sich gefügt Der Zehnstundentag wird sich genau so ein» führen, wie die bisherigen Verkürzungen der Arbeitszeit. Was die Ueberzeit anlangt, so kann ich dem Vorschläge der Berliner Handelskammer nicht zustimmen, die sechzig Tage so zu be- handeln, daß lediglich eine Anzeige bei der Polizei genügen soll; das würde die Ausnahme zur Regel machen. Tie Polini könnte heute schon manches, wenn sie nur wollte. Freilich, oie Orts- polizei muß künftig an Voraussetzungen gebunden werden. Sie ist nicht das qualifizierte Organ für Sozialpolitik, sondern die Gewerbeaufsicht, der Gewerberat. Notwendig ist aber da eine sehr starke Personalvermehrung. Hilfskräfte werden im großen Matzstabe herangezogen werden müffen, auch aus den Arbeiterkreisen. In der Frage der Konkurrenzklausel betrachten wir uns nicht als Anwalt einer Jnteressentengruppe. Ganz wird man sie nicht entbehren können. Die vielleicht mit Opfern erworbenen Betriebs« und Geschäftsgeheimnisse bedürfen eines Schutzes und das liegt auch im Interesse der Ausbildung der Angestellten, da man sie sonst vielleicht nicht so in die Einzelheiten des Betriebes hineinsehen lassen würde. Der Redner bespricht bann die Verhältnisse in der Heim, arbeit, die durchaus verschieden wären und bald einen rückstän. - bigen, bald einen fortschrittlichen Charakter zeigten. Die Tabaks, rnb bie Konfektionsinbusttie hätten ganz moberne Betricbsformen, währenb bie Verhältnisse in ber Heiminbustrie der sächsisch.schlesi- schen Gebirge sehr büster seien. Die neuen,Bestimmungen nehmen auf bie Verschiedenheiten des Betriebes Rücksicht. Es sind Kam p f- v o r s ck r i f t e n, die energisch zur Turchführung kommen müßten. Tcr Redner fordert obligatorische ArbeilerauSschüffe, Ausdehnung der Gewerbeaufsicht auf Eisenbahnuntcrnehmungen aller Art, eine Neuredaktion der Geiverbeordnung und eine Kodifitatiou des Ge. Gieszener SLadtLhecrter. Die verzauberten Frösche oder Marie das Plappermäulchen. ftmbcrni;ird/:ii in 6 Bildern mit Tanz und Gesang von Hermann Steingoetter. Tes weisen Nathan Wort: „Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab" hat unsterbliche Giltigkeit. Wie dies Wort sjürs Leben gilt, das nüchterne Wahrheit nicht verträgt, so gilts erst recht für die Bühne. Und wenn , ihr Märchenzauberlicht auch nur unter besonders günstigen Umständen die geheimen Zugänge der menschlick)en Seele uns offenbart, so erfüllt sie doch nicht seltep wenigstens d i e Schillcrsche Forderung, als eine „Schule der praktischen Weisheit" sich zu zeigen. Zumal wenn sie uns ein Märchen vorführt. Dieser Dichtnngsart sagt man sehr mit Recht nach, daß sic dem kindlichen Herzen am eindringlichsten etwas zu sagen weiß. Nun sind ja V o l k s - Märchen und K'n n st -Märchen sehr wesentlich von einander verschieden. Ten meisten der letzteren fehlt gar ofc die Zauberformel, die das Herz der Kleinen für die Wunderwelt erschließt. Aber die von Görncr oder Anderen dramatisierten Volksnrär- chen sind fast allesamt übele Verhunzungen, die dem aus Mythos und Geschichte entstandenen Original alle Poesie und alle Naivität raubten, und alle Herzinnigkeit. Doch nicht in erster Linie mit dem Verstaiw, sondern mit dem Herzen erleben die Kinder die geheimnisvolle Wonne einer Theateraufsührung. Darum tun die Theaterbcrektoren ganz recht, wenn sie vor den Verballhornungen unserer besten Märck)en nnsere Kinder bewahrvn; und sie verdienen den wannen Tank jedes ernsten Kindar- freundes, wenn sie ciu.mai, in dem vollen Bewußtscin bey erzieherischen Wertes der Schaubälpte, ihre kostspielige Zeit nicht allein der Inszenierung, sondern sogar der selbständigen Sck)äp fung eines Bühnen-Ntärckiens widmen. Tarum gebührt Direktor Steingoetter der Lorbeer des Abends. Steingoetters Bühnenmärchen, das wir gestern kennen lcrm- tcn, sucht den kindlichen Gemütern klar zu machen, dav, um mit Börne zn reden, nichts zu fürchten ist als bie Furcht! Wer sich vor ber Furcht bewahrt, wirb von Hexen picht genarrt. Hast Herz unb Mund bu aus reckstem Fleck, laufen selbst Riefen feig von bir weg. Gruselig laß ich mich nimmer machen, Angst ift Unsinn unb macht mich lachen. In solche Minöci> reime läßt ,ich die Weisheit bes Steingoettersck)cn Atärchens zn- fammcnfassen. Der SckMssel des gestrigen Steiugoelterichen Erfolges aber auch bei den Eltern der kleinen Theatergäfte liegt in dem heimelig tyeitccen Tone, der aus dem Ganzen dringt, liegt mehr noch in dem zarten Hauche graziöser Poesie, der diesem netten Märchen entquillt. Ta plaudert der Walbauetl zum artigen Siinbc, bas Echo tritt leibhaft hervor hinterm Baume, im Wolkenivagen burchfährts bann bie Lüfte, ber Walb- hexe Seele verschwcbr in dem Raume, der Riese fällt durch Vst.cklojeu Bogen und des verzauberten Prinzen Frofchniaote kntlveicht in die Winde durch 'chiädchenkuß. Schade, sagte ein Werberechts. Unsere Sozialpolitik müsse energisch weitergeführt werden, sie habe den glänzenden Aufschwung der In- dustrie nicht, wie früher mehrfach befürchtet wurde, gehemmt, sondern gefördert. (Beifall.) Direktor im Reichsamt beS Innern Caspar stellt fest, daß die Ausdehnung^ der Verordnungsbefugnisse bcS Bundesrats hinsichtlich des Arbeiterinnen, und Jugendlichenschutzes sich bisher nicht auf bie reinen Familienbetriebe bezogen habe, d. h. auf bie Familienbetriebe ohne gleichzetige Beschäftigung fremder gewerblcher Arbeiter. Abg. Schmidt.Allenburg (Rp.): Wir sind im allgemeinen mit der Vorlage einverstanden. Dem Bundesrat sollen aber sehr große Befugnisse zugestanden werben Es werden daher zunächst die Beteiligten gehört werben müssen ehe man einschneibenbe Verordnungen erläßt. Ter Bundesrat ist ohnehin schon mit seinen Forderungen über daS Ziel hinausgegangen, zum Beispiel bei der Bestimmung über den Rauminhalt ber Arbeiisräume. In Räumen, in benen füher 100 Arbeiter beschäftigt wurden, dürfen jetzt nur noch 70 Arbeiter tätig sein, obgleich gar kein Grund zu dieser Beschränkung vorliegt. Warum bat man ine Industriellen a I 5 Sachverstän. dige nicht gehört. Die neuen Vorlagen bedeuten für bie In- buftrie einen Mehraufwand von rund 500 Millionen Mark. Der Rebner bespricht bie Heimarbeit. Sie müsse aufrecht erhalten werben, wett sie sich zur Notwenbigkcit herausgebildet habe, beson. ders in der Tabakindustrie. Zu Unzuträglichkeiten muh die Bestimmung führen, daß wohl die eigenen Kinder zur Hausarbeit herangezogea werden können, aber nicht die fremden, die aus Gnade unb Barmherzigkeit von ber Familie ausgenommen werben. Abg. BehrenS (wirtsch. Vgg.): Wir begrüßen die Vorlagen, weil sie die Arbeiterverhältnisse verbessern und den Arbcilerschutz erweitern. Die Frauen be. dürfen des besonderen Schutzes bei ber Arbeit, damit sie ihre Pflichten als Mütter voll erfüllen können. Die Industrie muh außerordentlich Bedacht darauf nehmen, daß ihr« Arbeiterschaft gesund erhalten bleibt. Bisher war daS platte Land ein Jungbrunnen, eine Quell« für gesunde Arbeitskräfte. Diese Quelle beginnt aber für die Industrie bereits zu versagen, weil die Land, wirtschaft sich anschickt, durch ländliche Wohlfahrtseinrichtungen die Arbeiter an die Scholle zu fesfcln. Viele ,Kann"-Vorschriften in den Vorlagen müssen daher in ,Muß".Vorschriften umgewandelt werden. Die Heimarbeit ist bered, igt. Bedenklich ist aber ihre überstarke Ausbreitung zum Schaden anderer wichtiger Pflichten. Mißstände der Heimarbeit lieger. auf dem Gebiete der Wohn- und Lohnfragen. Darum müssen hi:r die gesetzlichen Maßnahmen einsetzen. Mehr Dampf in der WohnungS- und B o d c n r e f o r m fr a ge auf der ganzen Liniei Der Versuch in den Vorlagen in dieser Beziehung ist noch zu schüchtern. Tie Heimarbeiter wünschen dringend die Einführung des Re- giftricrzwangs. Arbeiten dürften dann nur an registrierte Arbeiter vergeben werden. Zu bedauern ist, baß die Vorlage nicht einen Schutz für Wöchnerinnen vorsieht. Bei dem weiblichen Forr- bilbungsschulunterricht wünschen wir eine kräftige Berücksichtigung des HauShaltungsunterrichts. Notwendig ist auch ein Schutz gegen Arbeitssperren unb schwarze Listen, sowie gegen geheime Abmachungen der Unternehmer. (Beifall.) , . ' Abg. Manz freis. Vp.) i Wir fallen über die Vorlage nicht ein so absälliaeZ Urteil, wie Herr Molkenbuhr, der auch wieder einmal den Block heran- gczogen hat. Was wird nicht bloß alles dem Block zugemutet I Ich hoffe, daß wir bei diesen Vorlagen einen Block bilden zur Erweiterung des Ardeiterschutzes, bei dem auch Herr Molkenbuhr positiv mitarbeiten wird. Eine Besserung in dem Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern wird nur durch die Arbeiterausschüsse herbeigeführt werben. Die Fort- bilbungsschulen für weibliche Personen heißen wir gut. Vielleicht empfiehlt es sich aber, den Termin von 18 Jahren etwas herabzusetzen, ba schon viele weibliche Personen mit 18 Jahren heiraten. Tas Hauswesen muß in diesen Schulen genügend be. rücksichtigt werben. Die polizeilichen Kompetenzen dürfen nicht sehr erweitert werben. Die Konkurrenzklausel wttb schwerlich ganz zu beseitigen sein, vor allem nicht in der chemischen Industrie. Aber sie muß abgeschwächt werden. Ter zehnstündige Nr. SL Zweites Blatt L 58. Jahrgang ------Siebener Anzeiger Eemral-Anzeiger für Gberhessen U.-B. im 21 826 des Handel 92.6ö | Elektnz. Lahmeyer 82.65 3% Portugiesen 111 Pnuee-Henn-Eisenbahu . 197.10 54.50 Ueb n tvecker. 144.00 118.00 d^°/< "ö% 119.50 102.81 2Ua.4f 180.2 112.7t 194.40 210.00 101.80 95.00 ersten Halbjahr zweiten „ 2. März. Anlangskurse. Harpener Bergwerk. . Lauraüütte . . . . Lombarden E. B. . . .Xordd. Lloyd . . . . i urkenlose..... . 78.36 . 2a 10 Börse, . 140.90 Elektnz. Schuckert . . . Escbweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Banibuig-Amerik. Paket! harpener Bergwerk. . . Laurabütte...... hordd. Llojd..... Oneischles. Eisen-Industrie 4>a°/0 russ.Staatsaul. l*JUa 4)4"/o Japan, btaatsauleihe 4 >6 Couv. Türken von 19U3 in der närrischen jede besondere Tumm- "’ßötui f d) et bitng s ür Wirte lallte die S t r a f ka in in e r. Mehr als 70 Offenbacher Gastwirte waren vorn dortigen Schöffengericht aus Grund des § 282 des Str.-G.-B. wegen unbeingter Ausstellung von Spielautomaten zu je 3 Mk. Geld.ra^e verurteilt worden. Es handelt sich um jene vielfach im Gebrauch befindlichen Apparate, ans welchen nach Einwurf eines b-Pseunigslückes cme Niete oder eine Zigarre, bezw. eine Biermarke zum Vorschein koinmt. In Wirtekreisen ivar man allgemein der Ansicht, daß eine besondere toencljmiguiig zur Aufstellung dieser Apparate nicht erforderlich sei. Die meisten meldeten die Apparate einfach ziir Automatensteuer beim Kreisamt an, das diese Steuer auch ohne weiteres akzeptierte oder im Falle der Nichtzahlung zwangsiveise beitrieb. Später änderte aber jene Behörde ihre Auffassung und veranlaßte, weil feine Genehmigung erteilt sei, das Strafverfahren. Das Schöffengericht hatte nur einen „rechtlichen Irrtum"^ der Angeklagten angenommen, der sie nicht straflos mache. Die Strafkammer erachtete aber die Angeklagten als im guten Glauben, im entschuldbaren tatsächlichen Irrtum befmblicl) — einem Irrtum, m welchem sie durch das Verhalten der Behörde bestärkt ivorden seien — und sprach d i e Angeklagten frei, und lud auch sämtliche Prozeßkosten der Staatskasse auf. Wenn dieses Urteil rechtskräftig wird, so hat die Staatskasse, da den freigesprochenen Angeklagten alle Auslagen, auch für Zellversäumnis, sowie die Anwaltskosten zu ersetzen sind, das nette Sümmchen vön zirka 1000 Mk. zu tragen. eine Aussprache über die sich stetig steigernden Gefahren und Schäden des A l ko ho lis mus. Die Veranstaltung ging von verschiedenen Seiten aus, ja, es hatte sogar bei einigen ftreng- gläubigen Gliedern der hiesigen evangelischen Gemeinde unlieb- lames Aussehen erregt, daß mein Name als der eines wegen seiner freieren Tenkrichtung bekannten Mannes, mit dem des Pfarr- assistenten Knodt zusammen unter die Einladung gekommen war. Das richtige ist aber doch ivohl, daß wir Menschen zu einem unzweifelhaft guten, praktischen Zweck stets zum Zusammemvrrken bereit sind, ohne Rücksicht auf die Unterschiede in unfern Ansichten über die letzten unlösbaren Fragen des Daseins. Gehören doch auch einige unserer israelitischen Mitbürger zu den eifrigsten Förderern der Maßigkeits- und auch der Abstinenzbewegung. Es ist doch wohl einfach Sache der Menschlichkeit, sich da eines jeben Mitarbeiters über alle Unterschiede Der Weltanschauung hinweg zu freuen. Demi so gar zahlreich sind leider die nicht, die es als dringliche sittlickw Pflicht erkannt haben, tätig an der Bekämpfung des unheilvollen Dämons Alkohol mitzuwirken. Die wenigsten Mensckjen kennen die gewaltigen traurigen Zahlen, um die es sich auf diesem Gebiete handelt, daß z. B. jedes Fahr über 30 000 Trinker in Deutschland in Asylen unter gebracht werden müssen, daß ungefähr ein Drittel alter Geiftesiranrheiten, die Hälfte aller Verarmung und — das Entsetzlichste! — daß drei Viertel aller Verbrechen sich direkt auf Den Aicohol zurückjühren lassen. Dazu kommen die Verheerungen, Die er inDireit anrichtec durch Degeneration der Kinder ans Trinkerfamilien und durch HerabminDening der körperlichen und geizigen Leistungsfähigkeit auch bei solchen. Die nicht Direkt ausfallend Dem Trunk ergeben find. Als Redner des Abends sprachen Die Herren Missionar Michel, Pfarrassistent Knodt, 8iechlsanwalt Meufer und ich Eine Reihe von Lichtbildern zeigte, mit humoriftilchn Genrebildchen beginnend. Das allmähliche V.rwmmen Des Trinkers und Das Elend seiner Angehörigen. Tann wurden Tabellen Dargestellt, Die Schädigung Der inneren Organe auigejeigt, zum Schutz aber erschienen wieder freundliche Tarftellungen des geiunücn bl.nl/enDen Familienlebens, 92.65 82.60 91.30 92.00 99 10 99.l5 9415 104.- 61.30 61.75 93 95 87.30 95.20 Gegen InüueiMaj Kopfschmerz, sowie Neuralgie und. Itiieu matismas empfehlen die Aerzte „CSitropiwsa“. Citrophen ist in allen Apotheken erhältlich, auch Tabletten in Originalschachteln zu Mk. 1.—. ss7/» Beniner liandelsges. . bäruistäuter Bauk . . deutsche Bauk . . . .Deutsch-Asiat Bank Diskoutu-Kommaimit. . Dresdner Bauk . . . Kreditaktieu . . . . Baltimore- uud Ohio- Eiseulahu . . . . Gottnardbahn . . . . Loiuuarü. Eisenbahn . Uesterr. 8taatsuaUu . . 1.07 10 230 11596 Mvu Wtiv do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen Teiefonische Kursiaeracnte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen. Der aroBe Widerwille der bleich,üchtigcn kranken gegen Die heilianie Ernährung nut Milch wird am leichtesten Durch den Zusatz von „Siuictc":Mirtöcrmcbl überwunden. Das „Äusete"-Mehl ift lehr wohochineckend und verändert nicht nur in recht angenehmer B-mw den Gefchniack der Kuhmilch, sondern macht Diejetbc durch Verhinderung der tlumpigen Gerinnung auch leicht verdaulich. GerkchtssaaL. i b t, 28. Febr. Eine wichtige'Ent- . 194.40 . 210.25 . 25.20 . 10190 . 148.30 . 158.00 . 123.80 . 237,60 . 137.00 . 174.20 . 137.00 . 202.50 Ack.:Feldb Weit! Monta sollen im Rc Meilen un werben. Los 1) khaussierunt itroäflerung Los 2) öon Stimme mWiehlich Los 3) M Schleuse Los 4) 340 ftbm. ( 22 kbm. flli Los 5) Steine oom Q kflen . . Los 6) Sendung! Pläne, W der auf Q "Gossen Einigung ^tniieifk ^'°Dteii bi ijnebbci Türkeulüse..... 1% Griech. Monopol-Aul A% äussere Argeutinier o°/o Mexikaner . . . 4>nu/o Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss .... Buderus KW.... 1 enden i: schwächer. Berliner Canada E. B..... Darmstädter Bauk . . Deutscue Bank . . . Dortmuuder-Union C. . Dresdner Bank . . . Teudenz: schwächer. Kapital in D.c Aliohoiinouprie zu stecken um) |ü ail iljvi ch Gekraute zu große Ausgaben zu macheu. Geio^, ift ocr eukohol^ mus häufig nur eine Folge des kulturellen Tiefstandes, wie z. L . 148.00 . 49,70 . 85.95 . 65.30 . 96.20 4% Uesterr. Goldrente. 4l/6 % Uesterr. 8ilbetreute Uugar. Goldreute . . 4% Italien. Bente. . . . 3% Portugiesen Serie I . Eine nationalliberale Bloärebe. — Bad-Nauheim, den 27. Febr. Am 26. Februar hielt der der nationalliberalen Partei aitge- hörende Rechtsanwalt Scriba von Bad-Nauheim, Mitglied Der lungliberalen Darteigruppe zu Darmstadt, einen Vortrag „Rück- blicke und Ausblicke" im Wahlverein der bürgerlichen Par> teien hier anläßlich deren Generalversammlung: Redner erinnerte an die politisch bewegte Acra zur Zeit der Das Zutreffen dieser Zahlen hinsichllich Der Konjunkliirverhältniss. wird befiallgl durch ihre Ueberein|iimmnng nut Dem im Reichs arbeitsblalt veröffentlichten Gejamlcrgebnisje Der kaufmännischen Stellenvermittlung, wonach sich im Ganzen — unter Anrechnung der weiblichen Angeflellten — ein Alehr von 4757 Balanz- anmeldungen ergibt. SMsta -xS'Ä jüCtDOIt . ©ICBC” .■ Die ( ^Nen, der i let j ei Ä •A A flingeln in allen Erilft oes Daseins hinein auch rinz Karnevals und seines Gefolges Schellenkappen. sonen im Duvetzicynitt 20 Verorech r M iburg, und gar 2u mehr als in unicr:t Don>! Donnerst, m, Hotel zv Sorbene Don szrbcn: , 4jUrf(iarb- mit 570 bi 2. Jagbbezirl bejiii doch unb ( Siefen- zr 3.3aabbeiir Fauerbach unb A ha j.Jagdbez>r unb Lber Wiesen, zi 5. dQflbbc^ir mit (M1 Bewerber, dnPachlbebin II lagen bei ö Nähere Ai Nidda, I Sn S£uftl^fll2 Lasten h S3ud) *n 1 n.ia belvv itbttn handel. ** KonkurseinHessen. lieber das Vermögen des Landwirts Johannes Tinges II. von Mer kenfritz wurde am 13. Febr. das Konkursverfahren eröffnet Rentner Albert Söhnge in Ortenberg wurde zum Konkursoerwalter ernannt. Konkursforderungen find bis zum 6. März bet dem Amtsgericht Ortenoerg anzumelden. — lieber das Vermögen des Bäckermeisters Wilhelm Mitze in Darmstadt, Inhabers der Arheilger Nudelfabrik m Arheilgen wurde am 15. Febr. Das Konkursverfahren eröffnet, Da der Gemeinschuldner seine Zahlungen eingestellt und Antrag auf Eröffnung des dwnkurses gestellt hat. St au । mann Karl Techert in DarmstaDt wurDe zum dionkursverwalter ernannt. Konkurs- forderungen sind bis zum 5. März bei Dem Amtsgericht Darmstadt I. anzumelden. — lieber Das Vermögen Des Glafermeisters Georg Toll in Darmstadt wurde am 1/. Febr. das Konkurs-- veriahren eröffnet, da der Gemeinichuldner zahlungsunfähig ist und Die (Sröunung beantragt hat. Kaufmann Karl Techert in Tarmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursfor- Dcrungcn sind bis zum 7. Marz bet Dem Amtsgericht Tarmstadt L anzumelden. — lieber das Vermögen Der ö rau Katharina Rie - dtger Wwe. zu Dar m st a D t, Soderstr. 44^,2, touroe am 18. Febr. das Konkursverfahren eröffnet, da Die Gemeinfchuldnerin ihre Zahlungen cmgefieLt und Der Konkiirsgläubiger L. u. W. Levy in Frankfurt a. M. Eröffnung des Kontursverfahrens beantrage hat. Rechtsanwalt Tr. Gestner zu Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. KonkursforDerungen find bis zum 9. März bet bem Amtsgericht Darmstadt I. anzumelden. — Zur L a g e d e s k a li s rn ä n u i s ch e n Arbeits» markt es. Es ift von vielen Sellen berichtet worden, daß sich ein Sinken der Konjunktur eliva seit Mitte vorigen Jahres fühlbar mache. Diese Beobachlung imrD ohne Zweifel richtig sein. Auf dem kaufmännischen Arbensmarkte Hal sich jedoch der Rückgang in der Konjunktur im abgclaufeiieit Jahre noch nicht bemerkbar gemacht, ivie nachstehende Zahlen der Slellenvernilttlnng des Vereins für Handlungs-Kommis von 1858 in Hamburg beweisen. Bet diesem Vereine wurden Vakanzen aiigemelbct 1906 8 960 9 971 18 931 in Rußland und in Den schnaps trinkenden Ostprovinzen des Vaterlandes. 11m so energischer soll aber Der Mensch, jemehr er auf eine höhere Kultur Anspruch erhebt, gegen ihn ankämpsen. So Dürfte es unserer Arbeiterschaft wohl zu denken geben. Daß der amerikanische Arbeiter nur Den zehnten bis höchstens den sechsten Teil der Summe durchschnittlich für Alkohol ausgibt, wie Der deutsche Arbeiter. Tie gebildeten Schichten unserer Gesellschaft sollten den unteren kein so trauriges Beispiel mehr geben und jedem guten Menschen, ob Christ oder Jude, sollte das Herz brennen vor Verlangen, einen Sumpf abziehen zu helfen, der soviel Tod und VerDerben, soviel körperliches unb sittliches Elend aushaucht. Ten Löhepunkt des politischen Lebens in dieser Saison bedeutete das Zusammentreffen unserer Drei großen Parteigruppen, der nakivnalliberalen. Der freisinnigen und Der Sozialdemokratie, in Der Versammlung am 9. Febr., in Der Professor Bier mer gegen mich zu Felde zog. Mit dem Erfolg waren merkwürdiger- weise alle drei Parteien äußerst zufrieden, wohl das Beispiel einer seltenen Harmonie, die man uns Nauheimern an anderen Orten so leicht nicht nachmachen wird. Zu dieser freundlichen Harmonie unserer Polituren schonen Seelen stimmte es auch, daß, Naiional- liberale und H-veifinnige zufällig das gleiche Tatum, den 26. Febr. für ihre Generalversammlungen wählten. In der einen sprach, Rechtsanwalt (Scriba über Den Wiesbadener Parteitag Der Na- t.onmlib.raten, in Der anderen Rechtsanwalt Dr. Brücher über das Verhältnis des Freifmns zum Nationalliberalisrnns. Auf kommunalpolitischem Gebiet bewegte vor allem Die Frage des Kernsckjen Kohlensäurewerkes Die Gemüter. Tre Bürgerschaft ist mit der Höhe ihres Steuersatzes so durchaus zufrieden, daß sie eine weitere Hinaiiffetzung für durchaus entbehrlich hält. Ten Gewinn, den der Staat aus Dem hiesigen BaDebetriebe zieht, hält man für groß genug, daß eine einmalige Mehrausgabe von bO UOU M. keine entscheidende Rolle ihm gegenüber würbe spielen können. Tas war Die Stimmung, Die in Der Bürgervereinsoeriamm- lung am 12. Februar zum Ausdruck kam. Die schickfalsschwangeren Wolken, Die eben über unterem ^tabtDaufe hängen, bergen die Klärbeckenanlage und die Wettertalbahn in sich. Darüber das nächste Mal, wenn sich „di Witterung er ft etwas geklärt hat, und die Bahn der Zukunfi" deutlicher vorausgeschaut werden kann. Rkizkfide Neuheitk!!Slmbemmgeit eingetroffen. — Alleinverkauf Der berühmten Brcunabor^nuder- wagen zu ^rigiiial-Fabritpreiseii. 1272 August Milbinger, jetzt Settersweg 79 (Neubau). mehr 1 270 1 625 2 895 f Franklurter isörse, 2. März, 1.15 Uhr. Reichsanleihe . . 92.651 Elektnz. Lahmeyer . frei von dem schleichenden, verzehrenDen Gift des Alkohols. Auch erinnerten einige Bilder an befonders Mianuvonungsvolle Berufe, ^wd Der Aiwhol unbedingt ausgefchnosj n bleiben muß. Aus den Tabellen, Die Professor Aschaffenburg gibt, sei ms für uns Hessen besonders interessant Der Limitani hecvorgehoben, aast in dem weinfrvhen Rheini)esfen auf je LOuOO strafiuuvoige P t Die Steuerprojekte des neuen Reichrslyatzfettetärs. at Tie „Militärisch-Politische Korrespondenz", die sich im füllgemeinen gut unterrichtet zeigt, weiß über die Steuerprojekte sdes neuen Reichsschatzsekretärs Sydow allerlei Jntereffantes zu melden. So soll nach ihr ans der Branntweinsteuervorlage des Frecherrn von Stengel der Monopolcharakter ausgeschaltet und sie zu einer reinen Fabrikatsteuer umgeivanbeit werden. So soll weiter die Banderolenstcuer für Zigarren ivohl ihren Monopolcharakter behalten, aber nur auf die befseren Sorten Der Zigarren ausgedehnt werden. Anscheinend kommen diese Projekte Dem Willen der Mehrheitsparteien mehr entgegen, als Die Sten- gelschen Entwürfe. Umsomehr aber muß man sich wundern, Daß Herr Shdow das Heil Der Reichsfinanzen nicht in einer Erweiterung Der Erbschaftssteuer ober einer Veredelung der Matrikular- beiträge, sondern, wie die „Milit.-Polit. Korresp." wissen will, in einer Erhöhung der Po st- und Telegraphenge- b ü h r e n erblickt. Der P o st t a r i f f ü r 3 e i t u n g e n soll eine Erhöhung erfahren und die Worttaxe für Jnlandtelegramme von 5 auf 7 Pfg. festgesetzt werden, wenn auch Die Grundtaxe von 50 Pfg. für ein Telegramm von 10 Worten erhalten bleiben soll. Auf diese Weise hofft der neue Staatssekretär, der Post- verwaltung für Die Aufbringung Der Reichseinnah.nen eine ähnliche Stellung zuweisen zu können, wie sie Die Eifenbahnverwaltung im Etat Preußens entnimmt. Die Verantwortung für diese fast ungeheuerlich klingende Meldung müssen wir einstweilen der obengenannten Korrespondenz überlassen. Völlig in Der Luft aber scheint sie nicht zu schweben. Wurde doch Herr Sydow gerade aus dem Reichs-Postamt in Has Reichsschatzamt übernommen; es wäre daher nicht ausgeschlossen, daß er Neigung verspürte, bei der Sanierung der Rcichsfinanzen mit seinem alten Kalbe zu bfkgieu. Dazu kommt, daß Herr Sydow schon bei der Beseitigung des Ortsportos und Der geplanten Erhöhung der Fernsprechgebühren, die als sein eigenstes Wert zu betrachten sind, so viel fislalischen Sinn gezeigt hat, daß man ihm auch weitergehende verkehrsfeindliche Pläne zu- trauen kann. . . Ob die Angabe Der genannten Korrespondenz, daß die Poft- verwaltung bei einer Einnahme von 11 Millionen aus Den Zei- tuugsgebühren mit 45 Millionen Unkosten arbeitet, also jährlich etwa 34 Millionen zufetzt, ihre Richtigkeit hat, entzieht sich unserer Kenntnis. Daß aber Die Erhöhung des Zeitungsportos und der Worttaxe für Telegramme geeignet sein soll, dem bieichs- säckel wesentliche Mehreinnahmen zuzuführen, wagen wir zu bezweifeln. Gerade die Erfahrungen, Die man mit der Fahrkartcn- fteuer und mit der Verteuerung des Ortsportos für Postkarten und Drucksachen gemacht hat, sollten den Staatsfelretär davon überzeugt haben, daß der Verkehr kein geeignetes Objekt zur Aufbesserung der Reichseinnahmen bildet. Zudem ist Der Zei- tungstarif erst vor 10 Jahren ganz wesentlich erhöht worden, und die Telegrammgebühr ift auch heute noch in Deutschland höher als in Den meisten anderen Kulturstaaten. Hier wäre also eher eine Herabsetzung als eine Erhöhung Der Gebühren am Platze, will man es nicht dahin bringen, daß das Publikum in Zukunft sein Bedürfnis nach der Lektüre auswärtiger Blätter einschränkt und nicht unumgänglich notwendige längere Telegramme entweder durch den Brief ersetzt oder sie auf Die Zahl von 10 Worten verkürzt. Daß hierdurch die Einnahmen der Post sinken würden, und daß außerdem eine solche Erschwerung des Verkehrs eine kulturelle Schädigung Deutschlands bedeutete, liegt auf der Hand. Es muß daher gegen solche Projekte aufs energischste Front gemacht werden. Gerade weil dem Reiche der Postverkehr als Monopol unterstellt ist, hat es Die Ehrenpflicht, Die Postverwaltung zu einer gemeinnützigen Anstalt, nicht aber zu einem Institut zu machen, das aus siskalischen Gründen ausgeschlachtet werden soll. Wohl soll auch die Post- und Telegraphenverwaltung, wie jedes geschäftliche Unternehmen, so geleitet werden, daß sie Ueberschüsse abwirft, aber sobald sie diese Ueberschüsse künstlich in Die Höhe schraubt unD somit Den Verkehr beeinträchtigt, schlägt sie ja ihrer eigenen Aufgabe ins Gesicht. Tie Post kann,und Darf ihre Ueberschüsse nur Durch Verbilligung, niemals durch Verteuerung der Tarife vergrößern. Tas sollte aber Herr Sydow wissen. Gerade ihm, der auS der Reichs-Poswerwaltung herüber- gelommen ift, sollte es doch bekannt sein, wie sehr Der Postverkehr und damit Die Posteinnahmen sich vergrößerten, als man Das früher je nach der Entfernung verschieden hohe Briefporto auf den Einheitssatz von 10 Pfg. herabsetzte und Die Postkarte ein- füforte. Deshalb kann nur Verbilligung Der Postgebühren die Losung der Zukunft sein. Und toenn, wie Die „Milit.-Pol. Korresp." schreibt. Die Konservativen und das Zentrum Den angeblichen Plänen des Staatssekretärs Sydow Sympathie entgegenbringen, so ist das für die Liberalen erst recht ein Sporn, sich gegen jede Verteuerung des geschäftlichen und kulturellen Ver- llehrs energisch zu wehren. letzten Auflösung des Reichstags, an den Sieg des liberalen Bürgertums, das stetig gewachsen sei seit Den letzten Wahlen. Er berichtete ausführlich über den nationalliberalen Parteitag zu Wiesbaden vom 4. bis 7. Oktober 1907, insbes. über die Reden der Abgg. Bassermann, Osann und Strefemann; streifte dann das wahre unb in der Presse so oft falsch aufgefaßte Verhältnis der Nationalliberalen und Jungliberalen. Alsdann behandelte Redner eingehend die Jetztzeit, insbesondere die Blockpolitik und die Stellungnahme von Nationalliberalen unb den Drei linksliberalen Parteigruppen: Freisinnige Vereinigung, Freisinnige Volkspartei, Deutsche Volkspartei, zum Wellerbestande des Blocks. Redner stellte fest, daß die nationalliberale Partei als Der Kristallisationspunkt im Block fest an Der Blockpolitik halten werde, und meinte, daß Die Linksliberalen es ebenfalls tun müßten, wenn sie wahrhaft liberal, d. h. duldsam fein, nicht immer an dem starren Parteidogma ohne gewisse selbstverständliche Nachgaben festhalten und stets das zunächst Mögliche und Erreichbare erstreben wollten. Was das Reichstagswahlrecht betrifft, glaubt Redner, daß, es nicht angängig sei, das Reichstagswahlrecht auf Preußen, dessen Treiklassenwahlrecht nebst öffentlicher Wahl unbedingt abgeschafft werden müßte, zu übertragen. Ties sei auch wiederholt in Wiesbaden auf Dem Parteitage betont worden. Der Reoncr empjühll ein gemeinsames duldia.nes Vorgehen mit Den Linksllberalen, Die nur insoweit zu bekämpfen seien, als sie mit Der Sozialdemokratie liebäugeln unD ohne Weiteres aus politischen Eigennutz negieren wollen. Tenn es fei unmögllch, zu sagen: „Alles muß mit einem Schlage anders werden." Es seien zwar die Schlechtesten nicht, die das aussprechen würden, aber Dieieiben Stürmer im Tages- kampse müßten nur zu bald bei ernstem Maßhalten und liebevoller duldsamer Einsicht erkennen lernen, wie müfojani jedes bißchen Fortschritt errungen werden müsse. So würden sie mllder unD müßten Dann ihrerseits die wieder abwehren. Die von Domen nachdrängen würden. Also: Maßhalten, Ziel im Auge dabei! Tas sei Das Erfordernis Des Tages! Denn nur im Ausgleiche Der widerstrebenden Interessen liegt Das Heil Des Vaterlandes, des gesamten Volkes. Ter Redner gedachte dabei Der längeren Reden zweier einfacher nationalliberaler Arbeiter auf Dem Wiesbadener Parteitage. Die nach mancherlei Irrfahrten auf ihrem Lebenswege Den richtigen Weg zur liberalen Idee gefunden hätten. Es gälte, das immer noch in der Arbeiterschaft vorhandene Mißtrauen gegen das liberale Element in langsamer und Piller Klein- unb Feinarbeit zu bekämpfen und zu besiegen. Rühmend gedachte der Redner Der organisierten Privatbeamten, die 800 000 Organisierte zählten unD von Denen ungefähr nur 6000 Der SozialDenw- fratic Schlepperdienste leisten. Redner behandelte bann weiter das Verhalten der Soziachemokratie und des Zentrums zur Zeit der Haupt- und Stichwahl 1907, erinnerte besonders an Die Mahnworte Des Erzbischofs von Bamberg, Der in Die bayerischen LanDe gerufen habe. Daß es für einen Katholiken geradezu als eine Unmöglichkeit gelten müsse, einem Sozialisten Die Stimme zu geben. Redner glaubte, daß der Liberalismus, der sich von allen eingeschworenen Doktrinären sreihielle, das freiheitliche Bürgertum zur Höhe führen müsse. Damit das Bürgertum der großen Zeit die große und starke Männer verlange, nicht als kleines Geschlecht dastehe. Zum Schlüsse ging der Redner auf Die Stellungnahme Naumanns, der „Hilfe" des Berliner Tageblatts unb anderer größerer linksliberaler Zeitungen zum Block ein und glaubte, daß es so schiene, als wenn die Freisinnigen am Block festhalten wollten, wenn auch die Sozialdemokraten arg rumorten unb den Freisinn mit Sirenengesang betören möchten. Er führte lobend die Erklärung des Abgeordneten Tr. Heckscher, Hospitant Der Freisinnigen Vereinigung, an, der sich im „Hamb. Fremdenbl." dahin ausgelassen habe, daß die Liberalen für den Fortbestand des Blocks eintreten müßten, Da ja Blockpolitik keineswegs Ausgabe politischer Eigenart bedeute unb gelegentlich Dabei Extratouren gestattet sein sollten, wenn nur der ernste eiserne Wille bleibe, bei ernsten nationalen Fragen unverbrüchlich zusammenzuhalten. Denn Die Liberctlen hätten keinen Grund zur Freude von Sozialdemokratie und Zentrum reale Werte preiszugeben. Ein ernstes Wort richtete Redner noch an den Wahlverein, nämlich daß er in den in Diesem Winter betretenen Bahnen weiter marschieren sollte. In ernster Arbeit müßten alle in stiller Klein- und Feinarbeit ihre Pflicht tun! Tenn es sei verfehlt, sich einem vertrauensseligen Optimismus hinzugeben unb es sei fraglich, ob bei künftigen Wahlen, wenn eine ausschlaggebende, den Wahlkampf beherrschende nationale Parole fehle, wieder ein so einmütiges Zusammenwirken Der Kreise des Bürgertums von den Konservativen bis zum Freisimr zu erzielen sein würde. Es sei auch eine Verletzung Der Bürgerpflicht und Der Bürgertugend, wenn man nur kurz vor Dem Wahltage anfangen wollte zu arbeiten, oder gar im Glauben, auf eine Stimme mehr oder weniger komme es nicht an, am Wahltage Der Wahlurne fernbleibe. Redner meinte, man könne nicht gut, scharf und freimütig reden, ohne niemanden auch nur Die Haut zu ritzen! Sollte er Dem Einen oder Andern Die Haut geritzt haben, so müsse das gelassen ertragen ober mit Der Waffe besserer Gründe erwidert werden. Er forderte Dann zu einmütiger Weiterarbeit aus, das Licht, das allmählich anfange zu leuchten, solle immer großer werden, wenn chpser gearbeitet würde! Junge wie Alle sollen ihr Teil dazu beitragen 1 — Ter erste Vorsitzende Sanitätsrat Tr. Bauer Dankte dem Redner für seine klaren, warmen und patriotischen Ausführungen, für Die Die AnwesenDen lebhaften Beifall gezollt haben. am Sonntag, 1. 9)i a wieoer hoch her, UM ist es wohl am Platz, uns rm 150 traße. A^CP* Entzüokt 1 o2ö 1272,25 480,00 uk für Handel 689,00 905,00 -Industrie leiibaiiu zskureä- und Btndde i monatlicher nach Vereinbarung, Roonstrake Lv 326 336 100 -werk . paketL M 100 109 110 n Arbeit;- »orten, daß en Jahres ich iel richtig W i) der 'Jiud^L,' nicht beineifc ung des AeiL berocijeiL s franko Provision kiuwerhältnih em im Keich» äiiimämiijcgeii x Anrechnung 47Ö1 Äalaiij- as ^EneF Eichen-Stockholz Buchen-Prügelholz größtenteils Eichen-Prügelholz Buchen-Astreisig Buchen-Durchforstungs-Neisig Eichen-Neisig. \ ß B Fichten-Baum- und Bohnenstangen Buchen-Scheitholz Buchen-Stoclholz TS- bester Konstruktion auch leihweise fln"en5eur 1350 bei täglicher Kündigung 3V2% ^ehQflten Qlt, IUn«v ercichi^t enllchuldba«, "'Elchen» kien - Un^ iamlich "WtaaiJ 1''waiiskottsi 100Ü Alk. j. 3 Jagdbezirk V Der Obersörsterei Nidda (m ^. Elchelsdort, Fauerbad), Michelnau und Ilntcr-Lschmitten) mit <63 ha Wald und 28 ha Felo und Wiesen, zmammen <91 ha. 4 cYrtahbc\ir£ I der Obersörsterei Elchclsdorf (in Gkg. 6StcöeI§ooxf uL Ober-Schmitten). mit 366 ha Wald und 19 ha Feld und 5 Jagdb"eziÄ l'?der^Äersörsterei Nidda (in Gkg. Wallernhausen) mit 84,74 ha Wald und, 0,19 ha Wiese, zusammen 8p ha. Bekannter Verlag übern, literar. Werke, aller Art. Trägt teils die Kosten• Aeuß, günst. Bedingungen. 0tk. su 6 3f.H.4O4> an Haasenstein & Vogler A- ' igrininetl man m wenigen Sekunden em Paar Schuhe tadellos Wichten kann, .steine Bürsten mehr nur leichtes Abreiben. hv-*/i Joseph Herz Bargeschäft, Neue Bäus 23, Ausstellung von Kreditbriefen für Ausland. Zu haben in allen KGioinaiwareäi-, örogen- und Seüen-Geschäüen. SsWf Eröffnung von laufenden Rechnungen, An- und Verkauf von Wertpapieren an allen in- und ausländischen Börsen, Einlösung von Zins- u. 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Auch in diesem Jahre wenden wir uns an die Einstcht und den stets bewährten Ordnungssinn der Einwohnerschaft mrt dem Ersuchen, während der kommenden Fastnachtstage die Verwendung jener' Wurfgeschosse zu unterlassen. Wir machen gleich darauf aufmerksam, dar der Gebrauch von m.tztonenden.Instrumenten, da^ 'Musizieren, Singen und Lärmen aus den Straffen zur Abend- und Nachtzeit, ebenso die mißbräuchliche ^rweudung von stocken und Pritschen, endlich die Belästigung des Publikums mit Psauen- edern unstatthaft ist und polizeiliches Emic->rerten oder sogar gerichtliche Bestrafung nach sich zieht. Gießen, den 2o. Fearuar 1908. h Großhcrzoglickes Polizeiamt Gießen. R e i n h art. Fürstlich Soimstfche Oberforftorei Hohemolms. Mittwoch den 4. März 1908, vormittags 10 Uhr, m der Geller scheu Wirtschaft in Frankenbach. Sckeit A. Brennholz. Distrikt Jnelicheid. Buchen. 22 äim. ^cyeit und Pr?gel 7 Rm. Stöcke, tuO Wellen. Archen: ^8 Nm. prügel 18 Rm. Stöcke, 32 Hdt. Wellen. Rade Ihoz: 200WG^' Disttitl Eulcrsgrund. Kiefern: 16 Rm. Prügel undi 60 Zellen. B. Nutzholz. Distrikt Jstelscheid. Fichten, ob Vdt. Rester ftangen 7. ztlasse (Bohnenstangen!. n lj__ Die Generalversammlung der Aktionäre hat die Verteilung einer Dividende von 6 u/0 für 19u7 genehmi t und wird demgemäss der Dividendenschein Nr. 6 und zwar: der Aktien La A. No. 15501 — 16500 mit 31. 60. , der Aktien La. B No. 1 — 15500 mit M. 68.10, einschliesslich M. 9.10 Testierender anteiliger Barbetrag aus dem Sicherheitsfonds Und der neuen Aktien La. B No. 16501 — 22700 für /< Jahr mi 31. 15.- von heute ab an unserer Kasse, bei dem Bankhanse Eduard kingel & Co.. sowie bei der Bank tur Handel und Industrie in Merlin und deren auswa.tigen Niederlassungen eingelöst. , , , r.; Die Aktien - Certifikate sind behufs Erhebung der Dividend, für 1907 bei der Bank für Handel und Industrie in Berlin einzureiohen Der Geschäftsbericht für 19u? kann kostenlos von uns selbst oder durch unsere Pfandbriefverkaufsstellen bezogen werden. Berlin, den 29. Februar 1908. ,J — Zum — Friihjahrsheti halten wirunfere Baumschulen bestens emvsohl., und bitten um baldgefällige Aufträge. Preisvcrzeichn. = «10(01111 = ss«/a Betr.: Feldbereinigungc Meliorationen Fauerbachv.d.H. Arbetts- u. ^ieferungs-Bergcbunq. Montag, den 9. März 1908, vvrmttLags 10 Uhr sollen im Nathause zu Fauerbach v. d. H. die nachverzeichncten Arbeiten und Lieferungen im Anbietungsverfahren vergeben werden. Voranschlag. 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März 1908, abends sy2 Uhr im Einhornfaale stattstndcnden Vortrag von Frl. Adelheid von Wo2czeck-Bcrlin über D28/a „®ic Fraoen in Staat und Gemsinde' I <^cr Vortrag findet vLncNcstauration statt (sog.Stuhlvortrag) Distufston. Eintritt frei. 1 Betrieb | Bedienung Prima o Referenzen nsyesfen jsRarsamsfer^ einfachste W f 7|llein inWiesbadei^® ^[ca 350 Anlagen Bekanntmachung. Samstag, 14. März 1908, nachm. 2*/s Uhr, sollen bei! dem Turmbaus am Brand i die Marktlauben und Steller unter dem Turmhaus, o S(C Wirischafishallen auf dem Biehmarktplav für die Zeit vom 1. April 1908 bis dahin 1909 öffentlich meistbietend verpachtet ^^^G?etze n, 28. Februar 1908. BS% Grohherzogliche Bürgermeisterei. ______________ I. B-: Keller.___ Domaniaiiagd-BerpachLung. Donnerstag, den 1£ März l. Fs., vormittags 10 Mr. sollen im §otel zur Traube in Nidda nachstehende lechwllig gewordene Donmnüiljagdbezirte auf weitere 12 Jahre verpachtet "i^andbezirk i der Obersörsterei Schotten zusammen mit Jagd- L fit CVm der Oberförsterei Nidda (in Gkg. Breungeshain, Burkhards, Busenborn, Eschenrod, Kaulston und, Sichenhauien) mit 570 ha Wald und 26 ba Feld und Wiesen, zistammen o^b ha. 2. Jagdbezirk II der Cber^ö^■itew ©djotleninrt ^0- Ba i X W W Elegante Jacken-Kleider Geschäfts-Eröffnung Grosse Auswahl in Stoff - Neuheiten Gebr. Imheuser Die he Marktplatz 9-10 Marktplatz 9-10 $6 [174 Neuen Baue 17 Seltersweg 27 Bürgermeisterei. D*/3 METIN hochachtungsvoll D*/a Ich habe mich in Gießen als 1373 01571 Lokomotivführer Reinfels. Xea einRetroffen: 1376 be- Wiih. Bender 1385 Zur 616 Lästige haare Gasmotorenfabrik A.-G-. Köln-Ehrenfeld 96 ft Qlli Sfr baT/. usw. K cm ISS es 583 8 SÄitin-PaB^e hautfarbig, vorzüglich Mk. l.bü. Licht-ITäitin Mode!9 1907 ^ifin-Puder in rosa, hellgelb und weiss, von wundervollem Pariüm, trägt sich leicht und dezent aui, haftet gut, ist absolut unschädlich und entspricht den allerhöchsten Anforderungen der vornehmen!)auien- sage ich allen herzlichen Dank. Gießen, den 2. März 1908. schachtel Um allen Irrtümern vorzuaeugen, teile den verehrten Bürgern RodheimS mit, daß ich eine Wahl als Gemeindevertreter nicht annehmen werde. Gleichzeitig rufe ich allen Wählern zu, bedenkt, daß Ihr NodHeimer seid. Wählt auch Männer aus Eurem Kreis! H'* Köniffl. Prensfl. Staata-iV3edld Brennholzverkauf. königliche ^berförsterei Krofdorf. Am Dienstag, den 10. März, vormittags 10 Utzr, kommen im Freund schon Saale in Lirosoori zum Verkauf: a) Nutzholz. Eichen207 Fstm. Gruben-, Werk- und Schneideholz. Schutzbez. StroiborL Distrikt 10 Diebskanr, 3 Stänime von 20—36 cm Durchm. = 1,6 Fstm. Distrikt 15 Kreuzschläge, 32 Stämme von 18—61 cm Durchm. — 20,9 Fstm. Diskret 18, 19 Buchwald, Stämme von 17—50 cm Durchm. — 108,2 Fstm. Distrikt 27 Dreispitz, 112 Stämme von 17—52 cm Durchm. — 40,7 Fstm., 25 Rm. Schichtnutzholz, 2 m lang. Schutzbez. Waldhaus, Distrlkt 52, 53 Lichtenberg, 18 Stamme Nr. 5—21 von 30—72 cm Durchm. = 18,4 Fstm., meist Schneidestämme. Bucycn. Schutzbez. Krosoorf, Distrkkt 10 Diebskant, 14 Kreuzschläge, 8 Stämme von 39—67 cm Durch,». = 10 Fstm. Fichten: Schutzbez. Ltrofdorf, Distrikt 2 Forst, 22, 24 Kühbett, 26,27 Dreispitz, 16 Stämme mit 2 Fstm., 22 Stangen 1., 115 Stangen 2., 385 Stangen 3., 50 Stangen 4. Kl. b) Brennholz. Schutzbez. Krofdorf, Distrikt 2 Forst, 10 Rm. Fichten-Rollen. Distrikt 9 Kahlen Berg, 650 Rm. Buchen-Durchf.-Reislg. Distrikt 27 Dreispitz, Eicken 30 Nm. Scheit, 25 Rm. Knüppel, 395 Rm. Reisig,- Buchen 136 Nm. Scheit, 161 Rm. Shiüpvel, 874 9hn. Reisig; Fichten 2 Rm. Knüppel, 25 Rm. Reisig. 9lähere Auskunft erteilen die Förster. Aufmaglisten von dem Stamncholz bei rechtzeitiger Bestellung durch Forstaufseher Brett- Hauer zu Krofdorf gegen Zahlung der festgesetzten Gebühr. Das Nutzholz wird zuerst verkauft, daö Brennholz von etwa 12 Uhr ab. ß*/a E'i". KL LZ KlWelblilkerei empfehle: Krcppelmehl 5 Pfd. 100 Pf. „ feinstes 5 „ IM ., Zucker per Pfund 22 Psg. Palmbutter Pfd. 60 Psg. Vitello - Magarinc. Schweineschmalz per Pfund 55 Pfennig. Fein. Backöl Liter 84 Psg. „ Salatöl „ 90 „ „ gcm. Marmelade per Pfd. 30 Pfg. 10-Pfund-Gimer Mk. 2M. L. Steinhäuser. hat > 3üng den Mtehetr iS Oberst, ein $ fc k..yur>gfrQl eünft yimbÄ ^.bedeut Sd°» ' iriStoi N 3 üi Die rag- pstnllttag' ü^itin=Crfcme angenehm parfümiert, für E kosmetische Zwecke hervor- E ragend geeignet, macht die | Haut geschmeidig u.elastisch, I iettet nicht ab. Ausgezeich- t netes Mittel gegen gerötete, rauhe, rissige Haut. Preis pro Kruke Mk. 1.—, Probe- dosc Mk —.2b. sslckelim6eslcht und am Körper, Blüten, Mitesser. Wimmerln, Röten, Sommersprossen, Hautjucken, Furunkel, Haulgcschivürcrc.. wer daran leidet, (je. brauche Zncker's Patent-Medizinal» Selfe, D. R. V., ärztlich empföhle« und tausendfach bcwäbrt, Preis 50 Psg. (kleine Packung, I5%ig) und Mk. 1,50 (große Packung 357otg, von stärkster Wirtung). Wumferbare Erfolge, Zumal bei gleichzeitiger Anwendung von ffurfOdfegrSnie. dem bcrrlichstcn und einziaarligstcn aller HnntcrLmeS, Preis Mk. 2,—, Probetubc 75 Psg., sowie der nach dem gleichen Patent ssergeslelllcn, wunderbar mild wirkenden Zuck?^s>-Scife, Preis 50 Psg. (kleine «ßebrauchSvaching) und Mk. IchO (groftc Geschenkpackung), werden zahlreich berichtet. Jeder, der bisher vergeblich hoffte, macke einen Versuch. Für die zarte Haut der Kinder verwendet die denkende Mutter Bitumoor-Kindcr-Teifc, T. R. P., Preis 50 Psa., und Bitmnoor- !?inder-<^rkmc, Pre,S 40 Pfg., Doppel- dose 70Psg., daS Edelste. Beste und Reinste für die kindliche Haut. Ucbcrall zu hoben. Wo nicht, direkter Versand durch L. 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MtionsfvMl [ Medene« Gr । rnd des Wei hu bah btt fei, als eine ; kjonbeti bie i smigell Bolb lijucn Dttirüut juni SDlinbtjh i hrimtbei iW nicht ein, dieivenigstens t. ü bie Tabak ! «ictum ccnsco I der Wthiichei > sn bejirtes L l ck in da Bei m die Zlvisch )«auch ton d i üe untriiihlü ! iikr bie „öerji 1L vchtec zur To emgtjenbet C ab äpimin 6ünthrre । ivischen der ' ÄIUMMNs U lolkspartei. ager Spieln = ch mirtung ■ ^Wilis-Äzi ! tnbuftne in to I ßchiiser hu || Gtabtbage I M Gewerben I M riihn | kllilerbundes ■ «cs man öie Konkursverfahren. lieber das Vermögen der Firma Max Wertheimer & Cie. in Büdingen, Inhaber: Bankier Hofrat Ludwig Rothschild in Büdingen wird heule am 28. Februar 1908, nachm. 4 Uhr, das Korckurs- verfahren eröffnet. Der Rentner Wilhelm Griesmann in Büdingen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 15. April 1908 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über* die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände — auf Montag, den 23. März 1908, vorm.10^ Uhr — und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Samstag, den 2. Mai 1908, vormittags 10T/4 Uhr — vor dem unterzeichneten Gerichte, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 15. April 1908 Anzeige zu machen. b2/3 Grotzherzogl. Amtsgericht ______Büdingen._______ Adler Backpulver liefert die besten Kuchen. 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