Nr. 283 Zweites Blatt 158.3 Dienstag 1. Dezember 1908 Erscheint tSgllch mit Ausnahme deS Sonntags. Eeneral-Anzeiger für Gberheffen ntral. fier. Die „Etehener LamiliendlStter- werden dem .Anzelger' otermal wöchentlich beigelegt, da? „Kretsblatt für den Kreis Eietzen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag der Vrübliche» UnwersuätS • Blich» und beeindruckerei. R. Lange. Dietzen. Tie Nevolulion auf Haiti. Die haitischen Sicwin i^nare unter untenie Simon brachten den fftegiecungstruppcn unter dem Äriegsuiin fier Celcstin (Siiiaque nach New Yorker Meldungen in üierfhüibigcr Schlacht eine schwere Niederlage bei. Ciriaque verlor alle Geschähe sowie 300 Tote und Verwundete und flüchtete in das deutsche Konsulat zu Mira- gvande. Prüsidcnt Nord Alexis hat in Cincinnati öüOO Gewehre und Uvei Millionen Patronen bestellt. Eure Drahcnncl)richt aus Port-au-Prince meldet, datz dort eine Panik unter der Bevölkerung ausgebwäjLN sei, weil man die Plünderuitg der Stadl duvcl) die Ausstänoisll-en befürchtet. Die Gcsck-äste sind geschlossen und die -tüten und Fenster verbawrikatiert worden. Die Fremden hißten über ihrem Etgcittum die Flagge ihres Landes. Tie 'JJUrfie sind verlassen; die Landbevölkerung, die zum Berkaus il-rer Crzeug- nisse m der Stadt angekummen war, ist unter Zurücklassung ihrer Habe geflohen. Präsident Worb Alexis beharrt auf seiner Ent- schliehung, den Kampf fortzuseben. Au» jyiaOt und £and. ö) leben, 1. Tezember 1908. ** TageSkalender. Stadttheater. TienStag abend ■ Uhr: ,(£m daUiffement'. K o 1 o | i e u ni. Iheiistag abend Programmwechsel. Vortrag van Frau L>je Ramsveck aus Taimstadt; Alldem Arbeuogebiel Oer organisierten flauem eioegung. Tieiislag nachn, ö1/, Uhr im Hörsaat des physikalischen ZustuulS. Ausland. Der Papst leidet an einem parken Influenzaaniall. Die Fiebertemperalnr betrug gestern morgen 38,5 Grad. Im Laufe Oes Vorniiltags besserte sich das Besiilden etwas England und Holland. .Pall Mall Gazette" will wissen, England und Holland würden bald durch engere Bande aneinander geschlossen werden. Holland wünsche eine definitive Konvention mit England abznschlietzen. ES sei möglich, datz wertere Konventionen demnächst verhandelt würden zum Zwecke deS absoluten Schutzes Hollands. B u l g a r i c n. Die „Agenee SBitlgare* bezeichnet die Meldung, nach welcher das PtlNlsteriuin dem Könige seine Demission unterbreitet haben soll, als jeder Grniidlage entbehrend. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» strotze 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion:e-sA 112. Tell-Adr^AnzetgerGteßen. Deutjches Ucich. Das Befinden deS Kaisers tyu sich so weit gebessert, daß der Monarch bereits am Somuage mit ber Kaiserin den ersten Spaziergang machen konnte. s Für die B c r s a s s u n g s d e b a l t e, die am Mittwoch im Reichstage beginnt, sind b.sl^r folgende Redner angemeldet: Für die Freisinnigen: Mntter-Meiningen nno Friedrich "Naumann. Für 'die Sozialdemotraten: Lebeöour, Singcr und Heim. Für die Nationattivcral.n: Junck. Für daS <>cnuum: Spahn. Eine Einladung an Roosevelt. Nach einer Meldung der Köln. Ztg. erhielt die Ncwyorker Times aus Berlin die Nack-recht, ber neue deutsche Botschafter Graf Bernstorfs über- brmge eine Einladung des Kaisers an Novseveli zum Besuckx Deutschlands und Deutsch-Afrikas. Ter deutsch-portugieiische Handelsvertrag ist gestern in Oporto unterzeichnet worden. D e m s o z i a l d e m o k r a l i s ch e n A b g e o r d n e t e n H o ff - mann in Kaiserslautern ist nach der Münchener Post von der Regierung, die weitere Erteilung des Unterrichts an der städtischen Fachgewerblichen Fortbildungsschule in Kaiserslautern untersagt worden. Hvs smaun hat sich hiergegen bereits besck-werdesührend an das Kultusministerium gewandt. 5um Ausstand auf den Gruben Saar und Mosel. Der Bllistuno des Gerne c teere ms ajiriftliaj-er Bergarbener hat in der Ang-..egenheil des Bergaroeitcranssdanbes in Lothringutz, folgende Depefck-e an den Reichskanzler Fürsten v. Bülow erlaubt : „Auf den Gruben Saar und Mosel in Lothringen sind die Arbeiter zum Teil in den Ausstand getreten; es heißt, weil infolge Don, Flötzbrunden Gefahr für Leben und Gesundheit deo Arbeiter bcstcht. Bier Arbeiter sind bereits betäubt und ein Ar- bercit Muster dann von sämtlichen in Deutschland entstehenden kleineren Kckrnzleicn nachgeahmt wurde, hcwen Hand in Hand mit ben gciftiidxn Schulen, aus welck-en |\e ihre Leute bezogen, vwle Jahrhunderte lang jene laleinisckfe Stilistik gedrechselt, von der seit dein 15. und 10. Jahrhundert aufkoinmcndc, nun angeblich beulidie Kanzleistil lediglich eine mechanische Uebersetzung voll fremden Sprack-geiltes blieb, llnd diese ganze Nichtung hatte sich nur verstärkt, als oom staufischen Zeitatter ab die Jurisicnboll)- schulen und mit ihnen das direkte Studium der röm.schen Kaiser- rechtöquellen in Aufnahme Cantcit Was sie Neues brachten, war die umnitceloare W.ederanknüpfurrg an die starre spütrümische Juristenlogik und deren Bollbringungen. Es war der lange vor- vercitete Sieg einer begrifflich schraubenden Logik über eine naivere und, rsckKlichrre Empfindung, die schöner, edel,inniger und dabei meist auch trefflicher gewesen Ivar, als alle Paragraphen- und Begriffsklauberei. Es vollendete sich ber Triumph der Spracl>- verwicklung und im besten Fall der prüden Sprau/nüchternheit über die epenhast poelsiche Sprache, die in den Lvlksrechten uno Weis- tümern c>er Germanen lebendig geivcsen war und oie wir Halbrömer heute in der Tat unmöglich mehr vertragen und verstehen. — Charakteristische Sa r do u-Eri n n e r u n g e n bringt in den „Münchener N. N." Hermann Bang, der m Paris doii dem erfolgreichen französischen Dielschreiver üi ber 'Jiegcl „Barbar" genannt wurde. Die Skandinavier liebte nämlich Sar- dou so anzu|preck-en. Bczeichneud ist die Etc die Episode des Abends, an dem ,,'Jtora" neu in Paris gegeben wurde. Ter Vorhang erzählt Bang, war eben gesatten, als zwei Herven aus die Buhne kamen, nw ich mit Frau yiejane und Herrn Porcl stand. Es waren Alexander Tama» sirs uno Victorien oaixou. Dumas sagec Frcm tnejane einige ocgeifterte Worte. 3otjüu aber beugte ,ich zu ihrem Ohr haiao und flüsterte so laut, oap wir es alle hören Sonnten, nur em Wort — „Mist, Gaoriettc", iagte er — und ging. — Das hessische Landes museum in Darmstadt erhielt von Oberamtsrichter u P. Baur zwei werivvtle Gc- schenLe. Es ist ras dclanute Gcnrnwe von Heinz Heim „Pfründner", das aus der Landesausstellung großen Beifall fand, und ein kleines Iagdv >. ld des v^c..unten im ^ahrc löbo verstorbenen Darmstädter Tiermalers Frisch. — Steile farbige Wiedergabe n klassischer Gemälde gibt der bekaume Münchener Kunstverlag p a n i |t a e n g e l heraus und Hal sich bamü den lebhasiesien Beifall aller Kunstireuude! ** Konsul Lauteren f. In der Nacht auf Montag Ilard in Ni ainz Geh. Kommerzienrat Clemens Lauteren, belgischer Konsul, Inhaber der Wcmhanblung C. Lauteren Sohn nn 65. Lebensjahr. Lauteren war ernanntes lebenslängliches Mitglied der Ersten Kammer. "Zetchenlehrerprüfung. Das Ministerium deS Innern Hal eine Bekanntmachung erlassen, die die Prüfung von Zeichenlehrern regelt. **SanitäterversainmlunginOffenbach. In der Tur..Halle des Turnvereins fand am Sonntag die erste allgemeine Versammlung hessischer freiwtll.ger Sanitätskolonnen vom Roten Kpeuz |tatt. Den Vor.itz führte der Vorsitzende des Landesvereins, Exz. Buchner-Darmstadt. Nach eingehender Besprechung, an der sich vornehmlich Vertreter von Darmstadt, Mainz, Lsfenbach und Gießen be- tei igte.i, w..rde ein, iminig der Zus.mmei.schluß der zurzeit bestehenden hessischen Sanilätskolonnen uiuer dem Flamen „Verband der hesti.chen Sanitälslolonnen vom Roten Kreuz" gulgeheißen. J.n Mai näch,ttn Jahres soll in Darmstadt ein Kolonnenlag aogehalten werden, welcher über die weiteren Ala ßn ahmen beraten und beschließen soll. Auch wurde ein provisorischer Ausschuß zu dem Zweck ernannt, die Vor- ichläge und Anträge der einzelnen Kolonnen für die Tagung zu prüfen und vorzubereiten. Den Ausschuß bilden Vertreter der Kolonnen Mainz, Darmstadt, Offenbach, Worms und Gießen, dessen Beratung voraussichtlich bereits im Januar nächsten Jahres stattjindet. Die Verhandlungen, oie zur vollsten Zufriedenheit aller Teilnehmer verliefen und von dem 80jährigen Vorsitzenden mit bewundernswerter Frische geführt wurden, währten von 4 bis 61/2 Uhr. Alendorf a. d. Eder, 29. Noo. Gestern, Samstag, abend 8 Uhr, wurde die Ballenberg—Hallenberger Post oberhalb des Torfes von einem Eisen bahnzug der neuen Strecke Frankenberg —Wmterberg überfahren. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert, der Postillon vom Wagen erworben. Bisher sind drei Blatter erschienen und zivar Wiedergaben nach den betanutesleu Gemälden Rembrandts, die seither nur in wenig vollkommener ^aibentreue hergeslellt wurden. Sie drei großen Blätter, die gegenwärtig in der Kunsthandlung von Hirz ausgestellt sind, sind sehr lorgiältrg ausgekührt und nähern sich dem Original weit mehr als die seither üblichen Nachbildungen. Seither sind erschienen: Ter Mann nut dem Goldhelm, Die Nachtwache rmd die Luchmacherzun't. — Alired Bock wirb, wie wir Berliner Blättern entnehmen, einer Einladung der L e s s i n g - G e s e l l s ch a f t für Kunst und Wissenschaft in Berl 1 n folgend, in der ersten Te- zemberivoche dort eigene Dichtungen zum Vortrag bringen. — Klara Liebig hat em neues Eifel-Drama vollendet, das den -titel ,Tas lehte Lied" führt. Tas Werk wird wahr- jchemlich an einer einen Berliner Bühne zur Aufführung gelangen. _ — a s Hohe L i e d", der neue Roman von Hermann r- u d e r mmm, bringt, wie verlautet, seinem Verfasser em Honorar von 6u 000 Mart. Nachdem vor kurzem, wie wir gemeldet haben, auch Bruno Wille eine recht erhebliche Summe, nämlich 30 000 Alaik, für seinen Roman „Die Abendburg" erhalten hat kann man kaum noch davon sprechen, daß die erzählende Dichtung ihren Alami heulziuage schlechter nährt als die dramausche Arbeit. Es sei denn, daß man begabt genug ist, em Werk wie die.lustige Witwe* hervorzubimgen, das gebzehn Millionen emträgt. - treone Smigaglia, bis vor wenigen Jahren bei musikaliichen B elt noch em völlig Unbekannter, ist durch feine Piemontenichen Tänze und feine Lustjpielouvertüre „Le Baraffe cinozzotte (Tie Rauerel in Ehioggia- Mit einem Male m die blciDc der am meisten gezielten Orchesteikomponliien der Gegenwart genial. L.ie angesehenften Lrchesterdingenten Deutschlands -.oben die Ouvertüre fast ausnahmslos ,ür die diesiährige Kouxert- zeit auis Programm genommen. on. ~ Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Als Naa-sviger bis Profcstors Ernst H ickel in Jena wurde rar dni ^h.sLuhi oer uvu^g^e an der Universität ^ena au fier oeni 4M’üic_iior xr. Arnow Lang-Züriu-, Professor Plate- Berlur ausersehew — „Die blaue Maus' von Alexander Engel uui) >>ulius Horst, die so lange auf dem Spielplan des o1 lli Piet Hanfes g.< nuen hat, ist m M u nche«: "N ber Zensur verooien rooroat. Kleines Feuilleton« — Vom Kanzleistil i. ii u wie wir z a ihm kommen plaudert im „Daheim" Dr. Hans Sendling. Nack-dem er so manche Unarten und Sprachverhun-ungen gegeißelt hat, fragt er: Woher nun bie$ alleä? und er antwortet: „Ja, sie waclffen schließlich alle am gleichen Hvl-c, diese alten und neuen Verschandelungen unserer Muttersprache: vom Sa^bau und von den mißgeborenen Mörtern der Kan-leien an bis zur uiinuhlichen Gelchrtenexaktheit und bis Mr undeklinablen Eingesrovenheit der Firmen und Titel. Es ist „ber große Logiker"", wie Wustmann sehr gut es seiner zett nannte, der hier als Mißerzieher zu sck>eub- licher Ungcstült unsere Sprache vergcwalttat. Der „große Logiker" aber seinerseits, wenn wir nun kiilturgeichichttich werben, kommt letzten Endes wicber aus ber Mumienwelt des vergreisten Altertums her, aus dieser Dekadenz der Ltömer, die uns allzu bescheiden^ Deutsche auf zahlreichen Lebensgebieten noch immer als gespenstisch verknöcherte Erblasserin tyrannisiert. Die spätantiken Grammatiker- und Rhewrenschulen fanden ihre eigene Nachfolgerschaft in fixer lateinischen Klojrerschule des Mtttelalters, das bekanntlich. loeUIidje Schulen nicht besaß. So wurden denn die „sieben freien iliinfte" der römischen Ncagister durch das ganze Mittelalter die l-öl^erne Drillmaschine all derjenigen Menschen, die überhaupt diszipliniert zu benk-n und schreiben lernten. Daran hat der kecke Humanismus wohl manches geändert, gewiß, er hat Befreiungen, Erweiterungen gebracht hat u. a. zu den Grieäwu geführt und Hurch Hutten und andere das Deutfck)e entdeckt: euer das Hebel an Mer Wurzel ausgetilgt, hat auch er nicht, das war viel tiefer schon in die beuqu/e Mensa-heit hineingefressen, als daß solches möglich geivcsen wäre. Der -rvette Weg, aus bim die fangannige Einwickliingsiogik der spätrönttschen vihelorcir- und Mvvkatenschulen auf uns gekommen ist bas find die Kanz-lcicn. Den erobernden Germanenkönigeii ber Vvll'erwanderung war es genau so wichtig, stilvolle lateinische Kanzleien cinzuricksten. Wie es heule den Herrschern von Japan und Siam wichttg ist, als englisck-e Gentlemen gekleidet zu sein. Ein Thcvderich ber Große — Dietrich vvn Bern! — hat in seinen Kanzlei, chreioen, bereu oberster Redaktor Cassiodorus Seimlor war, mustergültig verschrobenen lateinischen Bombast entfaltet, uno die wilderen Könige der Franlen werben von unseren Historikern erst von da ab gepriesen, wo sie durch gelehrige Reformen ihrer Kanzleien annähernd tzevselbLN Rekord erreichten. Die KvnigL- und ^öaijerkanzleien. beiter tut 511 Tage gefördert worden. Die Grubenverwaltung und die Bcl/örden erklärten in der vorigen Woche, eine Gefahr bestände nicht. Demgegenüber hielten die Arbeiter an ihrer Aussage fest. Co >st, ivie uns mitgeteilt wird, nach ber Erklärung der Behörden, am letzten Freiiag nadinuttag wiederum cm Arbeiter bewusstlos zu Zagt gefördert wo eben, cm Ben-eis, daß nicht jede Gefahr beseitigt ist W.r bitten Ew. Durchlaucht, gt- faUigft veranlassen zu wollen, datz jede Gefahr für bie Ao- beiter beseitigt und bie u. a. burch bas gegenwärtige rliadbod- Unglück aufgeregte Aroeilcrsck>aft berulstgt wirb. Der Zen verband der GewerLsverrine u-risttichor Bergarbttter. Kor Vvisitzcnder."" SttmmMngsbUö aus dem Reichstage. Berlin., 30. Nov. Arbeiteriunenschuh. Zwischen Steuervermchrung und Verfassungswünschen Hut sich der Reichstag mit dem weniger aufregenden Gebiete des Arbeitcrschutzes zu beschäftigen. Aus der großen Ge- lverbenovelle, deren Verabschiedung eine immer neue Flut von Anträgen für diese Tagung in Frage stellt, mußte wenigstens der auf die Verhültniise der weiblichen rmd der jugendlichen Arbeiter bezügliche Abschnitt herausgegriffen werden, denn seine sofortige Erledigung ist notwendig, wenn ne Berner internationale Arbeiterschutz-Konvention zu Neuahr, am bestimmungsmäßigen Termin, in Kraft treten oll. Dre Lauptteile dieses Ätovellenstücks betreffen die gesctz- liche Festlegung des Zchnstundcntags für Arbeiterinnen, das Verbot der Nachtarbeit und in Verbindung damit die Erfüllung der von den Frauenvereinen ausgehenden Wünsche nach einem weitgehenden Mutterschutz. Daneben wird, wenigstens für die Frage des Arbeiterschutzes, die alte, bisher nicht gelöste Streitfrage der Abgrenzung von Fabrik und Handwerk dahin entschieden, daß Betriebe mit regelmäßig mehr als zehn Arbeitern als Fabrikbetriebe im Simie der Gewerbeordnung gelten sollen. Die Kommission hat in fleißiger Arbeit die soziale Fürsorge der Negieruiigsvorlage noch in einigen Punkten erweitert, zum TeÜ freilich unter lebhaftem Widerspruch der Industrie, der auch jetzt bei der ziveiten Lesung im Plenum in Anträgen zum Ausdruck kommt. Schon in der Kommission wurden von den Sachverständigen der industricltcn Praxis schiverwiegende Gründe dafür geltend gemacht, daß die soziale Beglückuilgstätigkeit deS Zentrums und der S^zialdemolratie mit einzelnen der in schrverem Wettbewerb aus dem Geld- marlt ringenden Industrien auch das Wohl und Wehe der beteiligten Arbeiterschaft in das Prokustesbett zrvängt und ihr eine Fürsorge aufdrängt, die statt einer Besserung ihrer Lage sie in ihrer Lebenshaltung zurückwersen würde. Während im allgemeinen für den Samstag der Zehnftundentag aus eine Höchstarbeitsdancr von acht Stunden herabgesetzt ist, hat die Kommission für diejenigen Arbeiterinnen, bie ein Hauswe'en zu besorgen haben, die Arbeitszeit um noch zwei weitere Stunden verkürzt. Hiergegen wird von den Vertretern der Industrie und besonders von der Textilindustrie der auch dem Laien verständliche Einwand gemacht, daß dies in den meisten Fällen die Schließung des Betriebes für den Samstag-Nachmittag überhaupt zur Folge haben müsse, da die Tätigkeit der verschiedenen Arbeiter ineinander greift. Freisinnige und 9iationalliberale vertreten durch den Bamberger Fabrikbesitzer Manz und den Generalselretär des Bundes der Industriellen Dr. S t r e s e - mann forderten daher die Beseitigung dieses Kommissionsbeschlusses und fanden nachdrückliche Unterstützung durch den Staatssekretär v. Bethmann-Hollweg und den Bevollmächtigten der sächsischen Regierung, den Gesandten Vitzthum von Eckstädt. Das Zentrum versuchte mit einem aus betriebstechnischen Gründen allseitig für unannehmbar erklärten Vermittelungsantrag den Rückzug anzutreten, und so blieben denn die Sozialdemokraten, die neben dem Arbeiterselretür Schmidt- Berlin auch Sperrn Stadthagen auf die Tribüne sandten, schließlich völlig vereinsamt; denn der Wortführer dec wirtfchaftlichen Vereinigung, Schack, der in der Kommission auf ihrer Seite gestanden hatte, erklärte sich durch die Gründe überzeugt, und die Stellungnahme der Polen bedarf nicht erst einer besonderen Erwähnung, da diese Partei seit geraumer Zeit aus Fraktionsgrundsatz in allen Dingen genau so stimmt wie die Sozialdemokraten. So erklärte denn Herr Ku- lerski auch sein Einverständnis selbst mit der agitatorischen Forderung des Achtstundentages, die seine roten Genossen durch Parteitagsbeschluß genötigt sind, bei solchen Gelegenheiten herauszustecken. Obgleich auch die konservativen Parteien durch die Wgg. Henning und Schmidt- AltenburA, zum Teil sogar mehrfach zu Wort kamen, führte die fünfstündige Verhandlung heute noch zu keiner Abstimmung. politische Lagersciiar». Die deutschfeindlichen Demonstrationen in Prag. Gestern erneuerten jiaj in Prag am Graben bie Unruhen, pte Sttatzen waren von tschechischen Studenten überfüllt. Kaum, datz btc deutschen Studenten auf die Straße kamen, erhob sich em Wütendes Gebrüll. Man sang nationale Hetzlieber und bedrohte bie Dculsck-en. Einige würben geprügelt, darunter auch der Vertreter ber Straßburger Stubentenschast, der an bie Wand gedrückt und bespuckt Würbe; er begab sich in das beutsck-e Konsulat und strderte Schutz. Der Graben mutzte schließlich von einem größeren Aufgebot von Getrbarmen geräumt werben. Tie Demonstranten zogen nun auf ben Hauwagsplatz zum rückwär- ttgcn Eingang des beutsckten Kasinos und versuchten, bas deutsche Haus zu stürmen. Da aber das Haupttor zugeschlossen Wurde, begnügten sie sich damit, das Pflaster ausKure-.tzcu und die großen Steine über den Garten zu werfen. Sckstictzlich drang ein Wachs. Aufgebot vom Graben aus in das deutsche Haus ein und sprengte die Demonstranten amScmanbcr. Es würben zahlreick>e Verhaftungen vorsenommeu. Unter den Leuten, bie gestern aus dem Graben an den Deirwnstcationen gegen bie deutschen Studenten sich beteiligten, befanden sich auch englische F u ß b a l l s p i e - l e r, die als Geiste eines englischen Klubs in Prag weilen. — 2>ie iKeng« blieb auf dem Rmgpmtz stehen unb bewarf das Re- detzki-Monument mit Steinen, OfsiKiere tvurden bespuckt; einen hölieren Offizier wollte man in die Bioldau werfen. Bci ben Ausschreitungen Wurde einem 16 jährigen Iunglmg, der sich unter ben Demonstranten befand, der Sck-adel gespalten. Der Jüngling würbe sterbend in das Spital gcsäxafft. Insgesamt kamen hundert Venvuiwungen vor. Bor dem Museum würbe auf die Polizei gcsclwssen. Es ersck-alten Rufe: Wir werden euch das Kaise» Jubiläum sckjon zeigen, Ihr Mörder! Die Pferde der Schuv- leute wurden vvn hinten mit spitzen Nägeln gestellten, so datz sic sckpeu würben und üawnliefen. Die Stellung des Statte Halters von Böhmen, Grasen Eondenhi.>ocn, wird als erschüttert bezeichnet. Der Statthalter wartet nur die Äbsvlvicrung ber Zubilaumsfeicrlichkeitcu uno ine ihm ai s diesem Anlaß be» voiftcheiwe Auszeilljimng ab, um sich -urückzuziehen. Zn hie- Iigen ^rcharischkratijchcn itre.fcn, die mit ben Hvfämtern Fühlung haben, zirkuliert bas Gerücht, daß ein hohcr, vor kurzem in ben RuhcstnW getretener General ben Statu-rn.ernsten beziehen sott, um mit militeriidjcr Strenge Ordnung zu sll/asfen. Eure Bestätigung dieses Gerüchtes bleibt ab^uwarten. geschleudert und so schwer verletzt, daß er noch in derselben Nacht nach Marburg in die chirurgische Klinik gebracht werden mußte, woselbst ihm das rechte Bein amputiert wurde. Die Pferde des Postwagens wurden ca. 200 Meter weit fort» geschleift und vollständig verstümmelt. Die Post- und Wertsachen sind sämtlich gerettet. Wodurch das Unglück verursacht wurde, ist bis jetzt noch unbekannt; wahrscheinlich ist der dicke Nebel daran schuld. Gegen Mitternacht war daS Gericht von Frankenberg, sowie das Bauamt an Ort und Stelle, um den Tatbestand aufzunehmcn. Q Laubach, 30. Nov. Die Vereinigung zur Veranstaltung von Konzerten und Vortragsabenden hatte in ihrer gestrigen Veranstaltung durch ihr Komitee einen glücklichen Griff getan. Das bewies das Engagement des Konzertmeisters Alfred Heß auS Frankfurt a. M., der ein Meister auf der Violine genannt werden darf. Welche Fertigkeiten derselbe besitzt, zeigte sich namentlich in den, dritten Satz des Violinkonzerts von Mendelssohn-Bartholdy, in der polnischen Mazurka von Wienawsky und in dem recht schwierigen Moto perpetuo von Nies. Die schwierigsten Kadenzen beherrschte er spielend; reicher Beifall, der den Künstler zur Zugabe eines Stückes veranlaßte, lohnte^ihn. Möge er im nächsten Winter uns wieder durch fein Spiel erfreuen. Herr Appunn aus Hanau trug mit seinem vollen weichen Bariton 4 Lieder vor. Leider war er etwas stimmlich indisponiert, weshalb auch ein Lied in Wegfall kam. Im übrigen bemühte er sich durch seinen glänzenden Vor- trag die Zuhörer seine katarrhalische Erkrankung vergeffen zu machen. Auch ihm wurde lebhafter Beifall zu teil. Derselbe galt auch dem gewandten Klavierspieler Herrn Knoth aus Frankfurt a. M., der z. B. in der Begleitung des Liedes „Archibald Douglas", wie auch in den übrigen Klavierstücken, der Bechstein-Flügel war dem Hofpiauofortelager von Rudolph aus Gießen entliehen, eine vollendete Fingertechuik entwickelte. Der Besuch des Konzerts war recht gut, auch von Nachbarorten war zahlreiche Teilnahme zu verzeichnen; daS Komitee hat Ursache, mit Stolz auf seine erste Winter- oeranstaltung zu blicken. Mainz, 30. Nov. In der Stadthalle tagte gestern nachmittag eine von mehreren tausend Winzern und Weinhändlern besuchte Versammlung gegen die Reichsweinsteuer, der auch verschiedcue Reichstags- und Land- tagSabgeorduete beiwohnten. Nach mehreren Ansprachen wurde eine Resolution gegen die Reichsweinsteuer gefaßt und gleichzeitig die hessische Regierung aufgefordert, ihren Bevollmächtigten im Bundesrat zu beauftragen, im Reichstag gegen die Meinsteuer, wie auch schon vorher im Bundesrat, Protest zu erheben. s Marburg, 30. Nov. Aus einer ganz geringfügigen Ursache entwickelte sich in der Nacht zum Sonntag hier ein e r n st l i ch e r studentischer Krawall. In der Barfüßer- straße hatten sich gegen 2 Uhr zwei betrunkene Studenten mit anderen Passanten geprügelt. Tic Polizei konnte nicht anders Niihe stiften, als daß sie die beiden nacheinander zur Wache brachte und auch einzeln wieder entließ. Der zuerst in Freiheit gesetzte junge Mann hatte nun in dem Glauben, sein Freund müsse in der Zelle sicher bleiben, erst etwa zehn 10 Studenten herbcigerusen und diese ließen dann in allen studentischen Vereinshäusern und Kneipen das „Burschen heraus!" erschallen. Wie bei dem bekannten Krawall im Jahre 1902 so sammelten sich auch diesmal innerhalb kurzer Zeit Hunderte von Studenten und Neugierigen auf dem Marktplatz und den angrenzenden Straßen an. Sie vollführten einen Heidenlärm, schlugen mit den Stöcken gegen die Fensterläden und lachten die Polizcibeamten, die sich die grüßte Mühe gaben, Ordnung 511 schaffen, einfach auS. Nur dem maßvollen Benehmen der letzteren ist cS zu danken, daß Exzesse vermieden wurden. Erst zum Morgengrauen gabs Ruhe. Wie man hört, wird ein gerichtliches Nachspiel folgen, denn etwa 50 Beteiligte sind ausgeschrieben worden. Aus dem Wetter tal, 30. Nov. Endlich hat nun feit etwa 11 Tagen der Ba u der Wettertalbahn begonnen. Vorerst wird die Teilstrecke Griedel—Rockenberg hergestellt, der Bau soll so betrieben werden, daß man die Strecke am 1. April 1909 eröffnen kann. Geländeschwierigteiten sind bis ieftt nicke gen und eröffnen kann. Geländeschwierigkeiten sind bis auf die. Erbauung zweier Wetterbrücken keine vorl-anden. Tie Strecke ist etwa 2,5 Kilometer lang. Von Rockenberg bis Bad-Nauheim sind noch etwa 8 Kilometer, so daß die ganze Strecke rund 10 Kilometer Länge hat. Tie Linie erhält die Stationen Rockenberg, Oppershofen, Steinfurth und Bad-Nauheim. Von Rockenberg Zris Bad- Nauheim bleibt die Bahn rechts der Wetter. Zwischen Steinfurth und Bad-Nauheim find mehrere Dämme und Einschnitte erforderlich; hier erreicht Die. Bahn die Maximalsteigung von 1:50. In Bad Nauheim Läuft sie zwischen dem Staatsbahnhos und der elettrifdien Zentrale ein. Von hier wird eine Unterführung nach dem Bahnhofsplap führen. Tic Orte Steinfurth und Griedel legen gleichzeitig die Feldbereimgüng t£vt, wahrscheinlich auch Rockenberg und Bad-Nauheint. Kassel, 30. Nov. Die Neubaustrecke Wildlingen- Buhlen, eine Fortsetzung der Strecke Wabern-Wildungen, wird am 1. Jan. 1909 dem Betriebe übergeben werden. Vorläufig verkehren 5 Züge täglich in jeder Richtung. Vermischtes. * Wenn man nicht gerne Akten liest. Die Neuen Züricher Nachrichten schreiben: Als der oströmische Kaiser Arka- dins im Jahre 408 starb, hinterließ er vier Waisenkinder, drei Töchter und einen Sobn, Theodosius II., der 401 geboren und beim Hinscheiden des Vaters gegen acht Jahre alt war. Da wurde nun PulchÄa, die älteste seiner Schwestern, hervorragend wie durch körperliche Schönheit, so auch durch Tugend und Weisheit, zur Führung der Regentschaft herangezogen. Und sie löfte. ihre Aufgabe in allen Ehren seit ihrem 15. Jahre in der Eigen, chaft einer Mitkaiserin und Erzieherin ihres kaiserlichen Bruders. Diese Frau ist unstreitig die schönste Zierde des oströmischen Kaiserthrones. Pulcheria ließ ihren jungen Bruder Theodosius sorgfältig in den Wissenschaften und allem kaiserlichen Gehaben, tm Reiten und in Wassenübungen unterrichten. Sie selbst überwachte sorgsam sein ganzes Gebaren, sein Auftreten, Reden und sich kleiden. Als er dann herangewachsen war, war die einsichtsvolle Schwester auch auf eine passende Gemahlin für ihn bedacht. Es war Athenais, die Tochter des Sophisten Leontius von Athen; sic war ein Ideal von Schönheit und Geist und mit Pulcheria innig befreundet. Sie wurde Christin und erhielt in der Taufe den Namen Eudoria. Als Gemahlin Theodosius' II. wurde sie zur Augusta, d. h. zur Mitregentin erhoben. Leider hatte Theodosius nicht die Geistesschärfe und den Geschäftsernst seiner Schwester. Pulcheria wußte aber mit Nachdruck und, Geschick feine Fehler schadlos zu machen. So hatte er die kaiserliche Unart angenommen, Schriftstücke zu unterschreiben, ohne sie gelesen zu haben. Eines Tages begehrte er nach feiner Frau. Er bekam zur Antwort, sie sei nicht zu haben, er habe sie ja seiner Schwester Pulcheria als Sllavin verkauft, und um ihn zu überweisen, zeigte man ihm das von ihm unterzeichnete Aktenstück des Verkaufes. Pulcheria hatte es ilM, im Einverständnis mit Eu- doxia unter anderen Schriftstücken unterbreitet und er hatte es seiner Gewohnheit nach ungelesen unterzeichnet. Dieser arge Mißgriff ließ sich ja fteilich leicht wieder gutmachen, aber jetzt fing Theodosius II. doch ernstlich an, die Akten zu lesen, bevor er sie unterzeichnete. * Tie Kalenderreform in Rußland. Ans St. Petersburg wird dem Hamb. Corr, geschrieben: Die Neichsduma bat soeben erklärt, daß die Kalenderresorm als eine der wichtigsten Fragen in den Vordergrund zu setzen sei. Sie hänge mit allen brennenden Staatsfragen eng zusammen, denn durch den Mangel einer einheitlichen Zeitrechnung werde die Entwicklung der internationalen Beziehungen Rußlaicks gehemmt und der Handelsverkehr mit dem Auslande erschwert. Länger dürfe das russische Reich nicht warten, um in die zivilisierte Völkersamilie einzutreten. Auch die Ehre und Würde des Landes und seiner Wissenschaft fordere diese Neuerung, welche Peter der Große schon als notwendig erachtete. Da er sich zu einer völligen Unifizierung des russischen Kalenders in Rücksicht auf die Geistlichkeit nicht entschließen mochte, so beschränkte er sich darauf, den Beginn der Zeitrechnung auf Christi Geburt und den Jahresanfang auf den ersten Januar zu verlegen. Von den Gründen, welche stets gegen die Kalenderresvrm ins Feld geführt wurden, haben die politischen bereits ihre Kraft gänzlich verloren, denn heute kann niemand mehr erwarten, daß die Bevölkerung darin eine Verletzung althergebrachter Traditionen sehen werde. Hingegen darf die Kirche wohl Schwierigkeiten erlüarten, wenn ihre uralten Einrichtungen eine Erschütterung erfahren, und das um' so mehr, als die Reform nickt nur die russischen Landesgebiete, sondern auch diejenigen der östlichen Slavenstämme berühren würde. Wie wenig Stimmung in den kirchlichen Kreisen für diese Reform vorhanden ist, bewies noch der Briefwechsel des Patriarchen von Konstantinopel Joachim III. mit dem von Jerusalem und Alexandria im Jahre 1904 über diesen Gegenstand. Eine Gruppe von Dumaabgeordnetew mit Baron Tiefenhausen an der Stutze bringt jedoch mit aller Entschiedenheit aus staatserhaltenden Erwägungen auf die Kalenderreform und fordert die Einsetzung einer Kommission, die sie in die Wege leiten soll. * Wie man in Amerika reich wird. Das Riesenvermögen des verstorbenen Chicagoer Großkaufmanns Field ist auf direkte .Handels-Unternehmungen und Grundeigen- tumswerte zurückzuführen. Die Astors legten das Fundament zu ihrem Vermögen durch Einnahmen aus ihrem Pelzhandel und legten die Gelder später in Grundeigentum an. Die Vanoerbilts wurden durch den Betrieb von Eisenbahnen reich. Die Fälle, wo Börsen-Millionäre ihr Vermögen einer glücklich durchgeftihrten Börsenspekulation zu verdanken haben, bilden die Ausnahme. Gewerkschaft K u r-K ö l n in Gießen. Auf der dieser Gewerkschaft gehörigen Grube ©d) n eilen berg bei Beienbach, Kreis Siegern wurde bei den Ausschlußarbeiten im Hangenden des Hauvtganges auf der 70 m Sohle ein neuer Spateisensteingang erschlossen, der bereits 25 m überfahren wurde und dessen Spatführung eine geschlossene Mächtigkeit von 1,50 m hat. Märkte. Gieße«, 1.Dezember. Marlioericht.Auf heutigem Wochen- mailte kostete: Butter pr. Pfd. 1.00—1.10 Mk., Hühnereier 1 St., 8-9 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte 2 St. 5—6 Pfg., Erbsen p. Pfd. 18—24 Pfg., Linsen p. Pfd. 25— 40 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Pik., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Pik., Gänse pr. Pfd. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsenfleisch vr. Pw. 78—66 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 74—76 Pfg., Schweinefleisch vr. Pfund 68—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 84 Pfg., Kalbfleisch vr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 60—80 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.50—6.00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Pik., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut ver Stück 10—15 Pfg., per Zentner Mk. 2.50—8.00. —wieviel per Ztr. 5—8 Mk., Birnen per Ztr. 5—10 Pik. Nüsse 100 Stück 40—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk. Marktzeit von 8—2 Uhr. — K a r t 0 f i e l m a r k t - B e ri ch t vorn 30. November 1908 Friedberg (Hoffen): Rote Sorte Pik. 1.75 — 0.00, Magnum bonum 2.25—2.50, weiße runde 1.80—2.00, Gelbfleischige, blaue, 2.25 bis 2.35, weiße 0.00—0.00. Frank' 11 r t a. Pi.: Note Sorte Mk. 1.75—0.00, Magnum bonum 2.25—2.50, weiße runde 1.80-1.90, Ge bfleischige,blaue,2.30, weiße 2.60-2.70. Wiesbaden: Magnum bon nt 0.00—0.00, Gelbfleischige rote 0.00, weiße 0.00. M a n n- beim: Magnum bonum Mk. 2.30—2.40, weiße runde 0.00, bleib« fleischi e blaue 3.00 bis 3.10, rote 0.00—0.00. Köln: Note Taber 0.00—0.00, Magnum bonum 2.75-0.00, »veiße runde 2.0v, Gelbfleischige blaue 2.15—2 20, rote 3.25—3.50, weiße 3.75-0 00. Dortmund: Rote Taber 0.00 — 0.00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Magnum bonum 2.60—0.00, »veiße runde 0.00—0.00, Gelbfleischige blaue 0.00—0.00, rote 3.60—0.00, weiße 3.70—0.00. Krefeld: Note Taber .. f. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00-0.00, Magnum bonum 2.70—2.90, weiße runde 0.00—0.00, Gelbfleischige blaue 2.60—2.80, rote 2.70—2 90. Saffig: Rote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 3.10-0.00, Magnum bonum 2.80—0.00, weiße runde 0.00-0.00. Gelbfleischige, blaue 2.60 bis 0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0 00—0.00. Saarlouis: Rote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 2.40—0 00, Magnum bonum 0.00—0.00, weiße runde 2.40—ODO. Gelbfleischige, blaue 0.00 bis 0 00, rote 0.00—0.00, weiße 0.00—0 00. Frankenthal (Pfalz): Note Sorten 1.75—0.00, Magnum bonum 2.00—0.00, weiße runde 1.75—0.00, Gelbfleischige blaue 2.75—0.00, rote 2.75 - 0.00, weiße 2.75—0.00. Kempen: Rote Taber 0.00 - 0.00, andere rote Sorten 3 20—0.00, Magnum bonum 2.50—0.00, weiße runde 00.00-0.00, Gelbfleischige blaue 0.00.—0.00, rote 0.00—0.00, weißt 0.00 - .00. München: Magnum bonum 2.25, weiße runde 2.10. Regensburg: Role Sorten 0.00—0.00, Magnum bonmn 1.90 Alles per 50 Kgr.) Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Glessen. Frankfurter Börse, 1. Dezember, 1.15 Uhr. 3%e/0 Reichsanleihe . . 94.65 3% do. . . 85.15 3%°/0 Konsole .... 94.50 3% do. .... 85J 5 3%°Iq Hessen 93.00 3%°l0 Oberhessen . . . 92.00 4% Oesterr Goldrente. 97 60 4l/6% Oesterr. Silberrente 97.20 4?6 Ungar Goldrente . . 91.95 4% Italien. Rente . . . —.— 3 % Portugiesen Serie I 57 00 3% Portugiesen „ III 57.60 4%°(0 russ.Staatsanl. 1905 9685 4>£°/0 japau. Staatsanleihe 91.80 4% Conv.Türken von 1903 92.00 Türkenlose 140 00 4% Griech. Monopol-Aul. . 48 50 4% äussere Argentinier . 85.70 ö% Mexikaner . . . —.— 4 >5% Chinesen .... 97.10 Aktien: Bochum Guss 218.50 Buderus E. W — Tendenz: etwas fester. Elektriz. Lahmeyer . . . 116.30 Elektriz. Schnckert . . . 118.31? Eschweiler Bergwerk . . 188 20 Gelsenkirchen Bergwerk . 187.50 Hamburg-Amerik. PakelL 110.15 Harpener Bergwerk. . . 192.25 Laurahiitte 192 00 Nordd. Lloyd . ... 88.10 Obeischles. Eisen-Industrie 97.00 Berliner Handelsges. . . 166 30 Darmstädter Bank . . . 127.80 Deutsche Bank .... 238.20 Deutsch-Asiat Bank . . 137.00 Diskonto-Koinmandit. . . 178.10 Dresdner Bank .... 146.75 Kreditaktien 194.30 Baltimore- und Ohio- Eiseulahn 108.50 Gotthardbahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 18.60 Oesterr. Staatsbahn . . .142 20 P r ince-Henri-Eisen bahn . 123.00 Berliner Börse, 1. Dezember. Anlangskurse. Canada E. B 175.50 Darmstädter Bank . . . — .— Deutsche Bank .... 238.20 Dortmunder-Union C. . . —.— Dresdner Bank .... 146.50 Tendenz • still. Harpener Bergwerk. . . 191.70 Laurahiitte 192.50 Lombarden E. B. ... 18 60 Nordd. Lloyd 88 20 Türkenlose 140220 Alte Leute sind manchmal wunderlich; aber was gut und der Gesundheit öuträglid) ist, das wissen Sie meist besser, als die jungen. Und wissen Sic, was Onkel Gottlieb sagt: „FayS ächte Sodener! Bist du erkältet, hustet dein Kind, bist du verschleimt, weil du viel geraucht hast- hast du Schmerzen beim Atemholen, sprichst du heuet — nimm Sodener, Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen. Ich bab's ausprobiert und ich lueife, was gut tut." Die Schachtel kostet 85 Pfg. und ist in allen Apotheken, Drogen, und Mineralwasserhandlungen erhältlich. der Muskellrast die erste Stelle ein. Das im Sanatogen enthaltene Milcheiweiß ist von einer Reinheit, wie sie für diesen Stoff bisher noch niemals erreicht worden ist. Das heißt mit anderen Worten: Das Sanatogen-Eiweiß ist frei von allen fremdartigen chemischen Substanzen, wie auch von allen schädlichen Bakterien. Dies letztere ist nm so beachtenswerter, als bekanntlich gerade die Milch und die aus ihr hergestellten Nahrungsmittel gewöhnlich eine Hauptbrutstätte dieser gefährlichen zileinlebeweseu darstellen. Der andere im Sanatogen enthaltene chemische Körper, das Glyeerophosphat, spielt in der Nervenphysiologie schon seit langer Zeit eine höchst bedeutsame Rolle als der wirksame Bestandteil der Lecithine, jener eigentümlichen phosphorhaltigen Substanzen, die von der Wissenschaft als die eigentlichen Träger der spezifischen Nervenenergie bezeichnet werden. Tie zahlreichen Bemühungen der Nahrungsmittelchemiker, ein wirklich einwandfreies Glyeerophosphat in leicht assimilierbarer Form zu bringen und so eine Möglichkeit zu schaffen, unseren im Kampf ums Dasein so mannigfach geschädigten Nerven einen zweckdienlichen Nährstoff zuzuführen, sind durch die Darstellung des Sanatogens verwirklicht. Keine noch so begeisterte theoretische Lobrede auf die Vorzüge des Sanatogens könnte diesem Präparat seine hervorragende Stellung in der modernen Diätetil auf die Tauer sichern, wenn nicht die exakte ärztliche Prüfung zugleich seinen praktischen Wert und seine Vorzüge in der Kranke,i- behandlung in das rechte Licht rückte. Aber auch in dieser Hinsicht hat das Sanatogen die Feuerprobe bestanden, wie icin anderes Nährpräparat. Uebcr 120 größere wissenschaftliche Arbeiten ans deutschen Kliniken und mehr als 8000 Zuschriften von Aerzten bestätigen rückhalllr^ die ausgezeichneten Erfolge, die seit • einem Dezennium mit der Sanatogenbehandlüng erzielt l worden sind. Todes-Anzeige. Schmerzerfüllt machen wir hiermit die traurige Mitteilung, dass meine hebe, gute Frau, unsere treubesorgte Schwester, Schwägerin und Tante Frau Hannchen Simon geb. Stern im fast vollendeten 57. Lebensjahre nach kurzem, schweren Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. L d. N.: Josef Simon. Mainzlar, 30. November 1908. Die Beerdigung findet statt: Mittwoch den 2. Dezember, nachm. 3 Uhr. 09839 Bekauurmachung. Samstag den 5. Dezember 1908, vormittags 11 Ubr tollen un Bürgermelslereigebäude — Zimmer Nr. 15 — mehrere städtische Plätze zum Verkauf vou Cbristbäumchcu meistbietend verpachtet werden. (Sieben, den 26. November 1908. [ß */,. Grostherzogliche Bürgermeisterei (Sieben. _____________________________________ 'Di e c u in._______________________________________ Bekanntmachung. GrofiherzoglicheS iDiiniuerütni der Zusttz ijat den 24. November 1908 al§ den Tag bestimmt, an welchem mit der Anlegung des Grundbuchs für die Gemarkung Ringelshausen zu beginnen ist. Nidda, den 25. November 1908. v»/ GroKher,mögliches 'Amtsgericht. [B »/u verlethl. SS7s (Sieben, 30. November 1908. Städtisches Hochbauamt. Gerbet. Bürgerverein Gießen. Mittwoch den 2. Dezember c., abends 9 Uhr pünktlich im Saale des Hotel Cinhorn ArbeiLSvergebnng. Die zur Herstellung einer Jsotierdecke über dem Kesselraum der höheren und erweiterten Mädchenschule nöligen Schlosser- und Lvcchbindcrarbcitcu sollen Samstag den '».Dezember d. I., vorm. 10 Ubr öffentlich vergeben werden. Arbetlsbeschreibung und Bedingungen liegen bei unS zur Einsicht offen. Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin tut uns einznreichen. — Buschlagsfrist (4 Tage. ferner Art schätzen gelernt haben, weil er dem Getränk die einzig richtige goldbraune Farbe llaiser-Gtto, den sie nach sorgfältiger Kochprobe und vorge- nonnnenen Qualitätsvergleichen Kluge Hausfrauen lassen sich weder täuschen noch beeinflussen, sondern handeln nach eigenem Ermessen und wählen als vorteilhaftesten Kaffeezusatz, der sich besonders durch allerfemsten Geschmack auszeichnet, den allein ächten zuw Besten eines Schriftstellerheims ; Jena, Ziehung am 3.-5. Dezember 1908 U^Winilö £U3e JUK.. g 4 5 0 S S l2 1 Hauptgewinn Mark B 120600 ,£ I 5000ÄI T flOO 1 Mlf HLo"e 10 KOc. Porto B LUbü Ä 1U. u. Liste 2.5 Pf. extra B versendet das General-Debit H Gustav Seines* tg Lottcricbauk G. m. b. H. H = Eisenach____ H sowie zu haben bei den durcii PI akat<-|H kenntlichen Verkaufsstellen. Läj VViederverkäufer gesucht.« In Giessen: Stich. Huchackcr, Fritz Flimm. Königl. Preuss Lott.-Einn., .1. Dany, Pani Müller, Willi. Summier, Phil. Weiler.[b3,,, | ” Qghgiiluils- Kaif tod beute bis 10. Dezember cf. Korsetts mit 20°|o Rabatt Gleichzeitig empfehle; Korsettsciaoner :: L’iilertaillen :: :: llmerjäckchen :: l'ntei rücke :: :: :: Hausschürzen :: :: Zierschürzen :: :: üindersehürzen :: Reichste Auswahl Aparte Neuheiten Frieir. Feipsl 16 Markt 16® Normal-Hemden Flanell-Hemden Haut-Jacken HWiM KsilgNUksWmillilg 1. Vortrag des Herrn Amtsrichter Dr. Mahr-Darmstadt: „Das Baugewerbe und der Gesetzentwurf zur Sicherung der Bauforderungen — Mittelstand und Bodenrccht" — 2. Diskussion. Zu recht zahlreichem Besuch ladet die Bürgerschaft ein v80', _____________Der Vorstand. WM-Wsi in «nü-erlroffener Auswahl empfiehlt 6809 Ernst Blödner Nachf. Seltersweg—Ecke Plockstr. Telef. 172 Räucher-Apparate, rund, mit drehbarem Fleischgestell empfiehlt C JLrag’ust Kröll, Leltersweg 12. 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Wir hoffen demgemäß, datz die lleinen Dmnen, oder deren Mütter, den ausgiebigsten Gebrauch von diesem bescheidenen Anerbieten mach, werden. — Je mehr, je lieber! Braubach & Fischer Färberei, Chemische Waschanstalt Seltersweg 79 a : Neuenweg 4 Telef. 627 Tel. 553 Ein trautes Heim 9 ist der sehnlichste Wunsch einer jeden Braut und mache ich deshalb Interessenten auf meine grosse Ausstellung kompletter Wohnungs-Einrich- t ungen bei billigen Preisen aufmerksam. Möbel-Fabrik-Lager und Ausstattungs-Geschäft Hermann Dominicas, 18 Kaplansgasse 18 GIESSEN Sämtliche Spezial- Nähr- u. Kräftigungs- Patent Mcdizinalmittel stets zu haben in der 16804 Aaler-^edizinaldrogerie Otto Schaaf, Seltersweg 39. Nuttm-u Mäuse Tod von sicherer Wirkung, kaufen Sie am besten in der L6541 Ccntral-Drogcric Emc8 i*5.Tn, Schulstr. ^FARBEN n Zu haben in E Drogerien, Farbenhand- ^"gen u. Apotheken. D-chWE ,,h,e nebenstehend abpebildete Schleifenmarke. 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Nähere Auskunft erteilt und Anmeldungen nimmt entgegen 09751) Fräulein )ia.rie Wecker, 'Nordanlage 31, pari. Svrechstunden nachm. von Ubr an. Sonntags von 11—1 Uhr. Mittwoch, den 2. Dezember Mats s j suppe Morgens: Wellfleisch mit Kraut wozu freundlichst einladet (09843 Carl Rösinger _______am Lowalds Garten. Ortsgtwcrbtverein Monatsversammlung Mittwoch 2. Dezember abeuds 8x/3 Uhr. v*/° Tagesordnung: Referat und Diskussion über „Der kieine Befähigungsnachweis.11 Zahleiche Beteiligung dringend erwünscht ,. Lü» 1W1Ä Win IM» MM— ßsSBCht Heizer und Maschinist für 140 pferdige stationäre Lokomobile. Anmeldungen sind mit Angabe des Alters, Zeugnisabschriften und Lohuansprüchen unter 6854 an die Expedition der Zeitung abzugeben. (Medizinische Klinik, Klinikstraße) Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend 6—7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Ange« hörigen von Lungenkranken. (D*/* Ausgabe von Attesten für Ausnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung.Volt. Inkasso-Bureau: Auskunftei: Bahnhofslr. 39, Wil BlU Bahnhofslr. 39, parterre 3n6... j CÜ8ter8 Pactercc empfiehlt sich zur [09789 VkitrMU non AnhenUnden oller Art (auch verjährter und solcher, welche bei Pfändung fruchtlos). Einholung von Auskünften im In- und Auslände. Stulante Bedingungen. Prima Referenzen.__________________Nachweisbar graste Erfolge. K«clardt-Xei)a|iit- Kakaos, Schokoladen etc. ab 1. Oktober er. zu ermäßigten Fabrikpreisen empfiehlt Frau Emma Seilheim Bismarckstrafie 38 gegenüber der neuen Bibliothek. Tftr Jede Lieferung frei Haus Giesten. ^01 5843 2611. erssile 17 u. 19Ei^ 1.80 u. 2.00Mk. L. Steinhäuser. 6826 Garantiert naturreinen (6465 Bienenhonig empfiehlt' Emil Fischbach, Zur Feinbäckerei: Bringe mein hochfeines ff.Blüten- mclrl ui empfehlende Erinnerung. yicblbQnt»luuo Kart Ster, 09689] Damno trage 46. Dci nichts- poK- bnrf^n 100 St. 1,2,3,4 Bk. (hv3o haben jic oic Be,ugn»s dann, wenn sie in d»e>ew Gewerbe oder Gewerbszweige entweder die Lehrzeit zurückgelegt und die Gesellen» vrüsung bcitanocu haben, oder »uni <»ahrc hiudurch Persönlich daS Handwerl selbststaudig ausgeub» haben oder wahrend einer oIcicq lange»» ticu als LLerkmeincr oder in ähnlicher Stellung tätig gewesen sind. 2. Personen, welche ve»m Inkrafttreten dieses Gesetzes nach den vis dahin gellenden Por,chr»ften zum Antettcu von Vehrlingcu »u» Randwert be,ugt fiuo, dürfen eie zu Dicicin Zeitpunkt bereits in das LehrveihatrnlS eingctretciicn itcut- ltuge auslchrcu. Die weitere Bcsugnis zum Anleitcu von Lehrlingen »it ihnen auf ihren Antrag von uns zu verleihen, wenn sie beim <»ukrafltreteli dieses Gesetzes »niudc- itcus iünf ^atrrc hindurch i»»u der Befugnis zum Anlelteu von Lehrlingen in ihrem Gewerbe tätig gewesen sind. Haven sie die Befugnis noch keine wir Jahre besessen, daun kann ihnen diese von uns verlichcu werden. In allen anderen Fällen wolle»» sich die Handwerker wegen weiterer Austunsl an die Handwerkstammer zu Darmstadt wenden. Diejenigen hiesigen Handwerker, welche hiernach) um die Erteilung dcr BcsugnlS zur ferneren Anleitung von Lehrlingen uachsucheu müssen und dies »»übt schon getan bauen, werden auf- gcfordert, ihre Gesuche lunter Bcnuhung des bei uns — Bunmer 2 — erhältlichen Vordrucks) dis spätestens 10. Dezember 1908 ' Rheinisches ~ , Torhn ih j im Rinnnn Maschinenbau,Elektrotechnik, I eCnnlKUm mnggn Automobilhau, Bruckenbau. | August Kilb'nger * Giessen i Seltersweg 79 Telefon 276 g a» mb E3 Spezial-Geschäft für feine Portefeuille- u. Lederwaren H S Reiseartikel,Jagd-, Tennis-, Rodel-,Ski-, Reit- u. Fahrsport [3 Anerkannt vornehme u. solide Sattlerwaren N Anfertigung der meisten Artikel in eigener Werktsätte. W G.<6 Ä ist der beste Schatz a7yn :: das Tragen von :: Kaffleslhaar-Fnss-Schliiplers In allen Grössen für Damen u. Herren Paar‘25 Plg. 4 Salomon & Cie. 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