Nr. 78 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. (Sentr.); ♦ . *: gliedern. W' Wg. Singer (Soz.): Gesetzes. Dbg. Dr. Wagner (!onf.) stimmt so ! Die „Sketzener ZamlllenblStter" werden dem /Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. 'Pi Dbg. Kirsch ändert sich ebenfalls zustimmend. M 6« y Kolstisehe Tergessch««. Das Kaiser-aar auf der Fahrt nach Korfu. — Bei der Fahrt an der Küste von Bari liest der Kaiser gestern die „Hohenzollern" auf ein paar hundert Meter an die Küste heranfahren und betrachtete das Schloß lange durch ein Fernglas. Eine große Volksmenge sammelte sich an den Quais und begrüßte den Kaiser durch stürmische Zurufe. Der Kaiser dankte, indem er seine Mütze schwenkte. — Man nimmt jetzt als Termin der Ankunft des Kaisers in Korfu den 9. April an. Im Achilleion werden große Vorbereitungen zu einer elektrischen Illumination des Partes getroffen. Auch die-Stadt Korfu sorgt für eine glanzende Festbeleuchtung für den Tag der.Ankunft. schließt sich den Ausführungen des Abg. 3" Dem Gesetz zu. Abg. Dove (freis. Vgg i__ Es ist.bedauerlich, daß die Revision lange am [ia> warten lau., uaij w'.r dl;. Rotationsdruck und Verlag der Drühlssch« Universitäts - Buch- und Steindruckeret. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion: 112. Tel.-Adru AnzeigerGießen. *1- *3* 1Ssen 68, Die falsche Schildwache. Die Lissaboner Blätter „Mundo" und „Epoca" erzählen folgenden Vorfall, der sich letzten Freitag im Hofe des Königl. Palastes Necessidades zugetragen haben soll. Als König Manuel seinen gewöhnlichen Morgenspaziergang dort unternahm, siel ihm »ine Unregelmäßigkeit im Verhalten des salutierenden Wachtpostens auf. Der ftönig rief den Chef des Militärstaatcs, General Lopez, herbei und beauftragte ihn, der Sache auf den Grund zu gehen. Es stellte sich alsbald heraus, daß der Wachtposten kein Soldat der Armee, war. Sein Verhör und 'weitere Nachforschungen ergaben, daß er der „Gesellschaft vom Schwarzen Kreuz" angehörte, demselben Geheimbunde, treffen. Mitglieder auch die beiden erschossenen Königsmörder Luica und Da Costa waren. Der Vorfall hat ungeheure Erregung im Palast hervorgerufen. Sämtliche Palastwachen sind verstärkt worden. Bisher hat die Untersuchung noch keinen Anhaltspunkt dafür ergeben, wie es der -sal?chen Schildwache möglich war, sich einzuschmuggeln. Zweites Blatt 158. Jahrgang Mittwoch 1. April 1808 Gießener Anzeiger General-Anzeiger fiir Oberhessen zu lesen. Die Grundsätze, nach denen die Teuerungszulagen gewahrt werden sollen, begegneten lebhaftem Widerspruch. Mit Recht. Denn sie benachteiligen, wie namentlich die National- lweralen Dr. Friedberg, Schröder-Cassel und di- Freisinnigen Kopsch und Ernst schlagend darlegten, die Lehrer in ganz ungerechtfertigter Weise, und sie benachteiligen auch eine ganze Reihe von Bcamtenkategorien. In der Budgetkommission, an die der Nachtragsetat ging, wird man hoffentlich der Regierung noch etwas abzwacken. Die Masurische Kanalvorlage passierte die zweite und dritte Lesung ohne Fährlichkeit, und nach kurzer Debatte war auch das Gesetz, das der Gesamtorganisation der altlutherischen rNrHengemeinschaft die Rechte einer juristischen Person bewilligt, in den beiden ersten Lesungen angenommen. Es war noch früh aöe< aJd Daus sich vertagte, um am Dienstag sich wieder mit der Sekundärbahnvorlage zu beschäftigen. V 1 „3®®; 'VS* , Will1 Auch wir haben gewisse Bedenken gegen den Entwurf. Wir können uns nicht dafür erwärmen, daß die Gebühren im Verordnungswege festgesetzt werden sollen. Mindestens muffen die Anordnungen des Bundesrats dem Reichstag zur Ge. nehmigung vorgelegt werden. Selbstverständlich müssen auch Zinsen gewährt werden. Wenn ein Verkehrsmittel dem Publikum keine Vorteile bringt, dann wird es auch nicht allgemein benutzt. Der Redner empfiehlt Verweisung der Novelle an die Budget, kommission. Abg. Kaempf (freis. Vp.) k Eine Konkurrenz der landwirtschaftlichen Gdrwssenschaften Uvb der Sparkassen durch den Postscheck, wie er hier vorgeschlagen wird, ist keineswegs zu befürchten. Denn wer wird sein Geld zur Post tragen, wo er keine Zinsen bekommt und nicht zur Sparkasse, wo er Zinsen bekommt! Der Postscheckverkehr kann nur eingeführt luetfcen, ivenn d i e Gebühren billig sind. Eine mäßige Verzinsung sollte meines Erachtens auch nur vorteilhaft für den Scheckverkehr sein. Aber bei der Zusammensetzung des Hauses ist darauf wohl nicht zu rechnen. Dureaukrattsche Formalien dürfte aber die Postverwaltung bei der ganzen EinrichtWg mcht obwalten lassen. Wbg. Weber (nrrtl.)'k Wir stehen dem Entwurf im Prinzip sympathisch gegenüber. Ter Postscheckoerkehr ist ein Bedürfnis für das Deutsche Reich, und die vorliegende Novelle ist eine gute Mrsis für seine Einführung. Freilich, die Sparkassen und die landwirtschaftlichen Genossenschaften dürfen nicht geschädigt werden. ES ist dies aber auch nicht zu befürchten, da eine Verzinsung der Gelder nicht stattfindet. Die Gebühren gesetzlich festzulegen, ist unmöglich. Ts müßten bei VerkehrZgestealtungen dann fortwährend Ilendexungen des Gesetzes erfolgen. *■ Abg. Nacken (Zentr.) r Wir begrüßen den Entwurf im Interesse der kleinen Kaufleute, der kleinen Gewerbetreibenden und der kleinen Landwirte. Eine P o st s p a r k a s s e darf sich aber nicht herauSbilden. Die Gebühren müssen billig sein und durch Gesetz festgelegt werden. Abg. Raab (Wirtsch. Vgg.): Der Inhalt der Vorlage will gründlich überlegt sein. D«M trotz der Bescheidenheit der Anfänge müssen wir doch annehmen, daß einmal recht große Dinge sich daraus entwickeln werden. Eine Benachteiligung der Genoffenschaften und Sparkaffen befürchten wir nicht. Wir sind dafür, daß die Gebühren durch Gesetz festgelegt werden. Abg. Dr. Arendt (Rp.)'k Wir sehen in der Vorlage einen erheblichen Fortschritt auf dem Gebiete des Verkehrswesens. Die Einrichtung dieses UeberweisungsverkehrS wird vor allem den kleinen Gewerbetreibenden und den Handwerkern zugute kommen. Die Vorlage ist etwas kompliziert. Die Einrichrungen muffen so der- ernfacht werden, daß sie der schlichte einfache Mann versteht. Ueber Einzelheiten werden wir uns in der Budgetkommiffion bcx* ständigen können. " Der Gesetzentwurf geht an die Budgetkornmlsfio«. gern dei n und IM» GrosshtMfii Hessen er kurzen Zehti benaschend scÄ d geführt; listiges Bindy® en Gesinnung- _,ande; bring!t: aus berofy hessische rffl wirtscbaii:;e2 diplomatischen Dienstes als der am meisten Geeignetste er- chien für diese besondere Stellung, eine Stellung allerersten ganges, an Ehren sowohl wie an Verauttvortttckkeit, bei welcher mmr deshalb auch wohl darauf achtete, daß dorthin ein erfahrener Diplomat und bewährter Redner, eine Autorität des internationalen Rechts und ein Kenner der Deutschen gesandt wurde, der mit gleichem Geschick als Mitarbeiter eines Staats- lekrclärs unter John Hay gearbeitet und als Gesandter im Ausland nacheinander zwei Posten begleitet hat, auf berem Letzteren er im Haag bemerkenswerte Dienste leistete. Diese Absicht wird und wurde stets von dem Kaiser persönlich und von Deutschland in vollem Umfange anerkannt. Der Regierung mg es im Falle Hill ganz besonders daran, zum Ausdruck zu vrmgen, daß der Besitz nur bescheidener Mittel kein Hindernis lur die Beförderung zu den höchsten Stellen bildet, und deswegen bedauert sie. so außerordentlich, daß der Kongreß cs unter- äeß,. für die auswärtigen Botschafter angemefsene Dienstwoh- lungeu zu bewilligen. Diese Unterlassung wirkr direkt zugunsten wicher Männer und ermöglicht so außerordentliche Kontraste m dein Aufwand zweier aufeinanderfolgender Inhaber desselben Achtens. Die noch nicht notifizierte Ernennung Hills zum ootlchafter in Deutschland wird in Uebereinstimmung mit dem Kltern Abend gebilligten Plan morgen dem Senat zugehen, jrür die Zurückberufung Towers ist der Zeitpunkt noch nicht Agestellt, doch erwartet man, daß Hill ihn im Lause des Monats Mai ersetzen wird. Drohende Kabinetkkiise in Oesterreich. Die Forderung der Tschechen, daß die deutschen Gerichte in Böhmen auch Eingaben in tschechischer Sprache annehmen sollen, dürfte zu einer Kabinettskrise führen. Der Justiz- minijter hat die Antwort auf die betreffende Interpellation immer wieder hmausgcfchoben. Er war in der Zwischenzeit vergeblich bemüht, ein Einverständnis zwischen Deutschen und Tschechen zu erzielen und gab schließlich eine Erklärung ab, die beide Parteien nicht besriedigt hat und insbesondere aus der deutschen Seite als eine schwere Schädigung der deutschen Interessen bezeichnet wird. In dem späten Abendstunden galt es daher als feststehend, daß der Justizminister zurücktreten werde. Der Ministerpräsident dürfte vorläufig sein Ressort übernehmen. An eine Demission des Gesamtt'abinetts lüirb vorläufig nicht geglaubt. — ---""—]----i j _______ ZlMmrrnßrW- aus dem prech. herrenhauze. Berlin, 31. März. „Wer yaocn Zeit! Wir können warten! Bis Mitternacht ftts noch lange hin!" Also sprach am Dienstag im preußischen Herr en Hause der rüstige Graf M i r b a ch , als einige ungeduldige Peers auf die Fertigstellung des Etats drängten. Und diese Anschauung schien nicht bloß im Busen des Sorquitter M,d eikomrn ißherrn, sondern auch einer stattlichen Zahl der Mitglieder des Hohen Hauses zu leben. Daraus ließ wenigstens die, Debatte schließen: Nicht ein einziger der Herren, die cnvas aus dem Herzen hatten, legte sich den mindesten Zwang auf. und langst nach allen Richtungen der Windrose „ventilierte" «■tagen wurden mit einer profunden Gründlichkeit behandelt, die schlecht mit der Notwendigkeit harmonierte, den Ecat rechtzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Zunächst gabS eine weit auS- gesponnene W a h l r e ch t s d e b a 11 e: Der Hallenser Professor Eveniug hatte am Samstag dies kitzliche Thema angepaett, und nun kamen dem reformfrcundlichen Manne die Widecfacher über den Hals. Sein Breslauer Kathederkollege Hil 1 ebrandt entpuppte sich als Reaktionär vom reinsten Wasser: Er will überhaupt keine Wahlreform in Preußen, es sei beim, baß auch bas I Reichstagswahlrecht gründlich rückwärts revidiert roctoe. Selbst i ©raf Aiirbach vermied es, sich auf diesen intransigenten Standpunkt Zu stellen: „Qnieta non movere", bas war das Ä und O des oitprcußifchen Magnaten, der in seines Herzens Kämmerlein naturlici) genau so denkt wie der Breslauer Professor. Mau kann es den Herren S tr u ck m a n n und L o n i n g nicht verdenken, baß sie bazu nicht stille schwiegen. Und sie befleißigten sich möglichster Kürze, ein Ruhm, ben man auch dem klugen Breslauer Oberbürgermeister Bender zollen darf, der die Untcrfchiede zwischen dem Landtags- und b-mt kommunalen Wahlrecht endlich einmal nachdrücklich betonte. Daß Herr Bach gegen den Be- schluß des Abgeordnetenhauses, der für die Volksvertreter freie Eifenbahnfahrt fordert, eine Kapnzinade losließ, war zu erwarten. Er sand einen Partner in einem früheren Minister, Herrn Lucius von Ballhaufen. Aber übcrflüffig war der Speech doch, die ganze Sache, fiel unter den Tisch. Beim Eisenbahnetat gabs die übliche Debatte über die Fahrlartenstcuer, deren zweckmäßige Reform Herr Breitenbach versprach, beim Iustizctat biß alftährliche Aussprache über bas juristische Studium. Auch sie förberte nur die alten Mcinungsverschicbenheiten zu Tage, und bie Regierung verhielt sich, wie immer, ziemlich reserviert. Sie erwartet alles von der Einführung der Klausurarbeiten. „Die Botschaft hör' ich wohl . . ." Und nun gings mit vollen regeln in den Etat des Innern. Ein Antrag des Grafen Schwerin, im Interesse der Fertigstellung des Etats die vorliegenden Anträge erst nachher zu erörtern, begegnete lebhaftem Widerspruch und wurde abgelehnt. Und nun kamen Klagen über die Auswüchse des Automobilverkehrs, über den Boykott der Israeliten im Nordsecbade Borkum, zu dem Herr v. Moltke kurz, aber recht wirksam Stellung nahin, und plötzlich erschien Herr Löning mit einem Vertagungsantrage. Fast unisono lehnte das Haus die Vertagung ab. Aber ob inzwischen eine private Verständigung zwischen den Matadoren erfolgt war, ob sonst irgend ein Gruno bas Haus anderen Sinnes werben ließ: Genug, eine Biertelstunbe später tauchte ein neuer Vertagungsantrag auf, unb das Haus nahm ihn an. Nicht bloß das: Ein weiterer Antrag, zur Erledigung des Etats eine Abendsitzung abzuhalten, fiel mit großer Mehrheit: Das Haus vertagte bie Wciterbcratung bes Etats aus Mittwoch! Zum ersten Male in ber Geschichte Preußens — von der besonderen Situation ber Konfliktszeit abgesehen — ist ber preußische Etat vor bem 1. April nicht genehmigt worden, und auch kein Notgesetz gleicht den Mangel aus! Ein staatsrechtliches Novum! Geht es nach dem Buchstaben bes Gesetzes, so erhält am 1. April kein Beamter sein Gchalt! Ein anbermal wirb bas Abgeorbnctenhaus wohl schneller arbeiten! i ' t müssen. Wir stimmen ihm zu,' aber nur mit der 'zeitUchen^Se- schränkung. Abg. v. Tamm (wirtsch. Vgg.): Wir sollten die Sache nicht überS Knie brechen und eine KommisiionSbcratung vornehmen. Von einem entsprechenden Am trage sehen wir aber ab. ' & erBi' Ter Antrag Junck, die in dem Gesetz enthaltene Ermächtl« fiung nur bis zum 31. März 1911 zu gewähren, wird angenon^ uicii; etenju darauf der Gesetzentwurf ün ganzen in erster unb zweitcr Lesung. Post-NeberwelsungS-, und Scheckverkehr. Es folgt die erste Beratung der ErgänzungsctatS betreffend die Einführung des Post-Ueberweisungs - und Scheckverkehrs. Die Bestimmungen über die Benutzung deS Verkehrs werden durch eine vom Reichskanzler zu erlassende Verordnung ge* troffen. Die grundsätzlichen Vorschriften über den Post-Uebrr- weifungS- und Scheckverkehr sind bis zum 1. April 1914 auf dem Wege der Gesetzgebung zu regeln. Staatssekretär Krätke: Bei der Beratung des Scheckgcsetzes ist eingehend darüber gesprochen worden, wie Handel und Verkehr c8 notwendig machen, von dem Bargeldaustausch mehr Abstand zu nehmen unb das Scheckwesen zu fördern. Schon 1899 ist bereits dem Hause «in Postscheckgesetzentwurf vorgelegt worden. Schon damals wurde hervorgehoben, daß gerade die Postanstalten, da sie für jedermann leicht zugänglich seien, geeignet seien, das Scheckwesen in die breiten Schichten deS Volkes zu tragen. Damals wurde vorgeschlagen, den Postscheck in der Weise einzuführen, daß derjenige, der ein Konto eingerichtet haben wollte, eine Stammeinlage von 100 M. zahlen muhte, und daß diese Stammeinlage verzinst werden sollte, und daß daneben die Gebühren gefordert werden sollten. Von der Verzinsung der Einlage befürchieie aber das HauS eine Kon kurrenz für die Sparkassen und die landwirt sch a f t l i ch e n genossenschaftlichen K r e d i t i n ft i tute. Das Gesetz bekam dann hier im Hanse eine für die Re gierung unannehmbare Form. Jetzt hat man die Verzinsung fallen gelassen und die Gebühren sollen gering festgesetzt werden. Der Entwurf ist von Sachverständigen, die vmn Re?r:spostami zu einer Konferenz geladen waren, geprüft unb gntgeheihen worden. Nur bei einem Teil der Genossenschaften bestand noch die Befürchtung, daß doch in gelvissem Maße durch das Postscheckwesen ihnen eine Konkurrenz entstehen konnte. In O e st e r r e i ch hat daS Post- schcckwesen einen großen Umfang angenommen. Auf eine solche Ausdehnung werden wir nicht rechnen können, weil dort die Einlage verzinst wird, wenn auch in geringem Maße. Oesterreich hat auch das Postscheckwesen zentralisiert, während Ivir neun S ch ecket m t c r in Vorschlag bringen, wodurch allerdings eine große Be- Meunigung herbeigcführi wird. Hoffentlich findet das Gesetz Ihre Zustimmung. Abg. Dr. Rocsicke (kons.) erneuert im Namen eines großen Teils seiner Freunde die De, denken, deren der Staatssekretär aus der Beratung des Jahres 1000 Erwähnung getan hat. Man muh darauf sehen, daß die Gelder, die aU5 Landwirtschaft, Gewerbe und Handwerk kommen, auch diesen Kreisen verbleiben, und der Postscheckverkehr würde dem Genossenschaftswesen schweren Abbruch tun. Ter Vergleich mit Oesterreich ist nicht zutreffend, weil eben dort das Genossenschaftswesen nicht so entwickelt ist. Das deutsche Genosfönschaftskapital ist von 1894 bis 1904 von 608 Millionen auf 1778 Millionen angcinachsen, während der Zuwachs der Depo« sitenernlagen in Oesterreich von 1894 bis 1902 nur von 20 Mill. Kronen auf 107 Mill. Kronen anwuchs. UeberdieS lauert hinter dem Postscheckoerkehr die P o st s p a r k a s s e , und zunächst sollte man überhaupt die Erfahrungen mit dem neuen Scheckgesetz abwar. tcn. Der Redner beantragt eine Lwmmission von 21 Mit. He mich in IH-iM ihöffer, ütilc tuetitr. lOdM g.lM r, 'Leüersw,^ me weife iini ez. Me. i9- L'eerftM <->2542 Vi Stitii. uierstag chimHolelWm sich loilfcjntn. ly^J_______ islscne Nesehstag. 186. Sitzung, Dienstag, 31. März. Am Tische des Bundesrats: v. Beth mann-Holkweg, Kraetke, Twele, Wermuth. Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15. Mir. Ter Bericht der Reichöschuldenkommission geht an die Rechnungskommission. Hilfsmitgliedcr im Kaiserlichen Patentamt. Es folgt die erste Beralung des Gesetzentwurfs, betreffend dio Beschäftigung von Hilfsmitgliedern im Kaiserlichen Patentamt. Der einzige Paragraph der Novelle bestimmt, daß im Be* dürfnisfalle, Personen, welche bie Befähigung zum Riclneramr ober zum höheren Verwaltungsamt besitzen, ober in einem Zweige ber Technik sachverständig sind, mit den Verrichtungen eines Mitgliedes des Patentöamts beauftragt werden können. Abg. Junck natl.) billigt das Gesetz im Prinzip, wünscht aber bie Vollmacht beS Reichskanzlers. Hilfsmitglieber im Patentamt zu beschäftigen, nur bis zum 81. März 1911 bestehen zu lassen. Darin liegt bann auch ein Druck zu bet schleunigen Revision des Patentgesetzes, bie brin* genb jnotwendig ist. Staatssekretär v. Bethmann-Hollweg: Der vorliegenbe Entwurf stellt ein Notgesetz bar. Es soll unS über Schwierigkeiten hinweghelfen, die tatsächlich bestehen. Es sind Hilfskräfte nötig, wenn nicht die ganze Arbeit beim Patentamt zum Na ch t e i l ber Industrie ins Stocken geraten foff. ES ist mich ein Notgeseh insofern, als die Reform des Patentgefetzes sobald wie möglich erfolgen muß, und als wir hierfür btc notwendigen Kräfte haben müssen, um das vorliegende Arbeitsmaterial bewältigen zu können. Hoffentlich fällt dann die Revision des Patentgesehcs so aus, daß bie hier gefoiberten Hilfskräfte überflüssig werben. Die Beschränkung ber Vollmacht auf eine bestimmte Zeit liegt ganz im Sinne des Berlin, 31. März. Die B u d g e l k 0 ni in i s s i 0 n des Reichstages fetzte die Beratung des Ergänzungs- ilais für pje Schutzgebiete fort und nahm die vom Stacusselretär rernburg begründete Regierungs'oiberung auf Bewilligung von iroei Milliolien Atark zur Fortführung ber U | a m I) ct r a • von Monibo bis zuiii Pangaiiiflils; an unb ferner 32ö 000 -larf zur Vermehrung des Fuhrparks der Usambarababn und der -kmilellimg eines Dtehlrahns in Tanga unb nahm schließlich ben «rdentlichen Etat an. Stimmungsbllö au; dem prrutz. Adgesr-veteaharrs. Berlin, 31. März. . Das Preußische Abgeordnetenhaus hat wieder einmal ?ue Enttäuschung erlebt. Herr v. Kröchet hat bie Regierung rum bem Lanbtagsschluß gefragt, unb bic Regierung hat ^antwortet. Aber bie Volksvertreter sinb kaum klüger als zuvor: »le Herren im Ministersrack sinb burchaus bereit, ben Lanbtag 11 zeitig als möglich zu schließen, aber einen genauen Termin ..sie heute rwch nicht angeben. Das Haus nahm bie nsylliniiche Auskunst mit Schweigen aus, unb Herr v. Kröcher »M eui Wort bes Trostes für nötig: An diesem Freitag, so lMuliette er, wird das Haus bie Vorlagen, bie bie Regierung 5, . dringlich bezeichnet hat, vcrabschiebet haben können. Aber M Wli das? Ehe das Herrenhaus nicht gesprochen hat, wirb [y. öWB gemacht, unb so wirb benn wohl bei neueste Tag ■s ^prumonats ins Lanb gehen, ehe bas Hoch auf ben Lanbes- rrhrn dre Session schließt. Der Nachtragsetat, ber ben Beamten, j-grern und Geistlichen bic Teuerungszulage bringen soll, gab Sr-FH’b aller Parftien Gelegenheit, ber Regierung wegen ber ^richievnng ber Beamtenbesolbmigsvorlagen nochmals bie Leviten «J44 ’sfant ’niert drö 181 erHlapp^ Aendenrna beS MiinzgesetzcSi fall links.) Abg. Raab (wirtsch. Vgg.) 14 Die Vorlage geht an eine Komniission von Mitgliedern. Abg. v. Strombeck (Zentr.)' , < spricht im Gegensatz zu seinem Fraktionsgenossen Speck sich entschieden für daS 25 Pfg.-Stück aus, als dessen Vater er sich bezeichnen darf,.weil er seinerzeit die Anregung gegeben hat. . Abg. Dr. Arendt (Rp.): Das 25 Pf.-Stück ist uns sympathisch. Es kommt nur darauf an, daß es eine glückliche Form erhält. Schade, daß der Staatssekretär gegen eine Durchlochung ist. Aber man sollte es einmal mit vieleckigen Münzen versuchen,— nicht mit viereckigen, wie ich einmal mißverstanden bin. Weiter muß die Kommission ernst die Frage der W i e d e r a u s p r ä g u n g v o n 3 Mk.-Stücken erwägen. Tas 5 Mk.-Stück ist wegen seiner Unhandlichkeit nicht beliebt. Bei der Außerkurssetzung von Münzen und Wertpapieren, die ja doch immer hernach noch zum Vorschein kommen, sollte man an einer Stelle die Einlösung ermöglichen. Ich habe 1880 gegen die Vermehrung der Scheidemünzen eine Broschüre geschrieben. Leider, oder vielleicht glücklicherweise hat Herr Speck sic nichts gelesen, sonst hätte er viel triftigere Gründe dagegen anführen können, als er heute getan hat. Jetzt hat sich aber die Sachlage gegen damals geändert. Tatsächlich hat seit 1880 eine Kopfquote von 20 Mark bestanden, da praktisch der Taler eine Scheidemünze üarstellte, ver. schoben bat sich das mit dem Zuwachs der Bevölkerung, Diese Vorlage ist eine viel wichtigere Hilfe für die für die R e i ch s b a n k als das Scheckgesctz und der Postscheck. Wir erhoffen von dem Gesetzentwurf günstige wirtschaftliche Wirkungen. Er wird nicht nur den starken Bedarf an Silber be. friedigen, er wird auch für schwere Zeiten Vorsorge treffen, daß einiges Gold in die Bank zurückfließt. Ich glaube daher, daß dieses Gesetz eine sehr wesentliche Stütze für die Go l d w ä h - r u n g ist. Vom bimetallistischen Standpunkt müßte ich eS daher ablehnen. Da wir aber in absehbarer Zeit bei der Goldwährung bleiben werden und müssen, so müssen wir vraktische Politik treiben und den Bedürfnissen des Augenblicks Rechnung tragen. Ich emvfehle Verweisung der Novelle an eine 14gliedrige Kom, Mission. , (Skifall.), ihv' Abg. Knempf lfrs. Vp.): Daß die Vorlage eine so harmlose ist, kann ich nicht finden. Sie hat zwar einen harmlosen Teil, aber auch einen sehr ernsten. Der ernste Teil ist die erhöhte Ausprägung an Silbermünzen. Eine gewisse Knappheit an Neichssilbermünzen besteht vllerdings zurzeit und da muß den Bedürfnissen des Verkehrs Rechnung getragen werden. Aber man darf in der Ausprägung an Sitbermiin.ren nicht zu weit gehen, denn jede Ueberfülluug deL Verkehrs mit Silbermünzen hat nur zur Folge, daß das überflüssige Silber in die Reichsbank zurückwandert. Insofern etwa beabsichtigt ist, die Bestände der Reichsbank unnötig mit Silber zu füllen, muß ich mich sehr dagegen wenden. Gerade vom Standpunkt des internationalen Verkehrs wäre das für Deutschland von Nachteil. (Bei- spricht im Sinne von Dr. Arendt. Nein, diese Vorlage ist nicht barmlos, aber sie ist notwendig, was die Kopfquote anlangt. Der Redner bittet um größere Coulanz der Vertvaltuug gegenüber beschädigten Silbermünzeu. Staatssekretär Dr. Sydow: Mein AmlSvorgänger hat bereisS im Mai v. I. an die Bundesregierungen ein Rundschreiben erlassen mit dem Ersuchen, b e - schädigten Silbermünzen gegenüber etlvas weniger rigoro-5 zu fein. Tie Fragen des Abg. Kämpf werde ich in der Kommission beantworten. Auch die Frage des Dreimarkstücks, gegen die sich ja die verbündeten Regierungen erklärt haben, halte ich für eine Zweckmäßigkeitsfrage, über die man verschiedener Meinung sein kann. Die Ostinarkenzulagen. ES folgt die Beratung der von den beiden konservativen Parteien zum Etat beantragten Resolution, zu außerordentlichen Beihilfen für die mittleren Beamten und für die Kanzlei und Nuter- beamten der Reichspost- und Telegrapbenverwaltimg in der Provinz Posen und in den gemischtsprachigen Gebietsteilen von Westprenßen 690 000 2fl in einem Nachtragsetat zu erfordern. Die lin ks liberale F r a k t i o n s g e m e i n s ch a f t hat hierzu den Abänderungsantrag Ablaß gestellt, hinter „außerordentlich" einzlifügen „unwiderruflichen^ Abg. Schulz (Rp.): Durch die Form des Nachtragsetats hoffen tvir die etalsrechtlichen Bedenken zu beseitigen. Nunmehr bitten mir aber das ganze Haus, insbesondere die Herren von der Linken, uns endlich zu beiten, dem ungerechten Zustand ein Ende zu machen, daß den Reichsbeamteu versagt luirb, was die preußischen Beamten erhalten. Früher scheiterte der Antrag an der Einfügung des Wortes „widerruflich". Im vorigen Jahre nn der Einfügung des Wortes „ u n w i d e r u f l i ch " von der anderen Seite. Die Ost- markenzlilagen haben eine Majorität im Reichstag, aber die Leute bekommen sie nicht. Wir haben einen neutralen Ausdruck gewählt: „außerordentliche Beihilfe". Den Stein des Anstoßes haben wir aus der Resolution entfernt. Aber Sie, dort drüben. als Beispiel! (Heiterkeit.) Wir dachten. Sie würden sich in der Eigenschaft als praktische Politiker von uns nicht übertrumpfen lassen, aber wir haben uns getäuscht; Sie sind doch hartnäckiger im Prinzip, als man nach dem „Berliner Tageblatt" glauben sollte. (Heiterkeit.) Wir sind gezwungen, der Linken immer mehr nachzugeben und deshalb werden wir, um den Beamten zu ihrem Recht zu verhelfen, für das Wort unwiderruflich stimmen; es bleibt uns nichts ** DaS Gesetz bezweckt die Einführung eines 25 Pfg.! Stückes. Der BundeSrat soll ermächtigt werden, die Jahreszahl und die Anschrift „Deutsches Reich" auf der den Reichsadler kragenden Sekte anzubringen und die e i n z u z i e h e n d e n Münzen außer Kurs zu setzen. Ferner soll nach dem Gesetz die Kopfquote der Silberfcheidemünzen von 15 auf 20 Mark erhöht werden. übrig. Wir stimmen für ein Jahr dafür, da kann es praktisch nicht eine so erhebliche Bedeutung haben, und man kann der Regierung zumuten, das auch zu acceptiereu, nach dem Spruch: Der Klügere gibt nach! (Heiterkeit.) Ja, wir hätten gern gewünscht, daß Sie da drüben die Klügeren waren. (Heiterkeit.) Ich bitte die Regierung dringend, Rücksicht zu nehmen auf die Erregung und Erbitterung der Beamten, Tue als Stiefkinder behandelt werden. Steter Tropfen höhlt den Stein. In irgend einer Form müffen wir den Beamten helfen. (Beifall.) . Abg. Fritzen (Düsseldorf, Ztr.): Wir bleiben unserer Anschauung treu, wenn auch andere Parteien sich gewandelt haben. Wir lehnen die Oftmarken- zulage ab, infolgedessen auch den Antrag Gamp; für den Ab- änderungsautrag Ablaß werden wir aber eintreten, y v v Abg. Bassermlinn (nl.): _ __ Wir sind anderer Meinung als der Vorredner. Wlr werden den Antrag Gamp mit dem Amendement Ablaß annehmen. Wir haben stets den Standpunkt vertreten, daß es unbillig ist, den Reichsbeamten das uichr zu gewähren, was die preußischen Beamten unter gleichen Verhältnissen erhalten. Durch den freisinnigen Abänderüngsaistrag toird der Antrag Gamp vorteilhafter gestaltet, weil er eine bessere Gewähr für die objektive Verteilung der Zulagen gibt. . , "" Abg. BrandyS (Pole) - r'. - Abg. Bruhn (Resormp.): Wir stimmen dem Antrag Gamp mit dem freisinnsgell Amendement zu, y'>» 'v ' Abg. Ledelionr (Soz.): 4 ___ Wir lehnen selbstverständlich die Korruptionszulage ab. Die Freisinnigen sind natürlich jetzt auch bei der Ostmarkeuzulage umgefallen, nachdem sie schon beim Vereinsgesetz heruntergesunken sind.' (Lärm b. d. Freis.) Das Werben der Reaktion hat sie endlich gefügig gemacht. Ich will, um dem Dr. Müller-Meiningen entgegen- znkomiuen, einen Dichter zitieren. (Große Heiterkeit.) Ich mache Ihnen keine Konkurrenz, Herr Roeren und Herr Müller. (Erneute große Heiterkeit.) Ich zitiere Heinrich Heine. (Aha-Rufe rechts.) Ec hat das Verhalten der freisinnigen Partei bei dieser Blockpolitik einmal vorausgeahnt, mit folgendem Verse in seiner, ,TZ ä u f c» Hochzeit": „DaS war ein Locken und ein Werben, \ Es seufzt die Brant: „Ach Gott, ach ©ottl* > Sie war wehmütig bis zum Sterben, j V Und endlich fiel sie hinab in den Spott!* ' (Große Heiterkeit. So sind die Freisinnigen in den PoÜ bet Reaktion hiuabgestiegen. Mögen sie darin ersaufen. (Großer Lärm, Beifall der Soz.) , Abg. v. GerSdorss (kons.) und Dbg. Lattmann (wirtsch. Vgg.) stimmen den Anträgen zu. Die namentliche Abstimmung über die Anträge wird auf morgen vertagt. ES wird über die Etatsresolutionen abgestimmt, die noch nicht erledigt sind. Eine Resolution der Budgetkommisfion, wonach Lieferungen an die Armee nur an solche Firmen vergeben werden sollen, die bei ihren Arbeitsbedingungen die gesetzlichen Vorschriften einhalten, wird angenommen; ebenso ein Zusatz« mittag, wonach bei der Festsetzung der Arbeitsbedingungen auch die Arbeiterorganisationen mitzulvirken haben im Hammelsprung mit 127 gegen 121 Stimmen. Angenommen wird eine heitere Resolution der Budgetkommission, dasür Sorge zu tragen, daß den von der Militärverwaltung be- schäfligten Arbeitern ihr Lohn auch für die gesetzlichen Feiertage gewährt wird, ferner eine Resolution auf Prüfung der Lohne bei der Heeresverwaltung und Einführung des NeunstundentagS für die Arbeiter bei der Feldeugmeisterei. < Angenommen wurde ferner ein Antrag auf Reform der Vorschriften über daS Strafrecht, daS Strafverfahren und den Strafvollzug für Jugendliche. Weiter wurde angenommen ein Antrag auf Vorlegung einer Denkschrift betreffend die Wirkung der Umgestaltung der Beamtenverhältnisse der Reichspost- und Telegraphenverwaltung. Im Hammelsprung mit 181 gegen 110 Stimmen wv-de der Antrag der Budgetkommission angenommen, wonach die o...nähme von Paketen an den Vorabenden dec Sonn- und Feiertag» nur bii 6 Uhr nachmittags erfolgen soll. Mittwoch: 1 Uhr. Schiffqhrtsabgaben, Versicherungsvertrag. Schluß: 6i Uhr. ./ ■ » • * vy Reichsschatzsekretär Ctzdow: X Die Novelle entspringt NützlichkeitS-und Zweck- vräßrgkeitSgründen. Grundsätzliche Erwägungen kamen dabei nicht in. Betracht. In den letzten Jahren ist der Wunsch nach Einführung eines 25 Pfg.-Stückes immer mehr laut ge- worden, besonders von den norddeutschen Handelskammern.^ 1906 ist eine entsprechende Petition der Regierung hier zur Erwägung überwiesen worden. Auch neuerdings bei der Etatsberatung bat man gleiche Wünsche gehört. Diese.: nicht nachzukommen, liegt für die Regierung kein Grund vor. Der Standpunkt der Dezimal- Teilung kann bei dieser neuen Münze nicht maßgebend sein, son- Lern praktische Gesichtspunkte, lieber die Form der Münze ist noch nichts Genaues bestinnnt, eine Probevräguug kann ick' auch nicht vorlegen, aber ein Loch wird die Münze nicht haben. Soweit sind wir in Deutschland noch nicht, daß wir die Scheidemünzen an einer Schnur ausgereiht um den Hals tragen. (Heiterkeit.) Die Münze wird nicht zu stark ausfallen, etwa in der Größe zwischen dem 20 Mark-Stück und dem 1 Mark-Stuck. Die Erhöhung der Kopfquote der Silberscheidemünze von 15 auf 20 Mark ist durch die Zunahme der Bevölkerung unv durch die intensivere Tätigkeit in Handel, Industrie und Land, wirtschaft notwendig geworden. Es kommt nicht bloß in Be- Iracht, die Silbermünze, die der tägliche Verkehr braucht, zu haben, sondern auch in kritischen Zeiten größeren Vorrat an Silbermünzen zu besitzen. Es besteht die Msicht, mit dieser Prägung allmählich vorzugehen, nicht auf einmal. Die Prägung wird sich danach richten, was der Verkehr aufnebmen kann. Der Prägungsgewinn soll benutzt werden, um den Betriebsfonds des Reiches zu verstärken. Das ist aber nicht der ausschlaggebende Grund für die Prägung. Ich bitte um möglichst baldige Ver- abschiedung des Gesetzes, denn der Verkehr wartet auf die Er- sullüng seiner Wünsche. (Beifall.) Abg. Speck (Zentr.) ^befürchtet durch die Einführung des 25 Pfg.-StuckeS eine Verteuerung der Kaufartikel. Eine Vereinfachung des ZablungSwesenS werde nicht eintreten. Die ganze Frage sei noch nicht spruchreif. Auch zur Erhöhung der Silberquote von 15 Mark auf 20 Mark liege kein wesentlicher Grund vor. Der Sprung sei etwas zu groß. Prinzipiell stimme er aber einer Er- Höhung der Quote zu. Sie dürfe aber nicht als Umweg zu einer Verschlechterung unserer Goldwähru n g benutzt werden. Die künstlerische Ausgestaltung unserer Münzen fet geradezu beschämend. Das beste Mittel, die Kunst ins Volk zu bringen, seien künstlerisch vollendete Münzen. Schatzfekretär Dr. Ctzdow: - Ich hätte nicht geglaubt, daß sich gegen eine so harmlose Vorlage so viel einhxnben läßt. Herr Speck hat feine Pfeile nach allen Richtungen abgeschossen, geleitet von dem Gedanken: Die ganze Richtung paßt mir nicht! (Heiterkeit.) Ich kann seine Ve. benfcn durchaus nicht teilen. Zahlreiche Handelskammern wünschen dringend die Einführung des 25 Pf.,Stückes. D i e Gefahr einer Verteuerung der Warenpreise ist durchaus nicht vorhanden. Die Summe von 20 Pf. wird man auch nach Einführung des 25 Pf.-Stückes in derselben Weise bezahlen wie ^früher. Eine Aenderung in den Warenpreisen kann überhaupt nur eintreten, wenn ein ganzer Münzwert aufgehoben wird, wie das z. B. beim Gulden der Fall war. Abg. Ortel (natl.) Der Einführung des 25 Pf..Stückcs steht die nationaMberale Partei sympathisch gegenüber. Die Bedenken, die dagegen vor. getragen wurden, daß si- die Waren verteuern werde, können wir nicht teilen. Man könne ja ebenso gut dann auch sagen, daß das, was von unten nach oben dadurch teuerer wird, von oben toi:bet nach unten billiger werden kann. Sobald das 25 Ps.-Stück seiner Größe nach sich in das Münzfystem einreiht, und sobald es gut er. kennbare Zeiten hat, wird es unbedingt sich einbürgern. Diese Unterscheidungsmerkmale werden jetzt schon dadurch sichtbar, daß die 25 Pf.-Stücke in anderer Weise bedruckt werden. In bezug aufdieVermehrungdesSilbergeldes steheu wir auf dem Standpunkte, daß sie zwar zur Zeit noch nicht notwendig ist, daß wir aber dagegen keine Bedenken haben, vor allen Dingen nicht das Bedenken, daß dadurch unsere Münz. Währung hinkend werden könne. Die Ueberweisung des Entwurfs an eine Kommission von 14 Mitgliedern halten wir für wünschenswert. Mg. Henning (kons.) spricht an Stelle des „berufenen Sachkundigen der konservativen Fraktion", des Grafen Kanitz. Wir halten die Vorlage nicht für s o harmlos, wie sie der Staatssekretär bezeichnet, aber das ist gerade ihr Vorzug. Wir sehen in ihr einen bedeutsamen 'Schritt auf dem Wege der Vermehrung der Silberprägung über. Haupt. Wir beabsichtigen nicht, damit die Goldwährung zu schädi. gen, im Gegenteil, wir schützen sie dadurch, denn wir leiden doch .iatäschlich an einem Goldmangel. Ter Redner spricht auch seine .Genugtuung aus über hie Vorlage in bezug auf die Erhöhung der ('Kopkquote auf 20 Mk. ES maa fein, daß 18 Mk. für den Augen, können von Ihren Prinzipien nicht lasten, und halten daran um f blick genügen würden, M>er dann würden , wir, nach, vier fahren widerruflich fest. Und so sit wieder die Gefahr des ScherternS , doch wieder auf dem alten Fleck sein. V ----> vorhanden.Nehmen Sw sich^ doch_ bxe_ jedfte Seils B«/; B*/4 F rieslhof s-Gartnerei 19Ö5 DVt Knauß, Hauptlehrer. und und bem Gießen, den 27. Mürz 1908. M c c u m, Oberoürgermeister. Semmy Rothenberger in Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 30. März 1908. Großherzogliches Amtsgericht. Nidda, den 30. März 1908. Großherzogliches Amtsgericht. Die Vorschriften darüber, was seitens dec Beteiligten während der Anmeldungsfrist zu geschehen hat, können au" der Amtsstube des Großherzoglichen Ortsgcrich'.Svoi>>! i zu Rabertshausen und üu-> dem Anschlag an Der bot. y Ortstafel ersehen werben. Bekanntmachung. In bem Verfahren zur Anlegung ber Grundbücher btc Berggrundbucher ber Gemarkungen Rabertshausen I. Rabertshausen II. beginnt bie Anmeldungsfcüi mit 6. April 1908, bie Frist enbigt am 6. Juli 1908. Bekanntmachung Sorurtaa, dcu 5. April, von vormitlagS 11 bis nach- mittags 2 Hbr soll in bem Zimmer Ar. 3 ber Stadtknabcnschule eine Ausstellung ber von ben Schülern im diesjährigen Unterrichtstur su 8 für erziehliche älnavenbanvarbeit geserligren Gegenstänbe itattfinben, zu ber wir hiermit ncunblidjit cmlaben. Bekanntmachung Wir haben im städtischen Ho,vital, Selterswea 11, eine vausratsammclstelle für noch brauchbaren Hausrat, Möbel aller Art, Küchengeräte, Bettzeug, Weißzeug, Kleibungsstucken usiv. zur unentgeltlichen Abgabe au bie Siabtarnien eingerichtet unb bitten unsere Mitbürger, entbehrliche Gegenstänbe ber beschriebenen Art, soweit sie sich in noch branchvarcm Zustande bcsindcu, an ben Berwalter ber Naruralau.tzgabestelle, Ratöblener Dürr im städtischen Hospital, abzugeben. LB31^ Gießen, den 25. Marz 1908. Die Armen-Deputarion der Stadt Gießen. Keller. ,-on Carl Volk Licherstr. 7 empfiehlt sich in Äcnanlagen, sowie Instandhaltung von Grabstätten in bester Ausführung bei billiger Berechnung. Getamttmachung. In das Handelsregister "Abi. A. würbe eingetragen bezüglich der Firmen: a. Fustus Lenz, Hotel Lenz, zu Gießen: Die Firma ist geändert m: BahntzofLhotel, Hotel Lenz, Inh. JusluS Lenz. b. LoUis Rothenberger zu Gießen: Dem teorgslelte fr LigenMe. (Medizinische Klinik, Klinikstwße) Sprechstunde: Jeden Donnerstag abend 6—7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Ange' hörigen von Luugenfranten. (V /, Ausgabe von Aktesteu für Ausnahme in Heilstätten. Ratfchläge für Kranke und ihre Angehörigen zur BermeidE von Ansteckung. Volt. Mre uni) EwtitkckMlidchtnslhlilezykittze« Für unsere Schule suchen mir zu möglichst baldigem Eintritt einen seminaristisch gebildeten Lehrer, der für die Eneilung bes Turnnnterrichts besonbers oorgebildet ist. DaS Gehalt betrügt — vorbehaltlich der ministeriellen Genes* migmig — 1500 Mk, alle 3 Jahre steigend um 200 Btt. biö 3500 SRty baneben erhalten verheiratete Lehrer 600 Btt., unverheirate 330 Btt- Wohnungsgelb. Die Festsetzung bes für bad Ansangsgehalt mäh' gebenben Dienstalters regelt sich nach ben gesetzlichen Borschritten. Btelbungeu mit Lebenslauf unb Zeugnissen sind biö zum 20.ApM bei uns einzureichen. Gießen, ben 27. März 1908. B•/• Das Kuratorium. Mecum, Oberbürgermeister. Bilanz am 31. Dezember 1907 liiirtppli Gießen Settersweg 75 02602 224 fanbwirtfdjaftlidjft KonsM-Icrcm, t. G. m. u. fj. ;u Hirz. Verhütet den Bahnlsofstr., 40 Pfg. D1/« WM« Pfd. 55 55 Wegen vtnuinung meines 2002 55 55 55 55 j 55 D20/. ZU wipizieii preisen feintts Wb 26 Bahnhofstrasse 26. Verlag von Emil Roth in Giessen. ! u frische Fische 2127 croRc'öRAW Gardinen o Vitragen Rollostofle o Teppiche Verhindert Schuppenbildung! iAC d) 5463.31 Haarausfall! Knorrs Panirmehl Deutscher Perlsago Griesmehl, fein Griesmehl, mittel Griesmehl) französisch Kochgraupen Haferflecken Tafelreis Stärkt den Haarwuchs! WatzeMrii-Ltciubcrg. Der Vorstand: Schaefer. Passiva. 1. Kreditoren . . 2. Angenommene Kapitalien . . 3. Rcservefond. . 4. Betriebs-Rücklage 5. Mitglieder-Konto 6. Kapital-Konto . 25 22 19 21 23 12 22 17 Belebt die Nerven! :: Möbel-Dekorationen :: Wohnungs-Einrichtungen Scltferswcg 38 Löwengasse 3—5 11 Schaufenster [2139 Leicht. WMWdWWMlt Tel. 568. Inh. SrSess Roonstr. 31 Teppiche werden bei — billigster Berechnung — abgetzolt — wie neu — entstaubt und wieder abgeliesert. 1281 Telegramm I Telegramm! Verkaufe Donnerstag wie immer eine große Sendung Diese Woche das grossartige Weltstadtprogramm. Geöffnet von 2 Uhr mittags bis 10 Uhr abends, giyL Platz 70 Pfg., II. Platz 50 Psa., in. Platz 30 Pfg. Kinder und Militär aur allen Plätzen die Hälfte. Dekorationen Original-Entwürfe von Professor Olbrich, Darmstadt, ziirÄtemitnfeiK Hi* kompl. schon ä Mk.60.- Pneumatik-Mäntel ä Mk. 3.20 Gute zweiteilige Luftschlänchc & Mk. 2.20 Tascherwumpcn ä 2)tk. -.60 schöne frußpumpen u* s. w. lob. Fr. Scbaai He illpeiee teh-islelloog für das Gastwirtc-Gewerbe u. verwaudte Berufszweige Aochkunst-2lUsstc!lung unter dem Protektorate Ihrer Durchlaucht der Fürstin zu Solms' Hohensolms-Lich CM/3 ;u Gießen esm 28. Mr? bis 5. April 1908 in der Turnhalle mit grotzcu Anbauten am Lswalds Garten. Geöffnet täglich von morgens 9 bis abends 91/. Uhr stogsa Kcmzertes Eintrittspreise: LM Tagen 50 Pfg. oder 1 Blockkarte. Im Vorverkauf: Blockkarten 10 Stück Mk. 4,50, 25 Stück Mk. 10,- m den Konditoreien Hettlcr und 2lme«b, Zigarrenbandlung Scharmaun und an der Kasse.— Direkte Omnibusverbindimg bis zur Ausstellung._____________ Sf Möbel-hagrer* V verkaufe zu bedentend ermässigten Preisen kompl. Schlafzimmer in echt Mahagoni, Nußbaum und Eiche kompl. Küchen - Einrichtungen, sowie sämtliche Einzel-Möbel wie: iiffc!ts,Itrtiboii>s,Zchriilibr,llmgiirbkrobcu,Stühle ett. Posiee Gardinen und Rouleaux zum Selbstkostenpreis. Carl Zimmermann Möb-l-Ausstattungsgeschäft Niiuen Bäne 15. Dr. Dralle’s Birken-H aarwasser das edelste und natürlichste aller Kopf- und Haarwässer, Georg Dralle» Hamburg lepisortalteifeÄälfca und ihre Umgebung. Gießener Derkehrshandbuch. 8°. 335 S. mit Plan der Stadt, Karle bet Umgebung, Thecuerplan, Etsenbahnlarle, 12 Vollbildern, 4 Aquarelldrucken und zahlreichen Tertillustralioneu. Broich. Mk. 1.50, ged. Mk. 2.-. SUcht als ein Wegweiser im gewöhnlichen Sinne des Worts, sondern als eine unpassende Ätonographie der Stadl Gießen Itellt sich der vorliegende stattliche Band vor. zugleich eine freit- flttbe für die tm Sommer d. I. begangene freier der vor drei- ounderl Jahren erfolgten Gründung der Universität Gießen, der aunu rnater Ludoviciana. Der Herausgeber hat es oentanden, Fachmänner der oerschiedenffen Gebiete für das Unternehmen öu gewinnen, und so bietet daS Buch eine nicht nur äußerst vielseitige, sondern auch zuoerlässige Darstellung der geogropht- >chen und landschaftlichen Vage, der öffentlichen Einrichtungen, des wissenschaftlichen mtd küniilerischen Lebens der Lllusenstadt, ohne dabet alle die Eingaben und Hinweise der üblichen Städte- fuhrer vermissen zu lassen. Die Geschichte der Stadl, der Universität, der Garnison ersährl sachkundige Behandlung, und die aorigen Teile des Buches zeichnen sich namentlich dadurch vor- tellhaft aus, dah die Entwicklung der einzelnen Anstalten, Awseen, «chulen uiw. bis zur Gegenwart berücksichtigt ist. Die Be- ichreibung einer großen Anzahl Wanderungen in der näheren “‘P, weiteren Umgebung schließt sich an. Zahlreiche oorlregliche «lbbildungen und Aquarelldrucke, voran das BlldniS des Grog- verzogs, Plane mtd Tafeln erläutern den Tez^t, der durch eine Vl'£e vHassiaca" ergänzt wird. Ein ausführliches Sachregister und e n BerzeichniS der Abbildungen erleichtern das Nachichlagen. Buch i)t auch typographisch mit großer Sorgfalt behandelt. nux' am Platze, sondern auch bei allen, die jemals in den.geweilt haben, wird es stets ein wiUtommener Hauö- |foe«nö bleiben und em stets gern gesehenes frestgeschettt, eme ueoc «rinnerungsgabe an unsere schöne Heimat sein. 1900.— 2273.44 2727.15 2320.— 5181.37 19865.57 233 Aktiva. ult s) 1. Kassa-Konto. . 3449.31 2. Waren-Konto . 13465.47 3. Inventar . . 262.15 4. Rückstände . . 2688.64 Die feinsten Sorten [1957 Snattnrtoffein liefert Kartoffelhdlg. Drechsler, Steinstr. 48.Telephon 581. Lob&I - Eier groß und feinsehmeckend, wöchentlich frisch eintreffend, empfiehlt zum jeweiligen Lliarktpreise Georg Wallenfels, nur Marktplatz 21. [938 Gegenüber der Engelapotheke. Telefon 4G. »MLMM- MMsÄk Sick» (Eingetragener Verein). Sonntag, 5. April, abends 8 Uhr Im Hotel Einhorn äösitalisclieröriterhaltengs-Abend bestehend in Zither-, Orchester-, GesaugS-Vorträgen usw. Karteu für Richt-Mitglieder an der Abendkasse 50 Pfg., tm Borverkauf bei den Vorstandsmitgliedern Herrn Paul Müller, Sonnenstr. 5 und Herrn Jakob Dany, 19865.57 Mitgliederstand am 1. Januar 1907 . Abgang in 1907 18 Zugang in 1907 9 Daher Mitgliedecstand Ende 1907 . . Frische Fisch hochfeinste blütfnsclie Aegelschellfisdie 1—4-pfündig per Pfd. 35 Pfg. Pa. Bratfische per Pfd. 18 Pfg. feinsten blutenheilen Kabliau o. Kopf in Fischen a 4—10 Pfd. per Pfd. 20 Pfg. im Ausschnitt per Pfd. 25 Pfg. frische X&otaungeai. per Pfd. 55 Pfg. &arant. blntfrische Ware in starker Eispnrknng. Gebr. Berdyx Bahnhosftrasie 27. ; Kabiian it. Schellfisch ■ zu billigsten Preisen. j Klees, Elberfeld. Geschw. Aron • Giessen | Korsetten-Häus jetzt 2128 Seltersweg 59 1 gegenüber dem Hotel Prinz Carl. St Louis 1904a Crand Prizel Grand Prix! 8 Mailand 1900 W'. OttDullefe onfiso?liieh<3 L : KoaliHnaDdeo-Anzfige : ByrsGheß-Anzüge a. Palelols Bervorrageniic Auswahl in allen modernen Formen in blau, grau, braun u. gemusterten Stoffen Beste Verarbeitung : Tadelloser Sitz : : Billigste Preise : 184» ruft der Posten am Kasernentor Ein Händler mit Nigrin. Herein, herein, du braver Mann, daS ist das beste für Vederzeug und Stiesel. hva/i e q H ^Schutz,- waren Marktplatz 7. Giessen ergebenst anzeigend, gestatte mir, das geehrte Pub- Spesial ° ffiZarkc zu besichtigen. fftote, hft U hrlfflf M M Bahnhofstrasse 27 Bahnhofstrasse 27 Grosso Kayfmaiuisgerichtswähler aV4 r.« Flttf;- und Geeftsche, Woimea vom heute ab Seiterswea 58 II Fek« VaivumwIo. vo vü, ää anevt nur aUerreinit Qualität zu ^clce VoJksbadstrasse 2140 bill. Preisen, tägliche Sendungen. ;'A'X 0. G. Kleinhenn Heilgehilfe and Masseur. Wir verlegten unser Comptoir an unseren Eingang von der Bahnhofstrasse Bsr* L Waiterhaha Viermttnden, Hessen-Nassau, 31. März 1908. * (sebriider Berdiix Deutschlands grösstes Möbel- und Slreug diskret Ohne Anzahlniiff hleioslo Aozahiong Marke Clarke Mark® Karke a ä Einheitspreis ^iaheitspreis Einh eitspreis Einheitspreis Bequemste ÄMiintr LMM 11(6 lioaden . Mk. 2.50 . Mt. 0.3« Eaer Baer lasr Baer Waren-Haus Giessest Plockstrasse 14—16. B Franko Lielenicg 11k Mk Mk, Mk, werden kann. Es liegt deshalb im Interesse eines jeden Käufers, meine Spezial-Marke ohne Kaufzwang int &2ti M M* befriedigt verwöhnten Geschmack per 10 Pfund-Goldblech-Eimer per 1 Pfund-Topf . . . , Babnbosstr. 59. (,98) Telefon 66. Prompter Lersand n. auswärts, la. feinst, gewässerten Stockfisch. Möbel, Betten, Polsterwaren Herren-, Damen-, Kinder- Garderobe Kleiderstoffe, Wäsche fit" jw «schtt ' ' * k/ Forstassessor Schaefer und Frau zeigen die Gebart einer Tochter an. Die Eröffmmg mm UkuDi heute ganz besonders auf meine für nerreo aufmerksam zu machen. Ich biete durch diese Spezial-Marke in Bezug auf Qualität, Fa^.on und Eleganz das Beste was in dieser Beziehung geleistet p®ek Muth Mm feto bei ' % Wil da Wem fr* sk anb; kW WW N Regel toi) und tento Zur ARe uzte u 10.50 12.50 1450 16.50 K AL K. * SS Specialitäh Herren-&bamen-St?efel ^7^5o Mk.12.50 Ausserdem unterhalte eine grosse Auswahl in Kader- Mi Mädobea-Stieiein sewie Sans- und Snangen-Schnher. Maiii ein L ^uchai li?is üo: 3J $fQ j, nii JjWbfi i?- 96 Riemen und ?°°nr LM ” iUNq ESS» ga* yilau SÄ jkJ>UI ?>!, wl'ji. &