iurterMHeater. IhrAmelia' oder Weiler a S | Sonnenichm E ' 4 E 2 Klarer Himmk! Sonne»!chei» E 234.2* . IS0 . Si> e» »rettIS »u atofecn Austzaben ausznbauen. StuS Die Begegnung zwischen Keifer Wilhelm und König Eduard. Itn Schlosse Friedrichshos hat unser Kaiser heute bekanntlich eine Zusammenkunft mit dem König von England, der man große politische Bedeutung beimißt. König Eduard reist diesmal nrcht wie sonst incognito und in seinem Gefolge befinden sich: der ständige Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt Sir C. Hardinge, Generalmajor Sir Stanley de A Clarke und Major G. Ponsonbi). Auch der britische Botschafter in Berlin, Sir Frank Lascelles, ist bei der Monarchenbegegnung anwesend. Bemerkenswert ist der Begrüßungsartikel, den die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht hat. Es heißt dort: „Im Schloß Friedrichshof, dem Lieblingsaufenthalt der verewigten Kaiserin Friedrich, werden am 11. August Se. Majestät der Kaiser und Se. Majestät der König von England verweilen. Die Zusammenkunft wird beiden Monarchen eine gleich erwünschte Gelegenheit für eine freundschaftliche Aussprache bieten. Ein ungetrübtes Verhältnis unter den Oberhäuptern zweier so mächtiger Reiche, wie Deutschland und Großbritannien, wird auch von ihren Völkern gewünscht, die tro£ aller Hetzversuche ihre Aufgaben für die Weltkultur in Frieden und Eintracht nebeneinander erfüllen wollen. Wir entbieten Sr. Maejstät dem König Eduard auf deutschem Boden ehrerbietigen Mllkomm und wünschen ihm angenehme Eindrücke. Auch der „Gaulois" und andere Pariser Morgenblätter beschäftigen sich mit der Zusammenkunft Kaiser Wilbelms mit König Eduard. „Gaulois" glaubt, daß zum mindesten auf einem Gebiet eine Verständigung möglich sei. Für den europäischen Frieden wäre schon viel gewonnen, wenn Deutschland und England über ihre Stellungnahme zu den auf der Balkanhalbinsel noch erwarteten Veränderungen sich verständigen. Anderiveit wird hervorgehoben, daß auch bezüglich Persiens Vereinbarungen möglich wären, die in Cronberg angebahnt werden könnten. König Eduard war gestern nachmittag um 4 Uhr von London abgereist. Der Prinz von Wales, der deutsche und der österreichisch-ungarische Botschafter, sowie Admiral John Fisher waren bei der Abreise auf dem Bahnhof zur Verabschiedung erschienen. Die Ankunft in Cronberg war für heute früh 8 Uhr 50 Min. festgesetzt, die Abreise für 11 Uhr abends. Eine Stunde später wird auch Kaiser Wilhelm abreisen. Gestern nachmittag um 3>4 Uhr besuchte der Kaiser die Saalburg und besichtigte dort unter Führung des Geheimen Baurats Jacobi das Museum im Horreum, sowie im Atrium zwei Modelle von Büsten Kaiser Friedrichs und Kaiser Wilhelms II. Ferner nahm er den neuangelegtcn Wall an der Wehrheimer Seite der Saalburg in Augenschein. Um 1 Uhr 45 Min. fuhr er nach Homburg zur Besichtigung der Erlöserkirche. Vor der Fahrt nach der Saalburg hatte der Kaiser Falkenstein einen Besuch abgestattet und die im Rohbau fertig gewordenen Gebäude des Offiziersgenesungsheims besichtigt. GK-gen öi/o Uhr fuhr der Kaiser zum Bahnhofe und begab sich nach kurzer Besichtigung nach der.Villa des Regierungspräsidenten Dr. v. Meister, um daselbst den Tee einzunehmen. Deutsches Uerch. Ein unbestätigtes Gerücht. In Siofok (Ungarn/ ist an die Badedirektion ein aus Potsdam datiertes Telegramm etngelaufen, worin für die Zeit der großen Manöver für Kaiser Wilhelm ein ganzes Hotel und eine Villa verlangt wurde. Ta die großen Herbstmanöver in der Gegend von Siofok stattfinden, hat das Telegramm Glauben gesunden. An a m t l i ch e r S t e l l e ist indessen nichts bekannt, und man glaubt dort, daß sich jemand einen schlechten Scherz geleistet hat. Die deutsche Kronprinzessin traf gestern nachmittag 1 Uhr in Lindau, von Hopfreben kommend, ein und setzte um 2.20 Uhr die Fahrt über Augsburg und Nürnberg nad) Oberau bei Staffelstein zum Besuche des Freiherrn von Düngern fort. Der Nachfolger des Herrn v. Lueanus. Der „Staatsanzeiger" meldet: Regierungspräsident v. Valentini wurde zum Geheimen Kabinettsrat ernannt. Ihm wurde die Leitung des Geheimen Zivükabinetts übertragen. Reorganisation der allgemeinen Landesver- waltung. Tie von den Ressortministern als Grundlage für die Vorarbeiten zu einem Entwürfe betreffend eine Reorgani - aticn der allgemeinen Landesverwaltung von den Provinzial' und Lokalbehörden cingeforbcrten Berichte liegen, wie die „N. Z." hört, jetzt bei den Zentralinstanzen vor, so daß die Verhandlungen von Ressort zu Report regen Fortgang nehmen können. _. D i e nationalliberale Partei -siegen-Witt- genstein-Biedenkopf flefltc, da bei der Krankheit Stöckers die Niederlegung seines Mandats zu erwarten sei, den Bcrg- Ijauptmann a. D. V 0 g e l in B 0 n n als Reichstagskandidaten auf. Eine russische Fi n a n z a kt i 0 n. Sonntag abend 11 Uhr ist der Präsident des russischen Reichsrats, Graf Witte, von Petersburg kommend, in Berlin eingetrofsen und im Hotel Kaiserhof abgestiegen. Offiziell verlautete, Graf Witte sei in feiner politischen Mission, sondern lediglich zu seiner Erholung auf die Reise gegangen. Aber die Tatsache, daß er schon gestern früh um 11 Uhr zu einer Konferenz mit dem Seniorches der Firma Mendelssohn, Geheimrat Mendelssohn-Bartholdh, luhr spricht dafür, daß es sich um eine Finanzaktion handelt. Die Ebert al sperre. Die Grenzen der Ebertalsperre, die auf den Wasserstand der Fulda und Weser großen Einfluß haben und in Bezug auf die Fulda- und Weserschiffahrt einst von großer Bedeuttutg finb, sind nunmehr endgültig feltgclcgt. Am 15. August wird das seither in Fritzlar befindliche Bauaml der Sperre nach Hemfurth bei Wildungen verlegt. Am 20. Aug. wird bereits mit den Arbeiten, zunächst mit Aussdwchtungeu für die Sperrmauer begonnen. Durch die Edertalsperre werden drei dort gelegene Ortschaften mit 700 Einwohnern verschwinden. Der Bund vaterländischer A r be i te r ö e r e 1 n e halt am 5. und 6. September zu Waldenburg in Schlesien feine zweite Hauptversammlung ab. Die Erfahrungen deS ersten Vereinsjahres sollen ausgetauscht, kräftige Maßnahmen zur Ausbreitung dcS Bundes und zur Befestigung seiner Emrichtnugen getroffen werden. Die Tagesordnung ist außerordentlich reidj- haltig. Eingeleitet wird die Zusammenttinft burd> einen Be- grüßungsabend am Freitag den 4. September. Am Sonntag, 6. September, nehmen die Vereinsvertreter an dem Verbands ■ fest der reichstreuen Knappenvereine teil. _ Freunde der Sache sind als Gäste Herzlid) willkommen, insofern sie den Wunsch! zur Teilnahme bis Sonntag, 23. August, bei der Gcfd)ästs- stelle des Bundes, Berlin SW 11, Schöneberger Straße 18, anmelden. KM Alich be? S.,E& ZWi' ^"vS8eobocSn!’Cri,t: 6e"°iien beireif LUutettiS,l-Wi! Mit Ä*. e drei '5enDp2?Qlr‘,nli 6,9 9«-h°> ü^iblioihet w feilen ■weg 5Qblretd)e »benennte auspielcrisches Kabinettstück, aus dem nüchternsten Prosawort eine Lebenswahrl-eit zu schälen. Daber kommen ihre vielen Talettte Au Hilfe. Eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit im Gharaftcrifiercn, das Beherrschen fast aller Dialekte, und eine Ausdrucksart, die in ihrer Weichheit und Müde sich schnell in die Herzen der Zuhörer schleicht. Ber jedem ^>atz, den sie spricht, sitzt ihr der Schalk im Nacken, sprüht der Humor aus den lustigen Augen. Und wenn sie ernst wird, umschleiert Wehmut ihre Stimme, zwingen Heine Mittel uns zum Traurigsein. Wir fühlen und erleben, was sie uns von der Bühne verkündet. Trotz allem bleibt der Humor ihre Domäne, der Humor in allen seinen Varianten. Sie meifkrt das Lachen in allen Registern, tauscht uns einen Schwips vor, der nur Pommery oder Ro-derer geboren haben können. Ihre große Szene „Im Rausch" wird immer in Erinnerung bleiben. Sektstimmung in allen Phasen; Weinen, Lachen, Flirten, Jubeln und Betrübt- sein, das zieht in buntem Wandel an uns vorüber. Wenn sie das Schleppkleid rafft, mutet jie uns an wie ein Heilemann-Bild im „Simplizissimus". Hinter der Grazie kichern Spottlust, Laune und Temperament. Beim Coupletgesang gibt sie unendlich mehr, als der Dickster vorschrieb und ahnte. Volt Pointen aus geringfügigen Kleinigkeiten und spitzt oft nur angedeutete Scherze zu heitersten Satiren. Jede Finesse aber hat Ursprung in der natürlichen Begabung der Künstlerin; sie tüselt und grübelt nicht, um einen flüchtigen Erfolg zu erhasd)en, sondern läßt sich instinktiv von ihrem Empfinden leiten. Darum fehlt ihr alles Schablonenhafte. Nicht zwei Couplets bringt sie, die einander gleichen. Sie zu hören, ist ein ästhetischer Genuß, well sie der Vortragsttmst einen neuen Weg wies. Gerade ihr Verzicht auf alle derben Mätzchen stellt sie in die erste Reihe der größten Talente, und ihr ausgiebiges Erfassen des Genres, dem sie dient, macht sie zu der umworbenen Diva, die ohne Konkurrenz bleiben wick. So steht sie vor meinem geistigen Auge, als ich mich schnell entschlossen erhebe und mich in aller Form vorstelle. Gleich herauf sind wir im anheimelnden Gespräch. Zum erstenmal bekomme ich einen authentischen Einblick in die Geheimnisse des Varietees. „Sie müssen nicht glauben," beginnt Mizi Gizi und wird ernsthaft wie ein großer Diplomat, „baß uns das Leben mit famtnen Pfötchen anfaßt. Es ist gar schwer, eine höhere sproiw beim Varietee zu erfteigen, und noch schwerer, diese ^pwpe auch auf die Dauer zu verteidigen. Ein einziges Couplet kann tue Gunst beim Publikum erschüttern. Die schlimmsten Sorgen lind die Repertoiresorgen." „Sie haben dock), gnädiges Fräulein, einen starken Rückhalt an unseren besten Schriftstellern, die für die Witzblätter schreiben," werfe ich bescheiden ein. „Ich denk: nur an Presber, Thoma, Hochstätter, Moszkowski und so roeiter." „Erstens glaube ich nicht, daß die Herren überhaupt für das Varietee schreiben würden, obwohl die Honorarfrage ganz nach dem Belieben der Autoren geregelt werden könnte. Ich bin an Riesenausgaben nach dieser Richtung hin gewöhnt. Ich glaube aber, daß die von Ihnen genannten Herren nicht so ohne weiteres den Ton treffen würden, den das Brettl fordert. Wenn Sie bei mir eine gewisse Eigenart gelten lassen, so bleibt es die Ausgabe des Dichters, sick) dieser Eigenart anzupassen. Ich finge fast ausschließlich Arbeiten von Max Reichardt, der meine Schwachen und Vorzüge, ich möchte sagen: studiert hat. Mit ihm berate ich zunächst den Stoff meiner Novitäten und widme bann meine ganze freie Zeit — das ist aber wirklich nicht übertrieben — der subtilen Ausarbeitung. Manch: Unebenheit wird ausgefeilt, manche Lücke durch irgend einen neuen Einfall ausgefüllt. Oh, es ist ganz beftinrmt nicht leicht, für mich zu fd/reiben. Ich bin ein unbarmherziger Kritiker und folge nur meinen Intentionen. — Wenn ich den Text leidlich beherrsche, denke ick) an die Komposition. Da stehen mir Paul Lincke, Arthur Steinke und Walther Kvlo bilfbereit zur Seite. Lincke ist zu sehr in Anspruch genommen, um alle Neuheiten für mich zu vertonen. Da mußte id) mich nach Talenten umsehen, die den populären Ton treffen können. Ich habe sie gottlob gefunden, und eine 'große Sorge ist mir damit von der Seele." Sie lehnt sich mit einem befreienden Seufzer in die Kissen. „Aber die Erfolge, die künstlerischen wie 'die materiellen» sind doch die schönste Belohnung für alle Anstrengungen, die Ihr Beruf so mit sich bringt." „Aber die richtigen Aufregungen fangen ja erst an, wenn das Repertoire fix und fertig ist," lacht mir die Künstlerin aus vollem Herzen entgegen. „Denken Sie denn gar nicht an die Kostüm frage? da givts schlaflose Nächte! Ich lasse in Berlin arbeiten." „In Berlin?" frage ich erstaunt; „was ich auf der Bühne von Ihnen sah, hielt ich für pariserischen Ursprung." „Made üt Germany," sagt sie heiter; „aber ich will ganz/ ehrlich sein. Der Chef des Ateliers fährt wirklich in meinem ^luftrage nach Paris, um sich dort Anregungen zu holen. Ev ist ein Künstler par ercellence und weiß, was mid) Neidet. Welchen Aufwand von Mühe verlangt allein die Zusammenstellung ba Farben. Das sind Rätsel, die nur ein kunstgeübtes Auge lösen kann. Begreifen Sie, welche Kämpfe es kostet, bis wir endlich eine Einigung erzielen? Tenn von dem Vorrecht der Frauen, nervös zu sein, mache ich einen ausgiebigen Gebrauch Ich bin halt ein Opfer meines Berufs." „Aber wenn die Moftümirage erledigt ist —" „Dann kommt die Wohnungsfrage an die Reihe. Meine; Ausland. Meuterei an Bord eines englisd>en Kriegs- fchiffes. Die Pall Mall Gazette berichtet, daß eine ernste Meuterei an Bord eines englischen Torpedobootes während der gestrigen Manöver in der Nähe von Forth auSgebrochen ist. Tie Meuterer erregt darüber, daß ihnen seit einem Monat keine Erlaubnis an Land zu gehen erteilt worden war und unzufrieden mit der Kvft, warfen Präzisionsteile sowie daS ^ignalbudji und die Richtvorrichtung der Geschütze über Bord. Es gelang* schließlich, die Meuterer in Eisen zu legen. Izzet Pascha soll nad) Amerika geflohen lein. Prügelei im serbischen Parlamente. Zn dcr serbischen Skuptsd)ina haben sich gestern Szenen abgespielt, die selbst in diesem Parlament ihresgleichen nid}t nachzuweisen Ijabcn. Der Altradikale Trajowitsch hatte dem Nationalisten toPorin’d) eine beleidigende Bemerkung zugeruseu, wofür er von dessen Parteifreunden mit den größten Schmähreden bedacht wurde. Als Drajo- witsch den Abgeordneten Giorgiewitsch gleichfalls beschimpfte, entstand ein fürchterlicher Lärm, so daß der Präsident die Sitzuiup suspendieren mußte. Jetzt ging Giorgiewitsch auf Trajowitsch los und versetzte ihm mitten im Skuptschina-Saal eine schallende Nr. 187 Erstes Blatt 1S8. Jahrgang Dienstag 11. August 1908 ®tc6cndt Hnjelgtt a Bezugspreis? JSftSr V M monatlich7SPst,viertel- ess6hhIPK■< IIPi zI ITXPI 1TPT IDienstag und Freitag); Vj M Jrij gjJ ’jT Kg »£5 6flT Iffl B tST M £ H B W kJ Ml B lährl. au*tL Aeiteüg. säsäXJr VIII IVIUvl 2ss*äss General-Anzeiger für Oberhesfen sä Annahme oon Anzeige» V ’ u. Land^ und.Geiichtr- 8s «^nmaA"wuhte Rotatlonrdruck und Verlag dervrühfschen Univ.-Vuch- und Steivdruckeret. R. tauge. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Anlelgemell^ H.^BeL essen. August, l-lb Uhr- •iz. Lahmeyer • • ■ ■iz. Schuckert. < - - -eiler Bergwerk . • ikircheu Bergwerk- yg.Amerik- PaketL ner Bergwerk- • ■ 2j3j hütte - • • • 1 95.1 ier Handelsges. • ■ ]26,, sUdter Bank . ehe Bank - • cb-Asiat Bank pv, uto.Kominaudit. - ner Bank • • " „t. ,ner Bergwerk- ■ E.&:: S Zum Tee beim Regierungspräsidenten v. Meister waren außer den höchsten Herrschaften mit dem Gefolge geladen: Landrat Dr. Ritter von Marx, erster Bürgermeister Luedke, Stadtverordnetenvorstcher Tr. Ruediger, Geheimer Baurat Professor Jacobi und Kurdirektor Freiherr von Maltzahu. Kurz vor 7 Uhr fuhr der Kaiser mit Begleitung und Gefolge in Automobilen nach Schloß Friedrichshos. Zur Abendtafel um 8 Uhr in Schloß Frtedrichshof waren geladen: der kommandierende General des 18. Armeekorps, Exzellenz von Eichhorn mit Gemahlin und Tochter, Regierungspräsident von Meister und Gemahlin, Freifrau von Flotow, Herr und Frau von Grunelius, der großbritannische Botschafter Sir Francis Lascelles und Colonel Sir Arthur Davidson. Bei der Auffahrt des Kaisers nach Sckloß Friedrichs- Hos hat eine Frau aus Wiesbaden einen Bries in das Automobil des Kaisers zu werfen versucht. Der Namen der Frau wurde polizeilich sestgestellt.___________ politische Tagesschau. Die Türkei und die Mächte. In einem »Anzeichen der Beruhigung in der Türkei* überschriebenen 2lrtikel der „Köln. Ztg." heißt es u. a.: Die Leiter des Komitees werden gut tun, nicht zu übersehen, daß der Verzicht Rußlands und Englands auf die Durchführung der Reformaktion in Dkazedonien ganz ausdrücklich als ,einst- welliger^ bezeichnet wird. Mit diesem Vorbehalt wird die Türkei dringend gemahnt, mit vollem Nachdruck an die Regelung ihrer inneren Verhältnisse zu gehen und sich nicht durch die Verfolgung utopistifcher Arbeit abdrängen zu lasten. Gelingt eS dem ottomanischen Komitee, die Ruhe im Banden- krieg, die jetzt eingetreten ist, dauernd aufrecht zu erhalten, so nimmt es dadurch den Mächten die Berechtigung weiterer Ein- Mischung. Man empfindet es im ottomanischen Volk jetzt als eine Erleichterung, daß daS Drängen Europas auf die Reformen in Mazedonien augenblicklich aufgehört hat. Logischerweise müßte jetzt daS eifrigste Bestreben darauf gehen, alles zu vermeiden, was ein neues Eingreifen herausbeschwören könnte. Bisher hat die ebenso plötzliche luie tief einschneidende Veränderung sich mit einer solchen Ruhe vollzogen, daß man hoffen darf, auch künftig die ruhigen und verständigen Elemente immer mehr die Oberhand gewinnen zu sehen. Auf diese Weise kann das türkische Volk sich selbst am meisten nützen und daS ottomanische Komitee sieht die Wege offen, die zum Heil deS Vaterlandes führen. OHrseige TTajonrfffcb war durch den unDermutdrn TTefforßlT rotv-i auher sich q ernten Er wi 'm grwtf Messer hervor und nvlue sich out 'Vieren^ro;h'c6 stürzen Ti ‘J*totöna(iftcn kamen ihrem yiaafttonitfolfegen jedoch zu Hilfe und umringten Drajo- witsch Aber auch dieser wurde von seinen &rrtcrhruni>m unter- ftüßt to daß eine beträchtliche Portion Prügel oudqetnlt tnuroe, bis endlich aus den Sanbeigtmqtn andere Depisti«te herbei eilten und die streitenden auseinander brachten Verhaftungen roegen Hochverrats. Wü bereits berichtet, ist in Earlowis der T hro fogie-L roses «'s r Pnoitschowitsch wegen Hochverrats verbastel worden. Unter dem Pervacht des Hochverrats wurden werter verhaftet der Bürgermeister von ffro« atisch Tubica. dessen Sohn. ei» Kanzlist und der £ rtSritbter. Die werben beschuldigt, an der Agitation für die groß- serbische Propaganda in xrontim und Slowenien lebhaft Anteil genommen zu haben, ti-e in ‘Agram« politischen Kreisen verlautet, werden in den nächster Tagen weitere Verhaftungen in dies« Affäre vorgenommen werden. Die finanziellen Schwierigkeiten der Türkei gestatten sich immer dringens« .s.: nächst schreitet man zur End lassung überflüssig« Beamten Die ^ungtürken ersuchten den Sultan. ein Fünftel seines Prioalvermöacns für bie Bedürfnisse bei Staates zu opfern Der Sultan ist grunosLtzllch zu diesem Opfer bereu. Hinsichtlich des alten Regimes stellt sich jefct heraus, daß Diele Präses ohne Wissen des Sultans «gangen smd. Tittoni reist nicht. Die von Wien« Blättern angekündigte Reise Tittonis nach Karlsbad und Marienbad wird m Nom offiziös dementiert. Nationalitätenzank in Triest. Die ..Neue «reit Presse" meldet auS Triest: 'Bei einem von Slovenen v«an- ftalteteu Umzüge kam es zu einem Zusammenstoß mit Italienern, die „Abzug" und „Pfui" riefen. Die Polizei nahm 20 Verhaftungen vor. Die Italien« v«anstalteten bann, indem sie nationale Lied« sangen, und „Hoch das italienische Triest" riefen, einen Umzug durch bie Stobt. Abends erneuerten sich die Demonstrationen. Die Polizei zerstreute btc Menge, wobei abermals zahlreiche D«Haftungen oorgenommen wurden. Die Vermahlung der Tochter des Präsidenten Ialliöres erfolgte gestmn in Gegenwart des Lnbinettschefs, der anwesenden Minister des diplomatischen CorpS, Abgeordneten und Senatoren usw. Die kirchliche Trauung erfolgte in der Magda lenen kirche. Die junge Iran «hielt zahlreiche zum Teil sehr wertbolle Geschenke Vie Einweihung der neuen evangelischen ttirche in Leihgestern am 9. August 1908. Der verflossene Sonntag war, wie wir gestern schon kurz erwähnten, für Leihgestern von höchster Bedeutung. Galt cs doch die Einweihung der neuen Kirche. Bom herrlichsten Wetter begünstigt, nahmen die Festlichkeiten einen sehr schönen Verlauf. Bei Tagesanbruch crsck-allte von dem Turm Festgcläute. Um 9>/j Uhr stellte sich der Fest-ug auf, nach- oem inzwischen von allen Seiten Festteilnehnier und Ehrengäste angekommcn waren. Unter lederen sahen wir den Bl. 1 des „lvieß. Anz.' Es sei nur noch erwähnt, daß dank hochherziger Stiftungen Altar und Kanzel aufs schönste ausgestruc: wordcn find. Möge das Dorf Leihgestern seine schöne Kirche stets in Ehren halten und sich stets ihrer wert zeigen. Aus Stadt und Land. Gießen, 11. August 1908. • * Dom Großherzoglichcn Hofe. Ter Groß- Herzog und bie Großherzogin find gestern nach dem Besuch der .Parsisal^-Aufführung in Bayreuth wieder nach Iagdsch oß WolsSgatten zurückgekehrt. • • Ter Großherzog hat am 29. Juli b. I. ben Oberlehrer an bem Wolfgang Ernst-Gymnasium zu Bübingen Professor Eugen Kölsch auf sein Nächst,chen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Tienste, vom 12. August 1908 ab in ben Ruhestand versetzt und ihm ouS diesem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienst- ordenS Philipps beS Großmütigen verliehen. "Das Ehrenzeichen für Mitgliebcr freiwilliger Feuerwehren würbe verliehen burch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit beS Groß- Herzogs vom 18. Juli b. I. bem Franz Jakob Fuchs zu Dieburg. • • Uebertragen würbe am 7. August b. I. bem SchulamtSaspiranten Christian Walter aus Lich, Kreis Gießen, eine Lehrerstelle an bet Gemcinbeschule zu Tauern- heim, KreiS Bübingen. ** Studentische Unterrichtskurse für Arbeiter. Die geplante Fahrt nach Darmstadt zum Besuch der Ausstellung, für die schon zahlreiche Anmeldungen eingelaufcn waren und für die Herr Pros. Werner (Bensheim) einen orientierenden Vortrag freundlichst zugesagt hatte, kann leider nicht stattfinden, weil die Kgl. Esienbahn- direktwn Frantfurt a. M. bas Gesuch um^ Gewährung von Fahrpreisermäßigung abschlägig beschieden hat. "* Der schmutzige Liebig. Schon seit geraumer Zeit befindet sich das Liebig-Denkmal in einem keineswegs erfreulichen Zustand, denn das ganze Werk ist derartig verschmutzt, daß das Gesicht des tin Stern Verewigten mehr einer Fratze als bem geistreichen Antlitz eines Gelehrten ähnelt. Es wäre vielleicht angebracht, bas schöne Denkmal einmal zu säubern, bomit cs wirklich eine Zierbe der Stadt ist und dem Veschauer auch Freude macht. Alsfeld, 11. Aug. In der Mitgliederversammlung des Freisinnigen Vereins am 7. August 1908 wurde ein stimmig beschlossen, dem seitherigen Abgeordneten Herrn Iustizrat Reh den Tank für seine erfolgreiche Tätigkeit im Landtage auszusprechen und ihn als Kandidat auf- zustelleu. (:) Alsfeld, 9. Aug. Von heute an erfreut sich unsere Stadt wieder eines Theaters. Der Leiter desselben, Herr Robert Herrmann, läßt die ^orfteHungen (im Saale des Gasthofs ..Deutscher Kaiser") mit der Gesangsposse „Die wilde Katze" von Mannstädt und Weiler beginnen. Dienstag, den 11. d. M., folgt das Lust- spiel „Die berühmte Frau" von Schönthan und Kadel- bürg. — Die evang. KirchengemeindeVertretung beschloß, )ic Konfirmation der schulentlassenen Jugend für die Folgezeit am 2. Sonntag nach O st e r n stattfinden zu lassen. Laub ach, 10. Aug Am gestrigen Tag fand ein Volks fest aui dem Ram Sb er g statt, das sich eines ungemein zahlreichen Besuches zu «freuen hatte. Das Hauptinteresse ivanbte fick) den Produktionen des Turnvereins am Reck und Ba«en zu, namentlich erregten die Leistungen beim Hochsprung lebhaften Beifall. D« Musikverein spielte lustige Tanzweisen aus und die beiden Gesangv«eine Eintracht und Harmonie loetteifetten durch Vorträge von mehrstimmigen Gesängen. - Bei ein« Revision der hiesigen Bäcker wurden nur zwei Bäckerstuben tadellos (refnnben, während die Gendarmerie gegen die übrigen beim Kreisamt Schotten Anzeige erstattete und teils betrachclickL Geldstrafen «folgten. X Gr eben au, 8. Aug. In vielen Orten des „Gründ- chens" wird zurzeit die Feldbercinigung cingeführt. Kosten- und Wunsch-Termine finden statt: in Eifa am 18. August, norm. 10*2 Uhr, 9tc imenrob am 19. Aug., vorm. 10 Uhr, Grebenau am 24. Aug., nachm. 1 Uhr, und in Wallersdorf und Eulersdorf am 25. Aug., vorm. 9Vi bczw. nachm. 2 Uhr. — Windhausen, 9. Aug. Heute wurde hier aus der nahegelegenen Becft, einem schönen Platze im Walde nach Ober-Breidenbach, daS Missionsfest dcS Dekanates Alsfeld, diesmal der inneren Mission gewidmet, bei herrlichstem Wetter gefeiert. Der Festprediger, Herr Pfa«er Bolitsch- Kirtorf, schilderte in packender Rede der andächtig lauschenden Menge, waS die innere Mission will und waS sie von unS verlangt. In der NachveZammlung sprachen noch neben den, OrtSgeistlichen, Herrn Pfa«er Reusch-Groß-Felda, die Herren Dekan Sauerwem und Pfa«er Dr. Becker-AlSfeld. Tie Feitkollekte ergab den schönen Betrag von 40 Mk. (n.) Geiß-Nidda, lu. Aug. Ter Alkohol. In der Nacht von gestern auf heute ereignete sich hier eine arge Messersteckeret. Tte jungen Leute von 18—20 Jahren hatten bei Wirt Lehmer „die Kirchweih angetrunfen". Daher waren auch zwei Burschen von Ulfa anwesend. Diese gerieten mit dein Schreibergehilfen Heinrich Ludwig in Differenzen, bie auf dem Wege ztvischcn hier imb dem Bahnhof in Tätlichkeiten übergingen. Die lllfacr über- iielen den H. L., der sich zur Begleitung zwei Kollegen mitgenommen hatte. Der eine Begleiter des & L., der diesem zu Hilfe eilte, erhielt 5 Stiche, während der andere ent- Hol). Er,t der Knüttel eines Mannes trennte die Jungen. E'n gerichtliches Nachspiel wird den Bxteiligteti die Gefahr- lichkeit und Schädlichkeit des Alkohols hosientlich roirffam vor Augen führen. .Aug, Sieben Ferkel ffl , r r cbcn Srwitz !nn hob« Preis, denkt manch« Lei«. Aber einem breiigen Schweinezüchter kamen sie doch am «rdc teuer zu stehen. Da hi« in der Umgegend die F«kel hoch nn Prnie find, fuhr ein reich« Bauer von hier nach Friedberg cai den Markt und «stand sich diese Ware in obig« Menge genanntem Preise. Um nun bie Schweinezucht, in der b kannstich „nichts drin steckt", etwas rentabler zu machen, erfann 'ich uns« Sckweinekäufer ein billiges Transportmittel. Das Angebot cn» derer hol! :en zum gemeinsamen HeimtranSpo« lehnte « — eil zu tuet ab. Er erstand sich eine iNudel-) üiste — -.eb-.n Ferkel »ür 77 Mk. nnben wodl leicht darin Platz dxtg, es geb:’ Ter Deckel brau», gut verschnü«. die .^ists nnrer den .Irm und 4 Güte abgedampft. Ha. dieses GeG ar mied« einmal gespart — die anderen Dummkopfe, “ajs die für Augen madxn Jedoch, das dicke Ende kommt nacb, al» man zu Haufe die lebendige (? Ware auspackte, war ron den neben Stück nur noch ein Ferkelchen am Leben, und daH kostet je^t ohne Transportkosten 77 Mk. Ist da die Schweinezucht noch rentabel ? R. B. Darmstadt. 10. Aug Tic Teilnahme der hiesigen Berölkcrung cn dem tragischen Ableben Professor Olbrich? ist allgemein. Aus der r/andes-L»H-j Heilung ist am Pavillon des Trepp.nausgangs zu dem von Olbrich errichteten Hauptausstellungsgebäude hir freie ffunft ein Riesen-Lordeerkranz mit Trauerflor aufgehangt Tte Konzertprogramme des unter Leitung des Herrn Hofkvnzerh- meisters Havcmann stehenden AuSstellungsorchesters enthalten nur ernste Proarammnummern. Heute adend brachte die Kapelle als besondere Ehrung für den Verewigten die Trauermusik aus Wagners „Götterdämmerung' und den Trauermarsch aus Bcethocens „Eroika" zur 21usführung.— Tie Leiche Prof. Olbrichs wird im Lause des Tages aus Düsseldorf hierher ubergefübrt: die Beerdigung auf dem hiesigen Friedhof sinder am M i ttwoch vormittag 11 Uhr in sehr feierlicher Leise statt. Tic Ausstellung-» leitung hat infolgedessen aua) das für diesen Tag vorbereitet^i Festkonzert für die Zeppelin-Sammlung auf Freitag verschoben. — Der Großherzog sandte der kranken Sitroe Olbrichs schon von Bayreuth aus nach Düsseldorf ein herzliches Beileidstelegramm. R. B. T a i^n ft a d t, 10. Aug. Ter Ge we r b e oe r e i» Gießen, unter Führung des Herrn Dr. ffrauSmülle^ und der Gewerbevcrcin Nidda, etwa 80 Personen, besuchten gestern die Ausstellung. sd. Darmstadt, 11. Aug. Die Delegierten bei IX. internationalen Stenograpbenfong reffet werden am Tiendtag vormittag 10 Uhr von dem Großher^g empfangen werben. Hieraus folgt die Eröffnung bei ffongrrvei in dem Festsaale der Technischen Hochschule um 11 Uhr Nach einem gemeinsamen Mülagessen tm uaisersaal fmbet um 3 Uhr bie erste Sitzung des Kongresses in der Technischen Hochschule statt. Abends 8 Uhr ist im Äais«saal groß« Kommers, cm Mittwoch werden die Sitzungen fortgesetzt und schließt sich abends 7'.- Uhr ein Festmahl tm Städtisck>en Saalbau an Für Tonn«<» tag ist ein Ausflug nach Heidelberg, für Freitag ein solch« nach Frankfurt und der Saalburg vorgesehen. Rieder-Ingelheim, 10. Aug. Die kürzlich hier verstorbene Frati Friederike v. Krieken vermachte der Gemeinde 2 00 000 Mark zur Erbauung eines Krankenhauses. [] Marburg, i". Aug. Der Jahre alt a. T. Vesper aus Schreufa, der kürzlich in seinem Zimmer stürzte, ist tn der hiesigen Mlinif geworben. I C- Frankfurt a. M 9. Aug. Erne Anzahl (Mcmeinbeif des Landkreises Frankfurt a. M- locrdcn. oa die Ber.räge baeitl abgeschlossen sind, am 1. 'JUnil 1909 mit Frankfurt a M. eingemcinbet tv«den. ifs sind dies die Gemcinden Berkersheim, Eckenheim. Preunge-Heim, Hausen. Praunheim und Bona- nies. Die Berhatidlung^-n mit Efch«Sheim, Heddernheim nab Ginnheim schweben noch, rthrben ober binnen kurzem abitrfdili'ifm. Auch mit der Stadt Rödelheim sind V«handlungen im Gonge. In d« letzten Stadtverordnetenvenammlung bat oen BertreterH, her Stabt em dahingehender Vertrag vor telegen. Die Beschluß^ fassung wurde aber verfchooen, da erst die Bürgerschaft gehört Tunbcu soll, tstödelhcün ftcht jetzt vor der Wahl, ob ei in Frankfurt aus gehen, ober dem fttetfe Höchst a. Main augeschlosfen Nrorden n-ill. D« Landkreis Frankfurt a- M. sieht nämlich sein« Auslösung entgegen. Durch die verfchiedenllichen Eingemeindungen tmrb der ÜreiS immer klein«. Die Abgaben für die einzelne« Gemeinden nifvlgedessen unverhältnismäßig hoch. Tie Regierung hat daher die '.'Uiflöiung beschlossen und ungeordnet, daß die C4c- meinben, die bem Anschluß an Franksutt tmd«streben, bem Kreise Höchst zu.zuführen sind. , " Kleine Mitteilungen auS Hessen und bei Nachbarstaaten. Durch gegangen aus der Erzieh', u n g s a n ft a 11 m K1. - Ziinmcrn i- O. sind in ben lewen Tagen vier Zivangszöglinge und zwar F. Bargo aus Tormftnbt und Ülitz, Lorum und Harttnann aus Mainz. Jedenfalls ging ein verabredetes Komplott vor. — Die am Freüag in Gustavsburg durch die Gendarmerie wegen SittlichkeitS- v erbrechen verhafteten drei Matrosen wurden wieder entlassen, da ihre Tat sich nicht alS schw« bedenklich InTauöftvllt. doch wird die Anklage aufrecht «hatten. — Bei 'Nnder-Ingelheim fuhr gestern ein Straßburger Automobil in den Ehauss«, graben. Tic Insassen nmrden h«ausgeschleub«t. Ein Herr «lick eine schwere Fußverletzung und mußte in daS Hospital gebracht werden. — Gestern stacht verstarb int städtischen Krankenhaufe zu Frankfurt a. M. der 24 rührige Schloss« Karl isehulz aus Niederrad. Ec hatte Pilze gegenen und sich damit eine Vergiftung zu gezogen Die Frau, die ebenfalls von den Pilzen genossen hatte, befindet sich noch nickst auß« Lebensgefahr — Gestern abend wurde bei Sarnau ein Marbiotzer Fuhrweick do» einem Eisenbahnzugc üb«fahren Ter Fuhrmann wurde aui der Stelle gctöiti, das Pferd blieb unverletzt. — Die 48 ,ährrge Frau Anna Lsd^rbogen. die Frau einet Frankfurter Restaurateur-, wurde heute früh tot ausgefunden. Sie batte sich mit Gas vergiftet. Zeppelin. Kaiser und Kronprinz. Ein Telegramm mit dem Passus: „H alte Ihnen nach wie vor die Ätonje," das vor e.wa 3 Wochen angeblich der Kaiser an den Grafen Zeppelin gerichtet hoben sollte, fhunmt wie sich letzt h«auSstelll, vom itnuiPrinzen. Als darauf das Gerücht ging, es slaimne vom Änifcr, wurde gebeten, es nicht zu dementieren, da d« Kny'er mit dem Inhalt der Depesche einverstanden fei. D« Kronprinz hat jetzt bem Grafen Zeppelin folgendes T* grannn gesandt: „Swfrcben, 8. August- Melde Euer Erzellenz. daß eine Hiljsaktwn im große» Stil im (Hange ist, an deren Spitze ich bie Ehre habe zu stehe» Seine Maiestckr Der Äaij« hat bereu» eine groß, -umme gezeichnet. Werde, wenn irgend möglich. Sie tn nächsten lag« besuchen. Euer Exzellenz iverden auch Diefcn Schlag erhobene» Hauptes überstehen und am Ende den eieg behalten. Mit viele» Grüßen Wilhelm, Kronprinz." Fürst von Bülow d _• Präsidium des Reichskomitee- zur Aufbringung einer Ehrengabe für Zeppelin. In das Lvmtt« trat« Staatssekretär von Bethmann-vollweg und üriegsminist« doo Einem ein. Zeppesinmarken. Die Molo r-L uf t, ch, s j st udie na e feilsch ast i» Berlin trat bem unt« dem Etirmpräsioium des Lrvnprinzen stehen- oen deutschen ReichSv«band für ,Zevoelin bei Sie wirb bie von ihr begonnene Sammlung burdj Ausgabe von Zeppelin- marken weuerführen, wozu ihr b:r RcichSv«band seine Unterstützung MifidxTte. Spenden. Der Großherzog von Hessen hat von Bayreuth aus 1000 Mk. gezeichneL I Handel des 91.95 I Elektriz. Lahnieyer . . 96.50 Obeischles. Eisen-Industrie 100.75 95.00 Priuce-Heuri-Eisenbahn . 124.20 Börse, 11. August. Anlangskurse. 169.20 ftawli ilir IqoMi Bt I (Medizinische Klinik, Kliniksteaßc) < KM: Laurabiltte . Eordd. Lloyd 20 80 147.50 61.50 63.20 96.00 89.15 93.40 Harpener Bergwerk Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . . . 118.50 108.10 197.10 194.10 111.50 201.50 212.70 . 234.50 . 58.70 . 140.90 83.55 91.95 83.35 90.65 90.00 98.35 99.30 . 200.90 . 212.75 . 20.70 . 95.30 . 145.70 Elektriz. Schlickert . . . Escbweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PakeLL Harpener Bergwerk. . . . . 222.30 . . 111.00 32°/« 3% 32°/« 3% 327« Reichsanleihe do. Konsols . . do. Hessen . . Oberhessen , . 163.30 . 126.25 . 234.30 . 135.40 . 175.60 . 140.25 . 199.00 Stahlrrusr gehörigen General Rail Road abgegeben. Drei Arbeiter wurden getötet, 11 Zchwer verletzt. Verschiedene Verhaftungen wurden vorgenommen. Es wurde Miliz aufgeboten. Tiirkenlose..... 4-6 Griech. Monopol-Aul. 4-6 äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . . 4 2% Chinesen . . . Aktien: je ft eilt Daher müssen fast sämtliche Zeitungen n Dänemark i h r Erscheinen einstellen. Newvork, 10. Aug. Ter mehrwöchentliche Kohlen- grubenstreik in Alabama Hal nunmehr zu ernsten Ausschreitungen geführt. Bei Brocton wurde eine Gewehr- alve auf einen mit Arbeitswilligen besetzten Zug der dem Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend 6—7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Ange« hörigen von Lungenkranken. (Da/» Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. Volt. Arbeiterbewegung. — Die streikenden Nieter des Stettiner Vulkans hielten eine Versammlung ab, bei der sich keine Dreiviertelmajorität für die Wetterführung des Streikes ergab. Statutengemäß muß nun der Streik aufgehoben werden, womit auch das Ende der Aussperrung in Sicht gekommen ist. Kopenhagen, 10. Aug. Ta trotz langwieriger Verhandlungen keine Verständigung zwischen den Vertretern der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber erzielt wcr- >en konnte, haben von heute an infolge von Aus- Per r u n g und Streik 2500 Typographen, 1000 Papier- abrikarbeiter, 800 Buchbinder, 200 Lithographen und Stein- rrucker und 1000 andere Arbeiter ihre Arbeit ein- 41/1?6 Oesterr. Süberrente 4?6 Ungar Goldrente . . 4-6 Italien. Rente . . . 3-6 Portugiesen 8erie 1 . 3-6 Portugiesen „ 111 42% russ.Staatsaul. 1905 42% Japan. Staatsanleihe 4 -6 Conv. Türken von 1903 Berliner Haudelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat Bank Diskouto-Kommandit . Dresdner Bank . . . Kreditaktieu . . . . Baltimore- und Ohio- EiSentahn . . . . Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . . 145.50 . 50.40 TeSeiomischö Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fUr und Industrie, Giessen. Frankfnrter Börne, 11. August, 1.15 Uhr. . 65.40 . 97.50 Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . Tendenz: fest. Berliner Canada E. B. . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest. b/AuGIL j Ein Schriftstück wurde ongcferligt, wonach diejenigen beiden Kandidaten, die bei einer vorzunehmcndcn Abstimmung der anwesenden 5 Vertrauensmänner der Partei die wenigsten Stimmen erhielten, zugunsten des drillen von den Kandidaten zurückzutretcn hatten. Während das Schriftstück von Benner und Moll sofort unterzeichnet wurde, »veigerle sich Herr Lutz zunächst zu unterzeichnen. Wie es gekommen sein mag, daß die starken Bedenken des .Herrn Lutz, einen soläxn Pakt einzugehen, sich zerstreuen ließen, muß solange rätselhaft bleiben, als eine genügende Erklärung des Vorganges noch ausstcht Klar wird nun auch, warum in dem polnischen Prozeß Reuther gegen Edimel (Mit- glied des Bundes der Landwirte> letzterer einem Vergleickic sich abgeneigt zeigte, und daß ebenso der von dem Vorsitzenden des Gerichtshofes seinerzeit in wohlmeinender Absicht ausgesprochene Hinweis auf rin Zusammengehen des Bundes der Landwirte mit der deutsch sozialen Partei in dem bevorstehenden Wahlkampfe einem Verglewie eher im Wege stehen als sörderlich sein mußte. Briefkasten der Bednktion. tUuouyuie Anfragen bleiben uudcrücksichttgt.l A. Lch. Micrcii. Rennen Sie uns Zhren Namen. Tic Redaktion muß doch wissen, mit wem sie es zu tun hak. Von anonymen Einsendern können wir lerne Berichtigungen aufnehmeu. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller öuic. 'Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung-) Grünberg, 6. Aug. Immer eigentümlicher gestalten sich die Vorgänge in unserem Wahlkreise. Wie schon bekannt, tagte hier im Gasthof zum Hirsch am Sonntag, 26. Juli, eine Vertrauensmännerversammlung der deutsch-sozialen Partei, zu der sich außer 5 Vertrauensmänner des Wahlbezirks noch folgende Herren Obmänner eingefunden hatten: Amtsrichter Maar, Oberlehrer Tr. Werner, die Landtagsabgeordneten Köhler und Bähr, die Lehrer Kling (Gießens und Link (Ruddingshain), Redakteur Th. Reuther, Bürgermeister Benner (Treis a. L.), sowie Kaufmann Moll (Grünbcrg. Zu dieser Versammlung war auch der vom Bund der Landwirte ausgestellte Kandidat Lutz (Elpenrod.- erschienen, indem er einem wiederholt an ihn herangebrachten Wunsche der Partei, ihn bei dieser Versammlung in ihrer Mitte zu sehen — auch eine persönliche Rücksprache des Reichstagsabg. Bindewald mit jenem Lutz (Elpenrod) mag das ihre getan haben — stattgab. Man hatte also 3 Kandidaten für den Wahlbezirk unter sich und wählte, um zum Ziele zu gelangen, folgenden Ausweg: 32% 4-6 Uesterr Goldreute Gewerbe. ■ DLL Nmung des KonZ "Hule um H Uhr 8 2» um 31? Technischen hyW E 9U)6er c sich d-eti; aalbflu on. Für T« ' hir yreitag ein sol.tr orgqeljen. ^g. Die kürzlich fcic ekcn vermachte der lung eines Kiankenhach i 80 Jahre alte Lehm kürzlich in seinem Hurns gestorben. I. Eine Anzahl Gmeintc en, da die Skriräge beit mit Frankfurt a> 3 ies die Gemeinden Beike,. en, Praunheim und Bor rsheim, Heddernheim n innen fuwnt abgeschlossa Verhandlungen im Gone nlung hat dm. VertiÄn -orsetegen. Die A/Ws it die Kiyersch/r gehört Der Wahl, ob es in Fraiil- Main angejGm ton'cer. . sieht nämlich feinet .entlichen ßingemtinbungc Wgaben für die tinylna iähig hoch. Tie Rcgiemz id angcordnet, datz die irt widerstreben, dem Kren aus Hessen unb bei igen aus der Erzic.l i j. D. sind in den M c F. Argo aus TamM. s Minz. Jedenfalls z« _ Die am 8«itag c ie wegen Sittlichkeit^ en mürben * * iklich hEssteltt^A bei Nieter-^EL ,mobil m tat Wb wschlcutert- Ein öcrrd- 5 in das Hospital geto m städtischen litontenbff AS m.w “ -und iid) tert «* * ^nsal s von den MM f , ÄtarbMr W Sie hatte sich n» Vermischtes. * Das Befinden des Fürsten Eulenburg ist, wie heute aus Berlin gemeldet wird, s ch 1 e ch ter, als es bei der Einlieferung in die Charitö war, aber Vesser als kurz nach der Verhandlung. Tie Besserung des Gesamtbefindens und das Schwinden der besorgniserregenden Apathien sind auf das Fort fallen der kontinuierliä-en Aufregungen zurückzuführen, die nut den Verhandlungen int Schwurgerichtsverwhren verlnüpst gewesen sind. Die Thrombose ist im Rückgänge begriffen, dagegen besteht die Bronchitis, deren Ursache noch nid); festgestellt werden konnte, unverändert fort. Sie bildet mit dem Herzfehler bei einem Manne in dem Atter des Fürsten eine stete Quelle von Besorgnissen. Von einer Verhandlungsfähigkeit kann, so bel-auptet unser Berliner Gewährsmann, für die nächste Zeit nicht die Rede sein. Es läßt sich auch kaum annähernd bestimmen, wann der Fürst wieder verhandlungsfähig sein wird. * Cholera und Pest in Rußland. Nach amtlichen Feststellungen seit dem Ausbruch der Cholera-Epidemie in den russischen Gouvernements Astrachan, Saratow und dem Dongebiet sind vom 21. Juli bis 8. August 360 Personen erkrankt und 174 gestorben. Im Gouvernement Astrachan allein erkrankten vom 8. bis 9. August an Cholera 77 und tarben 22 Personen; 18 Erkrankungen und 14 Todesfälle an Cholera verzeichnete man mit dem 8. d. Mts. im Gouvernement Saratow. In Zarizyn erkrankten am 7. d. Mts. 14 und starben 10 Personen. In Rostow am Don erfolgten vom 8. bis 9. Aug. 21 Erkrankungen und 8 Todesfälle. Choleraverdächtige Erkrankungen wurden beobachtet in Wjatka eine, in Sysran und Simbirsk je zwei. Am 10. sind dort 36 Choleraerirankungen und 26 Todes- älle vorgekommen. In der Kirgisensteppe des Gouvernements Astrachan ist am 23. Juli ein Todesfall infolge Bubonen- p e st Dorgctonnnen. Von den Kirgisen, die den Ort des Pest- falles verließen, erkrankten vom 29. Juli bis 6. Aug. 8 Personen an Pest, 3 starben. Tie verseuchten Orte wurden abgespcrrt, die Kranken isoliert, ihre Hütten wurden abgebrannt. Die Bewohner werden ärztlich streng überwacht. ftlcutc Tageschrvttik. Auf dem Hoheneck, einem 1306 Meter hohen Gipfel in den Hochvogefeu, ist der 75jährige Rentner Rico aus Zsenheim in Dbereljafc abgestürzt. Er wurde mit zerschmettertem Schädel tot anfgesiinden. In Lauterecken landete ein Militärballon mit drei Offizieren, die in Bonn aufgeftiegen waren. Die Landung verlies glatt. . Im Walde bei Oipperten an der Saar erschotz em Forster einen 19 jährigen Wilderer, der ihn mit dem Gewehr bedrohte. Eine Lieves - Affäre fand in Charlotten bürg ihren Abschluß. Tort erschoß der 21 Jahre alte Porträt- und Land- schastsmaler Otto Nalke seine gleichalterige Geliebte, die Verkäuferin Marquardt, und beging dann Selbstmord. In Thu r nthe n ning (Niederbayern) wurde eine Kinderschar durch Tollkirschen von einer 78jährigen Beeren- janunlerin vergiftet. Vier Kinder sind gestorben. In K o n st a n t i n o p c l wurde bei einer nächtlichen Kahnfahrt ge ft er u der erste Offizier des Bremer Lloyddampsers „Bayern" überfalle» und beraubt. In der Nähe von Halifax (Neufchottland) brachte das deutsche Schulschiff „Freya" den Fischereischoner „Maggie May" zum Sinke«. Ter Kapitän und acht Mann der Besatzung der „Maggie May" ertranken, vier wurden gerettet. Das Unglück wurde durch dichten Nebel tjerbeigeiüljrt. In H avre wurde der junge Brasilianer verhaftet, der vor einigen Tagen in einem Abteil erster Klasse auf der Fahrt nach Trouville die Schwester seiner Braut überfiel, sie mit einem Totschläger schwer verwundete und auch noch durch Revolver- schüssc verletzte. Ter Verhaftete gab an, Pckwo Cuzmao zu heißen. '.Dian fand bei ihm die von der jungen Frau geraubten Wertsachen im Betrage von 40 000 Fr. sowie 3000 Fr. In Konstantinopel wird demnächst im deutschen Verlage Löffler ein in deutscher Sprache geschriebenes 2 a gebt a 11 erscheinen. An Bord des Dampfers „Golondrina", der den Passagier- transporl im Hasen von Barzelona versieht. Platzte eine Bombe, wodurch drei Personen verletzt wurden. Ter britische Tampser „Imogen" teilt mit, daß der holländische Dampfer „Anistelland", der von Buenos Aires nach 'Montevideo fuhr, im atlandischen Ozean in Flammen stand. Nach Löschung des Brandes konnte er sich fedoch mit eigener Kraft weiterbegeben. Alan fürchtet, daß mehrere Menschenleben verloren sind. wwK! ln bet F’wÄJÄ'S •xW- «»'Wi "deren A' 8 bide End7Lv'°, E scheu t» ^eoäubeÄ bemv> -rslor auSJ^N- 3 des M°ngt. ; ixriV"*- ■Qtt, Die?Uta- 5000 Mk. werden die Darmstädter Stadtvarvrdnetrn bewilligen. Ein von den beiden Artillerie-Kapellen in Darmstadt veranstaltetes Zeppelin-Kvnzert erfreute sich eines guten Besuches. In der hefs. Landesausstellung findet am Freitag ein 09m Ausstellungsorchestcr veranstalteter Zeppelin-Abend statt, bei welchem d.'r Hofopernfänger Speemann mit Erlaubnis d?r Frau Cosima Wagner die Gralserzählung aus Parzival, das Liebeslied und die Schmiedelieder fingen wird. Auch der Hos- schauscheler Wagner, sowie der Gesangverein Lieder^weig werden Mitwirken. Tas von der Kurverwaltung in Nauheim veranstaltete Konzert für die „Zeppelin-Spende" erbrachte 543 Mk., die Samm- Ling der „Bad "Rauh. Ztg " ergab 1607 Mk. Extrasammlunaen, .eiche große Beträge ergaben, wurden außerdem in allen Nau- ^.imcr Hotels veranstaltet. Tie Sammlung des Gießener Anzeigers. Bisher Quittiert 893.9d 'JJiL abzüglich 50 Mk., für Tvuau- richingen bestimmt, von Pros. Tr. Str.) 843.95 Mk.; Professor stal)!, Oberlehrer i. P-, 10 Mk., Lern Oppermann, Schwester, 1 Mk., Tiichgeiellschait am Landgraf Phist-Platz 75 Pik., Prof. 5tr. ]i) Mk., Bücking 100 Mk-, W. N. stud. hist 5 Mk., rbaninchen- - ici tocrcin Klein-Linden 2 Mk., Professor Tr. Groos 80 Mk., ,dig Heß 2 Mk-, O. v. F. 50 Mk., Oberlehrer Tr. Graf 5 Mk , .hi). Justizrat Bai st 20 Mk-, R. A. 10 Mk., Jtl. K. Baur 10 Mk., 2animlung in Rcick>elsheim (Wetlcrau) durch Apotheker Hempel Ci. Rate) 24.35 Mk., E. D. 1 Mk., Professor Dr. Haller 10 Mk., •smnmlung unter den 'Angehörigen des Kaiferl. Telegraphenamts -9 Mk., zusammen 1288.30 Mk. Ans Reichelsheim (Wetlerau ging uns durch Apotheker «jcmpcl die zweite Rate mit 24.35 Mk. zu. Damit ist der •ii’Eorb von Frohnhausen, über den wir gestern berichteten, geschlagen. Die Höhe der Spende, die der Magistrat von Frankfurt i tzt endlich lür Zeppelin auszugeben gedenkt, wird zwischen 10000 unb 25 000 Mk. betragen. Tie Verzögerung i|t auf Kommunalfiri en zurückzuführen. Immerhin hätten Frankfurt a. M. als e-.ne bei reichsten deutschen Städte mit einer Zeppelingabe nicht F.ntenuach zu kommen brauchen. Das Schumann-Theater in Frankfurt kündigt für Mittwoch eine Vorstellung an, deren Rein- irtrag für Zeppelin bestimmt ist. D i e Arbeiter der städtischen Gaswerke zu Lud- rigshafen haben beschlossen, dem Grafen Zeppelin den Lohn eines Tages zuzuwenden, wodurch etwa 250 Mk. erzielt werden. Tas Gemeindetollegmm von Bayreuth hat als Spende für den Wiederaufbau des Zeppelinsck-en Ballons 500 Mk. bewilligt- zugleich wurde beschlossen, im Rathause ein goldenes Buch aufzulegen und die Einwohnerschaft sowie auch besonders die Festfpielgäste zu freiwilligen Zeichnungen aufzufordern. Für deulschlands Erfinder Ocavjichtigt der Allgemeine Erttiider-Bervand eine Graf von Zeppelin-Stiftung zu schaffen, die zur Unterstützung armer Er- : aber verwendet werden soll. nnsep- niK > "ält der 'Depes^ l Inhalt on- , c IjlglA, -its «”e Ülo» fin- ^ricj^linl1 eg und kc". ,sellsch?lÄ eppcim n ZePP c@>10 w ** * Wrights ztugmaschine. Ein Pariser Telegramm meldet über den ersten öffentlichen Flug des Flugtechnikers Wright: Der Auf- fiieg am Samstag wird von der gesamten Presse als Erfolg (incrtannL Einige Fachleute sprachen sich dahin aus, daß mit Lau Versuche Wrights eine neue Aera für den Maschinenflug in Frankreich begonnen habe, und daß sic sich im Vergleich zu den G<.biüoern Wright als Kinder betrachten müßten. Die Auffassung, der Bau und die Handhabung des Apparates seien «a der Maschine gleich wundervoll. Zwei russische Offiziere, die als Stellvertreter ihrer Regierung erschienen waren, erklärten, oaü fu" niemals so Außerordentliches gesehen hätten. Da beim Ausstieg völlige Windstille herrschte, wurde der Apparat durch das ooni Gerüst herabfallende Gewicht angetrieben. Er glitt rasch 15 Meter über die Schiene, extyjb sich dann unter der Einwirkung dcs Steuer-, flog 10 Meter hoch in die Luft, worauf Wright, » c allein Platz genommen hatte, alsbald eine halbe Wendung l>.schrieb. Die Zuschauer brachen in begeisterten Beifall aus. Ser große weiße -Vogel erreichte 15 Meter Höhe, setzte beim Wenden über einige kleine Tannen und kehrte dann zu seinem 'Tusgangspiintt zurück. Er befdjrieb dann einen zweiten größeren Sicis mit außerordentlich sck-arfen Kurven, wobei der Apparat iid) fast ganz auf die Seite legte, und landete endlich sicher und lauft ui der Nähe des Aufstiegspunktes. Wright wurde allgemein beglückwünscht, er erklärte aber, er sei nicht gan$ 8U= Trieben. Ei habe während des Flugs mindestens zehnmal Mitz- iiriffe begangen, da er der Handhabung des Fliegers etwas entlohnt fei. Beim nächsten Flug am Montag hoffe er den Apparat Ecsser zn meistern. _ m . . Er hatte sich aber getauscht, denn aus Le Mans wird Leute gemeldet: . 6... WUbni 'Wright unternahm am Montag abend drei Probestuge. 5)er erste mißglückte infolge falscher Handhabung des Flugapparates. Bei dem zweiten Versuche erhob sich die Flugmaichine yoL ^-r. Martm^20.—, öüdiuq 50—, Prof. Dr. S. 50.—, Wäscherei AIbach 5.-, en. Ringen, Torttmonnalel, piei'en. Gpajierllbcken. |}em« rohren. Feidilechern. Smutz- unb Stichwaffen, Mulck<1nllrnmei.!en. Schmuck- und HaushaNungl-Anikein, Äinberfpielreaten und Lvriiidaumjchmuck ic. ic. erhält lebet gtoHI und " franko ohne flaul-^, zwang. Ter» x selbe enthalt grohe flut« Gebrüder Bell. Grafrath 116 bei Solingen Ä“k Couverts mit Zirma billigst vrühl'sche Unioersttätr-Vnickerei. 2rf)önc Wafchfellftütten mit 2cileimdmüt cmpricbli uxitiiU ft. Olcrtb, Vanbnmnnflr. 11. Erntestriöie empfiehlt (4718 Edgar Borrmaun Wir*en. Telephon idCk Eifenhandlung, Neustadt 11. 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