Nr 265 Zweites Blatt 158. Jahrgang Dienstag 10. November 1908 Grlchetnl täglich mit Ausnahme des Sonntag«. Die ..Gießener FamiliendlStter- werden dem „Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kretsblatt für den Kreil Stehen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschastllchen Seit« fragen" «Schemen monatlich zweimal. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Tberhesien Rotationsdruck und Verlag der Brüdl'sche» Unwersltäks • 'Sud)» und Stemdruckerei. R. Lange. Gießen. Redaktion. Exvedinon und Dnickerei: Schulstraße 7. ExoedMon und Verlag: eqK öl. Redaktron:^^II2. rel.-Sldr.:AnzeigerGießen. politische Lagessci)au. Ter neue deutsche Botschafter in Washington. Mit der Ernennung des Nachfolger? für den verstorbenen Botschafter Speck v. Sternberg hat unsere Regierung offenbar bis zu den Präsidentschaftswahlen in Amerika warten wollen, um je nach Ausfall dieser Wahlen einen geeigneten Bot» schäftet nach Washington zu entsenden. Jetzt, da die Wahl TastS erfolgt ist, wird auch dec Nachfolger Speck v. Sternberg? bekannt; eS ist Graf BernStorff, der biShrrige Generalkonsul und diplomatische Agent in Kairo. Gras BernStorff hat, wie die „Köln. Ztg.* mitteilt, seine diplomatische Laufbahn als Sekretär in Dresden begonnen, war dann in gleicher Eigenschaft in München und Petersburg, von wo er als BotschasiSrat nach München kam. Der neue Botschafter macht somit dieselbe ungewöhnliche Laufbahn wie sein Vorgänger Speck v. Sternberg, der ebenfalls ohne Gesandter gewesen zu sein, vom Generalkonsul zum Botschafter befördert worden war. Die Gattin des zukünftigen Botschafters entstammt der deutsch-amerikanischen Familie Luckemeycr. Als Botschaftsrat in London soll Graf BernStorff schon frühzeitig die Aufmerksamkeit seiner Vorgesetzten auf sich gelenkt haben. fjccr und Flotte. Auflösung dcS o st asiatischen Detachement?. Wie nur erfahren. soll dem Reichstage vorgeschlagen werden, anstelle deS bisherigen oslasialischen TelachemelilS m Peking und Tientsin ein neuzubildendes MarmedeiacherneM treten zu lassen, das sich ebenso wie daS in Tsingtau stationierte 8. Seebataillon aus dem 3. Stammseebataillon ergänzt und dem Gouvernement in Klautichou unmittelbar unterstellt wird. Stach erfolgter Bildung des Aturinedelachemenls soll da« ostasialische Detachement zurückgellihrl und aufgelöst werden. Als Zeitpunkt für die Durch- iührung dieser Lrganisalioneänderung ist das Früh;ahr 1909 in Aussicht genommen. Deutsches Ueich. Veränderungen in derDiploinatie. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge sind in der Besetzung der Posten der diplo- malijchen Missionschefs einige Beränderungen eingctrcten. 3um Nachfolger des in den Rul-cstand versetzten Wirkt. Geh. Rats v. R a d o w i tz auf dem Botjchafterposten in Madrid ist der bisherige Gesandte in Lissabon. Wirst. Geh. Rat Graf von T a t t e n b a ch ernannt, der in Liisabon durch den derzeitigen Gesandten in Belgrad, Wirk!. Geh. Rat Prinzen Max von Rati- bor und Corvey, ersetzt wird. Den Gesandtenpoften in Belgrad hat der bisherige Gesandte in Rio de Janeiro, v. Reiche- g a u, denjenigen in Rio der bisherige Gesandte in Athen, Wirkl. Geh. Rat Graf von Arco-Valley, erhalten, während nach Athen der zuletzt vertretungsweise in Tanger tätig gewesene derzeitige Gesandte in Mexiko, Freiherr von Wangenheim, berufen und der Posten in Mexiko dem derzeitigen Generalkonsul in Newyork, Geheimen Legationsrat B ü n z, verliehen wurde. Auf den durch den Tod des Freiherrn Speck von Stern- bnrg freigewordencn Botschafterposten in Washington geht der bisherige diplomatische Agent und Generalkonsul in Kairo, Gesandter Gras von Bernstor ff, als dessen Nachfolger der derzeitige Botschaftsrat in Washington, Graf von D a tz f el d t-Wildenburg in Aussicht genommen ist. A b n a h m e d e s L u f t s ch i f s e s „A. I."., Wie der „Schwäbische Merkur" erfährt, hat das Kriegsministerium in Berlin das Luftschiff „3. I." amtlich abgenommen. Es waren vom ReichS- rage 2 löü U00 Mk. bewilligt worden, von denen die nach dem Echterdinger Tage dem Grasen Zeppelin ausgezahlten 500 000 Mark als persönliche Gratifikation gedacht waren, während die restlichen 1 650 000 Mk. für den Ankauf des LuftschifscS Zeppelins bei Nachweis gewisser Leistungen bestimmt waren. Bon dieser Hauptsumme wird jetzt ein Teil zum Ankauf des „Zeppelin I." verwandt. Gegen die Brau st cuervor läge. Der in Berlin versammelte Vorstand des Sclmtzverbandes der Brauereien der norddeutschen Brauer-Gemeinschast und verwandter Gewerbe, dem fast die gesamte norddeutsche Brausteucr-Gemeinschaft und mehr als 100 000 Gastwirte angchören, hat einstimmig beschlossen, die neue Brausteuer-Vorlage aus das entschiedenste zu bekämpfen. GehaltsaufbesserungderUniversitätS-As fisten t en. Sämtliche Assistenten der wissenschaftlickien Institute und Sliniten der Universität Bonn haben an die Regierung und den Landtag eine Eingabe eingereicht, worin um Aufbesserung der Remuneration der deutschen Universitäts-Assistenten von 1200 auf 1800 Mk. gebeten wird. Ausland. Die G e m a h lin d es ö it e r re ich i scheu Th ron so l g e rs. Fürstin Hohenberg, ist von einem toten Kuide entbunden worden. Tie Totgeburt ist auf die Folge einer Jnslueuza zurückzuiühren. Tas Befinden der Fürstin Hohenberg ist gegenwärtig zufriedenstellend. Tas neue türkische Parlament soll am L8. Nov. eröffnet werden.___________________________________________________ Aus Ktadt und Land. Gießen, 10. Diooembec 1908. - Vom Grobherzoglichen Hofe. Am Sonntag fand im Neuen PalaiS um 1 Uhr eine Frühslückstafel zu 27 Gedecken statt. Von auswärts waren geladen die Batten- bergschen Herrschaften von Heitigenberg, ferner der Prinz und Priuzessin Friedrich Karl von Hessen mit vier Prinzen-Söhnen. Zur gestrigen Frühstückstafel im bleuen Palais waren, n. d. „Tarmst. Ztg.", geladen der englische Geschäftsträger und Nirs. Harsord, der StaatSminister und der OberslaUmeister mit Gemahlinnen. — Prinz Waldemar von Preußen ist am Sonntag nachmittag nach Straßburg zurückgereist. •• Zusttzpersonalien. Se. Kgl. Hoh. der Groß- Herzog haben die Landgerichtsräte Storl Lebrecht und Jak. Hvfiuann zu Tarmfladt zu richterlichen Mitgliedern des LandeSversicherungsamteS und den LandgerichlSrat Dr. Ferd. Stein zu Darmstadt zum stellvertretenden richterlichen Mrtgliede des Landesversicherungsamts, sämtlich auf die Tauer des von ihnen bekleideten Hauptamtes ernannt und den Handelsrichter an der bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen gebildeten Kammer für Handelssachen mit dem Sitz in Mainz Kommerzienrat Dr. Franz Bamberger aus sein Nachiuchen von seinem Amte enthoben. — Ernannt wurde der Kanzleigehilfe bei dem Landgericht der Provinz Rhein- Hessen Jak. Helbach zum Kanzlisten, • • Lehrerpersonalien. Uebertrogen wurde dem Lehrer Phil. Ellrich zu Wackernheim eine Lehrerstelle an der Gemeiudeschule zu Gau-BisckwsSheim; dem Lehrer Llidw. Schmitt zu Ruppcrtsbiirg eine Lehrerstelle an der Gemeinde, chule zu Langen. — Erledigt ist die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Olsen. Dem Grasen zu Erbach.Fürstenau steht das Prä- entationSrecht zu. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. • • Bestätigt. Se. Kgl. Hoh. der Groß Herzog haben die Wiederwahl deS Beigeordneten, Spenglermeisters Jean Denig, und die Wahl deS Stadtverordneten Z'mmermeisters Franz Schuhmann 111. zu unbesoldeten Beigeordneten der Kreisstadt Bensheim bestätigt. * • LandeSmuseum. Se. Kgl. Hoh. der Groß- Herzog haben den Kustos an dem Landesmuseum, Professor Dr. Beruh. Müller in Darmstadt auf sein Nachsuchen an6 dem Staatsdienst entlasten. • • Rechtsanwaltschaft. Am 9. Oktober wurde der RegierungSastestor Ferd. Schäfer zu Erbach i. O. zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Michelstadt, am 16. Oktober wurde der Gerichtßassessor Jak. Henrich zu Offenbach zur Rechtsanwaltschaft bei der Kammer für Handelssachen in Offenbach und dem Amtsgericht Offenbach zuge- lassen und am 1. November hat der Rechtsanwalt Wilhelm Klarenaar zu Gießen die Zulastung zur Rechtsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Oberhessen anfgegeben. — Flottenverein für Hessen. Am 6. Dezember hält der Landesverband des FtottenvereinS für Hesteu seine Hauptversammlung in Darmstadt ab. Tie Tagesordnung bildet die allgemeine Lage deS deutschen FtottenvereinS und Wahl deS Vorstandes im Landesverband. — Stadttheater. ES ist der Direktion gelungen, für kommenden Montag, 16. November, ein hochinteressantes Gastspiel zu arrangieren, indem die Gesellschaft deS Herrn A. Roubaud aus Paris an diesem Tage ein einmaliges Gastspiel mit Moliörcs »Malade imaginaire* absolvieren wird. Tie Gesellschaft besteht aus ersten Pariser Künstlern und hat bei einem gestrigen Gastspiel in Marburg einen geradezu außerordentlichen Erfolg davongetrageu. Schüler und Schülerinnen genießen ebenso wie die Herren Studierenden an diesem Abend Preisermäßigung. * • Pcotest gegen die Gas- und ElektrizitätL- steuer. Am Sonntag versammelten sich auf Anregung des Bürgermeisters Nuß-Gernsheim die Vertreter der kleineren Städte und Gemeinden des Großherzogtus Hessen, die im Besitze von Gas- bezw. Elektrizitätswerken sind; es kommen ba. 30 Gemeinwesen in Frage. Sämtliche anwesenden Vertreter waren sich darüber einig, daß die Absicht der Reichsregierung, mit Hilfe dieser Besteuerungöart die Finanzreform zu lösen, eine unglückliche, einseitige und ungerechtfertigte sei. Tie überaus zahlreich besuchte Versammlung beschloß einstimmig, durch den zum Vorsitzenden gewählten Vertreter der Stadt Alzey, Bürgermeister Tr. Sutor, eine mit Gründen versehene Eingabe an die Großh. Regierung, den Bundesrat, den Reichstag und speziell die hessischen Reichstagsabgeordneten zu richten und Protest gegen die geplante Besteuerung erheben zu lassen. ** Der Kreisverein Gießen vorn Verband Deutscher Handlungsgehilfen Leipzig feierte am 7. und 8. November sein lOjähriges Bestehen in schöner einfacher Weise. ?ün Samstag abenb vereinigten sich die Mitglieder mit ihren Angehörigen im Saale des Hotel Einhorn zu einem Familienabend, der mit Tcutz, Gesangsvortragen und einem lustigen Damen-Enscmole in recht froher, angenehmer Weise verlaufen ist. Der Vorsitzende ging bei der Begrüßung- mit kurzen Worten auf die Bestrebungen des Verbandes ein, aus der zu ersehen war, daß der Verband nach Kräften bemüht ist, die soziale und wirtsck>aftliche Lage feiner Mitglieder und damit den ganzen Handlungsgehilfenstand zu heben. Der hiesige Kreisoerein hat sich stets diesen Bestrebungen voll und gans angcschlofsen und wenn die Erwartungen in dieser Richtung auch manchmal erfüllt wurden, so stehl dem gegenüber doch die bedauerliche Tatsache, daß in vielen Fällen eine noch ablehnende Haltung eingenommen wird. Alle gesetzlichen Reformen, wie die v ö l l i g c <5 o n n t a g & ruhe, der allgemeine 8 Uhr-Ladenschluß, seine Mittel 3ui Besserung der sozialen Lage. Der Sonntag brachte einen ÄuSflug nach der Lictngshvhe, der ebenfalls bei reger Beteiligung einen schönen Verlaus hatte und kann der Kreisvcrein Gießen mit dem Gelingen dieses Festes in jeder Weise zufrieden sein. ** Vortrag über elektrische Bahnen. Wie bereits erwähnt wurde, wird der Bürgerverein am Mittwoch, 11. Nov., abends 8V» Uhr in Steins Garten einen Vortrag über elektrische Straßen-, Voll- und Schnellbahnen veranstalten. Das gewählte Thema dürfte besonders für Gießen augenblicklich von aktuellem Interesse sein, da wir ja nach dem bereits vor einiger Zeit gefaßten Stadtverordneten-Besckstuß unmittelbar vor Erbauung der elektrischen Straßelrbahn stehen, die von allen Seiten mit großer Freude begrüßt werden wird. Der Vortrag wird zunächst an Hand zahlreicher Lichtbilder ein Bild der modernen städtischen Straßenbahnanlagen entrollen und im Anschluß daran aus die Anwendung der elektrischen Triebkraft im Gebiete des Vollbahn- und Schnellverkehrs übergehen. Bei dem großen Interesse, das der elektrischen Bahn entgegengebracht wird, durste der Bürgerverein für die Förderung der Bahnfrage durch diesen Vortrag der allseitigen Sympathien der Bürgerschaft sicher sein. ** V. H. C. Ein prächtiger Wintertag begleitete am Sonntag die Mitglieder des V. H. C. Zweigverein Gießen auf ihrer 8. V e r - cinswanderung, die von Friedberg ihren Anfang nahm. Der Weg führte zunächst über den Winterstein, von dessen Holzgerüst man eine schone Aussicht aus friedliche Dörfer und mächtige, noch in allen Farben deS Herbstes prangende Wälder genoß, nach dem Forsthaus Winterstein, das in etwa 2 Stunden erreicht war. Nach eingenommenem Frühstück wurde die Wanderung fortgesetzt und die beiden schön gelegenen Taunusorle Friedriässtal und Cransberg passiert. Namentlich letzteres, das in langgestrecktem Talkessel sich hinzieht, gewährte mit seiner schönen Kirche und den auf mächtigem Felsen sich erlebendem Schlosse von der Höhe herab einen unbeschreiblich hübschen Anblick und wäre wahrlich den Pinsel eines Malers wert. Hinter (Sraneberg begegneten den Wanderern die Mitglieder der beiden Taunusstubs Friedberg und Nauheim, die die Tour in umgekehrter Richtung machten, und mit denen man fröhliche „Frisch auf"-Rufe wechselte. Der weitere Weg führte durch ein lieb» i lickres Tal über Ziegenberg nach dem Forsrhaus »ubettus, einer I un Walde gelegenen, sehr beliebten Sommerftische, wo man sich eine Zeitlang der wohlverdienten Ruhe hingab. Den Schluß/ der Wanderung bildete der Weg durch das idyllische Jsseltal. nach dem 487 Meter hohen Hausberg, der noch manchen Schweif tropfen kostete. Leider ernröglichte cs die inzwischen hcreinge-! brochene Nacht nicht mehr, den dortselbst aufzestellten Aussickts- turm zu benutzen, und begünstigt vom herrlichsten Mondscheiir ging es nunmehr in ziemlich steilem Abstieg über Hausen demj Endziele Butzbach zu, woselbst man bei guter Speise und Trank noch ein gemütliches Stündchen bis zur Heimfahrt verbrachte. ** Der Förderung des Fr aue ntur n ens im Gau Hessen, der hierin die zweite Stelle un Mitlelrheinkccis cinnimmt, aalt die am Sonntag den 8. November in Butzba ch vcran^ taltete Zusammenkunft für Leiter solcher Aoteilungen. Dies meisten derselben hatten sich cingefunbcit. Der Ucbungsplan unter! der Leitung des Gauturnwarts Will-Gießen war aus den ver-i chiedensten, besonders für das Frauenturnen geeigneten Gebietend zusammengcstellt. Er begann mit Drehungen unb Schrittarten, Die in neuerer Zeit zwar mehr in den Hintergrund treten, aber besonders als Zwischenübungcn zu Freiübungen immer ihre Br-! rechtigung behalten werden. Gezeigt wurde dies vom Gauturn- inart an Proben von Frei-, Stab- und Z-enlcnübungen. Auch bifl Schwebekanten eignen sich sehr gut zu solchen Gruppen, wie Günther-Marburg zeigte. Letzteres Gerät ersetzt auch die schwedische Langbcmk bei der Ausführung ton Stüj^ und Rumpfe Übungen, wie durch Beispiele dargetan wurde. Den Stoff für eine Frauenturnstunde entwickelte F i s ch - Butzbach mit^einer An-I zahl Turnerinnen des dortigen Vereins, nmbreub Schüler-, Wetzlar noch eine Anzahl Hebungen an den Schaukelnngeu, einen? für das Frauenturnen sehe zweckmäßigen Gerät, leitete. Bei Den meisten Vorführungen traten die die Mustulatur deS Rumpfes beeinflussenden Hebungen in den Vordergrund, da gerade fici von größter Wichtigkeit für die körperliche Erziehung des iocib»: liehen Geschlechts sind. Hnd nur dann, wenn dies überall ein* gesehen wird, werden die Modetorl-eiten verschwinden, die svz gvotzes Leid in der Frauenwelt anrichien. ** Grundstücksübergang. Das Wohnhaus Wiesen-s straße 4 nebst Werkgebäude und Garten ging aus der Konkursmasse des Richard Fertsch an Herrn Karl Schunck über. Herr Schunck hat auch die beiden Geschäfte aus der Konkursinaffe ermorden. - Eine gefährliche Straße ist die wegen ihrer landschaftlichen Schönheit von Radfahrern und AuSflüglern benutzte Verbindung Dutenhofen-Garbenheim- Wetzlar. Die Straße zieht sich im Zickzackkurs vom Jagd- ichlößchen bis unterhalb deS Garbenheimer Berge? teils links teils rechts der stark überlasteten'Bahnstrecke Gießen—Wetzlap hin und überschreitet nicht weniger als fünf Schranken, eine' Einrichtung, die bei dem hügeligen, bewaldeten Terrain dec Gegend zur größten Vorsicht Veranlaffung gibt. Eine Verlegung deS Weges, um die Eisenbahnübergänge zu ver^ meiden, wäre gar nicht schwierig unb auch nicht kostspielig^ abgesehen davon, daß die Eisenbahn auch die Beamten entlasten würde, die mit der Bedienung der Schranken betraut sind. Vor allem würde aber durch die Regulierung deS Weges die Gefahr für Leben und Gesundheit der Passanten beseitigt. Zwei der Uebergänge, unb zwar die zwischen Dutenhofen und der Blockstation Dorlar gelegenen, werde»! endlich beseitigt, indem nian den zwischen Bahnkörper und Lahn liegenden Verbindungsweg von dec anderen Seite des/ Bahnkörpers verlegt. Die Frage ist gewiß am Platze, warunl hier nicht ganze Arbeit gen'acht wird und nicht auch das Wegstück zwischen Dorlarer Btockstation bis unterhalb deL Garbenheimer Bergs verlegt wird. Uebcrbrückt man bamu auch noch den Bahnkörper für die Straße von Dorlar nach Garbenheim, mag gar keine Schwierigkeiten macht, so roäre jede Gefahr beseitigt. Großen-Linden, 9. lliov. Am SamStag abend hielt der Turnverein bei vollbesetzter Turnhalle sein erstes Winterfest ab. Zwei packende, gut aufgeführte Lustspiele, turnerische Vorführungen zweier Riegen an Reck und Pferd und das lebende Bild „Huldigung an Vater Jahn^ fanden ungeteilten Beifall. Ein von 12 jungen Damen ausgeführtec Blumenreigen erntete wahre Beifallsstürme. Mit einein flotten Tanz endete spät die in jeder Beziehung wohlgelungene Abendunterhaltung. . 8 Lollar, 9. 9tov. Vergangene Nacht wurde hier cux unerhörter Baumfrevel verübt. AlS hcrtte morgen eine der Diciistmägdc der Müller Prey Witwe hier aus dem rund um die Mühle gelegenen Gelände etwas Fuller holen wollte, gewahrte sie, daß eine ganze Anzahl auf dem der Prey Wwe.I gehörenden Acker und Wiesengrund stehender Obstbäume durch! srcvlcrische Weise verunstaltet waren. Beim Nachzählen ergab! cd sich, baß zusammen 18 Obstbäume teils leicht, teils schwev beschädigt sind. Anzeige ist sofort erstattet worben. Von de«i Täter fehlt jede SMr. eh. Grünberg, 9. Nov. Unter Turnverein feierte anfl Samstag unb Sonntag sein 35jähr iges Stiftungsfest unter großer Beteiligung der Bürgerschaft. Am Samstag wurde, mit einem Fcstkommers die Stiftungsfeier eröffnet, bet bei Vor^ trügen des Gesangvereins und glänzenden turnerischen Darbie^ tungen bestens verlief. Die Begrüßung der Festtcilnehrner erfolgte in kurzer markiger Ansprache durch den 1. Sprecher Schröder« worauf der verdienstvolle Ehrenvorsitzende des Vereins K. H. I ö ck c l in seiner Festrede ein Bild der Enüvicklung des VereinÄ gab. Der 1. Sprecher des Männer-Turnvereins Gießen, Rechts^ anmalt Kaufmann überbrachte die Glückwünsche dieses 3ser* eins unb überreichte als Jubiläumsgeschenk einen goldenen Fah7 ncnnageL Die Hauptseier am Sonntag bestand aus einem Kon« zeit der Marburger Jägerkapelle, das turch turnerische Auf^ Führungen eine angenehme AbwechÄung bot. Knaben und Mäd* chen, Damen und Turner wetteiserten miteinander, um den Gasten von hier und auswärts (namentlich die beiden Gießener Turu^ vereine waten gut vertreten) ein schönes Bild der Leistungs* fühigkcit unseres Turnvereins zu bieten. Die Glückwünsche des Turngaues Hessen überbrachte der Gauwrnwart Turnlehrer Will (Gießen), die des Turnvereins Gießen dessen 1. Sprecher Redak-i tcur Heß Meßem. Llm Abend vereinigte dann ein flottcv Ball hauptsächlich bic tanzlustige Jugend. Die ganze Veranstaltung nahm einen der Bedeutung des Festes entsprechenden: würdigen Verlauf. -j- Lauterbach, 8. Nov. Bei gut besetztem Hau? gab gestern abend der Männergcsangoerein Blitzen- rod unter Leitung seines rührigen Dirigenten Lehrer 2)1 inI einen Liederabend zum Besten des Turnha11enbaueL. TaS Programm war sorgfältig zusammengestellt, brachte fast durchweg VoltSlieder und im Volkstöne gehaltene Chöre, gumi größten Teil Silcher'fche Kompositionen. Außerdem bot e5j grobe Abwechselung in Einzelvorträgcn, Cuartciten und In- srrwnentolvorträgen. Schon bei dem Auftrittschor foimtc selbst der Laie die gute Schulung der Sänger erkennen, wobei Vortrag, gute Aussprache und Nuancierung deutlich zum Ausdruck kamen. Tas vom Verein gestellte Doppelquartett war ebenfalls sicher in seinen Leistungen und erntete stets großen Beifall. Herr Frike brachte verschiedene Soli zum Vortrag und mußte sich nach dem ausdrucksvoll gegebenen , Sei gegrüßt, du mein schönes Sorrent* und /Wohlauf, noch getrunken- zu Einlagen verstehen. Auch die Jnstru- mentalvorträge auf Zither und Violine und besonders der vierhändige Klaviervortrag „Ouvertüre zu Tankred- fanden reichen Beifall. Der Schlußchor „Waldesrauschen- bildete die Glanznummer des Abends. Stürmischer Beifall lohnte die Sänger und bewies auch diesmal zur Genüge, daß sich der Verein in seinen Leistungen auf der Höhe besindet. Der zweite Teil des Programms brachte ein Tänzchen. □ Aus der Wetterau, 8. Noo. Eine schwere Arbeit haben die Landwirte in diesem Herbst beim Bestellen der Felder. Infolge der Trockenheit, die seit anfangs September herrscht, sind die Aecker kaum zu pflügen, bei Kleeäckern war dies geradezu unmöglich, so daß sie wohl über Winter liegen bleiben-müssen und der Weizen vielfach erst im Frühjahre gesät werden kann. Auch das Stürzen dei Gärten ist vielfach unmöglich. Nun ist zu der Trockenheit auch noch eine geradezu winterliche Kälte gekommen, das Thermometer ist auf 9—10 Grad Kälte gesunken. Ruhig fließende Bäche beginnen an manchen Stellen zuzufrieren. Der Gärtner bringt' schleunigst die Rosen, deren letzte Blüten und Knospen erfroren sind, in Sicherheit, In den Feldern sind die Zuckerrüben, Dickwurz und Kohlarten vom Froste gedrückt worden, so daß sie schleunigst nach Hause gebracht werden mußten. ? Krofdorf, 8. Nov. Wie sonst nur im Sommer, so macht sich auch jetzt Was ferm an gel beulerkbar. Während viele Pumpen ihre Tätigkeit überhaupt eingestellt haben, spenden andere mtr höchst spärlich das Trinkwasser. Welche schweren Folgen könnten da erst bei einer Feuersbrunst über unfern Ort hereinbrechen? Leider konnte die schon seil Fahren für Krofdorf-Gleiberg so eifrig betriebene Quellwasser- versorgung bisher nicht zur Ausführung gebracht werden. Auch die jüngsten Schürfungen im oberen ^Dünsbergs- gründ", in der Nähe von Fcankenbach, haben bis jetzt zu keinem günstigen Ergebnis geführt und sind vorläusig wieder eingestellt worden. v. Bieber b. Rodheim, 8. Nov. Der Turnverein trifft bereits Vorkehrungen für das nächstjährige Bund esse st des Lahn-Dünsberg-Turnerbund es. 8 Marburg, 9. Noo. Auch in diesem Semester haben sich zu den heute beginnenden studentischen Unter» richtskursen für Arbeiter und kleine Beamte zahlreiche Teilnehmer gemeldet. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Bei der Poslhilsstelle in Ilsdorf ist eine Telegraphen an st alt nut össemlrcher Fernsprechstelle und UnlaiimeldesteUe eingerichtet worden. — Im Aller uon 72 Jahren starb in Frankfurt a. Ai. Jean Drill, cm bekannter Demokrat. — In Creuzthal wurde ein Arbeiter von ab- stürzenden Erdmassen getötet. — InKirchen wurde bei einem Wirlshausstreit der Bergmann Nolben e r st o ch e n. Universitäts-Nachrichten. , hc. Zu wissenschaftlichen Unternehmungen hat die preußische Mademie der Wissensäiaften bewilligt: durch die philosophisch- historiscl)« Klasse: dem o. Professor und Direktor des Seminars für osteuropäische Geschichte und Landeskunde an der Berliner llniberfität, Dr. Theodor Schiemann, zur Fortsetzung seiner Studien über die Geschichte Rußlands unter Kaiser Nikolaus I. 1000 Mk.; dem Bibliothekar an der Königlichen Bibliothek, Prozessor Dr. Phil. Oskar Mann in Berlin, zur Drucklegung des Bandes IV, 3, 2 seiner Kurdisch-Persischen Forschungen 2000 Mark; dem Privatdozenten für praktische Theologie an der Universität Gießen, Lrc. theol. Paul G l a u c, zu einer Studienreise nach Rom zur Fortführung seiner Arbeiten über die griechisch. Evangelien-Borlesebücher 1000 Mk. und dem Oberlehrer Dr. F a h - in Frankfurt a. M. zu einem Aufenthalt in Paris behufs Kollationierung des Papyrus Minraut Nr. 2391 des Louvre 300 ?Nark. Durch die physikalisch-mathematische Klasse: dem ord. Honorarprofessor und Borsteher der mikroskopisck>-bwlogischen Abteilung am Berliner physiologischen Universitätsinstitut, Geh. Medizinalrat Dr. Gustav Fritsch, zur Herausgabe eines Werkes über die Area centralis der menschlichen Netzhaut 2000 Mk.; dem a. o. Professor und Abteilungsvorsteher am chemischen Institut in Breslau, Dr. Richard Abegg, zur Beschaffung einer größeren Menge von Gallium und zur physikalisch-chemisckfen Untersuchung dieses Elements 2500 Mk.; dem Dozenten für Physik, Professor Dr. Johannes Stark in Greifswald, zu Untersuchungen über die Lichtemission der Kanalstrahlen zu den ihm im Dorjahre bewilligten 2000 Mk. noch 142.50 Mk. und Dr. Oskar in Wen- dischÄuchholz zu Temperatur-Experimenten mit poikilothermen Tieren und Pflanzen 500 Mk. Sport. = Fußball. Tie Verbandsipiele im 8. Bezirk nahmen am Sonntag ihren Forlgang. Tie erste Mannschaft des Gießener Fußballklubs von 190 0 gewann das angesetzte Spiel gegeii Marburg I kampflos, da deren Mannscha't kurz vor dem Spiel zurücktrat. Die 2 Mannfchail dagegen mußte sich der 2. Mann- fchait des Marburger Fußballklubs mit o: 1 beugen. Die junge hiesige Mannschaft, die gegen die kräilige Marburger Mannjchaü einen harten Stand hatte, hielt sich sehr wacker. — Am 1. Noo. sanden die ersten Vorspiele um den vom deutschen Kronprinzen gestifteten Wander - Pokal statt. Es spielten die repräsentativen Mannschaften von Süddeiitschland gegen Norddeutschlaud in Leipzig und vo,l Westdeutschland gegeti Mitteldeutschland in Braunschweig. Sieger blieben Noiddeutschland mit 5:2 Toren und Mitteldeutschland nut 2:0 Toren. Außer Süddeutschland stellten die einzelnen Verbände ihre besten Kräile. x 'L a u b a ch, 9. Nov. Gestern iand von 3—5 Uhr ein Wettkampf im Fußballspiel zwischen Schüler n der Oberrealschule ans Alsfeld unb solchen des hiesigen Gymnasiums statt. Von ersterer waren 11 und 2 Ersatzmänner er» schienen, detien die gleiche Zahl Gyniiiasiasten gege, überstanden. Es kanien 3 Spiele zu Staiive, das Resultat war Alsfeld 0:3, Latckach 0. Letztere waren mehrmals nahe daran, die Tore zu erreichen, wurden aber jedesnial durch starke Deckung der Alsfelder von der Erreichinig zurückgehalten. Luftschiffahrt. Dev Kaiser wird zur Besichtigung des Zeppelinschen Ballon Zerrte mittag von Donaueschingen m Manzell eintreffen. In Friedrichshafen verläßt der Kaiser den Zug und begibt sich sofort zur Ballonhalle. Der Ausstieg mü dem i aiser dürfte um 2 Uhr erfolgen. Nachdem die Fahrt beendet ist, wird der Kaiser aus einem bereit stehenden Dampfer ned bem Hasen fahren unb sich von dort nach dem Stadliml nl sic be'n, u m wo Dk Rückfahrt nach Donaueschingen mittelst Extrazuge • erfolg!. Die Gründungeincr Motor-Lu f tja; iffahrt-Äe- iellschaf t Üt in Elo-evseld in einer ton zahlreichen Luftschijjern unter Leitung des beLmnten Aeronauten Oskar Erbslöh abgc^ halteneil Versammlung beschlossen worden. Tic_ Gesellschaft soll Den Zweck verfolgen, die Mororluftschifsahrt zu fördern undRurch die Erbauung eines Luftschiffes die letzten Erfolge des Motorluftschiffes für Sportzwecke dienbar zu machen. Tie endgültige Konstruierung der Gesellschaft soll in einer in 4 Wochen stattfindenden Versammlung erfolgen. Zeppelin beim Nasser. Der Kaiser hat sich über bie Vorführung des Zepyelinschen Luftschiffes und über dessen vorzügliche Manöver in hochtobenden Worten ausgesprochen.^ Graf Zeppelin und Prof. H e r g e j e 11 kehrten am Sonntag abend aus Donaueschingen, wohin sie zum Kaiser befohlen nxrren, zurück. Wie berichtet wird, ist der Empfang, den Graf Zeppelin dort fand, ganz besonders herzlich gewesen. Der Kaiser sprach sich voll Bewunderung über die Leistungen des Luftschiffes aus, die den Wert des starren Systems klar machen müssen. Besondere Befriedigung äußerte der Kaiser über die Pünktlichkeit, mit der Zeppelin sein Programm durchgeführt Ifobe. Es sei dtzm Kaiser eine außerordentliche Freude gewesen, seinen Sohn in der Gondel des majestätisch dahinfliegcn- üen Schiffes zu wissen. Nach der Audienz, die bem Grafen Zeppelin außerordentliche Eyrungen brachte, ließ der Kaiser sich mit diesem zusammen auf der Schloßterrasse ptotvgraphieren. — Am Tag vorher hatte der Kaiser folgendes Telegramm an Zeppelin gesandt : „lieber die eigenartige Begrüßung, die Ew. Exzellenz mir foeben bei meiner Ankunft in Donaueschingen haben zu teil werden lassen, habe ich mich ganz besonders gefreut und spreche ich Ihnen dafür meinen aufrichtigen Dank aus.. Ich bewundere Den ruhigen und sicheren Flug Ihres eigenartigen Luftschiffes und beglückwünsche Sie zu Der erstaunlichen Präzision, mit der Sie ba^^e^be hierher zu steuern vermocht haben. Indem ich mich Darauf freue, Sie mu> Professor tzergesell morgen hier persönlich begrüßen zu dürfen, und Ihnen meinen Beifall für Ihre vorzügliche Leistung mündlich wiederholen zu können, nüinfdjc ich Ihnen und Ihren Mitreisenden eine glückliche Heimfahrt an den Bodensee." — Nach einer Meldung aus Donaueschingen, trifft Der Kaiser voraussichtlich heute nachmittag in Friedrichshafen ein. Ob bei der gegenwärtigen stürmischen Witterung ein Aufstieg Des Kaisers im Zeppelinschen Luftschiff ffcattfinDct, ist fraglich. vermischtes. * Diejenigen, die nickt alle werden. Mit raffinierten Tricks arbeitet eine russische Vetrügerbande, die ihren Sitz anscheinelü» in Wilna hat. Die Russen wenden sich, so lesen wir im Verl. Tgbl., an reicye Deutsche, klagen über die Unsicherheit von Geld und Gut in Rußland und teilen mit, daß sie beabsichtigen, ihr Gold nach Deutschland auszuführen. Tas sei zwar verboten, da aber der Gouverneur seine Hand im Spiel habe, so habe sich ein gangbarer Weg gefunden. Das Gold werde gemünzt und solle mit deutschem Papiergeld bezahlt werden. Der „Ausführer" erhalte 50 v. H. der ausgeführten Summe. Ein Herr aus der Provinz ging auf das verlockende Geschäft ein und fuhr nach Wtttra. In der persönlichen Unterhaltung wußten ihm die Russen ihre Absichten so llar darzustellen, daß sie ihm ohne weiteres einleuchteten. Die Herren wollten ihr Kapital, das ihnen in der Heimat gefährdet schien, nach und nach flüssig machen, es nach Deutschland schassen und dann dorthin auswandern, da sie in Rußland auch ihres Lebens nicht sicher sciert. Sie zeigten dem Deutschen viel Geld, packten dann eine Tasche doll Rollen, händigten ihm die Tasche aus, brachten ihn auf die Bahn und wünschten ihm gute Reise. Als der deutsche Kaufmann zu Hause die Rollen aufmachte, stellte es sich heraus, oaß ihr Inhalt nicht Gold, sondern Blei war. Der „Aus- rüIjDer", der mit deutschem Papier bezahlt und 50 v. H. gleich abgezogen hatte, war um 100 000 Mark geschädigt. * Die überflüssige Feuerspritze. Aus Amerika kommt eine Kunde, daß man dort allen Ernstes daran geht, die Feuerspritze gänzlich abzuschaffen. In Newyork bat man nämlich eine Zentral-Pumpstation errichtet, von der aus unterirdische Nöyren nach allen Teilen der Stadt gehen. Bricht ein Feuer aus, so können die Schläuche mit diesen Röhren an verschiedenen Stellen des FahrdarnrneS in Verbindung gebracht werden, wodurch die Feuerspritze überflüssig wird, da die Zentral-Pumpstation die Triebkraft liefert. Dieses System hat bereits feine Feuerprobe glänzend bestanden. In der dicht bevölkerten, engen Franklin Street brannte ein fünfstöckiges Fabrikgebäude. Es wurden fünf Schläuche angelegt, und sofort schoß das Wasser 225 Fuß hoch in bie Lust; das heißt, der Druck zeigte sich als dreimal so stark wie bei der üblichen Feuer,pritzc. In fünfzehn Minuten war das Feuer mit Hilfe der fünf Schläuche gelöscht, wahrend unter dem alten System mindestens zwanzig Schläuche nötig gewesen mären. Im ganzen sind bis jetzt 65 Meilen unterirdische Röhren gelegt und an zwei Pumpstationen verbunden. Bon jetzt an werdet! auf das Feuersignal nur bie Schlauch- und Leiterwagen mobil gemacht. * VonRechtsweaen. „Auf Lern Plakat stand in deutscher, französischer und englischer Sprache, daß im Museum nicht geraucht werden darf. Da Sic nun nach eigenem Eingeständnis diese drei Sprockien beherrschen, haben Sic sich auch einer dreifachen Ucbertoetung schuldig gemacht und sind für jede mit drei Mark = neun Mark Strafe zu belegen I" A. d. „Fliegend." * Schön gesagt. Kamerad: „Wie loeit bist du jetzt bei deiner Köchin?" — Grenadier: ,^Jch stehe an der Schwelle der ersten Blutwurst!" Kleine Tageschronik. Starke Schneefälle werden aus ganz Ungarn, Kroatien, Slavonien und aus dem französischen Jura gemeldet. E t n Unwetter, das 48 Stunden anhielt, hat in der Umgebung von 9lom großen Schaden angerichlet. An der P e st sind tu Liverpool 2 wettere Personen erkrankt. Gclbsiesichtqe blaue 0 uo—u.oo, rote 3 öO-O.UO, weiße 3.70-0 00. Krefeld: Rote Tober - f. Ü00—0.00, andere rote Sorten 0.00 - 0.00, Maamnn boiutm 2.60—2.80, weiße runde 0.00—0.00, Gelbsseisckuge blaue 2.50—2.70,^ rote 2.60—2.80. Saffig: Rote Daber 0.00—0.00, andere rote Sorten 3.00 - 0.00, Magnnm bouiim 2.80—0.00, weiße runde 0.00-0.00. Gelbfleischige, blaue 2.6u bis 0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0 00—0.00. Saarlouis: Role Daber 0.00-0.00, andere rote Sorten 2.40—0 00, Magnnm boniun 0.00—0.00, weiße runde 2.40—0.00. Gclbfleischige, blaue 0.00 bis 0 00, rote 0.00—0.00, weiße 0.00-0 00 Frankenthal (Pfalz); Rote Sorten 2.00- 0.00, "Magnnm bomun 2.00—0.00, weiße runde 1.90 — 0.00, Gelbfleijchige blaue 2.75—0.00, rote 2.75-0.00, weiße 2.75-0.00. Kempe n: Role Daber 0.00 - 0.00, andere rote Sorten 3 20—0.00, Magnnm bonuin 2.50—0.00, weiße runde 00.00 - 0.00, Gelbfleischige blaue 2.50.—0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0.00 - .00 (Alles per 50 Kgr.) OO. Frankfurt, 9 Nov. Am Mittwoch, 18. Nov. d. I., fällt des Buß- und Bellages ivcgen der S ch w e i n e in a r f t aus. (c. Fran'iur! a. M., 9. Nov. Heu- und Strohmarkt. Angefahren waren 12 Wagen Heu und 2 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.00—3.60, für Slroh 'Mk. 2.60-2.70.' Maschinenstroh fehlte. Die Zufuhr war aus beit Kreisen Dieburg, Büdingen und Hanail. Tendenz fest. '-- JJ— SB Nric stiften Oer ilcOaftion« Nach Daubriugeu. Anonyme Emjeudungett werden nicht aufgenommen. äJieteornlOfltfrtie rLZeoU.rchrnngeu der Station Gießen. November 1908 Barometer nui 0° reduziert iemperaiuv der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 9. 2” 744,6 4-2,8 5.4 96 ENE 4 Klarer Himmel! 1 9. 9U 747,0 -1,9 3,0 76 E 4 10. 7" 749,5 -7,3 2,4 92 NE 2 ■ • Hoch Nied te Ten rigste iperatu c am 8.-9. 8.-9. Nov. Nov. = + 2,9 6 C. 5,2 w C. Gießener Wetterdienst. BoranHsichtliche Witterung für Hesieu am Mittwoch bett, 11. November: Strenger Frost. Heiler unb trocken. Starke oft-, liehe Winde. VrrgLnaL-DrahtmelOungerr. Paris, 10. Nov. Petit Parisien meldet, daß die franzö^ sische Regierung vorige Woche zwei verschiedene Formeln jur1 Regelung des Zwischenfalles von Easablanca in Vorschlag ge* bracht habe. In der ersten Formel wurde zur Unterbreitung der Angelegenheit vor dem Schiedsgericht unter dem gleichzeitigen Bedauern beider Regierungen angeregt, wegen! oer Tätlichkeiten, zu denen cs in Casablanca gekommen war.! In der zweiten Formel wurde der Wunsch ausgedrückt, daß ein sp^iellcs Bedauern seitens beider Negierungen über die Haltung ihrer Vertreter ausgesprock)en wurde für Den Fall, daß das Scksieds- gcridjt ihr Vorgehen als übertrieben bezeichnen würde. Deutschland ersuchte hierauf die Verschmelzung beider Wortlaute tor^ zunehmen mit einer kleinen Aenderung in dem Sinne, daß cs sich um umtergeorhnete Beamte handle. Clernenceau erklärte, baß Deutschlands Vorschlag annehmbar sei, und erteilte noch gi'ftxm abend dahingehende Instruktionen. Somit wäre einEinvernehmcncrreicht. Konstantinopel, 10. Nov. Bulgarien hat die Sep- temberrate des ostrumelischcn Tributs bezahlt, ba die Unabhängigkcitscrklärung erst am 5. Oktober erfolgt ift das neue auf elektrischem Wege hergestellte Eisenpräparat,ein von ärztlichen Autoritäten glänzend begutachtetes Bel BleichsuchtJ Blutarmut Appetitlosigkeit Nervosität gebrauche man sofort Kräftigungsmittel OHglnalfiaschen: Mk. 1,75 o Mk. 3,— in den Apolheken erhältlich.______ , General.Depot (ur Deutschland: Dr. Wasserzug, Frankfurt aJM., Theaterplatz l. Lamstag den 14. November d. IS. ftudet em Verkaufstag I. K. H. der Großherzogin im Ztesidenz - Schloß Darmstadt zu Gunsten armer Lungenkranken und tuberkulöser Personen des Grobherzogtums statt. [D10?1 Beginn 3 Uhr nachm. Ende 9 Uhr abends. Eintritt 1 Mk. Handel. Zu den Schwierigkeiten in Mainz. Die Schwierigkeiten beim Bankhaus Gebr. Oppenheim können durch die llcbernahme desselben vom Banll^aus Bamberger il Co. als behoben bezeichnet werden. Ermöglicht wurde diele Fusionstransaktion nach der „Franks. Ztg." einmal dadurch, daß zur Deckung der bilanzmäßigen Verluste sich Verwandte der Inhaber des Hauses Gebr. Oppenl)eim haben bereit finden lassen, und weiter dadurch, daß die Distontogesellsck>ast zu Berlin dem Hause Bamberger u. Co. den finanziellen Rückhalt für die Uebernahme gewährte. Durch dieies rechtzeitige Eingreifen wurde vor allem vermieden, daß die Krisis wettere Kreise zog, was leickst hätte geschehen können, und dann hat dadurch zum erstenmal eine Berliner Großbank in Mainz festen Fuß gefaßt. Man glaubt aber immerhin, daß die Beteiligung der Diskontogesellschast nur ein Interimistikum ist, eine Stufe zur weiteren Entwicklung. Es soll nämlich die Absicht bestehen, nunmehr die Bankhäuser Bamberger il Co., Gebr. Oppenheim unter Mitwirkung der Diskontogesellschaft in eine Aktienbank umzuwandeln. Möglich ist auch, daß die Diskontogesellsckmst unter Uebernahme der beiden Firmen vielleickst eine eigene Niederlassung in Mainz errichten wird. Märkte. — Kartoffelmarki-De richt vom 9. November 1908. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 1.65-1.75, Magnnm bonuin 2.2o—2.3o, weiße runde 1.75—1.85, Gelbfteischige, blaue, 2.25 bis 2.30, weiße 0.00—O.00. Frankfurt a. M.: Role Sorte Alk. 1.80—0.00, Macnuim bonnni 2.25-0.00, weiße runde 1 80 - 0.00 Ge bslerschme,blaue,2.25 - 0.00, weiße 2.50. Wiesbaden: Magnmn von m 0.00—0 00, Gelbflesichige rote u.OO, weiße 0.00. M a n n- h e i in: Magnmn bonurn Mk. 2.30—2 40, ,veiße runde 0.00, (Selb- füischi e blaue, 3.00 bis 3.10, tote 0.00—0.00. Köln: Rote Daber 2.40—2.50, Magnmn boiutm 2.60 - 2.75, weiße runde 2.00, (Selbfleifd)ige blaue 2.55—2 75, rote 4 35—0.00, weiße 3.25 - 0 00. Dortmund: Rote Daber 0.00 - 0.00, andere roie Sorten 0.U0 bis 0.00, äJiagnum bonuin 2.65— 0.00, weiße runde 0.00—0.00, Ksittiimtmachung. Betr.: Scharffchießen. \ In der Zeit vom 16. bis 21. November beabsichtigt das Jnsantcric-Regüuent Kaiser Wilhelm Nr. 116 Schieße Übungen mit fcharsen Patronen in dem von den Orten Mainzlar, Treis a. d. Lumoa, A l l e n D o r j a. d. Lumda, Fortbach, Hassenhausen, Sichertshausen, Friede l h a u s e n und Staufenberg begrenztem Gelände abzuhalten und dasselbe zu diesem Zweck mit Posten abzusperren. Geschossen wird an allen Tagen von 9 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags. Die allgemeine Schußrichtung läuft von Staufenberg nach Fortbach. Die Straßen Mainzlar-Allendorf a. ix Lumda und Lollar-Bellnhausen-Hachborn sind ungefährdet. Die Großh. Buraermeistcreien der in Betracht kommenden^ Gemeinden unseres Kreises werden beauftragt, vorstehende Bekanntmachung mit dem Anfügen zur allgemeinen Kenntnis zu bringen, daß an den betreffenden Tagen keine Holzarbctter und Holzfarnrnler sich in den gefährdeten Waldungen aufhatten dürfen, Gießen, den 10. November 1908. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Welcker. Bekanntmachung. In den nächslcu 8 Tagen sollen die Rattcu in den s1ädti-> schon Kanälen und Wasserläufen durch Gift getötet werden. Um eine durchgreifende Wirkung zu erzielen, ift es erforderlich, daß alle Besitzer der im Stadtgebiet liegenden Hausgrundstücke für gleichmäßige Vertilgung der Ratten in ihrer Kanälen, Sink- kästen unb Höfen ustv. sorgen. Die Besitzer von Haustieren, Geflügel ufro. werden hiervon unter der Aufforderung in Kenntnis gefetzt, solche Tiere von Den gefährdeten Stellen fern zu hatten, da leitens der Stabt etwaige SchabenSersatzanfprüche abgelehnt werben- Gießen, den 9. ilioocmbcr 1908. G.roßherzogli.che Bürgermeisterei Gießen. Mecnm- Herrn Stiftspfar Jeder behauptet Danksagung 6552 teils Reiscmuster, 6549 unserem schweren ;eb. Klingelhöffer Giessen, November 1908 6545 [6492 Eine komplette Es wird dasselbe unter meinem Namen weiter. dieses Fach Hnschlagenden Arbeiten halte Für alle in 6548 Giessen, den 10. November 1908 6555 Antonie Hoffmann Amalie Hoffmann aufgelöst ist. geführt. Heros Lampe Petroleum - Glüblicht billig zu verkauf. Schanzenstr. 121. Die Beerdigung findet Donnerstag den IZ. November, nachmittags 3 Uhr statt. sein Fabrikat sei das Beste. Die zahllosen freiwilligen Anerkennungen aus aller Herren Länder führen jedoch den Beweis,daß Erdal- Schuhcreme in seiner Güte einzig auf der Welt dasteht Lieh, den 9. November 1908 Danksagung. Für die uns bewiesene Teilnahme bei Verluste danken herzlich in seinem 68. Lebensjahr heute morgen 9 Uhr durch einen sanften Tod in sein himmlisches Reich abzurufen Bause Z Natten vertilgt licher,Es ichmeckt prächtig. P. 50,100P,. AÜemverk. Pclikan-'Avotiiekc, Äreuzolatz 2. rnelsterei-Bureau zur Einsicht offen. Beuern, 10. November 1908. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Walther. _____ Habe noch 6—8 Zentner [6519 Ta£el-Qöst I (Goldparmäne u. Graurcuette) abLUgeben. Pb. Lcbudt, , , Hoigut Loudori b. Gieren. Johanna Schm all geb. Herbert und Familie. Tod.es - Anzeige. Es hat Gott gefallen, meinen lieben, treuen Mann, unseren Vater, Bruder und Schwiegervater Für die so überaus herzliche Teilnahme bei dem Heim- g?ng unseres heissgeliebten, unvergesslichen Gatten, Vaters, Bruders, Grossvaters, Schwiegervaters, Schwagers uud Onkels allen unseren innigsten, tiefgefühltesten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Marie Weber, geb. Kayser und Kinder Einem geschätzten Publikum, sowie unserer werten Kundschaft die ergebene Mitteilung, daß unser gemeinschaftliches Weißbinder - Geschäft von Culer & Pfaff bestens empfohlen. [0938' Prompte und reelle Bedienung wird zugesichcrt. Wilhelm Pfaff, ÄLiser-Nck 38. Bekanntmachung. Der Borauschlag der Gemeinde Beuern pro 1909 Rj. liegt vom 12. ds. Mts. ab acht Tage lang auf dem Bürger- GeseWst für W- uni) Mkerkirnde Zweiter Vortrag Montag den 16. November, 8V< Uhr in der großen ?tuta der Universität: Herr Pfarrer Lic. Dr. Schwarzlose Bulgarien, Land n. Leute. Nach eigener Studienreise geschildert. Mit Lichtbildern. Jahresbeitrag für Mitglieder u. deren direkte JamiUml angehörige Mk. 4 - Ncnaumclduuaen bet der Bank für Sandel u. Industrie. Eintrittspreis f. Ntchtmrtgltcder Mk. 1.— für Studierende Ntk. 050. Karten üiib m der Nuker'schen Unm.' Buchhandlung und bei Herrn A. Frees, Hofbuch Handlung, $u haben. Jahreskarten für Studierende auf sämtliche Lortrage Mk. LoO smd bei dem Hausverwalter des Kollegiengebäudes au hoben. Mitglieds- und Eintrittskarten sind am Eingänge zur Aula vorzuzeigen.__________________________ v10/11 Kuranstalt Michelstadt 1. Odenwald. San.-Bat Dr. Gigglbergcr Winierkuren für Nervöse, Blutarme. Rheumatiker» Erholangs* bedürft ise- ______/u Submission. Die Füllung des Eiskellers in den medizmischen_ und Frauenkliniken zu Gießen soll auf dem öffentlichen L-ubmlssionS- wege vergeben wer en. Die Lieferungsbedingungen können auf dem VerwaltungS- bureau genannter Anstalt nachmittags von 3—5 Uhr emge- sehen werden. Offerten sind mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen bis zuin Eröffnungslermin Montag den 16. November 1908, nachmittags 4 Uhr emzurelchen. Zfischlag erfolgt bis zum 19. November 1908. Gießen, den 9. 9tovember 1908. Großh. Verwattungsdlreklion der medizinischell u.Frauenkliniken. Rio, Bort. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Lame- xaden von dem Ableben unseres lieben Kameraden Martin Nagel geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet am Mittwoch den 1L b§. Th§.. nachmittags 3'/, LUjr, von der MapcUe des neuen Friedhofes auö statt. — Zusammenkunft nachm. 3 Uhr bei Llamerad Kremer. _ a /u Tas Kommando Wacker Wiegandt. Donnerstag den 19. Novemver 1908, .iachunuags 3 Uhr, lassen die Erben Sam. Pascoe die ihnen gehörigen Grundstücke dec Gemarkung Gießen Flur 5 Nr. 2995/10 — 48 qm Hofrette am Seltersberg links der Chaussee 5 f 300 = 927 qm Hofrette daselbst * 5 299 = 1272 qm Grabgarten daselbst * 5 * 301 = 1337 qm Grasgarten daselbst öffentlich meistbietend freiwillig erbiettungshalber versteigern. Die Grundstücke bestehen aus einer herrschaftlichen, m bestem Zustand beft..dl,chen Billa, zweistöckig, mit Aiansarde und zwei sehr schön angelegten Zier- und Gemüsegärten mit Obstanlagen. Die Gärten sind Bauplätze. Jede Parzelle stößt auf die Franlsurter Straße und ist in schönster Lage GießenS gelegen. Gießen, den 2. November 1908. B*/u Großh. Octsgerlcht Gießen. Gros. „Geges kalte Füsse“ ist der beste Schatz a7/u :: das Tragen von :: taeelta ta-Äpta In allen Grössen für Damen u. Herren Paar 25 Piff. 1. Salomon & Cie. Gtlcgenhcits-Kauf. Ein großer Posten J)a»n- ui Kind«-Wäsche Hochfeines, dreiteilig. Billard- X2.ucuc preiswert abzugeven. üti3Z7j__________Seltersweg 5ti, II. 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