M Nr. 108 Zweites Blatt Grfcheint tSgkch mit Ausnahme des Sonntags. 158. Jahrgang DK „Gießener KamlNenblStter" werden dem „Anzeiger" otermal wöchentlich beigelegt, das „Krelsblati für den Kreis Gießen" zweimal wöchenUich. Die Landwirtschaftlichen Zeit« fragen" erscheinen monatlich zweimal. Freitag 8. Mai 1008 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schn» Unwersitäts - Buch- und Sleindruckerei. R. Lange. Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 5L RedakusnrSrE' TLl-oidruAnzeigerGießen. Stimmungsbild aus dem Neichstage. ... . „ ,p Berlin, 7. Mai. Und der Herr Präsident besah das Werk, und siehe da, es war sehr gut! Aus die Tagesordnung der heutigen Sitzung hatte er eine lange Liste gesetzt, die mit Ausnahme des Etats und der großen vor Ostern erledigten Blockgesetze nahezu alle Arbeiten enthielt, die dem Reichstag in dieser Tagung bisher gestellt waren, und die er heute durch Beschlüsse dritter Lesung frönen sollte 21 Punkte standen auf der Tagesordnung, dritte Lesungen hochwichtiger Gesetze, und in wenig mehr als zwei Lormiltagsslunden war alles erledigt. Mit Automobilgeschwindigkeit raste die Verhandlung vorwärts. Die Abgeordneteir sanden faum Zeit, sich von der Abstimmung über das eine Gesetz zu setzen, da sie der Präsideiit sofort zu der neuen Abstimmung aniries. Rur bei der Al ü nz n o o e l l e gab es einen Aufenthalt. Herr S y d o w erhob sich zu der Erklärung, daß die Mehrheit des Bundesrats ein Bedürfnis nach dem Dreimarkstück nicht anexfenncn könne. Er sagte es gleichmütig ohne Schärfe und ohne die Drohung, die man noch gestern und vorgestern bei den Teuerungszulagen und der Forderung der Hand- lungsgehilsen gehört hatte. Aber seine Worte zündeten wie ein Funke im Pulverfaß. Hellauf brauste die Entrüstung auf der Rechten und Herr v. Gainp sprach wie der wildeste Revolutionär gegen die Regierung. Ja, er sorderte fast ein Dreiklassenwahlrechl für den Bundesrat, er wollte dessen Stimmen nicht gezählt, sondern gewogen haben. Im wogenden Lärm gingen die Worte der Gegner und der Freunde des Talers unter. Alan jubelte Herrn Ledcbour zu, als er sich als Regierungspartei konstituierte, uni) stimmte dann in gehobener Ferienstimmung den Slutrag der Freisinnigen nieder, l- has Dreimarkstück aus dem Gesetz wieder entfernen wollten. — loch ’ne kleine Pause zwischen den Abstimmungen zur Ehren- e t i " g der P e n s io n s k a s s e>i uon Krupp un d u i e in e n 5 - Schuckert und dann verlas Herr v. B e t h >ii a n n- vo. als Stellvertreter des Reichskanzlers die kaiserliche Lertagm .rdre, und nach den üblichen Tankesworten und dem Kaiserhoch eilte man mit der Reisehandtasche durch die Frühlingssonne des Tiergartens zu den Bahnhöfen. Ans Stadt und Land. Gießen, 8. Mai 1908. Aus der Sitzung der Stadtverorduetcn. Die dritte Sitzung unserer Stadtvätcr innerhalb 8 Tagen sand gestern statt und zwar wiedecunl mit einer recht umfangreichen Tagesordnung. Am Anfang gab es freilich nur Kleinkram, der nicht lange aufhielt und hüt erfreulicher Ein- flimmigkelt erledigt wurde. Zu dem Erfreulichen gehörte vor ollem die Ablehnung eines Angebots vom 2. Bataillon, die Weißbinderarbeitcn in der städtischen Kaserne selbst ausführen zu wollen und zwar zu erheblich niedrigeren als ien hier üblichen Preisen. Das ist eine Mittelstandspolitik, die wohl jedermann billigen wird. Nachdem noch die Ab- laltung des diesjährigen Zug endfestes auf den 23. Juli feftgelegt worden war, wurde zur Beratung des Vcr- vnschlags übergegangen, dec in etwa zweistündiger Be- fvcechung erledigt wurde. Es spricht für die umsichtige lttatsgestaltung durch die Bürgermeisterei, daß er fast un» rcrändert nach den Beschlüssen dec Finanzkommission erledigt Bvurde und daß es fast nirgends zu Meinungsverschiedenheiten lam. lieber den Etat an sich ivucde recht wenig gesprochen, sondern meist nur Wünsche und Anregungen bei den einzelnen Titeln geäußert. Eine grundsätzliche Frage ec- erterte Beig. Georgi, der die im Jahre 1907 entstandenen Mindereinnahinen bei den Kanalgebühren und bem Umsatzstempel, die durch die verspätete ministerielle Genehmigung der beiden Ortsstatute entstanden sind, nicht auf 'den jetzigen Etat übertragen haben ivollte, schließlich aber doch damit zufrieden war, da trotz dieser 42 000 Mk. keine Aeuererhöhung einzutreten braucht. Bon der von der Negierung empfohlenen Ansammlung des Ertrages des Umsatz- siempels, der dann gewissermaßen als Ausgleichsfonds bei dein Fortfall des Oktrois auf Lebensmittel im Jahre 1910 dienen sollte, wurde abgesehen. Man will den Ertrag zur vermehrten Schuldentilgung verwenden und glaubt so den Zweck, die städtischen Finanzen zu verbessern, nachdrücklicher zu erreichen. Lebhaft wurde es eigentlich bloß, als Stadtv. Krümm die jetzige Entlohnung der städtischen Arbeiter »ach ihren Leistungen kritisierte. Sehr heiter ging es bei der Beratung der Straßenreinigung zu, wo die Belästigungen «durch die Hlinde und Wunsche nach Bedürfnisanstalten ver- Aleines FeußUetorr. — Bon derHohkönigsburg. Aus Straßburg i. E. rslrb uns geschrieben: Wer die Hohkönigsburg besuchen will, hl am besten, in Schlettftadt anszusteigen. Bon Schlellsiadt fährt man mit der Markircher Nebenbahn in etwa 20 Minuten zur Station Wanzel, von wo ans zwei hex-rliche Waldwege m l1/, Stunden zur Höhe führen. In diesem srühlingsgrünen Walde ist jetzt das Landern ein Genuß. Als ich dieser Tage schweigend ans dem Sriin der Bäume trat, stand vor mir ein kleiner, beweglicher, zierlicher Mann mit luftigen braunen Augen und braunem kurzen loUbart, den Kodak auf 'die Burg droben gerichtet: B o d o E b • foarbt. Gern gab er Rede und Antwort, als ich nur von iilm Auskunft über sein Werk erbat. Die erste Frage ist natürlich: Oas ist von den Meldungen über die Straßburger Hohköiugs- t>urg-Plakette und der' Einstellung der Restanrierungsaxbeiten zu hallen? --Seine Antwort: Nichts. Tie Plakette Halle ich, auch nachdem ich sie gesehen habe, nicht für ursprünglich. Berücksichtigen Sie, daß alle bisher beigebrachten Karten und Plane den in Rede stehenden Turm viereckig zeigen, daß die 26 Nieter Hohen SRefte des Bergfrieds durchaus viereckig gehalten lind und Cie itetben mit mir der Meimmg fein, daß die den runden -türm i rwi-rp schiedenen Stadtvätern Gelegenheit zu drastisch vorgetrageuen Klagen boten. Die Abschlußzahlen des Voranschlags — 2 124 496,78 Mk. in der Betriebs- und 2 707 344,65 Mk. in der Vermögensrechnung — sowie der seitherige Steuerausschlag von 120 Proz. und der 1 196 842,33 Mk. betragende Anleihebedarf erfuhren keine Veränderung. * '* Verwaltungsgerichtshof. S. K. H. der Großherzog haben den Oberlandesgerichtsrat bei dem Obec- landesgericht H. Becker für die Tauer deL dermalen von ihm bekleideten Amtes 511m Mitglied deS Verwaltungsgerichtshofs ernannt. ** Landes Hypotheken bank. S. K. H. der Groß- herzog haben den Llsfiftenten bei der Landeshypothekenbank, Hugo Ploch zu Darmstadt zum Hilssbeamten deS Staatskommissärs bei dieser Bank mit dem Amtstitel „Revisor" ernannt und den Finanzamtmann Di. Ferd. Weyl zu Darmstadt auf fein Nachsuchen aus dem Dienst bei der Landes- Hypothekenbank entlassen. ** Der hessische Richter-Verein hält seine ordentliche Hauptversammlung am 30. Mai in Frankfurt a. M. im Restaurant ,Zum Faust" ab. Aus der Tagesordnung stehen neben geschäftlichen Angelegenheiten und Einträgen die Besprechung des Entwurfes eines Reichsgesetzes betreffend die Aenderung des G. V. G. der Z. P. O. usw., sowie Beschluß- faffnng hierzu. ** Eisenbahn-Personalien. Dem Regierungs- und Baurat Jordan in Mainz ist behufs Uebertritt in den Dienst der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft in Darmstadt vom 1. Mai bis 31. Oktober d. I. Urlaub erteilt. ** Po st-Personal Nachrichten. Versetzt: Post- assistent Adam Weber von Mainz nach Gießen. A n g e n 0 m m e n als Postgehilien: die Oberrealschiiler Anschütz und E n g e l e r, Realgymnasiast Kadenbach und Gymnasiast Paul in Gießen, Realschüler Drechsler in Friedberg, Oberrealschüler Zeigt in .pelbenbergen; als Telegraphengehilsinnen: Hedwig Nennstiel und Luise Leiber in Gießen; als Postagent: Wiegemeister Glockengießer in Hirzenhain. Wiederangen 0 m m e n als Postgehilse : der frühere Postgehilfe Friedr. Schmitt in Homberg. Freiwillig a u s g e s ch i e b e n : Postagent Möller in Hirzenhain. Gestorben: Postsekretär a. D. Heyer in Darmstadt. Ein neuer päpstlicher Hausprälat. Wie das „Mainz. Journal" berichtet, wurde der Pfarrer Forschner von Mainz, der vielfach schriftstellerisch und journalistisch tätig ist, und der schon einmal für den Bischofsstuhl in Mainz ausersehen, von der Regierung aber von der Liste gestrichen worden war, vorn Papste zum päpstlichen Hausprälaten ernannt. ** Ein Feind unserer HauSgärten ist der Buchfink. Wer auf ihn jetzt nicht acht hat, der kann dann vergeblich auf daS Aufgehen des jungen Salates, der jungen Pflänzchen und des BluinensamenS warten. Er liest nicht nur die frisch gefäeten Samenkörner auf, er zieht auch die kaum aufgesproßten Pflänzchen aus dem Boden und verzehrt die noch an denselben hängenden Samen. Ost warten unsere Hausfrauen vergeblich auf daS Aufgehen -der Saat oder sie sehen zu ihrer Verwunderung die gekeimten Pflanzen wieder eingehen. Hier treibt der Buchfink sein ZerftörungS- werk. Am besten vertreibt man ihn durch das Aufhängen von Lappen an gespannter Kordrl. ” Ab fuhr. In einem Hause am Asterweg gerieten vor einigen Tagen ein Mann unb eine Frau in Streit. Als der Mann mit dem Stock auf die Frau einschlug, entriß sie ihm den Stock und verprügelte den Mann nach allen Regeln der Kunst. Eine blutende Kopfwunde unb eine Anzahl Beulen zeugten davon, daß diesmal die vom schwächeren Geschlecht die Oberhand gehabt hat. Die Sache ist zur Anzeige gelangt, da aber die Frau angegriffen wurde unb sich in Notwehr befanb, dürfte die Sache nicht allzuschlimm ausfallen. ‘ *' Diebstahl. In verfloffencr Nacht wurden aus einem HauSkeller in der Rodheimer Straße eine Anzahl Flaschen mit Wein von unbekannten Tätern gestohlen. "Verhaftet wurde ein durchreisender Arbeiter, der von einer auswärtigen Behörde steckbrieflich verfolgt wurde. ** Warnung. Seit einigen Jahren wird mi Großher- zogtum ein schwunghafter Handel mit sogenannten Vieh - pulvern und ähnlichen Geheimmitteln (Freß-, Mast-, Kraft-, Milchpulver unb dergl.) betrieben. Dies muß aber als ein die Interessen des Bauernstandes in hohem Grade schädigender Uebelskand bezeichnet werden. Eine marktschreierische und wahrheitsividrige Reklame, mit der solche Mittel angepriesen werden, ist daraus berechnet und geeignet, die Landwirte irre zu führen und sie zu veranlassen, Mittel zu kaufen, deren Wert und Wirkung in gar feinem Verhältnisse stehen zu den dafür gezahlten Preisen. Da die inbctracht kommenden Mittel vielfach als Heilmittel gegen Tierkrankheiten angepriesen und vertrieben werden, kann dies leicht die bedenkliche Folge haben, daß deren Anwendung die sachgemäße und rechtzeitige Be- handliing der erkrankten Tiere verzögert oder verhindert. Die Landivirte werden deshalb vor dem Ankauf dieser Geheimmittel gewarnt. x Großen-Linden, 6. Mai. 2(m Sonntag den 3. Mai nachmittags versammelten sich zur Vorbereitung auf das deutsche Turnfest zu Frankfurt die Turnvereine von Großen-Linden, Lang-GönS, Hörnsheim, Hochelheim, Lützellinden, Leihgestern unb Steinberg in der Turnhalle zu Großen-Linden, um gemeinschaftlich die Frei-, Stad- und Keulenübungen unter Leitung des Gauturnwarts Will durchzuturnen. Es war eine stattliche Zahl Turner erschienen, auch zahlreiche passive Mitglieder der Vereine, unb eine große Schar von Turnersreunden hatte sich auf dem schönen bei der Turnhalle gelegenen Turnplätze eingefunden und sahen den vorgeführten Hebungen mit großer Aufmerksamkeit zu. Hauptsächlich wurden die Freiübungen für das deutsche Turnfest von den Zuschauern bewundert. Die Hebungen wurden von den Turnern schon ziemlich gut ausgeführt. Es wäre sehr wünschenswert, wenn der Gauturnwart öfters die umliegenden Landvereine hierher zu solchem turnerischen Zusammensein einladen würde. Der Turnplatz und die geräumige Turnhalle deS Vereins steht stets gerne den Turnern ber Nachbarvereine zur Verfügung, denn durch derartige gemeinsame Hebungen unter sachkundiger Leitung wird die tiirnerische Ausbildung unb das Interesse der ländlichen Turner wesentlich gehoben. — Lich, 6. Mai. Gestern abend tagten im Hotel „Zum Holländischen Host' die sämtlichen Mitglieder des Festausschusses des am 20., 21. unb 22. Juni ds. IS- dahier stattfindenden 3 5. G a u t u rn f e sie s unter dem Vorsitze des Oberamtsrichters Rausch. Die Präsidenten der einzelnen Ausschüsse erstatteten Bericht über ihre seitherige Tätigkeit. Die Vorarbeiten sind schon recht weit gediehen und lassen daS beste Gelingen des uns bevorstehenden schönen Festes erwarten. Der Sitzung wohnte auch Gauturnwart Will von Gießen als Vertreter des Gaues Heffen bei. — Hattenrod, 5. fDlai. Das dem hiesigen firiegeroereiit übertragene Bezirksfest des Hassiabezirks Lich findet am 12. unb 13. Juli statt. r. Aus dem Vogelsberg, 6. Mai. Wer jetzt Wanderlust verspürt, der soll getrost seine Schritte in unsere Berge lenken. Die Wälder prangen in frischem Grün, Feld und Wiese steht im Blumenflor. Muntere Bächlein rauschen ins Tal, die Tierwelt ist bei den intimsten Familiengeschäften, überall neues Werden. Wer die Natur versteht, oder sie kennen lernen will, der muß sie jetzt aufsuchen. Auf eine Tour, die noch unbekannt sein dürfte, sei hier hingewiesen: Mit der Bahn über Hungen nach Ruppertsburg, von da Fußtour nach Jägerhaus (alte Kirchenruine), von wo verschiedene Abzweigungen nach den höheren Punkten unb Hoherodskopf gehen, abends mit ber Bahn von Ilbeshausen, Hartmannshain ober Schotten Rückfahrt. — Die Forstkultur im Vogelsberg hat bedeutenden Aufschwung genommen; während früher die jungen Pflanzen meist ein- gesührt wurden, werden jetzt vielfach junge Fichten rc. nach auswärts verladen. dem Wasser hatte Oer Tichterlngenieur Max v. Eylh jein Leben geweiht. Für Oie einen steuerte er den Tampipflug, für das andere schuf er neue Anlagen, um cs der Landwirtschaft nutzbar zu machen. Nun blickt seine Büste, die am 6. d. 3)1. im Garten der Deutschen Landwirtscha'tsgesellschaft zu Berlin enthüllt ward, auf Blumen und Wasser herab. Auf der einen Seite reicht ihm eine Frauengestalt am Pflug den Lorbeerkranz, auf der anderen Seite arbeitet ein kleiner Genius am Schraubstock. Alan erkennt sogleich eine Berkörpernng des Eythschen Werkes: „Hinter Pflug und Schraubstock". Auf der Rückseite des Denkmals steht: „Dem Begrüixder der Deutschen Landwirtschaftsgesellschait in Dankbarkeit gewidmet von ihren Alitgliedern". In den Zeiten des landwirtsckiaftlichen Notstandes der 80er Jahre wies Eyth auf den Segen der königl. Landivirlschaftlichen Gesellschait von England hin und riet zu einer gleichen Gründung für Deutschland. In seiner langen Jngemeur- arbeit hatte er gesehen, wie aus uisirnchtbareii Gegenden durch die Einführung des landwirtschaftlichen Alaschinenbetriebes einträgliche Baumwolle-, Reis- und Getreidefelder geworben waren. Deutschland war damals noch gänzlich von den englischen Fabrikanten derartiger Maschineii abhängig. Eyths Mahnung, große landwirtschaftliche Wanderausstcllungen in Deutschland abznhallen, fiel auf fruchtbaren Boden. Bereits 1885 kam die Deutsche Landivirt- schaftsgesellschast in Berlin zustande. 1887 begann sie in Frankfurt a. M. ihre Wanderausstellungen. Tiefe Älusstellungen fmb jetzt der Brennpunkt des gesaniten laiidwirtschaftlichen BerkehrS in Teutschlaiid imb der Mittelpunkt der Züchtertätlgkeit. Atlßerdem veranslaltel die Deutsche Landwirtschaflsgefellschaft wissenschaftliche Untersuchungen über oie Bodenverhältnisse, Düngung, Boden- bearbeunng, Saat und Pslaiizen. Sie prüft Maschinen, besonders Dresch- und Neiiiigunasmaschmen und Kleinnxotore, sic sorgt für die Fördenmg des Absatzes der Felderzeiignisse und für die Tier- züchiung. Wie ihr Gründer Techniker war, so ist die Tätigkeit der Tentschen Landwirtschaftsgesellschait also axisschließlich technisch. Dadurch, daß sie sich Uinerhalb dieser Begrenzung bei Auswahl der einzelnen Arbeitsgebiete d:e größte Freiheit laßt, hat sie der Ent° ivicklting der deutschen Landivirtfchaft großen Segen gebracht. — Ter R h e i n - M a i n i f ch e Bolksbildungstag für 1908 findet am 24. Mai im Neubau des Kaufmännischen Vereins in Frankfurt statt. Zur Besprechung kommt das volkstümliche B 0 r t r a g s w e ( e n nach Ausgabe, Inhalt und Alethode. (Referent: Dr. Robert Rahn in Frankfurt.) Außerdem soll die Aiiswahl der T h e a t e r st ü ck e für die nächste Spielzeit vorgenommen und eine gemeinsame Haftpflichtversicherung für alle dem Verbände angeschlossenen Vereine beschlossen werben. Mit der Versammlung ist eine Ausste11ung von Hilfsmitteln für die olksbildungsarbeit ^Diapositive, Slpparate und Karten, Einrichtungen für die Wanderbibliotheken, sowie für Kiinst-Wander- ausstelluiigen) »erbunben. Der Jahresbericht bestätigt eine erfreuliche Weiterentivickelung ber Vollsbildungsarbeit im ganzen Gebiete ; bie Zahl ber körperschaftlichen Mitglieber ist auf 140, bie ber persönlichen Mitglieder auf 500 gestiegen. Leiber hat aber ber Verdanb durch den Tob seine? Schatzmeisters, Charles L. Hallgarten, einen großen Verlust erlitten. — Die B e r l i n e r L i e b e r t a s e l, bie sich bekanntlich zurzeit auf einer Orientrcise befinbet, würbe am 6. b. 9JI. in Kon- st a n t i n 0 p e l, wie von boxt gemeldet wirb, zum Sultan geloben. Rach bem Tiner, an bem 200 Personen teil nahmen, hörte ber Sultan im Theater Vorträge be§ Vereins. Allen Mitgliebern wurde bie Mebaille für Kunst unb Wissenschaft und den Vorständen unb Chormekstern wurden Orden verliehen. Nachher ließ ber Sultan bnrch ben beutschen Botschafter Frhm. 0. Alarschall ben Sängern sagen, er sei erfreut, sie gehört zu haben; feit ber Zeit, ba er mit Kaiser Wilhelm I. in Koblenz war, habe er so schönen Männergejang nicht mehr gehört. Er ivibine bem Verein zur Erinnerung an ben Abcnb eine Vase, die m bem Vereinslokal auf- gestellt werben möge, unb er ivünsche ihm Glück unb ferneres Gedeihen. — Kleine Kunstchronik. In Bonn fand am 5. Mai eine ,Tasf o"-Aufführiing des Arannheimer Ensembles vor völlig ausverkauftem Hause statt unb verlief hochbefriedigenb. — Die Prager Maifestspiele brachten eine Aufführung von „Hebba Gabler' bnrch bas Berliner Lessingtheater. Tas ausverkaufte Haus bereitete ben Darstellern, insbesonbere Irene Trie ch, eine enthusiastische Aufnahme. - Am Friebr,ch-Wilhelmstäbtischen Schau- pielhaus m Berlin würbe »Frei ist der Bursch", Stubenten- schauspiel in 4 Aufzugen von Paul Grabein, aufgeführt. Es ist eine Nachahmung von „Alt-Heidelberg". ? Aus der Wcttcrau, 6. Mai. Endlich ist nach langem Harren mit Beginn des Wonnemonats Mai der Frühling tatsächlich o i n g e z o g e n. Ter kalendarische Frnhlingsbeginn mnr die,es Jahr besonders verfrüht. Bis zu Beginn des Mvnats Mai >var es immer noch rauh und hilt. Aber je hi läßt die liebe Sonne doch merken, das; sie es ernst meint, und sendet kräftig iljrc neueS Leben erwecken de Wärme. ?lnch die Schwalben, die sicheren Frühlingsboten, sind seit einigen Tagen luicbcr bei uns eingetrossen, um ihre alten Nlststäiten aufzusnchen. Draußen in der Natirr regtS sich nun mächtig. ES keimt, sprießt und - der East steigt in Baum und Strauch. Neues Leben überall. Auch der Land'mann regt fiel) fleißig, um seine Felder zu bearbeiten und zu bebauen und in den Garten und Grabstäcken wird emsig an der Neubestellung gearbeitet. Kirschen-, Pflaumen- und Pfirsich-Bäume stehen in voller Blüte. Auch ber Schlehdorn hat hübschen Blütenschmuck angelegt. Acpfcl-, Birii- und Zwclschen- bäume haben trästig Knospen angesetzt. Kastanienbänme an den Alleen und Ziersträuckxn in den Gäricn stehen bereits in schönem neuen Blätterjchmuck. Unzählige Blumen haben in Feld und Wald ihre Btüteirlelche erschlossen und tausende von Insekten tummeln sich in dem Blüleniueer. Die Bienen, die dieses Jahr spät zum Einheimsen des töftlidjen Blütenhonigs kommen, werden jetzt um so eifriger an die Arbeir gehen. Dre jungen Saaten stehen recht sckstrn und üppig und versprechen eine gute Ernte. Auch die Wiesen stehen sehr gut. Gegenwärtig ist man eifrig mit dem Setzen der Karton ein beschäftigt. Äge nun der Lenker der Geschicke seinen Segen zu allem geben und schwere Wetter und dergleichen fernlzalten, damit der Landmann sich seiner Arbeit freuen und reiche Ernte hallen kann. § Götzen b. Schotten, 7. Mai. Am 20., 21., und 22. Juni findet hier das Bezirks fest des Bezirks- Krieger verband es „Vogelsberg" statt. Gleichzeitig hat der hiesige Kricgerverein Fahnenweihe. ? Gedern, 7. Mai. Das Franjcckyd enkmal, welches in die Nähe des Rathauses zu stehen kommt, wird anfangs Juni cingeweiht. Verbunden wird mit dieser Feier die Fahnenweihe des Turnvereins. — Lehrer W. Dietz, welcher vier Jahre hier wirkte, wurde nach Fränkisch.Crumbach i. O. versetzt. — Im benachbarten Merkenfritz wurde die 2. Lehrerstelle errichtet. sc. Erbach i. O., 4. Mai. Ende vorigen Jahres hatte sich ein Schüler der Schule in Hasselbach, Kreis Erbach, während der Pause beim Spielen den Kopf derart gegen eine Mauer gerannt, daß ein Arzt die Behandlung des Jungen in die Hand nehmen mußte. Die Verletzungen roaien nicht unerheblich. Nunmehr hat der Vater des Knaben gegen den Lehrer Jakob in Hesselbach K läge auf Ersatzde s S ch a dens , der Heil- und Kurkosten in .Höhe von über 350 Mk., beim Landgericht der Provinz Starkenburg in Darmstadt angestrengt. Das Landgericht hat die Akten zunächst dem Großh. Ministerium bezw. deut Verwaltungsgericht unterbreitet, da diese Behörden laut Art. 77 des Hessischen Gesetzes zur Ausführung des Bürgeri. Gesetzbuchs die Vorentscheidung zu treffen haben, ob der Lehrer „die Unterlassung einer ihm Obliegenheit Amtshandlung sich schuldig gemacht hat". Man ist auf den Ausgang des mteressanten Prozesses gespannt. _________ Aus einer kleinen Staöt. /^Büdingen, im Mai. Der Provinzialausschuß hat den Antrag der Stadt auf Enteignung der „Damni- l ander" für den SchulhauSbau genehmigt; die 14tägige Frist ist verstrichen, ohne daß einer der Beteiligten Berufung eingelegt hat, und so ift die leidige Frage, die so viel Staub aufgeivirbelt hat, nach mehrjährigem Streit und Hader endgültig gelöst. Die „Danunländer' sind eine ausgedehnte, etwa 4 Hektar umfassende Flache Gradlandcs im weltlichen Teile der Stadt, auf drei Seiten von Häusern und Gärten, auf der vierten von der neuen „Brunostraßc" begrenzt. Die Zersplitterung in zahllose, z. ganz kleine und unregelmäßige ParzeUen machte die Erbanung seither fast unmöglich; da ober die ge- innbc und naturgemäße Entwickelung der Stadt die Auf- fchließung des Geländes gebieterisch erforderte, war es ein naheliegender Gedanke, hierher das neue SchulhauS zu verlegen und das Gelände hierfür sowie für zwei Straßen nötigenfalls auf dem Wege der Enteignung zu gewinnen, da die Vielköpfigkeit der Besitzer eine gütliche Einigung mit allen von vornherein aussichtslos erscheinen ließ. Tatsächlich kam lange Zeit kein anderer Platz für den Schnlhausban in Betracht. Nur ob man es näher an den Lohsteg und damit nach dem Zentrum der Stadt oder nach der Vrunostraße zit rücken sollte, darüber gingen die Ansichten auseinander. Von der Straße wollte man etwa 40 Meter fern bleiben, um nicht den vollen Preis für Baugelände — 6 bis 7 Mark für den Quadratmeter — zahlen zu müssen. Ein Beschluß in diesem Sinn wurde nahezii cm» stimmig gefaßt, das Gelände vermessen und ausgesteint. Ta griff der Darmstädter Geh. Oberbaurat Professor Hofmann em, der die Lage in der Ebene verwarf und einen hochgelegenen Platz nahe dem „Wildenstein" zu wählen vorschlug. Für das Hofmann'sche Projekt, für daS hauptsächlich ästhetische Gründe maßgebend waren, sprach der Umstand, daß hier das Gelände ohne Enteignung und etwas billiger zu haben war. Dagegen machte man geltend, daß der nahegelegene romantische Wildcnstein auch durch den stattlichsten Neubau beeinträchtigt werde, daß sich auf dem abschüssigen Gelände ein Schulhof höchstens in Terrassen Herstellen lasse und das Wasser der Leitung höchstens in das Erdgeschoß zu bringen sei. In einer neuen Sitzung des Gemeinderats verstand es Prof. Hofmann bei einzelnen Mitgliedern die Bedenken gegen seinen Vorschlag zu beschwichtigen; andere vermochte er durch die wiederholte, sehr bestimmte Versicherung umzustimmen, die Stadt werde für die Erwerbung des Bau- grtmdstücks in den Dammländern unter keinen Umständen das Enteignungsrecht erhalten. So kam ein neuer Beschlug zu gunsten des Wildenstein - Projekts zustande. Gleichzeitig wußte Prof. Hofmann den Geineinderat zu bestimmen, Pros. Vetterlein-Tarmstadt mit der Ausarbeitung der Baupläne zu betrauen. Gegen den neuen Beschluß des Gemeinderats machte sich sofort eine lebhafte Bewegung m der Bürgerschaft geltend, die außer den ebenen erwähnten Bedenken noch die große Entfernung des neugeivähtten Plaßes von einzelnen Stadtteilen und den Umstand betonte, daß jeder Neubau im Süden der Stadt die noch immer erhoffte See>uentalbahn erschwere. Die Schulhausfrage, in der die Gemüter sich mehr und mehr erhitzten, gab die Wahlparole ab für die nächste Ersatzwahl zum Gcmelndcrat: Das Ergebnis war eine starke Mehrheit zu Gunsten des Dammländer-ProjektS. Die neue Majorität verlangte, daß man die Frage noch einmal auf die Tagesordnung setze. Die Gegner trieben Obstruktion; sie vei> iveigerten eine nochmalige Abstimmung, da ja cm formell gültiger Beschluß vorilege. Die neue Majorität berief sich darauf, daß ja gerade die „Bergpartie" schon einmal einen gefaßten Beschluß umgestoßen habe. Wenn dergleichen rechtswidrig sei, müsse es bei dem ersten Beschluß bleiben und das SchulhauS komme erst recht in dst Tammländer. Provinzial- anSschuß und 2)liniftcriuni schlossen sich dieser Aufsassung an, und ein neuer, dritter Beschluß wurde gefaßt, das Schnlhaus in die Dammländcr zu stellen. Während nun die meisten Grundbesitzer sich zur Hergabe deS Geländes schon längst bereit erklärt hatten, verweigerten dies andere mit aller Entschiedenheit. Nicht als ob der gebotene Preis zu gering gewesen wäre, die Frage war nun einmal Parieisache geworden, tlnd sie halten sich, meist aus persönlichen Gründen, sür die Gegenseite engagiert. So stellte Rechtsanwalt Sandmann-Hungen als Vertreter der Stadt den Antrag auf Enteignung. Die Grundbesitzer, vertreten dlirch Nechtsamvalt Kell-Büdingen, ivehrten sich dagegen uni) beantragten beim ProvmzlalailSschuß zunächst Vornahme eines Augenscheins. Am 25. Februar, dem für uns merfiüürbigen Tage des Banklrachs, besichtigte der Provmzialaiisfchtlß die beiden in Betracht kommenden Platze, unb das Ergebnis war, daß er in seiner Sitzung vom 30. März der Stadt das Enteignungsrecht zusprach. Und die Folgen? Der dringend nötige Schulhausbau ist um mehrere Jahre verschleppt worden. Die 8000 Mk. für die Vetterlein'schen Pläne sind umsonst verausgabt, weil sie für den neuen Standort unverwendbar sind. Durch die Nothschild'schen Unterfchlagnngcn hat die Stadl 60 000 Pik. verloren, die ohne diese Gefchlchten längst verbaut wären. Schlecht geeignete Interims-Lokalitäten für die neuen Schulklassen müssen mit großen Kosten hergerichtet werden. Die Uncmigfctt in der Bürgerschaft dauert auch nach endgültiger Erledigung der leidigen Streitfrage fort. Hoffentlich lassen sich andere Gemeinden das warnende Beijpiel znr Lehre dienen. 93 r o m b e r g, 6. Mai. Tie Strafkammer verurteilte den E i s e n b a h n st a t i o ns d i ä 1 a r Manlhey und den Hilfs- iü e i dj e n ft e 11 e r Knopf zu je 100 M ark Geldstrase, weil sie am 7. Juli 1907 in Schulitz die Entgleifung von vier Wagen des Schnellzuges Bromberg - Thorn vernrjacht hatten, wobei vier Postbeamte schwer und zwei leicht verletzt wurden. AnsvcrsiLäLs-Aachriektett. — In Düsseldorf ist während seiner Teilnahme am Eisenhüttentag der Geh. Bergrat Wedding, Profepor an der Berliner Bergakademie und der Technischen Hochfchule, am Montag von einem Schlaganfall betroffen worden und am Mittwoch gestorben. Affäre in Eleveland. $n amerikanischen Zeitungen sand eine Diskussion darüber statt, ob eS nicht besser sei, Kranke, bereit Instand gänzlich hoffnungslos sei, zu vergiften, um sie von ihrem Leiden zu üefr.'ieu. Ein Musiker Kanne ließ sich durch die Lektüre von Artikeln, die den „Gnadentod" befürworten, verleiten, seine unheilbar idiotische Tochter durch Ehlorosorm zu töten. Nach ber, Tal aber erfaßte ihn Reue unb Verzweiflung unb er beging Selbstmord. Handel. △ 93 o in 93 o g c I § b e r g, 6. 'JJlai. Ter Kartoffelhandel, der sonst um diese Zeil in hoher Blüie steht, stockt in diesem Frühling. Die gute Kariofselerute des letzten Herbstes hat teilten Mangel auftommen lassen. Eine Nachträge nach Spcuekarlosfelu ist auf dem Lande gar nicht vorhanden, ober auch der Bedarf an Eaat^ fnrtoffeln gering. Die Preise sind daher niedrig; man kann beit Toppelzenlner schon zu 4,50 Mk. kaufen, be]jere Sorten kosten 5 du bis 6,50 Alk. Paris, 7. Mai. Die Angelegenheit des verhafteten Bantiers R o ch e 11 e kommt n i ch t zur Ruhe. Die Aktionäre Rocktetles kämpfen für den gefangenen Gründer mit einer Energie, die ihr unbedingtes Vertrauen zu ihm bekundet. Vorgestern ver- saudie ein Komitee 30 000 Briefe an die Aktionäre, in denen die Nolwendigketg dargelegt wird, eme Untersuchung über die eigentlichen Gründe der Verhaltung Rochelles und der Koukurs- crflärung über den Eredu Minier cuijulciten. Tie Untersuchung würde beiveisen, daß beide Maßregeln ungesetzlich seien und 5u 000 Menschen schwer geschädigt Dänen, -r ie Aktionäre wurden ersucht, diese Briete untcrid)riebcii an das Komitee zurück- zusenden, damit sie alle zusammen dem Iufllzniuüster übergeben meiden tonnten. Innerhalb eines Tages find betens 10 000 üiuev- jchi'iebene Briefe an daS Komitee zurnckgekommen. Lainilsen-AacL-skichten. (Geborene: Herrn Arlyur Kocintz uno oiau in Lauterbach ein Lohn. — Herrn Schupp und Frau m Bildmgen em Sohn. Verlobte: Främeut Bertha Ktomin m Schollen mit Herrn Wilhelm Müller daselbst. — Fräulein Margarethe Krieger in Friedberg mit Herrn Ehrtstian Hotmaun daselbst. — Fräuleln Charlotte Eitert tn Wenings mit Herrn Heinrich Kallen,chnee in Büdingen. Airchttche Nachrichten. c u in » i utj u e u U. Mai. Auöslng der touftriu. mdmii. Jugend der Markusgcmeiude. Zujamnielikuiist: ytord-'Jlnloge, Ecke der Ederjtiapc, nach- mittags 2 Uhr. Lvairgelische Genieinde. A in S o ii u l a g den 10. Ata i, Jubilate: Gottesdienst. 3n der Staötnrtye. Vormittags 9*/» Uhr: Pjattet D. Schlosse r. Vormittags 11 Uhr: Kmderkirche für die Alatlhäusgcmcinde, Pfarrer D. Schloßet. DersRisiHS-L. * Die Alaifeier bei Tübinger Studente n. 9lach aller pudeutischer Sitle wird, im Gegensatz zu unserem Gießen, wo eine 'Maifeier auf Dem Alarklplatz seit mehreren Jahren uichl mehr gestattet wird, auch in Heidelberg und Tübingen der Wonnemonat jcierlid) bewillkommnet. In Tübingen ist vom 30. April aut den 1. Mai immer noch der jonft jo friedliche Alarktplatz bei Ort und Mitternacht Die Stunde Der Huldigung Der Museuföhuc an Den Blütenmoilai. Zunächst kommen Die Korpsstudenten im Gänsemarsch von ihren Hausern m Der Kneipjackc und mit einem „Stern" Bier versehen aut Den Alarktplatz zum alten Neptuubrumicn gezogen unD stellen sich hier aui, Den Glockenschlag erivarteiiD, Der Den 1. Alai anzeigt. Dicht gcDiängt steht DnS Publikum um Die Studenten, dicht besetz! sind Die Fenster Der umliegenden Häuser, und Die Polizei i ft b c m ü 1) t, eine Störung Des altbekannten Piogrammszi, verhindern. Nach dem letzten Glockenschlag steigt Das Lieb „Ter Mai ist gekommen" zum nächtlichen Himmel, Die Begrüßungsrede eines Korpsdurjcheu (diesmal cm Frankone) bildet den Höhepiinlt der Feier, den Schlilß ein lafxäftiger, auf Dem BrunnenranD geriebener Resljalamander, bei Dem Die Krüge am BrunnenranD m Scheiben gehen. Ter korpsstuDentischen Maiteier folgte Ijctier immittclbor eine solche Der Verbindung Wingoti, Deren Sprecher uen BrunnenranD als Podium benutzte unD Alai, Burschenherilichkeit und die alma mater Tubingcnsis gleich sehr belobte. Ten Schliip bildete das AtailieD. Still, wie sie gekommen, verschtvanden Die Studenten iviedei und zieheii aufs neue in ihre Kneipe». * Jenenser S1 u d en t e n s ch e iz e. Ter bekannte Stu- bentemout Kämmer-Karl in Jena, den Dankbare SlnDenten zum „Tr. ineD. im 4. Semester" promoviert haben und Dem |ie Tozenieli- gtialilät beilegen, Hal jeine „Voilesnngen im Weunaiischen Hof" begonnen, wie er Durcl) Anichlag bekannt machte. Er lieg in dl es cm Jilbiläums-Sommerfemester em Publikilm tür Hörer aller Fakullälcn über „Tie plaloiufche Liebe". Thema und Tozent haben |o großen Zuspruch, Daß Jtd) Kämmer nod) zu einigen sJlad)tfollegS iviiD verstehen müssen. Die icicrlidjen Jmmalriknlalionen, bei denen Die Aluseiüöhne Spiegel mit Des Tozcmen BilDnis erhalten, werden später ftnnfinben. * Die Frau als P r e b i g e r i n lautete baS Thema, daS am Montag abeub Reverend Dr. Gertrud von Petzolb, die einzige staatlich angeftelltc Predigerin Englands, im Kltnb- worth- ^ajarwenia-Laal i. Benin behanonte. Die Rednerin erwähnte eiitledeiib, daß sie eine englijch geschriebene Karte erhalten habe, au, dcr ihr Austretcn ein Lwndai genannt und ber Freude Ausdruck gegeben werde, daß in Prengen eine weibliche Predigerin unmöglich sei. Nun, sie habe kürzlich in Bremen gepredigt, und es sei wohl nicht ausgeschlossen, batz auch ein pveugisches Pres- butertum den Mm stade, ipr das Betreten einer Mangel gaftp weise^ zn gestatten. In 1',3 stündigem Borrrage ging sie auf die Stellung der Frau in der vorchristlichen Zeit ein und 0erfolgte die kirchliche Betätigung des weiblichen Mfchlechts bis in Die moDenic neuere Zeit. Sie glaubt, den Nachweis geführt zu haben, daß weder bibliidx noch historische oder sittliche Grunde der Bettoidilng eines kira-llchen Amtes durch eine Frau entgegen^ ständen; cs liege nun bei Dem heutigen weiblichen Geschlecht, das sich als Arbeiterin, GefchästSfrau, Lehrerin, Aerztin usw. betätigte, das Stinunrecht, das il-eologische Srudiurn und die Berwaltmig des geistlichen Aintes zu erüunpsen. * M-ünchen, 5. Mai. Danny Gürtler, ber „König der Boheme", wie er sich stolz nennt, ist hier von seinem Schicksal ereilt worden. Sein turbulentes Austreten und die Roheit der Ausdrücke, mit denen er bekannte politische Persönlichkeiten belegte, veranlaßten die Polizei, ihm das fernere Auftreten zu verbieten. Stieme TagcSchronik. In 23 0 b e n ft r n u b (Oberpfalz- erdrosselte sich ein '/.jähr. Kind durch einen imglücfhdjen Zufall nut der Schnur feines Giuilmijaugers, als es von der Atutter einige Augenblicke allem gelassen worden war. Als verdachlig, neulich den T y n a m i t a n f ch l a g auf das Goslarer Bismaickdenkmal ueiübt zu haben, wurde Der Sattler Loske aus Bciithcn vcrhaftei. In Ballstedt (Braun,cyiveig) wurden zwei Frauen vorn Blip getroffen. Die eine ist tot, die andere liegt schwer verwundet darnieder. Ter -i jabcige Meck-anikergehilse Rattler sand beim Berg- priernelsuchen am Maurer R0 ßk0ps (Tirol) durch Absturz über eine stelle Wand den Tod. Aus Gmm über tue unheilbare Erkrankung ihrer Tockster hat die Gattin eines russischen Generals in unmittelbarer 'Nähe des ständigen 'Wohnsitzes Der Zarenfamilie ihrem Leben eine Ende gemacht. Sie stürzte flch vom Aussichtsturm ün Schloßpari von Zarswje Sfelo herab und war sofort tot. Ihre einzige 17 jährige Tochter, Die an einem uitl^ilbarcu Augenleiden erkrankt war, ftaro einige Stunden nach dem SelbstuwrDe Der 'JJLutter. Tie „Tally News" erhiett die 'JJielDung von einer tragischen 3n der Zohanneskirche. Vormittags 9'/, Uhr: klarier Aus leid. Beichte rmD heiliges Abendmahl für die Zohamlcsgemeliibe. VoriNittagS 11V4 Uhr; KmDeitiichc nie die Zohaniles- gcmeinbe. _ Pfarrer Ausicld. 2lbenDs 8*/4 Uhr in Stciils Garten: F a m l 11 e n a b e u d zur Feier des hiuiderisleu Geburtstages Johann Hmiich Wlcherns. Tie Versammlung und Blbelbesprechung fallt Deshalb aus. Näd)stküuf1igen Sonntag Kantate, Den 17. Alai, nehmen in beiden Kirchen die FrühgouesDiensle um 8 Uhr und m Verbuidluig Damit Die Christenlehren für Die Neukonfnmieiten wieder ihren Anfang, unD zivar zum er|lciunal für Die Neukonsirmierlen aus Der Alailhaus- und Johannesgemciude. Die Eltern werden ge- bciai, ihre Kuider Dazu anzuhallen. Ebenso ergeht an Die Aienjl- Herrschaften unD Lehrheireu Die Bille, dafür Die Zeit freigeben zn wollen. In Dtejcn Frühgottesdieusten wird Der neue Anhang zum Gesangbuch gebraudjt loeröen. Uathottjche Geincillöe. Gottesdienst. Samstag, Den 9. Mai: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beidjie. Sonntag Den 10. 9)1 a t 1908, 3. Sonntag nach Ostern: Schutzfest DeS hl. Joseph. Voriuiltags von 6'/, Uhr nn; Gelegenheit zur heil. 23cid)ic. „ um 7 Ühi : Die erste heil. 'Diene. „ um 8 Uhr: Die zivole heilige 'Messe. , um 9*/2 111)1': Hochamt nut PreDigr. NadjmittagS um 2 Uhr: Ehripeulchre, Daraus Andacht. Tlelistag und Freitag abcnD 01/. Uhr ist Alai-ArlDacht. An Stelle des erkrankten Herrn Dr. Kuhn wird heute abend Herr Schramm vom Frankfurter Opernhaus den Georg singen. Teie^oiiische Hursbenciite des Giessener Anzeigers, mitgeteik vou der Bank für Iluiuie) und Industrie, Giessen. Fr«nkiairter Bür 3zi°/0 Beichsanleihe . . 90.90 c>% do. . . 81.25 3zio/o Konsols .... 91.00 "6% do. .... 81.25 3>j0/0 Hessen 90 60 3>3 °/0 Überliessen . . 91.50 4:‘o Uesterr. Goldrente. 9840 4*/6 "0 Oesterr. bilberrente 99.20 4 y0 Ungar. Goldrente . . 93.50 4% Italien. Heute . . . 104.— 3y6 Portugiesen Serie 1 . 60.80 8-6 Portugiesen „ 111 6210 °/0 inss.Staatsaiü. l‘JUo 94 50 4xaui0 Japan. Staatsanleihe 86.70 4^o t onv. Türken von l^Uö 65.00 Türkenlose 149.60 nu, 8. Mai, 1.15 Uhr. Elektnz. Lahmeyer - • • 121.00 Elektnz. Schlickert . - 110.10 Eschweiler Bergwerk . . 2U4.LV Gelsenkirchen Bergwerk . 193.00 Hamburg-Amcrik. PakeiL 106.7s Harpener Bergwerk. . - 198 40 Laurahütte • 208.50 Nordd. Lloyd . • ■ . • Übeischles. Eisen-Industrie 99.70 Berliner Handelsges. . • 161.40 Barmstädtcr Baua . . . 124.00 Beutsche Bank .... 23U 9U Beutsch-Asiat. Bank . . 1^.00 Biskonto-Koniuiandit. • Bresduer Bank ... 138.^0 Kreditaktieu 197.10 4-o Griech. Monopol-Anl. . 49.20 4-6 äussere Argentinier . —.— 3u/0 Mexikaner . . . 65.50 4>al’/„ Chinesen .... 95.85 Aktien: Bochum Guss 216.60 Buderus E. W — Baltimore- und Uhio- Eisentabii . . . . Gotthardbahu . . . . Lomuard. Eisenbahn . Uesterr. SlaalsuabA . . I'riuee-Henri-Eisenuahu 1 enden i: behauptet. Ueriifiier iSörse, 8. Mai. Aulangskurse. Canada E. B. . . . . 152.90 Darmstädter Bank . . . — Deutsche Bank .... —.— Dortmunder-Union C. . . — Dresdner Bank . . . — Tendenz: ziemlich fest. Harpener Bergwerk. . - LuuiahütLe j.uuiUurucn E. B. . . • Aordd. IJoyd I ...... 86.10 25 60 148.70 192.30 2U8.30 92.50 150.10 Henneberg, an SeideniabriKi., 2üricii Direkte Bezugsquelle von Seidenstoffen jeder Art. Zollfrei! — Muster an Jedermann! Kunstealon Hirz 1 Farbige Originalradicruugen franzöf. Künstler. — uiuinu frei. Dieb : ' leib kaufen Sie äusserst preiswert bei :ei,«nC7 Wilh. Herbert Marktplatz 2 Frisch ein getroffen Mteta-taltil Prima und Centrum i late: endmahlkk Telef. 386. 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AeM 214 338 476 97 640 802 1 85178 509 98 149 669 894 976 1 9 1 074 674 477 gen. 80015 76 141 91 371 91 419 571 9t 861 99 [ZOO] Ulli*' 936 0-, 253285 72 255136 266 70 87 670 942 45 55 105397 620 777 SSO 928 106269 453 768 850 950 85 485 279 300 46 6 7 455 552 600 30 721 889 97 984 87 755 215 979 92 «42 882 [500] 132411 (8MJ 59 53 978 Jank aiiiiii- 149 840 610 788 309 889 525 433 595 611 23 87030 SR 131 [509] 88'"6 52 [30001 «II 900 8 9149 301 87 SSO 216 66 669 388 733 403 404 829 1 18031 72 [1000J 871 465 746 815 1 19569 735 881 120330 88 [1000J 484 778 [1000] 121106 14 836 54 [3000] 51 413 652 66 911 42139 82 830 37 89 4 3019 85 858 540 [500] 48 56 638 '24 927 4 4186 258 384 [10001 562 710 842 962 45192 345 400 53 86« 907 [1000] [1000] 12278 501 8 S Ä 9 Ä [1000] 996 11107 14 271 823 757 846 13037 [1000] 54 118 32 962 1 4075 407 91 610 807 684 648 480 300 60 89 980 1 52*3? 53 872 000 62 153168 292 329 745 1500] 976 1 54440 621 [3000] 155291 [5001 133261 74 [500] 326 617 718 815 64 [500 ] 987 134052 80 851 677 88 92 842 1 3 50 H 35 124 618 1 36178 88 405 KOS 430 RI 088 83025 [1000] 86138 543 781 992 246 46 145 202 582 722 690 [1000] 92 729 818 [500] 877 915 62 76 905 809 926 939 745 421 823 65 94 80 98 56 410 742 578 418 602 rmsgmi«! öeqiiiiw 611 608 950 765 615 648 229 678 297 962 731 240 914 191 750 614 750 768 812 508 Zuverlässigste und im Gebrauch 500] 169180 828 450 617 865 170098 571 613 | 500] 92 801 906 26 171055 216 [500] 91 SSO 457 [ 500] 91 549 895 98 956 [10000] 172007 149 [600] 61 385 564 629 70 SS 821 971 173143 232 446 90254 313 05 93 413 677 91 [500] 717 75 851 91228 SRI 453 701 29 877 94 920'6 60 27« 461 [3000] 775 93’50 479 [500] 628 701 76 94105 263 393 446 577 912 PO 95213 30 314 [3000] 471 565 701 [5000] 884 995 90011 109 246 334 411 70 537 652 [500] 712 8«0 943 54 97016 151 57 239 389 405 (3000] 562 627 754 [3000] 56 79 882 98317 7'1 ««« PR 9904« 141 411 97 551 911 1OO014 57 211 609 783 101019 54 1500] 64 249 [500] (1000) 45 83 561 [5000] 967 [1000] 102’22 484 62 705 38 800 1-500] SSO 103 2’0 57 306 13000] 63 [500] 653 741 104198 652 708 «0 $«S 105572 633 465 717 807 [ 5001 360=0 184 40 62 [1000] 38104 60 201 644 977 1 83104 346 1 84033 259 91 381 «6 700 18 5230 607 1 80035 [1000] 103 303 46 [500] 770 18 7042 62 33« ! 1000] 418 83S 944 1 88159 2=9 394 639 747 917 1 8 9 019 103 27 130001 226 425 749 9 64 190154 249 SO« le 23 81 191125 SO 300 62 85 [3000] SS. 669 81 987 1 9 2000 10 49 154 642 54 58 193086 1500J 186 525 681 789 960 1 94127 63 267 707 895 195129 376 591 [1000 ] 635 793 992 190079 92 588 633 710 75 502 97 197004 154 370 407 81 81 29 178 234 [ 1000] 48 850 [500] 50? 6= «04 1050 417 M 93 556 [500] 79 720 23 64 75 976 2027 157 898 [1000] 418 97 953 3070 99 126 522 tO9 22 939 5« 4’18 90 360 [3000] 402 501 618 734 8’1 (1000) 948 55 [Snool 5020 317 61 [500] 807 [1000] 0170 [3000] 327 61 473 [500] 697 730 [ 3000] 41 SOI 21 82 75 935 [1000] 7065 [500] 7« 11° 51 232 517 28 753 804 8034 (5001 126 422 581 961 88 9331 [500] 649 70 [500] 649 [5001 723 34 62 Continental Caoufchouc- o. Gutta-Percha bo. Hannover 216 332 55« R5 71« [3000] R3 5« 65 325 [1000] 92 502 [1000] 417 30 «39 962 Inh.: Carl Herbert 170 88 234 63 [500] 83 811 67 824 77 17103 97 453 «42 (10001 43 741 18096 [500] 144 835 44 484 93 600 [1000] 2 [5001 776 1 9’13 901 20147 239 91 SOS 21 601 17 21194 273 806 455 651 22006 44 849 432 [3000] 605 23OSO 118 39 60 73 256 568 81 663 932 907 2 4035 660 719 87 2 5005 12 159 [1000] 81 830 632 50 800 916 2 0-31 330 414 [5001 521 (5001 842 4", 27157 393 565 646 «07 2 8102 211 [3000] 49 3’1 61 466 693 616 713 685 953 2 9083 [5001 807 5’1 621 843 9S3 [500] 3 0091 178 429 95 558 613 [500] 822 ’S 58 92 946 31085 355 89 416 94 669 633 [500] 901 3 2 469 847 900 [SOO] 85 33058 76 12k 60 840 752 58 827 81 42 3413« ^".280016 T6 284 »io 477 80 521 53 677 767 85 28 1 090 144 296 312 [10«0] 42j 645 80C 15 282121 49 424 691 [500] 930 283105 213 617 53 66 bl 7.30 oa 57 2 84122 25« 460 75« 285305 479 939 7« 280095 [500] 178 98 433 515 820 44 49 023 2 87144 465 M7 08 349 84 [1000] 937 2. Ziehung 5. Kl. 218. Kgl. Preuss. Lotterie, Ziehung vom 7. Mai 1968. nachmittags. Nur die Gewinne Uber 240 Mark sind den betreffende.« Nummern In Klammern beltrefügt. 260304 48 454 523 [1000] 39 Ü14 2 0 1 047 341 95 610 981 2 6 2’03 733 [500] 42 945 71 73 [1000] 263279 57 [1000] 612 654 831 936 SS 87 264191 43« 40 6«3 997 2 6 53’2 436 =77 2 0 0 624 739 879 9 7 2 0 7005 147 57 890 946 [500] 2 6 8090 253 438 636 722 89’ 26 9136 Wz nI»r> vonif* ÄriHtai««, Grösstes Lager am Platze. Ersatz u. Zubehör. 14£( Konkurrenzlos billige Preise. Wilh. Xung VIII. KI. - Linden - Giessen Ecke Frankfurt, u. Wetzlarerstr. 260095 126 ,«’ 401 567 779 SSI 980 2 6 1 081 160 254 „ 709 828 262211 23 SOS 451 5,7 772 857 (1000] 2 631’8 560 2 64110 260 837 435 749 SOL (3000) 235089 251 82 85 313 520 42 767 2 6 0024 272 575 677 88 755 88« 267031 [500] 238 3«3 88 268«C5 156 870 911 51 26913« 351 652 732 [500] 901 [3000] 270057 488 697 715 [500] 27 1 092 154 87 90 [600] 215 V 272264 98 (50«»] 370 449 664 925 [3uOO] 82 273045 [500] 153 341 84 969 274’18 45 819 72 87 461 507 762 863 2 7 5005 242 75 86 386 419 [1000 ] 553 67 85 [500] 718 991 270072 170 [ 500] 294 841 72 84 584 739 42 277141 218 73 313 465 548 «69 906 [ 500] 20 38 278181 83 383 625 [500] 947 50 69 2 7 0450 57 SOS 745 [500] Darmstädter Pferde-Lotterio Ziehung am 20 3Xal 450 Gewinne im W. v.: 15000 Mk. 550 607 2 3 8134 8000] 282 872 [ 3000] 442 [1000] 673 74 718 817 239100 [ 500 ] 812 921 [1000] 240019 41 78 126 836 650 754 008 2 41197 [1000] 588 [ 500] 723 2 4 2264 [500] 460 993 2 4 3 350 850 900 244014 [3000] 258 412 572 752 937 2 45145 812 400 522 [500] 89 617 830 2 46’81 417 615 5« [500] 247015 2«0 94 [30001 498 536 632 780 8’4 2 4 8 037 213 488 249157 249 837 441 595 600 [1000] 922 250008 159 203 453 67 [ 8000] 74 90 569 83 94 881 25 1 468 710 911 30 2 5 2013 106 SO 383 501 5 65 [ 3000] 658 778 «84 253065 219 [500] 664 67 69 2 5 4138 325 480 "" 623 [5001 724 977 [500] 2550.37 SSS 432 43 541 670 917 2 5 0005 161 249 70 324 6« 73 506 71 [5000] 782 257001 53 173 522 87 661 728 [500] 55 258066 77 563 655 729 53 [10001 860 82 950 65 122058 170 809 - «17 873 1 2 3 021 24 6 420 547 736 829 989 [500] 12404« llOCOj 262 76 «40 885 SO 125145 1500] 63 76 349 1500] 478 759 835 38 958 1 20111 536 627 [3000] 776 926 1 2 7075 133 635 57 899 1 28120 896 [1000] 431 560 SO 626 43 921 75 1 29047 124 95 303 32 511 10 MnsleiiilMack über Nacht hart trocknend LMilMcharbe sofort trocknend. Ölfarben, Lacke, Pinsel, Stahlspiz lene, Boden- wachs etc. [2644 Gustav Walter, U-lud^L lsg<* Illi - 134 178 459 Mai, ii^s iö mütttc en Mda onfinW - lein iviltvs )i an öii eue JWr 170392 512 749 [ 5001 SSO 85 171046 367 402 [3000] 532 34 721 67 98 1 72170 348 699 8’9 018 92 1 73 327 691 679 705 174191 796 (1000] 832 57 984 175039 [500] 24« 57 68 829 [500] 416 70 533 ( 3000 ) 638 840 926 40009 SO 252 30« 441 70? (8060] 4 1 024 [500] [innol 21« 867 656 95 97 42097 258 [1000] 350 [SOOO] „ ii'f KUZ060 877 [1000 ] 422 549 691 744 ---203059 203 12 574 [5000] 810 86 46 [500] 074 204102 25 [1000] 64 357 [1000] 443 523 753 972 76 113 [500] «01 11000] 856 2000«« 374 451 82 732 207102 4«4 (10001 208000 ISS 98 [1000] 295 [5001 700 907 18 2O9280 330 825 160039 [500 ] 246 816 694 785 802 087 1 0 1 022 25 [1000] 163 94 337 545 050 881 162158 «17 41 [3000] 753 804 6 61 95 940 1 0 3 062 (1000) 104 31 837 434 ( 500) 636 817 1 04122 222 359 404 611 77 715 910 85 1 0 5 488 561 95 607 047 1 0 0 344 67 81 563 730 79 955 1 07048 595 797 1 68364 SSS (1000) 764 [3000] 78 94 1 09147 [8000 ] 330 669 [500] 765 832 67 884 488 577 706 [500] 020 76 1 4 8068 899 470 SSO 984 [500] 149105 | 500] 90 881 44 (5000) 419 961 150185 [ 500] 372 491 553 55 72 «69 34 1 5 1 246 416 Hauptgewinne im W. v.: 4000,2000 Mk Ferner 10 Pferde oder Fohlen im W. v.: Mit. sowie 438 Gewinne im W. v.: MLi. Lose ä. Mk. 1. (hv!/s (Liste u. Porto 20 Pfg.) durch L. F. Ohnacker, Darmstadt und allen bekannten | Verkaufsstellen. 190104 [500] 75 272 410 -3000] iWl 1« 688 817 43 1 9 2 099 231 45 4 550 "to 193017 03 114 523 36 SSI 11000] 194101 811 76 838 41 IMO] 9«4 1 95131 221 331 [500] 739 828 88 983 190119 410 589 608 (500) 989 197178 92 256 270007 [1000] 382 453 621 28 52 2 7 1 281 SS 300 86 428 75 536 943 272131 [1000 ] 263 525 633 717 [ 500] 273111 324 503 762 2 7 4020 54 ? 747 [ 500 ] 972 275002 [500] 364 473 760 874 916 30 [500] 270009 [500] 84 74 (500) 98 [5001 668 910 2 7 7037 325 41’ 69 5 ,1 278095 [3000] 136 276 501 773 £22 41 27 9129 24’ 853 "OUlül! en toiie 5 71 .«83 [3000] 800 [500] 64 988 [1000] 851 58 933 144376 572 751 61 [3000] 145080 157 416 884 [500] 140022 106 --- 811 51 113031 100 3 236 481 594 740 (500) 74 84 1140-11 [500] 75 278 808 45 52 786 908 115274 [1000] 542 110056 228 624 62 785 883 903 80 [ 500] 117467 325 480 625 736 628 88 924 83 2 5 9001 33 111 (30001 207 72 455 Sonntag, den 10. Mai 1998, «achm. 4 Uhr pünktlich findet an innerem Bootsbaus baä diesjährige Airvndevn M* Harth Elegante Herren-Garderobe nach Mass Grosses Stofflager verbunden mit VootsLaufe, Anffahrt utib Konzert statt. D8/» Wir bitten unsere verehr!. Mitglieder nebst werten Angehörigen um zahlreiches Erscheinen. Bei ungünstiger Witterung findet die Feier 8 Tage später statt. Giessener Mer-Gesellschaft 1877 E. V • i'fi: •*y 198165 455 786 913 1 99125 296 353 440 34 [500] 653 902 200052 349 511 677 909 51 2O103O 90 158 228 29 [500] 409 «35 SO 758 873 900 71 |50u| 2O20-3 34’ 406 5«8 971 203’6« 484 593 635 850 929 2O41S2 37 616 81 55 759 RO1 2O50S9 64 199 310 26 36 55 (10001 501 55 64 69 2 0 6117 518 19 48 (5001 690 788 2 0 7077 193 230 516 753 79 [3000] 208186 804 [500] 413 572 (1000] 602 15 17 724 931 20 9022 251 612 (80101 619 72 75« 2 1 0079 159 SS «19 756 812 14 74 [ 500] --- 31 856 83 97 992 2 1 2005 141 406 714 815 2 1 3123 84 804 26 [5001 «1 74 45« 511 24 773 78 214140 57 41« 42 630 712 933 87 [1000 ] 518 61 (10001 2 1 0197 320 (5001 38 640 82 988 1 52117 204 701 843 68 1 53122 397 608 85 (SOOO) 656 729 996 1 54224 57 888 580 609 18 [500] "" k41 15 5002 46 102 281 85 828 432 6’4 718 1 50565 180405 857 955 74 1 81126 908 J1000] 74 182062 «5 017 23 58 1 0 0007 148 .’.R’ 89 4«?. 742 «20 60 [1000] 925 60 107082 93 320 459 93 670 743 872 1 08473 [ 500] 611 19 733 993 15001 109114 389 [1000 ] 782 955 1100001 110125 259 [1000] ß«5 983 1 11008 15 ISS 69 (3000 ] 202 25 500 930 112047 [ 500] 54 547 651 710 26 923 113139 214 [1000] 60 511 7’0 [500] 805 9 22 70 73 114091 216 3°S (3000] 93 [3000] 632 63 795 802 115180 4P3 «59 llß’fi« 458 954 117061 95 145 46 408 62 (10001 99 939 118140 47 50 240 I SOOO] 46 [1000] 672 852 1 19111 11000 ) 88 417 641 706 10-42 978 82 120057 84 192 684 SSS 12 1 092 151 210 362 422 77 7«1 78 122051 57 100 497 «16 945 58 123250 8« 356 [500] 447 1500] 64 527 604 730 88.3 1 24125 87 .315 627 853 125022 63 101 [500] 32 365 424 57 68 500 1 659 738 «40 987 «0 [500] 120118 4« 400 8 «05 17 -x,~2101,20 685 7,3 211103 96 [500] 97 485 749 (500) 2 1 2072 [3000] 177 366 81 476 83 525 213270 336 43 94 479 551 613 214’81 314 28 49 467 93 584 625 [1000] 717 53 992 2 1 5011 95 134 211 343 2 1 0025 408 (500] 502 667 802 65 2 1 7062 100 504 614 [500] 75 80 780 (500) 810 2 1 8012 88 156 487 546 630 821 2 1 9414 (500j 61 800 «4 2 20129 509 007 744 847 072 22 1 208 78 616 675 898 [ 500] 2 2 2056 165 336 [500] 695 [500] 709 852 918 223016 708 22401-4 35 77 90 166 218 010 76 439 574 773 846 98 965 2 2 5341 570 97 [500] 707 907 91 (SOOO) 220137 (500] 255 85 532 2 2 7041 [1000] 82 153 460 550 630 852 2 2 8035 4 3 78 259 878 96 430 786 859 971 2 2 9001 99 155 78 421 56 622 73« 50 ( 3000] 72 09 035 ( 500) 40 2 3 0 218 441 556 231166 [3000] 250 861 438 570 688 764 810 52 [1000] 77 951 2 3 2020 539 [500] SOS 14 947 64 73 233168 (500] 895 (öOO) 418 690 800 946 2 3 4045 69 103 [1000 ] 415 611 [500] 12 (SOOO] 717 814 911 23 5039 89 158 [500] 287 530 «36 793 [1000] 846 900 [ 500 30 230038 390 407 760 SOI 78 905 2 3 7052 150 267 3«2 4« 65 230 58 65 470 88 813 (SOtol ' 20 [1000]' "905‘ "14 21820« 578 80 616 51 55 884 2 1 9012 204 21 806 22O000 ß 109 212 33 (5001 848 72 493 [5001 624 704 958 221368 [ 3000 ] 436 666 786 222028 43 57 97 291 008 SO 706 864 223042 09 102 461 [3000] 782 978 2 2 4-U0 [1000 1 254 508 3 647 [ 3000 ] 225097 134 54 76 292 111)00] 422 [3000] 79 596 841 2 2 0064 7 7 215 23 93 452 669 700 227126 41 394 478 573 7<18 [SOOO] 2 2 8274 [8000] 615 22 9 052 165 719 80 839 953 vtthch W einer (intr,, schein i Qte- ui £ T'e Uiu>„ Wtzliq;|: » St SN na Xr Same Msend. 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