Erstes Blatt Samstag 11. Januar 1908 158. Jahrgang Die heutige Nummer umsaht 18 Seiten. Markylav 17. Landhaus das Ziel vieler Die Intendanz des Frank- Tie nächste Olouuät nach der unter dem Namen Brenlanosches Wanderer unb i'üeratuviveunbe. — Kleine K n n sl ch roni k. iurter Schauspiels teilt mit: Neueinstudierung von HeddelS „Maria Nlagdalene* wird Ende nächster Woche das Schauspiel „Der A »i d e r t* von Paul Lindau jein. - Verkäuferin und Delileimn- Liellr per L gebt a. d. Erocd. d. Bl > 5^tioD (iie&tD p y.fcUe, A.-V. d Jitntaj , dc« 12.8««-1 iudenrod-Dieber. Lvmailch vo"A St.MMUttgSviLd uus dem Atichstage. Berlin, 10. Januar. Der Vogelschutz. Es war bei einer der Verlängerungen des Sozialistengesetzes. Alle politischen Nerven waren auss äußerste gespannt. Mehrere Tage hatte die heiße Schlacht im Reichstage schon gewährt,. und nach einer vierstündigen Rede Singers war die Verhandlung abgebrochen und man hatte einen Schwerinstag eingeschoben. Der Vogelschutz stand auf dessen Tagesordnung, und Alexander Meyer, es kann auch Munckel oder Träger gewesen sein, hielt eine köst- lictye Rede — man wußte nicht, ob über Vogelschutz oder Sozialistengesetz; denn es war vom Schutz der Singer die Rede und jeder Satz hatte eine humorvolle Beziehung. An die zwei Jahrzehnte sind seither vergangen und auch heute stand der Vogelschutz zur Verhandlung, und auch heute demonstrierten sozialdemokratische Massen vor der Tür des Parlaments, wenn auch nicht vor dem Brandenburger Tor, sondern in der Prinz-Albrechtstraße. Der Humor eines Alexander Meyer ist aus den Hallen der Volksvertretung gewichen und soweit er noch vorhanden, »um CUiuviueH^ z, Voba em lülvrige- dtheu "Ul bwb gesucht. ycichüusslelle ««Uktgers. ,240 Nr. 9 Het Slrtzener Anzel-n crid)emi läßlich, äuget SomuaqS. - Beilagen: viermal roöcbentlld) -tetzener^amiliknblätter; troeimal luÖcbcnil.Ktels« lall für den Urei, Giehen sTrenslag und Freitag); jmeniml monatl tanb« Dlrlfchaflltche Settfragru die Vermehrung der Zahl der Geschworenen in St. Petersburg und Moskau, um die Bestätigung des Etats der Auserstehungskathedrale in St. Petersburg und der- gleichen mehr. Die boshaften Krittler dieser dritten Duma, Die sie die Duma der Talentlosen nennen, scheinen demnach gar nicht so Unrecht zu haben. Unter den politischen Ereignissen der abgelaufenen Woche verdient vor allem die Reise des jranzo- s i s ch e n Ministers des Auswärtigen P i ch on n a ch M a d r i d Erwähnung. Diese Reise ist sicherlich kein bloßer Akt der Höflichkeit gegen das spanische Kabinett, sondern hängt in der Hauptsache zweifellos' mit der Ma- rokkosrage zusammen. Es veclautel, daß Frankreich Spanien für eine weitergehende Aktion in Marokko gewinnen wolle. Bisl-er war Spanien in Marollo ziemlich zurückhaltend und untätig. Ob es Herrn Pichon gelungen ist, seine spanischen Minislerkollegen jür seine P.äne geneigt zu machen, darüber ist nichts bekannt, aber man weiß, aaß Spanien sich keineswegs leicht dazu bereit erklären wird, die Franzosen aus der marokkanischen Patsche zu Helsen, Denn vor allem sind es d.e gefälligen Kosten eines solchen Unternehmens, die Spanien zu scheuen hat. Ohne besondere Gegenleistungen von selten der Franzosen wird Spanien also vermutlich nicht zu haben sein, und es verlautet denn auch schon, daß Frankreich daraus hrn- arbeite, die bestehende Entente zwischen Spanien, Frankreich und England zu einem festen Bündnis zu erweitern. Wir im Deutschen Reiche konnten einer solchen Entwickelung der Dinge ruhig entgegen sehen, denn eine Bedrol/ung des Weltfriedens würde em englisch-französisch- spanisches Bündnis ebenso wenig haben, wte es die Entente bisher gehabt hat. Bedrohlicher steht trotz aller Frwbcns- versichernngen die Lage in Ostasien aus, wo sich die Spannung zwischen Japan und Amerika ständig vergrößert. Tie aus ihre kriegerischen Ersolge so stolzen Japaner werden es sich schwerl.cy ge,allen las,en, wenn die Vereinigten Staaten von Nor^-Kmerika durch irgend welche Ausnahmegesetze die japan.sche Einwanderung von Amerika abzul-alten versuchen wollten. Auch an sonstigem Kon- slit'tsstosse zwischen beiden Völkern fehlt es niajt. Unter diesen Umstünden bedeutet das bevorstehende Eintressen Der amerikanischen Flotte in den ostasiatstchen G-wäs,ern eine nicht gering zu veranschlagende Gewähr ,ur den Frieden im Stillen Ozean. Eine Swrung des Friedens wird jetzt auch von der abessinischen Grenze gemeldet. Ob mit oder ohne Wissen Mcneiits haben -JOn Abefs.niel' einen Ein,all au, italieniicijeS ®ebict gemacht, siarawanen beraub., d.austeutc gefangen und getötet und den Ort Lugh, wo der italienische r-lesident we.lt, bloaicrt. J.aücn hat vom Negus Menelit jetzt sofortige Genugtuung verlangt. E. A. politische Wochenschau. Gießen, den 11. Januar. Der deutsche Reichstag und das pr eu ß i sche Abgeordnetenhaus haben in der abgelaufencn Woche ihre Beratungen wieder ausgenommen. Große Ereignisse haben diese ersten Tage nach den Weihnachtsferien im Reichstage noch nicht gebracht, denn man erledigte hier einstweilen nur geringfügige Zachen. Auch im preußischen Lbgeordnetenhause brachte die erste Beratung des Etats noch leine besouoere Ueberraschung. Daß die fetten Jahre der großen Ueberschüsse nun auch für Preußen vorüber sind, wußte man schon aus mancherlei Anzeichen vorher. Die erhebliche Erhöhung der Beamtengehälter machten sich ini neuen Etat recht deutlich bemerkbar, ebenso die geringeren Einnahmen bei der Eisenbahn, die doch bisher in Preußen immer glänzende Ueberschüsse heroorgebracht hatten. Man rechnet nun in Preußen mit einem Defizit Don etwa 60 Millionen. Das erste, große, sensationelle Ereignis dieses neuen Taguugsabschnittes des preußischen Landtages wurde für den ganzen gestrigen Freitag erwartet, da die gtegierung sich bereit erklärt hatte, in dieser Sitzung zu dem Anträge der Freisinnigen aus Einführung des Steichswahlrcchls in Preußen Stellung nehmen. Tie Aenderung des veralteten und ganz unzeitgemäßen preußischen LandtagSwahtrechls hat.e sich immer mehr als dringendste Notwendigkeit erwiesen. Das wurde selbst von der Negierung nicht in Abrede gestellt. Die Hauptschwierigkeit bestand aber bisher darin, daß man sich über die Art und den Umfang einer Wahlresvrm noch nicht schlüs.ig zu werden vermochte. An die einfache Ueber- £ragung des Reichswahlrechts auf Preußen, an die Möglichkeit einer solchen plötzlichen Umwandlung in unserem größten Bundesstaate hat wohl keiner gedacht, und der freisinnige Antrag sollte gewissermaßen nur eine Richtlinie sein und die Regierung an eine der alten Hauptforde-^ einigen des Liberal.smus erinnern. Auf die Darlegungen Der Regierung gegenüber dem freisinnigen Anträge konnte man immerhin gespannt sein. Nun sind sie durch den Mund des Fürsten Bülow erfolgt, und man muß gestehen, daß sie auch die bescheidensten Erwartungen getäuscht haben. Fürst Bülow gab die Mängel des jetzigen preußischen Wahlrechts zu, aber eine durchgreifende Aenderung will er offenbar doch nicht vornehmen. Für die königliche Staatsregierung stehe es nach wie vor fest, so führte W ci aus, daß die Übertragung des Reichswahlrechts auf i Preußen dem Staatswohle nicht entsprechen würde. Auch die Beseitigung der bisherigen öffentlichen Abstimmung önne die Regierung nicht in Aussicht stellen. Was geprüft werden solle, sei eigentlich nur die Frage, ob die Steuerleistunacn allein oder ob auch Alter, Besitz und Bildung in Zukunft bei den Wahlen in Betracht zu ziehen feien. Für die s en Landtag seieine Wahlrechtsreform jedenfalls noch nicht zu erwarten. Das ist wenig, ja weniger als wenig. Auf die Blockpolitik im Ri eiche wird diese Stellungnahme Preußens jedenfalls nicht !fc± lü Umyeycad. ßiieteui zur Aare Filiale ststratze 31 onntflfl stossen Riale !mertt>eg 6 MU» vou U bis Hcrodot Nyssia heißt, ist eine orientalyche Haremsnatur, in der D.rnminstint'te (dünmmern, die nur geweckt zu werden brauchen, uno Gygrs ist ein haltloser ganz passiver Charakter, der zwisä-en diesen bc.bcn Gewalten hin imD brr sck-ioankt. Am besten gelungen ist die Ejnsichrung des armen Fächers Gi)ges im eilten Akt, oer durch dUs aus Dem „Ring des Pochkrates'^ bekannte Motiv eines im Bauch dcs Fisches gefundenen Ringes »uni Freunde und ©ünfb» liitg des Königs w.rd. Es besteht Nicht der leißste SckMten eures Grundes, aus dem dieses sranzösische Stück iwersetzt und auf-- geführt werden mußte. Es sei denn, daß Uebersetzer und Tirckwr und aus diese Art anschaulich öciveisen wollten, wie groß Hcok-el ist und wie gciual sein Ghgcs. — Zum Gedächtnis einer unglücklichen Dichterin.^ In Winkel un IihemgaWivurdc ans 9lnlab der 100. Wiederkehr des Tages, an dem die Mankiurier Sliäsdcune und Tichlerw W n v o i i n e v. Günderode wegen einer unglücklichen Viebc zu dem Alieriumslorschcr Frdr. Ereuzer sich, ein weiblicher Wen her, dvn eii'oklne, wurde am Veianlasjnng der släduschen Benvaliung die Taiei au dem Grade der Tichlenn, die fiel) an der Ern- 'riedignngsmaner Himer der Kirche befindet, und deren Nameus- (ui'jcbiin im t'nufe der Zeil verwilien war, in würdiger Weise erneuert. Karolme v. v-ündciode lebte in W längere Zeit bei ihrer Freundin Beilina v. Arnim, der .Sibylle der Romantik". Sie |d)Acb linier dem Namen Tian „Gedichte und Phantasien", „Poeliiche Fragmente", „Austätze und Gedichte-. Jhic „Geiamineilen Dichtungen" wurden von Götz 1857 heraitSgegeven. Envahnt ict, dag die ehemalige Wohnung der Beilina v. Arnim, wo die Günderode so häufig verkehrte, sich noch in ihrem ursprünglichen Zustand am westlichen Ende des Städtchens W. besindel. Tas Haus ist ICUhees FcuiUston. — UeberdenversloroenenPrv i. ^r. AdolsVogt, Litern Sohn der Stadt Gießen und Äriw.e Karl Vogls, schreibt em iikrner: Prof. 'Moritz Laurus, der in Adolf Vogts Hause verkehrte, sagt von ihm: „Er war eifrig in feinem Beruf, allem Guten hingegeben, ein gerader, ausrichtiger Mann, der vüt fein un Jahre IL-lü und 13ÖU und später m-muher deutscl)e Fluchilmg (xasil-che Aufnahme. Immer war ein Bett für muchttinge bereit, i Zuweilen .and Adolf Bogt sein eigencs „Mt von einem FuM- hng besetzt. Vogt Ijat mir selbft erzählt, daß etnc3 Tages, als er sia> zur begeben wol.te, der „r o te Be cker , in seinem tlc lag. Adolf Bogt war eng befreundet mit Dokunin, i r 18.38 in Bern lennen lernte. Als Bokumn m Locarno weilt«, besuchte ihn Aooli^DogtemeS Tagcs Cs war Wintersreit, Vogt trug einen Pelzrock. Da sagte Bo- crhne Einfluß bleiben. Von sonstigen Ereignissen der Woche ist eigentlich < nur noch der neue Petersprozeß %u erwähnen, der dieser Tage in KÄln begonnen hat und Die aus früheren Prozessen bekannten Taten des früheren deutschen Reichs- stornniissars in Ostafrika aufs neue ans Licht der Oeffent- keit zieht. Arn Dienstage dieser 'Woche feiert eman im Zaren- ceiche das Weihnachtsfest. Die Duma, die sich auS diesem Anlässe 24 Tage Ferien bewilligte, hat keinen gerade sehr anstreng-Lnden Tagungsabschnitt hinter sich. Große Gcsetzeö- taten hat sie in den 45 Tagen ihrer Beratungen nicht geleistet; mit Mühe und Not sind neun unbedeutende Aesetzchen gemacht worden. Das bedeutendste darunter war die Bewilligung von etwa 32 Millionen Mark für die Rotstandsdistrikte. Das übrige ist kaum wert, erwähnt zu werden: es handelt sich um Umbenennung zweier Mi- iltärgouverneurposten in einfache Gouverneursposten, um M Siigcln inwn in uni augci i Didißiter «euüja Xlia:tiplae.U Ü-, ".l .Is, in allen HM lyatiieriL AMCbote m». U146 ■nie weroen lämcfl rücyien. ü-b’1UU,c' F«rMprcch • Anlchlüste: füi bte Redaktion 112, Berlag u. ll^pebilion 61 ist er polternder, grober, handgreiflicher geworden. Die Lebensaufgabe des Herrn Veckh, der, solange er noch als freisinniger Vertreter von Koburg Mitglied des Hauses war, Jahr für Jahr eine flammende Rede hielt gegen den Mord der Krammetsvögel, kommt nun endlich zur Erfüllung. Der neue Gesetzentwurf, der freilich schon vor iVa Jahren dem Hause vorgelegt ist, bringt das Verbot des Fanges im Dohnen stieg. Freilich nur soweit, als ihn auch die" Einzelstaaten in ihrem Souder- jagdrccht schon nicht gestatten. Der Forstmann von Wolff- Metternich hatte den Mut, das Verbot zu bekämpfen und mußte fiel) vom ganzen Hause, auch von dem Haupt- oertrcler seiner eigenen Zentrumsfrakiion, den Vorwurf gefallen lassen, ein grausamer Herrenmensch, ein Vernichter der Natur zu sein. Und der Humor des sreikonfervativen Herrn Varenhorst bedrohte ihn mit einem schmählichen Tode, denn er wollte ihn an der Krammetsvogelschlinge, mit der er gefährlich vor seinen Augen herumdemonstrierte, an den Beinen aufhängen und eine Viertelstunde lang baumeln laijen. Vielleicht gelingt es der Kommission, an wclck/e die Vogeljchutznovclle verwiesen würde, Herrn von Wolfs-Metternich zu belehren und damit zu retten. Und noch einmal betätigte sich der Humor eines Abgeordneten bei dem zweiten Punkt der Tagesordnung, der Maß- und Gewichtsordnung, aber diesmal in friedsamerer Weise. Unter den Rednern, die ihre Freude lundgabcn über die Belehrung der Regierung zu den Beschlüssen der ehemaligen Zieichstagskommisswn nahm auch 5>crr von Kap Heng st als Jungsemr.edner das Wort. Er zitierte aus dem alten Testament, weil zu diesem ja manche Herren aus der Linken Beziehungen unterhielten. Es war das Wort Jesus Sirach: Euer Maß und Gewicht sei gerecht — das man mit einer kleinen Aenderung vielleicht sür die noch leere Stelle über dem Portal des Reichs- Hauses empsehlen könnte: Eure Rede sei maßvoll, gewich.ig und gerecht. Stimmungsbild ui S Orm prenß.^bgco dnelentiarrs Berlin, 10. Jan. Schon am frühen Morgen verriet die Umgebung des Abgeordnetenhauses, daß ein großer Tag bevorstehe. Von ! 10 Ul,: ab yicuei. dick)!. Menschen» engen Straße und , Platz vor dem Abgeordnetenhause besetzt, und die Polizei, die auf diese von der So^ialdeinokratie organisierte Wahlrechtsdemvn- stralion — als solche erwies sie sich sehr bald — nicht gerechnet zu haben schien, vermochte irur mit Mühe den Verkehr aufrecht zu erhalten. Immer neue Polizeiverstärkungen wurden her an- gezogen. Aber es kam zu keinen Ausschreitungen. G.äuldig warteten die Tausende in der Winterkälte vor den Pforten der preußischen Volksvertretung. Jeder Abgeordnete, der erkannt wurde, wurde mit dem tausendstimmigen Ruf: „Allgemeines, gleiches, geheimes Wahlrecht!" begrüßt. Djese Demonstration verstärkte sich, als der Wagen des Fürlten Bülow in die Rampe einbog. Mit olwetibetäubendem Zcscyen und Lärm und lebhaften Rusen nach Dem Reichstagswahlrcchl quittierte die Menge sein Erscheinen. _ Auch das Innere des Hauses verriet, daß ein großer ^tag bevorstand. Dicht besetzt waren die Bänke der Volksvertreter, bis auf den letzten Platz gedrängt voll die Tribünen. Am Regierungstisch erschienen nur Fürst Bülow, Staatssekretär von Bethmann-Hollweg, Minister von Moltke und Unterstaatsfekretär von Locbell. Unter lautloser Stille erteilte der Präsident dem Abg. Träger das Wort zur Begründung der Interpellation, und während von draußen her die Klänge der Arbeitermarseillaise, die von der Menge immer wieder angestimmt wurde, hcreindrangen, begann 5)err Träger zu sprechen. Leider blieb er auf den Tribünen völlig unverständlich, und auch im Hause haben ihn nur diejenigen Volksvertreter verstehen können, die sich um ihn versammelt hatten. Auf der Rechten und im Zentrum pflog man lebhafte Privatunterhaltungen, die der Präsident stillschweigend duldete. AllAe- meines Aufsehen erregte das Verhalten des Minister- präsidcnten: Er würdigte die Darlegungen des liberalen Redners keiner Aufmerksamkeit; Träger den Rücken kehrend, unterhielt er sich lebhaft und in anscheinend heiterster Stimmung mit ®9 Z> 9 Iv || v I Iv i I Ijv IHv v IsLaJiiz Jy Berantwortlich •sm;Ms- General-Anzeiger für Gberhessen von Anzeige» V ’ •II u.Vanö" unb „(Sertdits- Mmfual4e«"iö"u^ UotafionsbrnS und Verlag dervrlilfl'schen Unin.-vuch- und Steinhruderei. H. fange. ReöaHion, Expedition und Druckerei: Schuistratze 7. CKCH. 10. W« ‘9“ «* ol. *'•* «v , stbr: j8/ 7'1, % »fr' turtln: „Giv m-r den Pelz, mich friert." Vogt tut also, ob- icston er wußte, daß er den Rock nie mehr erhalten nxrde. Am 13. Ium 1876 kam der 63 jährige Bvkunin sck-wer krank nach Bern. Er wandte sich sogleich an seinen alten F-reund Adots Vogt, indem cr zu ihm sagte: „Entweder wirst du mich kürzeren oder umbringen." Sck-erzcnd vcr.etzte Vvgt: „Es wird wohl das letztere der Fall sein." Am 1. Juli gleichen Jahres starb Bokumn, rocldjcr an Hypertiwphte des Herzens Ltt, ichmcrzlcs im Kocher sck>en Spital zu Bern. Vogt drückte ihm die Augen zu und seine J-rau, Lina Vogt, ließ ihm auf dem Berner Friedhof einen Denkstein cnid)tcn. — Zum Tode von Wilhelm Busch. Aul die an den Kaiser cvnnitete 'Diclbiuifl von dem Tode von Wiluelm Bujch ist dem Gastwirt .Haufimami in Mechtshausen lochendes Anuvorl- Tetemanlm zugcgaiiqcn: „Ter Üaijer und König hoben die Meldung vom Henngong des Dichters Wilhelm Busch mit schinerz- sicher Telincihnle entgegen genommen und beflogen mit dem bcuijctien -rotfc den Tod deS trefllichen MeUiers, t>e||en hciicie Mme und cho.olterlsuicher Zeichenmsl |o köstliche Schätze geschgssen und der großen und kleinen Well ztl bleibendem Eigentum geidientt not. eeme 'lUnjefiät lassen den Hmterbllebenen des Enljchlo'enen aller, hochü ihr lumnn,einiges Beileid auSlprechcn. Im ollerhÖchnen Auäroae: v. Lucon.iS, Wirkt. Geh. Rot, Ehe« des Z.v.lkob.nciis.' - T>e B e i s e tz u u g von W , 1 helin Busch findet am Montag, 11 Uhr vormtttagS, ui Mech'shaujen statt. — Ein französischer „Gyges". Man sckneibl uns auS B e r l i n : DaS alte Märck>cn aus dem Hercdot, dem Hebbel den Stoss zu seinem „Gygcs und sein Ring" (Din Stcmgoetter kündigte kürzlich be Aufiührung dieier prachtvollen Dtck>ttlng |ur diese Spielzeit an. D. 3vd>.) entnommen hat, t|t auch von dem |va>rzösisä>en Dichter Andrä Gide in einem Drama „Der König K a n d a u l e s" behandelt ivvroen, das am Donnerstag im„Klc,nen Th.satcr ' seine ErstaussüHruitg erlebte. Er hält sick) völlig an die Erzählung dcs „Vaters der Geichichtöschreibung". Kandaules ist der gutmütig unbehe-rschte S-nnenmensch, der nur da genießen kann, iuo andere mit ihm b"" Lern; seine Gattin, die hier wie bei V 1860' Nur echt fernem Nachbar Bethmann-Hollweg. Herr Träger sprach lange, und als er geendet, erhob sich Fürst Bülow. Mit monotoner Stimme verlas er eine kurze, fefrr kurze Regierungserklärung, und mit allen Zeichen der Verblüffung folgte chm das Haus. Man hatte eine kleine Verbeugung vor der Linken, eines jener diplomatischen Pronuneiameiltos erwartet, die hinter wohlgesetzten Worten nichts versprechen und nichts versagen, und in denen Fürst Bülow bekanntlich Meister ist. Nichts von alledem: Ein rundes, klares Nein war Bülows Antwort auf die freisinnige Wahlrechtsforderung. Kein gleiches, kein geheimes Wahlrecht will die Regierung bewilligen; nur das Pluralwahlrecht nach belgischem Vorbild erscheint ihm allenfalls diskutabel. Aber auch diefe Frage will sie nicht vor der nächsten Legislaturperiode zur Debatte stellen. Und bis dahin kann noch mancherlei sich zutragen, was ihr diese Absicht wieder leid werden läßt. Mit lebhaftem Beifall nahm die Rechte, mit nachdrücklichem Zischen die Linke die Regierungserklärung auf. Dann gings an die Erörterung des Antrags, eie brachte nichts wesentliches: Rechte und Nationalliberale bllligten mehr oder minder vorbehaltlos die Haltung der Regierung, Zentrum und Linke bekämpften sie. 9tod) einmal nahm der Ministerpräsident das Wort: Um zu versichern, die Regierung werde sich ebensowenig wie nach seiner Ueberzeugung auch das Haus pon den sozialdemokratischen Wahlrechtsdemonstralionen beeinflussen lassen, eine Erklärung, die auch die Linke mit dem gleichen Beisall begleitete, wie die weitere Versicherung Bülows, die Negierung werde nach wie vor sich von jeglicher Wahlbeeinflussung fern» halten. Ein Schlußantrag machte der Debatte ein Ende, und die Abstimmung ergab die Ablehnung des freisinnigen Antrags gegen die Stimmen der Linken, des Zentrums und der Polen. Für die Acitterung der Wahlkreiseinteilung stimmten mit der Minderheit auch ein Teil der Nationalliberalen. So ist denn diese mit Spannung erwartete Aktion vorüber. Aber noch ruht im Zeitenschoße die Wirkung, die diese Absage des Ministerpräsidenten Büll)w an den Landtagssreisinn aus die Blockpolitik des Kanzlers Bülow üben wird. parlamentarisches aus Hessen. R.B. Darmstadt, 1U. Jan. zer Ft.tu tt zausschuß der 2. Kammer setzte heute seine Etatsberatungen bei Kap. 48, Denkmalspflege, fort. Für dieses Kapitel wird ein Betrag von 25 500 Mk. angefordert. Es wurden Klagen darüber laut, daß sich die Behörden so häufig bei der Anlaeg von Bauplänen für neue Stadtviertel einmischten und damit in die Befugnisse der Stadt eingriffen und mitunter wichtige Verkehrsinteressen schädigten. Die Kap. 49, Römisch-germanisches Zentralmuseum zu Mainz, Beitrag des Staats 8400 Mk. und als zweite Rate zu den aus 15 000 Mk. berechneten Kosten für die neuen Schauschränke 7500 Mk., Kap. 50, Historischer Verein 1000 Mk., Kap. 50 a, Historische Kommission 2000 Mk., Kap. 51, Zentralstelle für Landesstatistik, 52 898 Mk., Kap. 52, Geologische Landesanstalt, 43 023 Mk., und Geologischer Landesdienst, 4100 Mk., wurden genehmigt. Bei Kap. 31, Gendarmerie, 588524 Mk., wurde beanstandet, daß für die Ausbildung Stenographiekurse eingerichtet würden; dos ginge denn doch zu weit. Bei Kap. 36, Landesuniver- sität, wurde eine Klage vorgebracht gegen Assistenzärzte in der chirurgischen Klinik. Ueber die Kap. 71—75 a, Landeskreditkasse, 856 866 Mk., Landwirtschaftlicher Dispositionsfonds, 3000 Mk., Landwirtschaftliches Unterrichts- und Versuchswesen, Einnahme 84 210 Mk., Ausgabe 247 776 Mk., Bodenmeliorations- und Wasserversorgungswesen, Einnahme 212 700 Mk., Ausgabe 453158 Mk. usw. wurde vom Abg. Hirsche! referiert. - Die Fortsetzung der Beratung erfolgt Mittwoch den; 15. Januar nachmittags. Der 4. Ausschuß der 2. Kammer beschäftigte sich heute vormittag in Gegenwart des Staats- und Justiz-, Ministers Ewald mit dem Antrag Ulrich, die Regierung zu ersuchen, für Offenbach die Errichtung einer Strafkammer in Erwägung zu ziehen. Die 2. Kammer hatte sich früher einmal zu einem solchen Ersuchen zustimmend ausgesprochen, worauf die Regierung aber nicht einging. Es wurde ausgesührt, daß durch die Novelle vom 5. Juni 1905 die Strafkammern entlastet und den Schöffengerichten mehr Arbeit zugewiesen wurde. Wenn jetzt dem Antrag Folge gegeben und auch in Offenbach eine Strafkammer errichtet würde, so würde die Strafkammer II zu Darmstadt, der jetzt die meisten der Offenbacher Sachen zufallen, zwar nicht übermäßig, aber doch sehr entlastet werden, daß andere Anordnungen getroffen werden müßten. Staats Minister Ewald führte aus, die Regierung sei keineswegs der Meinung, daß die Frage der Errichtung einer Strafkammer in Offenbach für alle Zukunft erledigt sein solle. Es ständen aber noch zwei Reformen im Justizwesen bevor, und bevor man ihre Wirkung noch nicht über- schen könne, dürfe man nicht durch die Errichtung der neuen Kammer weitere Verschiebungen veranlassen. Der Aus- ichuß schloß sich im allgemeinen den Gründen der Regierung an und glaubt, daß vorläufig wenigstens von der Errichtung einer Strafkammer in Offenbach abgesehen werden müsse. — Die Beratung über die Vorstellung des Gemeindevorstandes zu Seligen st adt wegen Beseitigung der konfessionellen Schulen daselbst erfolgte in Gegenwart des Ministers des Innern Braun und des Vertreters der Schulabteilung, Geheimerat Dr. Eisen- Huth. Die Regierung stellt sich auf den Standpunkt, daß es sich in Seligenstadt nach Art. 10 des Volksschulgesetzes mn die Errichtung einer neuen Schule handelt. Die Genehmigung der früheren konfessionellen sei erfolgt unter bestimmten Bedingungen (Zuschuß des Gustav Adolf-Vereins). Diese seien jetzt weggefallen und deshalb habe die Regierung auch das Recht, nach den Vorschriften des Gesetzes die Errichtung der neuen Schule zu verlangen. Von anderer Sette wurde dagegen betont, daß Art. 5 des Schulgesetzes den Gemeinden ausdrücklich das Recht gebe, darüber zu bestimmen, ob sie eine konfessionelle oder eine gemeinschaftliche Schule einrichten wollten oder nicht; wenn der Standpunkt der Regierung richtig wäre, so würde ja Art. 5 eigentlich gar keinen Sinn haben. Die Vertreter der Regierung betonten dagegen wiederholt den Standpunkt, daß die Regierung durchaus im Sinne des Volksschulgesetzes gehandelt habe; es würden sich auch schultechnisch bei dem einklassigen Eharakter der Schule manche Schmierigkeiten ergeben haben. Der Ausschuß schloß sich mit sechs gegen eine stimme den Darlegungen der Regierung an Tas Referat darüber erstattet Abg. Adelung. Ter 2. Kammer ist eine Vorstellung der vereinigten Arbeitgeber-Verbände der Bau Handwerker Hessens« wegen des Bauarbekterschutzes zugegangmi. In ihr richten die Petenten an die Kammer die Bitte, den Antrag der Zentralkommission für die Bauarbeiter Hessens, Baukontrolleure aus dem Arbeiterstand anzustellen und mit weitgehendsten Befugnissen auszurüsten, abzulehneu und bei der Großh. Regierung dahin vorstellig zu werden, alle Vorkehrungen zu treffen, die die weitgehendsten Garantien für einen wirksamen Schutz der Bauarbeiter bieten. — Der Vorstellung ist eine eingehende Begründung beigegeben. ______________________ Gießener Strafkammer. Rückfallßdicbstahl. )( Gießen, 10. Jan. Ter 2b jährige, wegen Diebstahl mehrjach bestrafte Taglöhner P. K. aus Schönau, der nach S ö o e l vcrl-eiratet ist, zechte in einer Wirtschaft zu Friedberg mtD nahm bei seinem Weggange zwei dem W.rt gehörige Fahr- vaopetelle mit. Dem mit der Ermittelung beauftragten Pollzei- Dtcnvr gegenüber leugnete er anfumgUch den Diebstahl, gestand ihn aber Dann ein, als ihm in Auch icht gestellt wurde, daß die ^ache noch auf gütlichem Wege ihre isileDigung finden könne und l-olte das Gestohlene aus ern-ent Versteck hervor. Bei der Verhandlung Der .er er sich auf sinnlose Trunkenheit und behauptete. Die Pedlne seien wertlos gewesen. Da diese Angaben nicht richtig l'Jna und er sich im Rückfall befindet, wurden o Monate Gefängnis als entsprechende Sühne für ixe Tat erachtet. Peitschenschlag. Ein Landwirt von D o r l) e i m, der auf der Straße Bad- Nauhewl—Friedberg fuhr, wurde von dem Kutscher Hermann Wmller von Btll)--Nauhe».m üoerholt. Beim Vorüoer fahren schlug bei Kutscher mit semer Peitsche nach dem Landwirt unD traf ihn an beiden Hatiten. Es erging Anllage wegen Körperverletzung und ter Kutscher gab an, er habe b.e Pferde des Landwirts, nicht aber ihn fernst treuen wollen. Das Schöffengericht nahm des- ijrub nur fahrlässige Körperverletzung an und erkannte auf eine Gewürze von 25 Mark. Tie von bim Angeklagten erhobene Berufung wurde verworfen. Anonyme Briefe. Ein Urteil des Schö^eitijerich.s routzbach, nach dem der Landw.rt K. B. von Pohl-Göns auf Privatilage des Johannes Eullr wegen Beleidigung zu einer Ge.dsttase von 5 Mark ver- urtcilt worden ist, fand ferne Bestätigung. Nach diesem Urteil i*unD Pohl-Göns im Laufe d.s letzten Jahves unter dem Zeichen Der anonymen Briefe. Äußerungen über die mutmaßtiche Herkunft Dieier Briese, die beleidig enden Jnhat.s waren, führten zu Klagen wegen Bewegung. Tie L^rwifec vezw. Schreiber der Briese konnten nickst ermittelt werden, weshalb jeder, dem man Die Urvvberiujiait nachsagle, klagend öorging. Der Angeklagte B. I,litte mci/rere solcher Briefe erhalten, unD auch die Frau des Klägirs E. hatte einen solchen an oen Angektagien adressierten geiuitucn und zwar vor dem Fenster seines Hauses. Dieser enthielt Behauptungen uniattichen Verkehrs unD sonstige Verleumdungen und Beleid.gungen. Frau E. gab den Brief nicht heraus, sondern äußerte Wueteriwit ter Wahrheit zuwider, sie hatte ihn verbrannt. Sie wnroe deshalb von B. wegen Verletzung des Briefgeheimnisses angezeigt, aoer Die Sache enteie mit Einstellung des Ver- i«l/ri.ns. D« J-einoschast der beiden wurde jetzt noch erbitterter uno cu5 B. erfuhr, daß Frau E. sich in bcieibigenuer Weise über ihn ausgelassen halle^ Leg er sie zum SuhneveJuch vor den Bürgermeister tauen. Statt ihrer kam ihr Mann und brachte den ge- l'unoenen Br.ef mit, wooei er B. Vorhalt wegen Der Anzeige bei Der Staaisanwaltfchast machte. Es emipann sich ein Wortwechsel, bei. welcher Gelegenheit B. Den E. fragte, ob er denn nicht wisse. Daß seine Frau zugegen war, als b^e Briese geschrieben wurden. W.gen D.e,er Aeußerung, in der ein Vorwurf Der Mitwirkung bei 'Abteilung Der beleidigenden Briefe erbtiut wurde, erhob E. namens seiner Frau^Klage, worauf das Schöffengericht gegen B. Die oben erwähnte Stvaie aus.prach Er focist das Urteil an und machte gelieuo, tr haoe der Frau Den Vorwurf Der Mittäterschaft Nicht gemacht, da er ja doch nur gefragt habe. Nach der Auf- iL|,ung Der Anwesenden war ater kein Zweifel, daß der Frau mit der Frage der Vorwurf Der Mittäterschaft gemacht werten sollte. Unter diefen Umstanden mußte Das Urteil bestätigt werden. Universitäts-Nachrichten. — Tcr bisherige Vertreter der neutestamenlliclien Theologie an Der Berliner Universität Wirkt. Gey. Rat Professor D. Bernhard Weiß gedenkt nut Rüafickst auijeüi hohes Alter zurückzutreten. Ter Gelehrte bat vor einigen ÄWnaten fein 80. Lebcus- jatjr vollcnaet. Zu femem Rachsoiger ist, wie es heißt, Professor u. Adolf Deißmann in dcibetterg ausersehen, einer der tucli- tigüen Fonchcr aus Dem Geoieie der Bioelkrllik unD Exegese und Der neuieitamentlicuLn Philologie. Teißmunn ist 1866 zu langen» Icheid in Heßen-Aussan gevoren, besuchte d.e Realschule in Ecoach uhd das Gymnasium in Wttsoaten urfb ftuDiCtie in Tübingen nno Berlin sowie am theologischen Seminar in H e r b o r n. 1890 wuroe er Pmcrveriveser in Tausenau, widmete sich feit 1891 erneuten UniOuriitcu§rtuüien in Marburg, wo er 1892 Repetent wuroe und Die Lizenlialenwürte erwarb. Im gleichen Jahn habilttierte er sich daseloft chs Pnvaidozem, vertauschte 1895 Die)e Tätigkeit mit der eines Pfarrers und Leprers am theologischen oenunar zu Herborn und folgte 189 Z einem Rufe als oitenll. Professor der neuteftamentlichen Exegese nach Heidelberg. In demieloen Jahre wurde er von der Universität Marburg zum Ehrmaoktor der Geologie ernannt. Auch die fchottische Univerfitut Aberteen verlieh. ihm Die Tvkwrwürde honoris causa. —’ Einführung von Klausurarbeiten für das preußifche Gerichts -Reserendarexamen ist im Prinzip beschlosfen Worten. Tiefe Klausurarbeiten sollen nicht an die etellc Der wiNen.a-aftlichen Arbeiten, sondern neben Dieie treten, ba es fich als wunichenswert herausgestellt hat, daß die Examinanden auch aus ihre Fümgiett hin geprüft werten, Arbeiten' mniroalb weniger stunden anzusertigen. Im ganzen wirb da- Dura) eine Ueme Erschwerung d.s Examens heroorgerufen. GingesanSt. (Für Form und Inhalt uiui Rubrik stehenden Artikel übernimmt die JieoaftLon Dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Vor einigen Tagen las Unteräeidyneter in Ihrer sehr ge- schatzten Zeitung, Daß eine T-ame nach Ausgabe eines 'N- skassenscheines über 10 Mk. in einem hiesigen Laden- ö«l^lt retvgmsäiert Woroen sei. Es ist wirklich ein trauriges Zeidfen Der öeit, daß unicre sicheren, kunstvoll ausgeführton teemntU|(fjeine bum 6. Oktober 1906 noch immer so wenig bielcd roci9ert möglichst Zahlungen in Dagegen, ivenn möglich, aite Zahlungen in Reichsla,sen,cheineli uno bceichsbantnoten und zahlt grunDsätzlich „nur in Reickjs-Paviergeld unD doch Fets em gern gesehener Ga,t seiner , Wurde Itter Privall- und Gefd-iislsmann diesem o wäre umer ReichspaplergetD dem Publikum di.n Angestelllen der betr. Lutengeichäfte hier sehr bald oekannt, keine Tarne wuroe bann mehr dort bei Verausgabung eines oieichsca,,en>cheines rekognosziert und vor allen Dingen würbe unuwe heutige, allgemeine Geldknappheit, unter ter Arm unG> uno erst recht ter Mittelstano ganz unermeßlich leibet, gehoben oder tech wenigstens ,ehr gemildert werten. Tas Geld würbe dann schnell in die Zteid-shaupttassen zurückfliesten und Die ungünstigen Ausweise ter ReichSvank mit ihren 7i/s o;o Diskont lebt bald günstigeren Platz madjen. Sdpon zur Beseitigung oder ^inoerung ter Geldknappheit ersckMe deshalb, wie es die Oberen Regierungsbehörden idwn längst an die unteren getan haben der Örn : „vivant seguentes" d. h. .frei übersetzt: ,,Publikum bediene Spiesplan ves Meuen Kliener Kiadltyealers. Sonntag, den 12. Januar, nachmittags 37, Uhr, bei kleinen Preisen: „Die Rabensteinerin." Ende gegen 6 Uhr. Abends 7H, Uhr, bei kleinen Preisen: Unter Mitwirkung der Kapelle des Insant.-Neglinents: „Ter Verschwender." Ende gegen 11 Uhc. Dienstag, abends 8 Uhr: 12. Dienstag-Abonneinents-Vorslellung: „T e r Andere." Schauspiel in 4 Aufzügen von Paul Lindau. Ente gegen 10'/, Uhr. Mittwoch, abends 7 Uhr: 12. Mittwoch- Abonnements-Vorstellung: „Ter Herr Senator." Ende gegen 9 Uhr. Freitag, abends 8 Uhr: 12. Freiiag-Abounenientts-Vorstellung 7 „Rosen" von Sudermann. Ende 10'/4 Uhr. lCird?lid?s nactfdc^tcni truattgetifche (»ieiiiciiioe. Sonntag den 12. Januar, abends 8 Uhr: Vereinigung bei konfirmierten männlichen Jugend Der Mntthäusgemeuite. Vortrag Des Herrn Lic. Glane. Katholische Gemeinde. Samstag Den 11. Januar: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hell. Beichte. Sonntag den 12. Januar. 1. Sonntag n a ch Epiphanie. Fest der heil, drei Könige. Vormittags von 6% Uhr an: Gelegenheit zur heill Beichte. , um 7 Uhr. Tie erste heil. 'Diene. , um 8 Uhr: Tie zivelte heilige Messe. „ um 9*, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um o /, Uhr: ^riftenlebre; daraus Vesper mit Segen. rillSjUtz bUß otu ^luuersaiiiißrrtiipnu tzkl Alüvi Aufgebote. Jaiuiar. 3. Anton Oppeimimn, Tienslknecht in Lehnheim, mit Magdalene Gerlach dahier. 4. Eeorg Schock, Kau'mann dahier, mit Anna Mana graulen in Trier. — 6. Philipp Lmneftruth, vilisheizer dahier, mit Elisaveiha Becker in Treis a. D. XtDa. 9. Karl Krocker, Eisenbahnbedienfteter, mit Elise Wedel, beide dahier. Eheschlictzungen. Januar. 4. Johannes Geist, Hau mann in Hersfeld, mit Emilie Bruchhäufer dahier. 6. Ludivig Bechthold, Alaurer, mit Elisabeth Krug, geb. Kreiling, beide dahier. (geborene. Dezember. 31. Dem Wirt Johann Georg Krall eine Tochter, Helene Annemarie. Januar. 2. Lern Prwalfelretär Hemiich Rothe eine Tochter, Justine. 3. Dem Groi-H. Hochbauau'seher Georg Maringer eine Tochter, Emma Luise Diargareie. 4. Lern Ingenieur Peter Thome eine ^Tochter, Elisabeth Hedwig, ö. Tem Küfer Bruno Schneider em Lohn, Bruno Karl Hetiirlch. 5. Tem ijormev August Wilhelm Stahl eine Tochter, Erna Wilhelmine, ö. Dem Kaunnann Siegmund Herzberger eine Tochter, Eva. 6. Dem Großh. Gewerbeaiiisichtsgehttten Friedrich Ludwig Alelcher eine Tochter. Gestorbene. Januar. 4. Luise Schmut, geb. Schwan, 65 Jahre alt, Neuen Baue 11. ö. Al art in Bttchberger, 4 Jahre alt, Am Rtegelpfaü 38. ö. Lma Weigel, 21 Jahre alt, Reuen Baue lö. o. Heimann üiemirowski, 7 Jahre alt, Stetnslraße 78. 5. Margarete Möbtis, 3 Jahre alt, 9leustadt 31. 7. Karoline Lauer, geb. Schalch, ö5 Jahre all, Alitteliveg 8. 7. Franziska Mmoprto, geb. Schmidt, "4 Jahre all, Wetzlletngasfe 43. 9. 'Mathilde Becker, geb. Amend, 64 Jahre alt, Selterstveg 14. 9. Louis Repp, Privatier, 75 Jahre alt, Lahnstratze 10. 9. Katharine Uhl, geb Zöger, 75 Jahre alt, Fianilurier Straße 5. 10. Elisabeth Sack, 2 Jahre alt, Grosti Mnhlgasfe 21. Merrozolvgissche Veooz,lyru»>gen der Station Gießen. Januar 1908 10. 2” 10. 9st 11. 7« Wetter 2 -o O X o ° Ä 751,3 — 5,0 2,4 76 N 4 Bew. Himmel 755,1 - 8,8 2,1 91 ENE 4 KlarerHunmel 759,6 -12,2 1,6 93 W 2 ft ■ Höchsie Temperatur am 9.—10. Januar = + 0,4 6 C. Rtedilgste , , 9.—10. „ — 8,8 " C. TeietoBiascii© i^isrsberiCdste des Giessenei Anzeigers, nntgeteilc von der Bank für Hande) und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, H. Januar. 1.15 Uhr. 3/4°/0 Reichsanleihe . . 94.00 do. . . 82.70 Konsols .... 94.10 do 82.; 0 ü%°l0 Hessen.....92 Uü °/0 Oberüeaeeu . . . 92.00 t zo Uesterr. Goidrente. 97 70 Uesterr. tiilberrente 9910 4 y» Ungar Goldrente . . 93 60 4% Italien. Keute . . . 103.35 Jzo Portugiesen Serie I 63.50 6% Portugiesen „ III 64.25 i>a0/0 russ.Staatsani. 190a 94 bU 4>5U,O Japan. Staatsanleihe 88.80 t % Cunv. Türken von 19u3 94.95 l ürkeuluse 144 4u i % Griech. Ilonopol-Aul. . 50.30 i% äussere Argentinier . 85.75 uu/0 Mexikaner .... 62.45 4//*(o Chinesen 95.70 Aktie»: Bochum Guss 201 00 Buoerue E. W 114 50 Tendenz.; lest. iiernuer Börse, 11 Canada E. B 156.40 Darmstädter Bank ... —, Deutsche Bank .... 231*70 Dortmunder-Union C. . . Dresdner Bank ... * 140*b0 ^Tendenz: unentschieden. EJektnz. Lahmeyer . . . 125.25 Blektnz. tichuckert . . . 107.90 Bselnveiler Bergwerk . . 212 00 Gelsenkirchen Bergwerk . 1ö9.75 liauiüurg-Amerik. Paket». 121.90 barpener Bergwerk. . . 201.50 Laurab ritte 219.00 Aurdd. Lloyd 109.00 Ubeischles. Eisen-Industrie 100.00 Berliner riandelsges. . . 157.90 Daiuistadter Baut . . . 127.60 Deutsche Bank .... 231.70 Deutsch-Asiat. Bank . , 134 00 Diakuntu-Komuiauuit. . . 173.10 bresuuer Bauk .... 140 90 Kieuitaktien 201.80 baitiuiure- uud Ohio- Liseutaun .... 86.50 GoitbardUahu —.— Lombard. Eisenbahn . . 28 20 uesterr. titaaisuuim . . . 145.10 i'nuce-Heiin-Biseuuahu . 1^2.40 Januar. Anfangskurse. Hurpener Bergwerk. . . — Lauranütle — ..umbaraen E. B. ... 28.30 Nordd. Lloyd 108.00 i ürkeiüose 144.50 4°Io MckiWs Staats-Anleihe von 1908 30 Millionen, Mark ie. 25% des Nennwertes am 7» 71 77 77 77 0 77 77 77 Giessen, den 11. Januar 1908. Bank für Handel und Industrie &Wi uugen 8tHtc 2. Zu [BW, 48 Wohnungen von 1—8 Zimmern. I Ohio- ubaliu jscuuaba 40 ft nur Grobh. Bürgermeisterei Grogen-Buseck: Schwalb. BWi n 17. jf der Sohl* Die Schultommifsiov. ^k Schober. (B“/i 21—30 über 30 125.2o 1U7.90 21200 3,40 14,77 25"/. 25°/. 24’/.»/, Dem. Himmel i hiaretipimmel elagt* Mi - 27. Januar 1908 19. Februar 1908 19. März 1908 19. April 1908. .15 Uhr. eyer. - kert . - Mi ' 2820 ; 145.10 , 1.2.40 127.60 ' 23170 , 134 00 173.10 . 14U# , 201.80 86.50 abgeschlossen. Diese Anleihe ist mit 4% verzinslich und bis zum Jahre 1915 unkündbar. Die Zeichnung findet statt Kaufmännische Aach schule. Wir machen hierdurch bekannt, das; am Freitag dem Januar, abends 8 Uhr, ein neuer Kursus für Maschinenschreiben in unserer Schule beginnen soll. Anmeldungen werden täglich und am Eröffnungsabend in der Schule — Nordanlage 15 — cntgegengenonunen. Gießen, den 11. Januar 1908. Jahre alt, Neuen m tKiegelpiaö 38. a o, peimmin largaieie Oltöbus, Et, geb. Lchalch, no, geb. Lchuuüi, Eder, geb. llmenb, noauec, 75 Jahre )er, 7s Jahre alt, Zahn au, Äroßi Die Württembergische Eegierung hat mit unserer Bank und verschiedenen anderen Banken und Bankfirmen eine neue Staatsanleihe im Betrage von -felb» mit (Emilie ", mu (iiqabeib Depositenkasse Giessen (Darmstädter Bank). Johannesstrasse 1 am neuen Stadttheater, ucnte Bank lür Handel ®eIe9!iNt *• Ertrag Wir bemerken, dass wir voraussichtlich in der Lage sein werden, solche Zeichnungen voll zu berücksichtigen, die uns bis spätestens 14. Januar vormittags 11 Uhr zugegangen sind. ,ai Sm mil Ioniilllikl-Wtttl- MS ZaB-^crPAMgen. Dienstag den 4. Februar ds. IS-, nachmittags halb 2 Ubr, sollen ün Gasthaus zum »Hirsch" in Grünberg nachstehend oer- zeichnete Fisäiereien und Jagden anderweit verpachtet werden und -war: Fischereien. 1. Im Erlenroder Bach in den Gemarkungen Elpenrod, Hainbach und Rieder Gemüliden bis zum Einflug in die Felda und im Mehl- ' jUS.W Ltadtischer WohMllgslichilieis Giegeü Gartenstraste 2, Zimmer 2. (Geschäslsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.l Es sind zu vermieten: ■ü't eine Tochter, u Heinrich atoitje uau'ieher (ä£Ora 4- 2 'edwig. 5. Lem »einrich. 5. Tem -ura toilbelmnit >e Sod)ier, hva. ) -ubwig Lillcher Freitag1, 17. Januar 1908 zum Kurse von ssvio Zugeteilte Stücke müssen bis zum 27. Januar abgenommen werden, bei Beträgen von 91k. 5000.— an aufwärts kann der Bezug aber auch in nachstehenden Teilbeträgen unter entsprechender Verrechnung der Stückzinsen erfolgen: = + 0,4' C. = 8,8' c. 51a|i ^in. *n ^hnheim, mit {Qu’nianii öQijter "'ttnesln.lh' Llcl5, a. d. tbj *le ®rtel, beide Säl' 3 Wohnungen von 8 Zimmern, 1 Wohnung von 7 Zimmern, 8 Wohnungen von 3 Zimmern, 1t Wohnungen von 4 Zimmern, 2 Wohnungen von 3 Ziumrern, 3 Wohnungen von 3 Zimmern mit Laden, 1 Wohnung von 2 Zimmern, 1 Werkstatt, 6 mübll Zimmer. mieten gesucht: $ Wettere Auskunft erteilt Grohh. Forstwart Adam in Rainrod. Eichelsdorf, den 10. Januar 1908. . Grohh. Oberiörsteret Eichelsdorf. Manm II. Grubenholz 336 Kiefcrn-Stämmc v. 12—24 cm. Durchm. — 66,32 Fstm. soll im Submissionsivege vergeben werden und sind Angebote hieraus verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bis zum 20. d. Alts., mittags 1 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen. Tas Grubenholz lagert im Distrikt Oeleberg an der Straffe Gießen-Grünberg. Gro gen-Buseck, den 10. Januar 1908. StilStislher ArheltsmAcis ließen. Gartcnstraste 2, Zimmer 2. Es können eingestellt werden: s. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Friseur, 1 Gartenarbeiter, 44 Zigarrenmacher bezw. Wickel- macher, 1 jüngerer Hausbursche, 1 Bauschlosser, 4 Dienstmädchen, 1 Kuchenmädchen, 3 Tabakentripperinnen, 2 Lauffrauen, 1 Hausmädchen. Lehrlinge: 1 Schmied, 1 Installateur, 1 Buchbinder gegen Vergütung. b. bei auswärtigen Arbeitgebern'- 1 Schneider, 1 Installateur, 2 Friseure, 2 Dienstmädchen. Es suchen Arbeit: B’Vi 1 Friseur, 4 Fahrknechte, 2 Buchbinder, 1 Schuhmacher, 1 Holzoder Weinküser, 1 Schlosser, 2 Ataschinenscklosser, 2 Schreiner, 1 Spengler, 1 Zigarren macher, 1 Ataler, 1b Arbeiter, 4 Haus- burschen, 1 Verkäufer, 2 Fliäsrauen. Bekanntmachung. Seh:.: Die Ausführung des Gewerbe-Unfallversicherungs-Gesetzes,- hier: die Anmeldung versicherungspslichtiger Betriebe bei den Berufsgenossenschasten. Es ist vielfach beobachtet worden, dah die Berufsgenossen- fchaften nicht rechtzeitig von der Eröffnung neuer oder der Ueber- rrahme bestehender Betriebe Kenntnis erlangen, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, daff es die betreffenden Unternehmer iMterlassen, die nach ß 56 des Gewerbe-Unfallversicherungs-Gesetzes »orgeschriebene Betriebsanzeige zu machen. Abgesehen von den Lchwierigkeiten, die dadurch einem berechtigte Entschäüigungsan- Irrüche geltend machenden Verletzten erwachsen können, ist der Unternehmer für solche Unterlassung straffällig. Die Anzeige ist nach der genannten Bestimmung binnen einer Woche, nachdem der Unternehmer (infolge der Eröffnung oder Ueber- nahme eines versicherungspslichtigen Betriebes) Mitglied einer Genossenschaft geworden ist, zu erstatten. Sie muff angeben: L den Gegenstand und die Art des Betriebes, 2. die Zahl der versicherten Personen, 3. die Berussgenossenfchaft, welcher der Betrieb angehört, 4. den Tag der Eröffnung bezw. des Beginns der Ber- sicherungspflicht. .. , . Wir machen hierauf alle Unternehmer versicherungspfllchttger Betriebe, die etwa mit der mehrerwähnten Anzeige noch tm Rückstände sein sollten, aufmerksam. Gieffen, den 7. Januar 1908. Bu/i Groffh. Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Steller. Holzverfteigerung. Montag dcn 20. Jauunr lfd. werden aus dem Distrikt Kainröder Smes der Jorjtwarteii Rainrod versteigert: Stämme: 16 Kiefern IV. u. V. Kl. = 6,24 Im» 46 ^'chten IV. ii. V. Kl. = 15,25 Fm. Scheiter, Buche Rm.: 4,7 I. Kll, b-erun er 18 Rm. Felgenbolz, 55 II. Kl. Knüppel, Rstn.: 101 Buche, 7 Fichte. Reisig, Rm.: 766 Buche. Stöcke, Rm.: 1,8 Buche, 7 Fichte. Das blau unterstrichene Holz wird nicht versteigert. Zusammenkunft 10*/2 Uhr vormittags an der Kreisstratze nach mühte. 5. In der Felda von dem Punkt, wo sich der Herrnmüllerömühl- graben mit der Felda vereinigt, bis zur Mime, die von Grenzstein Nr. 71 am Strackeicherkopf bis zu dem Stein schneidet, welcher zu diesem Zweck au die Grenze der Oberförsterei Windhausen gesetzt worden ist: der Hammergraben von der Heiligenwiese bis zumEinsluh in die Felda; der Hohmüllersmühlaraben von der Schellnhäuier Brücke bis zum Euistuff in die A-elöa; die beiden Elsgrabenieiche in der Gemarkung Fambach; der Backofenhausteich in der Gemarkung Zell. 6. Im Seenbach in den Gemarkungen Flensungen und Merlau btS an die Triebmühle in Merlau, im Ilsbach, im Jlsdorser-, Herrnmüllers- und Triebmüllers-Mühlgraben, Gemarkungen Ilsdorf und Kirschgarten. 7. In der Ohm, Geniarkung Wettsaasen, Kirschgarten und Merlau bis zum Zufammenfluff der Ohm und deö ^seenbachs, sowie im Kirschgarter Akühlgraben. 8. In der Ohm, Gemarkung Meder-Ohmen, zwischen der Ober- gässer und Untergasser Brücke, ün Langwiesen-, Königsaaier-, Hintergässer und Schmitter-Mühlgraben Gemarkung Rieder- Ohmen, im sogen. Grundelwasser und im Mühlgraben von der Papiermühle bis in die Ohm Gemarkung Rieder-Ohhien. 9. Im sogen. Linsenbach in den Gemarkungen Grünberg, Queck- born und Harbach. 10. In der Lumda Gemarkung Lumda. B. Jagden. 11. In den Domanialsorstwarteien Atzenhain, Bernsfeld, Lumda sowie Teilen von Lehnheim und Merlau = 1606 ha. 12. In den Domanialwalddistrikten Flensunger Kaps, Alter Heeg- wald und Erlen der Forstwanei Lehnheim — 59 ha. 13. Im Domanialwalddistrikt Breiteloh hei Beltershain = 48 ha. 14. In den Domanialsorstwarteien Reinhardshatn und Saasen I. B a u h o l z 415 Fichten-Stämme v. 12—20 cm. Durchm. — 118,76 Fstm = 31,11 , 37 Kiefern-Stämme „ „ 25 .nzekurse. :werk' • * S- 28.31 B. • ‘ . ■ ' ‘ juio bach, Gemarkung Ehringshausen. In der Felda Gemarkung Nieder-Gemünden von der Rülfen- röder Gemarkungsgrenze bis zum Einfluh in die Ohm. 3. In der Ohm von der Einmündung der Felda bis an die Hom- berner bezw. Wälderöhauser Grenze mit dem sogen. Hirsch- bächlein in der Gemarkung Meder-Gemünden. 4. In der Felda vom südmestlick-en Ende des bei der Molkerei gelegenem ^chaftümvels bis zu dem '-buntt, wo sich der Herrn- müllers-Mühlgraben wieder mit der Felda vereinigt; das Brückenwasser von seinem Ursprung bis zum Einflug in die Felda; der Grenzbach von deut Dreimärkerstein Ermenrod- Groy-Felda-Zeilbach bis zum Einfluh in die Felda; der Hoh- mühlgraben von der Wolfenmühle bis an die Hohmühle; der Heiligeiunülllgraben von der Hohmühle bis zur Einmündung in die Felda; der Hitzmüllersmühlgraben vom südwestlichen Ende des sogen. Schastümpels bis zum Einsluf; in die Felda; der Herrn- müllersmühlgrabeu von seinem Anslritt aus der Felda (am Brückensteg) bis zum Einflug in die Felda unterhalb der Herrn- 8a is :,erK' 210.00 Arbeitsvergebrrng. Die bei Erbauung einer Gruppenwasserleitung für die Gemeinden Remhardshain, Beltershain, Bersrod und Lumda oorkommenden Hochbauten und zivar: Alaschinenhaus veranschlagt, zu 5000 Mk. Hauplhochbehälter (Wasferturm) von 120 Köm. Fasfungs- raum veranschlagt zu 12000 Mk. Ortshochbehälter Bersrod von 80 Kbm. Fassungsraum veranschlagt zu Ö500 Rik. Ortshochbehälter Lumda von 80 Kbm. Faffungsraum veranschlagt zu 5300 Ml. werden hiermit äffentlich zur Vergebung ausgeschrieben. Zeichnungen und Verdingungsunterlagen können auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten, Landgraf Philipp- Platz 3 Zimmer Nr. 17 emgesehen und letztere gegen Erstattung der Abschriftskosten in Empfang genommen werden. Angebote sind verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 10. Februar 1908, vormittags 10 Uhr, bei dem Unterzeichneten einzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote in Gegemvart der erschienenen Bewerber stattsindet. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 9. Januar 1908. Der Großh. Kreisbauinspellor des Kreises Gießen. I. V.: Kalbfleisch. Submission aus Bau- und Grubenholz. Das nachverzeichnete in den Waldungen der Gemeinde Großen-Buseck in verschiedenen Distrikten lagernde Bau- und Grubenholz und zwar: 15. In dem sogen. Queckbörner Wald der Forstwarlei Harbach — 219 ha. Rühere Auskunft wird auf Verlangen erteilt für Ord.-Rr. 1—5 v. d. Grofrb. Obersvrtt. Burg - Gemünden tu Burg-Gemünden, „ 6—8,11 il 12 „ „ , „ Nieder - Obmcn in Grünberg, „13 w Wicscrt in Gicffen, , 9,10,14,15 „ , . . Grünberg in Grün- berg. lBH/i Personen, welche diese Fischereien oder Jagden zu pachten beabsichtigen und deren Qualistkatlon hierzu nicht notarisch ovrliegt, haben sich binnen 14 Tagen bei den genannten Obersörstereien hierüber auszuweisen. Grünberg, den 8. Januar 1908. In Auftrag: Grotzh. Oberförsterei Grünberg. Maus i Q Anfang 4 Uhr. Eintritt 40 Pf, 0 't Eiswerein Der Vorstand B"/, an 207j Löwcngasfe 27. LblMtiSlls-VerlssMg! Kaust nur da, WS auch repariert wird! 100 auf. [287 empfiehlt 20 Waslh-Maslhim 87 andere Waschmittel. B MWWDdWs Waslhmallgeill Bllgeteisell u S *» ■ s s z ä v B Ü M - o M (98 » 5 B n Jltehe* arMi* Iddillldien Klnderoagentabrlfc »ollus Tretbar In Grimma S71. Euuia»- Klndenvouenlaem ^eidu dktti *m rtwau Ulen, -Kenner u. Feinschmecker bereiten fich Cognac, Rum, Liköre selb*t mit den berühmten Original - Reichel - Essenzen. Natürliche Destidate u Extrakte »ur leichten u. schnellen Herstellung sämtlicher Liköre. 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