^üanae‘!! SireEtionAU»U itei ^TT~^~^Dnu: ^chen obtut?fr llhoÖcti”l d)t. LL^nei^ WM. “fljctl g*S »»»> tu Weile» J?8'» JÄJ cTmW" «esueb ’ Goldschmidt, Giessei n meinem Ipxrj tl > ee-käuferii tt oder später Stellung. ^rauz Pcttc, Näusbui^ älteres, branchclund^ Kraulcin Führung eines Äolonich 1 DeükatessengesMleL ji liegt. Operten mii Zcugn: Haltsangabe unter 4706 ml !nener Angeiger erb. ',ch habe mit dem HeuM irtvciung der Simwwtt imjiiHni en gi'os u. en detail Kankfurta.!» iflC an mich gelangen zull $ Hochachtung^ ßug« HihPfü --xr—»7 int Z^L» i nGienLl^M-^ tcilt wahrend °er v ^ Ifeunteni» -' Dlö --A. 83] Zirka 5 ^'Frankfurter 2? Heien iil^Sgiir®-! _____—'rTU^:'1 MÄlL^F AMM sW 'SxL Sebr w'Kch enol^' oU;ahl'ger 0S-^5ggg^Ä 3\ nfleiM Manns, aus ein.! Loche Arbeit, gleichviklü ih. LatbEengM 8 am nächsten Dienstag der erste größere militärische Empfang statt. Aus Stafct und Land. Gießen, 10. August 1908. Die Trennung von Schlacht- und Biehhöscn. Die räumliche Trennung von Schlacht- u n b Viehhöfen durch Anordnung des Bundesrats, von welcher Oberbürgermeister Mecum in der vorletzten Sitzung der Stadtverordneten sprach, hat in den interessierten Kreisen berechtigtes Aufsehen erregt und im gewißen Sinne eine Beunruhigung bcrüorgcrufcn. — Tie amtliche Zeitung des Deutschen Fleischerverbandes ist der Ansicht, daß es sich hierbei seitens der Gießener städtischen Verwaltung Um eine mißverständliche Auffassung der Ziffer 12 des § 17a der Regierungsvorlage betreffend die Abänderung des Reichs-Viehseuchen-Gesetzes handelt, der da sagt, daß zum Professor Joseph lN. Gldrich 's. Tcr Telegraph brachte uns am Samstag vormittag die Meldung, daß Professor Olbrich nicht unbedenklich erkrankt sei und sich einer schweren Operation unterzogen habe. Und bereits am Nachmittag kam aus Düsseldorf die Trcuertuube, daß er, der Mitbegründer und Führer der Darmstadter Künstlcrkolonic, gestorben sei. Tie Meldung ist umso überraschender, als der in der Blüte der Atannesjahre stehende rastlos wirtschaftende Künitlcr ein Bild strotzender, kernfester Gesundheit und unerschütterlicher Widerstandsfähigkeit zu bieten schien. Noch vor acht Tagen teilte er Bekannten mit, daß er zu seiner Erholung rm „Weitzen Hirsch" bei Dresden weile und Mitte August nach, Darmstadt kommen werde. Tic Intimeren wußten sreilich, daß Professor Olbrich an einem Gallenstein^ oder Milzlciden laborierte, wahrscheinlich an der sog. Leuuimie, einem Blutzersetzungsprozeß, bei dem die weißen Blutkörperchen sich stark vermehren und eine allmähliche Erschöpfung des Körpers herbnführen. Dieses Leiden soll plöistich zu einer Entzündung der Mzbrüsen geführt und die sofortige Operation in Dresden erforderlich gemacht haben. Wie Olbrick bald daraus nach Düsseldorf reifen und dort so schnell vom Tode ereilt werden konnte, ist bis zur stunde noch nicht aufgeklärt. _ „ , ... Mit Professor Olbrich scheidet cm Mann aus dem Leben, besten Lod einen außerordentlichen Verlust sür das Kunstgcwerbe bedeutet, nicht nur für Hessen, sondern für Deutschland und die gesamten Kulturländer. Der am 12. Dezember 1867 in Troppau (Böhmen geborene Künstler studierte zuerst an der K. K. Kunstakademie in Wien, der Architetturschule des Barons v. Haienauer und bei Otto Wagner, dem Hauptbegründer der modernen Wiener Bau- richtung. Er lenkte zum erstenmal die Aufmerksamkeit am |tcb durch das von ihm entworfene sczesswnistische Ausstellungshalle aus der Wiener Kunstausstellung 1898, mit dem er em Zeugnis für seine originelle Gestaltungskraft aus dem Gebiet der Jnnen- architetlur ablegte. Er hatte damit auch «ml Grog her zog Ernst Ludwig Eindruck gemacht,, und als der Gedanke der Begründung einer Darmstädter Künstlerkolonie festen Boden gewann, war der junge, mit ungewöhnlichem ^6>tum der Ge- staltnngskraft begabte Olbrich der erste, der zu der Kunstlergruppe auserwählt wurde. Auf der 1901 iunx ,cr’tel!?L° wie anftaltcten Ausstellung, dem ,,Dokument deuticher Kumt. , ww sic sich dem hochstrebenden Olbrich ent,prechend nannte, übernahm er auch sogleich die Führung der tlemen Kunstlerrepublik. Er erbaute das Ausstellungshaus, das „Ernst-Ludwigs-Haus, unb mehrere Villen auf ber Künstlerkolonie, dann für die Jusitellung 1904 drei Häuser mit voller Inneneinrichtung. Bnzwstchen baue er and) bei der großen Konkurrenz für den |chweizeri|chen Brrnde^ bahnhof in Basel den ersten Preis davongetragen und irch» als Künstler wie als Ausstellungskomissar in St. Lom- "nd Mailand sehr verdient gemacht. Viel Ehre und Anerkennung land Olbrich auf der Kölner Kunstausstellung 1906 durch die Errichtung der originellen ^onbcrabteilung „Der Frauen Rchenhos , wobei er eine große Anzahl Kölner Damen zur Aniertigung wertvoller künstlerischer Sd)mudgegenftünbc und 3icrgcratc veranlagte, und durch seine Entwürfe .für Salon- und Äabiiunausitattungen am mehreren Prachtdampsern bes Nordbeutichen Lloyd, ferner durch seinen Prunkschreibrisch, der eine Ehrengäbe, der g peller für den Reichskommistar Lewald bildete, den Webteppich für das Musikzimmer des Großherzogs, nanientlich bet uns in Gießen, durch die reizend anheimelnde Gestaltung der oberen Räume des Gießener Schlosses am Brandplatze. Auf der Darm- täbler Gartenbauausstellung vor zwei Jahren hatte Olbrich durch drei Farbengärten unb bic eigenartigen Gartenpläne Aufsehen gemacht unb lebhaften Disputen über natürliche Farbenwirkungen unb Architekturgarten Veranlassung gegeben, und an ber gegenwärtigen hessischen Lanbesausstellung Tarmstabt 1908 beteiligte er sich durch die Erbauung bes wunderlichen Hochzeitsturmes, bes städtischen Hauptgebäudes für die freien Künste unb bas Ober hessische Haus. Einen ber größten Triumphe errang Olbrich im vorigen Jahre bei ber Preiskonkurrenz für ben Millionen - Prachtbau eines Warenhauses für die Firma Tietz in Düsseldorf, wosür ihm nickst nur ein erster Preis zuerlannt, sondern auch die gesamte Leitung des Riesenbaues übertragen wurde: er war zu dessen Ausführung im vorigen Herbst nad) Düsseldorf überge- siedelt, ohne jedoch fein fchönes, behaglickjes Heim in Darmstadt aufzugeben. In Darmstadt bilden wohl die beiden mit Gartenanlagen umgebenen und vor wenigen Tagen im Beisein des Großherzogs der Stadt übergebenen Zierbrunnen auf dem Louifcn- platz das letzte Zeichen feiner reichen Wirksamkeit. Olbrichs künstlerische Zätigteit ist leider auf ein einziges Jahrzehnt begrenzt gewesen; es war ihm nicht vergönnt, ferne weitreichenden Pläne unb Prinzipien zu verwirklichen, über die er bisweilen vorlauten Freunden gegenüber gern seiner kühnen Phamosie die Zügel schießen ließ. Aber er war eine vielseitige, selbstschöpferische unb fruchtbringend auf seine Milmenschen ein- wirkende Kraft, die in ihren großen Zügen unb Gedanken auf Jahrzehnte vinaus ihren bestimmenden Einfluß kennen ^laffen wirb. Sein Hauptverbienst liegt barin, freier natürlicher Jnnen- ausgcstaltung, wie der Flächenraumkunst neue, selbständige Bahnen gewiesen, unb überhaupt ber Kunst im bürgerlichen Leben dem praktischen Bedürfnis dienstbar gemacht zu haben. Olbrich hat sich in seinen zahireick>en monumentalen Werken selber das schönste Denkmal geschaffen. Seine bewundernswerte Jdeenfülle unb feine pocficcollc, farbenreiche Vortragsweise fesselten jedermann unb erschlossen ihm dermaßen das Ohr seines kunstbegeisterten Hess. Landesherrn, daß er ihm nicht nur ein eng vertrauter sondern ein ihm vielfad) stark beeinflussender Kunstberater gewesen ist. Professor Olbrick) erhielt von ihm als Anerkennung seiner Leist- uitgen um Hessens Kunst die goldene Medaille für ihmft und Wissenschaft und das Ritterkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Er besaß ferner die goldene Medaille ber Ausstellungen zu Paris, St. Louis, Dresden, den Königsprcis Turin 1902, war Ehrenmitglied ber Akademie der Künste zu Mailand, Ehrenmitglied der „American Institute of Architeets" in Washington usw. Tie Reproduktion seiner Kunsdverke erfolgte nm wenig Ausnahmen in ber im Verlag von Alexander Koch in Darmstadt erscheinenden Zeitschrift „Deutsche Kunst unb Dekoration". Olbrichs jähes Hinscheiden ist um so tragischer^ als ihm feine schwerkrant daniederliegende Gattin erst vor 14 Tagen nach 6 jähriger Ehe das erste Kind gebar. — Vo n der Saa Iburg. Der Kaiser unb ber König Eduard werden bei ihrem Zusammentreffen im Taunus am 11. August dem Vernehmen nach die Saatburg besuchen Tas Denkmal der Landgräsin Elisabeth kann noch nicht enthüllt werden, da es noch nicht gau8 vollendet ist. — Ter dritte Tag der Saalburg-Fahri >vgl. Nr. 1$2, 2. Bl.) galt wieder dem Studium der Saalburg. Oberstleutnant z. T. Ule erläuterte tm Mufeum die dort gefundenen Werkzeuge, besonders emgclxno die komplizierten Schlösser, die nach demselben Prrnzip gebaut )mb wie die modernen patentierten amerikanisck-en Chup-^chlösser, unb Prof. Dr. Oehler von der Groß-Lid^terfelber Hauytladetten-Anstalt erklärte die Ausrüstung des römischen Militärs. Ferner würben ber anmutig gelegene Dreimühlenborn, wo reichliche Funde von Eisen auf desten Ausnützung in römischer Zeit schließen lietjen, und die Preußenschmtze besucht. Hier ist wahrscheinlich die ältcfte römische Ansiedlung der Gegend, älter als bic Saalburg selbst, zu suchen, und ein lanaeö spitzwinkliges Dreieck dieser Anlage läßt sich noch feststellen. Der letzte Tag der Fahrt wav dev Besichtigung des Kastells Felbbcrg auf dem Großen Feldberg und des vorrömischen Ringwalts auf dem Altchnig gewidmet, »stabtral Ende aus Homburg v. d H. führte über das Zwisck)enkastell Heidstock am Limes entlang dem Felbbera hinauf, wo Prof. Oehler die Anlage des Kastells unb des benachbarten Bades erläuterst. Auffällig find bei dieser Iwchstgelegenen Anlage dieser Art im Taunus das starke Gefälle des Kastells unb die Erdhvhleniooh- nungen der Legionen, die an dem gegen Norbwesten abfallenden Bergabhang in dem auch zur Sommerszeit feit alters wind- berühmten Taunus tüchtig gefroren haben mögen. Dst bebaubare Feldterrasse mit einem Flächeninhalt von zwei Millionen Ouadratmeterii zu Füßen des 1300 000 Ouabratmetev" umfassenden ummauerten Gebietes spricht für eine ständige Bewol)- itimg der Riesenstadt, die in ben Grundmauern noch erhaltenen sdpieckenförmigen Torgassen für die Einrichtung zu VeLteibigungs- zweckcn, ebenso nur der eine Zugang in den inneren Maucrring, ber oben mit einem Holzzaun der Plattform zu lonftruieren ist. Mit dem Studium dieser riesenhaften oorgeschichtlickstn Anlage, deren Abmessungen die römischen Ansiedlungen weit hinter sich lassen, schloß die Saalburgfahrt. Bei der nächmäbrigen Veranstaltung wird nun noch ein weiteres kostbares Studienmaterial vorliegen in dem fetzt erst oberflächlich gezeigten Limes-Mufeum, das die Z-unde aus den übrigen Kastellen vereinigt und das der Kaiser bei seiner nächstjährigen Anwesenheit im Taunus eröffnen wird. — Kleine Kunstchr onik. Ter iveimarische Staats» Minister Dr. Rothe teilte m seiner Rede bei ber Einiveihung des neuen UnioerfitätSgebäubeS in Jena mit, daß die Fürsten des sachsew-ernestinischen Hauses beschlossen Haden, dem verstorbenen Pros. Dr- Abbe in Anerkennung seiner Verdienste um die Universität ein Denkmal zu errichten. Wie jetzt bekannt tvird, handelt es sich dabei um den Entwurf des Professors Hildebrandt in München, der von der Kommission zur Errichtung eines Abbe- Denkmals abgelehnt worben ist. Die Frcunbe bes Hilde- brandtschen Enrwurfcs wollen bieses ober von sich aus zur Ausführung bringen lassen, und so bekommt Jena zwei Abbe- Denkmäler. Denn das Komitee hat sich für ben Entwurf des Bilbhauers Paul in Dresden entschieden. Dieser stellt Llbbe sitzend bar, während der Hilbebrandtsche Entwurf die (ü.-ftilt eines Brunnenmvnuments besitzt. — Das FrankfurterRcsibenz- theater eröffnete die neue Saison mit dem nervenvrickelnden Sensationsdrama „Ein seltsamer Fall" von Stevenson, Riorton und Gunniver. Das Ensemble zeigte sich den Anforderungen gewachsen. t T Pt Int Wetter Vaterlande geändert hätten. Er schloß mit einem Hoch auf Kaiser und Grobherzog. Nachdem noch einige Choräle 9t' 2 August -4-193* C. 3s 3 des Handel Börse. 10. August, 1.15 Uhr. do. Laurahütte 213.75 t SH Portugiesen III 9430 Berliner Höne. 10. August. Anfaagikune. bis 222 10 112.00 Uhr ein ein Elektriz. Lahmeyer . Elektrii. Sehackert . Eschweiler Bergwerk 201.00 212.75 63.30 96 00 Hfl. 15 93.50 146 20 5040 65.30 97.40 20 40 14AU0 12330 * rui ^.3n ■8 •G 11860 108.60 199 25 fe«or ernennt (Fr t9 SÄ-' 21. Division bei Meschede-Altena i. Wests, und dauern zum 16. Septeniber, die der 25. Division sind vom 17. 19. September bei Biedenkopf. Marburg. Vom 21. 5*1 6 Fahre hinaus schwere Wunden fchlagen Ter Umfang bteier Faltti'mrnrs laßt 'ich ;ur .seit noch nutzt übersehen (Envilync;! wollen wir hier speziell den yu rmc Kalamkttt für eine größere Anzahl Crt? werden wird Ter Berern war d-reits lange Zeit von dem RevinonS-Verband i'en, da er sich früheren Revinonm nicht gefügt und solche nicht bcfjlqt hatte: um so drtng'nder war die Pflicht der Verwaltunrc'.ehörde, tüt genügende Aufsicht diese: sogenannten „wilden Verein-" zu sorgen. Aach dern Berichte über die ungenügende Buchführung und die zweifelhaften Geschäste des Mockstädter Vereins hin zu urteilen. ist b:c Revision ungenügend gewesen und muß bei diesem traurigen Anlaß die Äufmerkwinkeit der Behörden dringend daraus hingelenkt werden, daß in den treuen Friedberg, Büdingen und Schotten noch ; a h l r e i ch c Aredilgenossen'chaflen mit ungenügen- dem eigenen Betriebskapital ^i fiter en, die Hobe rdredüe fest- legen Bei der geringsten Kris'S müssen diese Gründungen zu- sammenbrechen und gei ibrden a.Sdann un^ahliie Existenzen. Tie Konkurse zahlreicher R aiffcis en-Genoss en schaf. t e n in den letzten Jahren sollte die Großb Statsregierung ein? erneute Mahnung sein, aus eine strenge Kun troll.' dieser zweisel- haften 3 n ft 11 u t e bedach: zu sein. — lieber Handel mit land.rirtschanlichen Lrvdukten sagt der Berichte Beim Frucht- Handel konnte wieder einmal starke Erhöhung der Preise und eine lohnendere Konfunktur konstatiert werden Tas Frühfahr- geschäst im Üarwsselhanoel war zufriedenstellend, während das verbstgeschäst flau war. In der Branche roirb mit sehr kleinem Nutzen gearbeitet, zudem ist Du* Abwickelung durch Preisschwankungen, Verderblichkeit der Ware und nicht zuletzt durch ott vorkommende chikanöse Anst:ndc mit -Troßen Schwierigkeiten verbunden Bei Pferde- und N.ndvicbhandei war der Absatz gut, bei kleinem Nutzen für Arbeitspferde Bei Luruspserden machte sich die Konkurrenz der Auwmobile fühlbar △ Altenhain« 7. Aug. Einen merkwürdigen Bauplatz hatte sich ein Schwarm Hornissen ges»>cht. Als der hiesige Schäfer nach kurzer Unterbrechung seine Hütte aufsuchen wollte, brummten ihm die gefährlichen Stecher um den Kopf. In der Hütte selbst sand sich ein Hornisscnnest, das, durch das Schlüsselloch schlüpfend, diese in kurzem sich gebaut hatten. R. Babenhausen b. Mücke, 9. Atig. Heute wurde ilnsere Kirche, mit deren Erneuerung vor zwei Jahren begonnen wiirdc, feierlich eingeweiht. Zu der Feier waren erschienen Herr Geh. Rat Schönfeld, Herr Dekan Münch unb Herr Pfarrer Muhl an§ Schotten; letzterer war 24 Jahre tätig. Der hiesige, sowie die auswärtigen Kriegeroereine, die hiesigen Lehrer und Schüler, sowie die auswärtigen Lehrer und Schüler des Kirchspieles und die Bauleute, and) hatte sich ein zahlreiches Publikum aus nah und fern eingefundcn. Eingeleitet wurde die Feier diirch einen Festgottesdienst in der Kirche, in welchem Herr Dekan Münch-Schotten eine tief- ergreifende Weiherede hielt. Die Kirche, deren Inneres eine wahre Zierde ist, war bis auf den letzten Platz besetzt. Nach Schltiß des Gottesdienstes imirbc ein Zug unterhalb des Dorfes aufgestellt, an dem sich alle Teilnehmer des Festes beteiligten. Unter Vorantritt eines Posaunenchores führte dec stattliche Zug durch die Straßen unseres Dorfes nach dem Kirchenplatz hin. Hier angekommen, wurde von der Gemeinde ein Lied gesungen unter Begleitung des PosauneuchorcS. Hierauf hieß Herr Pfarrer Bühler von hier die Festteilnehmer herzlich willkommen. Tann nahm das Wort Herr Pfarrer Muhl-Schotten und führte auS, er freue sich, wieder einmal auf heimatlichem Boden zu stehen, und weist aus die Bedeutung deS heutigen Tages hin. Herr Geh. Rat Schönfeld führte kurz aus, in welcher schweren Zeit (1762) unsere Kirche erbaut wurde und ivie die Zeiten fid) in unserem lieben «u 'n *» i in einer Barke. Tie drei Verwegensten er- drosselten Burlut und es gelang ihnen zu entkommen. Tie. anderen würben, weil sie die Mordtat ruhig geschahen ließen disziplinarisch bestraft. ipc. C f f u 111 3 m u5 unb SviritiSmuS am russischen vole. An- Petersburg wird und geschrieben : Tte Tteb- stahl 4 assäre m der failerl. Brivat-Bibliothek bietet den 'Betcidbiirger Zeitungen Veranlassung, daS Treiben der Okkultisten und Spiritisten am Zarenhole unb in den Kreisen des russischen Hochadels zu beleuchten. Ii .> ist kein ttzeheimniS, daß am Zaren- hole häufig ipiritiftüdie Seancen abgehalten werben. Ter .Held", der Bibliothekar Lehmann, verdankt seine hervorragende Bosition ausschließlich dem llmltanbe, daß er in den Kreisen der Spiritisten unb Okkultisten gute Verbinbungeu hatte. Außer Okkultismus und Spiritismus weiden auch noch andere geheime .Wiffeulchalten', wie Kabbala unb Astrologie betrieben. Eine Zeit.aug würbe au ben geheimnisvollen Seancen teilgenonunen. weil es io Diode war, nun aber gibt e» bereits am Hole selbst zahlreiche überzeugte Anhänger. PapnS, hinter dein sich der iranzöstsche Arzt Gerard Ineoffe birgt, hat in Paris eine .Universität der okkulten W i s s e n s ch a s t e n" begründet. Seine Werke wurden aus Ber- aulassuug eines (Arobh'iriteu in die russische Sprache übertragen, unb selbit bie Widerstände der Zensur ivurden bank dein Emfluffe einiger Hochadligen übcripunben. Tie Schristeu PapuS futben in Petersburg starken Absatz. Von der geheimen Lehre behaupten ihre Jünger, baß sie ihnen die Mittel an die Hand gibt, da- Tunfcl der Zukunst zu enthüllen. Mehrere weibliche Thtgheber der Petersburger Hocharistokratie sind als Somnambulen bekannt, während andere aristokratische Tarnen bie Zukunst aus einem magischen Spiel herauslesen. ^kwcüku- tiac 9leu iäailU •jiatti ui snt 5)eut1 Söllern । jabet fü: ■ebene Vaej ebietigen rücke. Auch beschäftig «u Köni cuf einer (-topäiji mf der ild) versr tauglich swnders Nni London । der öjten Fisher wi viedung zutt frul WH w btbit 3-4'/, Konsole . . . . 3X do..... 3-4'/, Hessen..... 3-4'/, Oberhesseu . . . 4 S Oesterr Goldrente. . 4*Z, *4 ücsterr. Silberreute 4«o Ungar Goldrenta . . 3?4 Portugiesen Serie l Frank tarier 3-4'/, Belchsanleihe . . -st l •aÄ 23. September ist KorpSmanöver, ebenfalls in dem Gelände zwischen Biedenkopf und Marburg. ** 0 e f f e n 11 i d) e Lesehalle. Im Juli wurden 1868 Bände auSgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1120, Zeitschristen 237, Ftigendschristen 70, Bcrs- dichtungen 41, Literaturgeschichte 9, Länder- und Völkerkunde 95, Kulturgeschichte 22, 0-eschichte und Biographien 76, Kunstgeschichte 12, Aaturwissenschast unb Technologie 112, Heer- und Seeivesen 16, HauS- und Landwirtschaft 7, Religion und Philosophie 32, SiaatSwissenschast V, Sprachwissenschaft 2, Fremdsprachliches 9 Bände. 9lad) anSivärtS faincn 65 Bände. ** Molpffcum Tas neue Programm des Kolosseums ist wiobrrum sehr rcid)ballig nub hübsch. Hauptinteresse konzentriert sich biesesmai natürlich auf Mizt Gizi, deren Originalszene „3m Rausch" sie wirklich als eine der aller hervov ragenbften Bortragskünstleiiunen d>s Brr-uiS erscheinen läßt. Mizi Gizi ist eine schöne, interessante Ersk1)einung: graziös in ihren Bcn'cguiigeii, ttinpcrain i -voll in ihrer Tarstellung, elegant in ihrer Toilette Vlu-' diesen großen Irblxifteu Augen 'bringen dem Zusrtraiier tausend schallhaste, IndKnbc Ttin'kld>en entgegen und zwingen ihn in ihren Bann Wie das uritLIt und perlt, der reinste Champagner, ins geistige übertragen natürlich. Das sehr Mbkridie Publikum spendete den Darbietungen der .Künstlerin an ihrem ersten l^astspieiabend, am SamSlag. euthusiastisd-eii Bei fall. Aus dem sonstigen Programm deS Abends seien zunächst ermähnl, die lnlbschen Darbietungen di'S Äautschukmeusclien und Reisenschi üpsers Ambiletto, die hübsch-ii Vorträge von Mi miui Schröder und die geradezu crftnunlidKn atbletiidn’n ihraitlnltimgi» von Emmn RoskowSk». Als Humorist und 6l>araherloiiiilcr laut) auch Anton Hiloeg reichen Beifall. Zu deti islaninummern des Programms gehörte ferner das '.Huf* treten der idionen Eleode Osterode, die, n>aS die Forrn- volleubung ihrer Tarl'ietungen und die Eleganz ihres Auftretens anlangt, ihrer berühmten Aamenskusine jedenfalls wohl kaum nachsteht. Große Bewunderung erregte die .stugellänserin Mdm- OSkarn. 3hrc erstminsiche WlanUnitung besteht dann, daß sie auf einer Shigel balancierend eine .vemiid) steile Bahn elegant und sicher hinaus und hernieder lx-rabrvllt Auch das Original Alphonso Luri-Lur i-Triv bar; mit seinen hals, und bnnbred>erifdKii .stiinststücken mehr als gewöhnlidreS Znteresse beanspruchen. Ein wenig auS dem hübschen Rahmen d.'S Programms sielen die Lek'.ainattonen eines am dem Zettel nicht genannten verrn. Die Berherilichung Heines konnte twd) gehen, aber die mit «ngtiffen auf unsere Stabt Da ter und einen Teil bei Gießener Dresse gespulte Rede inar nad) Form unb Znhalt gänzlich ver- fehlt lieber die tlnzulänglichkeiten in der Deklamation konnte and) bav< idröne Wertherkostum dieses.verrn nicht binncgiäuicbcii Den Kbluß des Broin-annns bildeten d,e sehr geschickten Zauderfunst- stucke La bor i s Mit verblüffender Gewandtheit liefe er ihrjeln, Änrten, Fähnchen usw verschwutden, verwandelte Wetstwein' und Rotwein u. bergL mehr •• Frequenz deS Freibades. Im städtischen Freibad wurden im Monat Juli 12 155 Bäder genommen gegen 4127 im gleichen Monat des Vorjahres. Die stärkste Benutzung erfuhr die Anstalt am 28., 29. und 30. Juli, den brei heißesten Tagen des Monats, wo zusammen 2500 Bäder genommen wurden. Sommer fest i m Zoologischen Garten. TaS JubiläumS-Soinmer-Garlenfest ,m Zoologischen Garten wurde Samstag ivegen der zweifelhaften Witterung abgesagt. Es wird nun am Mittwoch tl2. August) unter allen Um- standen stottsinden. Sollte dann die Witterung für den Aufenthalt im Freien ungeeignet sein, so unterbleibt die Zllmsii- Nation und der Tanz auf dem Podium an der Bierhalle, das Doppel-Konzert der 81er Musik mit der Garten- LipeUc aber und nach dessen Beendigung der Ton; im Saat werden jeöenjaUii siaUsindcn. Das Abonnement wird 1 jkjstliä b<: ZLkvüM! c'ff. $ xr -cmc Jfcrbb-; lSchntzc g nen die beftü;;^ i- Lhröung der Viehbestände dvrch Brchseuchen anqeotbnct werden können.: 12. stegetung der Einrichtung unb des Betriebes von Diebausstellungen, Biehmärkten, Biehhöfen, Schlachthöfcn, unb gewerblichen Schlachtstätten, insbesondere auch räumliche Trennung der Dieh- höfe von den Schlachthöfen Tie 'seitung des Teutschen Fleischerverbande5 ist nun der Ansicht, daß hierunter nichts anderes tu verstehen fei, als daß Schlacht- unb Viehhöfe durch bauliche Einrichtungen voneinander getrennt fein sollen wie es jetzt fd)on meistens der Fall ist. Richtsdestowmigcr aber habe der Deutsche Fleischerverband hierzu erklärt, baß es zu weit gehe, die räumliche Trennung von Schlacht unb Dich- Höfen unb getrennte Zu- unb Abfuhrweae zu fördern, denn solche könnten höchsten- bei Reuanlagen angeordnet werden, da sich diese an sich nnt)( berechtigten Forderungen bei den meisten bestehenden Schlacht unb Biehhöfen, — soweit sic diese Einrichtungen nicht bereits haben — nicht mehr, im günstigsten Fall aber nicht ohne verhältnismäßig hohe Kosten schaffen lassen. Soweit das Fachblatt, bet dessen Ausführungen man jagen kann die Botschaft hott ich wohl, allem mir fehlt der ('-laude. Ebenso erging es der Stadt ^heften, als es feinerreit den Städten, dessen Lckilacht- höse keinen Eisenbahnanschlusi hatten, verboten wurde, Schlachtvieh vom Auslände $u Ue.^ieljen. Oberbürgermeister Gnauth und das hessische Ministerium fanden bamild glücklich einen Ausweg Man gestattete nämlich ausnahmsweise für Gießen, daß mit der Bahn ankommendes aus- lländisches Schlachtvieh burd) einen damals extra beschafften Wagen direkt auS ber.t Laggon ins Schlachthaus geschafft werden durfte Bon dieser Einrichtung wurde zugunsten österreichischer Ochsen in den betreffenden Zähren recht reichlich Gebrauch gemacht und zwar immer zu Zeiten, wo fette Ochsen im Znlandc sehr lnap i: w-rden drohten und infolge davon recht hohe Preise dafür verlangt wurden. Man hatte e.' so in Gießen in der Hand, durch Fleischzufuyren aus dem Auslande ausgleichend auf die Inlandspreise zu wirken, und daß dies geschah, dafür sorgte der Handel und unsere Metzger. Mit dem Inkrafttreten dcr neuen Zollgesek gebung hörte jedoch der Wagentranspsrt von ausländischem Sclilachtvieh von der Bahn zum Schlachthause auf, er war auch für Gießen gefcvlid) nicht mehr zulässig und nnr sind zur Deckung unsere.- Fleischbedarfs ganz aus den Znlandsmarkt angewiesen Wie der Vorstand bev Deutschen Fleischerverbandes die Ziffer 12 des § 17a der Regierungsvorlage auslegt, darauf wird es im gegebenen Falle nicht ankommen. Rach dem mitgeteilten klaren Wortlaut dieser i'-esetzcsstelle kann man dieselbe auch strenger auslegen. Besonders sagte das Gesetz nicht, daß es auf bestehende Anlagen keine Anw,'ndnng finden soll. Die Ziffer 12 ist ihrem ganzen Znhatt nach sogar sehr dehnbar und man hat ja im Punkte der Viehseuchen Verhinderung Erfahrungen genug gesammelt, um >u wissen, daß hinter vernleintlichen agrarischen Interessen andere Interessen bei uns zurückstehen müssen, noch 60,311, wenn es sich dabei nur um größere oder kleinere Belastungen für die Städte handelt. Sen mehr al» 4" Fahren ist in bunberitaufcnben von Falle« die oonualicbc Berbaulildken unb Aahrwirkung beb ^khlcldbai Smbcnnriik- Vie die thnbrr <0 gern itrbmcn, arunblirt) erprobt iroröcu . unr.ic .• MeMni'asim rnb flfbrnudi»fertig, ftrto bcfommlidk nie lauernt> 1 oci luu icueacnb, urmni öae »knie Mehl den 2om- ing durch die schwierige Perwdr des Lommers ßiudiid# ünieur»- äwl ftn «Ptt figo but ichon Hw August | _ I o 1908 5 <ßerid>t»faaL Darmstadt, 7 Aug Ferienstrafkammer. Für die crang^votest Mmwn lammdle angeblich der -jährige schrerbgehüln- k'Sy Renncsarth aus Magdeburg während der Monate Juni und Zutt ds Zs m Offenbach Er l-gkc baba ein Efvr Buch vor, in welchem er eine Aniabl Namen von an- Äb b gefälscht batte Es gelang m Ernzelbetrügen bis zu erner Mark ;u Ilär verwendete. Er ist wegen des gleichen Bergrden-., Ubon tn Magdeburg, Lübeck und Hannover bestraft und wird daher wegen Betrugs im Rückiall ;u vier Monaten We- ^ngniS verurteilt. Mildernd wird dabei in Betradn gezogen, Zrnc ’5ld,unfl datte, und daß er ein volle- OKItanbnt» abgelegt hat llniuctntäti-?Iacbricbteii. , ~~r i -l aJ v 0 " a chf e 11, Dr. Ihr-! et jar. feit 1899 uaruHät m vreiburg (Schweiz), wurde zum ordenllichen Pco-z 9. 2" — 750,6 18,6 8.2 51 9. 9« 750.8 12,8 9.3 86 10. 7" 750,2 10,8 8,3 87 Höchste Temperatur am 8. bi« 9. Niedrigste • . 8. , 9.