Dienstag 9, Juni 1908 158. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 133 ** Nochmals die Werner-Jnterpellati an. Erscheint tLgNch mit Ausnahme des Sonntag«. Die „•ießentt $amtllenMötter“ werden dem ^Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreilblatt für den Kreis Eichen" zweimal wöchentlich. Die „randwlrtfchaftllchen Seit« fragen“ erscheinen monatlich zweimal. 2. besonders aber auch das Vi e hhän d le r t um w genau, so streng und so gewissenhaft als irgend nur möglich, sowohl in allgemeinpoüzeliicher wie besonders auch inveterinärpoliKer- lichcr Hinsicht zu kontrollieren; und Die Monarchenzusammentunst von Reval. Am Psingst-Samstag hat König Eduard aus seiner Jacht „Victoria and Albert" England verlassen, um am Dienstag früh vor Neval mit dem Zaren, der ihm in die finnischen Schären entgegenfährt, gusammenzutreffen. Tie Begegnung, für die der Dienstag und Mittwoch in Aussicht genommen ist, findet in der Hauptsache auf hoher See statt, doch ist es nicht ausgeschlossen, daß die Monarchen auch der Stadt Neval selbst und dem Lustschloß Katharinenthal einen kurzen Besuch abstatten; wenigstens scheinen die dafür getroffenen umfangreichen Slcherheitsmaßregeln darauf hinzudeuten. Daß es sich bei dieser Fahrt König Eduards in die Ostsee zunächst um einen Akt der Höflichkeit und um die Erwiderung des Besuches handelt, den der Zar kurz nach seiner Thronbesteigung (1894) in England machte, kann keinem Zweifel unterliegen. Ihr Unterbleiben oder auch nur ihr weiteres Verschieben würde in Rußland, dessen augenblick- T.ie verehrliche Zweite Kammer wolle beschließen, Großherzog- liche Regierung zu ersuchen: 1. Tie veterinärpolizeiliche Aufficht aus den Viehmärkien desLaildes so streng als nurmöglich, zuge st alten; Aus Stadt iinfc Land. Gießen, 9. Juni 1908. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Cberheffen Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schm UniversitätS - Buch- und Sleindruckeret. ÖL Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuk- straße 7. Expedition und Verlag: ey® 6L RedakttomL^sil^Tel.-Adr^AnzeigerGießen. und Nieder-Nosbach wurde aus Antrag vertagt. Die Ehefrau des Schuhmachers Karl Ritter zu Alsfeld mußte von dem Ortsarmenverband Frankfurt unterstützt werden, wodurch 46.24 Mk. Kosten erwuchsen. Da die Frau nicht befugter Weise von ihrem Manne, der in Alsfeld den Unterstützungswohnsitz erworben hat, getrennt lebt, so teilt sie den Unterstützungswohnsitz desselben, weshalb der Ortsarmen- ... ------u- - Vr .. , r. . verband Frankfurt a. M. den Ersatz der entstandenen Kosten von schiedenen Parteien. Punschrewitsch von der äußersten t>em Ortsarmenverband Alsfeld begehrte. Dieser verweigerte den in sich, die sie im gegebenen Augenblick zu einer deutschfeindlichen machen können. Sie spinnt ein! Netz um Deutschland, das, wenn es England beliebt, zuge- zogen werden kann. Glücklicherweise kann von einem eng.» sranz.-russ. Dreibund und seiner Nutzbarmachung gegen Deutschland vorläufig nicht die Rede sein. Frankreich fürchtet sich, für England die Kohlen aus dem Feuer zu holen; Rußland weist, wie die Aeußerung der offiziösen „Rossija" erkennen läßt, ein Bündnis mit England aus Gründen seiner traditionellen freundschaftlichen Beziehungen zu Preußen-Deutschland ganz entschieden zurück, und auch in England selbst' will man, wie dre Proteste der Liberalen und Sozialisten zeigen, von einem Bündnis mit dem reaktionären Rußland nichts wissen. So kann die Entrevue von Reval nach dieser Seite hin feine sensationellen lieber» raschungen bringen: der neue Dreibund ist noch nicht zum Abschluß bereit. Daß er aber einmal kommen wird, wenn in Rußland die säbelrasselnde Hofpartei, in England die imperialistischen Konservativen und in Frankreich die Nationalisten ans Ruder gelangen, kann keinem Zweifel unterliegen. Solange England noch kein wirkliches Heer besitzt, mit dem es Frankreich und vielleicht auch sich selbst vor einer deutschen Invasion schützen kann, solange Rußlands Armee und' Flotte noch in ihrem Wiederaufbau begriffen sind, ist es neben der friedlichen Tendenz der englischen, französischen und russischen Kabinette in der Hauptsache die Furcht vor Deutschland, die das Zustandekommen des neuen Dreibunds hindert. Aber die Vorbereitungen zu ihm werden unzweifelhaft in Reval getroffen werden. Zu der bevorstehenden Entrevue von Reval äußern sich eTÄ ’&t'in“ein »Äii zu ihm zusschvllstab überreichen werd. , pottttjchen ^und^nültt^ )daß parlamentarische» au» Hessen. es ihm in Reval nicht nur um die Aufrechterhaltung der T-r Abg. Köhler.Langsdorf hat selgenden vertvandtschültlichen Beziehungen und um den Austaufch Antrag beim Landtage eing-bracht: dringlicher Ar^ von Höflichkeiten zu tun ist, sondern auch um di- Erörte-1m.g *M Abgeartm-t-n^5"-", Abwehr-Maßr-geln gegen tUn®?Onuu‘beaä Erfch^englische Abkommen über Zentral- K^snachrichten »nfolge hat der Viehhündlerverein ist damit ausgeschaltet. Die deutsche Diplomatie wird nut Beschlüsse bedeuten einen Ansturln des parasitären süßsaurer Miene in dre,e Tatsache willigen und l^-der kon- h dlertums, dessen ganze Sorge nur der. Profil flatteren muffen, daß sich dadurch und durch die weitereI Handel an sich ijt, gegen die berechtigten All- Festigung der Entente cordiale zwischen England und Ftau^ gxniein-Jnteressen des deutschen Volkes. reich, sowie purch die schwankende Haltung Italiens das Beschlüsse werden ins richtige Licht gestellt durch die Stärleoerhältnis der in Europa ausschlaggebenden Staaten- ^sachc, daß im Berliner Zentralviehhof unter den aruvpen zum Nachteil Deutschlands und Oesterreich-ckngarns letzten Markt überständigm Rindern die Maul- und verschoben hat. Sie wird auch nicht umhin können,. m der Klauenseuche festgestellt wurde. Weiter: wrck der Ausbruch ietzraen Mo»rarchenentrevue von Reval, eben wegen der An- dieser schrecklichen Tierseuche, die ui den lbtztverfloffenen Jahr- Nnheitder Heer- und Flottenminister, ein Moment zu l zehnten, dem deutsch. Volke^M umndlichem^ Schaden^ W n | erblicken, das geeignet erscheint, noch weitere, ihr unan- U ^°Qnt," gcme[bet aus Baden, Bayern, Westfalen, genehme Konsequenzen nach sich zu ziehen. M , Mpreußen und Pommern. Was König Eduard mit seiner Reise nch <£t, S^QU^ unb Klauenseuche hat ihre Heimat nicht in beut» Reval tatsächlich politisch bezweckt, wissen -^^«anden- i m m e r w ird f i e aus d em A us l a nd e he r wir nicht. Wohl kein Monarch oder Staatsmann hat ^inge schleppt. Und auch diesmal wieder lassen sich ihre je seine Pläne so fein gesponnen, seine Minen so heimlicy bis nach Rußland verfolgen. gelegt, wie dieser einst als Prinz von Wales ytnsicytucy yud Anlaß dieser Sachlage, sowie angesichts des Umstandes, seiner Fähigkeiten so arg vertannte Monarch. ES wird ^ens der Landwirte selber noch nichts geschehen ist, um zwar immer versichert, die unter seiner Aegide abge- g^^^ingefährliche Treib en des Viehhändler- schlojscnen Ententen und bk von chm unternommenen ,»mS in di- Schranken zu °--w°ü-n die ,tzm durchaus geigen Reisen sollten nur dem Frieden dienen und sich nicht gegen werben müssen, stelle ich den dringlichen Antrag. Deutschland richten, aber den tatsächlichen Beweis d-fur ist er bis jetzt schuldig geblieben, und die unstreitig eingetretene Besserung der deutsch-englischeii Beziehungen erscheint durch die englisch-französische und die englischrussische Annäherung paralysiert. So steht inan der internationalen Politik Englands (immer wie einem großen Rätsel gegenüber. Sie ist n i ch t jbirelt deutschfeindlich, trägt aber alle Momente liche innere Lage diesen schon lange geplanten Besuch jetzt gestattet, nicht nur mißliebig empfunden worden sein, sondern hätte auch geradezu auf ein Erkalten der durch das Abkommen über Asien freundlicher gestalteten englisch-russischen Beziehungen schließen lasten. Dann aber sind es auch die verwandschaftlichen Verbindungen zwischen den beiden Höfen, denen man bei dieser Entrevue Rechnung trügt. So befinden sich in Begleitung König Eduards seine Gemahlin und Tochter, während der Zar nicht nur von der Zarin und seinen Kindern, sondern auch von der Zarin-Mutter, seinem ________ Bruder Michael, seiner Schwester Olga und seinem Schwager, I |n ben Petersburger Morbenblättern die Führer der herbem Prinzen Peter von Oldenburg begleitet sein wird. ™------- P-7'sich u k vuwuuuivuvuhv —.......—---- Dennoch dürften Staatsvisite und familiäre Ge- Rechten spricht sich gegen die Entrevue aus, wen Rückersatz, so daß Klage von Frankfurt erhoben wurde. Alsfeld (bräche nur den kleinsten Teil der beiden Begegnungstage sie die Gefährdung der löOjährigen russisch-deutschen Freund- stützte seine Weigerung daraus, daß der Ehemann Ritter seine ernnehmen; in der Hauptsache werden sie politischen Er- schäft zur Folge haben könnte. Sein Parteigenoffe Mara- Frau böslich verlassen Albe, mithin örterunaen Vorbehalten sein Darauf weist die Zusammen- kow befürchtet eine Abenteuerpolitik, einen ruffisch-deut- auf den Erwerb und Verlust des unterftübung3roDbnftbed sei. fefretär des Auswärtigen, Sir Charles Hardinge und der Krupensky von der gemäßigten Rechten tritt daffir em, ^i, mit ihrem Manne zusammenzuleben, wenn dieser in englische Botschafter in Petersburg, Nicolson, im Gefolge daß die Annäherung nur friedliche Ziele verfolge, unö genügenber Weise für sie sorge. Der Provinzialausschuß gab des Zaren der Ministerpräsident Stolypin, der Minister spricht sich gegen eine etwaige Bedrohung anderer Staaten ^^^ge statt. des Auswärtigen Iswolski, und der russische Botschafter aus. Der Oktrobisteiifuhrer Gutschkow memt, es sei zweck- die Ehefrau des Taglöhners Hemrich Uebener zu Hirn- in London, Graf Benkendorf. Das hätte nun, nachdem mäßig, sich einer offenen Aussprache zu enthalten. Der 5ach mußte von .dem Ortsarmenverband Frankfurt Enaland und Rußland sieh über Persien, Afghanistan und links stehende Oktobrist, Vizeprastdent der Wehrkommiffton am. Mam unterstützt werden Sie hatihren Mann verlassen, LLHWZT'ZUZWZ\s*ibSBSSäM Außerordentliches an sich, und die deutsche und österreichisch- spricht stey für die Entente der Kadetten uhrer von dem Ortsarmenverband Himbach, und erhob au, dessen ungarische Diplomatie könnte getrost gute Miene dazu jedoch nur soweit aus, als es die ruffttAen ^znrereffen ng Klage. Der Vertreter des Ortsarmenverbandes Him- machen, wenn nicht an der Entrevue von Reval auch Fach- erlauben. Der Pra,ident der Reichsduma, Chomfarow, ve-16a^ mad)tc geltend, daß Uebener gar nickt den Unterstutzungs- leute des Heeres und der Marine teilnähmen. So wird grüßt die Annäherung zwifchen England und Rußland als in Zimbach besitze, da er schon jett Fahren.in Arbeit König Eduard nicht nur von dem britischen Marineattachee ein Friedenspfand und sagt wörtlich: Wir wollen best- in sRommeIbau^cn ftebc, unb nur befud^nietfci nac^^mbad) fomme. in A Pettrsburg begleitet sein, sondern auch von dem nachbarliche Beziehuiigen mit Deutschland unterhalten. Aus Frankfurt behauptete icdoch, baß er reden Abend dor hm zurück- V°r^v^ung b°r °ng isch-n Ma- einem ckwa^ü In d-rdb-u^-^-vn^ LLichlkßlich ber verlief- rett halb di- L° a.s unb°gr-ind°i k°st-n!«,ig -ura----wi-s-n wurde, dunklen Mission in Petersburg weilte-, zwei Deutschen- sein würde. Abweichend hiervon setzt der größte Teil der hvsychen Zeremonlelt- bedingt und lleß-, zumal Baron der Lonlg f ab be6r 6ritif cf)enhamen im Zusammenbang mit einer Regierungslnaßregel Frederrls gemäß seinem hohenAlter leditzlich eine r-prasen- dem^3°"»Marschallstab beschen aus der Zeit des Ministeriums Finger (189<) zur Stühe tatioe Stellung einnimmt und Marineminister Dikow kurz Armeezu uoer cy Satter Wilhelm — Lffinös und Begründung seines Vorgehens heranzuziehen für gut vor seiner Lerabschieüung steht, nutzt bai:auf Sa,(er Sg bmi 6=i 6efUnben 68 dies in einer Mise, die, soweit ,.e UUeßen, da« Rußland wirklich g-n-lgt istnochüber^den werd hierzu m«gt Jahres den Mar- mich betrifft, als völlig verfehlt und unangebracht be- Rahmen seiner Verständigung mit^ England hmaus in | Be^uch^rn merbe I zeichnet werden muß. Soviel ich aus den nammerverhand. lungen ersehe, hat sich der Herr Abgeordnete ja nichts weniger als genau orientiert gezeigt in Dingen, über die er sich leicht besser hätte unterrichten können. Meine Wenigkeit hätte er aber sicher aus dem Spiele gelassen, ivenn er sich vorher über meinen elf Jahre zurückliegenden Fall, über dessen Entwickelung und schließliche, mich durchaus befriedigende Erledigung, vor allem aber auch über meine Gesinnung und mein inneres Verhältnis zu den von ihm angegriffenen Herren der Regierung auch nur ein bißchen vergewissert hätte. Trotzdem mir Herr Bähr eine ganz und gar unbekannte Persönlichkeit ist, und seine besondere „Parteirichtung", für die er mich reklamieren möchte, mir ebenso in tiefster Seele widerstrebt, wie jeder geistlos-draufgängerische, nur partikularistisch interessierte und beschränkte Raditalismus, trotzdem hätte ich den allzu prg» los mit Gründen, Namen und Personen schaltenden Herrn > Interpellanten gerne eines besseren belehrt. Ich hätte ihm erklärt: 1. Ich persönlich bin den von Ihnen angegriffenen Ministerien nur dankbar dafür, daß sie mich nie und in feiner Weise frühere politische Mißhelligkeiten nachträglich entgelten ließen. 2. Jrn Gegenteil: obwohl ich aus meinem Herzen nie eine Mördergrube gemacht habe unb mir nun einmal das Odium anhing — ohne zureichende innere Grunde — Ihrer „Parteirichtung" anzugehören (siehe oben!), habe ich doch stets die wohlwollendste Behandlung in meinen dienstlichen Verhältnissen und die außerordentlichsten Förderungen in wissenschaftlichen Bestrebungen erfahren. — Ti^-s öffentlich zu erklären, fühle ich ein begreifliches Bedürfnis, und ihm geschieht hier Genüge, selbst aus die Gefahr hin, daß die Herren von jener, in der hexischen Kammer so absonderlich vegetierenden „Parteirichtung" mir nun | mit dem schrecklichen Vorwürfe kommen, den sie kennen; ich wollte „einen Orden haben", d. h. den Regierenden schmeicheln. Nein! Nicht nur zur sogenannten Opposition gehört Mannesmut, — im Zeitaller des wortreichen Parlamentarismus, der entfesselten Herrschaftsgeluste umschmeichelter Massen, der weltbürgerlich ausschweifenden oder kirch- turmspolitisch beschränkten Demagogie gehört zu einem Geständnisse, wie ich es hier abzulegen mich gezwungen sehe, auch etwas, das mehr und besser ist, als der langst billig gewordene Männerstolz vor Kvnigsthroiien ot.v Ministersesseln. Auf jeden Fall nehme ich für inic, ba« Recht 3. den im Großherzogtum Hessen gewerbsmäßig Viehhandek betreibenden Personen eine Buchführung über Ab- und Zugang, über Wohin'? und Woher? ihrer Viehbestände aufzulegen. Langsdorf, zu Pfingsten 1908. ______________________Kühler. Provinzial-rlusfchiitz der Provinz Oberheffen. L Gießen, 6. Juni. Am 27. September 1907 sand in Annerod Genieinde-s r a t s w a h l statt, aus der Friedrich Dörr mit 90, Kaspar Wehrum mit 63 und Wilhelm Haas mit öl Stimmen als gewählt hervorgingen. Gegen das Wahlergebnis wurde von verschiedenen Wählern deshalb reklamiert, weil die zivci letztgenannten nicht, wie dies gesetzlicher Bestimmung gemäß erforderlich war, dem höchstbesteuerten Drittel anachörten. TaS Großh. Kreisamt Gießen beanstandete aus dem gleichen Grunde die Wahl und legte die Akten dem Kreis- ausschuß deS Kreises Gießen zur Enlscheidiing vor. Dieser erkannte dahin, daß die Wahl des Kaspar Wehrum und des Wilhelm HaaS sür ungültig z»i erklären und an deren Stelle die Wahl des Philipp Hammel VI. und Wilhelm Hamniel III. (der beiden, die die nächsthöhere Stimmenzabl erhalten hatten) zu bestätigen sei. Gegen dieses Urteil legte der Anwalt des Kaspar Wehrnm Rekurs an den Provinzial-Auöschuß ein, indem er dabei die Auffassuna vertrat, daß nach dem Gesetz eine Neuwahl zu veranlassen gewesen wäre, die wohl ein anderes Resultat ergeben hätte, als eS nach beim KreiSausschuß-Urteil der Fall fei. Der Prooinzial-Ausschuß wieS heute den Rekurs als unbegründet zurück. Die Sache: Teilung der gemeinschaftlichen Gemarkung Ober-; worden ist. Der Handel 92.20 | Elektnz. Lahmeyer 3% Portugiesen III . . 197.50 88.10 Pnnce-Henri-Eiseubahu . Berliner Börse, 9. Juni. Anfangskurse. 149.20 Erwägungen abge l e h n t. t u n ft und Wissenschaft. 11’ a u — kleine Wl Wl 118.00 107.75 83.50 92.30 83.40 90.90 92.00 99 00 99.10 25 30 148.70 118,00 Berliner Haudelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staats bahn . Pflichtfeuer- Betroffenen Schaden in und der ge- Harpener Bergwerk Laurabütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . l'ürkenlose . . . 192.10 203 50 25.30 4J^°/0 russ. Staatsaul. 1905 4^°/0 japau. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 61.- 64 60 95 50 90.10 95.90 3^°A 3% ‘Wk Elektriz. Schuckert . « . Escbweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. . . Laurabütte ...... Nordd. Lloyd . < . . . Obeischles. Eiseu-Indnstrie . 156.90 . 124.- . 229.50 . 56.30 . 137.50 Cauada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: ruhig. . 149.50 . 51.40 . 87.00 . 65.00 . 97.10 4% Oesterr Goldrente. . 478 % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 356 Portugiesen Serie I . — Ter Verhandlung . 207.20 . 110.20 den unter Wasser, das viele Kelllr der anliegenden füllte. Kurz nach 6 Uhr wurde die Freiwillige und wehr alarmiert, die den von dec Wasserkalamität mit Pumpen usw. Hilfe leisteten. Der furchtbare den Weinbergen und Fluren, den die Hagelschläge und Wissenschaft. Deutsche B ü h n e n v e r e i n hat in zweitägiger in Coburg nach fünfjährigen Vorarbeiten einen. Bühnenvertragsrecht regelnden, mit der deutschen Reichsauleihe do. Kousols . . do. Hessen . . Oberhessen Gießener Strafkammer. )( Gießen, 5. Juni. Eine dumme Geschichte. In der Nacht zum 16. März ds. Js. gingen zwei Leute aus Bergen, die in Vilbel mehrere Wirtschaften besucht hatten, in angetrunkenem Zustand nach Hause. Unterwegs begegneten sie dem Taglöhner Gg. S. M. aus Vilbel, den sie nach bcm Weg nach ihrem Hcimatsort fragten. Er gab ihnen Bescheid und sie gingen ihres Wegs. Am andern Tag ging M. nach Bergen zu einem Gendarmen und gab an, er sei in der Nacht von zwei Leuten aus Bergen angepackt worden, wobei sein Anzug zerrissen wurde. Der Gendarm stellte die Personalien der zwei Leute fest und da eine strafbare Handlung nicht vorlag, verwies er M. auf den Weg der Zivilklage. Dieser ging nun in die Wohnungen der Leute und verlangte für Reparatur seines Anzuges 9 Mark, widrigenfalls er Strafantrag gegen sie stelle, bezw. Klage erheben werde. Einer der beiden lies; sich dazu herbei, 4.50 Mk. zu geben, um, wie er angab, ihn los zu werden: der andere jedoch ließ sich auf nichts ein, sondern drohte ihm mit Anzeige wegen Erpressung und bei der Verhandlung erklärte der Angeklagte, er sei unterwegs trugsvcrsuchs für schuldig erachtet und zu vier Monaten Ge- sängnis verurteilt. Türkenlose..... 4% Griech. Monopol-Aul. 4% äussere Argentinier 3°/0 Mexikauer . . 4>$7o Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W. . . . Tendenz: ruhig. 185.50 108.10 193.25 203.25 93.50 98.00 159.70 124.00 230.00 137.00 173.30 137.70 Wenn mit Beginn der beißen Witterung selbst verdünnte Kuhmilch von Säuglingen und Kindern nicht vertragen wird, so benutze inan als Bu>atz zur ältlich das altbewährte 9te,tle'sche Kinder- mehl, welches auch ichon mit Wasser gekocht eine vollkommene, leicht verdauliche Otahrung ergibt. Probcdose und illustr. Broschüre kostenfrei durch yteftle’S Kindermebl-Gesellschast, Berlin L. 42. Iss7/« Lanntteir-Nachrichten. Verlobt: Fräul. Gretchen Thierolf in Höchst i. O. mit Herrn Willi Koch in Alsfeld. Gestorben: Fran Erlist Leih senior, Anna geb. Löhr, in Wetzlar; Herr Wilhelm Reinhardt in Wetzlar-Niedergirmes; Herr Karl Brückmann in Garbenheim; Herr Heinrich Weber V in Schlitz : Frau Charlotte Guntrtmt Wwe., geb. Schmidt, tu Schlitz; Fräul. Mathilde Scheepers in Wiesbaden. eine einheitliche Regelung von Grundsätzen erörtert, die für den Erwerb des Aufführungsrechts von dramatischen und dramatischmusikalischen Werken maßgebend sind. Bei dieser Gelegenheit wurde ein Vertreter des neugegründeten Verbandes deutscher Bühnenschriststeller mit tatsächlichen Mitteilungen gehört. Sodann wurde beschlossen, eine eigene Zeitung des deutschen Bühnenvereins zu gründen. Ein Verleger ist aus der großen Zahl derer, die sich bisher meldeten, noch nicht gewählt. Die nächste Tagung des deutschen Bühnenvereins wird in Düsseldorf ftatt- finden. • — Wie in Berliner Universitätskreisen verlautet, hat der preuß. Kultilsminister die Habilitation von Damen als Privatdo- zentinneii an den preußischen Universitäten aus grundsätzlichen Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter die,er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Der Gießener Juxplatz. Ende vorigen Jahres konnte man öiters von diesem Schmerzenskind in der Zeitung lesen, auch rügte Herr Stadtrat Löber in den Sitzungen der Stadtväter die Mißstände, die ans dem neuen Juxplatz herrschten. Abhilfe mürbe ja zugesagt, auch mürben einmal Vermessungen vorgenommen, aber mas ist bis Ijeute geschehen zur Herstellung dieses Platzes? Nichts! Es märe hier doch endlich einmal am Platze, meint an die Instandsetzung dieses Sumpfloches gegangen mürbe, beim so kann ber Platz doch nicht bleiben. Verursacht denn bie Jnstanbsetzung so große Kosten, ober finb keine Arbeitskräfte ba? Ich glaube boch nicht. Eine größere Schaustellung hat man in Gießen nicht mehr zu sehen, man kann es auch Niemandem verbenken, sich in ein solches Loch zu stellen. Schaustellungen mie ber letzte Zirkus werben ja unser Gießen noch öfters abstrafen, beim bas bcmeift ber Umstanb, daß sich bereits mieber ein Riesenzeltzirkus, ber kaum 1 Nieter großer ist mie ber letzt dageivesene angemelbet hat. Hier hat man eine Ausnahme gemacht, ba etwa der Juxplatz zu klein für das Zelt sei und hat ihm den Osmaldsgarten bewilligt. Ich meine, für derartige Größen brauche inan keine Ausnahmen zu machen, sondern einen halten mie den anderen. Tie Hauptsache ist nur, der Platz muß in Ordnung gebracht werden, bann werben auch mieber größere Schaustellungen, bie für unsere Stadt fein Nachteil mären, kommen. Wie steht es nun mit der Sicherheit des Publikums in Bezug auf die direkt vorbeifließende Lahn? Will man auch hier so lange warten, bis eimnat ein Unglück passiert ist? Will man nun, damit sich lebensmüde Kühe in Zukunft nicht das Leben im Stadtbach an den Mühlen nehmen können, diesen durch Rohre führen, wie ein Eingesandt wünscht, so sollte man aber doch unter allen Umständen an das Leben der Menschheit denken und am neuen Juxplatz Vorsichtsmaßregeln treffen. Ich meine, dies märe wichtiger. Ein beschämender Anblick ist es beim Passieren der Lahnbrücke, wenn man seinen Blick nach dem Juxplatz hinlenkt; ich will hier nicht näher daraus eingehen, aber hier müßte unbedingt ein Bedürfnishäuschen aufgestellt werden. Ties verlangt doch die Sitte und ber Anstanb. Dann gestatte ich mir eine Anfrage: für welches Fuhrwerk ist eigentlich die Zufahrt nach dem Juxplatz an den Treppen her- gestellt worben? Ich bin Augenzeuge davon gewesen, baß ein vollbeladener zweiräderiger Waschekarren in vollem Lauf den Berg heruntersuhr und an ber Kurve, die er nicht nehmen konnte, in die Wallborf'sche Seinroanbbube fuhr. Ich will nun den Fall setzen, es spielen unten Kinder und es kommt so ein Karren im vollen Lauf angefahren. Die Kinder sind rettungslos verloren. Gegen diesen Unfug sollte doch die Polizei energisch einschreiten. Für derartiges Fuhrwerk ist doch der Weg durch die Krofdorser Straße, so auch für die Radfahrer. Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, daß einmal Ernst mit der Sache gemacht wird, denn im Juli sind zwei Ruderregatten hier, wo viel auswärtiges Publikum diesen ivundervollen Platz passieren muß. Also frisch auf! Revision der Bücher erfolgt durch den Verband der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften. Die ordentliche Ge- neralverfanunlung findet am Sonntag, 14. Juni d. I. statt. nmltigc Regen anridücten, läßt sich bis jetzt in seinem ganzen Umfange noch nicht übersehen. Aus Lengfeld wird berichtet, daß zwei schwere Hagelwetter den Ort heimsuchten, und zwar wurde nur die Hälfte der Gemarkung davon betroffen. Zugleich ging ein wolkenbruchavtiger Regen nieder, der die Keller des unteren Ortsteiles unter Wasser setzte. Namentlich der Schaden am Getreide in der von dem Unwetter betroffenen Hälfte der Gemarkung ist sehr groß: leider war nur ein Teil der Saat versichert. Großer Schaden wurde auch an den Rübenfeldern angerichtet. In Habitzheim hat das Unwetter, wie uns mit- gctcilt wird, namentlich den Roggenfeldern arg zugesetzt. In Spachbrücken soll eine Frau vom Blitze erschlagen worden sein. In Hofheim int Ried schlug der Blitz in die Hofreite des Landwirts Martin Wegerle und zündete. Scheuer und Stallung wurden ein Raub der Flammen. In demselben Ort wurde dem Landwirt Berg eine Küh erschlagen. Ein furchtbares Unwetter ging über Worms und die ganze Umgegend nieder. Durch den starken Regen, der mehrere Stunden anhielt, waren die Straßen fußhoch überschwemmt und zahlreiche K'eller waren unter Wasser gesetzt, so daß die Feuerwehr herangezogen werden mußte. Ver- schiedenemal schlug der Blitz ein, doch immer ohne zu zünden. Im Feld, sowie in Weinbergen wurde schwerer Schaden angerichtet. Aus der Umgegend liegen ähnliche Nachrichten vor. *• Eine Reminiszenz an den 30jährigen Krieg. Bei den Pfarrakten der evangelischen Kirche unserer Stadt befindet sich eine Urkunde aus dem Jahre 1635, in der der Kanzler Antonius Wolff v. Toden wart ein Kapital stiftet, aus dessen Zinsen alljährlich 50 Gulden und 7 Goldgulden zur Verteilung kommen sollen. Es war während des 30jährigen Krieges. In der Schlacht bei Nördlingen (am 16. Sept. 1634) war das schwedische Heer fast vollständig vernichtet worden. Infolgedessen schloß der Kurfürst von Sachsen am 30. Mai 1635 zu Prag mit dem Kaiser einen Frieden. Auch für Hessen war es von größtem Jnteresie, in diesen Frieden eingeschlossen zu werden. Der Landgraf hatte als Gesandten den Kanzler und Geh. Rat Dr. Ant. Wolfs v. Todenwart von Gießen nach Prag entsendet, um bei den Verhandlungen des Landgrafen Sache zu führen. Während dessen Abwesenheit wurde die Fran Todenwarts krank und starb bald darauf. Auf Befehl des Landgrafen wurde beides dem Gesandten bis zum Abschluß des Friedens verschwiegen, weil er befürchtete, die Nachricht könne Todenwarts Tätigkeit bei den Verhandlungen zum Nachteil des Landes beeinflussen. Zum Andenken an seine verstorbene Gattin, eine geborene v. Beeck stiftete nun Todenwart nach seiner Rückkehr von Prag ein Kapital in liegenden Gütern, aus dessen Zinsen jedes Jahr am Sterbetag und in der Sterbestunde seiner Frau, am 10. Juni morgens zwischen 5 und 6 Uhr an die Haus- armen 50 Gulden in der Stadtkirche zu Gießen verteilt werden sollen. Mit bestimmt vorgeschriebener Formel muß vorher von der Kanzel auf diese Verteilung aufmerksam gemacht werden, damit sich die Armen rechtzeitig anmelden können. Wer dies unterläßt, oder zur bestimmten Zeit nicht in der Kirche ist, bekommt nichts. Bei der Verteilung sollen an- ivesend sein, der Superintendent, der Stadtpfarrer, der Bürger- metster, der Stadtschulteiß und der Kastenmeister. Diese sollen vor der Verteilung, etwa um 4 Uhr früh in der Kirche erscheinen und Stiftungsurkunde mit Aufmerksamkeit durchlesen. Sie erhalten für ihre Mühe außer Gottes-Dank einen Gold- zulden, der Superintendent aber zwei, wer nicht anwesend ist, erhält nichts, sein Teil wird unter die Anwesenden verteilt. Wird gegen irgend einen Punkt der Stiftung gefehlt, so kann diese von der Familie v. Todenwart nach Marburg oder nach Darmstadt verlegt werden. — Dieser alte Brauch hat sich bis heute in unserer Stadt erhalten; am nächsten Mittwoch wird die Gabenverteilung der Stiftungsurkunde gemäß in der Stadtkirche wieder vorgenommen werden. In früheren Jahren stellte sich bei der Verteilung der Spende auch ein Vertreter der Familie der Stiftung ein. Das Grab Todenwarts, das unweit der alten Friedhosskapelle sich befindet, wird von der Stadt erhalten. A Bleichenbach, 8. Juni. Der hiesige Vo r sch u ß- tiu b Kreditv erei n, E.G.m.u.H.,veröffentlichte kürzlich den Geschäftsbericht für das 30. Verwaltungsjahr. Die Einnahmen für genanntes Jahr betragen 399 320 Mk. und verfügt Ende 1907 über einen Reservefond von 35 000 Mk. Für 1907 wurden an Dividenden von 34 893 berechtigten Geschäftsanteilen 7 Proz. mit 2442 Mk. zur Verteilung gebracht. Die Mitgliederzahl beträgt 438 Personen, welche ein Guthaben von 37 014 Mk. besitzen. Der 1907 er Reingewinn betrug 7719 Mk. Der Verein erfreut sich einer stetigen soliden Ausdehnung und genießt unter der vorsichtigen Leitung >ldes Rechners und Vorstandes allgemeines Vertrauen. Die unter furchtbaren Tonnerfcf'lägen und gewaltiger Regenentlabung mit niedergehendem Hagel. In kurzer Zeit waren die Bach- läufc aus dem nahen Gebirge hock' angeschwollen und bie Kanäle von ber mitgerijfenen Erbmasse verstopft. Mehrere Straßen ftan- Wohnhäuser Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, 9. Juni, 1.15'Uhr. über bie Betrunkenen, die auf der Straße gelegen hätten, gestolpert und hätte habet seinen Anzug beschädigt, für helfen Reparatur eine Mutter 9 Mk. verlangt hatte. Trotz aller Nachforschungen war her beschädigte Anzug nicht zur Stelle zu bringen und man ging nicht fehl in her Annahme, baß überhaupt keiner beschädigt Angeklagte würbe des Erpressungs- und Be- Der Deutsche herein für öffentliche Gesundheitspflege wirb |eme Die gefundene Mappe. Als der Former E. K. aus Berlin zu B a d N a u h e i m wegen Bettelns verhaftet wurde, sand man bei ihm eine Briefmappe, bie einem Fischhändler aus einem Korb, den er im Hofe einer Villa stehen gelassen hatte und in der K. bettelte, gestohlen worben war. Trotzdem K. behauptete, er habe die Mappe gefunden, wurde er wegen Diebstahls angeklagt und voM Schöffengericht zu vier Wochen Gefängnis verurteilt. Die von ihm gegen dieses Urteil erhobene Berufung mußte zurückgewiesen werben, da auch in dieser Instanz kein Zweifel bestand, daß er die Mappe gestohlen und nicht gefunden hak. das gesamte _ Bühnengenossenschaft vereinbarten Bühnenvertrag einstimmig angenommen. Eine Reihe wichtiger Einzelfragen, wie die Ausdehnung des Versicherungszwanges auf gering bezahlte Bühnen- mitglieoer sowie eine Krankenkaisenversicherung dieser Mitglieder wurde an Kommissionen verwiesen. In geheimer Sitzung wurde Jahresversammlung vom 16,-19. September in Wiesbaden abhalten, lieber die Wasserversorgung in ländlichen Bezirken wird dort Geh. Cberbanrat Schmick aus Darmstadt sprechen. ^anöel riird Verkehr, Volkswirtschaft. ** Konkurse in Hesse n. lieber das Vernrögcn der Firma S ch a f f r a t h & Schneider, offene Handelsgesellschaft, z. Zt. in Liquidation, in Groß-Gera u, wurde am 22. «Mai bas Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Scriba in Groß-Gerau wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursfordernngen finb bis zum 20. n bei dem Amtsgericht Groß-Gerau anzumelden. — lieber bas ermögen bcs SchreinerineisterS Kaspar HeinzerIing in Gießen würbe am 25. Mai bas Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Hornberger in Gießen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforberungen finb bis zum 20. Juni bei bcm Amtsgericht Gießen anzumelben. — lieber bas Vermögen bes Kauf- inaims Friebrich Kot he in Main z, Inhaber ber Firma Hamburger Engros-Lager Friebrich Kothe, Kurzwarengeschäft bafelbft, wurde am 25. Mai bas Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Mannheimer in Mainz würbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforberungen finb bis zum 30. Juni bei bem Amtsgericht Mainz anzumelben. — lieber bas Vermögen bes Kaufmanns Sieg- fried G r ü n e b a u m in Bürgel a. M. wurde am 27. Mai bas Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Bangel zu Offenbach luurbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforberungen sind bis zum 9. Juli bei bem Amtsgericht Offenbach anzumelden. — Heber das Vermögen des Kaufmanns Peter Jnderthal in Offenbach a.M. wurde am 29. Mai das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Schönenberg zu Offenbach wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursfordernngen finb bis zum 2. Juli bei bcm Amtsgericht Offenbach anzumelben. — P o st a n w c i f u n g s v e r k e h r mit Palau. Vom 1. Juni ab finb im Verkehr mit Palau (Palau - Jnselisi Post- anroeifungen bis zu 800 Mark zulässig. Die Gebühren sind die gleichen wie für den inneren deutschen Verkehr. - in Anspruch, mit meiner Persion feinen Mißbrauch zu irgend welchen guten ober schlechten Zwecken treiben zu lassen. Darmstadt, 4. Juni 1908. Professor Dr. Phil. h. c. Karl Borger. ** Unwetter i m südlichen H c s s e n. Am Freitag vor Pfingsten gingen über Starkenburg und Rheinhessen außerordentlich schwere Unwetter dahin. Darmstadt blieb gänzlich verschont. Der ganze Tag war gewitterreich, fast ununterbrochen donnerte es vom frühen Morgen an und zeitweilig siel geringer Regen. Nach großer Schwüle zogen Gegen halb 3 Uhr nachmittags von Westen her schwefelgelbe Wolken heran, deren unterer Teil fast auf der Erde schleifte. Nach heftigen elektrischen Entladungen setzte ein Hagelwetter ein, wie es glücklicherweise hier selten ist. In Bickenbach, Eberstabi und bis in den südlichen Teil her Gemarkung Darmstadt fielen Hagel von Walnuß- bis Hühnereigröße. Noch eine halbe Stunde danach lagen bie Eisstücke ungeschmolzen auf den Wegen. Der ungerichtete Schaden ist unberechenbar. Tie Garten- und Feldsrüchte sind zersettz und zerschlagen, die Kornhalme zerknickt. Von den Obstbäumen und Beerensträuchern sind Früchte und Blätter massenhaft abgeschlagen, ebenso Blätter und Zweige von Buchen und Eichen. Ter Boden ist mit abgeschlagenen Zweigen völlig bedeckt. Auch Fensterscheiben, besonders an Oberlichtern, wurden vielfach zertrümmert. Kein Mensch will sich erinnern können, hier je .Hagel in solcher Größe gesehen zu haben. Weiter südlich waren die Schlossen weniger dick, dafür aber um so zahlreicher: auch gingen in ber oberen Bergstraße wolkenbruchartige Regen nieder. Von vielen Orten kommen auch Meldungen über Blitzschäden. Die Temperatur ist nach den Gewittern erheblich gesunken: heute früh wurden nur 10 Grad Celsius notiert. Tie grelle Hitze von anfangs Juni L32 Grad am 1.) wurde in den letzten 10 Jahren nur im Juni 1905 übertroffen. Aus Bensheim wird beridjict: Von 212 Uhr ab entwickelte sich längs der mittleren und oberen Bergstraße unter fortwährenden Niederschlägen ein Gewitter, das sich gegen 5 Uhr mit einer solchen Heftigkeit entlud, nsie es an ber Bergstraße noch selten erlebt worden ist. Zu dieser Zeit trat eine fast nächtliche Dunkelheit ein, es folgte Blitz auf Blitz vermsschtcs» * Pfingstliche Eis enbahnunfälle. Am 2. Feiertage stieß bei Roccapietra auf ber Linie Novarra-Varallosesia ein Personenzug mit einem Güterzuge zusammen. Von den 200 Passagieren des Personenzuges wurden 9 getötet. Der Personenzug war mit Pilgern besetzt, welche bie Kirche her gefrönten Jungfrau besucht hatten. Infolge eines Maschinendefektes war her Zug im Bahnhof Roccapietra liegen geblieben. Der ankommende Güterzug stieß mit Wucht gegen den letzten Wagen und schob diesen über die anderen. Die Toten und Verwundeten sind sämtlich Italiener aus Varallo und Umgegend. 65 Personen sind verwundet, unter ihnen mehrere schwer. Ein .Hilfszug mit zwei Kompagnien Soldaten und Aerzten, denen sich der Bürgermeister aus Novarra anschloß ist nach Roccapietra abgegangen. — In der Nähe von Rochefort in Belgien kollidierte die Lokomotive eines Zuges mit einem von 7 Personen besetzten Kremser. 5 Personen und 2 Pferde wurden sofort getötet, 3 Personen schwer verletzt. Die Schuld trifft ein lljähriges Mädchen, das seit 3 Wochen die kranke Mutter als Schrankenwärterin vertrat. — Ein Zug der Eisenbahn auf den Brocken überfuhr in ö afferohe ein 8jähriges Mädchen; das Kind ist tot. — Auf der Waldbahn bei Bregenz stürzte ein Felsstück auf einen vorüberfahrenden Zug, traf den letzten Wagen und riß diesen mit den drei vor ihm laufenden Wagen in die A ch. 20 Personen wurden verletzt. Zwei Personen werden vermißt. * Berlin, 9. Juni. Eine Bluttat aus Rohheit, der ein Menschenleben zum Opfer fiel, wurde in her Nacht zum zweiten Feiertage in der Bogenstraße verübt. Als das in diesem Hause wohnende Ehepaar Almendinger nach 12 Uhr in Begleitung ihres Neffen in die Wohnung zuvückkehrte, wurden sie unterwegs von bem Mechaniker Schreck angehallen und beschimpft. Almendinger, welcher Schreck aufforderte, seinen Weg, zu geben, wurde von diesem mit einem Messer in die rechte Kopfseite gestochen, sodaß er blutüberströmt zusammenbrach. Die Frau des Almendinger, welche den Angreifer beruhigen wollte, erhielt von diesem einen Stich in den Hals in ber Nähe des Kehlkopfes. Die Frau starb auf hem Wege nach dem Krankenhause. Der Polizei ist es gelungen, den Täter zu verhaften. — U n terschleife, die seit Jahren verübt wurden, sind nunmehr aufgeheckt worden: Der Prohuktenhändler Wolfs besitzt in her Kolonie an der Simplon- unb Gropiusstraße eine Laube in der 9!äHe her Eisenbahn-Werk- ftätte. Der rege Verkehr, welcher ununterbrochen zwischen der Eisenbahn-Wertstätte und ber Laube bestand, gab der Polizei Anlaß, eine Untersuchung bei Wolfs vorzunehmen. Sie sand bei diesem eine große Anzahl Eis en bahn-Material, u. a._ einen Zentner Weißguß. Die weiteren Ermittelungen ergaben, daß neun Arbeiter bei den Unterschleifen beteiligt waren. Bis jetzt wurden Veruntreuungen in Höhe von etwa 10 000 Mk. sestgestellt. Tie Hauptschuldigen sind verhaftet. — Ruchlose Hände haben bie katholische Paüluskirche der Dominikaner in Moabit gestern wäl)- renh bes Gottesdienstes in V raub zu stecken versucht. Glücklicherweise wurde das an 10 Stellen angelegte Feuer rechtzeitig entdeckt, bevor es große Dimensionen annahm. Die Gemeinde konnte das Haus verlassen, ehe eine Panik ausbrach. * Paris, 9. Juni. Ein neuer geheimnisvoller Mord wurde in der Samstag-Nacht verübt. Kurz nach 10 Uhr Abends verließen einige Bekannte die Wohnung des 77 jährigen Rentiers Remy. Ter alte Herr, der dem Gastmahl in frohester Laune beigewohnt hatte, begab sich vom 1. in den 2. Stock, uni sein Schlafzimm-er aufzusuchen. Remys Gattin war einige Stunden vorher abgereift. Ter Sohn des Remy, ber int Elternl-ause wohnt, begleitete die Gäste seines Vaters und kehrte erst nach Mitternacht in bie Wohnung zurück. Am Sonntag Morgen, als der alte Herr nicht zum Frühstück erjchien, öffnete man gewaltsam die Zimmercür und fand Remy tot auf dem Teppich liegen. Als man die Unordnung im Nebengemach bemerkte, wurde bie Polizei gerufen und der Gerichtsarzt stellte vier Stichwunden in der Nähe der rechten Schulter joroic Nagelspuren am Halse fest. Schmuchachen im Werte von 25 000 Francs werden vermißt. * Da A *3 fff dicht yMd bie locnnii JBetr. 3r liegen fichl^ 2. .Ei ber £ schrijtl' 9 hiesige ges zug oer T lieben D kann mitt Behüt & ■SS Di wirb, im In 5-6 3 werbe Jahre haben, ein, bi finb. leineö beton Jabrc unter Ai Jabrc Al •ugei . Ki leit b iffentl A Di Körve Arme ... fii dürfen Gj Qm 2ij. Äuilni töetrej kbnl Beben. Al, >j ^Bei s MaschineriWfahrik^WiesbadenE Amtlicher Teil. jefen in der Sltbach, Linnes, onliit«, Die nicht fettende Hautcreme l einmal Farben iet Lahn- Eigene Werkstätle. Billige Preise. ppen h«!' von MAGGI! Prompt u. billig. Emil Karn 13441 reell, gut und billig bei J. 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Andere Würfel sind nicht Bronzefarben Stoff-Farben Fussbodenfarben Speisefarben Schminkfarben Farbhölzer Farbholzextrakte. unb Hexenwiese. 6) an demselben Tage nachm. von 2 Ubr an auf dem Jägerbause von 187'/" Morgen Wiesen in Rulhardshausen, Mulsau, Vancp hecke, Gerämns, Hahlgarten, Hauxieiien, Buchholz. Bingel- unb Schiffenbach, fr. von 10'/, Morgen Wi.s'- .-77 ° Wendergrunb, sowie von Waldwegen verschiedener Reviere. h für He Emst mü erreg«"" iflen WS Adler-Drogerie, Seltersweg 39 Otto Schaaf. Während jeder längeren Abwesenheit empfiehlt es sich Wertpapiere aller Art, Policen, wichtige Schriftstücke, Gold- und Silbergegenstände und dergleichen auf die Bank zu geben und offerieren wir für diesen Zweck unsere Safes-Einrichtung. Wir vermieten auf die Dauer von 6 Wochen Schrankfächer für Mk. 2.—. Bekanntmachung. tz-treff: Vergebung der Stiftung aus der Christian Gerhard Hast-Strsrung. . ™c Aus obiger Stiftung find zehn Gaben zu ic 19.71 Mr. an «ebn bedürftige Familien bezw, Wrlwcr oder Witwen zu ver- geben. Anmeldungen find bis zum 20. dS. Mts. bei dem Zrmen- amt, Neuenbäue 25, Zimmer Nr. 2 vorzubrmgen. Gießen, 1. Juni 1908. . B '6 Die Ärmen-Deputation der Stadt Gießen. Steller.________________________ Eisenbauanstalt mrdm0Stadt. ” Dachstühle — genietete Träger — Stütze® —j moderne Fassaden — Hallen — Treppen etc. find angewiesen, die Wiesen, die zu dem durch nummerierte Holz- vflöcke oder Steine kenntlich gemacht sind, auf Verlangen vor dem Termine vorzuzeigen. Laubach, den 8. Juni 1908. B9/6 Gräfl. Forstverwaltung. ____ Bank für Handel n. Industrie Niederlassung Giessen (Darmstädter Bank). Giessen, Johannestrasse 1 am neuen Stadttheater. Bekanntmachung, Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend am Mittwoch, den 3. Junr im Jmvflokale - Schulgebäude, Neustadt 61 — für die nächsten 5—6 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5—6 Ulir, abgehalten werden. Jmpspflichlig im laufenden Kalenderjahr find die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die rückständigen aus trüberen Jahren. Wir laben die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine nut dem Bemerken ein, das; alle in demselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine Nicht benutzen totll, muff die Impfung seines pflichtigen KindeS bis zum Jahresschlüsse aut »eine Holten bewerkstelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vicrwöchcnrliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. , . , , . Anher den Pflichtigen werden and) Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder muhen in dem acht Tage später abgehaltenenTermine zurNachschau nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklich" leit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpsarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe ans dem Landesimpffnsütut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 29. Mai 1908. Großh. Bürgermeisterei Gießen I. B. Ke11er. ______________ B80^ Bekanntmachung. Die Verteilung der Zinsen aus der Wolf von Todteuwart- Stiftung finbet stiftungsgemäh Mittwoch, den 10. Juni 1908 morgens um 5 Uhr in der Stadtrirche statt. B®/# Giehen. den 6. Juni 1908.. Tic Armcn-Teputatton der Stadt Greffen. Keller. ___ Bekanntmachung, Aus der Stiftung des ÄupfcrscpMtedS Karr Ludw. Kirsch sind die diesjährigen Zinsen mit 97.71 Mk. an zehn bedürftige int Witwenftaudc lebende Gießener Burger oder BurgcrSsraucn am 20. Sept. ds. Js. zu verteilen. , Meldungen nimmt das städtische Armenarnt, Neuenbaue 2o, Zimmer Nr. 2 bis 20. Juni ds. IS. entgegen. Giehen, 1. Juni 1908. B Die Ärmen-Deputation der Stadt Gtehen. Keller. Heu- u. A'WMtzrMerßeigeruilgeil auf Gräflichen Wiesen. 1) Samstag den 13. Juni d. Js. von morgens 8 Ubr an in der Gemarkung Laubach auf der Gctiewiese (34 Lose = 30 Morgen). 2» an demselben Tage mit Beginn um 9 Ubr vormttt. auf den Schellenbcrgcr' unb Zicgclbütterteichwiesen = 32 2ttorgen.. 3) an demselben Tage mit Beginn um 10 Ubr vorm. irn Tiergarten auf 62 'Morgen. Zusammenkunft in der Hirtenbach. 4) an demselben Saoc nachm. 4 Uhr auf der Schrcuiersmüble bei Freienseen. 1. von 115'/, Morgen Wiesen im Wetterauer- grnnd (Hartmannshausen bis Sorgenlos). 2. von 165 Morgen tm Wolfsgarten, Kreuzseener-, Oberseener-, Lipvergrund. 5) Mittwoch den 17. Juni d. IS. mit Beginn um 9 Uhr vorm. in der „Acpselsbach", auf ca. 194 Morgen Wiesen, daselbst, am Altenkeller, in den öerfdjtebenen Hccgbrücken, Gölle-, Herrn- ist das Ideal der |hv24/t Photographische Apparate und sämtliches Zubehör kauft man reell und vorteilhaft in aer Central-Drogerie, Schulstrasse empfiehlt es sich mein großes Lager in Möbeln, Betten, Polster-Waren zu besichtigen. Uebernahme kompl. Wohnungs-Einrichtungen von der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung. Dampfwaschanstalt Edelweiss Friedrich Wörner Tel 487 Krofdorfer Strasse 12 TeL 487 Haushaltungs- und Aussteuer-Wasch© / Amerikan. Fein-Wäscherei und Neuplätterei für Oberhemden, Kragen, Manschetten und Vorhemden unter Garantie für absolute Schonung. Abholen u. Rückliefern durch eigne Wagen. Eilige Aufträge können in wenigen Stunden, spätestens 3 Tagen, geliefert werden. — Nach auswärts prompter Versand. — Stores, Vitragen, Kanten, alle ArtenI i Teppiche ■ Möbelstoffe i | c billigst | k Möbel-Fabrik u. Ausstattungsgeschäft ■ I Hermann Dominicas j & GLESSEN, Kaplansgasse 18 Ä ■Bk. Bedienung reell JÜb torrel* iilr Lungenkranke. (Medizinische Klinik, Klinikstraße) Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend 6—7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und 2Itme= für Aufnahme in Heilstätten. ' ’ Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. ° ' Ortskrankenkasse Gießen. Ordentliche General-Versammlung Sonntag, den 14. Juni 1908, vormittags y210 Uhr tm Postkelter. Tag es-Ordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht pro 1907. 2. Bericht der Nechnungsprüfungskommission. 3. Bericht von dem 4. Krankenkassenkongreß zu Berlin. Wir laden zu dieser Versammlung die Delegierten ein. d8/6 Der Vorstand. wenig Alkohol enthält 2645 Al fehl er Weizenbier i/g Liter-Flasche 12 Psg. zu haben bei: RührEe, Marburgerstr.7 Telephon 344. tiratakt Meta * Irf: vernickeln, verkupfern, vermessingen sowie Auf arbeiten von Lampen, Gawkronen und allen Metallgegenständen unter billigster Berechnung in dauerhafter Ausführung. 2öb0 Eugen Kaufmann, Lampenfabrik Schiffenberger Weg 50 N60 Fernspr. 264 yd 6 «eoy ist dan Beste. Ein Versuch liF \ 9 I I wird Sie davon überzeugen, fl fli JaS fcw fc In bekannten Originalflaschen, y vw »wv & v v die nachgefüllt werden. (2844 Central-Drogerie, Schnlstrasse. Beim Einkauf von w» Bouillon-Würfeln Kekanntmachnng. y etr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Oppenrod. Da der zum Sachverständigen gewählte Landwirt Johannes Brück II. von Oppenrod gestorben ist, so ist die Nenivahl eines I Sachverständigen vorzunehmen. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntnis bringe, lade ich gleichzeitig sämtliche beteiligte Grundeigentümer zur Neuwahl eines tur Bollzugskommission zu berufenden Sachverständigen auf Samstag, den 27. I uni 1908 vormittags 91/2 Uhr {n den Saal des Wirts Weller zu Oppenrod ein. In dieser Versammlung hat jeder anwesende beteiligte Grundeigentümer eine Stimme; die Wahl erfordert zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von zwei Dritteilen der Anwesenden und ist unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Beteiligten verbindlich. Wird, was zulässig ist, ein Stellvertreter der Sachverständigen zum ordentlichen Sachverständigen gewählt, so findet alsbald auch die Wahl eines Stellvertreters statt. Kommt eine gültige Wahl nicht zustande, so hat die Landes- kommission den Sachverständigen zu ernennen. Friedberg, den 6. Juni 1908. Ter Großherzogliche Feldbereinigungskommissär. Kirnberger, Kreisamtmann. KekMiNmachlMg. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Weitershain; hier das Wiesenmeliorationsprojekt. In der Zeit vom 30. Mai bis einschließlich 16. Juni 1908 liegen werktags auf Großh. Bürgermeisterei Weitershain zur Einsicht der Beteiligten offen: .... 1 Projekt über die Herstellung von Ent- und Bewanerungs- gräben in den Rödern, der Stelzbach, im Graben, der Frauwiese, im Himmerich und im Häuslingsgrund nebst Kostenanschlag; m 2. der zugehörige Beschluß der Vollzugskomnnsswn vom 23. April 1908. , Einwendungen sind bei Meidung des Ausschlusses während der Ossenlegungsfrist bei Großh. Bürgermeisterei Wettersham schriftlich einzureichen und zn begründen. Friedberg, den 27. Mai 1908. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär. Kirnberger, Kreisamtmann. Kekannlmachung. In der Zeit vom 30. Mai bis 6. Juni 1908 wurden in hiesiger Stadt gesunden: 1 evangel. Gesangbuch, 1 Sammet-Arbeitsbeutel mit Inhalt, 1 schwarzer Tamenschirrn, 1 Portemonnaie mit Inhalt und 1 Kvrb mit 8 Tauben; zu geflogen: 1 Kanarienvogel; verloren: 1 grauseidener Taftgürtel mit Stahlschnalle, eine gelbe Brieftasche, Inhalt Studentenkarte, Abonnements- fartc für Volksbad, Visitenkarten und sonstige Briefschaften, 1 braunledernes Portemonnaie, Inhalt für 50 Mk. Briefmarken: 8 Stück ä 1 Mk., 10 St. ä 80 Pfg., 20 St. ä 50 Pfg., 10 St. ä 40 Psg., 10 St. ä 30 Pfg., 20 St. ä 25 Psg., 10 St. ä 20 Psg. und 100 St. ä 10 Psg., und 1 Portemonnaie mit ca. 175 Mk. Inhalt. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Die Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentage von 11 — 12 Uhr vormitt a g s u n d 4 b i s 5 U h r u a ch m i t t a g s bei unterzeichneter Behörde, Zimmer Nr. 1 erfolgen. .Gießen, den 6. Juni 1908. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: B i l 0. ;nr in Eisen'* u. Br-once Fagaden • Fenster- -Treppen- schmiede- arbeiten in: allen t^erall- arren Nachruf WW Herr Alexander Schneiicker Jnhoffen’s Kreuzplav 2. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Familie Schneucker. Giessen (Eichgärten 27), den 9. Juni 1908. Hb Haas M. Bleichstr. 8, Hinterbaus, Telefon 692 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 11. d. Mts, um 4 Uhr nachm. von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 3581 der BestattunaSaenossenschaft der freien ^chreincrvereinig- una (»lieben. 2384 Todes-Anzeige. Gestern abend 8% Uhr entschlief sanft nach langem, schweren Leiden mein guter Gatte, unser lieber Vater, Bruder’ Schwiegervater, Schwager und Onkel Lästige haare ÄÄ: »»«■MBaninen entfernt sicher u. schmerzlos Pros.vr. Grünewalds Pulver D. 1.50 Mk. Alleinverkauf^clikan-Apotbekc, ■MW äl; M- U W iiW D w K W W ■'M -rE KL E ■ W j«r. ••• E U • A W K M W W Mv ötil) IWachrnt Am 6. Juni 1908 verschied unser langjähriger Chef Herr Direktor S. Pascoe Uni in | Arz sah' M fürs das und unii gan Wir betrauern in dem Heimgegangenen einen fürsorglichen Vorgesetzten, dem das Wohlergehen seiner Untergebenen am Herzen lag und wei den ihm stets ein dankbares Andenken bewahren. Die Beamten und Arbeiter des Giessener Braunstein-Bergwerks. Herr Direktor a D. S Pascoe ist am 6. 1. Mts. aus dem Leben geschieden Er hat 46 Jahre lang unser Werk geleitet, seine ganze Lebenskraft der Entwickelung und Förderung desselben gewidmet: den Besitzern war er ein treuer Diener, den Beamten und Arbeitern ein gütiger, fürsorglich seines Amtes waltender Berater und Vorgesetzter. Der Grubenvorstand, die Direktion, die Beamten und die Belegschaft stehen trauernd an seinem Grabe, danken ihm für sein Wirken und werden ihm ein treues Andenken bewahren. Im Namen der Verwaltung und der Belegschaft 3572 Des* Grubenvorstand der Gewerkschaft Giessener Braunsteinbergwerke Giessen, 7. Juni 1908. vorm. Fernie. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen auf diesem Wege ihren innigsten Dank Jnnocen; Krack tt Frau geb. Lipp Gießen, den 9. Juni 1908. 3573 Emil Schwarz Viktoria vornehmstes 1555] Rad. mjnogvin. Kl. Linden (Sicken. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Bruders, Vetters und Onkels, des Kaufmanns Danksagung. sagen wir innigsten Dank. Familie Kopie, Giessen, den 9 Juni 1908. 3571 5® er 1007 iBewährtesWaschmittalJ o Ph o Spezialmarke, garantiert franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literflasche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt wegen feines vorzüglichen Geschmackes. Ferner geltenmeme französischenKognals unter Originaloerfchlub als die besten, welche der Markt bringt. 748) E. Dort, Walltorstr. 45. 4>r. Speise-Kartoffel Magnum bonum empfiehlt (3418) I. Weisel. 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