n ein l iGlbcmMtil um so jfie en und r! akemokolü, .< don D. lscs bcMn Freisinnig i L, Lübe5 ; zu etliö; Uragins rg) unb 8öl I. % wird 9t» Falle )äf)H bubfii ij; Das muj I Ivird & k Ebenso y:: Und Htkiii! ehrnaoolq. ^ll'ontllk»- !?, du :!t, die p r ? 1) enen Znsch^ m Zentrum. \ 5 ganze fe. 9 erflitt" M-Lieben^. R); Sieh, ^rzogim inbet E" •• bilänlli- serSundin Abgeordnin? stag betr^' en - w 7 > uetltflu«^ der fcfie SW.Ü, 1 mir, pto--,,' da? W’. ch bitte gc*i«P igen, biü:' , Ban dec. iejcnigm w'. IUnfl unb v O ■c,e,n' bdi i. M ^cttoinben S Erftss Blatt 188. Jahrgang Freitag 8. Mai 1908 Dle heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. er er Nr. 108 Der Gtetzener Anzeig. erscheint täglich, außi Vie Huldigung der deutschen Sundersürsten in Schönbrunn. Die Ansprache des Bürgermeisters Dr. Lueger lautete: Mv. kaiserliche Majestät: 'Ich fühle mich berufen, der Freude bet Wiener darüber Ausdruck zu geben, daß Elv. kaiserliche Majestät sich entschlossen hoben, au der Lpiße der Deutschen ÄrrndeSfürsteu perjönlich die Glückwünsche unjecem geliebten Kaiser zu über» bringen. M'.t diesem A.-Ldril^. der Freud: werbixibe ich ven ilii»» druck herzlichen Tankes, sowie die innigen Grüße an Ew. kaiserliche Maiestät der alten Kaiserstadt Wien und ihrer getreuen Bewohner. Der deutsche Kaiser erwiderte: Ich banfe Ihnen für die freundlichen Worte der Begrüßung. Insbesondere danke ich Ihnen für den warmen Appell, den Cie an die Wiener Bevölkerung gerichtet Haden. Win Kvmmen soll ein Beweis sein sür die außerordentliche HochschützstNlg und Verehrung, welche lch Er. Majestät, Ihrem Kaiser, entgegenbringe und welche mit mir das gesamte deutsche Volk teilt. . Nunmehr begab sich Kaiser Wilhelm in das reich Beiüjnütdte EmpfangSzeli, begrüßte dort ourch Händedruck die Erzherzog innen unb unterhielt sich mit jeder einzelnen. Der Kaiser stellte ihnen den Prinzen August Wilhelm vor, der jeder Erzherzogin die Hand küßte. Tie Allerlzöchsten Herrschaften bestiegen die Wagen. In denk ersten der a la Taumont mit vier Schimmeln beibannten Wagen saßen die beiden Kaiser, in dem zweiteil die Kaiserin mir der Erzherzogin Maria Anriuuziata, in denk dritten Prinz August Wilhelm mit dem Erzherzog Franz tjcrbinanb und in dem vierten die Prinzessin Viktoria Louise init der Erzherzogin. In weiteren Wagen folgten die übrigen Herrschaften. Auf den Straßen vom Bahnhof bis Schönbrunn halten sich die Truppen der Garnison mit fünf Musikkapellen aufgestellt, welche bei der Vorbeisahrt die preußische Hymne spielten. Die fett den frühesten Morgenstunden zu vielen Tausenden angesammelte Menschenmenge bereitete enthusiastische Ovationen, für die die Majestäten durch Kopsnicken^und Salutieren banften. Bei der Ankunft im Schönbrunner Schloß wnrdeu die Majestäten durch den zweiten Obcrsthofmeister und den Oberz-eremonienmeister cmp- sangeu: sie begaben sich mit den Erzherzogen und den Erz- ^t’ioginncn durch die große Galerie in Öen blauen Salon. Hierauf land im Marie Ther^ia-Zimmer der Empfang dc§ Ministers des Wniglicheu Hauses, der obersten Hoscharge-i, der Gardckapitänc, des österreichischen und des ungarischen Ministerpräsidenten, sowie der .übrigen gemeinsamen Minister, des Hofmarschalles in Ungarn, des Hofdienstes usw. statt. Nachdem die Majestäten in Sd-önbrunn cingcfrorfeii waren, ging strömender Regen nieder, bunlt 12 Uhr fuhren die anwesenden deutschen Aundesfürsten m der Blauen Stiege vor t'.nd wurden am Fuße derselben von tem Oberzeremoriienmeister empfangen. Unter Vorantritt desselben über die Stiege geleitet, im Laternen-Zimmer der Bundes Ersten von dem zweiten Oberhosmeister empfangen und in das kroße Nosazimmer 'geleitet, ivoielbst |ie sich versammelten. Der »veite Oberst Hofmeister begab sich in die Wohnungsdepartemenks ids deutschen Kaisers, um Meldung zu erstatten, und führte ihn fsodann in das grvßee Rosazimmer. Inzwischen liatce der Ober- ierenionieiinieifter Kaiser Franz Josef Üreldung erstattet, luorauf Ich Se. Majestät in das Maria Antoinetten-Zimmer begab. Die deutschen Bundesfürften versammelten sich nunmehr in cem Empsangsappartemen', wo Kaiser Wilhelm bei der Gratulation tet deutschen Buntxsfürsten folgende Ansprache hielt: „Eine erhebende Fügung der göttlichen Gnade und Vorsehung ü es, die UNS am heutigen Tage uni die erhabene Person Eurer kaiserlichen und Königlich apostolisck>en sJJiaje|tät vereinigi. Sechzig Lahre, zwei Menschenalter, haben Eure Kaiserliche und Königlich apostolische Majestät in nie rastendem Eifer und treuester, edelster Aslichterfüllnng bem Wohl und dem Glück Ihrer Völker getvidmet. Ait berechtigtem Stolz und hoher Genugtuung mag es das Herz eurer Majestät erfüllen, wie von allen Seiten die Untertanen d»ml in Ehrfurcht geliebten Herrscher die landesväterliche Treue !®it hingehender Liebe und Dankbarkeit zu vergelten bemüht smd. Aber nicht nur Millionen eigener Landeskiuder jubeln in 1 -ober Festesstimmung ihrem heißgeliebten Kaiser und König zu, jtin, auch weit hinaus über die Grenzen der Monarchie beugt inch die Welt in Verehrung und Bewunderung vor der ehrwürdigen Gestalt Eurer Majestät. Eure Majestät sehen hier Nach der Gratulacionseour nahm Kaiser Franz Josef die Glüctwünschei der deutschen Kaiserin entgegen. Unter dem Voran- tritt der. Gräfin Harruch J.jab sich cie beut|d)e Kaiserin in die Privatgemächer des Kaisers, nm diesen zu beglückwünschen. Um 121/2 Uhr folgte ein Dejeuner in Schönbrunn. An demselben nahmen auch die Erzhevzöge und die Erzherzoginnen teil. Zn oetn Dejeuner geleitete Kaiser Franz Josef die deutsche Kaiserin, der deutsche Kaiser die Erzherzogin Maria Annuneiata, Prinzregent Luitpold von Bahern die Erzherzogin Alanta, der Wuig von Sachsen die ErzhcrzoHiu Isabella, der König von Württemberg die Erzherzogin Maria Theresia. Gleichzeitig fand für ine Suite Marschallsoiner in Schönbrunn statt und um 1 Uhr in der Hofburg. Nachmittags fuhr Kaiserin Auguste Viktoria beim Vvlksgarten vor und begab sich zum Denkmal der Kaiserin Elisabeth, luo sie einen Palmenwedel, Den sie vom Achilleion mitgebrachk l)atle, nicdcrlegte. Der Kaiser begab sich nachmittags um 2 Uhr von Schönbrunn in die Hofbikrg, wo er den dort lvohnenden deutschen Bundesfürsten und dem Bürgermeister Dr. Burck-ard Besuche ab» stattete. Kaiser Wilizelni und Prinz August Wilhelm statteten am Nachmittage dem bayerischen Gesandten, Frhrn. von Tücher, einen etwa eine halbe Sttlnde wiihrenden Besuch ab. Der Kaiser besichtigte die Sammlungen des Barons Tücher ciiigeljcno. Nach 2 Uhr fuhren das deutsche Kaiserpaar sowie Prinz August Wilhelm von Preußen bei der Kapuziuerkirche vor, wo sie vom Guardian Pater Esak und dem Großmeister Pater Bauer begrüßt und in die Kaiscrgruft geleitet wurden. DaS Kaiserpaar legte auf den Särgen der Kaiserin Elisabeth und deS Kronprinzen Rudolf Kränze nieder. Bei der Festtafel brachte Kaiser Franz Josef folgenden Ttillkspruch aus: „Der Besuch, den mir meine treuen Alliierten, Eure Kaiserliche uitb Königliche Majestät, Seine Königliche Hoheit der Prinzregent, Ihre Königliche Majestäten, die dnrchlauchtigsten Fürsten sowie den Vertreter der freien Hansa- städte heute abftatten, erfüllte mich mit der größten Freude. Ich heiße Sie herzlich in unserer Mitte willkommen. Sie haben durch Ihre Hierherkunft die Gefühle wahrer Freundschaft anläßlich der Erreichung meines 60. Regierungsjahres in einer Weise ausdrücken wollen, die meinen innigsten Dank wachrust und in mir die Ueberzeugnng festigt, daß die so engen zwischen uns bestehenden Beziehungen uns allen ein ivahres Herzensbedürfnis sind. Von diefer Zuversicht durchdrungen, möge es mir gestattet sein, dieses Glas auf Ihr Wohl sowie auf unsere unerschütterliche Frenndschast und BnndeSgenossenschaft zu erheben und dabei ausznrufen: Meine erlauchten und hohen Gäste leben hoch!" Auf den Trinkfpruch Kaiser Franz Josefs erwiderte Kaiser Wilhelm mit einem kurzen Toast, worin er seinen herzlichsten Dank anSsprach und mit einem Hoch auf Kaiser Franz Josef schloß. Nach dem Galadincr fand eine Serenade des nieder- österreichischen Sängerbundes und der vereinigten Kapellen der Militärmusiken der Garnison Wien statt. Auf dem Piave vor der Gloriette hatte sich cm zahlreiches Publikum angesammelt, aber auch außerhalb deS Schlosses sowie in den Zufahrtsstraßen bildete eine nach Tausenden zählende Menschenmenge Spalier. Nach Schluß der Serenade desilierteu die Sänger, voran 260 Fahnenträger, an den Fenstern des Kaisers unter den Klängen der Volkshymne und des „Heil dir im Siegerkranz" vorbei. Die Fahnenträger senkten die Fahnen und die Sänger sowie das Publikum brachen in Hoch- und Heilruse aus, für die die Majestäten wiederholt dankten. Der Kaiser äußerte sich gegenüber dem Vorstand unb den Delegierten des Sängerbundes, daß ihn die Huldigung tief gerührt habe. Um 9 Uhr 20 Minuten fuhren Kaiser Wilhelm und PrinzAugust Wilhelm nach ihrer Verabschiedung zum Penzinger Bahnhof, um sich nach Donau- eschingekk zu begeben. Prinzessin Viktoria Luise fuhr um 10 Uhr o Min. vorn Nordbahn Hof nach Wildpark. Bei einer Fahrt tm Augarten-Palais scheuten die Pferde der Hofcquipage, in der der Großherzog von Baden saß: < am Franz Josef-Kai rannten sie auf den Donaukanal zu unb überrannten einen Arbeiter, der schwer verlebt würde. Der Leib- jäger wurde vom Bock geschleudert; der Großherzog blieb un* verlebt. Vom König von Italien ist an Kaiser Franz Josef folgendes Telegramm eingelausen: „Im Lause deS Jahres, in welchem Eure Majestät das 60 jährige Jubiläum Ihrer glorreichen Regierung feiern, vereinigen alle Herrscher und Staatsoberhäupter ihre Glück- und Segenswünsche mit den loyalen Kundgebungen der Völker der Monarchie. Beseelt von der alten und treuen Freundschaft, die ich für Eure Majestät empfinde, nehme ich den innigsten Anteil an diesem freudigen Ereignis unb schließe, mich den herzlichen Gefühlen an, welche Ihnen heute Seine Majestät bei-, deutsche Kaiser, unser erhabener BunbeSgenossc und Freund, persönlich aussprechen wird. Viktor Emanuel." Die telegraphische Antwort des Kaisers Franz Josef lautet folgendermaßen: „Ich bin außerordenllich geriiljri von der großen Aufmerksamkeit Eurer Majestät, mir Ihre Glückwünsche anläßlich der Erreichung meines 60. RegierungSjahreS an demselben Tage auszusprechen, an welchem Seine Majestät Kaiser Wilhelm, unser erhabener Bundesgenosse und Freund, und die deutschen Fürsten um mich versammelt sind. Indem üb Witter Majestät herzlich danke, beglückwünsche ich mich zu diesem neuen Zeichen der engen Bundesgenosseiischait und der innigen Freund!chast, die uns verbindet. Franz Josef." Bei der Besprechung des Besuchs der deutschen Bundesfürster! in Wien führt das ,,F r e m d e n b l a 11" aus: In den hoher! Gästen, die unserem Kaiser mit huldigendem Glückwunsch Italien, werden, begrüßen wir die Dolmetscher ihrer Völker, die itaifer Franz Josef Dank wissen, daß er eilt Friedenssürst, einer der mächtigsten und treuesten Hüter des europäischen Friedens ist. Die unerschütterliche Treue, mit der der Kaiier an den bestehenden Alliancen festhält, ist ein wichtiger, nicht himvegzudentender Faktor in der europäischen Politik, und in der Huldigung, die ihm morgen zuteil wird, ist der Dank auch für diese Treue, emg schlossen. Der Dank, mit dem unser Kaiser die Herzlichkeit ieiner jürstlicheu Besucher erwidern wird, findet millionenfachen Widerhall durch den Chor seiner Völker, von dem ein besonders zarter, inniger Ton hinübcrklingt zu der erlauchten Fran, die den deutscheit Kaiserthron mit den Tugenden der dentschcn Haussran schmückt, und ein brausender Huldigungsruf zu Kaiser Wilhelm uud zu den Königen und Fürsten des mit uns verbündeten Deutschen Reiches. Die „N e u e Freie Presse" bezeichnet den heutigen Tag als einen festlichen, frohen sür uns alle, an Dem wir sehen, wie Deutschlands Fürsten dem Kaiser huldigen. Die Fürjtenver- sammlung in Schönbrunn gebe vor allem dem Gefühl des Dankes Ausdruck für die durch dreißig Jahre Dem Deut|chcu Reiche gehaltene Treue. Sonntags. - Beilagen: viermal ruöcbentlid) viehenerFamiNenblätler; Iroeiinalroödicntl.KtciSi latt für öen Kreis (Sieben (Dienstag und Freitag); zweimal moncitl Landwirtschaftliche Settfragen Uernlprecb - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Udresse tfk Depeschenr Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. drei Generationen dcntsckier Fürsten um sich versammelt und keinen darunter, dem Eure Majestät nicht schon ein Vorbild gewesen wären, bevor er selbst berufen war, die Pflichten seines hohen Amtes zu üben. Und allen haben Eure Majestät in sechzig- mhnger Arbeit ein herrliches Beispiel aufgestellt, an dem sich noch die Kinder und Enkel der Jüngsten unter uns erbauen werden. So sind wir denn, die treuen Freunde und Verbündeten Eurer Kaiserlichen und Königlich apostolischen Majestät, und mit uns Ihre Majestät die Kaiserin und Königin, meine Gemahlin, hierhergeeilt, um Zeugnis abzulegcn von den herzlichen Gefühlen inniger Freundschaft und Anhänglichkeit, die uns für Eure Majestät beseelen. Aus bewegtem Herzen bringen wir unsere Huldigung dar dem edlen Herrscher, dem treuen Buitdesgcnossen, dem mäch- tigen Hort des Friedens, auf dessen Haupt wir den reichsten Segen Gottes herabflehen." Käiscr FranzJo scf erwiderte: (Shire Kaiserliche unb Königliche Majestät haben int Verein mit Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzregcnten von Bayerm, Ihren ötajeflätcn den Königen Von Sachsen und Württemberg, den hier anwesenden Durchlauchtigen deutschen Bundcsfürsten und dem Vertreter der freien Hanse- städte beit liebenswürdigen Entschluß gefaßt, mir au3 Anlaß der Erreichung meines 60. RegieruugsjahreS persönlich Ihre Gluck- wünichc darzubringen. Tiefer Beweis Ihrer mir überaus teuren Frenndschast der zu dcu koshbarstru Erinuerungcu meines Lebens gehören wird, hat mein Herz aus das freudigste berührt uud ich bitte Sie, hierfür meinen innigsten, tiefempfundenen Dank cnt-- gcgenzunehmcn. Ich darf in diesem mich in so hohem Maße beglückenden Akte herzlickfer Zuneigung wohl eine feierliche Kundgebung des monarchischen Prinzips erblicken, dem Deutschland feine Macht und Größe verdankt. Auch Oester- vttch-Ungarns Kraft liegt in diesem Prinzip, und in der treuen unb unwandelbaren Liebe meiner Völker habe ich stets neue Zuversicht geschövft, um den mir obliegenden schweren Pflichten gerecht zu iverden. Die Tatsache, daß eö mir heule vergönnt ist, eine so gwße Anzahl Deutscher Fürsten um und) versammelt zu scheu, ist auch die ausdrucksvollste Bestätigung des zwisckfen und seit beinahe. 30 Jahren bestehenden engen und unerschütterlichen Bundesverbältnisscs. Dieser Tag bestärkt mich in der frohen Ec- wartung, daß dieses nur friedliche Ziele verfolgende Bündnis deut gleichen Bestreben der anderen Mächte wirlsam znr Seite stehen und seine Aufgabe bis in die fernüe Zukunft wohl ec- füllen wcroe. Ich bitte die göttliche Vorsehung, sie möge Eure Majestäten unb alle deutschen Bundesfürften, sowie aud) Ihre Majestät die Kaiserin und Königin, bereit Anwesenheit mich tief viihrt und zu wärmstem Tank verpflichtet, für alle Zeiten in ihren gnädigen Sd-uß nehmen. . Ter denttche Kaiser begrüßte nunmehr durch , herzlichster Weise die Erzherzöge unb küßte ben Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand. Die Gemahlin bcs deutschen Botschafters v. Tschi.rschky und Bögendorf überreichte der Kaiserin em RZenbukett, ihre Tochter, Fräulein v. Tschirschly, der Prinzessin Viktoria Louise ein Maiglöckcheubukttt. Der deutsche Kaiser schr.it sodanu die Front der Ehrenkompagnie an der Seite des Kaisers Franz Joseph ab und oegrüßte alle zur Aufwartung lirschirnencu. Hierauf hielt Bürgermeister Dr. Lügcr eine Ansprache an den Kaiser, worauf Kaiser Wilhelm antwortete. Astern, um 9 Uhr 35 Min., langte der Sonberzug mit dem Kinser, ber Kaiserin, dem Prinzen August Wilhelm uud der Prinzessiu Vlkwrta Louise von Pola in ber Station Meidling an. Dort hatte sich Kaiser Franz Josef eiugefuiiben, ber ben ÖononbcriDagen bestieg unb mit nach Penzing fuhr. An der -,twn Benzlng hatten sich zur Begrüßung sämtliche in Wien tveilenbe Erzherzöge, der Kvrpskommandcur Feldzeugmeister Fiedler, öcc Stadtkommandant Generatmajor Hofmann, Staatssekretär Graf Kielinannsegg, der Polizeipräsident Brzewoski, der Bürger- Nieister Tr. Lüg-er, der den bentfcben Fürsten zugeteilte Ehrendienst die Ehrenlompagnte des 51. Infanterieregiments mit der rüchile, der Acu)ik und den reglcinentömäßigen Vorgeseßten und der deutsche Staatssekretär des Auswärtigen v. Schön eilige» funden, ferner die Herren der deutschen Botschaft, der öfter- relchlsch-ungarifcye Botschafter in Berlin, Graf v. Szögcnyi- Marich, der deutsche Generallousul Freil>err v. Liebig, der deut)che Konsul, v. Viviiwi, die Vertreter der reichsdeutsd>cn Vereine in Bien, die Offiziersvercinigung des Beurlanbteil- ftaiides unb zahlreiche andere Persönlichkeiten. Tie Erzherzoge trugen beutsche Uniform. Punkt 10 Uhr langte ber Soudcr- 6ii0 auf bent Penzinger Bahnhofe an. Die Musik spielte „Heil Dir tm Slegerkranz!'^ Als erster entstieg dem Wagen Kaiser o-rauz Joseph m der Uniform des Kaiser Franz Garde-Grena- bierregimcnt5, hierauf Kaiser Wilhelm in österreichischer SNar- schalliiniform mit dem Bande des Stepl-anordens, sodann hals Kaifer Franz Joseph der Kaiserin und der Prinzessin Viktoria beim Ausftcigcu. Der deutsche Kaiser begrüßte nunmehr durch Händedruck m herzlichster Weise die Ei'zherzöae und lüstte den .. ü.as „Neue Biene: Tagbla11" sagt: Kaiser Wilhelm ist der Inspirator und Verwirklia er des (Gedankens von rem Huldigmigszuge der dentschcn Bundessürst.'il nach Wien. Nicht Beratungen am grünen Tische, nicht Könferenzen der Dipll'- inaten und StaalSmänner, sondern in reit bem Gefühle des deutschen Rcid)öobcrhauptcs eniftammc diese feinsinnige, heute zu imposantem Leben gelangende Idee. Im Schönbrunner Eckstösse wird die stolze, wird die glänzend.' fürstliche Korona unmittelbare Zeugin sein des innigen Verhältnisses, das zwischen den beiden obersten pieprasent.rnten der zivei großen Nad)bar» reiche besteht. Kaiser Wilhelm war während zweier Dezennien im äÄrsip des Rates dev deuischen Fürsten der beste unb treueste Frcunb Oesterreich-Ungarns und seines BeherrfckierS. Unsere Monarchie aber hat Treue mit Treue oergohen. Die ,^Zcit" nennt das heutige Fest eine Familienfeier der deutschen Lrouveräne. Sic gedenkc dec gestrigen Borte Des Präsidenten des deutschen Rcichsmges und sagt, den Deutschen Souveränen gebühre der Bvrtriri vor den anderen Herrschern, die wir im nächsten Monat am Wiener Hofe sehen werden, denn Kaiser Franz Joseph ist dcr Schöpfer des Deutsch.-öfter■ reichlichen Bündnisses, der treue, nie wankende Freund. Auch die Bevölkerung lfeißt die Fürsten ans dem deutschen Reiche herzlick) willkommen. Die „Reichspost" sagt: So leuchtet der 7. Mai 1908 weit hinaus. Dec Belt verkündend, daß hier die neu besd)worene Treue ein sicherer Hort der Ruhe Europas ist. Tas Fest Des IriedenskatserS ist aud) ein herrliches FrieD-enSsesl. Die „N o r d d e u t s ch e Allgemeine Z c i t u n g" schreibt »u den Iubiläunisfelerllchkeitcu in Wien: Ein Vorgang von welthistorifd) einziger Art spielt |idj heute in dem an Erinnerungen io reichen Schönbrunner Schlosse ab. Kaiser Wilhelm mit den dentschcn Bundcssürsten und der Bürgermeister von Hamburg als Vertreter der drei freien Städte sind erschienen, um Kaiser 6-ranz Josef zum bevorstehenden Abschluß seiner sech-igjährigen Rcgiernngszcit zu beglückwünschen. In dieser Kiiiidgebung 'in- nigltcr Sympathie gelangt die hohe Verehrung zum weithin vernehmbaren Ausdrilck, die der ehrwürdige Monarch auf dein Thron der Habsburger bei den deutschen Fürsten wie bei dem deutschen Volke genießt. Als leuchtendes Vorbild treuester Pflichterfüllung, als Verkörperung einer auf die umfassendsten Erfahrungen beruhenden abgeklärten Lebensweisheit, unb als Tröger vornehmer Gesinnung, die strenge Anforderungen gegen sich selbst' mit Milde gegen andere vereinigt, steht Franz'Josef seit Jahr zehnten vor ben Augen ber Welt ba. Eine erhabene Herrscher- crscheinung! Unserem Volke, ohne Unterschieb des Stammes, ist ber Monarch des habsburgischen Reiches längst nicht mehr allein der feit vielen Jahren bewährte, treue Verbündete und Freund rnscrcs Kaisers, vielmehr verbinden viele Millionen de« beut - dien Volkes mit ber Persönlichkeit bcs Kaisers und Königs zranz ^osef innige Empsinbungcn, aus bic gestern auch ber Präsident des deutschen RcidfstagcS Hinweisen konnte. Freude und Leid, die in so reichem Maße daS Leben des erlauchten Herrschers erfüllten, haben nirgends außerhalb der Douaiimvu- archre einen wärmeren Anteil gefunden, als in Deutschland. So oft Franz Josef den deutschen Boden betrat, wurde ihm von der Bevölkerung ein Empfang bereitet, der über den Rahmen konventioneller ©erflogenbetten weit hinausging und von der aufrichtigen Hcr-llchrnt beseelt war, die bei und ber oerebrungd- würdtgen Persönlichkeit biefed Monarchen entgegengebracht wird So weilen auch heute mit bem Kaiser und den Hänptcm der putschen Bunbesflaalen Millionen Deutsche im Geiste in bet Katicrftabt an ber Donau unb erbitten von ber Vorsehuna bah fie auch fernerhin über bad Leben unb Wirken des erhabenen L (KnÖ^hret?tfrUnfla/ti^f 11 Monarchie walten und K XÄ.Ä @TeÄ "LÄ Ä &e °>s Ä« d A veznasprets: X a M ” monatlich75Ps., viertel- «etzener Anzeiger __ Verantwortlich General-Anzeiger für Gberheffen WM Rotationsöriifl und Verlag »erVrW'schen llnlv.-Such- und Siein»ruckerel. B. lange. BeSaNIon, 6rpc»IHon un» Druckerei: Sck>ul»raNe 7. t""™ föl iK 1 ' u AiizeigcniLil: p. Beck. .. T.ur-Hi-rTvxrT»'-z-^T^-T^n-.-TJTTrr.~»r. —----_________ ______________ Deutsches Reich. — Der kommandierende General des neunten Armeekorps, General v. Bock und Polach, bot seinen Abschied eingcreicht. Dieser Schritt ist kein ganz freiwilliger. Durch den Spruch deL Ehrengerichts war ein Kaufmann aus Lochstädt aus dem 9ieserveoffizieritandc ausgeschlossen worden, weil er in einer Stichwahl sozialdemokratisch gewählt haben sollte. Dieser Beschluß war in Berlin rückgängig gemacht worden, und daraufhin hat der General demissioniert. — Die Journalisten der Reichstags tri büne. Rach Schluß der gestrigen Sitzung versammelten sich die Journalisten der ReichStagstribüne im Lesezimmer, um ihre Organisierung zu beraten. Rach dem Referat Steinbatrer von der „Kölnischen Ztg." wurde nach unerheblicher Debatte folgender Beschluß gefaßt: ßu Beginn jedes Tagungsabschnittes wird ein Ausschuß von sieben Mit-- gliedern gewählt, der die Berufsinteressen der Parlamentstribünen nach außen unb innen wahrt. Ausland. — Die belgische Kammer nahm das internationale Berner Abtommen an, ivelches dieNachtarbeitvon Frauen üi industriellen Betrieben verbietet. — Der Kö n i g und die Königin von Schweden werden am 31. Mai zu einem offiziellen Besuch des deutschen Hoses in Berlin eintrvffen» Die Abreise- erfolgt am 2. Juni. An die Berliner Reise wird sich der Besuch des dänischen Königs Hofes anschließen, der vom 3. bis zum 5. Juni dauern wird. Ein Nachspiel zum Besuch der französischen Studente n in Deutschland. Als Professor Andrer, unter dessen Führung kürzlich französischee Studenten eine Reise nach Deutschland unternommen haben, gestern nachmittag an der Sorbonne seine Vorlesungen eröffnen wollte, veranstaltete eine An- zahl n a t i o n o l i ft i s ch e r und r o y a l i ft i s ch e r Studente n eine lärme ndc Kundgebung gegen ihn. Sozialistische Studenten veranstalteten neue Gegenkundgebung. Andere Stu- deirten ergriffen liir den Professor Partei. Schließlich wurde der Lärm so groß, daß Professor Andl'er die Vorlesung abbrcchen und die Polizei einschreiten mußte. PländerndeSoldaten. Wie der „Wln. Ztg." aus Konstantinopel telegraphiert wird, hatte bei türkische Regierungsdampfer „Marmara", mit entlassenen Soldaten an Bord, den Hafen von Song ul da k an der Novdküfte Kleinasiens ange- lausen, um Kohlen zu nehmen. Tie Soldaten erzwangen die Ausschiffung und plünderten an Land die Lerlaufsbuden. In-. Laden eines Franzosen entstand Streit wegen einer gerauvtcn Flasche Branntwein, ivobei der Franzose dnrch einen Messerst cl und einen Revolverfchuß vertvundct wurde. Tas kleinere de. beiden sranzösischen Starionsickiffe ist nun in der Richtung zum Schwarten Meere in Sde gegangen. — Die Lage a n der afghanischen Grenze hat sich gebessert, nachdem der Slnfchlag aus den Khaibcr-Paß mißlungen und der Safi-Mullah aus afghanisches Gebiet zurückgekehrt ist. Mr. Wilcox hat sich nach Peschawar zurückbegeben, um gegen die Mvhrnaubs vorJUgehen, inben'en ist damit die afghaniiche Gefahr nicht Beigelegt, die inneren Verhältnisse deS Emirats bleiben gLfahrdrvhend. x Fürst Eulenburg und die Zeugen. Dem „Berliner Lokalanzeiger" zufolge sand gestern im Schlosse Liebenberg um 6 Uhr nachmittags die G e g e n ü b e v ft c 11 u n g der Zeugen Riedel unö Ernst mit bem Für st e n Eulenbur g slalt. Die Konsro niaiioil war sehr eingehend und zog |idj bi5 in Die zehnte Abendstunde hin. Kriminalkommissar blasse reiste mit seinen Beamten nicht wieder zurück; er blieb zur Ueberwachung ^es Fürsten im Schloß. Ter Untersuchungsrichter will, wem, der Fürst daueriid lransporlunsähig bleibt, eine Alillion Kaution verlangen. — Wie der Zeuge Rtedel einem Mitarbeiter des „Berliner Lokalanzeiaer" erzählte, leugnet der F ü t ft alles, was d i e bei oen Zell geil in München ans- gesagt haben. Er behauptet, dte beiden Zeugen a a r n i ch l z ll k e n >r e n u n d f i e n i e g c s e h e it z 'n habe n. Riedel sagte: „Aber, Herr Fürst, ich tarne Sie doch so gut; ich habe das, ivas ich Hellie hier sage, schon achtmal wiederholt, da ist doch nichts daralt flu andern. Ich kamt es doch nicht aus der greifen." Tara tu habe der Ulitersnchungsrichter dem Fürsteii ebenialls vorgehallen, daß D-icbcl gestern, heute unb jedes Alal gleich ansgesagt habe, unö daß er ihnt unbcbmgt Glauben schenken müsse. Ans Stadt und Land. Gießen, 8. Mai 1908. * * Tagcstalcnbcr für Freitag, 8. Mai. Gastspiel der Darmstädter Hofoper im Stadtthcater: Der Waffen- schmicd. 2lnfang 7 Uhr. * * Der heutigen Postauslage liegt der Taschenfahrplan bet, woraus wir die 5lbonncnten, bie den Gießener Anzeiger durch bic Post beziehen, anflnerksam tnachen. * * Des Großherzogs Rückkehr. II. KK. HH. bet Großherzog unb bie Großherzogin kehren voraussichtlich am 21. Mal, nachmittags V,5 Uhr, direkt von Zarstöje Sselo nach Darmstadt zurück. Der Erdgroßhcrzog trifft n. b. Lärmst. Ztg. etiva zwet Tage vorher hier ein. * * Der Kun st verctn für das Groß Herzogtum Hessen hielt gestern in Darmstadt seine Haupt-Versammlung ab. Nachdem Rechuungsrat Lang ben Jahresbericht über 1907, sowie den Voranschlag über 1908 erstattet hatte, fanden Ergänzungswahlen zunt Venvaltungsrat statt. Tie meisten Herren mürben wiebergcwählt. Anstelle des verstorbenen Kommerzienrats Michel-Mainz würbe Juslizrat Oppenheimer, für Offenbach Herr Lubw. Mayer wieder-, die Kommerzienräte Biohr und Hayne unb Geh. Kommerzienrat Stroh neugeivählt. Für Worms gehören die Herren Fritz Dörr u. Fabrikant M. Levy, für Gießen Geheimerat Dr. B reib ert unb Oberbürgermeister Rice um beni Aufsichtsrat an. Auf Antrag bc5 Ausschusses beschloß die Versammlung für das Jahr 1908 eine Abänderung der Verwendung der Reineinnahmen. Es sollen nicht wie seither % zum Ankauf zu verlosender Kunstwerke, y5 bem Denkmalsfonbs und für da§ Kunstblatt verausgabt, sondern für die gesamte Reineinnahme Anteilscheine beschafft und unter den Mitgliedern verlost werden. Die Scheine berechtigen den Gewitiner, in Höhe deS darauf angegebenen Betrages sich eins bei der Ausstellung des Vereins befindlichen Kitnslwerkes selbst auszusuchen, ein Modus, der sich in Karlsruhe, München unb Dresden bewährt hat unb wohl auch bat Beifall bei den Mitgliedern finden wird. Es mürben noch verschiedene Anträge des Kunstmalers Bayer-Darmstadt, die in der Hauptsache auf Hebung der Vereinstätigkeit gerichtet sind, erledigt. * * $*oni Rude rsport. Lim Bootshaus der Gießener Rubergesellschaft 1877 e. V. herrscht, nachbem bie günstige Witterung deutlich eingesetzt hat, allabendl-.ch wieder lebhaftes Treiben. Das strenge Training hat bereits begonnen unb bic Mannschaften zeigen schon gute Fortschritte. Wie ans dem Anzeigenteil des heutigen Blattes ersichtlich ist, lädt bic G. R.G. ihre Mitglieder unb bereu Angehörige für kommenden Sonntag an ihr idyllisch gelegenes Bootshalls ein, wo bie Taufe von zwei neuen Booten stattsinben soll. Bei einer sich anschließenden Auffahrt bietet sich ben Sportfreunden Gelegenheit, sämtliche Mannschaften gleichzeitig auf bem Wasser 311 sehen. Hoffentlich wirb bie Veranstaltung vom Wetter begünstigt. Abends werden die neuhergerichteten Räume des Bootshauses die Teilnehmer in gemütlichem Kreise vereinigen. * * Gewerbeschulwesen. S. K. H. der Großherzog haben ben Hauptlehrer an der Landesbaugeivcrlschule zu Darmitadt Dr. Will). Schlink auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienste entlassen unb den Architekten Christian Musel zu Mainz zuiii Hauptlehrer an der Kunstgewerbe- und Hand- werlerschule zu Mainz ernannt. * • Z u r K o n s u m vere ins b eiv e gun g. Der Agitations- ausschiiß der hessischen Konsunwereine veranstaltet am nächsten Sonntag Nachmittag 3 Uhr in Darmstadt eine öffentliche Versammlung im Mathilbcnhöhsaale, bie gegen b,e beabsichtigte besonbere Besteuerung ber Konsumvereine Stellung nehmen soll. Rebner sinb Prof. Dr. Staudinger-Darmstabt, Dr. Rstnh. Riehn-Wiesbaden unb Verbandsbirektor Barth- München. * * Von den Wandernden. Im Monat April kehrten in der „Herberge zur Heimath" 1477 Galle ein, von denen 785 gegen Arbeit Logis unb Verpflegung erhielten. 692 der Gäste ivaren Selbstzahler. ? Hniigen, 7. Mai. Heute Mittag riß sich ein Rind aus dem Stalle eines Landwirts los unb rannte auf bie Straße bireft auf eine Treppe, auf ber sich mehrere Kinder befanden. Ein 7jähnger Knabe erlitt hierbei eine erhebliche Verletzung am Bem, einige andere kamen mit geringen Verletzungen unb dein Schrecken davon. Lauterbach, 6. Mai. Die Weberei Diehm ging durch Kauf an den seitherigen Prokuristen ber Finna Kentzer unb ben Teilhaber ber Firma Weberei Struth, Volprecht Struth über. X Hochwalb ha usen, 6. Mai. Mehr und mehr empsindet man den lanbschaftlichen Reiz unserer Gegenb, ber auch im l. I. lüicber eine größere Anzahl Sommerfrischler angezogen hat. Weitere Kurgäste sind noch gemeldet, so baß das Hotel „Zum Felsenmecr" m einiger. Tagen vollstänbig besetzt sein wirb. (sd.) Darm stabt, 7. Mai. Der Generaladjutant des Kaisers, General der Kavallerie von Scholl, ein geborener Darmstädter, der lange Jahre bei dem Dragoncrregiment Nr. 24 als Offizier stand, weilt seit einigen Tagen in seiner Vaterstadt zur Erholung. Er wphitt im Hotel zur Traube. Dieser Tage folgt er einer Einladung im biejigen Herrenklub zu gemütlichem Zusammensein mit früheren Regimentskameraden und Freunden. X Mainz, 7. Mai. Einem hiesigen Hundezüchter war es gelungen, einen braunen Dobermann zu züchten. Er schickte das wertvolle Tier in ber vorigen Woche auf bie HunbeauLstellung in Straßburg, wo es mit den vier ersten Preisen ausgezeichnet wurde. Der Wert bes Hundes wurde auf 1200 Mk. taxiert. Als ihn der Züchter am Sonntag in Straßburg abholen wollte, fand er ben Pranger leer; ber Dobermann war geslohle n. Gestern stellte sich bas Tier völlig erschöpft bei seinem Herrn hier ein; er war offenbar den Dieben entronnen unb hatte ben Weg nach Mainz gesucht unb gesunden. ^.Frankfurt a. M., 7. Mai. AuS Anlaß des hundertjährigen Bestehens der Frankfurter Handelskammer fand heute abend in ben Festräumen bes Rathauses ein glänzenber Empfang statt, an welchem bie Mitglicber ber Handelskammer unb die Spitzen der Zivil- unb Militärbehörben teilnahmen. Anwesenb waren ferner Prinz Ernst von Sachfen-Weimar, Oberpräsibent v. Hengstenberg, Finanzminister Frhr. von Rheinbaben, von ber Reichs- bank Direktor Dr. v. Glasenapp, sowie zahlreiche Vertreter bes Handels und der Industrie. Der Präsident der Handelskammer, Geh. Kommerzienrat Andreae, hieß in einer Ansprache die Gäste herzlich willkommen. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Gegen den Direktor der Nheinganer Winzer- vereine Hch. Werner ist ein Haftbefehl von der Staatsanivall- schaft erlassen iDorbcn. Die Gefainthöhe der von ihm begangenen Unterschlagungen beträgt l1/, A! illionen Al a r f. GerSchtsßaaL. )( Marburg, 7. Mai. Die sog. „Marburger 93er» schandelungsfrage" bezw. der „Offene Brief an Herrn Tobias Knopp" beschäftigte heute wieder einmal das Schöffengericht. Der Referendar Benda in Lübeck, der mehrere Semester in Marburg studierte, war wegen einiger in der genannten Broschüre enthaltener Wendungen, welche besonders das neue Kurhaus auf dem Frauenberge betrafen, wegen Beleidigung des Archfteklen Daubcr zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Als das Verfahren bereits schwebte, hatte Benda durch den Buchhändler Ebel hier, dem Herausgeber der Zeitschrift „Die Kunst unserer Heimat", Dr. Grainer in Jugenheim an ber Bergstraße die Erlaubnis zum Abdruck der Broschüre gegeben. Heute wurde nun die erneute Beleidigungsklage, die sich gegen beide richtet, verhandelt. Die Vertreter der Beklagten machten geltend, daß es sich hier nur um eine sachliche Kritik gehandelt habe, von der Absicht ber Beleidigung könne keine Rede fern. Tas Gericht kam zu dem Resultat, daß Benda als Mittäter nicht in Betracht komme und freizusprechen sei. Dr. Grainer hingegen wurde zu 20 M art Geldstrafe verurteilt. P o ksda >n , 7. Mai. Tie Reichsdiszipliiiarkamniee hüt den R e g i e r un gs r a t Martin des Dienstvergehens für schuldig gesprochen unö auf Dienstentlassung und Erstattung der baren Auslagen erkannt. Martin war beschuldigt, bet verschiedenen Anlässen die seinen Borgesetzlen schuldige Achtung verletzt zu haben. Setzttttg Ser Stadtverordneten. Gießen, 7. Mai. AnwesendOberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Keller, Georgi, Heyligenftaedt und die Stadtverordneten Dr. Bier- mer, Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, Emmelius, Faber, Grünewald, Habenicht, Haubach, Helfrich, Helm, Huhn, Jann, Jug- hardt, Stumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Plank, (Simon, Troß, Dr. Wimmenauer. Mitteilungen. Ter Vorstand des Vereins „Hundesport" hat für bic ihm für Ehrenpreise gestifteten 50 Mk. gebauit. Der Stadterweiterungsfonds besitzt Grundstücke in der Stephansniark in Gemeinschaft mit anderen Besitzern und zwar besitzt er Vis- Er hat jetzt ein tveiteres Zwölftel von Felsing Erben zum Preis von 12,90 Mk. für den Quadratmeter gekauft unb außerdem eine kleine Wiese, die den Felsing'schen Erben allein gehört. .Eine Eingabe von Bewohnern der Lisuiarckstraße und Goethe- straße bittet um baldigen weiteren Ausbau der beiden Straßen. Ter Vorsitzende teilt dazu mit, daß die Bismarckstraße am Freitag, die Liebig strafte am Montag und bie Goethestraße ebenfalls in allernächster Zeit in Angriff genommen werden wird. Stadtv. Dr. Ebel macht auf den Graben aufmerksam, der von der Eisenbahnwerkstätte nach der Bismarckstr. hinzieht. Er enthalte öfters eine schwarze Flüssigkeit, bereit Beseitigung aus sanitärem Interesse geboten sei. Der Vorsitzende sagt Prüfung zu und bemerkt weiter auf Anfrage des Stadtv. Huhn, baß die Straßen zunächst bis zum alten Schifsenberger Weg gebaut werden sollen. Verschiedenes. Für die Einfriedigung an der Gewerbeschule ist Dispens erforderlich, da sie aus Holz gefertigt werden soll. Der Dispens wird befürwortet. Einige Arbeitsvergebungen werden stach bem Vorschlag der Baudeputation genehmigt. Für die W e i ß b i n d e r a r b e i t e n in der städtischen Kaserne lag ein Angebot vom 2. Batalllon vor, die Arbeiten selbst auszuführen, wobei bedeutend niedrigere Preise verlangt wurden, wie die sonst üblichen. Das Angebot wird abgelehnt. In die Re b l a u s ko m m i s s i o n werden für ein. Jahr die Stadtv. Loder, Helfrich, Simon und Troß gewählt. Die früher bestandene Einrichtung von Vertrauensmännern für ben Felbschutz soll wieder ins Leben gerufen werden. Es werden gewählt die Stadtv.: Troß für ärs Neustädter Feld, Simon für das Hammer Feld, Helfrich für das Walltor, Löber für das Schifsenberger Feld und bie Stadtv. Huhn und Winn für ben Seltersberg. Stadtv. S i m o n brachte dabei den Umstand zur Sprache, daß bei allen Diebstahls- und Uebertretungsfällen die Feldschützen erst den Geschädigten fragen müssen, ob sie Anzeige erheben sollen. Das sei insofern ein Mangel, als viele der Gefragten auf die Verfolgung verzichten und die Schützen dadurch leicht mißmutig würden und keine Anzeigen mehr machten. Wenigstens bei Diebstählen sollte das Befragen wegfallen. Nach Aussage des Beig. Keller beruht diese Bestimmung auf landcsgesetzlicher Vorschrift; auf Antrag des Stadtv. Löber wird sich die juristische Kommission mit der Sache beschäftigen. Das in diesem Jahre zu feiernde Jugenbfest soll auf Vorschlag der Schuldeputation am 23. Juli stattsindeit. Der Verwaltungsbericht von 190t» wird zur Vorberatung ber Finanzkommission überwiesen. Stadtv. Dr. Ebel bringt dabei eine Anregung des Vürgervereins zur Sprache, den Bericht Interessenten durch Kauf zugänglich zu machen. Der Vorsitzende gibt eine entgegenkommende Antwort. Zur Beratung des Voranschlags für 1908 findet zunächst eine Generaldebatte statt. Stadtv. Löber fragt an, ob airläßlich des kürzlich an der Rodhcimer Straße vorgekommenen Unglücksfalls, bei dem ein Kind in den Graben gefallen und ertrunken ist, etwas geschehen sei, um für die Zukunft solche Unglücksfälle zu verhüten. Der Vorsitzende hat sofort dem Stadtbauamt Auftrag gegeben, die Sache zu untersuchen und Vorschläge zur Abstellung des Mißstandes zu machen. Der Stadtbaumeister hat daraufhin vor* geschlagen, ein Geländer anzubringen. Die Stadtv. Löber und Simon glauben, daß dies nicht viel Helsen werde, und schlagen Ueberwölbung vor. Stadtv. Troß betont den Mißstand, der am Viadukt beim Neustädter Tor herrscht. Es müsse unbedingt eine Verbreiterung eintreten. Wie der Vorsitzende mitteilt, wirb am Montag ein Dezernent der Eisenbahndirektion hier sein, mit dem auch dies besprochen werden wird. Es wird alsdann in die Einzelberatung eingetreten. Wir haben die hauptsächlichsten Zahlen des Voranschlags bereits rnitgeteilt und beschränken uns deshalb im nachstehenden auf die Wiedergabe ber bei den einzelnen Titeln vorgebrachtcn Wünsche unb Anregungen. Waldungen. Stadtverordneter Krumm beanstandet, daß im Philosophenwald die für Fußgänger bestimmten Wege manchmal auch von Rettern benutzt werden, namentlich von Offizieren. Stadtv. Petri rügt, daß am Aiontag im Philofvphenwald manövriert wurde. Hierdurch würden die Spaziergänger belästigt. Ter Vorsitzende hat, wie schon früher, für einen Tag die Erlaubnis dazu erteilt und will dafür sorgen, daß keine verbotene Benutzung vorkommt, bezw. Anzeige erstattet wird. Elektrizitätswerk. Stadtv. Krumm fragt, ob die Strombezieher Nachzahlungen zu leisten hätten, wenn sich herausstelle, daß bie Zähler falsch zeigen. Der Vorsitzende bejaht dies, soweit größere Tiffercnzen vorliegen. Schluß folgt. Kleine Tageschronik. In Karlsruhe erschoß der 33 jährige Schlosser Egen- berget seine beiden Kinder und sich selbst. Der Beweggrund zur Tat soll darin zu suchen sein, daß bie Frau, die wiederholt in einer Irrenanstalt interniert war, eheliche Streitigkeiten hervorgerufen hatte. i In Außerlohn bei Traunstein (Oberbayern) hat bie Bäuerin Marie Probst ihre beiben Kinder von 9 und 10 Jahren im Irrsinn mtt einer Hacke erschlagen, in den Wald geschleppt und bei ihnen einen Tag und eine Nacht zugebracht. Bei ihrer Berhastuirg zeigte sie Freude über ihre Tat und erflärte, sich gern einsperren zu lassen, weil die Kinder nun in den Himmel gekommen seien. In S ch m a i t f e e in Oberbayern erschien am vergangenen Sonntag ein Ziegenbock während des Gottesdienstes in der Kirche, sprang über die Kirchenstühle weg auf die Andächtigen los und bestieg meckernd die Kanzel. Von dort vertrieben, rannte er auf den Altar zu und griff den inesselesenden Geistlichen an, bis es dem Nießner gelang, den Vock aus der Kirche zu bringen. In Hameln wurde bei ememAusbruchoersuch zweier Verbrecher aus dem hiesigen Zuchthaus ber eine von dem Wachtposten von der Blauer hermttergeschossen und getötet, wahrend der andere von den Anwohnern wieder ergriffen werden konnte. _ In Oberhausen ließ das Ehepaar Siermann sein löjährtges Kind verhungern. Das Ehepaar ist flüchtig. Tie Leiche des Kaufmanns Ecken aus Oldenburg, gegen dessen Frau ein Aiittelschüler einen Erpressimgsoersuch machte, wurde in der Hunte gefunden. Der Knabe hatte Schundliteratur gelesen. In Hamburg ist die Polizei einer Reihe von Verfehlungen gegen s 175 Str. G. B. aus die Spur gekommen und hat den Schauspieler Ferdinand H a g i it verhaftet, der in Hamburg am neuen Opevetten-Theater engagiert war. Er hat eine Reihe Knaben mißbraucht, von denen einer ichwer verletzt worden ist. Es stehen iwch mehrere Verhaftungen oon Hamburger Kaufleuten bevor. Auf dem früheren Anwefeu des wegen mehrfachen Mordes verhafteten Koch in Oberndorf (Thür.) ivieder an zwei stellen menschliche Knochen gesunden worden. , Bei Genthin (Provinz Sachsen) wurde im Wald ter ab- geschnittene Kopf einer anscheinend männlichen Leiche gefunden. Weitere Leichenteile wurden bisher noch nicht entdeat. In der ruf). Stadt Wiln a wurde der verabschiedete Generalmajor B y ch o w s k i ermordet und seine Frau schwer uci* mundet. Die Mörder sind 3 Soldaten, die auch das Küchen- und S t u b e n m ä d ch e n ermordeten. Es handelt sich um einen Raubmord. Die Mörder fanden nur 100 Rubel, die sie noch während der Mitternacht verjubelten, woran' sie am Morgen m die Kaserne zmücklehrten. Sie ivutden verhallet. Tie M ö r d e r i n u i n u cß in Laporte (Jndiama), von der gestern bereits kurz die Rede mar, soll nach den ncueimr Meldungen 15 Menschen ums Leben gcbramt h^eu. Neuerdings ivird behauptet, daß ber Farmknecht ihr HelfersiMei- war, baß dieser sie nicht tötete, sondern daß die Mörderin en^ sloh, nachdem sic ihre eigenen drei Kinder ermordet hatte, beiden unter verdächtigen Erscheinungen nms Leben gekommenen Gatten der Frau sind versichert. Die Frau hat wahrschttiuloi eine Europa reise angctretui, sie ftamjnt aus 9io rroegen. Universitäts-Nachrichten. — Prozessor Tr. Franz Büchel er, der, wie wir gemeldet t>aben, am Sonntag einem Schlaganfall erlegen ist, war mit Prof. Hermann Usener der Begründer und das Haupt der jüngeren Bonner Philologenschule, die in der Geschichte der klassischen Altcr- lumswisseiischast im 19. Jahrhundert kaum geringere Bedeutung hak, als jene berühmte ältere, die durch die Namen Welcler, Ritscht und Otto Jahn bezeichnet wird. Bücheler war eines jener seltenen frühreifen wissenschaitlichen Talente, deren spätere Leistungen die ans sie gesetzten Erwartungen nicht enttäuschen. Geboren 1837, bezog er schon löjährig die Universität Bonn. Nach erfolgter Proinotion und Ablegung der philologischen Slaatsprüsung war Bücheler kurze Zeil als Gymnasiallehrer tätig und habilitierte sich als ISjähriger an der rheinischen Hochschule. Bereits 1858, also im Alter von 21 Jahren, imii'be er als außerordentlicher Professor nach Freiburg i. B. berufen, wurde dort 1862, 25 jährig, Ordinarius, folgte 1866 einem Rute nach Greifswald und kehrte 1870 an die Bonner Universität zurück. Dort Hal er mehr als em Menschenalter nm ungewöhnlichem Erfolge gewirkt. T ü b i n q c n, 7. Mai. Die staatSwissenschaitliche Fakultät der hiesigeii Universität ernannte den Staatssekretär der Reichsjustizamles Tr. N i e b e r d i n g aus Anlaß seines 70. Geburtstages zum Ehrendoktor. Märkte. fc. Kassel, 7. Mai. Der gestrige Z u ch t s ch w e i n e m a r k t war außerordentlich stark befahren. Das Geschäft ging so flott, daß der Markt schon um 91/, Uhr geräumt war. Das Paar 5 bis 6 Wochen alte Ferkel kostete 25—30 Alk., 8—10 Wochen alte 40 bis 45 Mk., vierteljährige 50—55 Mk. rroranSsichtlichc Witterung für Hessen am Samstag den 9. Mai: Meist trüb und Regen. Auffrischende Winde. Kühl. Original-Drahtmeldringen. Wien, 7. Mai. Der Trinkspruch des deutschen Kaisers bei dem heutigen Galadiuer im Schönbrunner Schloß hatte folgenden Wortlaut: ,Zm Namen Eurer Kaiserlichen und K,öniglich-apostolischcn Majestät Gäste bitte ich, unseren Gefühlen ehrfurchtsvollsten, herzlichsten und innigsten Dankes Ausdruck geben zu dürfen für die huldvollen Worte, die Eure Majestät an uns gerichtet haben, und für den schönen Empfang, den Eure Majepät und die Stadt Wien uns bereitet haben. Dem Geiste, der uns erfüllt und dilrchzieht, geben wir Ausdruck, indem ich Gott, den Allmächtigen, bitte, daß er Eurer Kaiserlichen und Königlichen apoitolifchen Majestät und Ihrem erlauchten Lause noch viele segensreiche- Jahre schenken möge zum Wohle der toconarcksie, zum Wohle der Völker unb' zum Wohle der Welt. Wir fassen alle diese Gedanken zusammen, indem wir den Ruf erheben: der aHgelicbte Kaiser und König Fx^nz Joseph lebe hoch!" Rom, 8. Mai. Die italienischen Schiffahrtsgesellschaften, welche den A u S iv a n d e r e r v e r k e h r mit Amerika vermitteln und dem deutscheli Wettbewerb sich nicht mehr gewachsen fühlen, wandten sich an ihre Regierung mit der Bitte, ihnen für alle Auswanderer nach Amerika auf allen italieni- s ch e n Eisenbahnen eine Tariserinäßigung von 75 Proz. zu gewähren, da die Gesellschaften sonst gezwungen sein würden, den Verkehr einzustellen. Tie italienische Regierung ist angeblich bereit, dieser Forderung Rechnung zu lrageu. Petersburg, 8. Mai. Einer Zeitungsmeldnng zufolge wird der Minister des Aeiißern, Iswolski, nächstens eine Reise nach Berlin antreten, um sich nut der deutschen Regierung über Ballankragen zli verständigen. Petersburg, 8. Mai. Großfürst Nikolaus ist von seiner Inspektionsreise an der persischen Grenze zurück- gekehrt. Er bezeichnet die Lage als andauernd ernst und hat weitere Truppenverstärkungen verfügt. Wie verlautet, sollen täglich blutige Kämpfe zwischen russischen Truppen, Persern und Kurden statlfinden. Oeifarbeo i H O. M 5^ ■fc D w M I^'T(CT<< 1 LJT«TRITT Moderne in feinster Ausführung fertig am Lager. !»»»;< »T wvttm.w Anzüge, Paletots Ulster Gebr. Stamm Marktplatz—Sch ulstrasse Telephon 384. 2473 Bezeichnung Lose i | ii | ui | iv | v | vi |vn|vin[ ix | x | xi qm qm qm qm \ qm qm qm qm 500 480 480 280! 280 2801 280 850 FussboaeniacKe 2311 Central-Drogerie Emil Karn, Schnlstrasse. 845 845' 690 5400 5400 2600 110| 110| 28 Gießen, ain 7. Ätat 1908. Großh. Hochbauamt Gießen. 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