K K , (nerallee 48, . sc/tuiiz.? Mac ML^'Z titiexnun« 6.N Ibmm m Äuo.D Beile NcienM Prhat- , ,WMMt u jeder Tageszeit inüdt, Tavzleyktl ^steinMS:—• DM B-rliu, ft*“’ ,'KL»°u ie 'Äaudcruu^^i, D'jC* Qinöer w \i teilte । er, auSgcwäh!le,m- ihrcslohn schnell M hlung überallhin. or 'Jiicbcntiabl, erir.ieler, örrl'.n, dwurpet sNM 1L badersurverschiedeiir i größere E&» **8**SSS Henna'"' M bcuMl- M res. iSch»«1 ’rivat- ünterricht er Tageszeit lor Btinlke anzlÄrer M andga'ic 3. äbtftt tan8ühet M. ^sT" 'Mchen SM Sss-S JStw &s der^M'chert. ö'bis »dchen "angenehme Stelle, auiinbciien, [jaupt- lien auezubilden, oh. ^uLicö.uuöamnien. rchrillüAnged. um. ^iCB- Anz. erbclen. »SB ,ntotmberÖ ?aren°Äranch?°E' ?S2!oUmct073ö ^MMernb^ ^te Bücher 'uchamnebsi allen südri u.jur leit ■nn eben mögt, per ,veraiid.,amliebsn.-n i.^^Eod.Irngroz, >«!- * Stzriiil. Zweites Mait 1^8. Jahrgang Nr. 33 Orhchetm tögfid) mit Ausnahme be5 Sonntag». und glückliche Regierungs- gebe Dir eine reich gesegnete zeit. Friedrich A u g u ft." Zum Kurpfuscher« und Ein Leser unseres Blattes Artikel in Nr. 32 3. Blatt erlauben Sie mir ein paar Worte: Einmal ist die Definition „Kurpfuscher" falsch, wie die Rechtsprechung in zahlreichen Beleidigungsprozessen anerkannt hat. Die bloße Tatsache, daß man berufsmäßig oder gewerbsmäßig Kranke behandelt ohne approbiert zu sein, stempelt noch nicht zum Kurpfuscher; sonst wären Koryphäen der Heilkunst, wie Thure-Brandt, Hessing, Paschen, Prießnitz, Schroth, Hahn, Rauße, Kneipp u. v. a., deren Genie die Heilkunst weiter gefördert hat, als viele Tausende von approbierten Aerzten es vermochten, samt und sonders Kurpfuscher. Deshalb hat der neue Entwurf ganz mit Recht nicht gewagt, ein so allgemeines Verbot der )og. Kurpfuscherei aufzustellen, wie es wohl manchem Arzt erwünscht wäre. — Daß der Entwurf die Behandlung der Geschlechtskrankheiten durch nichtapprobierte Personen verbietet, wird die wenig erwünschte Folge haben, daß Unzählige sich vor jeder Behandlung scheuen werden, zumal die heutige Medizin die hauptsächlichsten Geschlechtskrankheiten für unheilbar erklärt. Dagegen ist der Entwurf auf dem richtigen Wege, wenn er gewisse Behandlungsmethoden den approbierten Aerzten vorbehält; hier sollte ein energischer Schnitt gemacht werden: man verbiete jede gewerbsmäßige Behandlung mit Medikamenten und Geheirnmitteln jeder Art, mit Hypnose, Suggestion, Magnetismus und sonstigen mystischen Mitteln solchen Personen, die nicht ärztlich approbiert sind. Damit würde man das Hauptheer der wirklichen Kurpfuscher mit einem Schlage beseitigen. Und auch der Geheimmittelunfug wäre nahezu radikal beseitigt. Selbstredend dürften alle und jegliche Medikamente und Geheimmittel nur in Apotheken auf ein Rezept eines approbierten Arztes zu haben sein. * Die Freilassung Macleans. Endlich, nach monatelanger Gefangenschaft ist der viel genannte Aiaclean von dem marokkanischen Räüberhaupt- mann Raisuli fteigelassen worden. Aus Tanger wird hierüber unter dem 7. Febr. gemeldet: Raisuli kam nach Annahme der chm vom britischen Geschäftsträger und El Guebbas gestellten Bedingungen gestern abend um 11 Uhr in dem der englischen Gesandtschaft benachbarten Hause des Geschäftsträgers mit Maclean in Begleitung von drei Dienern zu Pferde an. Er lieferte Maclean aus Die „Äiefiener §amtltendlätter" werden dem ,Äfyeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das jUtUblati für öen Kreis Siehrn" zweimal M-chenMch. Die ..Landwirtschaftlichen Seit- -ratzen" erscheinen monatlich zweimal. Der neue Herzog von Altenburg. Der einzige Bruder des verstorbenen Herzogs Ernst von Altenburg, Prinz Moritz, ist, wie man uns berich-- tigend mitteilt, am 13. Mai v. I. in Arco gestorben. Die Negierung des Herzogtums geht somit auf den einzigen Sohn des Prinzen Moritz über, auf den Prinzen Ernst, der am 31. August 1871 zu Altenburg geboren wurde und bisher Oberstleutnant beim Stabe des 1. Garde-Regts. z. F. in Potsdam war. Der neue Herzog, der die Bezeichnung Herzog Ernst II. angenommen hat, ist seit dem 17. Februar 1898 mit der Prinzessin Melheid zu Schaumburg- Lippe vernrählt. Wie wir dem Gothaer Hofkalender entnehmen, sind dieser Ehe vier Kinder entsprungen: Prinzessin Charlotte, Prinz Georg Moritz (geb. am 13. Mai 1900 zu Potsdam), Prinzessin Elisabeth und Prinz Friedrich Ernst. Der Kaiser sandte an den Herzog Ernst II. folgendes Telegramm: „Tief schmerzlich berührt durch das Ableben Deines Oheims Herzogs Ernst von Sachsen-Altenburg spreche ich Dir mein herzlichstes Beileid aus. Ich und mein Haus verlieren in dem Dahingegangenen einen wahren aufrichtigen Freund, seine Landeskinder einen für- sorgenden Vater, das Reich einen treu erprobten Fürsten, der ein langes reichgcsegneteS Leben stets in den Dienst des Vaterlandes gestellt hat. In meiner tiefen Trauer um ihn fühle ich mich mit Dir eins. Ich weiß, daß Du seine Nachfolge in seinem Sinne antreten wirst und banke Dir von Herzen für die in Deinem Telegramm ausgesprochene Gesinnung. Wilhelm." — Vom König von Sachsen ging folgendes Telegramm ein: „Ich spreche Dir und den Deinen mein aufrichtigstes und herzlichstes Beileid zum Ableben Deines von mir so hoch geschätzten und verehrten Onkels aus, der ein wahrer Vater seines Volkes war. Gott Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion: 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen» Gcheimmittelgeseh. schreibt uns: Zu Ihrem Samstag 8. Febrrmr 1908 aa Rotationsdruck und Verlag der Brühl'lchen Unwersitäts - Buch- und Steindruckerel. , f Q R. Lange, Gießen. LttmmungLdud aus öem Reichstage. Berlin, 7. Februar. Der Zuckerkonftickt. Die Wetterwolke, die fick) in der Zuckerkommission dräuend am Blockhimmel zusammenzog und einen Konflikt znnschen der Reichstagsmehrheit und der Regierung heraufführte, dessen Kosten in erster Linie die deutsche Zuckerindustrie zu tragen gehabt hätte, hat sich zerteilt, und über dem Reichstagsschiff lachte heute bei der zweiten Lesung der Zuckerabkommen die Sonne eines Kompromisses. In der Kommission war Herr v. Stengel der Sprecher der Regierung und hatte mit seiner breiten Eindringlichkeit ihr Unannehmbar begründet; nun, wo der Bundesrat als „doch auch gleichberechtigter Faktor der Gesetzgebung", wie Graf Schwerin-Löwitz heute einlenkend meinte, seinen Willen durchgesetzt, war es dem Reichsschatzsekretär nicht mehr beschicken, den Triumph auszu- kosten. Der Stellvertreter des Reichskanzlers v. Beth- m a nn-Hollweg verlas die Erklärung der verbündeten Regierungen: eine Wiederholung der verfassungsrechtlichen Gründe gegen den Beschluß der Budgetkommission und insbesondere der Bedenken in Ansehung der Beziehungen zu den auswärtigen Mächten, die sich aus der Verknüpfung einer Maßnahme der inneren Steuergesetzgebung mit der Zu- sttmmung zu einem internationalen Abkommen ergeben — und zugleich die Zustimmung zu dem Kompromißantrag der Blockparteien. In letzter Stunde hatte man der Zwangslage Rechnung getragen und den von den Freisinnigen in der Kommission von vornherein eingenommenen Standpunkt in die Form eines Gesetzentwurfs gegossen. Im Grunde liegt auch in dieser Fassung die Gewähr für eine baldige Herabsetzung der Zuckersteuer, freilich auch zugleich ein kräftiger Anreiz für die Volksvertretung, sich einer neue Mittel schaffenden Finanzreform nicht zu versagen. Vor allem aber wird der Fortbestand der Konvention gesichert, an dem, wie die Dinge nun einmal liegen, mit teil Verbrauchern die heimische Zuckerindustrie aufs äußerste interessiert ist. Bei sehr starker Besetzung des Hauses, die wohl besonders auf Rechnung der in Aussicht gestellten namentlick^en Abstimmungen zu setzen war, spielte sich die Lösung des Konflikts, zwar in lebhafter Bewegung, aber in raschem Verlaufe ab. Das Zentrum schloß sich aus nicht recht erkennbaren Gründen von der Verständigung zwischen der Mehrheit des Reichstages und der Negierung aus, hatte aber dabei nicht, wie sonst stets, die Polen an seiner Seite, deren Heimats- bezirre an dem Gedeihen der Zuckerindustrie freilich sehr wesentlich beteiligt sind. Die.Vertreter ter Blockparteien gaten in der Hauptsache kurze Erklärungen ab, Dr. Wie- uier fügte die Genugtuung hinzu über den Verlauf der Angelegenheit, der seiner Ausfassung reckt gegeben habe. Dann wurde namentlich ab gestimmt und mit nahezu Zweidrittel-Mehrheit das Kompromiß besiegelt. Noch eine weitere namentliche Abstimmung schloß sich sofort daran. Sie bestätigte die gestrige Stellungnahme ber Parteien zur Frage des Aggregiertenfonds. Die weitere Beratung des Militäretats zerfloß in lauter Einzelheiten. Abg. Köhler (wirtsch. Vgg.) richtet an die Militärverwaltung die Anfrage, wie es mit dem Plan stehe, den er über die Errichtung von Feldscheunen angeregt habe. Es handelt sich dabei darum, auf dem Lande Magazine, Feldscheunen, 5 bis 6 Stunden voneinander entfernt zu errichten, damit im Winter der Bauer sein Heu und Stroh in diese Feldscheunen bringen kann, weil rhm im Sommer die Arbeitskräfte fehlen. Ich denke hier besonders an die kleinen Bauern, die sogenannten Kuhbauern, die dann imstande sein werden, ihr weniges Heu und Stroh Helm III. das Lterk angekauft hatte, war es bis jetzt ganz verschollen. Auch Direktor Dr. Seidl erklärte, daß das Gemälde unter den rund 11000 Bildern des königlichen Besitzes nicht zu finden sei. Jüngst war es indes Professor Dr. Hermann Gilow durch eine öffentliche Anfrage gelungen, einen Kupferstich von Freidhof nach dem Bilde von KretsckMar zu ermitteln. Und nun teilt Gilow mit, daß die durch ihn bewirkte Wiedergabe des Stiches die erfreulichste Folge gehabt habe: Der Kaiser nahm davon Kenntnis und erinnerte sich dabei eines entsprechenden, im Trcpp>.nhause des kronprinzlichen Palais befindlichen Oelgemäcoes, eben des Kretschmarschen Originals, unter dem der Kaiser — nach seinen eigenen, bei dieser Gelegenbeit gebrauchten Worten — „gewissermaßen ausgewachsen", und das ihm daher „von Kindheit an in allen Einzelheiten vertraut" sei. — Vom Kölner Stadttheater. Die Stadtver- ordneten-Versammlung in Küln hat ihr Einverständnis erklärt, den Fehlbetrag aus dem Betriebe der Vereinigten Stadttheater pro 1906/07 in Höhe von 106 863 Mk. zu übernehmen. Gleichzeitig wurde mit Direktor Max Martersteig ein neuer, bis Ente Juli 1911 währender Vertrag abgeschlossen. Danach bezieht er einen festen Mindestgehalt von 15 000 Mk. jährlich, ferner, wenn der städtische Vetriebs- zuschuß unter 120000 Alk. bleibt, für je 5000 Mk. des weniger erforderlichen Zuschusses weiter 1000 Mk. bis zum Höchsteinkommen von 25 000 Mk. Wenn der Betriebszuschuß weniger als 75 000 Mk. im Jahre beträgt, wird der Leiter der städtischen Bühnen letztere Summe erhalten. — Man schreibt uns aus Dresden: Im Kömgl. Schausvielhause fand die 1. Aufführung statt von Gustav Wieds, eines geistrcickien dänischen Dichters, Satyrdrama „Zweimal z w e i i st f ü n f". Hier lebt sich ein Geist überlegenen Welthumors aus, der mit Lachen die Wahrheit sagt und von der Bank der Spötter aus auf den lustigen Widersinn des Lebens hinweist. Ter Gegensatz des leichtlebigen künstlerischen Bohemiens zu der schwerfälligen, somalischen Lebensführung des Philisters bildet den Ausganspunkt der Handlung, die nad) des Dichters Angabe in Kopenhagen „in cntsckMuntenen Zeiten" spielt, — „heutzutage sind die Menschen ja ganz anders". Mit einem wahren Spvute feuerwett von Ausfällen und Einfällen ivitb die Handlung ironisch überschüttet und der geistreichste Spott, der kaum einmal verletzend wirtt, wird über die Inkonsequenzen unseres Hantelns ausgegossen. Wied will nicht ,chessern und bekehren" noch )id) erbosen, nur das befreiende Lachen auslösen, Satyrsprünge aus der großen Gesellschasiswieje vorführen, auch mal zum Schreck des Spießers faunisch grinsen, im übrigen aber lack-en und sich freien über die bucklige Erde und die krüppligen Atenschen, wie es sein Redakteur Paul Abel tut. Diese überlegene Humorstim- lUeiites LerrMeton. — Aus einem Nach'bardorfe wird uns geschrieben: Der Maurer Schnurrweg hatte eine Reparatur am Hühnerstalle des Pfarrhofes auszuführen. Eine Wänd, die aus Lehmsteinen errichtet war, hatte sich bedenklich zur Seite geneigt und drohte einzustürzen. Meister Schnurrweg führte die Arbett aus und wollte gerade den Pfarrhof wieder verlassen, als ein dumpfer Schlag vom Hühnerstalle her vernehmbar wurde. Der Pfarrer hört es in seiner Studierstube, eilt herbei und sieht, daß bte neu aufgerrchtete Wand des Hühnerstalles wieder aus gebrochen ist. Rasch läßt er den davoneilenten Meister Bieter zurückrufen. Er führt ihn nach dem Stalle, deutet auf die Wand und spricht: „Schnurrweg, da sehen Sie einmal Ihre Arbeit! Did Mauer stürzte wieder ein, als Sie kaum den Hof verlassen hatten." Schlagfertig, wie er immer war, antwortet darauf der Meister: „Herr Parrer, häi Hots gegauae, wäis in der Biwel flieht: ihre Werke folgen ihnen nach/ -t- Die Zeitschrift des Allgern-. Deutschen Sprachvereins tadelr die Sprack-e folgenden Urteilsspruches: „Auf die Berufung des Beklagten wird das Urteil rc. daym. abgeantert, daß Beklagter unter Abweisung des Klägers mit seinem weiter- gehenden Anträge verurteilt wird anzuerkennen, daß bem Kläger als Eigentümer des Hofes 9hr. X. zu Th. . . - , das Recht zu- steht, über das östlich der Bau- und Hosstelle ieures Hosev telegene, zu tem Hose z. zu Th. . . . gehörige Grundstück des Beklagten mit Wagen von der DorArave aus unter Benutzung der diese mit dem Grundstück des Beklagten tcrbintenten Brücke in der Breite, welche sie vor der vorn Kläger daran vorgenom- rnenen Veränderung hatte, beim Transporte von Sttoh und Heu auf den Boden seines Hauses vor die m ter Ostwand dieses Hauses befindliche Haustür und zum Transpott von lunger von tem hinter seinem Hause telegenen Hose und von Holz nach diesem Hofe zu fahren." 2ne Halbmonatchchrrst „«teffM Rechtsprechung" in ter Nr. vom 1, Februar 1908 druckt dieses üble „Juristendeutsch" ab und verbindet nut dem Abdruck eine sehr dankenswette Aufgabe, die namentlich für jüngere Juristen anregend sein wird. Es heißt dott: „Einige unserer Leser reizt es vielleicht, sich darin zu verbuchen, ob und wie diese Entscheidung, ohne in ihrem Gehalt beeinträchtigt zu werden, in eine sprachlich anmutigere ü»rm gebracht werden könnte. Die Schriftleitung ter „H. Du" in Darmpadt.(Heinrichs- straße 5) nimmt solche Lösungen entgegen und will über das Ergebnis berichten. _ — Der Kaiser und Kleists „Prinz von Hom- b u r g". Kleist ist zu seinem Drama „Prinz Friedrich von Homburg" durch ein Gemälde von Karl ' chmar: „Der Große ^r für ft und Prinz Friedrich von nach ter Schlacht keitserfolg datentrug. — Die meist gespielten Bühnenautoren. Nach in Leipzig jüngst herausgegebenen Spielplänen hatten in der Spielzeit 1906/07 die höchste Aufsührungsziffer Lehars Operette „Lustige Witwe" mit 2932 und Skowronneks Lustspiel „Husarenfieber" mit 1683 Aufführungen. Richard Wagner mußte sich für alle seine Werke mit 1710, Lortzing mit 725, Mozart mit 514 Aufführungen begnügen. Unter den Dramattkern hatte 'Schiller 1375, Sudermann 1169, Shakespeare 1130, Ibsen 932, Goethe 588, Hauptmann 512 Aufführungen auszuweisen. Tie bloßen Macher wie Blumenthal, Kadelburg, Sck)önthan überholen natürlich die Dichter bei weitem. Sinkende Tendenz verzeichneteil O. Ernst, Hauptmann, Hartleben, Meyer-Förster (Alt-Heidelberg scheint endlich abgeleiert zu sein), Ohorn, Philippi und leider auch Sck)nißler. Steigenoe Aufführungsziffern buchten Bernstein, der Mann für alles. Halbe, Herzog, Ibsen, Wedekind, Wilde. — Ein aufsehenerregender Fund in den thc- dänischen Königsgräbern. Der „Dailtz Mail" wird ans Assuan gemeldet, daß im Tal der theoanischen Königsgräber Schniuckstticke der Gemahlin Setis des Zweiten zutage gefördert wurden. Sie stammen aus der neunzehnten Dynastie, die etwa dreizehnhundert Jahre vor Chttstus regierte. Der aufgefundene Schmu ck besteht aus goldenen Armspangen, Ohrttngen, Fingerringen in meisterhaft tänftlettscher Ausführung und Goldiretzen, die auf dem Kopf getragen wurden. Die Pretiosen waren im Schlamm versteckt uitb wahrscheinlich von früheren Grab- mälern iveggeworfen worden. Mau stieß ferner aus ein prähistorisches Grab mit höchst primitiv einbalsamierten und auffallend Heinen Menschen, nicht weit davon entdeckte man ein anderes Grab, in tem man die Körper von 40 römischen Soldaten mit abgeschnittenen Köpfen nebeneinander liegend fand. — K l e i n e K u n st ch r o n ik. Zu Berlin starb der Kammersänger Karl Rebe, Bassist der Königlichen Lper an den Folgen der Znfluenza. Sein Tod reißt eine Lücke in das E»isemble der Hofoper. — Aus Anlaß einer Festlichkeit, die am Sonntag beim Kronprinzen ent dessen Berliner Palais stailsindet, wurde Direktor Ztckel vom '-Berliner Lnstjpielhanse em* geladen, Davis' Lustspiel ^Unsere Käthe" mit seinem Ensemble zur Aufführung zu bringen. — Am Anfänge unseres gestrigen Bad -9l au heim er Brieses sollte es heißen: .kein Punkt für einen passenden Einschnitt und „an dem unter dem Namen rodeln neugeadelten Vergnügen des Schlittensahrens". einzulicfcru. Sie sind dann aus der Misöre heraus, daß sie nicht gezwungen sind, an die Händler ihre Lieferungen abzugeben, die dann ihrerseits mit großem Nutzen und Vorteil die Einlieferungen wieder zurückgeben, die sie vorher beanstandet haben. Nach einer Erwiderung des Generalmajors v. Lochow führte Abg. Köhler weiter aus: Ich bedauere, daß die MilitärverwalMng so ablehnend der Sache gegenübersteht. Ich hätte wenigstens erwartet, daß man Erwägungen über die Angelegenheit zugesagt hätte. Ich gebe der MUitärver- waltung zu bedenken, daß man nicht einen zu scharfen Strick) machen sollte zwischen militärischen und landwirtschaftlichen Interessen; denn wenn man sich solchen Anregungen gegenüber so schroff ablehnend verhält, dann könnten wir Bauern auch einmal dazu kommen, den Militäretat abzulehnen. Wir Bauern stellen die mutigen und kräftigen Bauernbuben zum Militär. Auf der Kraft dieser Bauernsöhne und ihrer militärifdjen Intelligenz ist das deutsche Heerwesen aufgebaut. Man sollte auch auf die Väter-ein wenig Rücksicht nehmen, die genötigt sitrd, ihre Söhne in den Kasernen vielfach aus eigenen Mitteln zu erhalten, und man sollte daher Rücksicht nehmen aus die berechtigten Wünsche, die ich hier vorgebracht habe. Oberbürgermeister AdickeS von Frankfurl a. M., der zurzeit in Berlin weilt, hat einem Mitarbeiter der „B. Z." erklätt: An das Reichsschatzamt denke ich so wenig, wie ich an eine Nachfolge Studts oder Posadowskys gedacht habe. Ich kann Ihnen auch versichern, daß man mit einem Vertrage, der Nachfolger des Herrn von Stengel zu werden, an mich amtlicherseits nicht herangetreten ist. Ich bin jetzt hierher gekommen, um an den Kvmmissionsverhandlungen des Herrenhauses teilzunehmen. Der Besucher wies auf die Angriffe hin, denen sich Adickes infolge seiner jüngsten Herrenhaus-Rede zur Polen-Enteignungs^Lorlage ausgesetzt hätte und erwähnte Adickes auf eine sozialdemokratische Interpellation erteilte Antwort, daß einem solche Angriffe die Arbeit — in Frankfurt a. M. — verleiden könnten. Oberbürgermeister Adickes erwiderte, diese ärgerliche Antwort hätte allerdings einen tieferen Grund gehabt, aber lediglich den der Amtsmüdig keit. Glauben Sie nicht, daß man in meinem Alter eine gewisse Berechtigung hat, amtsmüde zu sein? Ich inerte jetzt bald 62 Jahre alt. Da denkt man, wenn man schon vorher nicht an Ministersessel gedacht hat, erst recht nicht mehr daran. bei Fehrbellin" angeregt worden, das sich im Jahre 1800 auf mung seiner unterhaltsamen vier Akte übertrug sm) aus die in einer Berliner Kunstausstellung befand. Obwohl Friedrich Wil-1 Wer mutigster Laune spielenden Künstler und das hechlichlt mnu- fierte Publikum, sodaß das Satyrspiel Wieds einen vollen Heiter- und kehrte nach einstündiger Kvnferenz mit dem Geschäftsträger allein zurück. Tie in Fez gefangen gehaltenen Leute Raisulis erlangten heute früh zehn Uhr die Freiheit wieder und begaben sich in das 15 Kilometer von der Stadt entfernte Lager Raisulis. Maclean ist gesund, doch geschwächt und gealtert. Er beabsichtigt, sich zum Sultan nach Rabat zu begeben. parlamentarisch ans Hc^ssr. R. -o. Darm st a d t, 7. Fevr. Tie gemelnzamen Etatsberatungen zwischen dem Finanzausschuß der 2. Kammer und der Regierung sind in der heutigen Sitzung zum Abschluß gebracht worden. Der Besprechung unterzogen wurden noch die dem Abg. Ulrich überwiesenen Kap. 64—68, 70, 114—116 und der Rest der noch unerledigten Kapitel des Bermögensetats. Es ist somit der gesamte Staatshaushattsetat ohnejede Differenz mit der Regierung zur Annahme gelangt mit alleiniger Ausnahme der im Bermögensteil enthaltenen Forderungen für Bad-Nauheim, deren Bewilligung im Einverständnis mit der Regierung so lange zurückgestellt worden ist, bis sich die Stadtverwaltung Bad-Nauheim zu der von Regierung und Ausschuß als gerechtfertigt verlangten Beteiligung am Erwerb des dortigen Kohlen, äure- werks entschließt. Nach Verabschiedung des Staatshaushaltsetats beschäftigte sich der Finanzausschuß mit dem Gesetzentwurf über die Abänderung des Gesetzes über die Ruhegehaltsvcrhältnisse und die Versorgung der Hinterbliebenen der im Preußisch-Hessischen Gemein s ch a f t s d i c n st angestellten Staatseisenbahnbeamten vom 26. März 1897 und des Gesetzes über die anderweitige Bemessung der Bezüge für die .Hinterbliebenen usw. Der Gesetzentwurf, dessen Art. 6 bestimmt, daß die Pension, wenn die Versetzung in den Ruhestand nach vollendetem zehnten Dienstjahr eintritt, -’%o beträgt und mit jedem weiter zurückgelegten Dienstjahr bis zum vollendeten 30. Dienstjahr um Vgo/ und von da ab um V120 des Tien,t- einkommens, steigend bis 45/c0 desselben betragen soll. Ter Ausschuß nahm die Vorlage unverändert an und vertagte sich darauf bis Freitag, 14. Februar. Bis dahin sollen sämtliche Ausschußberichte über den Etat fertig gestellt sein, verlesen und genehmig! und dann sofort dem Truck übergeben werden. Etwa 8 Tage später erfolgt dann die gemeinsame Etatsberatung der Finanzausschüsse beider Kammern und dann wird Ende des Monats die P l e n a r - beratung des Staatshaushalts ihren Anfang nehmen. Da sie erfahrungsmäßig ca. 16 Beratungstage umfaßt, dürften auch diesmal wieder für die Etatsberatung in der ersten Kammer bis zum 1. April nur wenig Tage zur Verfügung bleiben. 2lii5 L>.aSt waae Lnno. Gießen, 6. Febr. 1908. ** L a n d w. H a f t p f l i ch L v e r s i ch e r u n g. Der Vorstand der neu errichteten Haftpflichtversicher'ungsanstalt der land- und forstw. Berufsgcnossenschaft ,ür das Großherzogtum Hessen zu Darmstadt läßt auf wiederholt an chn gerichtete Anfragen beran'^ geben, das; die Versicherung trotz der Billigkeit der 'Prämien, ätze einen umfassenden Schutz gegen olle Haftpslichtgefahren, die sich aus einem landw. Haupt- oder einem gewerblichen Nebenbetrieb, insoweit er bei der Berufsgenosjenschast versichert ist, oder dem gewöhnlichen Leben für Unternehmer, seine Angehörigen, Angestellten und Dienstboten ergeben rönnen, in sich schließt, kurzum, daß ein wirksamer Schutz gegen jegliche Gefahr der gesetzlichen Haftpflicht gegeben rsr. Es sind somit beispielsweise die im Nebenbetrieo der Landwirtschaft verrichteten Lohnfuhren, das Halten eines Hundes, die gesamte Privathastpslicht des Unternehmers u,w. in die Versicherung einbezogen. ** Kinderkrankheiten in Gießen. Die Zahl der an D i p h t h c r i e Erkrankten betrug in Gießen monatlich im Durchschnitt 5—8 und überschritt gewöhnlich die Zahl 10 nicht; im November 1907 stieg sie an auf 19, im Dezember auf 31 und hielt sich im Januar 1908 mit 30 Fällen auf gleicher Höhe; ein Drittel der Erkrankten — 10 — waren Erwachsene. Gestorben sind im Januar 2 Kinder. An Scharlach waren krank gemeldet in den 4 Quartalen des Jahres 1907 je: 12, 19, 12 und 10 Personen; im Januar 1908: 9. Gestorben ist in den 13 Monaten 1 Kind. An M a s e r n; welche seit Oktober in der Stadt epidemisch ausgetreten waren, sind im Oktober 1, im November 5, im Dezember 24, im Ganzen 30 Kinder verstorben, und eine erhöhte Erkrankungs- und Sterbeziffer an akuten Lungenkranrheiten unter jüngeren Kindern muß wohl zum Teil auf vorausgegangene Masernerkrankungen zurückgeführt werden. Daß die Influenza in ausgedehnterem Maße in der Stadt Gießen herrscht, geht aus den Todeszeugnissen der Aerzte nicht hervor. ** Landes-Verband der hessischen Gern e i n d e b e a m t e n. Ter einstweilige Ausschuß zur Gründung dieses Verbandes ist auf den 16. d. M., vorm. 10 Uhr nach Fran ksur t a. M. (Gasthaus zum Storch, Saalgasse 1) eingeladen, um über die weiter zu unternehmenden Schritte zu beraten und eine konstituierende Versammlung vorzu- bereiten. Von verschiedenen Seiten, insbes. auch vom Verband Deutscher Beamtenvereine sind die .Vorbereitungsarbeiten finanziell unterstützt worden und zahlreiche Zuschriften aus verschiedenen Teilen des Großherzogtums bekunden ein allgemeines reges Interesse für die Sache. **Das Filial-Arbeitshaus, das seit 17Jahren oon der hiesigen Stadt unterhalten wird, geht am 1. April höherer Bestimmung gemäß ein. Ter Staat leistete alljährlich einen Zuschuß - die Korrigenden wurden unter Aufsicht eines städtischen Straßenwarts zu städtischen Arbeiten verwendet und waren im Polizeigefängnis in der Sandgasse untergebracht. Mit dem 1. April werden alsdann alle Korrigenden m das Arbeitshaus Dieburg verbracht. ** Studentische Unterrichtskurse für Arbeiter. Es haben sich zur Teilnahme an den Kursen im Sommer schon jetzt gegen 100 Arbeiter und Unterbeamte gemeldet und zwar die weitaus meisten je für zwei Kurse. Damit ist das Zustandekommen einer jeden der geplanten Abteilungen gesichert. Wahrscheinlich wird es sogar nötig sein, die Zahl der Klassen noch zu vermehren; die Meldung weiterer studentischer Helfer ist jedenfalls erwünscht. Unter den Teilnehmern sind alle möglichen Berufs klassen vertreten, freilich in auffällig ver-' schiedener Zahl. — Für die Beteiligung an jedem Kurs wird zur Deckung der Unkosten bei Beginn des Unterrichts, also am Anfang etwa ein einmaliger Beitrag von 50 Pf. erhoben werden. Ort und Tag des Beginns werden im Gießener Anzeiger und durch Anschlag am schwarzen Brett der Lesehalle mitgeteilt werden. Zu jeder näheren Auskunft ist Privatdozent Dr. Bogt (Weserstr. 3) gerne bereit. Weitere Anmeldungen werden entgegengenommen Donnerstag den 13. Febr. abends 6—81/2 Uhr in der Bücherausgabe der Lesehalle am Selterstor. ** Volkskonzert. Im Dezember v. I. veranstaltete ein aus Mitgliedern der Gesangvereine Harinonie, Heiterkeit, Konkordia, Liederkranz und Lehrer-Sängerchor gebildeter Männerchor eine Eichendorff-Feier, deren Reinertrag von 400 Mk. zur Beschaffung von Kleidern und Schuhen für bedürftige Schulkinder Verwendung fand. Anregungen aus den verschiedensten Kreisen unserer Bevölkerung entsprechend, haben die genannten Vereine beschlossen, am 23. Februar in der Turnhalle gegen ein geringes Eintrittsgeld eine Wiederholung der Feier als Volkskonzert zu veranstalten. Von fremden Künstlern werden Mitwirken Herr Adolf Müller (Baß) und Frl. Annie Müller (Sopran) aus Frankfurt a. M. und Herr Simon aus Mainz (Violine). Klaoiersoli und die Begleitung der Lieder und Jnslrumentalvorträge hat Herr Julius Hahn von hier in dankenswerter Weise übernommen. — Wieseck, 8. Febr. Der Kriegerverein veranstaltet heute abend im Saale des Gastwirts Adam Ziegler einen Vortragsabend. Lehrer Keil von Klein-Lmden wird über die Kämpfe der deutschen Truppen in Südwestafrika sprechen. Freunde und Gönner des Vereins haben Zutrttt. Der Kriegecverein hat in seiner letzten Generalversammlung Die Einrichtung (Herstellung) eines Schießstandes beschlossen, und wir hoffen, daß der Beschluß zur Hebung des kamerad- jchaftlichen Geistes und patriotischer Gesinnung beitragen wird. # Weiters ha in, 7. Febr. Auf die Notiz aus Weilershain in Ihrer gestrigen Nummer muß ich erwidern, daß die Nachricht, der Kreisrag in Marburg habe die Fort- sührung der Kreisbahn nach Mücke abgeleynr, nicht richtig ist. Die Fortführung hat überhaupt den Kreistag im letzten Jahre nicht beschäftigt, da die Verhandlungen mit den vorgesetzten Behörden noch nicht zum Abschluß gelangt sind. Auch hat der Kreis Marburg mit der Kreisbahn keine schlechten Geschäfte gemacht, sonst würde er nicht jetzt schon wieder gesonnen sein, eine andere Strecke, von Eölbe aus in der Richtung nach Kloster Haina zu bauen. -st Hochelheim, 7. Febr. In unserem Dorfe wurde zu Neujahr eine Spar- und Darlehnskasse nach Raiffeisen-System gegründet, die 95 Mitglieder zählt. Die Kasse ist ohne beschränkte Haftpflicht gegründet. Darlehen werden unter aller Verschwiegenheit erlangt; auch Steig- und Pachtgelder werden gerne entgegengenommen. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 7. Febr. 1908. Ter falsche Kehrichtmanu. Kurz nach Neufuhi. ging utt ijver wo kn hafte Dienst- knechr I. Z. aus Simmersbach zu mehreren Bewohnern her Franyuner Straße, gau sw) als Aroeiter dec Kehrichtabfuhr aus unb bal um ein Neujahrsgeschent. Es wurde ihm mehrfach bedeutet, daß die KehriästavfulMeute bereits ihr Neujahrsge- schenk erhalten hatten; trotzdem kam er wiederholt mit seinem Anliegen und die aus ihn aufmerksam gewordene Polizei machte ter Sache dadurch ein Ende, daß sie ihn verhaftete. Er gestand zu, sich mehrere Tage aus diese Art durchgefchlagen zu haben, da er stellenlos gewesen sei. Er wurde wegen Betrugs und Belrugsoersuchs zu acht Hionatcn Gefängnis verurteilt und ihm drei Wochen Untersuchungshaft angerechnet, wobei seine Vorstrafen straf erhöhend wirkten. Teure Stiefel. Ter Hausbursche v$. n. uuy Bortshausen sah sich in verichiedenen hiesigen Geschäften um Arbeit um. Bei dieser Gelegenheit nahm er in einem Schubladen ein Paar Stiesel mit, die er in einem daneben be endlichen Althandlergeschäsl zu Geld machte. Mit Rücksicht auf seine Vorstrafen hielt das Gericht ein Jahr Gefängnis für angezeigt, worauf 14 Tage Untersuchungshaft anzurechnen sind. Der kleine Sachse. Im letzten Jahre sanden in der Wetterau und bei Frankfurt a. M. eine größere Anzahl nächtlicher Einbrüche statt. In der Nacht zum 19. Juli wurden der Eschersheimer Schützengesell- fchast drei Gewehre nut einem Patronenkasten und eine Zither gestohlen. Tie Diebe hatten einen Auwmaten aufgebrochen, aus dem sie Geld und Waren Mitnahmen. Zwei Nächte spater stiegen die Tiebe in das Haus dos Metzgers Mai zu Vilbel ein. Sie brachen die Ladentür und die Kasse auf, nahmen 30 Mk. sowie Fleisch und Wurstwaren im Werte von etwa 100 Mk. und einige Messer mit. In der gleichen Nacht stiegen sie bei dem Gastwirt Kern durch ein Kellerfenster ein. Hier enttoenbeten sie etwa 20 Flaschen Wein und ebensoviel Bier, sowie mehrere Flaschen Branntwein, tee sie in zwei Viertransportkasten forl- fchassten. Auch der Wirt Hobel in Ober-Wöllstadt erhielt nächtlichen Befuch. Dieser vermißte mehrere Flaschen Rum, etwa 15 Pfund Cervelatwurst, Schinken, Milch und einen Körb Eier. Ein großer Teil des Geswhlenen wurde später in einem Getreideacker vorgefunten. Wegen der aus heistschcm Gebiet verübten Einbrüche wurde bereits im letzten Heroft der Täter von der Strafkammer abgeurteilt, während der fahnenflüchtige E. H. von Magwitzhaus seine Strafe durch das Militärgericht bekam und ein anocrer in Tannstadt abgeurteilt wuroe. Bei den Verhandlungen stellte es sich heraus, daß ein vierter sich an ten E.nbrüchen beteiligt hat und zwar fall dieser, der kleine Sachse genannt, tee Hauptrolle gespielt haben. Während die anderen ihrer Aburteilung eutgegensaheu, machte der kleine Sachse von Franksurt a. M. aus seine Streifzüge ungeniert weiter. Als ihm aber ter Boden zu heiß iuurbe, machte er sich fort, trieb aber sein Geschäft weiter, bis es endlich gelang, ihn in ter Person des 16 jährigen Arbeiters E. M. aus Kleinzschocher-Leipzig zu tierhalten, nachdem er noch eine große Anzahl Einbrüche in allen Windrichtungen verübt hatte, die zum Teil lwck) ter Verurteilung harren. In Mrdhaufen ist er wegen schwerem Diebstahl zu einem Jal)r sechs Aionaten Ge- sängnis verurteilt worden. Er wurde bann, wie auch ter in» zwilchen aus dem Heere gestoßene unb zu vier Jahren Gefängnis verurteilte H. hierher verbracht, um sich wegen ter im Hessischen begangenen Straftaten zu verantworten. Er gestand die vier ihm zur Last gelegten Einbrüche ein und gab an, daß H. sich auch an bem Obev-Wöllstädter Einbruch, bezüglich dessen er noch nicht abgeurteilt ist, beteiligt hat, was bieser auch zugestand. Ter kleine wachse schilderte die Vorgänge bei den Einbrüchen sehr genau. Tie ltewehre haben sie bei ihren Raubzügen nadigeiragen, um eintretendenfalls ihre Verfolger damit einzuschüchtern. Tas erbeutete Geld wurde geteilt uitb die gestohlenen Eßwaren teillveise in Frankfurt a. M. veräußert. Von dem Branntwein wurde schon unweit des Tatortes auf ter Straße verkauft. Bezüglich des H. wurde auf zwei Jahre Zuchthaus erkannt, die mit einem Jahre anderen Strafen zugerechnet wurde, was eine Gesamtstrafe von fünf Jahren Zucht haus ergab. Gleichzeitig wirrte die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht ausgesprochen. Die Einzelstrafen des M. berechneten sich auf acht Jahre Gefängnis, die der Vorschrift des Gesetzes entsprechend aus fünf Jahre Gefängnis reduziert wurden. Wegen der Jugend waren bei diesem Zuchthaus mit Nebenstrasen ausgeschlossen. Der Papagei als Berater. Ter 23 jährige Kaufmann I. T. aus Fohnsdorß (Steier- marki war in einem hiesigen Telikatessengeschäst und später in einem solchen in Bad Nauheim als Verkäufer beschäftigt. An beiten Orten mißbrauchte er seine Stelle, um eine große Menge Waren zu entwenden, die er seiner damaligen Braut und jetzigen Frau bezw. deren Vater in Fauerbach b. Butzbach wohnhaft, zuschickte. Tas Gestohlene, welches größtenteils in Weinen, Sitör und Genußmitteln bestand, wurde von jedem ter Bestohlenen auf mindestens 100 Mk. veranschlagt. Auch einem Arzt, ten er konsultierte, stahl er ein Buch ans dem Wartezimmer. Als in einem Frankfurter Blatt ein Motorrad zum Verkauf angeboten wurde, schrieb er eine Postkarte an den Verkäufer, wonach er um eine Unterredung bat. Tie Karte, welche ten Ausdruck einer Kasseler Firma trug, unterschrieb er mit dem Namen „Jäger" und warf )ie in beit Zug Kasfel-Frankfurt, um nicht erfennen zu lassen, wo er wohnt. Ter Eigentümer tes Rates jchr.eo, wie gewunfcht, postlagernd nach Kassel uns T. eriuchte das Postamt um Ucberfenbung des Briefes..postlagernd nach Friedberg. Nachdem ihm ter Brief ausgehandigt war, suchte er ten Verkäufer in Frankfurt a. M. auf und gab fich als Jäger von Kassel aus. Er tejimtigtc das Rad unö uat um eine Probefahrt, was ihm auch geitaticr wirrte; vorsichtshalber fuhr ihm aber der Verläufer nach. Er fühlte dann das Bedürfnis, em Glas Wem zu trinken und es fönte der Handel in einem Restaurant perfekt gemacht werden. Wahrend er den Verkäufer ersuchte, etwas für ihn zu bestellen, begab er sich vor die Türe und verschwand mit Dem Rad. Auch als Vogel,iebhaber zeigte er sich. Ein Tarmstäteer Schneider bot in der Zeitung einen Papagei zum Verkauf an. Bald darauf erhielt er einen mit Kurte rektor von ctart unterzeichneten Brief, in dem er postlagernd Bad Nauheim um Mitteilung tes Preises für den Vogel er 1114)1 wurde. Ter Schneider forderte 150 Pik., worauf er Die Nachricht erhielt, daß Herrn von Starks Diener demnächst käme, um die Sache zu regeln. 9iad) einigen Tagen^ kam auch ter angebliche Dteuer, um ten Vogel zu holen. Selbstverständlich wollte ihn Exzeckenz erst sehen unb sprechen hören, ehe er bezahlt wird. 'Jitia) einigem Bögern wurde ihm der Vogel verabfolgt unb schon am anderen Tage hatte der Schneider von Herrn von Stark die Mitteilung, er sei mit dem Papagei so zufrieden, daß er Die DarmftaDter Bank angeioieien habe, ihm 20U Mark auszuzahlen. Als er das Geld abholen RioiUe, wurde ihm klar, gemacht, daß er einem Schwindler in Die Hunde gefallen ist. Er machte Anzeige unb es gelang Der Polizei, den Schwindler zu verhaften, bem der Papagei zum Verräter geworden war. Ta man inzwischen auch seine sonstigen Unreol ich leiten entdeckt hatte, wurde Hausiuchung vorgenommen, bet der man außer dem Motorrad, eine große Anzahl Flaschen, Büchsen, Kistchen unb bergt vor sand, die ihn Der Diebstahle überführten. Er würbe wegen Trebslahls, Betrugs und Urkundenfälschulig zu 1 Jahr 4 M 0 - naten Gefängnis, unter Anrechnung eines Aioiiats Untersuchungshaft, verurteilt. Uitii>crfitäts»21admd?ten. — Der Pro'essor der Theologie an Der Uinoerfiiät Rostock, Dr. Justus Körberle, ist gestorben. FamiLren-NLrchrichten. Geboren: Herrn Amlsgerichtssekrelär Knöll unb Frau El. geb. Aieckel in Braunfels ein Lohn. Gestorben: Frau Irina Repp, geb. Jassoy, in Ehringshausen, Kreis Wetzlar. — Herr Schneidermeister Andreas Göbel in Wollmar. - Frau Katharina Hering, geb. Müller, in Marburg. — Herr Jakob Schönberger in Wetzlar-Äliedergtrines. — Herr Zimmermeifler Jotiaiines Schröder in Holzhaujen v. d. H. — Herr Äpotheker fliudoli Kullmann iii Lauterbach. Meteorologische Beokachtttngen der Station Gießen. Februar 1908 Barometer am 0° reduziert Temperatitr der Lickt Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung ■c 1 Wetter 7. 2“ 760,8 3,8 5,0 83 W 2 Bew. Himmel 7. 926 760,9 2,3 5,1 94 NW 2 8. 7’4 758,3 2,2 4,8 89 SSW 2 Bed. Himmel Höchst Temu eratur am 6 -7. Februar — . - 4,0 • C. 9hebrigfte „ 6 -7. * — — - 1,3 0 C. Te»etO9USC61© Kursoe^ic^te des Giessenei Anzeigers, mitgeteilt von der Hank für Handel und Industrie. Glessen. Frankfurter Börse, 8. Februar. 1.15 Uhr. 3/4% Reichsanleihe . . 93.25 3% do. . . 83.05 3/4% Konsols .... 93.30 "6% do 83.00 u>$% Hessen 92 30 3/4% Oberhessen . . . 92.00 lüo Üesterr. Goldrente. 99.40 4l/6 ?o üesterr. bilberrente 100.00 4Z'O Ungar Goldrente . , 9510 4j?6 Italien. Bente . . . — 3 a0 Portugiesen Serie I 62.00 3% Portugiesen „ 111 62.60 •i >2 % russ.Staatsanl. 190a 94 80 4>i" 0 ;apan Staatsanleihe 88.90 1’0 Conv. Türken von 1UU3 96.00 lurkeulose 147.20 1% Griech. Monopol-Anl. . 50.00 4% äussere Argentinier . 86.00 u% Mexikaner .... 66.10 4 tu % Chinesen .... 96.65 Aktien: Bochum Guss 199.50 Buderus E. W 111.10 '1 endenz: schwächer. berliner Börse, 8. Cauada E. B 144.20 Darmstädter Bank . . . 126.20 Deutsche Bank .... £35.75 Dortmunder-Union C. . . 58.20 Dresdner Bank . . . 138.7u Tendenz: schwach. Elektnz. Lahmeyer . 121.50 Elektriz. Schlickert . . . 106 80 Esch weiler Bergwerk . 206 90 Gelsenkirchen Bergwerk 185 20 Hamburg - Amenk Paket!. 117.75 Harpener Bergwerk. . 200.70 Laurahütte 218.50 .\ordd. Lloyd . ... 105.70 Ubcischles. Eisen-Industrie 97.00 Berliner Handelsges. . . 158.75 Darmstädter Bank . . . 126 40 Deutsche Bank .... 23600 Deutsch-Asiat Bank . . 143.00 Diskonto-Kommandit, . . 17 .20 Dresdner Bank .... 138 7ü breditaktien ... . 204.20 Baltimore- und Ohio- bisenlahn 83.75 Uottnar übahn — uomuard. Eisenbahn . . 26 25 Üesterr. blautsoaiiu . . . 144.80 I ‘rince-Heun-Eisenbahu . 118.50 Februar. Anfan^skurse. Harpener Bergwerk. . . — i.au.raiiiitte 217 30 L.umoardeu E. B. ... 26.20 Noixld. Lloyd 105.90 l uraenlose 147.20 Kindermehl. tn der Entwicklung oder beim Lernen zurück« bleibende Kruder, sowie blutarme, sich matt« fühlende und nervöse überarbeitete, leicht erregbare uno frühzeitig «rschöppe Erwachsene nebrandjeu als Straftiüiinoömittel mit ßrußcin Erfolg Dr. Hommel'o ^aematogen. D4/i Ter Appetit erwacpt, die ßenhoett und körperlichen 51 röste werden rasch gehoben, das GeiamrGtervershitem gestärkt. Alan verlange jedoch ausdrücklich das echte Tr. Hommel'S Haematoaen unbJaife fich der vielen SLachabmurigen auirede«. Amtlicher Teil. 9?intr. (B% B8/: Schornbc r. Bs/2 KV Mus; am 31. Kezemver 1907 Vermögen. dl 61 54 chicht von 3 m Länge, (Summa 7944 04 31. Dezember 117. L. Beck. PH. Stumpf VII. elB8, [B9/2 B8/, | OmÄer Nöhl-Fahrik Man verlange zur gefl. Orientierung Offerten und Preislisten kostenlos. 887/s (B«/2 655 2004 58 92 Ausführung in einfacher — aber solider -bis zur reichsten Art Besonders billige Preise, weil Kauf direkt in der Fabrik. 590 1800 2493 Kassenvorrat Warenvorrat Ausstände des Kreises Gießen. I. V.: Welcker. 1) 2) 3) 4) o) 6) 7) 8) 9) 163 13 6,1 54,1 4 63,4 59 3,5 41 32,1 1,4 1690 1255 130 Summa 7944 04 Stand dec Mitglieder am Zugang in 1907 Großh. Bürgcriiicistcrei Gießen. I. B.: Keller. 43 dl <2 400 — -Vereins II. 877 Die Zusainincnlnnfl ist auf der Licher-Straße an der 2. Schneise. Gießen, den 7. Fearuar 1908. Hoherberg, folgendes Holz zur Versteigerung. Stämme: 460 Fichten von 19 bis 36 cm Durchmesser und von 8 bis 28 m 11 Uhr, auf hiesiger Bürgecmeisterei einzureichcn, wo in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter die Eröffnung stattfindet. Wieseck, den 8. Februar 1908. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Es sind 3U vermieten: 2 Woynungen von 8 Zimmern, 1 Wohnung von / Zimmern, 1 Wohnung von 6 Zimmern, 6 Wohnungen von o Zimmern, 12 Woyllungen von 4 Zimmern, 2 Wohnungen von 3 Zimmern 3 Wohnungen von 3 Zimmern mit liaben, 2 Wohnungen von 2 Zimmern, 5 möbl. Zimmer, 1 Werkstatt. Zu miete» gesucht: 39 Wolmiingen von 1—8 Zimmern. Schulden. Kapitalschuld Mitgliederguthaben Reservefonds Bctriebsrücklage Noch zu zahlende Schulden Reingewinn 66 4250 3627 Länge — 412 Fst. Knüppel: 36 rm Fichten in ■ Georg Schwab, Hoflieferant — Meideibergerstrasse 129. Grösstes Haos für Wohnuogs-Ausstatliingen io allen Preislagen. Angebote sind getrennt zu halten, da eine Zusanunen- rcchnung nicht stattfindet. Tie Bedingungen können bei uns cingcsehen werden. Sonstige Auskunft erteilt Forstwart Lotz dahier. Offerten sind verschlossen mit der Aufschrift „Holz- subinission" bis zürn Freitag, den 14. Februar, vormittags geben werden. ,, . „ Die am Großherzoglichen KreiSgcmndheltSamte abgegebenen Impfscheine müssen dort wieder abgehvlt werden. G i e ß e n, den 7. Februar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B.: & c (1 c r. Holzversieigerung im Gießener Stadtwald. Abgang in 1907 durch den Tod Daher Stand am 31. Dezember 1907. Reiskirchen, den 7. Februar 1908. Der Vorstand des Landwirtschaftlichen Konsum eingctr. Genossenschaft mit u. H. Jagd-Berpachtung. Mittwoch, den 12. Februar, nachmittags 2 Uhr soll die der Gemeinde Leihgefteru zustehende Wald- und Feldjaad, auf dein Rathaus dahier, auf sechs Jahre nochmals verpachtet werden. (360 Leihgestern, 7. Februar 1908. GroßHerz. Bürgermeisterei Setz._____ Holzsubmisfion. Nachverzcichnetes Holz aus den Waldungen der Gemeinde Wieseck, in den Distrikten Heide, Badenburger Wäldchen und Schrei lagernd, soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Keilmmtmachuiig. Betr.: Gesuch des Philipp Walther u. von Wieseck um Genehmigung zur Erbauung eines Schlachthauses. Philipp Walther II. von Wieseck beabsichtigt auf dem Grundstück Flur XIX. Nr. 201 51/100, -Vivo dec Gemarkung Wieseck eine Schlächterei zu emci)ten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang vom Erscheinen dieses in der Darmstädter Zeitung bezw. im Kreisblatt für den Kreis Gießen an gerechnet auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Wieseck zur Einsicht der Interessenten offen. .... Y . Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meldung des Ausschlujies bei Großh. Bürgermeisterei Mieseck vorzubringen. Gießen, den 6. Februar 1908. Großherzogin .s '.re.samt Gießen. I. B.: Welcker. Holzveefteigerung. Donnerstag, d. 13. n. Freitag, d. 14. Februar l. I. kommt in dem Ober-Lais-Fauerbacher Gemeindcwald, Distrikt geeignet smd. Lich, den 7. Februar 1908. Großh. Bürgcrmenterer: Dörmer. Bekanntmachung. Betrencnd: Die öffentliche Impfung. Am Donnerstag, den 13. Februar 1908, nachmittag 2 bis 4 Uhr, wird im Inustlotal (Schulgebäude, ^Neustadt 61) rin öffentlicher Jmpjtermin aügehalten, in welchem bieienigen Angehörigen von Jmpspslichtigen, welche Aufforderung erhallen haben, ihre Kinder kostenlos der Impfung unterziehen laßen tonnen. Dieselbe wird an einem 2lrmc mit Kälberlymphe aus dem Landes-Jmpskmutut vorgenommen. Die Binder müßen rein gewaschen oder gebadet und nut frischer Leibwäsche zur Impfung gebracht werden. . Au dem darauf folgenden vermin, Donnerstag, den 20. Fe bruar, von 3—4 lihr, sind die am 13. Februar Gennpslen zu der geschlichen Nachschau wieder vorzustellen. In beiden Terminen tonnen ferner Minbcr, welche wegen Krankheit bis zum Sommer von der Fmpfung zurüctgesteüt werden wollen, dem Impfarzle zur Untersuchung vorgezeigt oder diesbezügliche ärztliche Atteste abge- Bekanntmachung. Das Potizeireglement vom 21. Fcoruur 1ö82, luonad» die Garten- und Geldbesitzer die ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahr- oder Fufrweaen ctnsriedigenden Hecken in jedem Frühjahr bis zum 1. Marz aus 1 25 m Höhe und 0,50 m Breite zurückzuschnetden haben, wiro mit dem Anfügcn wiederholt zur öffentlichen Kennt.ns gebracht, dag Zuwiderhandlungen aus Grund des Arlikel 43 deS Feldstrasgesetzes nut Geld- strasc von 1—10 Mk. bestraft werden. (B /. Gießen, den 6. Februar 190«. . Großherzogliche Bürgermetfteret Gteßen. Donnerstag d. 13. Februar 1908, vormittags »V2 Uhr beginnend werden in den Waldungen der Stadt Güßen in den Distrikten Wanne, Waldshute und Vrauhof versteigert: '"" Flchten-Dcrbsiangen nut 17,29 Fstm. Lärchen- „ „ 1,36 „ Eichen-Nutzscheitholz „ Scheitholz Deirannlinachung. Betr.: Gesuch des Ernst Pommerl von Lich um Genehmigung zur Erbauung eines Schlachthauses. Ernst Pommert von Lich beabsichtigt auf dem Grundstück Flur I Nr. 149/150 der Gemarkung Lrch eine Schlächterei zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Dage lang vom Erscheinen dieses in der Darmstädter Zeitung bezw. im Kreisblatt für den Kreis Gießen an gerechnet auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Lich zur Einsicht der Interessenten offen. • . Etwaige Einwendungen sind binnen dieser bei Meidung des Ausschlusses bei Großh. ' Bürgermeisterei Lich vorzubringen. Gießen, den 6. Februar 1908. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Welcker. Nutrholzverkarrf. Königliche Obcrförfterei Roßberg, Post und Station Dreihausen. Donnerstag, den MO. Februar, von morgens Vs9 Mir ab kommen in der M t n k scheu Wirtschaft zu Dreihausen ößontltch meistbietend zum Berkans: 1. Aus dem Qbcrwald bei Roßberg. Distrikt 10, 11, 16, 20, 21, 22, 23, 27, 30. 31, 33, 31, 37, 38, 40, 41, 42, 45 (3-4 km bis Station Dreihausen, 4—8 km bis Station Londorf», Eiche: 410 Fm. Abschnitte, Buche: 5 Fm. Abschnitte, 3 3tnt. Rutzschett. 2. Aus Schutzbezirk 3ioßberg-Weft, Distritt 4, 5, 7 bet Hachborn (5—6 km bis Station Ebsdorf, 6—7 km bis Station Fronhaufen». Eiche: 40 Fm. Abschnitte. 3. Aus Schutzbezirk RonberwQst, Distrikt 49 bei Erfurts- Hausen (3,5 km bis Station Schwemsberg». Elche: 65 Fm. Abschnitte. Die Eichennämme bilden zum großen Teil schöne Schneideblöct'e, besonders m Distrikt 4, 10, 11, 16, 23, 30, 41, 49 »auch zu Furnieren geeignet), ferner langes Bauholz, sowie Gruben-, Schwellen- und Wagnerholz. Aufmaßliften gegen Lchreibgebühr zu beziehen von Förster Denner zu Hachborn, Vost Ebsdorf. v"/r Stöcke: 130 rm Fichten. Zusammenkunft an beiden Tagen vormittags 10 Uhr in dec Nähe der Kreisstraße Ober- Lais — Michelnau an der Oberlaiser Gänsweide. Bemerkt wird, daß die Fichten-Knüppel und -Stöcke am zweiten Tage zum Ausgebot kommen, und daß sämtliches Holz an und in der Nähe der von Ober-Lais nach Nidda führenden Kreisstraße lagert und gut abzufahren ist. Ober-Lais und Fauerbach, den 7. Februar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Lais Fauerbach S chauerman n Dietrich. Kckltnnlmachtmg. Betr.: Gesuch des Karl Eller II. von Muschenherm um Genehmigung zur Errichtung eines Dampfkessels. Karl Eller II. von Mu s ch en h eim beabsichtigt aus dem Grundstück Flur I Nr. 250 der Gemarkung Müschen- Heim einen Dampfkessel zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 -tage lang Dom Erscheinen dieses im Kreisblatt für den Kreis Meßen an gerechnet auf dem Bureau der Großh. Bürgermersterer Muschenheim zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meidung des Ausschlußes bei Großh. Bürgermeisterei Muschenheim vorzubringen. Gießern, den 6. Februar 1908. Großherzogliches Kresamt Gießen. I. V.: Welcker _________ HolMsieWrungen Im Licker Stadtwald, Distrikt Ettingshäuserkopf, werden Donnerstag, den 13. Februar, vormittags 10 Uhr, am Kreuzung^ punkt der Erlesberger und Nieder-Besunger ecbnciic amangenö, ucvi'teigert: ScheiterRm. Bucben5,Eichen 13; Knüppel Nnn Buchen ch-, Eichen 43, Aspe S; Reisig-Wellen Buchen 900. Elchen lo00. Welch- Holz 1400; Stöcke 3iui. Buchen 6, Eichen 30; Nutzlnuppel Eichen Rm.>. Derb- und Reisslängen 6119---51 Festm. nm Sicher Stadtwald, Distrikte Krepvelwäldchen, Laligebuchen, Gänsweide und Plattenwald, werden Freitag, den 14. «-ebruar, vormittags 10 Ubr, in der Elsenkaute nur dem Kreuzmtgspunkle der Nieder-Bessinger Schneise und bem Vtwchardsselder Äeg an- sangend, versteigert: Derb,taugen sichten ©ttf. 1607-86^7 b-citni., Reichtangen Fichten4033^22,47 Festm., Eschen 19-0,19 Fe,tm» Elchen Nutzknüppel Rm. 4—2,50 m lang; Btrken,lamme 1=0,2a m Durchm., 15 in lang — 0,74 Festm. .. Bemerkt wird, daß die Reisstangen grötztenteils zu Bohnenstangen Esuvetts sit Firma billigst vrühl'sche Universttatr-Druckerei. 1906 114 5 119 Holzversteigeruttg. in der fürstlichen Oberförstcrci Lich. Montag, dcn 17. Februar, vormittags 9' _> Utie im Distrikt Hard: Scheiter, Rm.: 207 Buchen (3 Hainbuchen, rund), 18 Elchen (13 gemalten, Rest rund); Muüvnel, Rm.: 99 Buchen, 64 Elchen. 3 Kirfchbaum, 6 Nadelholz; Stöcke, Rnr: ,6 Buchen, /6 Eichen (2 Schetrbrocken), 2 Nadelholz; Reisholz-Wellen: 31v0 Buchen, 13.0 Eichen, 800 Weich Holz, 280 Nadelholz. - ca. 150 9hn. Subtexv ,taugen itt Schicht Haufen .4 Elche n rßlb»chu i tt c 3,40 ); 3 feUbccr; Stämme =• 0,74 Fm. (22 bis 20 cm); 3 übirtcn stamme = 0,67 Fm. (20 bis 26 cm); 1597 FichtcwDerbstaugeu — 41,08 Fm.; 17 79 Fichten-Rciöstangcn — 22,36 Fm. . Die Zusammenruilst ist auf dem WegEuz der Blzinalwege Albach-Hattenrod und ^ich-Burkhardsfelden (. Holzver fteigeruirg. Dienswg, den 11. Februar 1968 werden veri.elgert aus Distrikt Eibschenhain 8, 12, 13, 14 und 16. Stammc: ^lchten 12 Stück von 12-22 cm Durchmeßer und 8-12 rn Lange mit L83 Fm. Derb- staugen: Fichten 88 Stück nut 4,56 Für ^chelter Rm.: Buchen 20 I. Ml., 1 II. ML; Eichen 2; Äiesern 17 (hierunter 6 Rm-2'/r m lang). Knüppel Rm.: Buchen 64, Eichen 18, Sticjcrn 1/b Ötcbten 31 I. Kl., 1 II. Kl., Lärchen 8 Rm. (2-/3 m lang). Retser Rm.: Buchen 926, Eicheil 152, Kiefern 125 (ausgefnüppelti, Fichten 6 lausgeknupvelt. Stöcke ‘Jim.: Buchen 10, Eichen 1, Kielern 122, Fichten 12 I. SH., 2IL Kl. Zusammkunst Borrmttags 10 Uhr nur der Kretsstratze Nuddmgs- hausen—Weitershnin am Eingang in den Dlstrtkt Elb »ch en ha in. 'NähereAuskunft erteilt ForstwartLenerer I. zu Odenhausen. Londorf, den 6. Februar 1908. , Freiherrliche Oberfürsteret Rabenau. ^ schwieder. 1 zu Schnitt- tr. schwer. Bau- J holz geeignet Bekanntmachung. Betr essend: Die Stelle eines Kretsstraßenwarts in Burkhardsfelden. . „ Die am 1. April d. J§. frei werdende S elle eines Kreisstraßcnwarts mit dem Sitz m Burkhardsfelden soll wieder Reflektanten »vollen ihre Meldungen unter Anschluß von Zeugnissen und Angabe dec seitherigen Beschäftigung bis spätestens 1. März d. Js. an Kceisstraßenmetster Herrmann in Gießen einreichen. Gießen, den 3. Februar 1908. Ter Vorsitzende des Kreis-Aitsschustes Anerkannt grösste existierende und hübsch übersichtlich arrangierte Ausstellungen von ca. 300 stets lieferfertigen Zimmer-Einrichtungen. Franko Lieferung - dauernde Garantie — Freie Besichtigung erbeten und erwünscht. ............. KeliMntnmdMg. Betr.: Gesuch in _• . vuis Nagel von ^tab um Genehmigung zur Errichtung eines Schlachthauses. Louis Nagel, von Langd beabsichtigt auf dem Grundstück Flur 1 Nr. 1207 der Gemarkung Langd eine Schlachterei zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang vom Erscheinen dieses in der Darmstäbter Zeitung bezw. im Kreisblatt für den Kreis Gießen an gerechnet auf dem Bureau der Grvßh. Bürgermeisterei Langd zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meidung des Ausschlusses bei Großh. Bürgermeisterei Langd vorzubringen. . Gießen, den 6. Februar 1908. Großberzogüches Kreisamt Gießen. I. V.: Welcker. SMWl WMmWeis WM. GartLuttrafre 2, Zimmer 2. Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbettgebern: t 1 Bauschlosscr, 1 Buchbinder, 1 Kellner, 3 Dienstmädchen, etn Küchenmadchen, 4 Tabatentrippernlnen. Lehrlinge- 1 Buchbinder, 1 ^chrcmer, 1 Koch, 1 Drucker, 1 Färber, 1 Tapezier. b. bet auswär-ttgcn Arbettgcbern: 1 landwirtsch. Arbeiter, 2 Wagner, 1 jüngerer Spengler, Drei Friseure, 6 :'Nas ch inen schlo sser, 2 Dienstulädcheii. Lehrlinge: 1 Schlößer, 1 Schmied. Es suchen Arbeit: r , B8/s 1 landwirtsch. Arbeiter, 1 Installateur, 1 Schuhmacher, 1 Bauschlosser, 3 Fuhrknechte, 1 Sattler- uno tapezier, 2 Schreuier, 1 jüngerer OJictichmcmcDloiier, 5 Zigarretimacher. 12 Arbeuer, 1 .Strantcnptieger, 2 Hausburschen, 2 Lausfrauen, 2 Wajchsrauen, 1 Zeilungsträgerin. 1 Lausmädchen, 1 Putzfrau. Lehrlinge: 1 Schlosser. ____________ LMiM MhmMlhmis Grchey. VarLettstraske L, Zimmer 2. (Geschäftssrundeil von 8—1 und von 3—6 Uhr.) „ Kiefern- „ „ Eichen-Knüppelholz „ Kiefern- ,, Fichten- „ Eichen-Stockholz ) .. . „ Klksern- „ ) oeulcmcrt „ Fichten- „ grob Wellen Eichen-Reisig „ Kiefern- „ „ Fichten „ 2 Kiefecnstärnrne v. 40—49 cm Durchm. 2,62 Fm 33 , „ 30-39 „ ir 30,80 „ 85 „ w 25—29 „ u 57,79 „ 210 , unter 25 „ ii 49,67 229 „ , 25 , ii 79,04 „ 4 Fichtenstämme v. 30—39 „ v 3,69 „ 10 „ „ 25-29 „ V 5,08 „ 365 „ unter 25 „ V 63,71 v 131 ,, v 2o „ n 37,01 , Anfgepatzt! Awas Großartiges! Aufgepatzt! Anfang 7 Uhr 61 Mirr. Anfang 7 Uhr 61 Min. Der Vorstand. v«/a s® Wors*®t. 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K. und darauf, folgende,n Tanz. — Freunde und Gönner des w gl Vereins sind herzlich willkommen. v% Anfang 7 Uhr 59 Min. Der Borstand. ItaiSri» Sonntag den 9. Februar, nachmittags 4 Uhr: Ausflug nach der Mbigshöhe wozu freundlichst einladet d8/, _____________________________Der Vorstand. K. K. L. T. diesjährigen l -verrennarte dO Psg., im Vorverkauf 60 Psg. Dani *20 Pfg. Boroerkauf der Karten findet statt Wetzsteingaise Es ladet ergebenst etu Der Po 10. rstand. Herren-Karte ^Pfg., ün Vorverkauf 60 Pfg. Damen Shme hält Samstag, den 8. Februar 1908 seinen dies Winter - Ball im Saale zur Neuen Welt ab. Prima Harzerkäse per 100 Stück 2.30 Mark, Prima Limburgerküse per Pfund 40 Pfg,, empfiehlt und versendet 822]______Molkerei Wetzlar. Prima Trink-Lm Dampsmolker.Giehen.Jae.Persyn Schanzenstr-. 4. Lindenylatz 8. B verkaufen Ein Küchcnschrank und ein groher (Grammophon nut 10 Pfg. Einwurf und Platten billig zu verlausen. (0818 (g. Valcutiu, Schützenftr. 35, I. 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Februar 1908, abends 81/, Vhr, im Saale des Hotels Einhorn slallsindenoen 'Fortran® "^8 des Herrn 11. L-iebscher aus Siegen „Deutschland über See" (Oeutjche Kolonien) mit Lichtbildern, ergebenst eingeladen. D8/, Gäste, auch Damen, sind willkommen. Eintritt frei. Itnidiict-cne» «TßlrtPrtiP wird saub.gewaichen u. auf neu gebügelt. 0389j____________Wolkengasse 19. GiMMeü Sicherheiten, Hypotheken L 0715] C. Seitz, Neuenweg 52, p. werden m jeder v Stellung ausgestopft I. Gclzenleuchtcr, Schulitr. 11. Grdl. Nachhilfe u. Beaufsicht der Schularbeit durch cand math. Schriftl. Anfragen unter 0772 an den Gießener Anzeiger erbeten. CÄrtGaum.dieichman». '^„rrafr Ätuutt sucht Pension m ^ULll.r MLllN seiner Familie. Schriftliche Angebote unter 0794 an den Giefiener Anzeiger erbet. für flr.etmaiknifflmmitr Gelegenheitsvreisliste gratis u. franko, (^l) zrarl Llngcr, Briesmarkenhandlg., Matnz. 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