Nr. 864 Zweites Blatt 158. Jahrgang Montag 9. November 1908 Erscheint tSgNch mit Ausnahme veS Sonntags. Die „Siebener Famlttendlätter" werden dem ,Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblatl für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gderhefien Rotationsdruck und Verlag der DrubNch« UnwersilälS - Buch- und Gtetnö ruderet R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 61. Redaktlon:e-^ 113. Tell-2ldru AnzeigerGießen. politifctye Lagrs?d)a« für die Hebe r r-.c dcl ,jmair,D3anu. n । jicuTjOtaß und das oem>ä)e Voll felbft schuld, ,ic ^ucflcrjü^ultn tojica I auswärtige Politik zu wenig gekümmert hätten. Je größer bic ).;n wettgehendsle Sclostverwalr. ug der Ge- -altung der Lrtsgerichle. 25cue Ct .ncr traten •) m e der persönlichen Lasten sür das c n auf den Staat ein. iment nicht schimpfen, daß es da ist, daran feien nur der :'.ag unb Las deutsche Volk selbst schuld, die sich um die Ter Süadenbock. Deutscher rreichstag. 156. Sitzung am 7. November 11 Uhr. kucsierr. Neben der Bczeickstiung des Weines tom'rne dann namentlich die Zuckerungsfrage in dem Entwurf in Betracht. Die Zuckerung sei berechtigt, im Interesse der Erzeugnisse geringwertiger Jahrgänge. Aber einem Uebermaß der Zuckerung müsse vor- aebeugt werden. In 8 3 habe die Negierung eine geeignete Formel zu finden geglaubt Nun die Buchsührnngsvorschriften. Auch sie sind angefochten worden. Aber ohne eine gewisse Kontrolle geht es nun einmal nicht ab. Das gleiche gelte von der Ketterkontrolle. Möge dieses Gesetz einem unlauteren Wettbewerb den Staat etwa 80 000 Mk., die anderen höheren Schulen rund eine Million, toter iinb die Schulen der 5 großen Städte Darm- labt, Mainz, Offenbach, Worms und Gießen überfüllt, während andere höheren Schulen — i. B. Laubach — sehr schwach beucht seien. Die Schüler sollten aufs Land gehen, dann würde >cr Staat sparen. Die Schulgelder der höheren Schulen müssen um etwa 10 Prozent erhöht werden, toessen hat aus den ttotf der Bevölkerung gerechnet die meisten höheren Lehranstalten. Gegenüber preußischen Verhältnissen hätten wir mit .einer Oberrealschule genug. Die Universität Gießen kostet jährlich eine Million, davon entfallen aus die Kliniken 400000 Dir., auf den Kops eines Studenten (bei rund 1000) etwa 1000 Mk. Die technische toochschule zu Darmstadt hat 2000 Studierende, sie erhält einen Zuschuß von 300 00U Mk. toessen marschiert in kultureller Hinsicht voran. Dies erfordere sehr große Opser. — Kohler meist daraus hin, wie ungleich die Schulkläffen verteilt seien. So müßten die Orte um die Kndusrrieorte — um Gießen herum z. B. Watzenborn-Steinberg, Wieseck, Klein-Linden — bei einer stark wachsenden Bevölkerung, durch fortgesetzten Zuzug fremder veranlaßt, dauernd Schulhäu,er bauen und neue Schulstellen errichten. Die Lasten bei manchen Gemeinden seien schier unerschwinglich. Bezüglich des G r u n d b u ch w e s e n s verlangte er unter Beifall, daß ein Kauf von Immobilien bis zu 5000 Mark aus dem Ortsgericht abgeschlossen werden könne. Das Ortsgerichtswesen soll auf ein Gesetz gestellt werden. Er fordert ferner, Schisfahrtsabgaben auf Flüssen und Kanälen ein> zusühren und hierin mit den anderen Bundesstaaten toand in toand zu gehen. Köhler befaßte sich dann mit bemJH u8bau des Bahnnetzes und forderte, daß jedes Dors He,>ens Bahnanschluß erhalten soll. (Beifall.) Auch der Landwirt deS Doaels- bergs wolle Anschluß an den Verkehr haben, auch er müfje ja in Zeiten der 9iot für das Vaterland einstehen, ja, die kräftige Bauernbevölkerung noch mehr als die verweichlichten Städter. Die Wasserkräfte und die Schätze des Bergbaues muffe die Regierung kaufen und für den Staat nutzbringend gestalten. Wäre daS Deutsche Reich im Besitze des Bergbaues, so wurden die neuen Steuervorlagen nicht nötig sein. Köhler saßt sernc verschiedenen Forderungen in Resolutionen zusammen. Beide Referenten faßen in bezug auf das Wahlrecht eme gemeinsame Rejolution, die einstimmige Aufnahme findet. Die übrigen die* solutionen Köhlers nimmt die Versammlung zur Kenntnis, und es soll in diesem Sinne gewirkt werden. — Der Landtagsabg. Lutz (Elpenrod) sprach über das Reicks-Viehseucljengesetz, es müsse geändert werden. Dr. v. Helmolt (Friedberg) referierte über die Finanzresorm und die Nachlaßsteuer. Erst um Vs« Uhr schloß der Vorsitzende Korell (Angenrod) die anregend verlause« Versammlung. Eingegangen ist die Besoldungsvorlage. Aus der Tagcsord-- ftung steht die erste Lesung des Weingesetz-Entwurfs. Staatssekretär von B e t h m a n n - to o l l w e s führt aus: Die Regierung t,abe sich nicht auf eine Novelle beschränkt, sanden ein ganz neues Gesetz vorgelegt. Was zunächst den Namen anlange, so sei ja bekannt, daß am Rhein und Mosel nicht so viel Wein wächst, als in bet Welt unter ben Nctmen Rhein- und Moselwein V o l ks s chnliv., - - —. -... - - Abg. Bra u r r führt ans: Die Bol.sschulen kosten den Staat 2V*> '.*!(' ■' ".neu, ctiv.i ebensoviel die Gemci.iben, also 5 Millionen. 2'lc C huNg dec Lehr - in die Kategorie der Finanzbeamc.-n crjorbci. iDicbcrum etwa 3 Millionen. 2 — wcNwirischaft nnd Seemacht. Ueber dieses sprach am Freitag abend in einer gut besuchten Versammlung des Alldeutschen Bervandes und des Flotten-Vereino im Cafs Ebel Herr Kapitänleutnant a. D. Graf E. zuRe- ventlow. Es sind jetzt 13 Jahre her, so etwa führte der Redner aus, daß bet deutsche Kaiser in Berlin eine Rcke hielt, worin er darauf hinwies, daß Deutschland jetzt ein WeUrelch sei und darum W-ntvolitik treiven müsse. Man hat in Deutschland vielfach, aber irrtümlicherweise, geglaubt, daß von btejenr Zeitpunkte an der Beginn der deutschen, Weltpolitik zu rechnen ici. Redner legte sehr eingehend die Entstehung des Begriffs Weltwirtschaft dar und zeigte, daß ein Staat genötigt fei, Welt- Politik zu treiben, wenn er eine Weltwirtschaft habe, einen internationalen Güteraustausch. Ein wirtschaftliches. 2lusstreben des Deutschen Reiches zeigte sich sehr bald nach feiner ^undunm Ter Grund hierfür war: Die erhöhte politische Sicherheit nach Außen. Die beispiellose Zunahme des beutfajen überseeifchen Verkehrs hat zwei Ursachen: Die Zunahme der Beburfniffe der Gesamtoevötkerung aus ihrer Zahl und aus der allgemeinen. Lebenshaltung. Wenn der letzte Rückhalt für Zndustcieund Handel immer der Jnlandsmarke bleibt, so ist doch wohl zu aoachten, daß bei. uns etwa lu—1< wriliwnen Menschen von lleberseehandel leben. Redner wies dann darauf hm, daß das deutsae Volk auch auf Einful;-r von vielen Waren angeroieien fei, die cd nicht selcht produziere: Kaffee, Tee, Baumwolle ujro. Aus bet notwenvigen überseeischen Betätigung des deutschen Reiches ergibt sich die Frage des Schutzes der ungeheuren Werte, die dabei in Betracht kommen. Die Gegner Deutschlands, bspw. England, sagen, Deutschland brauche feine große Kriegsflotte, weil es nur eine minimale Küstenentwicklung hat. Aber aus die Größe der Küsten kommt es nicht an, sondern darauf, wie viel Werte durch sie aus- und eingehen. Wenn wir einen Sttteg mit England bekämen, dann würden, so meinte der Redner, die Engländer nicht daran denken, uns ihre Flotte vor öelgoLaiib vor die Nase zu legen. Sie würden die Nordsee nur für uns vom Ozean abschließen, unsere Handelsschiffe aufbringen oder vernichten. Im Kriegsfälle mit England ist Deutschlands Ham)cl innerhalb 24 Stunden lahmgelcgt. Das Anwachsen des deutschen überseeischen toandels und der Ausbau der Flotte sind ine Ursachen der englischen Feindschaft gegen uns. Die ganze Freundsajafts- aktion für England, die Besuche von Bürgermeistern, Pastoren, Journalisten usw. haben an dieser Feindschaft nichts geändert, sie haben nur unheilvolle Illusion bei uns genährt. Veröffentlichungen, wie die allerneuesten, die das deutsche Volk un tunten erregen, schaden nur und erregen in England Spott und toohn. In englischen Blättern heißt es: Wir glauben dem deutschen Kaiser nicht. Eine Englandfeindschaft der großen Masse des deutschen Volkes existiert nicht, trotz der Aufwallung wahrend des Burenkrieges, die Redner für schädlich gehalten hat. Das Gefühl müsse aus der Politik ausgefchaltet bleiben. Den Alldeutschen werfe man immer, wie Bülow gesagt bat, vor, datz fie warme Herzen aber unklare Köpfe hätten. .Hat sich aber in unserer auswärtigen Polftik, so fragt Redner, wahrend dec letzten 20 Jahre auch nur ein klarer Kopf gezeigt. Jede auswärtige Politik, die große Staaten heute treiben, geht immer von der Wirtschaftspolitik aus und aus sie zurück. Man macht heute keine Eroberungszüge mehr und begnügt sich mit bet wirtschaftlichen Durchdringung. Redner streifte dann die Kolonien, ihre Bedeutung und ihren Schutz. Wichtig für uns sei, das; unsere Flotte so stark werde, daß Eiigland, wenn es auch die Ueberlegenheft zur See behalte, doch vor den Verlusten zurück- schrecke, die ihm ein Krieg mit uns brächte. England tiürfe wegen seiner mannigfachen Interessen in der übrigen Welt, seine Flotte nie der Gefahr übergroßer Verluste ansfetzen. Aber mit dem Bauen einer starken deutschen Flotte allein ist es nickt getan, es bedarf aum einer guten auswärtigen Politik. Tie auswärtige Politik bey deutschen Reiches hat aber in den letzten Jahrzehnten nicht erfolgreich gearbeitet. Dem neuen Kurse ist i es glücklich gelungen, alle unsere Feinde zusammenzubringen, : während es der Staatskunst Bismarcks gelungen war, sie immer 1 auseinander zu halten. Dülow habe vor einiger Zeit gesagt, : die Ententenpolitik Englands sei fteudig zu begrüßen, denn sie i vermindere die Reibungsflächen nnd fichere den Frieden. In : Wirklichkeit seien wir Deutsche jetzt die Reibungssläckje. Je stärker : wir zur See seien, um so erfolgreichere Bündnispolitik würden l wir machen können. Redner rät, in Zukunft sich auch mehr ; mit auswärtiger Politik zu befassen, es müsse ein Gegengewicht der Regierung gegenüber geschaffen werden, um Einflüße von t anderer Stelle einzufchränken Man solle auf das persönliche D>e Kaisersamilie in Koifu. __ ÄÄhÄXtffSl Oerf^ntiüng öeT Bundes der Landwirte. n °U zu einem zweimonatlichen Aufenthalte nach Kvrsu Ä Gießen, 9. November. falls mit dem Kronprinzen nach Kvrsu a-.reirn. lagSabg Morell- Angenrod wies auf die wichtigsten wictjchast- lichrn und politischen Fragen innerhalb des Großherzogtums und Die Casaolancasrage. I - -- - < - ----- Die Nervosität, die durch angeblich neue F-orderungen Deutschlands wegen der Mißhandlung eine» deutschen Kon- fulatsbeamten und Verhaftung deutscher Deserteure in Pari.' hervorgerusen worden war, hat sich allmählich völlig gelegt. An den Ausbruch eines Krieges gt-aubt man jetzt nicht mehr. Der Ton aller Zeitungen ist maßvoll- Jeder Ausfall gegen Deutschland wird vermieden. Alle ernsten Blatter raten iur Geduld und Vertrauen. Sogar das „Echo de paris , das gewiß nicht deutschfreundlich ist, weist bte^atberne Sen- fatiousmeloung eines Blattes über deutsche ^^^nsamm- lungen an der Grenze mit Schärfe zurück. Die Geschichte ist stark übertrieben, schreibt der „Petit Parisienne , in Wahrheit ist sie höchst unbedeutend und verdient nicht die Ehre einer so langen Auscinanderseyung. Tie Zeryauo- lunaen der beiderseitigen Regierungen dauern noch fort. Wie übrigens die „Neue Freie Presse" wissen will, sol. bei der letzten Zusammenkunft unseres Kaisers mit^bem Kaiser Franz Josef, Kaiser Wilhelm gesagt seien Sie ohne Sorgen, alles wird beigelegt werden. Es mit Bestimmtheit, Kaiser Franz Josei habe auf den deut- scheu Kai er eingewirlt, damit Der Zwischenfall von Saia- blanca eine friedliche und baldige Losung erfahre. Als der Beamte, dem die Aeußerungen des Kaisers zur Prüfung überwiesen worden waren, wird der „Köln. Ztg." der Wirkliche Geheime Legaiwnsrat Klc hm et genannt, dem in der Tat durch den Unterstaalssekretär Stcmrich der Bericht zur Prüsung übergeben worden ist. toerr Klehmet hat das Schriftstück denn auch aufs genaueste durchgesehen, hat auf Tatsächlichkeiten bezügliche Aenderungen daran vorgenommen und es bann auf dem Dienstwege zurückgeben lasten. Es ist unter solchen llrnständ.m als ausgeschlossen anzusehen, daß toerr Klehmet in derjenigen Stellung bleiben wird, die er bisher im Auswärtigen Amt einnahm, wo er Referent für Frankreich war und die marolkani-ch- Angelegenheit bearbeitete. Ec ist aus der Konsulaiskarriere Ijcröorgcgangen, gehört wohl schon seit 15 Iah r e n dem Auswärtigen Amte an und hat seit 10 Jahren in der politischen Abteilung wichtige Referate, in deren Bearbeitung er stets eine bis in alte Einzelljeiten gehende Geivstsen- hastigkcit, unermüdliche Arbeitskraft und großen junstlschen Scharf- zt« Isinn bewies. Ec wurde auf diese Weise eins der nützliMflen auf die,em Gebiete abhelfen. Mitglieder des Auswärtigen Amtes. Jetzt trifft ibn die Ver- Abg. Baumann, Zentrum, ferne Parteifreunde bedauern antwortlichkit für die Sünden anderer. Weiter wird berichtet, vor allem, baß ihr berechtigter Wunich. nach Tekiarationszwang bcr beutf£l>€ im Haag v. Müller, der dem Fürsten für Vcrfchnittwein zum Schutz des deutschen Rotfoembaucs nicht I ailj Nordeine j beigeg be i w r, ;ug ei b, mit dem Wir l. erfüllt sei. Auch gegen den § 3 haben seine o«unde Bedenom.1^ LegationSiat dem aktiven Dienst scheiden rocioe. Ein großer Teil meine, der Jucker^stcr-Zusatz dürfe h^ckstens cu । n Unterftaatäsekretäc Sternrich im Dienste bleiben. i/6 des Mostes statt Vs betragen. Aber feine Freunde wurden 1 « dem Gesetze wegen dec weitergehenden Bcstimnuing keine Schivierig-1 rg Dt:«nt teilen bereiten. Die Vorschriften über die Bezeichnung des Weins FntTrtnrik.rn i' i. eö am Samstaa bei der fltngen zu weit, man scljädige dadurch nur uitferen Wemoau, I J'n der oulgarisc>)en >_vora..s- i,r cs am um.^tag oe o vesonders unseren Absatz nach dem Auslande. Ohne Lage-Namrn I Adrcgdebatte zu einer sehr jchar,en Kritik dec Politik d sei der Wein unverkäuflich Der allerwichtigstc Punkt in bei I bulgarischen Regierung und der uiize.igtmageu Prollamu- Vortage sei die Keltcrkvntwlle und die Frage der Sack-verst.in- cung der Unabhängigkeit g.ioinmcn. Die Regierung wurde bigen, und dieser Punkt sei in tev Vorlage etwas stiefmütterlich oou verfchiedelieu Seiten angegriffen. Der Führer der behandelt. Der Sackje würde sehr gedient werden, wenn wii Agrariergruppe warf der Regierung vor, ein Verbrechen eine Reichs-Kontrolle hätten, die darüber wacht, daß die bcflauaen zu buben, inbem sic dem Fürstcu Ferdinand die lüntrollc »virllich ihres Atm les sackjvcrsiüiid.g wallet. KiniiaSlroue aufcieiCkt habe. Tie Regierung müsse nun . Abg. Rösicked. L.) crtchvt ^Klls, batz nur twn I^^oiie^au^eßt ^biteu .Staatsstreich durchs ernmrtet^ werden könne. Eine Reichsaufsicht über die Durch- Zähren und die Lettung der ^^lgarjschen äußeren PoUtii fübrung dieses Gesetzes sei alfo unerläßlicy, sonst werde auch ven unverantwortliUsen Hunden des bulg<.ri!chen Königs dieses Gesetz wieder nur auf dem Papier stehen. entreißen. Tie Regierungspartei proiejiiccte lebhaft g gen Abg. Blankenhorn (ntl.) bemevkc, wie im allgeineinen \ Aeußerung. Tie B^rhundluugcn zwisujeu der -LUCiei der Entwurf annehmbar fei, so treffe er wohl auch in ber I dnb «Suigacien drohen Übrigens trotz der Vermittelung dcs Zuckerungsftage eine annehmbare mittlere Linie. Die Bcstellung ,i,'men Botschafters zu scheitern, da Bulgarien immer von kontrollierenden Sachverständigen »n 5)auptamte müsse ganz ^-orderunaeu itelit. Im Anschluß hieran verdient allgemein und nicht nur für die am 233 uw au und ^b^nljandet I ,u werden daß sich neuervings eine größere An- „wesenltich beteiligten" Gegenden und Ortt aus.gefpwchen sein. ^1)^ B u d Mg. David, Soz., äußert sich ebenfalls im allgemeinen > uaherung Mischen Cerüicn uno oet oeigr. beifällig über die Vorlage, die hauptsächlich auch den kleinen ~ ——' • --- . . . Winzern zu dienen bestimmt sei. Auch int Interesse des soliden I Zit KP« .Handels liegt die Tcnoenz dieses Gesetzes. In der Kommission Ter 2lnSschiiß des BuudesralS für auswärtige 2In- werde natürlich zu prüfen sein, ob die Bortage nicht auch unnötige I ^^euhenell wivö am WliUiuod.) oder To»il,ersiag zusauinien- Schwierigkeiten bereitet „ „ . | treten. Abg. toormann, fveis. Volksp.,: Die Stellung seiner Staatssekretär v. Schoen hat am Sainstag abend Freunde ist bedingt durch die Aufnahme, die der Entwurf bei I cjnc Ettjolungsielfe nach den, Süden angeucicn. Zur die Tauer den kleinen Produzenten und den kleinen Händlern ge- öicfe§ Uvlaubs hak dec denlsche Gefandle ui Bukarest, v. Sliberlen- funben hat. Und biese 2lufnahme war eine durchaus ablehnende. Lächler, die Veitimg des Auswärnge» Ami es überuonuneii. Dec Entwurf mag den Großen zu gute kommen, die Kleinen Pom Reichskanzler Für st B ü l o iv ilt dem „Reichs- schädigt er aber. So narnenttich auch durch die Vorschriften über I auhschilß für das ärzillche t$oilbi(i)ungeioeien" die uachsteljenve die Zuckerung. Er schäldigf uns vor allem auch gegenüber dem Mlicituii^ zugegangcn: .Es gereicht mir zur belondere>i Fieude, Anstande in Bezug auf unseren Export. Rueicv Hochwohlgeboren nulte,len zu können, daß Seme Rlafcfläl Abg. Hoesfel, Sieich-sp., tritt lebhaft für den Entwurf em, öer Soifer geruht tzabeu, dem Reichsausjchuß für das aiultche ebenso Abg. Stauffer (B. d.L.) Abg. v. Naumann (fts. ^ortdildungsweseu eiue einmalige Bechwe von zehntausend Vgg.) sckfließt sich der .herben Kritik des Abg., Hormann mit yt a r ( ans dem Allerhöchsten Disposition ssonds einer großen Zahl seiner Freunde nicht an. Es ist nicht ein I ,u be,rillige,,.* Entwurf für die großen, sondern gerade für die Ei einen Win^r. färben« ,3 u tun ft* ist wegen eines Artikels über den Nur die komplizierten Bestimmungen über die Durchführung eignen ^ai'er in ber letzten Nummer aus den Bahnbo'en konfisziert worden, jicks nicht für die kleinen Winzer. Die Weinsteuer hat der ybrbttt jev Peikans der Zeitschrift »st künftighin verboten, erfunden, um ben Silben zu. drücken. Die Zuckerung ist für — ---------—-=-^--- --- mand'e Gebiete eine Notwendigkeit, dann aber müsse man auch I dem gezuckerten Wein die normalen Rechte Weines zunkennen. Zusammenstv ne in Prag zwischen Zschechen sehr “Bi ®tC L°w bfr MÄtaXta 4 'M haftcsten ^uMung uber dle ^nomngu^g de^ ^ {X^ ^eubc in Siont von niaßgebender Steile im Vallkan an alle Abg. to eylv Herrnsheim, rmtll. feiner tyreuw Eommenben Instanzen ein aufkiEudes Lchrewen erhöbe er gehört, daß die hessische rwegierung ur. viocin es der Papst als eine ihm perfonnch und der Bundesrat gegen die Weinstcuer gestimmt «jugejügte Beleidigung erklärt, wenn ein kalholisclsts Staats- Unsere hessischen Weinbauern fordern mtt Recht, obechaup? ober bet Stellvertreter eines solchen einen Befuch im bestens den DeNarationszwang für die Verschnittwelne emrubren sj?oni IIla<1yn wollte. Diese Kunvgeoung ist insofern bemässe. Dieser Frage wird die Kommission hoffentlich ihre Aus- als kürzlich behauptet rouroe, der Papst habe sich mertfamteü zuwenden toter auf Vertagung. .. tzsegmsatz zu seinen Vorgängern aus dem Stuhle Petri eine Präsident Stolberg teilt mit, er werde -m Freitag die I ^^Auflassung dieser Besucl-sscage zu eigen gemacht. Arbeitslosen-Jnterpellatwnen Gras Hompesch und Albrecht aus D r e i b u n d kn n d ge b u n g. Aus zuvortassiger die Tagesordnung fetzen. Montag 1 Uhr: Fortfetzung der Wern Quelle wird berichtet, daß für die nächste Zeit seftens Italiens gesetzdebatte. Vorlage betr. Marttpteis-Notizen für Schlachtvieh. bevorstehe, der dessen unerschütterliches Festhalten am Vorlage betr. Einwirkung von Armenunterstutzungen aus öffent- .-^^^unde vor aller Welt et'latant bariun werde. liehe Rechte. Schluß nach 4 Uhr. Weltwechselrecht. Tie Suratsbommifsion für internationales Privahveclst hat es übernommen, eine internationale Konserenz im toaag vovznbereiten, um em Weltwechselrecht zn entwerfen bes deutichen Reiches hin und gedachte befonders ber. zahlreichen Aufgaben, die dem l-essischen Landtage b-vorstehen. Das Interesse der Landwirtschaft fordere dringend em einheulicheS Vorgehen ihrer Vertreter im Landtage. Um dieses anzubahnen, l)abe man die heutige Tagung eiubecusen. Ueber die Frage „Weläse Aufgaben erwachsen den bündlerifchen Abgeordneten im 34. he,,. Landtage" referierten die Landtagsabgg. Bra u er-Ober-Osleiden und Kö hl er -Langsdorf in ausführlicher Weise. Beide fordern bezüglich der Wahlrechtsvoilage, daß die städtischen Mandate nicht vermehrt werden. Tie Wahl solle direkt und geheim fern. (Sine dahingehende Resolution wurde einstimmig angeiwrnmen. Bezüglich der Jagdgesetze verlangen sie einen besseren Schutz der Landwirtickaft gegen Wildschaden durch besseres Abschießen dcs Wildes Ter Landwirtschaft nnd dem Mittelstand müffe die Regierung mehr Rechnung tragen, denn Großkapital einerseits und Arbeiterschaft andererseits fc...i die Steine, zwisckcn denen der Mittelstand nu'gerieben werde. Das neue Verwallungsgefetz müifc verhüten, baß die Städte aus den Kceisvecbänden aus- sch eiben. Wir i m.inbcn unb Bei 'politische Bildung (nicht die Partei- und Jntereffenpolitik), umso leichter liehen sich wichtige nationale fragen, wie etwa auch die Reichsfinanzreform, lösen. Redner schloß unter stürmischem Beifalt mit dem Wunsche nach einer erhöhten nationalen Bildung des deutschen Volkes. E- A. Aus Stadt und Land. Gießen, 9. 9ioocmber 1908. — Bestanden. Die in diesem Jahre in der Zeil Dom 7.—9. September bezw. 29.—31. Oktober in Darmstadt zum erstenmale abgehaltene Prüfung für Steuer- komm iss ariatsgehilfen bezm. Bureauvorsteher, haben folgende bei Großh. Steuerkonmussariat Gießen beschäftigte Herren bestanden: Möbus, Honig, Schäfer und Gröninger. ** Vortragskurfus für praktische Landwirte. In der ersten Hälfte des Monats Januar wird von der Landwirtscl)aftskammer in G i e ß e n ein viertägiger Vor- tragskursus abgehalten werden, der in ähnlicher Weise, wie die früheren derartigen Einrichtungen, zur Durchführung kommen wird. Es sind Vorträge in Aussicht genommen aus dem Gebiete des Ackerbaues, der Viehzucht und -Haltung, wie z. B. über Pferdezucht, über Weidewirtschaft, über landwirtschaftliche Arbeiteroerhältnisse, die Ergebnisse der Leistungsprüfungen usw. Die Vorträge werden von hervorragenden Fachmännern gehalten werden. An den Nachmittagen der Vortragstage wird Gelegenheit gegeben, durch freie Diskussionen das Gehörte zu besprechen. • * Der Rhein-Mainische Verband für Volksbildung hält seine nächste Bezirks-Versammlung Sonntag, 15. Nov.. nachmittags 3*/4 Uhr, im Gasthaus „Zum Niesen" in Wetzlar ab. Pfarrer Sic. Gombel in Reiskirchen bei Ziehen wird über „Volts turn und Volksbildung" sprechen und dabei hauptsächlich die kulturelle Bedeutung unseres bäuerlichen Volkstums behandeln. Außerdem wird sich der VerbandsgeschäflSführer Volk über die Aufgaben und Wege der 2Lolksbildungsarbeit für unsere ländlichen Gemeinden verbreiten. Da einige der tüchtigsten Mitarbeiter aus dem nördlichsten Verbandsgebiete ihr Erscheinen zugesagt haben, so ist auf rege Debatten zu hoffen, durch die die Volksbildungsarbeit sicher Vorteile für die innere und äußere Weiter- entwickelung gewinnen wird. Interessenten derVolkswohlfahrls- bestredungen, die der Volksbildungsarbeit bisher noch fern- gestanden haben, sich aber vor dem Besuche der Versammlung über Organisation und Arbeitsweise des Verbandes orientieren wollen, erhalten auf Verlangen einführendes Material durch die Geschäftsstelle in Frankfurt a. M., Stiststraße 32. • * Stadttheater. Zu Schillers Geburtstag — dem 150. — wird de§ Dichters Werk .Piccolomini" gegeben, unseres Wissens zum ersten Male in Gießen. Die Direktion glaubte, um dem selten gegebenen Schauspiel besondere Sorgfalt widmen zu können, von der Wiedergabe von .Wallensteins Lager" absehen zu können, da letzteres in den vergangenen Jahren sehr häufig, zuletzt noch bei Einweihung des neuen Hauses, aufgeführt wurde. Die Leitung bei morgigen Vorstellung ruht in den Händen des Herrn Obec- regisseurs Bakof. • * Tätlicher Unfall. Der Schirrmann Jos. Jung 1 aus Leihgestern gecicth im Bahnhof Gießen am 7. Rovbr. abends beim Rangieren zwischen die Puffer, wobei er so schwer verletzt wurde, daß die sofortige Ueberführung in die Klinik nötig geworden war. Leider ist der tüchtige Beamte dort semen Verletzungen am 8. b. 2)1. morgens erlegen. M Fahrlässige Kindestötung. Die Ehefrau eines Arbeiters machte gestern morgen einer Leichenwärlerin die Mitteilung vom Ableben ihres 6 Monate alten Kindes und gab an, es sei an Stampfen gestorben. Da die Leicheufrau aber die Rückenseite der Kindesleiche mit Brandwunden bedeckt fand, machte sie der Kriminalpolizei davon Mnteilmig und es wurde zunächst festgestellt, daß der Tod infolge der Brandwunden eingetreten war. Hebet die Ursache der Brandwunden gab die Frau bann an, daß sie vor 8 Tagen abends allem mit dem Smb bei dem Herd gesessen und Krämpfe bekommen habe. Als sic wieder zu sich gekommen, habe das entblößte Kmd auf dem heißen Herd gelegen. Sie habe cs eingcwickelt, ihrem Manne den Vorgang verschwiegen und habe am anderen Tage das Kind in der Klnuk verbinden lassen. Da die Frau dem Trunk ergeben und früher schon mal ein kleines Kind in trunkenem Zuslandc auf den heißen Herd gesetzt hatte, wird eine Untersuchung gegen sie cin- geleitet werden. Jedenfalls war sie auch im vorliegenden Falle wieder betrunken. Fest steht allerdings aber auch, daß die Frau zuweilen von epileptischen Krämpfen befallen wird. — Schlägerei. In einer Wirtschaft in der Wehst e i n g a s s e kam es gestern abend zwischen Soldaten und Zivillisten zu einer Schlägerei, wobei es auf beiden Seiten blutige Köpfe absetzte. Die Polizei nahm einen der Beteiligten in Haft und schloß das Lokal. Auch im Selters- weg kam cs zu einer Seilerei, wobei ein Student mit blutendem Kopfe abzog. — Hühnerdrebstahl. Einem hiesigen Einwohner wurden in der Nacht auf den 7. I. Nits, ans einem in seinem Garten am sogen. Sand befindlichen Hühnerslall zehn wertvolle junge Hühner gestohlen. Von den Tätern fchll jede Spur, vielleicht tragen diese Zeilen zu ihrer Ermittelung bei. * * Eine unsinnige Wette. Am Freitag abend kam es in der Wirtschaft des K. F. hier zu folgender Wette: Es galt, innerhalb 10 Almuten 10 Handkäse zu verzehren. Em junger Mann ging freudestrahlend an die Arbeit und entledigte sich dieser Aufgabe schon in der kurzen Zeit von 7 Minuten. Wie Diel Unheil schon durch derartige — Eß- wetten entstanden ist, sie werden immer wieder geschloffen. r. Annerod, 7. Nvv. Gestern abend hielt Herr Obstbau- technikcr Wißner aus Friedberg bei Gastwirt Ph. Wächter einen Vortrag über „Die Verwendung des Karbolineums in der Obstbaumpf leg e". Seit einiger Zeit, so führte Redner aus, hat man Caroolincum im Kampfe gegen Ungeziefer und Krankheiten der £L|ibäume angewendet. Der Erfolg war verschiiLen, meistens tovnic ermunternd. Bäume, welche man mit reinem Karoolineum behandelte, gingen vielfach nach kurzer Zeit zugrunde, besonders jüngere mit parier Rinde. Dagegen hat man, seit es in Wasser lösliche Kar^olincumiabrikate gtL.t, mit verdüimntem Karbol ine um gute Erfolge erxielt. Während des Winters empfiehlt sich ein mehrmaliges Bespritzen der S.iljäumc vom Stamm bis in die äußersten opif.en der Zweige mit einer 10prozentigen Karoolineumiösung. Versuche haben gezeigt, daß dadurch viele OLstdaumschbringe lApseülutende^er, jianpc des Ringelspinners, Blattläuse upu.; obgciölet oder durch den inten> siven Geruch abgehalten weroen. Auch im Spormer kann man mit stark verdünnten, höchstens 1 prozentigen Lösungen t^ui Ungeziefer an Blättern und Früchten zu Leibe gehen. Kleinere Krebswunden heilen bei mehrjähriger Anwendung von 15biS 20 Prozents gem Lehmkarbolineum, während man Oie Krankheit, n-enn sic stark vorgeschritten ist, verzögern oder gar zum ^otill- tand bringen kann. Kurz, die Karbolincumbehaichlung verdient uie Aufmerksamkeit aller O l. stü a um freunde und die vorliegenden günstigen Resultate regen zu allgemeinen Versuchen an. □ Großen-Linden, 8. Nov. Größere Siche» rungsarbeiten an der Main-Weser-Bahn werden seit einigen Wochen in den tiefen Bahneinschnitt zwischen hier und Klcin-Linden vorgenommen. Der Lett- und Sandboden der Böschungen hat in den letzten Jahren durch fortgesetzte Rutschungen der Bahnverwaltung viel Mühe und Kosten verursacht. Jetzt werden die alten defekten Schutzmauern am Bahnkörper entlang durch starke Basaltinauern erneuert. An beiden Böschlingen sind zahlreiche Riefelkanäle angelegt, die die eindringende Feuchtigkeit ableilen sollen. X Lollar, 7. Nov. Vor einigen Monaten war, durch besondere Umstände veranlaßt, von Saughebern bet hiesigen Schulverwaltung die Abschaffung des alten Brauches, wonach Schulkinder zur Bedienung bet Kirchenglocken, Treten des Balges beim Orgelspiel re. herangezogen wurden, beantragt worben. Nachdem nun auch in der Zwischenzeit von einer Anzahl Ellern ein gleicher Antrag gestellt worden war, hat bie Kirchcnvertrctung m ihrer letzten Sitzung beschloffcn: »Tie Bedienung der Glocken gegen entsprechende Vergütung dem Kirchendiener zu übertragen. Tas Treten des Balges beim Orgelspiel ist bereits vor einiger Zeit vergeben worden. -4- Ällendorf einer Gnade", worauf Lehrer Jäger einige Worte des Abschieds sprach. Er hob hervor, daß das alte Schulhaus etwa 100 Jahre der Allendorfer J. gend die Bildungsstätte war. Nach dem Gesang des Schülerchors „Unfern Ausgang segne Gott" bew-egte sich unter^ Vorantritt des Posaunenchors der Festung junt neuen Schulhaus. Der Gesangverein sang unter Leitung des Lehrers Lack das Weiheiied „Die Himmel rühmen oes Ewigen Ehre". Kreis- amtmann Regierungsrat Dr. Merck-Giegen sprach namens der Kreisverwaltung. Er erkennt das Entgegenlommen der Gemeinde gelegentlich des Neubaues an. Sie habe vor zwei Jahren sofort die Mittel beiuilligt. Möge das Haus oer Gemeinde ein Segen sein und bleiben. Schulrat Kleinschmidt hob die Bedeutung der "Neubauten für Schüler und Lehrer hervor. Möge ein Geschlecht daraus hervorgehen, das Vaterlandsliebe und Gottesfurcht, deutsche Zucht und Sitte mit deutscher Treue wahre. Bürgermeister Ludwig Volk übernahm mit kurzen Worten den Schlüssel. Pfarrer H ei ne b ach hielt die Weiherede über die P,amiworte „Wo oer Herr nicht das Haus baut, da arbeiten die Bauleute umsonst." Der Posaunenchor spielte den Choral „Lobe den Herren, den mächtigen König." Otadjbem noch der Gesangverein eilten Chor und der Schülerchor das Lied „Wohl einem Haus, da man dich ausgenommen" gesungen hatten, erfolgte die Be.ichtigung des Gebäudes. Es ist in feinem Innern nach allen Anforderungen der modernen Schulhygiene eingerichtet und zeigt zugleich ein schmuckes, stattliches Aeußere. An dem Eingang ist eine Gedenktafel mit den Namen des Orlsoorstandes angebracht. Das jetzige alte Schulhaus wurde 1884 eingeweiht. ----- Friedberg, 8. 'JIoü. Ter von der Kreisverwaltung Friedberg ins Leben gerufene, am 15. Oktober l. I. eröffnete Kreisarbeits nach weis erfreut sich des lebhaftesten Zuspruchs, namcutlich von landwirtschaftlichen Arbeitgebern und Arbeitern. Als Beirat bei Verwaltung der Arbcits- vernuttclungsstelle ist eine Kommission bestehend aus 5 Arbeitgebern rind 5 Arbeitern vom KreiZansschriß gewählt worden. Der Kreisausschuß hat nunmehr werter beschlossen, mit dem öffentlichen Arbeitsnachweis auch einen W ohnungS- n a ch w e i s für Minderbemittelte als besondere Abteilung demnächst einznrichten. Ferner wurde auf Anregung des Kreisrats Fey-Friedberg in Aussicht genommen, nut dem Kreis- arbeitsnachweis auch einen Nachweis von Bauplätzen nicht nur für Arbeiterwohnhäuser rind sonstige kleinere Wohn- Häuser, sondern auch jur landwirtschaftliche Hofraiten und Unternehmungen, sowie gewerbliche Anlagen — ebenfalls als besondere Abteilung —, zu organisieren. Die letztere Einrichtung, die unseres Wrffcns die erste derartige in Deutschland scm wird, soll zunächst nur für die Landgemeinden getroffen werden. Den Städten des Kreises bleibt überlassen, sich anzuschließen. Die Kreisverwaltung bezweckt durch diese Einrichtung nicht nur, daß den Arbeitern auf dem Lande, insbesondere auch den laudwirtichastlichen Arbeitern die Mög- lichkcit, sich seßhaft zu machen, erleichtert wird, sondern daß auch die Besiedelung des Landes mit landwirtschaftlichen Unternehmungen und — soweit die Gegend sich dazu eignet — mit gewerblichen Anlagen gefördert wird. Man darf in diesem Vorgehen eine interessante Bemühung, die Bc« ücdclung deS Landes zu fördern sowie der Landflucht und der Entwertung des flachen Landes entgegenzuarbeiten erblicken, von dem wir hoffen wollen, daß sie günstige Erfolge zu verzeichnen hat. + Hemmen, 8. Nov. Unsere Gemeinde-Feld- jagd, die em Gebiet von 375 Hektar umfaßt, wurde auf weitere sechs Jahre an den seitherigen Pächter Joh. Stephan zum Preise von 150 Alk. freihändig vergeben. •-r. Mainz, 7. Nov. TaS hiesige Bankhaus Gebr. Oppenheimer hat seine Zahlungen eingestellt. Der eine Mitinhaber der Firma hat sich, wie gemeldet, erschossen. Das Defizit soll 2 800 000 Mark betragen und durch allzuweit gehende Kreditgewährung entstanden sein. kg. Kirchham, 8. Nov. In der städtischen Festhalle hier findet gegenwärtig die erste a l tg e m e i n e Gefl ügel - aus stell ung statt, die sehr gut beschickt ist. Der AuS- iicUiingskatalog weist ca. 400 Nummern auf und man sieht, daß die Aussteller sich bemüht haben, ihr Bestes zu zeigen. Den ersten Preis für Aroßgeflügel erhielt W. 'Jlömer- Kirchhain, 2. Preis Rentmeister Kiause-Nmteln. Nach Gießen und Umgebung kamen folgende Preise: jur Emdener Gänse: I. Deucker - Rodhcim 4. Pr.; für Enten: L. Ditterl-Wetzlar 3. Pr.; für Hühner: Hemr. Loh-Gießen 1. Pr., H. Köhler Ill.-Allendorf 1., 3., 4. Pr., L. Dittert- Wetzlar 2., 3. Pr.; für Tauben: Lehrer Heldenstem-Burg- ©cmünben 1. Pr., I. Deucker - Rodhcim zwei 4. Pr., H. Schneider-Gießen 3. Pr., Theodor Schwleder-Gießen 1., 2., 3. Pr., derselbe nochmals 1., 2., 3., 4. Preis u. a. Der Besuch der Ausstellung war gut und namentlich heute war ein sehr lebhafter Fremdenverkehr. <ßcridn»§aaL Ulm, 6. Nov. DaS Schwurgericht verurteilte den Taglöhner' Li vp u auS Kteiuelslingen wegen 22 Verbrechen von Brandin'tung zu 13 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Fünf Atonale Untersuchungshaft wurden ihm auf die Freiheitsstrafe angerechnet. Luftschissahrt. Das Luftschiff des Grafen Zeppelin mit dem Kronprinzen an Bord traf um 1 Uhr 40 Min. über Donau- esclfingen ein und kreuzte über der Stadt, um den kaiserlichen! Sonderzug zu erwarten. Als der Kaiser aussticg, näherte sich das Luftschiff dem Bahnhof und aus der Gondel wurden Grüße durch Tücher schwenken herabgesandt, die der Kaiser erwiderte. Nach Ankunft des Kaisers im Schlosse tauschte er nochmals Grüße mit dem Kronprinzen im Luftschiffe, 'welches das Schloß mehrmals umkreiste und dann die Richtung nach dem Bodensee einschlug und landete nach b'/sstündiger Fahrt in Manzell. Die Witterungsverhaltnisse waren recht ungünstig. Der Kronprinz warf in Donaueschingen einen Brief an seinen Vater aus dem Luftschiffe. In Friedrichshafen wurde, da bereits vollständige Dunkelheit eingetreten war, die Rückkunft mit Bangen erwartet. Aus der Gondel wurde bei der Ankunft eine Rakete geworfen, um die Orientierung zu erleichtern. verini Achtes. * Sieaftibierung des Leutnants a. D. Otto v. Bismarck. Leutnant Otto v. Bismarck, der, wie wir berichteten,' infolge des feigen und hinterlistigen Angriffs seitens des Jour- nachlisten Richard Becker durch Ehrengerichtsspruch verabschiedet wurde, soll, wie die Franks. Ztg. mitteilt, Aussicht haben, seine Laufbahn als Offizier wieder aufzunehmen. Becker wurde wegen seines unerhörten Verhaltens durch das Landgericht zu einem Jahre sechs 9)tonaten Gefängnis verurteilt; außerdem wurde in der Gerichtsverhandlung festgestellt, daß v. Bismarck sich bei dem Zusammentteffen durchaus korrekt benommen hatte. * Schiffs unsä Ile. Der von England kommende Kohlendampfer „Kurt Retzlaff" stieß bei Bielenberg mit dem Harburger Schooner „Angela" zusammen. Der Schopner sank; die Mannschaft wurde gerettet. Auf der Weiterfahrt brachte derselbe Dampfer bei Schulau einen Ewer zum Sinken, wobei ein Mann der Besatzung ertrank. — Der Dampfer „Taish" ist wahrend eines Sturures auf der Höhe der Insel Iturup (Kurilen) untergegangen, wobei 150 Personen ertranken. * Major: „Aus Ihrem Gequassel kann man überhaupt nicht klug werden! Mas finb Sie in Ihrem Zivilberuf?" — „Zimmermann, Herr Major." — „Na, dann hätten Sie die Bretter auch wo anders hin nageln binnen als vor Ihren Dös- bopp!" Kleine Tageschronik. Ter ans dem Büloiv-Ljraiid--Prozeß betauuie Graf Günther von «d d) uleuburg rouroe vom Amtsgericht Velbert ent« in ü n b i g t. Zu bem Selb st morde beS Bankiers Ottomar Müller in Freys rng wird gemeldet, daß die Tal alü Geschäüsrum zllrückzll'ühreu fei. Die Schulbell betragen 1 800 000 Mk., der Barbestand 2d0 Alk. Eine Untersuchung der Filiale Pinerole deS Banco di Noma in Mailand ergab den Fehlbetrag von 220 uuu üire. Ter Direktor Gassoll und der Kassierer Astengo wurden verhaft e t. Bei den Vereinigten Svarkasfen in B u d a p e st wurden U n t e r f cl) l a g u n g e n in Hohe von 140 000 Kronen entdeckt. — Kleine Chronik au s Kunst und Wissenschaft. Bictorien S a r b o u ist gestern in Paris gestorben. — TaS von der russischen Zensur zugetassene Srama Salome von Wilde, dessen Erstaufführung schon angekündigt luar, wurde von Der Synode verboten. — Im bayrischen 91 a t i o n a Im u- j e u m m AI ünchen wurden wertvolle M ü n z e n g e st o h l e n und verkanit. Märkte. fc. Frankfurt a. M., v. Utou. (Orig.-Telegr. des „Gieß Anz.") Amtliche Vlotierungen der heutigen Fruch tinarktpre is e. Weizen Mk. 19 75—20.00, Kurhessischer Mk. 20.75—21.00, La Plata 'DIL "3.75—24.50, Kansas Alk. 23.00—23.50, 9loggen (hiesiger) Alk. 17.75—18.00 Gerste (Metterauert Alt. 21.50—22.00, sftanken- lelber Alk. 21.50—22.25, Haier 16.50—17.50, Mais Mk. 17.75-18.00. Weizenmehl Alk. 31.50—32.00, 00—00, 2. Qualität Alk. 30.50 bis Alk. 31.00, 3. Qualität Alk. 29.00—30.25, Roggenmeht y Alk. 27.75—28.00,1. Qualität Alk. 26.75—27.00, Welzenkleie Mk. 10.25 bis Alk. 10.50, Roggenkleie Alk. 10.75—11.00, Alalskeime Alk. 13.50 bis Alk. 13.75, Frcurken, Pfälzer, Ried Alk.00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. ic. Frankfurt a. M., 9. Nov. (Teiegr. Orig. - Bericht de4 „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Biehmarkt- pretse. Zum Verkaufe standen: 384 Ochsen, 118 aus Oesterreich 44 Bullen, 6 aus Oesterreich, 1028 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 351 Kälber, 765 Schafe und Hammel, 1684 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 00 Scha'lämmer. Bezahlt wurden für >00 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 78—80 Alk., 2. Qualität 70—72 Mk., 3. Qualität 56—62 Alt.: Bullen: 1. Clual. 68—70, 2. Qual. 64—66; Rübe 1. Qualität 70—72 jJtL 2. Qual. 62—64 Alk., 3. Qual. 50—52 Alk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 92 bis 95 Pfg., Lebendgewicht 55—56 Pfg., 2. Qualität 85—90 Pfg., Lebendgewicht 50 - 53 Psg., Schlachtgerv 68—70 Pfg.; Schafe: 1. Quak. Schlachtgeiv. 70 b:s <5 P'g^ 2. Qual. 50—54 Pfg. Schweine: 1. Qual. 71—72 Pf^ Lebendgewicht 56,5—57 Pf., 2. Qual. 70—00 Pi., Lebendgewicht 56,0 - 00 Pfg., 3. Qtt all 64—66 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Gcscha't bet Hornvieh mittelmäßig, kein Uebetflanb, bet Kleuwteh gut, (ein Uebecftanb. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Wltteruug ,ür »jenen am Dienstag den 10. Dlooembir: Zunehmende Bewölkung. Zunächst trocken. Später geringe Nrederschläge. Frost. Nördltche Wmde. GriginaL-Drahtmelduttgen« R. B. Darmstadt, 9. Nov. Die beiden Kammern iperten bereits Ende November zum 34. Land« tag zusammentreten. Paris, 9. 9cod. Das „Echo de Paris" meldet aus London: Vor Tagen machte die deutsche Regierung durch die Vermittelung des Londoner Vertreters dem Aus' ivärtigen Amte betonnt, daß man in Berlin die besten Gefühle für Frankreich hege und daß man an feinen ernsten Konflikt denken könne. Dieser Schritt gestattete dem Auswärtigen Amte in Son- ö o n, seinerseits zu erklären, daß man Frankreich nicht isoliert lassen würde, wenn es sich an England wenden sollte. Paris, 9. Nov. Der „Matin" berichtet ans Belgrad: In der Nacht vom Samstag auf Sonntag sprengte eine bosnische Bande, die in den B-rg.n ip riet e mitt lst St) na mit die Ka,erne vo.i Kvui^a, einem Städtchen, das 120 Kilometer von der serbischen Grenze im Innern Bvs^ niens gelegen ist. 170 Soldaten seien getötet, worden. )eIbeWein,», *> 4. P>- «.,\2" btm $tnt, «in. übet ^lon' im btn fni?r"Qu' er "äWe L-^sch-ettnoL Ortung L” * in b t'2nen $attt »' r1 brreüs Doll, JS"1“ Sangen JjMt eine Lf- Otto v. ?E mir betteten des?5 ’S y Sehet ’M Kwen, feint Er wurde wegen zu einem ' perbem wurde ’• Matti sich ki Wmeu hatte, d komMnoe Kohlen. "LK bem har. f Schopner fant; ^f°hlt brachte der- " Sinken, wobei ein Mer „Laish" ift lei Iturup (hriten) vertranken, inn man überhaupt int Zioilberus?" - mn hüllen Sie die als vor Ihren Ml-Tras Günther cht Seibert ent- Oilomat Müller al auf Geschällsriitn WOOOO SDK, der Bar- des Santo bi Same in 220 uw üite. Lei ingo wurden v er- Jubapefl rontitn Kronen entbetfL b e stör bin.-Tat wna Solomtm igl ivar, ivmdt von jen Slatioualmu« zengesiohlenick q..Telegr. des „Tirx i-rnchimarklpretsi. 0.75-21.00, Ha Viola jü Roggen IhieNgerj 1.50-22.00, ihanlen« JlaiS Wr.17.7H8J». Qualität IDIL 30.60 30.25, RoggeEch« , L!etjc»kle.e Mk. Rlatsletnte 'M Im» >.00-00.00. Alles v« Dienstag & Q^oe. " m»S^ „ w. 'au meldet ,&,*s BerW^Äefl« und daß" ®ie|« itii £««' , obfqtd^ gJ* ,qr. Orig.'®tttd)lhti wligenBiebmarkv ,118 ans CelttttfflJ e'n etiere unb iXinbet, sr« * Ssös ’ nO-53 H -Äfert S5 i»«**11 Gustav ZXaBsen im Ihren Freunden zeigen dies schmerzerfüllt MM Herr Martin Nagel 1908 (09351 mein 74. Lebensjahr. Walthers Fichtennadel BVu Brustbonbons Garbenteich, Steinbach, TraiS-Münzenberg, den 8. November 1908. flemfieBenMefaliputzmlttel Tel. 83 Hess. Hos. Tel. 83 Familie Schwöbei Familie Pfaff. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Elijabetha Burk, geb. Häuser. faust in dem Herrn entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Giessen. 9. November 1908 Sparsame Hausfrauen putzen nur mit v Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sagen innigen Dank Giessen, (Westanlage 58) den 9. November Alter von 53 Jahren, tief betrauert von seinen Angehörigen Louuerstng vormittag lOUbv werden auf dem Hofe der Neuen Kaserne 4 auöraug. Urümper- vscrdc öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert. 1 u In Krümvcr-Berwaltung des nns.-Siegim. Kaiser Wilhelm. die tiestrauernden Hinterbliebenen Karl Georg Krauskopf und Kinder. Gießen, Schützenstraße 18, den 9. Nov. 1908. Die Beerdigung findet Dienstag, den 10. dS. DHL. nach mittags 3 Uhr vom Portale des neuen Friedhofes aus ftatt sind zu haben ä 30 il 50 PL bei: Gustav Walter, Mäusburg 13. _________________lhv3‘/in|_________________ Gießen, den 5. November 1908. Großherzogliche LürgermListereL Dcecu m. Dies zeigt tiefbetrübt an NuWalcu-Erlratt aus der Kgl. Hosvarsümerie-Fabr. von C- D-A5uudcrllch, Nürnberg, um den Haaren em dunkles Än- fehcnzu geben, Tr.Lrstla s Nuß- öl, zugleich «eines Haaröl. macht das Haar dunkel und wirkt baar- ftarkend, beide ä 70 Psg-, 1.20 Dc 1.50'.Ui. Alleinuerk. relikan-Apotkeke,5trcudpl^ W "V-.VA''?' V-L-v ■ W t W ■&v' Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Bet?.: Feldbereu.tgung in der ^emuxung Obbornhofen. In der Zeit vom 10. bis einschließlich 23. November L 9- liegen aus dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Obbornhofen „die Projekte über die Anlage des .Höhen Weges Nr. 81 südlich des Ortes und eines Höhenweges nördlich der Ortslage nebst zugehörigen Beschlüssen der Doll- ^ugskommission" zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses innerhalb der Ofsenlegungsfrist bei Großh. Bürgermeisterei Obbornhofen schriftlich eiuzureichen. Friedberg, den 7. November 1908. Der Großherzogliche FeldbereinigungskommissLr: .__________________S ch n i t l f v a h n, Kreisaimiitann._________________ KLkannImachuiig. Setr.: Feldberct.ltguug in der ktinaiuing Eberstadt. In der Zeit vom 10. bis einschließlich 23. November I. I. liegt aus Großh. Bürgermeisterei Eberstadt J. Projekt zur Berichtesung der großen Hoble von Muschenheim nach Oberhorgern innerhalb der Gemarkung Eberstadt, 2. Kostenanschlag, 3. Beschluß der Vollzugskommission vom 21. Oktober 1908 zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses innerhalb der angegebenen Zeit bei Grovh. Bürgermeisterei Eberstadt schriftlich vorzubringen und zu begründen Friedberg, den 7. November 1908. Der Großhcrzogliche Feldbereinigungskommissär: _____________Mirnüernet, LIreisautt.uann.______________ KcKannlmalyung. Setr.: Die Mhaltung der Vichmärkte. Wir bringen hiermit zur öfsentlichen Kenntnis, daß der am 10. November 1908 stattfindende Vieh- markt um 7i/, Uhr vormittags, die hierauf folgenden Viehmärkte um 8 Uhr vormittags bis auf weiteres zu beginnen haben und machen noch darauf aufmerksam, daß das Marktvieh nicht vor der angeführten Zeit in den Zufuhrstraßen ausgestellt lverden darf. Gießen, den 7. November 1908. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Silo. „kW KU«" ist der beste Schutz a7/n :: das Tragen von :: Kameelhaar Fuss-Schlüpfern. In allen Grössen für Damen n. Herren Paar 25 Pig. 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