Nr. 159 Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 9. Juli 1908 Der Gtetzener Anzeiger MM. Bezugspreis: erikhernl täglich, außer /®S3r V W V monatlich75Ps.,viertel- lDtenStagundFreUag); HA M M tigT W M AZ" K ® tEL ES X Ig H W WT BÄH SSL FS iährl. anSvchl. Bestellg. sä1 GHwwM>>ss General-Amnger für Oberhessen r«tzS Rnnadmr von Anzeigen VW l I n u. Land' und „Gerichts- ö! wmSlTuiJJ Rotationsbrud uttö Verlag der vrMschen Untv.'Vuch. and Zteindruckeret. R. Lange. Retaftion, Expedition unb Druckerei: Zchulstratze 7. Ame:genteU°? H."Äck! Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten. politische Tcrgesschan. Profeffor Bernhard. Man schreibt unS aus Berlin: Professor Bernhard, dessen Berufung an die Universität Berlin ebensoviel Aufsehen erregte, als sein post festum an die Fakultät gerichteter Unterordnungsbrief, ist auf Grund eines aus Kiel an ihn gerichteten Telegramms von Berlin an die Stätte seiner bisherigen Lehrtätigkeit gereist. Allerdings, wie seine Familie versichert, nur um dort einige Angelegenheiten privater Natur zu regeln. Vor seiner Abreise empfing Professor Bernhard Ihren Mitarbeiter. Gleich im Anfang deS Gespräches äußerte sich Professor Bernhard: ,Gs ist doch jammerschade, eine so prachtvolle Stellung mchl antreten zu können!* Auf den Vorhalt, warum er denn den Brief an die Fakultät gerichtet habe, erklärte Bernhard: ,Ja, ivas tut man nicht alles der Anständigkeit wegen. Ich konnte nicht anders handeln!* Hoffentlich findet die plötz- liche Abreise Professor Bernhards, der in Berlin viel mit Lem Nachbarn des feudalen Herrensitzes seiner Mutter, einer imens reichen Fabrikantenwitwe, dem einflußmächtigen Pro- lefsor Harnack verkehrte, nicht ihre Erklärung in dec Nück- herufung des jungen Gelehrten nach Kiel. An die Stelle, die Profesior Ludwig Bernhard an der Kieler Universität inne gehabt hat, war der Jenenser Nationalökonom HarmS berufen worden. Nun hat Professor Harms an die Kieler Fakiiltät wie an das preußische Kultus- ininifletiuin ein Telegramm gerichtet, in welchem er bittet, Bernhard in Kiel zu belassen, beziehungsweise dorthin zurück zu berufen. Er selber stehe mit Freuden zurück, um Preußen einen so tüchtigen Gelehrten zu erhalten. * Die Ergebnisse des französischen Tabakmonopols. Nach der soeben veröffentlichten amtlidjen Statistik hat das Tabakmonopol im letzten Jahre einen Ertrag von 377 Millionen Franks gegeben, was eine Zunahme von 6 Millionen gegenüber dem Vorjahre bedeutete. Es wurden 2Vs Millionen Kilo Zigarren verkauft, fast ebensoviel Zigaretten und 281/2 Millionen Mo feingeschniltener Rauchtabak — im ganzen also 331/2 Mill. Kilo Tabak geraucht. Die Schnupfer haben fast 5 Millionen Kilo Schnupftabak verbraucht, woraus hervorgeht, daß die Sitte deS Schnupfens doch noch viel verbreiteter ist, als im allgemeinen angenommen wird. Schließlich habet: die Freunde des ,,Priemchen" ettvas mehr als eine Million Kilo Kautabak ver- dcaucht — auch eine überraschende Zahl. Vor allem aber erfreut sich die Zigarette der Bevorzugung durch die Tabakfreundc, und zwar in immer steigendem Maße. Der Zigarettenverkauf ergab im Jahre 1872 kaum eine Million Franks, er erreichte int Jahre 1882 17 Millionen und blieb dann einige Jahre auf derselben Höhe; im letzten Jahre aber brachte er nicht weniger als 72 Millionen. Ebenso wurde seit brct Jahren eine merkliche Zunahme int Verkauf des Schnupftabaks festgestellt: da- (jcncn weisen die Zigaretten, besonders die billigen, der Rauchtabak und der Kautabak eine leichte Abnahme auf. Der durchschnittliche Verbrauch von Tabak hat sich in Frankreich im vorigen Jahre genau auf ein Kilogramm pro 5Tot>f gestellt, 122 Gramm kommen aus den Schnupftabak und 872 auf den Rauch- und Kautabak. Im ganzen wurden in Frankreich für den Tabak- genuß fast eine halbe Milliarde Franks, genau 493 457 099 Franks, d. h. 12,66 Franks auf den Kopf der Bevölkerung verbraucht. Von dieser Summe erhält der Staat 92 Prozent, 11,66 Franks pw Kvpf. Angesichts dieses kolossalen Gewinnes fragt ein Blatt mit einigem 9ied)t, ob cs -em Staat nicht möglich wäre, die Qualität seiner Erzeugnisse etwas zu verbessern. Evangelische Landersynode. Darmstadt, 8. Juli. Nach Eintritt in die Tagesordnung saßt die Synode aus Anregung des Syn. Dor ns ei ff und Gen. den Beschluß, eine kleine Bibliothek für die Synode anzulegen, lieber die Verwendung der Mittel für die Zwecke der Inneren Mission und für Reisestipendien hat das Oberkonsistorium Rechnung gelegt. Der Berichterstatter D. Schlosser spricht demselben für das von ihm betätigte Interesse den Dank der Synode aus, wünscht aber, daß in finanzieller Hinsicht noch mehr getan werden möchte. — Oberkonsistvrialrat Euler bemerkt dem Vorredner, man dürfe versichert sein, daß das Oberkonsistorium der Sache der Inneren Sion stets ihr volles Interesse zuwenden werde. Allerdings er dabei bemerken, daß für eine zu weit gehende Vcr- kirchlichung der Inneren Mission kein Anlaß vorliege. — Die darauf erfolgte Abrechnung über die dec Verwaltung des Ober- konsistoriums unterstellten Fonds für 1905 gab zu Beanstandungen keine Veranlassung. Dem Anträge des Ausschusses ent» sprechend wurden zur Forderung freinnlliger Unternehmungen für kirchliche Zwecke aus dem Zentralkirchensonds 2238,80 Mk. unb für Reisestipendien 2800 Mk. genehmigt. —• Zu dem Bericht des Synodalausschusses über die Vorlage, betr. die Rechnungsablage über die unter der Verwaltung des Oberkonsistoriums stehenden Fonds für die Finanzperiode 1900/05 beantragt der Ausschuß, die Synode wolle die Rechnungsablage genehmigen und die Kvedit- überschreitung als gerechtfertigt anerkennen, auch den auf die Rechnungsperiode 1905/09 zu übertragenden Kassen Vorrat aus 258 319 Mk. festsetzen. Die Synode stimmt auch diesem Antrag zu. Der Vorlage des Oberkonsistoriums, betr. die Trennu ng der Pfarreien Lindenfels und Schlierbach und Er- richtung einer selbständigen Pfarrei Schlierbach (Dekanat Erbach) stimmt die Sylwde zu, da Schlierbach bereits eine eigene Kirche besitzt und auch schon die Mittel für die Errichtung eines Pfarrhauses aufgebracht hat. Es folgt dann die zweite Lesung der Vorlagen des Großh. Oberkonjistoriums, betr. den Nachtragsvoranschlag für den Zcittralkirchenfonds, sowie die zweite Lesung sämtlicher beschlossener Gesetze. Abgelehnt wird nur der Zusatz zun: § 2 des Gesetzentwurfs, betr. die Dienstpragmatik für die Geistlichen der eräug. Kirche, welcher lautet: Ob und inwieweit bei Beurlaubung eines Geistlichen über einen Monat hinaus die Vertretungskosten auf der: Zentralkirchenfonds zu übernehmen seien, bleibt dem Ermessen des Oberkonsistoriums Vorbehalten. Die Synodalen B e r n b e ck unb Gen. richten eine Anfrage an das Oberkonsistorium, wie sich dasselbe zu der Frage stellt, ob der Zwang für Geistliche, den Vorsitz im Schulvorstand zu übernehme::, noch weiter fortbestehen solle oder nicht. Präs. Nebel erklärt, die oberste Kirchenbehörde werde seinen Zwang mehr auf die Geistlichen in dieser Beziehung ausüben, er hege jedoch die Erwartung, daß die Geistlichen nach wie vor, zum Segen für Kirche und Schule freiwillig dieses A:nt übernehmen werden. Auf eine Anfrage, inbetreff der neuen kirchlichen Bauordnung erklärt Präsident Nebel, das Oberkonsistorium sei in letzter Zeit mit den Arbeiten für die Synode so überhäuft gewesen, daß dieselbe die Vorlage noch nicht in Angriff nehmen konnte. Es folgt Besprechung der Interpellation Loos und Gen., ob dem Oberkonsistorium bekannt sei, daß am 1. Psingstseiertag in der Landesausstellung Konzert abgeD-ilien mürbe und daß am selben Tage auch der Zirkus Henry öffenclicl-e Vorstellung gab. Tie Interpellanten fragen an, was das Oberkonfistormm zu tun gedenkt, wenn in dieser Weise die bestehenden Vorschriften über die Heiligkeit der - nommen werden, daß durch die Veranstaltung des Kvnzertes die religiösen Gefühle des Volkes gestört würden. Im übrigen habe das Oberkonsistorium schon in: Oktober v. I. den Anlaß benutzt, darauf hinzuweisen, daß die Ersten Feiertage, Karfreitag usw. von der Veranstaltung von Lustbarkeiten freizubleiben hätten. Die Jnterpellatio:: ist damit erledigt. Nachdem die Synode dann noch einer Resolution der Syn. Dingeldey 'unb Gen. zugcstimmt, iveldje dahin geht, int Anschluß an die Erhöhung der Gehälter für die Geistlichen auch die Bezüge fiir die Witwen und Waisen zu erhöhen, ist die Tagesordnung erschöpft. Syiwdale Graf spricht den beiden Präsidenten für ihre mühevolle Tätigkeit den Dank der Synode aus und das Haus beEunbcfr denselben durch Erheben von den Sitzen. Nach Dankesworlen des Präsidenten D. Stamm, schließt die Synode mit einen: Schlußgebet ^des Pfarrers Bernbeck. Herr Prof. Dr. Eck legt Wert darauf, festzustellen, daß es in dem Bericht über seine Rede in der Landessynode nicht heißen muß, die theologische Fakultät, sondern d ie H e s s i sche Landeskirche habe cs nicht nötig, denen in anderen Bundesstaaten Bücklinge zu machen, sie schreite hinsichtlich der Organisation der Prüfung und der Anstellungsverhältnisse schon jetzt vorcu:, und es könne nur empfehlen werden, daß sich die andern Landest kirchen ihr anschließet:. Ans Statt und Land. Gießen, 9. Juli 1908. •• Hessische Staatsanleihe. Die von den: Konsortium für die 4 % ige Hessische Staatsanleihe vom 1. Juni 1908 über nom. 20 000000 Mark kürzlich veranstaltete Subskription auf diese Anleihe hat einen vollen Erfolg gehabt, indem insgesamt Zeichnungen über 26 361000 Mark eingelaufen sind. Hierunter befinden sich, nach der Darmst. Ztg^ 2 253 000 Mark Zeichnungen über zum Eintrag in das Staatsschuldbuch bestimmte Stücke. •• Ordensverleihung. S. K. H. der Gcoß-j Herzog haben den Mitgliedern der Preußisch-Hessischen Eisenbahndirektion zu Mainz Oberbaurat Herm. Schneider das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und Negierungs- und Baurat Max Matth a efi das Ritterkreuz 1. Klasse dieses Ordens anläßlich ihre Ausscheidens aus dem Eisenbahndirektionsbezirk Mainz verliehen. ** Erledigte Lehrerstellen. Eine mit einen/ kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde' schule zu Zornheim, eine mit "einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Herrns -- heim, eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wörrstadt. Mit der Vie neue Grogherzogliche porzeilansammlung. R.B. Darmstadt, 8. Juli. In dem kleinen, schn'.ucken Prinz Georgs-Palais am Herren- eirten wurde heute eine neue bauernde Ausstellung er- - Sifnet, die Darmstadt um eine lucitcrc künstlerische Sehenswürdigkeit bereichert und jeden Kunstkenner in Entzücken versetzet: wird. 2luf Veranlassung des Großherzogs sind dort durch den Direktor wer Großh. Privatsammlungen, Dr. Ostermann, die alten, urn- I faugreichen und wertvollen Bejitzstücke be5 Großh. Hauses in Porzellan und Fayence, sowie zahlreiche Schetttungen unb Leihgaben des Landcsmuseums 51: einer einheitlichen Sammlung geordnet worden, wie sie ihresgleick)en itirgends wieder zu finden j Iwin dürfte. Die kostbare:: alten Kunstschätze, darunter Prunkstücke, b«ie überhaupt in feiner anderen Sammlung enthalten find, sind tron Kenncrhand sorgfältig geordnet und mit Anmerkungen versuchen in bei: Hellen freu.Glichen Räumen des Palais zur Aufhellung gebracht, das früher zu Künstlerateliers benutzt wurde, ob Tr. Ostermann hat dazu einen kleinen, vortrefflich v rientierenben Katalog geschrieben. Im Erdgeschoß sinb in weißen j Schränken hauptsächlich Porzellane aus den: Ende des 18. bis j Kitte des 19. Jahrhunderts aufgestellt, darunter ein großes sran- 5 ziösisches Tafelseroice aus dem Jahre 1780, ferner Service ans ixt englischen Fabrik Wedgwood aus der Zeit um 1800 und schwarze Tonwaren aus derselben Fabrik von 1770, ein präch- ' icges Wiener Service mit reichen: Blumen- und Golböekor von 1815, eine Anzahl feiner deutscher unb französischer Porzellane aas der Empirezeit, ein kostbares Nymphenburger Service mit bunten Ansichten bayerischer Schlösser, mehrere bemerkenswerte saycnecn aus Flörsheim, Ofienbach, Höchst u. a. Die herrlichsten alten Porzellanstücke enthalten die vier Glas- iecjränfe in: Mittelsaal des oberen Stocktvcrks. Gleich der erste Schrank lnirgt die Erzeugnisse der Meißener Manufaktur, darunter L.y frühestes Stück der 1710 gegründeten Porzellanfabrik ein braunglasicr-es Kännchen mit eingeschliffenen Barockornamenten und Krone, hergestellt aus dem zuerst benutzten roten Böttger- sLinzeug, ferner eine Anzahl weißer Geschirre aus sog. Sck-iwrr- scher Erbc. Unter den plastischen Kunstwerken ist besonders in- iLtessant eine Porträtgruppe: König August ber Starke als Gichtkranker, ber von der Gräfin Orsz-elska burch Fußreibung 2c. gepflegt wird. Die um 1735 nach den: Modell des Bildhauers I. Köndlcr angefertigte Gruppe gehört zu den originellsten Stücken ber Sammlung. Aus derselben Zeit flammt auch ein gelbliches Fäßchen mit ausgesparten bunten Miniaturbildern, ein Geschenk ber Prinzessin Charlotte von Hessen-Darmstadt an ihren Bruder, Landgraf Ludwig VIIL — Schrank 2 birgt die Erzeugnisse der Frankenthaler Manufaktur, die 1755 von dem S.raßburger F-ayencefabrikanten Paul Hannong errichtet und 1762 Dem Kurfürsten Karl Theodor übernommen wurde, bis 1800 ihre Auflösung erfolgte. Einer ber hauptsächlichsten Modellmeister war arißer bem geiwnnien Begründer ber Fabrik ber außerorbentlich fruchtbare Meister b. P. Melchior aus Höcker, der in zehn Jahren ufcet 300 prächtige Kunstwerke schuf, von. denen mehrere ber bejten hier zur Schau stehen. Vorher war der Meister bei der kurmainzischen Höchster Manufaktur tätig, deren plastische Arbeiten im Schrank 3 gezeigt werben. Unter bei: wunderbar zarten Arbeiten ist eine kleine bunte Venus von 1771, die Bis- quitgruppe „Venus und Amor" unb bas Reliefmedaillon „Porträt Eminentissimo" (beS Mainzer Kurfürsten Emmerich und Protektors ber Fabrik) besonders zu erwähnen. In: 4. Schrank sind die Porzellane der hessischen Fabrik Kelsterbach untergebracht, die durch Landgraf Subroig VIII. 1758 privilegiert unb zur „fürstlichen feinen Porzellan- unb Fayencefabrik" gemacht wurde. Von diesen Erzeugnissen besitzt bas Großh. Haus eine außerordentlich reiche Sammlung, deren Prachtstücke mit denen anderer Manufakturen in den übrigen Räume:: verteilt sind. Die kostbare Sammlung vcrdieitt die volle Aufinerffamkcit jebed Ausstellungsbesuchers. — <5 ü r ü I i ä) e 23 e v 0 r b n u n g ü b e r b i e U n i d e r 1:1 a 13- serien z n Gießen vom 29. September 1 775. Die Studien müssen in Gießen in früherer Zeit besonders eifrig betrieben worden sein. Man gönnte ber akademischen Jugend nur 8 Tage Ostern- und 8 Tage Herdstferiei:. 14 Tage nach Ostern, sowie nach Michaelis nahmen die Vorlesungen wieder ihren Anfang. Eine genaue Einhaltung dieses Termins wird durch nachstehende fürstliche Verordnung Ludwigs IX. vom September 1775 zur Nachachtung nachdrücklich empfohlen: ^Nachdem Wir mißfällig wahrnehmen müssen, daß verschiedene Unsere Universität Gießen besuchende Studiosi theils vor Ende der nur jedes halbe Jahr acht Tage dauern sollenden Ferien abgehen, auch nach deren Verlaus wohl manche acht bis vierzehn Tage später als der Termin dauert, ankommen, verfolglich hierdurch Unsere derfalls ergangene Verordnung elibiret wird, als haben Wir gnädigst gut gefunden, durch gegenwärtiges bekannt zu machen, daß die Ferien auf Unserer Universität Gießen zu Osten: und Michaelis nur acht Tage lang dauren, die Leetionen aber jedesmal Vierzehn Tage nach Ostern und Michaelis ihren Ansang nehmen sollen. Wir befehlen demnach hiermit, daß sich hiernach von männiglich geachtet, erinnern anbei) die Eltern innerhalb Unserer Landen ernstlich, ihre Kinder nicht vor dem Schluß ber Eollegien abzurufen, und noch vor dem Anfang derselben hin- und zurück zu schicken, mit der ausdrücklichsten Verwarnung, daß die Contravenienten, so Stipendien genießen, vor jeden Tag eines Außenbleibens über die gesetzmäßige Zeit eine Woche lang die Stipendii cariren sollen/ — Aus dem Frankfurter Musikleben Mr lesen in den „M. N. N.": Die Geucral-Vevsammlung der M u s e u m s g e s e l l s ch a f t, dieses altvoweHmen Konzerttn- ftitutes, hat beschlossen, daß int großen ganzen alles beim alten bleibt. Wir beziehen nach wie vor bei: Dirigenten für die großen Orchester-Konzerte ber Museumsgesellschaft „leihweise" aus Holland. Denn Musikdireklvr Mllem Mengekberg bleibt auch künftig in Amsterdam lvvhnen und uwcht' zu jedem Konzerte eigens die Reise .nach Frankfurt a. M. Aber nicht nur die Museumsgesellschaft huldigt diesem „Leihv-erhültnis". Denn auch die beibci: großen Oralorien-Vereine, der Cäcilien-Verein unb der Rühlsche Verein beziehen nun ihre Dirigenten „leihweise". .Der erstere Verein untersteht ebenfalls Meng'"'erg in Amsterdam; ber Nützliche Verein aber, ber seither von Professor! Siegfried Ochs von Berlin ans dirigiert wurde, soll im kommenden Winter von Musikdirektor S ch w i ck e r a t h aus Aachen ge-i leitet werden. Was das heißt, möge in folgendem illustriert wer-- den. Jeder dieser beiden Oratorien-Bereine gibt int Winter drei Konzerte unb probt dazu mit seinem Chor wöchentlich einmal. Nun ist es ben weit auswärts wohnenden Dirigenten einfach uit^ möglich, jede Woche die weite Retse hierher zu machen. Natur-^ genräß muß da für einen Teil der .wöchentlichen Proben eilt Hilfsdirigent einspringen. Dieser impft dem gemischten Chor nun seine Intentionen ein, die der eigentliche ^ttmzert- birigent oft nicht in allem teilt, die er aber — cs handelt sich doch um große Chore von Dilettanten — in den wenigen Schluß-; proben nicht korrigieren kann. Das gibt dann Differenzen, vorn welchen im vergangenen Winter schon ein Lied zu finaen mar. —1' Nun ist die Frage: Sind die Mittel der betteffenden Vereine denn gar so beschränkt, baß sie sich einen ortsansässigen Dirigentenr nicht leisten konnten? Darauf gibt der Bericht an die General-? Versammlung der Museumsgesellschaft eine iniercffante Auskunft. Mengelbcrg bekommt für jedes der 12 Freitags-Konzerte eins Honorar von 1000 Mk., für jedes der 6 Sonntags-Konzerte ein solches von 800 Mk. unb außerdem für jede Nierherrcise eine Vergütung von 250 Mk. Mengelberg bezieht also von der Museumsgesellschaft für die Saison 19 800 Mk. Von dem Cäcilien--, Verein erhält Mengelberg 5000 Mk. Er bezieht also in Frankfurt a. M. jährlich 24 800 Mk. und — wohnt in Amsterdam! Sollte für dieses Gehalt wirklich kein gediegener erster Dirigenp nach Frankfurt hinüberzuziehen sein?! Gab es wirklich gar keine andere Lösung? — Die Tantiemen b e r „L u st i g e n W i t w e". Seitdem die erste amerikanische Aufführung der.Lustigen Witwe" in Syrakus int September 1907 stattgesunden hat, hat der Manager Henry G. Savage an Tantiemen rund 460 000 Mk. gezahlt. Bis zumj Ablauf dieses Jahres wird die Zahl der Tanttömen sicherlich bi§l auf 600 000 Mk. gestiegen sein, da die Operette jetzt alltäglich in! Newyork gespielt wird. Tas ergiebt einen Durchschnitt von mehr als 2000 Mk. Tantiemen in der Woche. Bedenkt man nun, bau ber glückliche Komponist und seine beiden Mitarbeiter aus Deutschland, Holland, Belgien, kurz aus allen irgendwie in BetrachL kommenden Ländern Europas hohe Tantienien beziehen, so ist damit der Rekord von 2 00 00 Al ar k in der W 0 ch e gebrochen, den bisher William Gillette mit seinen: Trama .Sherlock Holmes^ gehalten hatte. — Kleine Kunst chr 0 nik. Eine Operette von Her-j mann Gura, einem Sohne des berühmten Liedersängers, wirb ihre Uraufführung in Wien erleben. Das Buch zu der :n modernem^ Milieu gehaltenen breiaktigen Operette ist von Gura vollendet, bv Musik sollte mit einem jungen Wiener Komponisten während ber) Sommermonate fertiggestellt werden. Die Operette führt dem Titel .Piep". — Generalmajor Frhr. v. d. G 0 l tz hat nach dem Roman Felix D a h n s .Ein Kamps u in Nom" unter dens Titel „Wit ich is" ein vieraktiges muf:kalisches Drama' geschaffen, das zu Beginn der kommenden Saison an ber Schweriner) Hofoper seine Uraufführung erleben soll. Ad! 11 I Kl Für Politik in Vertretung verantwortlich: P. W i t t k o. vorliegende Bericht ging uns von Frankfurt a. M. zu. Red- Handel des 91.651 Elektnz. Lahmeyer 7. 4‘A hiesigen Gesangverein in Klasse BII der 111 Portugiesen 87.8s Berliner Börne, 9. JulL Anlangekarse. 159 80 148.00 Markte t . 212 00 . 109.20 23OJ0 56.20 136.60 148.75 121.00 lLÄ 4?® 3 3-6 ri ,-i 3 15«! Ml 473 !A II« C» II M) Ml W !i: 39gu 40 »J 1*3 71 <* 41r-a 81 Kl Uarpener Bergwerk Laurahütte . . ..u in bar den E. B. Xurdd. Lloyd . . i urkenloie . . . Elektnz. Schnckert . . . Eschwciler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg-Amerik Paket'. Uarpener Bergwerk. Laurabütte .... Xurdd. Lloyd . . . . Übcischles. Eiseu-Industrie Berliner riaudelsge* . . Darmstädter Baua . . . Deutsche Bank . . . . Dentscb-Asiat. Bauk . . Diskonto-KommaudiL . . Dresdner Bauk . . . . hredituktieu..... Baltimore- und Uhio- Eiseulabu . .. . . boltuardbaüu..... Lomoard. Eisenbahn . . Gesten. itaaisDaun . . . Pnuce-lleun-Eiseubahu Uestcrr Goldreute. o Oesterr. silberreute Ungar Guldreute . . Italien. Reute . . . Portugiesen Serie I Bochum Guss . . Buderus E. W. . Tendenz: lest. Canada E. B. . Darmstädter bauk . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz fest. Höchste Temperatur am Niedrigste „ . 3 X'lt 3-6 3bj°/< 2. Ziehung 1. Zlebug Sa 4b Ott tone Numroei (OUt Gewibr. SJ !U 431 2 a li«I I! ta u c:i 6» m: n: -4! 5m M & » r.O U 7U M *) M 7J1 bü lOttl 435 178 . 198.00 . 2O5.00 Reichsauleihe do. Konsols . . do. Hessen . . . überliessen 82.75 91.65 82.60 90.60 90.00 98 50 99.10 93.45 unter der allgemein cingetrelencii Türrc. Prima Milchkühe, die zahlreich am Vlarkl waren, wurden für die Badeorte statt begehrt und behaupteten ihren hohen Preis, sonst war in Kühen langsames Geschält bei weichenden Preisen. Tiere aus dem Bezirk Stüüel, die mit Der Bahn hier angekommen waren, wurden wegen Seuchengefahr vom Markt ausgeichlosjen. Tic Verkäufer werden th. © i e ü e n , 8. Juli. Ter gestrige Rindviehmark hatte einen Auftrieb von ca. 1200 Stück Großvieh, 280 Stück Jung viel) und 250 Kalbern. Tas Geschäft lut im allgemeinen fehr Meteorologische Beobachtungen der Ltation Gienen. ** Neue Fern spre, möglichst frühzeitiger Inangriffnahme der Arbeiten zum weiteren Ausbau der Fcrnjprechanlagen ist eS erforderlich, das; die Anmeldungen neuer Fernsprechan- Schlüsse spätestens bis zum 1. August den .kaiserlichen Tele- grapbenanstalten vorliegen. Verspätet angcmeldcte An- tchlnsse, die infolgedessen außerhalb des Bauplans nur mit Mehraufwendungen B. durch besondere Entsendung einer Baukolonne usw.) hcrzustellen sind, werden in dem laufenden Bauabschnitt nur dann ausgeführt, wenn die Antragsteller zu den entstehenden Mehrkosten einen Zuschuß von 15 Mk. leisten oder ivenn diese Mehrkosten den Betrag von 50 Mk. übersteigen, den wirklich aufgewendeten Kostenbetrag Stelle kann die Hälfte Organ istendienstes verbunden werden. Tie mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrer- stcllc an der Gemeindeschule zu Sichenhausen. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. ** Neue Fern s pre ch an schlü sse. Im Interesse Älciuc Tagcochroutt. In SUauhönt (ClDcnbucg) iit ein ituiD nach dem Genuß um rei’ev Stachelbeeren gestorben. Zwei Geschwister von ihm sind lebensgeiährlig erkrankt. In 'Mödling bet Wien stürzte der Militär-Akademiker Naliniovskt, bei dem Ver|uch, einen 3 d) m e 11 e r 11 ng zu langen, and dem F e n st c r des 3. Stockwerks der Munär-Akadenne in den Hof und war aut der Stelle tot. 62.60 63 00 96 10 89.85 95 40 148 90 51 3U 86.80 65.70 96.85 9. Preis, eine kostbare silberne Schale nebst Ehrendiploin, zucrkannt. Dec Gesangverein erreichte in diesem Wettstreit die gleiche Punktzahl tvie der Gesangverein .Liederkranz"- Hungen, dec den 8. PcetS erhielt. Bei der scharfen Sion» kurrenz ist c5 für unseren Verein, dec aus lautet- Bauern besteht, doppelt ehrend, sich zu den preisgekrönten Vereinen zählen zu dürfen, zumal tue Uebnngszeit für das Wettsingen in die so anstrengende Heuernte fiel. Hut ab vor diesen Bauern, die seither von früh bis spät mit Sense und Rechen in der Hand schwitzten und dann abends noch 1—2 Stunden sangen. R.-B. Darmstadt, 8. Juli. Ter Ceniorchef der hiesigen bekannten Hofmöbelfabctk Ludwig Alter ist gestern, wie schon kurz gemeldet wurde, 62 Jahre alt, an den Folgen eines Herzleidens gestorbcn. Tie int Jahre 1871 von Herrn Ludwig Alter als einfaches Tapeziergeschäft gegründete Firma hatte sich durch die umsichtige Tätigkeit deö Verstorbenen zu einer der ersten Möbelfabriken Deutschlands cmpocge- schwungen, die auch auf der hessischen Landesausstellung durch eine Reihe hervorragender Arbeiten vertreten ist. Mainz, 8. Juli. Geh. Justizrat Slotac Dr. Karl B raden ist gestern abend nach kurzem Krankenlager im Alter von 78 Jahren verschieden. Der Verstorbene ist in Büdesheim geboren, int Jahre 1865 kam er als Notar nach Pfeddersheim, 1868 nach Oppenheim und im Jahre 1882 nach Mainz, woselbst er bis zu seinem Tode als 9lolat- wirkte. Am 1. August sollte er in den Ruhestand treten. Ter Ver- Teiefoniscfte Kursberic.ite Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr und Industrie, Giemen. Frankfurter Börne, 9. Juli, 1.15 L'hr. storbene erfreute sich in weiten Kreisen und bei seinen Kollegen großer Beliebtheit. Erst kürzlich war ihm vom Landesfürsten eine hohe OrdenSauSzeichnung verliehen worden. ? Krofdorf, 7. Juli. Lebrer Frifchholz hierfelbst hat in diesen Tagen zu Koblenz die Prüfung für Mittelschullehrer abgelegt und mit gutem Erfolge bestanden. ~ (!) Naunheim, 7. Juli. Die Lehrer des Schul - aufs ichtSbezirkS Rod heim a. d. B. waren hier gestern zusanimengekommen. Die Konferenz wurde durch Kreisschulinspektor V ö m e l - Rodhenn geleitet. Aus der Tagesordnung stand eine Lehrprobe ,5)ic sechste Bitte*, gehalten durch Lehrer DonSbach mit den Kindern der Oberstufe und ein Referat .Der erziehliche Unterricht", zu dem Lehrer Neumann dahier bestimmt war. An beide Arbeiten, die mit großem Beifall ausgenommen wurden, schloß sich eine lebhafte Debatte an. Wie überall, so ist auch hier in unserer Gegend die Zahl der Schulklaffen in stetem Steigen begriffen. Im Bezirk bestehen zur Zeit drei vierklassige Schulsysteme: Rodheim, Waldgirmes und Naunheim, vier zweiklafsige Schulen: Bieber, Fellingshausen, Hermannsiein und Königsberg und zwei einklassige Schulen zu Crumbach und Frankenbach, welch letztere mit Herbst gleichfalls zwei Klassen erhält. Dem Jnspektionsbezirk gehören 22 Lehrkräfte an, darunter eine Lehrerin. ♦♦ Kleine Mitteilungen aus Hessenundden Nachbarstaaten. Bei einem nächtlichen Wagenunfall bei dem Toi'e Wehrshaujen wurden sämtliche Jnfasfen auf die Straße geschlendert und mehr oder weniger verletzt. — In Laasphe iuurbe in einem Steinbruch ein Arbeiter namens Preis durch einen zu früh losgegangenen Sprengfchnß so schwer verletzt, daß man ihn sofort nach Marburg in die Klinik bringen mußte. — In Berleburg starb ein 8 jähriges Mädchen infolge des Genuiies unreifet Stachelbeeren. — In H ö ch st a. M. wurden in der leisten Nacht drei Einbrüche m die Stationshäuser der Kleinbahn Höchst» Königstein ucuibt. Tie Täter 'auden ledort kein 0>eld. ihüvcrjität5s=2iad>rid)ten. 9)1 ar bürg. Wie die „Hochschulkorr." erfährt, ist für das durch den Tod des Professors Ludwig Busse erledigte Crbmariai der Philosophie an der Universität H a 11 e a. S. der hiesige a. o. Professor Dr. phil. Paul Menzer in Aussicht genommen. Er Hai dem Vernehmen nach den Nus angenommen. — In Berlm starb der Orientalist Pro'. Dr. Eberhard Schrader im Aller von 72 Jahren. Er habilitierte sich 1862 in Zürich als Prwatdozent und wurde dort im folgenden Jahre ordentl. Professor der Theologie. In gleicher Eigenschaft wurde er lb7u nach Gießen, 1873 nach Jena und 1875 nach Berlin berufen. Tort trat er jedoch zur phtlol. Fakultät über. Schrader, der auch Mitglied der preuß. Akademie der Wissenschaiten war, hat sich durch Forschungen au' dem Gebiete der Ketlrnschnslen bekannt gemacht. Sen mehr als einem Jahrzehnt war der Ver» eioigte bereits von feinen Verpflichtungen als akademischer Lehrer wegen Krankheit entbunden. — Bcr Brüsseler /Boniteur* publiziert einen königlichen Erlaß, wonach an der Universität Gent der nredizitufchen Fakultät cm „Institut sup6rieur d’Edacation physique“ angcgliebert wird, das berechtigt ist, den Titel emes Lizeultaien und „Doktors der p h y 111 ch e n Erziehung" zu verleihen. Dieses Spezialstudtum niiiiaßt Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers sowie verichledene technische Ziveige, die geeignet sind, die verschiedenen körperlichen Sporte und Spiele auf wi||enscha'tliche Grundlage zu stellen. 115.00 I 103.60 I 191 90 I 188 ») I 107.50 198.80 I 202.50 I 91.50 I 96 50 160.00 122 60 230 00 133.50 I 171.20 I 136.30 I 191.50 I ! > ■. <1 17h. M !M 8 M IM 20:3 101 »7 (MO) U [100] « L'; 23.’« 70J •> M 25lJi Ul Ul !-•*) in Inol r In einem ganz tlcincn itiücn Rest hoch oben auf dem Thüringer Lsald Richt einmal Arzt und Ylpotbcter unö da. — Wenn Sie aber traut werden? — I wo doch — krank, höchstens mal erkalten, wie dao in der Sommerfrische ithon vorlonum. Aber da nehm ich einfach meine alten heuen Favo achte Sodener Mineral BasuUen, von denen ich zwov Lchachietn im Koner habe, und keine Erkältung taiui nur was anbaben. naijö ächte Sodener kaust man für ho Vienma in jeder Apotheke, Drogerie und Mtneralwasscrhdlg. Lhv*,« Sport. T. Gicßcner R e g a 11 a.*> In jeder Hinsicht vom^'chön- sten Wttter begünstigt, sand hier die 8. Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes statt, die sich eines^außer- gewöhnlich zahlreichen Besuä>es der Bevölkerung und vieler Sports freunde zn erfreuen lxiiie. Zur Borsei.r war am Samstag abend Begrüßung der auswärtigen Ruderer, wobei die gutspielcnde Xa pelle der hiesigen Feuerwehr konzertierte. Am Sonntag vormittags 8 Uhr wurden zu 4 Rennen: Anfänger-, Junior- und erster Dierer, sowie Senior Achter, Vorrennen abgehalten, da hierzu über die startende Zahl — 3 — gemeldet waren. Tie hiesige „Hassia", welche mit ihren wackeren Junioren und vielverspreckwn- dcn Anfängern 6 Vierer und den gemischten Achter beseht l-atte, konnte nur im letzteren gegen Mainzer „Fortuna" mit 3 5 Sek. Vorsprung in 6 Min. 42 Sek. Sieger bleiben. Im ersten Senior- Vierer unterlag „Hassia" im Vorrennen gegen Mainzer „Fortuna", im Anfänger-Vierer im Vorrennen gegen Frankfurter „Amicitia", im Junior Vierer im Vorrennen gegen Offenbacher „Germania", gegen dieselbe im Hauptrennen beim dritten Senior-Vierer, sowie beim Hauptrcnnen im zweiten Senior-Vierer gegen Frankfurter „Amicitia" und im Trost-Vierer gegen Mainzer Ruderklub 1903 und £ffcnbadxt „Germania". Im Gastvierer siegte Offenbacher „Germania" gegen Mainzer „Fortuna" und Frankfurter „Borussia": „Germania" gewann weiter den Junior-Einser gegen Frankfurter „Borussia". Den Tamenpreis (1. Senior-Vierer) holte sich Franksurlcr „Alemannia" gegen Mainzer „Fortuna". Tie Frankfurter „Amicitia" errang weiterhin den 9lnsänger- und Junior-Vierer gegen Offenbarter „Germania". Der Senior-Achter wurde, eine Beute der Frankfurter „Borussia", welche als Gegner die Mainzer „Fortuna" hatte. In dem 1. Vorrennen wurde Frauksur.er ,,Alemannia" distanziert und int 2. unterlag Offen bacher „Germania" gegen „Borussia". Rach Schluß der auf die harmonischste Weise in allen Teilen verlaufenen Regatta nahm Herr Krailing von der bie)igen_ Rudergesellsckstlft, welcher sich in Gemeinschaft mit den Herren Stöver, Schlüter, Leib, Hochstatter und Wehn in die Elwenamter teilte, die Preisverleilung, worauf her 1. Vorsitzende des Süddeutschen Ruderverbandes, Herr üäspar Zimmermann, feinen Dank allen Beteiligten für das gute Gelingen der Regatta und insbewndere den so reges Interesse an dec Fortentwickelung des volkstümlichen Rudersports nehmenden Festbesuchern abstattete. Einen herrlichen Anblick bot die am Abend erfolgte oenetianische Ausfahrt, wobei ter hiesige Turnverein Pyramiden stellte. Am Montag morgen vereinte die noch anwesenden sremten und die hiesigen 'Jhiterer ein feuchlsröl)- l ich er Frühschoppen auf dem Festplatz, welcher sich auf ter schön gelegenen Smmrzschen Bleiche bcianb; am Rachmittag folgte daselbst ein Volksfest, welches, noch durch eine Reihe höchst origineller Waiserspiele verschönt, den Abschluß tes für die hiesige „Hassia" so ehrenvollen Festes bildete. *) Verspätet, da ter die Regatta veranstalcende Verein cs für unnötig gehalten hatte, uns zu t>?r Regatta cinzulaten. Der erstatten. •• Landw. Studienreise nach Holland. Am Dienstag, den 7. Juli traten 3 9 hessische praktische Landwirte unter Führung des Sekretärs der Landwitt- schaftskamrner, Dr. Hamann, eine Studienreise nach den Niederlanden an. 'Die Reise hat zunt Zweck das Studium der holländischen Viehzucht, des Ackerbaues, Obil-, Gemüse- und Gartenbaues und führt nach den Provinzen Groningen. Friesland, Nord- und Südbolland. Lolche Reisen sollen unseren Landwitten Gelegenheit geben, andere Verhältnisse kennen zu lernen und das dort Gesehene, soweit möglich, im eigenen Betrieb nutzbar anzuwenden. • • Die Prüfung im Huf beschlag haben bestanden und sind demgemäß berechtigt, den Hufbeschlag auszuführen: Karl Alles auS Gambach und Gust. Böck auS Unter-Lais. **PostunterbeamtcnvereinGießcn. Tas am Samstag und Sonntag veranstaltete Sommer- und Gartenfest; auf der Schonen Aussicht verlief bei gün ftigem Wetter recht gut; alle Plätze waren so stark besetzt, daß die Leute zum Teil sich mit Stehen begnügen mußten. Ganz besonders erfreute den Verein der Besuch des Post direktors Schäfer nebst Fcnn tte, des Telegraphendirektors .Hagemann und des Postinspektors Bastian. Auch der Post- nnterbeamten-Verein Wetzlar war erschienest. Durch einen Eröffnungsmarsch, von der Kapelle F. Bauer ausgesiihrt, wurde das Fest eröffnet. Sodann begrüßte der 1. Vorsitzende, Ober-Postschaffner K. Frees, die Gäste durch eine kernige Ansprache, welche mit dem .Hoch auf Staatssekretär Krätke endigte, hierauf folgten Kinderspiele, Wursischnappen, Sack' laufen, Ballspiele usw., zum Schlüsse wurde das Lied „Deutschland, Deutschland über alles" gesungen. Sodann wurde bei Tanz, Aufsteigen mehrerer Luftballons und Preis schießen der Mittag in gemütlicher Weise beendigt, des Abends sand eine Beleuchtung des Gartens und eine Lam pionpolonäfe statt. Jeder Anwesende fühlte fich wohl unter den Stephansjüngern, die es verstanden hatten, ihrem Fest einen guten und geschmackhaften Verlauf zu geben. In recht gemütlicher Stimmung zogen alle in später Stunde nach Hause. Am Montag abend fand die Preisverteilung statt, die ebenfalls sehr schön verlief. •’ Lindenblüten. Tie Linden stehen jetzt in voller Blüte. Gar lieblicher Duft strömt von ihnen ans, der die fleißigen Bienen zum lekeren Mahle einladet. Lindenhonig ist besonders geschätzt und der Imker begrüßt in diesen Tagen den Hellen Sonnenschein, der das emsige Einsammeln der süßen Kost sehr freundlich begünstigt. Geschäftige Menschenhände pflücken die Blüten, um sie im Bedarfsfälle als Heilmittel zur Hand zu haben. AuS ihnen bereitet man den bekannten Lindenblütentee, der schweißtreibend, magenstärkend und krampfstillend wirkt. Als bewährtes Vstttel gegen Husten ttnd katarrhaliche Zustande findet er ebenfalls gerne Verwendung. Die Lindenblüten fammelc man jetzt, befreie sie von den lederartigen Deckblättern, trockne sic an luftigem, schattigen Ort und verivahrc sie in gutschlicßendcn Büchsen oder Kästchen. * * In Amerika gestorbene Hessen. Kaufmann David Kahn aus Rimbach, 70 Jahre alt, zu Chicago. — David Wallach aus Alsfeld, 83 Jahre alt, zu San Francisco. x Großen-Linden, 7. Juli. D-er Turnverein errang bei dem Riegenturnen aus dem Gaufest zu Lich den 3. Preis und beabsichtigt diese Riege auch auf dem deutschen Turnfest zu Frankfurt am 19. Juli turnen zu lassen. Am 23. August findet die G a u t u r n f a h r t des Gaues Hessen hierher statt. In Anbetracht der günstigen Lage Großen- Lindens und der guten Lahnverbindung ist eine große Beteiligung des Gaues zu erwarten. - n Rabertshausen, 7. Juli. Seit einigen Tagen ist die Straßenwalze auf der Strecke Rodheim — Rabertshauscn damit beschäftigt, aus dem seither fast ungangbaren Weg eine gute Straße herzustelleu. Leider will es nicht ganz gelingen, da an manchen Stellen der Untergrund sehr naß ist; hoffentlich wird durch ein späteres Rachwalzen auch diesem Uedelstand abgeholfen und nufere Straße den übrigen des Kreises ebenbürtig. - n- Geiß-Nidda, 8. Juli. Bei dem am Sonntag in Büdingen veranstalteten Gesangive11streit wurde dem fübciL Für Fettvieli fehlte e5 an Reflektanten aus den Groh. ftäbten. Käufer dafür war nur die Landkundschait aus denr Till- und Lahugebiek, die keine hoben Preise anlegt, so daß ein Rückgang der Preise sich bemerkbar machte. Der Mark! in Kalbern machte sich einigermaßen, da hier die Käufer für Bad-Rauheim. Wiesbaden :c. in da? Gelchäst cinqriRcn, wodurch leidlich gute Preise gehalten wurden. Ter Markt bljeb in Fettvteh und Jungvieh sowie in Milchkühen geringerer Qualität überständig.— Gehandelt wurden Kühe frischmelkend und betrugen das Stück: 1. Qualität 475—525 Mk. (einzelne besonders schwere Tiere bis 575 Mk.H 2. Qualität 350-420 Mk., 3. Qualität 27g-320 Mk. Junge Rinder und Stiere wurden abgegeben da4 Stück je nach Form und Qualität leichtere Tiere 120-150 Mk., schwerere Ware 160—200 Mk., Fettvieh wurde gehandelt der Zentner Schlachtgewicht Ochsen 79-82 Mk., 'ette Rinder 1. Qualität 73—75 9JIL, 2. Qualität 71—72 Mk., »ette Kühe 1. Qualität 68-69 Mk., 2 Qualität 65 - 66 Mk., Kälber 1. Qualität 74—78 Mk., 2. Qualität 65-71 Mk., 3. Qualität 57—63 Mk. — Aui dem gestrigen S ch ,v e i n e m a r f t waren 500 Tiere zum Verkauf gestellt. Der Markt litt wieder darunter, daß Tiere, die von anßerbalb nach Hesien emgefuhrt iverden sollen, eme_ iür den Handel kost- ptelige Quarantäne durchwachen müssen, wenn sie auf den 'Markt gebracht iverden sollen. Dte Gießener Märkte gestalteten sich 'rüher gerade iür den Einkauf von Schweinen dadurch überaus günstig für die Platt treibende Landbevölkerung, weil durch die Zufuhren von Ware auS Hannover usiv. eine gesunde 5lonfluxen; sich entwickelte. Dieser Zsettbcwcrb ist nun schon lange unterbunden und dadurch haben nie Gießener Schweme- märfte an Bedeutung iür die weitere Ibngebmig verloren. Mit dem Mangel an Konkurrenz ist auch die 2lu*3roah( erheblich geringer geworden und die Preisbildung des Rlarktes kann als Norm für den Provinchandel nicht mehr, betrachtet werden. E» wäre sehr zu ivünschen, wenn die maßgebenden Faktoren hier BZandel schassten durch Zulasiung Der freien Konkurrenz, wovon besonders der kleine Landwirt und Gewerbetreibende aut bem Lande, der ebensalls Schweinemast betreibt, Vorteil hätte. Nächste Mattt- tage am 2 1. unb 2 2. Juli d5. IS., am zweiten Tage auch Hrämenvarft auf QswaldSgarten. wh Gießen, 9. Juni. K i r s ch e n m a r k t. Trotz der recht > erheblichen Mengen Kirschen, die gestern besonders aus der Wetterau auf unfern Markt gebracht wurden, war der Preis ver- 7. bis 8. Juli = 4- 17,6 ° C. 7. , 8. „ =4- 13,4 ° C. Ein Ausflug nach dem irtönen Weilburg bietet (Melcgenbci:, kn°W°.^ Gewerk-Ausstellung hälliiismäßig hort. Tie einheimischen Händler, die in langer Reibe ihre Verkaufsstände auf Oswaldsgarten eingenommen hatten, nahmen für das Pfund der süßen Ware 25 Pf. und ließen nur bei größerer Abnahme höchstens 2 Pf. am Pfunde ab. Die '23erfüllter, die von auswärts gekommen waren, um ihre eigene Ernte zu Geld zu machen, hielten mit den Gießener Händlern gleichen Preis, fodaß der Kirschenmarkt billige Kirschen nickst gebracht hat. 4)4°/. rass.ätaatsaul. 190.) 4;a" „ japau. Staatsanleihe 4 y0 Couv. Türken von 1UU3 Türkeulose...... 1% Griech. Mouopol-Anl. . 496 äussere Argentinier . du/0 lleukauer . . . 4 >iu/, Chinesen . . . . Aktien: Airchliche Nachrichten. jsraciiiifü}e Reiigioiisgemcindc. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag den 11. Juli 1908: Vorabend 7.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Schriftcrklärung. SabbatanSgang 9.35 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Gotterdicnst. Sabbatieier am 11. Juli 1908: Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 9.35 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr. Anerkennen aber muß man, daß sämtliche an den Markt gebrachten Früchte schön ausgereist und von vorzüglicher Qualität waten. L i m b u r g a. d L a h n , 8. Juli. Fruchtmarkt. Durch- ■ chnittspreis pro Malter. Roter Weizen (naiiamfrtci) 17,30 Mk* weißer Weizen 00,00 Mk., Korn 14,20 Alk., Gerste 11,00 Mk., Haler 7.50—0.00 Mk. nach Qual., Erbsen 0,00 Alk., Kartoffeln 5,60 "Mk. ■ 28i 3fr.)’ H U die 'Idatc nach Kirchham und vanau z»i Vlarkt bringen, wo die hessischen Einkäufer zur Stelle sind. — -ter Handel m Jungtieren <—Sl zur Zucht unb Mast zeigte das gleiche Gesicht wie der mit Milch • l£3 • 45^ n " n u .»80k! II ix 62 * IM !M I 60m S »• v: !1M] i;i *■* *1 63'u ; r w en »i 68J1T ' r ,'I , 17« -n ?OC< * u ,, 7UV2’'* 5 . ' 76i. •'• » ) ü Ts, *•* JJJ *? 6!« f. -» um),/; ^„■'.87»; h "0.1' W M3 Sri M*;1 iw ■ «X äf '**1 e 2 ?_Nt - (j” 10411 u n । nViSii 12,1.23 ; j |j., ,3uÄ 181 132:» &:.*,? Juli S- L s = = Temperatur der Lust = ? "o 5. !<. Relative Feuchtigkeit Windrichtung >o Wetter 908 8. 2” 747,3 17,0 11.1 77 W 8 Bed. Himmel 8. 9" 746,3 15,8 11,8 88 s __2 • • 9. 7" 743,2 1M 12 2 98 8 r w • NtaV 6t,t, 'silVl?’- 'MiJ' \ lchiy^. c?. ^Iiict- -»aluatg/icte {• C” dgZ 2:|9"'^-0 3)][ Vu®litfit 7» ^>lach(. r4,,Qhl«l ÖJl, ^8 Ak. 2 ? K An? hP?‘$Wilai weizener 'm?0.1* de,, ,fM »4 * > ende oftlAL L?,n)ciiien itlbeioexb llle 9b “»4fe,1* Sl** rsSr L-tzS WLZ «Sftn h°? !'um Ke eigenes 3.enet Indiern gleichen !jen 'nci'l gebracht har £ au den Markt L uou vorzüglicher Qua- -Nuchtmarkt. Durch, lnaslauischer) 17,30^ Werite n.ooiKr., ha!« S HQrtoneln 5,50 W. ichten. »k (-Lüd-Anlage). li 1908; ftcrklärung. sellschast. Gebrüder Jmheuser “T Unüberlroiien ist unsere Auswahl in Damen- und Kinder-Konfektion, Kleiderstoffen und Seidenstoffen, Herren-Mode und Sport-Artikel IJiiüberlroite sind jetzt unsere billigen Ausverkaufs-Preise. KM- Beachten Sie bitte unsere Schaufenster. -MZ bv7 Auf Teilzahlung kauft man reell, gut und billig bei J. JTTMANN, Giessen, Blockstrasse 14-16.7j s Krofdorf, den 7. Juli 1908. Der Bürgermeister: Braun. Kartoffeln feinste Speise- u. Salatkartoffeln empfiehlt zu den billigsten Tagespreisen 1004 I Hankel, Neuen Baue 7. Telephon 612. Zum tfcgl.Gobrauch l. Wasch- wasser, ein unentbehrliches Toaletmlttel, verschönert d. ?emt, wacht zarte^welsse Hände Unrecht in roten Cart. z 10,26 u. 50 Pf. Kalser-Borax- Selle 50 PI. Tola-Solfe 25 Pf. Spezialitäten der Finna Heinrich Mack m rim a^D. empfiehlt billigst I. Weisel, Soiuienßr. 6 4155) Telephon 235. Tie Gemeinde Odenhausen hat eine Reparatur an ult _ - der Lahnbrücke daselbst auszuführen. Kostenanschlag liegt Iköiä lüllvlll - auf meinem Bureau offen. Offerten erbitte ich bis 15. Juli. uli 1908: 690 843 1; ti/nM ~.3O W- 15 5002 41 463 111 [100] 99 406 883 957 1 69104 Weller 171093 291 09 3 i 8 668 173202 513 39 638 40 412 177087 10-1 Seb. Hinmll 865 911 [100] 179246 Julina 985 236 65 871 472 514 75 181 [300] 87635 704 13 52 8 8035 77 45 1 90 552 635 710 33 862 83 [1061 44' 736 802 8ti 428 624 883 925 46 132 51 501 . 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Juli. 1.10 Irir. z. Lahmeyer. • - schnckert. - ■ niet Bergwerk . ■ kirchen Bergwerk- irg-Amerik Pakett Qer Bergwerk. - tiütte 17 56 439 99° 24 22'2 73 310 21 ...... 41 806 [200) 9'7 2 4 3 41 129 597 «5t 727 811 36 9L» 244’r-9 7' 91 469 613 70° 40 865 2 4 5049 362 [ '00) 7 19 678 813 81 910 1- 246f6 399 422: S2‘ 2 475'>9 7'-2 85' 2 4 8 000 159 312 40 8819 49 907 a4 t>5 söeric-ite Q der Bank flr Uandd 240 -1 (IO-1’ 16° 91 99 208 350 405 535 839 2 41-14 44 ............. 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Ziehung 1. KL 219. Kgl Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. Juli 1908, vormittags. Hur die Gewinne Uber 50 Mark sind den betreuenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) %3 314 499 526 814 939 1152 373 77 512 66 695 2036" [100] 284 [200] 319 470 75 543 610 793 917 3032 ■10 59 623 835 921 36 4053 93 105 333 65 594 726 [100] 8'7 933 5 323 5 4 85 601 971 6003 36 440 720 7153 7 4 521 1.9 410 75 763 956 8126 237 306 13 39 94 409 622 9248 632 [100] 233 437 87 649 752 071 150212 24 377 023 725 004 151045 230 399 552 630 343 152059 165 434 63 524 80 93 627 866 62 909 15 3018 55 206 4 1 376 466 529 80 81 738 1 54063 [300] --- — ' “ 563 [400] 706 35 895 908 .. --- 308 460 75 86 [200] 529 734 893 157060 05 444 053 779 811 [400] 929 96 1 5 8080 992 60115 25 78 88 215 39 890 419 564 903 67 61158 91 397 [100] 473 513 [200] 769 81 922 73 62091 133 60 312 91 63044 50 64 367 627 46 64066 94 126 443 [100] -------G62H — 143 239 — ......... - 556 82 915 1 59080 747 869 900 [100] Zs- 915 172159 211 32 64 526 27 *3 493 514 |IOOJ 655 79 89 751 809 114003 «71 757 836 948 115243 88 324 433 75 533 688 842 7N 1 16004 82 302 42 674 892 117014 104 238 352 461 TU 511 652 829 1 18129 33 345 490 [100] 642 68 921 472 82 2 P2-24 53 53?- 687 792 2 3 3081 101 633 871 «.-> 234'1° 43 98 254 403 10 613 889 963 2 3 50 17 179 CO 7-12 93 845 236011 291 313 421 791 978 237037 1°° 452 889 2 3 8334 46 63 606 903 2 3 9185 -00 210227 [lOO? 48 632 996 211176 250 363 437 [2001 512 6° 61« 40 708 95 [1000] 821 51 934 2 1 2219 527 39 41 90 638 65 898 952 2 1 3114 360 411 526 012 33 743 8° 955 2 1 4016 399 710 37 64 816 998 2 1 5408 30 3° 707 07 865 21612° 36 670 71' 61 2 1 7-°=9 651 701 fion] ----- 370 Mo [200] 2 1 9068 278 463 101111 103121 105091 522 32 > 69 235 > 866 95 350 412 270 503 I 303 54 181097 157 76 290~340 452 862 975 182.319 592 699 729 801 931 18 3 075 455 533 613 749 01 857 950 96 1 8 4 024 51 160 ^Eiseu-Iudnsttie er Handelte* • • tidter Baun . • ' ;be Bank < • ' ' M :ü.Asiat Bauk - jto-Kommaudit. ■ uerBaua - - 1 ' zgjA ^klieu - ■ • uud Ulno- ■utauu - ' ' irdbahu - ■ ; yd, Eiaenbalm - „ SuaUbtdm -.1 2. Ziehung 1. Kl. 219. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. Juli 1908. nachmittags. Nur die Gewinne über 50 Mark sind den betreuenden Nummern in Klammern beigefügt (Ohne Gewähr.) (Nachdrück verboten.) 72 126 316 963 1003 78 361 [100] 497 576 884 971 2069 271 360 96 420 503 12 80 725 [100] 828 933 3077 118 47 68 562 64 638 760 4013 359 410 16 73 529 [200] 46 652 59 792 865 943 5081 264 653 93 794 842 6101 66 410 43 685 90 700 7045 177 686 8 023 103 301 83 747 823 33 9107 505 32 636 798 876 77 931 10022 374 470 92 575 78 637 752 90 862 11211 82 313 434 814 1 2028 87 136 475 606 12 86 836 94 942 91 13006 66 222 327 717 72 849 915 86 14003 91 201 [100] 302 61 69 457 516 99 950 89 [200] 15088 104 46 998 16050 123 43 242 317 20 35 [100] 448 530 17207 26 374 631 90 825 61 945 18153 284 367 40-1 73 589 643 61 901 76 99 [100] 19077 89 126 99 307 24 510 865 [200] 2O042 171 303 463 80 [100] 584 604 [200] 75 726 855 66 974 86 91 21122 23 35 358 810 27 97 22081 147 240 449 690 837 72 93 953 84 2 3 012 261 322 61 417 2 4 281 95 476 566 7 7 692 719 896 905 2 503-1 235 852 98 [100] 953 2 6073 305 32 430 783 91 815 75 98 2 7352 603 726 854 2 8023 62 65 78 555 621 817 2 9 003 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