zert »08 «tia. ® Ufit; y«n Tamnt «Wert f üdt. T r der ^^deu, (V*L ■ Vereins '""de der Anstalt in den KiM >es Hauses). Ein. M sehr dankbar, der Vorstand. eheimnis ganze Wen spricht, nchte tiütc und LeiU nel"-Tl»int>s-Waich >e überall gebraucht/ wo iie iehlt, schmerz wird. Bei Häuser u. Ziodheimerstr. L t solche ohne Zaun >g zur Probe. Mi ig -von Titata I axkchsmustm ud I ig beim Patetot 1 ■ Schatiertetag 1 mt unter strengste 1 Diskretion l*1"' | genieurbureau Giessen, nhotstrasse 56. — — ünfte kostenlos- ia Referenzen. I Vertilsong >0“ ’ „nA Hhusen a Löallk"it>r J°Zii ,H'SS i ujiei*®: »auE .GS- ^'ixoüRtk Tl*-Sfc*T kSs 1IU -«S§ •’MS na,,n rAS' BezugSpretS: monatlid)75'lli.,Diertel* für .ßeudleton* und .Bernnschles^: Ernst Anderton, tot .Stadt Nr. 364 Erstes Blatt 1S8. Jahrgang Montag S. November 1908 Der »teyener flnjetget __T ä ertcheini täglich, außer V7 »C? W Kon.nagL. - Beilagen: Y .a a. a. a A ▲ W A ,x A A jährlich Mk. 2.20- durch SSSMSS/^**AHAM A*A HZ H»AAi AAHAzs:S» s=^v)lCnvllCi uilwldvl wlrllchastttche Seitfragen gj? Wtz Mr Yr W tffr v auswärrs L0 -btenntg, tzenilprech - Anschlüße: Ä V Aff Beranl wörtlich toi Du Redaktion 112, _ a •• -- für den politischen Set!, w» General-Anzeiger für Oberhe en annatjme von Anzeige» v w » (nai« » öe& toi den tot Die Tagesnuittmer «ofaffonzdnlif und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch. und Steindnttkerel «.Lange, «evattion. Expedttton und Druckerei: Schulstratze 7. ^,^genie.l y Beck. VIS vormittags tu uije. •’ größer geworden ist: die Kontrolle I gewesen, bedauerlichcrwci c tinten aber c^ige vi^vsc daswischen, t nicht gefaßt werden. , Dre Lage > und brachten die Hatt.wmc- zum wünsch«. Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. U ILU UlUUjlVH MLL ----- . ' , . r . Mß man aus den Ereiguis'.n der Vergangenheit endlich lerne 4poÜtifcbc L^gesfcbau ür Zigarren, Neiehsregterung beabsichligren Banderoleitzätze Z'garelten und Rauchtabak anzugeben. ^Tie Salz Sätze ollen nach der Süddeulfehen Tabakzeltung" folgende Staffelung erhallen: bis 1 bi§ 3.— , 6.— , 9— „ u. s. w. 7 13 25 50 50 8 16 32 65 96 V über 0,50 Alk. 1,- „ 2,- , 0,80 . 1,60 , 3,20 , 81, 5 1. o"ür Ziga r «en: 4 Plg. 4 Mk. pro Mille bis 2 , 5 , 10 über 10 Feinschnitt 3— 5 5—10 10-20 3. F ü r Rauchtabak: ~ Mk. das Kilo frei Tie Banderolens'ätze für Zigarren. Die .Süddeutsche Tabafreilung ist in der Lage, die von der der letzten Jahre darlun, immer l - « fehlte, und die Fälscl)er konnten nicht gefaßt------- des deutschen Weinbaus ist seit Jahren schleäst; bie Konkurrenz Des Auslandes, die Rebkrankheiten, die steigenden Löhne und An> baukosten haben ihn in eine schlimme wirtschaftlich Situation gebracht. Die Gesetzgebung, mit der jetzt der Reichstag befaßt wird, soll wenigstens einige Quellen des Uobels- verstopfen. Der neue Entwurf eiitspricht in der Hauptsache einer Resolution, die der Reichstag im Llpril 1907 mit großer Mehrheit aiu genommen hat. Er bringt die räumliche und zeitliche Beschränkung des Zuckerwasserzusatzes zum Weinmost, den Zwang, Lagerbucher zu führen und die Kontrolle durch Sachverständige tm Haupt- amt. Aber wie ein roter Faden zog es sich nal)ezu durch sämtliche heutige Reden: auch die Fassung dieses neuen Entwurfs ist in wichtigen Einzelheiten mißverständlich und unfiar, und die Schwierigkeit, juristisch zuverlässige Formulierungen zu finden, betonte auch der Staatssekretär des Jnnerit, Herr v.Bethmann- H o l l w c g in seinen einleitenden Worten. Aber er gab doch der Hoffnung Ausdruck, daß das Gesetz jetzt endlich Beruhigung erhalten möge: in vino veritas — der Wein ist nicht gesälfcht! Die Parteien schicken ihre Weinsachverständigen vor: das Zentrum den fränkischen Abg. Baumann, die Konservativen den Häuptling des Bundes der Landwirte, Dr. R ö s i ck e, den der Zufall der Vertretung des pfälzischen Wahlkreises Kaiserslautern zum Weinsachverständigen ebenso gemacht hat, tote das Heilbronner Mandat den Abg. Naumann: die Nationalliberalen den oberbadischen Nationalliberalen Dr. Vlanlenhorn — die alten, wiederholt sckwn gehörten Weinredner, die allerdings diesmal weniger Wünsckie und Forderungen vorzuttagen hatten, als lNftftsterknsis in Oesterreich. Das Ministerium des Freiherrn v. Deck hat sich nun doch nicht mehr halten können. Nach einem gemeinsamen MiNifttrcate ist man am Samstag vormittag zu der Erkenntnis gekommen, daß unter den gegebenen Berhältnisten eine längere Fortdauer des bisherigen Kabinetts unmöglich sei. Mas zu der Demission des Kabinetts geführt hat, ist ja bekannt, der unselige .Hag der Tschechen gegen die Deutschen hat den Anstoß gegeben, wegen der Tumulte in Prag erfolgte die Demission der beiden im Kabinett befindlichen tschechischen Minister, die schließlich auch ihre übrigen Kollegen milgerissen haben. Zu der Abneigung der Tschechen gegen Herrn von Beck kam noch die Gegnerschaft der Christlich-Sozialen, deren Wünschen der Ministerpräsident nicht weit genug entgegengetommen >oar und die ihm daher auf jede Weise Schwierigkeiten zu bereiten suchten, um seinen Sturz heroeizusuhren Das ist ihnen auch gelungen, Freiherr von Beck geht und an feine Stelle kommt ein Mann christlich-sozialer Färbung, Herr von Bienerth, der bisfj.rige Minister des Innern. ES ist zu bedauern, datz es dahin gekommen ist, denn der bisherige Ministerpräsident hat in den reichlich zwei Jahre» wahrend deren er die Geschäfte führte, sich als ein umsichtiger Mann gezeigt, dem es durch seine kcuge Taktik gelang, Oesterreich vorwärts zu bring-n. Er hat bie überaus schwierige Wahlreform auf Grundlage des allgemeinen und gleid>en Wahlrechts durchzuführen verstanden und den Ausgleich mtt Ungarn auf weitere lü Jahre zustande gebracht, wie ja auch unter ihm zum erstenmal feit langen Jahren die Parlamentsmaschine wieder in regelrechten Gang gebracht wurde. Es war kein leichtes Werk, dem seit Jahren eingerittenen Zustande der politischen und wirt- schaftlichcn Unsicherheit ein Ende zu machen und im Interesse tDcfterreidjS wäre es dringend zu wänsck>en gewesen, wenn Herr von Deck sich noch länger hätte halten können: aber Einsicht haben die Slaven niemals gezeigt, ihnen galt immer als erstes 'JJloment die Erweichung ihrer persönlichen Wünsche. Daß unter Herrn von Bienerth ein völlig an bet et Kurs eingeschlagen wird, darf mit ziemlicher Sicherheit behauptet werden, vor allem dürfte das Deutsckstum noch weiter zurückgedrängt werden. Dies erhellt schon daraus, daß statt bet bisherigen zwei Tsckrechen noch em dritter in das Kabinett ein- rritt, weshalb die Polen gleichfalls einen brüten Vertreter im Ministerium haben wollen und noch bezeick-nender ist cs, daß gerade der tschechische Minister Fiedler im Ministerium bleiben wird; es ist dies derselbe Handels.nknister, der vor einiger Zeit öen galizischen Firmen empfahl, im Hinblick auf den Boykott veutscher Waren in Polen sich für Einführung galizischer Produkte nach 'Polen ins Zeug zu legen! Unter diesen UnifUnutn kann man nur mit Besorgnis der weiteren inneren Entwickelung Oesterreichs entgegen)eben, denn ruhige uno einem Aufschwung dienliche Zeiten dürften schwerlich Heraufziehen. Der Nationalitätenhaß wird nur noch schärfer bet» iwrtrelcn und unliebsame Szenen im Neickisrate werden wohl wie früher an der Tagesordnung »ein. Vielleicht wird ober die ju erwartende Unsicherheit, wie schon einmal, das Gute haben, daß die deutschen Parteien alle trennenben Momente vergessen I und sich sammeln, um das bedrohte Deutschtum zu verteidigen. | Dieses Zu' ' nm.'ug>'sen ist seinerzeit von gr.'ßem Erfolge begleitet Bürgschaften für die Zukunft. Die von den F-r.i innigen ansgegangene Anregung, eine , Adresse an den Kaiser zu richten und den Monarchen i hierdurch auf die Gefahren des persönlichen Regiments hin- zulveisen, ist erfolglos geblieben. Mer der konservative Parieivorstand Hal ciligegrifsen, wie bereits mitgetcilt, eine Erklärung veröffentlicht und darin Borlehrungen gefordert, die eine Wiederkehr solcher Mißstände verhindcrrt, wie sie jetzt bei der Veröffentlichung der englischen Presse über Aeußerungen der Presse zutage getreten sind. Nicht ganz mit Unrecht sieht die „Franks. Ztg." nun in dieser Erklärung der Konservativen den Versuch, die Angelegenheit auf außerparlamentarischem Wege zu behandeln. Tas spricht auch die konservative , Kreuzzeimn^ ganz offen aus: „Daß der Parteivorstand nicht die parlamentarische Aktion abgelvartet hat, erklärt sich aus der Stellung der Partei dem Parlamentarismus gegenüber. Zu einer Machtsrage zwischen Krone und Parlament darf uns diese Sache nicht iverden. Nicht Parlamentarier sind es, die hier den Wünschen des Volkes vor dem Throne Ausdruck geben, sondern die erwählten Führer einer monarchisch gesinnten Volks Partei. Und im Vertrauen darauf, daß der Kaiser diese Stimme unabhängiger treuer deutscher Bürger und Edclleute gern anhören uub ihrem Wunsche willfahren wird, sehen wir der weiteren Entwicklung der Dinge mit Zuversicht entgegen." Nicht ganz so zuversichtlich ist die Stimmung in anderen Parteilageim. Da befürchtet man vielfach, daß die mit einer gewissen Ungeduld erwarteten Interpellationen im Reichstage schließlich nur eine Reihe mehr oder weniger schöner Reden zeitigen werden, ohne an den Verhältnissen selbst etwas zu ändern. Man verlangt nach sicheren Bürg- fchaslen für die Zukunft, aber wie fiitö sie zu erlangen? Einen recht diskutablen Weg scheint uns ein Vorschlag der „Köln. Ztg." anzugeben, nämlich die Einsetzung eines ständigen Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten. Tas genannte Blatt wei'ch darauf hin, daß bereits mehrere- Staaten solche Ausschüsse haben, Italien, Belgien, Frankreich und die Vereinigten Staaten. Man hat in diesen Staaten gute Erfahrungen mit solchen Ausschüssen gemacht, und auch England ist int Begriff, einen derartigen Ausschuß einzusetzen. Die , ttMn. Ztg." denkt sich den Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten als eine Vorinstanz, die die Vermittlung ^vischen Voct und Regierung zu übernehmen hätte. Von diesem Ausschüsse heißt es dann wörtlich: „Aus ihm würden naturgemäß die Redner entnommen werden, die im Plenum die auswärtige Politit zu behandeln hätten- die Regierung fände in ihm eine Stelle, die sie in kritischen Lagen durch vertrauliche Darlegung zu unterrichten hätte, die ihr ein Teil der Verantwortung abnähme uni) auch den Kaiser als den alleinigen verfassungsmäßigen Träger der auswärttgen Polit.k einigermaßen entlastete. Freilich wäre ein solcher Ausschuß auch eine Kontrollstelle für die Regierung und eine Mehrung der Macht des Parlaments. Aber wir meinen, gerade die Vorgänge, die zu der jetzigen Aussprache in Presse und Parlament geführt haben, feien der beste Beleg, daß eine solche stontrollstelle nötig ist. Hätte Fürst Bülow z. B. die Offenbarungen der „Nordd. Atlg. Ztg." vom 31. Oktober einem solchen Ausschuß anvertraut, so hätte er nicht nötig gehabt, un,ere häuslichen Irrungen, Tinge, die man anderwärts hinter den Kulissen hält, vor aller Welt auszu- breiten." — Wie übrigens eine Newhorker Meldung der „Times" angibt, ist jetzt, noch im letzten Augenblick, die Veröffentlichung eines neuen Kaiser-Interviews verhindert worden. Ter Verlag der „Century Magazine", eine der vornehmsten monatlichen Zeitschriften Ameritas, kündigte nämlich schon an, daß die Tezember-dkummer eine Unterredung veröjfent- lichen werde, die ihr Mitarbeiter, der bekannte amerikanische Journalist William Hale, mit dem deutschen Kaiser gehabt habe. Das Interview habe auf der „Hohenzollern" an der norwegischen Küste stattgefunden. William Hale gibt die Kommentare des Kaisers über „Menschen und Einrichtungen" wieder, dann des Kaisers Eindrücke über den Präsidenten Zioosevelt. Sodann wurden die Ansichten des Kaijers über die christliche Religion, über den Krwg und über die wahre Mission des Reichtums wiedergegeben. Mr. Hale hält den Kaiser für einen entzückenden, hochsympathischen Mann, einen ivahrhaft christlichen Monarchen. Der Kaiser sei ein Regent, der gelernt habe, mit seiner Kraft zurückzuhalten, obwohl er >ich seiner Kraft bewußt ist. Diese Bemerkung bezieht sich offenbar auf die Friedensliebe des Kaisers, die er beivahrt, trotzdem Deutschland die mächtigsten Rüstungen besitzt. Wie nun mitgeteilt wird, hat die Geschä,tsleit.ung der genannten amerikanischen Zeitschrift ans dringende Vorstellungen hin den Teil der Nummer, der dieses Kaiser-Interview enthielt, vernichten lassen und die Ankündigung zurückgezogen. In Berlin war am SarnZLag das Gerücht verbreitet, daß Fürst Bülow erkrankt sei, und boshafte Menschen glaubten schon hieraus den Schluß ziehen zu müssen, daß die Jntcr- peilalion im Reichstage auf ungew.sse Zeiten vertagt werden würde. 9tun toiro aber von zuständiger Seite aus erklärt, daß dieses Gerücht falsch sei. Für die Tienstags-'Litzung des Reichstages, in der ja nun die Interpellation besprochen werden >oll, hat sich, wie man uns meldet, eine so starke Nachfrage nach Einlritlsiarteli für die Tribünen des Reichstages gezeigt, daß schon längst über sämtliche Plätze ver- fügt ist. E- A» Stimmungsbild aus dem Reichstage. Berlin, 7. November. Der Wein ist ein altes Sorgenkind ter deutschen Gesetzgebung. Auf die Spezialgesetze von 18£L und 1901 muß jetzt schon wieder ein völlig neues Gesetz folgen. Die bisherigen Gesetze haben eine R^chtsuniicherheit geschaffen, die, wie die zahlreichen Prozegc 2. Für Zigaretten: Pfg. 1.50 Mk. pro Mille Einzelkritik zu geben. . .. Der hessische Abgeordnete Dr. $aötb vertrat dre Sl^ialdemokratie, die sich in dieser Frage an der -Leite der Rerüts- tagsmchrheit befindet: aber, was er vorlrug, Schutz der ichwer ringenden, kleinen Winzer, verträgt sich allerdings nur mangelhaft mit der parteiofsizicllcn Kautsky'sckMN Agrarpolitik, die den Großgrundbesitz erwachsen läßt und den kleinen feinem sicheren Verderb anßeimgibt. Die Freistiinigen sind gespalten; der Bremer Abg. H o r m a n n befürchtet eine starke Schädigung des Wein- handels und eine Beengung der kleinen Winzer; Dr. Naumann dagegen stellte sich dem Entwurf durchaus sympathisch gegenüber, wandte sich aber zugleich mit großer Entschiedenhert dagegen, daß durch die an sich notwendige Lagerbuchführung dem Steuerbeamten zu einer allgemeinen ReiclMveinsteuer der Weg geebnet werde; >ct Flaschenwein werde dann sicher nicht der einzige „Sydow- wKn" bleiben. Dem freisinnigen Führer trat kräftig der natio nalliberale Freiherr Heyl zu Herrnsheim zur Secke, der als letzter der heutigen Redner darauf ausmerkiam machte, datz in einzelnen süddeutichen Staaten eine Weinsteuer bereits besteht unb die württembergischen und badischen Winzer durch eine Reichs- weinsteuer noch besonders belastet würden. Wie er mitteute, bat H.-ssen im Bundesrat ge^en die St-' icr gestimmt. Von den Etz sässern war der der Reick)spartei angehörige Dr. H o f f e l mit dem Entwurf im allgemeinen zufrieden, während der Zentrumselsässer Dr. Wetterls darin ein Zurückweichen der Regierung vor dem großen Weinhandel erblicken £U müssen glaubte. Am meisten Genugtuung äußerte der händlerische Pfälzer S t a uff e r. Herr v. Wolff-Metternich, in dessen Zentrumswahlkreis der Berneastler Doktor wächst, konnte sich leider in der Unruhe des Hauses nicht verständlich macken. Auch er schleint mit den Grundzügen des Entwurfs zufrieden zu sein. Am Montag wird die Beratung fortgesetzt. Dann wird eine 28glicbrige Kommission als engeres Weinparlament zusammentreten. Vie hrMchen LandtagLwahlen. Die am Samstag von den Wayunänneru vollzogene Wahl der 2 5. Abgeordneten ist ohne jede Ueber- raschung verlaufen. Die Wahl ging in allekt Wahlkreisen in vorschriftsmäßiger Weise von statten; auch in den nicht ganz sicher feststehenden Wahlkreisen, wie Wald-Michelbacki ^Dr. Heidenreich), Ober-Ingelheim (Dr. Frenay), Griesheim ^Sensselder), Groß-Umstadt (Hauck) und Herbstein-Ulrichstein (Schmalbach", sind die bisherigen Vertreter wieder- gewählt worden. Ueberhaupt sind von den 25 ausgeschie- Denen "Abgeordneten 21 wieder in die Kammer cingetreten und die ganze Parteiveränderung beschränkt sich auf die beiden sozialdemokratischen Verluste in Mainz, deren Mandate an Dr. Pagenstecher (natub.) und Dr. Schmitt (Zentrum) übergingen. Die bisher siebenköpsige sozialdemokratischL Partei ist darnach auf 5' zusammengeschmolzen. Die einzige weitere Veränderung in der neuen Kammer besteht Darin, daß an die Stelle des bisherigen Abg. Braun-Oppenheim der gleichfalls nationalliberale Rechtsanwalt Dr. Winkler und an Stelle des Abg. Hirschel (Grünberg-Gießen) der deuisch-sozial-bauernbündicrische 'Abgeordnete Gutsbesitzer Lutz getreten ist. Tie Wahlen in den obcrhessischen Wahlbezirken (außer in dem bereits mitgeteilten Gießen) hatten folgendes Ergebnis: Wahlbezirk Grün berg. Bei der unter der Leitung des Wahlkommissärs Regierungsrat Weicker in Gießen am Samstag nachmittag 5i/i Uhr vorgenommenen Wahl waren sämtliche 37 Wahlmänner erschienen. Gewählt luuroe im 1. Wahlgang Gutsbesitzer Lu tz-Elpenrod (deutschsozial und Bund der Landwirte) mit 22 Stimmen. Bürgermeister Lang (natlib.) erhielt 9. Bürgermeister Sann (linksliberal) 5 und Bürgermeister Benner eine Stimme. Wahlbezirk Lauterbach. Bei der Abgeordnetenwahl stimmten von 33 Wahlmännern 22 ab, 11 waren nicht erschienen, darunter sämtliche der Stadt Schlitz. Der seitherige Abgeordnete, Bürgermeister Stöpler von Lauterbach erhielt 21, Bürgermeister Zinßer-Schlitz eine Stimme. Das Resultat der Wahl war sehr überraschend, umsomehr, als man der Meinung war, 2 bis 3 Stimmen würden den Ausschlag geben. Im Wahlkreis Herbstein-Ulrichstein wurde der seitherige Landtagsabgeordnete Bürgermeister Schmalbach von Crainfeld wiedergewählt. Abgegeben wurden 33 Stimmen, wovon auf Schmalbach 25 und den Gegenkandidaten Rechner Meiski von Ulrichstein 11 Stimmen entfielen. Wahlbezirk Schotten. Forstmeister Dr. Weber wurde wiedergewählt. Wahlbezirk Butzbach. Der seitherige Abg. Ioutz wurde mit 25 Stimmen wiedergewählt. Stadt Alsfeld. Jnstizrut Reh (freif.) wurde einstimmig wiedergewählt. Stadt Friedberg. Beig. Damm (freif.) wurde wiedergewählt. Von den übrigen Wahlresultaten seien folgende erwähnt : Wahlbezirk Dar mstad t-Land. Senßfelder (B. d. LZ mit 24 gegen 20 sozialdemokratische Stimmen wiedergewählt. Wahlbezirk Offenbach-Land. Der seitherige Abg. Orb (Sozdem.) siegte mit 38 gegen 27 Stimmen, die auf Nessel i^Zentr.) fielen. Wahlbezirk Groß-Umstadt. Hier waren je 19 antisemitische und Zentrumswahlmänner gewählt. Die vier nationalliberalen Wahlmänner gaben den Ausschlag zugunsten des bisherigen Abg. Hauck (Antis.). Wahlbezirk Lampertheim. Der seitherige Abg. Seelinger (natlib.) wurde mit 35 Stimmen gewäbtt. Der offizielle Kandidat der Nationalliberalen und Des Bundes der Landwirte erhielt nur 8 Stimmen. Wahlbezirk Michelstadt. Der sozialdemokra-^ tische Kandidat Hasenzahl war im letzten Augenblick zugunsten des Frei,innigen Windisch in Michelstadt zurück- getreten. Letzterer erhielt aber nur 13 Stimmen, wahrend Der nationahiberale Abg. Lang mit 24 Stimmen wieder-, gewählt wurde., Wahlbezirk Oppenheim. Die freisinnigenWahl- männer stimmten für den bisherigen Abg. Braun, der trotzdem mit 14 gegen 20 Stimmen unterlag. Dr. Winkler (natlib.) untersrützt vom Zentrum und B. d. L., erhielt 20 Stimmen. Wahlbezirk Ingelheim. Dr. Frenay (Ztr.) wurde mit 35 gegen 19 frei-innige Stimmen wiedergewählt. Aus Stabt und Land. Gieren, 9. November 1908. "Vom Gros; herzoglichen Hofe. Zur gestrigen FrühstückStasel im Neuen PalaiS war am Samstag, wie die „Darinst. Ztg.* meldet, der Landgraf Alexander Friedrich von Hessen geladen. Im Gefolge befinden sich Hofmarschall v. Strahl und Oberstleutnant v. Strubberg. — Prinz Waldemar von Preußen traf am SamStag nachmittag zum Besuch im Neuen Palais ein. "Unser Erbgroßherzog wurde gestern 2 Jahre alt. Zur Feier seines Geburtstages fand eine größere Familientafel im Neuen Palais statt. " Pfa rrv e rs o n a l i c n. Se. Kgl. Hol), der Großherzog haben dem Pfarrverwalter Will). Schwalm zu Burg-Gemünden die cvangel. Pfarrstelle daselbst übertragen. " Lehrerpersonalien. Überträgen wurde dem Lehrer Gg. Kn ab zu Gau-Weinheim eine Lehrerstclle an der Geineindeschule zu 9!eu»Isenburg. In den Ruhestand versetzt wurde die Lehrerin an der Volksschule zu Offenbach Kath. Stauch unter Anerkennung ihrer treuen Dienste. " Den Doktorhut der philosophischen Fakultät an der Universität Basel hat sich Herr F. Krümmel dein erworben, dec früher Oberleutnant beim 5. hessischen Infanterie-Regiment gewesen war. ** Kirchliche T i c n st na chri ch t e n. Ernannt tourten Pfarrassistent Sattler zu Wackernheim rum Pfarrverwalter in Staden: Pfarrvikar Mayer zu Münzenbcra zum Assistenten der Pforrci Nicder-Jngelhcim (mit dem Wohnsitz in Wackernheim) ; Pfarrvikar Haustein zu Pfungstadt zum Pfarrassiltenten in Gießen: Pfarrassistcnt Ruhl zu Wöllstein zum Pfarrvermalter daselbst: PfcrrramMandidat N a u m a n n zu Grvßen-Buseck zum Pfarrvikar in Dolgesheim; Pfarrverwalter Marguth zu Steinbach zum Pfarrassistenten für Griesheim und Arhcilgen mit dem Wohnsitz in Griesheim); Pfarrvikar Korell zu Neckar- Steinach zum Pfarrverwalter Daselbst; Pfarrvikar Hofmann, zuletzt in Büdingen, zum Pfarrvikar in Wingershausen; Pfarrvikar Schellmann zu Ober-Ingelheim zum Pfarrvikar, in Appenheim; Pfarrverwalter Döring zu Wallenrod zum Pfarrvikar in Obev-Hngelheim. Gestorben sind Pfarrer Ludw. Karl Fabricius in Wöllstein, am 28. Sept.; Pfarramtskandidat Herrn. Röder, zuletzt Pfai-rverivalter zu Wolfsheim, in Marburg a. d. Lahn am 2>3. Oft. Zur Wiederbesetzung wird ausgeschrieben die erste evangelische Pfarrstelle zu Beerfelden, dem Grasen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu. •* P o st - P e r s o n a l n a chr i ch t e n. Verliehen: Ter javanische Perdienstorden der Auigehenden Sonne fünfter Klasse lind das Lifizierkreuz des serblschen St. Cavaordens dem Ober- Postinspeklor M ü 11 e r in Darmstadt. Bestanden: bie Post- assistentenprüiung: die Postgehilfen Emme lins in Büdingen, Gerhard und Tönges in Gießen. Angenommen: als Telegraphengehilsinnen Erna Heyer und Lydia Nuppel in Friedberg; als Poslagent Gärtner Leonhard in Niedererlenbach. Gestorb en Postagent Ullman n in Niedererlenbach. " Im Kriegeroerein sprach am Mittivoch abend oor einer sehr zahlreichen Zlihörcrschaft, unter der sich auch viele Damen befanden, Oberlehrer Prof. Ko ob über: .Eine Stunde in der Gräberstadt Pompeji." Zuerst gab der Vortragende einen kurzen Ueberblick über den Untergang dieser Stadt und wies darauf hin, daß Pompeji lediglich durch den Sand-, Stein- und Aschenregen und dnrch den bei einem vulkanischen Gewitter entstehenden Schlamm verschüttet worden sei. Keine Spur zeige von einer Zerstörung durch Lava. Dartlm stehe auch noch fast sämtliches Mauerwerk. Nur die Dächer seien eingedrückt, die hölzernen Türen und Treppen von der Glitt der Asche oder der Feuchtigkeit des Bodens zerstört worden. Ta die Bewohner bei dem gewaltigen Ausbruche des Vesuv gerade im Theater gewesen seien, sei nur eine geringe Anzahl von ihnen umgckonuuen. Durch Sorgfalt beim Allsgraben sei eS gelungen, durch Ausgießung mit Gyps eine Wiedergabe de§ ursprünglichen menschlichen Körpers zu liefern. Atif den vorgeführten Lichtbildern waren die letzte Stellllng und Bewegung der Unglück- lichen Opfer recht gut zu erkennen. Auch gewann man autz den verschiedenen anderen Bildern einen vollständigen Einblick in das Leben und Treiben der Pompejancr. Besonders fielen die engen Straßen mit dem hohen Trottoir auf, ebenso die Bauart der Häuser, die dem dortigen Kluna angepaßt ist. Man erblickte die Malereien, womit die Wände geschmückt waren, und lernte aus einem vorgeführten Grundriß die einzelnen Räume des pomp.janischen Hauses kennen. Allch die Einrichtung der Kaufläden erweckte großes Interesse. Man sah noch die großen Amphoren stehen, die emst mit Korn und allerlei Hülsenfrüchten gefüllt waren. Ein anderes Bild machte uns mit dec Einrichtung einer Badeanstalt bekannt. In der Nähe des Hauptforums mit dem Tempel des Zeus, von dem freilich nur noch die Ruinen stehen, gewahrte man das große Theater. Sehr gut erhalten ist auch das Amphitheater, an dessen Wänden noch die Ankündigungen der Gladiatorenkämpsc zu lesen sind. So entrollte sich vor unseren Augen ein hochinteressanter Abschnitt des römischen Kulturlebens. — Der lebhafte Beifall, der dem Vortrage folgte, bewies, wie sehr es der Vortragende verstanden hatte, das Interesse seiner Zuhörer zu erwecken. Allgemein wurde der Wunsch laut, bald wieder einmal einen solchen Vortrag zu hören. Prof. Koob erklärte sich gern dazu bereit. " Der letzte .Andreswirt", Herr Wilhelm Kalt- wasser, hat kürzlich das Hotel-Restaurant WeberSberg bei Weilburg übernommen. Dieser Tage besuchte ihn die hiesige Burschenschaft .Frankonia", wobei es recht lustig und gemütlich in dem schöngelegenen Etablissement zuging. " Die Maul- und Klauenseuche ist aus- gebrochen im Dominium Grombowko, Kreis Mogilno (Regierungsbezirk Bromberg). || Vilbel, 8. Nov. Tie von unserer Stadtvertretung beschlossene Einführung der Wertzuwachssteuer hat die kreisamtliche Genehmigung erhalten und tritt am 15. d. Mts. in Kraft. Bei unbebauten Grundstücken beginnt die Steuer bei einer Wertsteigerung von 10 bis 15 Proz. mit 4 Proz. Steuer, sie steigt in Skalen von 5 Proz. Wertsteigerung um je 1 Proz., um mit 30 Proz. Steuer btt 140 Proz. und mehr ihren höchsten Satz zu erreichen. Bei bebauten Grundstücken beträgt die Steuer die Hälfte. ---- WormL, 7. Nov. Bei der gestrigen Wahl zur Handelskammer wurden gewählt: Rentner Wilh. Kölsch mit 245, Direktor Josef. Braun mit 237, Fabrikherr Frei- Herr Heyl zu Herrnsheim mit 233, Fabrikherr Fritz Dörr mit 232, Brauereidireklor Ludw. Lerlge mit 229, Kau'inann Hcmr. Rud. Hüttenbach mit 226, Direktor Heinr. Aug. Becker mit 215, Kaufmann Adam Laubenheimer mit 208, Kaufmann ^udw. Lohnstein mit 207, Kaufmann Wilh. Rauch mit 160, Kommerzienrat M. Baruch mit 150, Fruchthändler Ludw. Guggenheim mit 126 Stimmen. Von 430 Wahlberechtigten stimmten 255 ab. Im Bezirk Osthofen wurde Malz- fabrikant Karl Schill gewählt. — Dem Gesangverein Harmonie — einem der ersten Vereine unserer Stadt der nächstes Jahr einen großen internationalen Gesangs- Wettsireit veranstaltet, wurde vom Kaiser ein Ehrenpreis gestiftet. Es ist unseres Wissens das erstemal, daß ein solcher Preis an einen außerpreußischen Verein verliehen rourbe. Für viele Vereine dürfte dies ein Ansporn fein, sich an dem Feste zu beteiligen, zumal der festgebende Verein keine Mühe scheut, das Fest würdig zu gestalten. (:) Kinzenbach, 6. Nov. Die Beteiligung bei der Gemeind er atswa hl war eine rege wie noch nie zuvor. Von den 65 Wählern der 3. Klasse machten 51, mithin 60 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Dabei ging Landwirt Hch. Schäfer mit 34 Stimmen als Sieger hervor. Trotz ihrer rührigen Tätigkeit brachten die Sozialdemokraten nur 17 Stimmen auf. In der 2. Klasse wurde Landwirt Jak. Mandler mit 15 Stimmen gewählt und in der ersten Klasse einigte man sich einstimmig auf Landwirt Gg. Mandler. Es scheiden aus der Gemeinde-Vertretung aus: Ludwig Mandler, Karl Bepler und Philipp Schäfer, die sämtlich eine Wiederwahl oblehnten. s. Hohensolms, 6. Nov. Ein großer Teil bet männlichen Bewohner unseres Dorfes sucht alljährlich auswärts, zimi Teil in weit entfernten Gegenden Rheinlands und West» salens Arbeit. Die gegenwärtige gedrückte Lage auf dem gesamten Arbeitsmarkte bringt es wohl mit sich, daß diesmal früher als sonst die Arbeiter gezwungen sind, an den häuslichen Herd zurückzukehren. Sonst kamen sie meist erst m den Tagen vor Weihnachten zurück, um im zeitigen Frühjahr wieder auSzuwandern. In den Waldungen siichen nämlich viele dann als Holzhauer während der Wintermonate ein Unterkommen. Gießener Strafkammer. Gießen, 6. Nov. Zado, der falsche Zigcunerhauptmanu. Im letzten Frühjahr erhielt die Witwe K. in Ober-Seibertenrod einen mit ZigLunerhauptmann Zado unterschriebenen Brief, in dem sie unter Bezugnahme auf ihren „fürchterlichen" Reichtum aufgefordert wurde, 500 Mark zu einer bestimmten Zeit an der Friedhofsmauer niederzulegen: im Weigerungsfälle, oder falls sie jemanden von der Sache Mitteilung mache, werte sie sofort erschossen. Eine umfangreiche Untersuchung, bei der man einen Verwandten der Frau im Verdacht hatte, verlief ergebnislos. Bald daraus bekam die Frau einen weiteren Brief, in welchem „Zado" 600 Mark verlangte: er schwur: so wahr fein Name Zado und er Zigeunerhanptmann sei, könne jetzt keine Gnade mehr walten. Mit Hilfe seiner vier Gesellen seien bereits 600 Meter Zündschnur: gelegt und bald werte ter „rote Hahn" auf dem Dache krähen: ein Pfiff genügt und das Feuer brennt. Sie, samt ihrem Kinde sei dem Tod geweiht, da Zado mit feinen Spießgesellen schon manchen Gendarmen erschossen und vielen anderen das Licht ausgeblasen hätte. Infolge dieser Briefe, war die ganze Ortschaft in Aufruhr; die Witwe schlief nicht mehr und getraute sich nicht mehr allein auszugehen. Tie Vergleichung ter Handschrift machte den 19 jährigen Knecht W. F. aus Bo ben hausen II, der in Obev-Seibertenrod bedienstet war, verdächtig, der nach anfänglichem Leugnen auch ein Geständnis ablctLe. Im Lause der Untersuchung stellte sich weiter heraus, daß F. an sich selber einen Brief geschrieben hatte, in Dem er von einem Jugendfreund gebeten wurde, ihm doch 250 Mk. zu leihen, da er einen Betrag in dieser Höbe verloren habe und fein Vater davon nichts wissen dürfe. Mit diesem Bries, in dem noch herzzerreißend geklagt wurde, begab sich F. zu dem Landwirt B., der mit der Famiue des angeblichen Jugendfreundes bekamst war, und sie einigten sich dahin, daß ihm B. 150 Mk. gab, den Rest wollte F. dazu legen und das Geld dem Freund abliefern. Das auf diese Weise erhaltene Geld benutzte F. zur Zahlung von Schulden, die er durch seine leichtsinnige Lebensweise gemacht hatte. Nach seinen Angaben ist er durch das Lesen von Romanen zu ter Tat verfuhrt worden. Die Unter- luchungsbehörte nahm Veranlassung, den Angeklagten auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. Der Sachverständige sand ihn geistig und körperlich gesund und es bestand für ihn keinen Zweifel, daß die Angaben des Angeklagten, nach denen die Straftaten auf das Lesen von Schauco- und Schundliteratur zurückzuführen sind, richtig sind. Für die zwei Erpressungsversuche wurden je 6 und für den Betrug 4 Monate Gefängnis angesetzt und diese Strafen auf 1 Jahr reduziert. Das Geständnis berücksichtigend, erfolgte die Anrechnung eines Monats Untersuchungshaft. Freigesprochen. Ter 14jährige K. D. von ^rieooera war geständig, mittels Einsteigens einem Milchhündler 3 Mark entwendet zu Haden. Tas Geld hat er durch seinen Bruder wieder in die Wohnung tes B-cstohlenen bringen lassen, wo es am folgenden Tage in einem Schrank gefunden wurde. Trotzdem der Angeklagte auf Grund eines früheren Gutachtens für seine Tat verantwortlich gemacht werden sollte, konnte das Gericht mit Rücksicht auf den unentwickelten Eindruck, den der Junge machte, und die Tatsack)e, daß er schon einmal an einer Gehirneutzünonng erkrankt war, nicht zu der Ueberzeugung gelangen, daß er die zur Erkenntnis Der Strasoarkeit erforderliche Einsicht besessen hat, weshalb Freispruch erging. In dem Zuchthause Marienschloß hatten einige Sträflinge das Aussichtsperjonal verschiedener Unregelmäßigteiten bezieq- tigt. Eine umfangreiche Untersuchung führte zur Anklage gegen den Aufseher Ä. E., dem die EntwenDung eines übriggebliebenen Stückes Linoleum und eines Stückes Gummischlaucu zur Last gelegt ist. Das Schöffengericht Butzbach, dem die Aburteilung ter Sache übertragen war, hielt die Aussagen der Sträflinge nicht für ausreichend, um darauf eine Verurteilung zu bauen und sprach den Angeklagten frei. Infolge Berufung Der Staatsanwaltschaft sand eine wiederholte, sehr umfangreiche Beweisaufnahme statt, aber auch das Berufungsgericht konnte auf die sich widersprechenden Angaben der Sträflinge kein verurteilendes Erkenntnis gründen, weshalb das Urteil bestätigt wurde. Bahnerlebiusse. Gegen den Schreinergesellen A. N. in Vilbel war wegen Beleidigung eines Eiienbahnschafsners Anklage erhoben worden. Als ter in Frankfurt a. M. Abends abgehende Arbeiterzug sich in Bewegung gesetzt hatte, sprang trotz Warnung noch ein Reisender auf das Laufbrett und stieg in ein Abteil, das ihm von einem anderen Reisenden geöffnet wurde. Der den Schaffnerdienst bet» sehente Wagenwärter wurde beauftragt, ben Namen des Reisenden festzustellen, und als er das Abteil betrat, rief ihm ter Angeklagte „Drecksack" entgegen und bemerkte ihm, er werde ihm hinter die Ohren schlagen. Vor dem Schöffengericht bestritt der Angeklagte, ben fraglichen Zug benutzt zu haben, und behauptete, es läge eine Perfonenverwechslung vor. Er begründete seine Behauptung wörtlich: „Ich weiß von der ganzen Sack)e nichts, unD bestreite,, den Beamten beleidigt zu haben. Wenn zu mir em Wagenwärter gekommen wäre, so hatte er gleich „eine" auf Den Backen bekommen. Wenn ich sage: du kriegst eine, so hat er auch schon eine." Mit dieser Unschuldmotivierung hatte er aber kein Glück, denn das Schöffengericht diktierte ihm 6 Wochen Gefängnis zu, intern es feine vielen Vorstrafen berücksichtigte. Der Angeklagte focht das Urteil an und behauptete immer noch, das Opfer einer Perionenverwechslung geworden zu sein. Er versuchte nachzuweifen, daß er den fraglichen Zug nicht benutzt hat: es konnte aber keiner der Zeugen seine Angaben bestätigen. Da ihn sowohl der Beleidigte, als auch mehrere Mitreisende bestimmt erkannten, war bas Gericht über bie Identität Der Person nicht in Zweifel. Wenn auch nicht verkannt wurde, daß die Strafe recht hoch ist, so mußte mit Rücksicht auf bas unveranlaßte Vorgehen bes Angeklagten unb im Interesse ter Sicherheit bcs Verkehrs und bes Ansehens ter Beamten, sowie unter Bc^ rücksichtigung ter vielen Vorstrafen von einer Ermäßigung der Strafe abgesehen werben, was bie Bestätigung des Urteils zur Folge hatte. vörkcn-Wochcnbericht. Frankfurt a M., 6. November. In Amerika ist die Emstheidimg nunmehr gefallen, Taft ist mit großer Mehrheit zum Prästdenten gemählt worden und damit ist endlich die Unsicherheit, mit der auch das Wirlschafisteben im Hinblick auf die Präsidentenwahl erfüllt war, gewichen. Seit Monaten hat man an dieses Ereignis in der Union große Hoffnungen geknüpft und es ist zum allgemeinen Schlagwort geworben, daß der Sieg der Republikaner das Signal zu einem neuen Auifchwimg der Geschäfte in Amerika geben würde. An der New^Poikcr Börse trat diese Auffassung auch schon seit langem in die Erscheinung; von kurzen Rückschlägen abgesehen, foimte sich die feste Tendenz stetig behaupten. Unterstützt wurde diese allerdings durch den billigen Geldstand und die »ach und nach stärker hervorgetretenen Anzeichen einer Wiederbelebung von Handel und Industrie. Im Hinblick auf bie Wahl hatten sich jedoch seither die maßgebenden geschäftlichen Kreise große Zurückhaltung auierlegL Nachdem nun die Wahl vorüber ist, dürite vor allem der lange zurückgehaltene Bedar' der großen Eisenbahnen, nicht länger hinian- ae ha heil werden, man erwartet vielmehr, daß sowohl von diesen Gesellschaften als auch von anderen größeren Unternehmungen nunmehr namhafte Bestellungen erfolgen werden. Die großen Trustgesellschaften hoffen gleichfalls von der Erwählung Tafts insofern stützen zu ziehen, als das zu siüimische Vorgehen Roosevelts gegen bie Trusts nicht in dem Maße fortgesetzt iverden soll. In der Tat spricht fo manches ba'ür, daß sich die großen Erwarinngen, die auf den Sieg Tafts gesetzt ivorden siiid, ersiillen iverden. Da aber die New-Porker Börse das Ereignis bereits in hohem Maße vorweggenommen und in der Kursbewertung reichlich eseonivtiert haben'dürfte, setzt man die Hoffnungen jetzt weniger auf eine Hausse an der Börse als vielmehr am eine Besserung der wirtschaftlichen Lage. Daß ein Aufschwung in den Bereinigten Staaten auch eine Besserung der industriellen Situation m Europa, speziell m Deutschland, nach sich zu ziehen vermag, ist eine schon häufig beobachtete (Sijcbcimmg. Fraglich bleibt mir, ob so schnell, wie die Börse es hofft, diese radikale Besserung in der Union emtreten wird. Ans der heimischen Industrie, namentlich vom Kohlen- und Eisenmarkt, lanlen bie Nachrichten noch immer recht peisimistisch, und es hat den Anschein, als ob auch vorerst noch nicht auf eine wesentliche Besserung zu rechnen sei. Dieser Einsicht wurde auch in fast allen in jüngster Zeit stattgehabten töeneraloertammlungen unserer großen Bergwerks- unb Hüttengesellschaften rückhalislos Ausdruck verliehen. Wie das Geschäft zum Frühjahr sich entivickeln wird, ist jedeiisalls noch recht ungewiß. Anzunehmeii ist ja, daß bas jetzige Preisnivea»l bie Käufer veranlassen wird, aus ihrer Znrückhaitung herauszutreien, ttimal die M e t a l l p r e is e seit einiger Zeit wieder anziehende Tendenz verfolgen. Emen Heniinschuh für die Unternehmungslust bildet vorerst allerdings bie politische Lage, bie zurzeit fortgesetzt Anlaß zu Besorgnissen gibt. Neben der Orientkrisis halten in dieser Woche Die Eafablanca-Affäre und die Vorgänge in der inneren Politik größere Perstinimiiiigen hervorgerusen. Dazu kam die Veröffentlichung der neuen großen Steucrforöer- n n gen, die vielfach auf großen Widerstand stoßen unb auch int Reichstag unerquickliche Erörterungen zur Folge haben dürften. Polnische Besorgnisse veranlaßten denn auch an der Börse größte Zurückhaltung, so daß man selbst den uon New-Port gegebenen Anregungen nur zögernd folgte und auch in den fortdauernd günstigen Geldverhältiiissen fernen Stimulus erblicken konnte. Einige Teckungskäufe fanden vorübergehend in Montanwerken und S ch i s f a h r ts a f t i e n statt; für erstere Simulierten die Zukunftshoffnungen auf eine Besserung der industriellen Lage, für letztere Meldungen von einer Zunahme des Auswandererverkehrs. Bon Bahnen waren Baltimore und Penn- iylvania etwas gefragt unb höher. Banken teilwesse etwas schwächer. iDfattcr lagen auch heimische und trembe Fonds im Zusammenhang mit den politischen Meldungen. In Kassa- I n dust r i e p a p i e r e n blieben die Umsätze nur gering unb größere Kursverändermigen sind nicht zu verzeichnen. Prwat- Tiskonto 2"/,^. Airchttche Nachrichten« Evangeüsche Gemeinde. Montag den 9. November, abends 8 Uhr im Johannessaal: B i b e t st u iibe.Pfarrer Ausfetd. Telefonische Kursäericide des Giessener Anzeigers, miteeteilt von der Bank für Handel Frankfurter Bör*e 3^®/0 Reichsanleihe . . 93.951 3% do. . . 84 30 3 e/e Konsole . . . . 93 95 3% do.....84.35 ->^°/e Hessen.....92.85 3>$ °/0 überliessen . . . 92.00 1 % Oesterr Goldrente. 97.80 4l/8 % Oesterr. Silberrente 99 10 4% Ungar Goldrente . . 92.75 156 Italien. Rente . . . —.— 3 Portugiesen Serie I . 57 40 3% Portugiesen „ III 58.80 1 xa °,'e russ.Staatsanl. 1905 97 le 4'A°i0 japan Staatsanleihe 90.95 1% Conv.Türken von 19U3 91.10 Tiirkenlose......141 20 \% Griech. Monopol-Anl.. 4910 4% äussere Argentinier . 86.00 u°/0 Mexikaner . . . — 4»*7o Chinesen .... 97.10 Aktien: Bochum Guss.....214 50 Buderus K W.....112.50 Tendenz: fest Berliner Börse, 9 Canada E. B. . . . . . 175.40 l ’armstädter Bank ... — Deutsche Bank .... 238/ 0 Dortmunder-Union C. . . 57.90 Dresdner Bank . . . 145.20 Tendenz: fest ie. Giessen. , 9. November, 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . . 117.00 Elektriz. Schlickert . . . 119.30 Eschweiler Bergwerk . . 188 50 Gelsenkirchen Bergwerk 187 70 Hamburg-Amerik. Paket*. 109.80 Harpener Bergwerk. . . 193.. 5 Laurabütte......193.75 .Xordd. Lloyd . ... 87.20 Obeiscliles. Eisen-Industrie 97 50 Berliner ilandelsges. . . 165.50 Darmstädter Bank . . . 125 90 Deutsche Bank .... 238.50 Deutsch-Asiat Bank . . 138 00 Diskouto-Komuiandit. . . 177.50 Dresdner Bank .... 145.20 Kieditaktieu.....Ib9 25 Baltimore- und Ohio- Eisern abu.....105.90 Gottuarduahn.....—.— Loniuard. Eisenbahn . . 22.30 Oesterr. Staalsoubn . . . 14700 l'nnce-üeim-EiBenbahn . 123.00 November. Anfantrskurse. Harpener Bergwerk, . . 193 00 Laurantttte .....193.70 i.ombarden E. B. ... 22.20 Xordd. Lloyd.....87.40 l’ürkenloee......141 SO Hir;d sr in der En twicklung bedürfen der Fürsorge." Man folcre dem Rate der Aerzte und gebe denselben einige Zeit (b,2,u als ZuMmg BIOSOH, blühende* Aussehen und Fröhlichkeit wird die Eltern belohnen. Erhält!, in Apotheken, Drog. usw. das '/? Kilo 3 M- Wo'»laefailen ] 079 789 407 46 540 [500] 622 643 [500] 730 81177 84302 63 156 74201 545 310 167055 1500] 26 364 651 846 17 1 848 [3000] 484 468 163 43 772 927 71 831 >7 26! 536 419 993 202 474 517 209 960 165 370 347 326 61 509 851 681 220 389 169109 172035 174183 276 817 220 380 601 92 769 541 72 10074 11192 814 45 76 551 77127 842 64 714 653 88 91 517 55 60 859 99 32017 439 85 517 [3000] 332 88 530 55 531 711 164085 00 192 331 600 1 66175 579 632 814 34 876 1 68098 216 [10000] [500] 817 170117 216 418 69 595 810 Haarwuchs. Die regelmässige Ptxavon • Haarpflege kann als die gegenwärtig denkbar beste Metbode zur Llonicrvierutrg der Haare empfohlen werden. 716 916 96 70219 83 406 830 74 409 551 643 7 6079 Gas Koks Hütten-Koks Eiform-Briketts 006 820 86 33354 C7 [H)00] 778 PreiseinerFInsche Pixavon 2 Mark in allen ein- ächläguren Geschäften. Sehr sparsam i Gebrauch 601 838 30357 [ 500] 93 [500] [1'00] 74 78 226 28 32 799 79 15 418 531 802 921 80097 304 [ 500] 16 493 575 0'1 82375 441 97 615 27 15 45» 573 616 795 919 [500] Nusskohlen Pressklötze Holz 5907 326 604 69 705 898 144081 100 309 430 607 94 710 40 911 16 [5001 14 5028 38 208 531 670 95 1 46507 «72 700 014 46 1 47019 11000] 242 309 455 510 689 733 8*3 [500] 148134 38 |500| 289 358 110001 98 683 745 [500] 149046 75 [ 30001 209 90 513 660 84 150 023 249 411 020 980 1514*1 [SOO] 86 532 61 [500] 67 93 698 882 1 52115 59 203 425 505 27 98 15001 604 25 [ 3000] 90 750 816 1 53000 103 260 319 535 93 [1000] 040 43 1 5 4075 84 178 212 668 798 812 994 1 5 5036 346 506 156016 31 132 813 24 05 >1000] 924 53 157045 85 973 227079 228015 IniAAs 6-AHuWri ar ke MWaMs'e'-L 22L"35 677 964 230668 774 fSOOO! 89 23 1 044 53 205 453: 54 78 810 920 53 62 [500 ] 88 2 3 2062 96 191 544 81 719 2 3 3020 [5001 878 477 504 17 090 733 809 51 SO 84 234003 89 194 398 572 933 57 2 3 5031 759 2 3 6078 204 78 450 [500] 628 96 724 37 831 915 2 3 7 021 287 414 727 55 57 2 3 8194 220 [500 ] 315 409 [1000] 560 935 67 [500] 239005 [500] 41 47 147 427 73 702 94 [1000] 680 [ 3000] 803 906 266329 438 267043 72 80 105 722 36 840 2 6 8041 13000] 143 877 657 973 2 6 9025 75 483 720 817 92 918 [500] 735 997 250095 109 554 90 SSO 876 25 1 076 81 94 267 361 [500] 600 851 252092 115 241 872 91 975 253018 1»8 344 69 [5001 4t» 3« W 69 504 643 254030 221 M6 89 741 943 2 5 5091 I3000I 188 200 437 38 679 734 2562'9 749 856 58 2 57180 214 380 487 585 96 625 736 81 -63 917 258072 129 71 (500| SIS 58 778 843 58 M 994 259117 90 612 52 86 96 703 49 832 [1000] 49 26OO02 325 905 95 26129! 536 747 262023 21t 333 537 61 691 720 810 927 [500] 263512 53 633 26411» 39 211 [5001 537 837 909 7« 89 265005 235 Gl [500i 95 240-18 335 45 94 428 513 719 2 41150 542 708 242148 [500 | 243 766 857 (500 | 914 243040 [500] 265 725 [10001 244051 150 532 661 78! 800 215231 035 [30001 246143 369 523 615 907 247076 179 258 635 666 747 841 56 78 82 2 48024 128 49 57 68 04 45 471 551 621 SSO 982 249189 [1000] 256 300 440 771 803 935 85 [1000] 280083 117 67 412 617 [500] 878 281054 85 482 99 [500] 282256 368 745 953 54 2 8 3 >31 284’00 40? 61 777 81 2 8 5030 2«1 83 |SOOO| 311 530 «27 57 1. Ziehung 5. KL 219. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung: rom 7. November 1908. vormittags. Nur die Gewinne über 240 Marls sind den betreffenden Nummern in Klammern beigetügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 271 408 29 528 848 80 989 [500] 1056 [500] 102 423 •3 95 [lOOO] 631 33 704 643 53 955 2124 609 28 726 67 [8000] P12 84 [lOOO] 3054 132 239 324 600 633 4017 129 283 352 99 571 70.' 892 929 46 75 [1000] 5158 490 [500] 610 [500] 21 726 834 6261 [1000] 426 620 878 950 75 56! 603 46 96 733 54 211188 77 212037 [3000] 78 108 207 75 99 472 905 29 46 [500] 64 77 3.31 74! 876 2 1 5048 61 87 Alleinige Fabrikanten: A. L. Mohr, Act.-Gcs., Altona-Bahrenfeld. und bedartSärtiKei. Dunkelkammer. Photoprraphischc Arbeiten. Preisliste gratis und franko. 120 854 707 279 350 174 222 619 32 Emil Koch, Bahnhofstr. 62, Herrn. Plank Wwe., Kaplans- casse 2, Fritz Schnccko, Ludwigstr. 22, Ph. Stier, Neuen Bäue 3. _______________________________ D10/.' 805 85 75 98 982 9013 35 164 [1000] 271 [1000] 638 954 [1000] 1.1 222 98 876 443 [1000] 82! 689 795 315 732 839 SO 919 67 12007 232 316 83 211 110001 32 35 [500| 66 80 316 76 446 503 741 S3 996 17901« 88 1.14 557 60 | 500 ) 87 660 869 950 180116 28 527 711 869 1 8 1 023 810 1 82083 181 401 791 [500 ] 843 66 183018 [500| 68 102 45 [ 500] 287 471 656 795 184127 [500] 269 67 410 527 56 81 601 18 5017 311 22 802 15 91 947 1 86084 113 45 ‘270 65 [1000] 90 SOG 445 87 523 683 734 187022 111 248 <6 459 503 19 [3000[ 61 672 06 733 55 [ 3000] 835 188007 67 269 829 61 47 7 524 57 98 636 901 189 052 270 427 583 [50001 979 [3000] 19 0365 633 827 [ 500 ] 64 907 87 191018 72 117 [500] 23 37 [ 500 ] 254 [ 500 | 415 655 [ 500 | 74 88 729 66 93 [1000] SIS [500 ] 43 [1000] 84 953 1 9 2039 138 [ 500] 50 292 621 72 [1000] 835 79 909 1500] 1! 67 |S000] 193176 465 66 500 649 871 82 904 [500 ] 76 91 194158 284 367 468 77 596 639 71 92 865 [ 500] 93 900 195018 437 617 [5000 ] 709 59 987 196010 93 121 |500 l 215 464 96 692 773 1 972 26 65 [ 3000 ] 487 540 973 1 8 3 527 41 [1000] 61 606 959 1 9 9210 55 504 55 956 69 [1000] 83 20 0049 204 601 25 52 [3000] 76 718 [500] 957 20 1 034 106 200 358 411 SIS 724 31 824 [1000] 202192 [500] 212 490 618 2 0 3026 557 715 2 04'93 235 71 425 581 609 45 7CI 205107 [500] 400 606 36 650 878 2 0 6116 460 73 724 .39 2 0 7073 366 516 [500] 70 713 [3000] 870 80 2 8 6'54 55 377 471 «4 548 050 718 26 695 287061 318 510 [3000] 53 708 [SCO] 958 sagen die Hausfrauen, wenn sie die Margarinemarken „Siegerin“ und „Mohra“ als besten und billigsten Ersatz für feinste Meierei- butter bezeichnen! Unentbehrlich für Küche o. Tafel, 934 300 [1000) 159 50074 179 3U7 54050 245 [1000] 324 698 59 55138 2.'.0 405 618 803 56088 [500] 866 57 385 [lOOii | 609 958 58191 [SOO] 2OS 383 426 682 848 [500] [lotiul 59245 48 385 566 982 6V027 [1000] 126 SIS 437 71 603 862 61227 569 02'06 308 54 62 688 91 709 47 SIS 95 63008 17 278 Hiermit wird zur Kenntnis gc» bracht, datz die unterzeichneten «Zrileure die Haarwäsche nutPira- von m ihren Srisierkabtneuen für Herren u.Dauienetnaeiiihrt haben. Piraovn ist ein flüssiges Teer- vräparat. das mittels patentierten Verfahrens geruchlos gemacht morden tft Es wirkt durch feinen TeergehaU öirctt 489 838 965 . „ 21O098 256 33t [500] SS 466 630 90 709 [3000] 87 802 925 211110 49 211 445 69 [ 500] 604 50 842 GSO 2 1 2131 15001 238 323 03 94 416 570 627 783 2 1 3011 58 398 467 518 35 [1000] 46 753 68 830 83 2 1 4024 98 .350 C8 5.16 712 854 903 2 1 5023 244 442 566 80 793 [30001 914 216110 51 270 320 79 419 60 84 691 [500] 2 1 7042 12 ! 296 353 538 685 786 2 1 8024 165 84 [500] 315 420 509 40 43 787 929 2 1 9240 [590] 55 57« 936 11000] 58 r , 22O150 01 526 868 [500] 22 1 095 155 68 [500] .6 434 710 821 48 [5001 901 222227 [üOO] 448 72 777 99 2 2 3103 27 411 87 507 11 24 871 2 24115 78 92 528 G59 225076 513 617 99 721 68 [500| 226115 328 767 [5001 «99 227114 250 68 79 [1000] 473 85 f 1000 ) 797 2 2 8444 532 65 627 [500 ] 797 914 26 85 233 468 [ 500 ] 549 750 1 73166 267 558 616 753 201 345 61 534 829 1 7 5043 99 226 48 543 82 650 786 811 78 920 1 7 6059 204 517 674 715 177544 849 992 178"19 270038 [500] 422 [lOOO] 611 11 552 271101 257 82 536 13000] 655 63 705 fS4 272188 551 663 811 273 54 829 90 718 [SnoOl 274141 275226 415 I1OOO1 5«8 70$ 77 2 7 6 248 513 71 667 755 [5O0| 53 948 277043 65 [SOO] 489 523 49 15001 78 615 59 795 | 500 l 871 923 47 |SOOO| [500] 27 8067 149 1500] 370 763 967 2 7 9022 29 40 40132 [1000, «25 76 489 507 [3000] 154 745 80; 33 7Pakete a'1/-i Ko; 1-5 Pfg? 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Ziehung 5. Kl. 219. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 7. November 1908. nachmittag«. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern In Klammern befgefüert. (Ohne Gewflhr.) (Nachdruck verboten.) 330 505 56 1027 277 319 696 846 9t 2305 45 47 646 SOS 92» 9' 313') 570 (500 ] 654 56 905 4173 269 438 56 600 SO 896 [ 500] 925 5 286 [1000 ] 373 78 679 795 937 83 6194 "!» 4S5 526 69 8t 632 [3000] 66 7 2'7 361 510 636 726 15001 70 8632 850 73 0131 559 673 753 894 929 35 ^000lO034 91 571 [1000] 84 727 897 11093 279 323 70 713 12021 130 50 499 611 603 1 3046 [3000] 426 [3000] 517 615 993 14276 460 73 675 797 819 097 15208 36 SOI 12 439 5.39 608 857 915 [1000] 91 10038 [lOOO] 115 341 76 534 [1000] 84 87 728 56 SOO 17010 409 15 [3000] 712 627 946 18035 45 101 10 802 7lG 10281 [500] 531 716 977 [ 500] 20003 172 316 440 79 82 95 528 56 62 76 719 21175 [10001 20., 3»7 441 553 69 96 702 22208 30 33 80 ( 8000] 3=4 [ 500) 574 650 759 99 4 [500] 23071 652 91 831 62 2 4030 60 392 98 673 [1000] 730 25157 686 718 836 063 26'»0 505 [ 3000] 89 750 869 933 73 27211 563 690 717 75 899 912 42 46 28'84 4SS 696 814 63 2 0067 104 364 92 593 «57 782 39 51 «99 30114 [5(K-0] 211 45 407 557 607 [1000] 31053 66 135 333 40 72 525 51 55 01 787 OVO 32183 478 597 983 85 [3000] 33011 [1000] 107 [500] 86 206 523 605 25 | 500] 053 75 93 34033 56 06 82 286 487 864 87 35316 516 625 41 54 740 80 818 3 0 2' 4 81 866 725 27 37019 114 307 82 408 62 9'0 65 3 8127 53 1500] 205 41 623 600 83 3 0009 17 31 IMO 40259 *1500] 541 454 662 914 41016 93 262 DM iW 1t 4 2332 571 600 [ 500] 92 794 658 64 43112 29t [3000] 440J9 103 414 592 990 4 5133 97 366 84 501 608 S57 [ 500) 46°0'- 14!» [1000] 412 52 501 690 734 912 47008 [1000] •76 315 G2 64 467 70 91 737 921 93 [1000] 4 8004 101 31 (500 ) 77 861 49197 371 425 522 [1000] 635 794 820 50 500'1 105 540 710 84 989 5 1 0'5 ISO 200 110001 .0 453 78 93 013 715 926 48 [lOOO] 52123 270 85 [1000] SSO 503 13 23 81 645 922 [500 ) 24 5 3085 190 823 [8000] 518 25 [30001 797 893 5 4211 452 5 5>47 281534 901 50281 333 40 [500] 568 663 803 4 7 79 937 5 7016 [500] 17 147 357 777 9! 857 933 89 [500] 5 8013 56 356 475 7.5 71 826 02 927 5 0311 25 53 [1000] 425 74 [500] 521 695 .66 896 60 214 90 613 4 3 730 810 0 1 062 121 255 90' 827 43 [500] 833 53 929 62116 229 403 63 [500] 522 U000] 665 93 SIS 63 282 406 70 82 544 [300] 037 850 [500] LSI 64215 357 459 = 78 ( 3000) 775 915 6 5265 77 73 374 425 5, 6.2 SS 890 911 46 6 0054 62 134 222 582 84 [1000] 333 712 27 (5001 887 95 969 6 7 350 [8000] 426 54 616 b7 [500] 780 (Si «91 6 8083 220 303 424 <5000) 37 675 [1000] 87 774 917 6 9077 [300] 528 [ 500] 610 69 SS [500] 968 SS 7 0 205 573 597 621 '.8 751 802 978 71149 M3 691 717 811 [500) 932 50 72'S2 [500] 366 481 554 [500] A 731’7 233 733 97 888 7 4091 13010] 170 321 414 73 76 96. 7 5034 175 279 333 SO 443 87 [500] 580 625 756 7 6073 142 252 3',9 738 7 7047 [5001 121 385 538 54 746 SO, [500] 861 [3000] 78124 316 420 538 734 7 0 084 109 458 a!3 631 35 1,1 AO’49 853‘ 1500) 92» 70 94 8 1 310 406 !3 34 851 936 820®%0 £? 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GeschL Referenzen 350 Einlagen Betrieb Bedienung neuesten sparsamster einfachste Für Mer, Ball und Tanzstunde Diese Woche Neu eingetroffen Schaufenster in hellen Stoffen für für Ball Ball, Theater Massen-Sortimente Theater und und Tanzstunde Gesellschaft et enthalten meine extra billiger Verkauf speziell fertige Sache und Stoffen / Elegante \ »all n. Theater' Blusen (auch Wiener u. Pariser-Modelle) 375 an Elegante \ ' Tuch- \ Abend-Mäntel in allen Farben \ 1075 y X von Mk. IV an # I 4'j 3\ .1 ß Burgcrvcrcin Gießen. Mittwoch, 11. November 1908, abends 8 Uhr Pünktlich im Saale von Steins Garten AUgememe Vortrag bcS Herrn Diplomingenieurs Trerrch au§ Berlin: „Elektr. Straßen-, Voll- n»id Schnett-Bahnen" mit Vorführung von v7/n -------------- Lichtbildern. ------------ Wir laden zu diesem Vortrage unsere Mitglieder, die gesamte Bürgerschaft Gießens' die Bewohner der Umgegend mit ihren Damen zu recht zahlreichem Besuch freundlichst ein. Der Vorstand. Pfeildreieck-Sesfen Sie sind nicht teurer wie jede andere gute Seife. Jfachen Sie bitte einen Versucht. sind garantiert reine Kernseifen, frei von Schärfe und der Wäsche schädlichen Bestandteilen. Sie . schäumen leicht, reinigen vorzüglich u.ver- waschen sich sehr langsam, weil Sie patent Apparat, eig. Kon- ^^^struktion besonders härtet sind. Fabrikant: August Jacobi, Darmstadt, Schutz- Marke. Vorsichtig wollen Sie fern beim Einlauf von Deilchen-Seisenvulver .iGoldperle“ mit den hübschen Beilagen in jedem Pater. Ächten Sie genau aus den Namen.Goldverlc" und hie Schutzmarke Kamiuscgcr. hv^/i Fabrikant: Carl Gentner, Göppingen. Detailliften-Mrcin. Heute Montag, abends 9 Uhr wird im Saale des Hotel Einhorn der Generalsekretär des Verbandes der Rabattsparvereine Deutschlands, Sitz in Bremen, Herr Beythien im Austrage des Detailußen-Verems einen Borirag halten über daZ Thema: „Das gemeinnützige Rabattfparvereiuswefen der Detaillisten als wirksamste Selbsthilfe im Kampfe um ihre Existenz." Wir laden alle selbständigen Kaufleute Gievens hierdurch sreundlichst em, in dieser Versammlung zu erscheinen und sich ein eigenes Urteil über Zweckmäßigkeit und Vorteile dieser Einrichtung zu bilden. 7)6/,,1 Der Vorstand. MM :W"-v ■ Ziehung 6 los am 16. und 17. November 1908. O Gotihaer Md-lotteri© v 3337 Geldgewinne n. 1 Prämie --MWD $25000 15000 «■ M 0@0 1O«O * IM.. Porton.Listo 90Ff.extra, 6 1.000 lür Dar 5 M. em«chL Liste und Porto empfiehlt Carl Heintze, Strassburg 1. Elmaoo, end alle Loahandlangen. . . gute Qualität, zum billigsten . :gc..preise empfiehlt 5/<0 J. Hinako!, vicuh-iue 7. Telephon 612. Konkursverfahren. Uebec den Jlachlatz des Renaurateurs Anton Koch m Giesjen wird heute am 6. November 1908, mittags 12 Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann L. Althoff in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 1. Dezember 1908 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubiger- auSschusses und eintretenden Aalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Montag, den 7. Dezember 1908, vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 18, Termin anbecaumt. BJ/U Allen Personen, welche eine zur Konkiirsmasse gehörige Lache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etlvas schüldig' sind, wird aufgegeben, nichts an den Genieinschuldncr zu verabfolgen oder zu leisten, i auch die Verpflichtung aufec- legt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 1. Dezember 1908 Anzeige zu machen. Gießen, 6. November 1908. Großherzogliches Amtsgericht • Gießen. Prima geräucherte (6143 VoUscMücklmge soeben frisch einaetroff. u. bilL bei August Wallenfels, Marktplatz 17. Tclcsou 262. Jda> Stammler Konzertsängerin und Gesanglehrerin Atemtechnik, Tonbildung, Solo- und Chorgesang. Giessen, Wilhelmstrasse 1. 6344 Zam SchipHapa«. Morgen DicuStag den 10. Novbr. 1908 Metzelsuppe. Bormittag Wellfleisch mit Kraut. und. Eeoertman Emulsion aus der Central Drogerie sind von 6e* sonders mildem Geschmack und daher leicht zu nehmen. [6536 Emil Karn, Mtrck. Donnerstag Ziehung der V^eimar i Mk. Lose 1LtJMSC,?lr ___________________________ 10 Mark Gesamtgewinne Mk. Hauptgewinne Mk. 40 000 =Td 15000 Nur noch wenige Lose hier bei: Rich. Buchacker, Neuen Bäue 11. Phil. Weller, Marktplatz 1, Wilh. Scmmler, Seltersweg 25. Jacob Dany, Bahnhofstraße 64. inv*/u —TTCV Zur HuarDileaal Wenn Sie alles probiert haben, ohne _______ - 1 Erfolge zu er- mt 1‘ ----—----- s-elen, machen I BVriOllll iLie geialllgst noch einen Versuch mit ‘“J***11** der Sie hochgradig besriedigen wird, denn es existiert kein Haarpflegemittel, welches eine solche Beurteilung von erst- klass. Fachmännern Thupinlin Gegen Haarauosall rasch autzuweisen hat als lujuuuu. und ncher wirtend. Zu haben nur bei: Emil Koch, Herren- tu Damenfriseur, Bahnhofstraße 62. (öb65 Mittwoch, den 11. ds. Mts., vormittags 11 Ubr findet tn der Zeughauskaserne die öflentliche Berfleigerung von ungembr 10000 itoch brauchbaren Ziegeln — sogenannte Birerschwülize —, 28 alte Feuttcr, 8 cbm alte Dachlatteu, 825 kg altes Eisen und 250 kg altem Zinkblech statt, wozu Kauflustige emaeladeu werden. i jwo _____Garnison-Verwaltung Gießen. Kräftig! Pikant! Billig! mit Knorr-Sos die ausgeprobte beste Würze für Suppen, Saucen, Gemüse, Salate und ander? Speisen! -