cyn -n daktion des „Swjet" sandte dem Fürsten Ferdinand eine Glück- volttommen bekannte -wunschdepesche. Das Blatt schreibt, Fürst Ferdinand habe große tinTt bentfrher ©rite Sttratswcisheit bewiesen, und gerade das getan, was er hm t-M Entgegen Seit in einem Teil uer auswärtigen Presse immer wieder ausgesprochenen Verdacht, das; Deutschland die österreichisch- ungarische Regierung zu ihrem Vorgehen in der Angliederungsangelegenheit angeregt und ausgestachelt habe, bemerkt ein Berliner Telegranrm der „Kölnischen Zeitung" tischen Dingen unterrichteten Kreisen ist es i dass Oesterreich-Ungarn ohne jede Anregung von deutscher Seite *il-‘ech' stattung klug und wirksam zu steigern roeijj, die Schwierigkeiten kaum entdecken läßt. Aber damit geht auch der leise tragische Grundton verloren und es bleibt ein „Salonstück" übrig, das schließlich von der Güte der Aufführung abhängig ist. Tie gestrige Aufführung nun brachte einen guten Eindruck heraus, denn die führenden Rollen waren durchgängig gut verteilt. Mit der dankbaren Aufgabe, die die Gmditta stellt, hat Claire Albrecht schon m der vergangenen Spielzeit einen sehr schönen Erfolg gehabt und es gelang ihr auch diesmal, eine ungemein reizvolle Erscheinung zu schaffen. Mit tiefer, inniger Wärme gestaltete sie die vernachlässigte Gattin, die des Herzens überreiche Empfindung wehmütig auf ihr Kind überträgt und so immer mehr von ihrem Manne abirrt, mit schelmischem Liebreiz und gewinnender Herzlichkeit ihre eigene Doppelgängerin in dem herben Zwiespalt zwischen Glück und Schmerz. Klar und melodiös sprach sie die glatten Verse, die sie mit einem selten schönen Wohllaut zu behandeln verstand. Rudolf Goll, der auch die Regie sicher führte, spielte flott und frisch und verlieh der an sich nicht gerade entzückenden Gestalt des liebetollen Orlando eine lebenvolle, gutmütige Menschlichkeit, die recht angenehm berührte. Max Kronert hatte im dritten Aufzuge einige hübsche Augenblicke, blieb sonst aber recht matt und gab anstatt eines lebenslustigen, weiberfrohen Lebemannes mehr eine allgemeine Skizze, der die belebenden Kleinigkeiten fehlten, was aber einigermaßen dadurch entschuldigt wird, daß er die Rolle, wie ich höre, erst in letzter Stunde übernommen hat. Erich Lau ter mann als Baumeister sprach die Verse sehr gut, war aber in feinem Spiel stellenweise allzu zurückhaltend. Ein wenig mehr Beweglichkeit wäre da recht gut am Platze gewesen. Lore Scholz war eine recht nette Lisa, nur hätte sie besser in eine zeitliche „Gesellschaft" gepaßt denn in eine bäuerliche Hütte. Gerade der Gegensatz zwischen den verschiedenen Frauen hätte hervorgehoben werden müssen, um nicht nur die Uebersättigung Orlandos mehr heroorzuheben, sondern auch eine abstechende Komik zu erzielen. Der Iägermrnu u Paul Kohl manns hätte ebenfalls etwas derber sein dürfen, war sonst aber recht gefällig. Etwas mehr Abrundung in Sprache und Spiel wäre allerdings wünschenswert. In der kleinen Rolle des Beppo traf Gietzener Die Zwiüittgsschwester, von Ludw. Fulda. Ludwig Fulda ist vor allein ein ausgezeichneter Sprach- kknstl-tr, der mit einer erstaunlichen Leichtigkeit seine an- inutigen, feinen Verse webt. Es klingt und gleitet mit leichtem, betäubendem Schwünge dahin, wie eine flüchtige Welle über nioofige Steine und lurlt und lurmt in sinniger Schönheit. Leicht und lebendig fließen die Worte, glatt und klar reiht sich dec Reim dem Reime, so daß man sich behaglich des Wohllautes unserer Sprache erfreut, wenn sie auch nicht immer tiefsinnig oder auch nur gescheit sind. An seiner Sprache drohte Fulda zu scheitern; seine leichte Versgestaltung ließ ihn, dessen dichterischer Charakter ohnedies in sehr schwanken Bahnen geht, sich eine Zeitlang in Künsteleien beilegen, die sein frisches und flottes Talent zu untergraben schienen. Ec hat sich letzten Endes bewahrt, aber bei allen seinen Werken ist die Sprache das anziehendste, schönste, und sie bedarf deshalb auch einer sehr zarten, feinfühligen An- xasfung und eines sicheren, einschmeichelnden Vortrages, um ihrer freundlichen Wirkung nicht verlustig zu gehen. Vorn Aortrag hängen Fuldas Stücke weit niehr ab denn von der Darstellung, weil seine außerordentliche Sprachkunst leicht und gefällig über die Mangel seiner Dichtungen hinweggleitet und sie so geschickt zu verdecken weiß. Aber diese berückende Schönheit bleibt häufig etwas rein äußerliches, seelenloses; es iit eine schöne Gewandung mit klug gelegten Falten, mit blitzendem Geschmeide und Flitter besetzt, aber der Träger ist nicht groß genug, es mit zierlicher Leichtigkeit zu tragen, wie etwas Alltägliches, und so wird da§ Gewand zum Prunk, unter dem der Leib und nicht selten auch die Seele verschwindet, so daß nichts übrig bleibt als schöne Farben und leuchtender Glanz. So ähnlich ist es mit seinem schelmischen Lustspiel von der Zwillingsschwesier, die sich ihres Mannes Liebe durch eine kindliche Mummerei zurückgewinnt und den nach galanten Abenteuern Lüsternen glücklich wieder zum liebeooüen Eheherrn bekehrt. Das alles ist so unwahrscheinlich wie nur möglich und doch geht man mit deut Dichter lächelnd darüber weg, weil er mit harmloser Freude sich selbst so kühn darüber hinwegsetzt und weil uns die blendende Terskunst und die innige Schönheit, die er durch die Aus- von ausgesprochenen panslawistischer Richtung aebilligt. Die Rc- ~ sandte Sein Fürsten Ferdinand eine Glück- zwecks Tätigkeit in ln rar höh. Lebensberuf. ndwirtschaft o. Gärinert i w1 weg bZ n sind zu DClf5en'inpQ ampstessclanlage 10 PS. fff» BS. 16 bii 25 PS., Sie Angliederung Bosniens und der Herzogoivtna vorgenommen hat. Dieses selbständige Vorgehen Oeftcrreichs-llngarns ändert nichts daran, daß man auf deutsche Seite dem bestehenden, seit 30 Jahren bewährten BunSesverhältnis Rechnung trägt und sofern es nötig sein sollte, Oesterreich-Ungarn in dieser Frage unterstützen wird. Was die Einberufung eines Kongresses anbelangt, die anscheinend jur Zeit zwischen Ruß- laird, England und Frankreich besprochen wird, so würde Deutschland keine grundsätzlichen Bedenken tragen, an einem solchen Kongreß teilzunehnren. Man darf sich aber nicht verhehlen, daß dem Plane doch recht erhebliche Bedenken entgegenstehen, und daß, wenn man nach Aeußerungen der österreichisch- ungarischen Presse urteilen darf, in Oestzrreich-Ungarn sehr geringe Neigung vorhanden ist, einen solchen Kongreß zu beschicken, zum wenigsten, als er sich mit der Frage der okkupierten Provinzen befassen würde. Sobald man der Frage praktisch näher tritt, zeigen sich auch m>ch Schwierigkeiten anderer Arr. So würde zum Beispiel die Türkei auf einem solchen Kongreffe vielleicht nicht geneigt sein, den Bulgaren als gleichberechtigtes Mitglied anzuerkennen und anderseits würden die Bulgaren, nachdem sie ihre Unabhängigkeit ausgesprochen haben, es ablehnen, anders denn als gleichberechtigter Staat mit der Türkei auf dem Kongreß zu erscheinen. Im übrigen sind wir der Ansicht, daß es wohl vor allen Ser Türkei zukommt, Anträge über die Behandlung der schwebenden Frage zu stellen, denn schließlich ist doch die in erster Linie beteiligt. Bisher ist eine türkische Wcote, Sie die Einberufung des Kongresses fordert, den Mächten aber nidjt zugegangen. Nach dem Lokal-Anzeiger ist anzunehmen, daß K a i s e r W i l - Helm über die Annexion von Bosnien durch Oesterreich-Ungarn bereits während der Klaisermarwver in Elsaß-Lothringer durch den Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand- unterrichtet worden ist. Die deutsche Regierung dürfte daher früher als Frankreich über die Absichten Kaiser Franz Josephs Kenntnis erhalten haben. Die Konferenz. So wie die Dinge sich bis jetzt entwickelt haben, erscheint es in rreifensoUen,find.unt^ ■din cungen zeitgem. S=S”p.Ber=« STitet- eiipiohleM ätntKöstrW Willibald Völker gut den richtigen Ton, der seinen Bauernburschen ein lebensvolles Gepräge gab. * Karl Neurath. — Die Heilsarmee greift um ihre Versammlungen M füllen, zu immer absonderlicheren Mitteln. Durch drastische. Einladungen mit rätselhaften Andeutungen soll die Neugier erweckt werden. Während z. B. die Einberufung einer Versammlung mit dem Thema: „Was denkt Gott von Berlin?" nur geschmacklos ist, erscheint die jüngste Leistung der Heilsarmee auf diesem Gebiete doch recht bedenklich. Im Osten und Nordosten von Berlin wurden massenhaft Handzettel folgenden Wortlauts verteilt: „Prophezeiung! Weissagung! Ein neues Unglück steht Berlin bevor! Tausende werden davon betroffen werden! Vielleicht auch du! Wer näheres erfahren ivill, der komme in die Tonhalle des Ostens zur Heilsarmee usw." — Von der Coo kschen Nordpolarexpedition. Nach einer Aieldung aus St. Johns (Neufundland) ist der Begleiter des amerikanischen Polarforschers Dr. C o.o t, Franke, von der im Sommer durch Grönland unternommenen Expedition mit dem Dampfer Erik zurückgekehrt. Wie er mitteilt, ist Dr. Cook im Februar d. I'. nach dem Nordpol ausgebrochen. Cook sandte ihm unterwegs durch Eskimos einen vom 17. März datierten Brief, in dem er die Hoffnung aus sprach, im Juni wieder zurück zu sein. Aber noch Mitte August d. I., als Franke sich auf dem „Erik" einschiffte, war Cook nicht zurück. Franke befürchtet daher, daß ihm ein Unglück zugestoßen ist. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Die er ft e n S tu d e n t in n e n an der Be r l in e r Universität wurden auf Grund der neuen Ministerial- verfügung immalrituliert. Der erste weibliche Student der Berliner Universität war Frl. Agnes Harnack, die Tochter des berühmten Kirchenhistorikers Adolf Harnack. — Die Monumentalbüste Goethes, ein Werk des Berliner Bildhauers Ernst Freese, die die Kaiserin der Sencken- bergischen Naturforschenden Gesellschaft zu Frankfurt am Marn widmet, ist jetzt vollendet und erhält ihren Platz in der Vorhalle des neuen Senckenbergischen Museums. — E<^"n->re Düse erklärte einem Korrespondenten des Tageblatt", sie werde künftig ausschließlich Ibsen spielen. „John Gabriel Bortman" führt die Düse nach achttägigen in Wien abgehaltenen Vorproben mit einer neuartigen, modernen Ausstattung auf, die sie bei den deutschen Künstlern Waldrasf und Mere in Paris bestellte. der Tat zweifelhaft, ob eine Konferenz noch imstande sein totrb, die vielen Streitfragen im Orient zu lösen. England und Rußland verharren jedoch hartnäckig auf dem Standpunkt, daß nur eine Konferenz alle Schwierigkeit beseitigen könne. Das russische Ministerium des Auswärtigen glaubt durch Einberufung einer internationalen Kouftrenz zur Revision des Berliner Vertrages einem bedrohlichem Ausgang der Verwickelungen auf dem Balkan vorbeugen zu können. Der Vorschlag über die Einberufung dieser Konferenz soll in einer Zirkularnote des russischen, Ministeriums des Auswärtigen an alle Kabinette formuliert werden. In dieser Note soll der russische Standpunkt in den Balkan-Angelegenheiten auseinandergesetzt werden. Es wird erwartet, daß eine offizielle Mittelung Oesterreichs heute erfolgt, Jo daß die Note sogleich verschickt werden kann. Das russische Ministerium des Auswärtigen ist fest davon überzeugt, daß die Türkei als Resilltat der russischen 9tote sich zu einer abwartenden Haltung verstehn und dadurch der Friede erhalten werden oder der Krieg wenigstens hinausgeschobcn wird. In Wiener unterrichteten Kreisen wird bezüglich der projektierten Balkankonferenz folgendes mitgeteilt: Oe st erreich -Ungarn wird sein Zustimmung zur Abhaltung einer solchen Kvnferenz nur dann geben, wenn es die Gewißheit hat, daß auf dieser Konferenz das Recht Oesterreich-Ungarns auf Bosnien und die Herzegowina sowie die jetzt vollzogene Annexion nicht in Diskussion gezogen wird. Das Recht Oesterreich-Ungarns auf Bosnien und die.Herzegowina unterliegt nach hiesiger Auffassung in keiner Weise der Sanktion der Mächte. Die Haltung Rußlands. Die Souveränität Bulgariens wird nur von den Blättern mußte. Durch die gesamte übrige Presse zieht sich der Gedanke, daß die Prollamieruug Bulgariens zum Königreich sehr unzeit- gemäß erfolgt sei. Bulgarien leistet nur der österreich-deutschen Politik Vor,panndienste,,indem es Oesterreich den Vorwand gebe, Bosnien und die Herzegowina zu besetzen. — „Nowoje Wremja" meint, die Bulgaren hätten ihre Traditionen verletzt unt> sich bic freundlich gesinnten Völker zu Feinden gemacht. — „Rsttsch" schreibt: Bulgarien hätte mit der Proklamierung warten können; die Eile Ferdinands sei schlecht begründet. — Das führende Blatt der Oktobristen „Golos Prawdh" allein macht Sie aus Veranlassung der Orientkrise erneut in der russischen Presse ausgebrochene Deutschenhetze nicht mit. Es konstatiert, der deutsche Botschafter in Konstantinopel trage an dem Geschow-Zwischen- fall nicht die Schuld. Die Krifis im Orient. Mährend der meistbeteiligte Staat, die Türkei, die letzten Vorgänge auf dem Balkan verhältnismäßig ruhig ausgenommen hat, zeigt sich gerade bei den übrigen kleinen Balkanstaaten, die Neigung, einen Krieg anzufangen. Die Pfcwtc hat sich einstweilen damit begnügt, durch eine Note bei den Machten gegen die Unabhängig- keitserklärung Bulgariens Protest zu erheben. Der Sultan erhebt nachdrücklich Einspruch gegen die Haltung des Fürsten Ferdinand und appelliert eindringlich an die Signatar machte des Berliner Vertrages, entsprechende Berftlgungen zu treffen, beispielsweise die Einberufung einer Kvnferenz behnfs Prüfung der BeSingnngen zur Wiederherstellung der gesetzlichen Ordnung in Bulgarien und Ostrumelien und zur Aufrechterhc/ltung der Interessen der Türkei. Die Pforte könnte zur Gewalt greifen, um ihren Rechten Achtung zu verschaffen, aber sie will dies auS Achtung vor den Verträgen und int Hinblick auf bie allgemeinen Interessen und das einmütige Friedensbedürfnis vermeiden. Sie protestiert formell gegen die eben vollzogene Verletzung des Berliner Vertrages und behält sich ausdrücklich alle iHv durch diesen internationalen Akt verliehenen Rechte vor. Die Stimmung iu Konstantinopel. Mährend die türkische Regierung daraus beoacht ist, die Krisis auf friedlichem Wege zu icherwinden, wird die Stimmung der Bevölkerung Kvnstantinopel b und der Türkei immer friegerifdjer. Tie meisten türkischen Blätter vermeiden direkte Angriffe gegen Öesterrcich-Ungarn. Der „Serweti Junun" veröffentlicht einen indirekten Angriff, indem es, ohne Oesterreich-Ungarn zu nennen, iuSführt, daß man Denjenigen schaden könne, von dem Bulgarien aufgehetzt worden sei. Die Psortc brauche nicht zu antworten, aber die Nation kömte eine Antwort erteilen- indem jic gegen dessen Waren, Schiffe und Post einen Boykott verhänge. Ärmeniscl)e Blätter meb'-en, daß das armenische Komitee der Pforte für den Fall eines Kcseges 40 000 Freiwillige und große Geldsummen angeboten hab/e. In Konstantinopel, fanden gestern mittag Kundgebungen doc der englischen, der französischen und der russischen Botschaft statt, sowie vor der griechischen Ge- lanSttchaft und der .bulgarischen Agentie. In einer zahlreich besuchter! Volksversammlung vor dein Kciegsministerium wurde tinc Resolutton angenommen, in der es heißt, daß die Pforte alle nötigen diplomatisck/en Schritte veranlassen müsse, um die Rechte Les Vaterlandes zu wahren. • Ein Demonstrationszug der Jodschas, der ungefähr 2000 Mann stark war, 6icgab ssich gestern nach iocin Dildiz, wo der Sultan am Fenster erschicm. Die HodschaS erklärten dem, Sultan, daß sie zum Kriege b-hxit seien, wenn er sie dazu aufforderc. Sie ersuchten ferner Mm strengstes Vorgehen gegen die Frauen, die nicht genügend verschleiert gingen sowie um Wiedereinsetzung der alten religiösen ^Gesetze, die durch bie bürgerlichen Gesetze verdrängt worden seieu. Ter Sultan antwortete, solange er und seine Kinder testen, würden die Rechte aller seiner Untertanen geschützt werden KrisgSgelüste Serbiens und Montenegros. Sehr bedelzllictz in der gegenwärtigen Krisis ist das Verhalten Serbiens und Montenegros. Auch die serbische Regierung hat bei den Großmächten energischen Protest gegen die Annexion eingelegt. Der König ist gestern nachmittag aus dem Manöverfeld oiirücfgefebrr. — Die Juden in Belgrad haben beschlossen, der serbischen Regierung 1000 000 Dinar im Kriegsfälle zur Verfügung zu stellen: desgleichen haben viele Millionäre große (Summen versprochen. Durch die Straßen ziehen Tag und Nacht große Pöasschr von Manifestanten, die von ber serbischen Regierung i)an Krieg gegen Oesterreich-Ungarn energisch fordern. Der Fürst von Montenegro telegraphierte md) Belgrad: Wenn die serbische Armee nach den Ufern der Drina mc/rjdiicrt, wird mein Hecc gegen die Herzegowina vor- rücken. Im Hinblick auf die Aufregung in Serbien hat der ungarische Kriegsminister Vorbereitungen für die Mobilisierung der Armee-Korps in Hermanftadt, Temcsvar und Szegedrn getroffen. Die Regierung von Montenegro hat übrigens an die Vertreter der Berliner Signatar-Mächte eine Note gerichtet, in der die Verfügungen bettefsend Bosniens als eine Verletzung des Berliner Vertrages bezeichnet werden. In der Note wird hinzugefügt, soweit die Mächte diele Tatsache anerkennen würden, halte sich Mont-enegro von allen Verpflichtungen aus dem Vertrag, nämlich so weit sie fid) aus Artikel 29 ergeben, für entbunben. Die Aufteilung der Türkei scheirtt in der Tat begonnen zu haoen. Infolge des bul- garifdjen Staatsstreiches hat die Bevölkerung Kretas beschlossen, seine An Gliederung an Gried-enlanb zu proklamieren. Gestern ist dieser Besdfluß ausgeführt worden. Auf ber ganzen Insel sind in öffentlichen und kommunalen Anstalten hellenische Behörden installiert roorben. Das Volk von Kreta strömt in Tausenden in Kanea zusammen, um bort seiner Begeisterung für Griechenlanb Ausoruck zu verleihen. In R o m, auf der Consulta, wird erklärt, daß durch bie Ereignisse auf dem Balkan der Dreibund gefestigter beut je sei. In diplomatischen Kreisen will man wissen, baß bie Dreibnndmächte ber italienischen Regierung bic Ausdehnung ihrer Interessensphäre in Tripolis zugestanden haben. Deutschland und die Vorgänge auf dem Balkan. !>e Heilbutt w Telilatetz- P« Pfund * N Pfg. äSBfcip »ardinen wogen p. Psd. 50 Ptz. Heringe. 8* Bahnhofstr. 27 Die Dienftbotennot. Auf der z. Zt. in Breslau tagenden 8. Generalversammlung des Bundes Deutscher Frauenvereine ist unter anderem auch bie DiensLwtenfrage behandelt worden. Vkan hätte erwarten können, daß die Frauen nun erblich eine annehmbare Lösung dieser brennenden Frage finden würden, aber diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Ja, die Art unb Weise, wie die Dienstbotenfrage von den J-rauer , in Breslau behanSelt nrorben ist, läßt sogar beinahe jede Hoffnung fd>luinbeit, daß von bieser Seite übe# Haupt etwas Ersprießliches zur Lösung der Dienstbvtenfrage zu erlDartei ist. Fräulein Conrad- München meinte, von einer Dienstbotennot im Sin ne eines Mangels an Dienstboten könne nicht die Rede sein. ''Dagegen sei insofern eine 5cot vorhanden, baß fid) viele unqualifizierte Kräfte in ben Stanb hineltdränger. Daher müßten alle Bestreburtgen unterstützt Werber, bie daraus hinausliefen, den Dienstboten eute bessere Vorbildung zu ermöglichen. Die Mädchen sollten aber gewarnt werden vor einer Ueberspannmrg ihrer Forderungen. Besonders au klagen sei über die Wohnungsverhällnisse, unter denen die Mädchen zu leiden hätten. Itr der Diskussion schil- det Fräulein Eich Holz-Hamburg die dortiger Verhält- halle» . ier W -°ä°rUsus, kung a , t a dm»11 al“ (*’sI Nr. A37 Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 8. Oktober 1908 D» Siebener Anzeiger Ä Ä BezngSprets: ericheml täglich, außer w monatlich75Pß,viertel- isssssse»BIk tllr 11Ir I zl l&l« I sssrä sxssätt VwVIlVIt-v-jt vtIHVIhVIssa ^.P^ch-Anichlüsse: UM MM Verantwortlich Ible re Qrs° UR1* Ä» v G * für den politischen Teil, General-Ametger für Obechefsen S3 Annahme von Anzeigen V ® f 1 u.Land^und,Gerichts- biöo^ur&TioiM NotatlonrdruS und Verlag dervrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruüerei R. Lange. Redaktion, LxpedMon und Druckerei: Zchnlstratze 7. L^genteü- H Ä 121. H-12 "ut U-liU' ■Ppel #6! ierkpi sowie einem hiesigen Pul. j laß ich mein Geschäft mi caße 9 nach ässe 40 4 hier in allen in me: nS emp/oM Doll vi MqM dasdeuUch- WaS kostet unserm Staate jeder Bolksschüler? iQ9en r ®'tßen , . ÜU oenn und nur einmal ein paar Worte in einer Diskussion, aber er ist allen denen, die ihn damals hörten, noch in guter Erinnerung. Ein guter Besuch dürfte deshalb wohl zu erwarten sein. Nr b soll die £iej vermischtes. * Die russischen 'ötubenten führen bekanntlich ein entbehrungsreiches Leben. Ganz besonoers traurig ist die materielle Existenz der Studenten in Toms k, wo zwei Hochschulen bestehen, eine Universität und ein polytechnisches Institut. Heber bje kümmerlichen Verhältnisse des fibiri scheu Studentenlebens teilt der „Golvß Tomsta" loluelrd.es Universitäts-Nachrichten. [] Marburg, 7. Oktober. Tie I m m a l r l k u l a t i o n e n für das am 15. Oktober beginnende Wintersemester an der hiesigen Universität sind wie folgt festgesetzt: Theologen am 15., 21., 27. Oktober und 2. November. Juristen am 16., 22., 28. Oktober und 8. November. Mediziner am 19., 23., 29. Oktober und 4.November. Philosophen am 20., 26., 30. Oktober und 5. Nove»nber. Die endgüldige Immatrikulation soll am 14. November in der Aula der Universität stattsinden. Ans Stadt und Land. Gießen, 8. Oktober 1908. Zeppelin. Bisher quittierten wir über Mk. 3009.60; ferner gingen ein von N. N. 3.00, N. N. 5.00. Der Ausschuß der Zeppelin-Feier hat uns für Zeppelin Mk. 982.40 überwiesen, so daß sich der Betrag von itn ganzen Mk. 4000 ergeben hat. (Nachträglich gingen noch 10 Alk. von Prof. H. ein, so daß sich die Gesamtsumme auf 4010 Mk. erhöht.) Wir schließen hiermit die Sammlung und danken nochmals allen Spendern. Die eingekommene Summe haben wir heute der Allgemeinen Rentenanstalt Stuttgart über,riefen. Verlag des „Gießener Anzeiger". Donaueschingen. Bisher quittierten wir über Mk. 640.82. Vom Ausschuß der Zeppelin-Feier sind uns für diese Sammlung noch Mk. 159.18 zugegangen, so daß wir im ganzen über Mk. 800.00 zu quittieren haben. Diese Summe haben wir heute an das Hilfskomitee in Donaueschingen eingeschickt, da wir auch diese Sammlung geschlossen haben. Verlag des „Gießener Anzeigers". M dem W Die Li nachmittags offen. , Angebo nni entsprech, «arnstag k'nzureichep r°- sm . .Mei ®to6kioglit Don einer füiorzheu" wurden, !' worden^ ■; D^ldmn W*1 I: 3”**» i 81»**! sehr stark. w. M a i n z, 7. Okt. In einem Schreiben an die Bürgermeisterei zu Mainz erklärt Graf Z eppe li.n, dem die Stadt für den Fall, daß er hier einen Luftschiffhafen errichten wollte, Ghitgegenfommeu zugesagt hatte, dass er nicht mehr beabsichtige, g r ö ß er e Da u e r f a h r tc n zu unternehmen. Er werde sich auf den Bau von Luftschiffen beschränken und bei den kurzen Probefahrten stets nach Friedrichshafen zurücktehren. Bei der weiteren Entwicklung von lenkbaren Luftschiffen werde es Sache der Städte sein, Luftschiffhäfen und Luftschiffhallen zu errichten. FC. Fürstenau, 7. Okt. Die Schwerer des regierenden Grafen 511 Erbach-Fürstenau, Gräfin Maria (geb. 1870), Hai sich mit dem Grafen Wilhelm von Oeynhausen-Sierstorpff, Herr auf Hemmighausen verlobt. Der Graf (1860 geb.) ist Witwer und wohnt in Bad Driburg bei Höxter. Seine verstorbene Gemahlin war eine Freiin von Sierstorpff-Cramm, Fideikommißherri.ir auf Rittergut und Bad Driburg, mit Gehrden, Charlottenhof und Rothehaus, Kreis Warburg. Aus der Ehe sind ein Sohn Gericht-saat. Offenbach, 7. Ott. In der Privatbeleioigungsttü'ge der rülyeren sozialdemokratischen Stadtverordneten Stadtntiiller und Falke gegen den bürgerlichen Stadtverordneten Theodor Böhm wurde heute der Angeklagte Böhm fr e i g es pr 0 chen. Böhm hatte in einer öffentlichen Versammlung behauptet, daß die Vorgenamtten als Stadtverordnete Kleinkoks, der nur für kleine Leute bestimmt ist uitb nur in geringen Quantitäten Don der Stadt abgegeben wird, zu billigerem Preis und in größten Mengen vom städtischen Gaswerk bezogen hätten. Das Gericht hielt den Wahrheitsbeweis für erbracht. fc. Frankfurt a. M., 7. .Ott. Die Str a fkämmer verurteilte heute den 69 Jahre alten Kaufmann Joses Rupp, der in der Niddastraße 84 ein Wurstwarengeschäft en gros betreibt und seine Waren an Wirte und Wursthändler hier unb ht der Umgegend ab setzt, wegen Vergehens gegen §12_ Ws. 1 des Nahrungsmittelgesetzes zu sechs Monaten Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. Die Verhandlung entrollte, wie auch der Staatsanwalt sagte, eine große Schweinerei. Berlin, 7. Oft In dem Prozeß gegen die Zimmer fron Anna Sieger wegen des Diebstahls des Perlenhalsbandes der Gttifin Wartenslebens verurteilte die 7. Straffammer des Landgerichts I Berlin, die Angeklagte wegen Diebstahls zu IV2 Jahren Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust. Der Staatsanwall hatte 2 Jahre Gefängnis beantragt. Madrid, 8. Ott. Emile Sanpadvo, der falsche Prin- von Battenberg, über dessen Hochstapeleien schon mehrfach berichtet worden ist, wurde wegen seiner letzten Schwindeleien zu 2 Jahren 4 Monaten Zuchthaus verurteilt. Vorstellungen. . ^Schotten, 7. Okt. Seine Hauptverf ammlung hielt heute der Verein Lehrerheim Vogelsberg - in seinem schön gelegenen 6eint am Fuße des Alteburgs- kopf unter dem Vorsitz des 2. Präsidenten Lehrer Dern- \ Offenbach ab. Schon vormittags waren Lehrer, besonders s aucb aus den Provinzen Startenburg und Rheinhessen em- getroffen; galten doch die Verhandlungen der Klarstellung des Verhältnisses zwischen Landeslehrerverein und Lehrerheim. Ersterer hat nämlich aus finanziellen Gründen feinen eitherigen Iahreszuschuß von 400 Äiark auf 200 Mark herabgesetzt, und der jetznge Vorstand des Landeslehrervereins zeigt anscheinend nrcht mehr das Interesse am Heim wie der frühere unter Leitung des Rektor Backes. An den Jahresbericht, der diese Tatsache betonte, schloß sich eine mehr als einstündige Diskussion, in der es zu lebhaften Ansprachen kam. Lehrer Krausmüller hob besonders die Vorteile des Lehrerheims, seine gesunde Lage in herrlicher staubfreier Luft, feine entzückenden Waldungen und nicht zuletzt die gute Verpflegung im Heim hervor. Das Lehrerheim könne sich jedem Sanatorium zur Seite stellen, wie auch ärztliche Gutachten wiederholt bekundeten. Der Standpunkt des Vorstandes vom Landeslehrerverein fei weder moralisch noch finanziell gerechtfertigt. Lin k-Rudingshain spricht die Ansicht aus, dc.-.ß das Heim noch mehr von Lehrern besucht werden müssen es solle eine Wohltätigkeitsanstalt werden. Die Verhandlungen ergaben für das Heim recht günstige Aussichten, zumal zwischen den Vorständen des Heims und des Landeslehrervereins bereits Verhandlungen eingeleitet worden sind, die nickt nur die Beseitigung der Meinungsverschiedenheit, sondern eine baldige völlige Uebereinstimmung erhoffen lassen. Die Versammlung sprach einmütig die Ansicht aus, daß es für Hessens Lehrer eine Ehrenpflicht sei,, das Heim auch fernerhin zu unterstützen. Lehrer Held-Schotten verlas die Rechnung des Heims. Die Einnahmen betragen 2933,68 Mk., die Ausgaben 2 914,40 Mk., der wirkliche Barvorrat ist 2319 Mark, das Gesamtvermögen 38 0’52 Mk., die Schulden 34 000 Mark. Bei der Borstandswahl wurde anstelle des verdienten 1. Vorsitzenden Hotz-Nidda Lehrer Dern^Osfen- bach gewählt, 2. Vorsitzender wurde Spieß-Rainrod, Rechner Held-Schotten, wiedergewählt wurden die Lehrer Dern-Neu- Jsenburg und Vorbach und Herr Engel-Schotten, neugewählt wurde Schaff-Schotten. Das Lehrerheüm zählt jetzt 1740 Mitglieder, der Besuch war während t>cr Sommermonate Material gewählt werden muß, das den Lärm passierender Fuhrwerke möglichst zu verringern geeignet ist. Unbedingt müßte solches Pflaster angebracht werden in engen und starkbefahrenen Straßen sowie vor Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden, in denen der eindringende Straßenlärm die Tätigkeit stark beeinträchtigt oder zeitweilig gar hindert. In den hiesigen Schulen sollen die Einwirkungen des Straßenlärms, namentlich bei offenstehenden Fenstern, teilweise derart stark sein, daß der Unterricht zuweilen minutenlang ausgesetzt werden muß, weil Lehrer und Kinder sich nicht verständlich machen können. Auch im Hinblick auf die kommende elektrische Straßenbahn, die, wie man allseitig versichern hört, wirklich im Anzuge sein soll, ist es geboten, sich heute schon über geeignete Pflasterung in den Straßen schlüssig zu machen, die die Motorwagen demnächst durcheilen sollen. Es ist eine bekannte Tatsache, daß diese Wagen einen beträchtlichen Lärm verursachen, der gewiß nicht gesteigert werden darf durch den Fuhrwerksverkehr. Es wäre sehr zu wünschen, daß in der Diskussion auch, von Fachleuten geeignete Vorschläge über die Gestaltung unseres Straßenpflasters gemacht würden. Dabei darf man sich versichert halten, daß unsere Stadtverwaltung jede Anregung dankbar entgegennehmen wird. **DerBezirkseifenbahnratFrankfurt hielt gestern in Frankfurt feine 66. Sitzung ab, in der Mitteilungen über die feit der letzten Sitzung im Personen-, Vieh- und Güterverkehr eingetretenen wichtigen Veränderungen, sowie über die infolge der letzten Beschlüsse geschehenen Maßnahmen erfolgten. Darnach sind acht verschiedene Anträge, die teils Tarifänderungen, teils Zugverleguugen usw. betreffen, von der maßgebenden Stelle abgelehnt worden. Die Vorlage der Eisenbahndirektion betr. die allgemeine Ermäßigung der Frachten für Vieh durch Herbasetzung der Staffel usw. wird von der Versammlung gutgeheißen. Der Antrag betr. die Einlegung neuer Züge auf der Strecke Fulda-Tann und Fulda-Gersfeld im Anschluß an die Züge nach Kassel, Frankfurt und Gießen wird empfohlen. Es werden dann noch Fahrplanänderungen besprochen. Eine Anzahl Fahrplanverbesserungen betr. die Anschlüsse von Frankfurt nach dem südl. Oberhessen sollen wohlwollende Erwägung finden. ** Freidenker-Vereinigung. Kommenden Samstag wird im Saale des Hotel Einhorn Herr Dr. Julius Cahn aus Frankfurt a. M. über „Das Freidenker- tum, seine Ziele und seine Gegner" sprechen. (Näheres siehe Inseratenteil.) Herr Dr. Cahn, der zum Vorstand des deutschen Freidenkerbundes gehört, ist einer seiner gewandtesten, schlagferugsten und feurigsten Redner, der es außerordentlich versteht, seine Zuhörer mit sich fortzureißen. Vor drei Jahren, bei Gründung her Vereinigung, sprach er unb fünf Töchter vorhanden. ----- Wetzlar, 8. Oft Sonntag, 11 Oft, nachmittag 2 Uhr findet die 1. Vorturner stunde des 2\ Bezirks des Gaues Hessen in der Turnhalle des Turnvereins Wetzlar statt. Der Uebungsstoff ist der für die 1. Vorturner- tunde im Turnplan bestimmte. ’miVp Dort fei eine Dienstbotenschule auf interkonfessio-1 — also genau den Reichsdurchschnitt — kostet, während vor neller Grundlage geschaffen worden. Auch sei bereits eine Min - etwa fünf Jähren für den einzelnen Schuler nur 47 Mk. ( destruhezeit für Dienstmädchen eingesuhrt. _ "^Hamburger I aufgetoenoet wurden. Es gibt aber eine ganze Aö«hl von , Frauenveveine gingen mit ihren Forderungen fast ebenso weck tote deutschen Mrndesstaaten, die noch beträchtlich höhere Auf- t>ie Sozialdemokraten. Ihre Vorschläge uickerschieden fich von Sendungen als der Reichsdurchschnitt für den einzelnen . denen der SoziaLemokratcn nur dadurch, daß sie den Diewv-1 bolksschüler zu verzeichnen haben. An der Spitze stehen - Mädchen nicht den tzaussch lüss/l bewilligen wollten. die drei Stadt-Staaten Hamburg, Bremen und Lübeck mit Rednerin beklagt es, daß die Postbehovi^ keine Dienlwiadchen als -75 Gesamt kosten auf einen Schüler. Anwärterinnen für ben Mbienft ^ehme, o^hl ^knese I ^b^9 dM Volksschüler' ent- U «lüTrer'Sto^tärt, baf eine Dienst, fallenden Aufwendungen im Schaumburg-Lippe, botemwt nicht bezüglich des Einkommens der Dienstmädchen, son-1 w0 auf ihn nur 35 Mk. kamen. In Hessen betrugen naä) bem nur bezüglich des Wohnungswesens bestände. Ern Not- letzten Aufnahme die Aufwendungen ^fnr die osseniltchen stand fei aber auch für die Herrschaften vorhanden, da viele Dien,t-1 Volksschulen 10.1 Vdillionen Mark gegen 7.8 Millionen Mart boten nicht genügend vorgebildet seien. Das urrmigeldergeben I $ Einern Jahrfünft. Davon wurden damals 2.o Millionen sei lcks gradierend für beide Teile zu bekämpfen, daher dürfe - $ Staatsmitteln gedeckt und heute 2.8 Millionen ÖÄÄÄÄ ÄÄU Geaen J Mk' -ar gewerkschaftliche Bewegung erhalten wolle. Mit Trauer und Bc- fünf Jahren. benfen fei die Zersplitterung in der Dienstbotenbewegung anzu^ , sehen, da eine wirtschaftliche Bewegung einig secn müsse. Rednerm Vom Großherzoglichen Hose. Se. Kgl. Hoh. wlll nichts gegen konfessionelle Dienstbotenvereine sagen, sie dürfen . Großherzog begaben sich am Montag den 5. d. Mts. aber nicht dm Anschein emzecEen, als ob es fich um ^ewerk- Viernheim aus Jagd, übernachtete daselbst Ä am '5. und 6. im bärtigen Jägerhaus und ^rtc am 7 « Standes, und daher die Dienstbotenbewegung unterstützen. (Bei- früh nach Darmstadt zuruck. Hierauf erteilte E>e. Kgl. Hoh. fall.) — Fräule in Papp ri tz-Berlin meint, daß die Sozial- Residenzschloß Audienzen 2c. und kehrte, n. d. .Darmst. SÄXk. 3tS.;; °lsd°nn nach Jagdschlaß W°-isga-t°n zrnuck Mädchm mis den Vereinen herausgetricben. Daraii fei ixte Or- Lan dta g8 wa hl d eroegung. Der Ausschuß oer «mtfation gescheitelt und nicht an der Unmöglichkeit des -Zu- deutschfreisinnigen Partei in Mainz wlll der Partei für die sammengehens von Hausfrauen und Dienstboten. — Beschlnfse NandtagSwahl Neutralität Vorschlägen. — Die Sozialdemo- SÄ' weni« sonderbar, daß sich in » nur -raten nornini-rt-n alt- K°ndidaten für Darrnstadt.Land. imverheivatete Damen, die doch die Tienstbotennote aus eigener Großgerau den Maurer Muller-Griesheim. Anschauung gar nicht recht kennen, über die Dienstbotenffage die *• Ordensverleihung. S. St. y. der Grotz - Köpfe zerbrochen haben. Das Niveau der Debatte war denn . haben dem Gräflich Solms - Rödelheimschen Bau- allerdüigs auch darnach. Anstatt eine Enquete über Wohnungs- ^-i-iedr Volk zu Assenheim das Silberne Kreuz des SÄSÄä »»'Ä pft Ä . denen es von Tag zu Tag schwerer wird, tüchtige Dienstboten zu *• Polizeidienst. S. 5l. H. der Großherzog ftnden, trotz hohen Lohnes, wenig Arbeit, guter Behandlung und ca&en den ständigen juristischen Hilfsarbeiter bei dem Ml- guten ^hnnngsverMtniffen. sehe doch die Anzeigen- j der Finanzen, Abteilung für Bauwesen, Regierungs- fßalten der Zeitungen durch. Da überbietet bie eine tzaustt.au öie J q-itniä i^ere durch weitgeherckstr Vergünsttgungen an die Dienstboten, rat Dr. Eugen Kranz buh le r unter Belassung des Titels Mer was sich dann bestenfalls auf wiederholte Inserate meldet, ^Regierungsrat" zum Vorstand des Polizeianits Darmstaol das entspricht auch nicht eiwnal den bescheidensten Ansprüchen. ecnQnnt Man sucht ein Dienstmädchen, A meldet.sich hingegen ein „Frau- - ' Kultur-Jnaenieur. S. K. H. der Großlein," angetan mit allerhand Taut, ausgeputzt nach der neuesten 5t,u 11 urngenieuc. g «Einback Mode, wie eine Dcknd. Sie will natürlich nicht Herzog haben dem Diplom - Ingenieur Hch. >-teinb acy waschen, keine Teppich klopfen, keine Treppen reinigen, keine Großen-Buseck zum Kulturmgenieur ernannt. Kohlen aus dem SMIer heranfttagen. Sie kann weder Kochen n§ Kloster. Die Berliner Morgenblättcr melden - M.-k-u- Di. Witwe des ernteten G-MW-N und Sonntage. Sie möchte am liebfteii Nichts INN und erkundigt Sergius, geborene Prinzessin Elisabeth von Hessen, fich mehr oder weniger höflich, ob auch keine Kinder und Hunde I Schwester der Zarin, trat in ein Kloster em, das sie selbst im Hause sind und warum das vorige Mädchen fortgegangen ist. acarünbet hat Die Antwort der eingeschüchterteii .Hansftau, daß die vorige etwa J JA m Bureau des S t a d t th e a t e r s 'SSÄÄÄÄ W-ri. Paul Lindaus erl-b-n zur Zeit an den deutsch.« Jahren, die nichts können und nähts gelernt haben, fordern Bühne nut überraschendem Erfolge eine Renaissance. 4i5ie 25 Mk. Lohn, und sie bekommen ihn auch. Wie mancher gelernter xm lichten Jahre mit des Versasiers interessanter Komödie männlicher Arbeiter wäre froh, wenn er hei freier Sialwii und Andere" unsere Bühne eine der ersten war, die Lindaus Sen^y^gLw?’ Mch'schllmmer ^ist c5°mit den Werke wieder aufnahm, so geht sie jetzt mit seinem ,Ersolg- Aushilfefrauen bestellt. Man wende sich doch nur einmal an den voran. DaS Werk ist längst tm Komgl. Schauspielyause m städttschen Arbeitsnachweis und hüte dort um eine Ausbilfesrau. Berlin neu einstudiert worden und hat sich als Treffer er- Adrch-n wwven Jhnm Wohl rmckMwirsm abcr dir «Elfe- j , B-ionders der liebenswürdig- zweite Akt und der flau wird dann meist uit geeigneten Augenblick „krank , wenn i o-hpnfprfnnpr fnielt schluaen sie arbeiten sott. Wir haben ja fo viel Armenvereme und Suppen- bewegte dritte Akt, der in einem Theaterfoyer sp , scy g küchen und '.oas dergleichen menschcn-si'eundlicher Anstalten mehr durch. Von den neuen Mitgliedern haben die Damen Jxober sind, daß niemand zu verhungern braucht; also wozu dann erst ar- (E^a), Pauly (Hermine) und Albrecht (Josephine) neben den fceiien- .r < 3 ^... ,d. ...= öerren Jiealer (Baron Fabre) und Volck (Geheimrat Harden) Denen, die ausnahmsweise das Gluck haben, cm tüchtige» n,.e21I2(»ifhnpn Außerdem ist Herr Aäädchen gefunben zu haben, werden leicht geneigt sem, zu be-1 besondere Gelegenheit sich auszuzelchnen. - tz ] -y haupten, daß hier alles allziychivars geschildert sei, und dann Goll in einer Hauptrolle beschäftigt. heißt es hockMütig: eine jede Hausfrau hat daS Mädchen, das *♦ Bürg ervcrciu. Wie sich aus dem Anzeigenteil sie verdient. O nein, Vevehrteste, das Problem liegt ganz luo 233 ergibt wird sich der Bürgerverein in seiner morgen anders als bei der guten oder schlechten Dienstherrschaft. Eine ftotffinbenben Versammlung auch mit der Frage schlechte Behandlung, scUechte Wohnungs- und Kvstverhältnisie! . * xnfünftiaen Straßeuvflasterung beläßt sich ein Dienstmädchen heute schon nirgends mehr,gefallen, unsrer 8^n tigen totraBenpi sie läuft einfach fort, und welche Dienstherrschaft wird tn die,em fassen. mag hrer ganz uumaßg b 1^9 J Falle wohl von ihren Rechten Gebrauch machen. 4,atc sie es, s werden, daß bei ^Herstellung unseres solches dann würde sic sicher kein Dienstmädchen jemals 'wicderbekominen, dafür sorgt schon die Klatschsucht der lieben Nachbarn. Nicht mit Rechtsschutzstellen, Dienstbotenvereinen und bergt werden wir die Dienstbotenfrage lösen, sondern nur mit dem ehrlichen Bemühen, die jungen Mädck)en besser zur Arbeit anzuhalten. Gegen die Putz- und Vergnügungssucht der Mädchen möge man zu Felde ziehen. Was sollen denn das einmal für Frauen und Müller iverden, die schoii in ihrer Jugend nicht ernstlich zu arbeiten gelernt haben, die von früh bis spät nur ihr Putz- und Tanzvergnügen im Kopfe haben. A. Mehr als eine halbe Milliarde Mark betragen alljährlich die Aufwendungen, die Staat und Domänen im Deutschen Reiche für ihre Volksschulen ausgeben, eine Summe, die noch ständig im Wachsen ist, denn ihre Zunahme beträgt im letzten Jahrfünft mehr als 100 Millionen Mark. Er stellt den Gemeinden ein gutes Zeugnis aus, daß der weitaus größte Teil dieser gewaltigen Summe von genau 523.9 Millwnen Mark aus eigenen Mitteln aufgebracht worden, daher der von den einzelnen Regierungen aus Staatsmitteln zur Nnterhaltung der Volksschulen gewährte Zuschuß nur vier Millionen Mark betrug und daß schließlich ine Steigerung der Ausgaben hauptsächlich willig von den Gemeinden bezahlt wurden. Da es nach der letzten Aufnahme im Deutscheic Reiche 9 737 262 Schüler gab, die in öffentlichen Volksschulen Unterricht erhielten, so ergibt eine em>- sachtz Rechnung, daß in Deutschland jeder VolksjchMer 54 W. _ Elel D. Lahmes auBerotbenthc Höhung des y angenommen. I lm Derhältm! Spesen zum konsolidier I aus N,° M'l » Aapilalerhoh zu konsolibiei . Zinsenlasl zu t neuen Akher werden könn qewesen, ma 1 Kurs so stelle machen, ed schlossen habe igeneralversa Lbligationen in Option üb th. © i e einen Austrie 200 Kälbern langsam bei zwecke war I torberung ju: war Nachsra Preise erzielt -jranfnirf a.! -i der bitämal st Angochsen g Sireijen ab, - sich sehr ruhig, Ito^bem würbe verlaust Geh iragenb 1. Qu 2. Quai. 340- • unb Stiere ji kJ!*® tkirchl ES» SA- !'rT»Sici1 Äs ? Eberstadt (K°r. Gießen), 6. Ott., Unser früherer Lehrer tzasselbaum wurde dieser Tage unter großer Beteiligung beerdigt. Er hat über ein Merrsckmlcben hier gewirkt und war aO^ahre im Schuldienst tätig. — Im nahen Birklar wurde i>er Arbeiter Harnisch im Steinbruch von ichwercn Gestemsmassen verschüttet, sie zerschmetterten ihm beide Berne. Der Schwerverletzte kam in die Klinik nach Gießen. X Butzbach, 7. Ott. ^ein 70iahriges Bestehen 'eiert anfangs November der ältelte hiesige Verein, Gesangverein Orpheus. — Das Rh ein-M a,in-Verbandstheater, dessen Aufführungen v. I. hier großen Beifall fanden, ist auch für diesen Winter ivieder gewonnen. Tie erste Aufführung^ findet hier am 2. ^November statt durch das Schauspiel „Der Königs- leutnant" von Gutzkow. Im Februar und Mürz folgen weitere der BestattnngSqenossensrtmft der freien Schrernervereinig' nna Wicken. ». Haas III. Bletchkr. 8, Htttterbaus, Telefon K»r Submission dem öffentlichen Submissionswegc vergeben Tafeläpfeln Zentner Stück Die trauernden Hinterbliebene» Gießen (West-Anlage 29) im Oktober 1908. 08390 soll auf 25 600 15 10 10 zu Gießen gegenstände werden: Aepfel gute Speisekartoffeln gelbe Salatkartoffeln untererdige Kohlrabi Zwiebeln Meerrettig gelbe Rüben Weißkraut Rotkraut Wirsing Lauch Sellerie auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen an den Wochentagen nachmittags von 4—6 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. B8/in Angebote unter Anschluß von Proben sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin Samstag den 24. Oktober 1908, mittags 12 Uhr emzureichen. Der Zuschlag erfolgt bis zum 28. Oktober 1908. Gießen, den 7. Oktober 1908. Sroßherzogliche Direktion der Klinik für psychische nnd nervöse Krankheiten. S o m m e r. Tlf., jüngere leichtere Tiere für Zuchtzmecre vereinzelt billiger. Schlachtkühe, welche in Transporten nach Köln, Coblenz re. nicht nach Schlachtgewicht verkauft wurden, gingen sehr billig ab, da die Kundschaft dafür aus den Lahustädten keinen Bedarf in dieser Ware hatte. Gehandelt wurden pro Zentner Schlachtgewicht: Fette Rinder 1. Qual. 71—73 Mk., Kälber l.Qual. 74—78 Mk., 2. Qual. 66—72 Mk., 3. Qual. 56-62 Alk. Gangochsen erzielten das Paar 1. Qual. 850—950 Mk., 2. Qual. 750—825 Mk., 3. Qual, fehlte am Markt. Schweine ivurbeit gehandelt pro Paar: Ferkel bis 6 Mochen alt 32—34 Mk., 8—10 Wochen alt 36-45 Alk., bis 12 Wochen alte Ferkel 50—58 Alk., Läuter, 4 Monate alt, 60 bis 80 Mk., 5—6 Monate alt, 120—140 Mk. Nächster Markt 2 7. u n d 2 8. O k t o b e r d. I. th. Gießen, 8. Okt. Gestern waren mit Oswaldsgarten die ersten neuen W e t t e r a u e r Zwiebeln, ein Quantum von etwa 20 Zentner, zum Berkaus gestellt. Es war schöne nuttel- große Ware, die auch in kleinen Quantitäten flott Absatz fand. Um den Wmterbedarf zu decken, war der von dem Verkäufer verlangte Preis — 7,50 Alk. der Zentner — zu hoch. Der Verkäufer meinte, es seien die ersten Früchte, die Heuer in der Welterau nicht viel angebaut seien, und was neues müffe man sich auch bezahlen lassen.' Beim Zwiebelmarkt in einigen Wochen würden die Preise wohl noch heruntergehen, aber so billig wie letztes Jahr würden sie sich nicht stellen. fc. Frankfurt a. M., 8. Okt. (Telegr. Orig. - Bericht deS „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen V i e h m a r k t- preise. Zum Verkaufe standen: 13 Ochsen, 0 auS Oesterreich 3 Bullen, 0 aus Oesterreich, 83 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 1014 Kälber, 200 Schafe und Hammel, 828 Schweine, 4 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 00 Schaflämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 80—84 Alk., 2. Qualität 75—77 Alk., 3. Qualität 60—65 Mk.; Butten: 1. Qual. 66—68, 2. Qual. 62—64; Kühe 1. Qualität 74—76 Mk., 2. Qual. 66—67 Mk., 3. Qual. 54—56 'Mk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 92 bis 95 Pfg., Lebendgewicht 55—56 Pfg., 2. Qualität 78—86 Pfg., Lebendgewicht 46-51 Pfg., Schlachtgew. 68—70Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 78 bis 80 Pfg.,' 2. Qual. 64—88 Pfg. Schweine: 1. Qual. 71—72 Pf., Lebendgewicht 55,5—56 Pf., 2. Qual. 69—70 Pf., Lebendgewicht 55,0-00 Pfg., 3. Qual. 62—68 Pfg., Lebendgewicht 00- 00 Pfg. Geschäft bet Hornvieh gut, Ueberstand gering, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. Ltinburg a. d. Lahn, 7. Okt. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen (guter naffauischer) 17,00 Mk., weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 15,80 Mk., Korn 13,00 Alk., Gerste 9,50 Mk., Haier, neuer, 6.80—0.00 Mk., alter 9.00—0.00 Mk., Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln 5—5,50 Mk. — Alles je nach Qualität. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Verwaltungsbureau an den Wochentagen nachmittags von 3—5 Uhr eingesehen werden. Offerten unter Beischluß von Musterproben sind verschlossen mit entsprechender Auffchrist versehen bis zum Er- öffnilngstermin Mittwoch den 21. Oktober 1908, nachmittags 4 Uhr, auf dem obenerwähnten Bureau elnzurcichen. Zuschlagsfrist bis zum 28. Oktober 1908. Gießen, den 6. Oktober 1908. B’/10 Grotzh. Berwaltungs-Direktion der medizinischen und Frauenkliniken. Voit. Airchliche Nachrichte«. Evangelische Gemeinde. Donnerstag, den 8. Oktober, abends 8 Uhr: Bibel stunde (Johann-Brief, Kap. 1) im Konfirmandensaal der Markusgemeinde, Kirchstr. 9. Pfarrer S ch w a b c. (5990 9. Israelitische Ueligionsgefekschaft. Gottesdienst. Samstag den 10. und Sonntag den 11. Oktober 1908: Lanbhttttenfest. 1. Tag: Vorabend 5.15. Vormittag 8.00. Predigt. Nachmittag 4.00. 2. Tag: Vorabend 6.30. Vormittag 8.00. Nachmittag 4.00. Festesansgang 6.30. Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Uhr, abends 7.00 Uhr. Sie bmunÄem oft die Gleganz anderer, ohne zu wissen, wie Sie das gleiche erreichen könnten. Würden Sie Erdal für Ihre Schuhe verwenden, dann wäre Ihnen diese Eleganz kein Rätsel mehr. Dieses Schuhcreme hat Eigenschaften, die Sie nie gekannt haben. Erdal überall erhältlich — aber ausdr. Erdal verlangen! General-Vertreter: Fritz Julimann, Bahnhofstraße 59. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Danksagung. Für die zahlreichen Beiveise innigster Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Gattin, Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Regina Joseph sagen wir herzlichen Dank. 10 35 150 400 200 350 Vergebung. Für die Klinik für psychische und nervöse Krankheiten voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag den 9. Oktober: Heiter, morgens Nebel, trocken. Temperatur wie heute. Oestliche Winde. K 105/08. t B‘°/9 Donnerstag, den 15. Oktober 1908, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Georg Hammel und Ehefrau geb. Stuckart stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen: 28/217 — 2008 qm Grabgarten, Laggärten in den mittelsten Schiesgärten 1/264,5 — 331 qm Hofreite aus dem Kreuz öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 9. September 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. Gros. Für den Winterbcdars empfehle: la Speisekaitoffeln Magnum bonum Badische Mk. 3.—. Magnum bonum Wetterauer Mk. 2.75. per Zentner frei Haus. Fritz Rumpf, Zozelsgassc Xu einer gesunden Lebensweise gehört unbedingt Jiathreiners ‘ftlalgkaffee. Für die Großhcrzoglichen medizinischen u. Frauenkliniken die Lieferung nachgenanntcr Verzehrungs- K 114/08. __BV io Donnerstag, den 22. Oktober 1908, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die zur Konkursmasse des Richard Fertsch in Gießen gehörigen Grundstücke der Gemarkung Gießen: 3/67, Vio - 710 qm Hofreite am Gansacker 3/67, ®/io = 646 qm Grabgarten daselbst 3/75,2/io == 216 qm Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend versteigerte Gießen, den 30. September 1908/ Gr. Ortsgericht Gießen. Gros. DanfrcL — Elektrizitäts-Aktiengeselschaft, vormals W. Lahmeyer L C o., I r a n k f u r t a. M. In der heutigen außerordentlichen Generalversammlung wurde einstimmig die Er- liihung des Aktienkapitals um 5 Mill, von 20 auf 25 Mill. Mark angenommen. Die neuen Aktien werden den allen Aktionären int Verhältnis von 4:1 zum Kurse von 107 Proz. franko aller Spesen zum Beztige angeboten. Die neuen Drittel dienen zur Konsolidierung der Bankschulden, die sich nach der letzten Bilanz auf 11,5 Mill. Mk. belaufen. Die Verwaltung erklärt, daß die | Tapitalerhöhung vorzugsweise den Zweck habe, die Bankschulden 8u konsolidieren. Die Konsolidierung sei deshalb geboten, weil die ^insenlast zu bedeutend sei, und diese durch das Erfordernis der I n tuen Aktien und auszugebenden Obligationen reichlich gedeckt njeiben können. Ein höherer Ennssionskurs wäre wünschenswert a«wesen, man wollte aber unter Berücksichtigung der Lage den $Tur§ so stellen, daß die Aktionäre von ihrem Bezugsrecht Gebrauch | machen. Schließlich wurde mitgeteilt, daß der Aussichtsrat be- 1 schlossen habe, 5 Mitt. 41/, proz. Obligationen auszngeben, falls die Generalversammlung die Aktienkapitals-Erhöhung genehmigt. Tie Obligationen werden von dem gleichen Konsortium teils fest, teils & in Option übernommen. Märkte. th. Gießen, 8. Okt. Ter gestrige Viehmarkt hatte i einen Auftrieb von cn. 900 Stück Großvieh, 100 Stück Jungvieh, * ‘200 Kälbern und 650 Schweinen. Der Handel in Milchvieh war langsam bei feststehenden alten Preisen. Nach Jungvieh für Mast- -rDede war Nachfrage, doch kam es nur bei mäßiger Preis- ’ sorderung zum Geschäft. Der Fettviehmarkt war belebt, besonders L mar Nachfrage nach guten fetten Rindern, so daß dastir betzere Preise erzielt wurden als bei dem letzten Tienstagsmarkt in Frankfurt a. M. Die gleiche Tendenz hatte auch der Kälbermarkt, U der diesmal sogar sehr hohe Preise zeigte. Der kleine Vorrat an i'iangücHcn ging nach dem Niederrhein hin zu angemessenen - Preisen ab. — Da? Geschäft auf dem Sch weine markt wickelte ■ (-ch sehr ruhig, aber glatt ab. Die Preise waren wieder sehr hoch, trotzdem wurden die Tiere zum Schluß des Marktes saft sämtlich verkauft. Gehandelt wurden das Stück Kühe frischmelkend und .ragend 1. Qual. 440 bis 500 Mk.. (einzelne schwere Tiere höher), ■ -2 Qual. 340—400 Mk., 3. Qual. 270—320 Mk. Junge Rinder • iuib Stiere zur Mast 1. Qual. 220-250 Mk., 2. Qual. 180-210 Schreiben an die KE ppeli.n, dem die SM Luftschiffhasen errichten itte, i)aü ernichtmehi ;rtenfli unternehmen MMn beschränke! t-3 nach Friedrichs^ wiästmo, VW YtnTDOTto idle M.'LMWsn öie Schwester des ti« : ft en au, Gräfin Mm jen Wilhelmchon Ceijn- hemmighausei,, verlobt " und wohnt in Bad Da- enc Gemahli» war W mkommi8hen'."°" Rittes ;rb«n, »" ’ 61,= smd em 6»4< ii oft nvchinittag X e J i l e des Turnvereins Kdicl-LottmE er Sherer y.'ti loat 50 xeN . ^bands erste ÄsssL' auch W be§ &ber9 'Nen ÄW" ren «ehrer l ■etn’ 1 und Rheinİ"^s lugen der 'Win "b d-s Sanb.4“1 £ 1 halten te 5=1*8 die tit hkrilch, jungen und nch F 6«ie itelta, toj, »et 6t* Sea‘Ki”Jei Wer Sint-Mw, s nch mehr bra |Ee eine ln8m -»ben fit das »ml Wen den $m> ealehternereins bereits ft die Mi mir die denheik, sondern eine -hoffen lassen. Die Ver- W aus, daß es sür »das heim auch ferner, i!-Schotten verlas die m betragen 2933,68 M, mkliche Zarvorrat ist 8C'52 Mk., die Schulden >ohl wurde anstelle des >da Lehrer Dern-Offen- Zpieß-Äainrod, Rechner en die Lehrer Dern-Reu« gel-Sichotten, neugewähll :erhem Mt sehr 17V md bet Sommermonate ^nntteleiDigun^cf|^ pn die Lieferung von Suiai 350 Sentner Speisekartoff-ln M ÄÄW * i» unh i« 9‘S K j ,n jtaufnw^ gros bk VA Sßfr -j ntit. Viele Studenten erwerben sich ihre Existenzmittel durch k jchlechtbezahlte Nebenbeschäftigungen. Sie sind als Repe- Ititoren, Kirchensänger und Leiter von Kirchenchören tätig. Mindere erwerben sich als Musik- und Tanzlehrer und als ^Schreiber in Kronsbehördeu und privaten Bureaus ihr lrrges Brot. Dieser Dienst raubt ihnen viel Zeit. In lugtet Zeit haben sich zahlreiche Studenten zusammengetan und verschiedene Lüden eröffnet. So gibt es in Tomsk ein si^riseurgeschäft, in den: Studenten arbeiten, einen kaukasischen Weinkeller, dessen Inhaber Hochschüler sind, und eine Bäckerei, deren Betriebsleiter ein Student ist. Andere akademische Bürger sind als Photographen tätig und wieder ordere besitzen ein Speisehaus, das viel besucht wird. Kleine Tageschronik. Don einer gewaltigen Feuersbrunst wurde Treptow keimgesucht. Der Schaden wird auf 100000 Mk. geschätzt. Die beiden Brüder Dr. Aligust und Emil Zereuner in Pforzheim, 37 und 38 Jahre alt, die seit Aloutag vermißt würben, sind gestern in ihrer Wohnung tot aufgefunden Morden. Der ältere hatte sich vergiftet, der jüngere erschossen. Der Administrator S ch ö n f l u g von der Ansiedelungs- k s m m i s s i o n in Kenschütz erschoß sich, als unvermutet eine Revision der Kasse vorgenommen wurde. Es wurde ein Fehlbetrag von über 5000 Mark festgestellt. D i e Cholera statt st ik verzeichnet in Petersburg 124 Neuerkrankungen und 41 Todesfälle. Tie Zahl der Kranken h