Samstag 8. August 1NV8 Drittes Blatt Nr. 185 Erlcheinl täglich mU Ausnahme be3 Sonntags. B“/, ii n eii ■■■■■■■■■■■HHaeaHHHBHHHäseaeH f^oldisanscliiiHiCk 158. Jahrgang Lilie ein. 38 pfg- Bedeutendstes Einrichtungshaus — Mitteldeutschlands. -------- Rotationsdruck and Verlag der Br üblichen Unwersiläis - Buch- und Etelndruckerei. R. Lange, Gießen. Dir „Gletzener ZamillenblStter- werden dem .Anzeiger" utermol wöchentlich bergelegt. das „Kretsblati für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwlrlschastllchen Seit- tragen" erscheinen monatlich zweimal. bester Ersatz far achten Goldechmack, weil iOjahrigc urkundliche Garantie für Haftbarkeit u. gutes Tragen, sonst verbürgter Umtausch. Elegante Original-Etuis. Billige Preise. - Erhältlich in QoldwarenhMdlungeu. Redaktion, Expedition und Druckerei: Echul- ftraße 7. Expedition und Verlag.» 5L Redakuon: 1LL Tal.-vldr.-AnzeigerGießen. 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Dem Vizeseldwebel Heinrich Georg Gcrbig ein Sohn, Albin Johann Heinrich. - 31. Dem Juwelier Heinrich Spies ein Sohn, Gerhard. — Dem Former Karl Seng cm Sohn, Wilhelm Karl. — Ang. 1. Dem Kaufmann Eduard Krumm eine Tochter, Gertrud. — 2. Dem Kgl. Bademeister Louis Schol em Sohn, Alfred Walter. — Dem Obcrposiajsistcnlen Heinrich Hölscher ein Sohn, Richard Kurt. — 4. Dem Eisendreher August Benk cm Sohn, Karl. Gestorbene. Ang. 3. Marie Friedel, 72 Jahre alt, Walltorstr. 47. - Ph't'iv Benner, Schuhmacher, 64 Jahre alt, Neuenweg 40. — 6. Katharine Schneider, 15 Jahre alt, Neuenbäue 3. Oktober L ü ' i"™ szMn KtST-Mr- Ö^feiTi st'SsäX 'Utlenberg^ ßaufmiinmslhe Strllnivermiltflung 110" UN?AtttgliedevI" Bei Beictrung von: o f f ä n © II Stellen Bei (Seinchen nach: v 1 k «-i? wende man sich stets an den . Verband Deutscher llandlungsgehülfen zu Leipzig. Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Gr. Eschenbeimer Strane tn____ ^iz. Bersche den oiteh, e W* jlciijcnbaifi, Areuzplaii 1 M Auerweg 12 m 30. Deutscher Haus- und Grundbesitzertag. S. u- H. Königsberg i. Pr., 4. Aug. Unter Beteiligung von Delegierten der städtischen Haus- und Grilndbesitzer-Vercine aus allen Teilen des Reiches trat heute im Festsaale des „Alten Schützenhauses" hier die Erste Allgemeine Versammlung des 30. Vcrbandstaaes des Zentralverbandes der städtisckien Haus- und Grundbc'itzcr-Vercine Deutschlands zu- sainmen. Den Vorsitz führte der Berliner StabtDcrorbnete Verbandsdirektor Fähndrich, der die Delegierten im Rainen des Zentralverbandes willkommen hieß und den Jahresbericht vorlegte. Er äußerte sich sodann eingehend über die gegenwärtige Lage des Haus- und Grundbesitzers in Deutschland. Wenn im vorigen Jahre schon diese Lage eine recht prekäre war, so sei sie durch die Vorgänge des letzten Jahres noch schlechter geworden. An den Wunden, die dem Hausbesitzer im verflossenen Jahre geschlagen worden wären, würden die Hausbesitzer noch viele Jahre zu leiden haben, weil die Ursachen, die Erschwerung des Realkredits, die Erhöhung des Zinsfußes und die Kündigung der Hypotheken noch andauern und Großbanken wie Hypotheken-Jnstitute die ungünstige Lage der Hausbesitzer nach Kränen ausnutzen. Auf 10 Jahre hätten sie jetzt z. B- den hohen Zinsfust sestgelegt und eine Besserung sei auf keinem Gebiete zu spüren. Es habe sich gezeigt, daß alle Voraussetzungen inbezug auf die Hilfe der Hypothekenbanken im F^lle einer ungünstigen Kvniunktur vollständig haltlos gewesen seien. Die Hypothekenbanken hätten völlig versagt- Auch die Sparkassen hätten sich die ungünstige Lage des Hausbesitzes zunutze gemacht. Da sei es hoch erfreulich, daß endlich ein gemeinnütziges Pfandbriesinstitttt geschaffen worden sei, nämlid) das der Provinz Brandenburg, und es sei nur zu hoffen, daß diesem Institut bald andere nachfolgen. Das sei der einzige Richtpunkt, Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhegen Jahre und cs müßte dann eine neue ciblicbc l werden. Auch das französische Reckt kenne vu» vli|4UUt Mobiliarhyvothck. Auch hier sei die Verpfändung in einem besonderen auf der Geriä tsschreiberci des Handelsgerichts geführten Register zu beurkunden. Der Redner frtüoü mit der Anregung, die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen dahin abzuändern, daß die AbzahlungSgesckästc gezwungen werden sollen, dem Vermieter innerhalb einer Woche nach Einzug eines Mieters die Leihmöbel, die er von ihnen in Benutzung bat an- zugeben und ihm von ihrem Eigentumsoorbelxitt Kenntnis zu geben, und ferner mit der Anregung, die Mobiliarhypotliek nach englischem und französischem Muster zur Einführung zu bringen. (Lebh. Beifall-) — Darauf trat die Mittagspause em. geführt; bann sühn die Bodenreform mit Notwendigkeit zum sozialistischen Zukunftsstaat. £ber man verbindet mit der Bodenreform nur den Zweck, einseitig den Grundbesitz zu besteuern; dann besteht sie nur noch in einer steuerpolitischen Maßregel, die sich mit dem obersten Grundsatz der Besteuerung, daß die öffentlichen Lasten gerecht und gleichmäßig, verteilt werden sollen, nicht vereinigen läßt. In beiden Fällen ist also die Bodenreform von den Hausbesitzern abzulehnen, bie Ja das Privateigentum am Boden die sicherste Grundlage des Staats, erhalten, festigen und mehren wollen. Mil dieser Ablehnung der Bodenreform verzichte der Hausbesitzer jedoch keineswegs auf jede Wohnungs- Politik und auf praktische Mitarbeit bei der Besserung der Wohnungsverhältnisse, wie das vom Zeiltralverband der deutschen Grundbesitzervereinc ausgestellte und in Durchführung begriffene soziale Programm der Hausbesitzer zeige. Mit einer eingehenden Erörterung dieses Programms schloß der Redner seinen von allseitigem Beifall mitgenommenen Vortrag. Danach hielt Rechtsanwalt D>r. A. Strauß (München) einen Vortrag über: „Das Pfandrecht des Vermieters in zivil- und strafrechtlicher Beleuchtung". Redner führte aus, daß sowohl strafrechtlich als auch zivilrechtlich der gesetzgeberische Gedanke, der im § 559 B. G- B. zum Ausdruck komme, vielfach zum Sck>aden des Vermieters, der durch das Pfandrecht geschützt ivcrben solle, umgangen und vereitelt werde. In neuerer Zeit werde von Hausbesitzern vielfach darüber geklagt, das; Mietverluste dadurch entstünden, daß die eingebracksten Sachen nicht Eigentum des Mieters, sondern des Möbellieferanten seien und dessen Eigentum bis zu vollständiger Abzahlung bleiben. In der Praxis fei m den seltensten Fällen, in denen der Mieter unter Versick-erung des Umstandes, daß die von ihm eingebrachten Sadjen einer dritten Person gehörten, eingezogen sei, bei einem Prozeß eine Verurteilung wegen Betrüges erfolgt. Dle Praxis stehe auf dem Standpunkt, daß hier and) noch absolut der Naä>- wcis notwendig sei, daß der Mieter eine Vermögensschädigung des Vermieters in dem Moment des Abschlusses des Mietvertrages und bei der Abgabe der falschen Versicherung beabsichtigt habe, und schon deshalb beim Eingehen des Mietvertrages die ^Absicht gehabt habe, seinen Mietzins nicht -u bezahlen, ein Nachweis, der selbstverständlich in den seltensten Fällen erbracht werden könne. Zweifellos trat eine Verrnögensschädigung des Vermieters schon in dem Moment ein, roo der Mieter in die gemietete Wohnung einzieht, weil die Rechts- und die Vermögenslage des Bei Mieters eine andere sei, als er nach der Versicherung des Mieters anzunehmeii berechtigt war. Els liege also eine Vorspiegelung falscher Tatsachen vor. Bei einigem guten Willen könne die Rechtsprechung den besonders in den Großstädten in Blute stehen den Mietsscckvindel bekämpfen, aber aus sozialen Gesichtspunkten hüte man sich, die rechtlichen Konsequenzen voll und ganz zu ziehen. Schlimmer als auf strafrechtlichem Gebiete seien die Erfahrungen des Vermieters auf zivilrechtlichem Gebiete. Seitens der Abzahlungsgeschäfte werde zu Unguniteu des Vermieters und des Eigentümers der Eigentumsvorbehalt geltend gemacht. Und selbst die in den MietSoertrag aufgenommene Klausel, worin der Mieter sein Eigentum an den eingebrachten Sachen bestätige, könne den Vermieter vor Schaden nicht bewahren. Gegen diese offenbaren Mängel müsse Abhilfe geschaffen werden, und zu diesem Zweck sei fdjon nach englischem Muster eine coicherhetts- Uebereignung in Anregung gebracht worden, die sehr wohl burd>= führbar erscheine. In England werde diese Uebereignung in der Weise Dorgenommen, daß spätestens sieben Tage nach Abfassung der Erklärung eine Abschrift derselben bei dem Zentralbureau des Obergerichts in London einzureichen sei, zusammen mit einer eidlichen Erklärung einer Person, die bezeuge, daß die Erklärung von dem Schuldner unterschrieben und mit dem Original der Erklärung übereinstimme. ' Die Gültigkeit dieser Ein- MM SM sriS? Darmstädter Möbel-Fabrik jioweferant: Heidelbergerstrasse 129 Filiale Darmstadt: Rheinstr. 39. Filiale Frankfurt-M.: Kaiser Wilhelm-Passage. MAGGI8 Würze mit dem Kreuzstern. Sehenswürdigkeit ersten Ranges. 300 Zimmer-Cinrichtungen einschliesslich Küche iu allen Preislagen ausgestellt und stets lieferfertig vorrätig. Uebernahme kompletter Einrichtungen von Wohnungen, Villen, Pensionats n. Hotels Eigene Fabrikation. 1 Ojährige Garantie. Frankolieferung innerhalb Deutschlands. Billige aber feste und offen ausgezeichnete Preise. 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Ter Redner kommt zu folgenden Schlüssen: Entweder wird die Grundidee der Bodenreform konseauent durch- Modernes Waschmittel DD D D un'9eFahrl: kein C hl0 kein Waschbrett kei" reiben ■ ■ kein.bürsten Tur jede Waschmethode passend alleinige Fabrikanten auch der weltbekannter Henkel s BI eich-Soda ' Brodniaschincn (sjumachtopl.e teilt««*9“1 n'u"gÄ: Pelikanapotheka Giessen, den 8. August 1908. ——— — Grossh. Pollzeinmt. Reinhart. >Uin»MS *** WEL T- TAFEL GETRÄNK. -< Niederlage bei: Jean Weisel, Sonnenstr. 6. Antwerpen nach denn auch die Großbanken hätten versagt, weil sie im Auslande engagiert waren und dem deutschen Hausbesitz deshalb nicht zu gekommen seien. Redner geht dann auf die Verkehrsfragen ..... Hier gelte die Losung: Unten durch! (Heiterkeit-) Vcan möchte die Städte zwingen, Unterpflasterbahnen und ähnliche Tinge zu bauen, ohne Rücksicht auf das Risiko, welches die Städte damit eingchen. Der Lxrusbesitz müsse sich gegen eine solche Politik aussprechen. (Beifall-) Ten Bau von Unterpflasterbahnen solle man ruhig den Privatgesellschaften überlassen, welche billiger arbeiten als der große Apparat der städtisck)en Verwaltungen. Tagegen feien die Hausbesitzer für kommunale Elektrizitätswerke, umsomehr als diese einen regen Abnehmer in den Privatbahngesellschaften haben wurden. Aber noch ganz andere Anforderungen würden beute an die Städte gestellt. Er erinnere nur an die Anforderungen, die an die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung gestellt worden seien, wo man eine Vorlage eingebracht habe, um eine Beihilfe zum Ban der Automobilrennbahii im Taunus zu gewähren. Gegen foldje Anforderungen müßten sich die Städte unter allen Umständen sträuben. (Beifall-) Auf dem Münchener Städtetage sei festgestellt worden, daß die beut- schen Städte bereits eine Sckmldcnlast von 4 Milliarden hätten, und wenn es so weiterginge, wie bisher mit den sogenannten sozialpolitischen Einrichtungen, so würden wir bald auf sieben Milliarden städtischer Schulden kommen. Deshalb bedürfen wir der größten Sparsamkeit auf allen Gebieten, insbesondere aber auf dem der übertriebenen sozialpolitischen Einrichtungen. Er wolle nichts gegen die Sck;affung guter Krankenhäuser etwas sagen, roohl aber müsse er sich dagegen wenden, daß die schönsten Plätze in den Städten zu 5rinderspielplätzen hergerichtet würden, und drß man Walderholungsstätten schaffe. Damit gingen die Städte über die ihnen gesteckten sozialpolitischen Ziele wett hinaus. Der Redner wendet sich dann dem sogenannten Privileg des Hausbesitzers zu, roonad) die Hälfte der Stadtverordneten in den Städten and Hausbesitzern bestehen müsse und wogegen neuerdings die Sozialdemokratie lebhaft ankämpse. Es sei aber unrichtig, daß es sich hier um ein Privileg handele, cs sei vielmehr ein Odium, das aus ihnen laste. Wenn dieses Privileg nicht bestände, würden die Hausbesitzer^ vermöge ihrer Organisation leicht dieselbe Besetzung in den Stadtverordiietcnversammlungen erreichen. Es sei also unrichtig, daß sie an dem Privileg festhielten. Weiterhin erörtert der Redner noch die Wertzuwachslteuer und gab^ dabei seiner »Freude Ausdruck, daß eine ganze Anzahl von Städten diese Steuer abgelehnt habe. — Stadtverordneter Fähndrich schloß mit der Zitierung des Wortes des Preußischen Finanzministers Freiherrn v. Rheinbaben: Eine langsamere wirtschaft-1 licke Entwicklung in Deutschland als bisher wird den staatlichen und städtischen Behörden zeigen, daß Maßhalten das oberlte Gebot | UNd Jßinlf :n Die gelbe Gefahr Brautleute kaufen Irr Mclii« lässt nicht nach, Franko Lieferung Haus, Garantie, Hermann Dominicas Barlschneidemaschinen Bserdescheercn Or THOMPSON S SEIFEN PULVER schaff zu Ronncnroth 5OOOU m sollen durch Max Weissbäcker Südanlage 23 schädlichen Bestandteilen Haar- sowie Sdiute' Marke. Garantiert frei von Ottmar D' |, werden unter . 13228 gröfctr KinbttWdqrnfdbrif 5c*(ms u. rinjije bruHdif. welch, Surft «rbrltft u. umsonst bantfarbigen Pracht, katolog Jbnm sendet, Ist Julius tretbar, Grimma 271. Ad. Reinig, Ltablwarcnaeichäst, Mienen, _______Lelierowea 30._______ bRossnAnoipne 2>«nAi6tyrtAFT fda AuSfufiRune vonßoocrscLMtn Zementwaarcn a Kvnstste Fabrik _ Elektr. 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