Mittwoch 8. Juli 1908 Zweites Blatt Nr. 158 Urlchetnl tSglich mit Ausnahme des Sonntags. * i. Die Ernte 158. Jahrgang uh MtiiiilfilMI Schüler höherer Lehr n Tn e. Laudviarrbau! ci Alsfeld., BomglA gung, gewiiienhaile. «c- Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UnwersitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, ExpedMon und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition imb Verlag: Redaktion:e-^11^. TeU-Adr^AnzeigerGießen. u?."Waag >chirmjabrik 'beuiplab e nschirme ff/enschirme Spazierstöckt •paralur in eigener jlt sorgfältig! und billiget. c"/4 ■beigen rolle 6a- Ir gute Spannung Die „Stetzener Zamilienblätter" werden dem ,Anzetger' viermal wöchentlich beigelegt, das „KreUblatl für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen'' erscheinen monatlich zweimal. Der liberale Kongreß in München, btt von dein Rat io naive rein füv das liberale Deutschland riirberuien ist, ist zahlreich, auch von deutschen Frauen, besucht, ytfannllid) ist die Hauptaufgabe dieses Vereins der Ausgleich unter den liberalen Fraktionen, deren gegenwärtige Berechtigung (i anerkennt. Der Kongreß nahm am ersten Verhandlungstage u_ a. folgende bedeutungsvolle und hossentlich auch von allen Bc° ,-iligten beachtete Resolution an: „Die wachsende Bevormundung der deutschen Studentenschaft, wie sie in Norddeutschland — wir denken NA Marburg und Berlin — seitens der staatlichen Hochschullehrer seit einiger Zeit beliebt wird, entspricht nicht dem Gerste, der injere deutschen Hochschulen grou gemacht hat. Insbesondere ist iie Unterdrückung studentischer Organisationen, die kein umberer Vorwurf trifft, als daß sie neue Organisationsformen im s„identischen Leben einsühr.cn wollen, ein schwerer Fehler. Wenii der deutsche Akadeiniker seine Pflichten als Staatsbürger richtig erfüllen soll, so muß er als Student an weitgehende Selbst- leriDaltuiig gewöhnt werden." Arbeiterftkretcir V a r n h ol t-Nürnberg referiert über Fragen der Arbeilerpolitik. c^e £ier. for reisend« ispiz."*' » — Pfarrer und Theaterbirektor. Im Ost- biftrikt von Brooklyn befindet sich die .himmelfahrts- kirche und an diese Kirche angeschlchsen ein Theater. Der Pfarrer dieser Kirche, W. E. Bently, war früher Schauspieler und leitet jetzt gleichzeitig die Kirche und das Theater. Er sucht unter seinen Pfarrlindern Männer und Frauen mit dramatischem Talent auf, lehrt sie sprechen und sich aus der Bühne bewegen, und zeichnet ihnen die auf der Bühne zu tragenden Kostüme vor. In den letzten drei Jahren wurden unter der Leitung des Pfarrers in diesem Theater fünfzig Vorstellungen veranstaltet. Er spielte hauptsächlich Shakespeare. Gleichzeitig verschaffe der Pfarrer besonders guten Schauspielern seiner Bühne Engagri.rents an großen Theatern, wahrend er andererseits durch eifrige Propaganda trachtcr, redegewandte Schauspieler dem gefir- lichen Berufe züäüfüh.ren, o* iüm b.is Mr zwolfmat ge-. Mngen i& v Der Liberale Kongreß sieht in der Frauenbewegung den Kampf um das volle Vienschen- und Bürgerrecht der Frau. Er wirb die Frauen in ber Erreichung biefeS Zieles nachbrücküch unterstützen, weil eine höhere Entwicklung ber Ration ohne höhere Entwicklung ber Frau unmöglich ist. Au alle Frauen aber, welche die Entwicklung ihres Vaterlandes wollen, ergeht die Ausforberung, in die liberalen Parteien ein^utreten unb innerhalb derselben kräftig weiterzuarbeiten an ber Stärkung unb Einigung des Liberalismus. Der Kongreß fordert alle Frauen aus, energisch für bas Frauenstimmrecht zu agitieren. Die Abteilung für Schul- und B i l b u n g s w e so n trat unter dem Vorsitz bes Rechtsanwalts Kohl - München zusammen. Hauptlehrer Turtur-München verlangte organisierte Jugendfürsorge unb Wohlfahrtspflege, bic Entwicklung ber Jugend zu selbsloer- antwortlichen Persönlichkeiten. Pros, Glenk - Aiüncben forderte Gleichstellung aller Mittelschulen und Gleichstellung ihrer Lehrer mit den übrigen Staatsbeamten, ferner Forderung der Bestrebungen ber Lehrer nach Weiterbildung. Der Zwang der Schüler zum Besuch des Gottesdienst es und religiöser Hebungen sei aufzu heben. Er wünscht weiter systematische Pflege des Körpers, mehr Naturwissenschaften für bas Gymnasium, Gründung von Reformschulen, Stoebnfation Die Sorge für höhere Bildung ber weiblichen Jugend ist Staatspflicht. Holitssche Tagesschau. Arbeitsersparnis in der Landwirtschaft. Die Arbeiter not ist die bittere Klage der Landwirte. Rittergutsbesitzer Dr. Dyhrenfurth in Petershof bei Liegnitz gehört -u denen, die den 9totftnnb nickst: für eine bald vvvübergehenbe Ersä-einung halten. Er zieht daraus die Folgerung, daß die Landwirte, iveun es möglich ist, sich noch mehr aus Produktionsarten einrichten sollen, bei denen sie Arbeiter sparen können. In der Zeitschrift für Sozialwissenscl-ast (herausgegeben von Prof. Julius Wolf in Breslau) entwickelt er seine Gedanken. Die Hauptsache ist etwa das Folgende: .Heute muß das Ziel des Landwirts sein, die Wirtschaft so viel tote möglich mit Kapital zu befruchten und an Arbeitskräften zu sparen. Ganz nahe dieseut unter den obwaltenden Umstünden aufzustelleitden wirtschaftlichen Ideale (daß von anderem Standpunkt aus, z. B. vom politischen, sich Bedenken dagegen erbeben, kann wohl nicht verhehlt werden) sind die Marschbauern an dem Gestade der Nordsee. Sie haben dank dem Klima, das dem Gvaswuchse günstig ist, fast ihr ganzes Land als Weide liegen, lassen auf dieser Weide das allerhervorragendste Vieh laufen, für dessen Verbesserung ihnen fein Preis zu hoch ist, und lnnuchen nur wenig Menschen^ zur Pflege des Weidevtehs. So ein Weidegut von etwa 150 Hektar kann mit 3 Märschen bewirtschaftet werden, während eine mittlere Rübenwirtschaft von gleicher Größe mindestens 35—40 Menschen braucht. Für eine Anpassung an die Weidewirtschaft sind nach Dyhrenfurth noch manche Striche geeignet, in denen heute mit Ackerbetrieb nur geringe Erträge erzielt werden, so die Vorberge des Riesengebirges und manches Landstücr des Bober-Katzbach-Gebirges, wo reiche Niederschläge in Tauform ganz ersichtlich den Graswuchs fördern. In der Entscheidung über die Art der anzubauenden Früchte werden noch immer Fehler gemacht. Die Rücksicht auf günstige Verteilung der Erntezeiten und dadurch erzielte Ersparnis an Gespannen und menschlicher: Arbeitskraft rann noch erhöht werden. Man muß beachten, daß die Leistungssähigfeit des Arbeiters durch lange Hebung bedeutend erhöht wird, und man muß nach Dyhren- furths Ansicht trachten, durch Stückarbeit sie weiter zu steigern. Der Verfasser hat die Stück-Löhnung auch für daS Legen der Kartoffeln hinter der Lochmaschine, das Einfahren, des Getreides, das Auf- und Heb erlaben der Rüben, daö Dreschen mit der Dampfmaschine, das Flachsentknoten, Düng erfahren und -breiten ünd viele andere Arbeiten cingesührt. Es wird dann durch wenig Leute, die gut verdienen, viel geleist.t. Bei ein- lelnen Arbeiten hat sich die Leistung des Arbeiters durch Einführung der Stückarbeit und durch Spezialisierung im Laufe von 20 Jahren um 100 Prozent und mehr gesteigert. Auch mit der Leistungs- Prämie, namentlich einer solchen, die die Heberleistung hoch belohnt, hat Dyhrenfurth gute Erfahrungen gemacht. Die Auswahl der Arbeiter will er auch im Großbetrieb vom Besitzer selbst vorgenommen wissen, damit sie nicht mechanisch oder nach Gunst erfolgt. Neben den kleinen Mitteln ist die M aschine als Ersatz der menschlichen Arbeitskraft hochbebeut- sam. Allerdings ist dieser Ersatz sehr teuer. Die Kvsten würden sich verringern, wenn das Bedienungspersonal in die Zuiammcn- setzung und Reparatur der gebräuchlichen landwirtschaftlichen Maschinen eingeweiht würde. Lehrgänge für Leiter und landwirtschaftliche Arbeiter sind daher in ALaschinensabriken eingerichtet worden.— So kann durch Organisation, zweckentsprechende Lohnform und die tägliche Betriebsführung in der deutschen Landwirtschaft noch an menschlicher Arbeitskraft gespart werden. ^.8)cr,ewbaiN ÄsMt.,staterBenmigtt ■ auf diesem » J’W laui liebsten GeildM Äss® irtfl B |W W S5SÄ-“ verbunden mit , Gichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesien »Caise maltrcsse *. hhüs* e“ unter M an'die ^JgLGiessener Anz ueÄ?Ücnain 9ek 1*1 MM erniCo.,West.M übertriebene Schutzzollforderungen ebenso energisch zurückzuweisen. Tas Hauptaugenmerk isiauf das landwirtschaftlicheSchul- wesen zu richten, denn nur eine fortschrittliche, mit dein Geist der Zeit vertraute Jugend kann die Schwierigkeiten im modernen landwirtschaftlichen Betrieb überwinden. Taher muß der Ausbau landwirtschaftlicher Fortbildungsschulen gefördert werden. (B e i - f a 11.) An die Zollirage, so führt der Referent weiter aus, bin ich mit einem gewissen Zögern herangegangen. Man sagt immer, der Liberale müsse Freihändler fein. Der Liberalismus i st eine Weltanschauung, die mit den wirtschaftlichen Verhältnissen nichts zu tun hat. Der Landwirt kann sich n i ch t d e m F r e i h a n d e l a n s ch l i e ß e n. Auch Marx war theoretisch Anhänger eines mäßigen Schutzzolls. Dr. Romer (Württeniberg) erklärt, daß in Württemberg nicht die Landflucht, sondern die Landnot das größte Elend sei. Tort frage man mit Sorge: Wohin mit den Kindern, von denen es fast in jeder Familie zu viel gibt ? (Heiterkeit.) Er meint im Gegensatz zum Vorredner, daß der w ü r 11 e m b. B a u e r von den landwirtschaftlichen Zöllen keinen Vorteil hat. Deshalb fei er Gegner solcher Zölle, besonders der G e- t r e i d e z ö 11 e, die nur die Futtermittel verteuern. Auch er hält die Schlllfrage für die wichtigste Frage des Bauernstandes. Rittergutsbesitzer Becker (Pommern): Wenn die Bildungssrlwe die wichtigste ist, so ist es auch richtig, daß die preußische Wahlrechtsfrage eine deutsche Angelegenheit ist. (Beifall.) Wenn wir die Landwirte liberalisieren wollen, so muß die Devise heißen: Gegen den Bund der Landwirtel (Beifall) Er schlägt vor, eine Kommission zu wählen, die einen Niederschlag der Meinungen der Landwirte der verschiedenen Teile Deulichlands sammeln solle. Reallehrer Haber st ock «Bayern) stellt sich als ba5 17. Ktnd eines Bauern vor. (Heiterkeit.) Er bedauert, daß der Liberalismus das Emporkommen des Bayrischen Baiiernbundes nicht genügend beachtet habe. Er habe den Vorsitz dieses Bundes niedergelegt, iueil er nicht weiter Vorsitzender eines Vereins fein wollte, ber nur nach höheren Getreide- und Viehvreisen strebte, und der für den Fortschritt nicht zu haben war. (Beifall.) Pfarrer Korell: Der Liberalismus muß sich mehr um landwirtschaftliche Fragen kümmern a(§ bisher. Zn beklagen bleibt der Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitern. Es werden da gesetzliche 'Diabregeln nötig sein. Tabei fei nicht an eine Beschränkung der Freizügigkeit zu denken Wohl aber könne auf dem Gebiete der Bettelei, des Herbergs- wesens usw. etwas geschehen. Der Liberalismus müsse sich aber hüten, das Rezept des Bundes der Landwirte zu unterschreiben. Auch in den Städten müsse das Verständnis für die bäuerlichen Fragen wachsen. Wenn der Zustand der U e b e r r e i z t h e i t in den bäuerlichen Kreisen geschwunden fein wird, bann wird auch der Bauer für ben Liberal ismus gewonnen werden. Wir Beamten, Geistlichen, Lehrer usw. sollten ein paar Jahre länger auf dem Lande bleiben unb uns nicht ebenfalls an ber Landflucht beteiligen. Schließlich wurde folgende Resolution emflunmig angenommen: Tie Abteilung für Landwirtschaft des Liberalen Kongresses stellt mit hoher Freude fest, daß die Aussprache der liberalen Landwirte in voller Einmütigkeit zu dem Resultat geführt hat, daß nur auf liberalem Boden deutsche Landwirtschaftspolitik mit Erfolg getrieben werden k a n n. Sie beklagt bic demagogische Tätigkeit des Bundes der Landwirte unb des Zentrums, die den laiidwirtfchaftlichen Interessen zuwiderläuft. Sie beauftragt eine sofort einzusetzende Kommission damit, dem nächsten liberalen Kongreß Richtlinien für eine liberale landwirtschaftliche Pol itik vorzulegen. — Somit war die Aussprache ber liberalen Laubwirte beendet. Ferner sprach noch Rechtsanwalt Wölz-Stuttgart über den gegenwärtigen Stand ber Privatbeamteusrage. Er legte eine Reihe von Leitsätzen vor, bie daraus hinaus geht, daß die P r i v a t a n g e ft e 111 e n or g a n i f a t i o n gewerkschaftlich sein müsse. Unter dem Vorsitz von Frau Weber-Heidelberg trat endlich die Abteilung für Fraueusragen zusammen. Frau Martha Z i e tz-Hamburg forderte für die Frauen eine gleiche Bildung wie sie ber männlichen Jugend geboten wird, ferner Beseitigung aller gesetzlichen Bestimmungen, welche ber doppelten Moral für Mann unb Frau Vorschub leisten unb weiterhin das aktive und passive Wahlrecht für die Frauen in Staat und Gemeinde unter denselben Bedingungen, unter denen es den Männern zusteht. — Frau v. Forster-Nürnberg bezeichnete es als eine nationale Aufgabe, bie beutsche #rau »ur eine liberale Sß o l i t i f ju crjieljeii. Die Beteiligung der Frau am politischen Leben sei ein kultureller Fortschritt, ihre Mitarbeit auf sozialpolitischem Gebiete sehr wertvoll. Ten Fratren müssen alle kommunalen unb staatlichen Bürgerrechte gewahrt werden. — Schließlich wurde folgende Resolution angenommen: »’ den Men v,-, .. V'ehrer ^»derbe, ■ ' Ws frie Aussichten de; Pflanzenbaus in unfern Kolonien. In ber O b e r h e f f if ch en Gesellschaft für v! a t u r - und Heilkunde, Naturwissenschaft- li_che Abteilung, hielt unlängst der Privatdozent 3~r. W. F. Bruck im Hörsaale des Botanischen Jn- siütuts einen Vortrag über: „Die Aussichten des Pflanzenbaues in unseren Kolonien". Der Borst agende wies zunächst auf einige Aufgaben des Pflanzen- bciues in unseren Kolonien hin. Während sich unsere Ausfuhr innerhalb der letzten 20 Jahre von 2,9 Milliarden ÖtarE im Jahre 1887 auf 6,4 Milliarden Mark im Jahre 1906 gehoben, also mehr als verdoppelt hat, ist in dem gleichen Zeitraum die Einfuhr von 3,1 auf 8,0 Milliarden i'Jiart gestiegen, sie hat sich also verdreifacht. Während früher (iic Ausfuhr aus Deutschland landwirtschaft. Erzeugntsse, zur Einfuhr Jndustrieerzcugnisse und fertige Trvpenp-rodurte gelangten, hat sich neuerdings dieses Bild verschoben, ^etzt bilben Fabrikate die Hauptausfuhr, während land- !o-irtschaf tliche Produkte und vor wiegen dindu st rielle Rohstoffe die Haupt einfuhr aus machen. Unb oter biefen sind es gerade die kolonialen Rohstoffe, bre immer mehr an Bebeurung gewinnen. An bcrartigen Roh- ilhlwffeTt führte Deutschlanb 1906 u. a. bereits ein: Baum- iDoUe für 480,50 Millionen Mark, tierische Probukte (Haute, Elfenbein, Hörner, Wachs) für 515 Millionen Mark, Nah- rungs- unb Genußmittel für 433 Mill. Mark, Oelprobukte jiic 214 Mill. Mark, Hanf für 172,75 Mill. Mark, Kautschuk fiic 153,50 Mill. Mark und Gerbstoffe unb .Hölzer für 39Mrll. '.liart Da zurzeit unsere eigenen Kolonien noch nicht ge- iiiigenb entwickelt sind, decken sie erst ben Bebars an ben eben genannten Einsuhrprobukten zu einem geringen Bruck)- tei. So betrug ber Gesamtexport ber Kolonien: in Baunv- IöloHc 0,34 Mill. Mark, an tier. Probulten 4,63 Mill. Mark, an Nahrungs- und Genußmitteln 2,25 Mill. Mark, an Oel- probuiten 10,43 Mill. Mark, an Hanf 1,28 Äüill. Mark, an üoutschuk MUl. Mark, an Hölzern 0,13 Mill. Mark. Demnach bliebe noch ein jährlicher Bebarfvon mehr als 2 Milliarden Mart übrig, ben mir £3 Iuslanp Lah.len fflMtot- S^tragesbe ist bereits auf gegen I1/2 Millionen Mark gestiegen. Weniger Glück haben die Kasfeepflanzer in Ostafrikä; bas qualitativ nicht besonbere Produkt wird dort im Werte von V2 Million Mark exportiert. Weit wichtigere Ausfithnverte schaffen Hanfe von Agaven (Sisal) und Sansevieren, deren Export aus Ostafrika sich bereits weit über U/2 Mill. Mark beläuft. Weiterhin wurden noch Bananen, Panille, Getreidefrüchte und Hölzer, welche Aussichten versprechen, erwähnt. An Demonstrationsmaterial wurden die einzelnen Kulturge- wächfe und ihre Produkte erläutert. In dankenswerter Weise hatten verschiedene Firmen und der bekannte Tropenforscher Reg.-Rat Busse vom Reichskolonialamt zu einer kleinen Tropensammlung Objekte geschenkt. — Hieran schloß sich unter Beteiligung des Herrn Garteninspektor Rehnell eine Führung durch den Botanischen Garten zur Demonstration ber vorhandenen tropischen Nutzvflanzen. — Die Sitzung war recht gut besucht. Noch sei bemerkt, daß am 18. Juli abends Herr Pros. Kaiser auf dem Gleiberg ber Gesellschaft bie geologischen Verhältnisse ber Hingegend erklären wirb. Näheres wirb durch bie Zeitung und Karten bekanntgegeben. Tie T)ittatunuut der fozialdtmokratffchen Gewerkschaften, die geroaltfamc Unterdrückung feder anderen Aieinung, des Organi- fstionszwanges, sowie die Ueberspannung der Streikbewegung hat bie deutsche Arbeiterbewegung zersplittert und durch die Gründung gelber Gewerkschaften eine weitere Zerfplttlerung ersahren. Tiefe gelben Geiverkfchaften sind eigentlich eine Organisation der Um viganisierten. Wenit man die Arbeiterbewegung nicht nur einseitig o!5 eine Mehrlohnbewegung und die Arbeitersrage nicht nur als tine Magensrage behandelt, sondern als eine Kulturbewegung an- sieht, dann muß man die gelben G e w e r k s ch a s t e n ver- wersen. Reformarbeit bildet das Koalitionsrccht. Die letzte Ü-nsequenz desselben ist für den Arbeiter daS Strcikrecht. Verzichtet er auf dieses, so wird das erstere genau so bedeutungslos ivie die Klinge einer halben Schere. Tie Großindustrie bürgt so w ic so schon durch ihre Kartellierung viele Gefahren in sich. Wenn sich die Arbeiter ihrer Kampfmittel gegen sie berauben lassen, so ti>nnen sie sich nicht gegen Auswüchse wehren. Tie gelben Gewerkschaften hindern die Entwicklung zu Reichstarifverträgen, Tarif- geineinfchasten, sowie die Organisierring des Gewetbewesens. Durch die gelbe Bewegung werden nicht sreie Männer mit offenem unb leftem Charakter erzogen, fondern meist Kriecher und Heuchler. Derjenige, der seine Existenz nur von der Gnade abhaitgig mad)t, wird auch nie der Mann sein, der für politische Freiheiten Opfer langt. Parteien, die Werk auf die Persönlichkeitsbildung legen, muffen es ablehnen, Bestrebungen zu unterstützen, die nur die Unfreiheit zum Ziele haben. In der Diskussion verteidigten einige Redner die gelben >S ewerkschasten, Psarrer Korell aber führte ans : Die Protektoren ter gelben Gewerkschaften, feien der Landesverband z u r Bekämpfung der Sozialdemokratie, der den politi- schen Kampf fo vergiftet, elend und niedrig führe wie niemand fönst in Deutschland, und die Kr i eg e r u er e i 11 e mit ihren u Elementaren militärischen Bestimmungen und mit ihrer Ge- fninungsriecherei. Diese Protektoren müßten schon mißtrauisch machen. Im übrigen könne er nur sagen: die ungläubige n organisierten Arbeiter seien ihm lieber als die gläubigen Gelben. Schließlich wurde solgende Resolution angenommen: Der 1 liberale Kongreß lehnt jeden Zusammenhang von Liberalismus unb gelben Gewerkschaften ab, in denen er eine große Gesahr sür die Arbeiterbewegung erblickt. Er hält für das einzig richtige eine geiverkfchaftliche Arbeiterbewegung, die auf dem allein wertvollen '-'3ege der Selbsthilfe in selbstbeivußter Freiheit den Kampf für die höhere Entwicklung der Arbeiterklasse führt. Dann fand eine sehr zahlreich besuchte Versammlung der liberalen Landwirte halt. Teii Vorsitz führte Gutsbesitzer Dr. Fischer (Landsberg). Er führte aus, daß der A r b e i t e r m a n g e 1 aus b e in Lande mir dadurch behoben werden kann, daß mit staatlicher Hilse tüchtigen Dienstboten Gelegenheit geboten wird, sich seßhast und ielbständig zu machen. Die sog. Fleischnotfrage hängt eng mit der fog. Landnrbeiterirage zusammen, da die Leutenot es vielen Landwirten unntöglich macht, ihre Futterboden voll auszunützen und banüt eine wesentlich größere Anzahl von Vieh zu züchten. Es m»iß auch danach getrachtet werden, daß ein maßgebender Teil der i iehniarktbestimmnng aus den Händen der Zwischenhändler in die Hätide der Landwirte iEcrgeht. Tie zahlreichen ungerechten Bestimmungen des Hast- filichtversicherrnigsgejetzes müssen durch eine neue Kommission, in her auch prakiifche Landwirte sitzen, geprüft werden. Die fortgejetzte Steigerung der Jnvalidenversicherungsbeiträge ist ungerechtferltgt. Die heutige Landwirtschaft kann ohne länen e n t f p r e ch e n d e n Zolls chutz nicht bestehen. üSeim man sich daher auch gegen jede Forderung nach Freihandel w ihren muß, so muß man doch auch politisch weitsichtig genug sein, um tarn "bann zn bent eigentlichen Thema i Bieten unsere L>lo.s Aussichten jur Kakao(Smnoa, Kam«un, Tog°> nien hinsichtlich des Pflanzenbaues tatsäcklich Ausfrchtcn flt bereits aus gegen U/3 Millionen Mark ge|tiegi dafür, daß wir uns von der drückenden Abhängigkeit vom Auslande werden frei machen können? Zunächst wurde der Baumwollbau behandelt. Es wurde gezeigt, daß unfer Bedarf an diesem Produkt innerhalb der letzten 10 Jahre von 300 000 Ballen auf 1,6 Millionen Ballen gestiegen ist. 1906 zahlte Deutschland für feine Einfuhr an Baumwolle 470 Millionen Mark an das Ausland. In unseren Kolonien find Togo und Ostafrika zurzeit schon jetzt für den Baumwollbau sehr aussichtsreich. Ohne daß dort Bahnen, andere Transportmittel und Bewässerungsanlagen vorhanden sind und dabei die Kultur nur Einaeborenenarbett oder deutscher Kleinsiedler ist, hat sich der Export in einem Zeitraum von 5 Jahren von 82 Ballen aus 3000 Ballen gehoben. Gerade in Deutschostafrika ist ein vorzüglicher Boden für die hochwertige ägypt. Baumwolle. Zurzeit sind jetzt ungefähr 100 000 Hektar für Baumwolle belegt worden. Dank dem emsigen Wirken des Staatssekretärs Dernburg und des kolonialwirtschaftlichen Komitees fängt man jetzt an, dort große Plantagenunternehmungen bis zu 20, 30 000 Hektar anzulegen, die schon in den nächsten Jahren Erträge liefern werden. — Der Kautschuk wurde zunächst, wie überall, durch Raubbau gewoimen, ist doch überhaupt erst 2 Proz. der Weltproduktton Plautagenpro- dutt. In ben Koloni-en (Ostafrika, Neuguinea, Kamerun, Samoa, Togo) sind über 3500 Hektar mit rund 3V2 Millionen Kautschukbäumen bepflanzt. Während sich in den nächsten Jahren die Erträge aus diesen steigern werden, wird das Rcrubbauprodukt zurückgehen. Auf bie botamfchen Einzelheiten, Gewinnung rc. des Kautschuks wurde naher eingegangen, desgl. auch auf bie Guttapercha, die auf Neuguinea gewonnen wird. Unter den Palmen wurden Oel und Kokospalme besonders besprochen. £ogo allein Hihrt an Palm- ferneu und -Oel jährlich ungefähr für 4 Millionen Marl aus. Die Kokosnüsse pnd bejonoery wichtige Exportartikel unserer Kolonien (Kopra). An letzterem Produkt fuyrlen die Kolonien für 5 MUl. Mcark aus. Die Südseeinseln, besonders Samoa, und tPßajrj;^ tzMil -)WHauPtantbU. SMMnAg li?ZM bie "t&Emzd. ön. “lAbendklS1^ l-'tteralur Kon« m8tik Hsch,Franz. jnsch ProhZ,, .el8e ilirßn» DWE 1(j Stej Evangelische Landersqnode. Darmstadt, 7. Juli. Die Lanocssynodc jetzt heute bii Debatte über die beiden Anträge Wahl Scklitz, inbctrcff der wiffeuschaftlicheu VorbUdung der Geistliche« und der Dienstpragmatik fort. ... Zuerst erklärt Prä-iocnt N e b e ?, das CberEonititonum werde die bei der gegenwärtigen Besprechung über die Besetzung der Pfarrstellen von den Rednern geltend gemachten Gesichtspunkte in ernste Erwägung nehmen. , . 2yu. Dornseiff meint, die beiden Anträge Dahl icicn Nicht zweckmäßig - cs sei richtiger, an das Cbcrfonnftorium das Ersuchen zu richten, baß an der Landes - Universität auch Theologen ber positiven R^ckiung zugelassen werden möchten, ^yn. Fischer ist erstaunt borüber, daß Prof. v. Eck in ^seiner gestrigen Rede ein nicht für die Leffentlichk.it bestimmtes Schrist- stück des Ministeriums an die Landesunioersitat mit einer Verordnung verwechselt l-abc. — Syn. S t a m m - Swckstab: bespricht die unrechte Art der Besetzung ber hessischen Pfarrstellcn. Er zweifle nicht, bast beim Fakultät-eramen an der Lanbesuniversitäl auch diejenigen vollauf gerecht behandelt werden, bie nicht aus schließlich in Gießen studiert hätten, aber man müsse bod) das Verlangen aussprechen, daß auch den berech.igtcn Wünschen ber positiven Richtung cntgegengckommen werden sollte. Es seien beide Richtungeil im Lande vertreten, sie arbeiteten auch beide gemeinsam in ber Synode zusammen unö da müßten auch beiden die gleichen Rcchie gewährt iverden: vor allem dürfe die positive Richtung nicht länger in Gießen ausgeschlossen bleiben. Er^ ersuche, wenigstens den zweiten Antrag Wahl anzunchmeii. — 5nn. Dr. Lucius wendet sich in id)arren Worten gegen die gestrigen Darlegungen bcs Pros. D. Eck. Er stehe als Jurist aus einem anderen Standpunkt und könne bie Eckich.'n Ausiühnmgen nur als ein blendendes dialektisches Wortspiel bezeichnen. — Prälat U. Flöring bemerkt, die vom Lberlonsistorium vorgctragcnen Anschauungen seien mit Ausnahme des Antragstellers von allen Ausschußmitgliedern als richtig anerfanni worden. Es sei durchaus im Interesse der Lanbeskirck^?, daß die Kandidaten ilwer Psarrstellen von einer Veho.be geprüft werden, die o?m Kirchen refliment in ihrer Tätigkeit genau bekannt sei. Tas CberEonii- ftortum habe auch für die den Antragsteller bewegenden Gründe volles Verständnis, bod) könne dasselbe ohne zwingenden Anlaß kein Gesetz ändern, das sich seit langen Jahren bewährt habe. Syn. Bogt erklärt sich für den Antrag Turnst ist. - Syn. Stamm Stockstabt stellt den Antrag, die Synode wolle bas Oberkonsistorium ersuck^en, bei fick) ergebender Vakanz an der theologischen Fakultät in Gießen den LehrstuA mit einem Vertreter ber positiven Richtung zu besetzen. — Syn. D. Sch losser wenbet sich in längeren Ausführungen gegen diesen Antrag, da derselbe nur Zwietracht in das jetzige fricbttdje Verhältnis hineintragen könnte. — Syn. I a u b t erklärt sich für den Antrag. — Syn. D. Diehl ist bagegen. Es müsse vor allem die Einheitlichkeit ber Fakultät erhalten bleiben. Audi die Anträge Wahl feien, nur geeignet, eine Zerklüftung in ber Fakultät herbcizu- sülweil. — Syn. D. Eck gibt bie Erklärung ab, die theologische Fakultät in Gießen werde sich auf keinen^Fall die Freiheit ihrer Entschließung nehmen lassen, möge die Synode beschließen, was sie wolle. Die Fakultät werbe etwaige Wünsche,und Ersuchen io weit als ntöglid) berücksichtigen, aber einer bestimmten Festlegung werde sie nicht zustimmen. — Syn. Widmann bemerkt, gerade das forlgesctzte Verweigern ber Zulassung der positiven Richtung fei geeignet, Mißstimmung und Zerklüftung hervorzurufen. Syn. Dinge I dey erklärt sich gegen die Anträge, während Präs. Stamm Gießen es für erwünscht hält, den Anforderungen des Antragstellers in irgend einer, Meise cntgegen- zukommen und im Falle einer Vakanz einen Lehrstuhl der Fakultät mit einem Theologen positiver Richtung zu besetzen. Rach der Frühstückspause gibt Präs. N c b e l bie Erklärung ob, baß für das Ober'onsistorium ber Antrag Wahl unannehmbar sei. Es sei auch gar nicht nötig, bas Gesetz zu andern. Das Oberkonsistorium habe cs schon früher als empfehlenswert bezeichnet, angesichts ber vorhandenen Beunruhigung int Lande, im Falle einer Vakanz auch die positive Richtung zu berücksichtigen. Man verlange keine Zwangsproseisur, sondern man erwarte, daß die Fakultät aus eigener Initiative mich einen Sknretcr der positiven Richtung wählen werde. Es sei an ihr, für diesen Lehr stuhl eine Persönlichkeit zu bestimmen, mit der ein fricblidjcs Zusammenarbeiten gewährleistet wird. Syn. T o r n j e i f f ändert darauf seinen Antrag dahin ab: „Die Synode richtet an das Obcrkonsistorium das Ersuchen, dahin zu wirken, daß bei Vakanzen an der theologischen Fakultät auch 'Vertreter der positiven Richtung Berücksichtigung sindcn." Tie Anträge Slam m - Ltockstadt und W a l> l und Gen., Über die wisscnschaslliche Voroildung der Geistlichen, werben hieraus zurückgezogeu. Bei ber 91 b ft i in in u n g wird der A n t r a g Wahl unb Wen., b c t r. den Gesetzesvorschlag über die Di e n stprag ma 1 i k usw. mit 2 6 gegen 25 Stimmen a b g e l c b n t unb bccabgcänbcrtc Antrag Dornsei f s mit allen gegen 7 Stimme it angenommen. Zur Beratung kommt nun die Vorlage des Oberkonsistoriums, belr. die Bildung einer Filialgemeinde Schlierbach, Kreis Dieburg. Der Ausschußberichterstatter R ö m l-e 1 b-Nidoa teilt hierzu mit, baß sich bie -sackstage insofern geänbert habe, als bie bürgerliche Gemeinde Sdxtajham gegen die Trennung der Gemeinde Schlierbach von ^djcafljcint Widerspruch erhoben habe. Der Ausschuß erachtet aber den Widerspruch für mibegriinbct unb beantragt bie Bilbung ber Filialgemembe Schlierbach zu genehmigen. h Zu ber Vorlage, beir. bie b i e n stp r a g in a t t s che n V e r- h ä l t n i s s e oer von Anstalten und Vereinen ber Inneren Mission und verivandlen Bestrebungen angcstellten Geistlichen, beantragt ber Ausschuß, Synvbe wolle mit Dani von der Erklärung des Ober- lonjistoriums Kcnnüüd nehmen, baß dasselbe bereit sei, zu gegebener Zeit mit einer bereits ausgearbetteren Vorlage an bie LanbeSsynobe heranzutteicn. Die Synobe sieht wegen ber Not- lucnbigteit des Gegenstandes oiiier diesbezüglichen Vorlage bis zur Tagung der nächsten Synode entgegen. Die Synode stimmt diesem Antrag zu und genehmigt auch die vom dkusschuß gewachten Vorschläge, bez. des im Dienste der Inneren Mission arbeitendeti Psarrassistcnten Schlosser, erteilt aucki, insoweit die Regelung der Verhältnisse von sinanziellcr Bedeutung ist, ihre (Genehmigung zu ber Zusage des Oberlönststoriums an den Vor stand des l .Nischen Diakonievereins, inbetreff ber Anstellung als Sekretär. / Ein Antrag Sl cil unb :i o I b, betr. Sonntagsruhe in den Gastwirtschaften bchorde dahiit zu wirken, baß bas Verbot, bei» Einh?imisck)eu ivälircnb bes Vormittagsgottcsdienst?>? in ben Schankwirtschaften geistige Getränke zu verabreichen auch auf bie Gastwirlschaston ausgebehnl ivird. Das Oberkoniistoriu>n erklärte zu diesem Antrag u. ä.: Wir billigen alle Bestrebiingen auf diesem Gebiet und haben für bie in dem Antrag zum Ausdruck kommeubc» Wünsche volles Verständnis. Trvtzdem müssen wir ben Antrag in ber vorliegenden Form für unannehmbar erklären. — Ter Ausschuß holt es für erwünscht, daß für die bevorstehende Revision des Polizei-S'rafgefrtzbuüis seitens der Lanbesjyn.'bc ber Staats-Regierung Wünsche unterbreitet werben, welch? aus einen ausreichen ben Schutz der Sonntagsruhe gerichtet sind itnb schlägt desl-alb eine Resolution vor, in welcher an die Regierung das brüigcnbc Ersucheit gerichtet wirb, den Art. 228 bes Polizei-Straf-Gesetz- Bachs uttier Berücksichtigung b?r geänderten Zeitverhältnisse zwcck- inüi,ig umzugcstalten unb diejenigen Bestimmungen aus zunehmen, eiche bcz. des Besuchs der _2d«nnr unb Gastwirtschaften die tiufeerc Feier unb Würbe be5 Sonntags, namentlich währenb ber Stniiden des VormiltagsgottesdiensteS gc; .il rlciftcu und auch auf die pietätvollen Emps.nd. u i n k eiter Mr e n e Bevölkerung Rück licht nehmen." Diese Resolution wird mit allen gegen eine Stimme angenommen. Der SonberauSjckmß für Innere Mission hat einen Bericht erstattet über ben Stand der Fürsorge für die schulentlassrnc Jugend rind über b. ■ U i.i v. ^.rt ... de evangcl. .unfereä Volkes. Er beantragt, zu desckjlicßeL, an das Ober- konsistvrium bas Ersuchen zu richicn, dasselbe möge auch fernerhin ben Unternehmungen, welche sich die Fürsorge für die Jugend zur Aufgabe machen, feine freundliche Stellungnahme bewahren unb durch die Superintendenten, Dekane unb Pfarrämter, wo angängig, zur Einrichtung von Jünglings- unb Jungfrauen vereinen, sowie zur Vertiefung ihrer Arbeit anzuregen: ferner den Ausschuß für Innere Mis'ion zn beauftragen, am Schluß ber Tagung über bie Wirkung der in der Jugendpflege arbeitenden Anitalten unb Vereine Bericht ;u erstatten. Tie Synode stimmt nach längerer Tebatte auch diesen Anträgen zu und vertagt sich barauf 1 2 Uhr auf morgen früh 9 Uhr, voraussichtlich zu ihrer letzten Sitzung. Heute abenb findet auf der Terrasse des stöbt. Saalbaues ein geselliger Lierabenb der Srmobalmitglieber statt. Aus Statt und Land. Gießen, 8. Juli 1908. ♦ ♦ Ordensverleihungen. S. K. H. der Groß Herzog haben dem Major Tiehsen, aggregiert dem 3. Lothringischen Infanterie-Regiment Rr. 135, seither im 5. Großh. Hess. Infanterie-Regiment Rr. 168, das Ritter kreuz 1. Klasse unb dem Postsckretär, Postverwalter Johs. Winter in Beerfelden das Ritterkreuz 2. Klasse des Vcr- »ienstorbens Philipps des Großmütigen verliehen. * * E i s e n b a h n p e r s o n a l i c n. S. K. H. der Groß- Herzog haben den Obergütervorsteher in der Hessisch-Preu- ßischen Eisenbahngemeinschaft Karl Bonn zu Tarmstadt auf sein Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit in den Rnhestanb versetzt, dus Mitglied einer Eisenbahndirek-ion der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft, Geh. Baurat Georg Schobert, zum Oberbaurat und den Eisen- bahnbauinsp.ktor und Vorstand einer Werkslätteninspckiion, Eugen P r i e st e r zu Darmstadt, zum Vorstand einer Ma- schincninspcktion in der Hessisch-Preußischen Eisenbahn-Gemeinschaft ernannt: dem Bahnmeister Hch. Beck zu Sterb fritz, dem Bahnhofsvcrwalter Karl M u l ch zu Ed;zell, dem Kassenporstcher Gg. Ehristiau Rapp ztt Betzdorf, dem Bahnhofsvorsteher Gust. Louis Otto Schulze zu Hanau, dem Eisenbahuassisteuteu Karl Steitz zu Lich die unkündbare Anstellung verliehen. Ferner wurde den Lokomotivführern Mart. Becker zu Asckwffeuburg, Hch. Will). Körle zu Ober-Rodeu, Aug. Friedr. L a in b e r tz zu Obcr-Rodcn, Joh. Hch. R a i ß zu Hanau unb Ludw. Scherbt zu Gebern, )en Zugführern Adam Boll zu Friebbcrg, Peter Lorenz Herzog zu Gemünben, Will). Köhler zu Gießen und Heinrick) Peter Ncuwcger zu Friedberg, den Bahnhofsaufsehern Friedr. Diehl zu Bermuthshant und Kour. Weiß gerb er zu Grund-Schwalheim, den Wcickienstellern 1. Klasse Ludw. Hofmann zu Bad-Nauheim unb Steph. Max. T o n y zu Bieder, die unkündbare Anstellung verliehen. * * Tagesordnung für d i e Sitzung der Stabtverorbnetcn-Versammlung am Tonuers- tag, 9. Juli, tiad)m. 4 Uhr: 1. Mitteilungen. 2. Straßenbahn. 3. Ankauf von Steins Garten. 4. Verkauf eines Bauplatzes an den Verein Abclphenhaus. 5. Antrag wegen Aufstellung eines allgemeinen Bebauungsplans. 6. Gesuch bcs Kaspar Stein uni Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft auf dem Grundstück Bergstraße 20 (Steins Garten). 7. Gesuch des Heinrich Rusch um Erlaubnis zur Veranstaltung von Tchaustelliuigeu im Hause Kanzleiberg 5. 8. Ferien der Stadtverorbneten-Versamm- lung. * * Tie Baugenossenschaft des Evang. Arbeitervereins hielt am letzten Samstag im oberen Saale der Herberge ihre Generalversammlung ab. In Verhinderung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats Kommerzienrat Heyligeustaebt eröffnete der Tirektor der Genossenschaft Cparkasjcnbireltor Döring die Sitzung unb teilte u. a. mit, daß bie Genossenschaft zur,zeit 115 Mitglieder zählt, sowie daß die Bebauung der Olrunbstücke am Erbkcmterweg wohl in Kürze in bie Wege gcleit.t werben könne. And) die. Clisab?lhenkleinkindcrsd)Ule, die ci i wesentliches Glied des Evang. Arbeitervereins bildet, erfreut sich einer guten Entwicklung dank der von verschiedenen Seiten erfolgten finanziellen Zuwendungen. Ta die Jahrcsrech- nung für 1907 keine Anstände aufweist, wird dem Rechner Entlastung erteilt. Ter sick, aus der Bilanz der Baugenossenschaft ergebende Gewinn soll zur Verteilung einer 4proz. Dividende unter die Mitglieder und zur Zuweisung zum Reservefonds verwendet werden. Die aus dem Vorstände und Aufsichtsrat ausscheidenden Herren Architekt Hamann. Laudgerichtsrat Schmeckenbecher unb Prokurist Wolf werben einstimmig wiebergewählt. * * D e r B a u e r s ch e G e s a n g v c r e i n unternahm am Sonntag einen wohlgelungenen Familienausflug nach der S a a l b u r g und Bad H v m b n r g. Trotz des wenig einladenden Wetters versammelten sich früh 6>;_> Uhr etwa 90 Teilnehmer am hiesigen Bahnhof, um über Friedberg- Friedrichsdorf nach Station Saalburg zu fahren. Nack) kurzer Frühstücksrast auf der Lochmühle ging es bergauf ziun Kastell, das unter kundiger Führung besichtigt wurde. Ter Nachmittag bereinigte die Teilnehmer mit den Sanges- ürübern des Blumenthal scheu Mannerchors Homburg v. b. H. im Restaurant „Zum Römer", nachdem man bereits vorher das Kurhaus, ben Park, die Erlöserkirche usw. in Augen schein genommen hatte. Hier kam nun bald der frohe Sinn unb Humor dc§ Sängers zu seinem Rechte. In bunter Reihenfolge wechselten Chorgcsängc der beiden Vereine, SoliS und komische Borträge und nur zu bald kam die Abschiedsstunde, die bie Gießener „Bauern" wieder an die Heimkehr mahnte. Alles in Allem eine schön verlaufene Veranstaltung. a. Dutenhofen, 6. Juli. AIS ein segensreiches Institut erweist sick) immer mehr unsere Kleinkinder- anstatt. Dutenhofen mit seinen vielen Bahnarbeitern, woselbst aud) meist deren Hausfrauen in den Fabriken beschäftigt sind, konnte eine solche Bewahranstalt nicht länger entbehren. Gestern feierte in aller Stille die junge Anstatt ihr Jahressest. Die Kleinen zeigten vorerst ihr Können und wurden dann mit Kaffee unb Kuchen bewirtet. X. H c r m a n n ft ein, 6. Inti. Der Gesangverein „E i n t r a ch t" trifft schon die ersten Vorkehrungcn zu feiner 25jährigen Jubelfeier, die er im nächsten Jahre zu feiern gedenkt. Ta ber Verein während seines Bestehens schon manches auswärtige Sängerfest besucht hat, darf er woht auf eine große Beteiligung rechnen. Während früher über ein Jahrzehnt Herr Py. Gorr aus Heuchelheim dem Verein als Dirigent Vorstand, leitet nunmehr Lehrer Menz ben Gesanguuterricht. Viele Ominber gehören dem Verein heute noch als Sanger ober Ehrenmitglieder an. Amöneburg b. Marburg, 5. Juli. Hier kam es vor einiger Zeit zu einem Streit zwischen bem Bürgerin e i st e r nnb den Stadtverorbneten, ber dazu führte, baß ber Bürgermeister ben Stabtverorbneten bie Abhaltung ber Sitzungen im Rathaus untersagte. Auf bie von ihnen bet ber Regierung hiergegen eingelegte Beschwerde entschied diese, daß die Stadtverordneten ihre Sitzungen weiter im Rathaus abhalten dürften. Es wäre wohl ba bie Frage zu stellen, ob ein Bürgermeister bas Recht hat, eine städtische Körperschaft ans bem Rathaus? hinau; in eisen, resp. wer das Hausrecht in einem Rathaus l-at. (Frkf. Ztg.) , ■ Gießener Strafkammer. X Gießen, 7. Juli. Freigesprochen. Der zweimal wegen Diebstahls vorocstraftcn Fabrikarbeiterin L. Sch. aus Lanbach sind zwei schwere Diedstöhle zur Lost gelegt. Sic hat die Abwesenheit einer im Hause ihrer Eltern irofmcnbcn Witwe dazu benutzt, um ihr unter Anwendung eines falschen Schlüssels einmal 2 Mark und einmal 1 Mar? zu entwenden. Der Frau war bei ihrer Rückkunft jedesmal ausgefallen, daß die Wolmung burd:'.td>t war. Das erstemal bat sie das Geld, bas bie Frau unter ben Kopfkissen il/res Bettes versteckt batte, gesunden und bas anbcremal nahm sie bas Geld ans einer Kvmmobschublade. Im letzten Winter hatte bereits eine Scrtanblung staltgesund.n, in ber von ber Verteidigung der Antrag gestellt wurde, mii?^ü?.'icht auf b;? in Der /-antilic der Angeklagten vargekommenen Krankhci ser ck.inuvg n eine Untersuchung auf ihren Geisteszustand ftattfinben ;u lassen. Tic Unter'uchung, ber eine in ber psychiatrischen Klinik hier vorzenornrnttre Beobachtung zugrunde lag, ergab, daß die Angeklagte aus einer epileptischen Familie stammt, ihr: Großmutter unb Mutrer sowie eine Schwester leiben an epileptischen Krämpfen, bie auch bei ihr ausgetreten iinb. Sie ist körperlich »iirüdgcblicben unb störrisch, verlegen, srcch. Nach ben Angaben des 5adiv.T|"tänbigen war sie aus ihr oorgelcgte unangenehme Fragen -u keiner Antwort zu bewegen, was sie auch vor Gericht beibchiclt: auch bat sie sich in der Klinik biebüch und be.rüger.sck) gezeigt. Es wurden an ihr skrofulöse Merkmale unb Zeichen von Epilepsie kabrncnommcrt: angeborener Sdp.vachsinn ließ sick jeboch nickc nachwei en, wenn s e auch geistig beschränkt ist unb in der Schule, in ber sie um zwei Klassen zurück- blieb, bem Unterricht nickt immer folgen konnte. Sic erinnert sich an bie Einzelheiten der Vorgänge unb weiß auch, baß ihre Taten bestraft werden. Auf Grund seiner Dal.rttchmungen hielt es der Sachverständige für jmcifcil.au, daß die Angeklagte ftraf» rechtlich juredmunß5:ü( ig ist, wenn auch eine ous ieprügtc Geistes- krankheit nid-t festzustellen war. Eine bauernde Aufsickt in einer Anstalt hielt er für das geeignetste, da die Angeklagte, ber es auch an bet richtigen Erziehung fehlt , beeinfluß unb bclcbrbar ist. Da bie strafreck iliche Verantwortung der AngeNagtcn fraglich ist, erging zu ihren Gunsten Freispruch. Vernachlässigung ber Mutterpflichten. Unter Ausschluß ber Oesienttichkeil wuroe gegen bie Land- wirtstochker L. W. von Tanncnrob verhandelt, ber zur Last gelegt ist, ben Tod ihres int Februar b. I geborenen KindeS durch Fahrlässigkeit herbeigesührt zu Ixibcn. Aus der Urteilsbegründung war zu erfahren, daß die Angeklagte vor bet Geburt ihren Zustanb e.u verhcimltchcn gewußt hat: sie will von ber Geburt überrascht worben fein, unb während einer bei ihr rin- getretenen Lhnmad.t fei bas Kind zugrunbc gegangen. DoS Gc- rid)t hielt eine Kette von Vernachlässigungen ber Mutterpflichten für vorliegcnb und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten. Vergehe« gegen die Zigarettensteuer. Der Landwirt L. >1 aut d?m ©rciicnhaincr Hos bei Alsfeld, ber nebenbei aud) eine klein ■ Winidiast betrieb, bekam von einem Friedberger Fabrikanten Zigaretten ausgeschwätzt, von denen er im Herbst 1906 einige verlauste. Er war mit den gesetzlichen Bestimmungen über die Zigarettensteuet nicht vertraut unb l)aite den Vertrieb ber Steuerbehörde nicht angemeldet: auch war bie Packung nid. mit dem richtigen Steuerzeichen vcrsel-en, n-os er aber später uachholte. Er wurde wegen Zigarettensteucr- hinterziehung angeklagt, aber bas Schöffengericht hielt bie Straftat wegen ber Nichtanmeldung für verjährt unb erkannte wegen des P» deren Falles nur auf eine Ordnungsstrafe von 2 Mark, da scftsta.td, daß er feine H:n.erziel ung beoostchngt hatte, iiibcm er sich bie Steuerzeichen zusck iuen ließ. Die Staatsanwaltsdias: fod-t bas Urteil auf Wunsch der Steucrbel-örbe an, da schon der, in dessen Gewahrsam sich unversteuerte Zigaretten besinden, wegen Desranbation strafbar ist. Ein weiterer Absatz besagt aber, es habe nur Orbnungsstrase cinjuirctcn, wenn eine Hinterziehung der Steuer weder erfolgt ist noch bcabiidjtigt war. Diese Bestimmung mußte auf den Angeklagten Anwendung finben, denn nach feinem Verhalten konnte eine Hinterziehungsabsicht nicht fest gestellt weiHen, and) ist eine solch? nicht verübt worben, ba er bie Steuer entrichtet hat. Im ander n Falle wurde, tuic nm Schöffengericht, Verjährung angenommen, w.-sholb bas Urteil seine Bestätigung fand. Tic Kosten ber Berufungsinstanz unb bie dem Angeklagten erwachsenen notivenbigcn Auslagen, worunter auch die Kosten seines Rcd.sanwalts zu versteifen sind, wurden der Staatskasse auferlegt. Für Politik in Vertretung verantwortlid): P. W i t t k o. 11 nudel des 111 356 Portugiesen 86.80 Herliner Hörne, 8. 22 90 148.50 121.00 "6% >. Juli. Anlangikarie. Harpcuer Bergwerk. Laur ab title . . . i,umbardeu E. B. . Nordd. Lloyd . . . harkciilbse .... 197.20 203.40 23 UO 91.50 149.20 Canada E. B. . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner 1-uuk . . Tendenz: ruhig 62.60 63 20 89.85 95.30 148 90 51.26 86.80 65.40 96.70 3^’A 3% 113.50 103.75 191 40 187.80 107.üO 197^0 203.50 91.20 96.50 160.UÜ 122.10 230 30 133.20 171.60 136.60 194.79 82.75 91.55 82.60 90.50 89.30 98 50 99.20 93.40 4 xa °/e russ.Staatsaul. 190u 4)a 0 japan. Staatsanleihe 1 “0 Conv. Türken von 1903 Türkeulose 4% Griech. Monopol-Aul. . 456 äussere Argentinier . 3°/e Mexikaner . . . \xA°le Chinesen . . . . Aktien : Bochum Gus» Buderus £ W Tendenz: fest Meteorologische Beodirchtnngcn der Station Gießen. Elektnz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsei.kircheu Bergwerk . Hamburg - Amerik. PakeLL Harpener Bergwerk. . . Laurahütte Nordd. Lloyd . . . . Obeischles. Eisen-Iudustrie Bcriiuer daudelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat Bank . . Diskouto-Kommandit . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktieu Baitmure- und Ohio- LiseuLauu Gotthardbahu Lombard. Eiseubohu . . U es len. Staat» Daun . . . I'nuce-Heun-Eiseubahu Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fflr und Industrie, Glessen. 211 25 100.20 . 158 90 . 122.50 . 230.20 . 56.00 136.60 Hör*e, 8. Juli, 1.15 Uhr. 91.50 I Eleklriz. Lahineyer . Franklurter Reichsanleihe . . do. . . Konsols .... do. .... Hessen 3X0/, Oberhesseu . . . 4?6 Uesterr Goldreute. 4‘/s?o Oesterr. Silbenente 4 % Ungar Goldrente . . 4y0 Italien. Reute . . . 3?o Portugiesen Serie 1 Juli 1908 ^Barometer nut 0° reduziert Temperatur ber Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Wiubrichluug £ z> s Weller 7, 2“ 746.1 21,6 10.8 57 W 3 Souiienschein 7. 1 9" 746,3 17,4 11,8 80 SW 4 Regeu 8. 7" 746,6 15,9 10,6 76 SW 2 Beb. 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Lloyd - * _ nlose - • Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Bis- marckstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Die unterm 11. Juni 1908 angeordnete Löwengasse zwischen Bahnhofstraße und wird hiermit ausgehoben. Die unterm 11. Juni 1908 angeordnete I Frische Fische Donnerstag früh 9 Uhr Ta, Nordsee Schclißsche per Pfund 35 Psg. Fa. Bratsisa-e Pfund 20 Pfennig, ff. CastUau per Pfund 28 Pfennig im Ausschnitt 32 Pfennig. H ff. Norzungerl I per Pfund 40 Pfg. Gefor. Berta I Balinbofstr. 27. [a8/7 8 §£■ Frankfurt a. 8A. Moselstraße 46. Zu sprechen von 2—7 Uhr nachm. Tcl. 7412. 10 M ' 23“' ' 91> fragen Sie den Arzt, falls Sie gewöhn» O lichen Kaffee nicht vertragen und die als Ersatz dafür angebotenen Surrogate nicht mögen. Fragen Sie ihn, >ob er Ihnen coffeüifrelkn Kaffee erlaubt und er wird antworten, daß er nichts dagegen habe. Prüfen Sie dann selbst, ob Sie in Geschmack und Aroma einen Unterschied zwischen coffeinfreiem Kossee und anderem finden können I Setzen Sie Kaffeekennern coffeinfreien Kaffee und anderen vor, und fragen Sie, welches der bessere ist — stets wird das Urteil für den coffeinfreien Kaffee günstig auSsallen Fragen Sie, prüfen Sie genau, bilden Sic sich ein eigenes Urteil und hören Sie auch die Urteile Unparteiischer! Eine solche genaue und vorurteilslose Prüfung ist die denkbar eheste Empfehlung für unser ProduktI Verlangen Sie im nächsten besseren Kolonialwarengeschäft den „Coffeinfreien fiaffee H A G" . (Schutzmarke „Rettungsring") der Kaffce- Handelö'Aktirn Gesellschaft Bremen. 34 Gelegenheitskauf Erstklassige A. Bolterhofi Söhne Seltersweg 20. ZSpfe 4093) von 3 Mark an, ebne von 5 Mark an, Taifun, friffth, llnttrlngrü werden gut u. bitt, angcfcrtigt bei Emil Koch, Friseur, Balmlwsstraste 62. Die hiesige Grast. Ziegelei ist vom 1. November l. Js. ab -u verpachten. Bedingungen nach Beretnbarung. Bewerber müssen nachweislich als Ztegelmeister gearbettet habenund über ein kleines Betriebskapital vermgen. Pachtgesuche werden.amdem Büro der unterzeichneten Berwaltung wahrend der Geichalt^- stunden entgegengenommen; vorherige Anmeldung erwünscht. Laubach, Juli 1908. D/’ Grast. Solms'sckc Rcntkammer. Birnbaum. jer Bswr • - ;uLalm ' ' ^.^seubahu • e.Heun-iJ6euu ■ . ii n Fabrika is-Schranke y? Roll - Laden i* Öfen u. Herde aller Art, Kesselöfen Waschkessel in Kupfer und Emaille Roederherde für Hotels und Restaurationen Gasherde, Waschmaschinen, Badeeinrichtungen empfiehlt billigst 8648 W. Dür-beck, Giessen Bekanntmachung. Betrifft: Feldbereinigung in der Gemarkung Oppenrod. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur Blendend Währungfür: k ,Äi 1 w g- 'Bellet i Einrichtungen aurFrischh&lhmg ~ aiierKahrungsiÄittel 1O©OOO facti ßewsäferti in /wnitien, fioteti. tCrc nfcgnfi aus cm, fln.3 tstiten, etc- -er. e6cn, . * \JU(i Lasten ff , ?mer te «ÄS' »ter hatt lc>§ (w ! tej? kine "ulie drrT eint Ws einer ^bSung ?einS1^ clieauiS£n' IteiE 5U beivegen e sich jn9eit< >v°s sie den an Äftil "ommen-LjÄ - toenn »Wei ^stfg konnte. Spruch d Weitz au?s?nneti sä's sKs «F ^üieä'V^r rnch. Eglen |Iüg, Wchtkn. gegen bie »erfianbelt, bn * !n3-&”'nsi ^dL°LrL de gegangen, i X, ??n der Mutterpslch^ lnngnlsstrasc von itnfteuer. Grchcnhaincr Hof bei -schaff betrieb, bekam euen aafgeschmätzl, von ; y1 n>ar mit den gt lensteuer nicht vertrant nicht angemeldet: auch Steuerzeichen versehen, wegen Zigarellensteuet. ngencht hielt die Straf, brt und erkannte wegen »tgsinase von 2 Mark, beaoiichugt hatte, indem Tie Äaatsanwaltschai: Hörde an, da schon den laretten befinden, roeger. Absatz besagt aber, e mit eine hinterziehun: chiigt war. Tie/'e Beiiwendung iinben, denn ziehungssM nidjt fefb : tobt /norden, ba er traut tumbe, wie an veshalb das Urteil sein/ igsinstanz und die dm Klagen, worunter tnic ehen sind, wurden btt Telegramm! Verkaufe morgen auf dem Brand eine Waggouladung sehr schöne Johanuesbeeren, Stachelbeeren und saure Lkirfchen Außerdem eine große Ladung weißen Blumenkohl, Gurken, Prinzeß- und Schneidebohnen 4201 Klees aus Elberfeld. LMWr WeitsNchivkis Gietzen. Gartenstrastc 2, Zimmer 2. 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