"E Zweites Blatt Nr. 107 Donnerstag 7. Mai 1008 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. 158. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag öer Brühl'schen Univcrsitäts - Buch- und Steindruckerei. yt Lange, Gießen. Die ..Siegener Zamtlienblätter- werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, daS „Krdsblati für den Uretr Siegen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen 3rtU- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Berlag: e^s^öL Redaktion; ? ra. Tel-Adr.-. ZlnzeigerGießen. p—nm «I i ■innnCTm, 11 mMag» parlamentarisches aus Qejfen* RB. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer tagte gestern abermals. Als Vertreter der Regierung wohnten die Staatsminister Ewa l d, Geheimerat Wil brand, Ministerialrat Dr. Becker und Geh. Oberfinanzrat Fuchs der Sitzung bei. Die Vorstellung des Forstmeisters Hoffmann zu Butzbach, welcher sich darüber beschwert, daß ihm seine Militärdienstzeit nicht angerechnet und ihm dadurch eine Schädigung zu teil geworden sei, wurde mit der Regierung eingehend besprochen, jedoch noch kein Beschluß darüber gefaßt. Eine längere Debatte rief auch der Antrag des Abg. Noack, betr. Neuregeluiig der Witwen- und Wa i sen v e r s o rg l» n g der Beamten hervor. Der An- trag bezweckt die Erhöhung des Witlvensatzes von 30 auf 40 Proz. der Besoldung. Soioohl die Negierung wie der Ausschuß waren der Meinung, daß eine Erhöhung der Re- liktenbezüge sehr wohl als geboten erscheine. Da durch dieselbe jedoch eine starke Belastung der Mehrausgaben herbei- geführt werden würde, so war man einmütig der Meinung, daß diese Frage nur in Verbindung mit der Revision der Besoldungsordnung gelöst werden könnte. Weiter wurde auch die Vorstellung der Steueraufseher wegen Gehaltserhöhung eingehend zwischen Regierung und Ausschuß behandelt, doch wurde auch hierüber noch kein endgültiger Beschluß gefaßt. Gelegentlich einer anderen Petition wurde von der Regierung noch betont, daß das alte Provinzial- ArresthauS in Mainz für kleinere Beamtenwohnungen umgebaut werden soll. Der Ausschuß nahm alsdann auch noch den Bericht des Abg. Dr. Osann über den Gesetzentwurf betr. die Fürsorgekasse für die Beamten der Landgemeinden und weiteren Kommunalverbände entgegen und genehmigte ihn. In der am nächsten Dienstag stattfindenden weiteren Beratung soll in erster Linie die Regierungsvorlage über die Strafanteile behandelt werden. Deutsches Reich. — Staatssekretär Dcrnburg verläßt ain Sonntag Berlin, um sich zunächst nach London zu begeben. Von dort aus schifft er sich am 16. d. M. nach Südafrika ein. Der Aufenthalt in der Kapkolonie ist auf etwa fünf Wochen, der Aufenthalt in Deutsch-Südwestafrika auf annähernd zwei Monate berechnet. — Graf Posadowsky, der gegenwärtig in Lausanne weilt, wird im Saufe dieses Monats in Ra um bürg an der Saale eintreffen, wo ec ständig Aufenthalt 511 nehmen gedenkt. — Die Kommission des Reichstages für die GewecbeordnilngSnovelle (Heimarbeit) beschloß, den Reichstag zu ersuchen, er möge 1. den Präsidenten ermächtigen, diese Kommission in» Herbste schon vor Beginn der Plellarsitzungen einzuberufen und 2. den Wechsel im Mitgliederbestände der Kommission zu genehmigen. Ausland. Ag ra ru nr u h e u i n I r a l i e n. In Apnlien. sind ähnliche Agrarunruhen ausgebrochen wie in der Provinz Parma. In Ruvo griffen Bauerii mehrere Pächter all, die vorn Bezirls- gericht zurückkehrten, wo sic gegen aufständische Bauern als Ge- fchwoveue fungiert hatten. Mehrere Personen wurden verwundet. Einschvcitende K'arabinieri wurden von den Bauern mit Stein-- würsen empfangen, doch gelang es ihnen, die Ordnung wieder- herzuftellen. Unter den Me hrfo rderun g e n des französischen Krieg sm i nist e rs für 1909 befindet sich an erster Stelle ein Posten von. 15 Millionen Frank für Mitrailleusen. Es handelt sich darum, nach und nach alle Infanterie-Regimenter mit je zwölf der neuartigen Mitrailleusen zu versehen, lieber die der Kavallerie zuzuteilenden Maschinengewehre ist noch nicht endgültig entschieden. Eidesleistung des Königs von Portugal. Am 6. Mai sand in Lissabon die feierliche Eidesleistung und die Proklamation König Manuels II. im Parlamenr statt. Sobald er Platz genommen hatte, bv. ihm der Präsident das Evangelium und das Kruzifix dar. Hierauf leistete der König, der das Zepter trug, unter Verlesung der entsprechenden Artikel der Verfassung den Eid. Alsdann proklamierte der Oberbannerträger, von Herolden begleitet, den König von: Balkon herab. Die Menge vor dem PalaiS brach in Zuruse aus. Artilteriesalven aus den Schiffen und der Festung verkündeten die Proklamation des Kö..igs. — Aus C a sa b l a n c a wird gemeldet: Die Franzosen wurden von den Mcdatras nach längerem Kampfe unter Verlusten zurückgeschlagen. — Aus M 0 nastir luirö berichtet, daß am Tiensiag 2 von einem, außerordentlichen Gericht kürzlich zum Tode verurteilten Griechen hingcrichtet worden seien. Die Leichen blieben 10 Stunden lang am Galgen hängen. Die türkischen Behörden hatten kurz vor der Hinrichtung einen Priester nach dem Nichtplatz rufen lassen, ohne biefent mirzuteilen, um was es sich handle. Man zwang den Priester, den Verurteilten im letzten Äugeirblick den geistlichen Beistand zu leisten. Die Aufknüpfung der Delinquenten erfolgte trotz der Intervention her griechischen Regierung. Die Angelegenheit hat unter der Bevölkerung von Monastir große Erregung hervorgerufen. Zur Eulenburg-Affäre. Die Gegenüberstellung des Zeugen Ernst, der -bereits nach Berlin abgereift ist, mit dem Fürsten Eu len - bürg findet wahrscheinlich am Donnerstag statt. /Vor seiner Wreise hat Ernst dem Starnberger Amtsgericht einen sehr gra- bierenden Brief von einem hochge st eilten B er - ■liner Absender übergeben. Wenn dieser Brief echt ist, voran nicht gezweifelt wird, so wirft er auf den Moltke-Harden- Lrozeß ein eigentümliches Licht und es dürften neue Untersuchungen tevorstehen. — Der Milchhändler Riedel wird ebenfalls zur Konfrontation mit Eulenburg von München abreifen. Die jüngst beschlagnahmten Briese weisen auf Situationen hin, dec wahr- Icheinlich Verhaftungen im Gefolge haben werden. Der Zeuge .Srnst hat übrigens feine .Stellung als Verwalter der Eulen- 2urgschen Villa niedergelegt. — Geheimer Medizinalrat Dr. H 0 f s- Ttann weilte heute wieder bei dem Fürsten Euttnburg auf !ßchloß Liebenberg und stellte fest, daß fcer Fürst wem» •einer schmerzhaften Stelle am Knie noch nicht transportfähig "ei, so daß dec Haftbefehl gegen den MrsM^Ld.K nicht Aus Stadt Und Land. Gießen, 7. Mai 1908. ** Der bevor st ehende Kaiserbesuch. In der Stadt ist das Gerücht verbreitet, der Kaiserbesuch sei nunmehr enbgiltig auf den 16. Mai bestimmt, wie aus einem Anschlag am Kurhaus in Wiesbaden hecvorgehe. Wir können, auf drahtliche Anfrage hier und in Wiesbaden, dazu rnit- teileu, daß toeder hier noch dort bei den Stellen, die es wissen müßten, etivas über das genaue Saturn des Kaiserbesuches in Gießen bekannt ist. Die hiesigen amtlichen Stellen erwarten, wie wir schon früher mitteilten, den Besuch in den Tagen zwischen dein 16. und 18. Mai. Etwas näheres ist ihnen aber inzwischen noch nicht zugcgangen. Da der 17. Mai auf einen Sonntag fällt und für diesen Tag die Einweihung der Erlöserkirche in Homburg v. d. H. unter Teilnahme des Kaisers, sowie der Großherzogspaare von Hessen und Baden stattfindet, wird also der Gießener Kaiserbesuch voraussichtlich am 16. oder 18. Mai erfolgen. Der Wiesbadener Kuc- direktion ist bezüglich des 16. Mai bis jetzt nur bekannt, daß im Wiesbadener Hoftheater eine der Festspielvorstellungen aus Anlaß deS Kaiserbesuches stattsindet. Sobald der diesjährige Kaisertag in Gießen genau feststeht, werden wir es mitteilen und zwar so frühzeitig wie möglich. ** Landes Universität. Se. Kgl. Hoh. der Gro ß- h erzog haben den außerordentlichen Professor Dr. Wilh. Horn in Gießen zunt ordentlichen Professor für englische Sprache und den außeretatmäßigen ordentlichen Professor Dr. Friedr. S chwally in Gteßen zum ordentlichen Professor für die semitischen Sprachen in dec philosophischen Fakultät der Landesuniversität ernannt. ** Technische Hochschule. Se. Königl. Hoh. der Großherzog haben den außerordentlichen Professor Dr. Henn. Finger in Darmstadt zum ordentlichen Professor für organische Chemie an der Technischen Hochschule zu Darmstadt und den Privatdozenten Tr.-Jng. Gg. Köhler in Darmstadt zum außerordentlichen Professor für Laslhebemaschinen an der Technischen Hochschule ernannt ** Lehramtspersonalien. Se. Königs. Hoh. der Großherzog haben den Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen Dr, Adam Ritzert zum Direktor der Taubstummenanstalt zu Friedberg, den Oberlehrer am Wolfgang Ernst-Gymnasium zu Büdingen Professor Dr. Beruh. Schädel zum Oberlehrer am Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen, den Oberlehrer an der Oberrealschule zu Worms Dr. Friedr. Kraft zum Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen, den Zeichenlehrer an der Volksschule zu Darmstadt Jos. Müller zum Zeichenlehrer am Ludwig Georgs-Gymnasium zu Darmstadt, den Lehrer an der Realschule und dem Pro- gymnasium zu Bingen Hch. Stassen zum Zeichenlehrer an der Oberrealschule zu Worms ernannt. • * Zum Tode des Geh. Rats Prof. Dieterich in Heidelberg erfahren wir hellte folgendes: Professor Dieterich begab sich am Dienstag früh 91/* Uhr in gewohnter Gesundheit in sein Auditorium. Nachdem er 5 Minuten frisch und schivimgvoll gesprochen hatte, begann er zu stocken und zu lallen. Ein Student sprang auf und führte Dieterich aus dem Aliditorium in das Studentenziinmer, wo der plötzlich Erkrankte bewußtlos zusammenbrach. 3 Aerzte und 2 Pfleger mären um den Erkrankten bemüht Am Mittwoch früh trat 2lgonie ein und um 1/28 Uhr erfolgte der Tod. • * 31 u§ d em Militär Wochenblatt. J lsema nn, Lt im Großh. Art.-Korps, 1. Großh. Hess. Feldart-Regt. Nr. 25, scheidet aus dem Heere aus und wird in der Mariue- Feld-Battr. des III. See-Bats. angestellt — Bergsträßer, früherer Großh. Hess. Gerichtsassessor, zum Kriegsgerichtsrat ernannt und der 37. Div. zligeordnet. * * 2113 Sachverständige an der Bankenquete in Berlin sind aus Hessen vom Reichsschatzamt berufen worden; Dr. Bamberger in Firma Bamberger & Co. in Mainz, Geh. Negierungsrat Haas, Generalanwalt des Reichsverbands der delltschen landwirtsch. Genossenschaftei', in Darmstadt und Joseph Reinach in Firma Zulauf & Co. (Fabrik für Beleuchtungskörper). * • Aufgeregte Kranke. Die Direktion der Klinil für psychische und nervöse Krankheiten bittet dringend, unter keinen U m ft ä n b e n aufgeregteK ranke ohne vorherige 21 n ni e I b u n g in bic Klinik zu bringen, da sie öfter infolge von Uebersüllung mit chronisch Kranken, die trotz längst geschehener 2lnmclbmig in den Landesirrenallstaltcn nicht aufgenommen werden können, nicht alifnahmefähig ist. • • Licht - Luftbad. Tas Interesse an der Errichtung des Llcht-Luftbades ist sehr rege. Die Kosten der 2lnlagc öer Männerabteilung sind nahezu gezeichnet und werben sicherlich noch vor nächsten Montag zuiarnmen- gebracht sein. Interessenten sei an dieser Stelle mitgetcilt, daß Bankbiceltor Dietz, Kaufmann August Kröll, Selters- weg, Semlnardirektor Quentell, Kepplerstraße 1, Lehrer Schmibt, Ost-Anlage 15 und Rechtsanwalt Dr. Spohr, Neuen Baue jeberzeit Zeichnungen und 2lnmelbungen entgegennehmen. Tie Satzungen und der Gesellschaftsvertrag lueröen der Versammlung vom 11. d. MtZ. abends 81/., Uhr im Hotel Einhorn vorgelegt werden. Auch freie Zuwendungen sind willkommem Insbesondere aber ist auch die Beteiligung der Frauen sehr erwünscht. Hoffentlich ist cs möglich, auch alsbald eine Frauenabteilung herzustellen. Platz ist genug vorhanden und die Verbindung mit dem Lahnbad ist ein Vorzug, dessen sich ucht viele Licht - Luftbäder rühmen können. Eln günstiges Abkyupnen mit dem BadecmsialtS- hesitzec Müller ist gesichert. ** Graf und Stadtverwaltung Aus Schlitz- 6. Mai, wird uns geschrieben: Nachdem sicl> die Presse nunmehr einer zwischen dein Grafen Schlitz und der Stadtverwaltung spielenden Affäre bemächtigt hat, die wohl etwas ruhiger undi sachlicher seitens der Standesherrschaft Härte behandelt roerbert dürfen, haben auch wir keine Ursache, die Sache zu beleuchten, zumal in verschiedenen Zeitungen vollständig irreführende 'jtad)4 richten geschrieben werden. Die Sache ist kurz folgende: Als int, Jahre 1858 die Feldjagden bezüglich der Rechte, die Standes- Herrschaften darauf hatten, abgelöst luorben waren, waren Schlrtz und Willofs die einzigen Gemeinden, die die Jagden nicht ablösten, sondern es mit der Normierung der Abfindungssumme (für Schlitz 900 Gulden) bewenden ließen. Diese Summe wurde dem! Grafen v. Görtz verzinst und ihm die Jagd für den Betrag von 40 Gulden überlassen. Erst in den Iriger Jahren erhöhte sich die Pacht auf 200 Mk., um in den .'.en Jahren auf 400 Mk. zu steigen. Daß dies herzlich wenig war, ivird jeher begreifen) der die ausgedehnte Feldmark der Stadt Schlitz kennt. Allerdings liegen auch sehr viele, der Stanoesherrschast gehörige Aecker und Wiesen darin. Aper nicht dies ist es gewesen, was biri Ablösung und Zahlung der Schuldsumme, barumi handelt e s sich nämlich, herbeigeführt hat, sondern die Unzufriedenheit der Schlitzer Bürger über mangelhafte und ist den meisten Fällen sehr umständlich herbeizuführende Entschädigung bei Wildschaden, der in den letzten Jahren immer mehr zunahm. Zum 1. Mai also wurde Abfindungssumme sowie Pacht der Feldjagd gekündigt. 2lls Antwort hierauf führt der Gras in einem langen Briefe an jedes Gemeinderatsmitglied die Vorteile auf, bic die.Stadt durch ihn gehabt, sowie bic Nachteile, die durch das rücksichtslose Bestehen auf dem Nechtsftandpunkt entstehen werden. So wird z. B. die Beteiligung an dem geplanten Elektrizitätswerö gekündigt, der Wohnsitz soll auf den Nichthof gelegt werden, die Fcldjagd burrij systematisches und konsequentes Abschießen des stanbesherrschaftlichen Teils dezimiert werben usw. Eine utw mittelbare Folge war weiter die sofortige Schließung und Sper-, rung des Schloßparts, der privaten Waldwege und Ausflugs- Plätze, die Eigentum des Grafen sind. Des weiteren folgtet die Entziehung der Lieferungen von verschiedenen Geschäftsleuten, insbesondere betrifft dies Metzgermeistcr. Ein Gemeinberats- mitglied soll fein Amt nicbergelegt haben. Daß der Fall sett einigen Tagen das Tagesgespräch bildet, ist leicht zu denken.! Bei objektiver Betrachtung der Sache muß man sich sagen, baß eigentlich fein Grund Vortag, ein derartig gespanntes Verhältnis herbeizuführen. Die Stadtverwaltung hat nur bas getan, was schon vor 50 Jahren geschehen sollte, und bic StandesherrschafL mußte sich bei Verpachtung der Jagd bie_ Konkurrenz gefallest lassen, gerade wie der Bürger bei der Holzversteigerung, die: inan früher auch nicht kannte und durch die, dem Durchschnittspreis entsprechend, auch fast alle fünf Jahre eine Erhöhung des Satzes für das der Bürgerschaft zustehende Losholz zu erwarten ifti Sehr zu wünschen wäre es, wenn die Zwistigkeiten beiderseits irr ruhige, sachliche Bahnen gclenit würde, beim zu etwas Gutem! scheint die Sache nicht zu führen. Wenn man von Boykott der Gräsl. Brauerei und Brennerei, deren Erzeugnisse fast einzig? hier konsuiniert werden, hört, und wenn man die Annahme der Lohnmarken verweigert, die hier in sämtlichen Geschäften alH gutes Zahlungsmittel galten, so können noch recht unangenehms Folgen aus dem Falle entstehen. ( R.) O d e n h a u s e n , 6. Mai. Am Samstag, 2. d. M.- sand hier B ü r g e r m e i st e r w a h l statt, wobei ocr seitherige Bürgermeister Lang zum vierten mal gewählt wurde und zwar cinftimmig. Lang ist als ruhiger, tüchtiger und besonnener Charakter bekannt, er ist jetzt schon 27 Jahre Bürger-, meister der Gemeinde und ist jeyc von der nationalliberalent Partei als Landtagsländidat ausgestellt. Anläßlich seiner Wieder-, wähl als Bürgermeister brachte ihm der Gesangverein, dessen; Ehrenmitglied er ist, sowie die ganze Gemeinde einen Fackelzug bar. Der Verein sang einige schöne Lieber und der Vorsitzende hielt eine Ansprache und brachte ein Hoch auf den Jubilar aus. Herr Lang dankte in bewegten Worten, für die schöne Ovation^ sowie für das Vertrauen, das ihm die Gemeinde an seinem; Lebensabend nochmals entgegengebracht habe. Bei der Nachfeie', im Vereinslokal ging es bald recht munter und heiter her, es wurden noch versck)iedene hübsche Lieder gesungen und der Vorsitzende hielt noch eine längere Ansprache, in der er hauptsächlich der Verdienste deS Jubilars gedachte. Er feierte die Einigkeit, die in der Gemeinde herrschte, und sprach den Wunsch ans, baQ dieses schöne Verhältnis aucy ferner bestehen möchte zum Segen der Gemeinde. Sein Hoch galt der Einigkeit des Ortes. Musik-« lehrer Fr. Schweitzer aus Frankfurt erfreute die Versammlung? durch einige recht schöne Musikstücke auf dem Klavier und ft wechselten Musik, Gesang, Toaste und ein guter Tropfen Bichlex bis zur weitvorgerückten Stunde. - t- Friedberg, 6. Mai. Eine auf beute abend von dep Bürgermeisterei dahier einberufene öffentliche 23crfantuv-; lung zwecks Besprechung über bas Gesnch der Stadt Bad-^ Nauheim um Genehmigung der Errichtung einer neuen Kläranlage war zahlreich besucht und nahm einen- sehr lebhaften ^Verlauf. Bürgermeister Stahl machte Mitteilung! über die Sachlage und den seitherigen Verlauf dieser Angelegenheit, auch darüber, daß Einwendungen gegen bas erwähnte Gesuch spätestens am nächsten Samstag bei. dem Koeisamt einziireichen seien; von den Stadtverordneten sei bereits Einspruch erhoben. Eine Reihe von Rednern ergänzten das Mitgeteilte und legten ihre Auffassung der Angelegenheit bar, die bei allen im Wesentlichen die gleiche blieo. Namentlich kam znni 2lusbruck, baß es für das öffentliche Rechlsbewußtsein unverständlich bleibt, wie ein sola-ev Zustand jahrelang (seit 1895, wie ein Redner mitteilte) bestehen kann, der nicht allein gegen das bürgerliche Recht verstößt, (wie der Prozeß lehrt, den Ndüller Tietz gegen die Stadt Bad-dian-. beim wegen Verunreinigung der Ufa geführt und gewonnen hat)^ sondern der auch ein Hohn sei gegenüber den Vorschriften für. öffentliche Gesundheitspflege und Vollswohlsahrt. Bewnt wurde, daß Friedberg und die ganze.Umgegend ein großes Interesse daran, habe, daß die Badestadt Nauheim die größtmöglichste Entwickelung erlange, daß aber die geplante Anlage, neben der Schädigung anderer Usaanlvohner, insbesondere nicht geeignet fei, dem Bad- Nauheim zu nützen, sondern cd schädigen müsse, da es dessen Umgebung schände und ganz gewiß der Stadr eine Reihe von Prozessen zuziehe, gleich denen des Viullers Dietz. Recht scharfe Worte waren zu hören, auch das Verhalten der Regierung wurde luenig günstig kritisiert und cs war bezeichnend, daß ein Redner, der für den Notfall als ultimo ratio Selbsthilfe in Llussicht stellte, vielfache Zusttrnmung aus der Periammlung sand, ttine Reihe von Schädigungen nnirbc zur Kenntnis der Versammlung gebracht, zumteil von ben Geschäbigien selbst: auch der Stadtteil Fauervach war dabei vertteten und brachte jeine Beschwerden sehr anschaulich und manchmal drastisch zum Ausdruck. Einmütig wurde Protest gegen die neue ztläranlage beschlossen; Jnteressenten- gruppen wollen jede für sich besonders Einspruch erheben. W. Rockenberg, 6. Mai. Unser Ort hat durch regen1 Zuzug so an Umfang zugenommen, daß es erforderlich wird, hier ein Schwesternhaus zu errichten, wozu die Gemeinde-, Verwaltung m hochherziger Weise das alte Rathaus an> der Kirche zur Verfügung gestellt hat. Drei Schwestern sollen vorerst berufen werden. Mit dem Schwesternhaus wird gleich- -eitig eine KMttkrixpß uH Leben treten. pro Meter zum Verkauf, I I I Viel Zeit ‘feitet - Junlitii in Würfeln r l nur n fohlen von ^uicn, Wj nur V? su h jiebunt rchr güni Sn G .Ihn (Sorto uni eollll Stellt 'N «lag JMiscfei |»l: üchar, I i-'lj 'Jlet Kc | uch Zpeis I Mpsiehlt Äm ."Wien, J"1 ,i(Wie5 Ällcn L'"weg SsenI "sei, M '■1 ÄtiUl = Sittenfjain, 6. Mai. Unsere Gemeinde, die seither zum Amtsgericht Schotten gehörte, wurde mit Genehmigung S. K. H. des Großherzogs von diesem abgetrennt und dem Amtsgericht Laubach zugeteitt. Die Zuteilung erfolgte mit Rücksicht auf die bessere Verbindung mit Laubach und wird am 15. Mai in Kraft treten. r— Büdingen, 5. Mai. Gestern abend fand im Saale des Hotel Fürsteirhof eine von dem Reichsverband der Deut s ch - sozialen Partei einberufene Versamntlung statt. Der Referent, Generalsekretär Hennings en aus Hamburg, hatj^ sich die Aufgabe gestellt, über das Thema: „Was erwarten btc Handwerker, Kaufleute, Beamte sowie die nationalgesinnte Arbeiterschaft vom neuen Reichstagezu sprechen. Neben großer Beredsamkeit steht dem Referenten eine gute, durchdringende Stimme zur Verfügung. Beide zusammen ermöglichten es dem Redner, sich innerhalb zwei Stunden der gestellten Aufgabe zu entledigen. Die Einzelausführungen des Redners, der über die geringen Löhne für Heimarbefter, den Befähigungsnachweis für Handwerker, das Submissionswesen, Zuchthausarbeiten für Private, Bauschwindel, Warenhausbesteuerung usw. sprach, fanden den Beifall der Versammlung. Redner führte aus, daß feine Partei für geeignete soziale Gesetzgebung eintrete und daß man mit dem bis jetzt Errungenen wohl schon für die getane Arbeit zufrieden sein könne. In der alsdann eröffneten Diskussion sprachen zwei Redner von der Gewerkschaft der Glasarbeiter in Büdingen, die dem Referenten darin entgegentraten, daß man das bis jetzt Erreichte nur ein Stückwerk nennen könne. Man solle nur ein Ganzes verlangen und für dieses eintreten. Nach Schluß der Versammlung fand noch eine Besprechung statt, in dec Generalsekretär Henningsen eine eifrige Werbetätigkeit entfaltete. — Am Sonntag veranstaltete die Gewerkschaft der hiesigen Glasarbeiter eine Maifeier. Sie wurde mit einem Umzuge durch die Stadt unter Vorantritt einer Musikkapelle eingeleitet. In dem Zuge selbst fielen der Arbeiterradfahrerverein mit weißen Sweaters, roten Schleifen und rot verzierten Rädern^auf. Diesen folgten der Arbeiterturnverein, ebenfalls mit roten Schleifen geschmückt. Alsdann schlossen sich die Arbeiter nebst ihren Familien an. Am Nachmittag und Abend fand dann Tanz im Valentinschen Saale statt. Die Feier verlief ohne jede Störung. Groß-Umstadt, 5. Mai. Gestern tagte hier die Hessische Vereinigung für Volkskunde. Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles, Jahres- und Kassenberichtusw. hielt Haus- und Staatsarchivar Dr. Dieterich- Darmstadt einen Vortrag über die Sammlung der Flurnamen in Hessen, in dessen Verlauf er eine Reihe von Vorschlägen machte, wie die Sammlung anzuvrdnen sei. Hierbei gedachte der Redner besonders der großen Verdienste des Hosrats Kofler auf diesem Gebiete in warmen Worten. Wichtig waren insbesondere die Vorschläge über die Gestaltung der Sammelbogen. Diese sollen enthalten: 1. die modernen Gewann-Namen: 2. die historischen Namen; 3. die mundartlichen Formen; 4. die Bezeichnung der Kultur- art der Gewanne (Feld, Wiese ufro.); 5. volksmäßige Deutungen der Namen, Flursagen usw. Für die Sammlung sind Gemarkungskarten notiocnbig, die im Maßstabe von 1:25 000 nach der Generalguartiermeisterskarte aus ben 50 er Jahren angefertigt werden fallen. Der Redner betonte schließlich noch den hohen Wert der Sammlung für die Ortsgefchichte. Die Ver- fammlung nahm hieraus einen Antrag^an, wonach eine Kommission mit den Vorarbeiten für diese Sammlung betraut wird. Den zwecken Vortrag hielt Bibliothekar Pros. Dr. K. Bader- Darmstadt über den Treppenwitz in der hessischen Geschichte. lDarmst. Ztg.) Wetzlar, 7. Mai. Die nationaUiberale gartet des hiesigen Wahlkreises hal nun ebenfalls einen Kandidaten ausgestellt ; es ist der Legationsrat a. D. vom Rath in Duisburg. <ßerid>t$fäai, i-relcgr. Orig.-Bericht des „Gieß Linz."). Amtl. diotiermigen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe ftanben: 4 Ochsen, 0 aus Oesterreich, 0 Bullen, 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 49 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Dänemark, 932 Kalber, 72 Schafe und Hümmel, 00 Schafe aus Oesterreich, 00 Ziegen, 950 Schweine. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 74—78 Ml., 2. Qual 66—68 'Ulf., 3. Qual. 55—53Alk.; Bullen 1. Qual. 64 bis 67 Mk., 2. Qual. 58—60 Alk.; Kühe 1. Qual. 66-68 Mk., 2.Qnal. 60—62 Mk., 3. Qual. 38-40 Alk, 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qual. 00—00Alk. Kälber: 1. Qual.98—100 Pfg., Lebendgewichts—60 Ps 2. Qual. 82—88 Pfg., Lebendgewicht 46—52 Pfg., Schlachtgewicht 68-72 Pfg. Schafe: 1. Qual. 80—82, 2. Qual. 74—76 Pfg 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 61—62 Pfg., Lcbdgew. 48,0—00,0 Pfg., 2. Qu. 60-00,0 Pfg., Lebendgew. 48,0—00 Pfg., 3. Qual. 52—56 Pfg. Lebendgew. 00 P:g. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Uebersland unbedeutend; bei Kleinvieh gedrü Ueber- ftanb erheblich. Eingesands. Oeisenlliche Bitte. Die Anlag eit, die unsere innere Stadt umgeben, seien dem Schutze deS Publikums augelegcntlichst empfohlen; die besonders schiitzbedürftigeu Stellen sollen noch durch Plakate näher bezeichiiet roerben. Es wird gebeten, die auf dem Promenademveg der Nord- anlage aufgeschütteten spitzen Steinchen nicht gu entfernen und denselben nicht and dem Wege zu gehen, gerade bunt; das Festtreteu derselben wird die hessische Schuhindustrie und damit die Steuerkraft des Laiides gefördert. Cs wird gebeten, die vermutlich alte historische N i ch tftätte an den Mädchenschulen, zu beiden Seiten der Schillerstraße, nicht drtrch Abladen von Kadavern, K e l) r i d) t, G e r ü m p e l etc. zu verunzieren: 1. damit noch Arbeitsgelegenheit für die Arbeitslosen in einem der kommenden Winter bleibt; 2. damit der Name des Dichters, nach meld)em die hindurchgehende Straße benannt ist, nicht geschändet wird; 3. damit dock; wenigstens eine charakteristische würdige Stätte in der Stadt verbleibt, auf welcher die Lebensmüde n im sinnigen Anblick der Verödung imd Verelendung der Welt ihre letzte Stuitde besd)ließen können. Hochachtungsvoll Der Verein „Denkmalschutz tu ben stübt. Anlagen*. Voraussichtliche Witterung für Hesieu am Freitag den 8. Mai: Zunehmende Bewölkung. Regen. Windig. Temperatur wenig Veränderung. GrsgruaL-Drahtmelönngen. st Darmstadt, 7. Mai. Rach einer Mitteilung des Staatsministers ist der offizielle Schluß deS Landtags auf Mitte Juni festgesetzt. Rom, 7. 9)tai. In Moriuelli brach ein großes Feuer aus. Die ganze Siadt scheint der fBernid)timg preisgegeben. Marinelli, das 6000 Einwohner hat, ist cm bedeutender Mittelpunkt für die Landwirtschaft. Lissabon, 6. 'Dlai. Im Parlament hielt der König eine Ansprache, in der er zunächst die schmerzlichen Creigiusse erwähnte, durch die er auf den Thron berufen wurde, und dann meiter ausführte, daß er den festen Willen habe, dem von ihm geleisteten Eide treu zu bleiben, und seine Gesinnungen als ton- ft i t n t i o n c J l e r M onarch , der in Liebe zum Frieden und zur nationalen Unabhängigkeit ausgewachsen sei, zum Ausdruck zu bringen; er werde mit allen Kräften für die Wohl'ahrt des Landes wirken und die Gesetze gewissenhaft beobad)tci:. Sem bester Lohn werde die Liebe seines Volkes sein. Der Präsident der P a i r S- k a m m c r erwiderte, das Parlament zolle den Versicherungen des Königs freudigen Tank und bringe ihm aufrichtig und loyal feine Huldigung dar. von (Wert 50 Pfg. bis 1 Mk. pro Meter) zum fabelhaft billigen Preise Während der am 4. Mai begonnenen billigen Woche kommen heute Freitag, Samstag und Sonntag äusser Oamen&xfieEderstofffen und öamen-BConfektion ca. 15000 Meter diverse Wasehstelfe, Kattun, Rips, Zephyr, Batist etc. Diese Gelegenheits- Posten sind auf den Ladentischen ausgelegt. Ein Posten Wollmonsseline Mousseline - Imitation mit Seidenstreifen und fein pfo. Elsässer Satin 75p5Itr. iCoSosseum Giessen Telefon 644. General-Vertreter für das Grossherzoghim Hessen Billigste Bezugsquelle auch für Wiederverkauf er. 03882 Telefon 681 Telefon 681 Viel Zeit und Mühe erspart sich die jHausfrau mit WilUJIiWM Seoibadulü^kurorl veranstaltet von Mitgliedern des Hotels Monopol-Cassel. sT Anfang x/s 10 Uhr. Entree 2 Mark. KU 1.50 Mark bei Herrn Ernst Chalüer. 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Es sind daher auf drei Jahre als Beisitzer gewählt: a) aus der Zahl der wählbaren Kaufleute die -verrat 1. Franz Holterhoff 2. Adolf Noll 3. August Noll 4. Moritz Straub b) aus der Zahl der wählbaren Handlungsgehilfen 1. Hermann Will 2. Karl Hosch 3. Heinrich Wahl 4. Emil Abert. Gießen, den 4. Mai 1908. B7/6 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________Mecum_______________ Die Arbeiten mit Materiallieferung «außer Zement) zur Herstellung der Fundamcntgrube für eine Lokomotwdrebscheibe von 16,20 m Durchmesser auf Bahnhof Nidda sollen vergeben werden. Zeichnungen, Bedingungen und Angebotsmuster liegen bet der unterzeichneten Inspektion zur Einsicht aus und können von da, jedem ohne Zeichnungen, gegen post- und bestellgeldsreie Einsendung von 1.— M. bezogen werden. Eröffnung der mit entsprechender Aufschrift versehenen Angebote erfolgt am 20. d. Mtö., vormittags 11 Uhr, auf dem Bureau der unterzeichneten Inspektion. Gießen, den 6. Akai 1908. B7/5 Großberzogl. GiseubabN-Betricbsinivektiou 2. Bergeduüg von Bauarbeiten. Für den Erweiterungsbau der Frauenklinik in Gießen werden die folgenden Arbeiten und Lieferungen unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben: Los 1, Glaserarbeiten. 32 qm Verglasung mit 8/4 Glas 12 „ dcsgl. mit Spiegelglas und 43 ,, desgl. mit Roh- und Drahtglas. Los 2. * Lieferung und Montage von Becken, Bade- Wannen re. 5 gußeiserne Ausgußbecken 17 Fayencewaschbecken 5 gußeiserne Badewannen 2 „ Reihenwaschtische. Angebotsunterlagen können auf unserem Zweigbureau, Frankfurter Straße 85, eingesehen, Angebotsformulare dorther bezogen werden. Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind auf dem Zweigbureau bis Mittwoch den 20. d. Mts., vormittags 11 Uhr, dem Eröffnungsternnn, einzureichen. Zuschlagsfrist: 3 Wochen. Gie ßen, den 6. Mai 1908. Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten. b’/J Becker. MchPMsM A. LlmMMt nebst Vorschule zu Gießen. Die Anmeldungen für das Schuljahr 1908/09 sind nach einer Bestimmung des Großh. Ministeriums des Innern, Abteilung für Schulangelcgenhcit, bereits im Mai dieses Jahres vorzunehmen. AIS Termin sehen wir an: für das Realgymnasium und die Obecrealschule Mittwoch, den 13. Mai, vorm. 10—12 Uhr; für die Vorschule Donnerstag, den 14. Mai, vorm. 10—12 Uhr. D7/# Großherzogliche Direktion. Dr. Raus ch. 1 MWW VorlanlssieHen-Mweis durch 8. toESs, Berleburg, v I^Kaufeh Sie nurSthmidts Konkursverfahren. Ueber das Vermögen des am 30. Januar 1908 zu Lollar verstorbenen Landwirts Philipp Pfaff III, wird heute am 2. Mai 1908 vormittags 12 Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Der Heinrich Geißler VI. in Lollar wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 1. Juni 1908 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintrelenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und Prüfung der angemeldeten Forderungen auf 10. Juni 1908, vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Termin anberaumt. B76 Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 1. Juni 1908 Anzeige zu machen. Gießen, 2. Mai 1908. Großherzogliches Amtsgericht. K92/Ö7 m Donnerstag, den 21. Mai 1908, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vordem Namen des Gengnagel, Carl Wilhelm u. Ehefrau geb. Klmgel- hoeffer stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen: 1/982 = 101 qm Hofrauin mit Scheuer in der Neustadl, l/9838/io = 49 qm Hofraum mit Oekonomiegebäuden das., 1/985=156 qm Hosreite daselbst, l/98i)'/w—68 qm Einfahrt daselbst, 1/981=105 qm Einfahrt daselbst (von dieser Parzelle der den Carl Will). Gengnagel Ehelemen zustehende Anteil von ’/io), öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 7. Avril 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. __________Gros.__________ K40/08 B16/, Donnerstag,den LI.Mai 1908, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Orlsgericht die vor dem Namen der August Helsenbein Ehesrau in Gtegen stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen: 2/164,4=507 qm Hosreite links der Chaussee, 21/15,2 --- 262 qm Grabgarten rechts des Wiesecter Wegs, 21/15,5 - 2196 qm Hosreite das., 21/15,8=1053 qm Grabgarten, öffentlich meistbietend vergeigert werden. Gießen, den 15. April 1908. Gr. Orlsgericht Gießen. Gros. K34/08 B16/« DonncrStag,den 14. Mai 1908, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Johann van gen Hassend in Gießen stehnnoen Parzellen der Gemarkung Gießen: 13/47=951 qm Hosreite auf dem Heegstrauch u. Sanükauter Weg, 13/47,5 = 723 qm Grabgarten daselbst, öffentlich meistbietend versteigerd. Gießen, den 15. April 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. __________Gros.__________ K47/08 B30/, Donnerstag, den 21. Mai 1908 nachm. 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Johann van gen Hassend stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen: 13/47=951 qm auf d. Heegstrauch und Sandkauterweg, 13/47.5 ----- 723 qm Grabgarten daselbst, öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 29. April 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. __________Gros._______ K17/08 (B3 % Donnerstag, den 21. Mai 1908, nachmut. 3 Uhr, werden aus hiesigem Ortsgericht die vordem Namen der Hemr. CarlH Eheleute in Gießen stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen: l/l043'/iv<^281 pm Hosreite auf dem Seltersweg, l/KM/S'wo = 191 qm Hosreite daselbst, öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 27. April 1908. Großh. Orlsgericht Gießen. ____________Gros.____________ Donnerstag, d. 21. Mai 1908, nachmittags 3 Uhr, wird auf hiesigen Ortsgericht die der August Helsenbein Ehefrau Hermine geb. Rohde stehende Parzelle der Gemarkung Gießen: 2/164,7=507 qm Hosreite links der Chaussee, ID9/« öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 8. Avril 1908. Großh. Ortsgericht Gießen. ___________Gros.____________ K 37/08 (B°/< Donnerstag, den 21. Mai 1908, nachmittags 3 Uhr, werden die zur Konkursmasse des L. M. I. E. Theodor 2ony gehörige Grundstücke der Gemarkung Gießen: 1/763—672 qm Hosreite aus dem Reichensand, 1/763,1=444 qm Grabgarten das., öffentlich meistbietend versteigen. Gießen, den 8. April 1908. Gr. Orlsgericht Gießen. Gros. K51/08 B7/3 Donnerstag, d. 21. Mai 1908, nachmittags 3 Uhr, werden die den Eheleuten Carl Graf und Ehesrau geb. Gabelin vor Namen stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen: 1/642—20 qm Hosreite in der Kaplansgasse, 1/641=104 qm Hosreite daselbst, öffentlich meistbietend auf hiesigem Ortsgericht versteigert werden. Es kömmt hier nur die dem Earl Graf zustehende ideelle Hälfte zur Versteigerung. Gießen, den 6. Mai 1908. Gr. Orlsgericht Gießen. __________Gros.__________ K50/08 Bt/5 Donnerstag, den 21. Mai 1908, nachmittags 3 Mir werden auf hiesigen Orlsgericht die vor dem Rauten des Carl Graf und Ehefrau geb. Gabelin stehenden Grundstücke: 1/642=20 qm Hosreite in der Kavlansgaffe, 1/641=104 qm Hosreite daselbst, öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 6. Mai 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. Gros. Prompt u. b’iPg. -E? Stores, Vitragen, Kanten, alle Arten! L Teppiche - Möbelstoffe £ billigst Möbel-Fabrik u. Ausstaltungsgeschäft Hersasa tamicns tiljßSiSeläX, Kaplansgasse 18 Bedienung; reell K77/07 B",. Donnerstag, d. 21. Mai 1908, nachmittags 3 Uhr, wird die vor dein Namen des Peter Helfer stehende Parzelle der Gemarkung Gießen: 1/1393,4=455 qm Hosreite in der Walltorstraße, auf hiesigen Ortsgericht öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 7. April 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. __________Gros.__________ K.45/08 Ba/4 Donnerstag, den 4. Juni 1908, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem OrtSgericht die vor demNamen der August Helsenbein Ehefrau geb. Rohde stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen: 2/164,4=507 qm Hosreite links der Chaussee, 21/15,2 --- 262 qm Grabgarten rechts des Wiesecker Wegs, 21/15,5=2496 qm Hosreite das., 21/15,8 = 1053 qm Grabganen daselbst, öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 22. April 1908. Gr. Ortsgericht Gießen. Gros. K44/08 B a/4 Donnerstag, den 4. Juni 1908, nachmittags 3 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die vordem Namen des Carl Graf und Ehefrau geb. Gabelin stehenden Parzellen der Gemarkung Gießen: 1/642=20 qm Hosreite in der Kaplansgasse, 1/641=104 qm Hosreite daselbst, öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 22. April 190v. Gr. Ortsgericht Gießen. __________Gros.__________ Freitag den 8. Mai d. I., nachmittags la/, Uhr, versteigere ich beim Promenadehaus dahier (Neustadter Lor) ein Pferd. Die Versteigerung findet bestimmt statt. [03855 Geißler, Gerichtsvollzieher. Versteigerung von Hafer. In Gemäßheit Handelsgesetz- licher Bestimmungen werden Freitag den 8. Mai v. IS., nachmittags 2*/2 Uhr, im Lager der Firma Gebr. Rosenbaum dahier (Hüttengleis an den Bahnhöfen) 128 Sack Hafer gegen Barzahlung versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt. [03854 Geißler, Gerichtsvollzieher. Freiwillige Versteigerung. Freitag, den 8. dS. Mtö., nachmittags 2*/4 Uhr, Fortsetzung der Versteigerung von 6. ds. MtS., Walltorstraße 6, tDarmst. Haus). Es werden noch versteigert: (2913 l vollständ. Bett, 1 Sopha und 1 Kommode. Gießen, am 7. Mai 1908. Seipel, Gerichtsvollzieher. Freiwillige Versteigerung. Freitag den 8. dö. Mtö., nachmittags von 3 Uhr, lasse ich dahier, Sonnenftraße 13, durch Gerichtsvollzieher Seipel, die zu dem Nachlaße der Anton Reuter Eheleute dahier gehörigen Gegenstände als: 1 Taschenuhr, 1 kompl. Belt, 1 Tisch, 4 Stühle, 1 Kleider- schrank,! Küchenschrank,2Kosser, 1 Waschkommode, 1 Spiegel, Weißzeug u. versch. andere, i2914 gegen Barzahlung versteigern. Versteigerung bestimmt. Gießen, am 7. Mai 1908. _________Jacob Kunz._______, ZU ttdl empfehlen in großer Auswahl Tennisschläger Tennisbälle und -Netze Ballftänder, Hängematten von Mk. 1.85 an bis z. d. feinsten Diabolos von 50 Pfg. an Ballschläger, Futzbälle Rucksäcke Feldflaschen, Froschhäuschen Gartengerälc, Schubkarren Sandformen Schmetterlingsnetze Botanisierbüchsen Leiterwagen in allen Größen Puppen-Sport- und Liegewagen Croquetts Fliegende Holländer re. rc. MchGttgmLTohv Kreuzblatt 14. (287!) 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