5 8 Uhr. «n 50 Pfg. M*/t ,?ciü“s der Au ' 's tor 1 Marjj °-««A lw««M 9 bis ir. .. .. eröffnet! ria Strasse 84 4745 w 90 an serMM. et. ung billigster und aunkobleubrikett. n Friedberg, U n. Prospekte i Verfügung.:: ihand A.-G, a. 31. W> s8SS®" lW*ü8 Z-- Mtb L $ ankturt a. Nr. 18S Zweites Blatt 158. Jahrgang Samstag 8. August 1908 Grschetnl tägst- mit Ausnahme des Sonntags. Die ^Lietzener $amilitnblätter* werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich betgelegt. das „Krelsblatt für den Kreis Siehe," zweimal wöchentlich. Die »Landwirtschaftlichen Seil- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefien Rotationsdruck und Verlag bei Drühlfch« UniversitätS - Buch- und Sleindruckerei. R. Lauge, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 6L Redaktion, e-^ll^. Tel.-Adr^-AnzeigerGießen. Grafen, morben, so daß eine Bahnhofsrestaurateur Bahnsteig promenierte, von einem Hunde in die Made gebissen blutende Wunde entstand, die vom ausgewaschen und verbunden wurde. Die leidende Gattin des hcit des Landes, die zvulturstusc der Bc.ro hner und ihrer Lebensweise und die Beobachtung und Erforschung der Pocken-, Lepra- und Tseis »Krankheit beziehen. Ter Borlragcndc ergänzte seine Ans- führnngen durch 80 sehr gute und interessante Lichlbübcr ans dem politische Lagerschau. Deutschland und die Türkei. Ter „Politischen Correspondenz" wird aus Konstantinopel geschrieben: In jnngtürkischen Kreisen hat cs Befremden hervor- gerufcn, daß in der ausländischen Presse von einer dcutsch- I c i n dl c che n Strömung die Rede ist, die seit der neuen Wendung in der Türkei hcrvorgctreten sein soll. Vollends macht bic Art, in der man diese Behauptung zu begründen jucht, einen seltsamen Eindruck. Tas türkische Volk, so heißt cs in den betreffenden Nachrichten, grolle Deutschland, weil dieses das despo- tische Regicrnngssystem des Sultans unterstützt habe, um wirtschaftliche Vorteile in der Türkei zu erlangen. Wenn das mehr oder weniger erfolgreiche Betreiben wirtschaftlicher Angelegenheiten im ottomanischcn Reiche seitens einer fremden Macht eine hinreick)cnde Grundlage sein soll für die Beschuldigung der letzteren, die frühere Willkürherrschaft in Konstantinopel aus egoistischen Motiven begünstigt zu haben, so müßte man doch auch billigcrwcisc gegen andere Staaten die gleiche Anklage erheben. Tie politischen Kreise in der Türkei sind nicht nur von einer ungleichartigen Beurteilung der fremden Lvtächte in dieser Beziehung kntscrnt, sondern zollcnDeutfchlanddieAnerkennung, das; es sich bei verschiedenen Gelegenheiten als wahrer Freund nicht etwa des autokratischen Systems, sondern der Türkei als Staatswesen erwiesen habe. Insbesondere in der, Armee werden die Verdienste unvergessen bleiben, die sich Teutschland um die Förderung der Umgestaltung des türkischen Heeres erworben Hal. lrs wird niemand zu bestreiten wagen, daß Freiherr von Marschall, der Deutschland während mehr als einem Jahrzehnt in Konstantinopel vertritt, während seiner ganzen Tätigkeit die srcundsck-aftliche Gesinnung für das türkische Volk bewiesen hat. Tas türkische Volk war sich immer dessen bewußt, daß Deutschland einer der wenigsten Staaten ist, die nie auf den ost prophe- zcihten Zusammenbruch der Türkei spekuliert, sondern im Gegenteil stets daraus bedacht waren, zu der politischen und wirtschast- lichen Krästigung des ottomanischcn Reiches beizutragen. Dre Behauptung, daß fetzt all dies in Konstantinopel mit Feindseligkeiten vergolten werde, kann daher nicht aus türkischen, sondern nur aus ausländischen Kreisen stammen, bie aus Abneigung gegenDeutschland eine solche Wendung herbeiwünschen. Wie man in der Türkei einen verhaßten General behandelt. Rach einem Telegramm der „Kölnischen Ztg." aus Uesküb vom 7. August wurde General Mustafer Pascha, der der Kommission für bie Taxierung der Sanbschall)ahn zugeteilt unb als Reaktionär und Spion bei bem Offtzier- korps schon lange verhaßt war, auf seiner Durchreise nach Saloniki von auf bem Bahnhose anwesenden Offizieren erkannt. Sie holten ihn aus bem Wagen heraus und spuckten ihn an. Ein junger Offizier sagte: „Du bist ein Schuft, ein Verräter!" Der General mußte die Worte nachsprechen. Lei der Abfahrt wurde er gezwungen, am Fenster zu stehen unb auszurusen: „Hoch bie Freiheit!" und sich selbst von neuem zu beschimpfen; auf jeher Bahnstation erwartete ihn das gleiche Schicksal. Der Pascha mußte selbst sein Gepäck einlaben, da kein Träger ihm half. — Rach einem weiteren Telegramm besselben Blattes wurde General Gras Zeppelin ist trotz enormer körperlicher Anstrengung von erstaunlicher Frische, getragen von der wahrhaft überwältigenden Fülle der Sympathiebeweise. Er begibt sich Anfang nächster Woche auf einige Tage aus sein schweizerisches Lanbgut. Gras Zeppelin hat seine Werft in Manzell am Donnerstag besucht. Er war tief ergriffen, als er die verwaiste Reichs-Ballonhalle betrat. Ein kleines Mißgeschick des Grafen. war außer der gegen ihn herrschenden Stimmung im Offizierkorps das Benehmen des Paschas bei der Ausrufung der Verfassung. Er sagte zuerst: „Hoch die Religion und der Sultan!" und dann: „Hoch die Freiheit!" Wie nachträglich bekannt wirb, ist der Graf am Mittwoch abend auf ber Fahrt von Stuttgart nach Friedrichs- hafen auf dem Ulmer Bahnhofe, wo er während ber Zusammenstellung bes Zuges nach Friebrichshasen auf bem frei herumlaufenben Anthropologen-Aongreh. IV. S.u- H. Frankfurt a. M., 4. Aug. Zu Beginn des heutigen zweiten Verhandlungstages sprach an erster Stelle Prof. Dofrat Kramberger (Agram! über: Anomalien und pathologische Erscheinungen im Skelett der Urmenschen aus Krapina. Der Redner verbreitete sich in seinem Vorträge über Einzelheiten, die lediglich den Fachmann interessieren. Hierauf bcfoauMtr- Pros. Klaatsch (Breslau) das Thema: Kranio-Morphologic und Kranio-Trigonometrie. Der Vortragende besprach) die neuen Methoden, welche an Stelle der alten bankerotten Kraniometrie notwendig werden, um eine den modernen Anforderungen entsprcch.'nde wissenschaftliche Kranio- logie aus genetischer Grundlage zu schaffen. Seine ausgedehnten vergleichenden Unlcrsuch-ungcn über Menschenrassen, besonders die Australier und die fossilen Menschenrcste Europas, von denen er den Sch)üdcl ves Ncanbcrtalmcnschen in Rekonstruktion vorlegtc, haben ihm die Gesichtspunkte gegeben, um die Variationen innerhalb des Menschengeschlechts genetisch zu ordnen. An Beispielen der Stasen und der Kinnbildung zeigte der Vortragende, wie die so verschiedenen Befunde der heutigen Menschenrasse und zugleich auch der Menschenaffen auf gemeinsame Urformen zurückgeführt werden können, von denen aus sich die Anthropoiden einerseits, tnc Menschenrassen andererseits und wiederum in verschiedenen Bahnen die Mongoloiden, 'Negroiden und Europäer sich entwickelt haben. Das Problem der Kinnbildung wird durch kritische Analyse des Begrifss „Kinnvorsprung" in Angriff genommen. Die mittlere rundliche K'innpromenenz des Menschen ist keine Neubildung. Das Lateral-Kinn, die seitlichen Wulstungen, besonders im Bereich des „Musculus Mandibulae" sind Neubildungen. Das Kinnrclicf an sich ist unabhängig von der Stellung der vorderen Kinnfläche zur Zahncbene. Beide bilden miteinander einen stumpfen Winkel nur bei dem vorragendcn Europäerkinn („positives" Kinn). Die niederen Rassen, bei denen der Winkel unter 90 Grad bleibt, haben ein „negatives" Kinn. (Australier, Afrikanegcr, Ncaudcrtalrasse.) Tie Mongoloiden nehmen eine mittlere Stellung ein. Tic Umstellung der Kinnplattc, die zum Europäerkinn führt, hängt mit Rückbildungen der Zähne zusammen. "Auch für die übrigen Schädelteile, Stirn, Schläfen und Hinterhauptregion lassen sich in der Menschheit höhere und niedere Zustände Nachweisen. Auf gemeinsamer Erhaltung solcher niederen Zustände beruht die Aehnlichkeit der fossilen Neanvertalrasse mit den heutigen Australiern. T-c vergleichende Projektion der Kurven verschiedener Schädel aufeinander verschafft erst ein richtiges Urteil über ihre verschiedene Wertigkeit. Für solche Projektionen müssen bestimmte Horizontal- und Vertikalcbencn zur gemeinsamen Einstellung gegeben sein. Dieselben bieten sich in der „Glabella Lambda" Ebene und der Basier Bregma Ebene, welckie fast immer aufeinander genau oder nah.zu scnkreck-t stehen. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit einer Zerlegung des mcdranen Schädeldurchschnitts in Vierecke und Dreiecke, deren Winkel für die vergleichenden Messungen bedeutungsvoll sind. Dieser Vortrag war einer der intcressantcsten der ganzen Tagung, besonders durch seine erläuternden Illustrationen. Er rixfjletc sich vornehmlich gegen Prof. Schwalbe- Privatdozent M o l l i s o n (Zürich- sprach über das Thema: Rechts und Links in der Primatenreihe. Der Redner bat untersucht, ob die Rechts- und Linkshänder bei den Menschen oder Anthropoiden vorwiegen und Hal feine Untersuc^ingen auf die unteren Extremitäten ausgedehnt. Er hat dabci gesunden, daß die K-nochenbildungen der beiden gan- verschieden sind. Die Rechtshändig kert des Menschen sei ihm allein nicht eigen. Er habe vieles mit (eien Anthropoiden gemeinsam. Hierauf sprach Prof. Dr. Haderer (Kamerun/ über seine Beobachtungen in Südkamerun, die sich aus die Bovenbeschafsen- Ausland. Kaiser Wilhelm und der Zar. Trotz aller Ableug- irungen hören in Petersburg die Gerüchte von einer baldigst bevorstehenden Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem Zaren nicht auf. Es itrirb erzählt, die Begegnung werde im August stattfinden. Die Automob ilr eisc Tittonis. Nach der „Neuen Freien Presse" wird der italienische Minister Tittoni auf seiner Automobilrcise nach Oesterreich Karlsbad und Marienbad besuchen. In Karlsbad soll er mit Iswolski und Clcmcnceau und in Marienbad mit König Dmard Zusammentreffen. R u d i n i f. Der frühere italienische Ministerpräsident di Rudini ist gestorben. Tie Po st Verbindung en zwischen Venezuela und Holland sind abgebrochen rvorden. Eine amtliche Mitteilung verbietet, daß die nickerländische Post Briese oder Poststücke nach BeneFuela entgegennimmt. Das Besinden der Kaiserin-Witwe. Trotz bem Deutenti der Petersburger Tclcgraphelt-Agentnr erhält sich j)ie Meldung, daß die Kaiserin-Witwe bettlägerig sei. Sie habe sich einen Hexenschuß zugezogen. Wladiwostok. Ter Kommandant der Festung Wladi- tvostok, General Irman, hat dem Kiüegsminister ein Memorandum unterbreitet, worin er dafür eintriU, daß Wladiwostok unbedingt zur Festung und zum Käiegshafen ausgebaut iverden soll, da nur unter dieser Bedingung eine erfolgreiche Verteidigung des Ostens möglich sei. Für den Handelshafen soll ein anderes Bett in der 'Mhe von Wladiwostok gewählt und der Freihafen in kurzer Zeit aufgehoben iverden. Der General-Gouverneur des Amur- gebietcs, General Unterberger, hat diesen Vorschlag nicht befürwortet, weil sich mit seiner Vernürklichung eine Wiederholung des Fehlers, der mit der Gründung von Dalny nahe bei Port Arthur gemacht wurde, zeigen würde. Dadurck) war seinerzeit den Japanern die Landung ihrer Belagerungsartillerie ermöglicht worden. ™ ~ Attentat. Als der spanyche Mmistcr des Innern gestern seine Wohnung verließ, um nach dem Ministerium zu fahren, schleuderte ein kürzlich entlassener Beamter einen Stein gegen ihn. Ter Minister erlitt eine leichte Verletzung am Bein- Ter Attentäter wurde verhaftet. Das russische Re form Projekt für Mazedonien. Der „Matin" meid.u aus Petersburg: Ter Minister des Acußern wird heute abend den Mächten auf telegraphischem Wege das ruffifxfje Resormprojekt für Mazedonien zustellen. Iswolski wird gleichzeitig die Beweggründc, welche Rußland zu der Ausstellung des Reformwerkes veranlaßt haben, auseinanderi'etzcn. Er wird erklären, Rußland verfolge das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Türkei, aber es verfolge mit Interesse die Christen im Orient. Vom Kongo. Gerüchtweise verlautet, daß in dem kongo- staatlichen Gebiet von Manycna ein neuer Aufruhr unter der Leitung des Wazimba Chefs ausgebrochen ist. das Land und seine Bevölkerung und die Lebensart der Menschen. Es kamen hierauf eine Anzahl Ethnographen zu Wort. Zuerst sprach Prof. Kramer .Kiel) über seine Reise nach den Südscc-Inseln, besonders nach den Karolinen. Tr- Kaden (Stuttgart sprach über seine Forschungsreise nach Tibet Er erläuterte seine Ausführungen durch eine Anzahl hochinteressanter Lichtbilder. Die Bcivohner des Landes seien durch bie Chinesen, die dort stark angcficbclt seien, mißtrauisch gegen die Fremden geworden. Sie ähneln dcn Mongolen sehr, mischen sich aber durch Ehen sehr stark mit den Chinesen, so daß der reine Stamm in kurzer Zeit kaum mehr erhallen sein wirb. Politisch ist das Land 'sehr zersplittert. Von allen Kennern das Landes werden die Chinesen als eine große Gesa Iw angesehen, troydcm sic sehr fleißig sind und den Handel in Schwung bringen. Tie buddhistisch- lamaischc Religion herrsckst dort vor, ober die Sekten bie bie Chinesen unterstützen, terrorisieren die Anhänger ber einmimischen Religion sehr. Sehr häufig sind heilige Berge auznlrcficn, nach denen im Herbst gewallsghrtet wird Tie Zauberei und Lbohr- fagerci blühen dort in hohem Praße und üben einen starken Ein- Nuß ans. Wenn ein Tibetaner gestorben ist, ivirb zuerst durch den Iwhen Priester der Geist ausgetrieben. Der Aberglaube spielt eine große Rolle bei der Bevölkerung. - Dr. M. M o s z L) wsky (Berlin) sprach daraus über die Urstämme des östlichen Sumatra und erläuterte seinen Vortrag ebenfalls durch zahlreick^e Licht bildet und Demonstrationen. — Ein Vortrag von Dr- W i l f e r (Heidelberg) über Spuren des Vormcnschen aus Südamerika begegnete in der Versammlung lebhaftem Widerspruch. - Pros. Klaatsch (Breslau- erklärte, daß der Vorttag unter dem Nivean der Gcsellsckiaft gewesen sei. — SanilätSrat Berg 1 Kassel) bezeichnete die wissenschaftlichen (Srläutcrungeii ocs Referenten als Phmtastercien, die vor der Wisscnsckiast nicht bestehen können. — Der Referent verwahrte sich dagegen, aber die Art, wie sein Vortrag von der Versammlung ausgenommen wurde, ließ daranf schließen, daß die Majorität auf feiten der Opponenten stand. Ungefähr 80 Mitglieder der Anthropologischen Gesellschaft fuhren am 4. August, nachmittags um 2 Uhr, in 18 Autos nach den Gräberfundstätten der südlick>en Wetterau. In der Nähe des Baiecsiöder Hofes bei Ostheim wurden drei Gräber aufgedeckt, die Knochenrestc und Halsketten enthielten. Nachher wurde die Fahrt nach Büdesheim fortgesetzt, wo in der Nähe des WaldcS abermals zwei Gräber mit ähnlichem Befunde geöffnet wurden. Gestern abend 8 Uhr begrüßte in den Prunkräumcn des Frank- furter Rathauses bie Stadt Frankfurt bie Teilnehmer des Kongreßes. Oberbürgermeister Adickes begrüßte im Namen ber Stadt bie Freunde ber jungen Wissenschaft. Heute referierte Dr. Glbcrt aus Essen a. d. 3tugr über prähistorische Funde auf Java. Dr. Tafel-Stuttgart über seine Forschungsreise durch Tibet, Dr. Mao zkowsky-Bcrlin über die landschaftlichen Schönheiten und die eigenartigen sozialen Verhältnisse auf Ost-Sumatra, Prof. Haberer Kamerun über seine Beobachtungen in Süd Kamerun, Professor Krämer-Kiel über bic Karolinen. Alle Reiscrcfercntcn äußerten sich sehr skeptisch über dcn Wert der heutigen europäisck-en Kultur mit ihrem Hasten und Rennen. Besonders Prof. Krämer war mit vielen Maßnahmen der deutschen Regierung auf den Karolinen nicht einverstanden. Sie habe viel gutes Althergebrachtes vernichtet, ohne Besseres zu bringen. — Im Jahre 1909 wird der Kongreß in Posen abgehalten. An Stelle von Pros. Andrce- München wurde Professor von der Steinen-Bcrlin als erster Vorsitzender der Gesellschaft gewählt. Morgen, den 6. August, besichtigen die Kongreßteilnehmer den Altkönig mit seinen Ring- wällen unb bie Saalburg. Das neue türkische Kabinett. Tas neue türkische Kabinett, dessen Zusammensetzung wir gestern kurz mitteilten, wird, wie es heißt, nur die Aufgabe haben, die Parlamentswahlen durchzuführen. Wenn das geschehen ist, soll es einem Parlamentärschen Kabinette Platz machen, und damit hätten selbst die Türken bann einen mächtigen Vorsprung vor uns voraus. Bei uns im Deutschen Reiche hat ja bekanntlich die Znsammemetzung des Parlaments keinerlei Einfluß auf bic Zusammensetzung ber Ministerien. In der Türkei ist man mit dem neuen Kabinett sehr zufrieben. Das jungtürkische Komitee für Einheit unb Fortschritt veröffentlicht eine Mitteilung an bie Bevölkerung, worin auf bereu Dankbarkeit und Ergebenhett gegenüber dem Sultan für bie gewährte Verfassung hingcwiesen und betont wird, baß zwischen dem Herrscher, der nur das Wohlergehen und bas Glück seines Landes wünsche, und dem Volke keine verräterische Straft mehr bestehe. Das neue Kabinett s c i des Vertrauens aller würdig, weshalb sich bie Nation ihm anschlicßeu, ober sich keineswegs in die Regicrungs- geschäste einmischen solle. Nur unter dieser Bedingung könne die Regierung im Rahmen ihrer Vollmachten zum Fortschritt des Vaterlandes an der Durchführung der Reformen arbeiten. Um nicht die ohne Mut errungenen Früchte zu verlieren, möchten alle an der Einigung arbeiten. Unberufene Personen, bic sich in bic Regierungsgeschäfte mischen würden, sollen von der Regierung verfolgt werden. Niemand habe das Recht, die Bestrafung gewisser Personen alten Regimes zu verlangen; hierüber hätten die zuständigen Staatsdepartements zu entscheiden. Das Komitee empfehle, sich dem Willen des Sultans $u unterwerfen und dem Ntinisterium zu vertrauen, das nach seinen Taten zu beurteilen sein werde. Das Komitee sei immer im Rahmen des Gesetzes tätig gewesen unb werbe bieses Verhalten auch weiterhin beobachten. Mit Ausnahme des Schecks Ul Islam, Tewfik Pascha unb Ria Pascha sind alle Minister bes abgeänderten Kabinetts neue Männer. Das kaiserliche Edikt, wodurch Kiamil Pascha mit ber Bildung des Kabinetts beauftragt wurde, macht dcn Irrtum des vorherigen kaiserlichen Ediktes wieder gut, da in dem ersten Edikt dem Sultan die Ernennung ber Minister für Krieg unb Marine Vorbehalten wurde, währcnb sämtliche ministerielle Ernennungen burch Vorsckstag des Großwesirs zu erfolgen haben. Hiermit ist das neue Kabinett auf vollständig konstitutioneller Grundlage zusammengestellt worden. Die Liste des neuen Kabinetts ist dem Sultan zur Gutheißung unterbreitet worden. Es ist ausgeschlossen, daß der Sultan Einspruch gegen irgendeine Ernennung erheben wird. Höchst bezeichnend für die heutige politische Lage in der Türkei ist auch folgender Vorgang: Bei der am geftrigen Freitag nach dem Solamlik ftattgefoabten Audienz des diplomatischen Korps verlas ber Sultan eine in türkischer Sprache abgefaßte Erklärung, die besagt: der Sultan gebe sein Herrscherwort, daß er die wicdcrhergcstelltc Versassung achten und künftighin strikte nach derselben handeln werde. Ter Minister des Auswärtigen, Tewfik Pascha, übertrug die Erklärung ins Französische. Hiernach wiederholte der italienische Gesandte Imperial als Doyen des diplomatischen Korps dessen Glückwünsche, und gab seiner Freude über das in der ganzen Welt begrüßte Ereignis Ausdruck. Nachdem er mit Wünschen für den Sultan und die edle türkische Nation geschlossen, reichte der Sultan jedem einzelnen Missionschef die Hand und sprach seine Befticdignng darüber aus, das diplomatische Krops um sich zu sehen. die in Friedrichshafen in einem Sanatorium ist, sollte diesmal mit nach Manzell hinausfahren. Man hat es nicht gewagt, der Gräfiir Mitteilung zu machen von bem schweren Schlag. Dem Gatten selbst sollte es Vorbehalten bleiben, ihr die Unheilsbotschaft schonend beiznbringen. Tie Ursache deS Unglückes. Am Freitag vormittag ist die Reichskommission unter dem Vorsitz» von Geheimrat Lewald zusammengetreten. Es handelt sich um die Feststellung der Ursache der Katastrophe vom 5. August. Ter als Sachverständige hinzugezogene Meteorologe Tr. Linckc-Frankfurt a. M. hat sich der Annahme, daß die Katastrophe auf eine Entladung atmosphärischer Elektrizität zurückzusühren )ci, auch seinerseits vollkommen angeschlossen. Auch der Graf selber bestätigt, daß bic Fahrtunterbrechungen lediglich auf M o - tordesekt zurückzusühren sind und der Brand durch elektrische Entladungen herbeigeführt worden ist. Tie Fortführung des Werkes. An der in der Presse aufgestellten Behauptung, daß schon seit längerer Zeit ein neues Luftschiffmodell „Zeppelin V" im Bau sei, ist kein wahres Wort. Tas Interesse der Welt wird sich zunächst mit dem „Modell 1907" zu befassen haben. Es wird beabsichtigt, dcn Ballon von 1907 durch Einführung neuer Glieder zu verlängern unb ihm so bem Status des jetzt zerstörten Modells 1908 zu nähern. Was den eventuellen Bau eines neuen Ballons an» belangt, so ist von Interesse, daß bic Lüdenscheider Firma Wilhelm Berg dem Grafen Zeppelin das Material für das Aluminiumgerüst des Luftschiffes, lieferbar in 14 Tagen, zur Verfügung stellte. Beileidskundgebungen. Daß die deutsche Industrie dem Grasen treu zur Seite stehen will, erklärten in einem gemeinsamen Telegramm an ihn der Verein zur Wahrung gemeinsamer Interessen, der Verein deutscher Eisenhütten, der Verein deutscher-Maschinenbauanstalten, der Verein Land Westfalen und der Nordwestliche Gruben-Berein deutscher Eisen- und Stahl- industrieller. Generaldirektor Baltin sagt am Schluß einer längeren Depesche, daß es ihm eine große Freude wäre, mit dem Grafen Mussafer Pasckfa auch im Kospruelue von einer großen Menschenmenge unb Militär empfangen unb beschimpft. Es wurde ihm die Uniform zerrissen und ihm die Generals- suyrungcn oura) ou jciji giuc unu micrqianie A-iajtouDcr aus oem abzeichen abgenommen. Der Grund ber Wut des Volkes | Süden Kameruns unb gab dadurch ein anschauliches Bill) über fcujamnten daran zu arbeiten, das; da:- Luftschiff dem praf* xi scheu Leben dienstbar gemacht wird. Bon besonderer Bedeutung ist ein überaus herzliches und anerkennende: Telegramm ces Erbauersdcsfr an- -üsischenLuftl'chi'feS „Ville dePans"Henrv Stapfe* rer, das in deutscher lieben- ung rote folgt lautet ..Gestatten Sie mir, Ihnen die .'fühle lebhafter Bewunderung Uber Ihre stolze fahr: und Ihre bedeutsam c; r ,ic dar- zubringen. Ich verbinde damit inetn tiefstes Mitgefühl mit dem verhängnisvollen Zufall und wünschSie mochten bald den Erfolg in der friedlichen Eroberung finden, welche wir alle anstreben." vftcht minder beriltd) ist das Telegramm des 'Präsidenten Jacob vom oelgi scheu Aeroklub. Zu den wärmsten Dorten bekundet er feine Teilnahme an dem traurigen Ereignis und sagt, der Graf möge sich nicht entmutigen lassen. TaS Luftschiff habe die Beweise der Vollkommenheit in weitestem Maße erbracht. Er hoffe, daß dem (Grafen die Mittel zur Verfügung gestellt werden, die chm die Weiterführung Der Versuche in weitestem Um* fange ermöglichen. Gegenüber diesen Kundgebungen des zum Teil „feinb* lichen" Auslandes, macht einen seltsamen Eindruck, ein „Sachversländiacn-«Gutachten" des vauptmannS a. D. Krogh tm „Derl Lokalanz.", das in Friedrichshafen unbändige Heiterkeit hervorgerufen hat. Komitees nab Aufrufe. Ein deutsches Reichskomitee für Aufbringung einer Ehrengabe des gesamten deutschen Volkes für den «Grafen Zeppelin zum Bau eines neuen Luftschiffes erlaßt einen vom Kr o nprinze n als Ehrenpräfidenten unterzeichneten Aufruf zur Einsendung von Beiträgen nach Berlin, Alsen^Straße 10. In dem Aufruf heißt eS: „Jeder Deutsche trägt zu möglichst schneller Beschaffung eines deutschen Luftschiffes bei, indem er einen Betrag an die Sammelstelle des deutschen Reichs-.'iomitees in Berlin sendet Wir müssen den einmal gewonnenen Borsprung im Kampfe um die Beherrschung des Luftmeeres unter allen Umständen behaupten" Einen Aufruf an Deutschland veröffentlicht ferner Ernst v. Wildenbruch Es heißt darin: ,Laßt uns zusammenstehen, alle Deutsche, Alt und Jung, Groß und Klein und Mann und Weid zu einer großen, gemeinsamen nationalen Tat. Laßt uns Zeppelin helfen! Freude wird ausgehen von dein freudigen Tun, lvieder in die Lufle steigen das lenkbare Schiff, und das Land, tn dem heute Seufzen und Klagen herrscht, wird widerhallen von dem Fubel eines einmütigen Volkes, das sich selber el/rte, indem eS seinem großen Sohn Ehre erwies." Die vereinigte Schuljugend der Stadt Konstanz erläßt einen Aufruf an die gesamte Schuljugend Süddeutschlands mit der Bitte um Beiträge für Zeppelin. Spenden und Ehrungen. Die Sammlungen vcrsorectien ein wohl nie vorher erreichte Resultat Diele Betrage fonunen von Deutschen im Auslande. Der König von Württemberg hat der Rationalspendc 20000 Mk. KUwcisen Urifen- Tie Sammlung des Gießener Anzeigers. Bücher quittiert 257.50. L Friedrich, Darmstadt 2 Mk., eine Lehrerin 10 Mk., Dr. P. 20 Mk., G. Brucl 10 Mk., DirrNvr Eluaitrll 10 Mk, A. Quentcll 2 Mk., von Gästen im Schipka- paß gesammelt 7 Mk., 'IL 3 Mk., Sammlung in Reichelsheim rScttermi) durch 'Avvthcker Henipel, 1. Rate 1835 Mk, Pft. S. in W. 5 Mk., Professor Dr. P. Utetschmar 10 Mk., „Illtro fliwiitan- Iiidisch-Evang Vereinigung" 5 Mk», Dr. R. 2 Mk, L. Schubaker 1 Mk-, £). Sch. 3 Mk., Ungenannt 2 Mk., L. ft. 2 Mk-, Dr Z. 10 Mk., L. Kämm ich 10 Mk., A. Tr. 5 Mk., »Professor W. SieverS 10 Mk , Prv' Dr. König 100 Mk., £>ili» gnrb König 10 Mk, Wolfgang König 10 Mk- Zusammen »54 85 Mk. Die Sammlungen in Darmstadt haben bereits über 25 000 Mark ergeben Die Bank für Haiid.'l und Industrie zeichnete 10 000 Mk, ihr Direktor 1000 Mk Die Grotzh. Bürgermeisterei erließ einen allgemeinen Ausruf zur sofortigen Sammlung von Beiträgen. Die Wormser Sladtverordnetenversanimlung bt> ivifligte <5000 Mk zur Errichtung eines neuen Luftschiffes- Ferner wurde dem Grafen Zeppelin telegraphisch von seiner Er- öienmnig -um Ehrenbürger der Stadt Worms Mitteilung gemacht. An privaten Spenden gingen dort bisher 3500 Mk- ein, weitere 3000 Mk. wurden dort in einer Volksversammlung gesammelt. An der Berliner Börse bat die Sammlung bisher 155 000 - mjilligten 5000 Mk. Ter Breslauer Magistrat befduloß, 10 000 Äiark *u stiften. Bei der Geschäftsstelle ber „Schles- Zlg." sind 7800 Mark eingegangen. Der Magistrat der Stadt Bochum biiöilhgte 15(MX) Mark. Tie Firma Rudolf Hcrtzog in Berlin übergab dem Bürgermeister Reiche für Die große Zemxlin-Svende 10(XK) Mark. Krupp von Bohlen-Halbach in Efsen Ixit 100 000 Mark gestiftet. Die Stadtverordneten Essens bewilligten 10 000 Mark. Dom Luflstottenvereio. Mannheim, 7. August Für die große Sammlung, wclclK alS Nationalspcnde für den Grasen Zeppelin geplant ist, laufen bei dem Deutschen Luftflottenverein, Zentrale Mannheim, fortwährend aus allen Gauen Deutschlands Beträge ein. Zn vielen Städten sind Ortsgruppen des Deutschen Luftflotte «Vereins entstanden oder int Entstehen begriffen, die mit Begeisterung an dem großen nationalen Werk mitarbeiten Der Deutsche Luftslotten- vcrein beabsichtigt, nachdem die Sammlung geschlossen und du-.- Gesamtergebnis jeder ein Btzuh in künstlerisch hübscher Ausführung anzulegen, in welcl-er die einzelnen Städte alphabetisch geordnet aufgeführt und für jede Stabt entweder die einzelnen Spender mit den Beträgen oder die Gesamtsummen der einzelnen Zeichnungs- fteTlcn eingegangenen Beträge angegeben werden. Dieses Buch soll dann mit der ?kttionalspende zusammen dem Grafen Zeppelin überreicht werden. Der Deutsche Lufd- flottenverein bat ein Komitee ins Leben gerufen, dem bis jetzt bereits beigetreten sind: Prinz Maz von Baden, Prinz Wilhelm von Sachsen-Weimar, Prinz Viktor Salvator von Isenburg, ferner die babrieben E-zeUenzen Mtni- sterialPräsident v Marschall, v. Brauer, Staatsminister v. Bodman, Staat smtnister v. Dusch, v. Bado, Dr. 'Jäcolai und v Neusser, Regierungspräsident der Pfalz. Spekulierende Amerikaner Dem verdicnstvoll.il Mitaio.. i rivlm £ beringe- uinir Dürr, ist aus Amerika ein verlock, ndes Angebot gemacht luctbOL Eine Gruppe von Kapualiftcn hat ihm 2 Millionen Mark an geboten (!!), nxntn er nach New- ftd kommen will, um dort den Ban eines Luftschiffes zu leiten. Dürr, der mit Zeppelins Unternehmen auf bar- engste verwachsen ist, hat die Offerte nicht akzeptiert. Alpeostag. Mit der Absicht, die geiamicn Alpen zu überfliegen, wird, wie aus Innsbruck gemeldet wird, am IQ. August von Tr. Brockelrnann und Hauptmann Härtel ein Baslonauf stieg unternommen. Für diesen Aufstieg wird der 1700 Kbm. große Ballon der Firma A ‘ttebinger zur Verfügung stehen Die Fahrt soll lfauptfächlich zum Zwecke photographischer Aufnahmen unternommen werden. Aus Stadt und Land. Gießen, 8. August 1908. — Auszeichnung. Ter Großherzog hat dem Ober- briefträger Ludwig KnauS in Büdingen zum 1. August das Allgemeine Ehrenzeichen mit dec Inschrift „Für langjährige treue Dienste* verliehen. — Ucbertcag en wurde am 4. August d. I. dem SchulamtSasprranten Adolf Schlierbach auS Roth (TillkreiS) die Lehrerstelle an der Gemeinde- schule zu M'.tterShausen, KreiS Heppenheim. — Ucberiragen wurde am 5. August d. I. dem Schulamtsaspiranten Wilhelm Heldmann auS Affolterbach, KreiS Heppenheim, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Siedelsbrunn, KreiS Heppenheim. — Von derBadenburg. Ter Personenzng 1039a, der abends 6 Uhr 15 Mm. in Lollar abgeht und 6 Uhr 28 Mm. in Gießen ankommt, hält ab Sonntag den 9. d. M. nach Bedarf an der Badenburg. Besuchern der letzteren ist hierdurch Gelegenheit gegeben, zur Rückkehr die Bahn zu benutzen. Zum Hinweg kann der Pcrsonenzug 795, der 2 Uhr 3 Min. nachmittags in Gießen abgeht und ebenfalls nach Bedarf an der Badenburg hält, benutzt werden. -TaS Fest der goldenen Hochzeit feiern heute der Bahnschloffer Konrad Breitstadt und seine Iran, Anna Elisabeth, geb. Weber, wohnhaft Wctzstcinstraße 46. Im Namen der Stadt überreichte Herr Beigeordneter Keller dem Jubelpaare bie Summe von 150 Mk. auS decStistung der Stadt Gießen vom 15. Juni 1879 zur Erinnerung an die goldene Hochzeit des ersten deutschen KaiferpaareS. Vorn KreiSanite wurde dem Jubelpaare cm Bild des Groß- Herzogs überreicht. — Anlagemuslk am Sonntag, 9. Aug., 11.30 Uhr oorm. in der Süd-Anlage. Spielplan: 1. Öuoerture zur Oper „Die Felscninühle*, von Reißiger. 2. Küsten ist feine Sünb! Walzerlied von EySler. 3. Phantasie a. d. Ballet- Pantomime „In der Waldschenke* von Förster. 4. Jubiläums« Marsch von Strauße. •• Kolosseum. Tie Direktion teilt unS soeben mit, daß sie bei dem Gastspiel Mizi-Gizi, vielen Wünschen entsprechend, keine erhöhten Preise nimmt. Mizi-Gizi wird, wie überall, so auch hier schnell die Gunst deS Publikums erobern. Tie „Düsseldorfer Zeitung* fchreibt über Mizi-Gizi wie wlgl: Aber so recht zur Apollothealerslnninnng kam c» erst, alS Alizi-Gizi, die unübertreffliche Vorlragskünstlerm, in einem famosen politischen Stimmungsbild erklärte, daß sie Schwarzleher nicht dulde. Und dieser liebenswürdige und humorsprnhende Schalk brachte eS im Handumdrehen fertig, daß, wer noch eben .schwarz gesehen', nun allcfl im rofuifien Lichte erblickte. Ter nicht endende Applaus zwang Fräulein Mizi, noch zwei Lieder als Zugabe zu fingen und schließlich auch noch eine schaurigschöne Ballade von der Schwiegermutter zu deklamieren. ES war ein wirtlicher Genuß. )( Klein-Linden, 7. Aug. Die Vorbereitungen zu der am 9. August ftattfinbenbeii 1. Ober hessischen Bezirk s k a n i n ch c u s ch a u sind in Dollem Gange. Rach den eingelausciicn Anmeldungen ber 6 hessischen Vereine, welche bem Mittelbcutschcn Kaninchen-Züchter Verbanb angehören, verspricht bie Ausstellung etwas für Ldcrhessen einzigartiges zu werben. Kauflicbhaber werben in jeber Weise befriebigt werben. Ten geehrten Tanten sei bie Abteilung Pelzwaren, gefertigt von An ton Weber, Aue (Erzgebirge), sowie Züchter Sonimerlab, Grvßcn-Linben, zur Bejichtigung empfohlen. Alles Mhere im Heuligen Inserat. (?) Trais-Horloff, 6. Aug. Als Direktor ber hiesigen Brikett fabrik „Fr iebr ich" ist Herr Berg- Ingenieur W, Schissmann aus Hungen angeftellt worben und ist bereits in seinem Amte tätig. (?) Nieder-Bessingcn, L. Ang. Der am vorigen Freitag in bie Gießener Klinik verbrachte Sohn bes Forst- warts Bley von hier, dem burch unvorsichtiAcs Umgehen mit einem Flobertgewehr eine Stugel in bie Seite ging, ist bort seiner schweren Verletzung erlegen. Allgemein ist bie Teilnahme, bie man ber Familie bes auf so traurige Weise aus bem Leden Gelchiedenen entgegenbringt.. Laubach, 7. Ang. Bei einer Probe deS hiesigen Turnvereins brach die gestellte vierstöckige Pyramide zusammen, so daß die Teilnehmer übereinander kugelten. Dabet zog sich der Turner F. D. eine Verletzung an ber Stirn zu, so daß er nach Hause getragen und mehrere Tage daS Bett hüten mußte. Die am letzten Sonntag geplante Aufführung auf bem Ramberg mußte daher verschoben werden. Schotten, 7. Aug. In dieser Woche weilte hier ein russischer Lehrer, deffen Urgroßeltern auS Schotten flammen, der Vater ein Kromm, die Mutter eine geb. JlgeS. Dieselben sind unter der Kaiserin Katharina II., reg. von 1762 bis 1796, geb. Prinzessin von Anhalt-Zerbst, nach Rußland auSgewandert und ließen sich im Gouvernement Saratow an der Wolga nieder. Mit jenen wanderten damals noch viele auS hiesiger Gegend und von Schotten auS und cS entstand dort eine Kolonie, welche den Namen Jagod- naya Polyana, auf Deutsch Erdbeerenfeld, erhielt. Außer oben genannten gibt eS dort noch eine Menge von Namen, die auf Echottener, refp. deutsche Abstammung führen, z. B. Weitz, Schmidt, Fuchs, Spamer, Lautenschläger, AßmuS, Kornschuh, Meute!, Müller. Der Ort zählt 10 000 Ein- wohner, welche alle deutsch sind und unter sich den Schottener Dialekt sprechen. Lehrer Theophil Kromm macht emen fünf« wöchigen Kursus m Witzenhausen bei Kastel mit noch sechs russisch-deutichen Lehrern durch, um sich tm Deutschen noch bester ouSzubrloen. tLchott. KrciSbl.) R.-B. Darmstadt, 7. Aug. Prof. Jos. M. Olbrich, der sich seit einigen Wochen zu seiner Erholung im „Weißen Hirsch* dc. Dresden befand, ist dort anfangs der Woche nicht unbedenklich erkrankt und mußte sich vorgestern einer schweren l peration unterziehen, die >edoch, wie hierher gelangte Mitteilungen besagen, einen glücklichen Verlauf ge- nommen haben soll. ei x fl r m fto b *, 7. Aug Einem Schlaganfall erleg c u ui DtuL mtj 0>,, Uhr der Staiuinrvorüchei 1. kiaiie, Rechi.uugsra: Jakob Heuß, ein in roeüen nrriien brlanutct und bt-Lu-bta Bcamtcr. X. O ff en d a cd a. M., 8. Aug. Tas hier vom 5. bis 12 Juli stattgefundene 23. Bcrbandssckießen des babifd-en Landes - Sck'ü envere.ns, des pfälzischen und minelrheinischen Sctnri. .nbunbes schloß mi: einem Fehlbeträge von etwa 8000 Mark ab. Tie Garanticfonbs- zeichner werden mit 10 Prozent berangc ogen. a. Krofdorf, 6. Aug. Wie überall m der Umgegend der Landwirt dieses Jahr eine reiche Getreideernte macht, M so ist'S auch hier. Tagtäglich sieht man viele schwere Lener- I wagen mit dem Getreide z» den beiden Dreschmaschinen fahren, wo eS in dem weiten Rachen deS TreichivagenS verschwindet und als gedroschenes Stroh auS dem Selbstbinder abgenommen wird. Heutzutage läßt auch jeder kleine Landwirt sein ganzes Getreide auf der Maschine dreschen. Mußte doch der Bauer in früheren Jahren, wo alles mit bem Flegel gedroschen wurde, sich b:S um die Weihnachten herum daran zu schaffen machen, 'Arbeit, die heute in wenigen Stunden gemacht ist. Die andern Feldsrüchte, Kartoffeln, Tickwurz usw. fallen zum Teil auch sehr gut auS. Auch die Obsternte liefert in manchen Bereichen ganz schöne Ertrage, nur die Zwetschen fallen sehr gering aus, so daß die so sehr degehnen Zwetschenkuchen in mancher Familie ganz fehlen werden. — Für den nächsten Sonntag hat der Turnverein in Gießen einen AuSslug nach Burg Gleiberg geplant, wo von 4 Uhr ab Konzert, Turnuoungen, Kinderspiele usw. uattfinben sollen und am Abend Tanz. Bei em» tretender Dunkelheit soll die Rurne bengalisch beleuchtet werden. — Kürzlich wurde hier eine Bekanntmachung erlassen, wonach alle tn diesem Herbst und Winter Dorgenommcnen HauSschlachtungen die betreffenden Trere vom Fletschbeschaner untersucht werden müffen, eine Einrichtung, die nur begrüßt werden kann. sfc. Biedenkopf', 7. Aug. Treche Benehmen dev Schitz- manneS anständigcn Damen gegenüber in» Gewicht. E» käme» im ganzen drei verschiedene vanblungen von oorjatzlich schierer Körperverletzung m Berracln, für welche er «ne Gesamtstrafe von einem Jahr Gefängnis, sowie eine cnritncdxntx Buße für die Verletzten beantrage Der GerichtSho' erkannte den Angv- Nagten der vorsätzlichen schweren Körperverletzung nach z 223a. jK 23 l u. a für fdjulbig und verurteilte ihn bem Äiurag bei SraaiSanwallS gemäß zu einem Jahr Gefängnis sowie zur Tragung der Kvsten. Ferner wurde der AnzeNagte verurteilt, bem Kaufmann Braß eine Buße von 300 Mk. unb brr Witwe Börner eine solche von 60 Mk zu zahlen Taö ebafalll verletzte Frl. Lang pcriubtae auf eine Budzahlung Der An- geNagtc erkannte da» Urteil an Pcrmikltis. • Vergiftungen Im Aknen Hotel „Harzburger Hof" zu Harzburg sind etwa 40 Personen des P<-rsonal» unter schweren Vergismngserscheniungen erkrankt M^rere schweben m Lebensgefahr Von den zur Jtur im Hotel wohnenden Personen ist niemand in Mitleidenschaft gezogen Die Erkrankungen sind daraus zurückzufiihren, daß eine Fleischmasse, vermischt mit Geslugelleber, schon am Vormittag jur das Personal hergerichtet »var. Es wurde jc st gestellt, daß die Leder tm Laufe bes Tages infolge bet Lege bn fceü stieß Segen Me Cppe fit Un sch stieße cti) 2 «ULtzäl 9 hi * fhaen t , J-bei * ^rcun 1 JyBctei , «Wrlu * Lirinlr Seifenpulver Das.Allerbeste i s t Amtlicher Teil. Gießers. neu [D*7r tmmern, Johs. Böckel IH. fest gestellt worden. Herstellung der Kreisslraßenabfahrten , Planieren der Gewannmege „ Lieferung von Zementrühren „ Die Verdingungsunterlagen liegen auf lichcr Bürgermeisterei Weitcrshain zur Vetr.: Rotlaufseuche in Bellersheim. Unter dem Schweinebestand des : Bellersheim ist Rotlaufseuchc Eperre ist verhängt. Gießen, den 7. August 1908. Großherzogliches Kreisamt Angebote haben in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen und sind verschlossen, postsrei und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 15. August d. Js., vormittags 11 Uhr bei Großh. Bürgermeisterei WeiterShain einzureichen. Die Eröffnung stndet daselbst zur angegebenen Zeit in Gegenwart erschienener Bieter statt. Zuschlagsfcist 3 Wochen. Gießen, den 1. August 1908. Großherzoglichc Kulturinspektion Gießen. gewährt. Bensheim, am 10. Juli 1908. Gr. Bürgermeisterei BenSheim. Dr. Frenay. I» V.: H. Steinbach. betr., enthaltenen Bestimmungen entsprechen, werden ersucht, sich unter Vorlage der erforderlichen Nachweise bis spätestens 1. September 1908 bei unterfertigter Stelle zu melden. Die Stelle ist den Militäranwärtern Vorbehalten. An Gehalt werden gewährt: während der Probezeit (cct. ein halbes Jahr) ein Tagegeld von 3,50 Mk., nach definitiver Anstellung 1300 Mk. Anfangsgehalt mit jährlichen Steigungen von 30 Mk, bis das 1800 Mk. betragende Endgehalt erreicht ist; außerdem 90 Mk. Teuerungszulage und 100 Mk. Kleidergeld pro Jahr. Letzteres wird auch während der Probezeit Eingefanor. Gießen, 8. Aug. In der letzten Stadtvcwrdnekcn-Sitzung sind, wie ich den Zeitungsberichten und orivaten Erkundigungen entnehme, über mein Etablissement öffentlich Ansichten geäußert morden, die mir von den Tatsachen twch sehr weit entfernt zu sein scheinen und eines Kommentars von meiner Seite benötigen. "Namentlich Herr Beigeordneter Georgi hat sich dahin ausgesprochen, daß das Kolosseum das Ansehen der Stadt schädige, daß es die Gießener Jugend verderbe und daß er bedauere, daß man mir an meiner Konzession rechtmäßig nichts aussetzen könne: er sei nicht dafür, daß man mir irgendwie entgegenkomme, man solle mir vielmehr das Leben so sauer wie möglich machen, denn je eher das Kolosseum von Gießen verschwind.', desto besser sei es für die Stadt. In allen diesen Äußerungen, die den Beifall vieler Herren Stadtverordneten gefunden haben, erblicke ich eine )dimere Beleidigung, nicht nur meiner Person, sondern auch aller meiner Spezialitäten, und vor allem meiner Besucher, zu denen ich zahlreiche angesehene Gießener Familien, die Herren vom Lffizierkorrs und auch Angehörige mandyr Herren Stadtverordneten zähle. Ich habe seinerzeit in Gießen ein Risikogeschäft eröffnet in der Meinung, daß ein gutes Barieteetheater für eine Stadt wie Gießen ein BÄmrfnis sei. Die Erfahrung hat das letztere bestätigt. Mein Etablissement schadet niemand, nützt aber der Stadt. Es zieht auswärtigen Verkehr hierher und damit Geld von auswärts, wie ich statistisch nachweisen kann. Es hält aber auch manches Geld in Gießen zurück, das sonst nach Frankfurt wandern würde. Diejenige „Jugend", die bei mir verkehrt, würde auch sonst Abends ausgehen und eventuell nach auswärts reisen, um sich zu amüsieren. Außerdem wissen meine Freunde (und ich zähle deren in Gießen gottlob mehr, als mancher Stadtverordnete vielleicht denkt, daß mein Unternehmen ein erstklassiges ist. In einem minderwertigen Tingeltangel würden jedenfalls Otto Reutter und die Saharet nicht ausgetreten sein. ^schlimmer. Sachen, als sie im „Walzertraum" enthalten sind, werden bei mir nicht geboten. Der scheint aber die hiesige „Jugend" nicht verdorben zu haben!? Ich erlaube mir noch, die Ansicht auszu sprechen, daß die Herren Slritifcr vom Stadtrat mein Etablissement garnicht beurteilen können, da sie es ;a aus eigener Anschauung nicht kennen. Und bei einer Behandlung eines Gesuches von mir nicht wieder solche persönliche Voreingenommenheit vorherrschen zu lassen, lad: ich hiermit die Herren vom Magistrat und von der Stadtverordnetenversammlung höflichst zu einem Besuche meines Bekanntmachung. Zum 1. Oktober 1908 ist dahier die Stelle eines Verdingung. Nachstehende Arbeiten und Lieferungen für die Feldbereinigung Weitershain sotten auf dem Wege schrift- lichen Angebotes in einzelnen Losen vergeben werden: Verschleifung verschiedener Hohlwege veranschl. zu Mk. 2990 Mtislher Wllllllgslichmis Wen Gartenttraßc z, 3immer 2. lGeschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Schutzmanns zu besetzen. Bewerber, welche den in der Bekanntmachung vom 25. April 1903, die Ausführung des Gesetzes über die Besoldungen der Gendarmen und die Polizeikosten * . ( H arzöl Mienhotel ' -W xSS-' Prima Kaltchiue empfiehlt billigst J7Ü3 Georg Schäfer, Luherstr. S. Jagd-Verpachtung. Die den 30 Interessenten zu Kirchners zirka 150 Hektar Waldung zustehende Jagdgerechtsame soll am 12. UuguU ds. Js., nachmittags 1 Uhr in der Wohnung des Unter- rnchneten auf 6 Jahre öffentlich verpachtet werden. 06308 Kirchvers am 28. Juli 1908. Der Bürgermeister: Simon. Ernst Challier (Rudolphs Nacht) j| Giessen. Spezial-Geschäft für Musikwaren aller Art B Grosse Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien-Handlung and -Leihanstalt Spezialität: Billige Asbgaben. M ie Ferienstrafkauimer HM mdb.'t, unter Vorsitz rmmut mit jener Säbel; LNN 'Ähmunk gelegenllü Der Angeklagte lyndmä bsidorf, hatte in der M i trank verschiedene W trunkenen Zustandutw- .ie Begleiter der Wi smann ^Verschämtheiten veAw te weiteres auf die t eine schwere zerschlagen rouröen iS «*■«£ DWZ chuldigte. ■ Äfe E .um fc kg** -de e».£ ■e von ^,u zahlen- Ltiidtischer Arbtitsllchivkis Kietze«. Gartenstraßc 2, Zimmer 2. Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Schreiner, 1 Eisendreher, 1 Installateur, 1 Bauschlosser, 1 jüngerer Hausbursche, 4 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Tapezierer gegen Vergütung, 1 schreiner, em 1 Installateur. n, , . b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 10 Steinbrecher, 1 Schreiner, 1 landnnrtsch. Arbeiter. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Schmied, 1 Sattler, 1 Spengler. Ts suchen Arbeit: , *8 1 Steinbrecher, 4 Schreiner, 1 Buchbinder, 3 Schmiede, zwei Maschinenschlosser, 1 Tapezierer, 2 B ausch loste r, 1 Zigarren- niacher, 2 Former, 4 Hetzer u. Alaschinisten, 1 Spengler, 1 Fuhr knecht, 2 Schneider, 1 Installateur, 10 Arbeiter, 3 vausburichen, 9 Laufsrauen, 3 Waschfrauen, 4 Lausmädchen, 2 Dienstmädchen, 2 Haushälterinnen. Lehrlinge: 1 Schlaffer._______________________ schwülen Witterung und der Küchenluft in Gärung übev-i gegangen war. — In Triedusch (Posen) erkrankten zehn Personen infolge Genusses giftiger Pilze. Sechs Per- ff sonen sind gestorben. Ebenso starben in Wreschen zwei Personen infolge Genusses giftiger Pilze. ! Kleine Tageschronik. Schwere Gewitter gingen im M a i n t a l e, der Rhein- 4 e g e n b und dem Eichsielde, sowie im oldenburgilchen Gebiete nieder. Viele Gebäude wurden durch Blitzschläge cm- geäschert. Starkes Hagelwetter richtete großen^Schaden an? In Elberield hat sich der Inhaber der Setdensärberei Veter Lohe erschossen. Er soll sich in Zahlungsschwierigkeiten bell funben haben. Erst vor einigen Tagen erschossen sich .in E. der Färbereibesiher v. Hagen und der Bauunternehmer Schenkenmeyer. In Kaiserslautern ist der Möbelsabrikant und Lener - der Möbelbauanstallt Enz u. Co. unter 'Mitnahme großer Beträge 6| flüchtig, lieber da? Vermögen ist der Konkurs verhängt. In Nürnberg hat sich der städtische Kassierer Fratz, dem die Verwaltung der Kassen der Wohltätigkeitsstistungen nnterstand, in seinem Bureau den Hals durchschnitten. Er wurde ffierbend inS Krankenhaus geschafft. Der Grund zu der Tat ist roch nicht festaestellt. In Arosa ist Fräulein Frieda Baranowsky auS Königsberg i Pr. am Schießhorn beim Edelweißsuchen abgestürzt und tot geblieben. Von den bei dem Brande der deutschen GesandtschasiSwache t-t Peking verletzten Franzosen sind noch zwei ihren Verwundungen erlegen. Eine Wasserhose ist in Bisba niedergegangen. Zahlreiche Wohnhäuser sind w e g g e s ch w e in m t. 7 Personen sind umgekommen. Nach der Ueberschweinrnung erfolgten Erdrutsche, durch welche 20Persone>i ihrLeben verloren. Der Materialschaden ist bedeutend. hi».. 6»i»n * Die 1 ln Diele e "Nl ltä S-lC*'« “'S b(ni A lebet £ |!S Mi' > «Ots ' I ? tjeute “" S । ^ldsrüchfx ! ää «8 (jat L Vu ” ^"chubuna-n 6;„e - «benb : s*h: unb eint W i(t niemanb ™ ftütjf, 1° ungwSlich »0» n9 und äußere Kops, n die Boclenheimerschr lug- Int Alter von urz nach 9 Uhr flan, « i- P- D. Ehlers, Jen Geistlichen Frank, wrj 1834 in Hamburg lin und Göttingen unt stellen der lutherischen 'lberg bei Aachen mii lnion zuzuführen. M Kirche zur rheinischen evangelisch-reformiert! einstigen Fluchlling-- theit sich feit 1817 auf gestellt. 1878 tourbt nfiftotiumö zum Kv» des Konsistorialpräsi- ena derM ihm dm he der neuen Fahnen ibet am Sonntag den Kaisers, der Eiferin, nigs von VmMmberg m auf dem Friedrichs- Kekanntmachung. Aetr.: Verlängerung des Gleises 1 und Erbauung eines Dienstwohngebäudes mit Wirtschaftsgebäude aus Bahnhof Saasen. Der Plan zur Verlängerung des Gleises 1 im b zur Erbauung eines Dienstgebäudes mit Wirtschaftsgebäude auf Bahnhof Saasen liegt auf Großh. Bürgermeisterei Saaseen 10 Tage lang, vom 11. August bis 21. August einschließlich, zur Einsicht der Interessenten offen. Einwendungen gegen den Plan können innerhalb dieser Frist bei Großh. Bürgermeisterei Saasen vorgebracht werden. Gießen, den 7. August 1908. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________I. V.: Dr. Merck.__________________ “ Keliaimtmachung. Arbeiterbewegung. Streik und Aussperrung. Die Nieter de§ Stettiner Vulkans lehnten die Wiederaufnahme der Arbeit unter den zwischen der Direktion und den beiden Arbciter- oertretungen vereinbarten Bedingungen ab. Infolgedessen tritt heute die angekündigte Aussperrung bei den Stettiner Eisenindustriellen ein und am 12. August bei den deutschen Seeschiffswerften in Kraft. ES sind zu vermieten: _ r o 2 Wohnungen von 8 Zimmern, 3 Wohnungen von v 6 Wohnungen von 5 Zimmern, 13 Wohnungen von 4 Zimmern, 5 Wohnungen von 3 Zimmern, 1 Wohnung von o Zimmern mit Laden, 1 Wohnung von 2 Simmern, 1 Wohnung vonl -ottmner, 5 möbl. Zimmer, 1 unmöbL Zimmer, 1 Werkstatt, 1 Wagenhalle. Sn mieten gesucht: 43 Wohnungen von 2-7 Zimmern. fBV , , 2160 „ v 3200 „ „ 773 Großherzog- Einsicht offen. I.V.: Langermann._____________ Dekannlmlichung. Wegen Vornahme von Aanalisations- und Wasser- ffeitungsarbeiten ist die Ortsdurchfahrt Bersrod im Zuge ter Kreisstraße Bersrod—Winnerod auf 8 Tage für den ^uhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 8. August 1908. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________I. V.: Langermann.____________ grliiuintnuidjimg. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Kreis- straße Oppenrod—Burkhardsfelden vom 10. bis 18. August für den schweren Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 8. August 1908. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann. Neue Kartoffeln Perle v. Erfurt, per 50 kg 4 — M. LÄÜ 3 . Hantel, g Jieuen Baue 7. Telephon 612. Hierdurch teile ich mit, daß ich Löwengasse 30 eine Bau- u. Möbel-Schreinerei eröffnet habe. Ich halte mich für alle einschlägigen Arbeiten bestens empfohlen und bitte mein neues Unternehmen freundlichst unterstützen zu wollen. 06597 Emil Schön Schreinermeister. Etablmemnits ein. Ich garantiere ihnen, baß sie dort nicht' „verdorben" werden. - * Mit vorzüglicher Hochachtung Albert R a p p m a n n , Direkwr des rkolosseums. VorauSsichtlichc Witterung für Hcsicn am Sonntag den 9. August: Teilweise heiter. Trocken. Kühl. Lebhafte westliche Winde. Grigin«l-OrcrhtmeL0un«zen. London, 8. Aug. „Daily Telegraph" läßt sich aus Petersburg melden, ein bekannter Diplomat habe versichert, daß England die Erhebung in der Türkei besonders aus dem Grunde unterstützt habe, um den deut sch enEin- fluß bei der Pforte zu unterbinden. Die öfter- reichischen Eiscnbahnkonzcssionen würden nunmehr auf großen Widerstand stoßen. Der Minister der Aeußern in Konstantinopel würde die russischen Vorschläge für das mazedonische Reformwerk nunmehr zweifellos zurückweiscn. Roveredo, 8. Aug. Der Raturhistorikcr Hofrat Tr. Schüller ist im Alter von 77 Jahren gcstorben. Werkstätten für Handwerkskunst Georg Ehrhardt & Söhne Möbel-Fabrik ■■■■ Darmstadt Feldberpstraße 36 (hinter dem Hauptbahnhof) Etablissement für gediegene vornehme Wohnungseinrichtungen 5**; - Besichtigung der — -■ ■ - : » j.2 Ausstellung fertiger Musterräume und der mustergültigen Fabrikationsanlage erbeten. Todes-Anzeige. Gestern abend 8'/, Uhr verschied sanft in Gladenbach nach langem Leiden unsere teure Gattin. Alutter, Schwester und Schwägerin Frau Elise Schnickmann geb. Bcndcrotb im Alter von 38 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen: Marl Schnickmann. Gladenbach, Klein-Linden, den 8. August 1908. Die Beerdigung nudel Montag, den 10. August, nachm. 4 Uhr in Klein-Lmden statt. 06607 w sagen wir herzlichen Dank. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme und für die Blumenspenden bei dem Heimgänge meines lieben Gatten, unseres guten Vaters, Schwiegervaters, Großvaters und Onkels Philipp Benner, EchiihmcherniHtt Familie Benner, Familie Schombcr, Familie Rath, Familie Stein. 06592 Gießen, den 8. August 1908. Ka* . _ . ...... Versteigerung. ZUillwoch, den 12. ds. Mts., vor e*1 mittags U Uhr wird im alten Feld ca. '/« Morgen Frühkar- roffclcrntc gegen Barzahlung verueigert. Zusammenkunst am BaonübergangSchiffenbergerweg Versteigerung bestimmt! 14759 Johann, Gr. Psandmeister. Versteigerung. Montag, den 10.dS.Mts., nach' mittags 2'/. Ubr sollen dahier, Walltorstr. 6 «Darmstädt. Haus) I. 1 Sckott. Schäferhund, 2 Stämme Wertholz, 13 Tlrd. Mcssingwaagichalen, 3 Hau dclswagen, Hebelluitpumpeu u. v. A. 06598 II. 1 Rollwagen, 1 Äastenwa gen, 1 Vferd, 1 Kassenschrank, 1 Viano, 1 Eisschrank, 1 Ladeneinrichtung, 1 Fahrrad, 10 Pferdedecken, 12 Handkoffer, 1 Mille Zigarren, eine größere Partie Schuhwaren, Haus- und Küchengeräte u. a. m. zwangsweise gegen bar versteigert werden. Versteigerung ad. 1 findet bestimmt statt. Gießen, am 8. August 1908. Seipel, Gerichtsvollzieher. Mittwoch, den 12. August er. werden 111 N ieder-Oileiden Station der Riedergemünden— Kirchhainer-Bahn a. d. Loth'ichcu Gute um 10 Uhr beginnend, sämtliches lebende und lote Inventar freiwillig versteigert und zwar 17 Stück Rindvieh, 4 Pferde, 1 Fohlen, 2 Zuchlschweinc, dabei 1 Sau mit 9 Ferkeln, 2 Läufer, 35 Schafe, 1 Grasmäher, 1 Ge- lreidemäher,lHeuwender,l gan- neuer 5drupper, 1 Ernterechen, 1 neues Break sowie sämtliche zur Landwirtschaft gehörigen Wagen und Piaschinen in saft neuem Zustande, Heu, Stroh rc. _________________(4754]________________ Der Zieoenzuchtverein Gießen hall um 19. August eine Men-LWigeimg ab (ment Bocklämmers, auch sollen, um die Inzucht zu vermeiden, Böcke umgetauscht werden. Die auswärtigen Vereine und Gemeinden rönnen sich mit ihrem Material beteiligen. <4510 Ler Vorstand. Nächsten Montag, d. 10. d. Mts., 10 Uhr vormittags, wird auf dem Hofe der neuen zraserne ein noch brauchbares LD7/8 Krümperpferd meistbietend gegen Barzahlung versteigert. Lirümper - Verwaltung Inf.-Regiment Lraifer Wilhelm. Riiiimuiigs-AiisverW wegen Umzug. Reife-Körbe — Waich-Körbe, Markt-Körbe, Markt Taschen, Reiic-Taschcn — Hand-Koffer, Schlicßkoffcr aus Holz m. Drell- und LederbezriU enorm billig Kaufhaus S. Elsoffer a8/s Bahnhofstraße 23. Stoffe für hiüdeiisr finden Sie in hervorragend schön. Auswahl bei la15/, Gebr. Jmheuser, Marktplatz 9—10. Ate RiWseiijteille empfehlen (4635 Sicher Thouwerke,G m.b.H. S Erntestricke I gefärbt, in verschiedenen ■ U Langen empfiehlt billigst ■ M. 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