u. Land* und „der „Lustigen Witwe" noch in angenehmer Erinnerung. Ihres leb- haften Temperaments und ihrer neckischen Anmut würden wir gern öfter uns erfreuen. Ihr kleines Stnnmchen versteh^ sie delikat zu behandeln, ihr Plauderton ist von ansprechender Schelmerei und groß ist ihre Bühnenroutine. Im einzelnen konnte sich sonst noch manche Rolle zweiter Gattung sehen lassen. Kapellmeister W e i n a ck halte das nette Werk wieder sehr gut musikalisch einstudiert. Persien. Prinz Meajed ed Damey ist zum Stadtgouverneur von Teheran und Emir Behadur zum Kriegsminister ernannt worden. Chapchal, der russische Lehrer und Rat- Auslasrd. Rach einer Petersburger tiitiuuug kommt der russ. Minister des Aeußeven Iswolski, im September nach Karlsbad, wo er den Besuch des öftere. .Ministers, Baron Achrenthal, erhält. Es verlautet, daß Präsident Falliöres nach seiner Rückkehr aus Rußland mich Marienbad kommt, wo er mit König Eduard -usammentrifft. Die Budgctkommission der französischen Kammer ist mit den Ministern Pichon und Cruppi dahin übereingekommen, daß ein Vertreter des 5)andelsMinisteriums sich zu der Konferenz für den literarischen Urheberschutz nach Berlin be-- geben soll. Nach einem Telegramm aus der kaukasischen Stadt Ast ar a am kaspischen Meer herrscht unter der dortigen Bevölkerting große Unruhe, da verlautet, daß der Gouverneur mit einer bewaffneten Streitmacht heranziehe, um Astara zu besetzen und zu unterwerfen. In Astara ist eine Republik eingefi'chrt, welche die Verwaltungsbehörden suspendiert habe. Die friedliche Bevölkerung flieht in Erwartung einer Katastrophe. Tas Programm der Reise des franz. Präsidenten Fallier es ist abgeäudert worden. Er trifft am 20. Juli in Kopen -- Hage n, am 23. in Christiania ein und reift am 24. nach Stockholm. Am 27. Juli trifft er auf der Revaler Rheede mit dem Zaren zusammen. In der russischen ReichAduma erstattete die Aus- aleichungslommission Bericht über die Kredite zum Bau neuer Panzerfchiffe. Tie Duma beschloß, die Kredite zu 'v e r n> e i g e r n. Ter Handels Minister hat in der Duma einen Gesetzentwurf, betreffend die Alters- und Jnvaliditätsversicherung der Arbeiter, eingebracht. Aus der nordamerikanischen Stadt Denver wird vom 7.Juli gemeldet: 12 000 Personen harrterr heute der Eröffnung des demokratischen Konventes. Präsident Bill von Cali- fornien wies in leidenschaftlicher Rede auf die fehlerhafte Politik der Republikaner hin, durch welche die Interessen der Allgemeinheit in die Hände der Feinde einer guten Regierung kämen. Bezüglich der Zolltarife erklärte er, die deuwkratische Idee sei, daß dort, wo die Tarife die Trusts befähigten, das System der Ausbeutung aufrechtzuerhalten, es Pflicht sei, die Begünstigung der Erzeugnisse der Trusts zu verhindern, damit die freie Konkurrenz des Auslandes den Markt zu vernünftiger Preisbildung im Interesse der Bevölkerung zu zwingen vermöge. Aus Saigon in Hinterindien rmrd gemeldet: Zwei Unteroffiziere und ein Gel reitet von der tonkinefchen Eingeborenen» Artillerie sind wegen Beteiligung an dem am 29. Juni gemachten Versuch der Ma s se n v er g ift ung der europäischen Infanterie zum Tode verurteilt worden. gebet des Schahs, verlangte seine Entlassung und forderte 200000 Mk. Schadenersatz. Ter deutsche Dragoman Litten wurde am Sonntag abend auf der Fahrt nach seinem Landsitz in der Nähe der russischen Gesandtschaft von 10 Mann irregulären Truppen überfallen. Litten konnte sich, als die Bande die Pferde auszuspannen versuchte, dadurch retten, daß er drei Räuber durch Fauftschläge und Fußtritte unschädlich machte und im Galopp davon fuhr. Obgleich die Sicherheit in der Stadt vorzüglich ist, so ist doch umhertreibendes Gesindel sehr zu fürchten. Seitens der deutschen Gesandtschaft ist wegen des Ueberfalles Beschwerde eingereicht worden. In Täbris dauern die Straßenkämpfe fort Rahim Chan beherrscht mit seinen Räuberhorden die Stadt, außer einem Bezirk, in welchem die Revolutionäre zähen Widerstand entgegensetzen. Der Anblick der Stadt ist niederdrückend. Me Räubereien und Greuel der Reaktionäre (affen sich schwer beschreiben. Das Lager dieser Marodeure ift voll geraubten Gutes. Viele Häuser sind zerstört oder ausgeraubt. Eine Unmenge von Kindern sind obdach- und brotlos. Von keiner Seite ist Hilfe zu erwarten. Die Lüden sind geschlossen. FurchtbareHungersnot steht bevor. marotto in der französischen Kammer und Deutschland. Paris, 7. Juli. In seiner Anfrage an den Minister des Aeußern führte l Jaur es aus, die Besetzung vonAzemur widerspreche den Weisungen, die General d'Amade erteilt worden süen, iinb der Verpflichtung, die Frankreich vor ganz Europa iibemommen habe, sich auf das Schauja-Gebiet zu be- ichränken. Jaures setzte auseinander, daß die Negierung i ixird? das Vorgehen d'Amades in die Gefahr komme, in eine falsche Situation zu geraten und den Anschein zu er- ]reden, als ob sie die Operationen von Abdul Asis unterstütze. Diese Bloßstellung Frankreichs müsse durchaus vermieden werden. Jaurös schloß, indem er eine neue, weitgehende Heimsendung der französischen Truppen aus Marokko auf das Entschiedenste befürwortete, tSeifcH auf der äußersten Linken.) Minister Pichon erklärte, der Zwischenfall von Azemur ' sei übertrieben worden. Die Negierung habe von General IdÄmade genaue Nachrichten verlangt und ihre Instruktion $ erneuert. Die Antwort d'Amades sei soeben eingetroffen. «d'Amade erklärt, sein Nekognoszierungsmarsch hätte die Sicherung der Ruhe des Schanjagebietes zum Gegenstände gehabt. Die Kriegsmunition sei über Azemur in jene Gegend gelangt und Azemur habe sich geweigert, nach Mazagan bestimmte Kuriere passieren zu lassen. Der Minister fügte h inzu, Azemur werde von seinen eigenen Bürgern verwaltet. Die Nahe dort sei nie so vollkommen gewesen wie jetzt. d'Amade habe keinen Kanonen- oder Flintenschuß ab feuern müssen, er sei ohne Waffen und ohne Bedeckung nach Azemur gekommen. Zurzeit befinde sich kein französischer Soldat in Azemur; es herrsche vollkommen Ruhe dort. General d'Amade habe nicht nur das Vertrauen der Regierung bewahrt, sondern auch ihre Anerkennung und Dankbarkeit für seine glänzende Kampagne verdient. (Beifall cills allen Bänken, außer auf denen der äußersten Linken.) Minister Pichon schloß mit per Bemerkung, die Negierung bleibe der der Würde Frankreichs entsprechenden Politik unb von ihr bisher für die Erhaltung des europäischen Friedens betätigten Eifer treu. (Lebhafter Bei- l xlt aus allen Seiten des Hauses, abgesehen von der äußersten Linken.) Jaurös äußerte darauf seine Verwunderung, warum General d'Amade nichts von der viel wichtigeren Tatsache gesagt habe, daß ihm die Truppen Abdul Asis in Azemur zuvorgekommen seien. Ministerpräsident C l e m e n c e a u unterbricht hier mit dem Einwurf, die Regierung habe davon keine Nachricht erhalten. Jaurös äußerte darüber sein Bedauern. Es sei schlimm, daß die N e g i e r u n g absichtlich vor einem Teil der Wahrheit die Augen verschließe. Es nütze nichts, die Aufmerksamkeit dadurch abzulenken, daß ntan von der Tapferkeit der Truppen spreche. Wir wollen, daß man sagen soll, General d'Amade ist nur ein Diener des Vaterlandes. Wir wollen, daß mau unseren guten Willen erkenne, das Vertrauen, das man dem Wort Frankreichs eittgegenbringt, zu bewahren und keinem Menschen zu ge- (ictten, entgegen unserem Willen uns in Verwickelungen hiiteinzuziehen, für die das Vaterland die Verantwortung jl 8» tragen hat. (Beifall auf der äußersten Linken.) Da Pichon hierauf nicht weiter antwortete, ■iu-ar der Zwischenfall erledigt. — „W ossi d lo's Operetten-B i bli o th ek, fortlaufenbei populärer Führer durch die Repertoire-Operetten", möchten wir den Besuchern der Operettenvorstellungen in unserem Gießener Stadttheater empfehlen. Es liegen »ins vor: „Ter Zigeunerbaron", „Gasparone", „Ter Bettelstudent" und „Ein Walrenraum." Die ruelen emgestrenten Melodienbeispiele erhöhen den Wert ixefer praktischen Führer nicht unwesentlich, die im übrigen in kurzen Zügen die Operettenhandlung erzählen. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Der bekannte Litteraturhistoriker Pros. Dr. Köster aus Leipzig wurde vom Großherzog von Sachsen zum Mitglied des Kuratoriums des Goethe-Ralionalmuseunis nach Weimar berufen. Ans StaSL und Land. Gießen, 8. Jul, 1908. ♦♦ Zur Landtagswahl. Als bürgerlicher Kandidat für die Landtagswahl wurde in der Stadt Offenbach der nationalliberale Fabrikant Th. Böhm ausgestellt. — Bei der am Sonntag in Ostheim ab gehaltenen Vertraucns- männer-Sitzung wegen Besprechung und Aufstellung eines Kandidaten für den Butzbacher Landtagswahlbezirk wurde Oekonom Wllh. Fenchel von Ooerhörgcrn einstimmig als Kandidat aufgestellt. ’• Set Landesausschuß der hessischen Zen- trumSpartei tritt am Donnerstag, 16. Juli, in Darm, l'tabt zu einer Tagung zusammen. Auf der Tagesordnung steht Bericht über Tätigkeit der Fraktion im 33. Landtag und die Landtagswahlen. Wenn der LandesauSschuß die vorbereitenden Schritte zur Laudtagswatzl in die Wege geleitet hat, tritt dann voraussichtlich Anfang September das Landeskomitee zu endgültiger Stellungnahme zusammen. Außerdem findet auch noch vor den Landtagswahlen der 1. hessische Parteitag statt. ** Hessische Landesa nsstellung. Gestern besuchten, wie uns aus Darmstadt gemeldet wird, die Bürgermeister, Beigeordneten und Kreisamtsbeamten der KreiseBüdingen und A l s f e l d die Landesausstellung. Aus dem Kreis Büdingen waren es 150 und aus dem itrct-S Alsfeld 100 Personen. Die Führung durch die Ausstellung hatte bei beiden Besuchen Handelsfammersyndikus Engelbach übernommen. "Theater-Abonnement. Die Meldungen für die nächste Spielzeit waren bis zum letzten Sonntag schon so zahlreich emgelaufen, daß die Beteiligung am Abonnement sicher ebenso stark fein wird, wie im vergangenen Winter. Da auch fortwährend noch neue Meldungen eingehen, so sieht sich die mit der Zuteilung der Plätze beauftragte Kommission einer sehr großen Arbeit gegenüber, die ihre Zeit bis in den Anfang der nächsten Woche in Anspruch nehmen wird.,- Wer also sich etwa noch zu melden beabsichtigt, möge dies möglichst im Laufe dieser Woche schriftlich bei der Bürgermeisterei tun, damit fein Gesuch sogleich berücksichtigt werden kann. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Es sei schon heute darauf hingewiesen, daß die Walz er - traunl-Aufführung von Dienstag auf Mittwoch, 15. Juli, verlegt ist, da am Dienstag in Bad-Nauheim eine Aufführung stattsinden muß. Der Vorverkauf wird wie Wir erhiellen aus dem Publikum folgende Zuschrift: „Seit einigen Wochen werden int Stadttheater Operetten gegeben, was ja recht lobenswert ist, doch muß muß man schon zu den außergewöhnlich Glücklichen gehören, wenn man eine Karle zu diesen Vorstellungen erhalten, das heißt, wenn man nicht allzu tief in feinen Geldbeutel greifen will. So ost man an die Kasse des Theaters kommt, wird man mit folgenden Worten abgefertigt: „Es sind leider nur noch Karlen da zu 3 unfd 4 kDuarf." i Also von den zweiten Rangplätzen ist keiner zu bekommen. Wie kommt das? Wird ein Teil des Publikums von irgend einer Seite bevorzugt, oder kaust jemand sämtliche zweite Rangplätze auf und verkauft sie mit Profit weiter? Ich habe Verschiedenentale den Versuch gemacht, Karten zu diesen Vorstellungen zu erhalten, doch leider immer ohne Erfolg. Am Dienstag (30. 6. 08) hatte ich mir durch Postkarte eine Karte zur Vorstellung am 7. Juli 1908 bestellt, doch erhielt ich am Samstag, als ich sie abholen lassen wollte, den BÄcheid, es mären unter 3 und 4 Mark keine Karten mehr da. Wo find also die 2. Rangplätze hingrkom'.nen? Ich gla-be, daß das Theater erbaut wurde, es jedem zu ermöglichen, alle Vorstellungen zu besuchen. Das ist jedoch unter solchen Umständen keineswegs der Fall, wenn er nich. das Gluck hat, mit Personen, die am Theater beschäftigt sind, desrenndet zu sein. Ich glaube, im Namen einer großen Zahl Theaterbesucher geschrieben zu haben und glaube auch, daß sich die Direktion des Theaters den Dank vieler verdienen kann, wenn sie diesem Mißstände abhelfen wollte. Ein Theaterbesucher." Diese Klage scheint auf den ersten Blick nicht unberechtigt. Sie ist schon häufig, auch im verflossenen Winter, laut geworden. Doch wirb uns aus unsere Frage von maßgebender Seite versichert, bau die Vorausbestellungen auf Plätze int 2. Rang stets gcmz außerordentlich zahlreich zu den einzelnen Vorstellungen scholl mmdestens acht Tage vorher einzulaufen pflegen unb stets ber Reihe nach gewissenhaft erlebigt werben, ohne jede freundschaftliche Rücksicht. Immerhin fehlt es vielleicht doch an genügender Kontrolle darüber. Jedenfalls ist eine offizielle Erklärung an das Publikum besonders wünschenswert. Nr. 158 Erstes Blatt 188. Jahrgang Mittwoch 8. Juli 1808 Der Etetzrner Anzeiger äbesejw erscheint täglich, außer WGlchener Anzeiger Ht bw Webaftion 112, 1\JF -Hä- General-Anzeiger für Oderhessen Annahme von Anzeige« v 1 • ’• u. & porämagTioue“ Rotationsörud und Verlag der vrühcschen Unlo.-Vuch- und Sleindruckerei. B. Lange. BedaMan, Lrpedition und Druckerei: Schulftratze 7. ^“3,4. Giefzerrer LLaditheater. Die Geisha. Operette von Sidney Jones. „Die „Geisha" leben immer noch in aller Welt, in allen vier Erdteilen. Wie die wellklugen, bienenfleißigen, strcbsanren Söhne Japans aller Herren Länder aussilchen zur Erweiterung ihres ■ wissens, zur Erforschung der Eigenart jedes Volkes der Erde, zur Jimeigmmg des allenthalben als das Beste von ihnen Erkannten, •:'o bereisen die von den Engländern Oiven Hall und Harry Green- jant erdichteten japanischen Teehcmsmädchen das Erdenrund nun ||G)on seit einer Reihe von Jahren mit unermüdlicher Ausdauer, unb allenthalben wird ihnen freudiger Empfang zu teil. Ihre 'Jlhifft ist das englische Volkslied, sind die Catches unb Glees,unb die Inguschen Tänze, die Country dauces und An»lais; sie geben den Hrundlon und bilden den Grundstock der Operette, nicht etwa japanische Musik, die uns wohl auch ganz unverständlich bliebe, TCtjlos und unerquicklich klänge. Diese englischen Volkslieder aber hiten viel Gesundes, die englischen Tänze viel Nationales, uns Gefälliges. Beinahe jede Solonummer der Operette schließt mit kinem Tänzchen. Ta Die Engländer eine besondere Vorliebe für ias mehrstimmige Aiadrigal haben, so schrieb Jones einige Chöre in diesem Stil. Wenn gestern der Chor auch zumeist nicht dazu tanzte und ge- hgenttich nur so etwas wie lanzartige Bewegungen zu machen luvz versuchte, so wurden diese doch mit durch gleichmäßiges sjächerspiet belebte Bewegungen eigenartig begleitet. An geschmack- tollem unb elegantem Kostümzauber unb an mancherlei dekorativen (ifelten fehlte' es nicht; so sahen wir z. B. einen japanischen Üulfan seine imposanten Feuerströme himmelan sich ergießen Iissen. Darstellerisch aber iehlle es doch an Ausgeglichenheit; eine Sttmmungspaujeii, ohne vorbereitende Uebergänge, aber mit ncmcher ungewollten Stockung spielte sich das Gaiize ab. Unser l.cfcer Schlegel ist gewiß ein ausgezeichneter DUme, aber ein liegisseur muß Massenleiter sein, dazu gehört^Feldherrnblick, gehört siotegische Ueber|'tcl)t und unbeugsamer Schneid, gehört aus- icnernbe Arbeit und seilende Kleinkunst — und noch vieles andere, vrs wahrlich nicht jedermanns Sache ist und sein kann. Außerdem chlt es ihm ganz gewiß zur Betätigung solcher etwa doch bei im vorhandenen Talente an Zeit! Em viel und auf wichtigen heute wieder in einem durchaus freundschaftlichen Verhältnisse zu dem Kanzler stehe, so poche auch Fürst Bülow nicht mehr allein auf eine friedliche Ausgleichsmöglicb- keit der Differenzen, die in Marokko entstanden sind. Bülow werde fortan im Sinne der Holsteinschen Taktik die schärfere Tonart vertreten. —Wie das genannte Blatt noch weiter erfahren haben will, habe Fürst Bülow in der letzten Zeit fast täglich mit Geheimrat v. Holstein längere Besprechungen gehabt._________________ Bom deutschen Städtetage. München, 7. Juli. In der heutigen Sitzung des deutschen Städtetags referierte Stadtschulrat Kerchensteiner- Münchcn über „Die Lehrwerkstätte als Organisationsgrundlage der gewerblichen Fortbildungsschule", Stadtschulrat Pros. Lyon-Dresden über den Aufbau der gewerblichen Fortbildungsschule ohne Lehrwerkstätte und Stadtschulrat Prof. Michaelis-Berlin über die bürgerliche Erziehung der Jugend in den Fortbildungsschulen. An die Referate schloß sich eine längere Diskussion an. Sodann schloß Oberbürgermeister Kirschner den Städtetag. Am Nachmittag folgte eine Reihe von Beftchtigungen. Morgen findet ein Ausflug ins städtische Quellengebiet statt. nach beredten, Griedel sehr ehrenden Worten die von Sr Majestät unserem Kaiser dem Kriegervereine huldvoll't verliehene Ehrensckleise der neuen Fahne angeheftet. Nach einer weiteren Ansprache beS Vorsin.nben des Ha'fraver- bandes, Medizinalrat Dr. Sogt aus Butzbach, vergnügte sich die Menge bei Konzert und Tanz bis spät in die dcacht hinein. T begeisterter Rede die Einigung unseres Vaterlandes und wies hin auf die Verdienste, welche sieb dre Deutsche Burschenschaft an dem großen Werke erworben hat. Nach der Rückkehr versammelten sich die Teilnehmer zum Kommerse im großen Saale des Bahnhofes Bingen, der raum I die über Erwarten große Zahl der Anwesenden faßte. Tas Präsidium führte Amtsrichter Hausmann (Germania- Gießen). Ter Oberbürgermeister Bingens überbrachte diel Grüße der Stadt, Cand. Ruppert dankte im Namen der ())äste für die Einladung uno Eand. Neub rech toastete auf die Teutsche Burschenschaft. Am nächsten Morgen traten sich die Gäske auf der Burg Klopp, von wo man dann hinunterzog zum Frühschoppen im Hotel Disteh der durch ernste und heitere Ansprachen gewürzt wurde. schonen Schluß der Feier bildete ein Ausflug der Alten Herren und Aktiven mit den Damen nach Aßmannshausen. ♦* Im Kolosseum erfreut der Opernsänger Adolf Plate aus Frankfurt a. M. allabendlick) die Besucher durch einige mit Eleganz und guten Stimmitteln vorgetragenc Lieder. Am Donnerstag abend wird er unter Mitwirkung der Kolosseumskapelle ein neues Opus von Fritz Kutschern „Das Mutterherz, dein Zufluchtsort", zu Gehör bringen. Dieses Lied ist soeben dem beliebten Sänger eigens gewidmet worden. — Der für heute abend angesetzte Sommer- nachtsball wird auf Samstag, 11. Juli, verlegt und findet dann auch bei ungünstiger Witterung statt. ** Der Verein ehemal. Jäger und Schützen von Gießen und Umgegend hielt am vergangenen Sonntag auf dem Schützenhaus sein diesjähriges Krcisschießen ab. Tas Schießrcsultat war folgendes: 1. Preis Förster Hell-i Niann-Bieber, 2. Preis Förster Miehe-Frankcnbach, 3. Preis Kaufmann Jullmann-Gießen, 4. Preis Förster Echternacht- Krofdorf, 5. Preis Kaufmann Poschmann-Gießen; aus erste Ehrenscheibe 1. Preis Kaufmann Wienhold-Gießen, 2. Preis Mufmann Jullmann-Gießen, 3. Preis Förster Klinge-Bieber; auf zweite Ehrenscheibe 1. Preis Förster Miche-F-ranlenbach, 2. Preis Förster Echternacht-Krofdorf, 3. Preis Kaufmann ö. Nußbaum-Gießen. ** Fremdenanmeldung. Die Unterlassung der Anmeldung eines in Schlafstelle genommenen Arbeiters brachte eine Familie in der Edcrstraße zu nicht unerheblichem Schaden. Tie Persönlichkeit wurde von der Polizei wegen Diebstahls gesucht, nächtigte aber mehrere Tage unangemeldet bei der Familie und verschwand dann unter Mitnahme einer Taschenuhr, eines Portemonnaies mit 9 Mi. und einer Anzahl wertvoller Kleidungsstücke spurlos. ** Gasthausdieb. In einem hiesigen Gasthaus logierte sich am verflossenen Sonntag abend em Fremder ein und ein aus Oberhessen zugereister Arbeiter wurde in demselben Zimmer bei dem Fremden untergebracht. Am andern Morgen, als der Arbeiter erwachte, war der Fremde bereits verschwunden und mit ihm auch das Geld des Arbeiters. Ter Fremde verlor eine Legitimation und dürfte Märkte. fc. Frankfurt a. M., 8. Juli. Sch weine markt. (Crg/ Tel. des Gieß. Anz.) Zum Verkante stauben 1250 Schweine. Beza bst würben: für Schweine 1. Qual. 65—66 Pfg., Lebendgewicht 51,0 bis 51,5 Pfg.; 2. Qualität 64—00 Pfg., Lebendgewicht 50,5—00 Pfg., 3. Qiial. 56—58 Pfg. Gefchäst gut, Ueberstand unbebeutenb. Voraussichtliche Witterung jur veiicii am Donnerstag den 9. Juli: Teilweife austjenernd. Meist trocken. Etwas wärmer. Wafferwärme der Lahn 17 °R. Grigittal-Drahttticldungen. sd. 2arm nabt, bi. Jult. Ter bekannte und vielfach verdienstvolle Hos-Möbelfabrikant Ludwig Alter ist gestern abend VslO Uhr gestorben. sd. Bensheim, 8. Juli. Die hiesige Holzindustrie von Klctn ist in der vergangenen Nacht vollkommen niedcrgebraiilit. Ter Schaden beträgt 50000 Mk. Es soll Selbstentzündung des Wärmeschrankes Vorgelegen haben. Berlin, 8. Juli. Als letzter Tag der Nordland- reife des Kaisers ist der 31. Juli in Aussicht genommen. Vorn 3. bis 5. ober 6. August wird baS Kcuserpaar Gast beS schwebischen KönigßpaareS fein. R o m, 8. Juli. GeneralstabSchef Pollio hat große Mannover im Tiber-Tale angcorbnet, welche ben Zweck haben, bic Befestigungen zu prüfen, welche gegen Angriffe von ber MceieSfeile aus bienen. Es fei wahrjchcinlich, baß neue Befestigungswerke errichtet würben. Paris, 8. Juli. Echo be Paris inclbct aus Tanger, baß bic fra nzofi fchen Truppen zur Enttäuschung der Eingeborenen (? I) Azemur räumen. Neue Unruhen würben befürchtet. Tie Anhänger Abbul AsiS verbreiten baS Gerücht, baß bic Franzosen von Deutschland auf* gefordert worben seien, Azcmuc zu räumen. Zeppelin und Einem. lieber ben Vorfall zwischen bem preußischen KriegS- minifter v. Einem unb bem Grafen Zeppelin überläßt dieser ber Presse folgcnbe Erklärung zur Veröffentlichung: Grundlos ist bie Anschuldigung, Herr v. Einem habe von mir das Ausfahren währenb des herrschenden starken Sturmes geior- dert. Einem Manne aber, ber, wie Seine Exzellenz, durch fein Vertrauen zu meinem Vorgehen mir bie Lotterie in Prenben verschaffte unb dabnrch allem mein Unternehmen vor dem Untergänge rettete, bet stets bic größte Unparleilichleit zwischen ben drei deutschen Luftjchiffiystemeii zu üben bestrebt war, einem solchen Manne vergebe ich es von ganzem Herzen, wenn er mit ben Tagen unb Stunben wachsenbem U n m n t über bas Femgchaltcn- fein von seinem verantwortungsvollen Amt, ohne ben Zweck seines Verweilens bei mir erfüllt zu fchen, unb kaum erholt von Erkrankung, in Erregung geriet, bie ihm für einen Augenblick die ruhige Beurteilung ber Lage unb die richtige Auffassung bes ihm Gesagten entzieht. Mir bleibt kein anberes Empfinden für ben hodwerbienlcn, kräftigen Mann als bas vollkommenster Hoch- sehätzilng unb kamerabschastllchcr Zuneigung. In Anwesenheit des Grasen Zeppelin stiegen am 7. bS. Nits, nachmitlags in Friebrichshafen bie Rnnbballons ber sübbentschen Lnstjehiffvcreinc au1, gefüllt mit Gas bes Zevpelin'fchen Lnstschiffes. Den Riindbatton des Alünchener Vereins führte Prinz Georg von Bayerii. — In Konstanz würbe gestern abenb Zeppelin ein Factelzng dargcbracht. — Graf Zeppelin wurbe zum Ehrenbürger Stuttgarts ernannt. Sport. D i e p p e, 7. Juli. Tie l'J ersten Wagen int Auto- mobil renn en um ben Granb Prix waren: 1. Lauten- jchläger auf Aiercebes (6 Stb. c3 Min 43 */6 Sek.). 2. Hcinery auf Benz (7 Stb. 4 SDlin. 24 Sek.). 3. pannol auf Benz (7. Stb. 5 Min. 13 Sek.). 4. Rigal auf Bayaib Element. 5. Poege auf Mercedes. 6. Joerns auf Opel. 7. Timitrievitfch auf Renaillt. 7. Heath auf Pattharb-Levossor. 9. (ingno auf Jatala. 10. Jenatzi auf Mors. Tie mittlere Gcfchwinbigkeit ber Wagen betrug 111,50 km. Der Wagen Eissacs verlor die Tireftion, da er einen wesentlichen Teil eingebnßt hatte; er lief mit einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern einen 'Abhang zur Seite bes Weges hinaus, riß zwei Bäume um unb überschlug s i ch sodann. Die Fahrer kanten unter den Wagen zu liegen unb blieben sofort t o t, Eisfac wurbe bei Brustkasten eingebrüdt, seinem Ehauffeiir Schaube ist ber Schäbel gespalten worden. Bei der Ankunft Lantenschlägers spielte bie Mstilärntiisik bie deutsche 91 a t ion o l- Hymne. Tie deutschen Sieger würben von bem Unterstaals- i sekretar Maujan unb bem Präsibenten bes beiilschen Autoniobil- llubs Grasen Sicrpatorff beglückwünscht. Wie verlautet, hat auch Thery einen Unfall erlitten; es wirb jeboch versichert, basi er nur nncrl)eb(id) verletzt ivurbe. Tie biirschnittliche Geschwinbigkeit des Siegers beträgt 111'/, km pro Stunbe. Gcrichtsfaat. Berlin, 7. Juli. In dem Prozeß gegen den Grasen Arx zu Vasegg und Frau Lewandowski wurden heute beide Angeklagten wegen fortgesetzten Betruges verurteilt. Ersterer erhielt ein Jahr Gefängnis; vier Monate wurden auf die Untersuchungshaft abgerechnet. Frau Le- ivandowsl'i erhielt ein Jahr und sechs Monate Gefängnis. München, 8. Juli. Vor dem Schwurgericht begann gestern der Prozeß gegen den Erpresser Imhof, der durch Briefe an den Kommerzienrat Ludowiei- München und durch ein Attentat auf dessen Söhne Geld von Ludowiei zu erpressen versuchte. Geladen sind 22 Zeugen und 4 Sachverständige. Bei Beginn des Verhörs gab der Antzeklagte zu, die Briefe geschrieben und die Knaben veranlagt zu haben, die Söhne Ludowieis mit verdünnter Salpetersäure zu begießen. Er sagte, er habe lediglich einen Sck)erz machen wollen. In der 3. Morgenstunde wurde nach 18stündiger Verhandlung das Urteil gesprochen. Ter Angeklagte wurde zu 10 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Ter Staatsanwalt hatte 14 Jahre beantragt. Ter Angeklagte brach bei Verkündigung des Urteils völlig zusammen. bleich, mit ber Faust auf ben Tisch geschlagen haben unb eine Bewegung gemacht haben, als ob er sich erheben unb sich aus ben Zeugen stürzen wolle. Emst: „Turchlaucht, eS ist wahr! Wir zwei sinb auf ber Welt verloren Gegen 1 Uhr werben bie Verhandlungen auf eine halbe Stunbe unterbrochen. Tann erklärt Fürst Eulenburg, daß ihm absolut nichts von ben Schmutzereien bekannt sei. Ernst ruft in höchster Exstafc aus: „Aber Herr Fürst, es nützt uns beiden boch nichts mehr, bie Wahrheit ist nunmehr heraus, unb ich kann nicht anberS!* Tie Geschworenen richten an Emst mehrfach bie Frage, ob er sich nicht in bet Person bes Fürsten irre. Emst erklärt mit großer Sicherheit: „Ich schwöre beim allmächtigen Gott, eS war der Angeklagte Fürst Eulenburg/ Gegen */,3 Uhr wird Emst vorläufig entlaffen unb darauf die Vernehmung des Riedel fortgesetzt. Tie Verteidigung wünscht, daß noch eine Reihe von Zeugen geladen werden, bie ungünstiges über Riedel aussagen follen. Riedel mußte nochmals Die Wahrheit seiner Aussage versichern und sich nod)mals den Angeklagten genau betrachten, ob er der 'Mann ist, den er in Starnberg leimen gelernt halte, worauf Riedel antwortet, der Fürst habe cs ja schon selber gesagt, daß ec ihn kenne. Ter Fürst bestreitet auch jetzt noch jebe ber vom Zeugen beschworenen ungünstigen Hanblungen. Oberstaatsamvalt I s e n b i c l richtet dann noch eine Reihe von Fragen an Ernst. Unter anderem soll Emst an den Ange- flagten lii einem Briefe geschrieben haben, daß er ihn für normal halte. Er wurde gefragt, was er unter normal verstehe. Ter Zeuge soll erklärt Ijnbcn, daß jemand normal ist, wenn er nicht nut deut § 175 zu tun gekriegt hat. Riedel wurde dann zu seinen Beziehungen zu Emst benagt. Ec kenne ihn schon von Juaend an», habe nie nut ihm gerauft und sei ihm nicht feind. Irgend welchen Groll habe er gegen Eulenburg nicht. Riedel wirb bann nochmals über bie ojenc ui ber Wohnung Eulenburgs vernommen, wo ber „©ra‘ mit bem weißen Gesicht" sich an ihm vergangen habe. Tie „TreSb. N. N/ veröffentlichen einen Brief bes Fürsten Iiicharb Dohna- Schtobitten, ber ben Fürsten Eulenburg ooll» fonimen bloßstellt. Fürst Dohna nennt Eulenburg so ,ö erlog e n", baß er es lebhaft be bauert, ihn in die Gesellschaft des Kaisers gebracht zu haben. Die konservative „Oslpr. Zlg " in Königsberg wirb autorisiert, mitzuteilcn, daß der Vries a u t'h e li t l s d) ist, daß aber Fürst Totjna der Verösient- lichnng fernsteht und sie weder veranlaßt uod) gewünscht und and) nichts von ihr gewiißt hat. »Heine TageschrouU. In M ü n ch e n wurden am 6. d. MtS. sieben Personen v o n A u t o m o b i l c n ü b c r f a h r e ii. Beim Eud)eii von Alpenrosen ist im Hinter st ei ii er Tal (Allgäu) -der Major v. WÜlfert abgestürzt, wobei er sich schwere Verletzungen ztizog. In Eleve erhängte sieb ein 13jähriger Knabe, dem wegen A l t o h o l z u s p r u d) e S Borwürfe geinacht würben. Zwischen Debreezin unb Szcboszlo sand ein Zu- s a m m e n st o ß zwifchen einem Personenzug unb einem L a st- i u g statt. Tas Unglück ist wiederum durch falsche Weidjen- stcllung verursaclü- Bei dem Zusammenstoß sind 2 Personen getötet, 12 jch vor, 10 leidncr verletzt worben. Tic Stabt Tolar int türk. Vilajet Siwas ist von einer Heber- schweminung heimgesucht worden. Ein Teil der össentluhen Gebäude unb ilngesahr 600 andere P r i va t g c schä st Shä u ser wurden zerstört. Tic Zahl ber Opfer soll 1000 ubenteignt. AuS Newyork wirb gemclbct, baß der Montag der heißeste Tag seit bem Jahve 1878 war. Hunderte von Personen mußlen in Kmnkenhäuser geschafft werden. Das geschäftliä^e Leben - stockt. Am furchtbarsten leiben bie Pf erbe. Am Dienstag erreichte bic seit vierzehn Tagen hevrsck)enbe Hitze 3 2 Grab Reaumur. Es würben bereits über 50 Tote gewählt. Grosser - Ausverkauf Inventur Ausverkauf jaben. Tielonservaiii! :t, mitMilen, daß da Tohna der Verchen!- ßl noch gewünjchl un) 114 238 300 66 495 592 856 1 87327 520 84 757 800 4 917 24 1 88161 652 822 917 1 89262. 673 819 954 75 190545 688 90 716 96 [200] 924 191058 65 183 [100] 204 64 428 613 192056 164 80 876 472 750 866 091 193100 62 201 34 430 518 95 622 81 [100] 812 911 194099 Neue Kanonein empfiehlt billigst I. Weisel, Zonimistr. 6 564 922 154029 64 354 475 544 235 4 3 315 56 657 873 1 5 6003 790 [200] 99 951 158153 226 66 309 [300] 710 405 553 986 [100] 161172 200 Lehmigen zu Ernst bt- if, habe nie mit ihm gewesen Troll habe er in« nochmals über die nommeii, wo der ,6rc: langen habe. 43155 283 334 6G9 869 [200] 926 83 44022 344 65 73 [100] 10 [100] 68 528 607 40 721 813 901 59 45301 597 716 816 46116 283 494 754 855 951 47026 75 143 366 7 4 553 696 707 874 98 995 4 8 015 243 [100] 882 89 635 715 49239 433 515 68 80 721 935 44 5O091 123 230 462 560 770 51150 [100] 92 362 B. SHomver Walltorstr. 51. Louis Rothenberger 22 Neuenweg 22. 21O201 52 64 507 78 676 211479 90 593 859 965 2 1 2292 825 [300] 81 525 673 705 7 54 812 29 75 2 1 3 209 97 327 446 898 934 2 1 4054 60 105 840 511 841 985 EmüS Pissoir Käachf fiSarktstrasse 60. Louis Rothenberger 22 Neuenweg 22. 95 504 22 936 167167 233 388 551 79 647 124 80 833 545 85 530 725 807 70 169007 244 815 63 17O028 110 18 51 416 48 63 73 95 731 Wegen Umbau des Hauses Zinn, Porzellan, Möbel, Fayence etc. .zu sehr billigen Preisen. [1000] 259 577 600 61 74 787 855 65 961 145188 230 786 960 146082 90 175 770 824 [100] 82 975 1 47099 [100] 325 (300] 570 85 613 90 94 97 770 865 941 73 £6 148111 304 528 94 740 1 49039 [800] 73 102 648 [100] 879 154019 102 228 324 [200] 456 60 679 817 33 78 61 955 89 1 5 5764 815 41 156253 68 450 706 4 3 82 1 57108 94 399 [200] 432 604 23 33 832 86 930 58 1 58110 650 64 749 159249 331 425 56 580 706 868 907 16 22 30 160371 594 614 40 704 990 161206 845 65 470 500 56 [100] 806 958 162014 49 95 128 846 86 528 896 922 16 3 027 91 290 400 1 6 400 1 323 7 4 517 80 84 737 [100] 60 837 [100] 47 89 90 1 6 5006 [100] fel4 534 617 1 66055 64 65 406 30 689 849 952 167007 St 191 [300] 610 086 168008 119 478 742 908 1 69124 34 207 384 486 94 609 47 9G 928 53 17O104 39 246 315 413 26 72 516 803 16 912 1 7 1 044 88 130 GO 260 325 546 632 736 64 966 1 7 2033 82 106 86 MM, Mn 24 6017 76 207 306 660 62 839 96 2 4 7005 290 580 24 8072 92 663 82 750 968 71 249173 211 51 332 666 23 814 250063 161 471 [300] 543 700 815 966 2 5 1 061 165 411 59 523 645 878 2 5 2167 88 249 446 606 21 57 56 62 858 69 71 911 80 99 2 5 3053 255 330 522 666 63 96 [3000] 627 790 837 54 88 931 [300] 96090 218 24 45 56 420 526 33 628 749 97203 450 526 694 98267 93 821 99140 46 61 302 032 100131 82 97 249 347 402 24 547 601 901 53 88 92 101088 279 447 588 89 724 36 67 102015 59 141 94 213 58 691 794 880 907 12 1O30G0 74 133 414 26 572 931 63 76 104503 831 989 105132 322 67 78 400 74 841 921 66 106220 552 85 [200] 737 53 888 107040 249 320 84 635 55 [500] 806 19 51 82 1 08359 566 68 723 857 1 09046 113 91 307 443 577 601 70 767 826 110229 35 88 654 774 961 111011 225 27 400 527 631 894 970 82 112104 226 335 95 400 36 597 978 113288 830 45 48 420 [300] 654 114091 362 [100] 461 1100] 563 90 [200] 677 960 76 1 15014 56 100 213 73 86 863 84 422 65 550 748 88 895 116116 (100) 39 94 224 [100] 380 8- 855 806 847 015 047 I. Ziehung 1. KL 219. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 7. Juli 1908. vormittags. Nur die Gewinne über 50 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 91 114 68 360 83 404 [100] 54 586 698 720 55 882 1012 13 18 372 442 53 785 810 947 89 2 210 415 654 943 3154 71 351 62 531 642 730 975 4 233 308 93 440 51 65 90 [1000] 641 5105 [300] 607 932 99 6011 71 147 205 308 78 440 514 60 642 71 84 957 7024 56 192 257 872 427 8135 215 930 9 057 9 t 539 769 10151 271 86 [100] 481 731 11016 6G3 726 49 862 969 12020 158 64 351 69 796 861 918 73 13069 326 678 715 [100] 820 67 14019 [100] 122 61 207 379 405 707 15572 GS9 711 839 952 16003 55 413 74 [200] 82 659 [200] Wegen Neubau meines Hauses gebrauchte Möbel als: Tische, Stuhle, Bettstellen, vollständige Betten, Hleiderschränke, Küchenschränke, Reale, Sophas, Garnituren, Bilder, Nippes, Porzellan und Küchengeräte. Nur die Gewinne über Nummern in (Ohne Gewähr.) 903 6 4690 6 5306 464 72 98 [200] 502 619 30 65 719 9t [200] 880 96 6 6376 470 614 844 67107 83 351 68129 83 369 433 [100] 574 637 966 6 9163 203 11 93 713 70256 66 85 570 7 1 028 [3000] 39 373 503 652 7 2 060 91 254 410 927 7 3157 271 96 898 530 779 74362 76 609 926 66 7 5049 249 [100] 300 1 93 418 61 94 212 321 27 57 487 [100] 662 926 34009 228 312 92 699 831 906 35016 19 89 151 71 398 502 651 756 874 958 3 6 286 333 91 93 501 828 79 3 7 262 92 416 68 3 8155 215 26 407 651 731 85 39057 370 80 619 40123 90 248 991 [200] 41011 328 42033 [100] 82 326 [100] 447 606 701 70 43025 216 17 74 364 732 936 44138 77 217 26 956 45253 60 361 433 624 757 832 46009 684 715 30 89 915 47329 445 692 639 95 480-13 173 297 653 885 4 9 095 237 62 304 57 800 23 968 50031 [300] 35 116 306 435 88 603 871 90 51014 [100] SO 69 250 593 653 78 994 5 2 035 122 53 450 75 [100] 76 632 742 840 5 3050 [200] 73 119 414 503 688 724 76 846 54018 122 288 533 763 832 5 5198 439 583 615 956 5 6265 [200] 396 490 566 57053 618 [100] 873 5 8050 99 512 25 654 773 920 59101 [100] 473 513 927 61 6O008 282 833 41 61096 151 298 358 445 552 739 863 83 983 6 2349 76 [100] 932 71 63080 236 307 60 72 851 Alleinverkauf der berühmten „Herz“-Schuhwaren 86 802 30 67 363 696 712 800 955 64 6 1 247 315 404 67 436 [200] 44 561 605 [100] 12 892 63006 109 632 801 948 92 64051 76 317 22 [100] 473 574 287 397 495 529 62 706 11 35 [100] 49 806 84 486 701 60 77 6 7488 574 612 800 35 975 68121 879 1 9 8252 309 62 88 429 43 63 369 859 923 39 2OO053 202 11 [100] 78 406 97 744 79 898 911 28 2 5 4050 140 245 487 628 668 722 [300 ] 66 913 2 5 5016 184 683 778 814 929 46 2 5 6451 571 919 2 5 7051 176 92 248 420 43 586 784 976 2 5 8012 [200] 396 434 539 49 95 600 66 747 51 2 5 9046 68 105 32 236 38 463 559 743 890 260056 115 83 242 50 53 63 316 434 50 75 TBS 819 32 2 6 1 248 461 54 815 84 2 62129 203 28 84 317 75 480 670 704 29 [100] 37 87 [100] 842 53 918 50 2 6 3056 196 284 874 2 64116 831 560 600 82 730 66 76 2 6 5047 126 409 15 666 67 90 854 943 50 2 6 6 075 89 129 243 319 4 3 45 568 881 267159 [100] 63 296 329 404 94 711 72 98 912 61 96 2 6 8027 55 162 454 611 2 6 9024 119 266 85 300 427 l'w 270193^47? 5OS 872 27103! 45 301 97 617 74 738 41 2 7 2051 254 70 411 769 947 2 7 3094 118 287 643 774 933 274026 39 59 241 43 464 92 275005 221 [100] 889 276120 240 385 5 44 54 [300] 723 895 2 7 7012 102 53$I 997q 2780« 57 272 375 539 66G [100] 750 857 82 2 7 9038 48 358 554 617 72 859 280057 96 105 [100] 252 91 390 579 829 63 2 8 1064 173 896 2 8 2010 17 225 36 55 553 [100] 99 [100] 657 722 71 283057 175 230 36 [100] 701 36 2 8 4033 85 99 267 305 10 452 631 785 2 8 5 260 315 731 815 915 [200] 286096 177 454 547 91 782 2 8 7397 441 66 524 845 60 [100] 150111 294 325 662 70 797 824 99 924 76 151110 Kopfläuse, Wanzen, Flöhe vertilgt radikal -Kratz i" Flasche 50 Psg. [2323 (L.Karn, Central-Drog.,Schulstr. 21. Stoll, Drogerie, Bahnhofitc. 13O0G6 139 [100] 231 52 311 93 417 540 732 131088 805 1 3 2009 219 487 851 903 60 1 3 3 043 170 93 2 2 563 76 08 608 734 810 21 75 906 23 1 3 4018 86 499 703 854 929 135014 37 93 204 75 603 810 [100] 97 922 85 1 3 6005 269 84 95 810 488 752 77 958 97 13 7070 115 69 253 [100] 823 64 497 |400] 644 51 [500] 138i*50 136 354 [100] 03 757 803 94 139047 442 588 782 1400*4 99 213 444 545 670 141079 237 532 677 2 [100] 142553 143014 8G6 [300] 71 589 670 1 44180 29111 239 [400] 337 411 517 902 26 30335 49 474 3 1 013 32 264 412 888 3 2 003 167 50 8 8 608 909 36 3 3183 335 36 531 737 949 62 3 4 339 63 35113 322 84 551 [100] 643 70 703 836 65 3 6344 749 [100] 37071 510 36 615 843 998 [100] 38153 230 87 304 76 465 75 39128 200 335 561 62 057 945 48 74 40238 359 551 778 41106 310 400 [100] 694 709 58 290 430 758 , , 2 2 0071 115 298 427 [1001 516 631 39 74 [100] 864 92 [2CJ] 221117 60 272 84 353 91 529 688 93 2 2 2010 166 316 54ß 614 836 47 56 93 012 223262 841 610 7*2 855 983 2 2 4026 [300] 176 200 465 556 663 2 2 5171 264 96 366 596 663 726 2 2 6111 495 [1001 757 59 2 27163 5G7 684 2 2 8044 68 131 66 86 [100] 201 32 88 348 78 87 613 906 47 55 83 229212 461 650 69 910 53 99 2 3 0032 352 594 932 [100] 52 231166 211 71 341 G3( 83 86 760 914 [200' 232025 219 76 347 65 419 70 7-3 52, [200] 640 70 857 92 , 2 3 3087 [400] 110 568 647 92 235144 341 81 591 236036 60 300 88 462 514 778 47 2 37111 293 366 408 709 94 833 2 3 8020 [400] 72 61 320 442 702 817 239164 83 94 253 426 24O018 50 116 771 885 957 24 1 213 18 512 50 608 783 894 [200] 980 196219 310 941 197027 107 31 33 230 699 753 820 901 19 8018 189 215 77 95 491 537 84 658 15 939 74 1 9 9302 547 [20 000] 602 2OO021 64 166 [300] 313 86 619 79 89 914 [200] 201083 l-'l 216 526 825 926 202099 105 281 321 444 83 93 803 971 20 3277 2 0 4062 864 950 91 2 0 5 0 4 164 49' 717 2 0 6093 514 53 99 [100] 608 703 96 2 0 7029 "5 110 94 266 377 427 [200] 623 98 753 2 08153 803 596 72 ; 9030 212 458 [1001 523 887 915 [300] 2 00 1 467 93 600 211182 [2001 514 733 2121'7 [100] 260 723 841 58 929 2 1 3094 242 91 180372 480 666 818 [100] 181277 827 450 60 634 79 741 922 40 1 8 2469 571 754 937 1 83108 336 639 64 748 1 84124 647 1 8 5 324 533 773 923 85 1 86013 bestes Fabrikat billigst 2901 527 908 69036 631 59 87 818 70102 278 524 86 634 55 741 7 1 043 9 4 473 596 686 961 72018 188 359 712 8641 966 73219 331 531 74425 731 60 997 75020 159 292 307 58 421 673 834 63 76116 286 596 756 830 55 957 7 7032 83 255 85 753 834 7 8164 25 587 89 649 828 79018 231 97 345 57 424 26 748 80 130 237 598 614 89 719 810 8 1 211 835 [100] 59 611 61 963 8 2006 [100] 296 482 604 9 4 876 8 3129 87 97 804 27 968 8 4027 316 598 659 831 85192 [100] 318 4 3 542 743 828 8 6006 90 99 102 446 529 56 606 9 917 8 7 406 41 83 [300] 777 882 922 88064 79 143 92 96 218 53 403 28 530 665 844 937 81 89162 530 9 0059 103 545 946 91116 313 21 420 551 750 932 50 [100] 9 2271 77 [200] 394 437 558 706 816 89 9 3 062 124 40 46 24-8 99 338 941 46 74 94103 417 607 61 [100] 719 820 59 979 9 5 578 631 68 785 882 9 6 326 36 511 86 1 958 97324 38 401 6 571 655 72 736 854 92 912 56 98202 73 76 82 523 25 726 975 2 1 402’ 153 86 300 539 739 2 1 5072 228 50 [100] 95 547 622 [100] 823 40 79 216432 89 517 57 775 073 217090 202 40 45 466 [100] »5 872 218455 568 621 78 78 [200] 720 819 219143 84 159 403 15 36 612 [100] 31 836 [200] 82 [100] 342 597 601 34 [100] 813 48 [100] 52 83 912 78 [200] [100] 91 92 1 62163 390 92 448 87 111 92 729 861 [100] 80 926 1 64033 63 71 800 90 5 2161 [200] 72 250 393 519 863 70 95 99 90 53107 85 370 593 660 [100] 54054 344 63 96 [200] 629 [200] 37 733 841 926 55112 63 [ 200] 222 57 332 45 416 20 49 70 553 89 749 891 56253 300 4O1 604 794 853 41 473 [300] 505 630 754 5 8 009 35 107 217 699 795 807 966 5 9013 209 44 [100] 312 423 J. M. Schulhof Televhon 119. Prompter Versand nach auswärts Zwiebelkuchen Dienstags, Donnerstags und Samstags, von morgens 8'/.Uhr. Spitzeascbirme, Scbleierscbirme, Stickereiscbirme sowie andere garnierte Genres. HintersteinerTal ^stürzt, wobei er sich 13 jähriger Knabe, den rse gemacht wurden, ivszlo sand ein Zu- cnzug und einemLa(l> durch falsche Weichen. stoß sind 2 Personen jt worden. . ms ist von emer UeA Teil der öfientluhen W lalgeschäftShäufer et soll 1000 überch'M der Montag der heM ^onPm'onenmusiwl'c sMliche Leben der StB 32 Grad Reauinur ihk--- ---- 424 537 46 728 874 1 09152 348 81 996 11O033 61 162 227 68 302 3 422 50 51 855 88 [1000] 111182 112012 [300] 255 414 551 95 990 113114 21 41 62 206 531 873 972 114030 99 165 [500] 88 440 570 42 603 27 734 116128 28 0012 81 99 380 429 65 524 606 40 52 772 877 227 830 38 2 82186 226 [100] 91 342 91 623 717 851 817 86 432 623 90 [200] 735 2 84135 62 80 274 601 937 2 8 5004 151 369 534 893 2 8 6402 27 49 926 287116 251 750 842 in Sommei’-Schuhwaren 2 1 5158 809 11 2 1 6341 69 455 76 80T 2 1 7137 70 390 588 791 2 1 8155 302 7 84 589 803 2 1 9178 232 583 772 965 und daraus Reihe von Zeug«, lleM ausjagen sollen. Aussage versichern brachen, ob er der « Wie, 'voraus Riedel Mer gesagt, dasi tr )t noch jebe der vom gen. ?a>m noch eine Reih: M Ernst an den Ange- d°» er ihn siir normal r normal versiehe. Ter >nal ist, wenn er nicht Ziehung vom 7. Juli 1908. nachmittags. 50 Mark sind den betreffenden 6ca'1’"6,* Qt,i* * '°>m ni* b« Nit "* 'M «Härt 5 "°^'gen Golt, es war Zchiveinemarkt. (Dty Schweme. W ' ft,2-SÄ’ Lchunbedeutend^. am Lonnttvlag tw Zcn Elwas mnner. ah" ' :l0UndCrtunbDielN r bekannte w Ludtvrg WrW SkSS** gegen « ■" & „,»i .4M[Qqtclt' et * 4 dkU ‘•‘"i *4 Sei" ** *016 «885 verholt iU hnrf. "'5 l0«it jft ? und eine Be. wen und . e ’t, es . 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