is&en ingesJtlef”6u :taWisse01est Ü*** ÄltfoTl'^eii »itw« >lg! ^Opgf is es 7 Uhr 8QnN W- 6t Putzsrj,,, ^utabd)cn ® E^Mklinik.^ M" * s» a UfenigeShmbti m iMlchen3u.SUhr ^lhemahe 10,1L lizeriu iciudit D 'vOanucöitrai;c 4, iäuffrauod,Mlha bl. Lievhmstr.'Ll Ddss. m 8iim Berkaus bri u sosoriiger Lei 6l • Behrend Ww, in!s.»W“ 7.9 Or: C d- * dcil- HK» SN, AM- Puvallaiizkursus W eine (üirtonscnn £■ •Jlnjiaqin unter W SCItCV l'lllsCtftCY. _ ^tcucniDCflMg IBM inner 5amili^ [jtänfiebote untere । mSSkitS $W im&i« Kommis iuchl LteL per 1. Narzod.M e Angebote unterOS j.Jüij. erbeten. _ »««möchte gern im ^khieiiges Knsm 'Müuig eintreten. ti. Lcho/m. 11 fr. läbM öie W? tigeiieni, inte, teil eviobren, dtzn ilien, bejicr.iW zu tiinbern. M irnbach, WpIoU Nr. 32 Redaktion, Expedition und Dnrckerei: 6 cf) ul* stratze 7. Expedition und Verlag: 51, Redaktion: &&& 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGreßen. Zweites Matt L58. Jahrgang Freitag Februar 190S Glchevtt tSgNch mtt Ausnahme des Sonntags. ▲ aa * a a a T y* *a Rotationsdruck und Verlag der Brühl'lchen -- « y KD. iGU O M D Ä iRU v* OM /fei 5^ M UnwersitätS - Buch, und Slemdruckerei. «* -Eictzeve- Kamtlienblätter" werden dem KHH D G5 UM tf H I ff 8 > j - J fe *. $cui. o i .1 u 11u nsschuß der zweiten Kammer hatte heule wieder eine nahezu sechsstündige Beratung mit den drei Mmistern und mehreren anderen Regierungsvcrtretern. Mit den Kapiteln 88—97 des Justizetats wurde auch die Beratung über die entsprechenden Titel 129 und 130 des Vermögensetats verbunden, und dabei die Forderungen für den Neubau des Justizgebäudes und des Provinzialarresthauses zu Mainz (1189700 Mk. als zweite und letz-te Baurate), für den Neubau eines Amtsgerichtsgebäudes zu Gießen für Erwerbung von Gelände 6u 000 Mk., für daS Amtsgerichtsgebäude zu Büdingen 1600 Mk., für das Amtsgerichtsgebäude zu Nidda 32300 Mk., für das Amtsgc- richtsgebäude zu Ober-Ingelheim 52 000 Mk. und für die Zellenstrafanstalt zu Butzbach 1570 Mk. bewilligst Im Laufe der Debatte sprach Abg. M 0 l t h a n sein Bedauern darüber aus, daß beim neuen Mainzer Justizgebäude das Gefängnis so nahe an die Hauptstraße gelegt wird; dadurch würden die neuen Häuser in der Gegend erheblich an Wert verlieren. Zu dem gesternt von einem AuSschuß- mitglied zur Sprache gebrachten Vorfall des Metzgermeisters aus Nierstein, der trotz seines kranken Zustandes zur W- büßung einer mehrmonatlichen Gesängnisstrafe nach der Butzbacher Strafanstalt verbracht wurde und daselbst verstarb, gab Justizminister Ewald eine eingehende Darstellung über den ganzen Sachverhalt, aus der hervorgeht, daß die Behörden durchaus korrekt gehandelt haben und sic an dem traurigen Verlauf keine Schuld trifft. — Zu Kap. 36, Landes Universität, hatte Abg. Dr. Weber den Antrag gestellt, „hohe Kammer wolle beschließen, die Stelle eines außerordentlichen Professors der Forstwissenschaft nur auf Inhaber zu bewilligen." Der Antragsteller begründete seinen Antrag damit, daß die Negierung im Falle der Neubesetzung nicht mehr freie Hand habe, um den Bestrebungen Rechnuna zu tragen, die darauf abzielten, das Jnstiwt evcnt. in Gemeinschaft mit anderen Staaten weiter auszubauen, oder ferne Verlegung anzubahnen, um vielleicht ein gemeinsames Institut an einer süddeutschen Universität, etwa Heidelberg, zu errichten. .Der Antrag wurde der Regierung zur Erwägung Überwiesen, nachdem Abg. Dr. Gut f leis ch beantragt hatte, daß der Senat der Universität über diese Sache gehört werden soll und ihr natürlich auf andere Weise voller Ersatz geboten worden ist. — Der Ausschuß genehmigte weiter noch die rückständigen landwirtscyastlichen 5l'apitcl 60 und 70—75, über die Abg. Hirsche! referierte. Tie beiden Anträge des 2lbg. Dr. Weber, die Entschädigungsgrenzen für an Milzbrand usw. gefallene Ziegen und Schafe angemessen zu erhöhen und im südwestlichen Teil des Kreises Schotten eure Gestütsstation zu errichten (etwa in Ulfa) gelangten zur Annahme, lieber Art. 30, Provinzialdirektionen und Kreisämter, Kap. 62, Jnvalidensonds (wobei die Kreisblattfrage mit zur Erörterung kommt) und einige Restkapitel aus dem Vermögensetat soll nrorgen noch beraten werden, womit »alsdann der gesamte Staatshaushaltsetat vom Finanzausschuß bis auf die Genehmigung der einzelnen, von den Ausschußberichterstattern fertigzustellenden Finanzberichten erledigt ist. Gleichzeitig gedenkt der Ausschuß auch noch die Regierungsvorlage über die Ruhegehaltsverhältnissc ?c. der im Gcmeinschastsdienst angestelltcn Staatseisenbahnbeamtcn zu erledigen. Ans Stadt emO LanS. Gießen, 7. Februar 1908. Bad Salzhausen — Bad Selters. In der Presse sind letzter Tage verschiedene Nachrichten über Bad Salzhausen ausgeiaucht, die letzte dieser "Nachrichten behandelt wieder die Bevorzugung Nauheims vor Salzhausen; es wird darin sogar angedroht, eine diesbezügliche Beschwerde an die Landstände einzureichen. Bei aller Liebe für den schönen Ort Salzhausen dürfte es zwecklos erscheinen, von staatswegen noch mehr Geldopfer für das Bad zu bringen, als es seither geschehen. Wenn die gegentvärtige Bohrung den gehofften Erfolg ......................................... II HUI IHIBII l|l| Uli ||||lil |—1| bringt, dann ist dem Bade geholsen uno gleichzeitig auch den verschiedenen Sperulanten, die sich nun einmal vertan haben, indem sie ins Ungewisse Hotels und Häuser bauten, ohne daß dafür eigentlich ein Bedürfnis vorhanden war. Jetzt ist Salzhausen vorwiegend noch ein „Armen- und Paisanten-Bad", das beweist die Abnahme der Bäder im vorigen Jahre, als die Preise erhöht werden mußten. Die Hauptfrequenz des Bades erfolgt von Tagesreisenden aus der Umgegend, die den Hotels fast keinen merklichen 9Uttzen bringen, indem sic nach genommenem Bad sogleich wieder entweder nach Nidda oder Salzhausen zur Bahn gehen. Was für das Bad an Verbesserungen der Anlagen, Konzerte 2C. getan wird, ist so vielfach, daß dadurch im Verein mit einem neuen Badehaus ein voller Erfolg möglich wäre, wenn das Bad eben begehrt wäre — jetzt ist es noch Ausflugsort und wird es auch bleiben, wenn keine neue ergiebige Heilquelle erbohrt wird. — Ein in der Presse gemachter Vorschlag, den Sprudel bei Selters (Ortenberg) nach Salzhausen zu leiten, wird hinsichtlich der Aussührbarlcit zwar zugegeben, doch dürfte der Kostenpunkt so groß tocroen, daß dadurch eine Nentabilität von vornherein ausgeschlossen erscheint. Dieser Sprudel be- sindet sich nämlich in Händen einer Gesellschast, die demnächst Baulichkeiten in Angrifs nehmen wird, nm zunächst die Kohlensäure des Sprudels zu verwerten, serner steht die Erössmmg eines Bades und Luftkurorts Selters in nicht zu ferner Zeit bevor. Die Besitzer würden deshalb wohl dem Staate eine Forderung stellen, die für Salzhausen noch anzulegen sehr gewagt erschiene. * * Landesuniversität. Se. Kgl. Hoh. der Groß- Herzog haben den ordentlichen Professor in der evangelisch- theologischen Fakultät der Landesuniversität D. Paul Drems ui Gießen auf sein 9!achsuchen mit Wirkung vom 1. April 1908 an aus dem Staatsdienst entlassen. * * In Audienz empfangen wurden von Sr. K. H. dem Grobherzog am Rlfttwoch u. a. KreiLstraßenmeister Zörb von Friedberg und Bürgermeister Hofmann von Wölfersheim. * * RuhestandSversetz u n g e n. Se. K. H. der G r 0 ß- h erzog haben den Bahnhofsvorsteher in der Hessisch-Pceuß. Eisenbahngemeinschaft Slonr. Arnold zu Lauterbach auf sein Rachsuchen wegen geschwächter Gesundheit in den Ruhestand versetzt und ihm das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den Pedellen an dem Lehrerseminar zu Friedberg Hch. Hofmann auf sein Rachsuchen in den Ruhestand versetzt. • * Gerichtspers0nalieu. Se. Kgl. H. der Großherzog haben den AktuariatSassisteuten bei dem Amtsgericht "Alzey Karl Pfeiffer zum Aktuar bei dem Amtsgericht Wörrstadt ernannt. * * Uebertragen wurde dem Lehrer Joh. Flach zu Groß-Karben eine Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Harxheim. ** Gießener Industrie. Die Firma C. Klingspor kaufte die altbekannte Zigarensabrik von A. Heß Söhne in Schotten. 9)iit der Uebernahme des Betriebs dieser Fabrik am 1. April steigt die Zahl der bei der Firma Klingspor beschäftigten Arbeiter auf über 1000; die von ihnen erzeugte Wochenproduktion beläuft sich auf über eine Million Zigarren. ** Ob er hessische Gesellschaft für Natur- u n b Heilkunde. Am 30. Januar fand die Generalversammlung der Gesellschaft im physikalischen Institut statt. Bei Erledigung des geschäftlichen Teils wurde von dem Rechner der Gesamtgesellschaft der Rechnungsbericht vorgelegt. Es wurde die Hoffnung ausgesprochen, daß in Anbetracht der regeren Tätigkeit, die die Gesellschaft in den letzten Jahren entfaltet, die Mitgliederzahl, die durch Fortzug von Mllgliedern gesunken ist, sich wieder heben rverde. In seinem Vortrag über Radioaktivität führte Privatdozcnt Dr. Schmidt etwa folgendes aus: Kurze Zeit nach Enld.'ckiing der X-Strahlen durch Röntgen im Jahre 1895 tonnte ber französische Physiker Becquerel be- rid)ten, baß von einem Uranialz Strahlen ausgingcn, die durch sckpvarzes Papier hindurch eine photographische Platte beeinflußten. Becquerel konnte weiterhin zeigen, baß alle Uranvcrbinbungen derartige Strahlen ausfend.n und daß man die Stärke dieser Strahlen quantitativ mit dem Elektroskvp messen kann. — Später wurde in Deutschland und Frankreich beinahe gleichzeitig gefunden, daß auch das Element Thorium „radioaktiv" ist. Toch ein eigentlicher Aufschwung dieses neu erschlossenen Gebietes setzte erft dann ein, als das Ehepaar Curie in Paris aus Pechbleudcrückständen, die bei der technischen Fabrikation des Urans als wertlos bei Seite geworfen waren, zwei neue sehr stark radioaktive Substanzen, das Poloniund und das Radium, hergestellt hatten. Bon anderen Forichem wurde noch das Aktinium, das Rabioblei und das RadivteÜur entoeckt. — Bon diesen Substanzen ist Radium zweifellos ein neues Element, M es ein wohldefiniertes Spektrum und das Atomgewicht 226,5 hat. Bei den anderen Substanzen ist ein Nachweis ihres elementaren Charakters auf diese Weise nicht gelungen. — Tie radioaktiven Substanzen senden dreierlei verschiedene Strahlenarten aus: a-, ß=,unb ^-Strahlen. Die «-Strahlen sind positiv geladene wlasseteilchen, die mit einer Geschwindigkeit Von zirka 30 OOu Kilometer in der Sekunde iveggL- jchlenderl werden, die chTeilcheu sind Elektronen, d. h. negative elektrische Elementareuanta, die mit einer ungeheuren Ge- Ichwinbigkcit von 200 OUO Kilometer durch den Raum fliegen und die ^-Strahlen eine Art sehr harter Röntgenslrahleil. Tiefe drei Strahlenarten unterscheiden iici) materiellen Körpern gegenüber durch ihre Turchonngungssähigteit. — Der Vortrag wurde von einer Reihe lehrreicher Experimente begleitet. Obgleich an demselben Abend noch zwei andere Vorträge stattsanben, war ber große Hörsaal des physikalischen Instituts fast ganz gefüllt. Der zweite Vortrag über Radiv- attivität — es sind ber Gesellschaft int ganzen drei Vorträge von dem Redner zugesagt worden — siubet Donnerstag, 13. Febr., 81/2 Uhr abends, ebenfalls im Physikalischen Institut statt. Der Vortragende hat sich bereit erklärt, jeden einzelnen Vortrag so zu gestaiten, baß er auch ohne Kenntnis des vorhergegailgenen verständlich ist. Wie zu dem ersten, jo sind auch zu den übrigen Vorträgen Gäste willkommen. *• Wohltätigkeits-Konzert des Kronbauer'schen Quartett-AereinS. Frau Anna Jiaemp’cvt, die schon einmal Wittrr 5$ Bed. Himmel Stiedrigste r bekleidet. 2 2 2 2,0 ' C. 1,2 • C. Briefkasten -er Redaktion. (Anouhme Anfragen bleiben unberücksichtigt.* <5. lot). Wir empfehlen Ihnen die schrill von Tr. Karl Ruß über den Kanarienvogel, in der Sie genaueste Auskunft erhalten über alles, was Sie wissen wollen. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Lissabon, <. jJ'Cbr. iv v »i y m - die 1800 000 Franken, die sie von Versicherungsgesellschaft feit erhält, zu Gunsten der Armen verwenden. Lissabon, 7. Febr. Amtlich wird bekannt gegeben, daß der Kapitän Azevedo Continbo zum Zivil-Gouverneur von Lissabon ernannt worden sei. Es ist dies seit 18 Jahren das erste Mal, daß ein Militär diesen Posten Spkiplan des Neuen Gießener Stadttheaters. Soulltag deu 9. Februar, nachmittags 3Vt Uhr, bei kleinen Preisen: „Ter Andere." Ende gegen 6 Uhr. Abends 71;, Uhr, bei kleinen Preisen: „Zopf imb Schwert." Ende gegen 10 Uhr. Dienstag, abends 8 Uhr: 15. Tienslag.Abonnemeuts-Porslellung. Gastspiel von Frl. Clara A l b r e ch t: „Tie Zmillingsschwester." Lustspiel von Ludwig Fulda. Ende IO1/, Uhr. Mittwoch, abends 7 Uhr: 16. Mittwoch - Abonnements -- Vorstellung: „König Lear" Ende gegen 10 Uhr. Freitag, abends 8 Uhr: 15. Freitag- Abomtements-Vorstclltmg. Gastspiel von Frl. Clara Albrecht: ie Znnlliltgsschivester." Eitde 10'/, Uhr. Märkte. — S a a t g u t m ä r k t e. Dre L a n d w i r t s ch a f s k a in m er hält, um den Landwirten Gelegenheit zur Beschaffung von bestem Saatgut unserer ertragsreichslcn Sorten zu geben, eine Anzahl S a a t g u 1 m ä r k t e ab. Auf denselben werden nur Proben von Getreide und Kartoffeln aus den Saalbaustellen der Landwirt- schailskammer ausgestellt und ist Gelegenheit dortselbst geboten, Be- stclliingen aufzugedcn. Tie nächsten Saatgulmarkte finden statt: Groß-Gerau, Montag, 10. Febr., im Gasthaus zum /Adler, von vormittags 8 Uhr bis nachmittags l1/, Uhr; Echzell, Montag, 10. Febr., im Gasthaus zum deutschen Hmis, von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 3 Uhr; Alzey, Donnerstag, 13. Febr., nachm. tut Gasthaus zur Relchspost; Butzbach, Donnerstag, 13. ^ebr., gelegentlich des Schiveineinarktes im Löwen (auf dem Markt) von vormittags 9 Uhr bis nachmittags opfernde Tätigkeit den Dank aller Erschienenen aus. —r. Lich, 6. Febr. Tie H o lz P r e i se sind in diesem Jahre hier und in der Umgegend außergewöhnlich hoch. Während man im vorigen Jahre ein Klafter Buchenscheitholz zu 34 bis 38 Mark kaufen konnte, muß man jetzt 40—46 Mark dafür bezahlen. Dem entsprechend sind auch die Preise für alle andern Sorten Brennholz. — Auf de Strecke Lich—Butzbach wurde der Lokomotivführer Hof mann von hier, als er in Butzb ach in den Schuppen einfahren wollte und auf dem Trittbrett stand, zwischen einen vorstehenden Balken und Lokomotive gedrückt, so daß 1 März ein Beamtenwechsel ein. Der 2. Verwalter Stenger tauscht seine Stelle mit Herrn Karpf in Edenkoben (Wests.). Letzterer ist gebürtig aus Gonterskirchen. X Lauterbach, 6. Febr. Für unfern Meis hat sich ein Verein zur Förderung der K r a n t e n * u n d H a u s- ) f l e q e gegründet. Unter dem Vorsitze des Kreisrats o. Bechtold wird demnächst eine Sitzung stattfmden, tn der der weitere Llusbau beraten werden soll. X Schlitz, 6. Febr. In der gestern abgehaltenen Sitzung der Bürgermeister der in Betracht kommenden Gemeinden des Bahnbaues Niederaula — Schlitz wurde beschlossen, unter solidarischer Verpflichtung den Grund und Boden zur Bahn kostenlos zur Verfügung zu stellen, vorbehaltlich der Genehmigung der betr. Gemeinderäte. Wie von der Regierung mitgeterlt wurde, soll der Bahnbau beschleunigt werden. 4- Willofs, 5. Febr. Ter Gemeinderat beschloß in einer letzten Sitzung zwecks Errichtung einer Wasser- eitung die erforderlichen Nivellierungen und Vermessungen vornehmen zu lassen. Bingen, 5. Febr. Heute abend sand hier eine große Versammlung von Viehhändlern statt. Zu ihr waren die Behörden eingcladen, um die Stimmung in den Vichhändler-- kreisen kennen zu lernen. Tie Versammlung war sehr gut besucht. Ter Vorsitzende des Vichhändlervcreins Bingen Albert Max- Kempten begrüßte u. a. den Vertreter des Kreisamtes, ferner den Vorsitzend'n des Nassauischen Viehhändlerverems, den Vor- itzenden des Oberh'ss. Viehhändlervereins und eine Anzahl Ver- reter der Viehhändlervereine aus anderen Hess. Orten. Der Vorsitzende des Bundes der Viehhändler Deutschlands, Herm. Daniel- Dierdorf, bat zunächst die Viehhändler, die irgendwelche Beschwerden oder Wünsche hätten, dieselben jetzt nur vorzubrmgen, damit sie den Vertretern der Behörden bekannt würden. Nack>- dcm mehrere Herren ihre Klagen vorgebracht hatten, ergriff der Vertreter des Kreis a m teS das Wort. Redner erklärte zunächst, daß er mit größtem Jntere'se den Verhandlungen der heutigen Versammlung gefolgt wäre und sprach im Namen der Negierung den Wunsch aus, daß ferner zwischen der Regierung und den Viehhändlern keine Differenzen mehr Platz greifen sollten. Nunmehr wurden die Klagen der Viehhändler dem Bundesvorsitzenden unterbreitet, welcher versprach, die Angelegenheiten zu prüfen und wenn iwtwendig, Abhilfe anzustreben. Nach längerer gegenseitiger Aussprache wurde dann die Versammlung geschlossen. [] Biedenkopf, 6. Febr. Ein Volks sch üler schoß gestern hier einem anderen Jungen eine Kugel in die Wange. Der Schuß wäre um ein Haar tödlich gewesen. — In Sinkershausen brannte gestern ein dem Schreiner Weigand gehöriges Gebäude nieder.. w. Kassel, 6. Febr. Ter Kriminalpolizei gelang es, eine siebenköpfige Diebesbande zu fangen, die monatelang Kassel und Umgegend unsicher gemacht hat. Ein ganzes Warenlager von gestohlenen Sachen wurde beschlagnahmt. er schwere Verletzungen davontrug. —b. Nied er befsin gen, 6. Febr. Bei dem Bahn- Nau Lich—Grün berg ist am Steines zwischen Ober- !bessingen und Münster, die Baubude der Firma Lenz u. Co. erbrochen worden. Von den Keilhacken und Schippen wurden die Stiele abgesägt. Ein wertvolles Nivellierinstrument wurde gänzlich demoliert. Es scheint ein Racheakt vor- .zuliegen. — Allertshausen, 5. Febr. Bei der heute vorgenommenen Gemeindejagdverpachtung auf sechs Jahre wurde über der doppelte Betrag erzielt. Sie stieg von 361 auf 855 Mk. Als Letztbietender blieb der seitherige Pächter, Oberst Freiherr v. Röder zu Diersburg. w. Climbach, 7. Febr. Die hiesige Gemeindejagd wurde zum gleichen Preise luie bis jetzt an den seitherigen Pächter Major Frhru. v. Röder zu Diersburg neu verpachtet. 0 Laubach, 6. Febr. In den Gräflichen Waldungen (Distrikt SchepmalSdickung) erlegte dieser Tage der hiesige Oberförster Königer einen starken Achtender. — Die hiesige Stadtverwaltung ist wegen Anlage einer Gasfabrik mit der Firnia Gärtner in Bensheim in Verbindung getreten. Eine Kommission des Stadtvorslandes besichtigte die gleiche Anlage, die von dieser Firma in Neustadt bei Kirchhain bereits erbaut worden ist. Dem Großh. Ministerium ist augenblicklich die Angelegenheit unterbreitet. — Auf der benachbarten chemischen Fabrik in Friedrichshütte tritt am im Saale „Zur deutschen Eiche" Abeudunterhaltung der hiesigen Heimatvereinigung statt. Ein Vortrag über „..ie heilige Elisabeth", musikalische Darbietungen für Klavier und 2 Violinen, Gesangsvorträge des Kirchenchores und lebende Bilder füllen das reichhaltige Programm aus. || Garbenteich, 6.Febr. Heilte wurde einer unserer ältesten Arbeiter, der Taglöhner Johs. Wall bot, unter großer Beteiligung zii Grabe getragen. Der Verstorbene, der ein Alter von 73 Jahren erreichte, ivar früher Flihrknecht und zuletzt nahezu 25 Jahre Taglöhner bei der Firma Abermann u. Kling, die bei der Beerdigiing vertreten war und einen Kranz am Grabe ihres treuen Arbeiters niederlegte. (a.) Hausen, 6. Febr. Der Gesangverein „(Ein- tracfyt" feierte am vergangenen Sonntag fein 24 jähr. Stiftungsfest in dem Lokal deS Gastwirts Heinrich Schardt. Das Fest siel durch die gebotenen theatralischen Aufführungen und Liedervorträge des Vereins unter Leitung des Dirigenten Ludwig Schäfer von Garbenteich und des Präsidenten Ludwig Spür' r zu voller Zufriedenheit aus. ? Annerod, 6. Febr. Im Saale des Gastwirts Heinz versammelte sich gestern abend auf Einladung des Zweigvereins des Evang. Bundes die Gemeinde zu einem Volks- Unterhaltungs- und Festabend. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Groth aus Rödgen, streifte kurz den Zweck derartiger Veranstaltungen, der nach seiner Ansicht hauptsächlich darin besteht, das Leben auf dem platten Lande reicher und inhaltvoller zu gestalten und dem Landbewohner auf seiner eigenen Scholle mancherlei Anregungen zu geben, die in der Stadt als alltägliche Erscheinungen auftreten. Im Vordergrund des Abends stand ein Vortrag des Pfarrers und Schriftstellers Bech- tolsheimer aus Gießen über: Deutschland im erfreu Jahrzehnt nach den Befreiungskriegen. Frisch und volkstümlich schilderte der Redner die überaus traurige Sage des deutschen Volkes am Ende jener jahrelangen Knechtschaft unb die daraus emporkeimende Sehnsucht nach besseren Tagen, nach einem mächtigen, geeinten Vaterlande. Die Ausführungen gipfelten am Schlüsse in der Mahnung, mit hehrer Freude feftzuhalten an dem, was die Väter wieder aus den Trümmern des alten Reiches erstehen ließen, und in inniger Vaterlandsliebe, mit gesundem Stolze gepaart, mitzuwirken an den von höherer Hand dem deutschen Volke gestellten Ausgaben. In den Rahmen des Vortrages paßten schön die von den Schulkindern und dem Gesangverein „Teutonia" unter Leitung des Lehrers Euler vorgetragenen stimmungsvollen Heimat - und Vaterland s l i e d e r. Reicher Beifall lohnte alle Mitwirkenden und Pfarrer Groth sprach ihnen nochmals besonders für ihre auf- ht dieser Saison in einem der berühmten Berliner Phrl-- harmonisch en Konzerte mitwirkte, hat dort so erfolgreich gesungen, daß Sie jetzt wieder in aller Kürze in Berlin in dieser vornehmen Körperschaft auftreten wird. Es ist erfreulich, daß der Ouartett-Verein eine solche Künstlerin für sein Konzert gewonnen hat und für den Besuch dürfte dies vorn größtem Einfluß sein. ** Deutsche Seemannssürsorge. Wer einmal, in einer großen Hafenstadt das wüste Treiben in den Makros en- spelunken gesehen hat, der begreift, warum so viele unterer Volksgenossen rm Seemannsberuf, auch ganz abgesehen von Schulz bruch und sonstigen Berufsgefahren, alljährlich an Leib und Seele zugrunde gehen. Bon langer Fahrt für kurze Zeit au Land gekommen, haben sie als Ortsfremde keinen anderen Unterschlupf als jene Spelunken. Und das umsomehr, als deren Inhaber meist die Stelletwermittler für die Seeleute sind, ^a Itotrb denn der gutmütige Matrose so lang hingehalten, bis er all sein mühsam erworbenes Geld verjubelt und 1 eine luenige sonstige Habe an Kleidern unb Ausrüstung versetzt hat Dann geht's mit leerem Beutel, wundem Gewissen — wenn s überhaupt noch schlägt — und oft infiziertem Körper wieder an Bord. Die Fäden nach den Angehörigen daheim sind zerrißen. Was geschieht zur Rettung so vieler deutscher Volkskraft ? , An annähernd 150 Hafenplätzen der deutschen Mste und un Auslande werden die ankommenden deutschen Seeleute nach Möglichkeit auf ihren Schiffen besucht unb mindestens mit guter Lektüre für die Weiterfahrt versehen. Weiter ist man schon da, wo tm eigenen Haus oder in dm Seemannsheimen anbercr Völker besondere Lesezimmer eingerichtet werden konnten. Aber volle Fürsorge kann den Seeleuten erst da angedeihen, wo wir eigene deutsche Seemannsheime haben, wie z. B. zurzeit in den deutschen unb englischen Haupthäfen, in Rotterdam, Änttoerpen, Marseille, Genua, in Petersburg, Kopenhagen, Baltimore, Buenos Aires, Valparaiso, im ganzen etwa 25 bis 30. Von besonderem Wert ist, daß in ihnen mehr und mehr eigene Heuerbureaus eingerichtet werden. In den deutschen Häfen erstreckt sich die Stellenvermittlung auch auf die Schiffsjungen. Die Seeleute finden ferner saubere, billige Quartiere, Lese- und Scpreib- gelegenheit. Gottesdienste unb Unterhaltungsabende werden gehalten, auch frohe Feste unb gemeinsame Ausflüge veranstaltet, meist im Bunde mit den deutschen Kolonien der Auslands- ftädtc. Von größter sittlicher wie volkswirtschaftlicher Bedeutung ist namentlich, daß die Seeleute im Heim ihr Geld und Gut deponieren oder durch seine Vermittlung in Die Heimat senden können. So hat z. V. das Antwerpener Heim im vergangenen Jahr über 73 000 Franks, das in Genua sogar /9 800 Lire in die Heimat gesandt. — Wer Näheres über diese vaterländische und christliche Arbeit zu hören wünscht,, sei hiermit auf den Vortrag aufmerksam gemacht, der am nächsten Sonntag von dem Antwerpener Seemannspastor Pilgram über „Deutsche Seemannsfürsorge" hier im Neuen Saalbau gehalten werden wird. -r. Klein -Linden, 6. Febr. Am Sonntag findet Punkt war indes nicht zu erfahren. Die Königin-Witwe will Gießener Wetterdienst. BoranSsichtliche Witterung für Hesien am Samstag den 8. Februar 1908: Meist trüb Mäßige Negensälle. Temperatur wie heute. Tauwetter. Westliche Winde.____________ GriginaL-DrahtsneLSungeiv. Berlin, 7. Febr. Im Reichsamt des Innern ist soeben ein Gesetzentwurf in seiner Ausarbeitung vollendet worden, der bezweckt, die Polizei unb ihre Hilfsorgane unter die gegen Unfall zu versichernden Personen ein- zureihen. Es kommen neben den Schutzleuten msbesondere die Feuerwehr in Betracht. m .. , Berlin, 7. Febr. An der Londoner und Pariser Bor,e waren gestern ungünstige Gerüchte über den Gesundheit s - zu st and der Zaren familie verbreitet, die eine Baisse der russischen Papiere zur Folge hatten. Hier ist nur bekannt, daß die Zarin andauernd an den Folgen der Influenza und an den Nachwirkungen einer Entfettungskur leidet, und daß ihr Befinden noch immer viel zu wünschen übrig läßt. Von einer Erkrankung des Zaren hat man dagegen bisher nichts vernommen. . . München, 7. Febr. Das Opfer eines Justizirrtums ist der 44 jährige Tagelöhner Feile aus Planegg geworden. Feile war vom Schwurgericht int Jahre 1900 zu fünf Jahren Gefängnis Verurteilt worden, weil er angeblich einen Arbeiter im Streit erstochen haben sollte. Jetzt gelang es, den wirklichen Täter in fccr Person deS Arbeiters Hüsers aus Stock- iyjrf zu ermitteln. Ein neues Verfahren wurde eingeleitet, das mit der Freisprechung Feiles endete. , _ . c r Oldenburg, 7. Febr. Prinzessin Eitel Friedrich sieht nach einer Meldung des Weserboteii einem freudigen Ereignis entgegen. , Barmen, 7. Febr. Die hiesige Strafkammer verurteilte gestern den Diakon B r a k s i ck wegen Vergehen an kleinen Schul- fnaben im Sinne des § 175 zu zwei Jahren Gefängnis. Cuxhaven, 7. F^br. Lus Linienschiff „H esse n" konnte bei Hochwasserstand abgeschleppt werden und setzte seine Fahrt nach Wllhelmshasen fort. Ob das Schiff Beschädigungen erlitten hat, steht noch nicht fest. London, 7. Febr. Die liberale Morgenzeitung T r i * bune hat aus Mangel an Mitteln ihr Erscheinen e i n g e st e l l t Paris, 7. Febr. Franco hatte gestern in Madrid eine längere Unterredung mit dem General-Gouverneur. Das Personal des Hotels, in dem der Exdiktator abgestiegen ist, hat strenge Weisung erhalten, keine Auskunft über ihn zu geben. Umfassende Maßregeln sind getroffen, um die gegen Franco geplante Kündgebung zu vereiteln. Wahrscheinlich wird Franco heute abend nach Frankreich abreisen, doch verlautet anderseits, der Exdiktator beabsichtige, sich nach Deutschland zu begeben, um seinen Sohn an einer deutschen Universität immatrikulieren zu lassen. Paris, 7. Febr. Nach der Leichenfeier wird die Königin- Witwe von Portugal eine starke Verringern ngdes Hofstaates ins Werk setzen. Die Königin will dem Adel das Beispiel einfacher Lebensführung geben. Durch freiwillige Spenden soll ein Waisenhaus mit einer Sühnekapelle errichtet werden. Die Königin beauftragte drei Vertrauensmänner damit, einige Ordnung in die. verworrenen Vermögensverhältnisse deS verstorbenen Königs zu bringen. Paris, 7. Febr. Der Matin unb andere Morgen- blätter melden das diese Nacht mit großer Hartnäckigkeit aufgetretene Gerücht, daß ein Attentat gegen den Zaren verübt worden sei. Irgend ein Anhalts- R. B. D a r mstadt, 5. Februar. Wegen Mißhandlung im Amte wurde der 34jährige Polizeidiener Michael Traut- ni a n n von Rimbach (Kreis Heppenheim) von der Strafkammer zu einer Geldstrafe von 3 Mk. verurteilt. Ein junger Bursche, Peter Eisenhauer aus Rimbach, übte sich an einem Sommerabend auf der dortigen Ortsstraße im Radfahren und fuhr dabei den bejahrten Kirchendiener Getrost über den Haiüen. Trautmann, der vorher gewarnt hatte, war darüber in Erregung geraten und versetzte dem unvorsichtigen Radfahrer eine Ohrfeige. Darüber hätte sich Letzterer beruhigt, als er aber einen Strafbefehl von 20 2)if. erhielt, stellte er seinerseits Strafantrag aiif Körperverletzung. Neisse, 5. Febr. Tas Oberkriegsgericht des secbsten Armeekorps verurteilte den Leutliant Hannig wegen Vergehens gegen § 175 des R.-Str.-G.-B. und Mißbrauch der Dienst- gewalt zu drei Jahren Gefängnis. In der ersten Instanz hatte da-5 Kriegsgericht auf em Jahr erkannt. Erfurt, 5. Febr. Tas Kr ieg s g e r i cht der.38. Division vcrurteiltc den überzähligen Unteroffizier Gustav Weisheit von b.r 2. Eskadron des Regimentes Jager zu Pserde in Langensalza wegen Mordversuches an seiner sechs Vkonate alten unehelichen Tochter zu vier Jahren Zuchthaus. Düsseldorf, 4. Febr. Ter Bezirksausschuß zu Düsseldorf beschäftigte sich mit der Klage der Düsseldorfer Provinzial- verwallung gegen den praktischen Arzt Dr. Weisbrodt, der durch Erpressungsversuche den freiwilligen Tod des Amtsrichters Dr. Hcimu th aus Bialla in Ostpreußen verursacht hatte, auf Entziehun g der Approbation als praktischer Arzt. Die hiesige Strafkammer verurteilte seinerzeit Dr. Weisbrodt wegen seiner schamlosen Erpressungsversuck-e zu einem Jahr Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. Weisbrodt hatte im Namen feiner Frau von Dr. Heimuth für eine Heiratsvermittelung, bei der er eine sehr zweifelhafte Rolle gespielt hatte, eine Gebühr von 10 000 Mark verlangt. Dr. Heimuth bezahlte am 29. Oktober v. Js., nachdem die Heirat zustande gekommen war, an den Arzt 6000 Mk. W. unterschrieb hierauf einen Nevers, in dem er auf seinen Anspruch an Dr. H. verzichtete. Weisbrodt sollte nun diesen Nevers an Dr. H. senden, tat dies jedoch unter Ausflüchten nicht, sondern verlangte bald daraus noch 4000 Mk. und außerdem 2000 Mk. für seine Frau als Geschenk, widrigenfalls er drohte, die Angelegenheit an die Oefsentliclikeit zu bringen und außerdem den Amtsrichter zu verklagen. Dieser verweigerte die Zahlung und übergab die Angelegenheit einem Rechtsanwalt, der W. wegen Erpressungsversuchs anzeigte. Am Morgen des Tages, zu bem der Verhandlungstermin angesetzt war, kam der Amtsrichter nach Düsseldorf, ließ sich jedoch, da er seine Privataffäre nicht öffentlich breitgetreten haben wollte, am gleichen Morgen von einem Schnellzug überfahren. In der gestrigen Verhandlung entzog der Bezirksausschuß dem Angellagten die Approbation als Arzt für die Dauer von fünf Jahren (die Zeit der ihm auferlegten Ehrverluststrafe). KJJl ü ii et) e n, 6. Febr. Wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang war der Taglöhner Feile zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden, die er inzwischen verbüßt hat. Kürzlich gelang es, den wirklichen Täter zu ermitteln. Darauf wurde em neues Verfahren eingeleitet und Feile gestern frei g efprodien. Mailand, 6. Februar. Tie Llnklagekammer des hiesigen Tribunals sprach 22 Karabinieri und Polizisten frei, die am 11. Oktober auf eine sie bedrängende Volksmenge geschossen und dadurch den Generalstreik veranlaßt hatten, weil sie aus Not- ivehr gehandelt hätten. N o v e r c t o , 6. Febr. Im Jrredetitisten-Prozeß wurde gestern das Zeugenverhör beenbet. Heute wurden bann noch schriftliche Zeugenaussagen verlesen. Die Plädoyers beginnen morgen. — Zwei Gendarme haben gegen den Angeklagten Ingenieur CtaleiS die Ehrenbeleidiguugsklage erhoben. Wegen der Aeußerungen „Deutsches Gesindel"' wurde gegen den Angeklagten Guido Larcher von Innsbruck aus eine Aktion eingeleitet. Reichstagsabgeordneter Alalik tvird den Prozeß iin Abgeordnetenhause zur Sprache bringen. Suchte Tagcöchronik. Die Schüler der ersten Abteilung der Kunstgewerbeschule zu C h a l o n s s u r Marne erklärten sich mit einem Schüler, der wegen Wurfes mit einem eisernen Bolzen gegen den die Aufsicht führenden Herrn entlassen war. solidarisch und lehnten sich gegen ihre Vorgesetzten auf. Nach vergeblichen Versuchen, die Schüler zur Ruhe zu bringen, verfügte der Präfekt von Chalvns die Schließung der ganzen Abteilung und ließ die Schule militärisch besetzen. Die Schüler sind unter militärischer Bewachung nach dem Bahnhof abgeführt worden. Universitäts-NaehrrebLerr. hc. Tübingen, 6. Febr. Zum Nachfolger des am 3. Jan. d. Js. verstorbenen Professors der Nationalökonomie an der Universität Tübingen ist der Studiendirektor der Handelshochschule zu Köln, Professor Dr. jur. ct phil. Ehriltian Eckert, ausersehen. Studiendirektor Eckert gehört zugleich^ieit Ostern 1904 dem Lehrkörper der Bonner philosophischen Fakultät als Extraordinarius an, seine akademische Laufbahn begann er 1901 als Privatdozent an der Berliner Universität. Prof. Eckert i|t ein geborener Mainzer (1874), promovierte 1897 in Gießen zum Dr. jur. und 1898 in Berlin zum Dr. phil. Februar 1908 Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Lifit Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung 6. 2" 763,3 1,6 4,1 80 W 6. 9" 761,5 1,7 4,7 91 WSW 7. 7" 761,2 2,4 5,0 91 W Höchst Temp eratur am 5 -6. s iebruar Dis tieitrauernden Hinterbliebenen Beuern, den 7. Februar 1908 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. Februar, nachmittags 3 Uhr statt Grossh. Bürgermeister Heinrich Otto IW Donnerstag abend 11 Uhr nach kurzem, mit Geduld ertragenem Leiden im Alter von 63 Jahren sanft entschlafen ist. ME W »iigen t. 1 am Lam-lag bei eniälle. Temperatur ) ;9eb- Himmel i * ktion. rüäsichtigt.r tiviii von Lr. Karl ste Austuch erhall» tschalskam m er choßung von heilem geben, eine Anzahl en mir Proben oon Öen der Landwin- irljelbfi geboten, 3b markte finden stall: § zum Adler, von Echzell, MoM ion vormittags 9 Uhi 13. Fehr., nachm. in nnerstag, 13. Fehr, auf dem Marky doe rn. r Qtn 3 Ld L ^4? iiün /lgen. Jumw ist M Umbet rooifctt, ta Organe uiltt Personeilein- Reuten m-besockn mib Parifcr Sörit n Gesundheit' .reitet, dic ar- c Folge hatten. erri) an den Wj einer Entfettung^ er viel zu wafl* Zaren hat W® (- 'int5 Zustizit je aus Planegg $ 3afce lW,f * 3e6t gelnns > * Ä feine 3* abg^ ,:r 6tre ne ®s,f 7'd gettoll» gebung n£telS end« tut' >« m nm I* litt er S^ KertE gte JE,*** ^ivorrcnc" brinM^e WM fltOÖ^ nCgßVir- entöt^W1' J«t"b' , B li9J u^öc|CÜ' l'fSnd»- n li»'1 -Alt* m J1 fei ^yw rden.L dielend 01^ y s + 2,0 • C. ^1.2'0.^ Mttljeaters. b°i »einen dbCllbS Ui, nbe gegen 10 Uhr I emenis-Aorsiellnng' I 2wMngsschwesler.' j Aiiltmoch, abend; ' tn9; ,Röntg Lear' * 1 r:a,.!5, ^eilag. I lara Albrecht: ,Tie | Todes=>Ä38ze8geB Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, dass unser lieber, guter, treusorgender Gatte, Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder und Onkel, der cm Dchm., 7—15 cm Dchm., 9—14 cm Dchm., 7—20 stark,) 38 stark, sanft entschlafen ist. 65 Wieseck, den 6. Februar 1908. 837 BiiLNiz pro 3L Dez mber 1907. An 9548,95 Die 119 versteigert werden: m m 5 m 763 in Fatum, Bürgermeister. 836] [833 63 1193 1 52 Holz 52 Stück lang, Stück lang, Stück lang, Stück Kicfern-Slämmc, 17—38 22,23 Fm. haltend, Lärche - Stämme, 18—25 1,93 Fm. haltend, Fichte - Stämme, 12 — 42 Mitgliederzahl betrug Ende 1906 es traten in 1907 neu ein 32,5 37 1780 1040 52,5 Kassa-Konto Waren Mobilien Utensilien Debitoren JfL $ 199,14 8165,— 77,30 20,70 1086,81 cAL $ 72 Fichten-Derbstangen von 10—14 m Lunge, 4,84 Fstm. haltend. Der Anfang ist auf der Kreisstraße nach Münzenberg Mitte des Waldes. Wohnbach, am 6. Februar 1908. Passiva Per Mitgliedcrgut- Gießen, den 5. Februar 1908. . _ jÄroßherzogliche Bürgermersterer Gießen.. Mecum. haben Neservefond Betriebsrücklage Warenkceditoren Restgehalt Neingewiun verpachtet werden. Betzenrod, den 28. Januar 1908. Großh. Bürgermeisterei Betzenrod. S ch ü tz. „ Eiche-, Birke- und Kiefern-Knüppel, Buche-, Eiche- und Birke-Wellen, Kiefern- und Fichte-Wellen, rm zerkleinerte Elche-, Birke- und Nadel-Stöcke, i rL) -Göns, den 5. Februar 1908. Moßherzogliche Bürgermeisterei Kirch-GänS. Nern. Ausgetreten sind in 1907 Demnach Bestand Ende 1907. Klein-Linden, den 31. Dezember 1907. Konsum - Verein Klein - Lmdm E. G. m. u. H. Der Vorstand. PH. Jung IX" Direktor. P. Reuschling IV., K. Lotz. I. Fink. Die trauernden Hinterbliebenen Familie Textor. (839 Die Beerdigung findet Samstag nachmittags 2 Uhr vom Sterbehaus (Kirch- straße 50) aus statt. _________ Jagd-Verpachtung. Montag den 10. Februar 1908, vormittags 10 Uhr, soll die hiesige Gemeinde-Jagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Die Verpachtung ist auf dem Bürger- meisterei-Bureau. (831 Saasen, am 5. Februar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei. Schmitt. Holzversteigerung im Hattemöder Gemeinde-Wald. Mittwoch, den 12. Februar 1908, sollen versteigert werben: Scheiter, rm: 3 Eiche (rund), 2 Birke, 7 Fichte; Knüppel, rrn: 86 Buche, 49 Eiche, 8 Birke, 128 Kiefern, 13 Fichte; Reisig, Wellen: 2100 Buche (Durchfg.), 1450 Eiche, 150 Birke, 2070 Fichte; Stöcke, rm: 38 Eiche, 58 Kiefern, 50 Fichte; 104 Fichten-Derbstangen, mit 8,66 Fm. Inhalt; 226 Fichten-Reisstangen, , 5,22 „ , Die Flchten-Stangen iverden beim Anfang am Brennholz gleichzeitig untversteigcrt. Das Brennholz in der Struth wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt, wird des mittags beim Feuer versteigert. Die Zusammenkunft und der Anfang ist des morgens präcis 1b Uhr, auf der Kreisstraße Hattenrod-Lich, am Waldeingang. ^25 Hattenrod, den 5. Februar 1908. Großherzogliche Bürgermeisterei Hattenrod. R o cf. 2) Nachmittags von 1 Uhr ab, dortselbst: rm Buche-, Eiche- und Birke-Scheiter, Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hier, durch die Trauernachricht, das; unser lieber Later, Groh- vater und Schwiegervater Georg ÜSsheB am Donnerstag Nachts 2 Uhr sanft entschlasen ist. Die tieürauernden Hinterbliebenen. Hörnsheim, den 8. Februar 1908. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. Februar, nachmittags 1 Uhr statt. Dienstag den 11. ds. Mts., vormittags um 10 Uhr anfangend, werden im Wohnbacher Gemeindewald versteigert : 160 Eichen-Stämme von 16--65 cm mittlerem Turchm. von 3—14 m Länge, 90 Fstm. haltend (darunter 22 Fstm. 1. Klasse Schnittholz, das übrige meist prima Wagnerholz und 2 Nm. Werkholz 1. Klasse). 70 Fichten-Stän'me von 10—20 m Länge und 15—29 cm Durchmesser, 20,40 Fstm. an der Haltestelle. Eiche - Stämme — 16,85 cbm (22—42 cm Vergebung von Pstusterarbeiten Die Pflasterarbeilen für die Neubesestigmrg der Rodhelmer Strahe zwischen der Bahnbrücke und Krosdorser S rage soll Samstag, den 15. Februar vorm. llVi Ubr ^^ArWb-schÄun^ und Bedingungen Wn wä6r=ti ber Dienststunden bet uns zur Emncht osten. auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find WdtcUeny bid 8um L und punkt verschlossen und nut entsprechender Aufschrtst verletzen au mw einzureichen. — Zuschlagsfrtst 3 Wochen. 2 Gießen, den 5. Februar 1908. Städtisches Ttefbauamt. _____I. B.: Köhler._____________ lang, 93,15 Fm. haltend. Die Zusammenkunft ist am Waldeingang, Kreuzpunkt Oppenröderweg-Müllerweg, nächst dem neuen Pflanzgarten. Annerod, den 4. Februar 1908. 799 Großherzogllche Bürgermeisterei Annerod. Horn. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unsere treusorgende, liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester und Tante , Man Misabethe Frei Ww. am Muiwoch, nachmittags 6 Uhr, nach kurzem Leiden im Alter von 85 Jahren 234,93 Fm. haltend, _____Esche-Derbstangen, 1,88 Fm. haltend, Stück Flchte-Derbstangen, 7—11 cm Dchm., 10—17 m H 8 iw! kLr reisende HOSpiZ.Damen ovang Scbwestern&ans, tiieeyeei. iuhannesstf. 9. Jagd-Verpachtung. Samstag, beit 15. Februar d. F., vorm. 11V. Uhr, soll die der hiesigen Gemeinde gehörige zirka 455 Hektar tfclö und 27 Hektar Wald umfassende Gemeinde-Jagd unter den bei der Verpachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen bei Wirt Gg. Lotz II auf wettere sechs Jahre Holz-Versteigerung. Donnerstag, den 13. Februar 1908, von vormittags 10 Uhr an, soll m dem Anne rüder Gemeinde- Wald, in den Abteilungen 2, 8, 12, 13 und 15 folgendes m Maurer-1. Dienstag den 18. Februar d. F., vorm. 10 Ubr, und Sebinnunaen Ii-g°n wWrcnd bet Dienstslnnden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf 2Borbuitf, der daselbst erhältlich, sind spätestens. blsSUMvorgenanntenZettt punkt verschlossen und mit entiprechender Aufschrist veriehen an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den G. Februar 1908. Stadt. Trcchauamt. I. B-: Köhler. Schreiner- und Wagnerholz, Birke-Stamm ---- 0,32 cbm (26 cm stark), Fichte - Stämme — 13,70 cbm (14—24 cm 8—12 m lang), Fichte-Derb- und Reisstangen. Nutz- und GrcMtzolMstcMrunq. Aus dem Gemcindcwald 5trosdorf kommen DienStag den 11. Februar d. Id., vormittags von 10 Ubr ab bei Wirt Moos in Krofdorf zum Berkauf: Distritt Sa Krocket: (Durchforstung und Wegeaufhtebl Fichte = 178 Stämme und Derbholzstangen nut zus. 9,60 Fm., 319 Rm. Stangenreisig. Distrikt 12b Kloowäldchen: Eiche = 2 Rm. Schichtnutzhotz 2 in lang, 2 Rm. Knüppel, 10 Rm. Reistg. Buche — 11 Rur. Scheiter und Knüppel, 20 Rm. Reisig. Erle — 15 Rm. Reisig. 5ricscr — 7 Rm. Knüppel, 40 Rm. Reisig. Fichte = 2 Stämme 3. Kl. mit 0,75 Fm. Distrikt 14a Lcschcnwald: (Siebe — 22 Rin. Scheiter und Knüppel, 133 Rm. Reisig. Buche = 217 9im. Scheiter und Knüppel, 16 Rm. Stoaholz, 354 Rm. Reisig. Birke — 1 Stamm mit 0,28 Fm. Fichte — 33 Stamme 3. und 4. Klane mit 8,88 Fm., 2 Rm. Knüppel. Distrikt 21a Altedau: Erle — 7 Rm. Knüppel, 51 Rm. Reisig. Der Berkauf des am 28. Januar d. I. ausgebotenen Eichen^ Stammholzes ist nicht genehmigt. Krosdorf, den 5. Februar 1908. B7/2 Der Bürgermeister. Brau n. Nutz- u. BrennholMerflelgeruug. Dicustag, den 11. Februar, werden im Distrikt Kleine Heide desKirch-Gönser Gemeindewaldes versteigert: 1) Vormittags von 10 Uhr ab, nach Zusammenkunft Bekanntmachung. Die Stadtverordneten-Versammlung hat durch Beschlich vom 23. Januar 1908 einen Bebauungsplan für deu Bczrrk -samm ausgestellt und soll dazu die nachstehende Ortsbauiatzung ertasten Brennhoiz-Versteigerung im i^rmeiudewalde von Lützellinden. Freitag, den 14. d. Mts., Beginn vormittags 10 Uhr, Distrikt „Untere Schasbuchen": „ wichen: 10 9tm. Scheit, 4 Rm. Knüppel, 8Rm.Stockh.u. 160 Wellett Buchen: 206 „ „ 37 „ „ 74 „ „ u 2590 ,, Groß-Rechtenbach, den 5. Februar 1908. B7i Das Bürgermeijteratnt. meröei^ entn)urf Bebauungsplanes und die Ortsbausatzung liegt bis zuor 10. März ds. Js. ^uf unserem Ttetbauamt onen. Einwendung gegen Plan und Satzung sind binnen der gle.chen Frist bei Meidung des Llusschluffes bet uns oorzubrlngen. Ortsbausatznng. Auf Grund der Bestimmungen in Artikel 2 und -0 ^s tz)e- setzes vom 30. April 1881, tue Allgemeine Bauordnung belrestend, und in den W 5 und 8 der Verordnung vom 1. o-cbiuat18&, öte Ausführung der Allgemeinen Bauordnung betreffend, wtrd nach Vernehmung der Stadtuerordneten-Bersammlung unter Bu- sttmmung des Kreisausschusses und mit Genehmigung ^ostlierzog- lichen Ministeriums des Innern vom ..... - »u o. - im Anschluß an den Bebauungsplan für die Crfchliestung dev Hamm folgende Ortsbausatzung erlassen. . . q , §1 . Abweichend von den Bor,chriften tn Öen §§ 7 und 8 des Ortsbaustatuts wird bestimmt, dast an den bet B^unb G tn füö^ westlicher Richtung abzweigenoen Straßen nur bit Eagrundstucke bebaut werden diirfen. ;rt ...tr mtf Ptne §2 . Die Bebauung dieser tzkgrundstücke tst nur auf eme Tiefe von 20 m, von der Stragenfluchtlinie der Straße A—G au-> ßeTed)I§et3.^TÄ^Eckgrundstücke dürfen Ausgänge nach den bei B und C abzweigenden Straßen vorerst nicht erhalten.-- Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühl'sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. V 1873,— 2000,— 2350,41 101,70 747,07 2476,77 9548,95 119 2 "121 2 Waccht Schwan Einige selbstgefertigte, bessere Hobelbänke, mit Ulmer Zangen, evtl, auch eine gebrauchte, habe ich abzugehen. Kerner empfehle: Meßlatten, Bifrerstäbe, Visierkreuze, Nrveüierlatten. Einen Posten geaichter Mefilatten II. Qualität gebe ich ganz billig ab. (0546)_______Job. Lenz- (Segen falte Füße! Fuhschlüp.er, A Kamelhaar gefüttert, für Damen und Herren, Paar 25 Pfennig. A. Salomon & Cie. Vogelsberg. Landeicrv.St.9Pf. frische Trinkeier, 2 Sick. 17 Pfg. empfiehlt W. Ullrich, 0780 Schlongasse 7. 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