P Donnerstag $>♦ Januar 1908 158. Jahrgang Erstes Blatt HUnrmungstnld aus dem Reichstage. # Der alte und der neue Mittelstand. Berlin, 8. Januar In der letzten Sitzung vor den Weihnachtsferien durste der Abg. Naab seiner Genugtuung darüber Ausdruck geben, daß dem Mittelstand jetzt anscheinend bessere Zeilen bei der Volksvertretung blühen; habe doch der Reichstag zwei volle Tage für die Sorgen des Mittelstandes übrig gehabt. Am ersten Verhandlungstage nach der Weihnachtspause widmete man ihnen noch zwei weitere Stunden. Dann wurde die Antragsreihe mit den einzelnen Mittelstandsforderungen durch starke Mehrheitsbeschlüsse angenommen und nur die Forderung der Handelsinspektion sand den Widerspruch der Freisinnigen. Nach dem alten kam der n e u e M i t t e l st a n d an die Reihe, die Privatbeamten mit ihrer Pensionsversicherung. Bei der Aktualität der Frage und der eingehenden Erörterung in Presse, Vereinen, Versammlungen und Kongressen, konnte naturgemäß auch hier nichts neues mehr vorgebracht werden. Es ist bekannt, daß die Gegensätze zwischen der großen Mehrheit der Privatbeamtenschaft und dem Werkmeisterverband., den Richtungen Stresemann und Pott hoff, noch unausgeglichen sind. Die Mehrheit fordert eine Sonder- verjicherung, die Minderheit den Anschluß an die Invalidenversicherung. Die Hauptgründe für die Sonderkasse, das Verlangen nach einer Witwen- und Waisenversorgung, die nicht bloß wie bei der Arbeiterversicherung den erwerbsunfähigen Witwen zugute kommen soll, nach Anerkennung der Berufsinvalidität und einer Altersgrenze von 65 statt 70 Jahren, wurden in der Diskussion mit mehr oder größerer Ausführlichkeit vorgebracht von dem Konservativen Frhrn. v. Richthofen, dem Nationallibe- ral'en Dr. Stresemann, dem Reichsparteiler Linz, dem Zentrumsabgevrdneten S i t t a r t. Die Gegengründe, die insbesondere in der Gefährdung der Jnvaliden-Ver- sicherung durch Herausnahme der guten Risiken gefunden werden, hatten in dem Freisinnigen Dr. M u g d a n einen beredten Vertreter, dem sich inhaltlich für die Sozialdemokraten auch der Abg. Schmidt-Berlin anschloß. Am nächsten Schwerinstage wird die Verhandlung fortgesetzt. (Dienstag und Freitag); zweimal monotl. Land» Wirtschaftlich« Settfragen Fernlprech • Anschlüsse: ffii btt Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Bbrefle tüt Depeschen: «»zeiget Gießen. Bezugspreis: monaklich75M., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.—viertel- jährt. ausschl. Beitellg. Zeilenpreis: lokal IbPf, auswärts 20 Pfennig Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f. Feuille- ton und .Vermischtes* P. Wltlko; iür .Stadt u.Land" und „Gerichts- Bant, 8. Jan. Die Gemeindevertretung hat den sozialdemokratischen Land tags ab.g. Hug zum Beigeordneten gewählt. Hug war schon zweimal gewählt, aber beide Male vom oldenburgischen Ministerium nicht bestätigt worden. Austarrv. Nr. 7 Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntag-. - Beilagen: viermal wöchentlich lewski schreibt darüber: „Beethoven hat in diesem Werke eine Huinoreske geschaffen, in welcher Schneiders Lust und Leid geschildert wird. Höchst ergötzlich ist schon das ironische Pathos der Adagio-Introduktion, auf welche sich dann das schnippische Thema doppelt komisch ausnimmt. Was nun alles in den 10 Variationen vom kreuz fidelen und einmal auch betrübten Schnei- derlcin erzählt wird — wer sich durch Musik eine lustige Stunde bereiten will, der möge dies mit Begleitung von Violine und Violoncell gesetzte Trio spielen, welches ganz dazu gemacht ist, böse Grillen zu verscheuchen. Änrüsant ist es, wie Beethoven int O-woU-Satz der letzten Variation unversehens ein wenig in das instrumentale Fugato (B-dur %) beS Finales der 9. Sinfonie lnncingerät, nicht nur der rythmischen Bewegung, sondern auch der Tonfolge nach. Die so volkstümlich gewordene Melodie, auf toebije Beethoven seine Variationen schrieb, kommt übrigens auch in dem Quodlibet „Rochus Pumpernickel" vor, welches in Wien ebenfalls damals gegeben wurde. — Die Vereinigung sämtlicher Dramatiker Deutschlands, sowie die Förderung begabter Schriftsteller und Schutz vor unlauterer Ausbeutung bezweckt der dieser ^.age in München gegründete Schristftcllervcrein „s)2orb und «üd". Das junge Unternehmen ist als ein nochmaliger energischer Versuch zu betrachten mindestens die rcichsdeutschen Dramatiker zu einem geschlossenen Verband zu vereinigen, für dessen Zustandekommen sick) bereits Sudermann, Fulda und Max Halbe einst v.-rgeblich bemühten. Aber auch sonst will der Verein in manchen Dingen Wandel schassen, die die weitesten Schriststellcrkreise intevessieren dürfte. Mitglied des Vereins Kann jedermann werden, der sich schriftstellerisch betätigt, oder die Zwecke des Vereins unterstützen will und den die frische Bewegung interessiert. In den Statuten des Vereins ist die Gründung einer Darlehens- und Untcrstützungska>se vorgesehen. — Kleine Kunstchronik. Französischer Oberleutnant und künigl. preußischer Professor in einer Person wird voraussichtlich Henri M a r t e a u 5a rite Leu, dessen Berufung als Nachfolger Joachims wir meldeten. Marteau setzt die Berliner Presse daoon in Kenntnis, daß bei seiner Berufung kaiscrliclie Wünsche ncktspielten und daß er auch in der amtlichen Stellung an der Berliner Musikhochschule Franzose und Oberleutnant der Reserve im französischen Heere zu bleiben, gedenke. Vorausgesetzt, daß der preuß. Kultusminister die Berufung gut- l>eißt. — Zum Besten deö K le i st-T en km a l so n ds in Frankfurt a. O. hat Herzog Georg von Meiningen eine Aufführung des „Käthchcn von Heilbronn^ bewilligt, die 500 Mk. erbrachte. Die Sannnlungcii haben jetzt eine Höhe von 10 000 Rkark erreicht. — Gießener Konzertverein. Der 2. Kammermusikabend der Herren Redner, Hcgar und Trautmann. unter Mit- Wirkung des Konzertsängcrs Otto Schwendy aus Berlin bringt, wie der Anzeigenteil zeigt, ein rein klassisches Programm neben einigen Liedern klassi,cher und moderner Meister. Neben dem köstlichen kraftvollen S ch u b e r t s ch e n Trio seien hier besonders hervorgehoben Bachs Sonate für Klavier und Violine in G, sowie Beethovens Trio op. 121 a. Ganz besonders verdienstlich ist vor allem, daß wir hier die leider so selten gespielte Vachsche Sonate zu hören bekommen werden; von ihr urteilt Phil. Wolfrum wie folgt: „Vollendete Bachsche Kammermusik stellt sich uns dar in den 6 Sonaten für Klavier und Violine (h, A, E, c, f, G). Hier hebt er mit energischer Hand das Klavier aus seiner alten akkornpagnierenden Niedrigkeit herauf aus den ihm gebührenden Herrschersitz in der Kammermusik. Die Sonate in Ü zeigt einen fünfsätzigen Bau; einmal idiiucigt lster die Violine gänzlich. Diese Sonaten nut ihrem Reichtum an (Stimmungen und Charakteren, an Licht, Farbe und Duft, tief im Ausdruck, von einschmeichelnden und oft üppig rauschendem Klang stellen sich, wie Sputa tretend sagt, über ein Jahrhundert hinüber neben die voll ausgebildeten Formen der Bcethovenschcn Sonate. Jeder, der sich ihnen widmet, ist gefesselt von ihrem Reiz, Seele und Leben, und er wird sich sagen, daß hier ein Höchstes erreicht war, dem sich eine spätere Meisterperiode erst ganz allmählich von einer andern Grundlage aus wieder näherte." — Beethovens Trio op. 121 a sind die berühmten Variationen über das Lied: „Ich bin der Schneider Kakadu" auS Wenzel Müllers Singspiel „Die Schwestern aus Prag". Der Beethovenbivgraph W. I. v. Wassiv- stellung von je etwa 3i/2 Stunden wiedergibt, den zweiten Teil in gleichem Ausmaße einer je 31/2 stündigen Nachmittags- und Abendvorstellung. Das Festspiel von Richard Boß, das die Eröffnungsvorstellung am Samstag bringt, wird große Anforderung an die Dekoration und Bühnentechnik stellen. Auf dem geschilderten Proszenium kommt dann Go e t h e, unter dessen Direktion das Theater seine erste Blüte erlebte, mit dem „Vorspiel auf dem Theater" zu Wwrt, und Schiller auf der Bühne selbst mit „Wallensteins ljager", das im Jahre 1798 das renovierte Weimarer Hostheater mit einweihen half. „Die Festwiese" aus den „Meisrer- jingern" wird den denkwürdigen Abend beschließen. Dr. A E. KtehenerZamiltenblätter; Jrveimol tvödientl.Kitis« «lall für den kreis Liehen Stimmungsbild aus dem preuß.Abgeo dnetcnbaus Berlin, 8. Januar 1908. Mit einer Rede, die die Mitte hielt zwischen wirtschaftlichem Pessimismus uno wirtschaftlichem Optimismus, hat der poeu- ßische Finanzminister am Mittwoch im "Abg^rdnetenhause den Etat eingebracht. Mit 3 Milliarden 362 Millionen Mk. schließt die HaushAtsrechnnng der Ncwnarchie ab. Eine gewaltige Zmeri Aber gewaltig ist auch der Fehlbetrag, der gedeckt wenden muß. 442 Millionen, fast eine halbe Milliarde! Die Zeit, wo wir in Preußen „heidenmäßig viel Geld" hatten, ist vorbei, und der Minister l-atle guten Grund, dem preußischen Staate eine Pump- wirlscl>ast wie im Reiche zu prophezeien, wenn in der Fananz- gebal-rung lischt Wandel geschaffen werde. S P a r e n, l+^roi und nochmals sparen, das ist die Devise des Schulers Miquels. Und mlan muß ihm zugestehen, daß er redlich beinuiyt ist, nach diesem Grundsatz zu handeln. Ter Etat i]t em vollgültiger Beweis dafür. Sache der Voltsvertretung wird es sein, zu prüfen, ob nicht vielleicht hier uni) da falsche Sparsamkeit gewaltet hat. Aber im Prinzip hat die Regierung sicherlich recht: ^n Zeiten Bon Weimars neuem Hostheater. (Zur Eröfsnung am 11. Januar.) Man schreibt uns aus Weimar, 8. Jan.: Wie seit Jahrzehnten die beioen Dioskuren in eyrenem Denkmal vor dem Hoftheater stehen, das ihnen die Zeit feiner größten Blüte verdankt, so stehen sie auch vor dem neuerbauten stattlichen Hause, das, mit großer Tradition beschwert, am Samstag seine Pforten ö,fnet. Professor Littmann aus München hat das neue Theaterge- Läude errichtet; der Anblick zeigt von außen eine ruhige, sichere Größe, die mit ihrer von sechs Säulen getragenen Balustrade und der darunter hinführenden Einfahrt Zweckmäßigkeit und Schönheit vereinigt. Der Zuschauerraum hat mehrere hmrdert Sitzvlätze gewonnen, und der Buhnenraum ist jetzt noch bedeutend ausgedehnt worden. Gine neue Einrichtung sei heute schon erwähnt, die für die Verwirklichung der künstlerischen Absichten des Intendanten v. Vignau wichtig erscheint. Es ist dies das bewegliche Pr 0 enium, der Orchesterraum, der sich mittels elektrischer Anlage heben und senken laßt, der also sowohl eine Verdeckung des Orchesters für die Wagneropern nach dem Muster von Bayreuth gestattet, wie auch eine Vergrößerung des Buhnenbodens vor dem Vorhang in den Zuschauerraum hinein. Dieses Proszenium wird für kleine Zwiscbenszenen, tote sie in klassischen Werken häusig sind, und die, ohne besonderer Dekoration KU bedürfen Zwie- und Dreigesprache bringen, von vor- Küglichem Nutzen sein. Während große szenische Verwandlungen hinter dem Vorhang vor sichgehen, w„d also hier eine kurze Zwischenszene ohne Ausenthalt für das Ganze gespielt werden können. Da dieses Proszenium Schauspielereingänge von beiden Seilen Hut, rst d Illusion in keiner Weise gestört. Diese neue Einrichtung, verbunden mit dem Szeneriwechsel bei offenem Vorhang, ermöglicht eine Anlehnung an Die Shakespearebu^e, die die rasche Abwicklung von Akten nut vielfach wechselnden Schauplatz in glücklicher Weife ermöglicht. Felix Weingartner war damit beauftragt worden, eine neue Musik für den „Faust" zu schreiben. Diese Musik wird eine Handlung begleiten, die deit ersten Teil des „Faust" in einer Nachnuctag- und Abendvor- icheim Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Ju öle ragesnummer Rotationsdruck und Verlag der Vrühi'schen Univ.-Vuch- und Lleindruckerei. R. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Lchulstrahe 7. Anzeigenteil: H. Beck. MB oormittaqd 10 lihr. —■ Rom, 9. Jan. Die republikanischen und sozialistischen Vereine Roms hielten eine Versamm- tung ab, in der beschlossen wurde, die Agitation gegen einen eventuellen Besuch des Zaren in Rom einzuleiten. Es soll am 22. Januar, dem Jahrestag der russischen Revolution, eine gro ße Kundgebung ins Werk gesetzt und ein Fonds für die russischen Revolutionäre gesammelt werden. — Der Klassenkampf hat in Palermo zu einem höchst merkwürdigen Ereignis geführt. Die Stadtver- vcrwaltung hat verfügt, daß das Heer der Bettler, das die Straßen von Palermo unsicher macht, namentlich die zahllosen Blinden und Pseudoblinden, die Flötenspieler und so weiter ins Armenhaus wandern sollen. Da solch eine drakonische Maßregel gegen die wohl erworbenen Rechte der Bettler verstößt, hielten diese gestern mit Weibern und Kindern unter Pereatrusen auf den Stadtrat einen mehrstündigen Umzug durch die Stadt und entsandten dann eine Deputation aufs Rathaus, die, wie dies in anderen großen Städten der Fall ist, Anerkennung des Rechts auf Dtraßenbettel verlangten. Die Entscheidung der Behörde steht noch aus. Brüssel, 8. Jan. Der bisherige Präsident der Kammer, Schellaert, wurde anstelle des verstorbenen Ministerpräsidenten de Trooz zum Minister des Innern ernannt. Paris, 8. Jan. Im 4. Jäger-Regiment zu Spinal ist eine Untersuchung eingeleitet gegen einen Hauptmann, der seine antirepublikanische und klerikale Gesinnung offen zum Ausdruck brachte. Er befahl seinen Leuten, am Sonntag in die Kirche zu gehen und verhinderte sie, das Nationalfest in der üblichen Weise zu feiern. London, 8. Jan. Auf der Jahresversammlung der Modern Languaga Assoeiation wuroe Die Behandlung der deutschen Sprache in englischen Schulen sehr ausführlich Diskutiert und schließlich eine Resolution angenommen, "in der eine weit lebhaftere Pflege des Deutschen im englischen Unterricht gefordert wird. Petersburg, 8. Jan. Der Gesundheitszustand der Zarin ist so ungünstig, daß sie nicht am Weihnachtsempsang teilnehmen wnnte. Die Zarin ist bettlägerig. Teheran, 8. Jan. Die in Täbris ansässigen russischen Kaufleute haben wegen der uns ich e reu Lage die Hilfe ihrer Regierung an gerufen. In der russischen Grenzstadt Djulfa am Araxos wurden 700 Mann mit drei Geschützen versammelt. Hier herrscht darüber große Erregung; oas Parlament verlangt Aufklärungen von der russi- ichen Gesandtschaft. Peking, 8. Jan. Meldungen aus Tokio stellen die Beziehungen Japans zu China als wenig . freundlich dar. Als Hauptursache gilt Chinas Anspruch auf sofortiges und vollständiges Inkrafttreten aller uon Japan in Porismouth gegenüber China übernommenen ' Verpflichtungen. Man findet in Peking, daß der japanische Einfluß in der Mandschurei allzu übermächtig geworden ' ist. Japan seinerseits lehnt sich gegen die von China beschlossene Bahnlinie Peking-HsiuminAn-Fukumen aus. rückläufiger Konjunktur ist auch für den Staat haushälterisches Vorgehen das oberste Gesetz. . f , Der Fehlbetrag muß zum großen Teile durch eine Anleihe gedeckt werden — ein schlechtes Auskunftsmittel, aber als Rot- belx-lf nicht zu entbehren. Nicht zu entbehren ist auch die Erhöhung ber Einkommen- und Er g ä n 5 un g sÜe uer , die fremd) noch gründlich auf die idjenvatiidx Zweckmäßigkeit A-eprüst werben nruß. Ter Beurteilung unferes Wirifä)aits- lebenS üurd) den Minister kann man sich gut unb gern anMießen; auch feiner Mahnung zur Abkehr von dem Luxus, der letzt bei uns in allen Ständen sich breit macht. Es sieht ww cm Widersprua) zu dieser Wohnung aus, wenn der Etat 117 M i l Honen M t. für Gehaltsaufbesserungen für die Beamten fordert; wer aber die Verhältnisse kennt, ioeiß, daß die Zulagen nid>l den Luxus sördcrn, sondern Paß sie einer zweifellosen wirtschait- lidjen Kalamität eines großen Tei.s der BevöAerimg^ein Eiidc bereiten. ES ist selbstvemundlich, daß der Mmiiter fick) bemühte, dem Hause darzutun, daß er trotz ferner Sparsamkeit bock) freigebig sei, wo eS sick) um Kulturausgaben handle. Die,e Ber- I Ldxrungen werben noch zu prüfen sein. Der Rede di-s Min.sters, ine das Haus mit lebhaftestem Interesse entgcgcnnaOm, folgte die Beratung einiger Anträge. Er- iväbnung v.roient die Erklärung des Juftizmmiflees, datz mast nur dem preußischen Landtage, sondern auchdemReid)stage b.nncn kurzem Vorlagen zugehen würben, d.e bie Haftung des Staate^ und der Gemeinden b e z w. des Reiches sur denvon beamteten Personen angerichteten Sd-aden zweckmäßiger regeln, a.s cs bisher der Fall war. Am Tviinerswg können d^ VoliSoertceier den Cmt stud.eien, und ihre Etatsreben ooruereiteic; der 3'teiLag w.rd ein großer Tug: D.e freisinnige Wahlrechtsinterpellation steht auf der o.agcsoidnung, und d.r Ministerpräsident in persona loiod zu dieser versänglicheu Frage bas Wort nehmen. DeutdcheA Reicy. B e r l i n, 8. Jan. Zu dem EtatdesReichsamts des Innern brachten Bass er mann und Genossen eine Resolution ein, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den die Arbeitszeit und die Sonntagsruhe in den Kontoren und den sonstigen kaufmännischen Betrieben, die nicht mit offenen Verkaufsstellen verbunden sind, geregelt wird. Halle a. d. S., 8. Jan. Der konservative Verein forderte die Liberalen mit Rücksicht auf ihre Hilfe bei der Reichstagswahl aus, aus einLandtagsman- d at zu v erzich ten. Die Liberalen lehnten ab und beschlossen, die Erneuerung des W a h l ka rtells mit den Nationalliberalen, so daß ein Nationalliberaler und ein Freisinniger kandidieren. Die Morgenblätter melden aus Köln: Eine Arbeitslosen-Versammlung, die von über 1800 Arbeitern besucht war, beschloß, sofort bei dem Oberbürgermeister vorstellig zu werden, wegen der sofortigen Vergebung von Notstandsarbeiten. Weiter wurde beschlossen, vor das Rathaus zu ziehen und die Antwort des Oberbürgermeisters abzuwarten. Dieser Beschluß wurde jedoch nicht ausgesührt, da im Laufe dieser Woche noch eine Arbeitslofen-Versammlung abgehalten werden soll. Stuttgart, 8. Jan. Die württembergische Po st Verwaltung wird sich der R e f o r m d e r T e l e - phongebühren im Sinne der Vorschläge der Reichs- post im Grundsatz anschließen. Aber mit Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse des württembergischen Tele- I Phonverkehrs billigere Taxen einführen. igen «KT 16-lg Schaüsei enorti-a FL-Patsnt te Scconnnt toSnde ackunMvesen. ackung! lule. uidergarderoben racher Methode *te Lenrerm g Westaalage. zLi;1V,hter- Ne«en We9 88 Aus Stadt rrnd Land. Gießen, 9. Januar. •• äJet Srstv diesjährige Hofball in Darm- $abt war, wie uns von dort drahtlich gemeldet wird, von etwa 350 Personen besucht. Der Treppenaufgang dem prächtigen Saale im Alten Palais, in dem der Ball stattfand, und der Saal selbst waren mit Palmen, Blumen usw. herrlich geschmückt. Das Großherzogspaar beteiligte sich lebhaft am Tanze. Anwesend waren Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen mit Gefolge, ferner Fürst und Fürstin Jsenburg-Birstein, Prinzessin Dorothea zu Solms-Lich, Fürstin Büdingen mit drei Prin- zessinnen-Töchtern, Fürst Stolberg-Roßla, Graf und Gräfin Adalbert Erbach-Fürstenau, Graf Goertz und Gräfin- Tochter, Prinzessin E^ Solms-Laubach, Prinz und Prinzessin Friedrich Solms-Braunfels, Prinz und Prinzessin Karl Jsenburg-Birstein, Prinz Viktor Jsenburg-Birstein, Prinz und Prinzessin Alfons Jsenburg-Birstein, Graf und Gräfin Kuno Stolberg-Roßla mit Prinzessin-Tochter, Graf Ernst Solms-Laubach und zwei Gräfinnen-Tüchter, Graf und Gräfin Arthur Erbach-Erbach, Felix Graf zu Sayen- Wittgenstein, Viktor Graf zu Sayn-Wittgenstein, Prinzessin Marie Solms-Braunfels, Prinzessin Helene Solms-Braunfels, Prinzessin Antoinette Jsenburg-Birstein, die Mitglieder des diplomatischen Korps, die obersten Staats- und Hofwürdenträger usw. ** Vom Großh. Hofe. Die st an desherrlich en Familien, die gestern zum Hofball eingeladen waren, nehmen beute an der Hof täfel teil, zu der 38 Personen geladen sinö. — Die langjährige Großh. Hausverwalterin Berbenich, die heute nacht noch auf dem Hofball be- fchäftigt war, wurde beim Nachhauseweg vom Alten zum Neuen Palais von einem Schlaganfall betroffen und war sofort tot. ** Die hessische Landwirtschaftskammer hält am kommenden Samstag und Montag Vorstands- sitzungen ab. •• Hessische elektrotechnische Gesellschaft. Info lge einer Anregung, zu der die Feier des 25jährigen Professoreu- JudiläumS des Geheimerats Dr. Kittier Anlaß gegeben Halle, Hal sich nun auch in D a r m st a d t im Anschluß an den .Verband Teulscher Elektrotechniker' eine ,Hessische Elektroteclnnsche Gesellschaft" gebildet, die die im Lande wohnenden, an der Elektrotechnik interessierten Personen vereinigen w«U. In der am 3. Jan. abgehaltenen Gründungsversammlunä sind der Gesellschaft 29 fDlit- glieder beigetreten und in den Vorstand Oberposldirektor Geh. Lberpostrat Kabelt, Professor Senget von der Technischen Hochschule, Ingenieur Hesse, Direktor der elektrotechnischen Werke Darm- lladt, und Obewostpraktikant Herdt gewählt worden. Ter neue wissenschaftliche Verein will an den Bestrebungen der deutschen Elektrotechnik, deren gemeinsamer Vertreter — der Verband der deutschen Elektrotechniker — namentlich auch die Fragen des Wirtschaftslebens und der Gesetzgebung auf elektrotechmschem Gebiete bearbeitet, Mitwirken und als Landesgruppe durch Zusammenschluß der Interessenten, burd) Vorträge, örtliche Besichtigungen u. s. w. seine Mitglieder über die Fortschritte der elektrischen Wissenschaft und Praxis unterrichten. Ter Mitgliedsbeitrag beträgt für ein Halbjahr 10 Mk., wofür gleichzeitig die Einzelmitgliedschaft des Verbandes erworben wird und die kostenlose Lieferung der wöchenl° litt) erscheinenden Elektrotechnischen Zeitschrift erfolgt. Aufnahme- fähig sind nach den Verbandsstaluten alle Deutsche und in Deutschland Wohnende, die aus dem Gebiete der Elektrotechnik rind verwandter Berufszweige ein wissenschaftliches oder praktisches In- tereffe haben. Auch Behörden, Firmen und Korporationeii können, und zwar als ein Mitglied zählend, ausgenommen werden. ** Ein Kursus im Maschinenschreiben für Damen beginnt nächste Woche wieder. Der Kaufm. Verein für weibl. Angestellte hat mit seinem ^Unterricht in allen kaufm. Fächern bisher die besten Rc- siiltate erzielt. Die Kurse werden von bewährten ersten Lehrkräften geleitet und sind gut besucht. Die Ausbildung, welche der Verein den Teilnehmerinnen an dem 'Unterrichte bietet, ist vollkommen und nicht zu verwechseln mit den Erfolgen, die ein Handelskurs in wenigen Stunden für alle Fächer bringen kann. Der gegenwärtige Unterrichtskurs in Buchführung usw. naht seinem Ende, und es dürfte sich empfehlen, Anmeldungen für das neue Schuljahr baldigst an den Vorstand des Vereins gelangen zu lassen. ** Konzertverein. Zu der gestrigen Notiz, betr. die 93er- anstaltungen des Konzertoereins wird uns geschrieben: Die über die Tätigkeit des Gießener Konzertvereins gemachten Mitteilungen verleiten unwillkürlich zu einem Vergleich mit den musikalischen Veranstaltungen benachbarter Universitäten. In Ai ar bürg finden, wie eine von der Musikalienhandlung W. B r a u n herausgegebene Zusammenstellung ergibt, während des Wintersemesters 1907,08 nicht 10 Konzerte (wie in Gießen), sondern 16 Konzerte statt. Allerdings stehen diesen eine, höchstens zwei Theateraufführinigen in der Woche gegenüber. In Heidelberg find, wie das Konzerthaus Eugen Pfeiffer daselbst mitteilt, während des Wintersemesters 2 6 Konzerte (davon 15 vor Weihnachten) angezeigt, vom Bachverein 10 Symphonie- und Chor- Konzerte, dazu vier Kammermusikabende. In Göttingen und gerade Jena ist die Zahl der Konzerte, die die neuesten Zusammenstellungen ergeben, nicht zurückgegangen, sondern erweitert worden. Diese kurzen Mitteilungen sollten u. E. zur Genüge beweisen, daß man in Gießen von einer „Ueberproduktion an Konzerte n" wahrhaftig nicht reden kann. Hoffen wir, daß die drei bis zum Semesterschluß geplanten Konzerte des Konzerl- vereins (der Kammermnsikabend 12. Jan., das Wüllnerkonzert 2. Febr. und das Orchesterkonzert 25. Fedr.) die ihnen gebührende Würdigung seitens des musikliebendeii Publikums Gießens und der Umgegend er'ahren werden! ** Zum Tode Kruses wird dem „Leipz. Tagebl." aus Großenhain noch geschrieben: Kruse erfreute sich großer Beliebtheit bei dem hiesigen Theaterpublikum. Das zeigte sich u. a. auch darin, daß man dem ans Bett gefesselten Patienten zum verflossenen Christfest ein Bäumchen geschmückt hatte. ** Erledigt sind: Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Unter-Reibertenrod. Mit der Stelle ist Organisten- und Börleserdienst verbunden. Eine mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindcschule Lu Köddingen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. ** Ernannt wurden der Kanzlist am Landgericht der Provinz Rheinhessen Joh. Schäfer zum Kanzlei-Inspektor am Landgericht der Provinz Oberhessen und Karl L a u t e n s ch l ä g e r in Darmstadt zum Känzleigehilfen bei dem Gcneralstaatsanwalt am Oberlandesgericht. ** Verloren. Am verflossenen Sonntag wurde hier eine M a n s ch e t t e mit w e r t v o l l e m K n o p f, bestehend in mattgoldener Scheibe, in deren Mitte eine Perle M befindet, verloren und vom Finder nicht abgeliesert. Vor Ankauf wird gewarnt. ** Diebstahl. Einer alten Witwe wurde vor einigen Tagen ihre ganze Barschaft aus chrer verschlossenen Kommode mittels Nachschlüssels gestohlen. Verdächtig ist ihr eigener Neffe, der schon vorbestraft und seit dem Tage verschwunden ist. ** Eigentümer gesucht. Am Wetzlarer Weg wurden gestern abend von einem Schutzmann d r e i B u r - schen betroffen, die jeder ein Bündel Dachkandel- rohre trugen. Als sie den Schutzmann gewahrten, warfen sie jhre Beute fort und ergriffen die Flucht. Die zurückgelassenen Dachkandelrohre befinden sich auf Großh. Peters: Im deutschen KbloniLlgesetz ist die Todesstrafe für Kettenflüchtlinge enthalten. — Das Gericht beschließt alsdann die Verlesung der Aussagen Vronsarts von 1896 und des Teils des Prowkolls von 1895 über den geschlechtlichen Verkehr Peters mit schwarzen Mädchen. — Nach 10 Minuten Pause wird Graf Pfeil darüber vernommen, ob die Maßnahmen PeterÄ vom Standpunkte des Afrikaners iwtwendig waren. — Graf Pfeil war gänzlich indifferent in die Gerichtsverhandlung gegen Peters eingetreteii und hat nicht einmal die Berichte gelesen. Man müsse bei der Beurteilung von Dr. Peters den Charakter! der verschiedenen Stamme berücksichtigen. Man könne nur anerkennen, daß große Strenge angebracht war, habe aber bei den Kilimandscharobewohnern nicht den Eindruck, daß eine so große Strenge angebracht war. Graf Pscil kann kein abschließendes Urteil geben. Hierauf wurde die Sitzung auf morgen vormittag 9 Uhr vertagt. Polizei amt, wo sich die Bestohlenen melden wollen. P Friedberg, 7. Jan. Mit der Renovierung des Rathauses "wurde auch der Sitzungssaal des Stadtvorstandes neu hergerichtet. Die Wiederherstellung ist aufs beste gelungen und vor kurzem konnten wieder die Sitzun- gen darin begonnen werden. Als Sck)muck zieren die Wände die im Besitz der Stadt befindlichen Oelbilder deutscher Kaiser, aus der Zeit, als Friedberg noch freie Reichsstadt war. An den Fensterpfeilern sind die Bilder der früheren Bürgermeister aufgehängt; ferner sieht man die Wappen der Stadt, der Burg, das hessische und das deutsche Wappen. Die Möbelausstattung ist in Eichenholz und altdeutschem Stil ausgeführt. () Marburg, 8. Jan. Die studentischen Unterrichtskurse für Arbeiter und Unterbeamte nahmen gestern abend wieder ihren Anfang. Die Zahl der Teilnehmer beträgt jetzt über 300. () Laasphe, 8. Jan. Nachdem es am Sonntag abend bei Langenau seitens der dort beschäftigten Kro a- ten abermals zu wüsten Ausschreitungen gekommen und abends sich niemand mehr auf die Straße wagte, kam gestern die Verfügung, daß sämtliche Kroaten innerhalb 24 Stunden den Ort zu verlassen haben. Der am Sonntag durch einen Schuß seitens der Polizei verletzte Kroat liegt im Krankenhaus. Der Dolchstoß, den er gegen einen Beamten geführt, ist an dessen Brieftasche abgeprallt. (h.) Frankfurt a. M., 8. Jan. Ein tödlicher Unfall ereignete sich heute früh in einer Fabrik in der Mainzer Landstraße. Während des Betriebs zersprang ein S ch m i r- g el-Sch keifst ein. Bon den Trümmern wurde der an dem Stein beschäftigte 26 Jahre alte Schmied Friedrich Erb in der Magengegend getroffen. Seine Verletzungen waren so schwer, daß sie sofort den Tod herbeiführten. ** SH eine i; t c h ■■ n g e n c ' -5 Hess c n und den N a d) b a r ft a a t e n. Eine Bl u m e n - B i u d e k u n st - S ch n l e (hübscher Name!) wird demnächst m B ü dingen eröffnet werden. — Der Turnverein Fellingshausen, der in diesem Jahre feine Fahnenweihe feiert, besteht nunmehr 3 Jahre. Fcozeß Fetcrs. Köln, 8. Jan. Die Verhandlung im Prozeß Dr. Peters begann vormittags um 9 Uhr. Es wird mit der Verlesung der Urteile der Disziplinarlamrner fortgefahren. Beide Parteien stellen dann zahlreiche Beweisanträge, über die eine längere Erörterung entsteht. Sodann wird in die Zeugenvernehmung cingo treten. Der frühere Lazarettgehülfe Wiest wird über die Hinrichtung usw. vernommen und sagt aus, er wisse nichts genaues darüber. Die Jagodja soll Spionage getrieben haben. Er wisse W über sexuelle Motive, v. Bennigsen fragt, auf welche 3öet|e die Leute an die Ketten gebracht wurden. Die Leute ollten nur als Untersuchungsgefangene an die Kette kommen. Dte ftettengefangenen wußten, daß sie bei der Flucht die Todestrafe zu gewärtigen hatten. Von einem diesbezüglichen Gesetz er . nichts. Wiest kann im Gegensatz zu seiner ersten Aussage über den Verkehr schwarzer Mädchen im Stationslrause nichts sagen Der Zeuge wird von den Rechtsanwälten Justizral Sello und Falk über die Todesstrafe der Keltenslüchtlinge besagt, doch kann Wiest Bestimmtes nicht angeben. Bennigsen betont, daß die Todesstrafe für solche Flüchtlinge absolut nicht brauchbar sei. — Magistratssekretär W i l h e l m aus Schöneberg, öer, m der in Betracht kommenden Zeit Unteroffizier war, sagt auv, daß die vier schwarzen Mädchen zur Station in gar Feinem dienstlichen Verhältnis gestanden hätten. Sie hätten nur mit Europäern verkehrt. Der Zeuge gibt dann auf Befragen eine Darstellung der Station und Darlegungen über den Auftrag ..eters, die entflohenen schwarzen Mädchen aus ihrem Heimatsort zu holen. Der Zeuge macht alsdann Aussagen über die Miß- banblungen der Jagodja. Zeuge batte das Gefühl, indes fei auch allgemein darüber gesprochen worden, daß bei der Hin- .ichtung des Mabruk und der Jagodja geschlechtliche Motive rnit- pielten, und er habe aus dieser Meinung kein Hehl gemacht. Er habe das Gefühl, daß Peters ihn weggeschickt habe, weil er ihm mbequeni war. Die Jagodja habe gar nicht gewußt, warum r in 9r wurde. Peters fragte den Zeugen, ob dieser ihm sticht selbst die aufgeregte Stimmung der Schwarzen gemelbet hab^ Wilhelm bejaht dies. Um 1 Uhr wurde die Sitzung SiL™ Uhr »erlöst. - Nach 'Siet>eranfnal)me bet SfpnSder Kolonialeisenbahnbetriebs- ttelstadt - ^harlottenburg, daß Peters ihm sagte, (St ; seien zu gering, er gebe nicht unter 150 Hiebe ™ fe'kr^etcr5 JQ0tS weil ein Diener ein Mädchen 9eLrauföt Hase, sei der Diener gehängt worden. nrftrnrfJl*9t. Sinter £0^0^01- eute rebellische Bewegung aus- h«a & hAm?rsa b Nicht für jedes Wort aufkommen, .damals gesagt habe. Auf eine F-rage von Peters be- daß die Lage sehr kritisch war, da der ^, b"mg Kambodscha sehr feindlich gesinnt war. Peters gibt Jta-CA ® Ansichten über die Behandlung der Schwarzen zwischen v. Soden und ihm sehr verschieden waren. - Früherr v. Pechmann sagt aus. Mabruk fei verurteilt worden weil £r, &en ®g6r«<^biebfta&f einaestanden habe. Er, der Zeuge PÄers^bab^^ns?nA?^-E^^ ber Todesstrafe bestanden' - r-x. HE anfangs nicht gewoltt, es fei aber nicht anders moghdj gewesen, weck dem Täter der Tod angedroht wird wenn er den Diebstahl nicht sofort eingesteht. Mabruk fei aber uberfubrt morben durch Peters. Geschlechtliche Motive seien oollstandig ausgefchlofien. Auf Befragen erklärt der Z^ge daß Mabruk, bet eine Vertrauensstelle bei Peters hatte, den VÄ dacht bei fi:uheren Diebstählen auf andere zu lenken gesucht c sei auch eine Gefährdung der Station woglich. Em solches Vorkommnis habe bestraft iverden müssen und die vorher angedrohte Strafe habe ausgeführt werden rnü^en angesichts des gefährlichen Postens. Justizrat Sello nhuL f U£K\ i?1 geschlechtlichen Beziehungen zwischen Mabruk und der Jagodla. P c ch m a n n Derneint dies . , eine Fvage Dr. Sellos erklärt der Zeuge, vvn Brvnsart habe nach der Mitteilung der Hinrichtuiig Mabruks ge aat dem M fei recht geschehen. Justizrat Sello fragt- Wiesern hatten Sie und Peters Anlaß, zu glauben & bie Sagobja fonipmere. — Pechmann erwidert: Die gan^VS Ijaltmfie Iie&en den Glauben zu. Die Mawinpoleut« XilrtS Als der Häuptling Mandaras starb, erfuhren wir mchts davon, weil sie es verschwiegen und sein 16jähriger Sohn erl)ob Tribut, was verboten war. Dies ließ auf benltigleit schließen. Boten des anfangs befreundeten Häuvt- i^aTl°^e Jcicn mißhandelt worden. Pechinann erkl§t mU eine sfrage Sellos, oaß die Station äußerst gefährlich fei SI ^Sr111300 1 S'öil1Fn auch auf anderen Sttionen &ten- mit ber ^oöeöltralc bedroht? — Pech manu imbett sibt ato bde MHslichkit - Gericht-saaL. Düsseldorf, 9. Jan. DaL Kriegsgericht verurteilte den Zahlmeister W. G ö r l e r vom hiesigen Bezirks-Kommando wegen Veruntreuung von 5000 Mk. Osfiziersgeldern und Unundenfälschung zu drei Monaten Gefängnis und Degradation. Der Verurteilte wuche sofort verhaftet.. ^Freiburg i. Br., 8 Jan. Das Kriegsgericht der 29. Division verurteilte den Leutnant v. Köckritz, früher beim 4. Gaideregiment, sodann bei den Mülhanfer Dragonern, ivcgen Fahnenflucht und Betrugs zn acht Monaten Gefängnis und Degradation. Ai a g d e b u r g , 9. Jan. Der Musketiee Paul I ö ck e vorn 36. Jn'anleiie-Regiment, der wegen zahlreicher Vergehen zu acht Jahren Gefängnis verurteilt wurde, später aber Spuren von Irrsinn zeigte, wiirde gestern f r e i g e s p r o ch e n, da er zur Zeit der Begehung der Tat nicht zurechnungsfähig war. Kopenhagen, 8. Jan. Der ehemalige Direktor der Ropen« hagimer Asphalt-Eompagnie, der Teuüche Alfred Dietrich, der gestern vom höchsten Gericht zu a ch t Monaten Gefängnis wegen Betrügereien gegenüber der Asphalt-Coinpagnie verurteilt worden war, ist heute vor bet Vollstreckung des Urteils ver - s ch w u n b e it. Die Polizei erlief; einen Steckbrief hinter Dietrich. Newyork, 9. Jan. Unter Führung des ehemaligen Stahltrust-Präsidenten, Eharles 9)L Schwab, hat sich eine Gruppe Pitls- burger Dlillionäre zur Einleitung einer finanziellen Hülfs-Operation für.Thaw verpflichtet. Tie Vermögenslage des Angeklagten in dem gegenwärtigen amerikanischen Atonstre-Prozeß hat sich dadurch g^anz bedeutend verschlechtert, daß seine Verteidigung die gesamten Jahreseinkünfte verschlingt und sein Vermögen auf Antrag des Vaters Thaws mit Beschlag belegt worden ist. Der Hauptgrund für dieses Vorgehen des alten Thaw liegt in dem Ehefcheidnngs- Prozeß, den seine Tochter, bie Gräfin Aarmouth, mit ihrem Manne 'ührt imb ber bisher enorme Summen gekostet hat. * Zu der Offizierstragödre in Wilmersdorf bei Berlin, über die wir kürzlich berichteten, schreibt die Gesellschafterin der Frau Lewandowski, Fräulein L. Supply: „Am 21. September kam ich als Gesellschafterin zu der Frau Oberförster Lewandowski, geb. Freiin v. Kvrff- Schmysing. Am 28. September war Ltnt. P. Schmidt-Phisel- deck aus Spandau, der viel im Haufe verkehrte, von Frau Lewandowski zu Tisch geladen. Aus ihre Bitte, diesen Abend in unserer Gesellschaft zu verbringen, gab dieser an, durch eine Verabredung mit Berliner Herren verhindert zu sein. Frau 15. händigte nun Herrn v. Schmidt die Schlüssel aus mit dem Bemerken, er könnte in ihrem Hause übernachten. Zwischen 10 und 11 Uhr begab ich mich zu Bett. Am nächsten Morgen 7 Uhr wurde ich durch anhaltendes Klingeln aufgeweckt und begab mich" nach der Tür. Sehr erstaunt war ich, als ich mich einem fremden Herrn gegenüber befand, der mich nach seiner Frau fragte. Herr Lewandowski war mir bis dahin unbekannt, doch ließ ich ihn eintreten und begab mich wieder in mein Zimmer. Nach Verlauf von etwa 10 Minuten kam Frau Lewandowski leichenblaß in mein Zimmer gestürzt und rief mir zu, ich hätte den Mann hereingelassen und jetzt hätte er ge- chossen. Als ich hinkam, sah ich derr Oberförster mit der Waffe in der Hand auf dem Korridor auf- und abgehen. Die Scheiben der Türen zum Schlaf- und zum Ankleidezimmer waren zerschlagen. Ter Oberförster forderte Herrn v. Schmidt, der nur notdürftig bekleidet aus dem Ankleidezimmer der Frau Lewandowski heraüstrat, aus, sein Haus zu verlassen. Dies war dem Schwerverwundeten nicht mehr möglich, und er bat mich, in mein Schlafzimmer gehen und sich auf mein Bett legen zu dürfen, was ich gestattete." lieber das Vorleben der Frau Lewandowski wird der „Franks. Ztg." aus Kassel geschrieben: Das Ehepaar L., das hier verwandtschastliche Beziehungen hat, ist in Kassel wohlbekannt, namentlich Frau L. In Berlin heiratete sie einen Fabrikantensohn Naumann aus Dresden. Diese Ehe wurde aber bald wieder geschieden. Die Baronesse machte darauf die Bekanntschaft eines Kaufmanns Erwin Mäher in Kassel. Die vor etwa zsvöls Jahren geschlossene Ehe mit Mayer gestaltete sich im höchsten Grade unglücklich. Mayer glaubte vielfach Grund zu haben, an der Treue einer Frau zu zweifeln, die auch verschwenderische Ausgaben' machte. Wiederholt waren sie auf dem Punkt, sich cheiden zu lassen, aber immer wieder wußte Frau Lewandowski ihren Gatten zur Verzeihung zu bewegen. Endlich kam es doch zur Scheidung. Mayer wurde später geisteskrank und ist vor drei Jahren gestorben. Schon ein Jahr vor der Scheidung hatte Frau Mayer Beziehungen zu einem Forstakademiker, ihrem jetzigen Mann, angeknüpft, der noch eine erhebliche. Erbschaft zu erwarten hat. * D er verhungerte Pfarrer! Wie der „Lan- )esbote" in Baden-Baden meldet, fand man den Pfarrer der altkatholischen Kirchengemeinde, der nach Ablauf seiner Probezeit von dem Kirchenausschuß nicht gewählt und dessen Versetzung nach Furtwangen auf den 6. Januar vorgesehen war, halb verhungert und erfroren in seinem Bette, so daß die lleberführung ins Krankenhaus erforderlich war. Schon zur Abhaltung der Weihnachtsfeier war der Pfarrer glicht erschienen. Er war damals nirgends aufzufinden, bis am 4. Januar die Tür erbrochen wurde. Sturm! Infolge heftigen Sturmes sind die telephonischen und telegrciphifcheii Verbinbungen zwischen Belgien unb E n g - La".c^.vollstanbig gestört sowie auch Belgiens mit einen Teile Deutschlanbs unb Frankreichs. — Im Antwerpener Hafen ist bei Dampier ,Auslralta gegen den Rheinbampser „Vereinigung Nr. fnnnh»eronhprl in '’ Rheinbampfer begann sofort zu finken, « u an,§ Ufer ^bracht werben. — Der Schleppbamwer fltnphrthrtntn X n». ... ... r. . .. . .. Aermelkana 1 zwei französische ^rp^oboote, bcneit er begegnete, den Wellen preis gegeben waren, nahm beibe ins Schlepptau unb zwischen bie Taue gesunke^ist. ' WC )CS ^schwand. Man befürchtet, baß bas letztere Kleine Tageschronik. ^erhaublang gegen den Hauptmann von Gäben 9Ä LUVfinbct 3anuor Xrt entmünMgung^crfaVren eto- ut Knesstfll an Schn^nmn anai toafen in Bekanntmachung. $iC 8iCfCIUna 1) d°- Srobeb und 2) der Schuhe für Stadtarme für dte Zeit vom 1. April 1908 bis dahin 1909 tft zu ^^ängefcote fiub bis fviitestens SV. d. Mts. beim Städtische» Armcnamt, Ncuen-Bäue 25. wo auch die Bedingungen ringe» sehen werden können, einzureichen. Gießen, den 7. Januar 1908. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Heller. >nb(uno ^richte lei b"lS und T-, ^^e'rjchi b ‘'«'«LS“ >;er9ct){it iu acht fpurtn von rS",,i»r.1o,tn. bet 1 ^Eiangnis »«•* Urteils oet. ' h'n>er Tlelrich. lemaligrn Liahl. ne tiruppe Piils. ^ulis-Cperaiion ? -nfletlagten in Hal sich dadurch l,l9 die gtjamitn oui Antrag des ler poupigrund i lfbefcheidungs. nt ihrem Manne t Vilmers« Steten, schreibt i, crinileiii L ^-it!llschasterin trretin o. Äxjrff- -ckmidt-Wel- ^hrle, von Fran ic, diesen Abend dieser an, durch hindert zu sein, ic Schlüssel aus ife übernachten. zu Bett. Am haltendes Ain- 5ehr erstaunt i gegenüber be> perr Lewan- b .ieß ich chn 3;mnwL iüach a Äwandotvskl ries mir zu, ich ;t Hütte er gc- rsörster mit der und abgehen. zum Ankleide- sordcrte Herrn cus dem An- slrat, aus, sein ?er verwundeten i Schlafzimmer ürsen, ivas ich i LeMndotvski schrieben: Das e-.ietjungen hat, o. 3n Berlin m aus Dresden Tie Baroneiie Amanns Erlvut rren geschM irobe unglünllch, an der W dem Wkt, stch ^“3 ■Ä*S Fst, der w* 'si( bet M d-° ri°»« „fi »bl-ul I'1"“ t ,-wihlt uu ««6 s°"7' *■w ’S ., ..leibon'W1'’ t w11 „i e««' * «LS. Ht» ' O,nitS rti6 bl( Taue i „I. ov p ,r ^^auuar Original-DrahNnelvungeNe Märtte. Telegramm! Selterstveg 5% Gießen Seltersweg 52 Hur 14 Tage! Hur 14 Tage! D9/, Frische Lchellsische eingetrossen. lW8 Löwengasse 27. 207] tHausfrau^l 8 BewährtesWaschmittBl 1 B.. 'Sparsame Won Donnerstag 9. bis Donnerstag 23. Januar Pakete a U-iXo.. 15 Pfg. Fabrikant Fritz' Müller jun. Qöppinflen • (Württ.j . werden. Auswärtige Bieter haben ihre Zahlungsfähigkeit nachzuweisen. Gienen, 27. SDcAember 1907. Gr. Ortsgerrcht Gießen. I. B.: Jughardt. Täglich frische Kreppe in, Berliner Pfannkuchen und Kaffee per Tasse 10 Pfg., zu haben bei Will). Zimmer, Bäckermstr., Gießen, den 4. Januar 1908. Grobherzogliches Amtsgericht. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag den IO. Januar 1908: Abnehmende Bewölkung. Leichte Schneesalle. Etwas kälter. Frost. Slordliche Winde. benützen nur Fritz' Müller's Kernseifen- Kandel. Amsterdam, 9. Jan. Die Niederländische Bank setzte den Lombard-Zinsfuß für heimische und ausländische Eiseklen V/o herab, ließ aber den Diskonlsatz unverändert. fchwärmen nur für tffauswafdfs Braunschweig, 9. Jan. Wie die „Braunschw. 9L Nachr.' melden, ist Wilhelm Busch heute vormittag V39 Uhr in Aiechtshauseu gestorben. Der Dichter litt iu der letzten Zeit au einer Herzkrankheit. Hamburg, 9. Jan. Tie Hamburger Bürgerschaft nahm einstimmig einen Antrag auf Einführung des Unterrichts inBürgerkunde in den Volksschulen und in den höheren Schulen an. L o n d o n, 9. Jan. DieGräfinWarwick totrb eine Vortragsreise durch die Vereinigten Staaten antreten. Die Einnahmen aus den Vorträgen sollen dazu dienen, ein sozialistisches Blatt zu gründen. Die Gräfin ist eine eifrige „Genossin", obgleich sie englische Hofdame gewesen ist. — Hier erfolgte die Verhaftung der Luise Cirella wegen Warenhausdieb- Sie ist die Nichte des früheren ital. Ministers K 3/08 [B°/i Donnerstag, den 20. Febr. 0«, nachmittags 3 Uhr, wird aus bteiigem OrtSgencht die vor dem Namen des Earls, Heinrich und Ehefrau geb. Hell stehende Parzelle der Gemarkung 00 Schafe aus Oesterreich, 00 Ziegen 1492 Schweine. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht: Achsen 1. Qualität80-83■ JCRf 2. Qual 72—74 Mk., 3. Qual. 62-64Alk.; Bullen 1. Qua». 67 bi$ 69 Alk.. 2. Qual. 63—65 Alk.; Kühe 1. Qual. 70—72 Mk., 2. Qua . 66—68 Mk., 3. Qual. 48- 52 All. 4. Qual. 00-00 Mk., 5. QuM. 00—00 Nik. Kälber: 1. Qual.92—95 Pfg., Lebendgewlchl o4-o7 Pf., 2. Qual. 80—88 Pfg., Lebendgewicht 46—o2 Pfg., Schlachtgewicht 64 - 68 Psg. Schafe: 1. Qual. 78—00, 2.0-ual. 60~bf 'W«/ 3. Qual. 00—00 Psg.; Schweme 1. Qual. 62—63 Pfg., Lebdgew. 49,5—00.00 Psg., 2. Qu. 61-00 Pfg., Lebendgew. 48,05-0,0 Pfg., 3. Qual. 53—56 Psg. Lebendgew. 00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh lebhaft, tem Uebersland, bei Kleinvieh lebhaft, Kälber und Schafe kein Uebersland, bei Schwemen Uebersland unbedeutend. Gießen: _ r _ 1/1045l/ico=281 qm Hosrette auf dem Seltersweg öffentlich meistbietend versteigert werden. _ , , Auswärtige Bieter haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit genügend auszuweisen. Gießen, den 6. Januar 1908. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros.____ Betanutmachung. In das Handelsregister Abt. B. wurde eingetragen bezüglich der Firma Gesellschaft für Tiefpunipenbau, nut beschränkter Haftung zu Gießen: Durch Beschluß des Aufsichtsrats vom 31. Dezember 1907 wurde der Geschäftsführer Ingenieur Josef Schiffmann entlassen und an feiner Stelle der Ingenieur Hans Lauf von Frankfurt a. M. bestellt. -er Notwehr nieder geschossen hatte, wurde ikngestchts Xxä toieber» goiten Uebersälle und Mordtaten im Siegerlande die Ausweisung oer kroatischen Arbeiter verfügt. , r., t n , Im „.Hotel Borussia" in Berlin vergifteten sich der Lehrer Dlsons Minlmich aus Warschau in Oberschlesien und ein Fräulem tzranziska Hoyeck aus Zabrze. In Köln kam die Polizei einer Diebesbande auf die ßöur, die in Cafes wertvolle Herrenmodeartikel zu Schleuder- dreisen absetzte. Ter Hauptbeteiligte ist ein Verkäufer eines rrsttlassigen Herrenmodegeschästes. In seiner Wohnung wurden für über 1000 Mark gestohlene Gegenstände gefunden. Mehrere junge Leute, die den Vertrieb der gestohlenen Sachen übernommen letten, wurden wegen Hehlerei verhaftet. In Trier wurden am 7. d. M. ein Kleuihändler, ferne grau und sein Kind an Leuchtgas erstick t^vorgefunden. — Unter ben gleichen Umstünden und in derselben Straße ist am 8. d. M. das Ehepaar Simon bewußtlos pn Bette aufgesunden worden. Anscheinend ist ein Straßenrohr defekt geworden, und das Gas drang in die WohOmg ein. Teii Aerzten gelang es, die Frau zum Bewußtsein zurückzurufen. Bei dem Vcann aber waren ine Wiederbelebungsversuche vergeblich. . In Witzenhausen kam ein kleines Mädchen einem überhitzten Oien zu nahe und verbrannte. In S t Blasien im Schwarzwald wurde berm R o d e l n der 17 Jahre alte Josef Kaiser so heftig an emen Baum.ge- schleudert, daß er schwere Verletzungen erlitt, denen er erlag. In Comacchio (ital. Prov. Ferrara) sind bet etner großen Feuersbrunst 10 Personen umgekommen; eine größere Aw- ^Newyo^rk verübte der Börse nag e n t Charles Htit- nei) selbst mord. Ter Verstorbene, der bei ferner Neffe nach Europa auch Kaiser Wilbelm vorgesyllt worden war, konnte es nicht verwinden, daß ihm-.wegen ferner ^rluste bei der letzten B ö r s e n f r i f e die höchsten Gesellsckrastskreffe der Hudsonmetropole, denen er früher angehort hatte, verschlafsen blieben. _________________________________________ fc. Frankfurt a. M., 9. Jan. fTelegr. Orig.-Bericht de? „Gieß, gerne]en Anz."). s2imtl. 9lotierungen der heutigen Viehmarklp reif e. Zum Gräfin Verkaufe sianden: 12 Ochsen, 4 aus Oesterreich, 1 ÖuUen, . . ' 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 124 Kühe, Fersen, Stiere mrd 0 1 ö" Rinder, 0 aus Dänemark, 1019 Kälber, 156 Schafe und Hänunel, I Errella. »echttche Nachricht««. Israelitische Religionsgemeinde. Hottesdtenlt in der Synagoge (Hüdantage). Samstag den 11. Januar 1908: Vorabend 4.45 Uhr. Morgens 9.00 Uhr. Predigt. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbatausgang 5.40 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst. Sabbatfeier am 1L Januar 1908: Freitag abend 4.25 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbat-Ausgang 5.40 Uhr. ... Wochengottesdlenst: morgens 7.00 Uhr, abends 8.00 Uhr. ; K101/07 B8/i Donnerstag, 6. Februar 1908, nachmittags 3 Uhr, sollen in unserem Amtszimmer ' die dem Heinrich Distel zuge- , schriebenen Parzellen Flur V ! Nr. 154Vio Hotrelle auf der Weißerde am Weg 204 am und Flur V Nr. 155*/io Grabgarten das. 928 qm öffentlich versteigert Todes-Anzeige Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unsere gute Mutter, Grotzmutter tmd Schwie germutter Frau Mathilde Becker Wwe. geb. Amcnd heute morgen nach langem, schwerem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Dte trauernden Hinterbliebene«. Gießen (Seltersweg 14), Frankfurt, Darmstadt, den 9. Januar 1908. Die Beerdigung findet Samstag den 11 d. Mts., nachmittags 2 Uhr, aus dem neuen Friedhöfe statt. 1260 Bekanntmachung. 3ur Bekleidung armer Konfirmanden zu Ostern 1908 ist die Lieferung.von$im[)enanjünenp1?L$$e*tot 2) schivarzem Kacheuur zu Madchenkleidern 3) farbigem Flanell zu Unterröcken zu verüben. utner Beischlaf; von Mustern,- auch zu dem Neueu-Bäue 25, emzureichen ß '1 Gießen, den 7. Januar imuo. . , Die Armeti-Deputatton dec Stadt Gießen. Heller. HolzVerstergerung. scu 17. Januar 190*» werden aus £>tn Distrikten L Ä’äW sä 4- 1 t uTh Wannerholz». 37 Eichen «>. Kl. (unter cm) - 8 Fm. lBm uiöÄaflnawuw 2 su <50-59 cm) - o Fm. = ? t 3 Kl (1Ä cm) = 14 Fm. (Schnitthvlz)- l^aintttholz). 1b buchen 6. Birken (25 und 38 cm) 13 Buchen 4. Kl. - W "'w UU w cim _ 15 F.„, 49 Kiefern 1,25 Fm 21 Kretern 6- Kl.(30^cm v 25 cm) 37 4- Kl. (2o-2fi cm) - 24 Fm. 111 «lc&en 4. Kl. - 12 Fm. (25 bis Fm. <» Fichte,. 3. Kl. 7 ö»i • J Lärchen 3. und 4. Kl. — 4 29 cm). 70 F'chten 1 Ki. 2 2,5 Fm. 32 Fichten. 2. Kl. F-m. TerbUaligcll. L Fichten Buchen und Kiefern in ’ ^sm 0MhwV leiier Marktplatz Marktplatz £ H -f-iyv Wert bis 30 Mk. zum Räumen Mk. M Elegante Röcke(Tuch) Moder. Blockkaros, herab- gesetztvonMk. Wert bis Mk.4ö - A Wäsche Leinen Weisswaren Bettbarchent Federn erhalten während dieses Ausverkaufs Wert 40 Mk. herabgesetztauf Mk. Restbestand herabgesetzt auf Mk. Wert 50 Mk. herabgesetzt auf Mk. I ■ Englisch.© Paletots Seiden- iELusen mit Tiill-Aermeln herabgesetzt auf Mk. Falten- Böcke herabgesetzt auf Tafiet- Blusen hocheleg. Sachen herabgesetzt auf Mk. Theater- Mäntel (Tuch) herabgesetzt auf Mk. (früherer Verkaufspreis Mk. 60). Satin-Tuch- Höcke schwarz, gefüttert herabgesetzt auf Mk. Schwarze Jaquettes fürWinteru. Frühjahr herabgesetzt auf Mk. Seidene B.use, gefüttert herabgesetzt auf Mk. Fussfreie Böcke in blau, schwarz, und engl. Stoffen herabgesetzt auf Mk. Schwarze elegante ta-fattls in gross. Weiten noch vorrätig von Mk. Wollene Busen Wiener Neuheiten Restbestand von Mk. Abend- Mäntel herabgesetzt auf Mk. (früherer Verkaufspreis Mk. 35. I i Plüsch. aquettes Gemusterte Seidenbluse gefüttert herabgesetzt auf Mk. beginnend Freitag, cäefi 60= Jasiasasr- und an folgenden Tapere Zwecks Räumung zur Hälfte des Wertes KM PreaiiäBipg. Kostüme (englische) an Hchversteigerung Winnerod. Donnerstag den 16. Januar sollen im Distrikt 'Burgwald und Walvertsberg versteigert werden: 259 Rm. Buchen-Scheit 269 „ , -Prügel 102 , r »Stock 714 „ , -Reiser 1 , Eichen-Prügel 6 g „ -Reiser 4 , Nadel-Stock 8 , „ -Reiser. Anfang vormittags 91/* Uhr auf der Chaussee Winnerod—Lindenstruth, Eingang Burgwald. c9/, __________________________________Tames, Förster._____ Schluss meines Alle noch vorhandenen Waren zu jedem annehmbaren Preise, Bestehend in: Kleiderstoffen, Weisswaren, Tssch» tüchern, Servietten, Handtüchern, Peizwaren. (Sie Waren sollen bis Ende Januar ausverkauft sein. Herrn. Katz 5 ß^iiusburg 5 0151 L tfläissburg 5 Arbeitsvergebung. Die zur Erbauung der evangelischen Kirche in Helpershain erforderlichen Rohbauarbeiten und Lieferungen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben tverden und zwar: Erd- und Maurerarbeiten veranschlagt zu Mk. 3126.12 Lteinmetzarbeiten (Lungsleine) ■ * * 1650.86 Zimmerarbeiten * * u 3763.95 Dachdeckerarbeiten u t „ 2481.03 Spengleracbeiten , , , 268.20 Schlosseracbeiten , , „ 178.00 Eisenlleferung , , „ 99.22 'Materialienliefcrung „ „ „ 3915.00 Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau der unterzeichneten Bürgermeisterei während den Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, sind verschlossen und portofrei bis spätestens den 28. Januar d. Js., nachm. 2 Uhr bei unterzeichneter Dienststelle eiu-- zureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist 14 Tage. Helpershain, den 8. Januar 19u8. Grobh. Bürgermeisterei Helpershain. 235 Hohmann. Husten Heil (Brust-Caramclleu) sind das einzig beste diätet. Genusi- mittel bei Husten und Heiserkeit. &u haben bei (10 Gedr. Adami, MäuSburg 14. Q O O o vJ Bügel-Kursus. -AL Dein- uuo lÄtanzbükelu erlernt mau m 4 Üoücyen gründlich nachmittags. [011, lundenpiais 511. QOwOC>OOö'£»L Telefon 593. Fraukf. Str. 93. Alle Kräftignngs-Miltel wie Ferroinunganin, Scott* Emulsion, liaematogcii, Bioson, ttianatogen sowie la. Medizinal-Lebertran lose ausgewogen und in Probeflaschen von 50 Pfg. an, erhalten Sie stets frisch aus der l*d4 Germaaia - Drogerie M Seibel. Für die einfachste wie feinste Küche ist C9I\ WWW li. Friiz Nassauer, Neuen weg 15. 11 ■■■ i ■■■.....■ ■■ iir-ir1»o das vollkommenste und billigste Hilfs- WÜIII fcö mittel. Sehraus« Sgicbüg! Stets zu haben bei Kopsslhmtrzpulvcr. 8 Adler Drogerie, Seltersweg 39. 7/isttentiarten belert ruscL und billigst tirühl'scU« Uaiv^Uuckcccu Hospiz^ evang Schwesternhaus, tiieseeu. tohanneeetf I.