Erstes Blatt Samstag 8. August 1908 Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. 158. Jahrgang Die Gemeinde aber ehrt durch ihre Erhaltung die wackeren Vorfahren, die den Stolz und die Freude über die frisch erkämpfte: kirchliche Selbständigkeit dadurch am würdigsten zu bekunden glaubten, das; sie, nach der Väter Weise und doch im Geiste ihrer. Zeit, ihr Gotteshaus nach besten Kräften schmückten. Sauer. Darstellungen des jüngsten Gerichtes gilt: Der Weltenrichter ist hier, weil der Bogen die Mitte ganz in Anspruch nahm, nach rechts gerückt, im übrigen aber ist die symmetrische Aufreihung der Figuren nach alter Weise durchgeführt. Ein später Nachklang mittelalterlicher Kunst. Zur Datierung dieser Malereien Helsen zunächst die Orna- mentsormen, die gut und ganz in entwickelten Renaissanceformen gemalte Quaderung des Bogens, das Band- und Bollwerk über den Stichbögen der Fenster, das ganz ähnlich behandelte Rahmenwerk einer Grabplatte rechts vom Bogen, alles Formen, die nicht vor der Mitte des 16. Jahrhunderts entstanden sind. Tie Grabplatte nennt einen Dix Borck und rühmt seine Verdienste um die Einrichtung der Pfarrei Leihgestern; die Zahl 74 scheint dabei nicht sein Lebensalter anzugeben, sondern Jahreszahl zu sein. In der Tat stimmen dazu die Zeitverhältnisse: 1574 bekommt Leihgestern, das bis dahin von der Komthurei Schiffen- berg abhängig gewesen war, seine, eigene Pfarrei. Es ist höchst ehrenvoll für die Gemeinde, daß sie zur Verherrlichung der neu errungenen Selbständigkeit nun auch dem alten Gotteshaus, das aus einem romanischen Langhaus und dem wuchtigen gotischen Turm sich zusammenseyte, einen neuen Schmuck verlieh. Und das zu einer Zeit, wo derartige Ausgaben sehr zurücktreten, die mittelalterliche, „katholische" Tradition begreiflicherweise ziemlich abgerissen ist. Als 1692 die flache Decke des romanischen Langhauses durch das bis 1906 erhaltene Holzgewölbe ersetzt wurde, empfand man die Bilder als altmodisch und offenbar viel zu katholisch, mnn übertünchte sie also und setzte höher hinauf in den großen Schildbogen die Kreuzgruppe. Als noch später die Orgelempore hierher versetzt wurde, mußten auch die Kunstwerke des Weißbinders Debes wieder verschwinden. Daß jetzt die Gemälde der Renaissancezeit wieder hervorgeholt, gesichert, aufgefrischt und mit .Vorsicht ergänzt worden sind, ist mit großer Freude zu begrüßen und als ein Erfolg Oer nicht immer gerecht beurteilten Denkmalspflege mit Genugtuung zu verzeichnen. Mag mancher dem biederen Leihgesterner zustimmen, der nicht einsehen wollte, wozu man die „alten Heiden" da an den Kirchenwänden erhalten wolle, die meisten werden ihre Freude daran haben. Dem erfahrenen Maler Velte aus Frankfurt, der an den Frau-Rombacher und Hungener Malereien sich schon vortrefflich bewährt hat, ist es gelungen, die alten Reste dem neuen Raum nach seiner Dekoration anzupassen, ohne zuviel Modernes und Eigenes hinzuzutun; daß er dann die weniger ganz zerstörten Gesichter, um nicht leere Flecken stehen zu lassen, ungefähr in dem Stil der übrigen zu ergänzen suchte, wird man billigen. Den großen leeren Raum des Schildbogens über dem Triumphbogen uns dem Frontgemälde hat er mit demselben Laubwerk umrahmt, in dem unten die Figuren erscheinen; an die Stelle der Kreuzgruppe und der Jnsäwift des 17. Jahrhunderts, die wirklich nicht erhalten zu werden verdienten, trat ein einfaches Kreuz und ein schön geschriebener Spruch. Tie Leihgesterner Kirche, an dec schon die originelle und glüäliche Lösung eines schwierigen Lauproblems hohes Interesse beansprucht, hat mir diesen geretteten Malereien des 16. Jahrhunderts eine weitere ganz eigenartige Sehenswürdigkeit gewonnen. Nr. 185 Der Stetzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntag». - Beilagen: viermal wöchentlich StehenerZamilienblätter; »weimal wöchentl.Ureis. blatt lürüenlireir Ließen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land« wirtschaftliche Settsragea Fernfprech • Anschlüsse: kür die Redaktion 112, 13 er lag u. Expedition 51 Abteile tüi Depeschenr Anzeiger (Sieben. Lonahine von Anzeigen tüx dir TageSmimmer M vormittags 10 Uhr. Die Wandgemälde der ttirche zu Leihgestern. Tie letzten Jahre haben nicht wenige Reste von alten Wandgemälden in oberhessischen Kirchen ans Licht gebracht. Frau- irombaa- bei Schlitz ist stolz auf seinen dem 14. Jahrhundert entstammenden Bilderzyklus vom heiligen Heraklius, in der Kapelle des Grünberger Antoniierhauses fanden sich, jetzt freilich nur un Verborgenen weüerlebend, kolossale Heiligenbilder, andere, Aderwiegend ornamentale Wand- und Gewölbemalereien wurden ■in Friedberg, Hochweisel, Hungen aufgedeckt. Diesen Kirchen ueihte sich vor zwei Jahren unerwartet die Leihgesterner an. 'm der Westwand des Turmes, von dem der Orkan daS Langhans 2veggerissen hatte, wurden über dem spitzen „Triumphbogen" Male- aeien sichtbar, die freilich ohne Kunstwert, aber für die Lau- zeschichte des Gotteshauses nicht unwichtig waren. Zwei schwebende .uVcct> scheu Volkes bat sich diesgO Mal denn auch in kaum geahntem Maße bewährt. Mit besonderen Stolz und besonderer Freude hören wir unter der Zahl der opferfreudigen Geber für die Zeppelinsche Sache als eine der ersten Städte Gie- Ben nennen. Die Bürgerschaft unserer Stadt hat mit der Bewilligung einer für Gießener Verhältnisse großen Summe aufs neue bewiesen, daß es ihr in unserer materialistischen Zett nicht an Sinn und Verständnis für ideale Forderungen fehlt. Mit besonderer Genugtuung darf ferner verzeichnet werden, daß auch der Kaiser unb bie übrigen beutschen Bun- besfürsten bes Erfolgs unb bes Mißgeschicks bes- Grasen Zeppelin in warmen Worten gebacht haben. Selbst im Aus- lanb regt sich bie Teilnahme für Zeppelin unb sein Werk, unb wenn sich bort auch vereinzelt Schabenfreube zeigt, so überwiegen boch im allgemeinen die Stimmen der freudigen neidlosen Bewunderung für die kühne Luftfahrt unb bie Stimmen bes BebauernS über bas vorzeitige Enbe bes stolzen Luftschiffes. Die Zeppelinfahrt hat, wie schon oben erwähnt, in ber verflossenen Woche alles andere Interesse in ben Hintergrunb gerückt. Selbst ber schön unb harmonisch verlauefene B e - fuch unseres Kaiserpaares am Stockholmer Hose unb bie herzlichen Trinksprüche, bie bei biejer Gelegenheit zwischen ben beiben Souveränen ausgetauscht würben, sinb im ganzen wenig beachtet worben. Währenb ber Abwesenheit bes Kaisers ist ber langjährige Ches bes Geheimzivilkabinetts bes Kaisers, Hermann v. Lucanus, gestorben. In ben Der» schiebenen Nachrufen, bie biesem Manne gewibmet würben, hat man bie wiberspruchvollsten Urteile über seine Wirksamkeit lesen können. Den einen erschien er als ber „schwarze Mann", ber nicht immer ben günstigsten Einfluß auf ben Monarchen ausgeübt habe. Die andern Beurteiler sahen in Lucanus lediglich den Ausführer ber kaiserlichen Wünsche unb Befehle. Die Wahrheit wirb wohl auch hier toieber in ber Mitte liegen: ber Kaiser ist ja bekanntlich eine viel zu felbftänbige Natur, um sich bauernb von irgenbeincr Persönlichkeit beeinflussen zu lassen. Anberseits war aber auch Lucanus trotz aller höfifchen Geschmeidigkeit nicht die geistige Null, bie sich lediglich als Werkzeug gebrauchen ließ. Einen so außerordentlich schwierigen Poften, wie den bes Chefs bes ZiviltaöinettS hätte ein inferiorer, ünfelbftänbiger Charakter icherlich nicht so lange zur Znsriebenheit bes Kaisers aus- üllen können, wie man es bei Lucanus gesehen hat. Man chreibt manche schwcrwiegenbe Fehler unserer auswärtigen Politik bem Einflufse bes Herrn v. Lucanus zu; mit welchem Recht, wirb erst einmal bie Geschichte ber Regierungszeit unseres jetzigen Kaisers tlarzustellen vermögen. Wie jetzt verlautet, hat bie Reichsregierung eine Denkschrift über bie Reichsfinanzreform fertig- gestellt. Diese Tentschrist, die von den Bundesregierungen gutgeheißen worden sein soll, wird, — man weiß nicht recht warum — geheimgehalten unb soll nur einzelnen herkorragenben Parlamentariern zugestellt worben sein. Wie schon früher, soll ber Reichskanzler auch jetzt toieber bie sührenben Parlamentarier zu einer Besprechung nach Kitzung der Stadtverordneten. _/ ih. Gießen, 7. Aug. fSdflufc.) Arbeiler-Aragea. Die 6tabtt>ewrbntt|*n l:. r den bei dec Sust>- bdd-.':Li:in tfr. -trm Ur *. ;u - C ■ 3torif<( boruc1.-. ob bi ^flterctnr .rtrt ’.i b r Urlaub»' ~ :':: nrbörrn. 5uou 3 b e l nrfldr. da' er als ’ ■ t W*b per Volitijchen Ävmmin'üm bi« für selbsw ritonDltd) hatte . Oberbürgerme i ste r »reist b/irauf h ' ban der rotmuBJwx ßtabtDfrorbnrten do hin < rgirtg n ;ft vaß alle bei der Ltadl ge^en Staat- ober Wochentolm f - l1 n Uri' de n wl>en, zu b'.nni Personen aber gebären b • tiatm: nroirttr, btf monatlich baflbtt rorrben, mehr ES bedürfe babtr eines de,anderen Beschlusses dieser halb, welcher von der Beriammlung dahin qt- faßt wird, dos: die Laternen,'.irrer ebenfalls ,u den llNauks- berechtigten gehören — Ten Arbeitern velch^ aus der Anatomie bestatten, wird au-, c ihrem lohn nir i-oen Lasten eine Ertraoergüninq von 2 > l? 1 vro .«ebener brnnlhgr — 5tabtD. 2 t nro n wünscht, daß diese B icattungen nicht mehr am dem Äricbbof am Nahrun.»sd<-rn, son» en auf d«n neuen Friedhof stattnnden Der L der bürqer mc i ster bittet sich mit der Erfüllung diese» Wunsch?» noch etwa» zu gedulden und setzt die Gründe bninr auseinander Der Name der neoeu Irrenanstalt, Heiche die ßtoblonoronfi ,i m -n/i tourt hoben, tonnte, wie der Arzt 2t Liebe auf W a l d h o D-Elgersoau'cn ynttnlt, zu unliebsamen Verwechselungen rühren. -s tobte Wi m- menauer schlägt vor. da man nun koch der Anstalt einen andern Namen geben mufe, dieselbe nach dem Distrikt Waldshute Mit „Daldshute" zu bezeichnen. Beig Georgi erklärt, es erinnere der oorgeschlagene Aame zu sehr an da.- Biehhüten. er schttat vor, die Anstalt Waldheim b Gießen zu benennen, TOdxyn Vorschlag Annahme fand Da» Baggern in der Lahn durch die Gebrüder ftabl ruft, obgleich dieser Punkt Jxr Tagesordnung kurzerhand obgesctzt wurde, doch eine lebhatte Debatte hervor, die, soweit dieselbe sachlich die Angelegenheit berührte, für die Vertreter der Presse uno ritondlich blieb, ba diesen die Situation, um welche cs sich handelt, nicht bekannt ist. Stadtv. Krumm äußerl f.:n Bewundern, das- es die Polizei t|t, welch? das Baggern in der Lahn erlaubt oder versagt, eine Behörde. welch betreffs des Baggeveibetriebes doch gar nicht fach verständig ist. Der Oberbürgermei st e r^bemerkt, beü es das Ministerium seinerzeit abgelehnt hat. der Stabt die Aufsicht über bad '.Baggern zu übertragen. — Stadtv- Simon bemerkt, dost die Polizei bei Genehmigung ober Versagung sich ja dach auf bas Gutachlim des Ticfdauamtes stützt. Stabtv- Schlaff- staedt ist der Ansicht baß es am richtigsten ist, n>cnn die Stobt selber das Baggern in der rntm ausfühn 2er 0 be r b ü r g et- mei ft er bemerkt, daß ihm dies ebenfalls am richtigsten zu sein scheine. Beig. Keller erklärt: iyesetzllch sei die Stobt Eigen- tümerin des Lahnbettes Ucbcr die Entnahme von Sand und MieS habe aber nach dem Bachesetz das Krcisaml zu entschiden. Damit wird die Angelegen hei' erlassen. Verschiedenes. v Die Stadtverordneten beschließen, daß die Stadt dem Deutschen Verein für Wohnungsreform in Frankfurt o. M- als Mitglied beitritt. — Tie Küsten bet Reinigung einer Klaffe, welch- dein KaufmLnnischen Verein für weibliche An- «eftelltc in ber Roalschßilc seitens der Stobt überlassen ist, zu stbernelmien. lehnt die Versammlung ans prinzipiellen Gründen xrb. Die Stobtt-D. Troß und Simon traten für Bewilligung ein. Der Oberbürgernteifter und Stadtv- Krumm ftnarixm dagegen. Einer Aenderung des Statuts der Innungs- Krankenkasse der Fleischer wird zugestimmt, da eS sich hierbei um Vorteile für die Versicherten handelt. — Für die Kommission zur Aohlmännerwahs für die Landtagsivahl werden olS Mrtalicder die Sladtvv. Helm und Dabenicht bestimmt- — Die Stadtverordneten stimmen einstimmig bafür, gegen die Besteuerung von («a» und Elektrizität, weil diese Steuer sozial- politisch verfehlt ist. beim Reichstag und bei ber Landesregierung sonne beim Deutschen Stöbtetag Einsornch einzulegen. Auherhalb der Tagesordnung. Werschindermeist r Aikolaiis wünscht nach Schiffenbergenveg 2 iekektnsch-ö Licht. Er ist bereit, einen 10 pro,wütigen Verbrauch der M garantieren. Die dazu erforderlichen >->>"> Mark werden bewilligt. - Das Tiefbauamt, welches bas Reatzsche Grundstück nm 1. September freigeben muß, kann vor dem 1- Cf loder irühestens erst in das alte Gcwerbeschulhaus am Astcv- |veg nicht einzieheit. Ta m in sei tx . R Math, ist jedoch bamit einverstanden, daß ilym das Grundstück erst . ''.i überlassen wird, da ec dann mt mit d<-m r.’lbriß resp Reubau beginnen will- — Für die Instandsetzung des Gewerbe schul Hauses am Asterweg werden 7000 Mk. verlangt und bewillig! Ter CbcrbürgcrmeilhT bemerkt dazu, daß diese <7000 Mk nicht erforderlich sind- Ein Teil des Bauwerks ist i)o baufällig, daß man denselben lieber abreiben solle, ebenso ein daneben liegendes, der Stadt gehörendes kleines Vorderhaus (früher IoelfcheS ^)auS>. Damit mürbe bann vorn Afterweg ein direkter Bugang zur Töchterschule gewonnen Alte Hauser. Stadtv. Huhn erklärt, da man jid) doch nun einmal über den ifbrife baufälliger alter Qfcbäube, die ber Stabt gehören, unterhalt, so müsse er auf bad früher Semmlersche vaus in der Walltorftrasn: kommen Wer tun iwtiibergebc, und einen Blick bar auf werfe, dem müsse schlecht werden. Man könne das Anwesen nübt so zimt Skandal flehen lassen und solle es doch nieder- legen. — Stadtv. Brück ijt der gleichm Ansicht, doch sei viel- jeidjt müglid), ba# .\xnto irotbürftig zurerich zu macl)en. ba würde sich and) Iemand finden, der wenigstens in den Laden hmein- tzieht. — Be,g. Georgi bnnerfl d r Oberbürgermeister habe längst bemerkt, das Vans sehe aus une ein städtisches vaus Leider habe die Stadt mehr solcher Gebäude, die so auSsehen wie daS in der Wallthorstraße: er stelle daher den Antrag, dieselben nieder zu legen. — Stadtv Jtrumm weist darauf bin. daß man aber, eite man ein -ans abreibt, sich vergewissern soll, wie eS dahinter misschaut: er erinnere daran, als man die alten Gebäude, an deren Stelle die Engel-Apotheke erbaut ist, abgerissen chatte^ da machte die Geschichte erst recht einen traurigen Eindruck - Stabil» Schass staedt kommt auf den Artikel, der über die nicht angeschlosfenen (Hcböube dieser Tage im Anzeiger veröffent- luiu wurd< S^enn unter den nicht angeschlosfenen 100 Inifern *11 fMbtifrin sich befinden, darunter das Gas- und Wasserwerk, fr müsse man doch sagen, hier müsse Wandel gefebaffen werden Denn die Stobt nid« ansdüießt, könne man es ben Privaten nicht verdenken, wenn aud> diese säumig sich zeigen. — Beig Keller erklärt, es sei richtig, was Kollege Schauftacdt au-getühn habe, lalrocifc handle es sich um väufer, die nu-bergelegt werben sollen ou6eigtntümer zu ben Äviten heran?ezogen werden. Andere Straßen, die erst 4 bis •» Jahre existieren, werden auch, ohne ausrevam zu fein, vollkommen fertig gewlästert oder doch wenigstens so hergerichtet, daß die Annwhner trockenen Fußes ihre Wohnungen erreichen können. Warum werden ipobl die Bewohner ber Stein strafte so tnehnütierlvb bebanbett? Sinb fie etu-a Burger 2. stlafse ober zahlen sie vielleicht weniger bleuer, als die Bewohner anbervr Stadtteile? wunsck.enswen wäre es, n've;iell Ul.in-L.ndeii ^von Gießen au- stark freaurnaert wird, und daß daS nudt ber Fall ist. wenn es vorher auch nur wenig geregnet hat. _Ttc Leute kehr » lieber um, als daß fie sich au* Den schlechten Straften smodun bredxu od r nt’t Schmu» le Deckt Den Heimweg antreten müssen Ich möchte den Eisenbahn'irkus irngm. ob nicht ein paar Schaufel» KieS ober Sand übrig find, um wenigstens bi* größten Löcher aus- zufütten. denn ,eder Mensch muß emieben. daß es so nicht weucr geben kann. rollt.- sed. ch die 9bild:: bestehen bie Passanten per Luftschiff überzuietzen so mödne ich bitten, diese Zeilen zu entschuld.gen. ich nehme sie bann gerne zurück. Klein-Linden, den 7. Auqust 1908. F B. ____ - ■ ■ ■■■ ■ .- — - -------a Märkte. stießen, 8. August. 2 arfiberiehl. ?lid l eiiligem öoebeu- | inaikle kostete Butter vr. TfD. 1.20—1.25 Mk^ Hühnereier 1 Sl 8—9 mg«, Räfe pr. St. 6—h Ps„ jtäiematie 2 St. 5—6 Pig. Erbsen p. Pid. 18—24 Plg., Linsen p. Pid. 25—40 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 TIL, Vubiier pr. El. 1,00—1,60 TIL, L*ähne pr. Stück 0^0—1,80 Mk, blänie vr. Pfb. 00—00, Enten pr. Stück 1.80 dis 2,20 Mk., Echsenfleisch pr. Pib. 78—86 Psg^ Rub- unb Rindfleisch pr. Pfund 74—76 Vfgw Schweinefleisch pr. Pfund 60—76 Pfa., Echireinefleiscv, gesalzen, pr. Pib. 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfb. 70—80 Pfq., vannnelfleiid) pr. Plb. 70—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.00—8.00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 8,00—10,00 Mk* Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 0—00 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Aepfel per Ztr. 00-00 Mk., Birnen per Ztr. 00-00 Mk. Rüffe K>0 Stück 50—OC Pfg., per Ztr. 0—00 Mk. Kirschen per P40/, japan. Staatsanleihe hU.50 4?6 Conv. Türken von 1903 92.40 Türkenlose 145 00 4 54 Griech. Ilonopol-Anl. . 60.40 4% äussere Argentinier . — .— 3°/e Mexikaner . . . 65.50 4 >4% Chinesen .... 97.50 Aktien: Bochum Guss 220 60 Buderus E. W 112.00 Tendenz: behauptet Berliner Höree, 8 Canada E. B 167.60 Darmstädter Bank . . . 125.60 Deutsche Bank ... — Dortmunder-Union C. . . 58.20 Dresdner Bank . . . 140 30 Elektrie. Lahmeyer . . . 118.60 Elcktriz. Scbnckert . . . 10* 40 Eschweiler Bergwerk . . 199.40 Gelsenkirchen Bergwerk . 19350 Hamburg-Amerik PakeU. 110.70 Llarpener Bergwerk. . . 199.71 Laurabntte 213.10 Nordd. Lloyd 95.70 Obeiscblts. Eisen-Industrie 100 50 Berliner llandelsges. . . 162.7c Darmstädter Bank . . . 125.6c Deutsche Bank .... 233 75 Deutsch-Asiat Bank . . 135.40 Diskonto-KommandiL . . 174.75 Dresdner Bank .... 139.90 Kreditaktien 197.26 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn 93.20 Gotthard bahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 20 40 Gesten. Staatsbahn . . . 147.75 Prince-Henri-Euenbabu 123.00 August. Anlangskurse. llarpener Bergwerk. . . — Laurahütte 212,70 Lombarden E. B. ... — Nordd. Lloyd Türkenlose 145.00 Tendenz: behauptet. „Gin Jahr alt und konnte nicht stehen. Acht Tage später stand fie allein ans." Ennzendorf a. W., Post Hagendorf >. Schl., 10. Lkt. 1907. „Mein kleines Mädchen Erna war bereits ein Jahr all iwS wollte gar nicht stehen. Wenn sie ansgesiellt wurde, so schrie sie, weil ihr Fuß unb Beingelenk schmerzten, Doch nachbem ihr 8 Tage lang Scotti Emulsion gegeben wurde, fiand sie ganz allem sich unb jetzt nach längerem Gebrauch läirit sie überall herum. Tadei hat sie an Gewicht bedeutend zugenommen, ba» Essen schmeckt ibt an-gezeichnet, und die Verbauung ist immer eine gute. Ecvtck * Emulsion nimmt daS Kind sehr gern; je halb bie Mutter mit der Flasche kommt, beginnt die Kleine vor Freude mit Händen und f Füßen zu zappeln. Lbwohl eigentlich nicht mehr nötig, werde ich noch eine Zeitlang «orvahrtu dein Kinde Scotts Emulsion zii verabfolgen." lgez., Berthold Ruschke. Bei schwachem Knochenbau ist der Gebrauch von Ecolt« Emulsion sehr angezerqt, weil ttjr Gehalt an mineralischen Laizen die Knoche«- bildung fördert, während ihre leicht verdau« - lichen Fettstoffe den Ansatz kräftigen Fleisches begünstigen. Häufig sind gerade diese -um Körperaufbau unerläßlichen Bestandteile in un- genügender Menge vorhanden und müffen ba- her dem LrganiSmuS besonder« zugeführt werden. Ek,n» (hnulhen wir» Ber tut« ou»'4li (UhrtT-.t f* PrehCor 3. m OCrr-.di) <«>o Sdilafzimmer mb&m Kolosseum Giessen 06572 Telefon 644. Gastwirt Wacker. Es ladet freundlichst ein Bier kommt aus dkrpfunqSadttrKrauere! jnmAvssllMk | Bauschule Greussen | Ubr (SS10/:) Dr. med. Fr. Wag-ner 06579 Neustadt 28. 06336) Parterre. Sll □ ecbon 4746 lä. neue Sortoütln Einmachzucker 10 Pfund 2.20 Mk. <4334 J Verkäufe WASCHMITTEL unf-Gelnche Verschiedenes •g-Amerik. PakelL 110/ jr Bergwerk, . , 193.1. Eintritt frei. Greift Hände. Farben und Gewebe nicht an. 4 4 Sero. Hirom! Beb. 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